[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistole mit einem eine Abzugsvorrichtung enthaltenden
Pistolenkörper und mit einem einen Lauf und einen Verschluss enthaltenden Laufschlitten,
der im Pistolenkörper gegen die Kraft einer Rückholfeder verschiebbar geführt ist.
[0002] Eine solche Pistole ist aus der
US 4 539 889 A, die eine Grundlage für den Anspruch 1 bildet, und in vergleichbarer Weise aus der
US 4 825 744 A bekannt, wobei bei dieser bekannten Pistole die Abzugsvorrichtung aus folgenden Komponenten
besteht:
- einer Schlagbolzeneinheit mit einem federbeaufschlagten Schlagbolzen, der eine abwärtsragende
Schlagbolzenfahne aufweist;
- einer horizontalen Steuerrampe im Laufschlitten;
- einer mit einem unteren Ende im Pistolenkörper befestigten Steuerfeder, deren obere
Endregion in Querrichtung auslenkbar ist und die oben in die Bahn der Steuerrampe
ragt;
- einer in einer vertikalen Ebene liegenden Führung, bestehend aus einer Führungskulisse
und einem mit ihr zusammenwirkenden Führungsfinger; und
- einer mit ihrem vorderen Ende an einem Züngel angelenkten Abzugsstange, die in ihrer
hinteren Endregion den mit der Führungskulisse zusammenwirkenden Führungsfinger aufweist
und mit der Steuerrampe, sowie mit der Steuerfeder zusammenwirkt, und die mittels
einer in ihrer hinteren Endregion angeordneten Fangnase auf die Schlagbolzenfahne
einwirkt, wobei
- die Abzugsstange ein vollflächiger Stanzteil ist, und
- die Abzugsstange in ihrer hinteren Endregion eine mit der Endregion der Steuerfeder
zusammenwirkende schräge Hinterkante hat.
[0003] Dadurch, dass bei der bekannten Pistole die Führungskulisse in der hinteren Endregion
der Abzugsstange ausgestanzt ist, ist diese dort, wo es auf Festigkeit und Präzision
ankommt, geschwächt. Die Steuerfeder ist im aus Kunststoff bestehenden Pistolenkörper
befestigt und hat an ihrem oberen Ende eine abgekantete ebene Anschlagfläche für das
hintere Ende der Abzugsstange. Ihre Lage im Pistolenkörper und die Lage der Anschlagfläche
sind somit stark toleranzbehaftet. Vor allem Letzteres ist problematisch, weil davon
die Genauigkeit des Abzugs abhängt. Zum Auslösen eines Schusses gleitet das hintere
Ende der Abzugsstange an der Anschlagfläche abwärts, wozu überdies die Reibung zwischen
diesen beiden Flächen überwunden werden muss. Dadurch streut auch sowohl die Lage
des Druckpunktes als auch das Abzugsgewicht; beide sind nicht einstellbar. Die Abzugsstange
hat als Fangnase eine sehr weit hinten angeordnete, an einem dünnen horizontalen Steg
in die Mitte und in einem spitzen Winkel nach hinten geneigte Zunge, deren mit der
Schlagbolzenfahne zusammenwirkende Fläche wegen der Neigung schräg und trotzdem genauestens
bearbeitet sein muss. Der spitze Winkel ist durch Abkanten wegen der Rückfederung
des Bleches nur sehr schwer einzuhalten. Bei dieser Gestaltung und Anordnung ist die
Abzugsstange strukturschwach und nur schwer mit ausreichender Genauigkeit zu fertigen.
Die Teile des Abzuges sind insgesamt teuer in der Herstellung und trotzdem durch Toleranzen
belastet.
[0004] Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Pistole mit einer dahingehend verbesserten
Abzugsvorrichtung vorzusehen, dass mit einem Minimum an Fertigungskosten ein Maximum
an Leichtgängigkeit und reproduzierbarer Präzision erreicht wird. Weitere Vorteile
sind in der Beschreibung erwähnt.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe sieht die Erfindung eine Pistole mit den in Anspruch
1 angegebenen Merkmalen vor. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Die bei dieser Ausbildung an der Steuerfeder vorgesehene Scheibe wird von der schrägen
Hinterkante nur längs einer Erzeugenden ihrer Kontur und daher mit wenig Reibung berührt.
