[0001] Holzwerkstoffe, die zu Paneelen verarbeitet werden, sind in der Regel oberflächenbeschichtet.
Die Oberflächenbeschichtung bewirkt erst die eigentliche Gebrauchsfähigkeit der Paneele,
da sie Dekor, Wasserfestigkeit, Abriebfestigkeit, Chemikalienbeständigkeit, ggf. Bestand
gegen Algen, Pilze und/oder Insekten verleihen. Die Oberflächenbeschichtung erfolgt
üblicherweise durch eine Beschichtung des Paneels mit einem kunstharzgetränkten Dekorpapier.
[0002] Alternativen zur Beschichtung mit Dekorpapier sind beschrieben, beispielsweise in
der
AT 351 744, diese Beschichtungen haben sich in der Praxis aber nicht durchgesetzt. Die
AT 351 744 beschreibt das Lackieren einer Spanplatte, wobei ein erster Lackauftrag als Grundierung
bezeichnet wird. Die Grundierung wird auf beiden Oberflächen, Oberseite und Unterseite
der Spanplatte aufgetragen. Ein zweiter Lackauftrag schließt sich an. Die zweite Lackschicht
wird einseitig nur auf die Oberseite der Spanplatte aufgetragen. Der Lackauftrag beträgt
mindestens 50 bis 500 g/m
2. Das hier vorgeschlagene Verfahren verzichtet auf Dekorpapier. Angestrebt wird das
Einsparen von teuren Anlagenteilen wie Pressen. Tatsächlich handelt es sich jedoch
bei dem hier für die Lackschichten überwiegend vorgeschlagenen Kunstharz um Melamin,
einer der teuersten Lackkomponenten. Das in der
AT 351 744 vorgeschlagene Produkt hat sich in der Praxis nicht durchgesetzt, unter anderem auch
aus Kostengründen. Auch das Aufbringen des Lacks hat sich als problematisch erwiesen,
da es als erforderlich angesehen wurde, dicke Lackschichten aufzubringen in der Annahme,
dass eine angemessene, möglichst große Schichtdicke erforderlich sei, um die gewünschte
Widerstandsfähigkeit zu erreichen. Das Aufbringen und Aushärten dicker Lackschichten
ist jedoch technisch aufwändig und damit kostenintensiv.
[0003] Das Auftragen optisch zufriedenstellender Lackschichten erfordert bisher, das Schleifschichten
im Lackaufbau vorgesehen werden, die nach dem Auftragen und Aushärten einer ersten
Lackschicht diese erste Lackschicht überdecken. Die Schleifschichten werden jeweils
weitgehend oder vollständig wieder abgeschliffen, um eine glatte Unterlage für die
nächste Lackschicht zu erhalten. Dieses mehrschichtige Vorgehen mit zwischenschleifen
ist erforderlich, um optisch ansprechende Lackierungen zu erhalten.
[0004] Das Auftragen von UV-härtbaren Lacken bringt hier Abhilfe. Ein Beispiel für den Einsatz
UV-härtbarer Lacke zeigt die
US 4,439,480. Allerdings wird bisher auch bei Einsatz UV-härtender Lacke ein Zwischenschleifen
bevorzugt, besonders dann, wenn - wie in der
US 6,475,623 - vielschichtige und verhältnismäßig dicke Oberflächenbeschichtungen eingesetzt werden.
[0005] Auch die Verwendung von Dekorpapier ist kostenintensiv und bringt Nachteile mit sich,
insbesondere das Schrumpfen des Dekorpapiers beim Aushärten ist als nachteilig anzusehen,
da es aufwändig ist, die mit dem Schrumpfen einhergehenden Verwerfungen der Paneele
zu vermeiden.
[0006] Abgesehen von der Oberflächenbeschichtung eines Holzwerkstoff-Paneels, mit der die
einfache Gebrauchsfähigkeit hergestellt wird, sind zunehmend Oberflächen-Ausrüstungen
nachgefragt, die besonderen Anforderungen wie Abrasionsfestigkeit, Geräusch- und Trittschalldämmung,
aufwändiger Farbgebung, besonderer Wärmeleitfähigkeit oder elektrischer Leitfähigkeit
bzw. -Ableitfähigkeit und dergleichen stellen. Das Anpassen der Holzwerkstoff-Paneele
an solche Anforderungen ist von besonderer Bedeutung für die vollständige Erschließung
des Marktes.
[0007] Es besteht daher Bedarf an einem Paneel aus Holzwerkstoff mit einer Oberflächenbeschichtung,
insbesondere einer Oberflächenbeschichtung die mindestens eine funktionale Schicht
einschließt, die optisch wahrnehmbare Strukturen bilden, wobei die Oberflächenbeschichtung
preiswert und einfach aufzubringen ist. Weiter sind ein Verfahren zum Beschichten
von Holzwerkstoffen und eine Vorrichtung hierfür vorzuschlagen.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Paneel nach Anspruch 1. Das Paneel aus Holzwerkstoff
ist nach einer einfachen Ausführung der Erfindung mit einer Grundierung und, darauf
aufbauend, mit mindestens zwei Lackschichten überzogen. Es hat sich jedoch zum Erreichen
gebrauchstüchtiger Festigkeits- und Verschleißeigenschaften als ausreichend erwiesen,
nur sehr wenig Lack aufzutragen. Der Auftrag an Lack, die Schichtdicke, beträgt insgesamt
weniger als 120 µm, vorzugsweise weniger als 80 µm, besonders bevorzugt weniger als
60 µm, vorteilhaft weniger als 45 µm, besonders vorteilhaft weniger als 30 µm.
