(19)
(11) EP 1 753 555 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.08.2009  Patentblatt  2009/32

(21) Anmeldenummer: 05749232.4

(22) Anmeldetag:  13.05.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21B 27/10(2006.01)
B21B 39/16(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2005/005247
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2005/118172 (15.12.2005 Gazette  2005/50)

(54)

VERFAHREN UND EINRICHTUNG FÜR DIE MONTAGE UND FÜR FUNKTIONSPRÜFUNGEN VON WALZARMATUREN IN WALZGERÜSTEN ODER IN WALZSTRASSEN, WIE BEISPIELSWEISE TANDEMWALZSTRASSEN

METHOD AND DEVICE FOR MOUNTING AND FUNCTIONAL VERIFICATION OF ROLL FITTINGS IN ROLL STANDS SUCH AS ROLLING TRAINS IN TANDEM

PROCEDE ET DISPOSITIF POUR LE MONTAGE ET LE CONTROLE DE FONCTIONNEMENT DE GUIDES DE LAMINAGE DANS DES CAGES OU DES TRAINS DE LAMINOIRS, TELS QUE DES TRAINS DE LAMINOIRS EN TANDEM


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 26.05.2004 DE 102004025984

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.02.2007  Patentblatt  2007/08

(73) Patentinhaber: SMS Siemag AG
40237 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • GIESLER, Otmar
    57223 Kreuztal (DE)
  • FILK, Edgar
    57250 Netphen (DE)
  • VANBIBBER, Michael, L.
    McDonald, PA 15052 (US)
  • NOLD, David, A.
    Cranberry Township, PA 16066 (US)

(74) Vertreter: Klüppel, Walter et al
Patentanwälte Hemmerich & Kollegen Hammerstrasse 2
57072 Siegen
57072 Siegen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 349 840
DE-A1- 2 129 337
EP-A- 0 369 269
DE-A1- 2 356 785
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung für die Montage und für Funktionsprüfungen von Walzarmaturen in Walzgerüsten oder in Walzstraßen, wie bspw. Tandemwalzstraßen, wobei zumindest eine Teilanzahl der Walzarmaturen jeweils eine Baueinheit bildet, die betriebsmäßig an dem jeweiligen Walzenständer befestigt wird und wobei die Baueinheiten für eine Vormontage mit Funktionsprüfungen außerhalb des Walzgerüstes angeordnet, eingestellt und / oder geprüft werden und zumindest eine eingestellte und / oder geprüfte Baueinheit betriebsmäßig zwischen zwei Walzgerüsten überwiegend im Gerüst-Zwischenraum angeordnet und an konstruktiv festgelegten Stützstellen der Walzenständer befestigt wird.

    [0002] Aus der EP 0 369 269 A ist der eingangs bezeichnete Gegenstand bekannt, wobei jedoch an der Ein- und Auslaufseite eines einzelnen Walzgerüstes jeweils ein Tragkörper über zwei Zusatztragbalken an zwei mit den Ständerholmen verbundenen Tragbalken befestigt ist. Diese Lösung erlaubt es, die Führungselemente außerhalb der Walzstraße an einem besonders dafür ausgerüsteten Montageplatz am Zusatztragbalken anzubringen und einzustellen, bevor diese zusammen mit dem Zusatztragbalken mit dem Walzgerüst verbunden werden. Dabei kann ein bereits am Gerüst befindlicher Zusatztragbalken gegen den mit den eingestellten Führungselementen ausgestatteten Zusatztragbalken ausgetauscht werden. Allerdings sind für eine Einstellung der Führungselemente am Walzgerüst noch seitlich an den Ständerholmen angelenkte Hubmotoren erforderlich.

    [0003] Aus der DE 23 56 785 B ist außerdem eine Walzarmatur mit oberen und unteren Walzgutführungen zur Befestigung an der Ein- und Auslaufseite von Walzgerüsten bekannt. Beide Walzgutführungen sind innerhalb eines gemeinsamen Rahmens montiert, der geführt ist und ausgerichtet werden kann.

