Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen einen Brennkopf und Verfahren,
mit denen bei Verbrennung von gasförmigen und/oder flüssigen Brennstoffen eine von
dem Brennkopf beabstandete Flammenfront stromabwärts in einem Brennraum erzeugt wird.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Feuerungsanlagen entstehen im Allgemeinen
umweltbelastende Schadstoffemissionen, insbesondere in Form von Stickoxiden (z.B.
NO, NO
2), die üblicherweise zusammenfassend als NOx bezeichnet werden. Schadstoffemissionen
lassen sich durch konstruktive Maßnahmen bei Feuerungsanlagen, insbesondere bei dort
verwendeten Brennern beeinflussen und/oder reduzieren.
[0003] Im Fall von Stickoxiden hat sich die Rezirkulation von bei der Verbrennung entstehenden
Abgasen als wirksam herausgestellt. Rezirkulierte Abgase senken die Flammentemperatur
ab, so dass die Menge an Stickoxiden, die bei hohen Verbrennungstemperaturen entstehen,
reduziert wird.
[0004] DE 195 09 219 offenbart ein Verfahren und einen Brennerkopf, bei denen Brenngas unter Zuführung
von Verbrennungsluft und zur Stickoxidreduzierung von Inertgas verbrannt wird, wobei
das Brenngas in bezug auf die Verbrennungsluft in zwei in Strömungsrichtung hintereinanderliegenden
Ebenen eingeblasen wird, mit einem überstöchiometrischen Verbrennungsluft-Brenngasgemisch
in der stromauf der Flamme bei der Flammenwurzel liegenden ersten Ebene und mit ergänzender
Brenngaszufuhr in der zweiten Ebene, und wobei als Inertgas rezirkuliertes Abgas dient,
das in der zweiten Ebene zugeführt wird, und ein Teil der in der zweiten Ebene eingeblasenen
Brenngase mit dem rezirkulierenden Abgas ein unterstöchiometrisches Gemisch bildet,
bevor dieses in die Flamme eingeleitet wird.
[0005] EP 0 347 834 offenbart einen Brennerkopf für einen Gebläsegasbrenner mit einem eine Einrichtung
für die Brenngasaufteilung und die Verbrennungsluftaufteilung, sowie Brenngasdüsen
und Luftdurchgangsöffnungen aufnehmenden Brennrohr und mit einem sich an das Brennrohr
anschließenden Flammrohr, wobei zwischen Brennrohr und Flammrohr mindestens eine radiale,
der Abgasrezirkulation dienende Öffnung vorhanden ist, und im Wurzelbereich der Flamme
zwischen Brennrohr und Flammrohr stromauf der radialen Öffnung, aber stromab der Brenngasdüsen
und Luftdurchgangsöffnungen quer zur Brennerkopflängsachse radial nach innen ragende
Stege vorgesehen sind.
[0006] EP 0 635 676 offenbart ein Verfahren zur NOx-armen Verbrennung von flüssigen oder gasförmigen
Brennstoffen in Feuerungsanlagen mit einem in einen Brennraum eines Kessels ragenden
Brenner, dessen Brennerrohr wenigstens eine darin angeordnete Brennstoffdüse für die
Zufuhr des Brennstoffs und eine sich daran anschließende Stauscheibe aufweist, bei
welchem ein beachtlicher Teil des Brennstoffs einem stromab der Stauscheibe liegenden
und an die Brennerrohrinnenwand angrenzenden Bereich zugeführt, im Brennraum befindliche
Abgase durch interne Rezirkulation in stromab der Stauscheibe aufgebaute Unterdruckgebiete
im Brennerrohr rückgeführt und ein oder mehrere das Brennerrohr durchbrechende und
in die Unterdruckgebiete ragende Leiteinrichtungen verwendet werden.
[0007] EP 0 857 915 offenbart ein Verfahren zum Verbrennen von flüssigen und/oder gasförmigen Brennstoffen
mit einem in den Brennraum eines Kessels ragenden Brennkopf eines Brenners, dessen
Flammrohr wenigstens eine darin angeordnete Zerstäuberdüse für die Zufuhr von Brennstoff
sowie einen Drallkörper aufweist, wobei ein Teil des Luftstroms für die Verbrennung
durch einen Drallkörper geführt wird, an dem stromabwärts gelegenen Abschnitt des
Flammrohres durch Leiteinrichtungen und Durchbrechungen des Flammrohres ein Unterdruck
erzeugt wird, das Abgas aus der Verbrennung mit der Verbrennungsluft gemischt wird,
das Abgas mit dem in dem Brennraum verdüsten noch nicht entzündeten Brennstoff vermischt
wird, und eine Flammenfront in einem Abstand vor dem Brennkopf erzeugt wird.
[0008] EP 1 245 901 offenbart einen Brenner, dessen Verbrennungskopf, der innerhalb einer Verbrennungskammer
sitzt, einen röhrenartigen Körper aufweist, um eine flüssige Verbrennungshilfe bereitzustellen.
[0009] EP 0 774 621 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung, um eine Verbrennung mit geringem Stickstoff-Ausstoß
zu erzielen, die einen Brenner verwendet, der ein Luftzufuhrrohr aufweist, welches
am Ende durch eine Stauscheibe abgeschlossen ist.
[0010] DE 195 42 373 A1 offenbart einen bekannten Brennerkopf für einen Gasbrenner. Der Brennerkopf hat einen
rohrförmigen Körper für die Zuführung eines Sauerstoffträgers in eine Brennkammer,
wenigstens eine Rohrleitung für die Zuführung des Brennstoffes in die Brennkammer,
ein konvergierendes Übergangsstück am Ende des rohrförmigen Körpers und wenigstens
eine Zündeinrichtung. Die Austrittsöffnung jeder Rohrleitung befindet sich in der
Nähe einer geneigten Wandfläche noch innerhalb des konvergierenden Übergangsstückes
der Rohrleitung des Brennerkopfes.
[0011] Insgesamt ist festzustellen, dass bekannte Ansätze nicht ausreichen, um die erhöhten
Anforderung an beim Betrieb von Feuerungsanlagen entstehende Emissionen zu erfüllen,
insbesondere um die niedrigen Stickoxidemissionsgrenzwerte zu erreichen, die z.B.
gesetzlich gefordert sind.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, die bei Verbrennung von Brennstoffen entstehenden Schadstoffe,
vor allem NOx-Emissionen, gegenüber bekannten Ansätzen weiter zu verringern, insbesondere
höhere Brennraumbelastungen bei niedrigstem Emissionsniveau zu ermöglichen.
[0013] Gemäß einem Aspekt stellt die vorliegenden Erfindung zur Lösung dieser Aufgabe einen
Brennkopf und Verfahren zur Verbrennung von Brennstoff gemäß den unabhängigen Ansprüchen
bereit.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen.
[0015] Danach ist der erfindungsgemäße Brennkopf ausgelegt, flüssige und/oder gasförmige
Brennstoffe mit einer von dem Brennkopf beabstandeten Flammenfront stromabwärts zu
verbrennen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brennköpfen, bei denen eine Flammenfront
im Wesentlichen unmittelbar an stromabwärts gelegenen Bereichen des Brennkopfs entsteht,
wird mittels des erfindungsgemäßen Brennkopfs im Betrieb eine Flammenfront erzeugt,
die in einem Brennraum von dem Brennkopf beabstandet positioniert ist und sich "frei"
vor dem Brennkopf im Brennraum stabilisiert.
