[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Es gibt eine Vielzahl von auf den gleichen Anmelder zurückgehenden Druckschriften,
in denen die Funktion einer Steckverbindung als Teil einer abdichtenden Rohrverbindung
dargestellt ist.
[0003] Nur beispielhaft wird auf die
PCT/EP2004/001886 verwiesen, in welcher die Funktion einer solchen Steckverbindung dargestellt ist.
[0005] Gegenstand der vorbekannten Rohrverbindungen ist, dass eine abdichtende Steckverbindung
zwischen einem Stecker und einem Stutzen hergestellt wird.
[0006] Problematisch bei derartigen Steckverbindungen ist die Verbindung eines mit dem Stecker
zu verbindendenden Schlauches. In den vorbeschriebenen Druckschriften ist es vorgesehen,
dass der Stecker einen ringförmigen Aufnahmeraum bildet, in den das stirnseitige Ende
des Schlauches eingreift, wobei der innere Teil des Steckers mit einem von innen an
die Innenwandung des Steckers angesetzten Spreizwerkzeug dergestalt verformt wird,
dass sich eine radial auswärts gerichtete, ringsumlaufende Verpressnut ergibt, welche
den Schlauch auf den gesamten Umfang durchmesservermindernd in dem Ringraum des Steckers
zusammenpresst. Auf diese Weise wird der Schlauch durch die genannte Pressverbindung
im Ringraum des Steckers abdichtend und fest aufgenommen.
[0007] Bei der Herstellung dieser Verpressnut haben sich allerdings Schwierigkeiten ergeben.
Problematisch hierbei ist, dass der Schlauch nicht immer einen gleichbleibenden Durchmesser
aufweist und insbesondere auch die Wandstärke variiert.
[0008] Würde man die Verpressnut stets mit gleicher Verpresstiefe ausbilden, dann kann es
vorkommen, dass bei Schläuchen mit geringerer Wandstärke die Verbindung nicht sicher
genug sitzt. Ebenso könnte die Dichtheit dieser Verbindung beeinträchtigt sein.
[0009] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Verpressen von elastomeren Schläuchen in Steckern als Teil einer Rohrverbindung
derart weiterzubilden, dass eine sichere und betriebsfähige Pressverbindung zwischen
dem Stecker und dem elastomeren Schlauch hergestellt wird, die unabhängig von Wandstärkenunterschieden
des Steckers, des Schlauches und dergleichen ist.
[0010] Der Begriff "Schlauch" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung weit gefasst. Es
wird nicht nur ein elastomerer Schlauch verstanden, sondern auch ein Rohr, welches
auch nicht unbedingt elastomer sein muss. Es kann sich also auch um übliche Kunststoffrohre
handeln, bei denen es auch aufgrund der Materialeigenschaften möglich ist, das Material
dergestalt zu verformen, dass eine radial auswärts gerichtete Presssicke im Innenteil
des Steckers in das Material des Rohres hineingreift.
[0011] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass
mit einem in radialer Richtung wirkenden Spreizwerkzeug eine Verpressnut im Material
des Steckers eingebracht wird, welche Verpressnut in das Material des Rohres oder
Schlauches hineingreift und dass mindestens an einer Stelle der Spreizbacke ein radialen
Verformungen unterworfener Sensor angeordnet ist, der die radiale Verformungsarbeit
der Spreizbacke erfasst und den Spreizantrieb damit regelt.
[0012] Mit der gegebenen technischen Lehre wird ein vollständig neues Verfahren beschrieben,
welches auf ein direktes Erfassen der Verformungskräfte beim Verpressen von Schläuchen,
Rohren und dergleichen gerichtet ist.
[0013] Damit wird ein direktes Meßsystem für einen Montageautomaten für die Herstellung
der genannten Verpressungen realisiert, wobei damit gleichzeitig auch eine Werkzeugbruchüberwachung
des Spreizwerkzeuges gegeben ist.
[0014] Mit der erfindungsgemäßen technischen Lehre ist auch eine Schraubenanzugsmoment-Überwachung
von Befestigungsschrauben gegeben, welche Befestigungsschrauben die Verbindung zwischen
dem eigentlichen Spreizwerkzeug und den am Spreizwerkzeug ansetzenden Schrägschiebern
darstellen.
