(19)
(11) EP 1 760 029 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.03.2007  Patentblatt  2007/10

(21) Anmeldenummer: 06119736.4

(22) Anmeldetag:  29.08.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 11/02(2006.01)
B66B 5/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 30.08.2005 EP 05107904

(71) Anmelder: INVENTIO AG
6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • Fernandes, Mario
    68100 Mulhouse (FR)
  • Kolb, Emmanuel
    68950 Reiningue (FR)
  • Sittler, Denis
    68110 Illzach (FR)
  • Wagner, Denis
    68190 Ensisheim (FR)

(74) Vertreter: Gaussmann, Andreas et al
c/o Inventio AG, Seestrasse 55, Postfach
6052 Hergiswil
6052 Hergiswil (CH)

   


(54) Aufzugskabine mit Wartungsplattform und Verfahren zur Wartung einer Aufzugsanlage


(57) Eine Aufzugskabine (1) weist eine Kabinendecke (2) auf, die mittels einer Hebevorrichtung in den Passagierraum abgesenkt werden kann und in abgesenkter Position dem Wartungspersonal als Plattform für die Ausführung von Wartungs- und Kontrollarbeiten dient, wobei die Hebevorrichtung mehrere Bowdenzüge (8) umfasst.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufzugskabine mit einer in den Passagierraum absenkbaren Kabinendecke, die in abgesenkter Position dem Wartungspersonal als Wartungsplattform für die Ausführung von Wartungs- und Kontrollarbeiten dient, sowie ein Verfahren zur Wartung von im Aufzugsschacht einer Aufzugsanlage angeordneten Komponenten.

[0002] Es ist bekannt, dass Wartungsarbeiten an Aufzugskomponenten, die im Aufzugsschacht angeordnet sind, durch eine auf der Kabinendecke der Aufzugskabine stehende Wartungsperson durchgeführt werden. Die Aufzugskabine ist zu diesem Zweck mittels einer Inspektionssteuerung im gesamten Aufzugsschacht verfahrbar. Bei diesem Vorgang ist es zwingend erforderlich, durch zusätzliche technische Massnahmen einen Sicherheitsabstand zwischen der Kabinendecke der Aufzugskabine und der Schachtdecke bzw. zwischen der Kabinendecke und im Bereich der Schachtdecke installierten Aufzugskomponenten zu gewährleisten, um zu vermeiden, dass die Wartungsperson eingeklemmt werden kann.

[0003] JP 09263372 offenbart eine Lösung, die die Einhaltung eines solchen Sicherheitsabstands gewährleistet. Es wird darin vorgeschlagen, eine Aufzugskabine so auszugestalten, dass ihre Kabinendecke in den Passagierraum absenkbar ist, so dass sie eine Wartungsplattform bildet, von welcher aus die Wartungsperson Inspektions- oder Reparaturarbeiten an im Aufzugsschacht fixierten Aufzugskomponenten ausführt.

[0004] Durch das Absenken der Kabinendecke wird erreicht, dass der genannte Sicherheitsabstand gewährleistet ist, ohne dass besondere Sicherheitseinrichtungen, wie beispielsweise in den Kabinenfahrweg einschwenkbare Anschlagpuffer oder eine zusätzliche Schalteinrichtung, die eine abwärts versetzte obere elektrische Wegbegrenzung bildet, erforderlich sind.

[0005] Die in JP 09263372 offenbarte, als Wartungsplattform dienende absenkbare Kabinendecke weist gewisse Nachteile auf, die im Folgenden kurz beschrieben sind:

[0006] Die Kabinendecke ist an vier Zugmitteln in Form von Drahtseilen aufgehängt, die über Umlenkrollen zu einer Seiltrommel geführt und auf dieser auf- und abwickelbar sind. Zwischen der einen Teil einer Antriebsvorrichtung für die Kabinendecke bildenden Seiltrommel und den Befestigungsstellen der Zugmittel im Bereich der Ecken der Kabinendecke sind die Zugmittel in geradlinigen Abschnitten geführt, wobei sich die horizontal orientierten Zugmittelabschnitte oberhalb der Kabinendecke im Bereich der als Wartungsplattform dienenden Fläche der Kabinendecke erstrecken. Eine solche Anordnung der die Kabinendecke tragenden Zugmittel hat einerseits den Nachteil, dass diese die betretbare Fläche der Kabinendecke, insbesondere in deren Randbereich, einschränken und Hindernisse für die Zugänglichkeit von zu wartenden Aufzugskomponenten im Aufzugsschacht bilden. Dabei können die frei im Raum verlaufenden Zugmittel auch Stolperunfälle der Wartungspersonen verursachen. Andererseits behindern die frei im Raum angeordneten und geradlinig verlaufenden Zugmittel die optimale Anordnung von Aufzugskomponenten im Bereich des Kabinendachs, beispielsweise die optimale Anordnung eines oberen Jochs eines Kabinenrahmens, von Elektroschränken, von Dachluken oder Dachgeländern.

[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufzugskabine und ein Wartungsverfahren der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die die genannten Nachteile der als Stand der Technik zitierten Einrichtung nicht aufweist. Insbesondere soll also eine Aufzugskabine mit absenkbarer Kabinendecke als Wartungsplattform geschaffen werden, bei welcher die Hebevorrichtung für die Kabinendecke keine Zugmittel aufweist, die sich zwingend geradlinig und frei im Raum erstrecken und dabei die betretbare Fläche der Kabinendecke einschränken, die ein Unfallrisiko darstellen, und die die optimale Anordnung von Aufzugskomponenten im Bereich des Kabinendachs beeinträchtigen. Ausserdem soll die Lösung platzsparend und kostengünstig sein.

[0008] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe durch eine Aufzugskabine mit einer als Wartungsplattform dienenden, in den Passagierraum absenkbaren Kabinendecke gelöst, die die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 aufweist, sowie durch ein Verfahren zur Wartung einer Aufzugsanlage mit den im unabhängigen Anspruch 20 angegebenen Merkmalen.

[0009] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, die vorstehend genannten Probleme mit den als offene Drahtseilverbindungen ausgeführten Zugmitteln der Hebevorrichtung für die Kabinendecke dadurch zu beheben, dass die Kabinendecke mit Hilfe von Bowdenzügen abgesenkt und angehoben wird.

[0010] Der Vorteil der Verwendung von Bowdenzügen für die Hebeeinrichtung der Kabinendecke besteht insbesondere darin, dass die Anordnung und der Verlauf der zwischen der Antriebsvorrichtung und der Kabinendecke erforderlichen Zugmittel und die Anordnung der die Zugmittel bewegenden Antriebsvorrichtung beinahe vollständig frei wählbar sind, ohne dass im Vergleich mit einer Lösung, welche kürzestmögliche, geradlinig angeordnete Zugmittel aufweist, Mehrkosten entstehen. Die Bowdenzüge erfordern ein Minimum an Einbauraum und sind so angeordnet, dass sie keine Hindernisse und kein Unfallrisiko für die Wartungspersonen bilden.

[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor und sind im Folgenden beschrieben:

[0012] Gemäss einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung, umfassen die Bowdenzüge biegsame Hüllrohre und darin geführte Zugmittel, wobei jeweils erste Enden der Zugmittel mit der absenkbaren Kabinendecke verbunden sind und die korrespondierenden Enden der biegsamen Hüllrohre an im oberen Bereich der Aufzugskabine unbeweglich angeordneten Kabinenbauteilen fixiert sind.

