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(11) |
EP 1 757 448 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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14.07.2021 Patentblatt 2021/28 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.05.2013 Patentblatt 2013/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.08.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine
Method for operating a printing press
Procédé pour faire fonctionner une machine à imprimer
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
23.08.2005 DE 102005040011
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.02.2007 Patentblatt 2007/09 |
| (73) |
Patentinhaber: manroland sheetfed GmbH |
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63075 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Kühlmeyer, Lothar, Dr.
64285 Darmstadt (DE)
- Lindner, Bernd
63150 Heusenstamm (DE)
- Wiese, Holger, Dr.
63179 Obertshausen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 812 683 EP-A2- 1 552 924 WO-A1-03/039873 DE-A1- 10 257 282 DE-A1- 19 942 619 DE-T2- 69 909 690
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EP-A1- 0 834 398 WO-A1-02/24456 DE-A1- 10 257 282 DE-A1- 19 603 663 DE-A1- 19 942 619
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik, nämlich aus der
EP 0 812 683 A1, ist eine Bogendruckmaschine mit mehreren Druckwerken bekannt, wobei jedes der Druckwerke
einen Gegendruckzylinder, einen auf dem Gegendruckzylinder abrollenden Gummizylinder,
einen auf dem Gummizylinder abrollenden Formzylinder sowie ein Farbwerk und gegebenenfalls
ein Feuchtwerk umfasst, wobei Farbauftragwalzen des Farbwerks auf dem Formzylinder
und eine Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks ebenfalls auf dem Formzylinder abrollen.
Im Druckbetrieb werden bei der dort offenbarten Bogendruckmaschine die Gegendruckzylinder,
Gummizylinder, Farbwerke sowie gegebenenfalls Feuchtwerke der Druckwerke von einem
Hauptantrieb der Bogendruckmaschine aus angetrieben. Den Formzylindern der Druckwerke
sind hingegen Eigenantriebe bzw. Direktantriebe zugeordnet, welche die Formzylinder
entkoppelt vom Hauptantrieb der Druckmaschine eigenmotorisch antreiben. In der
EP 0 812 683 A1 wird weiterhin vorgeschlagen, bei Druckwerken mit eigenmotorisch angetriebenen Formzylindern
einen sogenannten fliegenden Druckplattenwechsel durchzuführen.
[0003] Die
DE 102 57 282 A1 betrifft eine spezielle Ausführungsform zur Durchführung eines fliegenden Druckplattenwechsels
an Druckwerken einer Bogendruckmaschine, deren Formzylinder über einen Eigenantrieb
bzw. Direktantrieb entkoppelt vom Hauptantrieb der Bogendruckmaschine angetrieben
werden. So wird in der
DE 102 57 282 A1 vorgeschlagen, zur Durchführung des fliegenden Druckplattenwechsels das Farbwerk
sowie Feuchtwerk des entsprechenden Druckwerks vom Plattenzylinder abzukuppeln, also
demnach still zu setzen.
[0004] Beim Stillsetzen des Farbwerks während des fliegenden Druckplattenwechsels besteht
das Problem, dass die Druckfarbe auf den Walzen des Farbwerks antrocknen kann. Dies
ist von Nachteil, da sich hierdurch die Druckbedingungen verändern und nach Durchführung
des Druckplattenwechsels in der Regel zuerst Makulatur gedruckt wird. Weiterhin können
bei dem in der
DE 102 57 282 A1 beschriebenen Verfahren weder die zu wechselnde Druckplatte noch das Gummituch des
entsprechenden Gummizylinders gereinigt werden, wodurch sich die Durchführung des
fliegenden Druckplattenwechsels erschwert und wodurch eine vergrößerte Menge an Makulatur
gedruckt wird.
[0005] Aus
DE 199 42 619 A1 ist ein Verfahren und ein Druckwerk zur Durchführung des fliegenden Plattenwechsels
bekannt.