[0015] Ein wesentlicher Vorteil einer Weiterbildung der Erfindung liegt nun darin, dass
die Verpressnut vom inneren Umfang des Steckers aus nach außen gerichtet angebracht
wird. Damit ergibt sich der Vorteil, dass die Spreizkräfte von radial innen nach radial
auswärts gerichtet gemessen werden können, was ein wesentlicher Vorteil gegenüber
dem Stand der Technik ist, bei dem die Spreizkräfte nur im radialen Außenbereich des
Steckers (indirekt) erfasst werden konnten.
[0016] Durch die erfindungsgemäße technische Lehre ergibt sich auch der Vorteil, dass nun
eine Rissbildung beim Verpressvorgang vermieden wird, wodurch die so hergestellte
Pressverbindung rissfrei ist und daher betriebssicher arbeitet.
[0017] Es können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch geringe Wandstärkenunterschiede
sowohl im Schlauch als auch im Stecker erkannt und ausgeglichen werden.
[0018] Bei bekannten Systemen wird der Verpressdruck nur über die Messung des Weges oder
des Druckes erfasst, jedoch nicht über eine Kraftmessung. Damit können Wandstärkenvariationen
der Verpressmaterialien (Stecker und Rohr oder Schlauch) nicht genau genug überwacht
werden. Es ist auch bekannt, die Kräfte indirekt am äußeren Durchmesser des Steckers
zu erfassen, was jedoch störungsanfällig ist, weil nur eine indirekte Messung stattfindet
und hierdurch die Messgenauigkeit beeinträchtigt wird.
[0019] Vorteil der Erfindung sind demzufolge folgende Punkte:
- direktes Messen der auftretenden Umformkraft auf kleinstem Raum
- Überwachung eines Werkzeugbruches
- Überwachung des Anzugsmomentes der Werkzeugbefestigungsschrauben
- Bruchüberwachung der Werkzeugbefestigungsschrauben
- Erkennung und Überwachung geringer Wandstärkenunterschiede des Schlauches, des Rohres
und des Steckteils
- Risserkennung der Steckteile, Rohre und Schläuche
- Toleranzminimierung bzgl. Konzentrizität
- kostengünstig, weniger störanfällig
- extreme Krümmungen vom Schlauch, Rohr, ... möglich, da die Aufnahme von innen gemacht
wird
[0020] Mit der Erfindung wird also eine wegabhängige Kraftsteuerung der Verpressung zwischen
Schlauch, Rohr und dergleichen Medien und einem verformbaren Stecker realisiert, dass
unabhängig von den Wandstärken des Schlauches, des Rohres, des Steckers immer auf
den gewünschten - vom Weg/Wandstärke abhängig, eingestellten Verpressgrad verpresst
wird.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung besteht der Stecker daher aus einem verformbaren
Metallmaterial, wie z. B. einem Stahlblech, einem Aluminiummaterial, Edelstahl und
dergleichen verformbaren festen Materialien mehr.
[0022] Durch die Optimierung der Verpressfunktion wird also stets wandstärkenunabhängig,
sowohl vom Schlauch als auch vom Stecker, der gewünschte Verpressgrad (variabel) erreicht.
[0023] Hier wird erfindungsgemäß mindestens ein Sensor, bevorzugt jedoch mehrere Sensoren,
verwendet, die in den sogenannten Schrägschiebern eingebaut sind, welche Schrägschieber
mit ihren vorderen freien Enden jeweils mit einer Spreizbacke verbunden sind. Die
Spreizbacken greifen im Innenraum des zu verformenden Steckers ein und führen mit
einer dementsprechend radial auswärts gerichteten Spreizschulter die Verpressnut an
der Innenseite des Steckers (radial nach außen gerichtet) aus.
[0024] Hierbei wird es bevorzugt, wenn die Verformungskräfte messenden Sensoren in den Schrägschiebern
angeordnet sind.
[0025] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann es jedoch auch vorgesehen sein,
dass diese Sensoren unmittelbar in den Spreizbacken selbst integriert sind.
[0026] Der Spreizmechanismus zur radial auswärts gerichteten Verspreizung der gegeneinander
gerichteten Spreizbacken ist im übrigen in weiten Grenzen veränderbar. In einer ersten
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht der Spreizmechanismus im wesentlichen
aus einer drehangetriebenen Spindel, an der eine Spindelmutter wandert, welche ihre
axiale Bewegung in eine dementsprechende, radiale Spreizbewegung der Spreizbacken
umsetzt. Zu diesem Zweck ist an der Spindelmutter ein Keilschieber befestigt, und
der Keilschieber führt ebenfalls eine axiale Bewegung mit der Spindelmutter aus, die
auf einen Schrägschieber wirkt, der zu einer Radialbewegung gezwungen wird und der
demzufolge die Spreizbacken in radialer Richtung antreibt.
