(19)
(11) EP 1 752 067 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.02.2007  Patentblatt  2007/07

(21) Anmeldenummer: 05017441.6

(22) Anmeldetag:  11.08.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A46B 1/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(71) Anmelder: GEKA BRUSH GMBH
91572 Bechhofen (DE)

(72) Erfinder:
  • Dumler, Norbert
    91522 Ansbach (DE)

(74) Vertreter: Schneck, Herbert et al
Rau, Schneck & Hübner Patentanwälte Königstrasse 2
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)

   


(54) Bürstchen zum Auftragen eines Kosmetikums


(57) Bei einem Bürstchen zum Auftragen eines Kosmetikums auf menschliche Haare, insbesondere Mascara-Bürstchen, umfassend einen Grundkörper (2) und eine Mehrzahl sich vom Grundkörper (2) weg erstreckender Borsten (3), ist vorgesehen, dass die Borsten (3) eine im Wesentlichen kegelförmige Hüllkurve aufweisen und mit dem Grundkörper (2) einstückig aus dem gleichen Material gespritzt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Bürstchen zum Auftragen eines Kosmetikums auf menschliche Haare, insbesondere ein Mascara-Bürstchen, umfassend einen Grundkörper und eine Mehrzahl sich vom Grundkörper weg erstreckender Borsten.

[0002] Herkömmlicherweise wurden Mascara-Bürstchen dadurch hergestellt, dass eine Vielzahl von Borsten zwischen einem haarnadelförmig umgebogenen Drahtabschnitt durch Verdrillung desselben festgelegt wurden. Diese Herstellungstechnik bedingt konstruktive Beschränkungen hinsichtlich der Ausgestaltung des fertigen Bürstchens, weshalb in jüngerer Zeit zunehmend durch Spritzgießen hergestellte Bürstchen realisiert und auf den Markt gebracht werden. Bei diesen Bürstchen sind die Borsten ebenfalls durch Spritzgießen hergestellte Elemente, d. h. es handelt sich nicht um Borsten im ursprünglichen Sinn. Der Einfachheit halber wird nachfolgend diese Terminologie aber durchgehend beibehalten.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein durch Spritzgießen hergestelltes Mascara-Bürstchen so auszugestalten, dass bei vorteilhafter, wirtschaftlicher Herstellbarkeit gute Transfereigenschaften für das auftragende flüssige Produkt sowie vorteilhafte Kämm- und Separationseigenschaften für die Haare bzw. Wimpern erreicht werden.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Borsten eine im Wesentlichen kegelförmige Hüllkurve aufweisen und mit dem Grundkörper einstückig aus dem gleichen Material gespritzt sind.

[0005] Mit anderen Worten weisen die Borsten eine kegelförmige Grundform auf, die jedoch an der Spitze, im Bereich der Mantelfläche oder im Basisbereich von einer strengen Kegelform abweichend strukturiert sein kann.

[0006] Günstigerweise sind die Borsten an ihrer Basis derart dicht an dicht am Grundkörper angeordnet, dass der Abstand benachbarter Borsten und deren Basis maximal 0,3 mm beträgt.

[0007] Der Grundkörper der Bürste kann unterschiedliche Querschnittsgeometrien aufweisen und ist im vorliegenden Fall vorzugsweise rund.

[0008] Der Kegelwinkel der Hüllkurve jeder Borste kann zwischen 1,5° und 40° liegen.

[0009] Der Durchmesser der im Querschnitt kreisförmigen Basis der Borsten liegt mit Vorteil zwischen ca. 0,3 mm und 0,8 mm, vorzugsweise bei ca. 0,5 mm. An dem Grundkörper können in Längsrichtung in Abhängigkeit von dem Kegelwinkel der Umhüllenden jeder Borste zwischen ca. 18 und 100 Borsten angeordnet sein, wobei der Grundkörper einen Durchmesser von ca. 1,0 mm bis 5,6 mm aufweisen kann. Die Länge des Grundkörpers beträgt dabei ca. 15 mm bis 30 mm.

[0010] Bei einer vorteilhaften Variante weist wenigstens ein Teil der Borsten einen nicht-kreisförmigen Querschnitt auf.

[0011] Die Spitzen der Borsten definieren eine Hüllkurve, die einen Durchmesser von ca. 4 mm bis 16 mm aufweisen kann.

