| (19) |
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(11) |
EP 1 748 853 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.05.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/005634 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/118175 (15.12.2005 Gazette 2005/50) |
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| (54) |
STANZMASCHINE MIT EINEM MOTORISCHEN DREH-/HUBANTRIEB
STAMPING MACHINE WITH A MOTORISED ROTATING/LIFTING DRIVE
POINÇONNEUSE EQUIPEE D'UN MECANISME D'ELEVATION/ROTATION MOTORISE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.05.2004 EP 04012521
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.02.2007 Patentblatt 2007/06 |
| (73) |
Patentinhaber: TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG |
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71254 Ditzingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHMAUDER, Frank
72555 Metzingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kohler Schmid Möbus |
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Patentanwälte
Ruppmannstrasse 27 70565 Stuttgart 70565 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
JP-A- 4 105 793
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JP-A- 4 172 133
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 0164, Nr. 74 (M-1319), 2. Oktober 1992 (1992-10-02)
& JP 04 172133 A (AMADA CO LTD), 19. Juni 1992 (1992-06-19) in der Anmeldung erwähnt
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 0163, Nr. 46 (M-1286), 27. Juli 1992 (1992-07-27) &
JP 04 105793 A (AMADA CO LTD), 7. April 1992 (1992-04-07)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stanzmaschine mit einer Werkzeuglagerung für ein Stanzwerkzeug
sowie mit einem Dreh-/Hubantrieb, mittels dessen die Werkzeuglagerung in Richtung
einer Hubachse zu dem Arbeitsbereich der Stanzmaschine hin und zurück bewegbar und
um die Hubachse dreheinstellbar ist und der wenigstens einen motorisch angetriebenen
und mit einer Antriebssteuerung versehenen Spindeltrieb umfasst mit Spindeltriebelementen
in Form einer Antriebsspindel sowie einer darauf aufsitzenden Spindelmutter, von denen
das eine als motorseitiges Spindeltriebelement und das andere als werkzeugseitiges
Spindeltriebelement vorgesehen ist, wobei das motorseitige Spindeltriebelement mittels
eines Antriebsmotors relativ zu dem werkzeugseitigen Spindeltriebelement um eine Spindeltriebachse
drehbar und dadurch das werkzeugseitige Spindeltriebelement in Richtung der Spindeltriebachse
und die Werkzeuglagerung in Richtung der Hubachse bewegbar ist und wobei das werkzeugseitige
Spindeltriebelement mittels eines Antriebsmotors um die Spindeltriebachse drehbar
und dadurch die Werkzeuglagerung um die Hubachse dreheinstellbar ist.
[0002] Eine Stanzmaschine der vorstehenden Art ist offenbart in
JP 04172133 A. Im Falle des Standes der Technik ist für die Werkzeuglagerung einer Stanzmaschine
ein Dreh-/Hubantrieb mit zwei elektrischen Antriebsmotoren vorgesehen. Beide Antriebsmotoren
sind seitlich neben einer Antriebsspindel angeordnet, die ihrerseits in Richtung einer
Hubachse der Werkzeuglagerung verläuft. Einer der Antriebsmotoren dient zur stanzenden
Werkstückbearbeitung und ist zu diesem Zweck über einen Riementrieb mit einer auf
der Antriebsspindel aufsitzenden Hubspindelmutter verbunden. Durch Antrieb des sich
so ergebenden Spindeltriebes in einander entgegengesetzten Drehrichtungen wird das
an der Werkzeuglagerung vorgesehene Stanzwerkzeug mit Arbeitshüben in Richtung auf
das zu bearbeitende Werkstück und im Anschluss an einen jeden Arbeitshub mit einem
Rückhub in Gegenrichtung bewegt. Der zweite Antriebsmotor der vorbekannten Stanzmaschine
ist zur Dreheinstellung der Werkzeuglagerung bzw. des Stanzwerkzeuges vorgesehen.
Über einen weiteren Riementrieb ist dieser Antriebsmotor mit einem von der Antriebsspindel
durchsetzten Mitnehmer antriebsverbunden. Mittels des zweiten Antriebsmotors wird
bei Bedarf die Drehstellung von Werkzeuglagerung und Stanzwerkzeug bezüglich der Hubachse
des vorbekannten Dreh-/Hubantriebes verändert.
[0003] Eine leistungsfähige und dessen ungeachtet kompakt bauende Stanzmaschine bereitzustellen,
hat sich die vorliegende Erfindung ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik
zum Ziel gesetzt.
[0004] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch die Stanzmaschine nach Patentanspruch
1.
[0005] Im Falle der Erfindung ist demnach ein Dreh-/Hubantrieb mit koaxialen aber gegenläufigen
Spindeltrieben vorgesehen, die ihrerseits von separaten Antriebsmotoren angetrieben
werden. Die motorseitigen Spindeltriebelemente der gegenläufigen Spindeltriebe lassen
sich dabei wahlweise in der gleichen Drehrichtung oder in einander entgegengesetzten
Drehrichtungen antreiben. Stimmen die Drehrichtungen miteinander überein, so bewegen
sich die motorseitigen Spindeltriebelemente gemeinschaftlich mit den untereinander
gekoppelten werkzeugseitigen Spindeltriebelementen um die Spindeltriebachse. Bei entsprechender
Antriebssteuerung der gegenläufigen Spindeltriebe ist auf diese Art und Weise die
Werkzeuglagerung bzw. das Stanzwerkzeug mit der gewünschten Ausrichtung um die Hubachse
dreheinstellbar. Zur Ausführung der Drehbewegung von Werkzeuglagerung und Stanzwerkzeug
stehen die Motorleistungen der einzelnen Antriebsmotoren in Summe zur Verfügung. Laufen
die motorseitigen Spindeltriebelemente in einander entgegengesetzten Richtungen um,
so ergeben sich zwischen den motorseitigen Spindeltriebelementen und den zugeordneten
werkzeugseitigen Spindeltriebelementen RelativDrehbewegungen, die ihrerseits eine
Verlagerung der werkzeugseitigen Spindeltriebelemente sowie der Werkzeuglagerung und
des Stanzwerkzeuges in Richtung der Spindeltriebachse bzw. der Hubachse bewirken.
Infolge der Kopplung der werkzeugseitigen Spindeltriebelemente ergänzen sich auch
in diesem Fall die von den Antriebsmotoren der einzelnen motorseitigen Spindeltriebelemente
bereitgestellten Drehmomente. Eine entsprechend große Kraft kann an dem mit den werkzeugseitigen
Spindeltriebelementen bewegungsverbundenen Stanzwerkzeug in Richtung der Hubachse
ausgeübt werden. Diese große Axialkraft kann insbesondere als Stanzkraft zur Werkstückbearbeitung
genutzt werden. Die zu installierende Motorleistung ist geringer als sie bei Einsatz
eines gleich leistungsfähigen Einzel-Antriebsmotors wäre. Bei entsprechender Drehgeschwindigkeit
der in einander entgegengesetzten Richtungen umlaufenden motorseitigen Spindeltriebelemente
kann eine rotationsfreie Bewegung der werkzeugseitigen Spindeltriebelemente in Richtung
der Spindeltriebachse und somit eine rotationsfreie Bewegung des Stanzwerkzeuges in
Richtung der Hubachse erzeugt werden, ohne dass hierzu eine separate Verdrehsicherung
für die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente benötigt würde. Alternativ besteht erfindungsgemäß
auch die Möglichkeit, die Geschwindigkeiten der sich in einander entgegengesetzten
Richtungen drehenden motorseitigen Spindeltriebelemente derart aufeinander abzustimmen,
dass sich eine Bewegung der werkzeugseitigen Spindeltriebelemente und des Stanzwerkzeuges
in Richtung der Spindeltrieb- bzw. der Hubachse und eine Drehbewegung um die Spindeltrieb-
bzw. die Hubachse überlagern. Mit einem kompakten Antrieb kann somit bei hoher Leistungsfähigkeit
eine Mehrzahl von Antriebsfunktionen realisiert werden.
