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(11) |
EP 1 754 911 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
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Anmeldetag: 19.04.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Dämpfungseinrichtung für ein Fahrgestell eines Fahrzeugs
Damping device for an undercarriage of a vehicle
Dispositif amortisseur pour le train de roulement d'un véhicule
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
21.04.2005 DE 102005018635
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.02.2007 Patentblatt 2007/08 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Breuer, Werner
80469, München (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 253 030 DE-A1- 4 029 034 DE-A1- 4 205 223 DE-A1- 19 641 698
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DE-A1- 3 925 102 DE-A1- 4 139 692 DE-A1- 19 502 670
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- GAJDAR T ET AL: "ACTIVE AND SEMI-ACTIVE CONTROL OF UNCERTAIN RAILWAY WHEELSET" PROCEEDINGS
OF THE 1995 IEEE IECON: INTERNATIONAL CONFERENCE ON INDUSTRIAL ELECTRONICS, CONTROL,
AND INSTRUMENTATION. ORLANDO, NOV. 6, Bd. VOL. 1 CONF. 21, 6. November 1995 (1995-11-06),
Seiten 69-74, XP000586440 ISBN: 0-7803-3027-7
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Dämpfungsverfahren für ein Drehgestell eines Schienenfahrzeugs
mit einem Dämpfelement zur Dämpfung der Radsatzhubbewegung zumindest eines Radsatzes
des Fahrgestells.
[0002] Derartige Dämpfungsverfahren werden beispielsweise bei Schienenfahrzeugen angewandt.
Die Radsatzhubbewegungen des Fahrgestells haben einen großen Einfluss auf die dynamischen
Vertikalkräfte, die die Räder des Schienenfahrzeugs auf den Fahrweg bzw. auf die Schienen
ausüben. Die Vertikalkräfte bilden wiederum für die Fahrwegbeanspruchung eine maßgebliche
Größe und spielen bei der Zulassung neuer Schienenfahrzeuge eine große Rolle. Neben
der Zulassungsproblematik sind die Vertikalkräfte für die derzeit in der Einführung
befindlichen Trassenpreissysteme von Bedeutung, denn sie bestimmen maßgeblich die
Kosten, die für jeden gefahrenen Kilometer zu entrichten sein werden.
[0003] Die
DE 39 187 35 A1 beschreibt ein Dämpfungsverfahren für ein Kraftfahrzeug. Hierbei ist der Aufbau des
Fahrzeugs über eine Feder und über ein hierzu parallel geschaltetes Dämpfelement an
der Radachse des Rades befestigt. Bei der modellhaften Beschreibung wird ferner dem
Rad eine Federkonstante zugeordnet. Mit Hilfe von Beschleunigungssensoren wird die
Geschwindigkeit des Fahrzeugaufbaus und eine Einfedergeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit
zwischen Radachse und Fahrzeugaufbau, ermittelt und jeweils einem Filter mit variabler
Übertragungsfunktion zugeführt. Die Ausgänge der Filter werden einander aufsummiert
und dienen als Sollwert für die Regelung der Dämpfung. Die Übertragungsfunktion der
Filter wird so gewählt, dass sowohl eine hohe Fahrsicherheit als auch eine komfortable
Fahrwerkseinstellung ermöglicht ist.
[0004] Die
DE 196 41 698 C2 betrifft ebenfalls eine Dämpfungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, wobei die Dämpfung
in Abhängigkeit der Überschreitung eines Schwellenwertes eines Hubweges erfolgt.
[0005] Es besteht daher ein großes Interesse daran, die dynamischen Vertikalkräfte sowohl
bei Fahrzeug-Neukonstruktionen als auch bei bestehenden Fahrzeugen so gering wie möglich
zu halten.
[0006] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Dämpfungsverfahren anzugeben,
die die Vertikalkräfte eines Fahrzeugs bestmöglich dämpft.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Dämpfungsverfahren der eingangs angegebenen
Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0008] Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Dämpfelement mit Dämpfungsreduktionsmitteln
ausgestattet ist, die innerhalb eines vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereichs unterhalb
der Hubeigenfrequenz der Radsatzhubbewegung der Radsätze des Fahrgestells die Dämpfungswirkung
des Dämpfelements reduzieren oder vollständig abschalten.
[0009] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Dämpfungsverfahrens ist darin zu sehen,
dass bei dieser die Vertikalkräfte besonders effektiv reduziert werden. Erfinderseitig
wurde nämlich festgestellt, dass die zur Dämpfung der Radsatzhubbewegungen bekannten
Dämpfelemente im Frequenzspektrum unterhalb der Hubeigenfrequenz der Radsatzhubbewegung
die auftretenden Vertikalkräfte zum Teil erhöhen und somit in diesem Frequenzbereich
eher schädlich als nützlich sind; auf der anderen Seite können die Dämpfelemente zur
Reduktion der Radsatzhubbewegungen auch nicht ersatzlos weggelassen werden, weil die
Amplituden der Radsatzhubbewegung bei der Radsatz-Hubeigenfrequenz sonst zu groß wären.
Dies soll nachfolgend kurz verdeutlicht werden:
Fahrzeugseitig wird das Vertikalkraftniveau zum einen durch die statische Achslast
des jeweiligen Fahrzeugs und zum anderen aber auch durch die Abstimmung der Feder-/Dämpfer-Elemente
der einzelnen Federstufen des Fahrzeugs bestimmt. In diesem Zusammenhang hat die so
genannte vertikale "Primärfederstufe" bzw. der so genannte "Primärdämpfer" den bestimmenden
Einfluss auf die Dynamik der vom Fahrzeug ausgeübten Vertikalkraft; die erwähnte "Primärfederstufe"
bzw. der erwähnte "Primärdämpfer" bilden Dämpfelemente im Sinne des vorliegenden Anspruchs
1.
Konkret wurde erfinderseitig festgestellt, dass konventionell ausgeführte vertikale
Primärdämpfer speziell bei Schienenfahrzeugen mit Drehgestell die Vertikalkraftdynamik
im Bereich der Eigenfrequenz der Drehgestell-Querbewegung und im Bereich der Eigenfrequenz
der Drehgestell-Nickbewegung sowie im Frequenzbereich dazwischen deutlich verschlechtern.
