[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufnahme analoger Signale,
insbesondere analoger Sensorsignale, welche in Bezug zu einem Winkelsignal, insbesondere
dem Winkelsignal einer Kurbelwelle in Verbrennungsmotoren, stehen. Derartige Vorrichtungen
und Verfahren dienen vorwiegend zur Aufnahme analoger Messwerte in Motorsteuerungsgeräten
(engl. Engine Control Units, ECUs).
[0002] Der Betrieb moderner Verbrennungsmotoren in der Automobiltechnik ist ohne den Einsatz
von hochleistungsfähigen Computersystemen undenkbar. Insbesondere die zunehmend restriktiven
Anforderungen an die Schadstoffemission in Form von entsprechenden gesetzlichen Regelungen
machen den Einsatz ausgefeilter Computer- und Regelungstechnik für die präzise Einstellung
des Verbrennungsgemischs und des Zündungszeitpunkts erforderlich. Dabei müssen insbesondere
zahlreiche Sensorsignale, wie beispielsweise die Signale von Sauerstoff- oder Temperatursensoren
in Echtzeit verarbeitet werden.
[0003] Diese Aufgaben werden im wesentlichen von dem Motorsteuerungsgerät (ECU), dem leistungsfähigsten
Computersystem an Bord eines Kraftfahrzeugs, übernommen. Neben einem oder mehreren
Mikroprozessoren (i. d. R. sogenannten "eingebetteten Systemen", engl. Embedded Systems)
sind eine Reihe weiterer elektronischer Komponenten, wie beispielsweise Analog-Digital-Wandler
(AD-Wandler) oder elektronische Filterbausteine, in das entsprechende Gehäuse eines
Motorsteuerungsgeräts integriert. Das Motorsteuerungsgerät berechnet aus den zahlreichen
Sensorsignalen (beispielsweise unter Zuhilfenahme von Tabellen, sog. Lookup-Tables)
die entsprechenden Regelsignale und Einstellungsparameter, wie beispielsweise den
optimalen Zeitpunkt einer Zündung oder die optimale Zeitdauer einer Kraftstoffeinspritzung.
[0004] Insbesondere bei der Erfassung analoger Messwerte (beispielsweise der Messwerte von
Druck-, Temperatur- oder Sauerstoffsensoren) spielt die zeitliche Synchronisation
der Messung eine erhebliche Rolle. Zwar beinhalten auch einfache Computersysteme interne
Uhrensysteme (Clock), welche grundsätzlich für die zeitliche Erfassung und Synchronisation
der Messwerterfassung genutzt werden können. Allerdings ist dabei zu beachten, dass
die Messwerte typischerweise jeweils in Relation zu einem definierten Betriebszustand
des Motors erfasst werden müssen. Als Indikator für den Betriebszustand eines Motors
hat sich insbesondere die Winkelstellung der Kurbelwelle etabliert.
[0005] Je nach Typ des Verbrennungsmotors definiert die Winkelstellung der Kurbelwelle exakt
die Stellung der Kolben in jedem einzelnen Zylinder. So umfasst beispielsweise ein
kompletter Zyklus eines typischen Vierzylinder-Verbrennungsmotors zwei komplette Umdrehungen
der Kurbelwelle, also Winkel von 0° bis 720°. Nach zwei Umdrehungen (720°) hat jeder
Zylinder des Motors einmal seinen Zyklus durchfahren. Dabei arbeiten die Zylinder
sequenziell, das heißt jeder Zylinder arbeitet nur innerhalb eines bestimmten Abschnitts
innerhalb eines kompletten Zyklus. Ein derartiger Zeitabschnitt wird auch als Segment
bezeichnet. Jedem Segment entspricht dabei ein Bereich der Winkelstellung der Kurbelwelle,
welcher sich aus dem gesamten Winkelbereich (beispielsweise 720°), dividiert durch
die Anzahl der Zylinder, ergibt. So umfasst ein Segment eines Vierzylinder-Verbrennungsmotors
einen Winkelbereich von 180°. Das erste Segment entspricht also Winkelstellungen von
0° bis 180°, das zweite Winkelstellungen von 180° bis 360° usw.
[0006] Die Winkelstellung der Kurbelwelle wird typischerweise mittels einer sogenannten
Geberscheibe auf der Kurbelwelle erfasst. Bei dieser Geberscheibe handelt es sich
meist um eine metallische Zahnscheibe, deren Drehung üblicherweise mittels eines induktiven
Sensors erfasst wird. Typische Geberscheiben für Vierzylindermotoren weisen beispielsweise
60 Zähne auf (bzw. 58 nach Abzug der zwei "Zahnlücken"), was einer Anzahl von 120
Zähnen für einen kompletten Zyklus von 720°, also einem Zahn pro 6° Winkelstellung,
entspricht. Dabei verändert sich, sobald sich ein Zahn der Geberscheibe einer Induktionsspule
des Sensors nähert, das Magnetfeld in der Spule, wodurch ein Strom in der Spule induziert
wird. Die Frequenz dieses zeitlich veränderlichen Stroms ist ein Maß für die Drehzahl
der Kurbelwelle. Auch andere Arten von Sensoren, wie beispielsweise optische oder
magnetische Sensoren, sind grundsätzlich einsetzbar.
[0007] Um aus dem periodischen Signal der Drehzahlmessung auch auf eine absolute Stellung
der Kurbelwelle schließen zu können, werden meist Lücken in die Zähne der Geberscheibe
eingebaut, wobei die Lücken typischerweise zwei Zähne umfassen. Auf diese Weise lässt
sich die Stellung der Kurbelwelle und damit ein wichtiger Parameter des Betriebzustands
des Verbrennungsmotors anhand des Signals exakt bestimmen.
[0008] Die Winkelstellung der Kurbelwelle bzw. die Drehzahl wird in herkömmlichen Motorsteuerungsgeräten
in regelmäßigen Zeitabständen mit der internen Uhr des Motorsteuerungsgeräts synchronisiert.
Die Erfassung von Sensorsignalen und die darauf basierende Berechnung bzw. Erzeugung
entsprechender Parameter und Regelsignale erfolgt als Funktion der internen Uhr des
Motorsteuerungsgeräts.
[0009] Diese Berechnungen sind jedoch zeitaufwändig und belasten den Prozessor stark durch
Rechenleistung und Speicheraufwand. So muss zunächst bei einer bestimmten Drehzahl
des Motors die Winkelstellung der Kurbelwelle erfasst werden und mit der internen
Uhr des Motorsteuerungsgeräts synchronisiert werden. Dann werden relativ zur internen
Uhr des Motorsteuerungsgeräts Messdaten der verschiedenen Sensoren erfasst.
[0010] Diese Messdatenerfassung erfolgt bislang üblicherweise mit einer festen Abtastrate,
wobei Abtastraten zwischen 5 und 10 Mikrosekunden typisch sind. So wird beispielsweise
alle 10 Mikrosekunden ein neuer analoger Wert eines bestimmten Sensorsignals erfasst.
Bei einer Drehzahl von 1000 U/min in einem Vierzylindermotor, d. h. einer Zyklenzeit
(Zeit für eine 720°-Drehung) von 120 Millisekunden und somit einer Segmentzeit von
30 Millisekunden, entspricht dies 3000 analogen Messwerten pro Sensor, Zylinder und
Segment. Bei niedrigeren Drehzahlen erhöht sich die Anzahl der Messwerte pro Sensor,
Zylinder und Segment entsprechend. So werden beispielsweise bei 500 U/min bereits
6000 analoge Messwerte pro Sensor, Zylinder und Segment erfasst. Dies stellt eine
enorme Speicherbelastung für das Motorsteuerungsgerät dar.
