(19)
(11) EP 1 754 203 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.01.2010  Patentblatt  2010/02

(21) Anmeldenummer: 05748009.7

(22) Anmeldetag:  25.05.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07B 15/00(2006.01)
G07F 17/24(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2005/005666
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2005/116940 (08.12.2005 Gazette  2005/49)

(54)

Vorrichtung für die Ausgabe eines Informationsträgers

Apparatus for dispensing an information carrier

Dispositif pour la distribution d'un support d'informations


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 27.05.2004 DE 202004008446 U
23.08.2004 DE 202004013161 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.02.2007  Patentblatt  2007/08

(73) Patentinhaber: Benecke, Rudolf
95444 Bayreuth (DE)

(72) Erfinder:
  • Benecke, Rudolf
    95444 Bayreuth (DE)

(74) Vertreter: Wegner, Hans 
Patent- und Rechtsanwälte Bardehle - Pagenberg - Dost Altenburg - Geissler Postfach 86 06 20
81633 München
81633 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 365 473
US-A- 5 249 705
US-E1- R E37 822
WO-A-97/37328
US-A- 5 638 302
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    1. Technisches Gebiet



    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Ausgabe eines Informationsträgers an einen Anwender eines Kontrollsystems.

    2. Der Stand der Technik



    [0002] Systeme zur Regelung der Durchfahrt von Kraftfahrzeugen werden in unterschiedlichsten Situationen eingesetzt. Grenzübergänge und Mautstraßen sind ebenso Beispiele dafür wie Parkhäuser oder Parkplätze in Innenstädten oder Einkaufszentren.

    [0003] Kontrollsysteme zur Durchfahrtssteuerung nach dem Stand der Technik (vgl. Fig. 1) weisen im Allgemeinen eine Schranke 100 oder zumindest einen Signalgeber wie eine Ampel auf, mit der dem Kraftfahrzeugführer die Freigabe oder Sperrung der Durchfahrt angezeigt wird. Die Freigabe erfolgt entweder automatisch oder in Antwort auf eine Eingabe des Kraftfahrzeugfiihrers in das Kontrollsystem. In einem Parkhaus wird beispielsweise in Systemen nach dem Stand der Technik zunächst der fällige Betrag an einem Kassenautomaten oder einer Kasse entrichtet. Der Kraftfahrzeugführer erhält dabei eine Karte o.ä., die er bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus in eine Eingabevorrichtung 200 des Kontrollsystems einführt, woraufhin die Durchfahrt durch Anheben einer Schranke und / oder das Aufleuchten eines geeigneten Signals freigegeben wird. In einigen Anordnungen gibt das Kontrollsystem die Karte oder eine Quittung wieder aus und die Schranke 100 wird erst nach der Entnahme dieser Vorgangsbestätigung geöffnet.

    [0004] Ähnliche Systeme finden auch Verwendung, wenn das Passieren von einzelnen Personen gesteuert werden soll, beispielsweise an einem Skilift oder am Eingang zu einer U-Bahn.

    [0005] In manchen Situationen ist es jedoch zusätzlich zur Prüfung und Bestätigung, dass der fällige Betrag entrichtet worden ist, wünschenswert sicherzustellen, dass der Kranfahrzeugführer oder die Person bestimmte Informationen zur Kenntnis genommen hat. Beispielsweise finden sich im Bereich von Grenzübergängen großflächige Anzeigetafeln, mit denen auf besondere Verkehrsbestimmungen im Einreiseland hingewiesen wird. In ähnlicher Weise wird der Benutzer eines Parkhauses bei der Einfahrt oder der Ausfahrt mit einer Vielzahl von Schildern konfrontiert, die auf Benutzungsbestimmungen o.ä. hinweisen. Nicht zuletzt wird häufig mit diversen Werbeplakaten versucht die Aufmerksamkeit des Kraftfahrzeugführers beim Warten auf die Freigabe der Durchfahrt zu gewinnen. Ähnliche Überlegungen gelten auch für Personen, die eine Durchgangssperre passieren, beispielsweise Skifahrer an einem Lift.

    [0006] Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit der bewussten Wahrnehmung solcher Zusatzinformationen durch einen Fahrer, einen Fußgänger oder einen Skifahrer etc. vor einem Kontrollsystem eher gering ist. Spätestens nach dem Passieren der Schranke ist die Aufmerksamkeit des Kraftfahrzeugführers oder der Person wieder auf das Verkehrsgeschehen bzw. die sonstige Umgebung gerichtet und die Gefahr, dass der Inhalt der nur kurz betrachteten Informationsschilder vergessen wird, ist daher erheblich.

    [0007] Aus der US 4,652,729 ist eine Vorrichtung für die Erhebung von Mautgebühren bekannt. Bei der Erfassung eines Fahrzeugs wird ein Coupon bedruckt und automatisch ausgegeben. Falls der Coupon nicht entnommen wird, wird er automatisch wieder eingezogen.

    [0008] Gemäß eines ersten Aspekts liegt der vorliegenden Erfindung daher das problem zugrunde die oben erläuterten Kontrollsysteme aus dem Stand der Technik so weiterzuentwickeln, dass wichtige Zusatzinforinationen mit größerer Wahrscheinlichkeit zur Kenntnis genommen werden.