[0016] Der Brennkopf umfasst ein Brennerrohr, das ein stromabwärts gelegenes, offenes Ende
aufweist, das zur Anordnung in einem. Brennraum vorgesehen ist, wenigstens eine an
dem stromabwärts gelegenen Ende angeordnete Leiteinrichtung, die sich unter einem
ersten Winkel radial nach innen, d.h. in einem Winkel zwischen 0° und 90° in Richtung
zur Brennerrohrachse, erstreckt, und eine oder mehrere in dem Brennerrohr angeordnete
Brennstoffdüsen.
[0017] Bevorzugt sind mehrere Leiteinrichtungen vorgesehen, die von einander beabstandet
sind, und sich unter dem ersten Winkel radial nach innen und in Richtung stromabwärts
erstrecken.
[0018] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann sich die oder jede Leiteinrichtung unter
dem ersten Winkel radial nach innen und in Richtung senkrecht zu der Brennerrohachse
oder unter dem ersten Winkel radial nach innen und in Richtung stromabwärts erstrecken.
[0019] Im letzteren Ausführungsbeispiel verläuft die wenigstens eine Leiteinrichtung schräg
zur Längsachse des Brennerrohrs, wobei radial innen liegende Bereiche der wenigstens
einen Leiteinrichtung weiter von dem offenen Ende des Brennerrohrs beabstandet sind
als radial außen liegende Bereiche.
[0020] Die Brennstoffdüse(n) ist/sind bevozugt ausgelegt, Brennstoff am stromabwärts gelegenen
Ende unter einem zweiten Winkel radial nach außen in Richtung stromabwärts, in Richtung
auf die wenigstens eine Leiteinrichtung zu und im Betrieb in den Brennraum abzugeben.
Mit anderen Worten, die Brennstoffdüse(n) gibt/geben im Betrieb Brennstoff an bzw.
benachbart zu dem offenen Ende des Brennrohrs so ab, dass sich ein Brennstoffstrom
oder -strahl ergibt, der ausgehend von radial innen liegenden Bereichen des Brennerrohrs
schräg nach außen zu radial weiter außen liegenden Bereichen des Brennerrohrs verläuft,
wo er an die wenigstens eine Leiteinrichtung und/oder, wenn vorhanden, durch die Zwischenräume
zwischen den mehreren Leiteinrichtungen hindurch in den Brennraum abgegeben wird.
[0021] Die wenigstens eine Leiteinrichtung kann einen am stromabwärts gelegenen Ende angeordneten
Ring oder eine Scheibe mit einer zentralen Öffnung umfassen. Diese Ausführungsform
kann durch eine als eigenständige Komponente ausgeführte Leiteinrichtung oder erreicht
werden, indem eine im Folgenden beschriebene Stauscheibe wenigstens teilweise die
Funktion der Leiteinrichtung bereitstellt.
[0022] Alternativ oder zusätzlich können mehrere Leiteinrichtungen vorgesehen sein, die
wenigstens teilweise so von einander beabstandet sind, dass sich Zwischenräume zwischen
den Leiteinrichtungen ergeben.
[0023] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die oder jede Leiteinrichtung jeweils eine Fläche
umfassen, die mit von den Brennstoffdüsen abgegebenem Brennstoff angeströmt werden
können. Diese Flächen können insbesondere delta-förmig sein.
[0024] Vorzugsweise ist/sind die Brennstoffdüse(n) ausgelegt, Brennstoff unter dem zweiten
Winkel und in Richtung der wenigstens einen Leiteinrichtung und/oder und in Richtung
der Zwischenräume zwischen Leiteinrichtungen abzugeben. Dies kann beispielsweise durch
eine zur Längsachse des Brennerrohrs bzw. zu dessen radialer Richtung gewinkelte Anordnung
der Brennstoffdüsen am offenen Ende des Brennerrohrs und/oder durch entsprechend gerichtete
Austrittsöffnungen der Brennstoffdüsen erfolgen.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Brennstoffdüsen geeignet, gasförmigen
Brennstoff abzugeben. Es ist aber auch vorgesehen, mittels zumindest einer oder mehrerer
zusätzlicher Brennstoffdüsen flüssigen Brennstoff zuzuführen.
[0026] Vorzugsweise sind mehrere Brennstoffdüsen am offenen Ende des Brennerrohrs jeweils
zwischen einem der Zwischenräume zwischen Leiteinrichtungen angeordnet.
[0027] Erfindungsgemäß umfasst der Brennkopf eine ringförmige Scheibe, die als Stauscheibe
wirkt. Die Scheibe ist am offenen Ende des Brennerrohrs angebracht und erstreckt sich
dort vom Brennerrohr im Wesentlichen radial nach innen, insbesondere senkrecht zur
Längsachse des Brennerrohrs.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Scheibe ausgebildet, um wenigstens
teilweise als eine Leiteinrichtung zu fungieren, insbesondere radial innen liegende
Bereiche der Scheibe. Es ist auch vorgesehen, dass die Scheibe insgesamt als Leiteinrichtung
dient und dabei auch die Staufunktion ausübt.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist es möglich, die Scheibe als separate Komponente
auszuführen und die wenigstens eine Leiteinrichtung an der Scheibe anzuordnen. Dabei
kann sich im Fall einer beispielsweise ringförmigen Leiteinrichtung die Leiteinrichtung
von radial innen liegenden Bereichen der Scheibe unter dem ersten Winkel radial nach
innen und in Richtung stromabwärts erstrecken.
[0030] Bei Verwendung mehrerer Leiteinrichtungen können diese an radial innen liegenden
Bereichen der Scheibe angebracht sein, insbesondere im Wesentlichen unmittelbar am
Innenumfang der Scheibe (d.h. am die Öffnung der ringförmigen Scheibe begrenzenden
Scheibenrand), und sich von dort aus unter dem ersten Winkel radial nach innen erstecken.
[0031] Je nach Anwendung des Brennkopfs, beispielsweise in einer Feuerungsanlage für gasförmigen
und flüssigen Brennstoff, kann wenigstens eine weitere Brennstoffdüse vorhanden sein.
Vorzugsweise ist die wenigstens eine weitere Brennstoffdüse ausgelegt, Brennstoff
spary-förmig unter einem von der Zerstäuberdüse bestimmten Sprühwinkel (dritter Winkel)
radial nach außen abzugeben. Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird bei Einsatz
von Dampf- bzw. Luftzerstäuberdüsen der Brennstoff in mehreren Brennstoffstrahlen
unter einem Winkel zur Brennerrohrachse radial nach außen zwischen den Leiteinrichtungen
eingebracht. Dies hat beispielsweise den Vorteil, die Brennstoffzufuhr in Abhängigkeit
des Brennstoffs wählen zu können, um dessen Verbrennung zu optimieren.
[0032] Wenn die oben genannten Brennstoffdüsen für gasförmigen Brennstoff vorgesehen sind,
ist es bevorzugt, dass die wenigstens eine weitere Brennstoffdüse im Betrieb flüssigen
Brennstoff abgibt. Die wenigstens eine weitere Brennstoffdüse kann aber ebenfalls
zur Zufuhr gasförmigen Brennstoffs ausgelegt sein. Entsprechendes gilt für den Fall,
dass die oben genannten Brennstoffdüsen flüssigen Brennstoff zuführen sollen.
[0033] Erfindungsgemäß weist der Brennkopf auch eine Dralleinrichtung, beispielsweise in
Form eines ortsfesten oder in Längsrichtung des Brennerrohrs verschiebbaren Drallkörper
auf, um durch das Brennerrohr zuführbare Verbrennungsluft, insbesondere deren mittleren,
zentralen Bereich, zu verdrallen, dieser also einen Drallimpuls zu versetzen. Dabei
ist es vorgesehen, die Dralleinrichtung stromaufwärts der Brennstoffdüsen in dem Brennrohr
anzuordnen.
[0034] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Brennkopf einen sogenannten
Pilotbrenner oder Stützbrenner. Mit dem Pilotbrenner können Verbrennungsgase zugeführt
werden, die im Betrieb für eine Vorerwärmung bis hin zu einer Initialzündung (ohne
Ausbildung einer Flammenfront) von Brennstoff sorgen können, wodurch eine Stabilisierung
der von dem Brennkopf beabstandeten Flammenfront erreicht werden kann. Vorzugsweise
ist der Pilotbrenner stromaufwärts der Brennstoffdüsen in dem Brennrohr angeordnet
und, wenn vorhanden, auch stromaufwärts der Dralleinrichtung.
[0035] Vorzugsweise liegt der erste Winkel in einem Bereich zwischen etwa 35° und 65°.
[0036] Vorzugsweise liegt der zweite Winkel in einem Bereich zwischen etwa 30° und 60°.
[0037] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird Brennstoff unter Verwendung eines Brennkopfs
verbrannt, der ein Brennerrohr, das ein stromabwärts gelegenes, offenes Ende aufweist,
das sich in einen Brennraum erstreckt, und wenigstens eine an dem stromabwärts gelegenen
Ende angeordnete Leiteinrichtung, die sich unter einem ersten Winkel radial nach innen
erstreckt, umfasst. Diesbezügliche Ausführung oben gelten hier entsprechend.
[0038] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird Brennstoff am stromabwärts gelegenen Ende
unter einem zweiten Winkel radial nach außen, in Richtung auf die Leiteinrichtungen
zu und in den Brennraum abgegeben.
[0039] Ferner wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Flammenfront in einem Abstand
stromabwärts vor dem Brennkopf, also eine sich vor dem Brennkopf "frei" stabilisierende
Flammenfront im Brennraum erzeugt.
[0040] Vorzugsweise wird der Brennstoff unter dem zweiten Winkel in Richtung zu der wenigstens
einen Leiteinrichtung und/oder, falls vorhanden, in Richtung zu Zwischenräumen zwischen
Leiteinrichtungen abgegeben.
[0041] Nach einem Ausführungsbeispiel ist bevorzugt, daß der Brennstoff so abgegeben wird,
daß er sich stromab des Brennerrohres im Bereich der Leiteinrichtungen intensiv mit
der Verbrennungsluft und den rezirkulierten Gasen mischt. Dadurch ist für den Betrieb
des Brennkopfes nur ein geringer Luftüberschuß erforderlich, der bis sehr nah an das
stöchiometrische Brennstoff-Luft-Verhältnis herankommt.
[0042] Zur Stabilisierung der Flammenfront kann eine Initialzündung von Brennstoff vor der
Flammenfront bewirkt werden, indem beispielsweise mittels eines Pilotbrenners stromaufwärts
der Brennstoffzufuhr heisses Verbrennungsgas erzeugt und in die Flammenwurzel eingebracht
wird.
[0043] Vorzugsweise wird der unter dem zweiten Winkel abgegebene Brennstoff in einem Bereich
zwischen etwa 30° und 60° abgegeben.
[0044] Gemäß einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verbrennung
von Brennstoff unter Verwendung eines Brennkopfs mit einem sich teilweise in einen
Brennraum erstreckenden Brennerrohr, wobei in dem Brennraum bestandet von dem Brennrohr
und stromabwärts desselben eine freie Flammenfront erzeugt wird, und in dem Brennraum
Unterdruckzonen mit Wirbelgebieten so ausgebildet werden, dass in dem Brennraum vorhandene
Abgase brennraumintern rückgeführt und mit über das Brennerrohr am stromabwärts gelegenen
Ende unter einem Winkel radial nach außen in Richtung stromabwärts zugeführtem Brennstoff
vermischt werden.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0045] Im Folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen:
- Fig. 1a und 1b
- schematische Darstellungen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
in Schnittdarstellung und als Ansicht aus Richtung des Brennraumes; und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Betriebszustands bei Verwendung eines erfindungsgemäßen
Brennkopfs.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0046] Fig. 1a und 1b zeigen schematische Darstellungen eines im Ganzen mit 2 bezeichneten
Brennkopfs.
[0047] Der Brennkopf umfasst ein Gehäuse 4, mit dem der Brennkopf 2 beispielsweise an entsprechenden
Bereichen und/oder Komponenten einer Feuerungsanlage befestigt werden kann.
[0048] Zur Zufuhr gasförmiger Brennstoffe ist ein erster Anschluss 6 und zur Zufuhr von
flüssigen Brennstoffen ist ein zweiter Anschluss 8 vorgesehen, die jeweils mit entsprechenden
Brennstoffquellen (nicht gezeigt) verbunden werden können, um von diesen Brennstoff
zu erhalten.
[0049] Gasförmiger Brennstoff wird über den ersten Anschluss 6 einem Brenngasrohr 10 zugeführt,
das einen als Doppelmantelrohr 12 ausgebildeten Bereich umfasst.
[0050] Flüssiger Brennstoff wird über den zweiten Anschluss 8 einem Brennstoffgestänge 14
zugeführt, das teilweise von dem Doppelmantelrohr 12 umschlossen ist.
[0051] Das Brennstoffgestänge 14 ist durch einen Hilfseinrichtung, z.B. einen Linearantrieb
axial in dem Doppelmantelrohr verschiebbar. Bei Betrieb des Brennkopfes mit gasförmigen
Brennstoffen kann dieses Brennstoffgestänge und die daran befestigte Brennstoffdüse
26 in das Doppelmantelrohr zurückgezogen werden, um thermische Überlastungen der Brennstoffdüse
zu verhindern.
[0052] An seinem in Fig. 1a links gelegenen Ende weist das Gehäuse 4 eine Öffnung 16 auf,
über die dem Brennkopf 2 Verbrennungsluft zugeführt werden kann.
[0053] Am gegenüberliegenden Ende des Gehäuses 4 ist ein Brennerrohr 18 befestigt, durch
das sich das Doppelmantelrohr 12 und das Brennstoffdüsengestänge 14, wie in Fig. 1a
zu sehen, erstrecken.
[0054] Aufgrund der Zufuhr von Verbrennungsluft über die Öffnung 16 und aufgrund der Führung
von Brennstoff in Längsrichtung des Brennkopfs 2 und insbesondere des Brennerrohrs
18 wird die durch den Pfeil 20 angegebene Richtung als stromabwärts bezeichnet, während
die durch den Pfeil 22 angegebene Richtung als stromaufwärts bezeichnet wird.
[0055] An dem stromabwärts gelegenen Ende des Doppelmantelrohrs 12 sind Brennstoffdüsen
24 angeordnet. Die Brennstoffdüsen 24 sind bezüglich der Längsachse des Brennerrohrs
18 schräg in Richtung stromabwärts gerichtet, erstrecken sich mit anderen Worten also
unter einem Winkel radial nach außen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Ausrichtung
der Brennstoffdüsen 24 auch die Richtung bestimmt, in der diese Brennstoff abgeben.