[0006] Besondere Ausführungsarten der Erfindung nach Patentanspruch 1 ergeben sich aus den
abhängigen Patentansprüchen 2 bis 14.
[0007] Im Falle der Erfindungsbauart nach Patentanspruch 2 sind die Drehgeschwindigkeiten
der motorseitigen Spindeltriebelemente mittels der Antriebssteuerung der gegenläufigen
Spindeltriebe voneinander unabhängig steuerbar. Auf diese Art und Weise lassen sich
die aus der Drehbewegung der motorseitigen Spindeltriebelemente resultierenden Bewegungen
der Werkzeuglagerung und des Stanzwerkzeuges mit großer Flexibilität an die Erfordernisse
des jeweiligen Anwendungsfalles anpassen.
[0008] Die ausweislich der Patentansprüche 3 bis 7 an patentgemäßen Stanzmaschinen getroffenen
Maßnahmen betreffen den Fall, dass die motorseitigen Spindeltriebelemente der gegenläufigen
Spindeltriebe in einander entgegengesetzten Drehrichtungen umlaufen. Diese Betriebsweise
der gegenläufigen Spindeltriebe wird zur Erzeugung von Bewegungen der Werkzeuglagerung
und des Stanzwerkzeuges in Richtung der Hubachse, insbesondere zur Ausführung von
Arbeitshüben des Stanzwerkzeuges gewählt. Dabei kann die Dreheinstellung des Stanzwerkzeuges
bezüglich der Hubachse von Bedeutung sein. Unter Umständen ist sicherzustellen, dass
das Stanzwerkzeug mit einer bestimmten Drehstellung bezüglich der Hubachse auf das
zu bearbeitende Werkstück aufläuft. Mittels der erfindungsgemäßen Antriebssteuerung
der gegenläufigen Spindeltriebe kann dies gewährleistet werden. Ausweislich Patentanspruch
3 werden Ist-Dreheinstellungen der Werkzeuglagerung bezüglich der Hubachse erfasst.
In Abhängigkeit von dem Erfassungsergebnis ist die Drehgeschwindigkeit wenigstens
eines motorseitigen Spindeltriebelementes steuerbar und auf diese Art und Weise die
Dreheinstellung der Werkzeuglagerung beeinflussbar. Denkbar ist beispielsweise, dass
sich bei Anlaufen der gegensinnig angetriebenen motorseitigen Spindeltriebelemente
eine geringfügige Veränderung der Dreheinstellung der Werkzeuglagerung bzw. des Stanzwerkzeuges
ergibt, dass sich die Dreheinstellung der Werkzeuglagerung bzw. des Stanzwerkzeuges
aber nach Beendigung der Anlaufphase nicht mehr verändert. Ist eine derartige Änderung
der Dreheinstellung von Werkzeuglagerung und Stanzwerkzeug für die durchzuführende
Werkstückbearbeitung ohne Bedeutung, so kann sie beibehalten werden. In diesem Fall
ist die nach der Anlaufphase erreichte Drehgeschwindigkeit der motorseitigen Spindeltriebelemente
mittels der Auswerte- und Steuereinheit der Antriebssteuerung auf einem konstanten
Wert zu halten. Gemäß Patentanspruch 4 lässt sich während der Bewegung des Stanzwerkzeuges
in Richtung der Hubachse eine Verstellung des Stanzwerkzeuges um die Hubachse rückgängig
machen. Dieser Umstand ist vor allem dann bedeutsam, wenn Stanzwerkzeuge mit einer
von der Kreisform abweichenden Querschnittsform verwendet werden. In diesen Fällen
ist die Drehstellung des Stanzwerkzeuges bezüglich der Hubachse für das Bearbeitungsergebnis
bzw. für die Durchführbarkeit der stanzenden Werkstückbearbeitung von ausschlaggebender
Bedeutung. Im Falle der Erfindungsbauart nach Patentanspruch 5 ist die Soll-Dreheinstellung
der Werkzeuglagerung bzw. des Stanzwerkzeuges durch diejenige Dreheinstellung definiert,
die zu Beginn des Antriebes der motorseitigen Spindeltriebelemente in einander entgegengesetzten
Drehrichtungen vorliegt. Ausweislich der Patentansprüche 6 und 7 ist für die Werkzeuglagerung
in weiterer Ausgestaltung der Erfindung eine Dreh-Bremseinrichtung vorgesehen, die
insbesondere als elektromotorische Dreh-Bremseinrichtung ausgeführt sein kann. Mittels
dieser Dreh-Bremseinrichtung lässt sich die Soll-Dreheinstellung der Werkzeuglagerung
sichern. Dabei unterstützt die Dreh-Bremseinrichtung die gegenläufigen Spindeltriebe,
die bei entsprechender Steuerung ebenfalls einer unerwünschten Verstellung der Werkzeuglagerung
in Richtung um die Hubachse entgegenwirken. Da die Dreh-Bremseinrichtung demnach nur
eine verhältnismäßig kleine Kraft zur Drehsicherung der Werkzeuglagerung aufzubringen
hat, kann sie klein bauen. Ungeachtet der Dreh-Bremseinrichtung ergibt sich folglich
eine kompakte Bauweise des erfindungsgemäßen Dreh-/Hubantriebes.
[0009] Gemäß Patentanspruch 8 sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung gegenläufige
Spindeltriebe mit einheitlicher Übersetzung vorgesehen. Diese Vereinheitlichung der
Antriebskomponenten bedingt einen konstruktiv einfachen Aufbau der Gesamtanordnung
und vereinfacht außerdem die Antriebssteuerung der gegenläufigen Spindeltriebe.
[0010] Die Erfindungsbauarten nach den Patentansprüchen 9 bis 11 zeichnen sich durch eine
besonders kompakte Bauweise des Dreh-/Hubantriebes und somit der gesamten Maschine
aus. Aufgrund der Erfindungsmerkmale von Patentanspruch 9 ergeben sich für den Dreh-/Hubantrieb
verhältnismäßig kleine Abmessungen in radialer Richtung der Spindeltriebachse. Entsprechend
baut der Dreh-/Hubantrieb nach Patentanspruch 10 in Richtung der Spindeltriebachse
relativ klein. Torque-Motoren, wie sie in Patentanspruch 11 genannt sind, gestatten
es, auch hohe Motor-Drehmomente ohne Einbauraum benötigende Zwischengetriebe zu übertragen.
[0011] Die einteilige Ausbildung der werkzeugseitigen Spindeltriebelemente gemäß Patentanspruch
12 ist im Interesse einer Minimierung der Anzahl der Einzelteile und somit im Interesse
eines konstruktiv einfachen und kompakten Aufbaus der Gesamtanordnung vorgesehen.
[0012] Gemäß den Patentansprüchen 13 und 14 ist für die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente
erfindungsgemäßer Stanzmaschinen eine in Richtung der Spindeltriebachse wirksame,
vorzugsweise pneumatische Vorspanneinrichtung vorgesehen. Derartige Vorspanneinrichtungen
erhöhen die Lebensdauer und die Funktionssicherheit des Dreh-/Hubantriebes erfindungsgemäßer
Stanzmaschinen.
[0013] An dem Dreh-/Hubantrieb treten insbesondere bei Auftreffen des Stanzwerkzeuges auf
das Werkstück, beim Durchbrechen des Stanzwerkzeuges durch das Werkstück und generell
bei Umkehrung der Hubbewegung Lastwechsel auf. Die erfindungsgemäße Vorspanneinrichtung
wirkt einem schlagartigen Lastwechsel an dem Dreh-/Hubantrieb entgegen. Bei entsprechender
Wahl der Vorspannung ergibt sich anstelle einer wechselnden Beanspruchung eine weniger
Verschleiß verursachende schwellende Beanspruchung des Spindeltriebes.