Dies zeigt die Figur 1 im Detail. In der Figur 1 ist die bei einem Schienenfahrzeug
mit Drehgestell auftretende Vertikalkraft beispielhaft im Frequenzbereich zwischen
f = 1 Hz und f = 100 Hz dargestellt, und zwar für zwei unterschiedliche Fälle: Die
Kurve 10 zeigt den Verlauf der Vertikalkraft für ein Drehgestell, das mit einer üblichen
Dämpfungsverfahren mit einer üblichen vertikalen Primärfederstufe zur Dämpfung der
Radsatzhubbewegung ausgestattet ist; im Vergleich dazu zeigt die Kurve 20 den Vertikalkraftverlauf
für ein Drehgestell, bei dem die Primärfederstufe zur Dämpfung der Radsatzhubbewegung
ersatzlos fehlt.
[0010] Man erkennt, dass aufgrund des Fehlens der Primärfederstufe eine deutliche Erhöhung
der Vertikalkraft bei der Eigenfrequenz der Radsatzhubbewegung - im Beispiel gemäß
der Figur 1 bei f3 = ca. 30 Hz - auftritt; man erkennt außerdem, dass im Bereich unterhalb
der Eigenfrequenz der Radsatzhubbewegung das Frequenzverhalten ohne Primärfederstufe
besser ist als mit Primärfederstufe, da die auftretenden Vertikalkräfte ohne die Primärfederstufe
bei Frequenzen unterhalb der Hubeigenfrequenz der Radsatzhubbewegung kleiner sind
als bei Vorhandensein der Primärfederstufe. In der Figur 1 sieht man diesen Effekt
beispielsweise bei der Eigenfrequenz der Drehgestellquerbewegung f1 = ca. 3-4 Hz und
bei der Eigenfrequenz der Drehgestellnickbewegung f2 = ca. 8 -9 Hz sowie für den Frequenzbereich
zwischen diesen beiden Eigenfrequenzen f1 und f2; für diese Eigenfrequenzen f1 und
f2 sowie für den Frequenzbereich zwischen diesen beiden Eigenfrequenzen f1 und f2
verschlechtert die Primärfederstufe das Verhalten der Dämpfungsverfahren deutlich.
[0011] An dieser Stelle setzt die Erfindung an, indem erfinderseitig vorgeschlagen wird,
die Primärfederstufe bzw. allgemein das Dämpfelement zur Dämpfung der Radsatzhubbewegung
des Fahrgestells frequenzselektiv in der Dämpfungswirkung zu reduzieren bzw. abzuschalten.
Im Ergebnis wird dann eine Vertikalkraftverteilung erreicht, bei der die Vertikalkraft
unterhalb der Radsatz-Hubeigenfrequenz dem Fall ohne Primärfederstufe entspricht und
bei der die Vertikalkraft bei der relevanten Radsatz-Hubeigenfrequenz dem Fall mit
Primärfederstufe entspricht. Im Ergebnis wird durch die erfindungsgemäßen Dämpfungsreduktionsmittel
die auftretende Vertikalkraft für Frequenzen unterhalb der Radsatz-Hubeigenfrequenz
deutlich reduziert.
[0012] Das erfindungsgemäße Dämpfungsverfahren wird für das Dämpfen eines Drehgestells eines
Schienenfahrzeugs eingesetzt und ist dafür speziell angepasst. Dabei sind die Dämpfungsreduktionsmittel
in einem solchen Falle derart ausgestaltet, dass sie die Dämpfungswirkung des Dämpfelements
zumindest für die Eigenfrequenz der Nickeigenbewegung des Drehgestells und/oder für
die Eigenfrequenz der Querbewegung des Drehgestells und/oder für den Frequenzbereich
zwischen den Eigenfrequenzen der Nickbewegung und der Querbewegung reduzieren oder
vollständig abschalten.
[0013] Erfindungsgemäß reduzieren die Dämpfungsreduktionsmittel die Dämpfungswirkung des
Dämpfelements in einem Frequenzband, das die Eigenfrequenz der Nickeigenbewegung des
Drehgestells und die Eigenfrequenz der Querbewegung des Drehgestells einschließt,
oder schalten die Dämpfwirkung vollständig ab. Hierzu wird das Frequenzband von der
niedrigsten und der höchsten Eigenfrequenz des Drehgestells begrenzt; bevorzugt deckt
das Frequenzband einen Frequenzbereich zwischen 1 Hz und 25 Hz oder zumindest einen
Frequenzbereich zwischen 3 Hz und 20 Hz ab.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Dämpfungsverfahrens ist vorgesehen, dass
das Dämpfelement durch einen Primärdämpfer, insbesondere eine Primärfederstufe gebildet
ist.
[0015] Bevorzugt sind die Dämpfungsreduktionsmittel derart ausgestaltet, dass sie die Dämpfungswirkung
des Dämpfelementes in einem Frequenzbereich zumindest zwischen 2 und 10 Hz reduzieren
oder vollständig abschalten.
[0016] Das Dämpfungsverfahren kann beispielsweise speziell für ein Fahrgestell eines doppelt
gefederten Schienenfahrzeugs ausgelegt sein.
[0017] Gemäß einer ersten besonders bevorzugten vorteilhaften Variante des Dämpfungsverfahrens
ist vorgesehen, dass das Dämpfelement zwei Dämpferkammern aufweist, die jeweils mit
einem Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt sind und mittels einer Drossel in einer Strömungsverbindung
stehen.
[0018] Die Dämpfungsreduktionsmittel umfassen vorzugsweise folgende Komponenten: einen Drucksensor
für zumindest eine der beiden Dämpferkammern, eine die Druckwerte des Drucksensors
verarbeitende Regeleinrichtung und ein mit der Regeleinrichtung verbundenes Stellglied,
das Regelsignale der Regeleinrichtung umsetzt, indem es den Druck in zumindest einer
der beiden Dämpferkammern beeinflusst.
[0019] Die Dämpfungsreduktionsmittel weisen bevorzugt ein mit dem Drucksensor und mit der
Regeleinrichtung verbundenes Korrekturfilter auf, in das die Messwerte des Drucksensors
eingespeist werden und von dem diese unter Bildung von Sollwerten gefiltert werden,
wobei die Regeleinrichtung das Stellglied derart regelt und das Stellglied den Druck
derart beeinflusst, dass die Messwerte des Drucksensors an die Sollwerte herangeführt
werden.
[0020] Der Drucksensor, die Regeleinrichtung und das Stellglied können beispielsweise eine
geschlossene Regelschleife bilden.
[0021] Das Korrekturfilter bildet vorzugsweise die Sollwerte, indem es die Messwerte des
Drucksensors in dem vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereich stärker als außerhalb
des vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereichs dämpft. Beispielsweise ist das Korrekturfilter
in dem vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereich für die Messwerte des Drucksensors
undurchlässig und außerhalb des vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereichs für die Messwerte
des Drucksensors durchlässig.
[0022] Das Stellglied ist bevorzugt durch eine Pumpe und/oder ein Proportionalventil gebildet.
Alternativ kann die Flüssigkeit eine elektrisch beeinflussbare Viskosität aufweisen
und das Stellglied das Frequenzverhalten des Dämpfelements durch Veränderung der Viskosität
der Flüssigkeit beeinflussen.
[0023] Vorzugsweise sind für jede der beiden Dämpferkammern jeweils ein Drucksensor und
ein Stellglied vorgesehen; dies ermöglicht, die beiden Dämpferkammern gegenläufig
bzw. gegensinnig zu betreiben, wodurch sich die Geschwindigkeit der Korrekturregelung
erhöhen lässt.
[0024] Gemäß einer zweiten besonders bevorzugten vorteilhaften Variante des Dämpfungsverfahrens
ist vorgesehen, dass das Dämpfelement zwei Dämpferkammern aufweist, die jeweils mit
einem Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt sind und strömungsmäßig durch ein flüssigkeitsundurchlässiges
und/oder gasundurchlässiges, mechanisch verschiebliches Trennglied getrennt sind,
dass ein Messsensor (bzw. Wandler) vorhanden ist, der ein die mechanische Verschiebebewegung
des Trenngliedes erfassendes Messsignal erzeugt, dass eine Regeleinrichtung mit dem
Messsensor in Verbindung steht, die das Messsignal des Messsensors verarbeitet und
Regelsignale erzeugt, und dass für jede Dämpferkammer jeweils ein mit der Regeleinrichtung
verbundenes Stellglied vorhanden ist, wobei die Stellglieder die Regelsignale der
Regeleinrichtung umsetzen, indem sie die Druckwerte der beiden Dämpferkammern gegensinnig
beeinflussen.
[0025] Die Regeleinrichtung weist bevorzugt eine Fouriertransformationseinrichtung, ein
mit der Fouriertransformationseinrichtung verbundenes Korrekturfilter und eine mit
dem Korrekturfilter und dem Messsensor verbundene Auswerteinrichtung auf. Die Fouriertransformationseinrichtung
ist derart ausgestaltet, dass sie das zeitbezogene Messsignal des Messsensors in ein
frequenzbezogenes Ausgangssignal umwandelt; die Auswerteinrichtung erzeugt mit dem
frequenzbezogenen Messsignal des Messsensors und mit dem gefilterten Ausgangssignal
des Korrekturfilters ein frequenzbezogenes Steuersignal, wandelt das frequenzbezogene
Steuersignal in ein zeitbezogenes Steuersignal zurück und erzeugt mit diesem die Regelsignale
für die beiden Stellglieder.
[0026] Auch bei dieser zweiten vorteilhaften Ausgestaltung können die Stellglieder durch
Pumpen und/oder Proportionalventile gebildet sein.
[0027] Vorzugsweise sind die Dämpfungsreduktionsmitteln konstruktiv derart ausgestaltet,
dass das resultierende Dämpfungsverfahren ohne Änderungen am Fahrzeug in den vorhandenen
Bauraum für konventionelle Dämpfungsverfahren passt.
[0028] Als Erfindung wird außerdem ein Schienenfahrzeug angesehen, das mit einem Fahrgestell
und mit einem Dämpfungsverfahren ausgestattet ist, mit der das oben bezeichnete Dämpfungsverfahren
durchführbar ist. Bei einem solchen Schienenfahrzeug sind pro Fahrgestell bzw. pro
Drehgestell beispielsweise vier Dämpfungsverfahren vorhanden, die vorzugsweise autark
voneinander arbeiten.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Dabei
zeigen:
- Figur 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsge- mäßen Dämpfungsverfahren mit einem
drosselbehafte- ten Dämpfelement,
- Figur 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsge- mäßen Dämpfungsverfahren mit einem
drossellosen Dämpfelement und
- Figur 4
- den Aufbau einer Regeleinrichtung der Dämpfungsver- fahren gemäß Figur 3 im Detail.
[0030] In den Figuren 2 und 3 werden für identische oder vergleichbare Komponenten stets
dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0031] In der Figur 2 erkennt man eine Dämpfungsverfahren 100 mit einem Dämpfelement 110
zur Dämpfung der Hubbewegung eines in der Figur 2 nicht weiter dargestellten Radsatzes
eines Drehgestells eines Schienenfahrzeugs. Hierzu ist das Dämpfelement 110 mit einem
Gehäuse 120 ausgestattet, das mit dem Fahrzeug fest verbunden ist. Eine Kolbenstange
130 des Dämpfelements 110 steht mit dem Drehgestell des Schienenfahrzeugs in Verbindung
und bewirkt somit eine Dämpfung des Drehgestells und damit der Radsätze des Drehgestells
gegenüber dem Schienenfahrzeug.