[0009] Das Einbringen von Korund mit dem Lack steigert auch bei Paneelen nach Anspruch 1
die Abriebfestigkeit, die ein wesentlicher Parameter zur Bestimmung der Nutzungsklassen
gemäß DIN EN 13329 ist. Allenfalls ist die Körnung des Korunds feiner zu wählen, zur
Anpassung an die dünnere Lackschicht. Korund wird als funktionale Komponente in eine
Lackschicht eingebracht, die nicht die äußerste Lackschicht ist.
[0010] Der Lack, der wesentlich die Gebrauchseigenschaften des Paneels bestimmt, wird in
zwei oder mehr Schichten aufgetragen. Dabei wird die vorstehend angegebene Schichtdicke
von bis zu 120 µm insgesamt nicht überschritten. Durch diese Maßnahme wird die Oberflächenbeschichtung
des Paneels wesentlich verbessert. Beim Auftragen mehrerer dünner Schichten wird z.
B., anders als im Stand der Technik, keine unerwünschte Struktur in der Oberfläche
abgebildet, beim Aufwalzen des Lacks also keine Walzstruktur. Weiter werden unerwünschte
Änderungen in der Optik der Lackschicht vermieden, die beim Auftragen dicker Lackschichten
kaum zu vermeiden sind. Zudem verbessert sich durch das Auftragen mehrerer dünner
Lackschichten die Belastbarkeit bzw. die Widerstandsfähigkeit der Lackschicht insgesamt,
die Beschichtung wird strapazierfähiger. Als dünne Lackschicht wird im Zusammenhang
mit dieser Erfindung eine Lackschicht von bis zu 20 µm, vorzugsweise von bis zu 15
µm, vorteilhaft von bis zu 10 µm verstanden.
[0011] Bevorzugt werden die mindestens zwei dünnen Lackschichten bei Einsatz von UV-härtenden
Lacken in der Weise aufgebracht, dass jeweils eine bereits aufgetragene Schicht angeliert
wird, und dann bereits die nächste Schicht aufgetragen wird. Abgesehen von dem schnellen
Auftragen der dünnen Lackschichten kann dabei auf das Aufbringen einer Schleifschicht
und das anschließende Schleifen der einzelnen Lackschichten vor dem Aufbringen der
jeweils nächsten Schicht verzichtet werden, weil die einzelnen Schichten dünn und
-ggf. durch angelieren- ausreichend glatt aufgetragen werden können. Die Qualität,
insbesondere die Glätte der dünnen Lackschicht genügt dabei auch hohen optischen und
mechanischen Qualitätsansprüchen.
[0012] Die erfindungsgemäß in dünner Schicht aufgetragene Lackschicht kann -je nach Wahl
des Lacks - mit ultraviolettem Licht (UV-Licht) oder durch Elektrostrahl-Härtung ESD
ausgehärtet bzw. ausreagiert werden, letztere kann auch ohne Einsatz von Photoinitiatoren
angewandt werden.
[0013] Die Herstellung optisch wahrnehmbarer Strukturen wird erfindungsgemäß über das Einbringen
von mindestens zwei funktionalen Schichten umgesetzt. Eine erste funktionale Schicht,
die die Oberfläche des Paneels abschnittsweise bedeckt, und die eine farbgebende Beschichtung
abstößt, sowie mindestens eine zweite Schicht, die aus einer farbgebenden Beschichtung
besteht, die die Oberfläche des Paneels abschnittsweise bedeckt. Beispielsweise kann
eine erste funktionale Schicht mit Wachsen oder Ölen abschnittsweise aufgetragen sein,
die das Aufziehen von Farbe bzw von einer farbgebenden Beschichtung auf die Oberfläche
des HolzWerkstoffs verhindert. Auf diese Weise werden optisch wahrnehmbare Strukturen
erzeugt.
[0014] Die vorbeschriebenen Ausführungsformen von Paneelen aus Holzwerkstoff mit optisch
wahrnehmbaren Strukturen durch Aufbringen von einer oder von mindestens zwei funktionalen
Schichten weisen bevorzugt Oberflächenbeschichtungen auf, bei denen mindestens eine
funktionale Schicht von mindestens einer Lackschicht überdeckt ist.
[0015] Erfindungsgemäß weist die Oberflächen beschichtung mindestens eine funktionale Komponente
auf, die als außen liegende Schicht oder als zwischen den mindestens zwei Lackschichten
angeordnete Schicht aufgetragen sein kann. Hervorzuheben ist, dass sich die mindestens
eine funktionale Komponente gut mit dem Werkstoff der Lackschicht verbindet. Wird
die mindestens eine funktionale Komponente als Schicht aufgetragen, so verbindet sich
die mindestens eine funktionale Schicht gut mit der oder den Lackschichten. UV-härtende
Lacke sind überraschenderweise gegenüber funktionalen Komponenten außerordentlich
tolerant. Das Aushärten und Aufbauen einer einheitlichen Oberflächenbeschichtung ist
trotz unterschiedlicher Kombinationen aus funktionalen Komponenten bzw. Schichten
aus Lack und anderen Substanzen erfindungsgemäß gut möglich. So, wie ein- und dieselben
funktionale Komponenten oder Schichten ein- oder mehrschichtig in die Oberflächenbeschichtung
integriert sein können, kann die Oberflächenbeschichtung auch zwei oder mehr unterschiedliche
funktionale Komponenten oder Schichten aufweisen. Beispielhaft sei nur genannt eine
Schicht zur Trittschalldämmung und eine Schicht zur Verbesserung der Brandbeständigkeit
oder zwei farbgebende Schichten und eine Schicht aus Lack, dem eine funktionale Komponente
beigegeben ist zur Einstellung der Absorption von UV-Licht.