Das heißt bei der hier dargestellten Ausführungsform geben die Brennstoffdüsen 24
Brennstoff unter einem Winkel radial nach außen ab. Diese Brennstoffabgaberichtung
kann auch erreicht werden, indem beispielsweise das Doppelmantelrohr 12 an seinem
stromabwärts gelegenen Ende Brennstoffauslassöffnungen aufweist, die eine Abgabe von
Brennstoff unter einem Winkel radial nach außen ermöglichen, und/oder indem beispielsweise
am stromabwärts gelegenen Ende des Doppelmantelrohrs 12 Brennstoff im Wesentlichen
in Längsrichtung des Brennerrohrs 18 abgegeben und durch Umlenkeinrichtungen unter
einem Winkel radial nach außen umgelenkt wird.
[0056] An seinem stromabwärts gelegenen Ende weist das Brennstoffdüsengestänge 14 eine weitere
Brennstoffdüse 26 auf, die Brennstoff als Spray mit unterschiedlichen Sprühwinkeln
und -profilen abgeben kann.
[0057] An seinem stromaufwärts gelegenen Ende 28 ist das Brennerrohr 18 offen, um über die
Öffnung 16 zugeführte Verbrennungsluft aufnehmen zu können. An dem stromabwärts gelegenen
Ende 30 des Brennerrohrs 18 ist eine ringförmige Scheibe 32 angeordnet.
[0058] Die Scheibe 32 kann auch als Stauscheibe bezeichnet werden, da sie in Richtung stromabwärts
strömende Verbrennungsluft und, falls vorhanden, Brennstoff staut und zur Mitte des
stromabwärts gelegenen Endes 30 des Brennerrohrs 18 umlenkt. An dem inneren Rand der
Stauscheibe 32, der dessen zentrale Öffnung begrenzt, sind Leiteinrichtungen 34 angeordnet.
Fertigungstechnisch können das Brennerrohr 18, die Scheibe 32 und die Leiteinrichtungen
34 als separate Komponenten bereitgestellt oder einstückig ausgebildet sein.
[0059] Die Leiteinrichtungen 34 erstrecken sich ausgehend von der Scheibe 32 schräg nach
innen in Richtung stromabwärts, also mit anderen Worten unter einem Winkel radial
nach innen und in Richtung stromabwärts. Bei der dargestellten Ausführungsform sind
die Leiteinrichtungen 34 durch deltaförmige ,dreieckige Flächen gebildet.
[0060] Die Brennstoffdüsen 24 sind jeweils so ausgelegt und/oder angeordnet, dass sie Brennstoff
nicht unmittelbar auf die Leiteinrichtungen 34 richten, sondern in Richtung der Zwischenräume
zwischen den Leiteinrichtungen 34.
[0061] Stromaufwärts der Brennstoffdüsen 24 und 26 ist auf dem Doppelmantelrohr 12 umlaufend
eine Dralleinrichtung oder ein Drallkörper 36 vorgesehen. Mit der Dralleinrichtung
36 wird zugeführter Verbrennungsluft oder wenigstens ein Teil derselben (z.B. der
mittlere, zentrale Bereich) ein Drallimpuls verliehen, so dass stromabwärts der Dralleinrichtung
36 eine innere Drallströmung erzeugt wird. Der Durchmesser der Dralleinrichtung 36
und der Abstand zu der Scheibe 32 beeinflussen das Impulsverhältnis zwischen der verdrallten
Verbrennungsluft und der zwischen der Dralleinrichtung 36 und Brennerrohr 18 hindurchströmenden
unverdrallten Luft. Vorteilhafterweise ist die Dralleinrichtung 36 in Längsrichtung
des Brennerrohrs 18 verschiebbar, so dass durch eine Einstellung der Dralleinrichtung
36 relativ zu der Scheibe 32 bzw. den Leiteinrichtungen 34 ein hinsichtlich der im
Folgenden beschriebenen Strömungs- und Druckverhältnisse stromaufwärts und stromabwärts
der Scheibe 32 und der Leiteinrichtung 34 optimierte Drallströmung erzeugt wird.
[0062] Insbesondere bei Betrieb mit flüssigem Brennstoff geht der Drallimpuls zumindest
teilweise auf den aus der Düse 26 austretenden Brennstoffspray über.
[0063] Stromaufwärts der Dralleinrichtung 36 ist ein Pilotbrenner oder Stützbrenner 38 angeordnet.
Der Pilotbrenner 38 wird insbesondere bei Teillastbetrieb verwendet, um Verbrennungsgase
abzugeben, die für eine Erwärmung bis hin zu einer Initialzündung von mittels der
Brennstoffdüsen 24 und/oder 26 abgegebenen Brennstoffs sorgen können. Diese "Vorbehandlung"
von Brennstoff dient insbesondere zur zusätzlichen Stabilisierung einer im Folgenden
detaillierter beschriebenen, vom Brennkopf 2 beabstandet ausgebildeten Flammenfront.
[0064] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Betrieb des erfindungsgemäßen
Brennkopfs werden im Folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 2 detaillierter erläutert.
[0065] Fig. 2 stellt schematisch das die Verwendung des Brennkopfs 2 von Fig. 1a und 1b
in einer in Fig. 2 angedeuteten Feuerungsanlage dar. Aufgrund der hier angenommenen
rotationssymmetrischen Konstruktion der Feuerungsanlage und des Brennkopfs 2 sowie
der beim Betrieb auftretenden Zustände ist Fig. 2 eine bezüglich einer Symmetrieachse
40 schematische Schnittdarstellung.
[0066] Der Brennkopf 2, genauer ein stromabwärts gelegener Bereich des Brennerrohrs 18 ragt
in einen Brennraum 42. Der Brennraum 42 ist durch Wände 44 begrenzt.
[0067] Im Betrieb verursacht die die Scheibe 32 und die Leiteinrichtungen 34 anströmende
Verbrennungsluft, dass sich an der Scheibe 32 und an den Leiteinrichtungen 34 abstromseitig,
das heißt an den in dem Brennraum 42 weisenden Seiten der Scheibe 32 und der Leiteinrichtungen
34, Unterdruckzonen mit Wirbelgebieten ausbilden. Insbesondere bilden sich an jeder
Leiteinrichtung 34 zwei gegenläufige Wirbelzöpfe 46 und 48 aus, die bis weit in eine
Flammenfront 50 reichen können, die sich stromabwärts des Brennkopfs 2 und beabstandet
von diesem ausbildet. Die Unterdruckzonen und Wirbelgebiete, insbesondere die Wirbelzöpfe
46 und 48, sorgen für eine intensive, brennrauminterne Rückführung von im Brennraum
42 vorhandenen Gasen bzw. Abgasen, die bei Verbrennung von mittels des Brennkopfs
2 zugeführten Brennstoffs entstehen. Gleichzeitig sorgen die Wirbelgebiete für eine
intensive Vermischung von rückgeführten Verbrennungsabgasen und zugeführtem Brennstoff.
[0068] Bei dem Brennkopf 2 bildet sich die Flammenfront 50 nicht unmittelbar am Brennkopf
2 selbst aus, sondern von diesem beabstandet, "frei" in dem Brennraum 42. Die vom
Brennkopf 2 beabstandete Flammenfront 50 ermöglicht eine Vermischung von rückgeführten
Verbrennungsabgasen und zugeführtem Brennstoff, wodurch die Flammentemperatur herabgesetzt
und bei Verbrennung entstehende Stickoxide reduziert werden. Des Weiteren ermöglicht
die vom Brennkopf 2 beabstandete Flammenfront 50 eine im Folgenden detaillierter erläuterte
Aufbereitung von Brennstoff.