[0006] In einem Druckwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine, in dem ein Gummituchzylinder
und ein zugeordneter Plattenzylinder von einem gemeinsamen ersten Antriebsmotor angetrieben
werden und der Gummituchzylinder an einen zugeordneten, von einem zweiten Antriebsmotor
angetriebenen Gegendruckzylinder angestellt ist, und eine Bahn den Druckspalt zwischen
dem Gummituchzylinder dem Gegendruckzylinder durchläuft, werden die folgenden Verfahrensschritte
durchgeführt: Unterbrechen der Antriebsverbindung zwischen dem ersten Antriebsmotor
und dem Gummituchzylinder; und Abstellen des Plattenzylinders von dem Gummituchzylinder.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde ein neuartiges
Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine zu schaffen.
[0008] Dieses Problem wird nach der Erfindung durch ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine
gemäß Anspruch 1 gelöst. Hiernach wird an dem oder jedem Druckwerk, an welchem ein
Druckplattenwechsel durchgeführt wird, das Farbwerk sowie gegebenenfalls das Feuchtwerk
von einem dem Formzylinder des jeweiligen Druckwerks zugeordneten Eigenantrieb bzw.
Direktantrieb angetrieben.
[0009] Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu
sein, nachfolgend näher erläutert.
[0010] Die hier vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine,
nämlich zur Durchführung eines fliegenden Druckplattenwechsels an mindestens einem
Druckwerk einer Bogendruckmaschine, während andere Druckwerke der Bogendruckmaschine
im Fortdruck betrieben werden.
[0011] Bogendruckmaschinen verfügen über mehrere Druckwerke, wobei in jedem der Druckwerke
ein Teildruckbild auf Druckbogen aufgetragen wird. Jedes der Druckwerke verfügt über
einen Gegendruckzylinder, einen auf dem Gegendruckzylinder abrollenden Gummizylinder
und einen auf dem Gummizylinder abrollenden Formzylinder, wobei auf dem Gummizylinder
ein Gummituch und auf dem Formzylinder eine Druckform positioniert ist. Weiterhin
verfügt jedes Druckwerk über ein Farbwerk sowie im bevorzugten Ausführungsbeispiel
auch über ein Feuchtwerk. Mithilfe des Farbwerks wird Druckfarbe auf die auf dem Formzylinder
positionierte Druckform aufgetragen. Mithilfe des Feuchtwerks wird Feuchtmittel auf
die auf dem Formzylinder positionierte Druckform aufgetragen.
[0012] Ausgehend vom Formzylinder wird die Druckfarbe auf den Gummizylinder und ausgehend
vom Gummizylinder auf Druckbogen übertragen, die durch einen zwischen dem Gummizylinder
und Gegendruckzylinder gebildeten Spalt hindurch gefördert werden. Die zu bedruckenden
Druckbogen werden mithilfe sogenannter Transferzylinder von Druckwerk zu Druckwerk
übergeben.
[0013] Bei derartigen Druckmaschinen werden im sogenannten Fortdruck die Transferzylinder
sowie im Bereich der Druckwerke die Gegendruckzylinder, Gummizylinder, Farbwerke sowie
Feuchtwerke von einem Hauptantrieb der Bogendruckmaschine angetrieben. Nachfolgend
soll davon ausgegangen werden, dass den Formzylindern bzw. Plattenzylindern der Druckwerke
Eigenantriebe bzw. Direktantriebe zugeordnet sind, mithilfe derer die Formzylinder
im Fortdruck entkoppelt vom Hauptantrieb, jedoch synchronisiert zum Hauptantrieb,
angetrieben werden.