    [0009] Gemäß eines weiteren Aspekts liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde bereits bestehende Kontrollsysteme in kostengünstiger Weise zu ergänzen, um sicherzustellen, dass die erläuterte Funktionalität erreicht wird, d.h. dass bestimmte Informationen von einem Anwender, beispielsweise einem Kraftfahrer oder einer Person, beim Passieren des Kontrollsystems zur Kenntnis genommen werden.

    3. Zusammenfassung der Erfindung



    [0010] Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Vorrichtung für die Ausgabe eines Informationsträgers, insbesondere eines Werbeträgers, an einen Anwender eines Kontrollsystems mit einer Erfassungseinheit mit mindestens einem Sensor, um eine Betätigung des Kontrollsystems durch den Anwender berührungslos zu erfassen und einer Ausgabeeinheit, die ausgebildet ist, um bei der Erfassung einer Betätigung des Kontrollsystems den Informationsträger zur Entnahme durch einen Anwender bereitzuhalten und bei Nichtentnahme durch den Anwender zumindest teilweise wieder einzuziehen, wobei
    die Ausgabeeinheit ferner ausgebildet ist, um den Informationsträger bei der nächsten Betätigung des Kontrollsystems durch einen anderen Anwender erneut auszugeben, und ferner Steuerungsmittel aufweist, die überwachen, dass pro Zeiteinheit nicht mehr als eine vorbestimmte Anzahl von Informationsträgern ausgegeben wird.

    [0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann als ein Zusatzmodul ohne jegliche Umbaumaßnahmen unmittelbar neben einer bereits vorhandenen Kontrolleinrichtung, beispielsweise einer Schranke an der Einfahrt eines Parkhauses eines Einkaufszentrums o.ä. angeordnet werden. Jedes Mal wenn ein Anwender das Kontrollsystem betätigt, beispielsweise eine Karte entnimmt, auf der die Zeit gespeichert ist, zu der der Anwender in das Parkhaus einfährt, wird dieser Vorgang vom erfindungsgemäßen Sensor erfasst. Da der Sensor berührungslos arbeitet, bedarf es dazu nicht zwingend einer Verschaltung mit dem bestehenden Kontrollsystem, d.h. im erläuterten Beispiel der Schrankensteuerung. Der Sensor kann beispielsweise einen Infrarotsensor, eine Lichtschranke, eine Kamera mit entsprechender Bildverarbeitung o,ä. umfassen. Denkbar ist auch die Kombination mehrerer Sensoren, um die Betätigung der Kontrolleinrichtung durch den Anwender zuverlässig zu detektieren.

    [0012] Daraufhin hält die Ausgabeeinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Informationsträger bereit, beispielsweise mit Sicherheitshinweisen für die Benutzung des Parkhauses oder auch mit einem Werbegutschein für das angeschlossene Einkaufszentrum. Der Anwender wird daraufhin mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Informationsträger an sich nehmen, allein da er in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit nicht erkennen kann, ob dies für die Freigabe der Durchfahrt o.ä. erforderlich ist oder nicht. Im Ergebnis wird dadurch sichergestellt, dass der Inhalt des Informationsträgers vom Anwender zur Kenntnis genommen wird.

    [0013] Vorzugsweise weist die Vorrichtung keine elektrische Signalverbindung zum Kontrollsystem auf. Diese Ausführungsform kann daher mit geringstem technischen Aufwand installiert und deinstalliert werden, beispielsweise für zeitlich begrenzte Werbeaktionen oder Informationskampagnen. Eine alternative Ausführungsform weist eine Schnittstelle zur Erzeugung einer elektrischen Signalverbindung zum Kontrollsystem auf. Dies ermöglicht eine Verschaltung der beiden Systeme, sei es, um wie in den oben erläuterten Ausführungsbeispielen die Funktion des Kontrollsystem zu beeinflussen oder auch nur um zusätzlich zum berührungslosen Sensor sicherzustellen, dass ein Informationsträger zum richtigen Zeitpunkt ausgegeben wird.

    [0014] Der Sensor ist vorzugsweise so angeordnet ist, dass er den Anwender und / oder ein Fahrzeug, in dem sich der Anwender befindet, bei der Betätigung des Kontrollsystems erfasst. Dies lässt sich leicht mit den oben beispielhaft genannten Sensortechniken erreichen.

    [0015] Die Ausgabeeinheit der Vorrichtung weist ferner Steuerungsmittel auf, die den Informationsträger bei Nichtentnahme durch den Anwender zumindest teilweise wieder einziehen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass der Informationsträger bei der nächsten Betätigung durch einen anderen Anwender erneut ausgegeben wird und damit tatsächlich wahrgenommen wird. Ein aktiv ausgegebener Informationsträger wird mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit von einem Anwender entgegengenommen als ein nur passiv dargebotenes Medium.

    [0016] Vorzugsweise weist die Vorrichtung ferner eine Anzeigeeinheit auf, um den Anwender auf die Entnahme des bereitgehaltenen Informationsträgers hinzuweisen. Dies kann durch geeignete optische Anzeigen, Displays, Blinklichter mit und ohne akustische Unterstützung erfolgen. Der Inhalt und die Form der Anzeigeeinheit ist dabei vorzugsweise anpassbar ausgebildet ist.