[0032] Innerhalb einer ersten, in der Figur 2 linken Dämpferkammer 140 des Dämpfelements
110 befindet sich eine Dämpferflüssigkeit mit dem Druck P1. Die Dämpferkammer 140
ist von einer in der Figur 2 rechten, zweiten Dämpferkammer 150 durch ein flüssigkeitsdurchlässiges
Trennglied 160 getrennt. Das flüssigkeitsdurchlässige Trennglied 160 ermöglicht eine
Strömungsverbindung zwischen den beiden Dämpferkammern 140 und 150. Das Trennglied
160 ist starr mit der Kolbenstange 130 des Dämpfelements 110 verbunden und kann durch
diese verschoben werden.
[0033] Das flüssigkeitsdurchlässige Trennglied 160 bewirkt eine Drosselfunktion und ermöglicht
somit eine Bewegung der Kolbenstange 130 und des Trenngliedes 160 entlang der Längsrichtung
des Gehäuses 120. Die Drosselwirkung ist in der Figur 2 schematisch durch einen Block
mit dem Bezugszeichen 200 dargestellt.
[0034] Innerhalb der Dämpferkammer 140 ist ein Drucksensor 210 enthalten, der den Istdruck
P1 innerhalb der Dämpferkammer 140 misst. Das entsprechende Messsignal ist in der
Figur 2 mit den Bezugszeichen P
ist(ω) bezeichnet; durch den Bezug auf die Frequenz ω wird verdeutlicht, dass des Messsignal
P
ist eine frequenzabhängige Messgröße ist. Der Messwert P
ist(ω) gelangt zu einem Eingang E220a einer Regeleinrichtung 220, in der der Messwert
P
ist(ω) verarbeitet wird.
[0035] Mit dem Drucksensor 210 steht darüber hinaus ein Korrekturfilter 230 in Verbindung,
das eine Bandsperrefunktion aufweist; dies bedeutet, dass das Korrekturfilter 230
für Frequenzen ω < ω1 durchlässig, für den Frequenzbereich ω1 < ω < ω3 undurchlässig
und für Frequenzen ω > ω3 durchlässig ist. Am Ausgang A230 des Korrekturfilters 230
entstehen somit Sollwerte P
soll(ω), die zu einem weiteren Eingang E220b der Regeleinrichtung 220 gelangen.
[0036] In der Regeleinrichtung 220 werden die eingangsseitig anliegenden Messwerte P
ist(ω) sowie die Sollwerte P
soll(ω) verarbeitet, und es wird daraus ein Steuer- bzw. Regelsignal ST für ein Stellglied
250 erzeugt, das eingangsseitig mit dem Ausgang A220 der Regeleinrichtung 220 verbunden
ist. Das Stellglied 250 enthält zwei in der Figur 2 nicht weiter dargestellte, gegensinnig
bzw. gegenläufig arbeitende Proportionalventile, die in Abhängigkeit von dem Steuersignal
ST den Druck P1 in der Dämpferkammer 110 um ΔP1 erhöhen bzw. erniedrigen und entsprechend
umgekehrt in der zweiten Dämpferkammer 150 den Druck P2 entsprechend um ΔP2 = -ΔP1
erniedrigen bzw. erhöhen.
[0037] Die Druckerhöhung bzw. Druckerniedrigung in den beiden Dämpferkammern 140 und 150
erfolgt derart, dass für Frequenzen ω1 < ω < ω3 das Dämpfelement 110 quasi keine Dämpfungswirkung
aufweist. Hierzu regelt die Regeleinrichtung 220 das Steuersignal ST derart, dass
die Abweichung zwischen dem Messwert P
ist(ω) und dem Sollwert P
soll (ω) möglichst klein bzw. möglichst gleich Null wird.
[0038] Der Drucksensor 210, die Regeleinrichtung 220 sowie das Stellglied 250 bilden somit
eine geschlossene Regelschleife bzw. einen geschlossenen Regelkreis, der bewirkt,
dass für Frequenzen ω1 < ω < ω3 die Druckwerte P1 und P2 in den beiden Dämpferkammern
140 und 150 derart nachgeregelt werden, dass die Kolbenstange 130 für diese Frequenzen
ω1 < ω < ω3 quasi dämpfungsfrei innerhalb des Gehäuses 120 des Dämpfelementes 110
verschieblich ist. Für diese Frequenzen bildet das Dämpfelement 110 somit überhaupt
keine bzw. quasi keine Dämpfungswirkung.
[0039] Entspricht ω3 der Hubeigenfrequenz der Radsatzhubbewegung des Drehgestells, so bilden
der Drucksensor 210, die Regeleinrichtung 220 sowie das Stellglied 250 anschaulich
Dämpfungsreduktionsmittel 260, die innerhalb eines Schwingungsfrequenzbereichs ω1
< ω < ω3 unterhalb der Hubeigenfrequenz ω3 der Radsatzhubbewegung die Dämpfungswirkung
des Dämpfelements 110 reduzieren oder vollständig abschalten.
[0040] Um das beschriebene Verhalten des Stellgliedes 250 für den Frequenzbereich zwischen
ω1 und ω3 sicherzustellen, weisen die beiden innerhalb des Stellgliedes 250 angeordneten
Proportionalventile eine ausreichende Bandbreite auf; dies bedeutet, dass sie innerhalb
des Frequenzbandes zwischen ω1 und ω3 die entsprechenden Druckwerte ΔP1(ω) und ΔP2(ω)
für die beiden Druckkammern 140 und 150 aufbauen können.
[0041] In der Figur 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Dämpfungseinrichtung
100 gezeigt. Bei dieser Dämpfungseinrichtung wird die Bewegung bzw. der Stellweg S
der Kolbenstange 130 innerhalb des Gehäuses 120 des Dämpfelementes 110 mittels eines
Wegsensors 300 zeitabhängig gemessen. Die entsprechenden Messwerte S(t) gelangen zu
der Regeleinrichtung 220, in der das zeitbezogene Messsignal S(t) weiterverarbeitet
wird. Die Regeleinrichtung 220 erzeugt in Abhängigkeit von den zeitbezogenen Messwerten
S(t) ein Steuersignal ST für das Stellglied 250, das auf das Dämpfelement 110 einwirkt.