[0014] Soll nun an einem Druckwerk der Druckmaschine ein fliegender Druckplattenwechsel
durchgeführt werden, während andere Druckwerke im Fortdruck betrieben werden, so werden
in einem ersten Schritt an dem noch im Fortdruck betriebenen Druckwerk, an welchem
nachfolgend der fliegende Druckplattenwechsel durchgeführt werden soll, die Farbauftragwalzen
des Farbwerks vom Formzylinder des jeweiligen Druckwerks abgestellt, wohingegen die
Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks zuerst am Formzylinder angestellt bleibt. Formzylinder
sowie Gummizylinder bleiben in einer Druckanstellung. Nach einer vorgegebenen ersten
Zeitdauer bzw. einer vorgegebenen ersten Anzahl an Maschinenumdrehungen bzw. Zylinderumdrehungen
nach dem Abstellen der Farbauftragwalzen vom Formzylinder wird auch die Feuchtauftragwalze
vom Formzylinder abgestellt, Formzylinder und Gummizylinder bleiben jedoch weiterhin
in Druckanstellung. Im Anschluss hieran werden in einem weiteren Schritt des erfindungsgemäßen
Verfahrens nach einer vorgegebenen zweiten Zeitdauer bzw. einer vorgegebenen zweiten
Anzahl an Maschinenumdrehungen bzw. Zylinderumdrehungen nach dem Abstellen der Feuchtauftragwalze
vom Formzylinder der Formzylinder und der Gummizylinder in eine Druckabposition überführt.
[0015] Während der vorgegebenen ersten Zeitdauer sowie der vorgegebenen zweiten Zeitdauer
bzw. während der vorgegebenen ersten Anzahl an Zylinderumdrehungen und der vorgegebenen
zweiten Anzahl an Zylinderumdrehungen, für welche Formzylinder und Gummizylinder des
Druckwerks, an welchem ein fliegender Druckplattenwechsel durchgeführt werden soll,
in der Druckanposition bleiben, können ein auf dem Gummizylinder gespanntes Gummituch
sowie eine auf dem Formzylinder gespannte Druckplatte gereinigt werden, indem auf
der Druckplatte sowie auf dem Gummizylinder befindliche Druckfarbe im Sinne eines
Makulaturdrucks auf Druckbogen übertragen wird. Hierbei werden dann vorzugsweise im
Bereich der Druckwerke, an welchen kein Druckplattenwechsel durchgeführt werden soll
und die demnach weiterhin im Fortdruck betrieben werden sollen, Formzylinder und Gummizylinder
vorübergehend in eine Druckabposition, um an diesen Druckwerken Druckfarbe und Feuchtmittel
während des Makulaturdrucks bzw. des Reinigens des einem Druckplattenwechsels zu unterziehenden
Druckwerks zu sparen.
[0016] Nach dem Überführen des Formzylinders sowie Gummizylinders des einem Druckplattenwechsels
zu unterziehenden Druckwerks in die Druckabposition wird in einem weiteren Schritt
des erfindungsgemäßen Verfahrens an diesem Druckwerk der fliegende Druckplattenwechsel
durchgeführt. In etwa zeitgleich mit dem Überführen des Formzylinders und des Gummizylinders
des einem Druckplattenwechsels zu unterziehenden Druckwerks in die Druckabposition
werden die Formzylinder sowie Gummizylinder der weiterhin im Fortdruck zu betreibenden
Druckwerke, die zwischenzeitlich in eine Druckabposition überführt wurden, wieder
in die Druckanposition gebracht. Während des Fortdrucks wird dann an dem einem Druckplattenwechsel
zu unterziehendem Druckwerk der fliegende Druckplattenwechsel ausgeführt, wobei hierbei
das Farbwerk und das Feuchtwerk des Druckwerks entweder weiterhin vom Hauptantrieb
angetrieben werden oder vom Eigenantrieb des entsprechenden Formzylinders.
[0017] Dann, wenn während des Druckplattenwechsels das Farbwerk sowie Feuchtwerk des einem
Druckplattenwechsel zu unterziehenden Druckwerks vom Hauptantrieb angetrieben werden,
wird das Farbwerk vorzugsweise von einem Druckfarbebehälter getrennt, so dass keine
zusätzliche Druckfarbe in das Farbwerk eingebracht wird und sich demnach keine Druckfarbe
im Farbwerk staut. Hierzu werden entweder alle Farbzonenstellelemente geschlossen,
oder es wird eine Heberwalze bzw. Filmwalze des Farbwerks deaktiviert. In diesem Fall
bleiben das Farbwerk sowie das Feuchtwerk des jeweiligen Druckwerks an den Hauptantrieb
der Bogendruckmaschine gekoppelt.