    [0004] Eine Baueinheit ist auch aus der EP 0 349 840 A2 bekannt: Dort sollen im wesentlichen außen am Walzgerüst des Walzwerks voneinander getrennteBaueinheiten ersetzt werden, die nicht nur einen zusätzlichen und verhältnismäßig großen Platzbedarf erfordern, sondern auch schwer zugänglich und entsprechend schwierig zu warten und zu bedienen sind. Es wird eine Baueinheit als bekannt beschrieben mit am Walzwerk ein- und auslaufseitig angeordneten Bandabweisem, Spritzeinrichtungen, Walzband-Anhebevorrichtungen, Ausfahrschienen und Walzband-Leittischen, wobei die Walzband-Anhebevorrichtungen mit Bandabweisern, Spritzeinrichtungen, Ausfahrschienen und Walzbandleittischen zu einer Baueinheit zusammen gefasst und innerhalb des Walzgerüstes in unmittelbarer Nähe zum Walzspalt der Arbeitswalzen angeordnet sind. Die einzelnen Geräte können auch im Arbeitswalzen-Biegeblock integriert sein. Obwohl sich eine solche Bauweise bewährt hat, verbleiben dennoch einige zu verbessernde, bisher unberücksichtigt gebliebene Problemkreise.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Handhabung der Baueinheit beim Montieren und Funktionsprüfen zu vereinfachen und die Arbeiten schneller und zeitsparender auszuführen.

    [0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in Walzrichtung im ersten Walzgerüst einer Walzstraße ein außerhalb des Walzgerüstes auf einer Montageplatte eingestelltes und / oder geprüftes Einlaufseiten-Modul zwischen den einander zugeordneten Walzenständern des betreffenden ersten Walzgerüstes eingebaut wird und dass in Walzrichtung zwischen einem ersten Walzgerüst und einem zweiten Walzgerüst ein ebenfalls außerhalb des Walzgerüstes auf der Montageplatte eingestelltes und / oder geprüftes Auslaufseiten-Modul und ein Einlaufseiten-Modul auf einem Grundrahmen aufgestützt eingebaut werden. Ein wesentlicher Vorteil ist eine mögliche Vorprüfung aller Elemente außerhalb des Walzgerüstes, bspw. in der Werkstatt, eine zeitsparende Vorverkabelung der Sensorik und eine Verrohrung der Medienverbraucher. Dadurch wird die Endmontage im Walzgerüst erheblich vereinfacht, bspw. zeitlich verkürzt, weil nicht mehr einzelne Baugruppen montiert und geprüft werden, sondern eine kompakte Einheit. Es werden demzufolge Montagezeiten auf der Baustelle eingespart, die Inbetriebnahmezeit wird verkürzt und außerdem können Befestigungsstellen am Walzgerüst schon während der Entwurfsphase ausgewählt und festgelegt werden, wobei diese konstruktiven Vorteile unabhängig von den zu verbauenden Komponenten sind. Insgesamt ergeben sich erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen.

    [0007] Eine Einrichtung für die Montage und für Funktionsprüfungen von Walzarmaturen in Walzgerüsten oder in Walzstraßen, wie bspw. Tandemwalzstraßen, wobei zumindest eine Teilanzahl der Walzarmaturen jeweils eine Baueinheit bildet, die betriebsmäßig an dem jeweiligen Walzenständer befestigt ist, und wobei ein Einlaufseiten-Modul zumindest Bandführungstische umfasst und ein Auslaufseiten-Modul vorgesehen ist, wird nach der vorrichtungsmäßigen Erfindung dadurch ausgebildet, dass nach weiteren Merkmalen ein Einlaufseiten-Modul zumindest
    1. (a) einen Eingangsseiten-Sprühbalken für Emulsionen
    2. (b) einen oberen Sprühbalken für die Walzspaltschmierung
    3. (c) einen unteren Sprühbalken für die Walzspaltschmierung
    4. (d) eine Band-Klemmvorrichtung und
    5. (e) Spritzschutzwände
      umfasst und außerhalb des Walzgerüstes auf einer Montageplatte geprüft und/oder eingestellt ist und dass die Baueinheit bestehend aus zumindest einem AuslaufseitenModul und einem Einlaufseiten-Modul zwischen zwei in Walzrichtung aufeinander folgenden Walzgerüsten auf einem Grundrahmen angebracht ist. Die vorstehenden Elemente bilden dabei eine Baueinheit (ein Modul). Außerdem kann als Montageplatte auch der Grundrahmen, falls erwünscht, verwendet werden.
      Weiterhin ist vorgesehen, dass das Auslaufseiten-Modul und das Einlaufseiten-Modul im eingebauten Zustand auf einem Grundrahmen aus den Seitenschutzwänden und den zwei Traversen angeordnet sind und ein begehbarer Gitterrost vorgesehen ist.
      Nach anderen Merkmalen ist vorgesehen; dass das Auslaufseiten-Modul zumindest folgende Gegenstände umfasst:
    6. (f) einen Bandabweiser für die obere und untere Arbeitswalze,
    7. (g) einen Zwischenraum-Reinigungsbalken,
    8. (h) eine Auslaufseiten-Emulsions-Spritzeinrichtung,
    9. (i) einen oberen Reinigungs- und Kühlbalken,
    10. (j) einen unteren Reinigungs- und Kühlbalken,
    11. (k) eine Banddaten-Messeinrichtung,
    12. (l) eine Bandspannungs-Messrolle,
    13. (m) einen Träger mit Schutzeinrichtung für die Bandgeschwindigkeit-Messvorrichtung,
    14. (n) eine Schutzeinrichtung für die Banddicken-Messvorrichtung,
    15. (o) stationäre Bandführungstische und
    16. (p) eine Band-Niederhalterolle mit integrierter Bandkühlvorrichtung.


