[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalteinheit mit einem Träger, wenigstens einem mechanisch
zu betätigenden Schaltelement und einem Aktuator zum Schalten des Schaltelements.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Schalteinheit mit einem Träger, einem mechanischen
Schaltelement und einem Drehknopf zur Betätigung des Schaltelements.
[0002] Derartige Schalteinheiten werden z.B. bei Frontplatten oder Bedienungstafeln von
Hausgeräten eingesetzt, wie z.B. Waschmaschinen, Geschirrspülern oder ähnlichem. Hinter
der Frontplatte befindet sich bei bekannten Lösungen ein Träger, auf dem Schaltelemente
vorgesehen sind, die zur Frontplatte hinweisen. Aktuatoren durchgreifen die Frontplatte,
um so auf die Schaltelemente einwirken zu können, wie es in
EP 1 008 160 B1 beschrieben ist. Spezielle Befestigungselemente halten den Träger beabstandet von
der Frontplatte.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Schalteinheiten anzugeben, die eine
kompakte Bauform und eine einfache Herstellungsweise gewährleisten.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Schalteinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder
einer Schalteinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Unteransprüche sind
auf bevorzugte Ausführungsformen gerichtet. Anspruch 18 ist auf eine Frontplatte mit
wenigstens einer erfindungsgemäßen Schalteinheit gerichtet.
[0005] Eine erfindungsgemäße Schalteinheit weist einen Träger und wenigstens ein mechanisch
zu betätigendes Schaltelement auf. Ein Aktuator wirkt durch den Träger hindurch zum
Schalten des Schaltelements, wobei der Aktuator eine Taste umfasst. Der Aktuator ist
derart angeordnet und/oder derart ausgestaltet, dass bei seiner Betätigung mit Hilfe
der Taste die Betätigungsrichtung der Taste und der Schaltweg des Schaltelements im
Wesentlichen entgegengesetzt zueinander sind.
[0006] Mit einer solchen Anordnung ist es möglich, den Träger direkt an der Rückseite der
Frontplatte z.B. eines Haushaltsgerätes zu befestigen oder die Frontplatte selbst
als Träger zu verwenden, so dass kein gesondertes Halteelement zur beabstandeten Halterung
notwendig ist. Dies gewährleistet eine kompakte Bauform, eine vereinfachte Herstellung
und weniger Materialaufwand. Über die Taste wird der Aktuator durch die Frontplatte
hindurch betätigt. Bei der erfindungsgemäßen Schalteinheit ist der Schaltweg des Schaltelements
der Bewegung der Taste entgegengesetzt, also in Richtung der Rückseite der Frontplatte.
Das Schaltelement kann sich beim Schaltvorgang also direkt an der Frontplatte abstützen,
ohne dass eine weitere Abstützung notwendig wäre.
[0007] Durch die Anordnung des Schaltelementes an der von der Frontplatte abgewandten Seite
des Trägers bzw. der Rückseite der Frontplatte ist außerdem gewährleistet, dass das
Schaltelement gegen äußere Einflüsse wie z.B. Feuchtigkeit besser geschützt ist.
[0008] Das Schaltelement kann auf einer Leiterplatte angeordnet sein, die sich z.B. auf
der Rückseite der Frontplatte bzw. des Trägers befinden kann. Das Schaltelement ist
dann auf der der Frontplatte abgewandten Seite der Leiterplatte angeordnet.
[0009] Bei einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schalteinheit mit wenigstens einem
Aktuator und wenigstens einer Taste weist der Aktuator einen Hebel auf, der um ein
erstes Schwenklager schwenkbar ist, wobei die Taste an einem Hebel des Hebelarms angreift
oder diesen umfasst und der andere Hebelarm des Hebels bei Verschwenkung des Hebels
um die Schwenkachse mit dem Schaltelement in Wirkverbindung tritt. Diese Anordnung
gewährleistet eine einfache Realisierung einer Bewegungsrichtungsumkehr, so dass die
Bewegung der Taste und der Weg des Schaltelements im Wesentlichen entgegengesetzt
zueinander sind. Hebel und Taste können bei einer einfachen Ausgestaltung aus einem
Stück ausgebildet sein.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein zweites Schwenklager vorgesehen, über
das die Taste schwenkbar an dem Träger oder einer Frontplatte gelagert ist. Mit einer
solchen doppelten Lagerung kann eine an die Gegebenheiten besonders angepasste Ausgestaltung
gewählt werden, bei der der Winkel, um den z.B. der Hebel sich bewegt, und der Winkel,
um den sich die Taste bewegt, unterschiedlich sind.
[0011] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist das zweite Schwenklager weiter von der
Taste entfernt als das erste Schwenklager. Mit einer solchen Ausführungsform lässt
sich auf leichte Weise erreichen, dass die Taste einen geringeren Schwenkwinkel aufweist
als der Hebel. So ist es möglich, dass beim Betätigen der Taste der Eindruck entsteht,
die Taste würde im Wesentlichen geradlinig in die Frontplatte gedrückt werden, ohne
dass eine Schwenkbewegung stattfinden würde.
[0012] Taste und Hebel können aneinander anliegen oder durch einen flexiblen Bereich miteinander
verbunden sein, um eine sichere Wirkverbindung zu gewährleisten.