[0027] Statt dieses Antriebsprinzips mit einer Spindel, Spindelmutter, Keilschieber und
Schrägschieber können auch noch andere Spreizvorrichtungen verwendet werden.
[0028] In einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung ist es demzufolge vorgesehen, dass die
vorgenannten Keilschieber Teil eines Rohres sind, welches insgesamt verschoben wird
und so die vorgenannten Schrägschieber mitnimmt, die dann die vorgenannte Spreizbewegung
in gleicher Weise ausführen. Damit ist klargestellt, dass das Antriebsprinzip für
die Spreizvorrichtung in verschiedener Weise variiert werden kann.
[0029] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0030] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0031] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen:
[0032]
- Figur 1:
- schematisiert in perspektivischer Ansicht die Darstellung eines Steckersmit einem
durch eine Verpressnut befestigten Schlauch;
- Figur 2:
- ein Schnitt durch eine Spreizvorrichtung nach der Erfindung;
- Figur 3:
- eine perspektivische, teilweise geschnittene Darstellung der Vorrichtung nach Figur
2;
- Figur 4:
- die perspektivische Darstellung der Spreizvorrichtung in Seitenansicht;
- Figur 5:
- ein weiterer Teilschnitt durch den hinteren Bereich der Spreizvorrichtung in perspektivischer
Darstellung;
- Figur 6:
- die geschnittene Darstellung des Spreizwerkzeuges im Ruhezustand;
- Figur 7:
- das Spreizwerkzeug beim Ausführen des Spreizvorganges;
- Figur 8:
- eine vergrößerte Schnittdarstellung durch die Befestigung eines Sensors in dem Schrägschieber;
- Figur 9:
- eine schematisiert dargestellte Darstellung der wegabhängigen Kraftsteuerung.
[0033] In Figur 1 ist dargestellt, dass ein bevorzugt aus einem Metallmaterial bestehender
Stecker 10 einen Ringraum 17 ausbildet, in den das vordere Stirnende eines Schlauches
11 eingeführt ist und dort mit einer von innen nach außen gerichteten Verpressnut
15 festgelegt ist.
[0034] Der Stecker 10 besteht aus einem Innen- und einem Außenteil, die zusammen den Ringraum
17 am freien hinteren Ende ausbilden. Innen- und Außenteil sind werkstoffeinstückig
miteinander verbunden.
[0035] Es kann selbstverständlich auch vorgesehen sein, die beiden Teile (Innen- und Außenteil)
durch eine Verbördelung oder eine andere Befestigungsart miteinander zu binden.
[0036] Der Vollständigkeit halber ist noch dargestellt, dass sich in Einsteckrichtung an
den Ringraum 17 eine Aufnahme 29 für einen Dichtring 18 anschließt, der mit einem
nicht näher dargestellten Stutzen dann die abdichtende Rohrverbindung ergibt. Der
Stutzen wird dann in den Innenraum des Steckers 10 eingeführt und dort festgelegt.
[0037] Die Festlegung erfolgt mit einer Rastfeder 14, so dass diese Steckverbindung leicht
lösbar ausgebildet ist.
[0038] Nachfolgend wird nun eine Spreizvorrichtung und ein Verfahren zum Betrieb der Spreizvorrichtung
erläutert, mit der die in Pfeilrichtung 22 eingebrachte Verpressnut 15 hergestellt
wird.
[0039] Die Figuren 2 bis 7 zeigen die gleichen Teile der Vorrichtung in verschiedenen Darstellungen.
Für die gleichen Teile wurden die gleichen Bezugszeichen verwendet, so dass - auch
wenn bestimmte Bezugszeichen nicht angegeben sind - die gleichen Teile stets in den
Zeichnungen an gleicher Stelle vorhanden sind.
[0040] Die durch einen Elektromotor 1 erzeugte Rotationsbewegung 20 wird durch einen Rollengewindeschraubtrieb,
bestehend aus einer Spindel 2 und einer Spindelmutter 3 in eine axiale Bewegung 21
umgewandelt. An der Spindelmutter 3 ist der Keilschieber 4 über die Mutterbefestigung
5 fixiert. Durch diese Fixierung und durch eine Passfedernutverbindung zwischen Spindel
2 und Keilschieber 4 führt der Keilschieber 4 ebenfalls eine axiale Bewegung aus,
da dieser durch die Führungssäulen 6 und die Linearkugelbüchsen 7 nur mehr axiale
Bewegung 21 ausführen kann. Durch das axiale Bewegen des Keilschiebers werden durch
8 Grad geneigte Führungsfenster im Keilschieber 4 die Schrägschieber 8 zu einer Radialbewegung
22 gezwungen, da diese durch die fixierten Radialführungen 26 keine axiale Bewegung
ausführen können. Durch die formschlüssige Verbindung zwischen Schrägschieber 8 und
Spreizbacken 9 bewegen sich diese ebenfalls in radialer Richtung. Durch diese erzeugte
Bewegung 22 der Spreizbacken 9 wird das Material des Steckers 10 verformt und somit
auf den Schlauch 11 verpresst. Die in den Schrägschiebern 8 befindlichen Sensoren
13 messen die durch die Spreizbacken 9 übertragenen Kräfte, die für das Verformen
des Steckers benötigt werden.
[0041] Aus Figur 2 und insbesondere auch aus Figuren 4, 6 und 7 ist erkennbar, dass insgesamt
8 gleichmäßig am Umfang verteilt angeordnete Spreizbacken 9 vorhanden sind, wobei
jede Spreizbacke 9 mit zugeordneten Befestigungsschrauben 27 mit den vorderen, freien
Enden der jeweils zugeordneten Schrägschieber 8 verbunden ist.
[0042] Die Spreizbacken 9 werden in einer Werkzeugaufnahme 19 gefasst, in der eine axiale
und radiale Führung 23 für die Steckerpositionierung des Steckers 10 vorhanden ist.
[0043] Der Stecker wird auf die Vorderseite der Spreizbacken 9 aufgesteckt und über eine
Nut verdrehgesichert.
[0044] Es ist nicht zeichnerisch dargestellt, dass im vorderen Bereich der Spreizbacken
9 ein Führungsteil vorhanden ist, welches in eine radial nach außen geöffnete Nut
des Steckers 10 eingreift und diesen damit auf den Spreizbacken 9 zentriert.
[0045] In den Figuren 6 und 7 ist lediglich ein axialer Anschlag für das hintere Ende des
Steckers 10 auf den Spreizbacken 9 dargestellt.
[0046] Aus Figur 2 und 5 ergibt sich im übrigen, dass eine Stützplatte 24 vorhanden ist,
auf der die Radialführungen 26 befestigt sind, welche zur radialen Führung der Schrägschieber
8 dienen.
[0047] In Figur 6 und 7 ist noch die radiale Spreizschulter 16 gezeigt, wobei in Figur 6
das Spreizwerkzeug in Ruheposition und in Figur 7 in Arbeitsposition. Es ist erkennbar,
dass damit die Keilschieber 4, 4a in axialer Richtung nach vorne in Richtung auf die
Spreizbacken 9 gewandert sind und hierbei gleichzeitig die Spreizbacken 9 in radialer
Richtung auswärts verdrängt wurden, so dass die Spreizschulter 16 an den vorderen
freien Enden der Spreizbacken 9 das Material des Steckers von der Innenseite in Pfeilrichtung
22 (siehe auch Figur 1) radial auswärts gerichtet plastisch verformt.
[0048] Es ist im übrigen erkennbar, dass die gesamte Spreizvorrichtung über eine Befestigungsplatte
25 an dem Elektromotor 1 angeflanscht ist.
[0049] Figur 3 zeigt außerdem, dass der Keilschieber zweiteilig ausgebildet ist und aus
zwei im Abstand voneinander angeordneten Keilschiebern 4, 4a besteht, die über Verschraubungen
28 fest miteinander verschraubt sind.
[0050] Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Es wurde im allgemeinen Teil bereits
schon darauf hingewiesen, dass die Keilschieber 4, 4a auch als Rohr ausgebildet sein
können und dieses Rohr in bestimmter Weise durch einen Linearantrieb verschoben werden
kann.
[0051] Ebenso ist es in einer anderen Ausgestaltung vorgesehen, dass die Keilschieber 4,
4a ein werkstoffeinstückiges, zusammenhängendes Teil bilden.
[0052] Bei der Herstellung der Verpressung bildet sich ein Spalt 30 gemäß Figur 7 zwischen
den gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten Spreizbacken 9.
[0053] Wichtig ist nun die technische Lehre, dass im Bereich des Spreizwerkzeuges, bevorzugt
im Bereich der Schrägschieber jeweils ein Sensor 13 angeordnet ist.
[0054] Es wird hierbei bevorzugt, wenn jedem Schrägschieber 8 ein eigener Sensor 13 zugeordnet
ist.
[0055] Es kann jedoch in einer anderen Ausgestaltung auch vorgesehen werden, dass nur jeder
zweite oder jeder dritte Schrägschieber 8 mit einem dementsprechenden Sensor ausgerüstet
ist.
[0056] Hierbei ist wichtig, dass senkrecht zur Längserstreckung des jeweiligen Schrägschiebers
8 eine Bohrung 31 in das Material des Schrägschiebers eingebracht ist, welche den
gesamten Schrägschieber 8 durchsetzt. Dies ist beispielsweise in Figur 4 erkennbar.
[0057] In Figur 7 ist die Verformungskraft 35 mit einem Pfeil eingezeichnet, der auf die
Außenseite des Schrägschiebers 8 wirkt, und zwar senkrecht zu der Bohrungsmittenachse
der jeweiligen Bohrung 31 für die Aufnahme des Sensors 13.
[0058] Aus Figur 8 gehen weitere Einzelheiten des Aufbaus der Bohrung 31 hervor.
[0059] Es ist erkennbar, dass die Bohrung 31 in der Mitte zwei gegenüberliegende Stege 33
ausbildet, zwischen denen eine Aufnahmebohrung 34 ausgebildet ist.
[0060] In diese Aufnahmebohrung greift der etwa knopfförmig ausgebildete Sensor 13 mit seinem
Bund verringerten Durchmessers ein und wird dort in der Aufnahmebohrung 34 formschlüssig
aufgenommen.
[0061] Hieraus ergibt sich, dass die ringsumlaufenden Stege 33 auch über den gesamten Umfang
auf den Bund des Sensors 13 wirken und so alle Kräfte gleichmäßig, die am Umfang in
Richtung der Verformungskraft 35 wirken, erfassen.
[0062] Der Sensor 13 ist dergestalt in der Aufnahmebohrung 34 festgelegt, dass er einen
Kopf vergrößerten Durchmessers hat, und am Zylinder des kleineren Durchmessers mit
dem Steg 33 verschweißt wird, um so den Sensor verschiebungsfrei und formschlüssig
in der Aufnahmebohrung 34 zu halten.
[0063] Anhand der Figur 9 wird nun die Steuerung der Kraftmessung für den genannten Montageautomaten
näher beschrieben. Es ergibt sich folgender Ablauf:
Durch die Abstimmung eines Schlauches, Rohres,...werden die Parameter des Verpressprogrammes
definiert definiert. Dazu werden drei verschiedene Schlauchdurchmesser auf den gewünschten
Verpressgrad (variabel) verpresst. Wir erhalten dadurch die drei Eckpunkte der Verpressfunktion.
- Fmax / smin
- Fwp/swp
- Fmin / smax
[0064] Über diese drei Punkte werden von der Datenbank die zwei Steigungen k1 und k2 errechnet
und an die Steuerung übergeben. Die Steuerung positioniert die Presse bis smin, dort
wird überprüft ob Fist<Fmax ist. An diesem Punkt beginnt die wegabhängige Kraftsteuerung.
Dabei muss die Steuerung ständig Fsoll (variable Kurve) errechnen, dass sich mit zunehmenden
sist verändert.
[0065] Die Steuerung muss solange positionieren bis Fsoll = Fist-Bremstoleranz erreicht
wurde, das heißt wenn sich die Istkurve - der Bremstoleranz mit der Sollkurve schneidet
ist die Verpressung beendet.
[0066] Der Vorteil der Steuerung ist, dass unabhängig von den Wandstärken des Schlauches,
des Rohres, des Teckers immer auf den gewünschten - vom Weg/Wandstärke abhängig, eingestellten
- Verpressgrad verpresst wird.
Grundsätzlicher Verpressablauf:
[0067]
- fahren bis minimaler Verpressweg
- überprüfen Istkraft< Fmax
- weiterfahren bis Endkraft erreicht ist, Fsoll muss dauernd errechnet werden
- stoppen wenn Fsoll = Fist - Bremstoleranz erreicht ist
- überprüfen ob wir in den Grenzen der Einzelkräfte liegen
- ständige Überwachung der Stopkriterien
Definition Verpressung:
o Kürzel:
[0068]
| • smax |
... MaxPressweg (mm) |
| • swp |
... WegWendepunkt (mm) |
| • smin |
... MinWeg (mm) |
| • Fmax |
... MaxEndkraft (N) |
| • Fwp |
... KraftWendepunkt (N) |
| • Fmin |
... MinEndkraft (N) |
| • min./max Einzel-F |
... Einzelkrafttoleranz (%) |
| • F-Toleranz in% |
... Endkrafttoleranz (%) |
| • F-Riß |
... Rißerkennung (?) |
| • k1 |
... Steigung 1 |
| • k2 |
... Steigung 2 |
| • Tk1 |
... Tempfaktor k1 |
| • Tk2 |
... Tempfaktor k2 |
| • Tswp |
... TempfaktorWegWP |
| • v schnell |
... v schnell (mm/s) |
| • v langsam |
... v langsam (mm/s) |
| • v langsam ab Weg |
... v langsam ab Weg (mm) |
| • Vorpreßeinzelkraft |
...Vorpresskraft (N) |
| • Stillstandszeit |
...Stillstandszeit (ms) |
[0069] In Figur 9 ist auf der Ordinate die Verformungskraft dargestellt, während auf der
Abszisse der Weg der Verformung dargestellt ist. Genauer gesagt handelt es sich um
den Weg, welchen die Spreizschultern 16 der Spreizbacken 9 in radialer Richtung ausführen.
[0070] Ausgehend von der Position 36 beginnt nun der Verspreizvorgang, und es findet zunächst
eine quasi-lineare Verformung auf der Geraden 37 statt. Es wird eine Verpresskurve
38 definiert, die den Zusammenhang zwischen Verpresskraft und Verpressgrad darstellt.
[0071] Ab einem Wendepunkt 39 kann die Verpresskurve auch eine andere Form annehmen. Dies
ist mit der Verpresskurve 40 dargestellt.
[0072] Bei Position 41 und dauernd beim Verfahren auf der Geraden 37 in Pfeilrichtung 42
wird beispielsweise bei Position 41 die Sollkraft ermittelt, die für die Verpressung
notwendig ist und welche die Endkraft darstellt. Es soll hierbei die maximale Kraft
F
max nicht überschritten werden.
[0073] Es werden demzufolge mehrere hintereinanderliegende Positionen 41 auf der Geraden
37 durchfahren und stets eine Ist-Kraft mit einer Soll-Kraft verglichen, und zwar
solange, bis bei Position 43 die Ist-Kraft der Soll-Kraft entspricht, wobei eine bestimmte
Toleranz noch einberechnet werden muss.
[0074] In diesem Punkt (Position 43) ist die Verpressung nun beendet.
[0075] Die Darstellung in Figur 9 zeigt mit der Geraden 45 insgesamt die Schlauchwanddicke
zwischen einem minimalen und einem maximalen Wert.
[0076] Wird beispielsweise die Schlauchwanddicke bei einem dicken Schlauch bei Position
44 definiert, dann erkenn man in dem Diagramm, dass eine relativ hohe Verpressungskraft
gefordert ist.
[0077] Wird jedoch bei Position 46 eine relativ geringe Schlauchwanddicke verpresst, dann
erkennt man, dass die Verpressungskraft nur gering ist. Dies ergibt sich jeweils im
Schnittpunkt auf der Geraden 40 (Verpresskurve).
[0078] Damit besteht der Vorteil, dass nun erstmals direkt die Verformungskräfte an den
Spreizbacken 9 gemessen werden können und damit eine wegabhängige Kraftsteuerung für
die Verpressung vorgeschlagen wird, wodurch die Verpressfunktion optimiert wird und
von der Wandstärke der Verpressmaterialien unabhängig wird, so dass stets der gewünschte
Verpressgrad erreicht wird.
Zeichnungslegende
[0079]
- 1
- Elektromotor
- 2
- Spindel
- 3
- Spindelmutter
- 4
- Keilschieber 4a
- 5
- Mutterbefestigung
- 6
- Führungssäule
- 7
- Linearkugelbuchse
- 8
- Schrägschieber
- 9
- Spreizbacke
- 10
- Stecker
- 11
- Schlauch
- 13
- Sensor
- 14
- Rastfeder
- 15
- Verpressnut
- 16
- Spreizschulter
- 17
- Ringraum (Stecker 10)
- 18
- Dichtring
- 19
- Werkzeugaufnahme
- 20
- Rotationsbewegung
- 21
- Bewegung
- 22
- Radialbewegung
- 23
- Führung (axial und radial)
- 24
- Stützplatte
- 25
- Befestigungsplatte
- 26
- Radialführung
- 27
- Befestigungsschraube
- 28
- Verschraubung
- 29
- Aufnahme (für Dichtring 18)
- 30
- Spalt
- 31
- Bohrung
- 32
- Befestigungspunkt
- 33
- Steg
- 34
- Aufnahmebohrung
- 35
- Verformungskraft
- 36
- Position
- 37
- Gerade (Ist-Kurve)
- 38
- Verpresskurve
- 39
- Wendepunkt
- 40
- Verpresskurve
- 41
- Position
- 42
- Pfeilrichtung
- 43
- Position
- 44
- Position
- 45
- Gerade
- 46
- Position
1. Vorrichtung zum Verpressen von Steckern als Teil einer Rohrverbindung, wobei die Rohrverbindung
als abdichtende Steckverbindung mit einem Stutzen und einem mit dem Stutzen verastbaren
Stecker (10) ausgebildet ist, wobei der Stecker (10) ein werkstoffeinstückig miteinander
verbundenes Außen- und Innenteil aufweist und am hinteren freien Ende einen Ringraum
(17) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem in radialer Richtung wirkenden Spreizwerkzeug eine Verpressnut (15) im
Material des Steckers (10) eingebracht wird, welche Verpressnut (15) in das Material
des Rohres oder Schlauches (11) hineingreift und dass mindestens an einer Stelle der
Spreizbacke (9) mindestens ein radialen Verformungen unterworfener Sensor (13) angeordnet
ist, der die radiale Verformungsarbeit der Spreizbacke (9) erfasst und den Spreizantrieb
damit regelt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizwerkzeug einen Elektromotor (1) aufweist, welcher eine Rotationsbewegung
(20) mittels einer Spindel (20) und einer Spindelmutter (3) in eine axiale Bewegung
(21) umgewandelt, wobei ein an der Spindelmutter (3) befestigter Keilschieber (4)
von Führungssäulen (6) durchgriffen ist, wodurch dieser eine axiale Bewegung ausführt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Keilschieber zwei im Abstand voneinander angeordnete Keilschieber (4, 4a) aufweist,
welche mittels Verschraubungen (28) fest miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Keilschieber (4) geneigte Führungsfenster aufweist, welche von Schrägschiebern
(8) durchgriffen sind und eine Radialbewegung (22) mittels fixierter Radialführungen
(26) ausbilden, wobei die Schrägschieber (8) mit den Spreizbacken (9) formschlüssig
mit zugeordneten Befestigungsschrauben (27) an den vorderen, freien Enden der jeweils
zugeordneten Schrägschieber (8) verbunden sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizbacken (9) in einer Werkzeugaufnahme (19) gefasst sind, welche eine radiale
und axiale Führung (23) für die Steckerpositionierung und Zentrierung des Steckers
(10) aufweist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizwerkzeug eine Verpressnut (15) vom inneren Umfang des Steckers (10) aus
nach außen gerichtet ausbildet und der Sensor (13) auftretende Spreizkräfte von radial
innen nach radial auswärts gerichtet erfasst, welche eine wegabhängige Kraftsteuerung
ausbilden.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (13) zur Erfassung der Verformungsarbeit vorzugsweise in dem Schrägschieber
(8) und/oder in der Spreizbacke (9) des für die Verpressungen herzustellenden Spreizwerkzeuges
angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (13) vorzugsweise ein verformbares Metallmaterial aufweist, wie zum Beispiel
Stahlblech, Aluminium, Edelstahl oder Materialien mit gleichen Eigenschaften, in den
das vordere Stirnende eines Schlauches (11) eingeführt ist und mit einer von innen
nach außen gerichteten Verpressnut (15) festgelegt ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizbacke (9), welche im Innenraum des zu verformenden Steckers (10) eingreift,
eine radial auswärtsgerichteten Spreizschulter (16) aufweist und eine Verpressnut
(15) mittels Verpressung an der Innenseite des Steckers (10) ausbildet.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mittels den Spreizbacken (9) ausgeführte Spreizmechanismus veränderbar ausgebildet
ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass die an der Spindelmutter (3) befestigten Keilschieber (4, 4a) als Teil eines Rohres
und/oder werkstoffeinstückig ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (13) in einer senkrecht zur Längserstreckung des jeweiligen Schrägschiebers
(8) angeordneten Bohrung (31) angeordnet ist, wobei die Bohrung (31) den gesamten
Schrägschieber (8) durchsetzt.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (31) in der Mitte zwei gegenüberliegende, ringsumlaufende Stege (33)
mit einer dazwischen ausgebildeten Aufnahmebohrung (34) für den Sensor (13) aufweist.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (13) ein Kopf vergrößerten Durchmessers aufweist, welcher mit der Zylinderfläche
des kleineren Durchmessers (32) mit den Stegen (33) verschweißt wird und so den Sensor
(13) verschiebungsfrei und formschlüssig in der Aufnahmebohrung hält.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizvorrichtung eine Stützplatte (24) aufweist, welche zur Befestigung der
Radialführungen (26) ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 15 dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Spreizvorrichtung mittels einer Befestigungsplatte (25) an dem Elektromotor
(1) befestigt ist.
17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpressung einen Spalt (30) zwischen den gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten
Spreizbacken (9) ausbildet.
18. Verfahren zum Verpressen von Steckern als Teil einer Rohrverbindung, wobei die Rohrverbindung
als abdichtende Steckverbindung mit einem Stutzen und einem mit dem Stutzen verastbaren
Stecker (10) ausgebildet ist, wobei der Stecker (10) ein werkstoffeinstückig miteinander
verbundenes Außen- und Innenteil aufweist und am hinteren freien Ende einen Ringraum
(17) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass das Verpressen von Schläuchen (11) und/oder Rohren oder vergleichbarem und einem
Stecker (10) mit unterschiedlichen Wandstärken in Abhängigkeit von direkt erfassten
Verformungskräften (35) an den Spreizbacken (9) der Spreizvorrichtung während der
Verpressung ausgebildet ist, wodurch ein stets gleicher Verpressgrad ausgebildet ist.
19. Verfahren nach Anspruch 18, welches durch folgende Verfahrensschritte
gekennzeichnet ist:
- direktes Messen der auftretenden Umformkraft;
- Überwachung eines Werkzeugbruches des Spreizwerkzeuges;
- Überwachung des Anzugsmomentes der Werkzeugbefestigungsschrauben (27);
- Bruchüberwachung der Werkzeugbefestigungsschrauben;
- Erkennung und Überwachung geringer Wandstärkenunterschiede des
- Schlauches (11), des Rohres und des Steckers (10);
- Risserkennung der Steckerteile (10), Rohre und Schläuche (11);
- Toleranzminimierung bezüglich Konzentrizität;
- Verpressung zwischen Schlauch (11), Rohr und vergleichbarem und einem
- verformbaren Stecker (10) unterschiedlicher Wandstärke mittels einer
- wegabhängigen Kraftsteuerung.
20. Verfahren nach Anspruch 18 und 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die wegabhängige Kraftsteuerung folgende Schritte aufweist:
- fahren bis minimaler Verpressweg erreicht ist
- überprüfen Istkraft < Fmax
- weiterfahren bis Endkraft erreicht ist, Fsoll wird kontinuierlich errechnet
- stoppen, wenn Fsoll = Fist - Bremstoleranz erreicht
- überprüfen, ob Kraftwerte in den Grenzen der Einzelkräfte liegen
- ständige Überwachung der Stopkriterien.
21. Verfahren nach Anspruch 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren mittels Abstimmung Punkte definiert, wobei mittels mindestens drei
Punkte zwei Steigungen errechnet werden, welche die Verpressparameter anzeigen.
22. Verfahren nach Anspruch 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformungskraft (35) in Abhängigkeit des in radialer Richtung ausgeführten Weges
der Spreizschultern (16) der Spreizbacken (9) ist.
23. Verfahren nach Anspruch 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Verspreizvorgang eine quasi-lineare Verformung ausbildet, wobei eine Verpresskurve
definiert ist, welche den Zusammenhang zwischen Verpresskraft und Verpressgrad darstellt.
24. Verfahren nach Anspruch 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die für die Verpressung notwendige Sollkraft (variable Kurve) ermittelt,
welche die Endkraft ausbildet, in dem die gemessene Ist-Kraft mit der Soll-Kraft verglichen
wird, bis die Ist-Kraft = Soll-Kraft ist, wobei die maximale Kraft Fmax nicht überschritten wird.
25. Verfahren nach Anspruch 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren bei relativ dicken Schlauch eine relativ hohe Verpressungskraft aufweist.