    [0017] Zusätzliche vorteilhafte Weiterentwicklurigen des erfmdungsgemäßen Kontrollsystems und der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in weiteren abhängigen Schutzansprüchen definiert.

    4. Kurze Beschreibung der Fissuren



    [0018] Im Folgenden werden die einzelnen technischen Aspekte der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren genauer erläutert. Diese Figuren zeigen:
    Fig. 1:
    Ein Kontrollsystem nach dem Stand der Technik.
    Fig. 2:
    Eine schematische Darstellung der Grundelemente des erfindungsge- mäßen Kontrollsystems in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
    Fig. 3:
    Eine Detaildarstellung der Eingabe- und Ausgabevorrichtungen des Kontrollsystems in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfin- dung;
    Fig. 4:
    Eine schematische Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung neben einem Kontrollsystem mit einer Schranke;
    Fig. 5:
    eine Aufsicht auf die Anordnung aus Fig. 4; und
    Fig. 6:
    eine detaillierte Ansicht einer alternativen Ausführungsform der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung neben einem Kontrollsystem.

    5. Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen



    [0019] Im Folgenden wird ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung am Beispiel eines Kontrollsystems für die Ausfahrt aus einem Parkhaus näher beschrieben. Es versteht sich jedoch, dass solch ein Kontrollsystem in allen Situationen verwendet werden kann, in denen zusätzlich zur Regelung der Durchfahrt dem Fahrer oder einer in anderer Weise das Kontrollsystem passierenden Person Informationen der verschiedensten Art vermittelt werden sollen.

    [0020] Beispielsweise könnte das erläuterte Kontrollsystem auch Bestandteil einer Zollabfertigungsanlage an einer Grenze sein. In diesem Fall könnte der vom Ausgabesystem bereitgehaltene Informationsträger als ein Faltblatt mit den besonderen Verkehrsbestimmungen o.ä. im Einreiseland ausgebildet sein. Eine andere denkbare Einsatzmöglichkeit ist die Ausgabe eines Datenträgers am Beginn einer Mautstrecke zur Erfassung der Fahrleistung o.ä.. Mit dem erfindungsgemäßen System kann sichergestellt werden, dass nicht nur der Datenträger entnommen wird, sondern der Fahrer auch zusätzliche Informationen über die Mautstrecke / Mautgebühren etc. auf einem zusätzlichen Informationsträger zur Kenntnis nimmt.

    [0021] Fig. 2 zeigt schematisch den allgemeinen Aufbau. Mit einer Schranke 1 wird die Durchfahrt von Kraftfahrzeugen aus einem Parkhaus gesteuert. Neben oder vor der Schranke 1 befindet sich eine Steuereinrichtung 10. Die Steuereinrichtung 10 kann entweder unmittelbar mit dem Antrieb der Schranke 1 integriert sein oder als ein separates Modul davon getrennt angeordnet werden so wie in Figur 2 dargestellt. Der modulare Aufbau erleichtert insbesondere die Nachrüstung von vorhandenen Kontrollsystemen mit den Merkmalen der vorliegenden Erfindung. Anstelle der Schranke 1 kann auch ein Absperrgitter o.ä. zur Sperrung der Durchfahrt dienen. Ebenso denkbar ist es stattdessen oder zusätzlich eine Ampel zur Durchfahrtssteuerung zu verwenden.

    [0022] Die Steuereinrichtung 10 weist zwei voneinander getrennte Einrichtungen auf (vgl. Fig. 3). In eine Eingabevorrichtung 20 - beispielsweise ein geeigneter Schlitz - führt ein Fahrer, der das Öffnen der Schranke 1 herbeiführen möchte, zunächst eine Karte o.ä. ein, die er an der Kasse oder einem Automaten des Parkhauses erhalten hat (nicht dargestellt). Die Karte kann von der Eingabevorrichtung 20 entweder eingezogen werden, oder sie wird als Quittungsbeleg wieder an den Fahrer ausgegeben (nicht dargestellt). Anstelle einer Karteneingabe kann auch unmittelbar ein Einwurf für Münzen oder eine Bezahlvorrichtung mit einer Geldkarte o.ä. vorgesehen sein, die gegebenenfalls zusätzlich eine Quittung ausgibt.

    [0023] Unabhängig von der Eingabevorrichtung 20 weist die Steuereinrichtung 10 eine zusätzliche Ausgabevorrichtung 30 auf, die einen Informationsträger 40 zur Entnahme durch den Fahrer bereithält. Fig. 3 zeigt diesen Schritt. Durch einen Öffnungsschlitz der Ausgabevorrichtung 30 wird der Informationsträger 40 in Richtung des davor stehenden Kraftfahrzeugs (nicht dargestellt) ausgeschoben. Da sich der Öffnungsschlitz im Wesentlichen auf der gleichen Höhe der Steuereinrichtung 10 befindet wie die Eingabevorrichtung 20, kann der Fahrer den bereitgehaltenen Informationsträger 40 unmittelbar durch das Fahrzeugfenster hindurch entnehmen. Diese Entnahme wird von einem geeigneten Sensor - mechanisch, optisch oder in anderer Weise - detektiert. Daraufhin wird die Schranke 1 angehoben, so dass die Durchfahrt freigegeben wird.

