Anwendungsgebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein tribologisch und dynamisch hoch belastetes Motorenbauteil,
welches als auf einen Gleitverschleiß beanspruchtes Element einer Brennkraftmaschine,
wie Ventilspielausgleichselement für einen Ventiltrieb oder Pumpenstößel für einen
Hochdruckpumpenantrieb, ausgeführt ist.
Hintergrund der Erfindung
[0002] In der Vergangenheit ist die spezifische Motorleistung vor allem durch Erhöhung der
Drehzahl beträchtlich gesteigert worden. Eine Erhöhung der Drehzahl verursacht aber
eine wesentlich höhere Belastung der beteiligten Motorkomponenten, wobei insbesondere
die Flächenpressung erhöht wird, die wiederum zu einem erhöhten Verschleiß führt.
[0003] So ist dem Fachmann bekannt, dass bei einem Ventiltrieb für eine Brennkraftmaschine
zwischen dem Nocken einer Nockenwelle und einem Stößel für ein Gaswechselventil beträchtliche
Flächenpressungen auftreten, die einen hohen Verschleiß der beteiligten Partner verursachen.
Um jedoch die Aufgabe der Motorsteuerung einwandfrei zu erfüllen, darf der Verschleiß
der beteiligten Reibungspartner während ihrer gesamten Lebensdauer nicht mehr als
einige µm betragen.
[0004] Nach dem bisherigen Stand der Technik hat man ein verbessertes Verschleißverhalten
auf unterschiedliche Weise zu realisieren versucht:
So ist beispielsweise aus der DE 1 949 479 U1 ein Stößel bekannt, der an seiner vom Nocken beaufschlagten Anlagefläche mit einer
auswechselbaren Einstellscheibe aus einem Hartmetall versehen ist. Eine ähnliche Lösung
ist aus der
DE-OS 25 26 656 vorbekannt. In diesem Dokument ist ein Ventilstößel beschrieben, dessen hohler Schaft
aus einem Einsatzstahl und dessen Bodenstück aus einem legierten Werkzeugstahl gefertigt
ist. Auch aus der DE 32 39 325 A1 geht ein Ventilstößel für einen Verbrennungsmotor hervor, dessen Schaft aus Verschleißgründen
mit einem Einsatzstück aus einem keramischen Sinterwerkstoff versehen ist.
[0005] Den vorstehend beschriebenen technischen Lösungen haftet jedoch der Nachteil an,
dass zwar der Schutz gegen Verschleiß verbessert ist, dies aber nur auf aufwendige
Weise zu realisieren ist. So müssen die verschleißfesten Elemente einzeln gefertigt
und mit dem Stößel verbunden werden, was mit einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand
verbunden ist.
[0006] Man hat auch auf andere Art und Weise versucht, den Verschleißschutz zu verbessern.
So werden gemäß der
EP 0 334 064 A1 der Oberfläche, an der ein Steuernocken anläuft, günstige Gleiteigenschaften durch
Phosphatieren oder Kadmieren verliehen. Das hatte jedoch nur geringen, insbesondere
zeitlich eingeschränkten Erfolg.
[0007] Man hat auch versucht, den Verschleiß durch Hartverchromung zu verringern. Diese
ansonsten erfolgreiche Oberflächenbeschichtung brachte in der Praxis jedoch keinen
Erfolg, weil die Chromschicht nach relativ kurzer Betriebsdauer abplatzte und damit
den Verschleiß zusätzlich beschleunige. Aber auch wenn die Chromschicht nur in einem
Bereich von 2,5 mm aufgebracht wurde, was ein Abplatzen verhindern sollte, so hat
es sich gezeigt, dass immer ein zusätzlicher Arbeitsgang erforderlich ist, um die
Oberfläche mit einer Verschleißschutzschicht zu versehen.