[0011] Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die Abtastrate der Messsignalerfassung
der Drehzahl des Motors anzupassen. Die limitierten Möglichkeiten der Konfiguration
vorhandener AD-Wandler in eingebetteten Mikrocontrollern schränken diese Möglichkeiten
jedoch stark ein.
[0012] Aus diesen Messdaten werden dann optimale Regelsignale berechnet, welche jedoch beispielsweise
wiederum in genau bestimmten (beispielsweise durch das Motorsteuerungsgerät berechneten)
Winkelstellungen der Kurbelwelle ausgegeben werden müssen. Zu diesem Zweck müssen
also die optimalen Zeitpunkte in der Zeitbasis des Motorsteuerungsgeräts berechnet
werden und diese dann wiederum in entsprechende Winkelstellungen umgerechnet werden.
Diese aufwändige Berechnung und Erzeugung von Regelsignalen belastet den Mikroprozessor
der ECU, welcher typischerweise lediglich eine Taktfrequenz von 40 MHz und eine Speicherkapazität
von 256 Kilobyte aufweist, extrem.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben,
mittels derer die Erfassung und Verarbeitung analoger Messdaten in Motorsteuerungsgeräten
verbessert wird.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0015] Es wird ein Motorsteuerungsgerät vorgeschlagen, welches Mittel zum Erfassen einer
Winkelstellung einer Kurbelwelle aufweist, sowie Mittel zum Umwandeln der Winkelstellung
der Kurbelwelle in ein elektronisches Triggersignal. Weiterhin soll das Motorsteuerungsgerät
Mittel zum Erfassen mindestens eines analogen Signals, insbesondere eines analogen
Sensorsignals, aufweisen, darunter mindestens einen Signaleingang für analoge Signale,
mindestens einen Analog-Digital-Wandler zur Umwandlung des mindestens einen analogen
Signals in mindestens ein digitales Signal und mindestens eine Steuereinrichtung.
Diese Steuereinrichtung soll, abhängig von dem elektronischen Triggersignal, das Erfassen
des mindestens einen analogen Signals ein- bzw. ausschalten und/oder starten bzw.
beenden können.
[0016] Der Begriff "Erfassen" ist dabei weit auszulegen. Dabei kann es ich beispielsweise
um Messen, Zwischenspeichern (Sampeln), Analog-Digital-Wandeln, abspeichern oder eine
Kombination dieser Vorgänge (evtl. mit weiteren Modifikationen der Signale) handeln.
Alternativ kann auch eine permanente Analog-Digital-Wandlung erfolgen, wobei nur die
Abspeicherung der gewandelten Daten als "Erfassen" verstanden wird. Unter "Mitteln
zum Erfassen" kann dementsprechend beispielsweise ein entsprechender Sensor, ein Analog-Digital-Wandler,
eine entsprechende Signalwandlung oder Zwischenspeicherung oder auch nur ein Teil
dieser Vorrichtungen zu verstehen sein.
[0017] Bei der Steuereinrichtung kann es sich beispielsweise um einen Triggereingang handeln,
welcher insbesondere mit Mitteln zum Erzeugen eines Triggersignals, z. B. einem Triggerwandler,
zusammenwirken kann.
[0018] Unter einem Motorsteuerungsgerät ist ein System zur Steuerung eines Verbrennungsmotors
zu verstehen. Dabei muss es sich nicht notwendigerweise um eine physikalische und/oder
elektronische Einheit handeln, sondern es kann sich insbesondere auch um eine Verknüpfung
zusammenwirkender, jedoch räumlich voneinander getrennter Komponenten handeln. Insbesondere
die Mittel zum Umwandeln der Winkelstellung der Kurbelwelle in ein elektronisches
Triggersignal sowie die Mittel zum Erfassen des mindestens einen analogen Signals
können ganz oder teilweise in einem integrierten elektronischen Schaltkreis, insbesondere
einen sogenannten anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis (ASIC) integriert
sein.
[0019] Bei dem digitalen elektronischen Triggersignal kann es sich insbesondere um ein periodisches,
beispielsweise rechteckförmiges, Signal handeln, beispielsweise ein TTL-Signal. So
kann insbesondere eine Periode dieses Signals einer Periode auf der Geberscheibe,
also dem Abstand zwischen zwei Zähnen auf der Geberscheibe (siehe oben) bzw. der daraus
resultierenden Winkeldrehung der Kurbelwelle entsprechen. In dem oben beschriebenen
Beispiel des Vierzylindermotors mit einer Geberscheibe von 60 Zähnen entspricht also
eine Periode einer Winkeldrehung der Kurbelwelle von 6°.
[0020] Da, wie oben beschrieben, in der Regel auf der Geberscheibe einer oder mehrere Zähne
fehlen, kann aus den entsprechenden Lücken im Triggersignal auch auf eine absolute
Winkelstellung der Kurbelwelle geschlossen werden.
[0021] Das Triggersignal kann zusätzlich entsprechend modifiziert werden. Als besonders
vorteilhaft hat sich dabei eine Anpassung des Signalpegels, eine Frequenzfilterung,
eine Frequenzvervielfachung und/oder eine Phasenverschiebung erwiesen. Eine Frequenzfilterung
kann beispielsweise erforderlich sein, um höherfrequente oder niederfrequente Störsignale
(Vibrationen, Oberschwingungen etc.) zu eliminieren. Unter einer Frequenzvervielfachung
ist eine Modifikation eines periodischen Signals dahingehend zu verstehen, dass die
Frequenz des Signals mit einem Multiplikator (wobei es sich typischerweise um eine
rationale, insbesondere eine natürliche Zahl zwischen 0 und 1 oder größer als 1 handelt)
multipliziert wird.
[0022] Auch die Umwandlung des Triggersignals in ein neues Triggersignal mittels einer vorgegebenen
Funktion ist denkbar. So kann beispielsweise aus dem ursprünglichen Triggersignal
mittels einer Zählvorrichtung eine vorgegebene (beispielsweise eine durch ein Computerprogramm
vorgegebene) Anzahl Perioden ausgewählt werden, während derer das neue Triggersignal
den Wert "high" annimmt. Auf diese Weise kann ein Triggersignal generiert werden,
welches nur in ganz bestimmten Winkelstellungen der Kurbelwelle den Wert "high" annimmt.
Oder es kann ab einer bestimmten Winkelstellung für eine fest vorgegebene Zeitdauer
das Signal "high" ausgegeben werden.
[0023] Insbesondere kann die Modifizierung des Triggersignals der Drehzahl der Kurbelwelle
angepasst werden. So kann beispielsweise eine Frequenzvervielfachung eines mit einer
Frequenz F periodischen Triggersignals derart erfolgen, dass das die Frequenz F des
neuen Triggersignals weniger als proportional mit der Drehzahl D steigt. Mit anderen
Worten, der Quotient aus Frequenz F und Drehzahl D sinkt mit steigender Drehzahl.
Dieses Sinken muss nicht kontinuierlich erfolgen, sondern kann beispielsweise auch
in diskreten Stufen erfolgen. Wenn mit diesem neuen Triggersignal die Erfassung analoger
Messdaten gesteuert wird (siehe unten), so kann diese:gezielte Anpassung der Frequenzvervielfachung
dazu genutzt werden, dass über den gesamten Drehzahlbereich eine konstante Belastung
der Speicher- und/oder Rechenkapazität des Motorsteuerungsgeräts pro Zeiteinheit erfolgt.