    [0024] Fig. 3 zeigt beispielhaft, wie eine Vielzahl von Informationsträgern 40 zur Ausgabe gespeichert werden können. In einem Vorratsbehälter 31 sind die Informationsträger 40, beispielsweise Werbeprospekte eines Unternehmens oder Sicherheitshinweise des Parkhausbetreibers, gestapelt. In an sich bekannter Weise kann mit einer geeigneten Mechanik sichergestellt werden, dass genau ein Informationsträger 40 zur Entnahme bereitgehalten wird. Durch diese einzelne Präsentation eines Informationsträgers 40 und das. Anheben der Schranke 1 erst nach seiner Entnahme durch den Fahrer wird mit hoher Wahrscheinlichkeit sichergestellt, dass der Informationsträger 40 ins Fahrzeuginnere gelangt und vom Fahrer oder anderen Personen zur Kenntnis genommen wird.

    [0025] Der Vorratsbehälter 31 wird bevorzugt von oben oder von der Seite nachgefüllt. Denkbar ist auch eine Verbindung zu einem größeren Lager, das über ein Förderband o.ä. den Vorratsbehälter 31 vorzugsweise automatisch mit Informationsträgern 40 versorgt, um einen ununterbrochenen Betrieb der Steuereinrichtung 10 zu ermöglichen. Wenn jedoch alle Informationsträger 40 entnommen worden sind, schaltet die Steuereinrichtung 10 um, so dass die Schranke 1 unmittelbar nach der korrekten Betätigung der Eingabeeinrichtung 20 angehoben wird.

    [0026] Vorzugsweise wird der Fahrer auf den bereitgestellten Informationsträger hingewiesen. Dazu kann die Steuereinrichtung 10, wie in Fig. 3 schematisch dargestellt, einen Lautsprecher 11 und / oder eine optische Anzeige 12 umfassen, mit denen der Fahrer darauf hingewiesen wird, dass sich die Schranke 1 erst öffnet, wenn der bereitgehaltene Infornlationsträger entnommen worden ist.

    [0027] Bei der Verwendung in einem Parkhaus, das nicht nur von ständig wechselnden Fahrzeugen besucht wird sondern auch von Dauerparkern, ist es vorteilhaft deren Kraftfahrzeuge oder die Fahrer zu identifizieren. Dann kann die Schranke auch ohne die Entnahme eines Informationsträgers 40 geöffnet werden, um zu verhindern, dass ein Dauerparker jedes Mal beim Verlassen des Parkhauses gezwungen wird, den Informationsträger 40 zu entnehmen.

    [0028] In einer fortgeschrittenen Ausführungsform kann die Steuereinrichtung 10 nicht nur zwischen Gelegenheitsnutzern und Dauerparkern unterscheiden, sondern ist zusätzlich in der Lage zu erfassen, wann ein Kraftfahrzeugführer das letzte Mal einen Informationsträger 40 entnommen hat. Wenn beispielsweise zwischenzeitlich die Informationen auf dem Informationsträger 40 verändert worden sind, kann es auch für den Dauerparker sinnvoll sein den modifizierten Informationsträger 40 in der erläuterten Weise bereitzustellen. Damit kann beispielsweise die Parkhausverwaltung ihre Kunden über geänderte Nutzungsbestimmungen informieren. Schließlich ist es denkbar die Steuereinrichtung so auszubauen, dass in Abhängigkeit von einer individuellen Identifizierung des Kraftfahrzeugs oder seines Fahrers verschiedene Informationsträger bereitgehalten werden.

    [0029] Damit der Kraftfahrzeugführer nicht vollständig gezwungen wird den Informationsträger zu entnehmen, weist die Steuereinrichtung 10 vorzugsweise eine Zeitverzögerungsschaltung auf (nicht dargestellt), so dass die Schranke 1 die Durchfahrt nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit auch ohne die Entnahme des Informationsträgers freigibt. Sinnvoll ist auch ein zusätzliches Überwachungssystem (nicht dargestellt), das die gesamte Anlage einschließlich der Eingabevorrichtung und / oder der Ausgabevorrichtung ständig überprüft und bei einer Fehlfunktion die Sperr- und / oder Anzeigeeinrichtung anweist die Durchfahrt auch ohne die Entnahme eines Informationsträgers freizugeben. Ein Papierstau im Vorratsbehälter 31 führt damit nicht zum Totalausfall des gesamten Kontrollsystems.

    [0030] Neben der Bereitstellung von Informationsträgern aus Papier wie Faltblättem, Prospekten o.ä. ist auch die Ausgabe von Datenträgern denkbar. Beispielsweise könnte ein werbendes Kaufhaus mit eigener Tiefgarage auf diese Art Gratis-CDs oder andere Datenträger zur Entnahme bereithalten, mit denen für Produkte oder Dienstleistungen des Kaufhauses geworben wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Ausgabevorrichtung 30 und der Vorratsbehälter 31 so ausgebildet sind, dass Informationsträger unterschiedlicher Größe und Art bereitgestellt werden können. Bei der erläuterten Verwendung des beschriebenen Kontrollsystems zu Werbezwecken kann dadurch der Werbeträger flexibel variiert werden.