[0018] In dem Fall, in welchem während der Ausführung des fliegenden Druckplattenwechsels
das Farbwerk sowie Feuchtwerk des einem Druckplattenwechsels zu unterziehenden Druckwerks
vom Eigenantrieb bzw. Direktantrieb des Plattenzylinders des entsprechenden Druckwerks
angetrieben werden, werden Farbwerk sowie Feuchtwerk vom Hauptantrieb entkoppelt und
an den Formzylinder bzw. den Eigenantrieb desselben gekoppelt. In diesem erfindungsgemäßen
Fall werden dann das Farbwerk sowie Feuchtwerk mit einer deutlich niedrigeren Drehzahl
angetrieben als die vom Hauptantrieb vorgegebene Drehzahl, so dass auch bei einem
vom Druckfarbebehälter ungetrennten Farbwerk in denselben optimale Fortdruckbedingungen
aufrecht erhalten werden können.
[0019] Nach ausgeführtem Druckplattenwechsel werden die Farbauftragwalzen des Farbwerks
sowie die Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks an den mit der neuen Druckplatte versehenen
Formzylinder angestellt, um so eine Voreinfärbung der Druckplatte zu erzielen. Bei
der Voreinfärbung bleiben Gummizylinder und Formzylinder weiterhin in einer Druckabposition.
[0020] Nach Ausführung dieser Voreinfärbung werden dann der Formzylinder und Gummizylinder
des Druckwerks in die Druckanposition überführt, um wieder in den Fortdruck eingeschaltet
zu werden. Dies kann nach einer ersten Variante unmittelbar durchgeführt werden.
[0021] Nach einer zweiten Variante wird dann, wenn unmittelbar im Anschluss an einem anderen
Druckwerk ein fliegender Druckplattenwechsel durchgeführt werden soll, dieses nachfolgend
einem Druckplattenwechsel zu unterziehende Druckwerk zuerst wiederum durch Reinigen
von Gummizylinder und Formzylinder auf den Druckplattenwechsel vorbereitet.
[0022] Das oben beschriebene, erfindungsgemäße Verfahren ist selbstverständlich auch dann
einsetzbar, wenn an mehreren Druckwerken einer Druckmaschine während des Fortdrucks
anderer Druckwerke ein fliegender Druckplattenwechsel durchgeführt werden soll.
[0023] Mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein besonders effizienter fliegender
Druckplattenwechsel mit minimalem Makulaturdruck durchführbar.
1. Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, nämlich zur Durchführung eines fliegenden
Druckplattenwechsels an mindestens einem Druckwerk der Druckmaschine während andere
Druckwerke der Druckmaschine im Fortdruck betrieben werden, wobei Formzylinder von
im Fortdruck betriebenen Druckwerken von jeweils einem Eigenantrieb bzw. Direktantrieb
direkt angetrieben und Farbwerke sowie gegebenenfalls Feuchtwerke der im Fortdruck
betriebenen Druckwerke von einem Hauptantrieb angetrieben werden, und wobei an dem
oder jedem Druckwerk, an welchem ein Druckplattenwechsel durchgeführt wird. Farbauftragwalzen
des Farbwerks sowie gegebenenfalls eine Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks vom jeweiligen
Formzylinder abgestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass
an dem oder jedem Druckwerk, an welchem ein Druckplattenwechsel durchgeführt wird,
das Farbwerk sowie gegebenenfalls das Feuchtwerk vom dem Plattenzylinder des jeweiligen
Druckwerks zugeordneten Eigenantrieb bzw. Direktantrieb angetrieben wird, wobei dann
das Farbwerk sowie Feuchtwerk mit einer deutlich niedrigeren Drehzahl als die vom
Hauptantrieb vorgegebene Drehzahl angetrieben werden,
wobei dann, wenn an dem oder jedem Druckwerk, an welchem ein Druckplattenwechsel durchgeführt
wird, das Farbwerk sowie gegebenenfalls das Feuchtwerk vom dem Plattenzylinder des
jeweiligen Druckwerks zugeordneten Eigenantrieb bzw. Direktantrieb antrieben wird,
das Farbwerk sowie gegebenenfalls das Feuchtwerk vom Hauptantrieb abgekoppelt und
an den Eigenantrieb bzw. Direktantrieb des jeweiligen Plattenzylinders angekoppelt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn an einem im Fortdruck betriebenen Druckwerk ein Druckplattenwechsel durchgeführt
werden soll, die Farbauftragwalzen des Farbwerks vom Formzylinder abgestellt werden,
wobei zum Reinigen der auf dem Formzylinder positionierten Druckform sowie zum Reinigen
eines auf einem mit dem Formzylinder zusammenwirkenden Gummizylinder positionierten
Gummituchs der Formzylinder und Gummizylinder des Druckwerks in einer Druckanposition
bleiben.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abstellen der Farbauftragwalzen des Farbwerks vom Formzylinder die Feuchtauftragwalze
des Feuchtwerks noch für eine vorgegebene Zeitdauer bzw. für eine vorgegebene Anzahl
an Zylinderumdrehungen am Formzylinder angestellt bleibt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auch nach dem Abstellen der Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks vom Formzylinder der
Formzylinder und der Gummizylinder des Druckwerks noch für eine vorgegebene Zeitdauer
bzw. für eine vorgegebene Anzahl an Zylinderumdrehungen in der Druckanposition bleiben.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Durchführung eines fliegenden Druckplattenwechsels an einem Druckwerk der Druckmaschine,
während andere Druckwerke der Druckmaschine im Fortdruck betrieben werden, nacheinander
folgende Schritte durchlaufen werden:
a) an dem noch im Fortdruck betriebenen Druckwerk, an welchem nachfolgend ein Druckplattenwechsel
durchgeführt werden soll, werden die Farbauftragwalzen vom Formzylinder abgestellt,
wohingegen die Feuchtauftragwalze am Formzylinder angestellt bleibt;
b) nach einer vorgegebenen Zeitdauer bzw. Anzahl an Zylinderumdrehungen nach dem Abstellen
der Farbauftragwalzen wird auch die Feuchtauftragwalze vom Formzylinder abgestellt;
c) nach einer weiteren vorgegebenen Zeitdauer bzw. Anzahl an Zylinderumdrehungen nach
dem Abstellen der Feuchtauftragwalze werden Formzylinder und Gummizylinder in eine
Druckabposition überführt;
d) anschließend wird der Druckplattenwechsel an dem Formzylinder durchgeführt, wobei
hierbei das Farbwerk und Feuchtwerk entweder vom Hauptantrieb der Druckmaschine oder
vom Eigenantrieb des Formzylinders antrieben werden;
e) nach ausgeführtem Druckplattenwechsel werden die Farbauftragwalzen und die Feuchtauftragwalze
an den Formzylinder zur Voreinfärbung angestellt;
f) anschließend werden Formzylinder und Gummizylinder des Druckwerks entweder unmittelbar
in eine Druckanposition überführt oder es wird im Sinne der Schritte a) bis c) zuerst
ein anderes im Fortdruck betriebenes Druckwerk für den Druckplattenwechsel vorbereitet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass dann, wenn in Schritt f) zuerst ein anderes Druckwerk für den Druckplattenwechsel
vorbereitet wird, die im Fortdruck verbleibenden Druckwerke während der Schritte a)
bis c) vorübergehend in eine Druckabposition und anschließend wieder in die Druckanposition
überführt werden.
1. A method for operating a printing press, namely for carrying out a flying printing
plate change on at least one printing couple of the printing press while other printing
couples of the printing press are operated in the production run, wherein form cylinders
of printing couples operated in the production run are each driven by an own drive
or direct drive and inking couples and if applicable dampening units of the printing
couples operated in the production run are driven by a main drive, and wherein on
the or each printing couple, on which a printing plate change is carried out, ink
form rollers of the inking couple and if applicable a dampening form roller of the
dampening unit are disengaged from the respective form cylinder,
characterised in that
on the or each printing couple, on which a printing plate change is carried out, the
inking couple and if applicable the dampening unit are driven by the own drive or
direct drive assigned to the plate cylinder of the respective printing couple, and
wherein the inking couple and the dampening unit are then driven with a significantly
lower rotational speed than the rotational speed pre-set by the main drive,
wherein in particular when on the or each printing couple, on which a printing plate
change is carried out, the inking couple and if applicable the dampening unit are
driven by the own drive or direct drive assigned to the plate cylinder of the respective
printing couple, the inking couple and if applicable the dampening unit are decoupled
from the main drive and coupled to the own drive or direct drive of the respective
plate cylinder.
2. The method according to Claim 1, characterised in that in particular when on a printing couple operated in the production run a printing
plate change is to be carried out, the ink form rollers of the inking couple are disengaged
from the form cylinder, wherein for cleaning the print form positioned on the form
cylinder and for cleaning a rubber blanket of the form cylinder positioned on the
rubber blanket cylinder interacting with the form cylinder, the form cylinder and
rubber blanket cylinder of the printing couple remain in a print-on position.
3. The method according to Claim 2, characterised in that following the disengaging of the ink form rollers of the inking couple from the form
cylinder, the dampening form roller of the dampening unit remains engaged on the form
cylinder for a predetermined period of time or for a predetermined number of cylinder
revolutions.
4. The method according to Claim 3, characterised in that even after the disengaging of the dampening form roller of the dampening unit from
the form cylinder, the form cylinder and the rubber blanket cylinder still remain
in the print-on position for a predetermined period of time or for a predetermined
number of cylinder revolutions.
5. The method according to any one or multiple of the Claims 1 to 4,
characterised
in that for carrying out a flying printing plate change on a printing couple of the printing
press, while other printing couples of the printing press are operated in the production
run, the following steps are passed through in succession;
(a) on the printing couple operated in the production run, on which a printing plate
change is to be carried out in the following, the ink form rollers are disengaged
from the form cylinder, whereas the dampening form roller remains engaged on the form
cylinder;
(b) following a predetermined period of time or number of cylinder revolutions after
the disengaging of the ink form rollers, the dampening form roller is also disengaged
from the form cylinder;
(c) after a further predetermined period of time or number of cylinder revolutions
after the disengaging of the dampening form roller, form cylinder and rubber blanket
cylinder are transferred into a print-off position;
(d) following this, the printing plate change is carried out on the form cylinder,
wherein the inking couple and dampening unit in the process are either driven by the
main drive of the printing press or by the own drive of the form cylinder;
(e) following the performed printing plate change, the ink form rollers and the dampening
form roller are engaged on the form cylinder for preinking;
(f) following this, form cylinder and rubber blanket cylinder of the printing couple
are either transferred directly into a print-on position or, in the sense of the steps
(a) to (c), another printing couple operated in the production run is first prepared
for the printing plate change.
6. The method according to Claim 5, characterised in that in particular when in step (f) another printing couple is first prepared for the
printing plate change, the printing couples remaining in the production run during
the steps (a) to (c), are temporarily transferred into a print-off position and subsequently
again into the print-on position.
1. Procédé d'utilisation d'une machine d'impression, à savoir pour réaliser un changement
volant de plaque d'impression sur au moins une unité d'impression de la machine d'impression
pendant que d'autres unités d'impression de la machine d'impression fonctionnent en
tirage, dans lequel les cylindres porte-clichés sont entraînés respectivement par
des unités d'impression fonctionnant en tirage directement par une commande propre
ou une commande directe et les unités d'encrage, de même qu'éventuellement des unités
d'humidification des unités d'impression fonctionnant en tirage sont entraînées par
une commande principale et dans lequel, sur l'unité d'impression ou chaque unité d'impression
sur laquelle un changement de plaques d'impression est réalisé, des cylindres d'application
d'encre de l'unité d'encrage et éventuellement un cylindre d'application d'humidité
sont écartés du cylindre porte-cliché respectif,
caractérisé en ce que,
sur l'unité d'impression ou chaque unité d'impression sur laquelle un changement de
plaques d'impression est réalisé, l'unité d'encrage ainsi qu'éventuellement l'unité
d'humidification sont entraînées par la commande propre ou la commande directe associée
au cylindre porte-plaque de l'unité d'impression respective, l'unité d'encrage ainsi
que l'unité d'humidification étant ensuite entraînées à une vitesse de rotation nettement
plus faible que la vitesse de rotation prédéfinie par la commande principale,
sachant que, lorsque sur la ou sur chaque unité d'impression sur laquelle un changement
de plaques porte-cliché est réalisé, l'unité d'encrage ainsi qu'éventuellement l'unité
d'humidification sont entraînées par la commande propre ou commande directe associée
au cylindre porte-plaque de l'unité d'impression respective, l'unité d'encrage ainsi
qu'éventuellement l'unité d'humidification étant découplées de la commande principale
et couplées à la commande propre ou à la commande directe du cylindre porte-plaque
respectif.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, si un changement de plaque d'impression doit être réalisé sur une unité d'impression
fonctionnant en tirage, les cylindres d'application d'encre de l'unité d'encrage sont
écartés du cylindre porte-cliché, sachant que, pour nettoyer le cliché d'impression
positionné sur le cylindre porte-cliché et pour nettoyer un blanchet positionné sur
le cylindre porte-blanchet coopérant avec le cylindre porte-cliché, le cylindre porte-cliché
et le cylindre porte-blanchet de l'unité d'impression restent dans une position de
compression.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, après l'écartement des cylindres d'application d'encre de l'unité d'encrage du cylindre
porte-cliché, le cylindre d'application d'humidité de l'unité d'humidification reste
rapproché encore pour une durée prédéfinie ou pour un nombre prédéfini de rotations
du cylindre.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, également après l'écartement du cylindre d'application d'humidité de l'unité d'humidification
du cylindre porte-cliché, le cylindre porte-cliché et le cylindre-porte blanchet de
l'unité d'impression restent rapprochés encore pour une durée prédéfinie ou pour un
nombre prédéfini de rotations du cylindre dans la position de compression.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
pour réaliser un changement volant de plaques d'impression sur une unité d'impression
de la machine d'impression pendant que les autres unités d'impression de la machine
d'impression fonctionnent en tirage, les étapes successives suivantes sont suivies
:
a) sur l'unité d'impression fonctionnant encore en tirage sur laquelle un changement
de plaque d'impression doit ensuite être réalisé, les cylindres d'application d'encre
sont écartés du cylindre porte- cliché tandis que le cylindre d'application d'encre
reste rapproché du cylindre porte-cliché ;
b) après une durée prédéfinie ou un certain nombre de rotations du cylindre après
l'écartement des cylindres d'application d'encre, le cylindre d'application d'humidité
est également écarté du cylindre porte-cliché ;
c) après une autre durée ou un autre nombre prédéfini de rotations du cylindre après
l'écartement du cylindre d'application d'humidité, le cylindre porte-cliché et le
cylindre porte blanchet sont passés dans une position de décompression ;
d) le changement de plaque d'impression est ensuite réalisé sur le cylindre porte-cliché,
l'unité d'encrage et l'unité d'humidification étant alors entraînées soit par la commande
principale de la machine d'impression, soit par la commande propre du cylindre porte-cliché
;
e) une fois que le changement de plaques d'impression est réalisé, les cylindres d'application
d'encre et les cylindres d'application d'humidité sont rapprochés du cylindre porte-cliché
pour préencrage,
f) le cylindre porte-cliché et le cylindre porte-blanchet de l'unité d'impression
sont ensuite soit passés directement dans une position de compression, soit, au sens
des étapes a) à c), une autre unité d'impression fonctionnant en tirage est d'abord
préparée pour le changement de plaques d'impression.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que, si, dans l'étape f), il est d'abord préparé une autre unité d'impression pour le
changement de plaques d'impression, les unités d'impression restant en impression
de tirage pendant les étapes a) à c) sont passées provisoirement dans une position
de décompression puis repassées en position de compression.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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