Die Anpassung des Triggersignals an die Drehzahl kann im laufenden Betrieb des Motorsteuerungsgerätes
erfolgen.
[0024] Die Umwandlung der Winkelstellung der Kurbelwelle in ein entsprechendes Triggersignal
nach einem der beschriebenen Verfahren kann insbesondere auch rein hardwarebasiert,
das heißt ohne Verwendung von Rechenalgorithmen in separaten elektronischen Bausteinen
erfolgen. Der Einsatz eines Mikroprozessors bzw. eine zusätzliche Belastung der Prozessorkapazität
eines vorhandenen Prozessors (siehe unten) durch die Bildung des Triggersignals wird
dadurch vermieden.
[0025] Bei dem mindestens einen analogen Signal kann es sich insbesondere um ein analoges
Signal eines Sensors, beispielsweise eines Sauerstoff-, Temperatur- oder Drucksensors
handeln, auch die Erfassung mehrerer analoger Signale, insbesondere der Signale mehrerer
Sensoren, ist möglich. In diesem Fall bietet sich insbesondere die Verwendung eines
oder mehrerer Schalter an, welche die Erfassung zwischen den einzelnen analogen Signalen
umschalten können. Auf diese Weise können nacheinander oder alternativ oder parallel
die Signale mehrerer Sensoren erfasst werden. Das Umschalten zwischen der Erfassung
der einzelnen Signale kann insbesondere durch einen Mikrocomputer gesteuert werden,
so dass zu vorgegebenen Zeitpunkten jeweils die analogen Signale vorgegebener Sensoren
erfasst werden. Insbesondere kann die Umschaltung auch durch das elektronische Triggersignal
(welches sinngemäß auch aus mehreren korrelierten Einzelsignalen bestehen kann) gesteuert
werden.
[0026] Neben dem Analog-Digital-Wandler können die Mittel zum Erfassen des mindestens einen
analogen Signals weiterhin auch eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung (insbesondere
einen Mikroprozessor) sowie Mittel zur Anpassung bzw. Veränderung der analogen Signale,
insbesondere Mittel zur Frequenzfilterung, aufweisen. So kann es sich bei dem Mikrocomputer
beispielsweise um die Recheneinheit (beispielsweise eine CPU mitsamt eines Speichers)
eines kommerziellen integrierten Schaltkreises zur Motorsteuerung handeln.
[0027] Bei der Steuerungseinrichtung kann es sich insbesondere um einen Triggereingang des
Analog-Digital-Konverters oder auch um einen Triggereingang der Vorrichtung zur Datenverarbeitung
handeln. Dieser Triggereingang ist mit den Mitteln zur Umwandlung der Winkelstellung
der Kurbelwelle in ein elektronisches Triggersignal verbunden. Dabei muss es sich
nicht notwendigerweise um eine physikalische elektronische Verbindung handeln, sondern
auch beispielsweise eine drahtlose Verbindung (z. B. infrarote Datenübertragung) ist
denkbar. Auf diese Weise wird das oben beschriebene, aus der Winkelstellung der Kurbelwelle
erzeugte Triggersignal oder ein daraus abgeleitetes Triggersignal für die Steuerung
der Erfassung der analogen Signale verwendet.
[0028] Die digitalisierten Signale können dann mittels der Vorrichtung zur Datenverarbeitung
weiterverarbeitet werden. So können beispielsweise aus einer Vielzahl von Sensorsignalen
unter Zuhilfenahme abgespeicherter Funktionen und Parameter entsprechende Regelsignale
für die Motorsteuerung generiert und ausgegeben werden.
[0029] Das beschriebene Motorsteuerungsgerät mit der kurbelwellensynchron getriggerten Datenaufnahme
hat gegenüber den herkömmlichen, oben beschriebenen Motorsteuerungsgeräten mit konstanter
bzw. vorgegebener Abtastrate den entscheidenden Vorteil, dass die Erfassung des mindestens
einen analogen Signals nicht zu fest vorgegebenen Zeiten mit fest vorgegebenen Wiederholungsraten
(Abtastraten) erfolgt. Eine zu starke Belastung der Rechen- und Speicherkapazität
des Motorsteuerungsgeräts insbesondere bei niedrigen Drehzahlen wird dadurch verhindert.
Die Erfassung der analogen Signale erfolgt vielmehr in Abhängigkeit von der tatsächlichen
Winkelstellung der Kurbelwelle und somit des tatsächlichen Betriebszustandes des Verbrennungsmotors.
So können beispielsweise bestimmte Sensorsignale (beispielsweise das Signal eines
Drucksensors in Zylinder 2 eines Vierzylindermotors) nur zu den tatsächlich interessanten
Zeiten (also beispielsweise nur im Segment 2, in dem der 2. Zylinder arbeitet, also
z. B. im Winkelbereich der Kurbelwelle zwischen 180° und 360°) erfasst werden. Uninteressante
Daten, also analoge Signale in Winkelstellungen der Kurbelwelle, die bzgl. beispielsweise
eines bestimmten Sensors uninteressant sind, werden also von vorneherein gar nicht
erst erfasst, wodurch die Speicher- und Prozessorbelastung stark reduziert wird.
[0030] Eine prozessorkapazitäts- und speicheraufwändige Umrechnung der Winkelstellung der
Kurbelwelle bzw. der Drehzahl in ein internes Zeitsystem des Motorsteuerungsgeräts
kann entfallen. Für die Erzeugung der Triggersignale ist lediglich Hardware erforderlich,
kein Software-Aufwand. Der Prozessor wird also entlastet. Auch eine konstant hohe
Belastung bei niedrigen Drehzahlen findet nicht statt.
[0031] Auch die Genauigkeit des Systems wird durch die kurbelwellensynchrone Messdatenerfassung
erheblich erhöht. Die Erfassung der Messdaten kann zu fest vorgegebenen Winkelstellungen
erfolgen, was erheblich präziser ist als eine zeitgesteuerte Erfassung mit ggf. erforderlicher,
anschließender Interpolation.
[0032] Um zu verhindern, dass die beschriebenen Vorteile ins Gegenteil (nämlich in eine
zu starke Belastung des Motorsteuerungsgeräts bei hohen Drehzahlen) umschlagen, kann
zusätzlich, wie oben beschrieben, eine Anpassung der Abtastrate bzw. eine Verringerung
der Messdaten mit steigender Drehzahl durch entsprechende Anpassung des Triggersignals
an die Drehzahl erfolgen. Auf diese Weise kann eine gleichmäßige Datenmenge und Prozessorbelastung
über den gesamten Drehzahlbereich erreicht werden.
[0033] Um den Speicher und den Prozessor der Vorrichtung zur Datenverarbeitung weiter zu
entlasten, kann auch bereits im Analog-Digital-Wandler, welcher die analogen Signale
beispielsweise eines oder mehrerer Sensoren in digitale Signale umwandelt, eine Vorverarbeitung
der Rohdaten stattfinden. Eine derartige Vorverarbeitung kann insbesondere eine Frequenzfilterung
und/oder eine statistische Analyse der analogen oder bereits digitalisierten Daten
beinhalten. So kann beispielsweise bereits eine Mittelwertbildung der Daten über einen
bestimmten Zeitraum oder über eine bestimmte Anzahl von Messwerten erfolgen. Durch
diese Vorverarbeitung wird die Datenmenge, welche beispielsweise von dem Analog-Digital-Wandler
an den Mikroprozessor übermittelt wird, erheblich reduziert.
[0034] Auch bei der Vorverarbeitung der erfassten Daten stellt die kurbelwellensynchrone
Triggerung der Erfassung der analogen Daten nach einer der oben beschriebenen Methoden
wieder einen essenziellen Vorteil dar. Da das Triggersignal, mittels dessen die Aufnahme
der analogen Daten getriggert wird, Informationen über die Winkelstellung und die
Drehzahl der Kurbelwelle enthält, kann beispielsweise das analoge oder digitale Signal
direkt über einen bestimmten Winkelbereich der Kurbelwelle gemittelt werden. Eine
Umrechnung der Winkelstellungen in zeitliche Signale ist nicht mehr erforderlich.
[0035] Auch eine drehzahlabhängige Vorverarbeitung der Daten ist denkbar, beispielsweise
indem der Zeit- oder Winkelstellungsbereich, über welchen ein analoges oder digitales
Signal gemittelt wird, in Abhängigkeit von der Drehzahl verschoben wird. So kann beispielsweise
der Zeitpunkt der Zündung stark von der Drehzahl abhängig sein. Dabei kann es von
Interesse sein, beispielsweise den Druck in einem bestimmten Zylinder jeweils in einem
bestimmten Winkelbereich relativ zum Zündungszeitpunkt gemittelt zu erfassen. Mittels
der kurbelwellensynchronen Triggerung der Signalerfassung ist dies wiederum ohne Einsatz
von Rechenkapazität des Mikroprozessors und ohne Umrechnung des Triggersignals in
ein Zeitsignal problemlos möglich.
[0036] Bei der Vorverarbeitung der erfassten Signale kann auch beispielsweise eine Anpassung
einer vorgegebenen Näherungsfunktion an die erfassten Daten erfolgen. Entsprechend
werden dann beispielsweise anstelle der Daten lediglich die Näherungsfunktion bzw.
die die Näherungsfunktion charakterisierenden Parameter vom Analog-Digital-Wandler
an die Vorrichtung zur Datenverarbeitung weitergeleitet. Auch dabei kann die Information
über die Winkelstellung bzw. die Drehzahl der Kurbelwelle eine Rolle spielen, beispielsweise
als einer der Parameter der Näherungsfunktion. Auch diese Art der Vorverarbeitung
der Signale trägt erheblich zur Reduktion der benötigten Prozessor- und Speicherkapazität
bei.
[0037] Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Motorsteuerungsgeräts ist die Tatsache, dass
die Vorrichtung mit existierenden Mikroprozessoren und Elektronikkomponenten realisiert
werden kann. Sowohl Mikroprozessoren mit Triggereingang für Motorsteuerungsgeräte
als auch Analog-Digital-Wandler mit Triggereingang sind kommerziell erhältlich. Eine
teure und aufwändige Neuentwicklung derartiger Komponenten ist nicht erforderlich.
[0038] Es wird weiterhin ein Verfahren zur kurbelwellensynchronen Erfassung analoger Signale,
insbesondere analoger Sensorsignale, vorgeschlagen, bei dem zunächst die Winkelstellung
einer Kurbelwelle erfasst wird. Die erfasste Winkelstellung der Kurbelwelle wird in
mindestens ein elektronisches Triggersignal umgewandelt. Weiterhin wird mindestens
ein analoges Signal, insbesondere ein analoges Sensorsignal, erfasst. Dabei wird das
mindestens eine analoge Signal in mindestens ein digitales Signal umgewandelt. Die
Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung des mindestens einen analogen Signals
wird mittels des Triggersignals gesteuert.
[0039] Vorteilhafter Weise erfolgt die Steuerung der Erfassung und/oder Analog-Digital-Wandlung
des mindestens einen analogen Signals unter Verwendung eines der folgenden Prinzipien
oder einer Kombination dieser Prinzipien:
- Die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird dadurch ausgelöst, dass das
Triggersignal einen vorgegebenen Pegel erreicht, überschreitet oder unterschreitet.
- Die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird ermöglicht, solange das Triggersignal
einen vorgegebenen Signalpegel mindestens erreicht und/oder überschreitet, wobei anderenfalls
die Erfassung und/oder Analog-Digital-Wandlung verhindert wird.
- Die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird ermöglicht, solange das Triggersignal
einen vorgegebenen Signalpegel unterschreitet und/oder nicht überschreitet, wobei
anderenfalls die Erfassung und/oder Analog-Digital-Wandlung verhindert wird.
- Die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird bei einem periodischen Triggersignal
während einer vorgegebenen Anzahl Perioden ermöglicht und andernfalls verhindert.
- Die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird ab einem vorgegebenen Triggersignal,
insbesondere ab einem Zeitpunkt, in dem das Triggersignal einen vorgegebenen Pegel
erreicht, überschreitet oder unterschreitet, während einer fest vorgegebenen Zeitdauer
ermöglicht und andernfalls verhindert.
[0040] Weiterhin kann zusätzlich der Pegel des mindestens einen analogen Signals verändert
werden und/oder eine Frequenzfilterung des mindestens einen analogen Signals durchgeführt
werden. Weiterhin kann aus dem mindestens einen digitalen Signal mittels eines Datenverarbeitungsalgorithmus
mindestens ein Regelsignal zur Regelung eines Verbrennungsmotors berechnet werden.
[0041] Vorteilhafter Weise kann das mindestens eine elektronische Triggersignal mit einem
vorgegebenen Multiplikator frequenzvervielfacht werden und/oder um eine vorgegebene
Phase phasenverschoben werden und/oder aus dem mindestens einen elektronischen Triggersignal
mindestens ein zweites elektronisches Triggersignal erzeugt werden, wobei das zweite
elektronische Triggersignal eine Funktion mit veränderbaren Parametern des ersten
elektronischen Triggersignals ist.
[0042] Insbesondere kann die Erzeugung des mindestens einen elektronischen Triggersignals
abhängig sein von der Drehzahl der Kurbelwelle. Vorteilhafter Weise wird dabei, sofern
das elektronische Triggersignal periodisch mit einer Frequenz F ist oder annähernd
periodisch ist oder innerhalb eines betrachteten Zeitraums zumindest annähernd periodisch
ist, dessen Frequenz F mit steigender Drehzahl derart vervielfacht, dass das Verhältnis
zwischen der Frequenz F und der Drehzahl D sich mit steigender Drehzahl D verringert.
[0043] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in den Figuren schematisch dargestellt sind. Die Erfindung ist jedoch nicht auf
die Beispiele beschränkt. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen
dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich ihrer Funktionen einander entsprechende
Elemente. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines Motorsteuerungsge- räts mit kurbelwellensynchron
getriggertem Mikrocom- puter zur Messdatenerfassung;
- Fig. 2
- einen Verlauf eines Kurbelwellensignals;
- Fig. 3
- einen Verlauf eines Triggersignals;
- Fig. 4
- einen Ablaufplan eines ersten Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zur kurbelwellensynchronen
Messda- tenerfassung;
- Fig. 5
- einen Ablaufplan eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zur kurbelwellensynchronen
Messda- tenerfassung; und
- Fig. 6
- eine zweite Ausführungsform eines Motorsteuerungsge- räts mit kurbelwellensynchron
getriggertem externen AD-Wandler zur Messdatenerfassung.
[0044] Kernelement des Motorsteuerungsgeräts 110 in Fig. 1 ist ein integrierter Schaltkreis
(ASIC) 112, welcher einen Triggerwandler 114 und einen schnellen AD-Wandler (englisch
Fast AD-Converter, FADC) 116 umfasst. Im dargestellten Beispiel handelt es sich bei
dem ASIC 112 um einen Controller der TC17xx-Familie des Herstellers Infineon. Ein
Signalausgang 118 des Triggerwandlers 114 ist mit einem Triggereingang 120 des FADCs
116 verbunden.
[0045] Ein Kurbelwellensensor 122 ist über einen Kurbelwellen-AD-Wandler 124 mit einem Signaleingang
126 des Triggerwandlers 114 verbunden. Ein Temperatursensor 128 ist über eine Filter-Verstärker-Einheit
130 mit einem Signaleingang 132 des FADCs 116 verbunden.
[0046] Zur Erläuterung des Zusammenwirkens der einzelnen Bauelemente des Motorsteuerungsgeräts
110 in Fig. 1 ist das zwischen dem Kurbelwellen-AD-Wandler 124 und dem Triggerwandler
112 ausgetauschte Kurbelwellensignal 134 in Fig. 2 dargestellt. Entsprechend ist das
zwischen dem Triggerwandler 112 und dem FADC 116 ausgetauschte Triggersignal 136 in
Fig. 3 dargestellt.
[0047] Zunächst erfasst, wie oben beschrieben, der Kurbelwellensensor 122 ein Signal der
Kurbelwelle, wobei es sich in diesem Beispiel um ein (nicht dargestelltes) analoges
Sinussignal eines Magnetsensors handelt, welches die Position der Zähne der oben beschriebenen
Zahnscheibe erfasst. Dieses analoge Sinussignal wird im Kurbelwellen-AD-Wandler 124
in das in Fig. 2 dargestellte Kurbelwellensignal 134 umgewandelt. Dabei handelt es
sich um ein Rechtecksignal, welches jeweils für eine Zeitdauer t1 bis t2 auf dem Level
"Low" (hier die Nulllinie) liegt, und anschließend für eine Zeitdauer von t2 bis t3
auf dem TTL-Level "High" (5 Volt). Das Signal hat also eine Periode t3-t1 und eine
Frequenz von 1/(t3-t1).
[0048] Das Kurbelwellensignal 134 wird im Triggerwandler 114 in diesem einfachen Beispiel
frequenzvervielfacht um einen Faktor neun. Dementsprechend erzeugt der Triggerwandler
114 aus dem Kurbelwellensignal 134 als Triggersignal 136 ein Rechtecksignal mit der
Frequenz 9x1/(t3-t1). Die Signallevel werden in diesem Beispiel unverändert belassen.
Der Triggerwandler 114 startet die Umwandlung jeweils zum Zeitpunkt t1, also mit fallender
Flanke des Kurbelwellensignals 134 und generiert eine steigende Flanke des Triggersignals
136. Dementsprechend ist das Triggersignal 136 im Vergleich zum Kurbelwellensignal
134 um 180° phasenverschoben.
[0049] Dieses Triggersignal 136 wird über den Signaleingang 120 an den FADC 116 weitergeleitet.
Der Triggereingang 120 ist derart ausgestaltet, dass der FADC 116 nur Signale an seinem
Signaleingang 132 akzeptiert, wenn das Triggersignal 136 einen vorgegebenen Pegel
überschreitet. In der übrigen Zeit "ignoriert" der FADC 116 Signale an seinem Signaleingang
132.
[0050] Mittels des in Fig. 1 beschriebenen Aufbaus lässt sich beispielsweise das in Fig.
4 dargestellte Verfahren durchführen. Zunächst wird dabei in Schritt 410, wie oben
beschrieben, das Signal der Kurbelwelle erfasst, im Kurbelwellen-AD-Wandler 124 digitalisiert
und anschließend in Schritt 412 im Triggerwandler 112 in das Triggersignal 136 umgewandelt.
Dieses wird dann in Schritt 414 an einen Analog-Digital-Wandler, hier speziell den
FADC 116, weitergeleitet. Der FADC 116 fragt in Schritt 416 ab, ob das Triggersignal
einen vorgegebenen Wert überschreitet. Diese Abfrage kann in einer permanenten Schleife
erfolgen. Nur wenn dies der Fall ist, wird in Schritt 418 ein analoges Signal, welches
im in Fig. 1 dargestellten Beispiel von der Filter-Verstärker-Einheit 130 an den FADC
116 weitergeleitet wird, erfasst und in Schritt 420 in ein digitales Signal umgewandelt.
Auch eine vollständige oder teilweise Vorverarbeitung des Signals (siehe oben) kann
in diesem Schritt bereits erfolgen. Dieses digitale Signal wiederum wird dann in Schritt
422 zur weiteren Verarbeitung an einen (in Fig. 1 nicht dargestellten) Mikroprozessor
weitergeleitet, welcher aus diesem Signal entsprechend seiner programmierten Algorithmen
beispielsweise Regelsignale zur Motorsteuerung erzeugen kann.
[0051] In Fig. 5 ist ein analoges Verfahren dargestellt, bei dem das Triggersignal 136 nicht
zur Triggerung eines AD-Wandlers, sondern zur Triggerung der Datenaufnahme durch einen
Mikroprozessor verwendet wird. Dieser Mikroprozessor, welcher Bestandteil praktisch
jedes Motorsteuerungsgeräts ist, ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Er kann einen weiteren
Bestandteil des ASICS 112 darstellen.
[0052] Analog zu Fig. 4 wird zunächst in Schritt 510 die Winkelstellung der Kurbelwelle
erfasst und in Schritt 512 in ein Triggersignal umgewandelt.
[0053] Dieses Triggersignal wird dann in Schritt 514 nicht direkt an einen AD-Wandler, sondern
an einen Mikroprozessor weitergeleitet. Dieser fragt in Schritt 516 das Triggersignal
ab und nimmt keine Daten vom AD-Wandler an, solange das einen vorgegebenen Pegel nicht
überschreitet (Schritt 518). Unabhängig davon erfasst ein AD-Wandler in Schritt 520
kontinuierlich analoge Messdaten eines oder mehrerer Sensoren, nimmt evtl. eine Vorverarbeitung
vor, wandelt die analogen Signale in digitale Signale um und stellt die umgewandelten
Signale dem Mikroprozessor zur Verfügung. Jedoch erst, wenn die Abfrage in Schritt
516 ein ausreichendes Triggerlevel feststellt, nimmt der Mikroprozessor diese Daten
in Schritt 522 entgegen und verarbeitet diese in Schritt 524 weiter.
[0054] In Fig. 6 ist ein zu Fig. 1 alternativer Aufbau eines Motorsteuerungsgeräts 110 dargestellt,
bei dem das kurbelwellensynchrone Triggersignal 136 nicht zur Triggerung eines internen
FADCs 116 verwendet wird, sondern zur Triggerung eines externen AD-Wandlers 610. Der
wesentliche Unterschied des Aufbaus in Fig. 6 besteht darin, dass der Signalausgang
118 des Triggerwandlers 114 mit einem Triggereingang 612 des externen AD-Wandlers
610 verbunden ist. Dieser wiederum ist über eine Schnittstelle 614 mit einem in den
ASIC 112 integrierten Mikroprozessor 616 verbunden.
[0055] Die Funktionsweise des in Fig. 6 dargestellten Aufbaus entspricht dem Aufbau in Fig.
1. Die AD-Wandlung des analogen, vom Sensor 128 generierten Signals erfolgt jedoch
nicht im ASIC 112, sondern durch die externe elektronische Komponente 610. Auch eine
Vorverarbeitung der analogen oder bereits digitalisierten Daten kann im externen AD-Wandler
610 erfolgen, so dass die über die Schnittstelle 614 an den Mikroprozessor 616 übermittelten
Daten bereits auf ein absolutes Minimum reduziert sein können. Dadurch wird der Mikroprozessor
610 weiter entlastet. Da der externe AD-Wandler 610 leicht zugänglich ist, kann dieser
auch auf einfache Weise ersetzt werden und beispielsweise bei Verfügbarkeit modernerer
Komponenten ausgetauscht werden.
[0056] Das in Fig. 4 dargestellte und oben beschriebene Verfahren kann auf die in Fig. 6
dargestellte Anordnung übertragen werden. Die Weiterleitung des Triggersignals 136
an einen AD-Wandler in Schritt 414 erfolgt in diesem Fall über eine externe Leitungsverbindung.
1. Motorsteuerungsgerät (110), umfassend
- einen Mikroprozessor (616) zur programmgesteuerten Berechnung von Motorsteuerungssignalen
auf Basis mindestens eines analogen Signals, insbesondere eines analogen Sensorsignals,
- Mittel (128, 130, 116; 610) zum Erfassen des analogen Signals, umfassend einen Signaleingang
(132) für das analoge Signal und einen Analog-Digital-Wandler (116; 610) zur Umwandlung
des analogen Signals in mindestens ein digitales Signal, welches dem Mikroprozessor
(616) für dessen Berechnung der Motorsteuerungssignale zugeführt wird,
- Mittel (122, 124) zum Erfassen einer Winkelstellung einer Kurbelwelle, und
- Mittel (114) zum Umwandeln der Winkelstellung der Kurbelwelle in ein elektronisches
Triggersignal (136),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (114) zum Umwandeln der Winkelstellung der Kurbelwelle in das elektronische
Triggersignal (136) unabhängig vom Programmablauf im Mikroprozessor (616) arbeiten,
und
dass die Mittel (128, 130, 116; 610) zum Erfassen des analogen Signals ferner eine unabhängig
vom Programmablauf im Mikroprozessor (616) arbeitende Steuereinrichtung (120; 612)
umfassen, die abhängig von dem elektronischen Triggersignal (136) das Erfassen des
analogen Signals und/oder die Analog-Digital-Wandlung des analogen Signals starten
bzw. beenden, um den Mikroprozessor (616) innerhalb jedes Motorbetriebszyklus zeitweilig
zu entlasten.
2. Motorsteuerungsgerät (110) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (128, 130, 116; 610) zum Erfassen des analogen Signals weiterhin eine
oder beide der folgenden Komponenten aufweisen:
- Mittel (130; 610) zur Anpassung bzw. Veränderung des Signalpegels des analogen Signals,
- Mittel (130; 610) zur Frequenzfilterung des analogen Signals.
3. Motorsteuerungsgerät (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung einen mit einer Vorrichtung zur Datenverarbeitung (616) verbundenen
Triggereingang aufweist.
4. Motorsteuerungsgerät (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Analog-Digital-Wandler (116; 610) eines oder mehrere der folgenden Mittel zur
Vorverarbeitung der digitalen Signale aufweist:
- Mittel zur statistischen Analyse der digitalen Signale,
- Mittel zum Bilden eines zeitlichen Mittelwerts,
- Mittel zum Anpassen und zur Verfügung stellen einer analytischen Näherungsfunktion
an die digitalen Signale.
5. Motorsteuerungsgerät (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (114) zum Umwandeln der Winkelstellung der Kurbelwelle in das elektronische
Triggersignal (136) eine oder mehrere der folgenden Komponenten aufweisen:
- Mittel zur Anpassung bzw. Veränderung eines Signalpegels,
- Mittel zur Frequenzvervielfachung und/oder Phasenverschiebung eines periodischen
Signals,
- Mittel zur Frequenzfilterung eines periodischen Signals,
- eine Zählvorrichtung zum Zählen von Perioden oder Teilperioden eines periodischen
Signals,
- Mittel zur Auswahl vorgegebener Perioden eines periodischen Signals.
6. Motorsteuerungsgerät (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (114, 120; 612) einen mit dem Analog-Digitalwandler (116; 610)
verbundenen Triggereingang (120; 612) aufweist.
7. Motorsteuerungsgerät (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die folgenden Komponenten ganz oder teilweise in einen integrierten elektronischen
Schaltkreis (ASIC) (112) integriert sind:
- die Mittel (114) zum Umwandeln der Winkelstellung der Kurbelwelle in das elektronische
Triggersignal, und
- die Mittel (116) zum Erfassen des analogen Signals.
8. Verfahren zur Motorsteuerung, umfassend folgende Schritte:
- programmgesteuerte Berechnung von Motorsteuerungssignalen auf Basis mindestens eines
analogen Signals, insbesondere eines analogen Sensorsignals, mittels eines Mikroprozessors
(616),
- Erfassung und Analog-Digital-Wandlung des analogen Signals zur Umwandlung des analogen
Signals in mindestens ein digitales Signal, welches dem Mikroprozessor (616) für dessen
Berechnung der Motorsteuerungssignale zugeführt wird,
- Erfassung einer Winkelstellung einer Kurbelwelle, und
- Umwandelung der Winkelstellung der Kurbelwelle in ein elektronisches Triggersignal
(136),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umwandelung der Winkelstellung der Kurbelwelle in das elektronische Triggersignal
(136) unabhängig vom Programmablauf im Mikroprozessor (616) erfolgt, und dass die
Erfassung des analogen Signals ferner eine unabhängig vom Programmablauf im Mikroprozessor
(616) erfolgende Steuerung umfasst, die abhängig von dem elektronischen Triggersignal
(136) das Erfassen des analogen Signals und/oder die Analog-Digital-Wandlung des analogen
Signals startet bzw. beendet, um den Mikroprozessor (616) innerhalb jedes Motorbetriebszyklus
zeitweilig zu entlasten.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung und Analog-Digital-Wandlung des analogen Signals einen oder mehrere
der folgenden Teilschritte aufweist:
- die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird dadurch ausgelöst, dass das Triggersignal (136) einen vorgegebenen Pegel erreicht, überschreitet
oder unterschreitet,
- die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird ermöglicht, solange das
Triggersignal (136) einen vorgegebenen Signalpegel mindestens erreicht und/oder überschreitet,
wobei anderenfalls die Erfassung und/oder Analog-Digital-Wandlung verhindert wird,
- die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird ermöglicht, solange das
Triggersignal (136) einen vorgegebenen Signalpegel unterschreitet und/oder nicht überschreitet,
wobei anderenfalls die Erfassung und/oder Analog-Digital-Wandlung verhindert wird,
- die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird bei einem periodischen Triggersignal
(136) während einer vorgegebenen Anzahl Perioden ermöglicht und andernfalls verhindert,
- die Erfassung und/oder die Analog-Digital-Wandlung wird ab einem vorgegebenen Triggersignal
(136), insbesondere ab einem Zeitpunkt, in dem das Triggersignal (136) einen vorgegebenen
Pegel erreicht, überschreitet oder unterschreitet, während einer fest vorgegebenen
Zeitdauer ermöglicht und andernfalls verhindert.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung des analogen Signals weiterhin einen oder mehrere der folgenden Teilschritte
aufweist:
- der Pegel des analogen Signals wird verändert,
- es wird eine Frequenzfilterung des analogen Signals durchgeführt,
- aus dem mindestens einen digitalen Signal wird mittels eines Datenverarbeitungsalgorithmus
mindestens ein Regelsignal zur Regelung eines Verbrennungsmotors berechnet.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umwandelung der Winkelstellung der Kurbelwelle in das elektronische Triggersignal
(136) weiterhin einen oder mehrere der folgenden Teilschritte aufweist:
- das mindestens eine elektronische Triggersignal (136) wird mit einem vorgegebenen
Multiplikator frequenzvervielfacht,
- das mindestens eine elektronische Triggersignal (136) wird um eine vorgegebene Phase
phasenverschoben,
- aus dem mindestens einen elektronischen Triggersignal (134) wird mindestens ein
zweites elektronisches Triggersignal (136) erzeugt, wobei das zweite elektronische
Triggersignal (136) eine Funktion mit veränderbaren Parametern des ersten elektronischen
Triggersignals (134) ist.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung des mindestens einen elektronischen Triggersignals (136) abhängig ist
von der Drehzahl der Kurbelwelle.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Triggersignal (136) mit einer Frequenz F periodisch ist, wobei
das Verhältnis zwischen der Frequenz F und der Drehzahl D mit steigender Drehzahl
D verringert wird.
1. Engine control unit (110) having
- a microprocessor (616) for the program-controlled calculation of engine control
signals based on at least one analogue signal, in particular an analogue sensor signal,
- means (128, 130, 116; 610) to detect the analogue signal, having a signal input
(132) for the analogue signal and an analogue/digital converter (116;610) for converting
the analogue signal into at least one digital signal, which is fed to the microprocessor
(616) for its calculation of the engine control signals,
- means (122, 124) to detect an angle position of a crankshaft, and
- means (114) to convert the angle position of the crankshaft into an electronic trigger
signal (136); characterised in that
- the means (114) to convert the angle position of the crankshaft into an electronic
trigger signal (136) operate independently of the program flow in the microprocessor
(616), and
- that the means (128, 130, 116; 610) to detect the analogue signal also have a control
facility (120; 612) which operates independently of the program flow in the microprocessor
(616), said control facility starting and/or terminating the detection of the analogue
signal and/or the analogue/digital conversion of the analogue signal as a function
of the electronic trigger signal (126), in order to temporarily relieve the microprocessor
(616) within each engine operating cycle.
2. Engine control unit (110) according to claim 1,
characterised in that
the means (128, 130, 116; 610) to detect the analogue signal also have at least one
of the following components:
- means (130;610) to adapt or modify the signal level of the analogue signal,
- means (130;610) for frequency filtering of the analogue signal.
3. Engine control unit (110) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the control facility has a trigger input connected to the data processing device (616).
4. Engine control unit (110) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the analogue/digital converter (116; 610) comprises at least one of the following
means to pre-process the digital signals:
- means for statistical analysis of the digital signals,
- means to form a temporal mean value,
- means to adapt and supply an analytical approximation function to the digital signals.
5. Engine control unit (110) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the means (114) to convert the angle position of the crankshaft into an electronic
trigger signal (136) comprise one or more of the following components:
- means to adapt or modify a signal level,
- means for frequency multiplication and/or phase displacement of a periodic signal,
- means for frequency filtering of a periodic signal,
- a counting device to count periods or sub-periods of a periodic signal,
- means to select predetermined periods of a periodic signal.
6. Engine control unit (110) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the control facility (114, 120; 612) comprises a trigger input (120; 612) connected
to the analogue/digital converter (116; 610).
7. Engine control unit (110) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the following components are integrated wholly or partially into an integrated electronic
circuit (ASIC) (112):
- the means (114) to convert the angle position of the crankshaft into an electronic
trigger signal, and
- the means (116) to detect the analogue signal (116).
8. Method to control the engine, having the following steps:
- program-controlled calculation of engine control signals based on at least one analogue
signal, in particular an analogue sensor signal, by means of a microprocessor (616),
- detection and analogue/digital conversion of the analogue signal to convert the
analogue signal into at least one digital signal, which is fed to the microprocessor
(616) for its calculation of the engine control signals,
- detection of an angle position of a crankshaft, and
- conversion of the angle position of the crankshaft into an electronic trigger signal
(136),
characterised in that
the conversion of the angle position of the crank shaft into the electronic trigger
signal (136) takes place independently of the program flow in the microprocessor (616),
and
the detection of the analogue signal also includes a control which takes place independently
of the program flow in the microprocessor (616), said control starting and/or terminating
the detection of the analogue signal and/or the analogue/digital conversion of the
analogue signal as a function of the electronic trigger signal, in order to temporarily
relieve the microprocessor (616) within each engine operating cycle.
9. Method according to claim 8,
characterised in that the detection and analogue/digital conversion of the analogue signal comprises one
or more of the following sub-steps:
- the detection and/or analogue/digital conversion is initiated when the trigger signal
(136) reaches, exceeds or drops below a predetermined level,
- the detection and/or analogue/digital conversion is/are allowed, as long as the
trigger signal (136) at least reaches and/or exceeds a predetermined signal level,
with the detection and/or analogue/digital conversion otherwise being prevented,
- the detection and/or analogue/digital conversion is/are allowed, as long as the
trigger signal (136) is below and/or does not exceed a predetermined signal level,
with the detection and/or analogue/digital conversion otherwise being prevented,
- the detection and/or analogue/digital conversion is/are allowed in the case of a
periodic trigger signal (136) during a predetermined number of periods and otherwise
prevented,
- the detection and/or analogue/digital conversion is/are allowed from a predetermined
trigger signal (136), in particular from a time when the trigger signal (136) reaches,
exceeds or drops below a predetermined level, during a permanently predetermined time
period, and otherwise prevented.
10. Method according to one of the preceding method claims,
characterised in that
the detection of the analogue signal also comprises one or more of the following sub
steps:
- the level of the analogue signal is modified,
- a frequency filtering of the analogue signal is carried out,
- at least one control signal is calculated from the at least one digital signal by
means of a data processing algorithm, to regulate an internal combustion engine.
11. Method according to one of the preceding method claims,
characterised in that
the conversion of the angle position of the crankshaft into the electronic trigger
signal (136) also comprises one or more of the following sub-steps:
- the at least one electronic trigger signal (136) is frequency-multiplied by a predetermined
multiplier,
- the at least one electronic trigger signal (136) is phase-displaced by a predetermined
phase,
- at least one second electronic trigger signal (136) is generated from the at least
one electronic trigger signal (134),
with the second electronic trigger signal (136) being a function with changeable parameters
of the first electronic trigger signal (134).
12. Method according to one of the preceding method claims, characterised in that
the generation of the at least one electronic trigger signal (136) in step b) is a
function of the rotation speed of the crankshaft.
13. Method according to the preceding claim,
characterised in that
the electronic trigger signal (136) is periodic with a frequency F,
with the relationship between the frequency F and the rotation speed D decreasing
as the rotation speed D increases.
1. Dispositif de commande d'un moteur (110), comportant
- un microprocesseur (616) pour le calcul, commandé par le programme, de signaux de
commande du moteur sur la base d'au moins un signal analogique, en particulier un
signal sensoriel analogique,
- des moyens (128, 130, 116 ; 610) destinés à détecter le signal analogique, comportant
une entrée (132) pour le signal analogique et un convertisseur analogique-numérique
(116 ; 610) pour convertir le signal analogique en au moins un signal numérique, qui
est transmis vers le microprocesseur (616) pour qu'il calcule les signaux de commande
du moteur,
- des moyens (122, 124) destinés à détecter une position angulaire d'un vilebrequin,
et
- des moyens (114) destinés à convertir la position angulaire du vilebrequin en un
signal de déclenchement électronique (136),
caractérisé
en ce que les moyens (114) destinés à convertir la position angulaire du vilebrequin en signal
de déclenchement électronique (136) travaillent indépendamment du déroulement du programme
dans le microprocesseur (616), et
en ce que les moyens (128, 130, 116 ; 610) destinés à détecter le signal analogique comportent,
en outre, un dispositif de commande (120 ; 612) qui fonctionne indépendamment du déroulement
du programme dans le microprocesseur (616) et qui, en fonction du signal de déclenchement
électronique (136), démarre ou arrête la détection du signal analogique et/ou la conversion
analogique-numérique du signal analogique, pour délester le microprocesseur (616)
à certains moments à l'intérieur de chaque cycle de fonctionnement du moteur.
2. Dispositif de commande d'un moteur (110) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les moyens (128, 130, 116 ; 610) destinés à détecter le signal analogique comportent,
en outre, l'un ou les deux composants suivants :
- des moyens (130 ; 610) destinés à ajuster ou à modifier le niveau du signal analogique,
- des moyens (130 ; 610) destinés à filtrer la fréquence du signal analogique.
3. Dispositif de commande d'un moteur (110) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande comporte une entrée de déclenchement, reliée à un dispositif
de traitement des données (616).
4. Dispositif de commande d'un moteur (110) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que le convertisseur analogique-numérique (116 ; 610) comporte un ou plusieurs des moyens
suivants pour le traitement préalable des signaux numériques :
- des moyens destinés à l'analyse statistique des signaux numériques,
- des moyens destinés à former une valeur moyenne chronologique,
- des moyens destinés à ajuster et à mettre à disposition une fonction d'approximation
analytique par rapport aux signaux numériques.
5. Dispositif de commande d'un moteur (110) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que les moyens (114), destinés à convertir la position angulaire du vilebrequin en signal
de déclenchement électronique (136), comportent un ou plusieurs des composants suivants
:
- des moyens pour ajuster ou modifier un niveau de signal,
- des moyens pour la multiplication de la fréquence et/ou le décalage de phase d'un
signal périodique,
- des moyens pour filtrer la fréquence d'un signal périodique,
- un compteur pour compter les périodes ou périodes partielles d'un signal périodique,
- des moyens pour sélectionner des périodes prédéfinies d'un signal périodique.
6. Dispositif de commande d'un moteur (110) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande (114, 120 ; 612) comporte une entrée de déclenchement (120
; 612) reliée au convertisseur analogique-numérique (116 ; 610).
7. Dispositif de commande d'un moteur (110) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que les composants suivants sont intégrés totalement ou partiellement dans un circuit
électronique intégré (ASIC) (112) :
- les moyens (114) destinés à convertir la position angulaire du vilebrequin en signal
de déclenchement électronique, et
- les moyens (116) destinés à détecter le signal analogique.
8. Procédé de commande d'un moteur, comportant les étapes suivantes :
- calcul, commandé par programme, de signaux de commande du moteur sur la base d'au
moins un signal analogique, en particulier un signal sensoriel analogique, au moyen
d'un microprocesseur (616),
- détection et conversion analogique-numérique du signal analogique pour convertir
le signal analogique en au moins un signal numérique, qui est transmis vers le microprocesseur
(616) pour qu'il calcule les signaux de commande du moteur,
- détection d'une position angulaire d'un vilebrequin, et
- conversion de la position angulaire du vilebrequin en un signal de déclenchement
électronique (136),
caractérisé
en ce que la conversion de la position angulaire du vilebrequin en signal de déclenchement
électronique (136) est effectuée indépendamment du déroulement du programme dans le
microprocesseur (616), et
en ce que la détection du signal analogique comporte, en outre, une commande qui s'effectue
indépendamment du déroulement du programme dans le microprocesseur (616) et qui, en
fonction du signal de déclenchement électronique (136), démarre ou arrête la détection
du signal analogique et/ou la conversion analogique-numérique du signal analogique,
afin de délester le microprocesseur (616) à certains moments à l'intérieur de chaque
cycle de fonctionnement d'un moteur.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que la détection et la conversion analogique-numérique du signal analogique comportent
une ou plusieurs des étapes partielles suivantes :
- la détection et/ou la conversion analogique-numérique est déclenchée par le fait
que le signal de déclenchement (136) atteint, dépasse vers le haut ou dépasse vers
le bas à un niveau prédéfini,
- la détection et/ou la conversion analogique-numérique sont rendues possibles tant
que le signal de déclenchement (136) au moins atteint et/ou dépasse vers le haut un
niveau de signal prédéfini, la détection et/ou la conversion analogique-numérique
étant empêchées dans le cas contraire,
- la détection et/ou la conversion analogique-numérique sont rendues possibles tant
que le signal de déclenchement (136) dépasse vers le bas et/ou ne dépasse pas vers
le haut un niveau de signal prédéfini, la détection et/ou la conversion analogique-numérique
étant empêchées dans le cas contraire,
- la détection et/ou la conversion analogique-numérique sont rendues possibles dans
le cas d'un signal de déclenchement (136) périodique pendant un nombre prédéfini de
périodes ou sont empêchées dans le cas contraire,
- la détection et/ou la conversion analogique-numérique sont rendues possibles, pendant
une durée prédéfinie de manière fixe, à partir d'un signal de déclenchement (136)
prédéfini, en particulier à partir d'un instant pendant lequel le signal de déclenchement
(136) atteint, dépasse vers le haut ou dépasse vers le bas un niveau prédéfini, et
sont empêchées dans le cas contraire.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications de procédé précédentes,
caractérisé en ce que la détection du signal analogique comporte, en outre, une ou plusieurs des étapes
partielles suivantes :
- le niveau du signal analogique est modifié,
- un filtrage de la fréquence du signal analogique est effectué,
- à partir dudit au moins un signal numérique est calculé, au moyen d'un algorithme
de traitement des données, au moins un signal de réglage pour le réglage d'un moteur
à combustion interne.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications de procédé précédentes,
caractérisé en ce que la conversion de la position angulaire du vilebrequin en signal de déclenchement
électronique (136) comporte, en outre, une ou plusieurs des étapes partielles suivantes
:
- multiplication de la fréquence dudit au moins un signal de déclenchement électronique
(136) avec un multiplicateur prédéfini,
- décalage en phase dudit au moins un signal de déclenchement électronique (136) selon
une phase prédéfinie,
- production d'au moins un deuxième signal de déclenchement électronique (136) à partir
dudit au moins un signal de déclenchement électronique (134), ledit deuxième signal
de déclenchement électronique (136) étant une fonction avec des paramètres variables
du premier signal de déclenchement électronique (134).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications de procédé précédentes, caractérisé en ce que la production dudit au moins un signal de déclenchement électronique (136) est fonction
de la vitesse de rotation du vilebrequin.
13. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le signal de déclenchement électronique (136) avec une fréquence F est périodique,
le rapport entre la fréquence F et la vitesse de rotation D diminuant lorsque la vitesse
de rotation D augmente.