    [0031] Die Figuren 4 - 6 zeigen eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die vorzugsweise als Vorrichtung zur Ergänzung eines bereits bestehenden Kontrollsystems Verwendung findet. Denkbar ist beispielsweise eine Anordnung neben einer bereits bestehenden Schrankensteuerung eines Parkhauses o.ä., mit der die Durchfahrt eines Kraftfahrzeugs geregelt wird. Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Vorrichtung zur Ausgabe eines Informationsträgers auch zusammen mit anderen Kontrollsystemen verwendet werden kann, beispielsweise einem System zur Zugangssteuerung einzelner Personen zu einer Seilbahn oder einem Skilift.

    [0032] Die technischen Details der Schranlcensteuerung werden in der weiteren Beschreibung nur in soweit erläutert als sie für die Ausgabevorrichtung gemäß der weiteren Ausführungsform von Bedeutung sind. Anstelle einer Schranke, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, können auch ein einfache Ampelsteuerungen oder andere Lichtsignale verwendet werden oder alle Arten von mechanischen Sperrvorrichtungen für Personen, Fahrzeuge etc..

    [0033] Neben der Schrankensteuerung 31 befindet sich die Vorrichtung 310, die in der in Fig. 4 dargestellten bevorzugten Ausführungsform eine Säule 310 zur Aufnahme der Komponenten der Vorrichtung umfasst. Denkbar sind jedoch auch andere Bauformen, um sich an die jeweiligen Aufstellbedingungen anzupassen. Innerhalb der Säule 310 sind ein oder mehrere Sensoren 311 angeordnet, die den Bereich vor einer oder mehreren Eingabevorrichtungen 32 der Schrankensteuerung 31 überwachen. In der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist der Sensor 311 im oberen Bereich der Säule 310 angeordnet. Andere Positionen sind ebenfalls denkbar, auch außerhalb der Säule 310. In diesem Fall, werden die vom Sensor 311 empfangenen Signale über ein Kabel oder drahtlos an eine zentrale Steuerung der Vorrichtung übertragen, die vorzugsweise innerhalb der Säule 310 angeordnet ist (nicht dargestellt).

    [0034] Als berührungslose Sensoren im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen grundsätzlich alle Einrichtungen in Betracht, die in der Lage sind zu detektieren, dass ein Anwender das Kontrollsystem betätigt, ohne dass es erforderlich ist, dass der Anwender selbst in irgendeiner Weise auf die Vorrichtung 310 aktiv einwirkt. Beispielsweise kann in etwa auf Höhe der Eingabevorrichtungen 32 ein Infrarotsensor, ein Radarsensor, eine Lichtschranke oder eine Kamera angeordnet sein. Auch die Verwendung einer Kontaktleiste, die unter dem Gewicht des Anwenders oder seines Fahrzeugs auslöst, ist denkbar. Wie in den Figuren 4 und 5 durch die gestrichelten Linien schematisch dargestellt erfasst der Sensor 311 beispielsweise die Hand eines Anwenders, wenn er die Eingabevorrichtungen 32 der Schrankensteuerung 31 bedient, beispielsweise eine Karte entgegennimmt, auf der die Einfahrtszeit in ein Parkhaus gespeichert ist und die später zur Abrechnung der Parkgebühren verwendet wird. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, das Fahrzeug des Anwenders zu detektieren, wenn es vor dem Kontrollsystem anhält. Der oder die Sensoren 311 sind vorzugsweise in ihrer Position und Ausrichtung anpassbar ausgebildet, um sich den jeweiligen Gegebenheiten des entsprechenden Kontrollsystems anpassen zu können.

    [0035] Wird der Anwender vom Sensor 311 detektiert, gibt eine Ausgabeeinheit 312 einen Informationsträger 320 aus (vgl. durchgehender Pfeil in Fig. 5). Da die Säule 310 unmittelbar benachbart zu den Eingabevorrichtungen 32 der Schrankensteuerung 31 angeordnet ist, wird der Informationsträger 320 bei der Ausgabe vorzugsweise so bereitgehalten, dass der Anwender ihn unmittelbar ergreifen kann (vgl. Fig. 5). Bevorzugt erfolgt das Bereithalten des Informationsträgers 320 geringfügig zeitverzögert, d.h. nachdem der Anwender die Eingabevorrichtungen 32 bedient hat, damit er dabei durch den ausgegebenen Informationsträger3 20 nicht verunsichert wird.

    [0036] Eine vorzugsweise ebenfalls in die Säule 310 integrierte Anzeige 313, beispielsweise ein LCD-Display, kann zusätzliche Hinweise bereitstellen, sei es zur der Bedienung der Eingabevorrichtungen 32 als auch zu dem bereitgehaltenen Informationsträger 320. Beispielsweise kann auf der Anzeige 313 auf eine besondere Werbeaktion hingewiesen werden, die mit dem Informationsträger 320 inhaltlich verknüpft ist. Der Inhalt der Anzeige 313 ist anpassbar und kann daher flexibel auf den Inhalt des jeweils dargebotenen Informationsträgers 320 aber auch auf die Besonderheiten der benachbart angeordneten Schrankensteuerung 31 abgestimmt werden. Dies kann beispielsweise durch entsprechende Speichermedien im Innern der Säule erfolgen oder, wenn ein (drahtloser) Netzwerkanschluss vorhanden ist, über eine Onlineverbindung von einem entfernten Computer aus. Darüber hinaus kann die Anzeige 313 oder ein ähnliches Gerät auch akustische Signale ausgeben und die Aufmerksamkeit des Anwenders kann durch zusätzliche Mittel, wie Blinklichter, Laufschriften etc. gesteigert werden. Die Ausgestaltung der Anzeige 313 ist dabei vorzugsweise veränderbar, so dass nicht nur der Inhalt der Anzeige 313 sondern auch ihre äußere Form leicht verändert werden kann.