[0016] Zusätzliche nicht zur Erfindung gehörende Komponenten sind vielfach in eine der mindestens
zwei Lackschichten eingearbeitet, insbesondere, wenn diese die äußere Schicht der
Oberflächenbeschichtung bildet. So wird beispielsweise die Kratzfestigkeit, der Abrieb,
der Glanzgrad aber auch Eigenschaften wie eine antibakterielle Wirkung oder ableitende
Eigenschaften des Paneels sowohl durch Auswahl des geeigneten UV- oder Strahlungshärtenden
Lacks aber auch durch Auswahl geeigneter Komponenten wie z. B.
[0017] Nanosilber zur Erzeugung einer antibakteriellen Wirkung oder leitfähige Stoffe zur
Gewährleistung gegebener Ableitfähigkeit, aber auch durch Korund zur Einstellung des
Abriebs bestimmt
[0018] Ein Haupteinsatzbereich für Paneele ist neben der Verwendung als Decken- oder Wandbekleidung
oder Arbeitsplatte auch der Gebrauch als Fußbodenbelag. Die Eignung als Fußbodenbelag
hängt wesentlich davon ab, ob die Oberfläche des Paneels ausreichend widerstandsfähig
ist gegen den Abrieb der durch das Begehen des Fußbodens bzw. die Abnutzung durch
Stuhlrollen und andere Gegenstände verursacht wird. Damit die Nutzungsparameter wie
Abriebeigenschaften, Stuhlrollenfestigkeit, Fleckenunempfindlichkeit und dergleichen
von Paneelen vergleichbar werden, sind in der EN 13329 Nutzungsklassen für Laminat
festgelegt, also für Holzwerkstoffpaneele, die mit einer Oberflächenbeschichtung aus
Dekorpapier versehen sind
[0019] Die Nutzungsklassen unterscheiden zwischen der Nutzung von Paneelen für Wohnzwecke
und für gewerbliche Zwecke. Auch die Eignung als Arbeitsplatte, z. B. in Labors oder
Werkstätten, erfordert besondere Verschleißfestigkeit, die durch besondere Prüfungen
nachgewiesen wird, insbesondere durch die EN 310, 319, 323, 324-1, 438 mit Anforderungen
an Abrieb, Kratzfestigkeit, Rissanfälligkeit, Lichtechtheit, Flecken-Unempfindlichkeit
und Verhalten gegenüber Wasserdampf, Toptböden und Zigarettenglut sowie der prEN 717
und der DIN 52612.
[0020] Bei den Paneelen nach Anspruch 1, insbesondere den Fußbodenpaneelen, aber auch bei
Arbeitsplatten wird im Zusammenhang mit der Oberflächenbeschichtung gerade auf das
Dekorpapier verzichtet. Dieses wird durch den außerordentlich geringen Lackauftrag
ersetzt. Trotz des geringen Lackauftrags sind die Paneele nach Anspruch 1 unter Anwendung
der EN 13329 Nutzungsklassen zuzuordnen, die auf jeden Fall den Ansprüchen an Wohnbeanspruchung
gerecht werden. Das Produkt nach Anspruch 1 wird dabei mit den gleichen Prüfungsverfahren
geprüft und bewertet, die die DIN EN 13329 für Laminat vorschreibt. So wird z. B.
bei Paneelen, die mit der erfindungsgemäßen dünnen Lackschicht versehen sind, gemäß
EN 13329 die Bewertung "Nutzungsklasse 31" (gewerblicher Bereich) erreicht, sofern
Korund in eine erste, nicht außenliegende dünne Lackschicht eingebettet ist. Dies
ist als außerordentlicher wirtschaftlicher Vorteil anzusehen, da mit minimalem Lackeinsatz
eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb erreicht wird. Gleichfalls werden mit
der erfindungsgemäßen Oberflächenbeschichtung die hohen Anforderungen der Normen erreicht,
die z. B. für Arbeitsplatten vorgegeben sind.
[0021] Zuzätlich nicht zum Erfindung Gehörend, ist mindestens eine funktionale Schicht,
die jedoch nicht an der Oberfläche des beschichteten Paneels liegen muss, aus einem
Elastomer. Insbesondere Ethylen-vinyl-acetat (EVA) oder andere geeignete Polyolefine
oder Kunststoff-Mischungen, die EVA oder mindestens ein anderes Polyolefin enthalten,
aber auch Polyurethane, insbesondere thermoplastische Polyurethane (TPU) sind hierfür
geeignet. Die elastischen Eigenschaften dieser Materialien verbessern die raumakustischen
Eigenschaften, aber auch die schalldämmenden Eigenschaften des Paneels sehr. Insbesondere
die verbesserte Trittschalldämmung durch den Einsatz von EVA ist hervorzuheben. Bei
Fußbodenpaneelen ist, insbesondere bei Elastomeren, die mit stärkerer Schichtdicke
(z. B. 5 mm und mehr) aufgetragen sind, auch ein dämpfender Effekt auf die Gelenke
von Personen festzustellen, die diese Fußbodenpaneele begehen. Derart mit funktionalen
Komponenten bzw. Schichten versehende Paneele sind insbesondere für Sporthallen geeignet.
