| (19) |
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(11) |
EP 1 749 182 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2010 Patentblatt 2010/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.05.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/005674 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/116568 (08.12.2005 Gazette 2005/49) |
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| (54) |
SCHIESSANLAGENSICHERUNG
SAFETY DEVICE FOR SHOOTING RANGES
SYSTEME DE SECURITE D'UN STAND DE TIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
26.05.2004 DE 102004025718
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.02.2007 Patentblatt 2007/06 |
| (73) |
Patentinhaber: Heckler & Koch GmbH |
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78727 Oberndorf/Neckar (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHUMACHER, Michael
78737 Fluorn-Winzeln (DE)
- BECKMANN, Rudi
78733 Aichhalden (DE)
- ROTH, Marc
78727 Oberndorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Jacoby, Georg |
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Samson & Partner
Widenmayerstrasse 5 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 446 020 DE-A- 10 225 861 US-A- 5 192 818 US-A- 5 953 844 US-B1- 6 237 271
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DE-A- 10 222 332 US-A- 3 703 845 US-A- 5 675 925 US-B1- 6 223 461 US-B1- 6 412 207
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Waffensicherung, bei der die Waffenfreigabe
(d.h. das Versetzen der Waffe in einen funktionsbereiten Zustand) über einen Kennungsaustausch
zwischen einer Waffe und einer Freigabeeinrichtung gesteuert wird. Eine solche Waffensicherung
ist aus der
US 5 953 844 A bekannt. Die Waffe selbst weist dabei eine individuelle Waffenkennung auf, sowie
eine Sicherungseinrichtung, wobei die Freigabeeinrichtung die Waffenkennung erfaßt
und ein Freigabesignal an die in der Waffe eingerichtete Sicherungseinrichtung abgibt.
Die Freigabeeinrichtung weist eine Steuerung und einen Kennungsspeicher auf und wird
so gesteuert, daß sie das Freigabesignal nur abgibt, wenn die erfaßte Waffenkennung
mit einer im Kennungsspeicher registrierten Waffenkennung übeinstimmt. Solche oder
ähnliche Waffensicherungssysteme sind beispielsweise aus
DE 25 05 604,
DE 29 40 513 oder
US 3,703,845 und
DE 102 22 332 bekannt. Nach
DE 25 05 604 dient dazu eine Strahlenquelle, die auf einen Strahlenempfänger an der Waffe gerichtet
ist, wobei der Empfänger nur Signale (z.B. Lichtsignale) aus einer bestimmten Richtung
aufnehmen kann. Nach
DE 29 40 513 wird dieser Gedanke weitergebildet, indem die Signale, hier Infrarotlichtsignale,
codiert sind und an der Waffe eine Decodierungseinrichtung vorhanden ist, die nur
bestimmte Funktionen der Waffe freigibt, je nachdem, welches codierte Signal in der
Sicherungseinrichtung der Waffe empfangen wird (z.B. ein Signal zur Entriegelung der
Waffe für das Laden und Entladen und ein weiteres Signal für die Entriegelung zur
Schußabgabe).
[0002] US 3,703,845 geht darüber hinaus noch auf eine elektromagnetische Ent-/Verriegelungseinrichtung
ein. Gemäß
DE 102 22 332 ist ein Mustersender (Codesender) vorgesehen, welcher Signale in Form von Funkwellen,
akustischen, optischen oder elektrischen Signalen an die Waffe abgibt, wobei in der
Waffe selbst eine elektronische Vergleichsschaltung vorgesehen ist, welche die empfangenen
Signalmuster auf ihre Gültigkeit überprüft und eine Entsperrung (Entsicherung der
Waffe) nur vornimmt, wenn ein entsprechend gültiges Signal empfangen wird.
[0003] Alle diese Systeme sind im Prinzip geeignet, in einer Schießeinrichtung oder einem
Schießstand verwendet zu werden, um den Waffeneinsatz auf einen bestimmten räumlichen
Bereich zu beschränken. D.h. die Waffe kann z.B. nur in eine bestimmte Richtung abgefeuert
werden oder nur in einer bestimmten Zone, in der sie entsprechende Freigabesignale
empfangen kann. Es ist auch möglich, wie in der
DE 102 22 332 beschrieben, die Waffe für unterschiedliche Freigabesignale einzurichten. Dabei können
über entsprechende Dialogfunktionen auch sich verändernde Signalmuster verwendet werden.
Hier können solche Waffen verwendet werden, die die Signale der entsprechenden Freigabeeinrichtung
empfangen können. Der Informationsaustausch zwischen Waffe und Freigabeeinrichtung
ist jedoch darauf beschränkt, daß die Waffe ein Anfragesignal an den Mustersender
aussendet, welcher dann wiederum ein entsprechendes Freigabesignal an die Waffe aussendet.
Der Mustersender gibt jede Waffe frei, die in seinem Sendebereich liegt und ein entsprechendes
Anfragesignal abgibt. Eine individuell steuerbare Freigabe von Waffen ist nicht vorgesehen.
Das heißt, die Flexibilität dieser Systeme bezüglich der ansteuerbaren oder anzusteuernden
Waffen ist beschränkt. So kann beispielsweise nur dann sichergestellt werden, daß
eine abhanden gekommene oder gestohlene Waffe nicht mehr durch den Mustersender aktiviert
werden kann, wenn die Signalmuster zur Freigabe und/oder das Anfragesignal verändert
werden. Dazu müssen dann auch die Signalempfänger bzw. die Anfragesignalsender an
den weiterhin freizugebenden (autorisierten) Waffen entsprechend verändert werden.
[0004] Aus der
US 6,237,271 ist ebenfalls eine gattungsgemäße Waffensicherung bekannt. Hier gibt ein waffenseitiger
Sender ein Abfragesignal ab, welches von einer waffenunabhängigen Freigabeeinheit
empfangen wird, die daraufhin ein Kennungssignal an einen Empfänger in der Waffe zurücksendet,
welcher auf dieses Kennungssignal hin die waffenseitige Sicherungseinrichtung so ansteuert,
daß diese die Waffe freigibt. Bei dieser Ausführung wird der eigentliche Kennungs-
und Freigabevorgang von der Waffe aus aktiviert. Das heißt, für den Kennungsaustausch
ist ein aktiver Sender an der Waffe erforderlich. Ein ausschließlich von waffenunabhängigen
Freigabeeinrichtung gesteuerter Kennungsaustausch ist mit dieser Anordnung nicht möglich.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes Kennungs-
bzw. Freigabemanagement zu ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe löst der Gegenstand des Anspruchs 1 ausgehend von der
US 5 953 844. Mit einer solchen Steuerung ist es möglich, die Freigabe von Waffen individuell,
flexibel, zentral und umfassend zu steuern. Dabei ist die Waffenkennung in einem der
Waffe zugeordneten Kennungsträger, der auf ein Steuersignal der Freigabeeinrichtung
hin ein die Waffenkennung umfassendes Kennungssignal abgibt, welches die Freigabeeinrichtung
erfaßt. Ein Freigabesignal wird nur dann abgegeben, wenn in einem Autorisierungsschritt
erkannt wurde, ob die Waffenkennung (einer Waffe, die im Wirkungsbereich der Freigabeeinrichtung
erfaßt wird) einer im Kennungsspeicher registrierten Waffenkennung entspricht. Nur
wenn diese Autorisierung erfolgreich stattgefunden hat, wird ein entsprechendes Freigabesignal,
welches verschlüsselt und waffenindividuell erzeugt werden kann, an die Waffe ausgesendet.
Wenn keine erfolgreiche Autorisierung stattfindet, d.h., der Vergleich zwischen erfaßter
Waffenkennung und registrierten Waffenkennungen keine Übereinstimmung ergibt, wird
die Waffe nicht freigegeben. So können auf einfache Weise zentral durch Verändern
des Kennungsspeichers die Waffen festgelegt werden, die ggf. freigegeben werden können.
So kann ausgeschlossen werden, daß Waffen, die zwar im Prinzip zur Freigabe geeignet
sind, deren Freigabe aber nicht gewünscht oder autorisiert ist, im Wirkungsbereich
der Freigabeeinrichtung freigegeben werden. Die Kennung einer abhanden gekommenen
oder gestohlenen Waffe muß also nur aus dem Kennungsspeicher entfernt werden, damit
sie nicht mehr freigegeben wird.
[0007] Die abhängigen Ansprüche betreffen Weiterbildungen der Erfindung, wobei die Ansprüche
13 und 14 eine Schießeinrichtung, insbesondere einen Schießstand betreffen, der mit
einer erfindungsgemäßen Waffensicherung versehen ist und der gemäß Anspruch 14 zusätzlich
eine Durchgangssperre umfaßt, an der über ein Schreib-/Lesegerät ein Kennungsaustausch
mit der Freigabeeinrichtung vorgenommen werden kann. Die Steuerung ist dabei so eingerichtet,
daß sie die Durchgangssperre zum Betreten oder Verlassen der Einrichtung nur freigibt,
wenn die an der Durchgangssperre erfaßte Kennung mit einer entsprechend registrierten
Kennung übereinstimmt. Auf diese Weise kann mit der eigentlichen Waffenfreigabe eine
wirksame personen- und waffenbezogene Zugangskontrolle realisiert werden. Zum einen
kann der Zugang zur Einrichtung auf entsprechend registrierte Personen und Waffen
beschränkt werden. Genauso kann das Verlassen der Einrichtung an einen entsprechenden
Kennungsaustausch gekoppelt werden. So kann die Waffensicherung so eingestellt werden,
daß ein Verlassen der Anlage nur ohne Waffe möglich ist, d.h. bestimmte oder alle
Waffen müssen in der Anlage selbst verbleiben. Bei der Kombination von personen- und
waffenspezifischen Daten kann das Entnehmen einer Waffe aus der Anlage auf einen bestimmten
Personenkreis und/oder auf bestimmte Waffen beschränkt werden.
[0008] Die Erweiterung der erfindungsgemäßen Waffensicherung um einen benutzerspezifischen
Kennungsaustausch ist in Anspruch 2 angegeben. Diese Kombination waffen- und benutzerspezifischer
Kennungen erlaubt zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit. So kann die
Freigabe einer Waffe auf bestimmte Kombinationen von Benutzer- und Waffenkennungen
beschränkt werden. Das heißt, nur ein bestimmter Benutzer oder Benutzerkreis ist für
eine oder mehrere Waffenkennungen registriert und umgekehrt.
[0009] Anspruch 3 betrifft eine Weiterbildung, bei der die Kennungen selbst über die Freigabeeinrichtung
veränderbar sind. Mit dieser Methode sind kryptologische Verfahren durchführbar, bei
denen die Kennung bei jedem Kennungsaustausch nach einem bestimmten Algorithmus verändert
wird, so daß ein Fälschen der Kennung unmöglich oder zumindest erschwert wird, selbst
wenn die Signale zum Kennungsaustausch von unbefugten "Dritten" erfaßt werden sollten.
[0010] Gemäß Anspruch 3 kann die Waffensicherung zusätzlich mit einem Lesegerät versehen
sein, über das Waffen- und/oder Benutzerkennungen in einen Kennungsspeicher eingelesen
werden können. Auf diese Weise können Kennungsdaten sicher und fehlerfrei in den Kennungsspeicher
aufgenommen werden. Alternativ können solche Daten natürlich auch über ein entsprechendes
Eingabegerät oder ein Terminal eingegeben werden.
[0011] Die Aufnahme der Kennung in oder auf einen Kennungsträger gemäß Anspruch 4 ermöglicht
eine unabhängige Herstellung von Waffe und Kennung bzw. Kennungsträger. So können
beispielsweise auch Waffen, die ohne geeignete Kennung hergestellt wurden, später
mit einem Kennungsträger und ggf. mit einer entsprechenden Sicherungseinrichtung ausgestattet
werden, mit der sie für eine erfindungsgemäße Waffensicherung geeignet sind.
[0012] Die Ansprüche 5-7 betreffen die Ausbildung des Kennungsträgers als aktiver oder passiver
Transponder, wobei Anspruch 6 einen passiven Transponder betrifft, der über die von
der Freigabeeinrichtung übertragene Signalenergie aktiviert wird, so daß die Waffenkennung
von der Freigabeeinrichtung eingelesen werden kann und diese ein entsprechendes Freigabesignal
an den Transponder selbst überträgt, der dann wiederum die Sicherungseinrichtung zur
Freigabe der Waffe aktiviert. Die zur Betätigung der Sicherungseinrichtung erforderliche
Schaltenergie kann dabei ebenfalls mittels der (von der Freigabeeinrichtung ausgesendeten)
über die Transponderantenne empfangenen Signalenergie aufgerbracht werden. Es kann
aber auch eine eigene Energiequelle, z.B. in Form einer Batterie oder eines kleinen
Akkus, vorgesehen werden, die die Sicherungseinrichtung mit der erforderlichen Schaltenergie
versorgt.
[0013] Gemäß Anspruch 7 ist ein sog. aktiver Transponder vorgesehen, der über ein Schaltsignal
aktiviert wird und dann ein eigenes Signal aussendet. Für solche Transponder ist eine
Stromquelle oder Energieversorgung erforderlich. Dabei können die Sicherungseinrichtung
und der Transponder an der Waffe eine gemeinsame Stromversorgung nutzen.
[0014] Gemäß Anspruch 8 wirkt die Sicherungseinrichtung mittels eines z.B. elektromechanischen
Stellelements auf den Abzugsmechanismus der Waffe insbesondere auf die Abzugsstange.
Dabei ist es möglich, daß die Abzugsstange arretiert wird, so daß der Abzugsmechanismus
nicht ausgelöst werden kann. Alternativ ist es auch möglich, daß die Abzugsstange
am eigentlichen Abzugsbügel oder am Abschlaghebel über das Stellelement ausgehängt
wird, so daß Abschlagshahn bzw. Abzugsbügel voneinander entkoppelt sind.
[0015] Die Ausbildungen nach Anspruch 9-11 betreffen Ausführungen, bei denen gemäß Anspruch
9 ein Kennungsaustausch über eine mit der Freigabeeinrichtung gekoppelte Antenne gleichzeitig
mit mehreren Waffen und/oder Benutzern erfolgt. Gleichzeitig ist hier auch so zu verstehen,
daß der Kennungsaustausch tatsächlich nacheinander, also sequentiell, abläuft, diese
Zyklen jedoch so schnell ablaufen, daß sie für einen Anwender nicht wahrnehmbar sind,
so daß die Waffenfreigabe mehrerer Waffen als gleichzeitig wahrgenommen wird.
[0016] Gemäß Anspruch 10 ist durch die Zuordnung von einer Waffe zu einer Antenne sichergestellt,
daß in einem bestimmten Empfangsbereich einer Antenne auch nur eine einzige Waffe
freigeschaltet werden kann. Das heißt, daß beispielsweise in einer Schießbahn nur
eine Waffe gleichzeitig betätigt werden kann, pro Schießbahn also eine Antenne erforderlich
ist. Die Weiterbildung nach Anspruch 10 betrifft eine Ausführung, bei der die Kennungsträger
über mehrere Antennen lokalisiert werden können. Das heißt, eine Waffe oder ein Waffenbenutzer
kann im Wirkungsbereich der Antennen lokalisiert werden, und die Freigabe der Waffe
kann davon abhängig gemacht werden, ob sich Waffe und/oder Benutzer in einem Bereich
befinden, in dem eine Waffenfreigabe vorgesehen ist. Damit können zum einen bestimmte
Bereiche im Wirkungsbereich der Antennen definiert werden, in denen eine Waffenfreigabe
überhaupt möglich ist. Gleichzeitig kann jeder Waffe ein bestimmter Bereich (z.B.
eine Schießbahn) zugeordnet werden, in dem sie freigegeben werden kann. Es ist auch
möglich, vorzusehen, daß die Waffe nur dann freigeschaltet wird, wenn sich sowohl
ein bestimmter Benutzer als auch eine bestimmte Waffe in einem bestimmten Bereich
befinden.
[0017] Nach Anspruch 12 kann die Steuerung der Freigabeeinrichtung über einen Computer beispielsweise
über einen PC erfolgen.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der beigefügten Zeichnungen
erläutert, in denen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Waffensicherung ist,
- Fig. 2
- eine Anordnung zeigt, bei der mehrere Antennen jeweils einen bestimmten Wirkungsbereich
abdecken,
- Fig. 3
- eine Anordnung zeigt bei der über mehrere Antennen Kennungsträger lokalisiert werden
können und die Freigabe in bestimmten Bereichen erfolgt, und
- Fig. 4
- die schematische Darstellung eines Schießbereichs ist, der zusätzlich eine Zugangs-/Entnahmekontrolle
aufweist.
[0019] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Waffensicherung. Die
schematische Darstellung zeigt eine Freigabeeinrichtung 1 mit einer Steuerung 2, wobei
die Steuerung Kennungsspeicher 3 und 4 aufweist, deren Funktion weiter unten erläutert
wird. Zusätzlich ist die Steuerung 2 mit einer Antenne 5 versehen, über die Signale
abgegeben und empfangen werden, die von der Steuerung 2 erzeugt bzw. verarbeitet werden.
Die Waffe 6 weist eine Waffenkennung 7 auf und ist mit einer Sicherungseinrichtung
8 versehen, welche über ein Schalt- oder Stellelement 9 in die Mechanik (nicht dargestellt)
der Waffe eingreift. Die Waffenkennung 7 befindet sich auf einem Kennungsträger 10,
der durch den Dreifachrahmen angedeutet wird. Auch die Sicherungseinrichtung 8 ist
mit einer Antenne 13 zur Abgabe bzw. zum Empfang von Signalen verbunden. Die gestrichelte
Verbindungslinie zwischen Antenne 13 und Sicherungseinrichtung 8 deutet an, daß diese
Ausstattung optional ist. Alternativ kann der Signalaustausch auch über die Antenne
des als Transponder ausgebildeten Kennungsträgers 10 erfolgen. Der Waffenkennungsträger
10 und die Sicherungseinrichtung werden über eine Stromversorgung 14 mit Energie versorgt.
Auch hier deuten die gestrichelten Linien zur Waffenkennung an, daß der Kennungsträger
10 nur optional über die Stromversorgung 14 mit Energie versorgt wird. Auch eine Energieaufnahme
über die Signalenergie ist möglich.
[0020] Zusätzlich ist noch eine Benutzerkennung 11 dargestellt, die sich auf einem weiteren
Kennungsträger 12 befindet, der ebenfalls als sog. Transponder mit eigener Sende-
und Empfangsantennen ausgebildet ist.
[0021] Geeignete Transponder für das erfindungsgemäße System sind z.B. RFID-Datenträger
mit Speicherfunktion. Sie können als einfache Read-Only-Transponder bis hin zu Transpondern
mit ausgeklügelten kryptographischen Funktionen ausgestaltet sein. Transponder mit
Speicherfunktion enthalten im Grundaufbau einen Speicher (z.B. ein RAM, ROM, EEPROM
oder FERAM) und ein HF-Interface zur Energieversorgung und Kommunikation mit dem Schreib-/Lesegerät.
Dabei bildet das HF-Interface die Schnittstelle zwischen dem Übertragungskanal vom
Lesegerät zum Transponder und den digitalen Schaltungselementen des Transponders selbst.
Es entspricht im Prinzip dem klassischen Modem (Modulator-Demodulator), wie es auch
zur analogen Datenübertragung über Telefonleitungen eingesetzt wird. Das HF-Interface
des Transponders verfügt über einen Last- oder Backscattermodulator (oder andere Verfahren,
z.B. Frequenzteiler), welcher durch die digitalen Sendedaten angesteuert wird, um
Daten an das Lesegerät zurückzusenden. Passive Transponder, also Transponder ohne
eigene Spannungsversorgung werden über das HF-Feld des Schreib-Lese-Geräts mit Energie
versorgt. Dabei entnimmt das HF-Interface der Transponderantenne Strom und stellt
diesen gleichgerichtet dem Chip als geregelte Versorgungsspannung zur Verfügung. Die
Transponder können mit eigenen Mikroprozessoren versehen sein, welche die Datenübertragung
von und zum Transponder, die Ablaufsteuerung von Kommandos, die Dateiverwaltung und
kryptographische Algorithmen ausführen.
[0022] Es ist auch möglich, Transponder mit Sensorfunktionen auszustatten, so daß beispielsweise
Temperatur, Feuchte, Schock, Beschleunigung oder andere physikalische Größen im Transponder
aufgezeichnet werden können und von einem Schreib-/ Lesegerät ausgelesen werden können.
Es ist so z.B. möglich für Waffen kritische Betriebsgrößen zu erfassen. So können
beispielsweise maximal erreichte Temperaturen eines Waffenrohres aufgezeichnet werden
oder auch die abgegebene Schußzahl. Die Erfassung solcher Größen erlaubt es, die Waffenfreigabe
zusätzlich betriebsabhängig zu steuern. Die Waffe wird z.B. nach einer bestimmten
Schußzahl oder beim Erreichen einer Grenztemperatur gesperrt.
[0023] Zum Einbau von Transpondern in eine metallische Umgebung sind Glastransponder verwendbar,
deren Spule auf einen hochpermeablen Ferritstab (Ferritantenne) gewickelt sind. Bei
einem Einbau in eine längliche Vertiefung der Metalloberfläche kann der Transponder
problemlos ausgelesen werden. Selbst die Abdeckung einer solchen Anordnung mit einem
Metalldeckel ist möglich, wenn diese mit einem schmalen Spalt dielektrischen Materials
(Lack, Kunststoff) zwischen den beiden Metallflächen befestigt wird. Damit können
die parallel zur Metalloberfläche verlaufenden Feldlinien über den dielektrischen
Spalt in den Hohlraum eintreten, so daß der Transponder gelesen werden kann. Auch
sog. Disk-Tags (scheibenförmige Transponder) können zwischen Metallplatten eingebettet
werden. Dazu werden die Ober- und Unterseite der Tags mit Metallfolien aus hochpermeablem
amorphen Metall aufgebracht, die jeweils nur eine Hälfte des Tags abdecken, so daß
am Spalt zwischen den beiden Teilfolien ein magnetischer Fluß durch die Spule des
Transponders entsteht, so daß dieser auslesbar ist.
[0024] Zur Montage in nicht-metallische Körper gibt es eine Vielzahl flacher, stabförmiger
oder anderer Transponderbauformen, die auf-/eingeklebt, eingegossen, eingeschraubt
werden können oder die so flach ausgeführt sind, daß sie sogar entlang der Oberflächen
aufgebracht werden können.
[0025] Die Waffenfreigabe läuft bei einer Waffensicherung gem.
Fig. 1 so ab: Die Steuerung 2 sendet über die Antenne 5 ein globales Steuersignal
15 aus. Dieses Steuersignal wird entweder waffenseitig über die Antenne 13 der waffenseitigen
Sicherungseinrichtung 8 aufgenommen oder direkt vom die Kennung 7 tragenden Transponder
10. In Reaktion auf das globale Steuersignal sendet der Transponder 10 ein die Waffenkennung
7 umfassendes Kennungssignal 16 an die Freigabeeinrichtung 1 zurück, die dieses über
die Antenne 5 empfängt und in die Steuerung 2 überträgt. In der Steuerung 2 wird eine
Vergleichsoperation durchgeführt, ob die übermittelte Waffenkennung 7 mit einer im
Kennungsspeicher 3 aufgezeichneten Kennung übereinstimmt. Wenn dies der Fall ist,
übermittelt die Steuerung 2 wiederum über die Antenne 5 ein Freigabesignal 17 über
die Antenne 13 oder den Transponder 10 an die Sicherungseinrichtung 8. Das Stellelement
9 greift zur Freigabe in die Waffenmechanik ein, um diese zu entsperren.
[0026] Das Stellelement 9 kann als elektromechanisches Schaltelement ausgeführt werden,
welches in die Abzugsmechanik eingreift. Dabei kann z.B. die Abzugsstange blockiert
oder freigegeben werden bzw. am Abzugsbügel oder Abschlag ein- oder ausgehängt werden.
[0027] In einer weiteren Ausbaustufe wird zusätzlich zur Waffenkennung 7 eine Benutzerkennung
11 abgefragt. Diese Benutzerkennung kann ebenfalls in einem Transponder 12 eingespeichert
sein, den ein Benutzer der Waffe 6 bei sich trägt. In diesem Fall löst das globale
Steuersignal die Übermittlung des die Benutzerkennung umfassenden Kennungssignals
18 an die Freigabeeinrichtung 1 aus, das von letzterer über die Antenne 5 an die Steuerung
2 übermittelt wird. Hier wird die übersendete Benutzerkennung dann mit einer im Benutzerkennungsspeicher
4 enthaltenen Benutzerkennung verglichen. Das Freigabesignal 17 wird bei kombinierter
Abfrage der Waffen- und der Benutzerkennung 7, 11 nur ausgesendet, wenn beide Kennungen
in den jeweiligen Speichern 3, 4 vorhanden sind. Auf diese Weise können bestimmte
Waffenkennungen bestimmten Benutzern zugeordnet werden. Das heißt: Nicht jeder Benutzer
kann jede Waffe verwenden. Die Freigabeeinrichtung kann zur Pflege der Kennungsdaten
mit einem Eingabegerät 19 bzw. mit einem Lesegerät 20 versehen werden. Im oben beschriebenen
Ausführungsbeispiel ist der Daten- bzw. Signalaustausch über Funk beschrieben. Die
Daten zwischen Freigabeeinrichtung 1 und Waffe 6 bzw. Benutzerkennungsträger 10, 12
können auch optisch, akustisch, über Leitungen oder auf andere geeignete Weise übertragen
werden.
[0028] Die Fig. 2-4 zeigen den prinzipiellen Aufbau von der oben beschriebenen Waffensicherung
in entsprechend ausgerüsteten Schießanlagen.
[0029] Nach Fig. 2 ist die Steuerung 2 der Freigabeeinrichtung 1 mit den Antennen 5a bis
5c verbunden. Die Antennen 5a bis 5c sind in einem Abschußbereich 21 einer Schießanlage
27 an jeweiligen Schießbahnen 22a bis c angeordnet. Jede Antenne 5a, 5b, 5c ist somit
einer Schießbahn 22a, b, c zugeordnet. Betritt nun ein registrierter Waffenbenutzer
mit einer registrierten Waffe beispielsweise die Schießbahn 22a, so findet der oben
beschriebene Kennungsaustausch und die Waffenfreigabe über die Antenne 5a statt. In
den Kennungsspeichern 3, 4 kann zusätzlich vermerkt sein, daß der betreffende Benutzer
oder Schütze nur für eine der Schießbahnen 22a, b, c autorisiert ist. Das heißt, die
entsprechende Waffe kann nur vom entsprechenden Benutzer auf einer der autorisierten
Schießbahnen 22a, b, c abgefeuert werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, die
Waffenfreigabe aufzuheben, sobald sich mehr als ein Schütze auf einer Schießbahn 22a,
b, c befindet. Es kann auch sichergestellt werden, daß die Waffe nur solange freigegeben
wird, solange sie sich im Abschußbereich 21 einer der entsprechenden Schießbahnen
22a, b, c befindet. Die Signalverarbeitung bei dieser Anordnung findet quasi gleichzeitig
für alle erfaßten Kennungen statt. D.h. selbst bei sequentieller Signalverarbeitung
sind die Verzögerungen so klein, daß für einen Benutzer bzw. Schützen nicht wahrnehmbar
sind.
[0030] Fig. 3 zeigt eine Ausführung, bei der die Kennungsträger 10, 12 in der gesamten Schießanlage
27 räumlich lokalisiert werden können. Hier ist die Freigabeeinrichtung 1 und die
Steuerung 2 mit entsprechenden Richtantennen 23a, b, c versehen. Diese Richtantennen
23a, b, c erlauben es, jeden Kennungsträger 10, 12 (beispielsweise über Triangulation)
in ihrem gemeinsamen Wirkungsbereich zu lokalisieren. Die Steuerung 2 kann nun so
eingerichtet werden, daß eine Waffenfreigabe nur in einem bestimmten Bereich oder
bestimmten Bereichen erfolgt, beispielsweise in einem Abschußbereich 21 der Schießbahnen
22a, b, c. Dadurch, daß die gesamte Schießanlage 27 abgedeckt werden kann, sind weitere
Bedingungen für die Freigabe der Waffen möglich. Zum Beispiel kann die Freigabe blockiert
werden, wenn sich ein Anwender zwischen dem Abschußbereich 21 und dem Zielbereich
24 auf einer der Schießbahnen 22a, b, c befindet. Auch hier läuft die Signalverarbeitung
für mehrere Kennungsträger quasi gleichzeitig ab.
[0031] Fig. 4 zeigt eine zusätzliche Zugangskontrolle zu einer Schießanlage, mit der die
technische Sicherheit weiter erhöht werden kann. In einem Zugangsbereich 25 befinden
sich Antennen 26, 26', über die ein Signalaustausch mit der Freigabeeinrichtung 1
beim Verlassen bzw. beim Betreten der Schießanlage stattfindet. Die Freigabeeinrichtung
wirkt hier jedoch nicht auf die Sicherungseinrichtung 8 in der Waffe, sondern auf
eine Durchgangssperre 28, welche das Verlassen bzw. das Betreten der Schießanlage
27 zuläßt. Auf diese Weise kann der Zugang zur Schießanlage 27 auf bestimmte Benutzer
und/oder Waffen mit entsprechenden Kennungsträgern 10, 12 beschränkt werden, ebenso
kann sichergestellt werden, daß nur bestimmte oder gar keine Waffen, die mit entsprechenden
Kennungen versehen sind, aus der Schießanlage 27 entnommen werden können. Es ist auch
möglich, daß die Entnahme von Waffen nur auf bestimmte Anwender beschränkt ist. Durch
die Erfassung der Kennungsdaten von entnommenen, bzw. eingebrachten Waffen ist auch
eine sehr genaue und einfache Protokollierung solcher Vorgänge möglich. Es ist also
z.B. möglich, jederzeit festzustellen, welche Anwender bzw. welche Waffen sich innerhalb
der Schießanlage befinden, bzw. welche Waffen welcher Anwender aus der Schießanlage
entnommen hat.
1. Waffensicherung, bei der die Waffenfreigabe über einen Kennungsaustausch zwischen
einer Waffe (6) und einer Freigabeeinrichtung (1) gesteuert wird, wobei
die Waffe eine Waffenkennung (7) und eine Sicherungseinrichtung (8) aufweist,
die Freigabeeinrichtung (1) zum Erfassen der Waffenkennung (7) und zur Abgabe eines
Freigabesignals (17) an die Sicherungseinrichtung (8) in der Waffe (6) eingerichtet
ist und mittels einer einen Kennungsspeicher (3, 4) aufweisenden Steuerung (2) so
gesteuert wird, daß die Freigabeeinrichtung (1) nur dann ein Freigabesignal (17) abgibt,
wenn die erfaßte Waffenkennung (7) mit einer im Kennungsspeicher (4) registrierten
Waffenkennung übereinstimmt, wobei sich die Waffenkennung in einem der Waffe zugeordneten
Kennungsträger (10, 12) befindet, dadurch gekennzeichnet, daß dieser so ausgeführt ist, daß er auf ein Steuersignal (15) der Freigabeeinrichtung
(1) hin ein die Waffenkennung (7) umfassendes Kennungssignal (16) an die Freigabeeinrichtung
(1) abgibt, und die Kennung (7, 11) mit der Freigabeeinrichtung (1) veränderbar ist
2. Waffensicherung nach Anspruch 1, bei welcher einem Waffenbenutzer eine Benutzerkennung
(11) zugeordnet ist und die Freigabeeinrichtung (1) nur dann ein Freigabesignal abgibt,
wenn die erfaßte Benutzerkennung (11) mit einer im Kennungsspeicher (4) registrierten
Benutzerkennung übereinstimmt.
3. Waffensicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Freigabeeinrichtung
(1) ein Eingabegerät (19, 20) zum entsprechenden Registrieren der Waffen- und/oder
Benutzerkennung (7, 11) aufweist.
4. Waffensicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich die Benutzerkennung
(7, 11) in einem Kennungsträger (10, 12) befindet.
5. Waffensicherung nach Anspruch 4, wobei der Kennungsträger (10, 12) als aktiver oder
passiver Transponder ausgebildet ist.
6. Waffensicherung nach Anspruch 5, wobei die von der Freigabeeinrichtung (1) übertragene
Signalenergie ausreicht, einen passiven, mit der Sicherungseinrichtung (8) gekoppelten
Transponder (10) so zu aktivieren, daß dieser die Waffenkennung (7) an die Freigabeeinrichtung
überträgt und/oder mittels des empfangenen Freigabesignals (17) die Sicherungseinrichtung
(8) zur Freigabe der Waffe (6) aktiviert.
7. Waffensicherung nach Anspruch 7, wobei die Sicherungseinrichtung (8) und ein aktiver
Transponder (10) an der Waffe (6) mit einer gemeinsamen Stromversorgung (14) , insbesondere
einer Batterie oder einem Akku versehen sind.
8. Waffensicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Sicherungseinrichtung
(8) mittels eines, insbesondere elektromechanischen, Stellelements (9) auf den Abzugsmechanismus
der Waffe (6), insbesondere auf eine Abzugsstange wirkt.
9. Waffensicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die Freigabeeinrichtung (1)
eine Antenne (5) aufweist, über die der Kennungsaustausch gleichzeitig mit mehreren
Waffen und /oder Benutzern erfolgt.
10. Waffensicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die Freigabeeinrichtung mehrere
Antennen (5a, b, c) aufweist, und der Kennungsaustausch mit einer Waffe (6) und/oder
einem Benutzer, jeweils über eine bestimmte Antenne (5a, b, c) erfolgt.
11. Waffensicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei beim Kennungsaustausch
eine Lokalisierung der Waffe (6) und/oder des Benutzers erfolgt, und die Freigabe
in Abhängigkeit von der räumlichen Positionierung der Waffe und/oder des Benutzers,
erfolgt.
12. Waffensicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuerung (2) einen
Computer, insbesondere einen PC umfaßt.
13. Schießeinrichtung, insbesondere eine Schießanlage (27) mit mindestens einem Schießbereich
(22a, b, c) z.B. einer Schießbahn, wobei die Schießanlage (27) mit einer Waffensicherung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche versehen ist.
14. Schießeinrichtung nach Anspruch 13, welche eine Durchgangssperre (28) mit einem Schreib-/Lesegerät
(26, 26') aufweist, die mit der Freigabeeinrichtung (1) steuerbar verbunden ist, und
die Steuerung (2) so eingerichtet ist, daß die Durchgangssperre (28) den Durchgang
zum Betreten bzw. Verlassen der Schießeinrichtung bzw. eines Schießbereichs (22a,
b, c) nur freigibt, wenn die an der Durchgangssperre (28) erfaßte Kennung (7, 11)
mit einer entsprechend registrierten Kennung übereinstimmt.
1. Weapon safety system, in which weapon enabling is controlled via an identification
exchange between a weapon (6) and an enabling device (1), wherein
the weapon comprises a weapon identification (7) and a safety device (8),
the enabling device (1) is designed to detect the weapon identification (7) and to
output an enabling signal (17) to the safety device (8) in the weapon (6) and is controlled
by means of a control unit (2) comprising an identification memory (3, 4) in such
a way that the enabling device (1) outputs an enabling signal (17) only if the detected
weapon identification (7) matches a weapon identification recorded in the identification
memory (4), wherein the weapon identification is located in an identification carrier
(10, 12) assigned to the weapon, characterised in that the identification carrier is configured in such a way that, in response to a control
signal (15) from the enabling device (1), it outputs to the enabling device (1) an
identification signal (16) comprising the weapon identification (7), and the identification
(7, 11) can be changed by the enabling device (1).
2. Weapon safety system according to claim 1, in which a user identification (11) is
assigned to a weapon user and the enabling device (1) outputs an enabling signal only
if the detected user identification (11) matches a user identification recorded in
the identification memory (4).
3. Weapon safety system according to one of the preceding claims, wherein the enabling
device (1) comprises an input device (19, 20) for the corresponding recording of the
weapon identification and/or user identification (7, 11).
4. Weapon safety system according to one of the preceding claims, wherein the user identification
(7, 11) is located in an identification carrier (10, 12).
5. Weapon safety system according to claim 4, wherein the identification carrier (10,
12) is configured as an active or passive transponder.
6. Weapon safety system according to claim 5, wherein the signal energy transmitted by
the enabling device (1) is sufficient to activate a passive transponder (10) coupled
to the safety device (8) in such a way that said transponder transmits the weapon
identification (7) to the enabling device and/or, by means of the received enabling
signal (17), activates the safety device (8) to enable the weapon (6).
7. Weapon safety system according to claim 6, wherein the safety device (8) and an active
transponder (10) on the weapon (6) are provided with a common power supply (14), in
particular a battery or an accumulator.
8. Weapon safety system according to one of the preceding claims, wherein the safety
device (8) acts on the trigger mechanism of the weapon (6), in particular on a trigger
bar, by means of an actuating element (9), in particular an electromechanical actuating
element.
9. Weapon safety system according to one of claims 4 to 8, wherein the enabling device
(1) comprises an antenna (5), via which the identification exchange takes place simultaneously
with a plurality of weapons and/or users.
10. Weapon safety system according to one of claims 4 to 8, wherein the enabling device
comprises a plurality of antennas (5a, b, c) and the identification exchange with
a weapon (6) and/or a user takes place in each case via a given antenna (5a, b, c).
11. Weapon safety system according to one of the preceding claims, wherein the location
of the weapon (6) and/or of the user is determined during the identification exchange
and the enabling takes place as a function of the spatial positioning of the weapon
and/or of the user.
12. Weapon safety system according to one of the preceding claims, wherein the control
unit (2) comprises a computer, in particular a PC.
13. Shooting facility, in particular a shooting range (27), comprising at least one shooting
area (22a, b, c), e.g. a shooting lane, wherein the shooting range (27) is provided
with a weapon safety system according to one of the preceding claims.
14. Shooting facility according to claim 13, which comprises an entry/exit barrier (28)
with a read/write device (26, 26') which is controllably connected to the enabling
device (1), and the control unit (2) is designed in such a way that the entry/exit
barrier (28) allows entry to and/or exit from the shooting facility or a shooting
area (22a, b, c) only if the identification (7, 11) detected at the entry/exit barrier
(28) matches a correspondingly recorded identification.
1. Système de sécurité d'une arme, dans lequel le déblocage de l'arme est commandé par
un échange d'identification entre une arme (6) et un dispositif de déblocage (1),
l'arme comprenant une identification d'arme (7) et un dispositif de sécurité (8),
le dispositif de déblocage (1) étant conçu pour détecter l'identification d'arme (7)
et pour émettre un signal de déblocage (17) sur le dispositif de sécurité (8) dans
l'arme (6) et commandé au moyen d'une commande (2) comprenant une mémoire d'identification
(3, 4) de sorte que le dispositif de déblocage (1) n'émette un signal de déblocage
(7) que lorsque l'identification d'arme (7) détectée coïncide avec une identification
d'arme enregistrée dans la mémoire d'identification (4), l'identification d'arme se
situant dans un support d'identification (10, 12) associé à l'arme, caractérisé en ce que celui-ci est conçu de sorte qu'il émette un signal d'identification (16) comportant
l'identification d'arme (7) sur le dispositif de déblocage (1) à la suite d'un signal
de commande (15) du dispositif de déblocage (1), et l'identification (7, 11) peut
être modifiée avec le dispositif de déblocage (1).
2. Dispositif de sécurité selon la revendication 1, dans lequel une identification d'utilisateur
(11) est associée à un utilisateur d'arme et le dispositif de déblocage (1) ne délivre
un signal de déblocage que lorsque l'identification d'utilisateur (11) détectée coïncide
avec une identification d'utilisateur enregistrée dans la mémoire d'identification
(4).
3. Système de sécurité d'une arme selon l'une quelconque des revendications précédentes,
le dispositif de déblocage (1) comprenant un appareil de saisie (19, 20) pour l'enregistrement
correspondant de l'identification d'arme et/ou d'utilisateur (7, 11).
4. Système de sécurité d'une arme selon l'une quelconque des revendications précédentes,
l'identification utilisateur (7, 11) se situant dans un support d'identification (10,
12).
5. Système de sécurité d'une arme selon la revendication 4, le support d'identification
(10, 12) étant conçu comme un transpondeur actif ou passif.
6. Système de sécurité d'une arme selon la revendication 5, l'énergie transmise par le
dispositif de déblocage (1) étant suffisante pour activer un transpondeur (10) passif
couplé au dispositif de sécurité (8), de sorte que ledit transpondeur transmette l'identification
d'arme (7) au dispositif de déblocage et/ou active le dispositif de sécurité (8) au
moyen du signal de déblocage (17) reçu pour débloquer l'arme (6).
7. Système de sécurité d'une arme selon la revendication 7, le dispositif de sécurité
(8) et un transpondeur actif (10) étant pourvus sur l'arme (6) d'une alimentation
en courant commune (14), en particulier d'une batterie ou d'un accumulateur.
8. Système de sécurité d'une arme selon l'une quelconque des revendications précédentes,
le dispositif de sécurité (8) agissant sur le mécanisme de déclenchement de l'arme
(6), en particulier sur une tige de déclenchement, au moyen d'un élément de commande
(9), en particulier électromécanique.
9. Système de sécurité d'une arme selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, le
dispositif de déblocage (1) comprenant une antenne (5) par l'intermédiaire de laquelle
l'échange d'identification s'effectue simultanément avec plusieurs armes et/ou utilisateurs.
10. Système de sécurité pour arme selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, le
dispositif de déblocage comprenant plusieurs antennes (5a, b, c), et l'échange d'identification
avec une arme (6) et/ou un utilisateur s'effectuant respectivement par l'intermédiaire
d'une antenne (5a, b, c) définie.
11. Système de sécurité pour arme selon l'une quelconque des revendications précédentes,
une localisation de l'arme (6) et/ou de l'utilisateur s'effectuant lors de l'échange
d'identification, et le déblocage s'effectuant en fonction du positionnement dans
l'espace de l'arme et/ou de l'utilisateur.
12. Système de sécurité pour arme selon l'une quelconque des revendications précédentes,
la commande (12) comportant un ordinateur, en particulier un PC.
13. Dispositif de tir, en particulier stand de tir (27) comprenant au moins une zone de
tir (22a, b, c) par exemple d'une bande de tir, le stand de tir (27) étant pourvu
d'un système de sécurité pour arme selon l'une quelconque des revendications précédentes.
14. Dispositif de tir selon la revendication 13, lequel comprend une interdiction de passage
(28) dotée d'un appareil d'écriture/lecture (26, 26') et reliée de manière commandable
au dispositif de déblocage (1), et la commande (2) est conçue pour que l'interdiction
de passage (28) ne débloque le passage pour entrer dans ou quitter le dispositif de
tir ou une zone de tir (22a, b, c) que lorsque l'identification (7, 11) détectée sur
l'interdiction de passage (28) ne coïncide avec une identification enregistrée d'une
manière appropriée.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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