    [0037] Als Informationsträger 320 kommen grundsätzlich die verschiedensten Medien in Betracht. Neben Papierprospekten oder Gutscheinen sind auch Datenträger wie Gratis-CDs o.ä. denkbar oder die Ausgabe von kleinen Proben eines Produkts. Im Innern der Säule 310 befindet sich vorzugsweise eine Speichervorrichtung 318 für die Aufnahme einer Vielzahl von Informationsträgern 20, damit die Vorrichtung 310 über einen längeren Zeitraum hin betriebsbereit bleibt. Denkbar ist auch zwei oder mehrere unterschiedliche Arten von Informationsträgern 320 zu speichern (nicht dargestellt) und deren Ausgabe von weiteren Parametern abhängig zu machen. So ist es beispielsweise denkbar je nach Tageszeit unterschiedliche Werbeträger auszugeben und / oder die Werbeträger mit aktuellen Daten, beispielsweise einer Kennnummer zu bedrucken, wobei gegebenenfalls zusätzlich die Anzeige auf dem Display 313 angepasst wird. Die Steuerung der Auswahl zwischen den verschiedenen Informationsträgern 320 und / oder des Aufdrucks kann ebenfalls online von einem entfernten Computer aus erfolgen oder unter der Kontrolle einer in der Vorrichtung 310 angeordneten Datenverarbeitungs-einrichtung (nicht dargestellt). Auch eine Kombination dieser beiden Varianten ist möglich.

    [0038] Falls der Anwender den bereitgehaltenen Informationsträger 320 nicht innerhalb einer vorbestimmten Zeit entnimmt, stellt eine Zeitsteuerung (nicht dargestellt) in der Vorrichtung 310 sicher, dass der Informationsträger 320 wieder eingezogen wird (vgl. gestrichelter Pfeil in Fig. 5). Dadurch wird zum einen eine Beschädigung des Informationsträgers 320 verhindert und zum anderen sichergestellt, dass jedes Mal, wenn der Sensor 311 einen Anwender detektiert, tatsächlich ein Informationsträger aktiv ausgeben und bereitgehalten wird. Dies erhöht die Aufmerksamkeit beim Anwender auf den dargebotenen Informationsträger, der daher mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit vom Anwender wahrgenommen wird als ein lediglich unbewegt bereitgehaltener Informationsträger. Neben einer Zeitsteuerung ist es auch denkbar den Informationsträger 320 einzuziehen, sobald der Sensor 311 erkennt, dass sich die Hand des Anwenders o.ä. nicht mehr vor der Eingabevorrichtung 32 befindet. Diese Variante kann zusätzlich mit einer Zeitsteuerung kombiniert werden.

    [0039] Darüber hinaus kann durch zusätzliche Erfassungssensoren sichergestellt werden, dass tatsächlich ein Anwender zu einer gewünschten Zielgruppe gehört (nicht dargestellt). So kann beispielsweise mit einer geeignet angeordneten Induktionsschleife geprüft werden, ob der Anwender sich in einem Kraftfahrzeug befindet, wenn der Sensor 311 einen Anwender detektiert, um sicherzustellen, dass der Informationsträger 320 nur an einen Insassen eines Fahrzeugs und nicht an einen Fußgänger ausgegeben wird. Mit dieser Ergänzung kann unter Verwendung einer entsprechenden Logikschaltung auch sichergestellt werden, dass pro Fahrzeug nur ein Informationsträger ausgegeben wird. Dies ist beispielsweise dann wichtig, wenn der Informationsträger ein Gutschein ist, der bei der Einfahrt in das Parkhaus eines Kaufhauses ausgegeben wird.

    [0040] Ähnliche Abwandlungen sind auch für Kontrollsysteme und entsprechende Vorrichtungen für Fußgänger denkbar (nicht dargestellt). Im einfachsten Fall stellt die bereits erwähnte Zeitsteuerung nicht nur sicher, dass ein nicht entnommener Informationsträger 320 wieder eingezogen wird, sondern überwacht auch, dass pro Zeiteinheit nicht mehr als eine vorbestimmte Anzahl von Informationsträgern ausgegeben wird.

    [0041] Die Aufsicht in Fig. 5 zeigt, dass die Vorrichtung 310 vorzugsweise leicht gewinkelt zu den Eingabevorrichtungen 32 der Schrankensteuerung 31 angeordnet ist. Dies erleichtert die Ausgabe des Informationsträgers 320 in einen Bereich vor die Eingabevorrichtungen 32 der Schrankensteuerung 31 hinein, wo ihn der Anwender leicht ergreifen kann.

