[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Synchronisieren von Signaltönen,
die bei binauraler Hörgeräteversorgung von den Hörgeräten ausgegeben werden. Darüber
hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Hörgerätesystem zur binauralen
Versorgung bzw. ein entsprechendes Hörgerät.
[0002] Drahtlos verbundene Hörgerätesysteme ermöglichen eine Kommunikation zwischen dem
rechten und linken Hörgerät bei binauraler Versorgung. Allerdings erfolgt die Umsetzung
drahtlos empfangener Anweisungen, wie beispielsweise das Programmumschalten, und insbesondere
die akustische Ausgabe bei beiden Hörgeräten nicht synchronisiert. Ein zeitlicher
Versatz macht sich insbesondere bei der Ausgabe von Signaltonfolgen ("Beeps") störend
bemerkbar.
[0003] Aus der Druckschrift
US 6 839 447 ist ein binaurales Hörsystem mit komplett synchronisierter Mikrofonsignalverarbeitung
bekannt. Hierzu werden weitgehend unverarbeitete Mikrofonsignale mit hoher Datenrate
zwischen den Hörgeräten übertragen. Es wird ein Datensignal erzeugt, übertragen und
daraus ein verarbeitetes Signal zur elektrischen oder akustischen Ausgabe erzeugt.
Hierzu wird ein Sequenzgenerator benötigt. Basierend auf einer sich wiederholenden
Kodesequenz wird eine Synchronisationssequenz übertragen und mittels Korrelation zurückgewonnen.
Dieses Synchronisationsverfahren zur Mikrofonsignalverarbeitung der beiden Hörgeräte
ist jedoch sehr aufwändig.
[0004] Aus der Druckschrift
EP 1 667 354 A1 ist ein Kommunikationssystem bekannt, bei dem eine sehr präzise Taktsynchronisation
möglich ist. Ein Synchronisationsmaster erzeugt einen Synchronisationssteuerblock,
wartet eine vorbestimmte Zeit, startet die Übertragung des Synchronisationssteuerblocks
zu einem Zeitpunkt, an dem der Wert des Taktzählers 0 wird und setzt den Taktzähler
zu einem Zeitpunkt zurück, zu dem die Übertragung des Synchronisationssteuerblocks
komplett ist. Ein Synchronisationsslave empfängt den Synchronisationssteuerblock und
setzt den Taktzähler zum gleichen Zeitpunkt zurück. Das Kommunikationssystem kann
für Audio-Video-Datenkommunikationen verwendet werden.
[0005] Ferner beschreibt die Druckschrift
EP 1 320 213 A1 ein Netzwerksystem, bei dem mehrere Geräte zu einem Netzwerk verschaltet sind. Das
Netzwerksystem umfasst eine Taktquelle zur Übertragung des Takts an Lautsprecher und
Anzeigen. Verzögerungszeiten beim Senden und beim Verarbeiten der Daten werden für
die Synchronisation der einzelnen Komponenten berücksichtigt.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine einfache Synchronisation
von Hörgeräten zur Signaltonausgabe vorzuschlagen.
[0007] Die oben genannte Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1.
[0008] Dementsprechend wird auch bereitgestellt ein Hörgerätesystem nach Anspruch 2.
[0009] Im Gegensatz zu dem Master-Slave-Prinzip sind die Hörgeräte bei dieser Lösung vollkommen
gleichberechtigt untereinander. Daher sind für die Hörgeräte keine unterschiedlichen
Bauformen notwendig.
[0010] Bei einer speziellen Ausgestaltung kann jeder Zähler eine Uhr und die Zählwerte absolute
Uhrzeiten oder Zeitspannen darstellen. Damit können die Signaltonausgaben beispielsweise
an einem bestimmten Tagesrhythmus orientiert werden.
[0011] Vorzugsweise werden die Synchronisationssignale in regelmäßigen zeitlichen Abständen
zum jeweils anderen Hörgerät gesandt. Dies ist insoweit günstig, als an die Qualität
der einzelnen Zähler nicht so hohe Anforderungen gestellt werden müssen, denn sie
werden immer wieder aufeinander abgestimmt.
[0012] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert,
in denen zeigen:
- FIG 1
- ein Prinzipschaltbild eines erfindungsgemäßen Hörgerä- tesystems und
- FIG 2
- ein Zeitablaufdiagramm zur synchronisierten Signalaus- gabe.
[0013] Die nachfolgend näher geschilderten Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung dar.
[0014] Ein erfindungsgemäßes binaurales Hörsystem besteht aus einem linken Hörgerät HG1
und einem rechten Hörgerät HG2. Zwischen beiden Hörgeräten HG1 und HG2 ist eine vorzugsweise
niederratige Datenverbindung zur Übertragung von Kontroll- oder Synchronisationssignalen
aufgebaut. Diese Datenverbindung genügt niedrigen Ansprüchen und es werden nur zeitweise
und nicht notwendigerweise kontinuierlich Signale ausgetauscht.
[0015] Das Hörgerät HG1 besitzt eine Signalverarbeitung SV1, die neben der üblichen Signalauswertung
zum Senden und Empfangen von Signalen zwischen den Hörgeräten HG1 und HG2 dient. Darüber
hinaus steuert sie einen Lautsprecher L1 unter anderem zur Ausgabe eines Signaltons
an. Weiterhin setzt die Signalverarbeitungseinheit SV1 einen Zähler Z1 und liest diesen
aus.
[0016] Das Hörgerät HG2 ist mit den Komponenten Signalverarbeitung SV2, Lautsprecher L2
und Zähler Z2 praktisch identisch aufgebaut. Gegebenenfalls kann in dem Hörgerät HG2
auf eine Sendeeinheit verzichtet werden, wenn es als reines Slave-Hörgerät eingesetzt
wird.
[0017] Ziel ist es, Signalausgaben am rechten und linken Hörgerät genau gleichzeitig oder
mit genau vorgegebenem Zeitversatz auszuführen. Zu diesem Zweck ist in jedem Hörgerät
eine Uhr in Form eines kontinuierlich im Takt laufenden digitalen Zählers Z1, Z2 vorhanden.
[0018] Im Folgenden werden drei Beispiele beschrieben, bei denen das Synchronisieren der
Zähler Z1 und Z2 unterschiedlich realisiert ist, von denen aber nur das letzte beansprucht
wird. Die beiden ersten Beispiele dienen lediglich zur näheren Erläuterung.
[0019] Gemäß einer ersten Ausführungsform kontrolliert das Hörgerät HG1 als sogenannter
"Master" die Kommunikationsverbindung zwischen beiden Hörgeräten. Im Zuge der erstmaligen
Synchronisation nach Verbindungsaufnahme mit dem Hörgerät HG2 sowie weiterhin in gewissen
Zeitabständen sendet das Hörgerät HG1 ein Synchronisationssignal S entsprechend FIG
2 an das Hörgerät HG2. Aufgrund dieses Synchronisationssignals S werden in beiden
Geräten HG1 und HG2 die Zähler Z1 und Z2 auf ihren Ausgangswert zurückgesetzt und
laufen somit synchron. Die Rücksetzung des Zählers bzw. der Uhr im Hörgerät HG1 erfolgt
hierbei um eine Verzögerungszeit T gegenüber dem Versenden des Synchronisationssignals
S. Die Verzögerungszeit T setzt sich aus der Signallaufzeit zwischen beiden Geräten
und der Verarbeitungszeit des Synchronisationssignals S zusammen.
[0020] Entsprechend einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfolgt die
Synchronisation der Zähler Z1 und Z2 ähnlich wie bei der ersten Ausführungsform, wobei
jedoch das Synchronisationssignal S zusätzlich die absolute Uhrzeit/den Zählerstand
des Zählers Z1 enthält. Das Hörgerät HG2 stellt dann seine Uhrzeit bzw. seinen Zählerstand
auf die empfangene Zeit/den empfangenen Zählerstand. Nach der oben genannten Verzögerungszeit
T besitzen also auch hier die beiden Zähler Z1 und Z2 den gleichen Zählerstand und
sind somit synchronisiert.
[0021] Entsprechend einer dritten Ausführungsform sind die beiden Hörgeräte HG1 und HG2
gleichberechtigt. Neben den beiden Zählern Z1 und Z2 ist in jedem Hörgerät eine Speicherstelle
zur Speicherung eines digitalen Zahlenwerts vorhanden. Die Zähler werden unabhängig
voneinander gestartet. Beide Geräte HG1 und HG2 schicken zur Synchronisation dem jeweils
anderen Synchronisationssignale. Diese Signale enthalten jeweils die Uhrzeit/den Zählerstand
des sendenden Geräts. Das empfangende Gerät berechnet aus der eigenen Uhrzeit/dem
eigenen Zählerstand zum Empfangszeitpunkt und der empfangenen Zeitangabe/Zählwert,
korrigiert um die Verzögerungszeit T, einen Differenzwert und speichert diesen ab.
Somit ist es jedem Gerät zu jedem Zeitpunkt möglich, die am jeweils anderen Gerät
vorliegende Uhrzeit/den vorliegenden Zählerstand zu berechnen. Die Synchronisation
findet hier also indirekt dadurch statt, dass die Differenz der Uhrzeiten/der Zählerstände
bei der Signalausgabe berücksichtigt wird.
[0022] An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Zähler der beiden Hörgeräte aufgrund einer
Taktabweichung nach einer gewissen Zeitdauer eine Differenz aufweisen können. Darauf
wird hier jedoch nicht näher eingegangen.
[0023] Die Zähler Z1 und Z2 der beiden Hörgeräte HG1 und HG2 sind nun entsprechend den oben
geschilderten Ausführungsbespielen synchronisiert. Folglich können nun Verarbeitungsschritte
oder Signalausgaben an beiden Geräten zeitgleich durchgeführt werden. Dies erfolgt
nach einem ersten Schema unter Verwendung einer expliziten Zeitangabe. Hierzu initiiert
beispielsweise das Hörgerät HG1 eine Aktion, die in beiden Hörgeräten zeitgleich beginnen
soll. Zusammen mit dem entsprechenden Aktionskommando wird die in der Zukunft liegende
absolute Zeitangabe/absoluter Zählerstand, zu welcher die Aktion beginnen soll, in
einem Kontrollsignal K (vgl. FIG 2) an das Hörgerät HG2 übertragen. Beide Hörgeräte
HG1 und HG2 vergleichen diese Zeitangabe mit ihrer aktuellen Uhrzeit/ihrem aktuellen
Zählerstand und starten die Aktion zum angegebenen Zeitpunkt. In dem Bespiel von FIG
2 sollen die Hörgeräte beim Zählerstand 100 einen Signalton ausgeben. Das Hörgerät
HG1 muss diese Tonausgabe spätestens die Verzögerungszeitspanne T vor dem Zählerstand
100 initiieren, so dass auch das Hörgerät HG2 rechtzeitig reagieren kann.
[0024] Entsprechend einem zweiten Schema erfolgt die zeitgleiche Signalausgabe durch implizite
Zeitangabe. Demnach können Aktionen nur zu bestimmen, vorher bekannten Zeitpunkten
gestartet werden. Das Hörgerät HG1, welches eine Aktion initiiert, sendet das entsprechende
Kommando K so rechtzeitig vor dem nächstmöglichen Startzeitpunkt, dass das Hörgerät
HG2 dieses Kommando rechtzeitig vor dem nächsten Startzeitpunkt empfangen und verarbeiten
kann. Beide Geräte beginnen die Aktion dann gleichzeitig zum nächsten auf das Versenden
bzw. das Empfangen des Kommandos folgenden Startzeitpunkt. Dieses Verfahren setzt
keine bekannte Verarbeitungszeit für die Initialisierung einer Aktion im Hörgerät
HG2 voraus. Es muss lediglich eine maximale Verarbeitungszeit abschätzbar sein. Trotzdem
muss jedoch die Verarbeitungszeit für die Initialisierung der Zähler bekannt sein.
[0025] Erfindungsgemäß ist es somit möglich Verarbeitungsschritte und Signalausgaben in
beiden Hörgeräten HG1 und HG2 zeitgleich oder mit definiertem Zeitabstand auszuführen.
Dies betrifft beispielsweise die zeitgleiche Ausgabe von Kontrolltonsequenzen bzw.
-Melodien, bei welchen ein, auch geringer, Zeitversatz massiv störend auf den Benutzer
wirkt. Weiterhin können Umschaltvorgänge, z. B. Programmwechsel, zeitsynchron vorgenommen
werden, was den Hörkomfort ebenfalls verbessert.
[0026] Durch gezielt vorgegebenen Zeitversatz können ferner Ausgaben erzeugt werden, welche
dem Benutzer eine gewünschte Herkunft zur Richtung des Signals anzeigen oder welche
gezielt abwechselnd wahrgenommen werden.
1. Verfahren zum Synchronisieren von Signaltönen, die bei binauraler Hörgeräteversorgung
von Hörgeräten (HG1, HG2) ausgegeben werden,
mit den Schritten zum Synchronisieren:
- Senden eines Synchronisationssignals (S) von einem ersten der Hörgeräte (HG1), in
dem ein erster Zähler (Z1) fortlaufend hoch oder nieder gezählt wird, zusammen mit
dem aktuellen Zählerstand des ersten Zählers (Z1) zu einem zweiten der Hörgeräte (HG2),
- Senden eines Synchronisationssignals (S) von dem zweiten Hörgerät (HG2), in dem
ein zweiter Zähler (Z2) fortlaufend hoch oder nieder gezählt wird, zusammen mit dem
aktuellen Zählerstand des zweiten Zählers (Z2) zu dem ersten Hörgerät (HG1),
- Empfangen des Zählerstands des jeweilig anderen Hörgeräts,
- Speichern eines Differenzwerts zwischen dem empfangenen und dem eigenen Zählerstand
in jedem der Hörgeräte (HG1, HG2) unter Berücksichtigung einer vorgegebenen Signallaufzeit
zwischen beiden Hörgeräten,
und den anschließenden Schritten:
- Senden eines ersten Kontrollsignals (K) mit einem ersten Zählwert, bei dem von dem
zweiten Hörgerät (HG2) ein erster Signalton abgegeben werden soll, von dem ersten
Hörgerät (HG1) zu dem zweiten Hörgerät (HG2) und
- Abgeben des ersten Signaltons von dem zweiten Hörgerät (HG2), wenn der zweite Zähler
(Z2) den ersten Zählwert erreicht hat und
- Abgeben eines zweiten Signaltons von dem ersten Hörgerät (HG1), wenn der erste Zähler
(Z1) einen um den im ersten Hörgerät gespeicherten Differenzwert von dem ersten Zählwert
verschiedenen Wert erreicht hat, sowie
- Senden eines zweiten Kontrollsignals (K) mit einem zweiten Zählwert, bei dem von
dem ersten Hörgerät (HG1) ein dritter Signalton abgegeben werden soll, von dem zweiten
Hörgerät (HG2) zu dem ersten Hörgerät (HG1) und
- Abgeben des dritten Signaltons von dem ersten Hörgerät (HG1),wenn der erste Zähler
(Z1) den zweiten Zählwert erreicht hat und
- Abgeben eines vierten Signaltons von dem zweiten Hörgerät (HG2), wenn der zweite
Zähler (Z2) einen um den im zweiten Hörgerät gespeicherten Differenzwert von dem zweiten
Zählwert verschiedenen Wert erreicht hat.
2. Hörgerätesystem zur binauraler Versorgung umfassend zwei. Hörgeräte (HG1, HG2) mit
jeweils
- einem Zähler (Z1), der fortlaufend hoch oder nieder zählbar ist,
- einer Sendeeinheit zum Senden eines Synchronisationssignals (S) zusammen mit dem
aktuellen Zählerstand des Zählers (Z1),
- einer Empfangseinheit zum Empfangen des Zählerstands des jeweils anderen Hörgeräts
,
- einer Speichereinheit zum Speichern eines Differenzwerts zwischen dem empfangenen
und dem eigenen Zählerstand unter Berücksichtigung einer vorgegebenen Signallaufzeit
(T) zwischen beiden Hörgeräten (HG1, HG2) und
- einer Signalausgabeeinheit zum Abgeben eines Signaltons, wenn der Zähler (Z1) einen
vorgebbaren Zählwert erreicht hat, wobei
- von der Sendeeinheit ein Kontrollsignal mit einem um den Differenzwert verschiedenen
Wert an das jeweils andere Hörgerät (HG2) übertragbar ist, so dass das andere Hörgerät
(HG2) einen Signalton abgeben kann, wenn ein Zähler (Z2) des anderen Hörgeräts (HG2)
den Wert erreicht, wobei
- das Hörgerätesystem zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ausgebildet
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei jeder Zähler (Z1, Z2) eine Uhr und die Zählwerte
absolute Uhrzeiten oder Zeitspannen darstellen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, wobei Synchronisationssignale (S) in regelmäßigen
zeitlichen Abständen zum jeweils anderen Hörgerät gesandt werden.
5. Hörgerätesystem nach Anspruch 2, wobei jeder Zähler (Z1, Z2) eine Uhr und die Zählwerte
absolute Uhrzeiten oder Zeitspannen darstellen.
6. Hörgerätesystem nach Anspruch 5, wobei Synchronisationssignale (S) in regelmäßigen
zeitlichen Abständen von dem ersten Hörgerät (HG1) zu dem zweiten Hörgerät (HG2)übertragbar
sind.
1. Method for synchronising signal tones which are output by hearing aids (HG1, HG2)
in binaural hearing aid coverage,
having the synchronisation steps:
- transmitting a synchronisation signal (S) from a first of the hearing aids (HG1),
in which a first counter (Z1) is continuously counted up or down, together with the
current counter reading of the first counter (Z1), to a second of the hearing aids
(HG2),
- transmitting a synchronisation signal (S) from the second hearing aid (HG2), in
which a second counter (Z2) is continuously counted up or down, together with the
current counter reading of the second counter (Z2), to the first hearing aid (HG1),
- receiving the counter reading of the respectively other hearing aid,
- storing a difference value between the received and own counter readings in each
of the hearing aids (HG1, HG2), taking into account a predetermined signal transit
time between the two hearing aids,
and the subsequent steps:
- transmitting a first control signal (K) with a first count value, at which a first
signal tone is to be emitted from the second hearing aid (HG2), from the first hearing
aid (HG1) to the second hearing aid (HG2) and
- emitting the first signal tone from the second hearing aid (HG2) when the second
counter (Z2) has reached the first count value and
- emitting a second signal tone from the first hearing aid (HG1) when the first counter
(Z1) has reached a value which is different from the first count value by the difference
value stored in the first hearing aid (HG1) and also
- transmitting a second control signal (K) with a second count value, at which a third
signal tone is to be emitted from the first hearing aid (HG1), from the second hearing
aid (HG2) to the first hearing aid (HG1) and
- emitting the third signal tone from the first hearing aid (HG1), when the first
counter (Z1) has reached the second count value and
- emitting a fourth signal tone from the second hearing aid (HG2), when the second
counter (Z2) has reached a value which is different from the second count value by
the difference value stored in the second hearing aid.
2. Hearing aid system for binaural coverage comprising two hearing aids (HG1, HG2), each
having
- a counter (Z1), which can be continuously counted up or drown,
- a transmit unit for transmitting a synchronisation signal (S) together with the
current counter reading of the counter (Z1),
- a receive unit for receiving the counter reading of the respectively other hearing
aid,
- a memory unit for storing a difference value between the received and own counter
readings, taking into account a predetermined signal transit time (T) between the
two hearing aids (HG1, HG2) and
- a signal output unit for emitting a signal tone, when the counter (Z1) has reached
a predeterminable count value, with
- a control signal with a value which is different by the difference value being able
to be transmitted by the transmit unit to the respectively other hearing aid (HG2),
so that the other hearing aid (HG2) can emit a signal tone when a counter (Z2) of
the other hearing aid (HG2) reaches the value, with
- the hearing aid system being configured to perform the method according to claim
1.
3. Method according to claim 1, with each counter (Z1, Z2) representing a clock and the
count values representing absolute times or time periods.
4. Method according to claim 1 or 3, with synchronisation signals (S) being transmitted
to the respectively other hearing aid at regular time intervals.
5. Hearing aid system according to claim 2, with each counter (Z1, Z2) representing a
clock and the count values representing absolute times or time periods.
6. Hearing aid system according to claim 5, with synchronisation signals (S) being able
to be transmitted from the first hearing aid (HG1) to the second hearing aid (HG2)
at regular time intervals.
1. Procédé de synchronisation de signaux audio, qui sont émis lors de l'alimentation
binaurale de prothèses (HG1, HG2) auditives,
comprenant, pour la synchronisation, les stades :
- d'envoi d'un signal ( S ) de synchronisation par une première des prothèses (HG1)
auditives, dans laquelle un premier compteur ( Z1 ) compte en continu, progressivement
ou dégressivement, ensemble avec l'état instantané du premier compteur ( Z1 ) à une
deuxième des prothèses (HG2) auditives,
- d'envoi d'un signal ( S ) de synchronisation par la deuxième prothèse ( HG2 ) auditive,
dans laquelle un deuxième compteur ( Z2 ) compte en continu, progressivement ou dégressivement,
ensemble avec l'état instantané du deuxième compteur ( Z2 ) à la première prothèse
( HG1 ) auditive,
- de réception de l'état du compteur de l'autre prothèse auditive respective,
- de mémorisation d'une valeur de différence entre l'état du compteur reçu et l'état
du compteur propre dans chacune des prothèses ( HG1, HG2 ) auditives en tenant compte
d'un temps prescrit de propagation du signal entre les deux prothèses auditives,
et les stades venant ensuite :
- d'émission d'un premier signal (K) de contrôle ayant une première valeur de compte,
pour lequel un premier signal audio doit être émis par la deuxième prothèse (HG2)
auditive de la première prothèse (HG1) auditive à la deuxième prothèse ( HG2 ) auditive
et
- d'émission du premier signal audio par la deuxième prothèse
( HG2 ) auditive, si le deuxième compteur ( Z2 ) a atteint la première valeur de compte
et
- d'émission d'un deuxième signal audio par la première prothèse ( HG1 ) auditive,
si le premier compteur ( Z1 ) a atteint une valeur différente de la première valeur
de compte d'une valeur de différence mémorisée dans la première prothèse auditive,
ainsi que
- d'envoi d'un deuxième signal (K) de contrôle ayant une deuxième valeur de compte,
dans lequel un troisième signal audio doit être émis par la première prothèse (HG1)
auditive, de la deuxième prothèse ( HG2 ) auditive à la première prothèse ( HG1 )
auditive et
- d'émission du troisième signal audio par la première prothèse
( HG1 ) auditive, si le premier compteur ( Z1 ) a atteint la deuxième valeur de compte
et
- d'émission d'un quatrième signal audio par la deuxième prothèse ( HG2 ) auditive,
si le deuxième compteur ( Z2 ) a atteint une valeur différente de la deuxième valeur
de compte d'une valeur de différence mémorisée dans la deuxième prothèse auditive.
2. Système de prothèses auditives pour l'alimentation binaurale, comprenant deux prothèses
(HG1, HG2) auditives ayant respectivement
- un compteur ( Z1 ), qui peut compter en continu, progressivement ou dégressivement,
- une unité d'émission pour envoyer un signal (S) de synchronisation ensemble avec
l'état instantané du compteur ( Z1 ),
- une unité de réception pour recevoir l'état du compteur de l'autre prothèse auditive
respective,
- une unité de mémoire pour mémoriser une valeur de différence entre l'état du compteur
reçu et l'état du compteur propre, en tenant compte d'un temps ( T ) prescrit de propagation
du signal entre les deux prothèses ( HG1, HG2 ) auditives et
- une unité de sortie du signal pour émettre un signal audio, si le compteur ( Z1
) a atteint une valeur de compte pouvant être prescrite, dans lequel
- il peut être transmis à l'autre prothèse ( HG2 ) auditive respective un signal de
contrôle ayant une valeur différente de la valeur de différence, de sorte que l'autre
prothèse ( HG2 ) auditive peut émettre un signal audio, si un compteur ( 22 ) de l'autre
prothèse (HG2) auditive a atteint la valeur, dans lequel
- le système de prothèses auditives est constitué pour effectuer le procédé suivant
la revendication 1.
3. Procédé suivant la revendication 1, dans lequel chaque compteur ( Z1, Z2 ) constitue
une horloge et les valeurs de compte représentent des temps d'horloge absolus ou des
laps de temps.
4. Procédé suivant la revendication 1 ou 3, dans lequel les signaux (S) de synchronisation
sont envoyés à des intervalles de temps réguliers par respectivement l'autre prothèse
auditive.
5. Procédé suivant la revendication 2, dans lequel chaque compteur ( Z1, Z2 ) représente
une horloge et les valeurs de compte des temps d'horloge absolus ou des laps de temps.
6. Procédé suivant la revendication 5, dans lequel des signaux ( S ) de synchronisation
peuvent être transmis à des intervalles de temps réguliers de la première prothèse
( HG1 ) auditive à la deuxième prothèse ( HG2 ) auditive.