Die schalldämmenden Eigenschaften kommen beispielsweise bei Wand- oder Deckenpaneelen,
deren Oberfläche vergrößert ist, besonders zur Wirkung. Das Elastomer wird in einer
Schichtdicke von 0,1 mm bis zu 10 mm aufgetragen. Bereits eine einzige Schicht eines
Elastomers trägt wesentlich zur Dämmung des Trittschalls bei. Es ist aber auch möglich,
mehrere Schichten anzuordnen, die ggf. durch Lackschichten oder andere funktionale
Schichten getrennt sind. Die Bindung zwischen Grundierung, Elastomer und Lackschicht
ist dabei gut. Sie hält auch starken Belastungen, z. B. der gewerblichen Nutzung,
stand.
[0022] Zuzätlich Nicht zur Erfindung Genörend, ist als funktionale Komponente eine UV-Licht
absorbierende Substanz eingesetzt. Typischerweise bieten sich hier Körper oder Substanzen
mit Abmessungen im Nanobereich, also mit Abmessungen bis zu 950 nm. UV-Licht absorbierende
Substanzen oder Verbindungen sind meist Metallverbindungen, insbesondere Metalloxide
wie Zinkoxid an, für die bekannt ist, dass sie UV-Licht reflektieren bzw. absorbieren.
Bevorzugt ist oder wirkt diese Substanz transparent. Weiter bevorzugt wird, wenn diese
funktionale Komponente in der abschließenden Lackschicht eingesetzt ist, bzw. an oder
nahe der Oberfläche der Oberflächenbeschichtung angeordnet ist. Sie entfaltet besondere
Schutzwirkung, wenn sie oberhalb von farbgebenden oder durch UV-Licht veränderbaren
Beschichtungen aufgetragen ist.
[0023] Zuzätlich Nicht zur Erfindung Gekörend ist als zusätzliche Komponente eine flammhemmende
oder die Brandbeständigkeit des Holzwerkstoffs erhöhende Substanz eingesetzt. Flammhemmende
oder die Brandbeständigkeit verbessernde Substanzen sind an sich bekannt. Dazu zählen
beispielsweise Wasserglas oder andere anorganische Substanzen wie Vermiculite. Bevorzugt
werden auch hier transparente Substanzen eingesetzt.
[0024] Zuzätlich Nicht zur Erfindung Genörend Als zusätzliche Komponente vorzugsweise auch
eine Substanz oder eine Mischung von Substanzen eingesetzt, mit der der Gleitwiderstand
der Oberfläche des Holzwerkstoffs einzustellen ist. Typische Substanzen sind Wachs
oder Öle oder Mischungen davon, aber auch mineralische Stoffe, insbesondere feinkörniger
Sand. Diese Schicht wird vorzugsweise als äußere Schicht der Oberfläche angeordnet.
Weiter ist vorteilhaft, in die Oberflächenbeschichtung eines Paneels mindestens eine
Komponente einzubringen, mit der die haptischen Eigenschaften der Oberfläche des Holzwerkstoffs
bzw. des beschichteten Paneels einzustellen sind. Auch hier eignen sich Wachse, Öle
oder Mischungen davon und mineralische Stoffe wie z. B. feinkörniger Sand, die als
sogenannte Mattierungsmittel eingesetzt werden, um der Oberfläche des Paneels einen
samtarkigen Griff zu verleihen. Diese funktionale Komponente kann sowohl als außenliegende
Schicht der Oberflächenbeschichtung aufgetragen sein. Sie kann aber auch innerhalb
des Schichtaufbaus angeordnet sein, da die Oberflächenbeschichtung insgesamt in der
Regel so dünn ist, dass z. B. auch zwischen den Lackschichten angeordnete Schichten
zur Einstellung der Haptik wirksam sind.
[0025] Insbesondere in Verbindung mit farbgebenden Schichten wird als zusätzliche funktionale
Komponente ein Decklack mit vorgegebenem Glanzgrad eingesetzt, die den Glanzgrad der
Oberflächenbeschichtung bzw. der Oberfläche des Paneels beeinflusst.
[0026] Zuzätlich Nicht zur Erfindung Gehörend, Umfasst Die Offenbarung auch ein Paneel,
bei dem vorgesehen ist, dass als ergänzende funktionale Schicht eine Substanz aufgetragen
ist, mit der die antistatischen Eigenschaften der Oberfläche des Holzwerkstoffs einzustellen
sind. Die antistatischen Eigenschaften der Oberfläche des Holzwerkstoffs können eingestellt
werden durch Zugabe von Ruß, wobei allerdings die Farbgebung stark eingeschränkt ist.
Alternativ können Tenside als weitere funktionale Komponente zugegeben werden, um
die Wassereinlagerung in den Lack zu fördern. Schließlich können leitfähige Gewebe
eingesetzt werden, was wiederum die Optik der Oberfläche beeinträchtigt. Bevorzugt
ist es als zusätzliche Komponente bzw. Schicht transparente, leitfähige Partikel einzusetzen.
Es hat sich herausgestellt, dass eine einzige, mit geringen Mengen der genannten Partikel
versetzte Schicht von Kunstharz oder Lack genügt, um dauerhaft und unabhängig von
weiteren Parametern wie der Umgebungsfeuchte eine signifikante Verbesserung der Ableitfähigkeit
zu gewährleisten, zum Beispiel eine Oberfläche für einen ableitfähigen Fußboden nach
DIN IEC 61 340 zu schaffen.
[0027] Zuzätliche Nicht zur Erfindung Genörend, werden Transparente leitfähige Partikel
beispielsweise durch Aufbringen von Metalloxiden auf Trägerpartikel erzeugt. Es eignet
sich beispielsweise ein Glimmer-Partikel, der mit Zinn- und Antimonoxid dotiert ist.
Transparente-Partikel können plättchenförmige oder sphärische Gestalt aufweisen. Gute
Leitfähigkeit und Transparenz sowie optimale Ableitfähigkeit wird mit Partikeln, die
einen Durchmesser von bis zu 25 µm aufweisen, vorzugsweise bis zu 15 µm, bevorzugt
von bis zu 10 µm erreicht.
[0028] Zuzätliche Nicht zur Erfindung Genörend, ES ausreichend, wenn in nur einer Schicht
eines mehrschichtigen Kunstharz-Aufbaus auf einem Overlay oder einem plattenförmigen
Holzwerkstoff das elektrisch leitfähige, transparente Partikel enthalten ist. Es genügen
bis 15 Gewichts-% (Gew.-%) elektrisch leitfähiges, transparentes Partikel bezogen
auf den Feststoff-Anteil des Kunstharzes, bevorzugt werden bis zu 10 Gew.-%, besonders
bevorzugt bis zu 8 Gew.-% Partikel bezogen auf den Feststoff-Anteil des Kunstharzes
eingesetzt.
[0029] Eine ableitfähige Oberfläche auf einem Overlay oder einem plattenförmigen Holzwerkstoff
wird aufgebaut, wenn mindestens eine Schicht, das heißt, bis zu 40 g/m
2 eines mit transparenten, leitfähigen Partikeln versetzten Kunstharzes aufgetragen
werden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform genügen bis zu 25 g/m
2, besonders bevorzugt bis zu 15 g/m
2, vorteilhaft bis zu 10 g/m
2. Der Schichtaufbau der jeweiligen Oberfläche kann insgesamt ohne weiteres bei einem
mehrschichtigen Aufbau über 100 g/m
2 liegen. Trotzdem genügt nur eine Schicht des mit Partikeln versetzten Kunstharzes,
um eine Oberfläche zu erhalten, die eine signifikant verbesserte Ableitfähigkeit aufweist.
[0030] Die Oberflächenbeschichtung des Paneels kann gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung nach dem Aufbringen und Aushärten des Lacks noch mit einer zusätzlichen
plastischen Verformung versehen werden. Dabei werden in die angelierte oder ausgehärtete
Oberflächenbeschichtung unter Druck sowie ggf. bei erhöhten Temperaturen reliefartige
Prägungen eingebracht, die dauerhaft sind. Überraschenderweise hat sich herausgestellt,
dass die Oberfläche eines oberflächenbeschichteten Werkstücks durchaus noch plastisch
verformbar ist, ohne dass die Oberflächenbeschichtung Schaden nimmt. Die Versiegelung
platzt nicht ab, sie reißt nicht, sie nimmt Verformungen einer Tiefe auf, die zum
Nachbilden natürlicher Werkstoffe geeignet sind. Mit der Prägung kann also erreicht
werden, dass die Oberfläche eines oberflächenbeschichteten Werkstücks als enge Nachbildung
von Naturstoffen wahrgenommen wird, da das Berühren der Oberfläche genau die Struktur
vermittelt, die von Naturstoffen her bekannt ist. Unterstützt wird diese Wahrnehmung
in den meisten Fällen durch eine koordinierte Farbgestaltung. So kann beispielsweise
ein Holzwerkstoff-Paneel durch ein-oder mehrschichtigen Farbauftrag bestimmte Holzarten
nachbilden. Die plastisch verformte Oberfläche des versiegelten Paneels ergänzt dann
die vom Echtholz-Vorbild her gewohnte Porenstruktur.
[0031] Nach einer einfachen Ausführung des Paneels sind die mindestens zwei Lackschichten
unmittelbar auf die Grundierung aufgetragen. Technisch ist eine solche Oberflächenbeschichtung
durchaus funktionstüchtig, sie genügt aber in den seltensten Fällen ästhetischen Ansprüchen.
Daher sind bevorzugt mindestens eine, üblicherweise mindestens zwei Schichten Farbe
als weitere funktionale Schicht zwischen Grundierung und Lackschicht aufgetragen.
Falls erforderlich, können im Zusammenhang mit dem Farbauftrag auch noch Haftvermittler
oder Spachtelschichten auf die Grundierung aufgetragen werden, um den Untergrund für
den Farbauftrag zu verbessern.
[0032] Die Farbe haftet auf der Grundierung in der Regel sehr gut. Die Haftung des Lacks
auf der Farbe kann nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
- falls nötig- dadurch verbessert werden, dass mindestens 5 Gewichtsprozent (Gew.-%)
Lack der Farbe zugesetzt werden, bevor diese aufgetragen wird. Ggf. kann der Lack
nur einzelnen oder allen Farbschichten zugesetzt werden, wenn mehr als eine Farbschicht
aufgetragen wird.
[0033] Insbesondere wenn Farbschichten aufgetragen werden, liegt die Kombination von zwei
verschiedenen funktionalen Schichten beim Aufbau der Oberflächenbeschichtung nahe.
Es sei aber nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorbeschriebenen funktionalen
Komponenten entweder mehrfach im Aufbau der Oberflächenbeschichtung vorgesehen sein
können, oder dass verschiedene funktionale Komponenten (zwei oder mehr) innerhalb
einer Oberflächenbeschichtung kombiniert werden können.
[0034] Es wird als eigenständige Leistung angesehen, dass ein Paneel aus Holzwerkstoff,
dessen eine, zum Gebrauch, z. B. zum Begehen oder zum Arbeiten bestimmte Seite mit
einer Oberflächenbeschichtung versehen ist, auf der gegenüberliegenden Seite, meist
als Unterseite bezeichnet, mindestens abschnittsweise mit Lack beschichtet ist. Dieser
mindestens abschnittsweise aufgetragene Lack ersetzt die bisher üblichen Papiere oder
Furniere, die als Gegenzug eingesetzt wurden. Ein Gegenzug ist erforderlich, um die
im Zusammenhang mit der Oberflächenbeschichtung auftretenden Kräfte, insbesondere
beim Trocknen bzw. Aushärten der Oberflächenbeschichtung auftretenden Schrumpfspannungen
auszugleichen. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass vor allem bei der
besonders dünnen Oberflächenbeschichtung, die auf Paneele nach Anspruch 1 aufgebracht
ist, bereits eine mindestens abschnittsweise aufgetragene Lackschicht auf der Unterseite
des Paneels genügt, um die durch die Oberflächenbeschichtung erzeugte Spannung auszugleichen,
so dass das fertig beschichtete Paneel nach dem Aushärten aller Beschichtungsvorgänge
auf Ober- und Unterseite nicht verzogen ist.
[0035] Der Lackauftrag auf der Unterseite des Paneels kann in sehr geringen Mengen erfolgen.
Es genügen bis zu 120 g/m
2, vorzugsweise bis zu 80 g/m
2, besonders bevorzugt bis zu 60 g/m
2, vorteilhaft bis zu 45 g/m
2, vorzugsweise bis zu 30 g/m
2. Gerade bei geringen Auftragsmengen kann es dazu kommen, dass keine geschlossene
Lackschicht ausgebildet wird. Auf eine geschlossene Lackschicht kommt es dabei auch
nicht an, vielmehr kommt es auf die Schrumpfung an, die der auf die Unterseite aufgetragene
Lack beim Aushärten entwickelt. Es sind Lacke bekannt und verfügbar, die beim Auftragen
und Aushärten auf Holzwerkstoffen innerhalb einer breiten Palette sehr unterschiedlich
schrumpfen. Es wird ein Lack ausgewählt, dessen Schrumpfung geeignet ist, die Verformung
auszugleichen, die die jeweilige Oberflächenbeschichtung erzeugt. Die auftretenden
Kräfte lassen sich zwar auch berechnen, es hat sich aber als einfacher erwiesen, den
geeigneten Lack für die Unterseite eines Paneels durch einfache Versuche zu ermitteln.
[0036] Der auf die Unterseite aufgetragene Lack kann beliebig gewählt sein. Es kann sich
um einen auf Lösungsmitteln oder auf Wasser basierenden Lack handeln, der unter Wärmeeinwirkung
trocknet bzw. aushärtet. Es kann sich aber auch um einen mittels UV-Licht oder Elektronenstrahlhärtung
aushärtenden Lack handeln.
[0037] Regelmäßig erfordern Beschichtungen der Oberfläche eines Paneels noch eine Fixierung,
meist als Aushärten oder Reagieren bezeichnet. Wie im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Paneel beschrieben, kann es sich auch um ein teilweises Aushärten oder Reagieren handeln.
Als typischer Einsatz der Mittel zum Aushärten ist das Angelieren von UV-härtenden
Lacken anzusehen, die unmittelbar zuvor auf die Oberfläche eines Paneels aufgetragen
wurden. Erst nach dem Auftragen der abschließenden Lackschicht werden die Mittel zum
Aushärten so eingesetzt, dass die Beschichtung insgesamt ausgehärtet wird. Mittel
zum Aushärten sind daher bevorzugt als UV-Licht emittierende Vorrichtungen oder als
Vorrichtungen zum Elektronenstrahl-Härten ausgelegt, es kann sich aber auch um bekannte
Vorrichtungen handeln, in denen das Aushärten durch Wärmezufuhr erfolgt.
[0038] Das Angelieren der unteren Lackschichten, auf die noch weitere Lackschichten aufgetragen
werden, erweist sich als erforderlich, um das Aufbringen weiterer Beschichtungen zu
ermöglichen. Ohne das Angelieren würden nachfolgende Mittel zum Auftragen weiterer
Beschichtungen das aufzutragende Material nicht ordnungsgemäß auf den bereits aufgetragenen
Schichten ablegen können.
[0039] Details werden nachstehend am Beispiel von Ausführungsbeispielen näher erläutert;
Beispiel 1 (Nicht zur Erfindung gehörend)
[0040] Auf eine Hartfaserplatte wird eine handelsübliche Grundierung aufgewalzt. Die Auftragsmenge
beträgt ca. 14 g/ m
2. Diese Grundierung füllt Unebenheiten aus, glättet Fasern und verbessert die Wasser
abweisenden Eigenschaften der Hartfaserplatte. Bei der Grundierung handelt es sich
im Wesentlichen um eine aliphatische Polyurethandispersion (80 bis 90 % Gewichtsanteil),
die in Verbindung mit einer Acrylat-Copolymer Emulsion (zwischen 10 und 15 % Gewichtsanteil)
und geringen Anteilen Wasser (unter 2 % Gewichtsanteil) sowie üblichen Additiven zur
Stabilisierung und Entschäumung (zwischen 2 und 5 % Gewichtsanteil) auf die Hartfaserplatte
aufgetragen wird.
[0041] Auf die getrocknete Grundierung wird dann eine erste und eine zweite Lackschicht
aufgetragen. Jeweils 30 g/m
2 eines Lacks, der unter UV-Licht härtet, werden zunächst aufgetragen, dann wird unter
Einwirkung von UV-Licht das Aushärten eingeleitet, aber nicht abgeschlossen. Auf die
teilweise ausgehärtete erste Lackschicht wird dann die zweite Lackschicht aufgetragen.
Auch diese Lackschicht wird UV-Licht ausgesetzt, aber nicht vollständig ausgehärtet.
Den beiden ersten Lackschichten ist jeweils Korund zugesetzt. Der Lack ist wie folgt
zusammengesetzt: Der Anteil an Korund beträgt 20 bis 25 % Gewichtsanteil. Ein aliphatisches
Polyurethanacrylat macht 15 bis 25 % des Gewichtsanteils aus. 45 bis 55 % des Gewichtsanteils
macht ein hochfunktionelles. aliphatisches Polyesteracrylat aus. 2 bist 10 % des Gewichtsanteils
tragen Additive bei, die beispielsweise zur Entschäumung, zur Stabilisierung des Lacks,
zum schnelleren Aushärten oder zur Verhinderung von Verfärbung des Lacks dienen. Lacke
dieser Zusammensetzung sind handelsüblich erhältlich.
[0042] Auf diese beiden ersten Lackschichten wird abschließend ein UV-härtender Decklack
mit 12 g / m
2 aufgetragen. Das anschließend eingesetzte UV-Licht härtet abschließend alle drei
aufgetragenen Lackschichten durch, was aufgrund der insgesamt geringen Auftragsmengen
ohne weiteres möglich ist. Der Decklack ist so zusammengesetzt, dass aliphatisches
hochfunktionelles Polyesteracrylat ca. 30 bis 50 % Gewichtsanteil einnimmt, aliphatisches
Polyurethanacrylat ca. 15 - 25 % Gewichtsanteil, Monomere werden mit 5 bis 15 % Gewichtsanteil
zugesetzt, silikatische Bestandteile machen ca. 5 bis 20 % des Gewichtsanteils aus
und Additive werden in Mengen von 10 bis 25 % Gewichtsanteil zugesetzt. Auch solche
Lacke sind handelsüblich erhältlich.
[0043] Durch diese Art des Lackauftrags wird eine besonders widerstandsfähige Oberflächenbeschichtung
gewährleistet. Die aus der so beschichteten Hartfaserplatte erzeugten Paneele sind
zur Verwendung als Fußbodenbelag geeignet. Sie sind mit einem Abrieb von 2.400 der
Abriebklasse AC 3 und damit der Nutzungsklasse 31 (gewerbliche Nutzung) gemäß EN 13329
zuzuordnen.
[0044] Die vorstehend beschriebene Beschichtung des Paneels erfolgt mittels Walzenauftrag.
Sowohl die Grundierung wird mit einer Walze aufgetragen als auch die Lackschichten.
Die Walzen, die die Lackschichten auftragen, sind jeweils Teil einer Bearbeitungseinheit,
der neben den Walzen auch eine UV-Licht-Einheit zum Angelieren bzw. Aushärten des
Lacks zugeordnet ist. Die ersten beiden Bearbeitungseinheiten sind so ausgelegt, dass
die Mittel zum Auftragen, die UV-Licht-Einheiten, die aufgetragene Lackschicht nur
angelieren. Erst die UV-Licht-Einheit der dritten Bearbeitungseinheit bewirkt ein
vollständiges Aushärten der aufgetragenen Lackschichten. Die Vorrichtung kann, je
nach Art der aufzutragenden Beschichtung, auf Arbeitsgeschwindigkeiten von 45 m/min
oder von 55 m/min eingestellt sein.
Beispiel 2 (Nicht zur Erfindung gehörend)
[0045] Auf eine hochdichte Faserplatte (HDF), die 7 mm stark ist, wird eine Grundierung
(14 g/m
2) aufgebracht. Auf die Grundierung wird hell holzfarben eingefärbtes thermoplastisches
Polyurethan (TPU) in einer Schichtstärke von 0,2 mm aufgetragen. Auf das TPU wird
ein Farbdruck aufgebracht, mit dem eine Holznachbildung auf dem hell holzfarbenen
Untergrund des TPU erzeugt wird. Hierauf wird UV-härtender Lack in einer Schichtstärke
von 30 µm aufgetragen. Alternativ werden drei Schichten UV-härtenden Lacks in einer
Schichtstärke von jeweils 15 µm aufgetragen.
[0046] Die mit drei Schichten UV-Lack versehene HDF-Platte erfüllt die Vorgaben für einen
gewerblich nutzbaren Fußboden gemäß EN 13329 für die Nutzungsklasse 32.