[0042] Das Stellglied 250 gemäß Figur 3 arbeitet wie das Stellglied 250 gemäß der Figur
2 und erzeugt ausgangsseitig Druckwerte ΔP1 und ΔP2, die den Druck P1 in der ersten
Dämpferkammer 140 und den Druck P2 in der zweiten Dämpferkammer 150 beeinflussen.
Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist bei der Dämpfungseinrichtung
100 gemäß Figur 3 das Trennglied 160, das an der Kolbenstange 130 befestigt ist, flüssigkeitsundurchlässig,
so dass keine Strömungsverbindung zwischen den beiden Dämpferkammern 140 und 150 besteht.
[0043] Die Regeleinrichtung 220 gemäß Figur 3 sowie deren Funktionsweise ist in der Figur
4 im Detail gezeigt. Man erkennt, dass die Regeleinrichtung 220 eingangsseitig eine
FourierTransformationseinrichtung 400 aufweist, in der das zeitbezogenen Messsignal
S(t) in ein frequenzbezogenes Ausgangssignal S (ω) umgewandelt wird. Ausgangsseitig
steht mit der FourierTransformationseinrichtung 400 ein Eingang E410a einer Auswerteeinrichtung
410 in Verbindung, deren weiterer Eingang E410b mit einem Korrekturfilter 430 verbunden
ist. Das Korrekturfilter 430 ist eingangsseitig ebenfalls mit dem frequenzbezogenen
Ausgangssignal S (ω) der FourierTransformationseinrichtung 400 beaufschlagt.
[0044] Die Auswerteinrichtung 410 bildet einen Regler, der das Steuersignal ST derart erzeugt,
dass die Abweichung zwischen dem gefilterten, frequenzbezogenen Ausgangssignal S'
(ω) und dem ungefilterten, frequenzbezogenen Ausgangssignal S (ω) möglichst gering
wird. Im Ergebnis sorgt das Steuersignal ST somit dafür, dass der Druck P1 in der
Dämpferkammer 140 und der Druck P2 in der4 zweiten Dämpferkammer 150 mittels des Stellgliedes
250 derart beeinflusst wird, dass eine Kolbenstangenauslenkung bei einer Frequenz
ω1 < ω < ω3 quasi keine Rückstellkraft innerhalb des Dämpfelementes 110 erfährt. Für
den Frequenzbereich ω1 < ω < ω3 ist das Dämpfelement 110 somit quasi wirkungslos.
[0045] Für die übrigen Frequenzbereiche ω < ω1 und ω > ω3 kann die Regeleinrichtung 220
darüber hinaus derart ausgestaltet sein, dass mit dem Steuersignal ST ein vorgegebenes
Dämpfungsverhalten auch für diese Frequenzen erzeugt wird. Ein solches frequenzabhängiges
Steuersignal "ST (ω)" für die Frequenzbereiche ω < ω1 und ω > ω3 kann dabei beispielsweise
dadurch erzeugt werden, dass das Korrekturfilter 430 für diese Frequenzbereiche eine
entsprechende Filtercharakteristik aufweist.
[0046] Alternativ kann das gewünschte Dämpfungsverhalten der Dämpfungseinrichtung 100 für
die übrigen Frequenzbereiche ω < ω1 und ω > ω3 - oder stattdessen auch für das gesamte
Frequenzspektrum - in einer in der Auswerteinrichtung 410 fest vorgegebenen Ansteuertabelle
hinterlegt werden. Eine solche Ansteuertabelle kann beispielsweise derart erzeugt
werden, dass das gewünschte Dämpfungsverhalten der Dämpfungseinrichtung 110 frequenzabhängig
vorgegeben und anschließend tabellarisch festgehalten bzw. abgespeichert wird, beispielsweise
in elektronischen Speicherbausteinen. In diesem Falle könnte auf das Korrekturfilter
430 sogar verzichtet werden, weil dessen Funktion von der Auswerteinrichtung 410 übernommen
werden würde.
[0047] Die Dämpfungseinrichtung 100 gemäß der Figur 3 ist eine quasi frei programmierbare
Dämpfungseinrichtung, bei der das Frequenzverhalten von außen mittels des Korrekturfilters
und/oder einer Dämpfungstabelle quasi beliebig vorgegeben werden kann. Das freie Programmieren
der Dämpfungseinrichtung 100 wird dabei dadurch ermöglicht bzw. vereinfacht, dass
das Trennglied 160 zwischen den beiden Dämpfungskammern 140 und 150 flüssigkeitsundurchlässig
ist und insofern dem Dämpfelement 110 kein eigenes Frequenzverhalten aufzwingt. Das
Frequenzverhalten des Dämpfelementes 110 lässt sich somit ausschließlich durch das
Stellglied 250 bzw. durch die konkrete Ausgestaltung der Regeleinrichtung 220 festlegen.
[0048] Entspricht ω3 der Hubeigenfrequenz der Radsatzhubbewegung des Drehgestells des Fahrzeugs,
so bilden der Wegsensor 300, die Regeleinrichtung 220 sowie das Stellglied 250 Dämpfungsreduktionsmittel
260, die innerhalb eines Schwingungsfrequenzbereichs ω1 < ω < ω3 unterhalb der Hubeigenfrequenz
ω3 der Radsatzhubbewegung die Dämpfungswirkung des Dämpfelements 110 reduzieren oder
vollständig abschalten.
[0049] Im Zusammenhang mit den beiden oben erläuterten Ausführungsbeispielen wurden zur
Einstellung des gewünschten Dämpfungsverhaltens beispielhaft Bandpassfilter vorgeschlagen;
selbstverständlich können auch Tiefpassfilter, Hochpassfilter und Bandsperren bzw.
Kombinationen davon eingesetzt werden um ein vorgegebenes Dämpfungsverhalten einzustellen.