    [0008] Die vorstehenden Gegenstände bilden zumindest eine der Baueinheiten innerhalb des Gerüstzwischenraums.

    [0009] Grundlage für die Arbeitsweise kann auch sein, dass in der Walzlinie der Walzstraße und innerhalb eines Walzgerüstes zur Aufnahme von gleichen, ähnlichen oder verschiedenen Baueinheiten für die Fertigmontage und den Betriebszustand der Grundrahmen aus zwei Traversen, Seitenschutzwänden und dem Gitterrost gebildet ist.

    [0010] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und werden nachstehend näher erläutert.

    Es zeigen:



    [0011] 
    Fig. 1
    eine Seitenansicht des Teils einer Walzstraße, bspw. einer Tandemwalzstraße,
    Fig. 2
    eine perspektivische Darstellung des Grundrahmens zur Aufnahme der einzelnen Baugruppen einer oder mehrerer Baueinheiten im Gerüstzwischenraum außerhalb der Walzlinie, d.h. zur Vormontage mit Funktionsprüfungen in einer Werkstatt mit jeweils einem Einlaufseiten- und einem Auslaufseiten-Modul und
    Fig. 3
    denselben Grundrahmen mit nur einer Baueinheit.


    [0012] In Fig. 1 sind zwei auf einer Walzlinie 6 liegende, einzelne Walzgerüste 1 gezeigt. Jedes Walzgerüst 1 besteht aus (quer zur Walzrichtung 11) hintereinander liegenden Walzenständern 1 a und 1 b. Mehrerer solcher Walzgerüste 1 bilden eine Walzstraße 2. So kann bspw. eine Reihe von fünf Walzgerüsten 1 eine Tandemwalzstraße 3 darstellen. Jedes der Walzgerüste 1 ist mit Walzarmaturen 4 ausgestattet. Die Walzarmaturen 4 bilden gleiche und / oder ähnliche und / oder unterschiedliche Baueinheiten 5. Solche Baueinheiten 5 werden als "Module" bezeichnet.

    [0013] Die Baueinheiten 5 werden als Einlaufseiten-Module 12 und als Auslaufseiten-Modul 13 in jedem Walzgerüst 1 und im Gerüst-Zwischenraum 9 auf einem Grundrahmen 8 (vgl. die Fig. 2 und 3) befestigt. Der Grundrahmen 8 bildet im Gerüst-Zwischenraum 9 eine besondere, eigenständige Baueinheit 5. Dieser Grundrahmen 8 besteht aus zwei Traversen 19, aus Seitenschutzwänden 17a, 17b und einem Gitterrost 21.

    [0014] Im Gerüst-Zwischenraum 9 befinden sich auf dem Grundrahmen 8 links ein Auslaufseiten-Modul 13 und rechts ein Einlaufseiten-Modul 12. Diese Baueinheiten 5 im Gerüst-Zwischenraum 9 sind konstruktiv einer Stützstelle 10 zugeordnet und dort befestigt. Die Stützstellen 10 können schon während der Entwurfsphase festgelegt werden, unabhängig von den einzubauenden Baueinheiten 5.

    [0015] Die Vorteile der Erfindung werden im wesentlichen dadurch erzielt, dass die Baueinheiten 5 für eine Vormontage mit Funktionsprüfungen auf einer Montageplatte (nicht gezeigt) außerhalb des Walzgerüstes 1, bspw. in einer Werkstatt, auf der Montageplatte angeordnet, außerhalb des Walzgerüstes 1 eingestellt und / oder geprüft werden und dass zumindest eine eingestellte und / oder geprüfte Baueinheit 5 zwischen zwei Walzgerüsten überwiegend im Gerüst-Zwischenraum 9 angeordnet und an konstruktiv festlegbaren Stützstellen 10 der Walzenständer 1 a, 1 b befestigt wird.

    [0016] Im folgenden werden Beispiele für eine Baueinheit 5 als Einlaufseiten-Modul 12 beschrieben: Die Walzarmaturen 4 weisen Eingangsseiten-Sprühbalken 14 für Emulsionen auf. Dazu sind ein oberer Sprühbalken 15a für die Walzspaltschmierung und ein unterer Sprühbalken 15b für die Walzspaltschmierung vorgesehen. Davor ist eine Band-Klemmvorrichtung 16 angeordnet. Das Walzband wird mittels eines Bandführungstisches 18 geführt. In Walzrichtung 11 kann eine solche Baueinheit 5 im ersten Walzgerüst 1 einer Walzstraße 2 als Einlaufseiten-Modul 12 zwischen den einander zugeordneten Walzenständern 1 a, 1 b angeordnet sein.

    [0017] Die Baueinheit 5 im Gerüst-Zwischenraum 9 wird auf dem Grundrahmen 8, zwei Traversen 19 mit beidseitigen Seitenschutzwänden 17a, 17b montiert, wobei für die Arbeiten des Bedienungspersonals ein Gitterrost 21 dient. Der Grundrahmen 8 ist an den Stützstellen 10 gehalten.

    [0018] Im nunmehr nachfolgenden Abschnitt werden Beispiele für eine andere Baueinheit 5 als Auslaufseiten-Modul 13 erläutert: An dieser Stelle ist das Auslaufseiten-Modul 13 als Zwischenraum-Auslaufseiten-Modul 22a bezeichnet und mit einem Bandabweiser 22 versehen. Der Bandabweiser 22 ist einer unteren Arbeitswalze 23b zugeordnet. Die Walzarmaturen 4 sind an Ständerwänden 24 befestigt. Dem Walzensatz aus Arbeits- und Stützwalzen zugeordnet ist ein Zwischenraum-Reinigungsbalken 25 vorgesehen und ein oberer Reinigungs- und Kühlbalken 26a und ein unterer Reinigungs- und Kühlbalken 26b. Zwischen den Bauteilen liegt eine Banddaten-Messeinrichtung 27. Vor dem Einlauf in das rechte Walzgerüst 1 liegt eine Bandspannungs-Messrolle 28. Diese umgebend befindet sich ein Träger und eine Schutzeinrichtung 29 für die Bauteile der Bandgeschwindigkeits-Ermittlung. Außerdem ist ein Träger 30 für die Bandgeschwindigkeits-Messvorrichtung an dem Grundrahmen 8 befestigt. Eine Schutzeinrichtung 31 für das Banddicken-Messgerät ist eingezeichnet. Sodann ist ein stationärer Bandführungstisch 32 mit einer Band-Niederhalterolle 33 mit integrierter Bandkühlvorrichtung dargestellt. Die Baueinheit 5, d.h. das Einlaufseiten-Modul 12, bildet hier ein Gerüstzwischenraum-Eingangsmodul 34. Dementsprechend ist (analog zum Eingangsseiten-Sprühbalken 14) ein Eingangsseiten-Emulsionssprühbalken 35 gebildet. Dieser besteht (analog zu 15a, 15b) aus einem oberen Sprühbalken 36a für die Walzspalt-Schmierung und aus einem unteren Sprühbalken 36b für die Walzspalt-Schmierung. In Ergänzung besitzt hier das Auslaufseiten-Modul 13 ein Emulsionssprühsystem 37 mit einer Mehrzonen-Kühl-schmierung. Analog zu den Sprühbalken 15a, 15b sind ein oberer Sprühbalken 38a für die Walzspaltschmierung und Mehrzonen-Kühlung und ein unterer Sprühbalken 38b für die Walzspaltschmierung und eine Mehrzonen-Kühlung vorgesehen. Dem Zwischenraum-Reinigungsbalken 25 entspricht jeweils ein Zwischenraum-Reinigungsbalken 40. Der Band-Klemmvorrichtung 16 entspricht eine Bandklemmvorrichtung 41 mit Zubehör, wobei der Antriebsbereich der Band-Klemmvorrichtung 41 mit 42 bezeichnet ist. Diese Elemente sind an einer Ständerwand 43 befestigt. Ebenfalls vorgesehen sind ein Führungstisch 44 und einer schwenkbarer Bandführungstisch 45.

    [0019] In Fig. 2 ist der Aufbau für die Vormontage mit Funktionsprüfungen außerhalb der Walzlinie 6, bspw. in einer Werkstatt, gezeigt. Die Einlaufseiten-Module 12 und die Auslaufseiten-Module 13 sind mit den zugehörigen Spritzschutzwänden 7a und 7b vorgesehen. Der Grundrahmen 8 ist für die spätere Befestigung an den Walzenständern 1a, 1b mittels Seitenschutzwänden 17a, 17b versehen.

    [0020] Gemäß Fig. 3 ist der Grundrahmen 8 mit den zwei Traversen 19 und den Seitenschutzwänden 17a, 17b gezeigt. In Walzrichtung 11 betrachtet, befinden sich nebeneinander der Bandführungstisch 18, die Seitenschutzwände 17a, 17b, die Band-Klemmvorrichtung 16, 41 und der obere Sprühbalken 38a sowie der untere Sprühbalken 38b.

    Bezugszeichenliste



    [0021] 
    1
    Walzgerüst
    1a
    Walzenständer
    1b
    Walzenständer
    2
    Walzstraße
    3
    Tandemwalzstraße
    4
    Walzarmaturen
    5
    Baueinheit
    6
    Walzlinie
    7a
    Spritzschutzwand
    7b
    Spritzschutzwand
    8
    Grundrahmen
    9
    Gerüst-Zwischenraum
    10
    Stützstelle
    11
    Walzrichtung
    12
    Einlaufseiten-Modul
    13
    Auslaufseiten-Modul
    14
    Eingangsseiten-Sprühbalken für Emulsion
    15a
    oberer Sprühbalken für die Walzspaltschmierung
    15b
    unterer Sprühbalken für die Walzspaltschmierung
    16
    Band-Klemmvorrichtung
    17a
    Seitenschutzwand
    17b
    Seitenschutzwand
    18
    Bandführungstisch
    19
    zwei Traversen
    20
    21
    Gitterrost
    22
    Bandabweiser für die Arbeitswalzen
    22a
    Zwischenraum-Auslaufseiten-Modul
    23a
    obere Arbeitswalze mit Bandabweiser
    23b
    untere Arbeitswalze mit Bandabweiser
    24
    Ständerwand
    25
    Zwischenraum-Reinigungsbalken
    26a
    oberer Reinigungs- und Kühlbalken
    26b
    unterer Reinigungs- und Kühlbalken
    27
    Banddaten-Messeinrichtung
    28
    Bandspannungs-Messrolle
    29
    Träger und Schutzeinr. für Bandmessgeschwindigkeit
    30
    Träger für Bandgeschwindigkeits-Messvorrichtung
    31
    Schutzeinrichtung für Banddicken-Messgeräte
    32
    Stationärer Bandführungstisch
    33
    Band-Niederhalterolle mit integrierter Bandkühlvorrichtung
    34
    Gerüstzwischenraum-Eingangsmodul
    35
    Eingangsseiten-Emulsionssprühbalken
    36a
    oberer Sprühbalken für die Walzspalt-Schmierung
    36b
    unterer Sprühbalken für die Walzspalt-Schmierung
    37
    Emulsionssprühsystem und Mehrzonen-Kühlschmierung
    38a
    oberer Sprühbalken für Walzspaltschmierung und Mehrzonen-Kühlung
    38b
    unterer Sprühbalken für die Walzspaltschmierung und Mehrzonen-Kühlung
    39
    40
    Zwischenraum-Reinigungsbalken
    41
    Bandklemmvorrichtung mit Zubehör
    42
    Antriebsbereich der Bandklemmvorrichtung
    43
    Ständerwand
    44
    Führungstisch
    45
    schwenkbarer Bandführungstisch



    Ansprüche

    1. Verfahren für die Montage und für Funktionsprüfungen von Walzarmaturen (4) in Walzgerüsten (1) oder in Walzstraßen (2), wie bspw. Tandemwalzstraßen (3), wobei zumindest eine Teilanzahl der Walzarmaturen (4) jeweils eine Baueinheit (5) bildet, die betriebsmäßig an dem jeweiligen Walzenständer (1a; 1 b) befestigt wird, und wobei die Baueinheiten (5) für eine Vormontage mit Funktionsprüfungen außerhalb des Walzgerüstes angeordnet, eingestellt und / oder geprüft werden und zumindest eine eingestellte und / oder geprüfte Baueinheit (5) betriebsmäßig zwischen zwei Walzgerüsten (1) überwiegend im Gerüst-Zwischenraum (9) angeordnet und an konstruktiv festgelegten Stützstellen (10) der Walzenständer (1 a; 1 b) befestigt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in Walzrichtung (11) im ersten Walzgerüst (1) einer Walzstraße (2) ein außerhalb des Walzgerüstes (1) auf einer Montageplatte eingestelltes und / oder geprüftes Einlaufseiten-Modul (12) zwischen den einander zugeordneten Walzenständern (1a; 1 b) des betreffenden ersten Walzgerüstes (1) eingebaut wird und dass in Walzrichtung (11) zwischen einem ersten Walzgerüst (1) und einem zweiten Walzgerüst (1) ein ebenfalls außerhalb des Walzgerüstes (1) auf der Montageplatte eingestelltes und / oder geprüftes Auslaufseiten-Modul (13) und ein Einlaufseiten-Modul (12) auf einem Grundrahmen (8) aufgestützt eingebaut werden.
     
    2. Einrichtung für die Montage und für Funktionsprüfungen von Walzarmaturen (4) in Walzgerüsten (1) oder in Walzstraßen (2), wie bspw. Tandemwalzstraßen (3), wobei zumindest eine Teilanzahl der Walzarmaturen (4) jeweils eine Baueinheit (5) bildet, die betriebsmäßig an dem jeweiligen Walzenständer (1 a; 1b) befestigt ist, und wobei ein Einlaufseiten-Modul (12) zumindest Bandführungstische (18) umfasst und ein
    Auslaufseiten-Modul (13) vorgesehen ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass ein Einlaufseiten-Modul (12) zumindest einen
    Eingangsseiten-Sprühbalken (14) für Emulsionen,
    einen oberen Sprühbalken (15a) für die Walzspaltschmierung,
    einen unteren Sprühbalken (15b) für die Walzspaltschmierung eine Band-Klemmvorrichtung (16) und Spritzschutzwände (7a; 7b) umfasst
    und außerhalb des Walzgerüstes (1) auf einer Montageplatte geprüft und /oder eingestellt ist und dass die Baueinheit (5) bestehend aus zumindest einem Auslaufseiten-Modul (13) und einem Einlaufseiten-Modul (12) zwischen zwei in Walzrichtung (11) aufeinanderfolgenden Walzgerüsten (1) auf einem Grundrahmen (8) angebracht ist.
     
    3. Einrichtung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Auslaufseiten-Modul (13) und das Einlaufseiten-Modul (12) im eingebauten Zustand auf dem Grundrahmen (8) aus den Seitenschutzwänden (17a; 17b) und den zwei Traversen (19) angeordnet sind und ein begehbarer Gitterrost (21) vorgesehen ist.
     
    4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Auslaufseiten-Modul (13) zumindest

    (f) einen Bandabweiser (22) für die obere und untere Arbeitswalze (23a, 23b),

    (g) einen Zwischenraum-Reinigungsbalken (25)

    (h) eine Auslaufseiten-Emulsions-Spritzeinrichtung,

    (i) einen oberen Reinigungs- und Kühlbalken (26a),

    (ü) -einen unteren Reinigungs- und Kühlbalken (26b)

    (k) eine Banddaten-Messeinrichtung (27),

    (i) eine Bandspannungs-Messrolle (28),

    (m) einen Träger ( 29) mit Schutzeinrichtung für die
    Bandgeschwindigkeits-Messvorrichtung (30)

    (n) eine Schutzeinrichtung (31) für eine Banddicken-Messvorrichtung,

    (o) stationäre Bandführungstische (32) und

    (p) eine Band-Niederhalterolle (33) mit integrierter Bandkühlvorrichtung umfasst.


     
    5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in der Walzlinie (6), der Walzstraße (2) und innerhalb eines Walzgerüstes (1) zur Aufnahme von gleichen, ähnlichen oder verschiedenen Baueinheiten (5) für die Fertigmontage und den Betriebszustand der Grundrahmen (8) aus zwei Traversen (19), Seitenschutzwänden (17a, 17b) und einem Gitterrost (21) gebildet ist.
     


    Claims

    1. Method for mounting and carrying out functional checks of roll fittings in roll stands (1) or in rolling trains (2) such as, for example, tandem rolling trains (3), wherein at least a part number of the roll fittings (4) respectively forms a constructional unit (5) which is operatively fastened to the respective roll housing (1a; 1b) and wherein the constructional units (5) are arranged for a preassembly with functional checks outside the roll stand, adjusted and/or checked and at least one adjusted and/or checked constructional unit (5) is operatively arranged between two roll stands (1) predominantly in the stand intermediate space (9) and fastened to constructionally fixed support points (10) of the roll housings (1a; 1b), characterised in that an entry side module (12) adjusted and/or checked outside the roll stand (1) on a mounting plate is installed, in the first roll stand (1) of a rolling train (2) in rolling direction (11), between the mutually associated roll housings (1a; 1b) of the respective first roll stand (1) and that an exit side module (13) similarly adjusted and/or checked outside the roll stand (1) on the mounting plate and an entry side module (12) are installed, supported on the base plate (8), between a first roll stand (1) and a second roll stand (1) in rolling direction.
     
    2. Equipment for mounting and carrying out functional checks of roll fittings (4) in roll stands (1) or in rolling trains (2) such as, for example, tandem rolling trains (3), wherein at least a part number of the roll fittings (4) respectively forms a constructional unit (5) which is operatively fastened to the respective roll housing (1a; 1b) and wherein an entry side module (12) comprises at least one strip guide table (18) and an exit side module (13) is provided, characterised in that an entry side module (12) comprises at least one entry side spray bar (14) for emulsions, an upper spray bar (15a) for rolling gap lubrication, a lower spray bar (15b) for rolling gap lubrication, a strip clamping device (16) and spray protection walls (7a; 7b) and is checked and/or adjusted outside the roll stand (1) on a mounting plate and that the constructional unit (5) consisting of at least one exit side module (13) and entry side module (12) is mounted on a base frame (8) between two roll stands (1) successive in rolling direction.
     
    3. Equipment according to claim 2, characterised in that the exit side module (13) and the entry side module (12) are arranged, in the installed state, on the base frame (8) consisting of the side protection walls (17a; 17b) and the two cross-members (19) and a grating (21) able to be walked on is provided.
     
    4. Equipment according to one of claims 2 and 3, characterised in that the exit side module (13) comprises at least

    (f) a strip deflector (22) for the upper and lower working rolls (23a, 23b),

    (g) an intermediate space cleaning bar (25),

    (h) an exit side emulsion spray device,

    (i) an upper cleaning and cooling bar (26a),

    (j) a lower cleaning and cooling bar (26b),

    (k) a strip data measuring device (27),

    (l) a strip tension measuring roller (28),

    (m) a support (29) with protective device for the strip speed measuring device (30),

    (n) a protection device (31) for a strip thickness measuring device,

    (o) a stationary strip guide table (32), and

    (p) a strip holding-down roller (33) with integrated strip cooling device.


     
    5. Equipment according to any one of claims 2 to 4, characterised in that the base frame (8) is formed, in the rolling line (6), the rolling train (2) and within a roll stand (1) for reception of the same, similar or different constructional units (5) for assembly to finished state and the operational state, from two cross-members (19), side protection walls (17a, 17b) and a grating (21).
     


    Revendications

    1. Procédé pour le montage et pour les tests de fonctionnement de dispositifs d'introduction (4) dans des cages de laminage (1) ou dans des laminoirs (2), tels que par exemple des laminoirs tandem (3), où au moins un nombre partiel des dispositifs d'introduction (4) forme à chaque fois une unité de construction (5) qui est opérationnellement fixée sur un montant (1a, 1b) et où les unités de construction (5) sont disposées pour un prémontage avec des tests de fonctionnement en dehors de la cage de laminage, réglées et/ou testées et au moins une unité de construction (5) réglée et/ou testée est disposée de manière opérationnelle entre deux cages de laminage (1) essentiellement dans l'espace intermédiaire (9) de la cage et fixée sur des positions d'appui (10) fixées par la construction des montants (1a ; 1b), caractérisé
    en ce que, dans le sens de laminage (11), dans la première cage de laminage (1) d'un laminoir (2), est monté un module de côté entrée (12) réglé et/ou testé en dehors de la cage de laminage (1) sur une plaque de montage, entre les montants (1a ; 1b) associés l'un à l'autre de la première cage de laminage (1) concernée et en ce que, dans le sens de laminage (11), entre une première cage de laminage (1) et une deuxième cage de laminage (1) sont montés un module de côté sortie (13) également réglé et/ou testé sur la plaque de montage en dehors de la cage de laminage (1) et un module de côté entrée (12) en appui sur un cadre de base (8).
     
    2. Procédé pour le montage et les tests de fonctionnement de dispositifs d'introduction (4) dans des cages de laminage (1) ou dans des laminoirs (2), tels que par exemple des laminoirs tandem (3), où au moins un nombre partiel des dispositifs d'introduction (4) forme à chaque fois une unité de construction (5) qui est opérationnellement fixée sur un montant (1a, 1b) et où un module de côté entrée (12) comprend au moins des tables de guidage (18) de la bande et un module de côté sortie (13) est prévu, caractérisé
    en ce que le module de côté entrée (12) comprend au moins une barre de pulvérisation de côté entrée (14) pour des émulsions, une barre de pulvérisation supérieure (15a) pour la lubrification de la fente de laminage, une barre de pulvérisation inférieure (15b) pour la lubrification de la fente de laminage, un dispositif de serrage (16) de la bande et des parois de protection contre les projections (7a ; 7b) et est testé et/ou réglé en dehors de la cage de laminage (1) sur une plaque de montage et en ce que l'unité de construction (5) constituée par au moins un module de côté sortie (13) et un module de côté entrée (12) est disposée entre deux cages de laminage (1) successives dans le sens de laminage (11) sur un cadre de fond (8).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le module de côté sortie (13) et le module de côté entrée (12) sont disposés, à l'état monté sur le cadre de fond (8) constitué par les parois de protection contre les projections (17a ; 17b) et les deux traverses (19) et qu'on a prévu une grille (21) accessible.
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3, caractérisé
    en ce que le module de côté sortie (13) comporte au moins

    (f) un déflecteur (22) de bande pour le cylindre de travail (23a, 23b) supérieur et inférieur,

    (g) une barre de nettoyage (25) pour l'espace intermédiaire

    (h) un dispositif de pulvérisation d'une émulsion côté sortie,

    (i) une barre de nettoyage et de refroidissement (26a) supérieure,

    (u) une barre de nettoyage et de refroidissement (26b) inférieure,

    (k) un dispositif de mesure (27) des données de la bande,

    (i) un galet de mesure (28) de la tension de la bande,

    (m) un support ( 29) avec un dispositif de protection pour le dispositif de mesure (30) de la vitesse de la bande

    (n) un dispositif de protection (31) pour un dispositif de mesure de l'épaisseur de la bande,

    (o) une table de guidage stationnaire (32) de la bande et

    (p) un galet (33) pour abaisser la bande avec un dispositif intégré de refroidissement de la bande.


     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que dans la ligne de laminage (6), le laminoir (2) et à l'intérieur d'une cage de laminage (1), pour recevoir des unités de construction (5) identiques analogues ou différentes, pour le montage fini et l'état opérationnel, le cadre de base (8) est formé par deux traverses (19), parois de protection latérales (17a, 17b) et une grille (21).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente