[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung in einem Backenschienen und gegen diese anstellbare
Weichenzungen umfassenden Weichenstelisystem zum mechanischen Verriegeln der an der
Backenschiene anliegenden, geschlossenen oder von dieser abliegenden, geöffneten Weichenzunge,
wobei Backenschiene und Weichenzunge auf einer verschiebbaren Gleitstuhlplatte eines
auf einer Schwelle beidseitig befestigten Gleitstuhles angeordnet sind und die Gleitstuhlplatte
mit einander paarweise gegenüberliegenden, jeweils der geöffneten und der geschlossenen
Position zugeordneten, entsprechend voneinander beabstandeten nutförmigen Ausklinkungen
ausgebildet ist, in die ein Verriegelungsmittel zwei einander gegenüberliegende Ausklinkungen
überbrückend bei geschlossener Weichenzunge hinter dieser und bei geöffneter Weichenzunge
zwischen dieser und der Backenschiene einsetzbar ist, und wobei das Verriegelungsmittel
als Überbrückungsglied eine Verschlussplatte aufweist, die mit einem an ihrem einen
Ende nach unten abgewinkelten, mit Seitennuten in Ausklinkungen der Verschlusspfatte
eingreifenden Rastkopf und entfernt davon mit einer eckigen Durchbrechung ausgebildet
ist, die eine Mutter eines T-Schraubbolzens verdrehsicher aufnimmt, der mit seinem
T-Bolzenkopf in die andere Ausklinkung einrastet.
[0002] Die Weichenstellsysteme ermöglichen es, in einer Weiche eine Zunge an eine Backenschiene
anzurücken und gleichzeitig die andere Zunge von einer gegenüberliegenden Backenschiene
abzuziehen, wozu geeignete Betätigungsmittel, z.B. Schieberstangen, zum Einsatz kommen.
Sowohl bei hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten als auch in Weichen von Hochgeschwindigkeitsstrecken
ist es erforderlich, daß die jeweilige an einer Backenschiene anliegende Zunge eine
einwandfreie Kontaktanlage einerseits im Anschlagbereich der Zunge und andererseits
auch an den nachfolgenden Stützknaggen aufweist. Dies ist sehr wichtig, um einer Bewegung
beim Befahren unter Belastung der nicht an ihren Stützelementen anliegenden Zungenbereiche,
was praktisch einer Spurverengung gleichkommt, vorzubeugen. Zur Vermeidung einer Spurverengung
muß deshalb dafür gesorgt werden, daß vor dem Befahren alle Zungenbereiche an den
Stützelementen anliegen. Bei der anderen Zunge, nämlich der von der Backenschiene
abliegenden bzw. geöffneten Zunge, muß ein zwischen abliegender Zunge und der dazugehörigen
Backenschiene notwendiger Abstand eingehalten werden.
[0003] Um das zu vermeiden, d.h. einerseits das Nichtanliegen der zu befahrenden Zunge und
andererseits eine nicht weit genug geöffnete Rille bzw. eines nicht ausreichenden
Abstandes der von der Backenschiene abliegenden Zunge, werden im Bereich der engsten
Rille, das ist meistens im Bereich der vollen Kopfbreite der Zunge, sogenannte Klammermifitelverschlüsse
bzw. Gabelmittelverschlüsse oder sonstige Verschlussstücke eingebaut. Damit lässt
sich erreichen, daß sowohl die zu befahrende Zunge überall an den dafür vorgesehenen
Abstützbereichen anliegt als auch zwischen Backenschiene und abliegender Zunge die
Mindestdurchfahrrille nicht unterschritten wird.
[0004] Bei den Klammermittefverschlüssen wird die anliegende Zunge durch die Klammer mit
der Backenschiene verklammert, während beim Gabelmittelverschluß die anliegende Zunge
nur mit einer bestimmten Kraft an die Backenschiene gepresst und die abliegende Zunge
auf eine gewünschte Rillenweite aufgezogen wird. Durch die
EP 0 455 153 A2 ist eine Vorrichtung zum Verriegeln einer mit ihrem Schienenfuß auf einer Unterlage
abstützbaren Weichenzunge bekannt geworden. Ein von der Backenschiene ausgehendes
Verschlussstück, das von einem Schiebelement und einem mit diesem wechselwirkenden
Verschlusselement, z.B. eine Verschlussklammer, durchsetzbar ist, ist hierbei über
eine Achse gelenkig mit der Weichenzunge verbunden.
[0005] Daneben sind, weil es in bestimmten Fällen vorgeschrieben wird, in der Praxis Vorrichtungen
der eingangs genannten Art bekannt, um die geöffnete und geschlossene Zunge mechanisch
unabhängig voneinander verriegeln zu können. Dazu wird eine Gleitstuhiplatte so mit
vier T-Nuten bzw. Ausklinkungen ausgeführt, daß das Verschlusssystem bzw. Verriegelungsmittel
im geschlossenen Zustand der Weichenzunge hinter der anliegenden Zunge und im geöffneten
Zustand zwischen der Weichenzunge und der Backenschiene eingesetzt und mit den gegenüberüegenden
Ausklinkungen der Verschlussplatte verriegelt werden kann. Diese Verriegelungsposition
wird üblich mit einem Hängeschloss gesichert, dessen Bügel eine Bohrung der Verschlussplatte,
und eine dazu fluchtende Bohrung einer untergelegten Schlossplatte durchgreift. Dieses
bekannte Verrjegeiungsmittal setzt sich zusammen aus der Verschlussplatte, die einen
angeformtem Rastkopf zum Eingreifen in eine Ausklinkung der Gleitstuhlplatte, eine
Durchbrechung und eine Lochung für ein Hängeschloss aufweist, einer Schlossplatte
mit in der Einbaulage zu der Lochung der Verschlussplatte fluchtender Lochung, einem
Sicherungsblock und einem T-Schraubbolzen mit Mutter, die in der Einbaulage in der
Durchbrechung der Verschlussplatte verdrehsicher gehalten wird.
[0006] Als nachteilig bei diesem an sich seit langem bekannten und bewährten Verschlussstück
bzw. -system hat sich allerdings herausgestellt, daß es immer nur für ein bestimmtes
Schienenprofil und nur für eine Gleitstuhlhöhe bzw. -breite eingesetzt werden kann.
Aufgrund allerdings unterschiedlicher Schienenprofile und Einsatzfälle (z.B. Gleitstuhlplatten
auf Hohlschwelle und Gieitstuhlplatten mit integriertem Rollensystem) werden jedoch
Gleitstühle mit verschiedener Höhe sowie Breite benötigt, was somit individuell angepasste
Verschlüsse erforderlich macht. Die Vielfalt der Verschlüsse kann aber bei der Montage
unter den im Eisenbahnoberbau widrigen Einsatzbedingungen zu Verwechslungen, Einbaufehlern
und Logistikproblemen führen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung ohne
die genannten Nachteile zu schaffen, insbesondere so auszubilden, daß sie universell,
d.h. für verschiedene Gleitstuhlhöhen und auch -breiten sowie wechselnde Schienenprofile
einsetzbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Rastkopf der Verschlussplatte
mit zumindest einer sich entweder von seinem linken oder rechten Ende nach innen und
unten, zum Gleitstuhl hin verjüngenden Kontur seiner Außenseite ausgebildet ist. Diese
erfindungsgemäß somit zumindest einseitig angespitzte, zum Gleitstuhl hin pfeilartige
Kontur des Rastkopfes, wobei nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die
linke und die rechte Außenseite des Rastkopfes und seine durch die Seitennuten gegenüber
der Verschlussplatte abgesenkte Basisseite die Form eines im wesentlichen gleichschenkligen
Dreiecks besitzen, ermöglicht den Einsatz des Verschlusses auf unterschiedlich hohen
Gleitstühlen und ist gleichzeitig für Backenschienen mit verschiedenen Profilen und
Höhen ihrer Schienenfüße geeignet.
[0009] Denn bei geöffneter Weichenzunge, wenn diese von der Backenschiene abliegt und sich
der Verschluss somit zwischen der Weichenzunge und der Backenschiene befindet, wird
eine Kollision mit dem Backenschienenfuß vermieden, weil die dem Backenschienenfuß
zugewandte Außenseite bzw. -fläche des Rastkopfes mit der sich verjüngenden Kontur
stets den Backenschienenfuß übergreifen kann bzw. dieser taucht unter die Außenseite.
Gegenüber einem Rastkopf mit einer Verjüngungskontur an nur einer Außenseite bietet
die Dreieckform des Rastkopfes den weiteren Vorteil, daß nicht darauf geachtet zu
werden braucht, den Verschluss für einen Gleitstuhl an einem bestimmten Ende der Schwelle
vorsehen zu müssen. Denn ganz gleich, ob der Verschluss für den Gleitstuhl am linken
Ende oder am rechten Ende der Schwelle zum Einsatz gelangt, ist dem Backenschienenfuß
stets eine verjüngte Außenseitenkontur zugewandt. Es ist damit völlig gleich, ob die
abliegende Weichenzunge des linken oder des rechten Gleitstuhls der Schwelle abliegend
verriegelt werden muß. Dem Monteur fordert das keine besondere Sorgfalt ab.
[0010] Wenn nach einer Ausgestaltung der Erfindung die Schenkel bzw. die linke und die rechte
Außenseite des Rastkopfes konkav ausgebildet sind, lässt sich zusätzliche Höhe bzw.
zusätzlicher Freiraum gewinnen und das Übergreifen des Backenschienenfußes sowie dessen
Niederhalten weiter begünstigen.
[0011] Eine Ausführung der Erfindung sieht vor, daß die die Mutter des T-Schraubbolzens
aufnehmende Durchbrechung der Verschlussplatte als verlängertes Langloch ausgebildet
ist. Es ist damit ein und derselbe Verschluss ohne weiteres auch für unterschiedlich
breite Gleitstühle einsetzbar, die von der Länge des den Bewegungsspielraum bereitstellenden
Langloches abhängt.
[0012] Nach einem Vorschlag der Erfindung empfiehlt es sich in diesem Fall, daß die Verschlussplatte
an ihrem von dem Rastkopf entfernten, gegenüber der Durchbrechung und dem in diese
eintauchenden T-Schraubboizen vorkragenden Ende und eine unterhalb der Verschlussplatte
angeordnete Schlossplatte mit deckungsgleichen Lochbildern ausgebildet sind, wobei
die Lochbüderjeweils mehrere Durchgangslöcher horizontal nebeneinander aufweisen,
die von Durchgangsloch zu Durchgangsloch zunehmend weiter nach innen versetzt sind.
Somit ist mit demselben Verschluss weiterhin auch eine Sicherung durch ein Hängeschloss
möglich, da für dieses trotz verschiedener Gleitstuhlbreiten immer eine nicht abgedeckte,
frei liegende Lochpaarung zum Einhängen zur Verfügung steht.
[0013] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
der Erfindung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in der Draufsicht als Einzelheit einer nicht dargestellten Eisenbahnschwelle einen
Gleitstuhl mit darauf angeordneter Gleitstuhlplatte, ohne Weichenzunge und Backenschiene;
- Fig. 2
- den Gleitstuhl nach Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Seitenansicht eines mit einer Backenschiene und an dieser anliegender
Weichenzunge dargestellten Gleitstuhles nach den Fig. 1 und 2, wobei die anliegende
Weichenzunge mit einem zum Stand der Technik zählenden Verschluss verriegelt ist;
- Fig. 4
- in perspektivischer Darstellung den Gegenstand der Fig. 3 in einer bezogen auf die
Zeichnungsebene um 180° gedrehten Ansicht;
- Fig. 5
- eine schematische Vorderansicht eines zuvor gezeigten Gleitstuhles mit dem zum Stand
der Technik zählenden Verschluss, angeordnet bei geöffneter, abliegender Weichenzunge
zwischen dieser und der Backenschiene;
- Fig. 6
- den Weichenzungen-Verschluss der Fig. 3 bis 5 als Einzelheit und explosiv darstellt;
- Fig. 7
- in der Draufsicht einen Gleitstuhl nach den Fig. 1 und 2 mit abliegender Weichenzunge
und zwischen dieser und der Backenschiene angeordnetem, erfindungsgemäßem Verschluss;
- Fig. 8
- den Gleitstuhl der Fig. 7 in einer Seitenansicht;
- Fig. 9
- in der Draufsicht einen Gleitstuhl nach den Fig. 1 und 2 mit an der Backenschiene
anliegender Weichenzunge und erfindungsgemäßem, hinter der Weichenzunge angeordnetem
Verschluss;
- Fig.10
- den Gleitstuhl der Fig. 9 in seiner in der Zeichnungsebene um 180° nach links gedrehten
Vorderansicht; und
- Fig.11
- als Einzelheit den erfindungsgemäßen Verschluss in explosiver Darstellung.
[0014] Von einem nicht dargestellten Weichenstellsystem ist in den Fig. 1 und 2als Einzelheit
ein Gleitstuhl 1 gezeigt, der auf einer ebenfalls nicht dargestellten Eisenbahnschwelle,
z.B. aus Holz oder Beton, verankert wird. Ein solcher Gleitstuhl 1 befindet sich jeweils
am linken und am rechten Ende der Schwelle. Jeder Gleitstuhl 1 ist mit einer in Längsrichtung
hin und her beweglichen Gleitstuhlplatte 2 ausgerüstet. Diese trägt eine Weichenzunge
3, die gegen eine in einer Aufnahme 4 des Gleitstuhls 1 festgelegte Backenschiene
5 anstellbar (vgl. die Fig. 3 und 4) oder von dieser abliegend positionierbar ist
(vgl. Fig. 5).
[0015] Sowohl in der anliegenden, geschlossenen Position als auch der ablegenden, geöffneten
Position der Weichenzunge 3 wird diese entweder hinter der Weichenzunge 3 (vgl. Fig.
3 und 4) oder zwischen der Weichenzunge 3 und der Backenschiene 4 verriegelt (vgl.
Fig. 5). Hierzu wird bei bekannten Systemen, wie in den Fig. 3 bis 6 gezeigt, ein
Verschluss 6 eingesetzt, wie er sich im einzelnen der Fig. 6 entnehmen lässt. Er setzt
sich, von oben nach unten gesehen, aus einer Verschlussplatte 7, einer Schlossplatte
8, einem Sicherungsblock 9 und einem T-Schraubbolzen 10 zusammen, der durch in der
Einbaulage fluchtende Löcher 11 und 12 bzw. eine Rechteckdurchbrechung 13 dieser Bauteile
gesteckt wird. Der Zusammenhalt wird durch eine auf das Schraubgewinde 14 des T-Schraubbolzens
10 aufgeschraubte Mutter 15 gesichert, die in der Rechteckdurchbrechung 13 der Verschlußplatte
7 unverdrehbar gehalten wird. Die Verschlussplatte 7 und die Schlossplatte 8 sind
mit weiteren Bohrungslöchern 16, 17 versehen, durch die in der Einbaulage ein Hängeschloss
18 gesteckt wird (vgl. Fig. 4).
[0016] An dem von dem Bohrungsloch 16 entgegengesetzten Ende der Verschlussplatte 7 ist
in einem nach unten abgewinkelten Plattensteg ein rechteckiger Rastkopf 19 ausgebildet.
Dem Rastkopf 19 mit seinen Seitennuten 20 einerseits und einem T-Bolzenkopf 21 des
T-Schraubbolzens 10 andererseits sind in der Gleitstuhlplatte 2 einander paarweise
gegenüberliegend Ausklinkungen 22a, 22b bzw. 23a, 23b zugeordnet (vgl. die Fig. 1
und 2). Wenn die Position der anliegenden Weichenzunge 3 durch das Verriegelungsmittel
bzw. den Verschluss 6 gesichert werden soll (vgl. die Fig. 3 und 4) greifen die Seitennuten
20 des Rastkopfes 19 der Verschlussplatte 7 in die Ausklinkung 23a ein und der T-Bolzenkopf
21 des T-Schraubbolzens 10 taucht in die Ausklinkung 23b ein. Wenn die abliegende
Position der Weichenzungen 3 verriegelt werden soll (vgl. Fig. 5), wird das Verriegelungsmittel
bzw. der Verschluss 6 mit dem Rastkopf 19 bzw. dem T-Bolzenkopf 21 in die in Fig.
1 linken Ausnehmungen 22a bzw. 22b eingerastet. Der Sicherungsblock 9 des Verschlusses
6 hält in jedem Fall Anlage zur Weichenzunge 3 (vgl. die Fig. 4 und 5), und der T-Bolzenkopf
21 untergreift mit seinem einen Schulterstück den Backenschienenfuß 24, wie aus Fig.
5 zu erkennen.
[0017] Die in den Fig. 7 bis 10 gezeigte Verriegelung der geöffneten bzw. abliegenden (Fig.
8) und geschlossenen bzw, anliegenden (Fig. 10) Weichenzunge 3 baut ebenfalls auf
den in den Fig.1 und 2 gezeigten Gleitstühlen einschließlich der die Ausklinkungen
22a, 22b und 23a, 23b besitzenden Gleitstuhlplatte 2 auf, wie auch alle weiteren Elemente
den im Zusammenhang mit den Fig.1 bis 5 bereits beschriebenen entsprechen, so daß
dieselben Bezugsziffern eingetragen sind, selbst wenn diese nachfolgend nicht noch
einmal erwähnt werden. Entscheidend weicht hier das Verriegelungsmittel bzw. der Verschluss
106 von der zuvor beschriebenen Bauweise ab.
[0018] Dieser Verschluss 106 ist im einzelnen in Fig. 11 dargestellt. Die Verschlussplatte
107, die darunter angeordnete Schlossplatte 108 und der Sicherungsblock 9 werden wiederum
von dem durch die fluchtenden Lochungen 11 und 12 sowie die Durchbrechung 113 der
Verschlußplatte 107 gesteckten T-Schraubbolzen 10 und der auf diesen aufgeschraubten
Mutter 15 zusammengehalten. Der Rastkopf 119 der Verschlussplatte 107 ist hier aber
mit einer sich von oben nach unten verjüngenden Kontur als ein im wesentlichen gleichschenkliges
Dreieck ausgebildet. Die linke und die rechte Außenseite bzw. -fläche 25a und 25b
des Dreieck-Rastkopfes 119 laufen ausgehend von den sich durch die Seitennuten 20
ergebenden, abgesetzten Schulterstücken konkav zur Mitte hin aufeinander zu. Der Dreieck-Rastkopf
119 ermöglicht es, daß bei zwischen der Backenschiene 5 und der Weichenzunge 3 eingesetztem
Verschluss 106 (vgl. Fig. 8) keine Kollision zwischen dem Backenschienenfuß 24 und
dem Rastkopf 119 auftreten kann. Dieser legt sich vielmehr mit seiner jeweils dem
Backenschlenenfuß 24 zugewandten Außenseite 25a oder 25b von oben über den Backenschienenfuß
24. Dies stets auch dann, wenn Backenschienen 5 mit einem anderen Profil und insbesondere
unterschiedlicher Höhe des Backenschienenfußes 24 zum Einsatz kommen sollten.
[0019] Die Verschlussplatte 107 ist zur Aufnahme der Mutter 15 des T-Schraubbolzens 10 mit
einer Rechteckdurchbrechung in Form eines Langloches 113 ausgebildet, so daß der Verschluss
106 nicht nur für verschiedene Profile und Höhen des Backenschienenfußes 24 oder des
Gleitstuhles geeignet ist, sondem auch bei unterschiedlichen Breiten des Gleitstuhles
1 verwendet werden kann. Der variable Abstand VA ist in Fig. 9 angedeutet. Um trotz
variabler Breiten der Gleitstühle 1 eine Sicherung des eingebauten Verschlusses 106
durch ein Hängeschloss 18 zu ermöglichen, sind die Verschlussplatte 107 und die Schlossplatte
108 mit deckungsgleichen Lochbildern versehen, die jeweils mehrere, im Ausführungsbeispiel
drei, zunehmend weiter nach innen versetzte Durchgangslöcher A, B, C bzw. A', B',
C' aufweisen. Die Lochbilder besitzen somit einen sich von der einen zur anderen Längsseite
der Verschlussplatte 107 und der Schlossplatte 108 erstreckenden schrägen Verlauf.
Auch bei einer größten vorkommenden Breite des Gleitstuhles 1 findet der Bügel des
Hängeschlosses 18 somit eine freiliegende Durchgangsloch-Paarung, wie in Fig. 9 für
die auf der Verschlussplatte 107 und der Schlossplatte 108 am weitesten außen liegenden
Durchgangslöcher A und A' beispielsweise gezeigt.
[0020] Ein Verschluss 106 mit einer solchen Verschlussplatte 107 und Schlossplatte 108 macht
somit jeweils individuell angepasste, verschiedene Verriegelungssysteme entbehrlich
und ermöglicht es, mit einem Verschluss 106 in verschiedensten Einsatzfällen die erforderliche
Verriegelung herzustellen. Bei der Montage werden Verwechslungen und Einbaufehler
vermieden, insbesondere braucht bei der Dreieckform des Rastkopfes 119 nicht darauf
geachtet zu werden, ob der auf der Schwelle linke oder rechte Gleitstuhl mit dem Verschluss
106 bestückt wird, denn in jedem Fall ist in der Verrieglungsposition mit abliegender
geöffneter Weichenzunge 3 dem Backenschienenfuß 24 entweder die eine oder die andere,
sich nach innen und unten verjüngende Außenseite 25a oder 25b zugewandt.
1. Vorrichtung in einem Backenschienen (5) und gegen diese anstellbare Weichenzungen
(3) umfassenden Weichenstellsystem zum mechanischen Verriegeln der an der Backenschiene
(5) anliegenden, geschlossenen oder von dieser abliegenden, geöffneten Weichenzunge
(3), wobei Backenschiene (5) und Weichenzunge (3) auf einer verschiebbaren Gleitstuhlplatte
(2) eines auf einer Schwelle jeweils beidseitig befestigten Gleitstuhles angeordnet
sind und die Gleitstuhlplatte (2) mit einander paarweise gegenüberliegenden, jeweils
der geöffneten und der geschlossenen Position zugeordneten, entsprechend voneinander
beabstandeten nutförmigen Ausklinkungen (22a,b; 23a,b) ausgebildet ist, in die ein
Verriegelungsmittel (6) zwei einander gegenüberliegende Ausklinkungen (22a und 22b
oder 23a und 23b) überbrückend bei geschlossener Weichenzunge (3) hinter dieser und
bei geöffneter Weichenzunge (3) zwischen dieser und der Backenschiene (5) einsetzbar
ist, und wobei das Verriegelungsmittel (6) als Überbrückungsglied eine Verschlussplatte
(7; 107) aufweist, die mit einem an ihrem einen Ende nach unten abgewinkelten, mit
Seitennuten (20) in die Ausklinkungen (22a, b; 23a, b) der Gleitstuhlplatte (2) eingreifenden
Rastkopf (19; 119) und entfernt davon mit einer eckigen Durchbrechung (13; 113) ausgebildet
ist, die eine Mutter (25) eines T-Schraubbolzens (10) verdrehsicher aufnimmt, der
mit seinem T-Bolzenkopf (21) in die andere Ausklinkung (22a, b; 23a,b) einrastet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rastkopf (119) der Verschlussplatte (107) mit zumindest einer sich entweder von
seinem linken oder rechten Ende nach innen und unten, zum Gleitstuhl (2) hin verjüngenden
Kontur seiner Außenseite (25a oder 25b) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die linke und rechte Außenseite (25a, 25b) des Rastkopfes (119) und seine durch die
Seitennuten (20) gegenüber der Verschlussplatte (107) abgesenkte Basisseite die Form
eines im wesentlichen gleichschenkligen Dreiecks besitzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schenkel bzw. die linke und rechte Außenseite (25a, 25b) des Rastkopfes (119)
konkav ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Mutter (15) des T-Schraubbolzens (10) aufnehmende Durchbrechung der Verschlussplatte
(107) als verlängertes Langloch (113) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlussplatte (107 an ihrem von dem Rastkopf (119) entfernten, gegenüber der
Langloch-Durchbrechung (113) und dem in diese eintauchenden T-Schraubbolzen (10) vorkragenden
Ende und eine unterhalb der Verschlussplatte (107) angeordnete Schlossplatte (108)
mit deckungsgleichen Lochbildem ausgebildet sind, wobei die Lochbilder jeweils mehrere
Durchgangslöcher (A, B, C; A', B', C') horizontal nebeneinander aufweisen, die von
Durchgangsloch zu Durchgangsloch zunehmend weiter nach innen versetzt vorgesehen sind.