1. Dämpfungsverfahren für ein Drehgestell eines Schienenfahrzeugs, bei dem ein Dämpfelement
(110) die Radsatzhubbewegung zumindest eines Radsatzes des Drehgestells dämpft ,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dämpfelement (110) mit Dämpfungsreduktionsmitteln (260) versehen ist, die innerhalb
eines vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereichs (ω1 < ω < ω3) unterhalb der Hubeigenfrequenz
(f3) der Radsatzhubbewegung des Drehgestells und zugleich in einem Frequenzband zwischen
der niedrigsten und der höchsten Eigenfrequenz des Drehgestells die Dämpfungswirkung
des Dämpfelements reduzieren oder vollständig abschalten.
2. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfelement durch einen Primärdämpfer, insbesondere eine Primärfederstufe gebildet
ist.
3. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsreduktionsmittel die Dämpfungswirkung des Dämpfelementes in einem Frequenzbereich
zumindest zwischen 2 und 10 Hz reduzieren oder vollständig abschalten.
4. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsreduktionsmittel die Dämpfungswirkung des Dämpfelements in einem Frequenzband
zwischen 1 Hz und 25 Hz, vorzugsweise einem Frequenzband zwischen 3 Hz und 20 Hz,
reduzieren oder vollständig abschalten.
5. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsverfahren für ein Fahrgestell eines doppelt gefederten Schienenfahrzeugs
ausgelegt ist.
6. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfelement zwei Dämpferkammern (140, 150) aufweist, die jeweils mit einem Gas
oder einer Flüssigkeit gefüllt sind und mittels einer Drossel (160, 200) in einer
Strömungsverbindung stehen.
7. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsreduktionsmittel folgende Komponenten umfassen:
- einen Drucksensor (210) für zumindest eine der beiden Dämpferkammern (140),
- eine die Druckwerte (Pist(ω)) des Drucksensors verarbeitende Regeleinrichtung (220) und
- ein mit der Regeleinrichtung verbundenes Stellglied (250), das Regelsignale (ST)
der Regeleinrichtung umsetzt, indem es den Druck (P1, P2) in zumindest einer der beiden
Dämpferkammern beeinflusst.
8. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsreduktionsmittel ein mit dem Drucksensor und mit der Regeleinrichtung
verbundenes Korrekturfilter (230) aufweisen, in das die Messwerte des Drucksensors
eingespeist werden und von dem diese unter Bildung von Sollwerten (Psoll(ω)) gefiltert werden, wobei die Regeleinrichtung das Stellglied derart regelt und
das Stellglied den Druck derart beeinflusst, dass die Messwerte des Drucksensors an
die Sollwerte herangeführt werden.
9. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucksensor, die Regeleinrichtung und das Stellglied eine geschlossene Regelschleife
bilden.
10. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturfilter die Sollwerte bildet, indem es die Messwerte des Drucksensors
in dem vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereich stärker als außerhalb des vorgegebenen
Schwingungsfrequenzbereichs dämpft.
11. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturfilter in dem vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereich die Messwerte
des Drucksensors nicht durchlässt und außerhalb des vorgegebenen Schwingungsfrequenzbereichs
die Messwerte des Drucksensors durchlässt.
12. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied eine Pumpe und/oder ein Proportionalventil aufweist.
13. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit eine elektrisch beeinflussbare Viskosität aufweist und das Stellglied
das Frequenzverhalten des Dämpfelements durch Veränderung der Viskosität der Flüssigkeit
beeinflusst.
14. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der beiden Dämpferkammern jeweils ein Drucksensor und ein Stellglied vorgesehen
ist.
15. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung die beiden Stellglieder gegensinnig ansteuert.
16. Dämpfungsverfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Dämpfelement (110) zwei Dämpferkammern (140, 150) aufweist, die jeweils mit
einem Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt sind und strömungsmäßig durch ein flüssigkeitsundurchlässiges
und/oder gasundurchlässiges, mechanisch verschiebliches Trennglied (160) voneinander
getrennt sind,
- ein Wandler (300) vorhanden ist, der ein die mechanische Verschiebebewegung des
Trenngliedes erfassendes Messsignal erzeugt,
- eine Regeleinrichtung (220) mit dem Wandler in Verbindung steht, die das Messsignal
des Wandlers verarbeitet und ein Regelsignal (ST) erzeugt, und
- ein mit der Regeleinrichtung verbundenes Stellglied (250) vorhanden ist, das das
Regelsignal der Regeleinrichtung umsetzt, indem es die Druckwerte der beiden Dämpferkammern
gegensinnig beeinflusst.
17. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (220) eine Fouriertransformationseinrichtung (400), ein mit
der Fouriertransformationseinrichtung verbundenes Korrekturfilter (430) und eine mit
dem Korrekturfilter und dem Wandler verbundene Auswerteinrichtung (410) aufweist,
- wobei die Fouriertransformationseinrichtung derart ausgestaltet ist, dass sie das
zeitbezogene Messsignal (S(t)) des Wandlers in ein frequenzbezogenes Ausgangssignal
(S(ω)) umwandelt, und
- wobei die Auswerteinrichtung derart ausgestaltet ist, dass sie mit dem frequenzbezogenen
Ausgangssignal der Fouriertransformationseinrichtung und mit einem gefilterten Ausgangssignal
(S'(ω)) des Korrekturfilters das Regelsignal (ST) für das Stellglied erzeugt.
18. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinrichtung mit dem frequenzbezogenen Ausgangssignal der Fouriertransformationseinrichtung
und mit dem gefilterten Ausgangssignal (S'(ω)) des Korrekturfilters zunächst ein frequenzbezogenes
Steuersignal erzeugt, das frequenzbezogene Steuersignal in ein zeitbezogenenes Steuersignal
zurückwandelt und dieses als Regelsignal (ST) für das Stellglied verwendet.
19. Dämpfungsverfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (250) Pumpen und/oder Proportionalventile aufweist.