    [0042] Vorzugweise ist die am weitesten hervorstehende Kante 319 der Säule 310 abgerundet und / oder zusätzlich aus einem Gummimaterial o.ä. gefertigt, um Beschädigungen eines einfahrenden Fahrzeugs (vgl. waagrechter Pfeil in der Aufsicht aus Fig. 5) zu vermeiden. Zusätzlich kann die gesamte Vorrichtung 310 beispielsweise an ihrer einen Ecke drehbar gelagert werden, so dass sie beim Kontakt mit einem Fahrzeug durch eine Drehung nachgeben kann, wie sie durch den gekrümmten Pfeil in Fig. 4 dargestellt ist. Darüber hinaus ist die Säule 310 vorzugsweise sehr stabil aufgebaut, um Beschädigungen durch Vandalismus zu verhindern.

    [0043] Fig. 6 zeigt eine detaillierte Ansicht einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der die Vorrichtung 310' als ein auf einem Pfosten montierter Kasten realisiert ist. Die Vorrichtung 310' ist vorzugsweise an allen dem Anwender zugewandten vorderen Ecken 319a abgeschrägt oder abgerundet, um das Risiko von Verletzungen oder der Beschädigung eines vorbeifahrenden Kraftfahrzeugs (nicht dargestellt) zu minimieren.

    [0044] Fig. 6 zeigt ferner die in die Vorrichtung 310' integrierte Anzeige 313 mit einer Vorschau o.ä. auf die durch die Ausgabeeinheit 312 auf dem Informationsträger 320 ausgegebene Information an. Diese Informationsvorschau ist vorzugsweise graphisch illustrierender Art und steigert damit das Interesse des Anwenders am Informationsträger 320.

    [0045] Wenn die Schrankensteuerung 31 eine einfache elektronische Ankopplung ermöglicht, ist es vorteilhaft, wenn auch die Vorrichtung 310 eine Schnittstelle 315 aufweist, mit der eine Signalverbindung 316 zwischen den beiden Geräten hergestellt werden kann (vgl. gestrichelte Linie in Fig. 4). Zwar ist die Signalverbindung 316 aufgrund der Verwendung des / der erläuterten Sensoren 311 nicht zwingend erforderlich. Sie ermöglicht jedoch die Realisierung zusätzlicher Funktionen. Beispielsweise könnte ein Zähler in der Steuereinheit (nicht dargestellt) der Vorrichtung 310 speichern, bei welchem Prozentsatz von Freigabevorgängen der Schrankensteuerung 31 zusätzlich ein Informationsträger 320 von den Anwendern entnommen worden ist. Damit lassen sich Rückschlüsse auf den Grad der Kenntnisnahme von Sicherheitsbestimmungen durch die Anwender ziehen oder auch das Ansprechverhalten der Anwender auf Werbemaßnahmen und entsprechende Werbeträger untersuchen.

    [0046] In einer einfacheren Ausführungsform besteht jedoch keine Verbindung, insbesondere keine Signalverbindung 316, zwischen der Schrankensteuerung 31 einerseits und der Vorrichtung 310 andererseits. In diesem Fall kann die Vorrichtung 310 innerhalb von kürzester Zeit neben der Schrankensteuerung angeordnet werden, beispielsweise für eine zeitlich befristete Werbemaßnahme mit der Gutscheine bei der Einfahrt in das Parkhaus eines Einkaufszentrums ausgegeben werden. Die Vorrichtung 310 muss dann lediglich über ein Kabel 325 an das Stromnetz angeschlossen werden (nicht dargestellt). Die erforderliche Stromversorgung könnte auch durch einen entsprechenden Anschluss an die Stromversorgung der Schrankensteuerung 31 bereitgestellt werden. Für kurzzeitig Anwendungen ist es auch denkbar die Vorrichtung 310 über einen internen oder externen Akkumulator (nicht dargestellt) mit Strom zu versorgen. Eine solche Vorrichtung kann äußerst flexibel eingesetzt werden und lässt sich beispielsweise innerhalb von wenigen Minuten von der Einfahrt an die Ausfahrt eines Parkhauses umsetzen. Alternativ oder zusätzlich könnte eine unabhängige Stromversorgung auch durch Solarenergie erfolgen, wobei die entsprechende Solarzelle oder -zellen vorzugsweise auf der Deckfläche und / oder den Seitenflächen der Vorrichtung 310 angeordnet werden.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung (310, 310') für die Ausgabe eines Informationsträgers (320), insbesondere eines Werbeträgers, an einen Anwender eines Kontrollsystems (31), mit

    a. einer Erfassungseinheit mit mindestens einem Sensor (311), um eine Betätigung des Kontrollsystems (31) durch den Anwender berührungslos zu erfassen; und

    b. einer Ausgabeeinheit (312), die ausgebildet ist, um bei der Erfassung einer Betätigung des Kontrollsystems (31) den Informationsträger (320) zur Entnahme durch einen Anwender bereitzuhalten, und bei Nichtentnahme durch den Anwender zumindest teilweise wieder einzuziehen dadurch gekennzeichnet, dass

    c. die Ausgabeeinheit ferner ausgebildet ist, um den Informationsträger bei der nächsten Betätigung des Kontrollsystems durch einen anderen Anwender erneut auszugeben, und ferner Steuerungsmittel aufweist, die überwachen, dass pro Zeiteinheit nicht mehr als eine vorbestimmte Anzahl von Informationsträgern ausgegeben wird.


     
    2. Vorrichtung (310, 310') nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung keine elektrische Signalverbindung zum Kontrollsystem (31) aufweist.
     