[0013] Bei einer robusten Ausführungsform umfasst das erste und/oder das zweite Schwenklager
konventionell in Lagerböcken gelagerte Schwenkachsen, wobei die Lagerböcke z.B. an
dem Träger oder der Frontplatte befestigt sind.
[0014] Die Taste und/oder der Hebel können durch gesonderte Federeinrichtungen vorgespannt
sein, so dass sie sich nach Betätigung des Schaltelements in ihre Ausgangsposition
zurückbewegen.
[0015] Bei einer anderen Ausführungsform wird das bzw. die Schwenklager durch Materialverbindungen
gebildet, die ausreichend flexibel sind, dass sie bei Verschwenkung des Hebels um
das erste Schwenklager bzw. der Taste um das zweite Schwenklager nach Art einer Torsionsfeder
verdreht werden und ein Brückenscharnier bilden. Durch die Federwirkung wird gleichzeitig
bewirkt, dass nach Betätigung die Taste bzw. der Hebel wieder in ihre Ausgangsstellungen
zurückkehren.
[0016] Insbesondere das erste Brückenscharnier und der Hebel können z.B. in einer Platte
gebildet sein, wobei der Hebel durch zwei U-förmige Schlitze begrenzt ist, die sich
gegenüberstehen. Die U-förmigen Schlitze sind derart unterschiedlich dimensioniert,
dass zwischen ihren Schenkeln Brückenmaterial verbleibt, das das Brückenscharnier
bildet.
[0017] Besonders vorteilhaft und einfach herstellbar ist eine Anordnung, bei der die Taste
und/oder der Hebel aus Kunststoff gefertigt sind, z.B. als Spritzgussteile.
[0018] Die Aufgabe wird auch durch eine Schalteinheit mit einem Träger, wenigstens einem
mechanisch zu betätigenden Schaltelement und wenigstens einem Drehknopf gelöst, der
eine Achse, die durch den Träger hindurchragt, und einen sich hinter dem Träger radial
von der Achse des Drehknopfes weg erstreckenden Bereich aufweist, an dem Betätigungselemente
vorgesehen sind, die bei Drehung des Drehknopfes mit wenigstens einem Schaltelement
zum Schalten dieses Schaltelements in Wirkverbindung treten. Die erfindungsgemäße
Schalteinheit ist derart ausgestaltet, dass der Schaltweg des Schaltelements im Wesentlichen
parallel zur Achse des Drehknopfes ist und sich das Schaltelement zwischen dem sich
von der Achse des Drehknopfes weg erstreckenden Bereich und dem Träger befindet. Die
Betätigungselemente auf dem sich von der Achse des Drehknopfes weg erstreckenden Bereich
bewirken bei Drehung des Drehknopfes das Schalten des Schaltelements, das sich zwischen
Träger und dem sich von der Achse weg erstreckenden Bereich befindet. Der Drehknopf
ist in dem Träger selbst oder z.B. in der Frontplatte gelagert, so dass keine gesonderte
Lagerung auf einem extra Halteelement notwendig ist.
[0019] Wie bei der Ausgestaltung mit einer Taste und einem Aktuator kann der Träger gesondert
vorgesehen sein oder durch die Frontplatte selbst gebildet werden.
[0020] Bevorzugt ist das eine Schaltelement auf einer vorzugsweise flexiblen Leiterplatte
angeordnet, die direkt am Träger oder direkt an der Rückseite der Frontplatte vorgesehen
sein kann. Die Leiterplatte kann zusätzlich zum Haltern und Kontaktieren anderer elektrischer
Elemente wie z.B. Leuchtdioden dienen.
[0021] Das Schaltelement kann ein konventioneller Druckschalter sein, der bei einer Ausführungsform
mit Taste und Aktuator durch den Aktuator betätigt wird oder bei einer Ausführungsform
mit Drehknopf durch die Betätigungselemente bei Drehung des Drehknopfes.
[0022] Bei anderen Ausgestaltungen drückt der Aktuator bzw. drücken die Betätigungselemente
des Drehknopfes metallische Kontaktelemente z.B. auf Leiterbahnen einer Leiterplatte,
um so Kontakte zwischen zwei Leiterbahnen herzustellen. Die Bewegung eines metallischen
Kontaktelementes entspricht dabei dem Schaltweg.
[0023] Besonders vorteilhaft lassen sich erfindungsgemäße Schalteinheiten in Frontplatten
z.B. von Haushaltsgeräten einsetzen, bei denen wenig Raum zur Verfügung steht und
die kostengünstig ausgestaltet werden sollen. Die Begriffe Frontplatte, Blende und
Bedientafel werden im vorliegenden Text als Synonyme verwendet.
[0024] Eine Frontplatte kann mehrere Schalteinheiten umfassen, insbesondere sowohl wenigstens
eine Schalteinheit mit Drehknopf als auch eine Schalteinheit mit Aktuator und Taste.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Schalteinheiten ist jedoch nicht auf Frontplatten
beschränkt.
[0025] Mehrere Einzelschalteinheiten können zu Gruppen zusammengefasst werden, die sich
z.B. einen Träger oder eine Leiterplatte teilen. Solche Gruppen können z.B. von einem
Spritzgussrand umgeben sein, um Schutz gegen äußere Einflüsse, z.B. Feuchtigkeit,
zu bieten.
