[0001] Die Erfindung betrifft ein Griffteil für ein chirurgisches Instrument, insbesondere
für ein chirurgisches Rohrschaftinstrument. Das Griffteil weist einen Handgriff und
eine an das chirurgische Instrument angepasste Instrumentenhalterung auf, wobei der
Handgriff relativ zu der Instrumentenhalterung drehbar und/oder verschiebbar ist.
[0002] Griffteile dieser Art werden allgemein verwendet, um chirurgische Instrumente, insbesondere
chirurgische Rohrschaftinstrumente, zu halten. Ferner ist bekannt, Griffteile derart
auszubilden, dass das chirurgische Instrument über das Griffteil bedienbar ist.
[0003] Rohrschaftinstrumente sind spezielle chirurgische Instrumente, die insbesondere in
der endoskopischen Chirurgie Anwendung finden. Sie sind angepasst, durch eine enge
Körperöffnung hindurch zu einer Zielstelle innerhalb der Körperhöhle geführt zu werden
und an der Zielstelle eine gewünschte Aktion, wie beispielsweise Abklemmen, Schneiden,
Entnehmen einer Gewebeprobe oder Stillen von Blutungen, durchzuführen. Dieser Anwendung
entsprechend, ist ein längliches Zwischenstück zwischen einem Werkzeug und dem Griffteil
angeordnet. Über das Griffteil ist das Rohrschaftinstrument positionierbar und bedienbar.
Ferner ist bekannt, an dem Griffteil elektrische Anschlüsse anzubringen und entsprechende
Leitungen durch das Zwischenstück zu führen, um an dem Werkzeug eine Spannung, insbesondere
eine hochfrequente Wechselspannung, anzulegen.
[0004] Die nachfolgend genannten Dokumente zeigen, dass eine Vielzahl verschiedener chirurgischer
Instrumente bekannt ist. Die jeweilige Ausführung eines Werkzeuges, eines Zwischenstücks,
elektrischer Anschlüsse sowie einer mechanischen Kopplung zwischen einem Bedienelement
am Griffteil und dem Werkzeug sind nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Dementsprechend
wird von einer detaillierten Diskussion dieser Bauteile abgesehen.
[0005] US 5 250 073 betrifft ein Rohrschaftinstrument in Form einer Biopsiezange, welche einen Griff,
einen länglichen Hohlkörper und am distalen Ende des Rohrschaftinstruments ein Werkzeug
in Form von Zangenbacken aufweist. Der längliche Hohlkörper erstreckt sich zwischen
einem distalen Ende des Griffs und den Zangenbacken. Ein weiteres Rohrschaftinstrument
mit einem Griff ist aus der
WO 94 05223 bekannt. Die Anordnung des Griffs relativ zu den restlichen Teilen des Rohrschaftinstruments
ist sowohl bei der
US 5 250 073 als auch bei der
WO 94 05223 unveränderlich.
[0007] US 5 258 006 beschreibt ein bipolares Rohrschaftinstrument mit einem Griff, einem Werkzeug in
Form einer Zange am distalen Ende des Rohrschaftinstruments, einem äußeren Rohrstück
und einem inneren Rohrstück, das innerhalb des äußeren Rohrstücks angeordnet ist.
Der Griff ist relativ zu dem äußeren Rohrstück ortsfest angeordnet. Durch Betätigen
eines Betätigungselements, das vorzugsweise als Schwenkhebel ausgebildet ist, wird
das innere Rohrstück relativ zu dem äußeren Rohrstück verschoben, so dass ein Öffnen
bzw. ein Schließen der Zangenbacken bewirkt wird. Ferner sind elektrische Leitungen
vorgesehen, welche durch das innere Rohrstück durchgeführt sind, und über welche zwischen
den beiden Zangenbacken eine Wechselspannung anlegbar ist. Das Rohrschaftinstrument
weist Mittel auf, mittels welcher das äußere und das innere Rohrstück zusammen mit
den elektrischen Leitungen um eine Drehachse, die parallel zu der Längsachse des Rohrschaftinstruments
verläuft, drehbar sind. Eine solche Drehbewegung wird vorzugsweise über einen Drehknopf,
der am Griff angeordnet ist, ausgelöst.
[0008] Eine Vorrichtung zum Entnehmen von Gewebeproben aus tiefer gelegenen Körperstellen
ist aus der
WO 96 06563 bekannt. Ein flexibler Katheterabschnitt ist zwischen einem Greifteil und einem Schneidewerkzeug
angeordnet, wobei der Katheterabschnitt mit dem vorderseitig angeordneten Schneidewerkzeug
durch eine geeignete röhrenartige Hülle, beispielsweise durch eine Vene, in den Körper
einführbar ist, so dass das Schneidewerkzeug an die gewünschte Körperstelle zum Entnehmen
der Gewebeprobe positionierbar ist. Ferner wird über das Greifteil ein Zuschnappen
des Schneidewerkzeuges ausgelöst. Aufgrund des flexiblen Katheterabschnitts ist eine
bequeme Handstellung beim Bedienen möglich, eine stabile Anordnung zwischen Greifteil
und Schneidewerkzeug kann jedoch nicht erreicht werden.
[0009] Ferner ist in
US 2 427 873 eine Vorrichtung zum Einsetzen von Klammern beschrieben, welche zum Verschließen
von Hautschnitten, offenen Arterien o.ä. verwendbar ist. Die Vorrichtung weist ein
Greif- und Bedienteil auf, das über ein rohrförmiges Zwischenstück mit dem eigentlichen
Werkzeug zum Einsetzen der Klammern verbunden ist. Das Rohrstück mitsamt dem Werkzeugende
ist von dem Greif- und Bedienteil abnehmbar, und kann ferner um eine Drehachse, die
parallel zu seiner Längsachse verläuft, gedreht und in einer gewünschten Ausrichtung
an dem Greif- und Bedienteil arretiert werden.
[0010] DE 41 32 261 beschreibt einen ergonomischen Griff für chirurgische Instrumente, bei welchem zwei
Griffteile in zwei Augen für Zeige- und Mittelfinger enden und scherenartig relativ
zueinander bewegbar sind. Ferner ist am oberen Griffteil eine Pfanne als Anlagefläche
für den Daumen angebracht.
[0011] Aus der
DE 197 02 447 C2 ist ein Instrumentengriff für ein chirurgisches Rohrschaftinstrument bekannt. Das
Griffteil umfasst einen Schafthalter mit einem Schaftaufnahmeteil für den Rohrschaft
des Rohrschaftinstruments und einem schräg zur Längsachse des Rohrschafts ausgerichteten
Trägerelement. Ein Griff steht von dem proximalen Endbereich des Trägerelements schräg
ab, kreuzt die Längsachse des Rohrschaftes und erstreckt sich über diese hinaus. Ferner
ist ein Betätigungselement, vorzugsweise in Form eines Schwenkhebels, vorgesehen,
welches zum Betätigen eines am distalen Ende des Rohrschafts angeordneten Werkzeugs
verschwenkbar am Griffteil gelagert ist. Durch eine derartige Konstruktion soll es
dem Chirurgen ermöglicht werden, beim Halten des Instrumentengriffs seinen Unterarm
in eine mit der Längsachse des Rohrschafts fluchtende Stellung zu bringen.
[0012] US 5,782,749 A zeigt ein gattungsgemäßes Instrument mit einem relativ zum Instrumentenkörper bewegbaren
Handgriffteil. Dieser Handgriffteil kann dabei Richtung distal-proximal verschoben
oder um die Längsachse des Rohrschafts gedreht werden, um dem Anwender eine möglichst
an seine Hand angepasste Stellung zu ermöglichen. Auch hier hat sich jedoch gezeigt,
dass diese Anpassung unzureichend ist.
[0013] US 5,908,436 A zeigt die Drehbarkeit in zwei Ebenen eines Handgriffs relativ zum distalen Ende an
einem gattungsgemäßen Instrument. Zwar steht auch hier die Ergonomie als Aufgabe im
Raum, um das Handgelenk zu entlasten, hier ist die Drehbarkeit mitunter jedoch gleichzeitig
das Mittel, um das Instrument auch zu bedienen. Der Handgriff kann dabei um eine Achse
gedreht werden. Diese Achse ist relativ zum Handgriff um eine gewisse Distanz verschoben,
der Handgriff dreht sich also nicht um sich selbst, sondern tritt mit der Drehung
gleichzeitig aus der Handgriffebene heraus. Hinsichtlich der Adaptierbarkeit an den
jeweiligen Anwender während der Operation besteht ebenfalls Verbesserungsbedarf.
[0014] Die
WO 03/101316 A1 zeigt ein medizinisches Instrument, insbesondere für endoskopische Eingriffe, mit
einem Instrumentenschaft, einen am distalen Ende des Instrumentenschaftes angeordneten
Werkzeug sowie einer Handhabe, die über ein Kopplungselement in axialer Erstreckung
des Instrumentenschaftes verlagerbar am Instrumentenschaft festlegbar ist. Um ein
medizinisches Instrument zu schaffen, das auch bei den unterschiedlichsten Verwendungszwecken
eine bequeme, sichere und zuverlässige Handhabe ermöglicht, soll erfindungsgemäß die
Handhabe um mindestens drei Freiheitsgrade gegenüber dem Instrument verstellbar am
Instrumentenschaft festlegbar sein. Zwar ermöglicht diese Ausgestaltung die Adaption
relativ zum Instrumentenschaft, eine genaue Adaption an die Bedürfnisse des Anwenders
ist jedoch auch hier nicht ausreichend gegeben.
[0015] US 6,540,737 zeigt ein Griffteil für ein chirurgisches Instrument, der relativ zu einem Instrumentenschaft
verschwenk- und in unterschiedlichen Schwenkpositionen arretierbar ist. Auch dieses
Instrument erfüllt jedoch die Anforderungen an die Anpassbarkeit nicht zufriedenstellend.
[0016] Die bisher bekannten Griffteil-Ausführungen bieten dem Chirurgen zum Teil durch eine
spezielle Formgebung und Anordnung der Griffteile zwar die Möglichkeit, verschiedene
Greifstellungen an dem Griffteil einzunehmen. Trotzdem ist eine bequeme Hand- und
Armstellung nicht immer möglich. Insbesondere bei begrenzten Platzverhältnissen und
einer schwer zugänglichen Operationsstelle ist eine abgewinkelte, ermüdende Handstellung
oftmals unvermeidbar. Bei längeren Operationen kann dies dazu führen, dass ein entspanntes
Halten und zielgenaues Positionieren nicht mehr möglich ist, wodurch das Operationsergebnis
nachteilig beeinflusst wird.
[0017] Demgemäss liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Griffteil für
chirurgische Instrumente bereitzustellen, welches die oben genannten Nachteile nicht
aufweist und insbesondere eine bequeme Hand- und Armstellung des Chirurgen ermöglicht.
[0018] Diese Aufgabenstellung wird durch ein Griffteil nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen, sowie ein erfindungsgemäßes chirurgisches Instrument und eine vorteilhafte
Verwendung eines erfindungsgemäßen Griffteils, sind den weiteren Ansprüchen zu entnehmen.
[0019] Der Erfindung liegt der wesentliche Gedanke zugrunde, ein Griffteil zu konzipieren,
welches an die jeweiligen Gegebenheiten einer Operation, insbesondere an die räumliche
Anordnung zwischen der Operationsstelle und dem Chirurgen, anpassbar ist. Dieser Gedanke
wird dadurch umgesetzt, dass das Griffteil einen ersten Teil aufweist, der mit dem
chirurgischen Instrument verbindbar oder verbunden ist, und einen zweiten Teil aufweist,
der zum Greifen ausgebildet ist und der relativ zum ersten Teil bewegbar ist. Demgemäss
ist an dem Griffteil ein Handgriff vorgesehen, der relativ zu einer Instrumentenhalterung,
die an das chirurgische Instrument angepasst ist, drehbar und/oder verschiebbar ist.
[0020] Das erfindungsgemäße Griffteil ermöglicht also, die Stellung zwischen dem Handgriff
und der Instrumentenhalterung, und demgemäss die Stellung zwischen dem Handgriff und
dem chirurgischem Instrument, an die gegebene räumliche Anordnung anzupassen. Die
vor Ort durchführbare Ausrichtung des Handgriffs ermöglicht eine ergonomische Handstellung,
selbst wenn ein Arbeitsende des chirurgischen Instruments an seitliche und/oder schlecht
zugängliche Operationsstellen zu führen ist.
[0021] Das Griffteil ist für eine Vielzahl von chirurgischen Instrumenten, insbesondere
jedoch für Rohrschaftinstrumente, verwendbar, unabhängig davon, welches Werkzeug daran
angeordnet ist und wie es zu betätigen ist. Auch bei der Gestaltung des Handgriffs
und der Instrumentenhalterung können bekannte und bewährte Formengebungen und Anordnungen
berücksichtigt werden, sofern sie eine Drehung und/oder Verschiebung des Handgriffs
relativ zu der Instrumentenhalterung zulassen.
[0022] Mitunter kann der Chirurg, beispielsweise durch weitere Geräte am Operationstisch,
gehindert werden, seine Hand so hinter dem sich länglich erstreckenden chirurgischen
Instrument zu positionieren, dass er das chirurgische Instrument in der gewünschten
Ausrichtung an die Operationsstelle führen kann. Diesem Problem wird abgeholfen, indem
der Handgriff relativ zu der Instrumentenhalterung entlang einer Verschiebungslinie,
die senkrecht zu der Längsrichtung des chirurgischen Instruments verläuft, verschiebbar
ist. Die Verschiebungslinie ist senkrecht zu der Griffteil-Ebene angeordnet.
[0023] Das Griffteil ermöglicht vorzugsweise, dass das chirurgische Instrument auch in einer
seitlich zu dem Unterarm des Chirurgen abgewinkelten Ausrichtung haltbar ist, ohne
dass dazu das Handgelenk seitlich abgeknickt werden muss. Für die genannten Richtungsbezeichnungen
wird davon ausgegangen, dass eine Griffteil-Ebene, in welcher sich der längliche Handgriff
und die Instrumentenhalterung vorwiegend erstrecken, vertikal angeordnet ist. Ferner
ist bei der Bezugnahme auf die Ausrichtung des chirurgischen Instruments zu berücksichtigen,
dass für das Griffteil geeignete chirurgische Instrumente vorzugsweise länglich ausgebildet
sind und mit einem proximalen Ende mit der Instrumentenhalterung verbunden sind. Dementsprechend
ist ihre Ausrichtung durch die Orientierung ihrer Längsrichtung gegeben. Um ein seitliches
Abknicken des Handgelenks zu vermeiden, ist der Handgriff um eine Handgriff-Drehachse,
die in der Griffteil-Ebene und im Wesentlichen parallel zu der Längsrichtung des Handgriffs
verläuft, drehbar. Die Handgriff-Drehachse ist vorzugsweise im Wesentlichen zentral
in dem Handgriff angeordnet, und verläuft durch eine Verbindungsstelle des Griffteils,
in welcher der längliche Handgriff und die Instrumentenhalterung zusammenführen. Der
längliche Handgriff ist vorzugsweise derart geformt, dass er insgesamt oder nur zum
Teil umgreifbar oder eingreifbar ist.
[0024] Häufig tritt der Fall auf, dass das chirurgische Instrument nach unten oder nach
oben geneigt gehalten werden muss. Für die Richtungsbezeichnungen wird wiederum davon
ausgegangen, dass die Griffteil-Ebene vertikal angeordnet ist. Um auch hierbei ein
Abknicken des Handgelenks zu vermeiden, ist der Handgriff um eine Schwenkachse, die
im Wesentlichen senkrecht zu der Griffteil-Ebene verläuft, schwenkbar. Demgemäss kann
durch diese Anordnung der Winkel, der zwischen dem Handgriff und der Instrumentenhalterung
eingeschlossen wird, verändert werden, und somit auch eine Neigung des chirurgischen
Instruments nach oben oder unten ausgeglichen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Handgriff um bis zu 60°, insbesondere
um bis zu 45°, aus einer Grundstellung um die Handgriff-Drehachse drehbar. Vorzugsweise
ist der Handgriff in beiden Drehrichtungen um diesen Winkel aus der Grundstellung
drehbar.
[0025] Vorzugsweise ist eine Grundstellung vorgesehen, in welcher der Handgriff in der Griffteil-Ebene
angeordnet ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Handgriff aus der
Grundstellung entlang der Verschiebungslinie um bis zu 10 mm verschiebbar. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass der Handgriff aus der Grundstellung in beiden Richtungen
entlang der Verschiebungslinie um diese Strecke verschiebbar ist.
[0026] Vorzugsweise ist das Griffteil derart ausgelegt, dass verschiedene chirurgische Instrumente
darin einbaubar sind. Insbesondere verschiedene Rohrschaftinstrumente mit verschiedenen
Werkzeugen an ihrem distalen Ende können dann einfach ausgetauscht werden. Eine dieser
Anforderung entsprechende Ausführungsform der Erfindung weist in der Instrumentenhalterung
eine Aufnahme auf, in welcher ein proximaler Endabschnitt eines chirurgischen Instruments
befestigbar ist.
[0027] Weiterhin vorteilhaft ist, wenn unterschiedliche Orientierungen des Werkzeuges des
chirurgischen Instruments relativ zu dem Griffteil einstellbar sind. Demgemäss ist
die Aufnahme derart auszubilden, dass das chirurgische Instrument in verschiedenen
Orientierungen in der Aufnahme befestigbar ist. Darunter wird insbesondere verstanden,
dass das chirurgische Instrument mit seinem proximalen Endabschnitt in verschiedenen
Drehstellungen bezüglich einer Drehachse, die der Längsrichtung des chirurgischen
Instruments entspricht, in der Aufnahme befestigbar ist.
[0028] Ferner kann das Griffteil auch nur für ein bestimmtes chirurgisches Instrument vorgesehen
sein. Demgemäss kann die Instrumentenhalterung integral mit dem chirurgischen Instrument
ausgebildet sein. Insbesondere wenn die Instrumentenhalterung einteilig mit einem
Teil des chirurgischen Instruments gebildet ist, ist eine Trennung des Griffteils
von dem chirurgischen Instrument und dementsprechend die Verwendung eines Griffteils
für verschiedene chirurgische Instrumente nicht möglich. Vorteilhaft an einer solchen
Anordnung ist, dass eine verhältnismäßig kompakte Bauweise des chirurgischen Instruments
erzielbar ist, was ein Reinigen desselben erleichtert.
[0029] Da durch Kraftausübung auf den Handgriff das chirurgische Instrument an eine gewünschte
Operationsstelle positionierbar sein soll, sind an dem Griffteil vorzugsweise Arretiermittel
vorgesehen, durch welche der Handgriff in einer Grundstellung und mindestens in einer
gedrehten, verschobenen und/oder herausgeschwenkten Stellung relativ zu der Instrumentenhalterung,
und damit auch relativ zu dem chirurgischen Instrument feststellbar ist. Dadurch wird
gewährleistet, dass die Bewegungen, die an dem Handgriff durchgeführt werden, auch
auf das distale Ende des chirurgischen Instruments übertragen werden. Vorzugsweise
ist der Handgriff in jeder Stellung, die er relativ zu der Instrumentenhalterung einnehmen
kann, durch die Arretiermittel feststellbar.
[0030] Wie bereits diskutiert wurde, weisen chirurgische Instrumente an ihrem distalen Ende
oftmals ein Werkzeug auf, das durch Betätigen eines Betätigungselements bewegbar ist
oder an welches durch Betätigen eines Betätigungselements elektrische Spannung anlegbar
ist. Solch ein Betätigungselement ist vorzugsweise an der Instrumentenhalterung und/oder
dem Handgriff angeordnet. Ist das Betätigungselement an dem Handgriff angeordnet,
so ist der Übertragungsmechanismus, welcher die ausgelöste Bewegung oder das Signal
zu dem Werkzeug am distalen Ende des chirurgischen Instruments überträgt, derart auszulegen,
dass er ein Drehen und/oder Verschieben des Handgriffs zulässt. Vorzugsweise ist das
Betätigungselement als Schwenkhebel ausgebildet Ein Betätigen erfolgt beispielsweise
durch ein Heranziehen des Schwenkhebels in Richtung des Handgriffs.
[0031] Die genannten erfindungsgemäßen Vorteile ergeben sich auch für ein chirurgisches
Instrument, insbesondere für ein chirurgisches Rohrschaftinstrument, welches ein erfindungsgemäßes
Griffteil aufweist. Eine bevorzugte Anordnung eines chirurgischen Instruments ergibt
sich, wenn das chirurgische Instrument länglich ausgebildet ist, am distalen Ende
ein Werkzeug und am proximalen Ende das Griffteil aufweist, und ferner die Längsrichtung
des chirurgischen Instruments im Wesentlichen in der Griffteil-Ebene verläuft. Insbesondere
ist vorteilhaft, wenn sich der Handgriff abgewinkelt zu der Längsrichtung des chirurgischen
Instruments von der Instrumentenhalterung weg erstreckt.
[0032] Vorteilhaft ist auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Griffteils zum Halten
eines chirurgischen Instruments, insbesondere zum Halten eines chirurgischen Rohrschaftinstruments.
[0033] Vorteile und Zweckmäßigkeiten ergeben sich im Übrigen aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Figuren. Von diesen zeigen:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Griffteils;
- Fig. 2 eine Draufsicht von oben auf das Griffteil von Fig. 1;
- Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Griffteils mit darin gehaltenem Rohrschaftinstrument.
[0034] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erfindungsgemäßes Griffteil 2 mit einem Handgriff
4, einem Betätigungselement 6 und einer Instrumentenhalterung 8. Der Handgriff 4 und
die Instrumentenhalterung 8 führen in einer Verbindungsstelle 10 zusammen. Das Betätigungselement
6 ist um eine Drehachse 12 schwenkbar an der Instrumentenhalterung 8 angebracht. Ferner
sind an dem Handgriff 4 und an dem Betätigungselement 6 eine Vielzahl von Anlageflächen
14 für Handpartien eines Chirurgen vorgesehen, so dass verschiedene Greif- und Bedienstellungen
an dem Handgriff 4 und dem Betätigungselement 6 möglich sind.
[0035] Die Instrumentenhalterung 8 weist an einem distalen Ende 16 eine Schaftaufnahme 18
auf, in welche ein proximaler Endabschnitt eines chirurgischen Instruments einführbar
ist. Die gezeigte Schaftaufnahme 18 ist zum Halten eines Rohrschaftes ausgebildet,
wobei das proximale Ende des Rohrschaftes in verschiedenen Orientierungen in der Schaftaufnahme
18 befestigbar ist Demgemäß kann ein an dem distalen Ende des Rohrschaftinstruments
angeordnetes Werkzeug in verschiedenen Winkelstellungen relativ zu einer Griffteil-Ebene
19, welche in einer Grundstellung des Handgriffs 4 durch eine Längsrichtung 20 des
Handgriffs 4 und eine Erstreckungsrichtung 22 der Instrumentenhalterung 8 definiert
ist, ausgerichtet und befestigt werden. Die Grundstellung des Handgriffs 4 zeichnet
sich dadurch aus, dass sich die Längsrichtung 20 des Handgriffs 4 und die Erstreckungsrichtung
22 der Instrumentenhalterung 8 schneiden und nicht quer zueinander verschoben sind.
Zum Befestigen des Rohrschaftes in der Schaftaufnahme 18 ist eine Arretiereinrichtung
24 an der Schaftaufnahme 18 vorgesehen, mittels welcher der Innendurchmesser der Schaftaufnahme
18 verkleinerbar ist. Durch Arretieren mittels Federkraft der Arretiereinrichtung
24 wird der Rohrschaft in der Schaftaufnahme 18 eingeklemmt.
[0036] Ferner ist in der Instrumentenhalterung 8 ein (nicht gezeigter) Übertragungsmechanismus
vorgesehen, durch welchen eine Bewegung des Betätigungselements 6 an ein Werkzeug
eines in der Schaftaufnahme 18 gehaltenen Rohrschaftinstrumentes übertragbar ist.
Durch Ziehen an dem Betätigungselement 6 ist also eine Aktion eines Werkzeuges an
einem in der Schaftaufnahme 18 gehaltenen Rohrschaftinstrument bewirkbar.
[0037] An einem proximalen Ende 26 der Instrumentenhalterung 8 sind zwei elektrische Kontakte
28, 30 angebracht. Ferner sind (nicht gezeigte) elektrische Leitungen, die innerhalb
der Instrumentenhalterung 8 verlaufen, von den Kontakten 28, 30 zu zwei entsprechenden
Kontakten in der Schaftaufnahme 18 geführt, so dass an ein entsprechend ausgebildetes
Rohrschaftinstrument eine elektrische Spannung anlegbar ist. Insbesondere kann zwischen
zwei Werkzeugteilen eines entsprechenden Rohrschaftinstruments eine hochfrequente
Wechselspannung angelegt werden.
Ein geeignetes Rohrschaftinstrument zum Anlegen einer hochfrequenten Wechselspannung
ist beispielsweise eine bipolare Zange, bei welcher im eingebauten Zustand die beiden
Zangenbacken jeweils leitend mit den elektrischen Kontakten 28, 30 verbunden sind.
[0038] Im Folgenden wird mit Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 auf den Handgriff 4 eingegangen,
der erfindungsgemäß in verschiedenen Stellungen relativ zu der Instrumentenhalterung
8 positionierbar ist. In den Figuren 1 und 2 ist der Handgriff 4 in einer aus der
Griffteil-Ebene 19 herausgeschobenen und gedrehten Stellung gezeigt. Der Handgriff
4 ist um eine Handgriff-Drehachse 32, die in der Grundstellung des Handgriffs 4 der
Längsrichtung 20 des Handgriffs 4 entspricht, relativ zu der Instrumentenhalterung
8 drehbar. Wie in Fig. 2 ersichtlich, ist dementsprechend der Winkel 34 zwischen einer
Handgriff-Querrichtung 36 und der Erstreckungsrichtung 22 der Instrumentenhalterung
8 variierbar.
[0039] In einer (nicht gezeigten) Grundstellung verläuft die Handgriff-Längsrichtung 20
und die Handgriff-Querrichtung 36 innerhalb der Griffteil-Ebene 19. Senkrecht zu der
Handgriff-Querrichtung 36, und in der Grundstellung des Handgriffs 4 senkrecht zur
Griffteil-Ebene 19, verläuft eine Verschiebungslinie 38, entlang welcher der Handgriff
4 relativ zu der Instrumentenhalterung 8 verschiebbar ist. Wird der Handgriff 4 entlang
der Verschiebungslinie 38 aus der Grundstellung herausgeschoben, so erstreckt sich
der Handgriff 4 und insbesondere dessen Längsrichtung 20 seitlich von der Griffteil-Ebene
19.
[0040] Die beschriebene Drehung und Verschiebung des Handgriffs 4 wird durch einen (nicht
gezeigten) Stift, der an der Instrumentenhalterung 8 angeordnet ist, und eine an dem
Handgriff 4 ausgebildete Aufnahmeöffnung 40 realisiert. Der Stift erstreckt sich in
der Griffteil-Ebene 19 und senkrecht zu der Erstreckungsrichtung 22 von der Instrumentenhalterung
8 weg durch die Aufnahmeöffnung 40 des Handgriffs 4. Die Aufnahmeöffnung 40 ist länglich
und erstreckt sich entlang der Verschiebungslinie 38, so dass der Stift in der Aufnahmeöffnung
40 drehbar und entlang der Verschiebungslinie 38 verschiebbar gehalten ist. Der Stift
weist ferner eine Verdickung an einem die Aufnahmeöffnung 40 hintergreifenden Abschnitt
auf, so dass ein Herausziehen des Handgriffs 4, beispielsweise entlang der Längsrichtung
20 des Handgriffs 4, verhindert wird.
[0041] Ferner sind an der Verbindungsstelle 10, in welcher der Stift in die Aufnahmeöffnung
40 führt, (nicht gezeigte) Arretiermittel vorgesehen, mittels welcher eine gewünschte
Stellung des Handgriffs 4 relativ zu der Instrumentenhalterung 8 feststellbar ist.
Ausgehend von der Grundstellung lässt das gezeigte Griffteil in beiden Drehrichtungen
ein Verdrehen des Handgriffs 4 um die Handgriff-Drehachse 32 vorzugsweise um bis zu
60° zu. Ferner wird ein Verschieben des Handgriffs 4 entlang der Verschiebungslinie
38, von der Grundstellung des Handgriffs 4 aus, in beiden Richtungen vorzugsweise
um bis zu 10 mm ermöglicht.
[0042] Fig. 3 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Griffteils
42 mit darin eingebautem Rohrschaftinstrument 44, das als Zange ausgebildet ist. Ähnlich
zu der ersten Ausführungsform weist auch dieses Griffteil einen Handgriff 4, ein Betätigungselement
6, eine Instrumentenhalterung 8, elektrische Kontakte 28, 30, eine Schaftaufnahme
18 und eine Feststellschraube 24 auf. Auch bei dem in Fig. 3 gezeigten Griffteil 42
erstreckt sich ein Stift 46 von der Instrumentenhalterung 8 in eine (nicht gezeigte)
Aufnahmeöffnung des Handgriffs 4, so dass der Handgriff wie in der ersten Ausführungsform
relativ zu der Instrumentenhalterung 8 um eine Handgriff-Drehachse 32 drehbar und
quer zu einer Griffteil-Ebene 19 verschiebbar ist.
[0043] Der Stift 46 wird in der Instrumentenhalterung 8 gehalten, wobei er um eine Schwenkachse
48, die senkrecht zu der Griffteil-Ebene 19 verläuft, schwenkbar ist. Der Handgriff
4 ist entlang der Pfeilrichtung 50 aus einer Grundposition heraus, in welcher der
zwischen Längsrichtung 20 des Handgriffs 4 und Erstreckungsrichtung 22 der Instrumentenhalterung
8 eingeschlossene Winkel 52 90° beträgt, in der Griffteil-Ebene 19 schwenkbar. Gemäß
dieser Ausführungsform ist also zusätzlich der zwischen Handgriff 4 und Instrumentenhalterung
8 eingeschlossene Winkel 52 variierbar.
[0044] In Fig. 3 ist schematisch ein Übertragungsmechanismus 54 gezeigt, durch welchen eine
Bewegung des Betätigungselements 6 auf ein Werkzeug 56, das im gezeigten Fall aus
zwei Zangenbacken 58, 60 gebildet wird, übertragbar ist. Innerhalb eines Rohrschaftes
62 des Rohrschaftinstrumentes 44 ist eine Schub- und Zugstange 64 angeordnet, deren
proximales Ende 66 mittels eines Kugelschnellverschlusses 68 mit einem oberen Abschnitt
70 des Betätigungselements 6 verbindbar ist. Durch Betätigen des Betätigungselements
6 wird die Schub- und Zugstange 64 relativ zu dem Rohrschaft 62 verschoben. Ferner
ist nahe dem Werkzeug 56 innerhalb des Rohrschaftes 62 eine Umsetzungseinrichtung
72 angeordnet, durch welche die Relativbewegung zwischen Rohrschaft 62 und Schub-
und Zugstange 64 in eine Relativbewegung zwischen den Zangenbacken 58, 60 umgesetzt
wird, so dass durch Bewegen des Betätigungselements 6 ein Öffnen bzw. Schließen der
Zangenbacken 58, 60 bewirkbar ist.
[0045] Das Rohrschaftinstrument 44 ist ferner um dessen Längsrichtung 74, die parallel zu
der Erstreckungsrichtung 22 der Instrumentenhalterung 8 verläuft, in der Schaftaufnahme
18 drehbar und kann in einer gewünschten Ausrichtung durch Zudrehen der Feststellschraube
24 arretiert werden. Demgemäss kann die Ausrichtung des Werkzeuges 56 relativ zu der
Griffteil-Ebene 19 der jeweiligen Anwendung angepasst werden.
[0046] Die Erfindung ist nicht auf die beispielhaft gezeigten Ausführungsformen der Figuren
1 bis 3 beschränkt Die Erfindung ergibt sich vielmehr aus einer fachmännischen Gesamtbetrachtung
der Ansprüche, der Beschreibung, der beispielhaften Ausführungsformen, und der nachfolgend
erwähnten Varianten, die einem Fachmann Hinweise auf weitere alternative Ausführungsformen
geben sollen.
[0047] Insbesondere können die Handgriff-Drehachse, die Verschiebungslinie, die Längsrichtung
des Handgriffs, die Erstreckungsrichtung der Instrumentenhalterung und die Schwenkachse
auch andere Ausrichtungen zueinander, als sie in den Figuren 1 bis 3 gezeigt sind,
aufweisen. Ferner können noch zusätzliche Drehachsen und/oder Verschiebungslinien
vorgesehen sein, durch welche weitere Bewegungen des Handgriffs relativ zu der Instrumentenhalterung
zugelassen werden.
[0048] Die Verbindung zwischen dem Handgriff und der Instrumentenhalterung, welche ein Drehen
und Verschieben des Handgriffs relativ zu der Instrumentenhalterung zulässt, ist nicht
auf die gezeigte Anordnung aus Stift und Aufnahmeöffnung begrenzt. Insbesondere kann
auch der Handgriff einen Stift und die Instrumentenhalterung eine Aufnahmeöffnung
für den Stift aufweisen. Ferner kann auch ein Kugelgelenk zwischen Handgriff und Instrumentenhalterung
vorgesehen sein, welches zumindest eine Drehbewegung des Handgriffs um eine Handgriff-Drehachse,
die im Wesentlichen innerhalb der Griffteil-Ebene verläuft, und eine Schwenkbewegung
des Handgriffs um eine Schwenkachse, die quer zur Griffteil-Ebene verläuft, zulässt.
[0049] Zur Übertragung einer Bewegung des Betätigungselements auf ein Werkzeug des chirurgischen
Instruments ist neben der gezeigten Anordnung aus Rohrschaft und relativ dazu beweglicher
Schub- und Zugstange, die mechanisch mit dem Betätigungselement verbindbar oder verbunden
ist, noch eine Vielzahl weiterer Übertragungsmechanismen bekannt, die gleichfalls
in einem erfindungsgemäßen Griffteil umsetzbar sind.
[0050] Die gezeigte Formgebung des Handgriffs, des Betätigungselements und der Instrumentenhalterung
ist für die Ausführung der Erfindung nicht entscheidend, so dass hierbei weitere Variationsmöglichkeiten
bestehen. Insbesondere das Betätigungselement kann gleichermaßen als Schiebeschalter,
Drückschalter o.ä. ausgebildet sein. Auch für die Anbringung der elektrischen Kontakte
ergeben sich weitere Variationsmöglichkeiten.
[0051] Ferner ist in den Figuren 1 bis 3 eine Schaftaufnahme gezeigt, welche zur Aufnahme
eines Rohrabschnitts eines Rohrschaftinstrumentes ausgebildet ist. An der Instrumentenhalterung
kann jedoch auch eine anderweitige Aufnahme vorgesehen sein, in welcher ein proximaler
Endabschnitt eines chirurgischen Instrument befestigbar ist. Auch die Mittel zum Befestigen
des chirurgischen Instruments in der Aufnahme müssen nicht als Feststellschraube realisiert
sein, sondern können in Form eines anderweitigen Klemm- oder Feststellmittels ausgebildet
sein.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 2
- Griffteil
- 4
- Handgriff
- 6
- Betätigungselement
- 8
- Instrumentenhalterung
- 10
- Verbindungsstelle
- 12
- Drehachse
- 14
- Anlagefläche
- 16
- distales Ende
- 18
- Schaftaufnahme
- 19
- Griffteil-Ebene
- 20
- Längsrichtung (des Handgriffs)
- 22
- Erstreckungsrichtung (der Instrumentenhalterung)
- 24
- Feststellschraube
- 26
- proximales Ende
- 28,30
- elektrische Kontakte
- 32
- Handgriff-Drehachse
- 34
- Winkel
- 36
- Handgriff-Querrichtung
- 38
- Verschiebungslinie
- 40
- Aufnahmeöffnung
- 42
- Griffteil
- 44
- Rohrschaftinstrument
- 46
- Stift
- 48
- Schwenkachse
- 50
- Pfeilrichtung
- 52
- Winkel
- 54
- Übertragungsmechanismus
- 56
- Werkzeug
- 58, 60
- Zangenbacken
- 62
- Rohrschaft
- 64
- Schub- und Zugstange
- 66
- proximales Ende
- 68
- Kugelschnellverschluss
- 70
- oberer Abschnitt
- 72
- Umsetzungseinrichtung
- 74
- Längsrichtung
1. Griffteil für ein chirurgisches Instrument, insbesondere für ein chirurgisches Rohrschaftinstrument
(44), aufweisend:
einen Handgriff (4) und eine an das chirurgische Instrument angepasste Instrumentenhalterung
(8), wobei
der Handgriff relativ zu der Instrumentenhalterung drehbar und/oder verschiebbar ist,
wobei sich der Handgriff (4) und die Instrumentenhalterung (8) vorwiegend in einer
Griffteil-Ebene (19), erstrecken, und wobei der Handgriff relativ zu der Instrumentenhalterung
entlang einer im Wesentlichen senkrecht zu der Griffteil-Ebene verlaufenden Verschiebunglinie
(38) verschiebbar ist.
2. Griffteil nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Griffteil-Ebene (19), in welcher sich der längliche Handgriff (4) und die Instrumentenhalterung
(8) vorwiegend erstrecken, und durch eine Handgriff-Drehachse (32), die in der Griffteil-Ebene und im Wesentlichen parallel
zu der Längsrichtung (20) des Handgriffs verläuft, wobei der Handgriff um die Handgriff-Drehachse
drehbar ist.
3. Griffteil nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Handgriff (4) in einer Griffteil-Ebene (19), entlang welcher sich der Handgriff
und die Instrumentenhalterung (8) vorwiegend erstrecken, um eine Schwenkachse (48),
die im Wesentlichen senkrecht zu der Griffteil-Ebene verläuft, schwenkbar ist.
4. Griffteil nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Handgriff (4) um die Handgriff-Drehachse (32), insbesondere in beiden Drehrichtungen,
um bis zu 60° aus einer Grundstellung heraus drehbar ist.
5. Griffteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Handgriff (4) aus einer Grundstellung, in welcher der Handgriff in der Griffteil-Ebene
(19) angeordnet ist, entlang der Verschiebungslinie (38), insbesondere in beiden Richtungen,
um bis zu 10 mm verschiebbar ist.
6. Griffteil nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Instrumentenhalterung (8) eine Aufnahme (18) aufweist, in welcher ein proximaler
Endabschnitt eines chirurgischen Instruments, insbesondere in verschiedenen Orientierungen,
befestigbar ist.
7. Griffteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Instrumentenhalterung (8) integral mit dem chirurgischen Instrument, insbesondere
einteilig mit einem Teil des chirurgischen Instruments, ausgebildet ist.
8. Griffteil nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Arretiermittel vorgesehen sind, durch welche der Handgriff (4) in einer Grundstellung
und mindestens in einer gedrehten, verschobenen und/oder herausgeschwenkten Stellung
relativ zu der Instrumentenhalterung (8) feststellbar ist.
9. Griffteil nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Instrumentenhalterung (8) und/oder der Handgriff (4) ein Betätigungselement (6)
zum Betätigen des chirurgischen Instruments aufweist.
10. Griffteil nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungselement (6) als Schwenkhebel ausgebildet ist.
11. Chirurgisches Instrument, insbesondere chirurgisches Rohrschaftinstrument (44), mit
einem Griffteil (2;42) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
12. Chirurgisches Instrument, insbesondere chirurgisches Rohrschaftinstrument (44), nach
Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das chirurgische Instrument länglich ausgebildet ist, dass an dessen distalen Ende
ein Werkzeug (56) und an dessen proximalen Ende das Griffteil (2;42) angeordnet ist,
wobei die Längsrichtung (74) des chirurgischen Instruments im Wesentlichen in einer
Griffteil-Ebene (19), in welcher sich der längliche Handgriff (4) und die Instrumentenhalterung
(8) vorwiegend erstrecken, verläuft, und wobei sich der Handgriff abgewinkelt zu der
Längsrichtung des chirurgischen Instruments von der Instrumentenhalterung weg erstreckt.
13. Verwendung eines Griffteils nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Halten eines chirurgischen
Instruments, insbesondere zum Halten eines chirurgischen Rohrschaftinstruments (44).
1. Grip part for a surgical instrument, especially for a tubular-shaft surgical instrument
(44), comprising:
a hand-grip (4), and an instrument holder (8) matching the surgical instrument, wherein
the hand-grip is rotatable and/or displaceable relative to the instrument holder,
wherein the hand-grip (4) and the instrument holder (8) extend mainly in a grip-part
plane (19), and wherein the hand-grip is displaceable relative to the instrument holder
along a displacement line (38) running substantially perpendicular to the grip-part
plane.
2. Grip part according to claim 1,
characterised by
a grip-part plane (19) in which the elongate hand-grip (4) and the instrument holder
(8) mainly extend, and by a hand-grip axis of rotation (32) which runs in the grip-part
plane and substantially parallel to the longitudinal direction (20) of the hand-grip,
the hand-grip being rotatable about the hand-grip axis of rotation.
3. Grip part according to one of the preceding claims,
characterised in that
the hand-grip (4) is pivotable in a grip-part plane (19), along which the hand-grip
and the instrument holder (8) mainly extend, about a pivot axis (48), which runs substantially
perpendicular to the grip-part plane.
4. Grip part according to one of claims 2 or 3,
characterised in that
the hand-grip (4) is rotatable about the hand-grip axis of rotation (32), especially
in both directions of rotation, by up to 60° out of a base position.
5. Grip part according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the hand-grip (4) is displaceable from a base position, in which the hand-grip is
arranged in the grip-part plane (19), along the displacement line (38), especially
in both directions, by up to 10 mm.
6. Grip part according to one of the preceding claims,
characterised in that
the instrument holder (8) has a seating (18) in which a proximal end portion of a
surgical instrument is fastenable, especially in various orientations.
7. Grip part according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
the instrument holder (8) is of integral construction with the surgical instrument,
especially of one-piece construction with a part of the surgical instrument.
8. Grip part according to one of the preceding claims,
characterised in that
locking means are provided by means of which the hand-grip (4) is fixable in a base
position and in at least one rotated, displaced and/or pivoted-out position relative
to the instrument holder (8).
9. Grip part according to one of the preceding claims,
characterised in that
the instrument holder (8) and/or the hand-grip (4) has an actuating element (6) for
actuation of the surgical instrument.
10. Grip part according to claim 9,
characterised in that
the actuating element (6) is in the form of a pivoting lever.
11. Surgical instrument, especially a tubular-shaft surgical instrument (44), having a
grip part (2; 42) according to one of the preceding claims.
12. Surgical instrument, especially a tubular-shaft surgical instrument (44), according
to claim 11,
characterised in that
the surgical instrument is of elongate construction, and in that at the distal end thereof there is arranged a tool (56) and at the proximal end thereof
there is arranged the grip part (2; 42), the longitudinal direction (74) of the surgical
instrument running substantially in a grip-part plane (19), in which the elongate
hand-grip (4) and the instrument holder (8) mainly extend, and the hand-grip extending
away from the instrument holder at an angle to the longitudinal direction of the surgical
instrument.
13. Use of a grip part according to one of claims 1 to 10 in holding a surgical instrument,
especially in holding a tubular-shaft surgical instrument (44).
1. Partie de préhension d'un instrument chirurgical, notamment d'un instrument chirurgical
à tige tubulaire (44), comprenant :
une poignée (4) et un porte-instrument (8) adapté à l'instrument chirurgical,
la poignée étant mobile en rotation et/ou en translation par rapport au porte-instrument,
la poignée (4) et le porte-instrument (8) s'étendant principalement dans un plan de
la partie de préhension (19) et la poignée étant mobile en translation par rapport
au porte-instrument le long d'une ligne de translation (38) sensiblement perpendiculaire
au plan de la partie de préhension.
2. Partie de préhension selon la revendication 1, caractérisée par un plan de la partie de préhension (19) dans lequel la poignée oblongue (4) et le
porte-instrument (8) s'étendent principalement, et
caractérisée par un axe de rotation (32) de la poignée situé dans le plan de la partie de préhension
et sensiblement parallèle à la direction longitudinale (20) de la poignée, ladite
poignée étant mobile en rotation autour de cet axe de rotation de la poignée.
3. Partie de préhension selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (4) est apte à pivoter, dans un plan de la partie de préhension (19) dans
lequel la poignée et le porte-instrument (8) s'étendent principalement, autour d'un
axe de pivotement (48) sensiblement perpendiculaire au plan de la partie de préhension.
4. Partie de préhension selon la revendication 2 ou la revendication 3, caractérisée en ce que la poignée (4) est mobile en rotation, notamment dans les deux sens, autour de l'axe
de rotation (32) de la poignée, sur une amplitude angulaire de 60° maximum de part
et d'autre d'une position de base.
5. Partie de préhension selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la poignée (4), à partir d'une position de base dans laquelle elle est comprise dans
le plan de la partie de préhension (19), est mobile en translation le long de la ligne
de translation (38), notamment dans les deux sens, sur une distance pouvant aller
jusqu'à 10 mm.
6. Partie de préhension selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le porte-instrument (8) présente un logement (18) dans lequel peut être fixée une
extrémité proximale d'un instrument chirurgical, notamment selon différentes orientations.
7. Partie de préhension selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le porte-instrument (8) est conçu d'un seul tenant avec l'instrument chirurgical,
notamment monobloc avec une partie de l'instrument chirurgical.
8. Partie de préhension selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que sont prévus des moyens d'arrêt permettant de bloquer la poignée (4) dans une position
de base et au moins dans une position de rotation, de translation et/ou de pivotement
par rapport au porte-instrument (8).
9. Partie de préhension selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le porte-instrument (8) et/ou la poignée (4) présente(nt) un élément d'actionnement
(6) destiné à actionner l'instrument chirurgical.
10. Partie de préhension selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement (6) est conçu comme un levier pivotant.
11. Instrument chirurgical, notamment instrument chirurgical à tige tubulaire (44), comportant
une partie de préhension (2 ; 42) selon l'une quelconque des revendications précédentes.
12. Instrument chirurgical, notamment instrument chirurgical à tige tubulaire (44) selon
la revendication 11, caractérisé en ce que l'instrument chirurgical est de forme oblongue, en ce qu'un outil (56) est agencé à son extrémité distale et en ce que la partie de préhension (2 ; 42) est agencée à son extrémité proximale, la direction
longitudinale (74) de l'instrument chirurgical se trouvant sensiblement dans un plan
de la partie de préhension (19) dans lequel la poignée oblongue (4) et le porte-instrument
(8) s'étendent principalement, et la poignée s'éloignant du porte-instrument en formant
un coude avec la direction longitudinale de l'instrument chirurgical.
13. Utilisation d'une partie de préhension selon l'une quelconque des revendications 1
à 10 pour tenir un instrument chirurgical, notamment pour tenir un instrument chirurgical
à tige tubulaire (44).