[0013] Bei einer besonders stabilen Ausführungsform der Erfindung sind die im oberen Bereich der Aufzugskabine unbeweglich angeordnete Kabinenbauteile in Form eines mit den oberen Rändern der Seitenwände verbundenen Dachrahmens vorhanden.

[0014] Zweckmässigerweise stehen die Zugmittel im Bereich ihrer zweiten Enden mit einer Antriebsvorrichtung in Verbindung, wobei ein bewegbarer Antriebsteil der Antriebsvorrichtung so mit den Zugmitteln im Bereich ihrer zweiten Enden zusammenwirkt, dass eine Bewegung des Antriebsteils eine Längsverschiebung der zur Kabinendecke führenden Teile der Zugmittel erzeugt, wobei die mit den zweiten Enden der Zugmittel korrespondierenden Enden der biegsamen Hüllrohre im Bereich der Antriebsvorrichtung an einem relativ zu dieser unbeweglichen Bauteil fixiert sind.

[0015] Um Kosten zu sparen, können die biegsamen Hüllrohre Unterbrechungen aufweisen, wobei die den Unterbrechungsstellen zugeordneten Enden der Hüllrohre mittels Haltestücken an der Aufzugskabine fixiert sind und die Zugmittel sich zwischen den Unterbrechungsstellen geradlinig erstrecken.

[0016] Bei einer besonders raumsparenden Ausführungsform der Erfindung ist das die Zugmittel bewegende Antriebsteil der Antriebsvorrichtung linear verschiebbar, wobei das linear verschiebbare Antriebsteil so auf die Zugmittel einwirkt, dass deren erste Enden die Kabinendecke absinken lassen oder anheben.

[0017] Vorteilhafterweise umfasst die Antriebsvorrichtung eine Gewindespindel oder einen Zahnriementrieb oder einen Kettentrieb, die dazu dienen, das Antriebsteil der Antriebsvorrichtung linear zu verschieben.

[0018] Eine weitere Reduktion des Raumbedarfs der Antriebsvorrichtung wird dadurch erreicht, dass die Antriebsvorrichtung eine Eintriebswelle mit einem Kupplungsstück aufweist, über welche eine Wartungsperson mit Hilfe einer Kurbel oder eines elektrisch betriebenen Drehmomenterzeugers die Bewegung des die Zugmittel bewegenden Antriebsteils bzw. die Verschiebung des linear verschiebbaren Antriebsteils der Antriebsvorrichtung bewirkt.

[0019] Um den erforderlichen Hubweg der Kabinendecke bei gegebener maximaler Einbaulänge der Antriebsvorrichtung erzeugen zu können, wirkt in der Antriebsvorrichtung das linear verschiebbare Antriebsteil so mit den Zugmitteln im Bereich ihrer zweiten Enden zusammen, dass in den zur Kabinendecke führenden Abschnitten der Zugmittel Verschiebewege und somit ein Hubweg der Kabinendecke resultieren, welche mindestens dem zweifachen Verschiebeweg des linear verschiebbaren Antriebsteils entsprechen.

[0020] Ausgezeichnete Bedienungsfreundlichkeit der erfindungsgemässen Einrichtung wird dadurch erreicht, dass die Antriebsvorrichtung im unteren Bereich eines Türkämpfers einer Kabinentüre angebracht ist und durch eine Wartungsperson vom Boden eines Stockwerks aus von Hand oder mittels elektrisch betriebenem Drehmomenterzeuger betätigt werden kann, wenn die Aufzugskabine im Bereich dieses Stockwerks positioniert ist und die Schachttüre wie auch die Kabinentüre geöffnet sind.

[0021] Damit die Kabinendecke während ihrer Absenk- bzw. Anhebebewegung nicht mit den Innenseiten der Kabinenwände in Kontakt gelangt, und um der als Wartungsplattform dienenden Kabinendecke ausreichenden Widerstand gegen Horizontalbewegungen zu verleihen, ist die Aufzugskabine mit mindestens einem Scherenmechanismus versehen, der die Kabinendecke vertikal verschiebbar mit dem Bereich des Dachrahmens der Aufzugskabine verbindet.

[0022] Eine zusätzliche Verbesserung des Widerstands gegen Horizontalbewegungen der Kabinendecke wird dadurch erreicht, dass die auf ihr vorgesehenes Arbeitsniveau abgesenkte Kabinendecke durch mindestens ein Paar kreuzweise und in einer zu einer Kabinenwand parallelen Ebene angeordneter, flexibler Zugverstrebungen mit dem Bereich des Dachrahmens der Aufzugskabine verbunden ist.

[0023] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird die zum Anheben der Kabinendecke erforderliche Hubkraft dadurch reduziert, dass im Bereich des Dachrahmens der Aufzugskabine mindestens eine Entlastungseinrichtung vorhanden ist, die mit Hilfe einer vorgespannten Feder einen Teil des Gewichts der absenkbaren Kabinendecke trägt.

[0024] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der genannten Entlastungseinrichtung umfasst eine Seiltrommel, ein sich auf dieser Seiltrommel auf- und abwickelndes, mit der Kabinendecke verbundenes Entlastungsseil sowie eine die Seiltrommel antreibende Verdrehfeder.

[0025] Zur Erhöhung der Funktionssicherheit der absenkbaren Kabinendecke ist im Bereich des Dachrahmens der Aufzugskabine mindestens eine Verriegelungsvorrichtung vorhanden, die ein unbeabsichtigtes Absinken der absenkbaren Kabinendecke verhindert.

[0026] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass die mindestens eine Verriegelungsvorrichtung mittels mindestens eines Entriegelungs-Bowdenzugs entriegelbar ist, wobei ein Zugmittel des Entriegelungs-Bowdenzugs mit einem an der Antriebsvorrichtung vorhandenen Drehschieber verbunden ist, der manuell verschoben werden muss, damit die Kurbel bzw. der Drehmomenterzeuger an die Eintriebswelle der Antriebsvorrichtung ankoppelbar ist. Damit wird ein automatisches Entriegeln der Verriegelungsvorrichtung vor Beginn des Absenkens der Kabinendecke gewährleistet.

[0027] Bei einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung ist auf der absenkbaren Kabinendecke der Aufzugskabine eine Aufstiegsleiter schwenkbar montiert, die bei auf etwa halbe Höhe des Passagierraums abgesenkter Kabinendecke von dieser herabschwenkbar ist, so dass eine Wartungsperson vom jeweiligen Stockwerkboden aus durch die offenen Schacht- und Kabinentüren und über die heruntergeschwenkte Aufstiegsleiter auf die abgesenkte Kabinendecke gelangen kann.

[0028] Besonders kostengünstig, gewichtssparend und leicht handhabbar ist die Aufstiegsleiter dadurch, dass sie einen einzigen zentralen Leiterholm aufweist, der mehrere teleskopisch ausziehbare Segmente umfasst.

[0029] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Aufzugsleiter ergibt sich, wenn jedes Segment des Leiterholms eine einzige Quersprosse umfasst, wobei im Bereich jeder Quersprosse ein Riegelmechanismus vorhanden ist, mit welchen jeweils zwei teleskopierbare Segmente des Mittelholms im ausgezogenen Zustand gegenseitig verriegelbar und zum Ineinanderschieben manuell entriegelbar sind.