[0008] Die gleichen Nachteile treffen für die in der
DE 41 27 639 C2 beschriebene Lösung zu. Die dort beschriebene reibungsarme Verschleißschutzschicht
aus in Diamantbindungsstruktur vorliegendem Kohlenstoff für einen Ventiltrieb einer
Brennkraftmaschine muß ebenfalls durch einen zusätzlichen Arbeitsgang aufgebracht
werden.
[0009] In diesem Zusammenhang ist es auch bekannt, die Gleitflächen von einem Nocken bzw.
Nockenfolger zur Verbesserung des Verschleißverhaltens einem aufwendigen Wärmebehandlungsprozess
zu unterwerfen. So ist aus der
DE 42 05 647 C2 ein Verfahren zur thermochemisch- thermischen Behandlung von Einsatzstählen bekannt,
bei dem jeweils die Randzone eines Werkstücks, insbesondere von Tassenstößeln, Wälzlagerteilen,
Getriebe- und Kupplungselementen, mit Kohlenstoff und Stickstoff angereichert und
anschließend einer martensitischen Härtung unterworfen wird. Eine ähnliche Lösung
geht aus der
DE 44 18 245 C2 hervor. Nach diesem Dokument werden die Gleitflächen eines Nockengegenläufers und/oder
eines Nockens einer Einsatzhärtung mit einer Aufkohlung unterworfen, der sich eine
Abschreckung auf eine Temperatur deutlich unter dem Martensitstartpunkt der Randzone
anschließt. Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, dass sie mehrere Stunden andauern.
[0010] Schließlich ist es auch bekannt, verschleißfeste Bauteile aus einem sinterfähigen
Eisenlegierungspulver herzustellen. So ist in der
DE-OS 28 51 141 ein Verfahren zur Herstellung eines Nockens aus einem Eisenpulver beschrieben. Aus
der
DE 35 04 212 C2 geht ein solches Verfahren zur Herstellung einer Nockenwelle hervor. Dabei wird Metallpulver
zunächst in einer Form unter Druck verdichtet und anschließend bei Temperaturen unter
dem Schmelzpunkt geglüht. Beim Glühen des gepressten Körpers setzen Diffusionsvorgänge
ein, durch die die Teilchen des Ausgangsgefüges an ihren Berührungsstellen zusammenwachsen.
Das Sintern wird unterschieden in ein Vorsintern zur Erhöhung der Festigkeit der Presslinge
und ein daran anschließendes Hochsintern zur maximalen Verdichtung. Die Herstellung
von Formkörpern auf diese Art und Weise ist jedoch ebenfalls sehr aufwendig, da zur
Verdichtung des Metallpulvers immer entsprechende Formen bereitgestellt werden müssen.
[0011] Das Dokument
US 6 516 784 B1 offenbart eine Kraftstoffeinspritzpumpe mit einem als Nocken einer Brennkraftmaschine
ausgebildeten, tribologisch und dynamisch hoch belasteten Motorenbauteil, welches
aus einem verschleißfesten legierten Werkzeugstahl durch pulvermetallurgisches Spritzgießen
hergestellt ist.
[0012] In dem Dokument
US 5 651 335 A, welches den Stößel des Ventiltriebs einer Brennkraftmaschine betrifft, ist erwähnt,
dass der Stößel, um einen hohen Verschleißwiderstand zu erhalten, aus einem Werkzeugstahl
der Gruppe X210 hergestellt sein kann.
[0013] Aus dem Dokument
US 5 810 947 A sind schließlich Beschichtungsverfahren für Werkzeugstähle, darunter auch das Nitrieren,
bekannt.
Zusammenfassung der Erfindung
[0014] Ausgehend von den Nachteilen des bekannten Standes der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, derartige Bauteile kostengünstig bei einem gleichzeitig wesentlich
verbesserten Verschleißverhalten herzustellen.
[0015] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe nach Anspruch 1 bei einem Ventilspielausgleichselement
durch einen als Tassenstößel ausgebildeten Nockenfolger gelöst, der an seinem geschlossenen
Boden von einem Nocken beaufschlagt ist, wobei der Tassenstößel und/oder der Nocken
aus einem verschleißfesten legierten Werkzeugstahl der Marke DIN 1.3343 oder X210CrW12
durch pulvermetallurgisches Spritzgießen hergestellt ist.
[0016] Nach Anspruch 2 wird die Aufgabe bei einem Pumpenstößel erfindungsgemäß durch einen
den Pumpenstößel bildenden Nockenfolger gelöst, der von einem Nocken beaufschlagt
ist, wobei der Pumpenstößel und/oder der Nocken aus einem verschleißfesten legierten
Werkzeugstahl der Marke DIN 1.3343 oder X210CrW12 durch pulvennetallurgisches Spritzgießen
hergestellt ist.
[0017] Ein Stahl der Marke DIN 1.3343 enthält 0,80-1,10 % C, 5,50-6,75 % W, 1,70-2,20 %
V, 3,80-4,50 % Cr, 4,50-5,50 % Mo und Rest Fe. Ein Stahl der Marke X210CrW12 setzt
sich zusammen aus 2,00-2,30 % C, 0,10-0,40 % Si, 0,30-0,60 % Mn, 11,00-13,00 % Cr,
0.60-0,80 % W, und Rest Fe.
[0018] Das pulvermetallurgische Spritzgießen, auch als Metal Injection Moulding (MIM) bezeichnet,
ist an sich bekannt. Dabei werden die Freiheiten des Kunststoffspritzgießens bei der
Bauteilgestaltung mit den Vorteilen der Pulvermetallurgie, eine breite Werkstoffpalette,
sehr enge Toleranzen, kombiniert. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass feine
Metallpulver im Bereich von 20 µm mit organischen Bindern zu einer homogenen Masse
vermischt werden. Der Volumenanteil des Metallpulvers beträgt dabei in der Regel mehr
als 50 %. Es wird so eine Masse erhalten, die analog zur Kunststoffverarbeitung auf
Spritzgießmaschinen verarbeitbar ist. Im Spritzgießprozess werden Formkörper gefertigt,
die schon alle typischen geometrischen Merkmale des fertigen Bauteils aufweisen, aber
ein um den Bindergehalt vergrößertes Volumen besitzen. In einem Entbinderungsprozess
werden dann die organischen Binder entfernt, wobei dies in Abhängigkeit vom eingesetzten
Bindersystem entweder durch thermische Zersetzung und Verdampfung oder auch durch
eine Lösungsmittelextraktion erfolgt. Die zurückbleibenden porösen Formkörper werden
durch Sintern unter verschiedenen Schutzgasen oder unter Vakuum zu Bauteilen mit endgültigen
geometrischen Eigenschaften verdichtet. Die dabei auftretende lineare Schwindung führt
zu Enddichten größer 96 %.
[0019] Im Sinne der Erfindung ist der Begriff legierter Werkzeugstahl breit auszulegen.
Zur Gruppe der Werkzeugstähle zählen für den Fachmann Edelstähle mit hoher Härte,
hohem Verschleißwüderstand und hoher Zähigkeit, die sich zur Be- und Verarbeitung
von Werkstoffen eignen. Sie müssen darüber hinaus eine gute Temperaturwechselbeständigkeit
aufweisen. Nach dem Stahllexikon der Fa. Peter Drösser unterteilen sich Werkzeugstähle
in Kaltarbeitsstähle, Warmarbeitsstähle und Schnellarbeitsstähle.
[0020] Durch die Verwendung von legierten Werkzeugstählen besteht das Gefüge des Rohlings
aus fein verteilten verschleißfesten Karbiden, die in eine abgestimmte martensitische,
sorbitische oder perlitische Matrix eingesetzt sind. Diese Karbide sind für die Verschleißfestigkeit
von eminenter Bedeutung. Der Vorteil eines solchen aus einem legierten Werkzeugstahl
durch pulvermetallurgisches Spritzgießen hergestellten Bauteils liegt neben der endkontumahen
Fertigung insbesondere auch darin, dass seine Eigenschaften, und damit auch seine
Verschleißfestigkeit, über die ganze Bauteiltiefe hindurch konstant sind.
[0021] Nach einem weiteren Merlmal der Erfindung gemäß Anspruch 3 ist vorgesehen, dass der
Werkzeugstahl ein Kaltarbeitsstahl oder ein Schnellarbeitsstahl ist. Kaltarbeitsstähle
sind legierte Werkzeugstähle zur Fertigung von Werkzeugen, bei denen die Oberflächentemperatur
von rund 200° Celsius im Allgemeinen nicht überschritten wird. In diesem Temperaturbereich
haben die Stähle hohe Härten, gute Zähigkeiten und gute Schneidhaltigkeiten sowie
ein gutes Widerstandsverhalten gegen Schlag, Druck und Verschleiß. Schnellarbeitsstähle
sind höher legierte Werkzeugstähle, die vorwiegend zum Zerspanen von Werkstoffen bei
hohen Schnittgeschwindigkeiten eingesetzt werden. Die Legierungselemente Chrom, Kobalt,
Molybdän, Vanadium und Wolfram bzw. deren Sonderkarbide und die Wärmebehandlung verleihen
den Schnellarbeitsstählen eine hohe Anlassbeständigkeit und Warmhärte bis zu Temperaturen
von 600° C.
[0022] Aus Anspruch 4 geht hervor, dass ein durch pulvermetallurgisches Spritzgießen aus
einem verschleißfesten legierten Werkzeugstahl hergestelltes Bauteil anschließend
einer Wärmebehandlung, wie Härten und Anlassen, laserhärten oder Nitrieren unterworfen
ist. Durch diese anschließende Wärmebehandlung werden die an sich bekannten guten
Verschleißeigenschaften des Bauteils nochmals verbessert.
[0023] Nach Anspruch 5 ist es auch möglich, dass die Verschleißeigenschaften des Bauteils
durch ein nachfolgendes Beschichtungsverfahren nochmals verbessert werden können.
Dies könnte beispielsweise durch PVD- oder CVD-Verfahren vorgenommen werden.
[0024] Nach einem zusätzlichen weiteren Merkmal der Erfindung gemäß Anspruch 6 kann das
Bauteil auch einer zusätzlichen mechanischen Nachbearbeitung unterworfen sein. Dies
kann insbesondere dann erforderlich sein, wenn in Einzelfällen genau definierte geometrische
Abmessungen eingehalten werden müssen.
[0025] Ein erfindungsgemäß hergestelltes Motorenbauteil kann gemäß Anspruch 7 mit einer
Anschlusskonstruktion durch ein Fügeverfahren, wie beispielsweise Kleben, Löten, Schweißen,
Diffusionsverbinden oder auch Verstemmen verbunden sein.
[0026] Insbesondere bei Pumpen-Düsen-Einspritzsystemen moderner Bauart treten hohe Einspritzdrücke
auf, die zu höheren Belastungen der Hochdruckpumpe führen. Eine derartige Radialkolbenpumpe
besteht in der Regel aus drei um 120° versetzt zueinander angeordneten Pumpenkolben,
die von einer Exzenterwelle mit einem Mehrfachnocken angetrieben werden. Hierbei hat
es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, zwischen Mehrfachnocken und Pumpenkolben
nach der Erfindung aus einem legierten Werkzeugstahl durch pulvermetallurgisches Spritzgießen
gefertigte Tassenstößel einzusetzen, da diese, wie bereits vorstehend ausgeführt,
eine hervorragende Verschleißbeständigkeit aufweisen. Auf nähere Ausführungen zum
Aufbau und zur Wirkungsweise derartiger Hochdruckpumpen kann an dieser Stelle verzichtet
werden, da sie dem Fachmann hinreichend bekannt und bereits vorbeschrieben sind. So
ist beispielsweise in der Zeitschrift mot Nr. 11/2001, Seite 13-16 das Speichereinspritzsystem
Common Rail ausführlich beschrieben.
[0027] Die Erfindung wird an nachstehendem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0028] Die einzige Figur zeigt eine Seitenansicht eines mechanischen Ventilstößels für einen
Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, teilweise geschnitten.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
[0029] Der in der Figur dargestellte mechanische Tassenstößel 1 weist eine hohlzylindrische
Wandung 2 auf, die an einem Ende durch einen Boden 3 verschlossen ist. In Richtung
des offenen Endes des Tassenstößels 1 ist der Boden 3 mit einer Erhebung 4 versehen,
die mit der Stirnseite eines Schaftes eines Gaswechselventiles 5 in Wirkverbindung
steht. Von oben wird der Boden 3 durch einen Nocken 6 beaufschlagt, der auf einer
Nockenwelle 7 angeordnet ist. Es liegt auf der Hand, dass bei hohen Drehzahlen und
hohen Belastungen von modernen Motoren zwischen dem Nocken 6 und dem Boden 3 des Tassenstößels
1 hohe tribologische Belastungen auftreten, so dass beide Teile, nämlich der Nocken
6 und auch der Tassenstößel 1 bzw. dessen Boden 3 eine hohe Verschleißfestigkeit bei
gleitender Reibung aufweisen müssen.
[0030] In erfindungsgemäßer Weise ist der Tassenstößel 1 aus einem hochverschleißfesten
Schnellarbeitsstahl mittels pulvermetallurgischen Spritzgieβens hergestellt. Die entscheidenden
Vorteile eines solchen Stößels liegen einerseits darin, dass seine gute Verschleißbeständigkeit
über den ganzen Werkstoffquerschnitt gegeben ist. Es besteht also nicht die Gefahr,
dass mit längerer Lebensdauer eine Verschleißanfälligkeit eintritt. Andererseits ist
durch das pulvermetallurgische Spritzgießen sichergestellt, dass der Tassenstößel
1 in einfacher Weise endkontumah, d. h., auch mit seiner in Richtung Gaswechselventil
gerichteten Erhebung 4, unkompliziert herstellbar ist. Das Gleiche trifft für den
Nocken 6 zu, der ebenfalls in der vorstehend beschriebenen Weise durch pulvermetallurgisches
Spritzgießen hergestellt ist. Dieser Nocken 6 kann dann mit der Nockenwelle 7 beispielsweise
durch einen Diffusionsvorgang verbunden sein.
1. Tribologisch und dynamisch hoch belastetes Motorenbauteil, welches als auf einen Gleitverschleiß
beanspruchtes Ventilspielausgleichselement für einen Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine
ausgeführt ist, mit einem als Tassenstößel (1) ausgebildeten Nockenfolger, der an
seinem geschlossenen Boden (3) von einem Nocken (6) beaufschlagt ist, wobei der Tassenstößel
(1) und/oder der Nocken (6) aus einem verschleißfesten legierten Werkzeugstahl der
Marke DIN 1.3343 oder X210CrW12 durch pulvermetallurgisches Spritzgießen hergestellt
ist.
2. Tribologisch und dynamisch hoch belastetes Motorenbauteil welches als auf einen Gleitverschleiß
beanspruchter Pumpenstößel für einen Hochdruckpumpenantrieb einer Brennkraftmaschine
ausgeführt ist, mit einem den Pumpenstößel bildenden Nockenfolger, der von einem Nocken
beaufschlagt ist, wobei der Pumpenstößel und/oder der Nocken aus einem verschleißfesten
legierten Werkzeugstahl der Marke DIN 1.3343 oder X210CrW12 durch pulvermetallurgisches
Spritzgießen hergestellt ist.
3. Motorenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugstahl ein Kaltarbeitsstahl oder ein Schnellarbeitsstahl ist.
4. Motorenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es einer anschließenden Wärmebehandlung, wie Härten und Anlassen, Laserhärten oder
Nitrieren unterworfen ist.
5. Motorenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es einem Beschichtungsverfahren unterworfen ist.
6. Motorenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es einer mechanischen Nachbearbeitung unterworfen ist.
7. Motorenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einer Anschlusskonstruktion durch ein Fügeverfahren wie Kleben, Löten, Schweißen,
Diffusionsverbinden oder Verstemmen verbunden ist.
1. Engine component which is subjected to high tribological and dynamic loads and is
designed as a valve clearance compensation element subjected to sliding wear for a
valve drive of an internal combustion engine, comprising a cam follower which is in
the form of a bucket tappet (1) and is acted upon at its closed base (3) by a cam
(6), wherein the bucket tappet (1) and/or the cam (6) is produced from a wear-resistant,
alloyed tool steel of the type DIN 1.3343 or X210CrW12 by metal injection moulding.
2. Engine component which is subjected to high tribological and dynamic loads and is
designed as a pump tappet subjected to sliding wear for a high-pressure pump drive
of an internal combustion engine, comprising a cam follower which forms the pump tappet
and is acted upon by a cam, wherein the pump tappet and/or the cam is produced from
a wear-resistant, alloyed tool steel of the type DIN 1.3343 or X210CrW12 by metal
injection moulding.
3. Engine component according to Claim 1 or 2, characterized in that the tool steel is a cold-work steel or a high-speed steel.
4. Engine component according to Claim 1 or 2, characterized in that it is subjected to a subsequent heat treatment, such as hardening and tempering,
laser hardening or nitriding.
5. Engine component according to Claim 1 or 2, characterized in that it is subjected to a coating process.
6. Engine component according to Claim 1 or 2, characterized in that it is subjected to mechanical remachining.
7. Engine component according to Claim 1 or 2, characterized in that it is connected to a connecting construction by a joining process such as adhesive
bonding, soldering, welding, diffusion bonding or caulking.
1. Composant de moteur soumis à des contraintes élevées du point de vue tribologique
et dynamique, qui est réalisé sous forme d'élément de compensation du jeu des soupapes
sollicité par une usure de glissement, pour une commande de soupapes d'un moteur à
combustion interne, avec un suiveur de came réalisé sous forme de poussoir à coupelle
(1) qui est sollicité sur son fond fermé (3) par une came (6), le poussoir à coupelle
(1) et/ou la came (6) étant fabriqués en un acier à outils allié résistant à l'usure
de la marque DIN 1.3343 ou X210CrW12, par moulage par injection métallurgique de poudre.
2. Composant de moteur soumis à des contraintes élevées du point de vue tribologique
et dynamique, qui est réalisé sous forme de poussoir de pompe sollicité par une usure
de glissement, pour un entraînement de pompe haute pression d'un moteur à combustion
interne, avec un suiveur de came réalisé sous forme de poussoir de pompe qui est sollicité
par une came, le poussoir de pompe et/ou la came étant fabriqués en un acier à outils
allié résistant à l'usure de la marque DIN 1.3343 ou X210CrW12, par moulage par injection
métallurgique de poudre.
3. Composant de moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'acier à outils est un acier de travail à froid ou un acier rapide.
4. Composant de moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est soumis à un traitement thermique ultérieur, comme un trempage et un recuit,
un durcissement au laser ou une nitruration.
5. Composant de moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est soumis à un procédé de revêtement.
6. Composant de moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est soumis à un post-usinage mécanique.
7. Composant de moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est connecté à une construction de raccordement par un procédé d'assemblage comme
un collage, un brasage, un soudage, une connexion par diffusion ou un matage.