[0014] Beim eigentlichen Stanzvorgang baut sich während der Beaufschlagung des zu bearbeitenden
Werkstückes durch das Stanzwerkzeug innerhalb des Dreh-/Hubantriebes eine der Richtung
des ausgeführten Arbeitshubes entgegengerichtete Kraft auf. Sobald das Werkstück von
dem Stanzwerkzeug durchdrungen wird, sind das Stanzwerkzeug und die mit diesem verbundenen
Komponenten des Dreh-/Hubantriebes bestrebt, schlagartig eine Bewegung in Richtung
des Arbeitshubes auszuführen. Mit einem damit einhergehenden schlagartigen Lastwechsel
wäre an dem Dreh-/Hubantrieb ein Betriebszustand verbunden, der sich nur mit verhältnismäßig
großem Aufwand steuern bzw. regeln ließe.
[0015] Nachstehend wird die Erfindung anhand schematischer Darstellungen zu Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Stanzmaschine mit einer ersten Bauart eines elektrischen Dreh-/Hubantriebes für
ein Stanzoberwerkzeug in der teilgeschnittenen Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Dreh-/Hubantrieb gemäß Fig.1 im Längsschnitt,
- Fig. 3
- eine zweite Bauart eines elektrischen Dreh-/Hubantriebes für ein Stanzoberwerkzeug
einer Stanzmaschine im Längsschnitt,
- Fig. 4
- eine dritte Bauart eines elektrischen Dreh-/Hubantriebes für ein Stanzoberwerkzeug
einer Stanzmaschine im Längsschnitt,
- Fig. 5
- eine vierte Bauart eines elektrischen Dreh-/Hubantriebes für ein Stanzoberwerkzeug
einer Stanzmaschine im Längsschnitt und
- Fig. 6
- eine fünfte Bauart eines elektrischen Dreh-/Hubantriebes für ein Stanzoberwerkzeug
einer Stanzmaschine im Längsschnitt.
[0016] Ausweislich Fig. 1 besitzt eine Stanzmaschine 1 ein C-förmiges Maschinengestell 2
mit einem oberen Gestellschenkel 3 und einem unteren Gestellschenkel 4.
[0017] An dem freien Ende des oberen Gestellschenkels 3 ist ein elektrischer Dreh-/Hubantrieb
5 für ein als Stanzstempel 6 ausgebildetes Stanzwerkzeug vorgesehen. Der Stanzstempel
6 ist an einer Werkzeuglagerung 7 montiert. Mittels des Dreh-/Hubantriebes 5 ist die
Werkzeuglagerung 7 gemeinschaftlich mit dem Stanzstempel 6 in Richtung einer Hubachse
8 geradlinig bewegbar und in Richtung eines Doppelpfeils 9 um die Hubachse 8 dreheinstellbar.
Bewegungen in Richtung der Hubachse 8 werden von der Werkzeuglagerung 7 bzw. dem Stanzstempel
6 bei Arbeitshüben zur Bearbeitung von Werkstücken sowie bei sich an die Arbeitshübe
anschließenden Rückhüben ausgeführt. Eine Dreheinstellung der Werkzeuglagerung 7 wird
zur Änderung der Drehstellung des Stanzstempels 6 bezüglich der Hubachse 8 vorgenommen.
[0018] Bei der Werkstückbearbeitung, im gezeigten Beispielsfall bei der stanzenden Bearbeitung
von nicht im Einzelnen dargestellten Blechen, wirkt der Stanzstempel 6 mit einem nicht
gezeigten Stanzunterwerkzeug in Form einer Stanzmatrize zusammen. Diese ist in gewohnter
Weise in einen Werkstücktisch 10 integriert, der seinerseits auf dem unteren Gestellschenkel
4 der Stanzmaschine 1 gelagert ist. Die bei der Werkstückbearbeitung erforderlichen
Relativbewegungen des betreffenden Bleches gegenüber dem Stanzstempel 6 und der Stanzmatrize
werden mittels einer in einem Rachenraum 11 des Maschinengestells 2 untergebrachten
Koordinatenführung 12 üblicher Bauart ausgeführt.
[0019] Wie Fig. 2 im Detail entnommen werden kann, ist die Werkzeuglagerung 7 mit dem Stanzstempel
6 an einem Stößel 13 vorgesehen. Der Stößel 13 durchsetzt eine erste Antriebsspindel
14 sowie eine zweite Antriebsspindel 15. Die Antriebsspindeln 14, 15 sind als Hohlspindeln
ausgeführt. Über Verbindungsschrauben 16 sind die Antriebsspindeln 14, 15 untereinander
verbunden. Die Verbindungsschrauben 16 durchsetzen dabei einen Außenbund 17 des Stößels
13. Dadurch sind die Antriebsspindeln 14, 15 untereinander sowie an dem Stößel 13
allseitig wirksam fixiert.
[0020] Auf der ersten Antriebsspindel 14 sitzt eine erste Spindelmutter 18, auf der zweiten
Antriebsspindel 15 eine zweite Spindelmutter 19 auf. Gemeinsam mit der ersten Spindelmutter
18 bildet die erste Antriebsspindel 14 einen ersten Spindeltrieb 20. Entsprechend
umfasst ein zweiter Spindeltrieb 21 die zweite Antriebsspindel 15 sowie die zweite
Spindelmutter 19. Die beiden Spindeltriebe 20, 21 sind als gegenläufige, ansonsten
aber baugleiche Kugelgewindetriebe ausgebildet. Eine gemeinsame Spindeltriebachse
22 fällt mit der Hubachse 8 des Dreh-/Hubantriebes 5 zusammen.
[0021] Zum Antrieb des ersten Spindeltriebes 20 dient ein erster elektrischer Antriebsmotor
23, zum Antrieb des zweiten Spindeltriebes 21 ein zweiter elektrischer Antriebsmotor
24. Bei beiden Antriebsmotoren 23, 24 handelt es sich um Torque-Motoren. Ein Stator
25 des ersten elektrischen Antriebsmotors 23 sowie ein Stator 26 des zweiten elektrischen
Antriebsmotors 24 sind jeweils an einem Antriebsgehäuse 27 des Dreh-/Hubantriebes
5 angebracht. Ein Rotor 28 des ersten elektrischen Antriebsmotors 23 ist getriebelos
mit der ersten Spindelmutter 18, ein Rotor 29 des zweiten elektrischen Antriebsmotors
24 auf entsprechende Art und Weise mit der zweiten Spindelmutter 19 verbunden. Demnach
bilden die erste Spindelmutter 18 sowie die zweite Spindelmutter 19 motorseitige Spindeltriebelemente,
die erste Antriebsspindel 14 sowie die zweite Antriebsspindel 15 werkzeugseitige Spindeltriebelemente
der Spindeltriebe 20, 21. Die Spindelmutter 18, der Rotor 28 und der Stator 25 sowie
die Spindelmutter 19, der Rotor 29 und der Stator 26 sind jeweils mit gegenseitiger
Überdeckung in Richtung der Hubachse 8 bzw. der Spindeltriebachse 22 angeordnet. Über
herkömmliche Wälzlager 30, 31 sind die Spindeltriebe 20, 21 sowie der Stößel 13 mit
der Werkzeuglagerung 7 und dem Stanzstempel 6 an dem Antriebsgehäuse 27 des Dreh-/Hubantriebes
5 drehgelagert.
[0022] Die elektrischen Antriebsmotoren 23, 24 und über diese auch die Spindeltriebe 20,
21 sind voneinander unabhängig und dabei jeweils sowohl in ihrer Drehzahl bzw. ihrem
Drehwinkel als auch in ihrer Drehrichtung steuerbar. Zu diesem Zweck vorgesehen ist
eine in den Abbildungen stark schematisiert dargestellte Antriebssteuerung 32, die
ihrerseits in die numerische Gesamtsteuerung der Stanzmaschine 1 integriert ist. Teil
der Antriebssteuerung 32 ist eine Auswerte- und Steuereinheit 33. Diese ist mit den
elektrischen Antriebsmotoren 23, 24 sowie mit Erfassungseinrichtungen 34, 35, 36 verbunden.
Die Erfassungseinrichtung 34 dient zur Erfassung des Drehwinkels bzw. der Dreheinstellung
sowie der Drehrichtung der Werkzeuglagerung 7 bzw. des Stanzstempels 6 bezüglich der
Hubachse 8. Mittels der Erfassungseinrichtung 35 werden der Drehwinkel bzw. die Drehgeschwindigkeit
sowie die Drehrichtung der ersten Spindelmutter 18, mittels der Erfassungseinrichtung
36 der Drehwinkel bzw. die Drehgeschwindigkeit sowie die Drehrichtung der zweiten
Spindelmutter 19 erfasst. Sämtliche Erfassungseinrichtungen 34, 35, 36 sind üblicher
Bauart und weisen jeweils ein mit dem Antriebsgehäuse 27 verbundenes stationäres Element
sowie ein mit dem jeweils zu überwachenden rotierenden Bauteil verbundenes umlaufendes
Element auf.
[0023] Mit Hilfe der Antriebssteuerung 32 sind unterschiedliche Betriebsweisen des Dreh-/Hubantriebes
5 realisierbar.
[0024] Bei der stanzenden Werkstückbearbeitung ist der Stanzstempel 6 in Richtung der Hubachse
8 des Dreh-/Hubantriebes 5 gegen das zu bearbeitende Werkstück zu bewegen. Zu diesem
Zweck werden die Spindeltriebe. 20, 21 mittels der elektrischen Antriebsmotoren 23,
24 mit gleicher Drehzahl aber in entgegengesetzten Drehrichtungen angetrieben. Infolge
der einander entgegengerichteten Drehbewegungen der Spindelmuttern 18, 19 sowie aufgrund
der u.a. drehfesten Verbindung der Antriebsspindeln 14, 15 ändern letztere bei der
beschriebenen Drehung der Spindelmuttern 18, 19 ihre Drehstellung bezüglich der Hubachse
8 nicht. Die Antriebsspindeln 14, 15 verlagern sich vielmehr gemeinsam mit dem Stößel
13 und dem an diesem angebrachten Stanzstempel 6 ausschließlich in Richtung der Hubachse
8 und dabei aufgrund der zweckentsprechend gewählten Drehrichtungen der Spindelmuttern
18, 19 zu dem zu bearbeitenden Werkstück hin. Die von den elektrischen Antriebsmotoren
23, 24 jeweils bereitgestellten Motordrehmomente ergänzen sich, bei Arbeitshüben steht
an dem Stanzstempel 6 eine entsprechend hohe Stanzkraft zur Verfügung.
[0025] Nachdem in dem gezeigten Beispielsfall der Stanzstempel 6 eine von der Kreisform
abweichende Querschnittsform aufweist, ist die Drehstellung des Stanzstempels 6 bezüglich
der Hubachse 8 für die Durchführbarkeit der Werkstückbearbeitung bzw. für das Bearbeitungsergebnis
von entscheidender Bedeutung. Ist der Stanzstempel 6 bei Einleitung eines Stanzhubes,
d.h. zu Beginn des gegensinnigen Antriebes der Spindelmuttern 18, 19 mit seiner Soll-Ausrichtung
bezüglich der Hubachse 8 angeordnet, so muss dafür Sorge getragen werden, dass diese
Soll-Ausrichtung auch bei Auftreffen des Stanzstempels 6 auf das zu bearbeitende Werkstück
gegeben ist. Zu diesem Zweck wird während der Stanzhübe die Dreheinstellung bzw. der
Drehwinkel des Stanzstempels 6 bezüglich der Hubachse 8 mit Hilfe der Erfassungseinrichtung
34 überwacht. Nimmt der mittels der Erfassungseinrichtung 34 aufgenommene Drehwinkel
einen von Null verschiedenen Wert an, so wird mittels der Auswerte- und Steuereinheit
33 wenigstens einer der Antriebsmotoren 23, 24 derart drehzahlgesteuert, dass im Ergebnis
die Soll-Dreheinstellung des Stanzstempels 6 wieder hergestellt wird. Überwacht werden
die Drehzahlen bzw. Drehgeschwindigkeiten der Antriebsmotoren 23, 24 bzw. der Spindelmuttern
18, 19 mittels der Erfassungseinrichtungen 35, 36. Im Übrigen dienen die Erfassungseinrichtungen
35, 36 zur Steuerung der Drehwinkel und Drehrichtungen der Spindelmuttern 18, 19 und
somit zur Steuerung des Betrages und der Richtung der von den Antriebsspindeln 14,
15 bzw. von dem Stanzstempel 6 ausgeführten Hübe in Richtung der Hubachse 8.
[0026] Nach Beendigung eines Stanzhubes wird durch Richtungsumsteuerung der elektrischen
Antriebsmotoren 23, 24 ein Rückhub des Stanzstempels 6 ausgeführt. Auch zur Ausführung
der Rückhubbewegung des Stanzstempels 6 sind die elektrischen Antriebsmotoren 23,
24 bzw. die Spindeltriebe 20, 21 mit entgegengesetzten Drehrichtungen zu betreiben.
[0027] Sowohl bei den Stanz- bzw. Arbeitshüben als auch bei den sich an die Arbeitshübe
anschließenden Rückhüben bewirken die einander entgegengesetzten Drehrichtungen der
Spindelmuttern 18, 19, dass die Antriebsspindeln 14, 15 und mit diesen der Stößel
13 und der daran angebrachte Stanzstempel 6 ihre Ausrichtung um die Hubachse 8 zumindest
im Wesentlichen beibehalten. Erforderlich sind allenfalls geringfügige Ausrichtungskorrekturen,
die in der vorstehend beschriebenen Art und Weise vorgenommen werden. Beide Spindeltriebe
20, 21 wirken demnach als Verdrehsicherung für die Antriebsspindeln 14, 15. Eine separate
Vorrichtung zur Verdrehsicherung ist daher verzichtbar.
[0028] Soll die Ausrichtung des Stanzstempels 6 bezüglich der Hubachse 8 verändert werden,
so sind die elektrischen Antriebsmotoren 23, 24 und mit diesen die Spindeltriebe 20,
21 mit übereinstimmenden Drehrichtungen zu betreiben. Die gleichsinnig um die Hubachse
8 umlaufenden Spindelmuttern 18, 19 nehmen die Antriebsspindeln 14, 15 sowie den mit
diesen drehfest verbundenen Stanzstempel 6 in Drehrichtung mit. Überwacht wird die
Dreheinstellung des Stanzstempels 6 mittels der Erfassungseinrichtung 34, über welche
das Erreichen des gewünschten Drehwinkels des Stanzstempels 6 feststellbar ist. Über
die Auswerte- und Steuereinheit 33 wird der Drehantrieb des Stanzstempels 6 bei Erreichen
der gewünschten Dreheinstellung stillgesetzt. Die Drehstellung der dem Stanzstempel
6 zugeordneten Stanzmatrize wird erforderlichenfalls auch verändert.
[0029] Denkbar ist auch eine Überlagerung von geradlinigen Bewegungen des Stanzstempels
6 in Richtung der Hubachse 8 sowie von Drehbewegungen des Stanzstempels 6 um die Hubachse
8. Zu diesem Zweck sind die Spindeltriebe 20, 21 mittels der elektrischen Antriebsmotoren
23, 24 mit einander entgegengesetzten Drehrichtungen und voneinander verschiedenen
Drehgeschwindigkeiten bzw. Drehzahlen zu betreiben. Die Drehrichtung des Stanzstempels
6 bzw. der Antriebsspindeln 14, 15 wird dabei durch die "schnellere" der Spindelmuttern
18, 19 bestimmt. Auch bei dieser Betriebsweise des Dreh-/Hubantriebes 5 wird die Drehstellung
bzw. der Drehwinkel des Stanzstempels 6 mittels der Erfassungseinrichtung 34 überwacht
- und sofern erforderlich - durch Veränderung der Drehzahl wenigstens eines der Antriebsmotoren
23, 24 gesteuert.
[0030] Ein Dreh-/Hubantrieb 45, wie er in Fig. 3 gezeigt ist, unterscheidet sich von dem
Dreh-/Hubantrieb 5 nach Fig. 2 durch die Gestaltung von Antriebsspindeln 54, 55 sowie
deren Verbindung mit der Werkzeuglagerung 7 und dem Stanzstempel 6. Abweichend von
den Antriebsspindeln 14, 15 gemäß Fig. 2 bilden die Antriebsspindeln 54, 55 ausweislich
Fig. 3 eine einteilige Baueinheit. Ein Stößel 53 ist im Innern der axialen Aufnahme
der Antriebsspindel 54 fixiert. Im Übrigen stimmt der Dreh-/Hubantrieb 45 mit dem
Dreh-/Hubantrieb 5 überein. Die Antriebsspindeln 54, 55 bilden als werkzeugseitige
Spindeltriebelemente gemeinsam mit motorseitigen Spindeltriebelementen in Form von
Spindelmuttern 58, 59 gegenläufige Spindeltriebe 60, 61. Aufgrund der gegebenen konstruktiven
und funktionellen Übereinstimmungen werden in den Fig. 2 und 3 ansonsten die gleichen
Bezugszeichen verwendet.
[0031] Fig. 4 zeigt einen Dreh-/Hubantrieb 85 mit Spindeltrieben 100, 101, die unter kinematischer
Umkehrung der Verhältnisse gemäß den Fign. 2 und 3 ausgeführt sind. So sind im Falle
des Dreh-/Hubantriebes 85 eine erste Antriebsspindel 94 mit dem Rotor 28 des ersten
elektrischen Antriebsmotors 23 und eine zweite Antriebsspindel 95 mit dem Rotor 29
des zweiten elektrischen Antriebsmotors 24 direkt verbunden. Untereinander gekoppelt
und an einem mit der Werkzeuglagerung 7 sowie dem Stanzstempel 6 versehenen Stößel
93 angebracht sind eine erste Spindelmutter 98 sowie eine zweite Spindelmutter 99.
Dementsprechend werden im Falle des Dreh-/Hubantriebes 85 die motorseitigen Spindeltriebelemente
von den Antriebsspindeln 94, 95 und die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente von
den Spindelmuttern 98, 99 gebildet. Im Übrigen stimmt der Dreh-/Hubantrieb 85 in Aufbau
und Funktionsweise grundsätzlich mit den Dreh-/Hubantrieben 5, 45 nach den Fign. 2
und 3 überein. Für einander entsprechende Bauteile sind in den genannten Abbildungen
übereinstimmende Bezugszeichen vorgesehen.
[0032] In Fig. 5 ist ein Dreh-/Hubantrieb 125 dargestellt, der weitgehend mit dem Dreh-/Hubantrieb
45 gemäß Fig. 3 übereinstimmt. Abweichend von dem Dreh-/Hubantrieb 45 weist der Dreh-/Hubantrieb
125 eine Dreh-Bremseinrichtung 126 für die Werkzeuglagerung 7 bzw. den Stanzstempel
6 auf.
[0033] Die Dreh-Bremseinrichtung 126 ist als Elektromotor ausgebildet und besitzt einen
am dem Antriebsgehäuse 27 angebrachten Stator 127 sowie einen mit einem Stößel 133
verbundenen Rotor 128. Auch die Dreh-Bremseinrichtung 126 steht mit der Antriebssteuerung
der Stanzmaschine 1 in Verbindung.
[0034] Im gezeigten Beispielsfall ist die Dreh-Bremseinrichtung 126 während der gesamten
Betriebsdauer des Dreh-/Hubantriebes 125 aktiviert. Demnach erzeugt die Dreh-Bremseinrichtung
126 fortlaufend eine Bremskraft, welche einer Drehung des Stößels 133 bzw. der Werkzeuglagerung
7 und des Stanzstempels 6 um die Hubachse 8 entgegengerichtet ist. Dadurch unterstützt
die Dreh-Bremseinrichtung 126 die gegenläufig betriebenen Spindeltriebe 60, 61 bei
der Sicherung der Werkzeuglagerung 7 bzw. des Stanzstempels 6 gegen eine unerwünschte
Drehbewegung um die Hubachse 8. Werden die Spindeltriebe 60, 61 zur Änderung der Dreheinstellung
der Werkzeuglagerung 7 und des Stanzstempels 6 gleichläufig betrieben, so ist die
von der Dreh-Bremseinrichtung 126 ausgeübte Bremskraft durch die elektrischen Antriebsmotoren
23, 24 zu überwinden.
[0035] Alternativ ist es denkbar, dass die Dreh-Bremseinrichtung 126 nur bei gegenläufigem
Betrieb der Spindeltriebe 60, 61 aktiviert ist. Auch kann anstelle der elektromotorischen
Dreh-Bremseinrichtung 126 eine Dreh-Bremseinrichtung vorgesehen sein, welche die auf
die Werkzeuglagerung 7 und den Stanzstempel 6 auszuübende Bremskraft mechanisch, beispielsweise
durch kraftschlüssige Klemmung erzeugt.
[0036] Auch ein Dreh-/Hubantrieb 165, wie ihn Fig. 6 zeigt, entspricht weitgehend dem Dreh-/Hubantrieb
45 nach Fig. 3. Zusätzlich zu den Komponenten des Dreh-/Hubantriebes 45 ist der Dreh-/Hubantrieb
165 mit einer axialen Vorspanneinrichtung 166 ausgestattet. Die axiale Vorspanneinrichtung
166 umfasst eine Kolbenstange 167, die einerseits mit der von den Antriebsspindeln
54, 55 gebildeten Baueinheit verbunden ist und die mit ihrem gegenüberliegenden axialen
Ende einen Kolben 168 durchsetzt und an letzterem mit einem radialen Überstand 169
aufliegt. Der Kolben 168 ist in einem an dem Antriebsgehäuse 27 vorgesehenen Zylinderring
170 in Richtung der Spindeltriebachse 22 beweglich geführt. Die Kolbenstange 167 ist
relativ zu dem Kolben 168 um ihre Längsachse drehbar. Ein zwischen dem Kolben 168
und dem Antriebsgehäuse 27 bzw. dem Zylinderring 170 ausgebildeter Druckraum 171 ist
mit Luft gefüllt und wird durch Dichtungselemente 172 gegen die Umgebung abgedichtet.
[0037] Bei der stanzenden Werkstückbearbeitung bewegt sich die Baueinheit aus Antriebsspindel
54 und Antriebsspindel 55 in Richtung der Hubachse 8 bzw. der Spindeltriebachse 22
nach unten. Die mit den Antriebsspindeln 54, 55 verbundene Kolbenstange 167 führt
eine gleichgerichtete Bewegung aus und nimmt dabei den Kolben 168 mit. In der Folge
wird die in dem Druckraum 171 anstehende Luft komprimiert. Über den Kolben 168 und
die Kolbenstange 167 übt das komprimierte Luftkissen in dem Druckraum 171 auf die
Antriebsspindeln 54, 55 und über diese auf die Werkzeuglagerung 7 und den Stanzstempel
6 eine in Richtung der Hubachse 8 und der Spindeltriebachse 22 nach oben gerichtete
Kraft aus.
[0038] Bei der Beaufschlagung des zu bearbeitenden Werkstückes durch den Stanzstempel 6
baut sich in den mit dem Stanzstempel 6 verbundenen Komponenten des Dreh-/Hubantriebes
165 eine gleichfalls in Richtung der Hubachse 8 bzw. der Spindeltriebachse 22 nach
oben gerichtete Kraft auf. Durchdringt der Stanzstempel 6 das Werkstück, so sind der
Stanzstempel 6 und die mit diesem verbundenen Komponenten des Dreh-/Hubantriebes 165
bestrebt, schlagartig eine in Richtung der Hubachse 8 bzw. der Spindeltriebachse 22
nach unten gerichtete Bewegung auszuführen. Eine derartige schlagartige Bewegung wird
durch die von der axialen Vorspanneinrichtung 166, im Einzelnen von der komprimierten
Luft im Druckraum 171 ausgeübte Vorspannkraft verhindert. Dadurch vereinfacht sich
die steuerungs- bzw. regelungstechnische Beherrschung des durch einen extremen Lastwechsel
geprägten Betriebszustandes des Dreh-/Hubantriebes 165 beim Durchdringen des zu bearbeitenden
Werkstückes mittels des Stanzstempels 6.
[0039] Anstelle des abgeschlossenen Druckraumes 171 ist auch ein Druckraum denkbar, der
mit einer Drucksteuerungseinrichtung in Verbindung steht. Als Alternativen zu der
im gezeigten Beispielsfall verwendeten Luft sind weitere Druckmedien, vorzugsweise
gasförmiger Art, möglich. Auch kann die Kolbenstange 167 als Teil einer Dreh-Bremseinrichtung
der zu Fig. 5 beschriebenen Art dienen.
1. Stanzmaschine mit einer Werkzeuglagerung (7) für ein Stanzwerkzeug (6) sowie mit einem
Dreh-/Hubantrieb (5, 45, 85, 125, 165), mittels dessen die Werkzeuglagerung (7) in
Richtung einer Hubachse (8) zu dem Arbeitsbereich der Stanzmaschine hin und zurück
bewegbar und um die Hubachse (8) dreheinstellbar ist und der wenigstens einen motorisch
angetriebenen und mit einer Antriebssteuerung (32) versehenen Spindeltrieb (20, 21;
60, 61; 100, 101) umfasst mit Spindeltriebelementen in Form einer Antriebsspindel
sowie einer darauf aufsitzenden Spindelmutter, von denen das eine als motorseitiges
Spindeltriebelement (18, 19; 58, 59; 94, 95) und das andere als werkzeugseitiges Spindeltriebelement
(14, 15; 54, 55; 98, 99) vorgesehen ist, wobei das motorseitige Spindeltriebelement
(18, 19; 58, 59; 94, 95) mittels eines Antriebsmotors (23, 24) relativ zu dem werkzeugseitigen
Spindeltriebelement (14, 15; 54, 55; 98, 99) um eine Spindeltriebachse (22) drehbar
und dadurch das werkzeugseitige Spindeltriebelement (14, 15; 54, 55; 98, 99) in Richtung
der Spindeltriebachse (22) und die Werkzeuglagerung (7) in Richtung der Hubachse (8)
bewegbar ist und wobei das werkzeugseitige Spindeltriebelement (14, 15; 54, 55; 98,
99) mittels eines Antriebsmotors (23, 24) um die Spindeltriebachse (22) drehbar und
dadurch die Werkzeuglagerung (7) um die Hubachse (8) dreheinstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass koaxiale aber gegenläufige Spindeltriebe (20, 21; 60, 61; 100, 101) sowie eine Antriebssteuerung
(32) hierfür vorgesehen sind, wobei die motorseitigen Spindeltriebelemente (18, 19;
58, 59; 94, 95) der gegenläufigen Spindeltriebe (20, 21; 60, 61; 100, 101) mit separaten
Antriebsmotoren (23, 24) in Antriebsverbindung stehen und von der Antriebssteuerung
(32) gesteuert mittels der Antriebsmotoren (23, 24) wahlweise in miteinander übereinstimmenden
Drehrichtungen gemeinschaftlich mit den zugeordneten werkzeugseitigen Spindeltriebelementen
(14, 15; 54; 55; 98, 99) oder in einander entgegengesetzten Drehrichtungen relativ
zu den zugeordneten werkzeugseitigen Spindeltriebelementen (14, 15; 54, 55; 98, 99)
um die Spindeltriebachse (22) drehbar sind und wobei die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente
(14, 15; 54, 55; 98, 99) der gegenläufigen Spindeltriebe (20, 21; 60, 61; 100, 101)
zur Bewegung in Richtung der Spindeltriebachse, (22) sowie zur Drehung um die Spindeltriebachse
(22) miteinander gekoppelt sind.
2. Stanzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Antriebssteuerung (32) der gegenläufigen Spindeltriebe (20, 21; 60, 61;
100, 101) die Drehgeschwindigkeiten der motorseitigen Spindeltriebelemente (18, 19;
58, 59; 94, 95) voneinander unabhängig steuerbar sind.
3. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung (32) der gegenläufigen Spindeltriebe (20, 21; 60, 61; 100,
101) eine Erfassungseinrichtung (34) zur Erfassung einer Ist-Dreheinstellung der Werkzeuglagerung
(7) bezüglich der Hubachse (8) bei in einander entgegengesetzten Drehrichtungen angetriebenen
motorseitigen Spindeltriebelementen (18, 19; 58, 59; 94, 95) aufweist und dass die
Erfassungseinrichtung (34) zur Erfassung der Ist-Dreheinstellung der Werkzeuglagerung
(7) mit einer Auswerte- und Steuereinheit (33) der Antriebssteuerung in Verbindung
steht, mittels derer die Drehgeschwindigkeit wenigstens eines motorseitigen Spindeltriebelementes
(18, 19; 58, 59; 94, 95) in Abhängigkeit von der erfassten Ist-Dreheinstellung der
Werkzeuglagerung (7) steuerbar ist.
4. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Auswerte- und Steuereinheit (33) der Antriebssteuerung (32) eine erfasste
Ist-Dreheinstellung und eine Soll-Dreheinstellung der Werkzeuglagerung (7) miteinander
vergleichbar sind und bei Abweichung der erfassten Ist-Dreheinstellung von der Soll-Dreheinstellung
die Drehgeschwindigkeit wenigstens eines motorseitigen Spindeltriebelementes (18,
19; 58, 59; 94, 95) in einem die Ist-Dreheinstellung der Werkzeuglagerung (7) in die
Soll-Dreheinstellung überführenden Sinne steuerbar ist.
5. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Soll-Dreheinstellung der Werkzeuglagerung (7) die Anfangs-Dreheinstellung der
Werkzeuglagerung (7) zu Beginn des gegensinnigen Antriebes der motorseitigen Spindeltriebelemente
(18, 19; 58, 59; 94, 95) vorgesehen ist und dass mittels der Auswerte- und Steuereinheit
(33) der Antriebssteuerung (32) bei Abweichung der erfassten Ist-Dreheinstellung der
Werkzeuglagerung (7) von der Anfangs-Dreheinstellung die Drehgeschwindigkeit wenigstens
eines motorseitigen Spindeltriebelementes (18, 19; 58, 59; 94, 95) in einem die Ist-Dreheinstellung
der Werkzeuglagerung (7) in die Anfangs-Dreheinstellung überführenden Sinne steuerbar
ist.
6. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Werkzeuglagerung (7) eine in Richtung um die Hubachse (8) wirksame Dreh-Bremseinrichtung
(126) vorgesehen ist.
7. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreh-Bremseinrichtung (126) für die Werkzeuglagerung (7) als elektromotorische
Dreh-Bremseinrichtung (126) ausgebildet ist.
8. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenläufigen Spindeltriebe (20, 21; 60, 61; 100, 101) mit einheitlicher Übersetzung
ausgebildet sind.
9. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Antriebsmotor (23, 24) als Elektromotor mit einem Stator (25, 26)
und einem radial innerhalb des Stators (25, 26) angeordneten Rotor (28, 29) ausgebildet
ist und dass das dem Antriebsmotor (23, 24) zugeordnete motorseitige Spindeltriebelement
(18, 19; 58, 59; 94, 95) mit dem Rotor (28, 29) getriebelos verbunden und gemeinschaftlich
mit dem Rotor (28, 29) um die Spindeltriebachse (22) drehbar ist.
10. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein motorseitiges Spindeltriebelement (18, 19; 58, 59; 94, 95) einerseits
und der Rotor (28, 29) und/oder der Stator (25, 26) des zugeordneten Antriebsmotors
(23, 24) andererseits mit gegenseitiger Überdeckung in Richtung der Spindeltriebachse
(22) angeordnet sind.
11. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Antriebsmotor (23, 24) als Torque-Motor ausgebildet ist.
12. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente (58, 59) eine einteilige Baueinheit bilden.
13. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente (14, 15; 54, 55; 98, 99) eine in Richtung
der Spindeltriebachse (22) wirksame axiale Vorspanneinrichtung (166) vorgesehen ist,
mittels derer eine Vorspannkraft erzeugbar ist, welche derjenigen Bewegung der werkzeugseitigen
Spindeltriebelemente (14, 15; 54, 55; 98, 99) entgegenwirkt, welche der Bewegung der
Werkzeuglagerung (7) zu dem Arbeitsbereich der Stanzmaschine (1) hin zugeordnet ist.
14. Stanzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Vorspanneinrichtung (166) für die werkzeugseitigen Spindeltriebelemente
(14, 15; 54, 55; 98, 99) als pneumatische Vorspanneinrichtung (166) ausgebildet ist.
1. A punching machine having a tool bearing (7) for a punching tool (6) and having a
rotary/lifting drive (5, 45, 85, 125, 165) by means of which the tool bearing (7)
is movable in the direction of a lifting axis back and forth (8) to the working area
of the punching machine and is rotatably adjustable about the lifting axis (8) and
which comprises at least one motor-driven spindle transmission (20, 21; 60, 61; 100,
101) provided with a drive control (32),with spindle transmission elements in the
form of a drive spindle and a spindle nut disposed thereon, of which the one is provided
as the motor-side spindle transmission element (18, 19; 58, 59; 94, 95) and the other
as tool-side spindle transmission element (14, 15; 54, 55; 98, 99), wherein the motor-side
spindle transmission element (18, 19; 58, 59; 94, 95) is rotatable about a spindle
transmission axis (22) by means of a drive motor (23, 24) relative to the tool-side
spindle transmission element (14, 15; 54, 55; 98, 99) and thereby the tool-side spindle
transmission element (14, 15; 54, 55; 98, 99) is movable in the direction of the spindle
transmission axis (22) and the tool bearing (7) is movable in the direction of the
lifting axis (8) and wherein the tool-side spindle transmission element (14, 15; 54,
55; 98, 99) is rotatable about the spindle transmission axis (22) by means of a drive
motor (23, 24) and thereby the tool bearing (7) is rotationally adjustable about the
lifting axis (8), characterised in that coaxial yet contra-rotating spindle transmissions (20, 21; 60, 61; 100, 101) and
a drive control (32) therefor are provided, wherein the motor-side spindle transmission
elements (18, 19; 58, 59; 94, 95) of the contra-rotating spindle transmissions (20,
21; 60, 61; 100, 101) are connected in respect of drive to separate drive motors (23,
24) and, controlled by the drive control (32), are rotatable about the spindle transmission
axis (22) by means of the drive motors (23, 24) either in corresponding directions
of rotation jointly with the associated tool-side spindle transmission elements (14,
15; 54, 55; 98, 99) or in opposite directions of rotation relative to the associated
tool-side spindle transmission elements (14, 15; 54, 55; 98, 99), and wherein the
tool-side spindle transmission elements (14, 15; 54, 55; 98, 99) of the contra-rotating
spindle transmissions (20, 21; 60, 61; 100, 101) are coupled with one another for
movement in the direction of the spindle transmission axis (22) and for rotation about
the spindle transmission axis (22).
2. Punching machine according to claim 1, characterised in that by means of the drive control (32) of the contra-rotating spindle transmissions (20,
21; 60, 61; 100, 101) the rotational speeds of the motor-side spindle transmission
elements (18, 19; 58, 59; 94, 95) are controllable independently of one another.
3. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the drive control (32) of the contra-rotating spindle transmissions (20, 21; 60,
61; 100, 101) comprises a sensor arrangement (34) for detecting an actual rotary adjustment
of the tool bearing (7) relative to the lifting axis (8) when the motor-side spindle
transmission elements (18, 19; 58, 59; 94, 95) are being driven in opposite directions
of rotation, and in that for detecting the actual rotary adjustment of the tool bearing (7) the sensor arrangement
(34) is connected to an evaluating and control unit (33) of the drive control, by
means of which the rotational speed of at least one motor-side spindle transmission
element (18, 19; 58, 59; 94, 95) is controllable in dependence on the detected actual
rotary adjustment of the tool bearing (7).
4. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that by means of the evaluating and control unit (33) of the drive control (32) a detected
actual rotary adjustment and a desired rotary adjustment of the tool bearing (7) are
comparable, and on variation of the detected actual rotary adjustment from the desired
rotary adjustment the rotational speed of at least one motor-side spindle transmission
element (18, 19; 58, 59; 94, 95) is controllable to convert the actual rotary adjustment
of the tool bearing (7) into the desired rotary adjustment.
5. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the initial rotary adjustment of the tool bearing (7) present at the start of driving
of the motor-side spindle transmission elements (18, 19; 58, 59; 94, 95) in opposite
directions of rotation is provided as desired rotary adjustment of the tool bearing
(7), and in that, by means of the evaluating and control unit (33) of the drive control (32), on variation
of the detected actual rotary adjustment of the tool bearing (7) from the initial
rotary adjustment the rotational speed of at least one motor-side spindle transmission
element (18, 19; 58, 59; 94, 95) is controllable to convert the actual rotary adjustment
of the tool bearing (7) into the initial rotary adjustment.
6. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that a rotation-braking arrangement (126) effective in the direction about the lifting
axis (8) is provided for the tool bearing (7).
7. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the rotation-braking arrangement (126) for the tool bearing (7) is in the form of
an electromotive rotation-braking arrangement (126).
8. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the contra-rotating spindle transmissions (20, 21; 60, 61; 100, 101) are constructed
with uniform speed ratio.
9. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one drive motor (23, 24) is in the form of an electric motor with a stator
(25, 26) and a rotor (28, 29) arranged radially inside the stator (25, 26) and in that the motor-side spindle transmission element (18, 19; 58, 59; 94, 95) associated with
the drive motor (23, 24) is gearlessly connected to the rotor (28, 29) and is rotatable
jointly with the rotor (28, 29) about the spindle transmission axis (22).
10. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one motor-side spindle transmission element (18, 19; 58, 59; 94, 95) on
the one hand and the rotor (28, 29) and/or the stator (25, 26) of the associated drive
motor (23, 24) on the other hand are arranged with a mutual overlap in the direction
of the spindle transmission axis (22).
11. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one drive motor (23, 24) is in the form of a torque motor.
12. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the tool-side spindle transmission elements (58, 59) form a one-piece modular unit.
13. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that for the tool-side spindle transmission elements (14, 15; 54, 55; 98, 99) there is
provided an axial preloading arrangement (166) effective in the direction of the spindle
transmission axis (22), by means of which a pre-loading force can be created which
counteracts that movement of the tool-side spindle transmission elements (14, 15;
54, 55; 98, 99) that is associated with the movement of the tool bearing (7) towards
the working area of the punching machine (1).
14. Punching machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the axial preloading arrangement (166) for the tool-side spindle transmission elements
(14, 15; 54, 55; 98, 99) is in the form of a pneumatic preloading arrangement (166).
1. Poinçonneuse avec un porte-outil (7) pour un outil de poinçonnage (6) ainsi qu'avec
un entraînement en rotation/levage (5, 45, 85, 125, 165) au moyen duquel le porte-outil
(7) peut être déplacé dans la direction d'un axe de levage (8) vers et depuis la zone
de travail de la poinçonneuse et être réglé en rotation autour de l'axe de levage
et qui comprend au moins un mécanisme à broche (20, 21 ; 60, 61 ; 100, 101) entraîné
par moteur et pourvu d'une commande d'entraînement (32) avec des éléments de mécanisme
à broche sous la forme d'une broche d'entraînement ainsi que d'un écrou de broche
monté sur celle-ci, dont l'un est prévu comme élément de mécanisme à broche côté moteur
(18, 19 ; 58, 59 ; 94, 95) et l'autre comme élément de mécanisme à broche côté outil
(14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99), l'élément de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ;
58, 59 ; 94, 95) pouvant tourner au moyen d'un moteur d'entraînement (23, 24) par
rapport à l'élément de mécanisme à broche côté outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) autour
d'un axe de mécanisme à broche (22) et de ce fait l'élément de mécanisme à broche
côté outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) étant déplaçable dans la direction de l'axe
de mécanisme à broche (22) et le porte-outil (7) dans la direction de l'axe de levage
(8) et l'élément de mécanisme à broche côté outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) pouvant
tourner au moyen d'un moteur d'entraînement (23, 24) autour de l'axe de mécanisme
à broche (22) et de ce fait le porte-outil (7) étant réglable en rotation autour de
l'axe de levage (8), caractérisée en ce qu'il est prévu des mécanismes à broche coaxiaux mais tournant en sens contraires (20,
21 ; 60, 61 ; 100, 101) ainsi qu'une commande d'entraînement (32) pour lesdits mécanismes,
les éléments de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58, 59; 94, 95) des mécanismes
à broche tournant en sens contraires (20, 21 ; 60, 61 ; 100, 101) étant en liaison
d'entraînement avec des moteurs d'entraînement séparés (23, 24) et, commandés par
la commande d'entraînement (32), pouvant tourner au moyen des moteurs d'entraînement
(23, 24) au choix dans des sens de rotation identiques en commun avec les éléments
de mécanisme à broche côté outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) associés ou dans des sens
de rotation opposés par rapport aux éléments de mécanisme à broche côté outil (14,
15 ; 54, 55 ; 98, 99) associés autour de l'axe de mécanisme à broche (22) et les éléments
de mécanisme à broche côté outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) des mécanismes à broche
tournant en sens contraires (20, 21 ; 60, 61 ; 100, 101) étant couplés ensemble pour
le déplacement dans la direction de l'axe de mécanisme à broche (22) ainsi que pour
la rotation autour de l'axe de mécanisme à broche (22).
2. Poinçonneuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que les vitesses de rotation des éléments de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ;
58, 59 ; 94, 95) peuvent être commandées indépendamment l'une de l'autre au moyen
de la commande d'entraînement (32) des mécanismes à broche tournant en sens contraires
(20, 21 ; 60, 61 ; 100, 101).
3. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la commande d'entraînement (32) des mécanismes à broche tournant en sens contraires
(20, 21 ; 60, 61 ; 100, 101) présente un dispositif de saisie (34) pour saisir un
réglage en rotation réel du porte-outil (7) par rapport à l'axe de levage (8) dans
le cas d'éléments de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58, 59 ; 94, 95) entraînés
dans des sens de rotation contraires et que le dispositif de saisie (34) pour la saisie
du réglage en rotation réel du porte-outil (7) est en liaison avec une unité d'évaluation
et de commande (33) de la commande d'entraînement, au moyen de laquelle la vitesse
de rotation d'au moins un élément de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58,
59 ; 94, 95) peut être commandée en fonction du réglage en rotation réel saisi du
porte-outil (7).
4. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un réglage en rotation réel saisi et un réglage en rotation de consigne du porte-outil
(7) peuvent être comparés au moyen de l'unité d'évaluation et de commande (33) de
la commande d'entraînement (32) et qu'en cas d'écart entre le réglage en rotation
réel saisi et le réglage en rotation de consigne, la vitesse de rotation d'au moins
un élément de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58, 59 ; 94, 95) peut être
commandée dans un sens faisant passer le réglage en rotation réel du porte-outil (7)
dans le réglage en rotation de consigne.
5. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu comme réglage en rotation de consigne du porte-outil (7) le réglage en
rotation initial du porte-outil (7) au début de l'entraînement en sens contraires
des éléments de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58, 59 ; 94, 95) et qu'en
cas d'écart entre le réglage en rotation réel saisi du porte-outil (7) et le réglage
en rotation initial, la vitesse de rotation d'au moins un élément de mécanisme à broche
côté moteur (18, 19 ; 58, 59 ; 94, 95) peut être commandée au moyen de l'unité d'évaluation
et de commande (33) de la commande d'entraînement (32) dans un sens faisant passer
le réglage en rotation réel du porte-outil (7) dans le réglage en rotation initial.
6. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un dispositif de freinage en rotation (126) agissant dans la direction autour de l'axe
de levage (8) est prévu pour le porte-outil (7).
7. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de freinage en rotation (126) pour le porte-outil (7) est réalisé sous
forme de dispositif de freinage en rotation à moteur électrique (126).
8. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les mécanismes à broche tournant en sens contraires (20, 21 ; 60, 61 ; 100, 101)
sont réalisés avec un rapport de transmission uniforme.
9. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un moteur d'entraînement (23, 24) est réalisé sous forme de moteur électrique
avec un stator (25, 26) et un rotor (28, 29) disposé radialement à l'intérieur du
stator (25, 26) et que l'élément de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58, 59
; 94, 95) associé au moteur d'entraînement (23, 24) est relié sans transmission au
rotor (28, 29) et peut tourner en commun avec le rotor (28, 29) autour de l'axe de
mécanisme à broche (22).
10. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un élément de mécanisme à broche côté moteur (18, 19 ; 58, 59 ; 94, 95),
d'une part, et le rotor (28, 29) et/ou le stator (25, 26) du moteur d'entraînement
(23, 24) associé, d'autre part, sont disposé avec recouvrement mutuel dans la direction
de l'axe de mécanisme à broche (22).
11. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un moteur d'entraînement (23, 24) est réalisé sous forme de moteur couple.
12. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments de mécanisme à broche côté outil (58, 59) forment une unité de construction
d'une seule pièce.
13. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu pour les éléments de mécanisme à broche côté outil (14, 15 ; 54, 55 ;
98, 99) un dispositif de précontrainte axiale (166) agissant dans la direction de
l'axe de mécanisme à broche (22), au moyen duquel il est possible de générer une force
de précontrainte qui s'oppose au mouvement des éléments de mécanisme à broche côté
outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) qui est associé au mouvement du porte-outil (7) en
direction de la zone de travail de la poinçonneuse (1).
14. Poinçonneuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de précontrainte axiale (166) pour les éléments de mécanisme à broche
côté outil (14, 15 ; 54, 55 ; 98, 99) est réalisé sous forme de dispositif de précontrainte
pneumatique (166).
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