1. Damping method for a bogie of a rail vehicle, in which a shock-absorbing element (110)
damps the reciprocating movement of at least one wheelset of the bogie,
characterized
in that the shock-absorbing element (110) is provided with damping-reduction means (260)
which reduce or completely eliminate the damping effect of the shock-absorbing element
within a predefined oscillation frequency range (ω1 < ω < ω3) below the natural frequency
(f3) of the reciprocating movements of the wheelset of the bogie and at the same time
in a frequency band between the lowest natural frequency and the highest natural frequency
of the bogie.
2. Damping method according to Claim 1, characterized in that the shock-absorbing element is formed by a primary shock absorber, in particular
a primary spring stage.
3. Damping method according to one of the preceding claims, characterized in that the damping-reduction means reduce or completely eliminate the damping effect of
the shock-absorbing element in a frequency range at least between 2 and 10 Hz.
4. Damping method according to one of the preceding claims, characterized in that the damping-reduction means reduce or completely eliminate the damping effect of
the shock-absorbing element in a frequency band between 1 Hz and 25 Hz, preferably
a frequency band between 3 Hz and 20 Hz.
5. Damping method according to one of the preceding claims, characterized in that the damping method is configured for a set of running gear of a double-sprung rail
vehicle.
6. Damping method according to one of the preceding claims, characterized in that the shock-absorbing element has two shock absorber chambers (140, 150) which are
each filled with a gas or a liquid and are fluidically connected by means of a throttle
(160, 200).
7. Damping method according to Claim 6,
characterized in that the damping-reduction means comprise the following components:
- a pressure sensor (210) for at least one of the two shock absorber chambers (140),
- a closed-loop control device (220) which processes the pressure value (Pact(ω)) of the pressure sensor, and
- an actuator element (250) which is connected to the closed-loop control device and
converts the closed-loop control signals (ST) of the closed-loop control device by
influencing the pressure (P1, P2) in at least one of the two shock absorber chambers.
8. Damping method according to one of the preceding Claims 6 or 7, characterized in that the damping-reduction means have a correction filter (230) which is connected to
the pressure sensor and to the control device and into which the measured values of
the pressure sensor are fed and by which said values are filtered to form setpoint
values (Pset(ω)), wherein the closed-loop control device controls the actuator element, and the
actuator element influences the pressure, in such a way that the measured values of
the pressure sensor are approximated to the setpoint values.
9. Damping method according to Claim 8, characterized in that the pressure sensor, the closed-loop control device and the actuator element form
a closed control loop.
10. Damping method according to one of the preceding Claims 11 to 12, characterized in that the correction filter forms the setpoint values by damping the measured values of
the pressure sensor to a greater degree in the predefined oscillation frequency range
than outside the predefined oscillation frequency range.
11. Damping method according to Claim 10, characterized in that the correction filter does not transmit the measured values of the pressure sensor
in the predefined oscillation frequency range and transmits the measured values of
the pressure sensor outside the predefined oscillation frequency range.
12. Damping method according to one of the preceding Claims 7 to 11, characterized in that the actuator element has a pump and/or a proportional valve.
13. Damping method according to one of the preceding Claims 10 to 14, characterized in that the liquid has a viscosity which can be influenced electrically, and the actuator
element influences the frequency behaviour of the shock-absorbing element by changing
the viscosity of the liquid.
14. Damping method according to one of the preceding Claims 10 to 16, characterized in that a pressure sensor and an actuator element are respectively provided for each of the
two shock absorber chambers.
15. Damping method according to Claim 14, characterized in that the closed-loop control device actuates the two actuator elements in opposite directions.
16. Damping method according to one of the preceding Claims 1 to 9,
characterized in that
- the shock-absorbing element (110) has two shock absorber chambers (140, 150) which
are each filled with a gas or a liquid and are fluidically separated from one another
by a dividing element (160) which is impermeable to liquid and/or gas and can be displaced
mechanically,
- a transducer (300) is present which generates a measurement signal which registers
the mechanical displacement movement of the dividing element,
- a closed-loop control device (220) is connected to the transducer, processes the
measurement signal of the transducer and generates a closed-loop control signal (ST),
and
- an actuator element (250) is present which is connected to the closed-loop control
device and converts the closed-loop control signal of the closed-loop control device
by influencing the pressure values of the two shock absorber chambers in opposite
directions.
17. Damping method according to Claim 16,
characterized in that the closed-loop control device (220) has a Fourier transformation device (400), a
correction filter (430) which is connected to the Fourier transformation device, and
an evaluation device (410) which is connected to the correction filter and to the
transducer,
- wherein the Fourier transformation device is configured in such a way that it converts
the time-related measurement signal (S(t)) of the transducer into a frequency-related
output signal (S(ω)), and
- wherein the evaluation device is configured in such a way that, with the frequency-related
output signal of the Fourier transformation device and with the filtered output signal
(S'(ω)) of the correction filter, it generates the closed-loop control signal (ST)
for the actuator element.
18. Damping method according to Claim 17, characterized in that with the frequency-related output signal of the Fourier transformation device and
with the filtered output signal (S'(ω))) of the correction filter the evaluation device
firstly generates a frequency-related open-loop control signal, converts the frequency-related
open-loop control signal back into a time-related open-loop control signal and uses
the latter as a closed-loop control signal (ST) for the actuator element.
19. Damping method according to Claim 17 or 18, characterized in that the actuator element (250) has pumps and/or proportional valves.
1. Procédé d'amortissement pour un boggie d'un véhicule ferroviaire, dans lequel un élément
( 110 ) d'amortissement amortit le mouvement de soulèvement d'au moins un essieu du
boggie,
caractérisé
en ce que l'élément ( 110 ) d'amortissement est muni de moyens ( 260 ) de réduction de l'amortissement,
qui, dans une plage ( ω1 < ω < ω3 ) de fréquence d'amortissement prescrite en dessous
de la fréquence ( f3 ) propre du mouvement de soulèvement de l'essieu du boggie et
en même temps dans une bande de fréquence entre la fréquence propre la plus basse
et la fréquence propre la plus haute du boggie, réduisent ou arrêtent complètement
l'effet d'amortissement de l'élément d'amortissement.
2. Procédé d'amortissement suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'amortissement est formé par un amortisseur primaire, notamment par un
étage de ressort primaire.
3. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de réduction de l'amortissement réduisent ou arrêtent complètement l'effet
de l'amortissement de l'élément d'amortissement dans une plage de fréquence au moins
comprise entre 2 et 10 Hz.
4. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de réduction de l'amortissement réduisent ou arrêtent complètement l'effet
de l'amortissement de l'élément d'amortissement dans une bande de fréquence comprise
entre 1 Hz et 25 Hz, de préférence dans une bande de fréquence comprise entre 3 Hz
et 20 Hz.
5. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le procédé d'amortissement est conçu pour un boggie d'un véhicule ferroviaire à suspension
double.
6. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'amortissement comporte deux chambres ( 140, 150 ) d'amortisseur, qui
sont emplies respectivement d'un gaz ou d'un liquide et qui sont en communication
au moyen d'un étranglement ( 160, 200 ).
7. Procédé d'amortissement suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que les moyens de réduction de l'amortissement comprennent les éléments suivantes :
- un capteur ( 210 ) de pression pour au moins l'une des deux chambres ( 140 ) d'amortisseur,
- un dispositif ( 220 ) de régulation traitant les valeurs ( Pist(ω) ) de pression du capteur de pression et
- un organe ( 250 ) de réglage, qui est relié au dispositif de régulation et qui transforme
les signaux ( ST ) de régulation du dispositif de régulation en influant sur la pression
( P1, P2 ) dans au moins l'une des deux chambres d'amortisseur.
8. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes 6 ou 7, caractérisé en ce que les moyens de réduction de l'amortissement comportent un filtre ( 230 ) de correction,
qui est relié au capteur de pression et au dispositif de régulation, dans lequel les
valeurs de mesure du capteur de pression sont injectées et duquel celles-ci sont filtrées
avec formation de valeurs ( Psoll (ω) ) de consigne, le dispositif de régulation réglant l'organe de réglage et l'organe
de réglage influant sur la pression, de manière à ce que les valeurs de mesure du
capteur de pression tendent vers les valeurs de consigne.
9. Procédé d'amortissement suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le capteur de pression, le dispositif de régulation et l'organe de réglage forment
une boucle de régulation fermée.
10. procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes 8 à 9, caractérisé en ce que le filtre de correction forme les valeurs de consigne en amortissant les valeurs
de mesure du capteur de pression dans le domaine de fréquence d'oscillation prescrit
davantage qu'à l'extérieur de la plage de fréquence d'oscillation prescrite.
11. Procédé d'amortissement suivant la revendication 10, caractérisé en ce que le filtre de correction ne laisse pas passer des valeurs de mesure du capteur de
pression dans la plage de fréquence d'oscillation prescrite et laisse passer les valeurs
de mesure du capteur de pression à l'extérieur de la plage de fréquence d'oscillation
prescrite.
12. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes 7 à 11, caractérisé en ce que l'organe de réglage comporte une pompe et/ou une vanne proportionnelle.
13. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes 10 à 12, caractérisé en ce que le liquide a une viscosité, qui peut être influencée électriquement, et l'organe
de réglage influe sur le comportement en fréquence de l'élément amortisseur en modifiant
la viscosité du liquide.
14. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes 10 à 13, caractérisé en ce qu'il est prévu respectivement un capteur de pression et un organe de réglage pour chacune
des deux chambres d'amortisseur.
15. Procédé d'amortissement suivant la revendication 14, caractérisé en ce que le dispositif de régulation commande en sens contraire les deux organes de réglage.
16. Procédé d'amortissement suivant l'une des revendications précédentes 1 à 9,
caractérisé en ce que
- l'élément ( 110 ) amortisseur a deux chambres ( 140, 150 ) d'amortisseur, qui sont
emplies respectivement d'un gaz ou d'un liquide et qui sont séparées l'une de l'autre
du point de vue du courant par un élément ( 160 ) de séparation, qui peut coulisser
mécaniquement et qui est imperméable au liquide et/ou imperméable au gaz,
- il y a un transducteur ( 300 ) qui produit un signal de mesure détectant le mouvement
de coulissement mécanique de l'élément de séparation,
- un dispositif ( 220 ) de régulation est en liaison avec le transducteur et traite
le signal de mesure du transducteur et produit un signal ( ST ) de réglage, et
- il y a un organe ( 250 ) de réglage, qui est relié au dispositif de régulation et
qui transforme le signal de réglage du dispositif de régulation en influant en sens
contraire sur les valeurs de pression des deux chambres d'amortisseur.
17. Procédé d'amortissement suivant la revendication 16,
caractérisé en ce que le dispositif de régulation comporte un dispositif ( 400 ) à transformée de Fourier,
un filtre ( 430 ) de correction relié au dispositif à transformée de Fourier et un
dispositif ( 410 ) d'exploitation relié au filtre de correction et au transducteur,
- dans lequel le dispositif à transformée de Fourier est tel qu'il transforme le signal
( S(t) ) de mesure rapporté au temps du transducteur en un signal ( S(ω) ) de sortie
rapporté à la fréquence, et
- dans lequel le dispositif d'exploitation est tel qu'il produit le signal ( ST )
de réglage de l'élément de réglage par le signal de sortie rapporté à la fréquence
du dispositif à transformée de Fourier et par un signal ( S'(ω) ) de sortie filtré
du filtre de correction.
18. Procédé d'amortissement suivant la revendication 17, caractérisé en ce que le dispositif d'exploitation produit, par le signal de sortie rapporté à la fréquence
du dispositif à transformée de Fourier et par le signal ( S'(ω) ) de sortie filtré
du filtre de correction, d'abord un signal de commande rapporté à la fréquence, qui
retransforme le signal de commande rapporté à la fréquence en un signal de commande
rapporté au temps et utilise celui-ci comme signal ( ST ) de réglage pour l'organe
de réglage.
19. Procédé d'amortissement suivant la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce que l'organe ( 250 ) de réglage a des pompes et/ou des vannes proportionnelles.


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