[0001] Die Erfindung betrifft eine Elektro-Tauchlackiervorrichtung mit
- a) einem Lackbad;
- b) einer Fördereinrichtung, mit der die zu lackierenden Werkstücke im Durchlaufverfahren
in das Lackbad eingetaucht, durch dieses hindurchbewegt und wieder herausgehoben werden
können;
- c) mindestens zwei Spannungsquellen;
- d) in dem Lackbad längs des Bewegungsweges der Werkstücke angeordneten Elektroden,
die mit einem ersten Pol mindestens einer Spannungsquelle verbunden sind;
- e) mindestens einer Kontaktschiene, die sich entlang des Bewegungsweges der Werkstücke
erstreckt und mit einem zweiten Pol mindestens einer Spannungsquelle verbunden ist;
- f) für jedes Werkstück eine Kontakteinrichtung, die mit mindestens einer Kontaktschiene
in Verbindung steht und somit das Werkstück auf das Potential des zweiten Poles der
mindestens einen Spannungsquelle legt.
[0002] Beim Elektro-Tauchlackieren, auch elektrophoretisches Lackieren genannt, scheiden
sich die Lackbestandteile im Lackbad unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes an
den Werkstücken ab. Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, das elektrische Feld
während des Durchganges der Werkstücke durch das Lackbad nicht konstant zu halten,
sondern längs des Bewegungsweges zu variieren, insbesondere mit der zurückgelegten
Wegstrecke ansteigen zu lassen. Grund für diese Maßnahme ist u. a., daß die sich aufbauende
Lackschicht einen elektrischen Widerstand darstellt, welcher den weiteren Aufbau der
Lackschicht erschwert.
[0003] Es stellt sich somit das Problem, wie für jedes Werkstück die Spannung beim Durchgang
durch das Lackbad verändert werden kann. Bei Elektro-Tauchlackiervorrichtungen der
eingangs genannten Art, wie sie z. B. in der
DE 199 42 556 C2 beschrieben sind, erfolgt die Stromzuführung zum Werkstück über eine in Bewegungsrichtung
der zu lackierenden Werkstücke in einzelne Abschnitte geteilte Kontaktschiene; die
Abschnitte sind galvanisch getrennt und mit einem Pol einer jedem Abschnitt zugeordneten
Spannungsquelle verbunden. Die längs des Bewegungsweges der Werkstücke im Lackbad
angeordneten Elektroden sind mit dem anderen Pol der Spannungsquellen verbunden. Nachteilig
dabei ist, dass es verhältnismäßig schwierig ist, steuerungstechnisch den Weg jedes
einzelnen Werkstückes entlang der verschiedenen Abschnitte der Kontaktschiene zu verfolgen
und den Übergang des Werkstückes von einem Abschnitt zum anderen Abschnitt ohne "Sprung"
im Potential zu bewerkstelligen. Da die zwischen Elektrode und Werkstück geflossene
Ladung als Maß für die aufgebrachte Schichtdicke verwendet wird, ist es erforderlich,
auch die Messung des zum Werkstück fließenden Stromes abschnittsweise mit der Bewegung
des Werkstückes "mitzuschalten". Schließlich stellen die "Schnitte" in den Kontaktschienen,
welche die galvanische Trennung bewirken, auch Unebenheiten in der Kontaktschiene
dar, die zu einem Verschleiß der mit den Werkstücken mitbewegten Kontakteinrichtungen
führen.
[0004] Bei Änderung des Werkstücktyps, z. B. der Länge des Werkstücks, oder bei Änderung
der Eintauchkurve ändern sich die Positionen der Schnitte zwischen den Kontaktschienenabschnitten,
so dass für eine optimale Beschichtung eine Anlagenänderung erforderlich ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Elektro-Tauchlackiervorrichtung der
eingangs genannten Art so auszugestalten, dass sie einfacher gesteuert werden kann
und einen geringeren Verschleiß an den Kontakteinrichtungen verursacht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
- g) mehrere Kontaktschienen vorgesehen sind, die sich ohne elektrische Unterbrechung
parallel zueinander entlang des gesamten durch das Lackbad führenden Bewegungsweges
der Werkstücke erstrecken und jeweils mit dem zweiten Pol unterschiedlicher Spannungsquellen
verbunden sind.
[0007] Erfindungsgemäß werden mindestens ebenso viele Kontaktschienen vorgesehen, wie sich
gleichzeitig Werkstücke in dem Lackbad befinden sollen. Dann läßt sich jedem Werkstück
eine einzige Kontaktschiene zuordnen, deren Potential während des Durchganges der
Werkstücke durch das Lackbad auf ganzer Länge variiert werden kann, ohne dadurch die
an den anderen Werkstücken liegende Spannung zu verändern. Auf diese Weise werden
die lästigen "Schnitte" in den Kontaktschienen vermieden, die einerseits zu dem erhöhten
Steuerungsaufwand und andererseits zu dem unerwünschten Verschleiß beim Stande der
Technik führten. Die Erfindung erlaubt eine individuellere Anpassung der Spannungsführung
entlang des Bewegungsweges an das individuelle Werkstück. Dadurch können die Schichtdicken
genauer eingehalten werden, was zu Lackeinsparungen führt:
[0008] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Kontakteinrichtung
einen Kontaktschuh und ist so eingerichtet, dass der Kontaktschuh in verschiedene,
den mehreren Kontaktschienen entsprechende Lagen gebracht werden kann. In diesem Falle
kann also durch Bestimmung der Lage des Kontaktschuhes für jedes Werkstück neu festgelegt
werden, welche der mehreren parallel zueinander, z.B. übereinander verlaufenden Kontaktschienen
für dieses Werkstück "zuständig" ist. Die Verschiebung des Kontaktschuhes erfolgt
unter dem Einfluß der zentralen Anlagensteuerung.
[0009] Dabei kann die Kontakteinrichtung einen fluidbetätigten Zylinder oder einen elektrisch
betätigten Aktuator aufweisen, mit dem der Kontaktschuh verschoben werden kann.
[0010] Bevorzugt besitzt die Kontakteinrichtung eine Rasteinrichtung, mit welcher der Kontaktschuh
in verschiedenen Lagen lösbar arretiert werden kann. Dies erleichtert das Auffinden
der richtigen Lage für den Kontaktschuh ebenso wie die Beibehaltung dieser Höhenlage
bei der Bewegung des Werkstückes entlang der zugeordneten Kontaktschiene.
[0011] Der fluidbetätigte Zylinder bzw. der elektrisch betätigte Aktuator kann wahlweise
gemeinsam mit dem Werkstück bewegbar oder stationär sein.
[0012] Günstig ist auch eine weichenartige Führungseinrichtung mit einem umstellbaren Führungsglied,
mit welchem ein Kontaktschuh bei seiner Bewegung wahlweise auf eine der verschiedenen
Kontaktschienen geleitet werden kann.
[0013] Besonders flexibel ist diejenige Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher jedem Werkstück
für jede Kontaktschiene ein entlang der jeweiligen Kontaktschiene bewegbarer Kontaktschuh
zugeodnet ist und bei welcher für jedes Werkstück ein elektrischer Umschalter vorgesehen
ist, mit dem die verschiedenen dem Werkstück zugeordneten Kontaktschuhe wahlweise
zu dem Werkstück durchgeschaltet werden können.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigen
- Figur 1
- schematisch eine erste Art der Kontaktierung von Fahrzeugkarosserien in einem Elektro-Tauchlackierbad;
- Figur 2
- ebenfalls schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer verstellbaren Kontakteinrichtung,
die jede Fahrzeugkarosserie in Figur 1 besitzt:
- Figur 3
- ähnlich der Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer verstellbaren Kontakteinrichtung;
- Figur 4
- ähnlich der Figur 1 eine zweite Art der Kontaktierung von Fahrzeugkarosserien;
- Figur 5
- ähnlich der Figur 1 eine dritte Art der Kontaktierung von Fahrzeugkarosserien.
[0015] Zunächst wird auf Figur 1 Bezug genommen. Diese zeigt insgesamt drei Fahrzeugkarosserien
1a, 1b, 1c, die man sich in ein mit Lackflüssigkeit gefülltes Lackbecken eingetaucht
denken kann, wie es in der oben schon erwähnten
DE 199 42 556 C2 beschrieben ist. Das Lackbecken ist in Figur 1 nicht dargestellt, ebenso wenig wie
die Fördereinrichtung, mit welcher die verschiedenen Fahrzeugkarosserien 1 durch das
Lackbecken kontinuierlich oder intermittierend bewegt werden. In Frage kommt beispielsweise
ein Hängeförderer, wie er als Fördereinrichtung 12 in der
DE 199 42 56 C2 dargestellt ist, aber auch eine Fördereinrichtung, die von einzelnen, selbständig
bewegbaren und steuerbaren Wägen Gebrauch macht.
[0016] In dem nicht dargestellten Lackbecken sind in bekannter Weise entlang des Bewegungsweges
der Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c Gegenelektroden, insbesondere Anoden, plaziert,
wie dies ebenfalls der
DE 199 42 556 C2 zu entnehmen ist. In dem elektrischen Feld, das sich innerhalb der Lackflüssigkeit
zwischen den Gegenelektroden und den Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c einstellt, erfolgt
die Abscheidung der Lackbestandteile auf den Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c. Die Amperestundenzahl,
die zwischen den Gegenelektroden und den Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c beim Durchgang
durch das Lackbecken geflossen ist, stellt ein direktes Maß für die Dicke der abgeschiedenen
Lackschicht dar.
[0017] Um das für die elektrophoretische Abscheidung des Lackes erforderliche elektrische
Feld zu erzeugen, müssen die Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c während ihrer Bewegung
durch das Lackbad mit dem entsprechenden Pol einer Gleichspannungsquelle verbunden
werden, im geläufigen Falle der kataphoretischen Tauchlackierung mit deren Minuspol.
[0018] Diese Kontaktierung geschieht auf folgende Weise:
[0019] Entlang des durch das Lackbecken führenden Bewegungsweges der Fahrzeugkarosserien
1a, 1b, 1c, jedoch außerhalb der Lackflüssigkeit, erstrecken sich ebenso viele Kontaktschienen
2a, 2b, 2c, wie höchstens Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c gleichzeitig im Lackbad vorhanden
sind. Im vorliegenden Falle gibt es also drei Kontaktschienen 2a, 2b, 2c. Diese Kontaktschienen
2a, 2b, 2c sind auf ganzer Länge nicht unterbrochen, weisen somit nicht die beim Stande
der Technik gebräuchlichen "Schnitte" auf, also Stellen, an denen verschiedene Abschnitte
der Kontaktschienen 2a, 2b, 2c elektrisch isoliert aneinander angefügt sind. Jede
Kontaktschiene 2a, 2b, 2c ist mit einem Pol, bevorzugt dem Minuspol, einer eigenen
steuerbaren Gleichspannungsquelle 20a, 20b, 20c verbunden. Der andere Pol dieser Gleichspannungsquellen
20a, 20b, 20c ist mit den entlang des Bewegungsweges angeordneten Elektroden, bevorzugt
Anoden, verbunden.
[0020] Die Zuordnung der Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c zu den entsprechenden Kontaktschienen
2a, 2b, 2c und damit zu den entsprechenden Gleichspannungsquellen 20a, 20b, 20c geschieht
dadurch, dass sich die Kontaktschienen 2a, 2b, 2c in unterschiedlichen Höhen entlang
des Bewegungsweges der Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c erstrecken. Bei dem in Figur
1 dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die Kontaktschiene 2a am höchsten, die
Kontaktschiene 2c am tiefsten und die Kontaktschiene 2b zwischen den Kontaktschienen
2a und 2c. Auf diese Weise ist es möglich, entlang der gesamten Länge jeder Kontaktschiene
2a, 2b, 2c jeweils einen Kontaktschuh 3a, 3b, 3c verfahren zu lassen, der elektrisch
und mechanisch mit der jeweiligen Fahrzeugkarosserie 1a, 1b, 1c verbunden ist.
[0021] Durch die geschilderte Anordnung ist es möglich, die Spannung, die an die Fahrzeugkarosserien
1a, 1b, 1c gelegt wird, individuell einzustellen und auch auf deren Bewegungsweg innerhalb
des Lackbeckens zu verändern, ohne die jeweils anderen Fahrzeugkarosserien 1a, 1b,
1c, die sich innerhalb des Lackbeckens befinden, zu beeinflussen. Auch das Anlegen
von Spannungsimpulsen innerhalb bestimmter Abschnitte des Bewegungsweges an einzelne
Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c ist möglich.
[0022] Aufgrund des Fehlens von Kontaktschienen-Schnitten, die stets mit mechanischen Unebenheiten
verbunden sind, ist der Verschleiß an den Kontaktschuhen 3a, 3b, 3c kleiner als dies
beim Stande der Technik der Fall war. Durch den Wegfall der einzelnen, durch "Schnitte"
getrennten Abschnitte der Kontaktschiene gestaltet sich außerdem die Steuerungseinrichtung
einfacher.
[0023] Am Bewegungsweg der Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c vor dem Eintritt in das Lackbad
befindet sich eine Kontakt-Einstelleinrichtung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen
4 gekennzeichnet und schematisch in Figur 2 dargestellt ist. Diese Kontakt-Einstelleinrichtung
4 dient dazu, für jede in das Lackbad eintretende Fahrzeugkarosserie 1a, 1b, 1c den
entsprechenden Kontakschuh 3a, 3b, 3c auf die richtige Höhe zu bringen, so dass die
richtige Kontaktschiene 2a, 2b, 2c auf dem weiteren Weg berührt wird.
[0024] In Figur 2, die einen Schnitt senkrecht zur Bewegungsrichtung der Fahrzeugkarosserien
1a, 1b, 1c darstellt, sind die Kontaktschienen wiederum mit den Bezugszeichen 2a,
2b, 2c bezeichnet; sie sind an einer beliebigen ortsfesten Tragstruktur 5 befestigt.
In Abstand von der Tragstruktur 5 und den daran befestigten Kontaktschienen 2a, 2b,
2c bewegt sich ein Element 6 der Fördereinrichtung vorbei, welches einer der Fahrzeugkarosserien
1a, 1b, 1c zugeordnet ist. Beispielsweise kann es sich um ein Element eines Hängebahnwagens
oder eines selbständig bewegbaren Wagens, der die Fahrzeugkarosserie 1a, 1b, 1c mit
sich führt, handeln.
[0025] Auf einer vertikalen Seitenfläche des Elements 6 ist eine Platte 7 befestigt, die
ihrerseits auf ihrer dem Element 6 abgewandten vertikalen Seite drei im Querschnitt
V-förmige Nuten 8a, 8b, 8c besitzt. Statt Nuten können auch kegelförmige Vertiefungen
vorgesehen sein.
[0026] Wie Figur 2 zeigt, erstreckt sich zwischen einer der Nuten 8a, 8b, 8c, im vorliegenden
Falle der Nut 8a, und einer der Kontaktschienen 2a, 2b, 2c, im vorliegenden Falle
der Kontaktschiene 2a, der zu der Fahrzeugkarosserie 1a gehörige Kontaktschuh 3a.
Bei diesem handelt es sich um ein im wesentliches zylindrisches Teil, welches auf
seiner kugelkappenförmig abgerundeten, zu der Kontaktschiene 2a weisenden Stirnseite
den eigentlichen Kontakt 9 trägt. Zumindest dessen äußerste Schicht besteht aus elektrisch
leitfähigem Kohlenstoff.
[0027] Der der Platte 7 und damit der Nut 8a zugewandte Endbereich des Kontaktschuhs 3a
ist mit einer Sackbohrung 10 versehen, in die eine Rastkugel 11 mehr oder weniger
weit hineingeschoben werden kann. Die Rastkugel 11 wird von einer zwischen ihr und
dem Boden der Sackbohrung 10 verspannten Druckfeder 14 in die Nut 8a hineingedrückt.
Der gesamte Kontaktschuh 3a läßt sich mit Hilfe eines Pneumatikzylinders 12 oder eines
anderen Aktuators, der mit der Fahrzeugkarosserie 1a auf der Fördereinrichtung 6 mitbewegt
wird, in Richtung des Doppelpfeiles 13 verstellen.
[0028] Die beschriebene Kontakt-Einstelleinrichtung 4 arbeitet wie folgt:
[0029] Zu Beginn des Bewegungsweges jeder Fahrzeugkarosserie 1a, 1b, 1c durch das Lackbecken
bzw. noch vor dem Eintritt in diesen Bewegungsweg ordnet die Steuerung, unter welcher
die gesamte Elektro-Tauchlackieranlage arbeitet, der jeweiligen Fahrzeugkarosserie
1a, 1b, 1c eine Kontaktschiene 2a, 2b, 2c zu, über welche die fragliche Fahrzeugkarosserie
1a, 1b, 1c während des Lackabscheidevorganges auf die entsprechende Spannung gebracht
wird. Der Pneumatikzylinder 12 wird nunmehr von der Steuerung so adressiert, daß er
den Kontaktschuh 3a, 3b, 3c der entsprechenden Fahrzeugkarosserie 1a, 1b, 1c in die
richtige Höhe bringt, in welcher der leitende Kontakt 9 in Anlage an der entsprechenden
Kontaktschiene 2a, 2b, 2c ist. Das Auffinden und Beibehalten der richtigen Höhe wird
durch die Rasteinrichtung, die von den Nuten 8a, 8b, 8c und der Rastkugel 11 des Kontaktschuhes
3a gebildet wird, erleichtert.
[0030] Nunmehr kann die jeweilige Fahrzeugkarosserie 1a, 1b, 1c durch das Lackbecken geführt
werden, wobei dauernd eine sich ggf. zeitlich ändernde Spannung an der Fahrzeugkarosserie
1a, 1b, 1c anliegt. Die Kontrolle der sich bildenden Lackschichtdicke über die geflossene
Ladung ist sehr einfach möglich, da nur ein einziger, über eine Kontaktschiene 2a,
2b, 2c geflossener Strom ohne abschnittsweises Umschalten gemessen zu werden braucht.
[0031] In Figur 3 ist eine andere Ausführungsform einer Kontakt-Einstelleinrichtung 104
dargestellt, die der oben anhand der Figur 2 beschriebenen sehr ähnelt. Entsprechende
Teile sind daher in Figur 3 mit denselben Bezugszeichen wie in Figur 2, zuzüglich
100, gekennzeichnet.
[0032] Wichtigster Unterschied zwischen den beiden Kontakt-Einstelleinrichtungen 4, und
104 ist, dass bei derjenigen der Figur 3 der Pneumatikzylinder 112 nicht mit der Fördereinrichtung
106 sondern starr mit einem Element 105 der ortsfesten Tragstruktur verbunden, also
selbst stationär ist. Am Ende der Kolbenstange 115 des Pneumatikzylinders 112 befindet
sich eine seitlich, in Figur 3 entgegen der Blickrichtung nach vorne, offene Gabel
116, welche den Kontaktschuh 103a zur vertikalen Verschiebung umgreifen kann. Ist
die Verschiebung erfolgt, kann der Kontaktschuh 103a bei der Weiterbewegung der Fahrzeugkarosserie
101a aus der Gabel 116 in Figur 3 nach vorne herausfahren.
[0033] Bei der in Figur 1 dargestellten und oben beschriebenen Art der Kontaktierung der
verschiedenen Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c erfolgte die Zuordnung der einzelnen
Fahrzeugkarosserien 1a, 1b, 1c zu den einzelnen Kontaktschienen 2a, 2b, 2c durch die
mechanische arbeitende Kontakt-Einstelleinrichtung 4 bzw. 104 nach Figur 2 oder Figur
3. Diese mechanische Umschaltung wird bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 4 durch
eine elektrische ersetzt.
[0034] In Figur 4 tragen Teile, die solchen der Figur 1 entsprechen, dasselbe Bezugszeichen
zuzüglich 200. Soweit sie in ihrer Funktion unverändert sind, wird nachfolgend nicht
erneut auf sie eingegangen.
[0035] Jeder Fahrzeugkarosserie 201a, 201b, 201c in Figur 4 ist ein elektrisch steuerbarer
Umschalter 204a, 204b, 204c zugeordnet, der mit der fraglichen Fahrzeugkarosserie
201a, 201b, 201c mitbewegt wird. Zu jeder Fahrzeugkarosserie 201a, 201b, 201c gehören
außerdem drei Kontaktschuhe 203aa, 203ab, 203ac, 203ba, 203bb, 203bc, 203ca, 203cb,
203bb, die gemeinsam mit der Fahrzeugkarosserie 201a, 201b, 201c jeweils entlang einer
der drei Kontaktschienen 202a, 202b, 202c bewegt werden können. Diese Kontaktschuhe
203 können von dem jeweiligen Umschalter 2004a, 204b, 204c wahlweise auf einen Steuerbefehl
hin zu der jeweiligen Fahrzeugkarosserie 201a, 201b, 201c durchgeschaltet werden.
[0036] Ein weiteres Beispiel dafür, wie die einzelnen Werkstücke bestimmten Kontaktschienen
zugeordnet wwerden können, zeigt Figur 5. In dieser sind Teile, die solchen der Figur
1 entsprechen, mit denselben Bezugszeichen zuzüglich 300 gekennzeichnet. Der grundsätzliche
Aufbau in Figur 5 mit den mehreren Kontaktschienen 302a, 302b, 302c, den daran gleitenden
Kontaktschuhen 303a, 303b, 303c und den Gleichspannungsquellen 320a, 320b, 330c ist
derselbe wie in Figur 1.
[0037] In Bewegungsrichtung der Fahrzeugkarosserien 301a, 301b, 301c vor den Kontaktschienen
302a, 302b, 302c ist eine die Umschalteinrichtung 4 bzw. 104 der Figuren 2 und 3 ersetzende
weichenartige Führungseinrichtung 304 vorgesehen. Diese besitzt einen Fangtrichter
304a, in den die Kontaktschuhe 303a, 303b, 303c aller sich nähernder Fahrzeugkarosserien
301a, 301b, 301c unabhängig von ihrer Höhenlage bei ihrer Bewegung eingeführt werden.
Die Kontaktschuhe 303a, 303b, 303c, die an der Fördereinrichtung vertikal beweglich
geführt sind, werden in dem Fangtrichter 304a alle auf dieselbe Höhenlage gebracht
und gelangen in ein Führungsglied 304b. Dieses kann unter den Befehlen der Anlagensteuerung
so verschwenkt werden, dass sein Auslass wahlweise in Höhe der Kontaktschiene 302a,
302b oder 302c liegt. Auf diese Weise läuft jeder Kontaktschuh 303a, 303b, 303c automatisch
auf die für ihn bestimmte Kontaktschiene 302a, 302b, 302c ein.
1. Elektro-Tauchlackiervorrichtung mit
a) einem Lackbad;
b) einer Fördereinrichtung, mit der die zu lackierenden Werkstücke im Durchlaufverfahren
in das Lackbad eingetaucht, durch dieses hindurchbewegt und wieder herausgehoben werden
können;
c) mindestens zwei Spannungsquellen;
d) in dem.Lackbad längs des Bewegungsweges der Werkstücke angeordneten Elektroden,
die mit einem ersten Pol mindestens einer Spannungsquelle verbunden sind;
e) mindestens einer Kontaktschiene, die sich entlang des Bewegungsweges der Werkstücke
erstreckt und mit einem zweiten Pol mindestens einer Spannungsquelle verbunden ist;
f) für jedes Werkstück eine Kontakteinrichtung, die mit einer einzigen Kontaktschiene
in Verbindung steht und das Werkstück so auf das Potential des zweiten Poles der mindestens
einen Spannungsquelle legt,
g) mehrerehKontaktschienen (2a, 2b, 2c; 202a, 202b, 202c; 302a, 302b, 302c), die sich
ohne elektrische Unterbrechung parallel zueinander entlang des gesamten durch das
Lackbad führenden Bewegungsweges der Werkstücke (1a, 1b, 1c; 201a, 201b, 201c; 301a,
301b, 301c) erstrecken und jeweils mit dem zweiten Pol unterschiedlicher Spannungsquellen
(20a, 20b, 20c; 220a, 220b, 220c; 320a, 320b, 320c) verbunden sind.
2. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung einen Kontaktschuh (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) umfasst
und so eingerichtet ist, daß der Kontaktschuh (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) in verschiedene,
den mehreren Kontaktschienen (2a, 2b, 2c; 202a, 202b, 202c) entsprechende Lagen gebracht
werden kann.
3. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung einen fluidbetätigten Zylinder (12; 112) aufweist, mit dem
der Kontaktschuh (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) verschoben werden kann.
4. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung einen elektrisch betätigten Aktuator aufweist, mit dem der
Kontaktschuh verschoben werden kann.
5. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung eine Rasteinrichtung (8a, 8b, 8c, 11; 108a, 108b, 108c, 111)
aufweist, mit welcher der Kontaktschuh (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) in den verschiedenen
Lagen lösbar arretiert werden kann.
6. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der fluidbetätigte Zylinder (12) bzw. der elektrische Aktuator gemeinsam mit dem
Werkstück (1a, 1b, 1c) bewegbar ist.
7. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der fluidbetätigte Zylinder (112) bzw. der elektrische Aktuator stationär ist.
8. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass jedem Werkstücke (201a, 201b, 201c) für jede Kontaktschiene (202a, 202b, 202c) ein
entlang der jeweiligen Kontaktschiene (202a, 202b, 202c) bewegbarer Kontaktschuh (203aa,
203ab, 203ac, 203ba, 203bb, 203bc, 203ca, 203cb, 203cc) zugeordnet ist und dass für
jedes Werkstück (201a, 201b, 201c) ein elektrischer Umschalter (204a, 204b, 204c)
vorgesehen ist, mit dem die verschiedenen dem Werkstück (201a, 201b, 201c) zugeordneten
Kontaktschuhe (203aa, 203ab, 203ac, 203ba, 203bb, 203bc, 203ca, 203cb 203cc) wahlweise
zu dem Werkstück (201a, 201b, 201c) durchgeschaltet werden können.
9. Elektro-Tauchlackiervorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine weichenartige Führungseinrichtung (304) mit einem umstellbaren Führungsglied
(304b), mit welchem ein Kontaktschuh (303a, 303b, 303c) bei seiner Bewegung wahlweise
auf eine der verschiedenen Kontaktschienen (302a, 302b, 302c) geleitet werden kann.
1. An electro-dipcoating apparatus with
a) a lacquer bath;
b) a conveying device by which the workpieces to be lacquered can be dipped into the
lacquer bath, moved through the latter, and lifted out again in a continuous process;
c) at least two voltage sources;
d) electrodes arranged in the lacquer bath along the path of motion of the workpieces,
which are connected to a first pole of at least one voltage source;
e) at least one contact rail which extends along the path of motion of the workpieces
and is connected to a second pole of at least one voltage source;
f) for each workpiece, a contact device which is connected to a single contact rail
and which consequently applies the potential of the second pole of the at least one
voltage source to the workpiece,
g) several contact rails (2a, 2b, 2c; 202a, 202b, 202c; 302a, 302b, 302c) which extend
parallel to one another without electrical interruption along the entire path of motion
of the workpieces (1a, 1b, 1c; 201a, 201b, 201c; 301a, 301b, 301c) leading through
the lacquer bath and which are each connected to the second pole of varying voltage
sources (20a, 20b, 20c; 220a, 220b, 220c; 320a, 320b, 320c).
2. Electro-dipcoating apparatus according to Claim 1, characterised in that the contact device comprises a contact shoe (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) and is
arranged in such a way that the contact shoe (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) can be
brought into various positions corresponding to the several contact rails (2a, 2b,
2c; 202a, 202b, 202c).
3. Electro-dipcoating apparatus according to Claim 2, characterised in that the contact device exhibits a fluid-operated cylinder (12; 112) by which the contact
shoe (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) can be displaced.
4. Electro-dipcoating apparatus according to Claim 2, characterised in that the contact device exhibits an electrically operated actuator by which the contact
shoe can be displaced.
5. Electro-dipcoating apparatus according to one of Claims 2 to 4, characterised in that the contact device exhibits a latching device (8a, 8b, 8c, 11; 108a, 108b, 108c,
111) with which the contact shoe (3a, 3b, 3c; 103a, 103b, 103c) can be releasably
locked in the various positions.
6. Electro-dipcoating apparatus according to one of Claims 2 to 5, characterised in that the fluid-operated cylinder (12) or the electrical actuator is capable of being moved
concomitantly with the workpiece (1a, 1b, 1c).
7. Electro-dipcoating apparatus according to one of Claims 2 to 5, characterised in that the fluid-operated cylinder (112) or the electrical actuator is stationary.
8. Electro-dipcoating apparatus according to Claim 1, characterised in that for each contact rail (202a, 202b, 202c) a contact shoe (203aa, 203ab, 203ac, 203ba,
203bb, 203bc, 203ca, 203cb, 203cc) that is capable of being moved along the respective
contact rail (202a, 202b, 202c) is assigned to each workpiece (201a, 201b, 201c) and
in that for each workpiece (201a, 201b, 201c) an electrical change-over switch (204a, 204b,
204c) is provided, with which the various contact shoes (203aa, 203ab, 203ac, 203ba,
203bb, 203bc, 203ca, 203cb 203cc) assigned to the workpiece (201a, 201b, 201c) can
optionally be switched through to the workpiece (201a, 201b, 201c).
9. Electro-dipcoating apparatus according to Claim 1, characterised by a points-type guiding device (304) with a relocatable guiding member (304b) with
which a contact shoe (303a, 303b, 303c) can optionally be routed onto one of the various
contact rails (302a, 302b, 302c) in the course of its motion.
1. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique comprenant
a) un bain de peinture ;
b) un dispositif de transport avec lequel les pièces à peindre peuvent, en continu,
être plongées dans le bain de peinture, déplacées à travers celui-ci puis ressorties
de celui-ci ;
c) au moins deux sources de tension ;
d) des électrodes disposées dans le bain de peinture le long du chemin de déplacement
des pièces, qui sont reliées à un premier pôle d'au moins une source de tension ;
e) au moins un rail de contact qui s'étend le long du chemin de déplacement des pièces
et est relié à un deuxième pôle d'au moins une source de tension ;
f) pour chaque pièce un dispositif de contact qui est relié à un seul rail de contact
et met ainsi la pièce au potentiel du deuxième pôle de ladite au moins une source
de tension ;
g) plusieurs rails de contact (2a, 2b, 2c ; 202a, 202b, 202c ; 302a, 302b, 302c) qui
s'étendent sans interruption électrique parallèlement les uns aux autres le long de
tout le chemin de déplacement des pièces (1a, 1b, 1c ; 201a, 201b, 201c ; 301a, 301b,
301c) menant à travers le bain de peinture et qui sont reliés chaque fois avec le
deuxième pôle de sources de tension différentes (20a, 20b, 20c ; 220a, 220b, 220c
; 320a, 320b, 320c).
2. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de contact comprend un patin de contact (3a, 3b, 3c ; 103a, 103b, 103c)
et est conçu de façon que le patin de contact (3a, 3b, 3c ; 103a, 103b, 103c) puisse
être amené dans différentes positions qui correspondent aux plusieurs rails de contact
(2a, 2b, 2c ; 202a, 202b, 202c).
3. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de contact présente un vérin actionné par fluide (12 ; 112) avec lequel
le patin de contact (3a, 3b, 3c ; 103a, 103b, 103c) peut être déplacé.
4. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de contact présente un actionneur à commande électrique avec lequel
le patin de contact peut être déplacé.
5. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon une des revendications
2 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de contact présente un dispositif d'encliquetage (8a, 8b, 8c, 11 ;
108a, 108b, 108c, 111) avec lequel le patin de contact (3a, 3b, 3c ; 103a, 103b, 103c)
peut être bloqué de manière amovible dans les différentes positions.
6. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon une des revendications
2 à 5, caractérisé en ce que le vérin actionné par fluide (12) ou l'actionneur électrique est déplaçable en commun
avec la pièce (1a, 1b, 1c).
7. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon une des revendications
2 à 5, caractérisé en ce que le vérin actionné par fluide (112) ou l'actionneur électrique est stationnaire.
8. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour chaque rail de contact (202a, 202b, 202c), un patin de contact (203aa, 203ab,
203ac, 203ba, 203bb, 203bc, 203ca, 203cb, 203cc) déplaçable le long du rail de contact
respectif (202a, 202b, 202c) est associé à chaque pièce (201a, 201b, 201c) et qu'il
est prévu pour chaque pièce (201a, 201b, 201c) un commutateur électrique (204a, 204b,
204c) avec lequel les différents patins de contact (203aa, 203ab, 203ac, 203ba, 203bb,
203bc, 203ca, 203cb, 203cc) associés à la pièce (201a, 201 b, 201c) peuvent être reliés
au choix avec la pièce (201a, 201b, 201c).
9. Dispositif de peinture par immersion électrophorétique selon la revendication 1, caractérisé par un dispositif de guidage (304) de type aiguillage avec un organe de guidage manoeuvrable
(304b) avec lequel un patin de contact (303a, 303b, 303c) peut être guidé au choix
sur l'un des différents rails de contact (302a, 302b, 302c) lors de son déplacement.