[0026] Im Folgenden werden Ausführungsformen erfindungsgemäßer Schalteinheiten und Frontplatten
anhand der Figuren im Detail erläutert. In den Figuren werden gleiche oder gleichartige
Elemente in der Regel mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
[0027] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht von hinten auf eine erfindungsgemäße Schalteinheit mit Taste,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Anordnung der Fig. 1 längs der Linie II-II,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Anordnung der Fig. 1 längs der geknickten Linie III-III,
- Fig. 4
- eine der Fig. 1 entsprechende Draufsicht auf die Hinterseite der Schalteinheit dieser
Ausführungsform zur Erläuterung eines anderen Betriebszustandes,
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch die Anordnung der Fig. 4 entlang der Linie V-V,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch die Anordnung der Fig. 4 entlang der geknickten Linie VI-VI,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der Hinterseite der Tasteneinheit der Fig. 1 bis 6,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht der Rückseite einer anderen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schalteinheit mit Tasten,
- Fig. 9
- eine in der Ausführungsform der Fig. 8 verwendete Leiterplatte,
- Fig. 10
- eine in der Ausführungsform der Fig. 8 verwendete Hebelgruppe,
- Fig. 11
- eine perspektivische Draufsicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schalteinheit mit Tasten,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf die Anordnung der Fig. 11 von vorne,
- Fig. 13
- einen Querschnitt durch die Anordnung der Fig. 11 entlang der in Fig. 12 und 14 gezeigten
Linie XIII-XIII,
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf die Anordnung der Fig. 11 von hinten,
- Fig. 15
- eine perspektivische Ansicht einer in der Anordnung der Fig. 11 bis 14 verwendeten
Leiterplatte,
- Fig. 16
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Frontplatte,
- Fig. 17
- eine perspektivische Ansicht der Rückseite der Frontplatte der Fig. 16,
- Fig. 18
- eine in der Ausführungsform der Fig. 17 und 18 verwendete Leiterplatte,
- Fig. 19
- einen Querschnitt durch eine Einzelschalteinheit mit Drehknopf, wie sie in der Frontplatte
der Fig. 16 verwendet wird,
- Fig. 20
- ein Detail eines Drehknopfes der in der Ausführungsform der Fig. 16 verwendeten Einzelschalteinheiten
mit Drehknopf,
- Fig. 21
- eine perspektivische Ansicht der Rückseite einer anderen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Frontplatte, und
- Fig. 22
- eine Leiterplatte der Ausführungsform der Fig. 21.
Mit Bezug zu den Fig. 1 bis 7 wird eine erste Ausführungsform mit einer Taste 12 und
einem Hebel 18 beschrieben. Dabei zeigen die Fig. 1 bis 3 die Schalteinheit 11 in
einem Zustand, in dem die Taste 12 nicht gedrückt ist.
[0028] Auf der Rückseite eines Trägers 10, z.B. der Rückseite einer Frontplatte bzw. einer
Blende, ist ein Lagerbock 16 für eine Schwenkachse 14 vorgesehen. Mit dieser Schwenkachse
ist der Hebel 18 verbunden, der über eine Verstärkungsrippe 20 verfügt. Über einen
flexiblen Bereich 22 ist der Hebel 18 mit der Taste 12 verbunden. Über Verbindungen
28 ist die Taste 12 mit einer Schwenkachse 24 verbunden, die über ein Lagerbock 26
an der Frontblende 10 gehaltert ist. Der Hebel 18, der flexible Bereich 22 und die
Taste 12 können z.B. durch ein Kunststoffteil gebildet sein. Eine ausreichende Flexibilität
des Bereiches 22 ergibt sich z. B. dadurch, dass der flexible Bereich 22 nicht die
lateralen Ausmaße der Taste 12 hat. Andererseits ist der Hebel 18 durch die Verstärkungsrippe
20 derart verstärkt, dass der Bereich 22 flexibler ist als der Hebel 18.
[0029] Weiterhin ist in den Figuren ein Schaltelement in der Form eines Druckschalters 30
und das Druckstück 31 gezeigt, die sich derart gegenüberliegen, dass bei Verschwenkung
des Hebels 18 das Druckstück 31 mit dem Druckschalter 30 in Wirkverbindung tritt um
ihn zu schalten. Nicht gezeigt ist in den Fig. 1 bis 3 die Platine bzw. Leiterplatte,
auf der der Druckschalter 30 befestigt ist und der an der Rückseite der Blende 10
angeordnet ist.
[0030] Die Fig. 4 bis 6 zeigen die Funktionsweise dieser Ausführungsform. Bei Druck auf
die Taste 12 in Pfeilrichtung A bewegt sich die Taste 12 um die Schwenkachse 24 um
den Winkel α (Fig. 6). Auf Grund der Fixierung des Hebels 18 an der Schwenkachse 14
bewegt sich dabei der Hebel 18 um einen Winkel β (Fig. 6). Diese unterschiedlichen
Winkel, die beim Drücken der Taste 12 entstehen, werden durch den flexiblen Bereich
22 ermöglicht.
[0031] Das Druckstück 31 tritt mit dem Druckschalter 30 in Verbindung. Durch die Ausgestaltung
mit zwei Schwenkachsen 14, 24 ist gewährleistet, dass der Winkel α, um den sich die
Taste 12 verschwenkt, kleiner ist als der Winkel β, um den sich der Hebel 18 verschwenkt.
Es entsteht beim Nutzer näherungsweise der Eindruck, als ob die Taste 12 sich ausschließlich
in Druckrichtung A bewegt, ohne dass eine Verschwenkung vorliegen würde.
[0032] Bei einer alternativen Ausführungsform ist der flexible Bereich 22 durch ein Scharnier
oder durch eine lose Verbindung ersetzt, bei der der Hebel 18 nur an der Taste 12
anliegt. Bei einer solchen Ausführungsform ist der Hebel 18 z.B. durch eine gesonderte
Feder gegen die Taste 12 vorgespannt.
[0033] Die Fig. 8 bis 10 zeigen eine zweite Ausführungsform 38 einer erfindungsgemäßen Schalteinheit.
Auf der Rückseite der Blende 10 ist eine flexible Leiterplatte 40, z. B. eine gedruckte
Leiterplatte oder Platine, vorgesehen, die mit Bezug zu Fig. 9 näher erläutert wird.
Insbesondere zeigt Fig. 9 die auf der Leiterplatte befestigten Schaltelemente 30 und
Leuchtdioden 56, die z.B. zur Beleuchtung der Schalteinheit oder zur Angabe von Betriebszuständen
des damit betriebenen Haushaltsgerätes dienen. Wie es in Fig. 9 erkennbar ist, sind
einige der Leuchtdioden 56 derart angeordnet und erstrecken sich durch die Leiterplatte
40, dass sie die Taste 12 von hinten beleuchten können. Möglich ist auch die Verwendung
von nach hinten abstrahlenden Leuchtdioden. Leiterbahnen, die die Schaltelemente und/oder
die Leuchtdioden kontaktieren, sind der Einfachheit halber nicht dargestellt. Ein
Bereich 58 der Leiterplatte 40 ist aus der Ebene herausgebogen.
[0034] Ausnehmungen 60 sind zwischen den Schaltelementen 30 vorgesehen, die zur Aufnahme
von Stützen 44 einer Hebelgruppe 42 dienen, die mit Bezug zu Fig. 10 näher erläutert
wird, die die Vorderseite der in Fig. 8 von der Rückseite her erkennbaren Hebelgruppe
42 zeigt. Die Schalteinheit 38 weist drei gleichartige Einzelschalteinheiten auf.
In Fig. 8 ist exemplarisch die mittlere Einzelschalteinheit mit Bezugsziffern versehen,
während in Fig. 10 für eine seitliche Einzelschalteinheit die Bezugsziffern angegeben
sind.
[0035] Eine Einzelschalteinheit weist einen Hebel 68 mit einem ersten Hebelarm 64 und einem
zweiten Hebelarm 66 auf. Die Hebelgruppe 42 ist aus einem Kunststoffteil gefertigt,
in dem ein Hebel 68 durch zwei U-förmige Schlitze 47, 48 in dem Kunststoffteil definiert
ist. Durch die U-förmigen Schlitze 47, 48 entstehen brückenartige Materialbereiche
50, 52, die den Hebel 68 mit dem übrigen Teil der Hebelgruppe 42 verbinden und als
Schwenklager bzw. Brückenscharnier dienen. 62 zeigt die Druckstücke, mit denen die
ersten Hebelarme 64 in noch zu erläuternder Weise auf die Schaltelemente 30 wirken.
46 bezeichnet einen Spritzrand, der die Stabilität der Hebelgruppe 42 verbessert und
als Schutz gegen äußere Einflüsse dient.
[0036] In Fig. 8 ist zusätzlich erkennbar, dass auf der Rückseite der Hebel 68 Verstärkungsrippen
54 vorgesehen sind.
[0037] Die Hebelgruppe 42 ist über Stützen 44 mit der Blende 10 fest verbunden, z. B. verklebt
oder verschraubt. Der herausgeklappte Bereich 58 der Leiterplatte 40 liegt an den
jeweiligen zweiten Hebelarmen 66 der Einzelschalteinheiten an. Die jeweils ersten
Hebelarme 64 befinden sich in der Ansicht der Fig. 8 oberhalb der Druckschalter 30.
[0038] Druck auf eine Taste 12 wirkt auf den zweiten Hebelarm 66 der entsprechenden Einzelschalteinheit.
Eine Übertragung der Druckwirkung der Taste 12 auf den zweiten Hebelarm 66 durch die
Leiterplatte 40 hindurch wird durch deren Flexibilität ermöglicht. Der Hebel 68 verschwenkt
sich um das Brückenscharnier 50, 52, so dass der erste Hebelarm 64 über das Druckstück
62 auf den Druckschalter 30 drückt.
[0039] Eine weitere Ausführungsform einer Schalteinheit 70 ist Gegenstand der Fig. 11 bis
15. Fig. 11 zeigt dabei eine perspektivische Draufsicht, in der erkennbar ist, dass
fünf in einem Kreis angeordnete Tasten 12 vorgesehen sind, die sich um eine Mitteltaste
78 gruppieren.
[0040] Fig. 12 zeigt eine Draufsicht, in der durch die geknickte Schnittlinie XIII-XIII
angedeutet ist, welcher seitliche Schnitt in Fig. 13 sichtbar ist. Ähnlich zeigt Fig.
14 eine Draufsicht von unten, wobei der in Fig. 13 sichtbare Schnitt ebenfalls durch
die geknickte Linie XIII-XIII verdeutlicht ist.
[0041] Insbesondere ist anhand von Fig. 14 zu erkennen, dass die fünf Einzelschalteinheiten,
die hier im Kreis angeordnet sind, ähnlich aufgebaut sind, wie die Einzelschalteinheiten
der Schalteinheit 38, die mit Bezug zu Fig. 8 bis 10 erläutert wurde. Insofern werden
auch dieselben Bezugsziffern verwendet.
[0042] Wie es in Fig. 15 erkennbar ist, sind die Druckschalter 30 auf einem kreisförmigen
Bereich 72 der flexiblen Leiterplatte 71 befestigt. Ein weiterer Bereich 74 der Leiterplatte
ist parallel aus der Leiterplatte 71 herausgebogen. Über den Verbindungsbereich 82
ist ein Mittelbereich 80 der Leiterplatte 71 mit dem Bereich 74 verbunden.
[0043] Die Funktionsweise der Tasten 12 und der Hebel 68 entspricht der bereits mit Bezug
zu den Fig. 8 bis 10 erläuterten Funktionsweise.
[0044] Zusätzlich ist hier noch eine Mitteltaste 78 vorgesehen. Drücken der Mitteltaste
bewegt den Mittelbereich 80 der flexiblen Leiterplatte 71 zusammen mit dem Druckschalter
76 in der Darstellung der Fig. 13 nach unten bzw. in der Darstellung der Fig. 15 nach
oben. Der Druckschalter 76 trifft auf den Mittelpunkt 75 der Schalteinheit 70 und
wird auf diese Weise betätigt.
[0045] Fig. 16 bis 20 zeigen eine kombinierte Schalteinheit 90 mit mehreren Einzelschalteinheiten,
die Drehknöpfe 94 und Tasten 12 umfassen. Fig. 16 zeigt eine schräge Draufsicht von
vorne, in der die Griffe 92 der Drehknöpfe 94 in der Blende 10 erkennbar sind.
[0046] Fig. 17 zeigt eine schräge Draufsicht auf die Rückseite. Insbesondere ist zu erkennen,
dass bei dieser Ausführungsform die Tasten 12 mit einer Hebelgruppe 42 mit Hebeln
68 bedient werden, wie sie mit Bezug zu Fig. 8 bis 10 erläutert wurde.
[0047] Zusätzlich sind Drehknöpfe 94 vorgesehen, die Unterteile 96 aufweisen, die von hinten
durch die Blende 10 hindurchgesteckt werden können und mit Bezug zu Fig. 20 näher
erläutert werden. Schließlich ist in Fig. 17 die flexible Leiterplatte 98 erkennbar,
die mit Bezug zu Fig. 18 erläutert werden wird.
[0048] Im in Fig. 18 rechten Teil der flexiblen Leiterplatte 98 sind Leuchtdioden 56 und
Druckschalter 30 vorgesehen, die ähnlich wie für die Schalteinheit 38 der Fig. 8 bis
10 erläutert funktionieren. Der mittlere Teil 100 der flexiblen Leiterplatte 98 ist
nach hinten geknickt, um zusätzliche Stabilität zu bieten oder als Halterung zu dienen.
Auf dem in Fig. 18 linken Teil der flexiblen Leiterplatte 98 sind metallische flexible
Kontaktelemente vorgesehen.
[0049] Nicht gezeigt sind auf der Leiterplatte 98 Leiterbahnen, die zum Kontaktieren der
einzelnen Elemente in an sich bekannter Weise dienen.
[0050] Das Unterteil 96 eines Drehknopfes 94, das in Fig. 20 gezeigt ist, weist eine Achse
104 mit Rastelementen 110 auf. Von der Achse 104 erstreckt sich ein Bereich radial
weg, der hier die Form einer Scheibe 106 hat. Darauf sind über unterschiedliche umfangsmäßige
Ausmaße nockenartige Vorsprünge 108 vorgesehen. Die Unterteile 96 der Drehknöpfe 94
werden mit ihrem jeweiligen Achsbereich durch entsprechende Öffnungen in der Blende
10 gesteckt. Auf der Außenseite werden die Drehgriffe 92 aufgesteckt um mit den Rastelementen
110 zu verrasten. Zwischen der Scheibe 106 und der Blende 10 befindet sich der gemäß
der Darstellung der Fig. 18 linke Teil der Leiterplatte 98, so dass die metallischen
flexiblen Kontaktelemente 102 mit den Nocken 108 in Verbindung kommen. Bei Drehung
eines Drehknopfes 94 bewegen sich die Nocken 108 an den metallischen flexiblen Kontaktbrücken
vorbei und drücken diese gegen auf der Leiterplatte 98 entsprechend vorgesehen Leiterbahnen
zu deren gegenseitiger Kontaktierung. Unterschiedliche Nocken 108 wirken auf unterschiedliche
Teile der metallischen flexiblen Kontaktbrücken, so dass unterschiedliche Leiterbahnen
kontaktiert werden. Je nach Stellung des Drehknopfes werden auf diese Weise unterschiedliche
elektrische Verbindungen mit Hilfe der unterschiedlichen Nocken auf der Leiterplatte
98 erzeugt. Der Übersichtlichkeit der Darstellung wegen sind in der seitlichen Schnittansicht
der Fig. 19 von der Leiterplatte 98 nur die Kontaktbrücken 102 eingezeichnet. In Fig.
20 sind zusätzlich zur Erläuterung des Zusammenwirkens mit den Nocken 108 die flexiblen
metallischen Kontaktbrücken 102 gezeigt, die an der in Fig. 18 dargestellten Leiterplatte
98 befestigt sind.
[0051] Die Scheibe 106 weist an ihrem Außenumfang eine Anzahl Ausnehmungen 97 auf, die mit
Rastnocken 95 zusammenwirken, die in Fig. 17 angedeutet sind. Auf diese Weise rastet
der Drehknopf 94 bei Drehung in vorgegebenen Winkelstellungen ein.
[0052] Fig. 21 und 22 zeigen eine andere Ausführungsform.
[0053] In der Blende 10 sind Schalteinheiten 11 vorgesehen, wie sie mit Bezug zu den Fig.
1 bis 7 erläutert wurden. Außerdem weist diese Ausführungsform einen Drehknopf 94
auf, wie er bereits als Teil der Ausführungsform der Fig. 16 bis 20 erläutert wurde.
Der Bereich mit dem Drehknopf 94 ist durch eine Abschlussplatte 126 nach hinten geschützt.
[0054] Die Schalteinheiten 11 und der Drehknopf 94 teilen sich eine flexible Leiterplatte
120, auf der Leuchtdioden 56 zur Beleuchtung der einzelnen Elemente vorgesehen sind.
[0055] Fig. 22 zeigt die Leiterplatte 120 im Detail. Der in Fig. 22 linke Ausläufer 122
weist Druckschalter 30 auf, die von den Schalteinheiten 11 bedient werden, wie es
mit Bezug zu den Fig. 1 bis 7 erläutert wurde.
[0056] Der in Fig. 22 rechte, kreisförmige Teil 123 weist metallische flexible Schaltbrücken
102 auf, die analog zu der Beschreibung der Ausführungsform der Fig. 16 bis 20 durch
den Drehknopf 94 bedient werden. Auf der Leiterplatte 120 sind Leuchtdioden 56 zur
Beleuchtung der Tasten und Schaltelemente verteilt. Die Schlaufe 124 dient zur Abstützung
gegen die Abschlussplatte 126 und kann z.B. auch zur Erdung verwendet werden. Bezugsziffer
128 bezeichnet Befestigungspunkte, z. B. Öffnungen zum Aufklicken auf Halteelemente
129, wie es in Fig. 21 erkennbar ist.
[0057] Die Leuchtdioden 56 ragen dabei durch die Leiterplatten hindurch.
[0058] Die Ausführungsformen der Fig. 16 bis 20 einerseits und der Fig. 21 und 22 andererseits
weisen Drehknöpfe 94 und mehrere durch Tasten bedienbare Schalteinheiten auf. Selbstverständlich
können auch Ausführungsformen realisiert werden, bei denen ausschließlich ein oder
mehrere Drehknöpfe oder ausschließlich ein oder mehrere Schalteinheiten mit Tasten
vorgesehen sind.
[0059] Abweichend von den geschilderten Ausführungsformen können auch Druckschalter vorgesehen
werden, die analog den Druckschaltern 30 der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 15 angeordnet
sind und bei entsprechender Form der Nocken mit Hilfe von Drehknöpfen betätigt werden.
Andererseits können auch flexible metallische Kontaktbrücken als Schaltelemente realisiert
werden, die von Tasten und Aktuatoren auf Leiterbahnen gedrückt werden, um dort elektrische
Verbindungen zu erzeugen, wobei die Bewegung der Kontaktbrücken der Bewegung der Tasten
entgegengesetzt ist.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 10
- Blende, Träger
- 11
- Schalteinheit
- 12
- Taste
- 14
- erste Schwenkachse
- 16
- Lagerbock für die erste Schwenkachse
- 18
- Hebel
- 20
- Verstärkungsrippe
- 22
- flexibler Bereich
- 24
- zweite Schwenkachse
- 26
- Lagerbock für zweite Schwenkachse
- 28
- Verbindung zweite Schwenkachse - Taste
- 30
- Druckschalter
- 31
- Druckstück
- 38
- Schalteinheit
- 40
- flexible Leiterplatte
- 42
- Hebelgruppe
- 44
- Stütze
- 46
- Spritzrand
- 47, 48
- U-förmiger Schlitze
- 50, 52
- Brückenscharnier
- 54
- Verstärkungsrippe
- 56
- Leuchtdiode
- 58
- herausgeknickter Bereich der flexiblen Leiterplatte
- 60
- Stützenaufnahme
- 62
- Druckstück
- 64
- erster Hebelarm
- 66
- zweiter Hebelarm
- 68
- Hebel
- 70
- Schalteinheit
- 71
- flexible Leiterplatte
- 72
- erste Ebene der flexiblen Leiterplatte
- 74
- zweite Ebene der flexiblen Leiterplatte
- 75
- Mittelpunkt der Schalteinheit
- 76
- Druckschalter
- 78
- Mitteltaste
- 80
- Mittelstück der flexiblen Leiterplatte
- 82
- Verbindung der zweiten Ebene mit dem Mittelstück
- 90
- kombinierte Schalteinheit
- 92
- Griff des Drehknopfes
- 94
- Drehknopf
- 95
- Rastnocken
- 96
- Drehknopfunterteil
- 97
- Ausnehmung
- 98
- flexible Leiterplatte
- 100
- geklappter Teil einer flexiblen Leiterplatte
- 102
- metallische flexible Kontaktelemente
- 104
- Achse
- 106
- Scheibe
- 108
- Nocken
- 110
- Rastelement
- 120
- flexible Leiterplatte
- 122
- Ausläufer der flexiblen Leiterplatte
- 123
- kreisförmiger Teil der flexiblen Leiterplatte
- 124
- Abstützungsschleife
- 126
- Abschlussplatte
- 128
- Befestigungsöffnung
- 129
- Halteelement
- A
- Tastendruckrichtung
- α
- Bewegungswinkel der Taste
- β
- Bewegungswinkel des Hebels
1. Schalteinheit (11, 38, 70) mit
- einem Träger (10),
- wenigstens einem mechanisch zu betätigenden Schaltelement (30), und
- wenigstens einem durch den Träger (10) hindurch wirkenden Aktuator (18, 68) zum
Schalten des Schaltelementes (30),
wobei der Aktuator (18, 68) eine Taste (12) umfasst und derart angeordnet und/oder
ausgestaltet ist, dass bei Betätigung des Aktuators (18) mit Hilfe der Taste (12)
die Betätigungsrichtung (A) der Taste (12) und der Schaltweg des Schaltelementes (30)
im Wesentlichen entgegengesetzt zueinander sind.
2. Schalteinheit nach Anspruch 1, bei der der Aktuator einen Hebel (18, 68) umfasst,
der um ein erstes Schwenklager (14, 50, 52) schwenkbar ist, wobei die Taste (12) an
einem Hebelarm (66) des Hebels angreift oder diesen umfasst und der andere Hebelarm
(64) des Hebels bei Verschwenkung des Hebels um die Schwenkachse (14, 50, 52) mit
dem Schaltelement (30) in Wirkverbindung tritt.
3. Schalteinheit nach Anspruch 2, bei der der Hebel (18) und die Taste (12) einstückig
ausgebildet sind.
4. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 2 oder 3, bei dem das erste Schwenklager eine
erste Schwenkachse (14) umfasst.
5. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 2 oder 3, bei dem das erste Schwenklager ein
erstes Brückenscharnier (50, 52) umfasst.
6. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 5 mit einem zweiten Schwenklager (24),
über das die Taste (12) schwenkbar an dem Träger (10) gelagert ist.
7. Schalteinheit nach Anspruch 6, bei dem das zweite Schwenklager eine zweite Schwenkachse
(24) umfasst.
8. Schalteinheit nach Anspruch 6, bei dem das zweite Schwenklager ein zweites Brückenscharnier
umfasst.
9. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei dem das zweite Schwenklager (24)
weiter von der Taste (12) entfernt ist als das erste Schwenklager (14).
10. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei der das erste Schwenklager (14)
weiter von dem Träger (10) entfernt ist als das zweite Schwenklager (24).
11. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 10, bei dem die Taste (12) und der Hebel
(18) über einen flexiblen Bereich (22) miteinander verbunden sind.
12. Schalteinheit (90) mit
- einem Träger (10),
- wenigstens einem mechanisch zu betätigenden Schaltelement (102), und
- wenigstens einem Drehknopf (94), der eine Achse (104), die durch den Träger (10)
hindurchragt, und einen sich hinter dem Träger (10) radial von der Achse (104) des
Drehknopfes (94) weg erstreckenden Bereich (106) aufweist, an dem wenigstens ein Betätigungselement
(108) vorgesehen ist, das bei Drehung des Drehknopfes (94) mit wenigstens einem Schaltelement
(102) zum Schalten dieses Schaltelementes in Wirkverbindung tritt,
wobei der Schaltweg des Schaltelementes (102) im Wesentlichen parallel zur Achse (104)
des Drehknopfes (94) ist und sich das Schaltelement (102) zwischen dem sich von der
Achse (104) des Drehknopfes (94) weg erstreckenden Bereich (106) und dem Träger (10)
befindet.
13. Schalteinheit nach Anspruch 12, bei der das wenigstens eine Betätigungselement einen
Nocken (108) auf dem sich von der Achse (104) radial weg erstreckenden Bereich (106)
umfasst.
14. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der der Träger eine Frontplatte
(10) umfasst.
15. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der das wenigstens eine Schaltelement
(30) auf einer vorzugsweise flexiblen Leiterplatte (40, 71, 98, 120) angeordnet ist.
16. Schalteinheit nach Anspruch 15, bei der das wenigstens eine Schaltelement eine flexible
metallische Kontaktbrücke (102) umfasst, die auf wenigstens zwei Leiterbahnen der
Leiterplatte (98, 120) gedrückt wird um diese miteinander zu kontaktieren.
17. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem das mindestens eine Schaltelement
einen Druckschalter (30) umfasst.
18. Frontplatte, insbesondere für Haushaltsgeräte mit wenigstens einer Schalteinheit (11,
38, 70, 90) nach einem der Ansprüche 1 bis 17.
19. Frontplatte nach Anspruch 18 mit einer vorzugsweise flexiblen Leiterplatte (40, 71,
98, 120), die an der Frontplatte (10) befestigt ist und auf deren von der Frontplatte
abgewandten Seite sich das mindestens eine Schaltelement (30, 102) befindet.
20. Frontplatte nach einem der Ansprüche 18 oder 19 mit mindestens einer Schalteinheit
(11, 38, 70) nach Anspruch 1 und einer Schalteinheit (90) nach Anspruch 12.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Schalteinheit (11, 38, 70) mit
- einem Träger (10),
- wenigstens einem mechanisch zu betätigenden Schaltelement (30), und
- wenigstens einem durch den Träger (10) hindurch wirkenden Aktuator (18, 68) zum
Schalten des Schaltelementes (30),
- wobei der Aktuator (18, 68) eine Taste (12) umfasst und derart angeordnet und/oder
ausgestaltet ist, dass bei Betätigung des Aktuators (18) mit Hilfe der Taste (12)
die Betätigungsrichtung (A) der Taste (12) und der Schaltweg des Schaltelementes (30)
im Wesentlichen entgegengesetzt zueinander sind, und
- wobei der Aktuator einen Hebel (18, 68) umfasst, der um ein erstes Schwenklager
(14, 50, 52) schwenkbar ist, wobei die Taste (12) an einem Hebelarm (66) des Hebels
angreift oder diesen umfasst und der andere Hebelarm (64) des Hebels bei Verschwenkung
des Hebels um die Schwenkachse (14, 50, 52) mit dem Schaltelement (30) in Wirkverbindung
tritt,
gekennzeichnet durch
ein zweites Schwenklager (24), über das die Taste (12) schwenkbar an dem Träger (10)
gelagert ist.
2. Schalteinheit nach Anspruch 1, bei der der Hebel (18) und die Taste (12) einstückig
ausgebildet sind.
3. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem das erste Schwenklager eine
erste Schwenkachse (14) umfasst.
4. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem das erste Schwenklager ein
erstes Brückenscharnier (50, 52) umfasst.
5. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das zweite Schwenklager eine
zweite Schwenkachse (24) umfasst.
6. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das zweite Schwenklager ein
zweites Brückenscharnier umfasst.
7. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das zweite Schwenklager (24)
weiter von der Taste (12) entfernt ist als das erste Schwenklager (14).
8. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der das erste Schwenklager (14)
weiter von dem Träger (10) entfernt ist als das zweite Schwenklager (24).
9. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Taste (12) und der Hebel
(18) über einen flexiblen Bereich (22) miteinander verbunden sind.
10. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der der Träger eine Frontplatte
(10) umfasst.
11. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der das wenigstens eine Schaltelement
(30) auf einer vorzugsweise flexiblen Leiterplatte (40, 71, 98, 120) angeordnet ist.
12. Schalteinheit nach Anspruch 11, bei der das wenigstens eine Schaltelement eine flexible
metallische Kontaktbrücke (102) umfasst, die auf wenigstens zwei Leiterbahnen der
Leiterplatte (98, 120) gedrückt wird um diese miteinander zu kontaktieren.
13. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem das mindestens eine Schaltelement
einen Druckschalter (30) umfasst.
14. Frontplatte, insbesondere für Haushaltsgeräte mit wenigstens einer Schalteinheit
(11, 38, 70, 90) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Frontplatte nach Anspruch 14 mit einer vorzugsweise flexiblen Leiterplatte (40, 71,
98, 120), die an der Frontplatte (10) befestigt ist und auf deren von der Frontplatte
abgewandten Seite sich das mindestens eine Schaltelement (30, 102) befindet.
16. Frontplatte nach einem der Ansprüche 14 oder 15 mit mindestens einer ersten Schalteinheit
(11, 38, 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 und einer zweiten Schalteinheit (90)
mit
- einem Träger (10),
- wenigstens einem mechanisch zu betätigenden Schaltelement (102), und
- wenigstens einem Drehknopf (94), der eine Achse (104), die durch den Träger (10)
hindurchragt, und einen sich hinter dem Träger (10) radial von der Achse (104) des
Drehknopfes (94) weg erstreckenden Bereich (106) aufweist, an dem wenigstens ein Betätigungselement
(108) vorgesehen ist, das bei Drehung des Drehknopfes (94) mit wenigstens einem Schaltelement
(102) zum Schalten dieses Schaltelementes in Wirkverbindung tritt,
wobei der Schaltweg des Schaltelementes (102) im Wesentlichen parallel zur Achse (104)
des Drehknopfes (94) ist und sich das Schaltelement (102) zwischen dem sich von der
Achse (104) des Drehknopfes (94) weg erstreckenden Bereich (106) und dem Träger (10)
befindet.
17. Frontplatte nach Anspruch 16, bei der das wenigstens eine Betätigungselement des
zweiten Schaltelementes (90) einen Nocken (108) auf dem sich von der Achse (104) radial
weg erstreckenden Bereich (106) umfasst.