[0069] Aufgrund seines Austrittsimpulses sowie der oben genannten Unterdruckzonen und Wirbelgebieten
gelangt mittels der Brennstoffdüsen 24 und/oder 26 (letztere in Fig. 2 nicht gezeigt)
zugeführter Brennstoff in die Bereiche des Brennraums 42, in denen der Wirbelzopf
48 vorhanden ist. Dieser Bereich wird im Folgenden als äußere Rückführungszone bezeichnet.
In der äußeren Rückführungszone kommt es zu Ausbildung einer starken Brennstoffanreicherung
mit unterstöchiometrischer, reduzierend wirkender Atmosphäre.
[0070] Im Fall eines flüssigen Brennstoffs, beispielsweise Öl, ist Brennstoff in der äußeren
Rückführungszone verglichen mit dem Stand der Technik bereits stärker vergast, weil
aufgrund der Unterdruckzonen und Wirbelgebiete abströmseitig der Scheibe 32 und der
Leiteinrichtungen 34 rückgeführte Verbrennungsabgase am Ende 30 des Brennerrohrs 18
umlaufend eingesogen werden.
[0071] Im Allgemeinen, aber insbesondere im Fall gasförmigen Brennstoffs, der mittels Brennstoffdüsen
24 zugeführt wird, kommt es in der äußeren, den Brennkopf umgebenden Rückführungszone
- neben der oben beschriebenen brennrauminternen Abgasrückführung insbesondere inerter
Verbrennungsabgase und deren Vermischung mit Brennstoff - zu einer zur Aufbereitung
und/oder Zerlegung von Brennstoff.
[0072] Im Speziellen kommt es in der äußeren Rückführungszone zu einer Aufspaltung von Brennstoffmolekülen
in Radikale und zu einer wenigstens teilweisen Oxidation von Brennstoff.
[0073] Versuche mit einem erfindungsgemäßen Brennkopf mit einer Leistung von etwa 2300 kW
haben in Bereichen um den Brennkopf herum unter anderem folgende Messergebnisse geliefert:
| CO2: |
etwa 11,3 Vol.-% |
| O2: |
etwa 0,1 Vol.-%% |
| CO: |
mehr als etwa 1,0 %Vol.-% |
| CxHy: |
etwa 0,05 ... 0,1 Vol.-% |
[0074] In der äußeren Rückführungszone findet sich also ein Gemisch mit geringem Sauerstoffgehalt
und hoher Beladung an Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (C
xH
y). Dabei wurden wenigstens teilweise höhere CO
2-Werte als in bzw. hinter der Flamme am Ende des Brennraums festgestellt. Insgesamt
belegen diese und weitere Versuche eine Aufbereitung und/oder Zerlegung von Brennstoff
in der äußeren Rückführungszone.
[0075] Entstehende Radikale werden - vermischt mit Abgasen aus der Flamme - wenigstens teilweise
von dem Brennkopf 2 angesaugt. Die Radikale sind reaktionsfreudig und entzünden sich
wenigstens teilweise stromabwärts des Brennkopfes 2 in Bereichen, in denen sich rückgeführtes
Verbrennungsgas mit dem Brennkopf 2 am stromaufwärts gelegenen Ende zugeführter Verbrennungsluft
vermischt. Dadurch wird der Sauerstoffpartialdruck der Verbrennungsluft zusätzlich
zur Beladung des Verbrennungsluftstromes mit rückgeführten, inerten Verbrennungsgasen
gesenkt, bevor sich die Mischung von Verbrennungsluft und rückgeführten Verbrennungsgasen
mit Brennstoff vermischen und entzünden kann.
[0076] Die Radikale und bei der Aufbereitung und/oder Zerlegung von Brennstoff entstehende
Reaktionszwischenprodukte (z.B. CH, HCH, CH
3, OH und CO) stellen innerhalb von Flammen instabile Reaktionszwischenprodukte dar.
Im Vergleich dazu ist es vorteilhaft, z.B. stabile Methanmoleküle (CH
4) zur Verbrennung erst in Reaktionszwischenprodukte zu zerlegen, bevor die Verbrennungsendprodukte
(z.B. CO
2 H
2O) durch Abschluss des Verbrennungsprozesses gebildet werden.
[0077] Eine solche Zerlegung von stabilen Bestandteilen (z.B. Methanmoleküle) in Radikale
und ein damit verbundener Oxidationsprozess beginnt mit einer endothermen Reaktion,
wie zum Beispiel:
CH4 → CH
3 + H (mit beispielsweise etwa -38 kJ/mol)
[0078] Aus diesem Grund läuft die Verbrennung der mit rückgeführtem, inerten Verbrennungsabgas
verdünnten brennbaren Bestandteile stromab des Brennkopfes 2 einerseits langsam genug
ab, um die Bildung von Bereichen mit hohen (Verbrennungs)-Temperaturen zu vermeiden.
Andererseits läuft diese Verbrennung schnell genug, um die von dem Brennkopf 2 beabstandete
Flammenfront 50 durch Oxidationswärme thermisch zu stabilisieren und den Sauerstoffpartialdruck
der Mischung von Verbrennungsluft und rückgeführtem Verbrennungsabgas durch die Bindung
von Sauerstoff für die Oxidation der Radikale und teilverbrannter Bestandteile (insbesondere
teilverbrannte Gase) zu senken.
[0079] Durch die Einsaugung von Inertgasen und Radikalen bzw. teilverbrannter Gase in den
Unterdruckzonen der Leiteinrichtungen 34 und der Scheibe 32 wird nur eine geringe
Mischenergie zur Durchmischung der Stoffströme benötigt, weil der Mischvorgang zumindest
teiweise vor dem Beginn des Verbrennungsvorganges - und damit in einer vergleichsweise
kalten Zone durchgeführt wird. In dieser haben die Stoffströme eine niedrige Viskosität.
Die Viskosität von Luft und Abgas steigt bekanntlich mit der Temperatur stark an,
so dass die Einmischung von Abgasen direkt in den Flammenbereich wesentlich höhere
Mischenergien erforderlich machen würde.
[0080] Der Anteil von reduktiv wirkendem CO in dem rückgeführten Verbrennungsabgas verhindert
die Ausbildung einer heißen Flammenbildung, weil CO verglichen mit Methan eine niedrigere
laminare Flammengeschwindigkeit besitzt. Die Flammentemperatur wird zusätzlich verringert,
wodurch die Menge bei der Verbrennung entstehender Stickoxide auf einem niedrigen
Niveau gehalten werden kann. Dies wird durch Versuche bestätigt, bei denen auch bei
hoher Brennraumbelastung geringste Stickoxidmengen festgestellt wurden - welche deutlich
niedriger sind, als diejenigen der bekannten Verfahren. Ferner läuft die Verbrennung
verglichen mit bekannten Ansätzen stabiler ab, insbesondere fehlen die bei hohen Rückführungsraten
von Verbrennungsabgasen im Allgemeinen üblichen Pulsationen bei der Verbrennung.
[0081] Die obigen Ausführungen bezüglich der äußeren Rückführungszone gelten auch für die
Bereiche im Brennraum 42, in denen sich der Wirbelzopf 46 ausbildet. Diese Bereiche
werden im Folgenden zusammenfassend als innere Rückführungszone bezeichnet.
[0082] Dort, insbesondere im Bereich zwischen dem 2 Brennkopf und der Flammenfront 50, ist
die Kreuzung der Stoffströme äußerst wirkungsvoll. Während der Brennstoff durch die
Brennstoffdüsen 24 und/oder 26 unter einem Winkel in radialer Richtung von der Längsachse
Brennkopfs 2 weg zur äußeren Rezirkulationszone strömt, wird rückgeführtes Verbrennungsabgas
im Wesentlichen durch die Anordnung der Leiteinrichtungen 34 in die Kernzone der Flamme
in Nähe der Flammenachse gelenkt. Damit entsteht ein brennrauminterner Brennstoff-Aufbereitungsmechanismus,
der die Bildung und Oxidation von Radikalen räumlich trennt. Wie oben erwähnt, kommt
es damit in der bzw. den Rückführungszonen um den Brennkopf 2 herum, welche durch
die Brennraumwände 44, den Brennkopf 2 und die Flammenfront 50 gebildet werden, neben
der Rückführung von Abgasen aus der Flamme auch zu einer (thermischen) Brennstoffaufbereitung.
[0083] Die vorliegende Erfindung ermöglicht verglichen mit dem Stand der Technik einer weitere
Senkung von Stickoxiden in Abgasen von Feuerungsanlagen, insbesondere bei Gas-, Heizöl-
und Mehrstoffbrennern, durch die oben beschriebene Brennstoffaufbereitung und/oder
Brennstoffzerlegung insbesondere in Radikale in den Bereichen erreicht, in die Verbrennungsgase
zum Zusammenwirken mit zugeführtem Brennstoff rückgeführt werden.
[0084] Ferner verbessert die vorliegende Erfindung die Stabilität der "freien" Flammenfront,
insbesondere wenn im Teillastbetrieb ein Pilotbrenner verwendet wird, um eine Vorerwärmung
bis hin zu einer Initialzündung von Brennstoff zu erreichen.
[0085] Im Fall flüssigen Brennstoffs vermindert die vorliegende Erfindung außerdem die Rußbildung
insbesondere in den Bereichen, in die Verbrennungsgase des Brennraums rückgeführt
werden, weil die Rücksaugung und/oder Einmischung der Verbrennungsgase umlaufend am
inneren Rand der Scheibe 32 sowie zusätzlich an den Kanten der Leiteinrichtungen 34
erfolgt. Dadurch wird die Vorvergasung des Brennstoffsprays wesentlich verbessert
und die Vermischung der rezirkulierten Gase mit der Verbrennungsluft intensiviert.
1. Brennkopf zur Verbrennung von Brennstoff mit einer freien Flammenfront, wobei sich
die freie Flammenfront stromabwärts des Brennkopfs und von diesem beabstandet stabilisiert,
umfassend:
- ein Brennerrohr (18), das ein stromabwärts gelegenes offenes Ende (30) aufweist,
das zur Anordnung in einem Brennraum vorgesehen ist,
- eine ringförmige Scheibe (32), die sich von dem stromabwärts gelegenen Ende (30)
radial nach innen erstreckt,
- wenigstens eine am stromabwärts gelegenen Ende (30) angeordnete Leiteinrichtung
(34), die sich von dem Innenumfang der Scheibe (32) unter einem ersten Winkel radial
nach innen erstreckt,
- wenigstens eine im oder am Brennerrohr (18) vorgesehene Brennstoffdüse (24; 26),
die angeordnet und/oder ausgebildet ist, um Brennstoff am stromabwärts gelegenen Ende
(30) unter einem zweiten Winkel radial nach außen in Richtung stromabwärts in den
Brennraum abzugeben, und
- eine Dralleinrichtung (36), die stromaufwärts der Brennstoffdüsen (24; 26) in dem
Brennrohr (18) angeordnet ist.
2. Brennkopf nach Anspruch 1, bei dem
- sich mehrere Leiteinrichtungen (34), die von einander beabstandet sind, unter dem
ersten Winkel radial nach innen und in Richtung stromabwärts erstrecken.
3. Brennkopf nach Anspruch 1, bei dem
- sich die wenigstens eine Leiteinrichtung (34) radial nach innen und in Richtung
senkrecht zur Brennerrohrachse erstreckt.
4. Brennkopf nach Anspruch 2, bei dem
- die mehreren Leiteinrichtungen (34) Bereiche umfassen, die von einander beabstandet
sind und Zwischenräume bilden.
5. Brennkopf nach Anspruch 4, bei dem
- die oder jede Brennstoffdüse (24; 26) ausgelegt ist, Brennstoff unter dem zweiten
Winkel in Richtung der Zwischenräume zwischen den Leiteinrichtungen (34) abzugeben.
6. Brennkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem
- die oder jede Brennstoffdüse (24; 26) ausgelegt ist, gasförmigen Brennstoff abzugeben.
7. Brennkopf nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei dem
- jede der Brennstoffdüsen (24; 26) jeweils zwischen einem der Zwischenräume zwischen
den Leiteinrichtungen (34) angeordnet ist.
8. Brennkopf nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei dem
- die Leiteinrichtungen (34) jeweils eine delta-förmige Fläche aufweisen.
9. Brennkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, mit
- einer weiteren Brennstoffdüse (26), die ausgelegt ist, Brennstoff unter einem dritten
Winkel radial nach außen in Richtung stromabwärts in den Brennraum abzugeben.
10. Brennkopf nach Anspruch 9, bei dem
- die weitere Brennstoffdüse (26) ausgelegt ist, flüssigen Brennstoff abzugeben.
11. Brennkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, mit
- einem Pilotbrenner (38), der stromaufwärts der Brennstoffdüsen (24, 26) in dem Brennrohr
(18) angeordnet ist.
12. Brennkopf nach Anspruch 11, bei dem
- die Dralleinrichtung (36) stromabwärts des Pilotbrenners (38) angeordnet ist.
13. Brennkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem
- der erste Winkel in einem Bereich zwischen 35° und 65° liegt.
14. Brennkopf nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem
- der zweite Winkel in einem Bereich zwischen 30° und 60° liegt.
15. Verfahren zur Verbrennung von Brennstoff unter Verwendung eines Brennkopfs umfassend:
- ein Brennerrohr, das ein stromabwärts gelegenes offenes Ende aufweist, das sich
in einen Brennraum erstreckt,
- eine ringförmigen Scheibe, die sich von dem stromabwärts gelegenen Ende radial nach
innen erstreckt,
- wenigstens eine an dem stromabwärts gelegenen Ende angeordneten Leiteinrichtung,
die sich vom Innenumfang der Scheibe unter einem ersten Winkel radial nach innen erstreckt,
- wenigstens eine im oder am Brennerrohr vorgesehene Brennstoffdüse, die angeordnet
und/oder ausgebildet ist, um Brennstoff am stromabwärts gelegenen Ende unter einem
zweiten Winkel radial nach außen in Richtung stromabwärts und in Richtung auf die
wenigstens eine Leiteinrichtung zu in den Brennraum abzugeben, und
- eine Dralleinrichtung, die stromaufwärts der Brennstoffdüsen in dem Brennrohr angeordnet
ist,
wobei bei dem Verfahren:
- Brennstoff am stromabwärts gelegenen Ende unter einem zweiten Winkel radial nach
außen in Richtung stromabwärts in den Brennraum abgegeben wird, und
- eine freie Flammenfront erzeugt wird, wobei sich die freie Flammenfront stromabwärts
des Brennkopfs und von diesem beabstandet stabilisiert.
16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem
- der Brennstoff unter dem zweiten Winkel in Richtung der Zwischenräume zwischen mehreren
Leiteinrichtungen, die von einander beabstandet sind und Zwischenräume bilden, abgegeben
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, bei dem
- der Brennstoff so abgegeben wird, dass sich stromabwärts jeder Leiteinrichtung Unterdruckzonen
mit einem oder mehreren Wirbelgebieten ausbilden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, bei dem
- der Brennstoff gasförmiger Brennstoff ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, bei dem
- ein weiterer Brennstoff unter einem dritten Winkel radial nach außen in Richtung
stromabwärts in den Brennraum abgegeben wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem
- der weitere Brennstoff flüssiger Brennstoff ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 20, bei dem stromaufwärts der Brennstoffzufuhr
Verbrennungsgas erzeugt wird, das zur Stabilisierung der Flammenfront eine Initialzündung
von Brennstoff vor der Flammenfront bewirkt.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 21, bei dem
- der unter dem zweiten Winkel abgegebene Brennstoff in einem Bereich zwischen 30°
und 60° abgegeben wird.
23. Verfahren nach Anspruch 15, wobei in dem Brennraum Unterdruckzonen mit Wirbelgebieten
so ausgebildet werden, dass in dem Brennraum vorhandene Abgase brennraumintern rückgeführt
und mit Brennstoff vermischt werden, der über das Brennerrohr am stromabwärts gelegenen
Ende unter einem Winkel radial nach außen in Richtung stromabwärts zugeführt wird,
24. Verfahren nach Anspruch 23, bei dem
in den Wirbelgebieten gegenläufige Wirbelzöpfe erzeugt werden.
25. Verfahren nach Anspruch 24, bei dem
in einer einen äußeren Wirbelzopf umfassenden, äußeren Rückführungszone und/oder einer
einen inneren Wirbelzopf umfassenden, inneren Rückführungszone eine Brennstoffanreicherung
mit unterstöchiometrischer reduzierend wirkender Atmosphäre erzeugt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, bei dem
in der wenigstens einen Rückführungszone Moleküle des Brennstoffs wenigstens teilweise
in Radikale aufgespalten werden und/oder Brennstoff wenigstens teilweise oxidiert
wird.
27. Verfahren nach Anspruch 26, bei dem
Radikale zusammen mit rückgeführten Gasen des Brennraums wenigstens teilweise unter
Verwendung des Brennkopfs angesaugt werden.
28. Verfahren nach Anspruch 27, bei dem
angesaugte Radikale wenigstens teilweise in Bereichen entzündet werden, in denen sich
rückgeführte Gase des Brennraums mit der vom Brennkopf zugeführten Verbrennungsluft
am stromaufwärts gelegenen Ende desselben vermischt werden.
1. Burner head for combusting fuel with a free flame front, wherein the free flame front
is stabilized downstream of the burner head and at a spacing therefrom, comprising:
- a burner pipe (18) which has a downstream open end (30) which is provided for arrangement
in a combustion chamber,
- an annular disc (32) which extends radially inwards from the downstream end (30),
- at least one guide device (34) which is arranged at the downstream end (30) and
which extends radially inwards from the inner circumference of the disc (32) at a
first angle,
- at least one fuel nozzle (24; 26) which is provided in or on the burner pipe (18)
and which is arranged and/or designed to discharge fuel at the downstream end (30)
radially outwards in a direction downstream into the combustion chamber at a second
angle, and
- a swirl device (36) which is arranged in the burner pipe (18) upstream of the fuel
nozzles (24; 26).
2. Burner head according to Claim 1, in which
- a plurality of guide devices (34), which are spaced apart from one another, extend
radially inwards and in a direction downstream at the first angle.
3. Burner head according to Claim 1, in which
- the at least one guide device (34) extends radially inwards and in a direction perpendicular
to the burner pipe axis.
4. Burner head according to Claim 2, in which
- the plurality of guide devices (34) comprise regions which are spaced apart from
one another and form interspaces.
5. Burner head according to Claim 4, in which
- the or each fuel nozzle (24; 26) is configured to discharge fuel in the direction
of the interspaces between the guide devices (34) at the second angle.
6. Burner head according to one of the preceding claims, in which
- the or each fuel nozzle (24; 26) is configured to discharge gaseous fuel.
7. Burner head according to one of Claims 4 to 6, in which
- each of the fuel nozzles (24; 26) is respectively arranged beween one of the interspaces
between the guide devices (34).
8. Burner head according to one of Claims 2 to 7, in which
- the guide devices (34) each have a delta-shaped surface.
9. Burner head according to one of the preceding claims, comprising
- a further fuel nozzle (26) which is configured to discharge fuel radially outwards
in a direction downstream into the combustion chamber at a third angle.
10. Burner head according to Claim 9, in which
- the further fuel nozzle (26) is configured to discharge liquid fuel.
11. Burner head according to one of the preceding claims, comprising
- a pilot burner (38) which is arranged in the burner pipe (18) upstream of the fuel
nozzles (24, 26).
12. Burner head according to Claim 11, in which
- the swirl device (36) is arranged downstream of the pilot burner (38).
13. Burner head according to one of the preceding claims, in which
- the first angle lies in a range between 35° and 65°.
14. Burner head according to one of the preceding claims, in which
- the second angle lies in a range between 30° and 60°.
15. Method for combusting fuel using a burner head comprising:
- a burner pipe which has a downstream open end which extends into a combustion chamber,
- an annular disc which extends radially inwards from the downstream end,
- at least one guide device which is arranged at the downstream end and which extends
radially inwards from the inner circumference of the disc at a first angle,
- at least one fuel nozzle which is provided in or on the burner pipe and which is
arranged and/or designed to discharge fuel at the downstream end radially outwards
in a direction downstream and in a direction towards the at least one guide device
into the combustion chamber at a second angle, and
- a swirl device which is arranged in the burner pipe upstream of the fuel nozzles,
wherein, in the method:
- fuel is discharged at the downstream end radially outwards in a direction downstream
into the combustion chamber at a second angle, and
- a free flame front is generated, wherein the free flame front is stabilized downstream
of the burner head and at a spacing therefrom.
16. Method according to Claim 15, in which
- the fuel is discharged at the second angle in the direction of the interspaces between
a plurality of guide devices which are spaced apart from one another and form interspaces.
17. Method according to Claim 15 or 16, in which
- the fuel is discharged in such a way that negative pressure zones with one or more
vortex areas are formed downstream of each guide device.
18. Method according to one of Claims 15 to 17, in which
- the fuel is gaseous fuel.
19. Method according to one of Claims 15 to 18, in which
- a further fuel is discharged radially outwards in a direction downstream into the
combustion chamber at a third angle.
20. Method according to Claim 19, in which
- the further fuel is liquid fuel.
21. Method according to one of Claims 15 to 20, in which combustion gas is generated upstream
of the fuel feed and, to stabilize the flame front, effects an initial ignition of
fuel ahead of the flame front.
22. Method according to one of Claims 15 to 21, in which
- the fuel discharged at the second angle is discharged in a range between 30° and
60°.
23. Method according to Claim 15, wherein negative pressure zones with vortex areas are
formed in the combustion chamber in such a way that exhaust gases present in the combustion
chamber are recirculated within the combustion chamber and mixed with fuel which is
fed via the burner pipe at the downstream end radially outwards in a direction downstream
at an angle.
24. Method according to Claim 23, in which
- opposed vortex plaits are generated in the vortex areas.
25. Method according to Claim 24, in which
a fuel enrichment with a substoichiometric reductive atmosphere is generated in an
outer recirculation zone comprising an outer vortex plait and/or in an inner recirculation
zone comprising an inner vortex plait.
26. Method according to Claim 25, in which,
in the at least one recirculation zone, molecules of the fuel are at least partially
cleaved into radicals and/or fuel is at least partially oxidized.
27. Method according to Claim 26, in which
radicals together with recirculated gases of the combustion chamber are at least partially
sucked in using the burner head.
28. Method according to Claim 27, in which
sucked-in radicals are at least partially ignited in regions in which recirculated
gases of the combustion chamber are mixed with combustion air fed by the burner head,
at the upstream end thereof.
1. Tête de combustion pour la combustion de combustible comportant un front de flamme
libre, le front de flamme libre se stabilisant en aval de la tête de combustion et
à distance de celle-ci, comprenant :
- un brûleur tubulaire (18), qui présente une extrémité ouverte (30) située en aval
et prévue pour être disposée dans une chambre de combustion,
- un disque (32) en forme d'anneau qui s'étend radialement vers l'intérieur depuis
l'extrémité (30) située en aval,
- au moins un dispositif de guidage (34) disposé sur l'extrémité (30) située en aval
et qui s'étend radialement vers l'intérieur depuis la circonférence intérieure du
disque (32) en formant un premier angle,
- au moins une buse à combustible (24 ; 26) prévue dans ou sur le brûleur tubulaire
(18) et disposée et/ou conçue pour délivrer du combustible, dans la chambre de combustion,
sur l'extrémité (30) située en aval en formant un deuxième angle radialement vers
l'extérieur en direction de l'aval, et
- un turbulateur (36) disposé en amont des buses à combustible (24 ; 26) dans le brûleur
tubulaire (18).
2. Tête de combustion selon la revendication 1, dans laquelle plusieurs dispositifs de
guidage (34), à distance l'un de l'autre, s'étendent radialement vers l'intérieur
et vers l'amont en formant un premier angle.
3. Tête de combustion selon la revendication 1, dans laquelle l'au moins un dispositif
de guidage (34) s'étend radialement vers l'intérieur et dans le sens perpendiculaire
à l'axe du brûleur tubulaire.
4. Tête de combustion selon la revendication 2, dans laquelle les plusieurs dispositifs
de guidage (34) englobent des zones à distance l'une de l'autre et forment des espaces
intermédiaires.
5. Tête de combustion selon la revendication 4, dans laquelle la ou chaque buse à combustible
(24 ; 26) est conçue pour délivrer du combustible en formant un deuxième angle en
direction des espaces intermédiaires entre les dispositifs de guidage (34).
6. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
la ou chaque buse à combustible (24 ; 26) est conçue pour délivrer du combustible
gazeux.
7. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, dans laquelle
chacune des buses à combustible (24 ; 26) est disposée respectivement entre l'un des
espaces intermédiaires entre les dispositifs de guidage (34).
8. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, dans laquelle
les dispositifs de guidage (34) présentent chacun une surface en forme de delta.
9. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications précédentes, comportant
une autre buse à combustible (26) conçue pour délivrer du combustible dans la chambre
de combustion en formant un troisième angle radialement vers l'extérieur en direction
de l'aval.
10. Tête de combustion selon la revendication 9, dans laquelle l'autre buse à combustible
(26) est conçue pour délivrer du combustible liquide.
11. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications précédentes, comportant
un brûleur pilote (38) disposé en amont des buses à combustible (24, 26) dans le brûleur
tubulaire (18).
12. Tête de combustion selon la revendication 11, dans laquelle un turbulateur (36) est
disposé en aval du brûleur pilote (38).
13. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
le premier angle est compris entre 35° et 65°.
14. Tête de combustion selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
le deuxième angle est compris entre 30° et 60°.
15. Procédé de combustion de combustible utilisant une tête de combustion comprenant :
- un brûleur tubulaire qui présente une extrémité ouverte située en aval et s'étend
dans une chambre de combustion,
- un disque en forme d'anneau qui s'étend radialement vers l'intérieur depuis l'extrémité
située en aval,
- au moins un dispositif de guidage disposé sur l'extrémité située en aval et qui
s'étend radialement vers l'intérieur depuis la circonférence intérieure du disque
en formant un premier angle,
- au moins une buse à combustible prévue dans ou sur le brûleur tubulaire et disposée
et/ou conçue pour délivrer du combustible, dans la chambre de combustion, sur l'extrémité
située en aval en formant un deuxième angle radialement vers l'extérieur en direction
de l'aval et en direction de l'au moins un dispositif de guidage, et
- un turbulateur disposé en amont des buses à combustible dans le brûleur tubulaire,
dans lequel procédé :
- du combustible est délivré dans la chambre de combustion, sur l'extrémité située
en aval en formant un deuxième angle radialement vers l'extérieur en direction de
l'aval, et
- un front de flamme libre est généré, ce front de flamme libre étant stabilisé en
aval de la tête de combustion et à distance de celle-ci.
16. Procédé selon la revendication 15, dans lequel du combustible est délivré en formant
le deuxième angle en direction des espaces intermédiaires entre plusieurs dispositifs
de guidage situés à distance l'un de l'autre et formant des espaces intermédiaires.
17. Procédé selon la revendication 15 ou la revendication 16, dans lequel le combustible
est délivré de manière à former, en aval de chaque dispositif de guidage, des zones
de dépression comportant une ou plusieurs zones de turbulence.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 17, dans lequel le combustible
est un combustible gazeux.
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 18, dans lequel un autre combustible
est délivré dans la chambre de combustion en formant un troisième angle radialement
vers l'extérieur en direction de l'aval.
20. Procédé selon la revendication 19, dans lequel l'autre combustible est un combustible
liquide.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 20, dans lequel, en amont de
l'alimentation en combustible, un gaz de combustion est généré, lequel provoque un
allumage initial du combustible devant le front de flamme afin de stabiliser le front
de flamme.
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 21, dans lequel le combustible
délivré en formant un deuxième angle est délivré dans une plage comprise entre 30°
et 60°.
23. Procédé selon la revendication 15, dans lequel des zones de dépression comportant
des zones de turbulence sont créées dans la chambre de combustion de manière à faire
recirculer les gaz d'échappement présents dans la chambre de combustion et de les
mélanger au combustible qui est acheminé via le brûleur tubulaire sur l'extrémité
située en aval en formant un angle radialement vers l'extérieur en direction de l'aval.
24. Procédé selon la revendication 23, dans lequel des turbulences de sillage sont générées
dans les zones de turbulence.
25. Procédé selon la revendication 24, dans lequel un enrichissement du combustible est
généré avec une atmosphère sous-stoechiométrique réductrice dans une zone de recirculation
externe comprenant une turbulence de sillage extérieure et/ou dans une zone de recirculation
interne comprenant une turbulence de sillage intérieure.
26. Procédé selon la revendication 25, dans lequel, dans l'au moins une zone de recirculation,
des molécules de combustible sont clivées en radicaux, du moins en partie et/ou le
combustible est oxydé, du moins en partie.
27. Procédé selon la revendication 26, dans lequel des radicaux sont aspirés, du moins
en partie, avec des gaz recirculés de la chambre de combustion, en utilisant la tête
de combustion.
28. Procédé selon la revendication 27, dans lequel les radicaux aspirés sont allumés,
du moins en partie, dans des zones où des gaz recirculés de la chambre de combustion
sont mélangés à l'air de combustion acheminé par la tête de combustion sur l'extrémité
située en amont de celle-ci.