Die Scheibe lässt sich auf der Steuerfeder sehr genau positionieren. Die vertikale
Fangnase kann ohne Abkantung von der Abzugsstange emporragen. So kann das immer etwas
ungenaue Abkanten vermieden und die Spitze der Fangnase rechtwinkelig bearbeitet werden.
Auch dadurch wird bei gesenkten Fertigungskosten eine erhöhte Präzision erreicht.
[0007] Vorzugsweise ist im Inneren des Pistolenkörpers ein aus zwei miteinander verbundenen
vertikalen Metallplatten bestehender Funktionsträger eingebaut, in dem die Führungskulisse
ausgebildet und die Steuerfeder befestigt ist. Dadurch können die präziseren Teile
auch genau in dem metallischen Grundkörper positioniert sein, was ebenfalls der Genauigkeit
zugute kommt.
[0008] Eine weitere Erhöhung der Präzision bei gesenkten Fertigungskosten wird gewonnen,
wenn die Scheibe eine kreisförmige Kontur hat. Weiters können Abzugsgewicht und Druckpunkt
gewählt bzw. sogar verstellt werden, wenn die Scheibe abnehmbar an der Steuerfeder
befestigt und austauschbar ist.
[0009] Die Erfindung ist besonders vorteilhaft anwendbar, wenn die Schlagbolzeneinheit ein
den Schlagbolzen enthaltender Einlegeteil ist, wobei die Schlagbolzenfeder über dem
Schlagbolzen angeordnet ist und die Schlagbolzenfahne nahe der Längsmitte der Schlagbolzeneinheit
aus dem Einlegeteil abwärts ragt. Durch diese Ausbildung kann die Schlagbolzenfahne
weiter vorne am Schlagbolzen angeordnet sein, wodurch die Abzugsstange kürzer ausfällt
und die vertikale Lage der Fangnase leichter zu erreichen ist. Wenn nämlich, wie im
Stand der Technik üblich, die Schlagfeder den Schlagbolzen umschlingt, muss die Fangnase
ganz hinten sein.
[0010] Die als vollflächiger Stanzteil ausgebildete Abzugsstange weist in der hinteren Region
zwei rechtwinkelige Abkantungen mit ungefähr vertikaler Biegekante auf, wobei die
erste Abkantung durch einen Lappen verstärkt ist, der von dem Teil der Abzugsstange
zwischen den beiden Abkantungen in die Horizontale geklappt ist, und der den Führungsfinger
bildet. Die zwei Abkantungen in abwechselnder Richtung geben der Abzugsstange von
oben gesehen einen Z-förmigen Verlauf. Dank der Verstärkung kann sie weit in die Mitte
ragen, ohne sich unter Last zu verbiegen, was die Steifigkeit erhöht. Der Führungsfinger
ist in der Ebene des Lappens und daher mit geringem Aufwand genau herstellbar. Die
durch die verstärkte Abzugsstange gewonnene Gestaltungsfreiheit erlaubt auch eine
besonders einfache Schlagbolzensicherung: die Abzugsstange hat in ihrer längsmittleren
Region eine Kulisse, die mit einer an dem Schlagbolzen angreifenden Haken zusammenwirkt,
der so die Abzugssicherung bildet.
[0011] Wenn die Fangnase von dem Teil der Abzugsstange zwischen den beiden Abkantungen aufwärts
ragt und mit ihm in einer Ebene liegt, ist die Fangnase durch die Verstärkung gut
abgestützt und kann ohne Abkantung, d.h. ohne Maßabweichung, in einer Ebene mit dem
zugehörigen Abschnitt der Abzugsstange hergestellt sein.
[0012] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
weiter erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt einer Pistole im Bereich ihrer Abzugsvorrichtung
in einer vertikalen Längsebene in gespanntem Zustand;
Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht zur Fig. 1;
Fig. 4 eine axonometrische Ansicht zu Fig. 1,
Fig. 5 eine Abzugsstange vergrößert, einmal von links vorne (Teil a)), einmal von
rechts hinten gesehen (Teil b));
Fig. 6 einen Schnitt in einer vertikalen Längsebene, in entspanntem Zustand;
Fig. 7 eine Schnittansicht gemäß der Linie VII-VII in Fig. 6;
Fig. 8 eine Draufsicht zur Fig. 6; und
Fig. 9 eine axonometrische Ansicht zu Fig. 6.
[0013] In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Pistolenkörper 1 nur teilweise und mit einer strichpunktierten
Kontur angedeutet, ebenso ein Laufschlitten 2, der in Führungen 3 auf den Pistolenkörper
1 verschiebbar ist. Der Laufschlitten 2 enthält im dargestellten Teil einen Verschluss
4 und davor, nicht dargestellt, in der üblichen Weise einen Lauf und eine Rückholfeder.
Stellvertretend ist eine geladene Patrone 5 gezeichnet. Weiters ist eine mit 6 angedeutete
Abzugsvorrichtung vorhanden, die von einem Züngel 7 aus betätigbar ist.
[0014] Im Laufschlitten 2 ist eine insgesamt mit 9 bezeichnete Schlagbolzeneinheit eingelegt
und befestigt, in deren Hohlraum 13 ein Schlagbolzen 10 aufgenommen ist. Der Schlagbolzen
10 hat eine nach unten aus der Schlagbolzeneinheit 9 herausragende Schlagbolzenfahne
12, deren vordere Kante relativ weit vorne liegt. Über dem Körper des Schlagbolzens
10 ist eine Schlagfeder 11 vorgesehen, die sich hinten an einer Anschlagfläche 15
abstützt und den Schlagbolzen 10 nach vorne zu schleudern bestrebt ist. Die Schlagfeder
11 ist somit exzentrisch angeordnet. In der gezeigten Stellung ist die Pistole gespannt
und feuerbereit. Zum Feuern braucht nur mehr das Züngel 7 betätigt zu werden. Schließlich
befindet sich im Laufschlitten 2 eine Steuerrampe 17, die mit der Abzugsvorrichtung
6 in noch zu beschreibender Weise zusammenwirkt.
[0015] In dem Pistolenkörper 1, der zeitgemäß ein Kunststoffspritzteil sein kann, ist ein
Funktionsträger 20 eingesetzt. Er besteht aus einer linken und einer rechten metallischen
Seitenplatte 21, 22, deren oberer Rand abgekantet ist und jeweils eine Führung 3 für
den Laufschlitten 2 bildet. Zwischen den beiden Seitenplatten 21, 22 befindet sich
ein Verbindungsblock 23, und als weitere Verbindungselemente sind eine Achse 24, um
die das Züngel 7 schwenkbar ist, und ein weiterer Stift 37 vorgesehen. So bildet der
Funktionsträger 20 eine die wesentlichen Teile der Abzugsvorrichtung 6 enthaltende
Einheit, die komplett zusammengebaut in den Pistolenkörper eingesetzt werden kann.
[0016] In der rechten Seitenplatte 22 des Funktionsträgers 20 ist eine fensterförmige Führungskulisse
30 ausgestanzt. Sie besteht aus einem vorderen engen Teil (siehe Fig. 6) und einem
hinten daran anschließenden hohen Teil 32. Im Verbindungsblock 23 ist der Fuß einer
Steuerfeder 34 fest eingesetzt und eingespannt. Wenn der Verbindungsblock 23 aus Kunststoff
besteht, ist er eingespritzt. In Fig. 2 ist die Steuerfeder 34 auch in ihrem ausgelenkten
Zustand 34' strichliert angedeutet. In der oberen, frei in Querrichtung schwenkbaren
Region der Steuerfeder 34 ist, zur Längssymmetrieebene der Pistole weisend, eine Scheibe
35 befestigt. Sie ist von zylindrischer Gestalt, wobei die Erzeugende des Zylinders
normal auf die Ebene der Steuerfeder 34 steht. Die Scheibe 35 kann ein Zylinder mit
beliebigem Grundriss sein, ist vorzugsweise aber eine Kreisscheibe. Weiters ist im
Funktionsträger 20 eine Abzugsstange 38 angeordnet, die mit ihrer Fangnase 39 ein
Vorschnellen des Schlagbolzens 10 verhindert. Auf die Abzugsstange 38 wirkt eine Zugfeder
36, die über einen Stift 37 im Funktionsträger 20 verankert ist und mit ihrem anderen
Ende an der Abzugsstange 38 angreift, und diese rückwärts-aufwärts beaufschlagt.
[0017] In Fig. 5 ist die Abzugsstange 38 allein, einmal von schräg vorne (a)), und einmal
von schräg hinten (b)) zu sehen. Sie besteht aus einem einzigen blechernen Stanzteil,
das in der Folge mehrfach gefaltet ist. In ihrer vorderen Region hat sie eine Bohrung
für einen Stift 41, der sie an das Züngel 7 anbindet. Darauf folgt ein gekröpfter
Teil 42, durch den ein Mittelteil 43 (die eigentliche Stange) im Funktionsträger 20
ganz auf der Seite (d.h. unmittelbar neben der rechten Seitenplatte 22) zu liegen
kommt. Eine Kulisse 44 für eine Schlagbolzensicherung ist relativ weit vorne durch
zweimaliges Abkanten gebildet. Am hinteren Ende des langen Mittelteils 43 ist eine
erste und eine zweite Abkantung 45, 46, die entlang ungefähr vertikaler Biegelinien
47, 48 erfolgt. Durch diese beiden Abkantungen 45, 46 entsteht eine in Draufsicht
rechtwinkelig Z-förmige Gestalt, wobei der zwischen den beiden Abkantungen 45, 46
gebildete Querteil 49 auch ungefähr vertikal ist. Der Querteil 49 ist eben und bildet
in der Ebene nach oben die Fangnase 39 und nach unten einen Haken 50, an dem die Zugfeder
36 angreift. Ein Stück des Querteils 49 ist rechtwinkelig nach vorne gefaltet und
bildet einen Lappen 51, der zwei Funktionen erfüllt: Er versteift den Querteil 49
gegen den Mittelteil 43 der Abzugsstange, so dass bei Einwirken einer Druckkraft im
Mittelteil 43 der rechte Winkel zwischen diesem und dem Querteil 49 jedenfalls erhalten
bleibt. Als zweite Funktion ist der Lappen 51 über den Mittelteil 43 hinaus verlängert
und bildet einen Führungsfinger 52, der in die Führungskulisse 30 eingreift. Hinter
der zweiten Abkantung 46 befindet sich, parallel zur Symmetrieebene der Pistole, eine
in der Fig. 5 dreieckige Endregion 53. Wesentlich an dieser Endregion 53 ist die schräge
Hinterkante 40, die in noch zu beschreibender Weise mit der Scheibe 35 zusammenwirkt.
[0018] In den Fig. 1, 2 und 3 ist noch eine allgemein mit 55 bezeichnete Schlagbolzensicherung
zu erkennen. Sie wird von der Kulisse 44 auf der Abzugsstange 38 betätigt. Diese Abzugsstange
38 wirkt nämlich mit einer Rampe 57 zusammen, die sich nach oben in einem Haken 59
fortsetzt, der an einer Blattfeder 58 außen an der Schlagbolzeneinheit 9 befestigt
und in Querrichtung beweglich ist. Bei Bewegen der Abzugsstange 38 wird durch das
Zusammenwirken von Kulisse 44 und Rampe 57 der Haken 59 beiseite gedrückt, so dass
der Schlagbolzen 10 vorwärts schnellen kann, wenn er in der Folge von der Fangnase
39 freigegeben wird.
[0019] In der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Stellung ist die Waffe gespannt und schussbereit.
Die Abzugsstange 38 befindet sich in ihrer oberen Stellung, weil der Führungsfinger
52 im engen Teil 31 der Führungskulisse 30 gehalten ist. Da der enge Teil nur 31 nur
gerade so hoch ist wie der Führungsfinger 52, hat die Abzugsstange 38 keine Bewegungsfreiheit
in vertikaler Richtung, sie kann nur in horizontaler Richtung verschoben werden. Bei
Betätigen des Züngels 7 wird die Abzugsstange 38 horizontal nach hinten verschoben,
wobei die in den Figuren 6 bis 9 dargestellte Position erreicht wird.
[0020] In Fig. 6 bis 9 wurde die Abzugsstange 38 bereits nach hinten verschoben; dabei hat
zunächst die schräge Hinterkante 40 der Abzugsstange 38 die Kontur der Scheibe 35
erreicht. Gleichzeitig hat der Führungsfinger 52 den engen Teil 31 der Führungskulisse
30 verlassen, so dass die Abzugsstange 38 durch das Zusammenwirken der schrägen Hinterkante
40 mit der Scheibe 35 abwärts bewegt wird. Dabei wird auch die Fangnase 39 abgesenkt;
der Schlagbolzen 10 kommt frei und schlägt nach vorne auf die Patrone 5.
[0021] Beim darauffolgenden Rücklauf des Laufschlittens 2 drückt die Steuerrampe 17 (Fig.
7) die Steuerfeder 34 nach außen, wodurch die Hinterkante 40 der Abzugsstange 38 ihre
Anlehnung an die Scheibe 35 verliert und von der Zugfeder 36 aufwärts gezogen wird.
Wenn dann in einer letzten Bewegungsphase der Laufschlitten 2 wieder nach vorne geht,
fängt sich die Schlagstiftfahne 12 wieder an der Fangnase 39 und bewegt diese etwas
nach vor; dabei wird der Führungsfinger 52 wieder in den engen Teil der Führungskulisse
30 geschoben und so die Stellung der Fig. 1 bis 3 wieder erreicht.
1. Pistole mit einem eine Abzugsvorrichtung (6) enthaltenden Pistolenkörper (1) und mit
einem einen Lauf und einen Verschluss (4) enthaltenden Laufschlitten (2), der im Pistolenkörper
(1) gegen die Kraft einer Rückholfeder verschiebbar geführt ist, welche Abzugsvorrichtung
(6)
a) eine Schlagbolzeneinheit (9) mit einem Schlagbolzen (10), der eine abwärtsragende
Schlagbolzenfahne (12) aufweist, und mit einer exzentrisch zum Schlagbolzen angordneten,
diesen federnd beaufschlagenden Schlagfeder (11),
b) eine horizontale Steuerrampe (17) im Laufschlitten (2) aufweist,
c) eine mit einem unteren Ende im Pistolenkörper (1) befestigte Steuerfeder (34) aufweist,
deren obere Endregion in Querrichtung auslenkbar ist und die oben in die Bahn der
Steuerrampe (17) ragt,
d) eine in einer vertikalen Ebene liegende Führung aufweist, bestehend aus einer Führungskulisse
(30) und einem mit ihr zusammenwirkenden Führungsfinger (52), und
e) eine mit ihrem vorderen Ende an einem Züngel (7) angelenkte Abzugsstange (38) enthält,
die in ihrer hinteren Endregion den mit der Führungskulisse (30) zusammenwirkenden
Führungsfinger (52) aufweist und mit der Steuerrampe (17) sowie mit der Steuerfeder
(34) zusammenwirkt, und die mittels einer in ihrer hinteren Endregion (49, 53) angeordneten,
im Wesentlichen vertikalen Fangnase (39) auf die Schlagbolzenfahne (12) einwirkt,
wobei
f) die Abzugsstange (38) ein vollflächiger Stanzteil ist, dessen hintere Region zwei
rechtwinkelige Abkantungen (45,46) mit vertikaler Biegelinie (47, 48) aufweist, wobei
die erste Abkantung (45) durch einen Lappen (51) verstärkt ist, der von dem Teil der
Abzugsstange (38) zwischen den beiden Abkantungen (45, 46) in die Horizontale geklappt
ist, und der den Führungsfinger (52) bildet, wobei
g) die Steuerfeder (34) in ihrer oberen Endregion eine in ihrer Ruhelage in die Bewegungsbahn
der Abzugsstange (38, 40) ragende Scheibe (35) hat, deren Kontur in der Ebene der
Abzugsstange (38,53) rund ist, und wobei
h) die Abzugsstange (38) eine mit der Scheibe (35) zusammenwirkende schräge Hinterkante
(40) hat.
2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Pistolenkörpers (1) ein aus zwei miteinander verbundenen vertikalen
Metallplatten (21, 22) bestehender Funktionsträge (20) befestigt ist, in dem die Führungskulisse
(30) ausgebildet und die Steuerfeder (34) befestigt ist.
3. Pistole nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (35) eine kreisförmige Kontur hat.
4. Pistole nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (35) abnehmbar an der Steuerfeder (34) befestigt und austauschbar ist.
5. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagbolzeneinheit (9) ein den Schlagbolzen (10) enthaltender Einlegeteil ist,
wobei die Schlagbolzenfeder (11) über dem Schlagbolzen angeordnet ist und die Schlagbolzenfahne
(12) nahe der Längsmitte der Schlagbolzeneinheit (9) abwärts ragt.
6. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangnase (39) von dem Teil (49) der Abzugsstange (38) zwischen den beiden Abkantungen
(45, 46) aufwärts ragt und mit ihm in einer Ebene liegt.
7. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsstange (38) in ihrer längsmittleren Region (43) eine Kulisse (44) hat,
die mit einem an dem Schlagbolzen (10) angreifenden Haken (59) zusammenwirkt und so
eine Abzugssicherung bildet.
1. A pistol with a pistol body (1) including a trigger mechanism (6), and with a slide
(2) including a barrel and a breech (4), said slide (2) being displaceably guided
in the pistol body (1) against the force of a return spring, which trigger mechanism
(6) comprises:
a) a firing pin unit (9) with a firing pin (10) comprising a downwardly extending
firing pin lug (12), and with a mainspring (11) eccentrically arranged with respect
to the firing pin and resiliently acting on the latter,
b) a horizontal control ramp (17) in the slide (2),
c) a control spring (34) which has its lower end fastened in the pistol body (1),
which has an upper end region deflectable in transverse direction, and which extends,
at the top, into the path of the control ramp (17),
d) a guide located in a vertical plane and consisting of a guide coulisse (30) and
a guide finger (52) cooperating with the former, and
e) a trigger bar (38) having a front end hinged to a trigger (7) and the guide finger
(52) which cooperates with the guide coulisse (30) in the rear end region of the trigger
bar, said trigger bar cooperating with the control ramp (17) as well as with the control
spring (34) and acting on the firing pin lug (12) by means of a substantially vertical
catch nose (39) arranged in the rear end region (49, 53) of said trigger bar, wherein
f) the trigger bar (38) is a full-material punched part having a rear region with
two rectangular bends (45, 46) with vertical bending lines (47, 48), wherein the first
bend (45) is reinforced by a lobe (51) folded into the horizontal from the part of
the trigger bar (38) between the two bends (45, 46), said lobe (51) forming the guide
finger (52), wherein
g) the control spring (34), in its upper end region, has a disc (35) which, in its
resting position, projects into the path of movement of the trigger bar (38, 40),
the disc having a contour which, in the plane of the trigger bar (38, 53), is round,
and wherein
h) the trigger bar (38) has an oblique rear edge (40) cooperating with the disc (35).
2. The pistol according to claim 1, characterised in that a functional member (20) consisting of two interconnected vertical metal plates (21,
22) is fastened in the interior of the pistol body (1), the guide coulisse (30) being
formed in said functional member and the control spring (34) being fastened in the
same.
3. The pistol according to claim 1 or 2, characterised in that the disc (35) has a circular contour.
4. The pistol according to claim 3, characterised in that the disc (35) is removably fastened to the control spring (34) and is exchangeable.
5. The pistol according to claim 1, characterised in that the firing pin unit (9) is an insertion member that includes the firing pin (10),
wherein the mainspring (11) is arranged above the firing pin, and the firing pin lug
(12) projects downwards near the longitudinal middle of the firing pin unit (9).
6. The pistol according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the catch nose (39) projects upwards from the part (49) of the trigger bar (38) between
the two bends (45, 46), the catch nose being located in a plane with said part (49).
7. The pistol according to any one of claims 1 to 6, characterised in that in its longitudinal middle region (43), the trigger bar (38) has a coulisse (44)
which cooperates with a hook (59) engaging the firing pin (10), thereby forming a
trigger safety.
1. Pistolet avec un corps (1) de pistolet comprenant un mécanisme (6) de détente et avec
un chariot (2) comprenant un canon et une culasse (4), qui est conduit de façon à
coulisser contre la force d'un ressort de rappel dans le corps (1) de pistolet, lequel
mécanisme (6) de détente
a) présente une unité (9) de percussion avec un percuteur (10), qui présente un talon
(12) de percuteur dépassant vers le bas, et avec un ressort-percuteur (11) disposé
à l'excentrique du percuteur, percutant celui-ci de façon élastique,
b) présente une rampe (17) de commande horizontale dans le chariot (2),
c) présente un ressort (34) de commande avec une extrémité inférieure fixée dans le
corps (1) de pistolet, dont la région terminale supérieure peut être déviée dans le
sens transversal et qui dépasse au-dessus dans le chemin de la rampe (17) de commande,
d) présente un guide se trouvant dans un plan vertical, composé d'une coulisse (30)
de guidage et d'un doigt (52) de guidage agissant en commun avec elle, et
e) comprend une tige (38) de détente articulée par son extrémité avant à une gâchette
(7), qui présente le doigt (52) de guidage agissant en commun avec la coulisse (30)
de guidage dans sa région terminale arrière et agit en commun avec la rampe (17) de
commande de même qu'avec le ressort (34) de commande, et qui agit au moyen d'un taquet
(39) de capture essentiellement vertical disposé dans sa région terminale (49, 53)
arrière sur le talon (12) du percuteur,
f) la tige (38) de détente étant une pièce estampée sur toute sa surface, dont la
région arrière présente deux pliages (45, 46) en angle droit avec courbe (47, 48)
de flexion verticale, le premier pliage (45) étant renforcé par une agrafe (51), qui
est recourbée à l'horizontale de la partie de la tige (38) de détente entre les deux
pliages (45, 46) et qui forme le doigt (52) de guidage,
g) le ressort (34) de commande ayant, dans sa région terminale supérieure, une rondelle
(35) dépassant dans sa position de repos dans le chemin de mouvement de la tige (38,
40) de détente, dont le contour est rond dans le plan de la tige (38, 53) de détente,
et
h) la tige (38) de détente ayant un bord arrière (40) oblique agissant en commun avec
la rondelle (35).
2. Pistolet selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un support fonctionnel (20), composé de deux plaques métalliques (21, 22) verticales
reliées entre elles, est fixé à l'intérieur du corps (1) de pistolet, dans lequel
la coulisse (30) de guidage est constituée et le ressort (34) de guidage est fixé.
3. Pistolet selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la rondelle (35) a un contour de forme circulaire.
4. Pistolet selon la revendication 3, caractérisé en ce que la rondelle (35) est fixée de façon démontable sur le ressort (34) de commande et
peut être remplacée.
5. Pistolet selon la revendication 1, caractérisé en ce que, l'unité (9) de percussion est une pièce d'insertion comprenant le percuteur (10),
le ressort-percuteur (11) étant disposé au-dessus du percuteur et le talon (12) de
percuteur dépassant vers le bas à proximité du centre longitudinal de l'unité (9)
de percussion.
6. Pistolet selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le taquet (39) de capture dépasse vers le haut de la partie (49) de la tige (38)
de détente entre les deux pliages (45, 46) et se trouve avec elle dans un plan.
7. Pistolet selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la tige (38) de détente a, dans sa région longitudinale centrale (43), une coulisse
(44) qui agit en commun avec un crochet (59) opérant sur le percuteur (10) et forme
ainsi une sécurité de détente.