[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Spitzen einer ersten Mehrzahl von Borsten eine zylindrische Hüllkurve definieren und die Spitzen einer zweiten Mehrzahl von Borsten eine hiervon abweichende, innerhalb der zylindrischen Hüllkurve liegende Geometrie ausbilden.

[0013] Die Länge der Borsten liegt mit Vorteil zwischen 1,0 mm und 7 mm.

[0014] Die Borstenoberfläche kann glatt ausgebildet sein oder eine Struktur aufweisen.

[0015] Die Borsten können kranzartig um die Längsachse des Bürstchens angeordnet sind, wobei pro Kranz 3 bis 53 Borsten vorgesehen sind.

[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Mascara-Bürstchens und
Fig. 2
einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1


[0017] Ein in der Zeichnung dargestelltes Mascara-Bürstchen 1 umfasst einen Grundkörper 2 und eine Mehrzahl von Borsten 3, die mit dem Grundkörper 2 einstückig aus dem gleichen Kunststoff gespritzt sind. Der Grundkörper 2 ist mit einem Stielansatz 4 verbunden, der zur Verbindung mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Stiel dient.

[0018] Die Borsten 3 haben eine kegelförmige Form mit einem Kegelwinkel α.

[0019] Aus Fig. 2 ist erkennbar, dass die Borsten 3 an der einen Seite des im Querschnitt runden Grundkörpers 2 kürzer sind als auf der anderen Seite.

[0020] Es können beispielsweise folgende Dimensionierungen vorgesehen sein:
  • Kegelwinkel α der Borsten 3: 8,2°
  • Durchmesser der Borsten 3 an ihrer Basis: 0,3 mm
  • Durchmesser des Grundkörpers 2: 1,5 mm
  • Außendurchmesser der Hüllkurve der Borstenspitzen: 4 mm
  • Die Borsten sind kranzförmig angeordnet mit zwölf Borsten 3 pro Kranz.
  • Der Abstand A benachbarter Borsten 3 im Fußbereich beträgt 0,2 mm.



Ansprüche

1. Bürstchen zum Auftragen eines Kosmetikums auf menschliche Haare, insbesondere Mascara-Bürstchen, umfassend einen Grundkörper (2) und eine Mehrzahl sich vom Grundkörper (2) weg erstreckender Borsten (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (3) eine im Wesentlichen kegelförmige Hüllkurve aufweisen und mit dem Grundkörper (2) einstückig aus dem gleichen Material gespritzt sind.
 
2. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (3) an ihrer Basis derart dicht an dicht am Grundkörper 2 angeordnet sind, dass der Abstand benachbarter Borsten (3) an deren Basis maximal 0,3 mm beträgt.
 
3. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) im Querschnitt rund ist.
 
4. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kegelwinkel (α) der Hüllkurve jeder Borste (3) bei ca. 1,5° bis ca. 40° liegt.
 
5. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der im Querschnitt kreisförmigen Basis der Borsten (3) an deren Basis zwischen ca. 0,3 mm und 0,8 mm liegt, vorzugsweise ca. 0,5 mm beträgt.
 
6. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Grundkörper (2) in Längsrichtung in Abhängigkeit von dem Kegelwinkel (α) der Umhüllenden jeder Borste (3) zwischen ca. 18 und 100 Borsten angeordnet sind.
 
7. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) einen Durchmesser von ca. 1,0 mm bis ca. 5,6 mm aufweist.
 
8. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) eine Länge von ca. 15 bis 30 mm aufweist.
 
9. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Borsten (3) einen nicht-kreisförmigen Querschnitt aufweist.
 
10. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen der Borsten (3) eine Hüllkurve definieren, die einen Durchmesser von ca. 4 mm bis 16 mm aufweist.
 
11. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen einer ersten Mehrzahl von Borsten (3) eine zylindrische Hüllkurve definieren und die Spitzen einer zweiten Mehrzahl von Borsten (3) eine hiervon abweichende, innerhalb der zylindrischen Hüllkurve liegende Geometrie ausbilden.
 
12. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Borsten (3) zwischen ca. 1,0 mm und 7 mm liegt.
 
13. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenoberfläche strukturiert ist.
 
14. Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (3) kranzartig um die Längsachse des Bürstchens angeordnet sind, wobei pro Kranz 3 bis 53 Borsten vorgesehen sind.
 




Zeichnung







Recherchenbericht