    3. Vorrichtung (310, 310') nach Anspruch 2, wobei die Vorrichtung eine Schnittstelle (315) zur Erzeugung einer elektrischen Signalverbindung (316) zum Kontrollsystem (31) aufweist.
     
    4. Vorrichtung (310, 310') nach einem der Ansprüche 1 - 3, wobei der Sensor (311) so angeordnet ist, dass er den Anwender und / oder ein Fahrzeug, in dem sich der Anwender befindet, bei der Betätigung des Kontrollsystems (1) erfasst.
     
    5. Vorrichtung (310, 310') nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 4, wobei die Erfassungseinheit austauschbar an der Ausgabevorrichtung angeordnet ist.
     
    6. Vorrichtung (310, 310') nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 5, wobei die Ausgabeeinheit (312) auf Informationsträger (320) unterschiedlicher Größe anpassbar ist.
     
    7. Vorrichtung (310, 310') nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 6 ferner aufweisend eine Speichervorrichtung (318) für eine Vielzahl identischer Informationsträger (320).
     
    8. Vorrichtung (310, 310') nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 7 ferner aufweisend eine Anzeigeeinheit (313), um den Anwender auf die Entnahme des bereitgehaltenen Informationsträgers (320) hinzuweisen.
     
    9. Vorrichtung (310, 310') nach Anspruch 8, wobei die Gestaltung der Anzeigeeinheit (313) anpassbar ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. A device (310, 310') for outputting an information carrier (320), especially an advertising medium, to a user of a control system (31), with

    a. a sensing unit with at least one sensor (311), for sensing contact-less the operation of the control system (31) by the user; and

    b. an output unit (312), which is adapted for providing the information carrier (320) for removal by the user during the sensing of an operation of the control system (31), and when not removed by the user at least partly retracting characterized in that

    c. the output unit is further adapted for re-releasing the information carrier at the next operation of the control system by an other user, and further having control means to monitor that per time unit no more than a predefined number of information carriers is released.


     
    2. The device (310, 310') according to claim 1, wherein the device does not have an electrical signal link to the control system (31).
     
    3. The device (310, 310') according to claim 2, wherein the device has an interface (315) for the creation of an electrical signal link (316) to the control system (31).
     
    4. The device (310, 310') according to one of the claims 1 - 3, wherein the sensor (311) is arranged in such a way, that it senses the user and / or a motor vehicle in which the user sits at the operation of the control system (1).
     
    5. The device (310, 310') according to one of the previous claims 1 - 4, wherein the sensing unit is arranged exchangeable at the output device.
     
    6. The device (310, 310') according to one of the previous claims 1 - 5, wherein the output unit (312) is customizable for information carriers (320) of different sizes.
     
    7. The device (310, 310') according to one of the previous claims 1 - 6, further comprising a storage device (318) for a plurality of identical information carriers (320).
     
    8. The device (310, 310') according to one of the previous claims 1 - 7, further comprising a display unit (313) for pointing the user to the removal of the provided information carrier (320).
     
    9. The device (310, 310') according to claim 8, wherein the design of the display unit (313) is realized in a customizable manner.
     


    Revendications

    1. Dispositif (310, 310') pour distribuer un support d'informations (320), en particulier un support publicitaire, à un utilisateur d'un système de contrôle (31), comprenant

    a. un module de détection avec au moins un capteur (311) pour détecter sans contact un actionnement du système de contrôle (31) par l'utilisateur ; et

    b. un module de distribution (312) conçu pour présenter le support d'informations (320) à l'utilisateur lorsqu'un actionnement du système de contrôle (31) est détecté et pour le rentrer au moins partiellement si l'utilisateur de s'en saisit pas, caractérisé en ce que

    c. le module de distribution est conçu en outre pour distribuer à nouveau le support d'informations lors du prochain actionnement du système de contrôle par un autre utilisateur et comporte en outre des moyens de commande qui surveillent que la distribution de supports d'informations n'excède pas un nombre prédéterminé par unité de temps.


     
    2. Dispositif (310, 310') selon la revendication 1, le dispositif ne comportant pas de liaison de signal électrique avec le système de contrôle (31).
     
    3. Dispositif (310, 310') selon la revendication 2, le dispositif comportant une interface (315) pour établir une liaison de signal électrique (316) avec le système de contrôle (31).
     
    4. Dispositif (310, 310') selon une des revendications 1-3, le capteur (311) étant disposé de façon à détecter l'utilisateur et/ou un véhicule, dans lequel se trouve l'utilisateur, lors de l'actionnement du système de contrôle (1).
     
    5. Dispositif (310, 310') selon une des revendications précédentes 1-4, le module de détection étant disposé de manière échangeable sur le dispositif de distribution.
     
    6. Dispositif (310, 310') selon une des revendications précédentes 1-5, le module de distribution (312) étant adaptable à des supports d'informations (320) de tailles différentes.
     
    7. Dispositif (310, 310') selon une des revendications précédentes 1-6, comprenant en outre un dispositif de stockage (318) pour une pluralité de supports d'informations identiques (320).
     
    8. Dispositif (310, 310') selon une des revendications précédentes 1 à 7, comprenant en outre un module d'affichage (313) pour inviter l'utilisateur à se saisir du support d'informations (320) qui lui est présenté.
     
    9. Dispositif (310, 310') selon la revendication 8, la conception du module d'affichage (313) étant adaptable.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente