[0001] Die Erfindung betrifft einen Adapter zur Verbindung eines Steckers und einer Steckdose
mit jeweils unterschiedlicher Anzahl und/oder unterschiedlicher Größe von Kontakten,
bei dem ein Kupplungseinsatz mit darin angeordneten Adapterkontakten zur direkten
Verbindung der Kontakte des Steckers und der Steckdose um seine Längsachse drehbar
in dem Adaptergehäuse angeordnet ist, sowie eine Steckdose, bei der eine die Steckdosenkontakte
tragende Steckdosenbuchse mittels in an dem Steckdosengehäuse angeordnete Haltefenster
einrastenden Schnappfedern in dem Steckdosengehäuse gehalten wird.
[0002] Die Erfindung geht aus von einem Adapter nach der Gattung des Anspruchs 1.
[0003] Ein solcher Adapter ist aus der patentschrift
US-A-5626479 bekannt.
[0004] Derzeitige technische Ausführungen von Adaptern zur Verbindung eines Steckers und
einer Steckdose mit jeweils unterschiedlicher Anzahl und/oder unterschiedlicher Größe
von Kontakten, wie sie beispielsweise bei Kraftfahrzeugen mit Anhängerkupplung, welche
mit einem 13-poigen Elektrosatz zur Stromversorgung beispielsweise eines Wohnwagens
ausgestattet ist, benötigt werden, um einen Sportgeräteanhänger oder einen Transportanhänger
mit 7-poligem Elektrosatz an der 13-poligen Steckdose am Kraftfahrzeug zu betreiben,
weisen ein zylinderförmiges Adaptergehäuse auf, das auf der der Steckdose zugewandten
Seite an seinem Außenumfang eine gewindeförmig ansteigende und um etwa 90° umlaufende
Verbindungsnut aufweist. An der Steckdose ist dabei ein Stift angeordnet, der in die
gewindeförmige Verbindungsnut eingreift, so dass der Adapter in die Steckdose mit
einer etwa 90° Drehbewegung eingeschraubt wird. Der Adapter weist dabei auf seiner
der Steckdose zugewandten Seite in die Steckdosenkontakte der Steckdose greifende
Steckerkontakte, und auf seiner dem Stecker, beispielsweise von einem Anhänger, zugewandten
Seite, die Kontakte des Steckers umfassende Buchsenkontakte auf. Da die in der Steckdose
angeordneten Steckdosenkontakte fest stehend angeordnet sind, muss die Drehbewegung
zwischen dem Adaptergehäuse, welches in die Steckdose eingedreht wird, und den Steckerkontakten,
welche in die stehenden Steckdosenkontakte eingreifen, ausgeglichen werden. Dazu ist
in den bekannten Ausführungsformen derartiger Adapter in dem Adaptergehäuse ein die
Steckerkontakte tragender Kontaktträger angeordnet, der um die Längsachse des Adapters
um 90° bis etwa 120° drehbar angeordnet ist. Dabei erfolgt eine Positionierung des
Kontaktträgers gegenüber dem Adaptergehäuse mittels Richtflächen, wie beispielsweise
Nuten, Zinken oder Nasen, die in gegenseitigem Eingriff stehen. Um die elektrische
Verbindung zwischen den steckdosenseitigen Steckerkontakten und den Steckerseitigen
Buchsenkontakten räumlich herzustellen, ist es dabei üblich, eine in dem Adaptergehäuse
angeordnete elektrische Leiterplatte zu verwenden, an der die Buchsenkontakte direkt
oder über einen Kabelbaum verbunden angeordnet sind, und welche Schleifkontakte zur
Herstellung der elektrischen Verbindung zu den drehbar angeordneten Steckerkontakten
aufweist. Beim Eindrehen des Adapters in die Steckdose gleiten dabei die Steckerkontakte
kreisbogenförmig über die Leiterplatte und rasten in der Endposition in auf der Leiterplatte
angeordnete Öffnungen ein, welche mit elektrisch leitfähigem Material versehen sind,
um eine elektrische Verbindung zu den Steckerkontakten herzustellen. Dabei ist die
Leiterplatte in der mit dem Adaptergehäuse verbundenen, die steckerseitigen Buchsenkontakte
tragenden Stirnwand des Adaptergehäuses angeordnet.
[0005] Am Adaptergehäuse ist dabei auf der dem Stecker zugewandten Seite eine federbelastete
Schutzklappe angeordnet, zum Verschließen der zur Aufnahme des Steckers dienenden
Öffnung bei Nichtgebrauch, sowie eine kreisabschnittförmige Fixierungsfläche, auf
welche eine ähnliche, an der Steckdose angeordnete, federbelastete Abdeckklappe bei
in die Steckdose gestecktem Adapter aufliegt und einrastet. Ein wesentlicher Nachteil
des aus dem Stand der Technik bekannten Adapters ist, dass durch die relativ zu der
Leiterplatte beweglich angeordneten Steckerkontakte die Leitfähigkeit der durch den
Adapter herzustellenden elektrischen Verbindung über der Lebensdauer des Adapters
abnimmt. Dabei ist der Übergangswiderstand durch die Qualität der Leiterplatte und
der zuschaltbaren Steckerkontakte beschränkt. Neben der sehr aufwändigen Bauausführung
mit Leiterplatte und Schleifkontakten bauen die nach dem Stand der Technik hergestellte
Adapter sehr lang, wodurch insbesondere bei einer Querbelastung des an dem Stecker
angeschlossenen Kabels große Drehmomente und daraus resultierende Haltekräfte auf
die Steckdose und den Adapter einwirken. Hierdurch und durch die Schleifkontakte im
Inneren des Adaptergehäuses wird die Betriebszuverlässigkeit herabgesetzt. Ein zusätzlicher
Nachteil ergibt sich aus der Form der Fixierungsfläche, gegen welche die steckdosenseitige
Abdeckklappe bei in die Steckdose eingestecktem Adapter anliegt. Da die Fixierungsfläche
nur einen kreisabschnitt einnimmt und die Abdeckklappe kreisförmig ist, kann sich
während des Betriebs Schmutz an dem nicht von der Fixierungsfläche abgedeckten Teil
der Abdeckklappe ansammeln, der nach dem Abziehen des Adapters von der Steckdose und
dem Zuschnappen der federbelasteten Abdeckklappe ins Innere der Steckdose gelangen
und die Steckdosenkontakte beschädigen oder beeinträchtigen kann.
[0006] Typischerweise besteht eine Steckdose zur Verwendung in Verbindung mit einer derartigen
Steckverbindung aus einem Steckdosengehäuse, an dem eine federbelastete Abdeckklappe
angeordnet ist. In dem Steckdosengehäuse ist eine von der Abdeckklappe verschließbare
kreiszylinderförmige Aufnahme mit darin angeordnetem, sich gegenüber der Aufnahme
in dieser erhebenden zylinderförmigen Steckdosenkontaktträger ausgeformt, in dem die
Steckdosenkontakte angeordnet sind. Die Steckdose bildet dabei zusammen mit dem Adapter
durch das gegenseitige Umfassen von Steckdosengehäuse, Adaptergehäuse, Aufnahme und
Steckdosenkontaktträger ein gegen Feuchtigkeit dichtendes Labyrinth. Am Übergang zwischen
Steckdosenkontaktträger und Aufnahme ist dabei ein Dichtring angeordnet. Die Steckdosenkontakte
sind dabei mit dem einteiligen Steckdosengehäuse, welches gleichzeitig die Aufnahme
und den Steckdosenkontaktträger umfasst, fest verbunden, so dass üblicherweise die
Litzen des mit den Steckdosenkontakten zu verbindenden Kabelbaumes mittels Schraubklemmverbindungen
mit den einzelnen Steckdosenkontakten verbunden werden. Zum Verlegen des Kabelbaumes
beispielsweise in einem Kraftfahrzeug ist es dabei üblich, zunächst den Kabelbaum
durch die Karosserie und durch Karosserieöffnungen hindurchzuführen und dann mit der
auf dem hierfür vorgesehenen Steckdosenträger am Kraftfahrzeug montierten Steckdose
einzeln zu verbinden. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die Steckdosenbuchse nur
in Verbindung mit einem mittels einer Schraubklemmverbindung mit einer Litze verbindbaren
Steckdosenkontakt verwendbar ist, mit dem die Litze unter hohem Arbeitsaufwand lösbar
mittels einer in eine innere zylindrische Aussparung des Steckdosenkontakts eingreifenden
Schraube befestigt wird. Dabei besteht die Gefahr, dass die Schraubklemmverbindung
oxidiert, wodurch sich der Übergangswiderstand zwischen Litze und Steckdosenkontakt
ändert, wodurch es zu einer lokalen Erwärmung und anderen unerwünschten Nebenwirkungen
kommen kann. Die aus dem Stand der Technik bekannten Adapter und Steckdosen lassen
sich somit als unbefriedigend in Bezug auf Kosten und Aufwand bei der Herstellung
sowie Verkehrssicherheit zusammenfassen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Adapter und eine Steckdose
zu entwickeln, die einerseits eine höhere Betriebszuverlässigkeit bieten, und andererseits
einfacher oder mit einem geringeren Montageaufwand herstellbar sind.
[0008] Die Aufgabe wird durch den erfindungsgemäßen Adapter mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 vollständig gelöst.
[0009] Der erfindungsgemäßen Adapter weist gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil auf,
dass in dem Adaptergehäuse ein um dessen Längsachse mindestens um 90° drehbar angeordneter
Kupplungseinsatz mit darin angeordneten, einzelne Kontakte der Steckdose und des Steckers
direkt miteinander verbindenden Adapterkontakten angeordnet ist. Der Kupplungseinsatz
weist dabei Verbindungskanäle zur Aufnahme der Adapterkontakte auf. Der Adapter kann
dabei vorteilhafterweise mit einer federbelasteten Klappe ausgestattet sein, zum Verschließen
der Aufnahme für den Stecker bei Nichtgebrauch, und zum Festhalten des Steckers in
der Aufnahme bei Gebrauch durch ein Hintergreifen der federbelasteten Klappe hinter
einen Rücksprung am Gehäuse des in die Aufnahme gesteckten Steckers. Ein zusätzlicher
Vorteil des erfindungsgemäßen Adapters gegenüber dem Stand der Technik ergibt sich
aus der besonders kurzen Baulänge, wodurch die auf die Steckdose einwirkenden Momente
von über das am Stecker angeordnete Kabel schräg oder seitlich, insbesondere an einem
elektrischen Anschluss zwischen einem Zugfahrzeug und einem Anhänger beispielsweise
bei starkem Lenkeinschlag bei Rückwärtsfahrt einwirkenden Kräfte deutlich verringert
und so die Gefahr einer Beschädigung deutlich herabgesetzt wird. Die kurze Baulänge
verhindert insbesondere beim Einsatz am Kraftfahrzeug ein übermäßiges Durchhängen
des am Anhänger angeordneten und mittels des Adapters verlängerten elektrischen Anschlusskabels,
wodurch ein Schleifen oder Streifen auf der Straße verhindert wird. Dabei ist am Adaptergehäuse
außen vorzugsweise eine kreisrunde Fixierungsfläche angeordnet, an der bei in die
Steckdose gestecktem Adapter eine die Steckdose verschließende federbelastete Abdeckplatte
vollflächig anliegt, so dass sich keine Verschmutzung auf der Innenseite der Abdeckplatte
sammeln kann. Der Kern der Erfindung liegt dabei darin, dass in dem Adaptergehäuse
ein Kupplungseinsatz um die Längsachse des Adapters drehbar angeordnet ist, der sowohl
die Steckerkontakte, als auch die Buchsenkontakte in sich trägt. Dabei sind die Steckerkontakte
und die Buchsenkontakte in dem Kupplungseinsatz jeweils paarweise oder je nach Anwendungsfall
auch Gruppenweise direkt miteinander verbunden, ohne dass elektrische Übergänge zwischen
stehend und drehbar angeordneten Bauteilen vorhanden sind.
[0010] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Adapters sieht vor, dass der
Kupplungseinsatz an seinem Außenumfang mindestens eine um mindestens 90° umlaufende
Sicherungsnut aufweist und am Adaptergehäuse mindestens ein von der Zylinderwand nach
innen in den Hohlzylinder ragender, zur Wegbegrenzung in Drehrichtung in die Sicherungsnut
greifender Sicherungszapfen angeordnet ist, wobei die Nut in einer Richtung endet
und in der anderen Richtung in einem 90°-Knick in Richtung der Zylinderlängsachse
bis zu einem stirnseitigen Ende des Kupplungseinsatzes weitergeführt ist, so dass
der Zapfen beim stirnseitigen Einführen des Kupplungseinsatzes in das Adaptergehäuse
in die Nut führbar ist, wobei im Bereich des 90°-Knicks eine Abflachung in der Nut
angeordnet ist, zu deren Überwindung durch den Zapfen eine erhöhte Kraft aufgebracht
werden muss, so dass ein unbeabsichtigtes Lösen des Kupplungseinsatzes aus dem Adaptergehäuse
bei gleichzeitiger Freigängigkeit in Drehrichtung um die Zylinderlängsachse gewährleistet
ist. Die Sicherungsnut bildet dabei gleichzeitig einen den Drehwinkel begrenzenden
Anschlag, gegen den der in dem Adaptergehäuse angeordnete Kupplungseinsatz beim Drehen
um seine Längsachse anstößt, um einen bestimmten Drehwinkel, bei dem das Aufstecken
auf die Steckdose nicht mehr möglich oder nur nach aufwändigem hantieren möglich wäre,
nicht zu überschreiten.
[0011] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Adapters sieht vor, dass die
in dem Kupplungseinsatz angeordneten Adapterkontakte jeweils einen der Steckdose zugewandten
Steckerkontakt, einen dem Stecker zugewandten Buchsenkontakt und eine den Steckerkontakt
und den Buchsenkontakt verbindende, plastisch verformbare Brücke aufweisen.
[0012] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Adapters sieht vor,
dass in dem Kupplungseinsatz Kanäle zur Aufnahme der Brücken ausgeformt sind. Die
Kanäle können dabei zusätzlich der Führung und Unterstützung der Adapterkontakte,
insbesondere im noch nicht zusammengebauten Zustand des Kupplungseinsatzes dienen.
[0013] Eine zusätzliche, vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Adapters sieht
vor, dass der jeweils aus Steckerkontakt, Buchsenkontakt und Brücke bestehende Adapterkontakt
einteilig ausgeführt ist. Dabei besteht der Kupplungseinsatz aus zwei stirnseitig
zusammengefügten Teilen, einem Steckerteil und einem Buchsenteil, wobei die einteiligen
und vorgeformten Adapterkontakte in an einer der Fügeflächen am Steckerteil oder am
Buchsenteil ausgeformte Ausnehmungen vor dem Zusammenfügen zum Kupplungseinsatz gesetzt.
Das Steckerteil weist dabei eine steckdosenseitige Führungsnase und das Buchsenteil
eine steckerseitige Führungsnase auf, wobei das Steckerteil an seinem Umfang eine
Sicherungsnut aufweist, in die ein am Adaptergehäuse angeordneter, nach innen gerichteter
Sicherungszapfen eingreift.
[0014] Für die den Steckerkontakt und den Buchsenkontakt verbindende Brücke sind dabei vorzugsweise
Kanäle in mindestens einer der Fügeflächen angeordnet. Die Adapterkontakte sind dabei
vorzugsweise aus einem Blech hergestellt, welchem zunächst durch Stanzen die gewünschte
Grundform gegeben wird. Diese Grundform weist dabei einen Steg, der die Brücke bildet,
sowie zwei beidseitig des Steges angeordnete Laschen auf. Die Laschen werden anschließend
durch Rollen zu Stecker- und Buchsenkontakt geformt.
[0015] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Adapters sieht vor,
dass der Kupplungseinsatz einteilig ausgeführt ist, wobei die Adapterkontakte mindestens
jeweils zweiteilig aus Steckerkontakt und Buchsenkontakt aufgebaut sind, und durch
stirnseitiges Einschieben in den Kupplungseinsatz eingesetzt werden, wobei die jeweils
den Steckerkontakt mit dem Buchsenkontakt verbindende Brücke einteilig mit einem der
beiden Kontakte ausgeführt ist, oder die Adapterkontakte einteilig sind, und in die
Form des Kupplungseinsatzes bei dessen Herstellung eingelegt werden.
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Steckdosengehäuses von der dem Adapter oder dem
Stecker abgewandten Seite,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer aus einem Buchsengehäuse und darin angeordneten
Steckdosenkontakten zusammengesetzten Steckdosenbuchse,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Buchsengehäuses,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht von in dem Buchsengehäuse anordbaren, crimpfähigen Steckdosenkontakten,
- Fig. 5
- eine Detailansicht eines in dem Buchsengehäuse angeordneten Steckdosenkontakts im
Längsschnitt,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch das Buchsengehäuse einer Steckdosenbuchse,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Adapters,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen, in dem Adaptergehäuse anordbaren,
aus einem Steckerteil und einem Buchsenteil zusammengesetzten Kupplungseinsatzes,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Steckerteils des erfindungsgemäßen
Kupplungseinsatzes,
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht von in dem erfindungsgemäßen Kupplungseinsatz anordbaren,
aus Steckerteil, Buchsenteil und Brücke bestehenden, einteiligen Adapterkontakten,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Buchsenteils eines erfindungsgemäßen
Kupplungseinsatzes, sowie
- Fig. 12
- einen Längsschnitt durch eine Steckverbindung eines Steckers mit einer Steckdose unter
Verwendung eines erfindungsgemäßen Adapters.
Die Verbindung einer Steckdose 1 mit einem Stecker 3, der eine von der Steckdose 1
unterschiedliche Anzahl und/oder Größe von elektrischen Kontakten aufweist, erfolgt
mittels eines Adapters 2, der aus einem im Wesentlichen zylinderförmigen Adaptergehäuse
210 besteht, in dem ein um etwa 90° bis 120° um die Zylinderlängsachse drehbar angeordneter,
aus einem in Richtung der Zylinderlängsachse axial mit einem Steckerteil 221 verbundenen
Buchsenteil 222 bestehender Kupplungseinsatz 220 angeordnet ist. Dabei korrespondiert
das Steckerteil 221 mit den Ausnehmungen und den Kontakten der Steckdose 1, und das
Buchsenteil 222 mit den Ausnehmungen und Kontakten des Steckers 3. Das Steckerteil
221 und das Buchsenteil 222 sind dabei miteinander fest oder lösbar mittels der Verbindungselemente
225 verbunden. Die Verbindungselemente 225 können dabei als Schraubverbindung, Nietverbindung
oder federbelastete Steckverbindung, beispielsweise in Form eines einteilig aus dem
Grundwerkstoff des Steckerteils 221 oder des Buchsenteils 222 ausgeformten Pilz ausgebildet
sein, der mit seinem Hut in eine zurückspringende Ausnehmung am jeweils anderen Teil
hintergreift. Innen im Kupplungseinsatz 220, vom Steckerteil 221 und vom Buchsenteil
222 umschlossen, sind elektrische Adapterkontakte 223 angeordnet. Diese elektrischen
Adapterkontakte 223 sind jeweils einteilig aus einem elektrisch leitenden Material,
beispielsweise einem Kupfer- oder Eisenblech hergestellt und weisen jeweils einen
Steckerkontakt 228 und einen Buchsenkontakt 229, sowie eine den Steckerkontakt 228
und den Buchsenkontakt 229 miteinander verbindende Brücke 230 auf. Sowohl der Steckerkontakt
228 als auch der Buchsenkontakt 229 weisen dabei jeweils einen Längsschlitz 233 auf,
so dass sich Steckerkontakt 228 und Buchsenkontakt 229 beim Ineinanderstecken mit
den Steckdosenkontakten 140 und den Kontakten des Steckers 3 federelastisch weiten
können, um eine zuverlässige elektrische Verbindung herstellen zu können. Der Steckerkontakt
228 ist dabei im Steckerteil 221 angeordnet, der Buchsenkontakt 229 im Buchsenteil
222 des Kupplungseinsatzes 220, wobei die Brücke 230 in einer zu einem Kanal 226 ausgeformten,
quer zur Längsachse des Adapters 2 verlaufenden Ausnehmung im Kupplungseinsatz 220,
vorzugsweise an der Grenzfläche zum Steckerteil 221 im Buchsenteil 222, angeordnet
ist. Die genaue Lage des drehbaren Kupplungseinsatzes 220 gegenüber der in dem Steckdosengehäuse
110 der Steckdose 1 angeordneten Steckdosenbuchse 130 wird durch eine am Steckerteil
221 des Kupplungseinsatzes 220 angeordnete steckdosenseitige Führungsnase 224 sichergestellt,
welche mit einer an der Steckdosenbuchse 130 ausgeformten Führungsnut 133 korrespondiert.
Durch das formschlüssige Ineinandergreifen der steckdosenseitigen Führungsnase 224
in die Führungsnut 133 werden die Steckerkontakte 228 während des Eindrehens des Adapters
2 in die Steckdose 1 entlastet, da das notwendige Drehmoment zum Drehen des Kupplungseinsatzes
220 innerhalb des Adaptergehäuses 210 über steckdosenseitige Führungsnase 224 und
Führungsnut 133 von der stehenden Steckdosenbuchse 130 übertragen wird. Beim Eindrehen
des Adapters 2 in die Steckdose 1 dreht sich so der gesamte Kupplungseinsatz 220 gegenüber
dem Adaptergehäuse 210, wodurch auf eine aufwändige Schaltung oder Verkabelung zwischen
den Steckerkontakten 228 und den Buchsenkontakten 229, wie beim Stand der Technik
üblich, verzichtet werden kann. Um den Stecker 3 in seiner Drehlage relativ zu dem
im Adaptergehäuse 210 angeordneten Kupplungseinsatz 220 des Adapters 2 exakt zu positionieren,
ist am Buchsenteil 222 eine steckerseitige Führungsnase 227 angeordnet, welche in
eine nicht dargestellte, korrespondierende Ausnehmung am Gehäuse des Steckers 3 greift.
Die Ausnehmung am Stecker 3 ist dabei vorzugsweise an der Trennlinie des längs geteilten,
aus zwei Halbschalen aufgebauten Gehäuses des Steckers 3 angeordnet, wobei die beiden
Halbschalen eine bei in den Adapter 2 geschobenem Stecker 3 gegen das Adaptergehäuse
210 stoßende Anschlagkante aufweisen und einen Steckerinnenraum umfassen, in dem ein
von der dem Adapter 2 und der Steckdose 1 abgewandten Seite des Steckers 3 in den
Stecker 3 geführtes, mehradriges Kabel mit den in die Buchsenkontakte 229 des Adapters
2 greifenden Kontakten lösbar verbunden ist. Die beiden Halbschalen sind dabei mit
einem parallel zur Längsachse verlaufenden Scharnier auf einer Seite verbunden und
werden auf der anderen Seite von einem Schloss, beispielsweise in Form einer Schraubverbindung,
zusammengehalten, wobei sie am Ende beispielsweise ein gewindeförmiges Verbindungsteil
aufweiseen, an dem eine Hülse lösbar angeordnet ist.
[0016] Die Steckdose 1 weist ein Steckdosengehäuse 110 mit einer daran angeordneten, federbelasteten
Abdeckklappe 120 auf, wobei das Steckdosengehäuse 110 eine zentral angeordnete, in
Längsrichtung der Steckverbindung verlaufende Aufnahmeöffnung 150 aufweist. An der
dem Adapter 2 abgewandten Seite der Steckdose 1 sind um den Rand der Aufnahmeöffnung
150 herum gleichmäßig drei Haltefenster 111 angeordnet. Die in der Aufnahmeöffnung
150 anordbare Steckdosenbuchse 130 besteht dabei in einer Ausführungsvariante aus
einem einseitig geschlossenen, topfförmigen, hohlzylinderförmigen Buchsengehäuse 131
und einem den Topf beziehungsweise die verbleibende offene Stirnseite verschließenden
Buchsendeckel, wobei die Kontaktöffnungen 134 sowohl durch den Buchsendeckel, als
auch durch die geschlossene Stirnseite des Buchsengehäuses 131 hindurch führen. In
einer anderen, bevorzugten und in den Figuren 3 bis 6 dargestellten Ausführungsform
ist die Steckdosenbuchse 130 bestehend aus einem einteiligen Buchsengehäuse 131 ausgeführt.
Die Zylinderaußenseite des Buchsengehäuses 131 weist dabei eine als Führungsnut 133
dienende Vertiefung in Zylinderlängsrichtung auf. Am Außenumfang des dem Adapter 2
oder dem Stecker 3 abgewandten, in den Figuren 3, 5 und 6 rechten Teils des Buchsengehäuses
131 sind drei Schnappfedern 136 über den Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet, welche
bei von der in Figur 1 rechten, hinteren Seite in die Aufnahmeöffnung 150 des Steckdosengehäuses
110 eingeschobener Steckdosenbuchse 130 in die Haltefenster 111 einrasten. Um ein
Durchrutschen der Steckdosenbuchse 130 durch die Aufnahmeöffnung 150 zu verhindern,
ist um die Aufnahmeöffnung 150 herum ein senkrecht zur Längsachse in die Aufnahmeöffnung
150 hineinragender, umlaufender Anschlag 114 angeordnet. Dabei ragt ein Vorsprung
112 an der der Abdeckklappe 120 gegenüberliegenden Seite über den Rand des Anschlags
114 in die Aufnahmeöffnung 150 hinein, der in die Führungsnut 133 der Steckdosenbuchse
130 eingreift. In einer alternativen Ausführungsform ragt eine Betätigungsvorrichtung
113 eines im Steckdosengehäuse 110 angeordneten Mikroschalters 115 in die Aufnahmeöffnung
150, so dass bei in die Steckdose 1 gestecktem Adapter 2 der Mikroschalter 115 betätigt,
und bei herausgezogenem Adapter 2 unbetätigt ist. Das Steckergehäuse 110 weist an
dem von dem Adapter 2 abgewandten Seite des Anschlags 114 eine Dichtung 116 auf. Das
die Führungsnut 133 aufweisende Buchsengehäuse 131 der Steckdosenbuchse 130 weist
an seinen Stirnseiten durchgängige, zylindrische Kontaktöffnungen 134 auf, welche
etwa in der Mitte des Buchsengehäuses 131 einen den Durchmesser verengenden Absatz
135 aufweisen, der als Anstosskante und als Hintergreifkante für die in der Steckdosenbuchse
130 anordbaren, Steckdosenkontakte 140 dient. Die Steckdosenkontakte 140 werden mittels
federelastisch ausgebildeten, einteilig mittels Trennfugen an den Steckdosenkontakten
140 ausgebildeten Kontaktfedern 141 in den Kontaktöffnungen 134 gehalten, indem die
Steckdosenkontakte 140 von der in Figur 5 rechten Seite soweit in die Kontaktöffnungen
134 hineingeschoben werden, bis der Anschlag 143 an dem Absatz 135 anschlägt und die
Kontaktfeder 141 den Absatz 135 hintergreifend einrastet. Ähnlich wie bei den Adapterkontakten
223 ist auch an den Steckdosenkontakten 140 jeweils ein Schlitz 142 angeordnet, so
dass sich der Steckdosenkontakt 140 beim Herstellen einer elektrischen Verbindung
durch Ineinanderstecken elastisch weiten kann. Darüber hinaus weisen die Steckdosenkontakte
140 einen ebenfalls durch Trennfugen herstellbaren, nach innen konvexen Bereich 144
auf, der durch federelastische Verformbarkeit die Zuverlässigkeit der elektrischen
Verbindung beim Ineinanderstecken verbessert. Die Verwendung des erfindungsgemäßen
Adapters 2 zur Verbindung einer Steckdose 1 mit einem Stecker 3, der eine von der
Steckdose 1 unterschiedliche Anzahl und/oder Größe von elektrischen Kontakten aufweist,
ist nicht nur auf die Verbindung der oben beschriebenen Steckdose und des oben beschriebenen
Steckers begrenzt, sondern ist auch für alternative Ausführungsformen verwendbar und
anpassbar.
[0017] Die Erfindung ist insbesondere im Bereich der Herstellung von elektrischen Steckverbindungen
und Adaptern für Kraftfahrzeuganhängerkupplungen gewerblich anwendbar.
Bezugszahlenliste
[0018]
- 1
- Steckdose
- 2
- Adapter
- 3
- Stecker
- 110
- Steckdosengehäuse
- 111
- Haltefenster
- 112
- Vorsprung
- 113
- Betätigungsvorrichtung
- 114
- Anschlag
- 115
- Mikroschalter
- 116
- Dichtung
- 117
- Stift
- 120
- Abdeckklappe
- 130
- Steckdosenbuchse
- 131
- Buchsengehäuse
- 133
- Führungsnut
- 134
- Kontaktöffnung
- 135
- Absatz
- 136
- Schnappfeder
- 140
- Steckdosenkontakt
- 141
- Kontaktfeder
- 142
- Schlitz
- 143
- Anschlag
- 144
- konvexer Bereich
- 150
- Aufnahmeöffnung
- 210
- Adaptergehäuse
- 220
- Kupplungseinsatz
- 221
- Steckerteil
- 222
- Buchsenteil
- 223
- Adapterkontakt
- 224
- steckdoseseitige Führungsnase
- 225
- Verbindungselement
- 226
- Kanal
- 227
- steckerseitige Führungsnase
- 228
- Steckerkontakt
- 229
- Buchsenkontakt
- 230
- Brücke
- 231
- Sicherungsnut
- 232
- Verbindungsnut
- 233
- Längsschlitz
1. Adapter (2) zur Verbindung eines Steckers (3) und einer Steckdose (1) mit jeweils
unterschiedlicher Anzahl und/oder unterschiedlicher Größe von Kontakten (140), mit
einem hohlzylinderförmigen Adaptergehäuse (210), das an seinem Außenumfang auf der
der Steckdose (1) zugewandten Seite mindestens eine gewindeförmig umlaufende Verbindungsnut
(232) aufweist, in welche mindestens ein an der Steckdose (1) angeordneter Stift (117)
eingreift,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Adaptergehäuse (210) ein um dessen Längsachse drehbar angeordneter Kupplungseinsatz
(220) mit darin angeordneten, einzelne Kontakte der Steckdose (140) und des Steckers
miteinander verbindenden Adapterkontakten (223) angeordnet ist.
2. Adapter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kupplungseinsatz (220) an seinem Außenumfang mindestens eine um mindestens 90°
umlaufende Sicherungsnut (231) aufweist und am Adaptergehäuse (210) mindestens ein
von der Zylinderwand nach innen in den Hohlzylinder ragender,
in die Sicherungsnut (231) greifender Sicherungszapfen angeordnet ist.
3. Adapter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in dem Kupplungseinsatz (220) angeordneten Adapterkontakte (223) jeweils einen
der Steckdose (1) zugewandten Steckerkontakt (228), einen dem Stecker (3) zugewandten
Buchsenkontakt (229) und eine den Steckerkontakt (228) und den Buchsenkontakt (229)
verbindende, plastisch verformbare Brücke (230) aufweisen.
4. Adapter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Kupplungseinsatz (220) Kanäle (226) zur Aufnahme der Brücken (230) ausgeformt
sind.
5. Adapter nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweils aus Steckerkontakt (228), Buchsenkontakt (229) und Brücke (230) bestehende
Adapterkontakt (223) einteilig ausgeführt ist.
6. Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kupplungseinsatz (220) einteilig ausgeführt ist.
1. An adapter (2) to connect a plug (3) and a socket (1), each with a different number
and/or different size of contacts (140), with a adapter housing (210) in the shape
of a hollow cylinder, which on its outer circumference on the side facing towards
the socket (1) has at least one thread-shaped circumferential connecting groove (232),
with which engages at least one pin (117) arranged on the socket (1),
characterised in that
in the adapter housing (210) is arranged a coupling insert (220), arranged such that
it can be rotated about its longitudinal axis, with adapter contacts (223) therein
arranged, connecting individual contacts of the socket (140) and the plug with one
another.
2. The adapter in accordance with Claim 1,
characterised in that
on its outer circumference the coupling insert (220) has at least one locking groove
(231) extending around at least 90° of the circumference, and at least one locking
pin is arranged on the adapter housing (210), projecting inwards from the cylinder
wall into the hollow cylinder, and engaging with the locking groove (231).
3. The adapter in accordance with Claim 1 or 2,
characterised in that
the adapter contacts (223) arranged in the coupling insert (220) in each case have
a plug contact (228) facing towards the socket (1), a socket contact (229) facing
towards the plug (3), and a plastically deformable bridge (230) connecting the plug
contact (228) and the socket contact (229).
4. The adapter in accordance with Claim 3,
characterised in that
channels (226) are formed in the coupling insert (220) to accommodate the bridges
(230).
5. The adapter in accordance with Claim 3 or 4,
characterised in that
the adapter contact (223), in each case consisting of a plug contact (228), socket
contact (229) and bridge (230), is integrally executed.
6. The adapter in accordance with one of the Claims 1 to 4,
characterised in that
the coupling insert (220) is integrally executed.
1. Adaptateur (2) pour la liaison d'une fiche (3) et d'une prise (1) comprenant un nombre
respectivement différent et/ou une grandeur différente de contacts (140), comprenant
un boîtier d'adaptateur (210) en forme de cylindre creux, lequel présente sur son
pourtour extérieur sur le côté tourné vers la prise (1) au moins une rainure de liaison
(232) périphérique en forme de filetage, dans laquelle s'engage au moins une briche
(117) disposée sur la prise (1),
caractérisé en ce que dans le boîtier d'adaptateur (210) est disposé un insert d'accouplement (220) disposé
à rotation autour de son axe longitudinal avec des contacts d'adaptateur (223) disposés
à l'intérieur et reliant des contacts individuels de la prise (140) et de la fiche
les uns avec les autres.
2. Adaptateur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'insert d'accouplement (220) présente sur son pourtour extérieur au moins une rainure
de blocage (231) tournant d'au moins 90° et au moins un tourillon de blocage dépassant
de la paroi de cylindre vers l'intérieur dans le cylindre creux et s'engageant dans
la rainure de blocage (231) est disposé sur le boîtier d'adaptateur (210).
3. Adaptateur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les contacts d'adaptateur (223) disposés dans l'insert d'accouplement (220) présentent
chacun un contact de fiche (228) tourné vers la prise (1), un contact de douille (229)
tourné vers la fiche (3) et un pont (230) reliant le contact de fiche (228) et le
contact de douille (229) et déformable plastiquement.
4. Adaptateur selon la revendication 3
caractérisé en ce que
des canaux (226) pour le logement des ponts (230) sont formés dans l'insert d'accouplement
(220).
5. Adaptateur selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
le contact d'adaptateur (223) comprenant chacun contact de fiche (228), contact de
douille (229) et pont (230) est constitué d'une seule pièce.
6. Adaptateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
l'insert d'accouplement (220) est constitué d'une seule pièce.