[0030] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert.

[0031] Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Ansicht einer erfindungsgemässen Aufzugskabine mit absenkbarer Kabinendecke.
Fig. 2
Eine erste Variante einer Antriebsvorrichtung zum Absenken und Anheben der Kabinendecke.
Fig. 3
Einen Schnitt III - III durch die Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 2.
Fig. 4
Eine zweite Variante einer Antriebsvorrichtung zum Absenken und Anheben der Kabinendecke.
Fig. 5
Einen Schnitt V - V durch die Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 4.
Fig. 6
Eine Detailansicht der Antriebsvorrichtung zum Absenken und Anheben der Kabinendecke mit Sicherheitsvorrichtungen zum Verhindern unbefugter Betätigung und unbeabsichtigten Absinkens der Kabinendecke.
Fig. 7
Eine Untenansicht (Schnitt A-A) der Details gemäss Fig. 6.
Fig. 8
Eine Detailansicht einer Absinkverriegelung zum Verhindern eines unbeabsichtigten Absinkens der Kabinendecke.
Fig. 9
Eine schematische Darstellung einer Aufzugskabine mit abgesenkter Kabinendecke und heruntergeschwenkter, teleskopartig ausziehbarer Aufstiegsleiter.
Fig. 10
Eine von einer Seite der Aufzugskabine gesehene Detaildarstellung der Schwenk- und Ausziehfunktion der Aufstiegsleiter.
Fig. 11
Eine von der Schachttüre aus auf die Aufzugskabine gesehene Darstellung der Aufstiegsleiter.
Fig. 12
Ein Schnitt durch die Aufstiegsleiter mit einer Leiterholm-Verriegelungsvorrichtung zum Arretieren der teleskopartig ausziehbaren Rechteckrohre (Sektionen) der Aufstiegsleiter.


[0032] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe Aufzugskabine 1 mit einer absenkbaren Kabinendecke 2, die in der dargestellten abgesenkten Position als Wartungsplattform für die Wartung oder die Reparatur von im Aufzugsschacht angeordneten Aufzugskomponenten dienen kann. Die Aufzugskabine umfasst als Hauptbestandteile einen Kabinenboden 3, einen Dachrahmen 4, der über Vertikalpfosten 5 mit dem Kabinenboden 3 verbunden ist, sowie die an den Zugmitteln 7 von vier Bowdenzügen 6 aufgehängte und mit Hilfe dieser Bowdenzüge 6 absenkbare Kabinendecke 2, die im Normalbetrieb innerhalb oder unterhalb des Dachrahmens 4 fixiert ist. Kabinenwände wie auch Kabinentüren sind in Fig. 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.

[0033] Die Bowdenzüge 6, von denen jeder ein durchgehendes oder durch mehrere Abschnitte gebildetes flexibles Hüllrohr 8 mit einem darin geführten Zugmittel 7 umfasst, verbinden die absenkbare Kabinendecke 2 mit einer Antriebsvorrichtung 10, welche unterhalb eines kabinentürseitigen Teils des Dachrahmens 4, d. h. im Bereich des Türkämpfers der Kabinentüre, befestigt ist. Die in einem noch folgenden Abschnitt detailliert beschriebene Antriebsvorrichtung 10 hat die Aufgabe, alle zur Kabinendecke 2 führenden Zugmittel 7 zu synchronen Längsbewegungen zu veranlassen, die ein paralleles Absenken bzw. Anheben der Kabinendecke 2 bewirken. Jedes der Zugmittel 7 ist dabei mindestens teilweise in einem flexiblen Hüllrohr 8 bis zu einer Stützstelle 9 am Dachrahmen geführt, die vertikal oberhalb einer Befestigungsstelle des Zugmittels 7 an der absenkbaren Kabinendecke liegt. Vorzugsweise führt das Hüllrohr 8 jedes Bowdenzugs ohne Unterbrechung von der Antriebsvorrichtung 10 zu der genannten Stützstelle 9 am Dachrahmen 4, wo es fixiert ist. In gewissen Fällen kann es jedoch vorteilhaft sein, das Hüllrohr 8 in zwei oder mehrere in Längsrichtung voneinander beabstandete Abschnitte 8.1 aufzuteilen. Bei unterbrochenen Hüllrohren 8.1 sind die der Unterbrechung zugeordneten Enden der Hüllrohre unverschiebbar an der Aufzugskabine, vorzugsweise mittels Haltestücken 12 am Dachrahmen 4 fixiert. Das zugeordnete Zugmittel 7 erstreckt sich immer ununterbrochen von der Antriebsvorrichtung 10 durch die durchgehenden oder unterbrochenen Hüllrohre 8, 8.1 über die genannte Stützstelle 9 am Dachrahmen zur vertikal unter dieser liegenden Befestigungsstelle an der Kabinendecke, wobei es zwischen den einer Unterbrechung zugeordneten Enden der Hüllrohre 8.1 stets nur geradlinig verlaufen kann.

[0034] Jeder der Bowdenzüge 6 kann dabei zwecks Umgehung von Hindernissen, aus ästhetischen Gründen, oder um keine Behinderung für eine auf der Kabinendecke stehende Wartungsperson zu bilden, in unzähligen Varianten angeordnet und dabei in allen wünschbaren Richtungen gebogen werden. In besonderen Fällen, beispielsweise bei einer Umlenkung mit zwingend geringem Umlenkradius, kann es sinnvoll sein, anstelle einer Umlenkung des Zugmittels mittels Hüllrohr eine Umlenkrolle zu verwenden, wie dies anhand der Umlenkrolle 13 dargestellt ist.

[0035] Um zu gewährleisten, dass die Kabinendecke 2 während ihrer Absenk- bzw. Anhebebewegung nicht in Kontakt mit den üblicherweise kratzempfindlichen Kabinenwänden oder mit der Tastatur eines Bedienungsfelds gelangt und ausserdem als Wartungsplattform ausreichende Horizontalstabilität aufweist, ist die Kabinendecke 2, wie in Fig. 1 erkennbar, zusätzlich mittels eines Scherenmechanismus 15 mit dem Dachrahmen 4 verbunden. Es kann eine Ausführungsart des Scherenmechanismus verwendet werden, bei welcher jeder Scherenarm 15.1 mit jeweils einem seiner Enden gelenkig und unverschieblich und mit dem jeweils anderen Ende über ein horizontal verschiebliches Armgelenk mit der Kabinendecke bzw. mit dem Dachrahmen verbunden ist.

[0036] Fig. 1 zeigt eine andere Ausführungsart eines Scherenmechanismus, die mit unverschieblichen Armgelenken 15.2 funktioniert. Diese Lösung erfordert jedoch, dass alle vier von einem zentralen Scherengelenk 15.3 ausgehenden Scherenarme 15.1 teleskopartig ausziehbar sein müssen. Die Ausziehlänge der Scherenarme ist durch integrierte Anschläge begrenzt, so dass der Scherenmechanismus 15 eine Begrenzung der Absenktiefe der Kabinendecke bildet und die Kabinendecke bei maximaler Absenkung in allen Horizontalrichtungen stabilisiert. Vorteilhafterweise wird eine Aufzugskabine mit zwei oder mehreren solcher Scherenmechanismen ausgerüstet.

[0037] Die Scherenarme können auch zur Führung eines Stromkabels dienen, das die Zufuhr elektrischer Energie von der Aufzugskabine zur absenkbaren Kabinendecke gewährleistet, um beispielsweise die Beleuchtungskörper der Leuchtdecke zu speisen. Ein solches Stromkabel kann beispielsweise an jedem Abschnitt eines Scherenarms fixiert sein, wobei das Stromkabel im Bereich des Übergangs zwischen zwei gegenseitig verschieblichen Abschnitten eine hängende Schlaufe bildet, um die gegenseitige Verschiebung der Scherenarme zu überbrücken.

[0038] Eine zusätzliche Horizontalstabilisierung der abgesenkten Kabinendecke 2 wird durch ein Paar kreuzweise in einer zu einer Kabinenwand parallelen Ebene angeordneter biegeschlaffer jedoch längssteifer Zugverstrebungen 17 erreicht, welche die Kabinendecke 2 mit dem Dachrahmen 4 verbinden. Bei maximaler Absenkung der Kabinendecke werden die Zugverstrebungen 17 gespannt, wodurch letztere, in Zusammenwirkung mit den Zugmitteln 7 der die Kabinendecke tragenden Bowdenzüge, parallel zur genannten Kabinenwand gerichtete Horizontalbewegungen der Kabinendecke 2 unterdrücken.

[0039] Fig. 1 offenbart ausserdem eine auf der Wirkung einer vorgespannten Feder basierende Entlastungseinrichtung 18, welche einen Teil des Gewichts der Kabinendecke 2 trägt. Eine solche Entlastungseinrichtung hat den Vorteil, dass die zum Anheben der Kabinendecke 2 erforderliche Hubkraft reduziert wird, wodurch die Belastung und damit der Verschleiss der die Kabinendecke tragenden Bowdenzüge 6 sowie die von einer Wartungsperson aufzubringende Betätigungskraft für die Antriebsvorrichtung 10 geringer werden.

[0040] Die dargestellte Entlastungseinrichtung 18 umfasst eine auf einer verlängerten Achse 18.1 gelagerte Seiltrommel 18.2, auf welcher ein mit der Kabinendecke 2 verbundenes Entlastungsseil 18.3 gewindeartig auf- bzw. abwickelbar ist. Auf der verlängerten Achse ist eine Schraubenfeder 18.4 geführt, die mit ihrem einen Ende mit der Seiltrommel 18.2 und mit ihrem anderen Ende mit einem Fixteil 18.5 gekoppelt ist. Die Schraubenfeder 18.4 wird als Torsionsfeder vorgespannt, wobei sie ein Torsionsmoment auf die Seiltrommel 18.2 ausübt, so dass im Entlastungsseil 18.3 eine aufwärts gerichtete Zugkraft resultiert, die der Gewichtskraft der Kabinendecke 2 entgegenwirkt. Vorteilhafterweise ist je eine solche Entlastungseinrichtung 18 auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Aufzugskabine 1 montiert.

[0041] Fig. 2 zeigt eine erste Variante 10.1 der in Fig. 1 mit 10 bezeichneten Antriebsvorrichtung zum Absenken bzw. Anheben der hier nicht dargestellten Kabinendecke. Fig. 3 stellt einen Querschnitt durch die Antriebsvorrichtung 10.1 im Bereich eines im Folgenden beschriebenen linear verschiebbaren Antriebsteils 10.1.6 dar. Zu erkennen ist der Dachrahmen 4, der vorzugsweise aus gezogenen Aluminiumprofilen mit integrierten Verbindungs- und Befestigungsnuten hergestellt ist. An seinem kabinentürseitigen Dachrahmenelement 4.1 ist die Antriebsvorrichtung 10.1 so befestigt, dass sie bei eingebauter Kabinentüre zwischen einem Türkämpfer der Kabinentüre und dem Passagierraum angeordnet ist.

[0042] Die Antriebsvorrichtung 10.1 umfasst im Wesentlichen die folgenden Bestandteile:
  • eine Antriebsspindel 10.1.1
  • einen ersten Support 10.1.2 mit einem integrierten Winkelgetriebe 10.1.3 zum Antreiben der Antriebsspindel 10.1.1
  • einen zweiten Support 10.1.4 mit einer Lagerstelle für die Antriebsspindel sowie mit Anschlussstellen 10.1.5 für die Hüllrohre 8 mehrerer zur absenkbaren Kabinendecke führender Bowdenzüge 6.
  • ein mit Hilfe der Antriebsspindel 10.1.1 linear verschiebbares, am Dachrahmenelement 4.1 geführtes Antriebsteil 10.1.6 mit Zugmittelumlenkrollen 10.1.7 zum Bewegen der Zugmittel der zur Kabinendecke führenden Bowdenzüge 6.


[0043] Aufgabe der Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 2 und 3 ist es, auf die Zugmittel 7 der die Kabinendecke tragenden bzw. absenkenden und anhebenden Bowdenzüge 6 eine synchrone Längsbewegung zu übertragen. Die Zugmittel 7 sind mit ihren antriebsseitigen Enden an Fixpunkten 10.1.4.1 des zweiten Supports 10.1.4 fixiert, erstrecken sich von dort aus zu den jeweils zugeordneten Zugmittelumlenkrollen 10.1.7 des linear verschiebbaren Antriebsteils 10.1.6, umschlingen diese und verlaufen in Gegenrichtung zurück zum zweiten Support 10.1.4, wo sie in die jeweils zugeordneten, am zweiten Support fixierten flexiblen Hüllrohre 8 der Bowdenzüge 6 eintreten, welche die Zugmittel zu den im Zusammenhang mit Fig. 1 erwähnten Stützstellen 9 am Dachrahmen 4 führen. Zum Absenken der Kabinendecke wird mit einer Handkurbel 10.1.8 oder mittels eines elektrisch betriebenen Drehmomenterzeugers - z. B. mit einer Bohrmaschine - das Winkelgetriebe 10.1.3 angetrieben und damit die Antriebsspindel 10.1.1 in Drehung versetzt. Aus der Drehung der Antriebsspindel resultiert beispielsweise eine lineare Verschiebung des Antriebsteils 10.1.6 nach rechts, so dass die unteren Trums der über die Zugmittelumlenkrollen geschlungenen Zugmittel 7 sich infolge der auf sie wirkenden Gewichtskraft der Kabinendecke nach rechts bewegen und - geführt durch die Hüllrohre - die Kabinendecke absinken lassen. Zum Anheben der Kabinendecke wird die Antriebsspindel 10.1.1 in entgegengesetzter Drehrichtung gedreht, so dass die unteren Trume der über die Zugmittelumlenkrollen 10.1.7 geschlungenen Zugmittel 7 nach links bewegt werden.

[0044] Es ist leicht erkennbar, dass bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Antriebsanordnung eine Verschiebung der Zugmittel 7 resultiert, die dem doppelten Verschiebeweg des linear verschiebbaren Antriebsteils 10.1.6 entspricht. Dank diesem Prinzip ist es möglich, mit einer Antriebsvorrichtung, die auch in schmalen Aufzugskabinen parallel zum Türkämpfer der Kabinentür eingebaut werden kann, eine ausreichende Hubhöhe an der absenkbaren Kabinendecke zu erreichen. Mit zusätzlichen unverschiebbaren und verschiebbaren Zugmittelumlenkrollen für die Zugmittel 7 (hier nicht gezeigt) könnten auch vierfache Verschiebewege der Zugmittel realisiert werden.

[0045] Fig. 4 zeigt eine zweite Variante 10.2 der in Fig. 1 mit 10 bezeichneten Antriebsvorrichtung. Fig. 3 stellt einen Querschnitt durch diese Antriebsvorrichtung 10.2 im Bereich eines im Folgenden beschriebenen linear verschiebbaren Antriebsteils 10.2.6 dar. Zu erkennen ist wiederum der Dachrahmen 4 mit seinem kabinentürseitigen Dachrahmenelement 4.1, an welchem die Antriebsvorrichtung 10.2 befestigt ist, so dass diese bei eingebauter Kabinentüre zwischen einem Türkämpfer der Kabinentüre und dem Passagierraum angeordnet ist.

[0046] Die Antriebsvorrichtung 10.2 umfasst im Wesentlichen die folgenden Bestandteile:
  • einen Zahnriementrieb 10.2.1, umfassend eine Antriebs-Zahnriemenscheibe 10.2.1.1, eine Umlenk- Zahnriemenscheibe 10.2.1.2 und einen Zahnriemen 10.2.1.3.
  • einen ersten Support 10.2.2 mit einem integrierten Schneckengetriebe 10.2.3 und einer Eintriebswelle 10.2.3.1 zum Antreiben des Zahnriementriebs 10.2.1.
  • einen zweiten Support 10.2.4 mit einer Lagerstelle für die Umlenk- Zahnriemenscheibe 10.2.1.2 sowie mit Anschlussstellen 10.2.5 für die Hüllrohre 8 mehrerer zur absenkbaren Kabinendecke führender Bowdenzüge 6.
  • ein mit Hilfe des Zahnriementriebs 10.2.1 linear verschiebbares, am Dachrahmenelement 4.1 geführtes Antriebsteil 10.2.6 mit Zugmittelumlenkrollen 10.2.7 zum Bewegen der Zugmittel 7 der zur Kabinendecke führenden Bowdenzüge 6.


[0047] Aufgabe der Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 4 und 5 ist dieselbe wie diejenige der Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 2 und 3, d. h. es ist auf die Zugmittel 7 der die Kabinendecke tragenden bzw. absenkenden und anhebenden Bowdenzüge 6 eine synchrone Längsbewegung zu übertragen. Die Zugmittel 7 sind mit ihren antriebsseitigen Enden an Fixpunkten 10.2.4.1 des zweiten Supports 10.2.4 fixiert, erstrecken sich von dort aus zu den jeweils zugeordneten Zugmittelumlenkrollen 10.2.7 des linear verschiebbaren Antriebsteils 10.2.6, umschlingen diese und verlaufen in Gegenrichtung zurück zum zweiten Support 10.2.4, wo sie in die jeweils zugeordneten, am zweiten Support fixierten flexiblen Hüllrohre 8 der Bowdenzüge 6 eintreten, welche die Zugmittel zu den im Zusammenhang mit Fig. 1 erwähnten Stützstellen 9 am Dachrahmen 4 führen. Zum Absenken der Kabinendecke wird mit einer Handkurbel 10.2.8 oder mittels eines elektrisch betriebenen Drehmomenterzeugers - z. B. mit einer Bohrmaschine - das Schneckengetriebe 10.2.3 über die Eintriebswelle 10.2.3.1 angetrieben und damit der Zahnriementrieb 10.2.1 in Bewegung versetzt. Aus der Bewegung des Zahnriementriebs 10.2.1 resultiert beispielsweise eine lineare Verschiebung des mit dem unteren Trum des Zahnriementriebs gekoppelten Antriebsteils 10.2.6 nach rechts, so dass die unteren Trume der über die Zugmittelumlenkrollen 10.2.7 geschlungenen Zugmittel 7 sich infolge der auf sie wirkenden Gewichtskraft der Kabinendecke nach rechts bewegen und - geführt durch die Hüllrohre - die Kabinendecke absinken lassen. Zum Anheben der Kabinendecke wird der Zahnriementrieb 10.2.1 in entgegengesetzter Drehrichtung bewegt, so dass die unteren Trume der über die Zugmittelumlenkrollen 10.2.7 geschlungenen Zugmittel 7 nach links bewegt werden.
Auch bei dieser Variante der Antriebsvorrichtung resultieren eine Verschiebung der Zugmittel 7 und damit ein Hubweg an der Kabinendecke, die dem doppelten Verschiebeweg des linear verschiebbaren Antriebsteils 10.2.6 entsprechen.

[0048] Anstelle des Zahnriementriebs 10.2.1 kann auch ein Kettentrieb verwendet werden.

[0049] Fig. 6 zeigt Details der Antriebsvorrichtung 10.1, insbesondere Sicherheitsvorrichtungen gegen unbefugtes Betätigen der Antriebsvorrichtung und gegen unbeabsichtigtes Absinken der Kabinendecke. Fig. 7 stellt einen von unten gesehenen Schnitt A - A durch den Teil der Antriebsvorrichtung mit den Sicherheitsvorrichtungen, wobei die Abdeckung 10.1.9 als nicht vorhanden betrachtet wird.

[0050] In Fig. 6 ist das Winkelgetriebe 10.1.3 zum handbetätigten Antreiben der Antriebsspindel 10.1.1 der mit Fig. 2 und 3 beschriebenen Antriebsvorrichtung zum Absenken bzw. Anheben der Kabinendecke zu erkennen. Der Antrieb des Winkelgetriebes erfolgt vorzugsweise mit Hilfe einer Handkurbel 10.1.8, die mittels Kupplungseinrichtung mit der Eintriebswelle 10.1.3.1 des Winkelgetriebes 10.1.3 gekoppelt wird. Als Alternative kann ein von Hand geführter, elektrisch betriebener Drehmomenterzeugers verwendet werden. Die Handkurbel bzw. der Drehmomenterzeuger werden beim Absenken oder Anheben der Kabinendecke durch eine auf einem Stockwerksboden stehende Wartungsperson gehandhabt, wobei die Schachttüre wie auch die Kabinentüre geöffnet sind.

[0051] Die im Bereich des Türkämpfers der Kabinentüre angeordnete Antriebsvorrichtung 10.1 ist mit einer Abdeckung 10.1.9 verschalt, die eine erste Öffnung 10.1.9.1 aufweist, durch welche die Handkurbel 10.1.8 mit der Eintriebswelle 10.1.3.1 gekoppelt werden kann. Um unbefugtes Betätigen der Antriebsvorrichtung zu erschweren, ist diese mit einem zwischen der Abdeckung 10.1.9 und der Eintriebswelle 10.1.3.1 angeordneten Drehschieber 10.1.10 ausgerüstet, der an einem U-förmigen Tragprofil 10.1.13 über eine Drehachse 10.1.10.1 schwenkbar befestigt ist. In seiner selbstzentrierten Grundstellung blockiert der Drehschieber mit seinem Blockierflügel 10.1.10.2 das Einführen des Kupplungsstücks der Handkurbel 10.1.8. Damit die Wartungsperson die Handkurbel mit der Eintriebswelle 10.1.3.1 koppeln kann, muss sie ein schraubenzieherartiges Werkzeug 10.1.11 in vertikal eine schlitzförmige zweite Öffnung 10.1.9.2 und in die Bohrung eines senkrecht über der Öffnung angeordneten Gelenkkopfs 10.1.12 einführen. Durch Schwenken des Werkzeugs in der durch die schlitzförmige zweite Öffnung vorgegebene Richtung wirkt der Schaft des Werkzeugs 10.1.11 gegen eine Betätigungskufe 10.1.10.3 am Drehschieber 10.1.10, wodurch der Drehschieber um seine Drehachse 10.1.10.1 geschwenkt wird und sein Blockierflügel 10.1.10.2 den Zugang zur Eintriebswelle 10.1.3.1 freigibt. Diese Stellung des Drehschiebers ist in Fig. 7 strichpunktiert dargestellt. Die in das Kupplungsstück der Eintriebswelle eingeführte Handkurbel verhindert nun, dass der Drehschieber in seine selbstzentrierte Grundstellung zurückschwenken kann.

[0052] Die zum Ankoppeln der Handkurbel 10.1.8 erzeugte Bewegung des Drehschiebers 10.1.10 wird genutzt, um über Entriegelungs-Bowdenzüge 10.1.12 die Verriegelungsklinken von mindestens zwei Verriegelungsvorrichtungen zu betätigen, welche ein unbeabsichtigtes Absinken der Kabinendecke verhindern. Eine solche Verriegelungsvorrichtung ist in Fig. 8 dargestellt und im folgenden Abschnitt beschrieben. Mit 10.1.12.3 sind in den Fig. 6 und 7 die Stellen markiert, an welchen die ersten Enden der Zugmittel 10.1.12.1 der Entriegelungs-Bowdenzüge 10.1.12 an den Drehschieber 10.1.10 angekoppelt sind, und mit 10.1.12.4 sind diejenigen Stellen markiert, an denen die ersten Enden der zugeordneten flexiblen Hüllrohre 10.1.12.2 der Entriegelungs-Bowdenzüge 10.1.12 an der Antriebsvorrichtung fixiert sind.
Es versteht sich von selbst, dass die vorstehend beschriebenen Sicherheitsvorrichtungen auch bei einer Antriebsvorrichtung mit Zahnriemen- oder Kettentrieb anwendbar sind.

[0053] Fig. 8 zeigt eine der vorstehend erwähnten Verriegelungsvorrichtungen 20, welche ein unbeabsichtigtes Absinken der Kabinendecke 2 verhindern. Dargestellt ist ein Querschnitt durch ein Dachrahmenelement 4.2 des Dachrahmens 4 und einen benachbarten Randbereich der Kabinendecke 2 mit einem Deckenrahmenprofil 2.1, einer Deckenplatte 2.2 und einer Leuchtdecke 2.3. Auf dem Dachrahmenelement 4.2 ist die Verriegelungsvorrichtung 20 fixiert, welche einen Klinkensupport 20.1, eine am Klinkensupport gelenkig gelagerte Verriegelungsklinke 20.2, und einen mit dem Klinkensupport verbundenen Halter 20.3 für eine Klinkenrückstellfeder 20.4 sowie für die Befestigung des Hüllrohrs 10.1.12.2 eines im Zusammenhang mit den Fig. 6 und 7 beschriebenen Entriegelungs-Bowdenzugs 10.1.12. Auf dem Deckenrahmenprofil 2.1 ist ein Klinkenanschlag 20.5 fixiert, in welchen die Verriegelungsklinke 20.2 in ihrer federzentrierten Ruhestellung eingreift, wodurch jedes unbeabsichtigte Absinken der Kabinendecke 2 verhindert wird.

[0054] Wie bereits im Zusammenhang mit den in Fig. 6 und 7 dargestellten Sicherheitseinrichtungen an der Antriebsvorrichtung 10.1 erwähnt, wird vor der Betätigung der Antriebsvorrichtung ein Drehschieber 10.1.10 verschoben, wobei die Bewegung des Drehschiebers zu einer Betätigung von mindestens zwei Verriegelungs-Bowdenzügen 10.1.12 genutzt wird. Diese Verriegelungs-Bowdenzügen führen von der Antriebsvorrichtung 10.1 zu mindestens zwei Verriegelungsvorrichtungen 20 der vorstehend beschriebenen Art, wobei die Zugmittel 10.1.12.1 der Verriegelungs-Bowdenzüge 10.1.12 die Verriegelungsklinken 20.2 gegen die Kraft der Klinkenrückstellfedern 20.4 aus dem Bereich der Klinkenanschläge 20.5 zurückzieht, so dass die Antriebsvorrichtung 10.1 die Kabinendecke 2 über die diese tragenden Bowdenzüge absenken kann. Sobald die Kabinendecke 2 nach ihrer Verwendung als Wartungsplattform wieder in ihre Normallage angehoben ist und die Handkurbel 10.1.8 den Drehschieber 10.1.10 in der Antriebsvorrichtung 10.1 freigibt, rasten die Verriegelungsklinken durch die Kraft der Klinkenrückstellfedern 20.4 wieder in die Klinkenanschläge ein und sichern die Kabinendecke 2 wieder vor dem Absinken.

[0055] Fig. 9 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe, in einem Aufzugsschacht 21 verfahrbare Aufzugskabine 1, die auf einem Stockwerk mit einer Schachttüre 24 positioniert ist. Die Kabinentüre 26 wie auch die Schachttüre 24 sind geöffnet. In der Aufzugskabine 1 ist eine an Zugmitteln 7 von Bowdenzügen 6 abgesenkte, als Wartungsplattform dienende Kabinendecke 2 zu erkennen. Ausserdem ist eine Aufstiegsleiter 22 dargestellt, die einer Wartungsperson den Aufstieg von einem Stockwerksboden 23 aus auf die abgesenkte Kabinendecke 2 erleichtert. Die Aufstiegsleiter 22 ist teleskopartig ausziehbar und während des normalen Aufzugsbetriebs in zusammengeschobenem, etwa horizontalem Zustand auf der Kabinendecke 2 verstaut, wobei sie über eine Gelenkkombination 22.8 mit dem kabinentürseitigen Deckenrahmenprofil 2.4 verbunden ist. Bei abgesenkter Kabinendecke 2 lässt sich die Aufstiegsleiter 22 durch eine auf einem Stockwerksboden stehende Wartungsperson um einen Winkel von etwa 270° aus ihrer Horizontallage auf der Kabinendecke in eine praktisch senkrechte Aufstiegsposition im Bereich der geöffneten Aufzugtüren 24 schwenken, so dass die Wartungsperson bequem auf die als Wartungsplattform abgesenkte Kabinendecke 2 steigen kann. Der Fuss der Aufstiegsleiter 22 ist dabei in einer Position auf dem Kabinenboden abgestützt, die es erlaubt, die Aufzugstüren 24, 26 zu schliessen und die Aufzugskabine 1 mit Inspektionsgeschwindigkeit zu den Inspektionsorten im Aufzugsschacht zu verfahren.

[0056] Fig. 10 zeigt den Schwenkvorgang der Aufstiegsleiter 22 im Detail. Dank der zwei Gelenke umfassenden Gelenkkombination 22.8 und der zusammenschiebbaren Ausführungsform der Aufstiegsleiter lässt sich diese bei abgesenkter Kabinendecke 2 unterhalb des Türkämpfers 25 der offenen Kabinentüre 26 hindurchschwenken und in ihre beinahe senkrechte Aufstiegsposition bringen. Anschliessend werden die drei Sektionen bildenden Rechteckrohre 22.1, 22.2, 22.3 der Aufstiegsleiter 22 ausgezogen und gegenseitig verriegelt, so dass die Quersprosse 22.6 des unteren Rechteckrohrs 22.3 die Kabinentürschwelle 27 oder die Schachttürschwelle 28 erreicht und sich auf einer der Schwellen abstützen kann.

[0057] Mit Bezugszeichen 30 ist in Fig. 9 auch ein so genanntes Spiralkabel dargestellt, das die Zufuhr elektrischer Energie von der Aufzugskabine 1 zur absenkbaren Kabinendecke 2 sicherstellt, um beispielsweise die Beleuchtungskörper der Leuchtdecke 2.3 zu speisen. Diese Art der Stromzufuhr ist eine kostengünstige, platzsparende und einfach installierbare Alternative zu einem Stromkabel, das durch den Scherenmechanismus gemäss Fig. 1 geführt ist oder zu trennbaren Steckverbindungen.

[0058] Fig. 9 lässt ausserdem die Position der vorstehend beschriebenen Antriebsvorrichtung 10 im Bereich des Türkämpfers 25 der Kabinentüre 26 erkennen, wobei nur ein schematischer Querschnitt der Antriebsvorrichtung angedeutet ist.

[0059] Fig. 11 zeigt eine Ansicht A auf die in Fig. 10 dargestellte ausziehbare Aufstiegsleiter 22, d. h. eine Ansicht von der Schachttürseite aus auf die in Aufstiegsposition stehende, ausgezogene Aufstiegsleiter. Zu erkennen ist, dass die Aufstiegsleiter 22 einen einzigen zentralen Leiterholm aufweist, der drei durch drei Rechteckrohre 22.1, 22.2, 22.3 gebildete Sektionen umfasst, wobei das untere Rechteckrohr 22.3 der unteren Sektion im mittleren Rechteckrohr 22.2 der mittleren Sektion und das mittlere Rechteckrohr 22.2 der mittleren Sektion im oberen Rechteckrohr 22.1 der oberen Sektion steckt und verschiebbar geführt ist. Am jeweils unteren Ende jedes Rechteckrohrs ist je eine Quersprosse 22.4, 22.5, 22.6 starr befestigt, die als Trittsprosse der Aufstiegsleiter dient. Die Aufstiegsleiter 22 ist ausziehbar ausgeführt, um zu ermöglichen, dass sie bei abgesenkter Kabinendecke 2 unterhalb des Türkämpfers 25 (Fig. 10) der Kabinentüre hindurchgeschwenkt werden kann. Sie kann selbstverständlich auch eine andere Anzahl von Sektionen aufweisen.

[0060] Fig. 12 zeigt einen Schnitt XII - XII durch die Aufstiegsleiter 22 gemäss Fig. 11. Dargestellt sind ein äusseres oberes Rechteckrohr 22.1 der oberen Sektion mit einer an diesem befestigten Quersprosse 22.4, ein im genannten Rechteckrohr geführtes, zur mittleren Sektion gehörendes mittleres Rechteckrohr 22.2, sowie eine Leiterholm-Verriegelungsvorrichtung 22.7, welche die beiden Rechteckrohre 22.1, 22.2 in einem definierten ausgezogenen Zustand gegenseitig arretiert. Die Leiterholm-Verriegelungsvorrichtung 22.7 umfasst ein in der zugeordneten Leitersprosse 22.4 verschiebbar montiertes Verriegelungsstück 22.7.1, in welchem ein Verriegelungsbolzen 22.7.2 fixiert ist, welcher durch die Kraft einer Einrückfeder 22.7.3 im ausgezogenen Zustand der beiden beteiligten Rechteckrohre in jeweils korrespondierende Bohrungen der beiden Rechteckrohre einrastet und diese gegenseitig arretiert. Zum Zusammenschieben der beiden dieser Verriegelungsvorrichtung zugehörigen Rechteckrohre 22.1, 22.2 kann mittels eines Entriegelungsknopfs 22.7.4 das Verriegelungsstück 22.7.1 mit dem Verriegelungsbolzen 22.7.2 gegen die Kraft der Einrückfeder 22.7.3 so weit zurückgezogen werden, dass der Verriegelungsbolzen aus der Bohrung des inneren Rechteckrohrs austritt, wodurch die beiden Rechteckrohre wieder gegenseitig verschiebbar sind. Die gleiche Leiterholm-Verriegelungsvorrichtung existiert auch an der Verbindungsstelle zwischen dem mittleren Rechteckrohr 22.2 und dem unteren Rechteckrohr 22.3 der Aufstiegsleiter 22.


Ansprüche

1. Aufzugskabine (1) mit einer Kabinendecke (2), die mittels einer Hebevorrichtung in den Passagierraum absenkbar ist und in abgesenkter Position dem Wartungspersonal als Plattform für die Ausführung von Wartungs- und Kontrollarbeiten dient,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hebevorrichtung mehrere Bowdenzüge (6) umfasst.
 
2. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bowdenzüge (6) biegsame Hüllrohre (8) und darin geführte Zugmittel (7) umfassen, wobei jeweils erste Enden der Zugmittel (7) mit der absenkbaren Kabinendecke (2) verbunden sind und die korrespondierenden Enden der biegsamen Hüllrohre (8) an im oberen Bereich der Aufzugskabine (1) unbeweglich angeordneten Kabinenbauteilen fixiert sind.
 
3. Aufzugskabine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im oberen Bereich der Aufzugskabine (1) unbeweglich angeordnete Kabinenbauteile in Form eines mit oberen Rändern von Seitenwänden der Aufzugskabine verbundenen Dachrahmens (4) vorhanden sind.
 
4. Aufzugskabine nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmittel (7) im Bereich ihrer zweiten Enden mit einer Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) in Verbindung stehen, wobei ein bewegbares Antriebsteil (10.1.6, 10.2.6) der Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) so mit den Zugmitteln (7) im Bereich ihrer zweiten Enden zusammenwirkt, dass eine Bewegung des Antriebsteils (10.1.6, 10.2.6) eine Längsverschiebung der zur Kabinendecke (2) führenden Teile der Zugmittel (7) in ihren biegsamen Hüllrohren (8) erzeugt, wobei die mit den zweiten Enden der Zugmittel (7) korrespondierenden Enden der biegsamen Hüllrohre (8) im Bereich der Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) an einem relativ zu dieser unbeweglichen Bauteil fixiert sind.
 
5. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsamen Hüllrohre (8) Unterbrechungen aufweisen können, wobei den Unterbrechungsstellen zugeordneten Enden der Hüllrohre (8) durch Haltestücke (12) an der Aufzugskabine (1) fixiert sind und die Zugmittel sich zwischen den Unterbrechungsstellen geradlinig erstrecken.
 
6. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mit den zweiten Enden der Zugmittel (7) verbundene Antriebsteil (10.1.6, 10.2.6) der Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) linear verschiebbar geführt ist.
 
7. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) eine Gewindespindel (10.1.1) oder einen Zahnriementrieb (10.2.1) oder einen Kettentrieb umfasst, die dazu dienen, das Antriebsteil (10.1.6, 10.2.6) der Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) linear zu verschieben.
 
8. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) eine Eintriebswelle (10.1.3.1) mit einem Kupplungsstück aufweist, über welche eine Wartungsperson mit Hilfe einer Handkurbel (10.1.8) oder eines elektrisch betriebenen Drehmomenterzeugers die Bewegung des die Zugmittel bewegenden Antriebsteils (10.1.6, 10.2.6) bzw. die Verschiebung des linear verschiebbaren Antriebsteils (10.1.6, 10.2.6) der Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) bewirkt.
 
9. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 4 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass am linear verschiebbaren Antriebsteil (10.1.6, 10.2.6) der Antriebsvorrichtung (10.1, 10.2) Zugmittelumlenkrollen (10.1.7, 10.2.7) angebracht sind, und dass die Zugmittel (7) im Bereich ihrer zweiten Enden von Fixpunkten (10.1.4.1, 10.2.4.1) an der Antriebsvorrichtung aus zu den Zugmittelumlenkrollen geführt sind, diese 180° umschlingen und sich in Gegenrichtung zu Anschlussstellen (10.1.5) für die Hüllrohre (8) erstrecken, durch welche die Zugmittel (7) zur absenkbaren Kabinendecke (2) geführt sind.
 
10. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 4 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (10, 10.1, 10.2) im Bereich eines Türkämpfers (25) einer Kabinentüre (26) angebracht ist.
 
11. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen Scherenmechanismus (15) aufweist, der die Kabinendecke (2) vertikal verschiebbar mit dem Bereich des Dachrahmens (4) der Aufzugskabine (1) verbindet.
 
12. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass die auf ihr vorgesehenes Arbeitsniveau abgesenkte Kabinendecke (2) durch mindestens ein Paar kreuzweise und in einer zu einer Kabinenwand parallelen Ebene angeordneter, flexibler Zugverstrebungen (17) mit dem Bereich eines oberen Rands der Aufzugskabine (1) verbunden ist.
 
13. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Dachrahmens (4) der Aufzugskabine mindestens eine Entlastungseinrichtung (18) vorhanden ist, die durch die Wirkung einer vorgespannten Feder (18.4) einen Teil des Gewichts der absenkbaren Kabinendecke (2) trägt.
 
14. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlastungseinrichtung (18) eine Seiltrommel (18.2), ein sich auf dieser Seiltrommel auf- und abwickelndes, mit der Kabinendecke (2) verbundenes Entlastungsseil (18.3) sowie eine die Seiltrommel (18.2) antreibende Verdrehfeder (18.4) umfasst.
 
15. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 1 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Dachrahmens (4) mindestens eine Verriegelungsvorrichtung (20) vorhanden ist, die ein unbeabsichtigtes Absinken der absenkbaren Kabinendecke (2) verhindert.
 
16. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Verriegelungsvorrichtung (20) mittels mindestens eines Entriegelungs-Bowdenzugs (10.1.12) entriegelbar ist, wobei ein Zugmittel (10.1.12.1) des Entriegelungs-Bowdenzugs mit einem an der Antriebsvorrichtung (10.2.1, 10.2.2) vorhandenen Drehschieber (10.1.10) verbunden ist, der manuell verschoben werden muss, damit die Handkurbel (10.1.8) bzw. der Drehmomenterzeuger an die Eintriebswelle (10.1.3.1, 10.2.3.1) der Antriebsvorrichtung (10.2.1, 10.2.2) ankoppelbar ist.
 
17. Aufzugskabine (1) nach einem der Ansprüche 1 - 16, dadurch gekennzeichnet, dass auf der absenkbaren Kabinendecke (2) der Aufzugskabine eine teleskopartig ausziehbare Aufstiegsleiter (22) schwenkbar montiert ist, wobei die Aufstiegsleiter (22) bei auf etwa halbe Höhe eines Passagierraums der Aufzugskabine (1) abgesenkter Kabinendecke (2) aus ihrer horizontalen Lage auf der Kabinendecke (2) unter dem Türkämfper (25) der Kabinentüre (26) hindurch in eine annähernd vertikale Aufstiegsposition schwenkbar ist.
 
18. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstiegsleiter (22) einen einzigen zentralen Leiterholm aus mehreren teleskopisch ausziehbaren Segmenten (22.1, 22.2, 22.3) umfasst.
 
19. Aufzugskabine (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Segment (22.1, 22.2, 22.3) des Leiterholms der Aufstiegsleiter (22) eine einzige Quersprosse (22.4, 22.5, 22.6) umfasst, wobei im Bereich jeder Quersprosse eine Leiterholm-Verriegelungsvorrichtung (22.7) vorhanden ist, mit welchen jeweils zwei teleskopierbare Segmente (22.1, 22.2, 22.3) des zentralen Leiterholms im ausgezogenen Zustand gegenseitig verriegelbar und zum Ineinanderschieben manuell entriegelbar sind.
 
20. Verfahren zur Durchführung von Wartungs- und Inspektionsarbeiten an einer Aufzugsanlage, die eine Aufzugskabine (1) mit einer absenkbaren Kabinendecke (2) umfasst (1), bei welchem Verfahren die Wartungs- und Inspektionsarbeiten durch eine auf der Kabinendecke (2) stehende Wartungsperson ausgeführt werden, wobei die Kabinendecke (2) auf ein unterhalb ihres Normalniveaus liegendes Arbeitsniveau abgesenkt worden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die absenkbare Kabinendecke (2) mittels einer mehrere Bowdenzüge umfassenden Hebevorrichtung abgesenkt bzw. wieder angehoben wird.
 
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Bowdenzüge (6) biegsame Hüllrohre (8) und darin geführte Zugmittel (7) umfassen, deren erste Enden mit der absenkbaren Kabinendecke (2) und deren zweite Enden mit einer zur Hebevorrichtung gehörenden Antriebsvorrichtung (10, 10.1, 10.2) verbunden sind, wobei durch Betätigung der Antriebsvorrichtung (10, 10.1, 10.2) die Kabinendecke (2) abgesenkt bzw. angehoben wird.
 
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die absenkbare Kabinendecke durch die Wartungsperson bei mit offener Schachttüre (24) und offener Kabinentüre (26) auf einem Stockwerk positionierter Aufzugskabine (1) abgesenkt bzw. angehoben wird, wobei durch die auf dem Boden (23) eines Stockwerks oder der Aufzugskabine stehende Wartungsperson - von Hand oder mittels elektrisch betriebenem Drehmomenterzeuger - die zur Hebevorrichtung gehörende, im Bereich eines Türkämpfers (25) einer Kabinentüre (26) angebrachte Antriebsvorrichtung (10, 10.1, 10.2) betätigt wird.
 
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass bei auf Arbeitsniveau abgesenkter Kabinendecke (2) durch die Wartungsperson eine auf der Kabinendecke (2) schwenkbar montierte, teleskopartig ausziehbare Aufstiegsleiter (22) im Bereich der offenen Kabinentüre (26) und der offenen Schachttüre (24) heruntergeschwenkt wird, wonach die Wartungsperson vom jeweiligen Stockwerksboden (23) aus über die heruntergeschwenkte und ausgezogene Aufstiegsleiter (22) auf die als Wartungsplattform abgesenkte Kabinendecke steigt.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente