[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Material, mit mindestens
einem Zerkleinerungsrotor, der auf einer angetriebenen Welle angeordnete Schneidscheiben
aufweist, die durch eine Spanneinrichtung axial gegeneinander gepresst werden, wobei
die Spanneinrichtung einen auf der angetriebenen Welle abgestützten Ring aufweist,
an dem mehrere Spannelemente vorgesehen sind.
[0002] Aus Schneidscheiben aufgebaute Zerkleinerungsrotoren bedürfen einer axialen Vorspannung,
durch die verhindert werden soll, dass Verunreinigungen zwischen die Schneidscheiben
eindringen können. Diese kann beispielsweise entsprechend der
US 5,360,283 durch einen Kranz von Stellschrauben erreicht werden, die im Ring angeordnet sind
und gegen eine Abschlussscheibe des Zerkleinerungsrotors drücken. Da eine geringfügige
Durchbiegung der Welle durch die im Betrieb auftretenden Schnittkräfte trotz der Vorspannung
nicht verhindert werden kann, führen eindringende aggressive Stoffe durch Korrosion
zu einer Erniedrigung der Vorspannung und eindringende Verunreinigungen zu deren Erhöhung,
wobei fortschreitende Korrosion zusätzlichen Raum für Verunreinigungen schafft. Beide
Fälle führen zu frühzeitigen Beschädigungen der Zerkleinerungsrotoren. Der Ring wird
durch eine Spannvorrichtung an der Welle bzw. an Umfangsnuten der Welle axial abgestützt.
[0003] Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden
und erreicht dies dadurch, dass den Spannelementen in axialer Richtung gegen den Zerkleinerungsrotor
drückende, elastische Anlageköpfe zugeordnet sind.
[0004] Die dadurch erzielbare elastische Vorspannung gleicht die Verlängerung oder Verkürzung
des Schneidwerkzeuges zumindest weitgehend aus und die Vorspannung im Zerkleinerungsrotor
bleibt daher wesentlich länger erhalten und beinahe konstant, wodurch die Zeiträume
zwischen Wartungsarbeiten wesentlich vergrößert werden.
[0005] Die elastischen Anlageköpfe sind bevorzugt an derselben Seite des Rotors wie die
Spannelemente angeordnet, können aber auch am zweiten Ende des Rotors, beispielsweise
an einem zweiten Stützring vorgesehen sein und gegen den Rotor drücken. Insbesondere
in diesem Fall muss die Anzahl der Spannelemente nicht gleich der Anzahl der Anlageköpfe
sein, wenngleich auch dieselbe Anzahl bevorzugt vorgesehen ist, um jedes Spannelement
einzeln vorspannen zu können. Dadurch kann auch ein unterschiedlicher Ausgleich über
den Umfang des Zerkleinerungsrotors erzielt werden.
[0006] In besonders einfacher Weise wird die Elastizität jedes Anlagekopfes dabei durch
ein Paket an Tellerfedern erreicht, das am Ende eines im Ring angeordneten Bolzens
vorgesehen ist.
[0007] Selbstverständlich sind auch andere Federelemente denkbar, beispielsweise Schraubenfedern
od. dgl.
[0008] In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass der Ring an der Welle
drehfest gehalten ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die
Welle im Bereich des Ringes ein Gewinde aufweist, und der Ring auf die Welle aufgeschraubt
und mittels einer Kontermutter drehfest gehalten ist.
[0009] Zwischen der Kontermutter und dem Ring kann noch ein zusätzlicher Sicherungsring
angeordnet werden, der in Nuten der Welle und des Ringes und/oder der Kontermutter
eingreifende Vorsprünge aufweist.
[0010] In einer weiteren Ausführung kann der drehfeste Halt des Ringes an der Welle dadurch
erreicht werden, dass die Welle im Bereich des Ringes verjüngt ist und eine Ringschulter
bildet, und der Ring durch einen Kranz von achsparallelen Schrauben an der Ringschulter
drehfest gehalten ist. Die Schraubenköpfe sind bevorzugt durch eine Abdeckung oder
dergleichen abgedeckt.
[0011] Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnung
näher beschrieben. Darin zeigt:
- Fig.
- 1 eine schematische Ansicht einer mehrachslgen Zerkleinerungsvorrichtung, wobei am
Ende jeder Welle eine Spanneinrichtung vorgesehen ist,
- Fig. 2
- Bestandteile der Spanneinrichtung in Explosionsdarstellung,
- Fig. 3
- einen Axialschnitt durch das Ende der Welle mit der Spanneinrichtung,
- Fig. 4
- vergrößert ein Detail aus Fig. 3, und
- Fig. 5
- einen Axialschnitt durch das Ende der Welle einer zweiten Ausführung.
[0012] Eine Zerkleinerungsvorrichtung gemäß Fig. 1 weist ein Schneidwerk mit vier Zerkleinerungsrotoren
2 auf, die jeweils eine Anzahl von auf einer Welle 3 angeordneten Schneidscheiben
4 umfassen. Die Zerkleinerungsrotoren 2 sind in Lagern 6 des Gestells 1 gelagert und
werden von Motoren 5 angetrieben. Zumindest am in der Zeichnung sichtbaren Ende jeder
Welle 3 ist eine Spanneinrichtung 11 vorgesehen, die mehrere einzeln und unabhängig
voneinander vorspannbare Spannelemente 13 aufweist.
[0013] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, in der das Ende des Zerkleinerungsrotors durch strichlierte
Linien angedeutet ist, umfasst die Spanneinrichtung 11 einen auf das Wellenende aufgeschraubten
Ring 12, der beispielsweise durch einen Sicherungsring 10 und eine Kontermutter 9
drehfest gehalten ist. Der Ring 12 weist einen Kranz von Gewindebohrungen auf, in
die jeweils ein Bolzen 14 eingeschraubt ist, der in seiner Position wiederum durch
eine Gegenmutter 17 gesichert ist. Am rotorseitigen, aus dem Ring 12 vorstehenden
Bereich des Bolzens 14 sind ein Flansch 18 und eine Nut vorgesehen, in die ein Sicherungsring
16 eingesetzt ist. Zwischen dem Flansch 18 und dem Sicherungsring 16 ist ein Paket
von beispielsweise sechs Tellerfedern 15 angeordnet, die einen gegen eine Abschlussscheibe
8 des Zerkleinerungsrotors 2 drückenden Anlagekopf des Bolzens 14 bilden, wie vor
allem aus Fig. 4 ersichtlich ist.
[0014] Bei der Erstmontage der Zerkleinerungsvorrichtung werden die Spannelemente 13 einzeln
mit einer mittleren elastischen Vorspannung montiert, aus der dann die Tellerfedern
15 jede Änderung der axialen Länge und der Vorspannung des Zerkleinerungsrotors 2
weitgehend ausgleichen können.
[0015] In der in Fig. 5 gezeigten Ausführung weist die Welle 3 einen Bereich 19 mit verringertem
Durchmesser auf, sodass ein axialer Anschlag in Form einer Ringschulter gebildet ist.
Der Ring 12 ist auf den Bereich 19 aufgesteckt und weist einen zweiten Kranz von Bohrungen
auf, die mit Gewindebohrungen in der Ringschulter fluchten. Die verdrehfeste Fixierung
des Ringes 12 auf der Welle 3 erfolgt mittels Schrauben 20, die achsparallel angeordnet
werden. Auch hier können eine Kontermutter 9 und ein Sicherungsring 10 vorgesehen
sein, die in dieser Ausführung die Köpfe der Schrauben 20 abdecken, aber nicht für
die Fixierung des Ringes 12 benötigt werden.
1. Vorrichtung zum Zerkleinern von Material, mit mindestens einem Zerkleinerungsrotor
(2), der auf einer angetriebenen Welle (3) angeordnete Schneidscheiben (4) aufweist,
die durch eine Spanneinrichtung (11) axial gegeneinander gepresst werden, wobei die
Spanneinrichtung (11) einen auf der angetriebenen Welle (3) abgestützten Ring (12)
aufweist, an dem mehrere Spannelemente (13) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass den Spannelementen (13) in axialer Richtung gegen den Zerkleinerungsrotor (2) drückende,
elastische Anlageköpfe zugeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Spannelement (13) ein Anfagekopf zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagekopf ein Paket von Tellerfedern (15) umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Spannelement (13) einen Schraubbolzen (14) aufweist, auf dem die Tellerfedern
(15) aufgefädelt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (12) an der Welle (3) drehfest gehalten ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (3) im Bereich des Ringes (12) ein Gewinde aufweist, und der Ring (12)
auf die Welle (3) aufgeschraubt und mittels einer Kontermutter (9) drehfest gehalten
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ring (12) und der Kontermutter (9) ein Sicherungsring (10) angeordnet
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (3) im Bereich des Ringes (12) verjüngt ist und eine Ringschulter bildet,
und der Ring (12) durch einen Kranz von achsparallelen Schrauben (20) an der Ringschulter
drehfest gehalten ist.
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