1. Paneel aus Holzwerkstoff mit einer Oberflächenbeschichtung,
die aufweist:
- eine Grundierung, die auf der Holzwerkstoffplatte aufgetragen ist,
- mindestens eine Lackschicht,
- in die Korund eingebracht ist,
- die nicht die äußerste Lackschicht ist, und
- die mittels UV-Licht oder mittels Elektronenstrahl-Härtung gehärtet ist,
- mindestens eine weitere Lackschicht,
- wobei die Schichtdicke des in zwei oder mehr Schichten aufgetragenen Lacks 120 µm
insgesamt nicht überschreitet,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine funktionale Komponente vorgesehen ist,
- die als außenliegende, funktionale Schicht
oder als zwischen zwei Lackschichten angeordnete,
funktionale Schicht aufgetragen ist, die die Oberfläche des Paneels abschnittsweise
bedeckt, und die eine farbgebende Beschichtung abstößt, sowie mindestens eine zweite
Schicht aufweist, die aus einer farbgebenden Beschichtung besteht, die die Oberfläche
des Paneels abschnittsweise bedeckt.
2. Paneel aus Holzwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamt- Schichtdicke der mindestens einen Lackschicht vorzugsweise weniger als
80 µm, besonders bevorzugt weniger als 60 µm, vorteilhaft weniger als 45 µm, besonders
vorteilhaft weniger als 30 µm beträgt.
3. Paneel aus Holzwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach den Vorschriften der DIN EN 13329 die Bedingungen der Nutzungsklassen für Wohnen
oder für den gewerblichen Bereich erreicht werden.
4. Paneel aus Holzwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht mindestens 5 Gewichts-Prozent Lack aufweist.
5. Paneel aus Holzwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche, insbesondere die oberste Lackschicht, plastisch verformt ist.
6. Paneel aus Holzwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der mit einer Oberflächenbeschichtung versehenen Seite des Paneels gegenüberliegende
Seite mindestens abschnittsweise mit Lack beschichtet ist.
7. Paneel aus Holzwerkstoff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein stark schrumpfender Lack aufgetragen ist.
1. A panel of a wooden material with a surface coating, which has:
- a base coat, which is applied to the wooden material plate,
- at least one lacquer coat,
- to which corundum is introduced,
- which is not the outermost lacquer coat and
- which is hardened by means of UV light or by means of electron beam hardening,
- at least one additional lacquer coat,
- wherein the coat thickness of the lacquer applied in two or more coats does not
exceed a total of 120 µm,
characterized in that
at least one functional component is provided,
- which is applied as an exterior, functional coat or as a functional coat arranged
between two lacquer coats, which covers the surface of the panel sectionwise, and
which repels a chromophoric coating, and has at least one second coat, which consists
of a chromophoric coating, which covers the surface of the panel sectionwise.
2. The panel of a wooden material according to claim 1, characterized in that the total coat thickness of the at least one lacquer coat is preferably less than
80 µm, particularly preferably less than 60 µm, advantageously less than 45 µm, particularly
advantageously less than 30 µm,
3. The panel of a wooden material according to claim 1, characterized in that the conditions of the service classes for living or for the commercial field are
met according to the requirements of DIN EN 13329.
4. The panel of a wooden material according to claim 1, characterized in that the color coat has at least 5 weight percent lacquer.
5. The panel of a wooden material according to claim 1, characterized in that the surface, in particular the first lacquer coat, is deformed plastically.
6. The panel of a wooden material according to claim 1, characterized in that the side lying opposite the side of the panel provided with a surface coating is
coated with lacquer at least sectionwise.
7. The panel of a wooden material according to claim 7, characterized in that a heavily shrinking lacquer is applied.
1. Panneau en matériau dérivé du bois avec un revêtement de surface qui présente :
- une couche primaire qui est appliquée sur la plaque de matériau dérivé du bois,
- au moins une couche de vernis
- dans laquelle est intégré du corindon,
- qui n'est pas la couche de vernis la plus extérieure, et
- qui est durcie au moyen de lumière UV ou au moyen d'un durcissement par rayonnement
électronique,
- au moins une autre couche de vernis,
- l'épaisseur de couche du vernis appliqué en deux couches ou davantage ne dépassant
pas 120 µm au total,
caractérisé en ce
qu'il est prévu au moins un composant fonctionnel
- qui est appliqué en tant que couche extérieure fonctionnelle ou en tant que couche
fonctionnelle disposée entre deux couches de vernis qui recouvre par tronçons la surface
du panneau et qui repousse un revêtement colorant et qui présente au moins une deuxième
couche qui se compose d'un revêtement colorant qui recouvre la surface du panneau
par tronçons.
2. Panneau en matériau dérivé du bois selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur de couche totale de la couche de vernis au moins au nombre de un est
de préférence inférieure à 80 µm, de façon particulièrement préférée inférieure à
60 µm, avantageusement inférieure à 45 µm, particulièrement avantageusement inférieure
à 30 µm.
3. Panneau en matériau dérivé du bois selon la revendication 1, caractérisé en ce que les conditions des classes de service pour les habitations ou pour le secteur professionnel
sont respectées selon les prescriptions de DIN EN 13329.
4. Panneau en matériau dérivé du bois selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de peinture présente au moins 5 pour cent poids de vernis.
5. Panneau en matériau dérivé du bois selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface, en particulier la couche de vernis supérieure, est déformée plastiquement.
6. Panneau en matériau dérivé du bois selon la revendication 1, caractérisé en ce que le côté opposé au côté du panneau muni d'un revêtement de surface est revêtu de vernis
au moins par tronçons.
7. Panneau en matériau dérivé du bois selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un vernis à fort retrait est appliqué.