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EP 1 762 525 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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23.01.2013 Patentblatt 2013/04 |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.04.2009 Patentblatt 2009/18 |
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Anmeldetag: 12.09.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einrichtung für das Zusammentragen bzw. Sammeln von Druckprodukten
Device for collating or gathering of printed products
Dispositif pour collationner ou assembler des imprimés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.2007 Patentblatt 2007/11 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Abegglen, Christian
8500 Frauenfeld TG (CH)
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Vertreter: Kraus, Jürgen Helmut |
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Leinweber & Zimmermann
Rosental 7 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 065 074 EP-A1- 0 894 758 EP-A1- 1 550 628 CH-A- 376 940 DE-T2- 69 721 680 US-A- 5 031 891 US-A- 5 421 699 US-A- 5 709 375 US-B2- 6 601 364
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EP-A- 1 357 069 EP-A1- 1 475 329 EP-A2- 0 709 331 DE-A1- 3 126 769 JP-A- 4 269 594 US-A- 5 186 443 US-A- 5 685 531 US-A- 5 876 029
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Sammeleinrichtungen der genannten Art werden in der Druckweiterverarbeitung zum Sammeln
von Druckprodukten, wie Druckbogen, Karten, CD/DVD-ROM oder anderen flächigen Erzeugnissen
zu losen Materialzusammenstellungen eingesetzt. Unter Sammeleinrichtung sind dabei
Züsammentragmaschinen, Sammelhefter und Einsteckmaschinen zu verstehen. Entlang einer
horizontal verlaufenden Förderstrecke sind Zuführvorrichtungen angeordnet, die je
mit einer Sorte der zu sammelnden Druckprodukte beschickt werden. Der Transport der
Materialzusammenstellungen innerhalb der Förderstrecke erfolgt dabei mittels an einem
umlaufend angetriebenen Zugmittel befestigten Mitnehmern. Die Förderrichtung der Sammeleinrichtung
kann je nach Bauart längs oder quer zur Richtung des Rückens stehen. Die Gestaltung
der Auflagemittel entlang der Förderstrecke ist abhängig von der jeweiligen Anwendung.
[0003] An einer Zusammentragmaschine ist das Auflagemittel L-förmig gestaltet und besteht
aus einer in etwa senkrechten Führungswand, an der die Druckprodukte mit ihrem Rückenbereich
anliegen und einem zur Führungswand hin geneigten Bodenteil. In der Rückenlängsrichtung
sind Mitnehmer oder Anschläge vorgesehen, nach denen die Druckprodukte ausgerichtet
werden. Dadurch sind die Bogenzusammenstellungen am Rücken und in Rückenlängsrichtung
ausgerichtet. Eine Einrichtung nach dem Stand der Technik ist beispielsweise in der
CH 446 269 offenbart. An einem umlaufend angetriebenen Zugmittel in gleichen Abständen befestigte
Mitnehmer bilden zusammen eine Fördervorrichtung, die die Materialzusammenstellungen
durch den Förderkanal schiebt. Die Materialzusammenstellungen sind in Förderrichtung
exakt nach dem sie schiebenden Mitnehmer ausgerichtet. Vor jeden Mitnehmer wird auf
seinem Weg durch den Förderkanal von jeder Zuführvorrichtung je ein Druckprodukt zugeführt,
sodass am Ende der Sammelstrecke jedem Mitnehmer ein komplett zusammengetragener,
loser Buchblock zugeordnet ist. Es ist weiterhin bekannt, die Fördervorrichtung so
zu gestalten, dass die Druckprodukte in der Richtung quer zum Rücken gesammelt, respektive
gefördert werden.
[0004] Druckprodukte zum Sammelheften werden auf einer dachförmigen Auflage rittlings aufliegend
gesammelt und müssen vor dem Ablegen auf die Fördervorrichtung einzeln mittig geöffnet
werden. Ihre Lage quer zur Fördervorrichtung ist durch die Spitze der dachförmigen
Auflage und einem Anschlag oder Mitnehmer in der Rückenlängsrichtung definiert.
[0005] Bei Sammeleinrichtungen zum Einstecken sind entlang einer Förderstrecke Zuführvorrichtungen
zum Zuführen von Druckprodukten angeordnet. Dabei wird zuerst das sogenannte Hauptblatt
zugeführt und in der Mitte geöffnet, sodass eine Art Tasche entsteht, in die die einzusteckenden
Druckprodukte von den nachfolgenden Zuführvorrichtungen eingefügt werden können. Der
Antrieb der Fördervorrichtung erfolgt taktsynchron zu der an die in Förderrichtung
nachfolgende Weiterverarbeitungsmaschine, beispielsweise einen Klebebinder oder Sammelhefter.
[0006] Dies kann durch einen mit der nachfolgenden Weiterverarbeitungsmaschine synchronisiert
laufenden, geregelten Elektromotor oder mechanisch durch Ankupplung an den Zentralantrieb
der nachfolgenden Verarbeitungsmaschine erfolgen. Die Zuführvorrichtungen sind einzeln,
gruppenweise oder zentral angetrieben. Damit die zugeführten Druckprodukte an der
korrekten Stelle auf die Materialzusammenstellungen abgelegt werden, müssen die Antriebe
der Zuführvorrichtungen zur Fördervorrichtung synchronisiert laufen. Je nach Antriebsart
der Zuführvorrichtungen erfolgt dies durch eine mechanische Kopplung oder bei motorischem
Antrieb durch eine Antriebssteuerung.
[0007] Nachteilig an Vorrichtungen nach dem Stand der Technik ist, dass die Antriebe der
Zuführvorrichtungen und der Fördervorrichtung starr miteinander gekoppelt sind. Dies
hat zur Folge, dass infolge von Teilungsfehlern der Fördervorrichtung der Summenfehler
eines Mitnehmers zur Bogenzuführvorrichtung mit wachsender Distanz zum Antrieb der
Fördervorrichtung zunimmt.
[0008] Da das Zugmittel der Fördervorrichtung in der Regel eine Kette ist, nehmen die Toleranzen
durch Verschleiss der Kette laufend zu. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Deformationen
in den Antriebsorganen infolge der zu übertragenden Drehmomente und Kräfte, die zusätzlich
zu einer Verschlechterung der Synchronisationsgenauigkeit beitragen. Bei der Verarbeitung
von Standard Druckprodukten gleichen Formats können im Falle von längeren Sammeleinrichtungen
bereits Beeinträchtigungen der Betriebssicherheit auftreten.
[0009] Die vorveröffentlichte
US 5 031 891 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung für ein selektives Sammeln unterschiedlicher
Druckprodukte, wobei die Druckprodukte jeweils durch steuerbare Entnahmevorrichtungen
resp. Anleger einzelnen Förderabschnitten einer Fördervorrichtung zugeführt werden.
Die Anleger sind durch einen Rechner gesteuert, der einen Speicher mit Leseradressen
sowie der Lieferabfolge und die auszuwählenden Teile eines Druckproduktes für bestimmte
Leser aufweist.
[0010] Die vorveröffentlichte
EP - A - 1 065 074 vermittelt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbesserung des richtigen Zeitpunktes
zwischen der Entnahme von Druckprodukten durch Anleger und den Mitnehmerfingern einer
Förderkette an einer Sammelstrecke. Dabei ist an den Enden der Sammelstrecke einer
Einstechmaschine zur Feststellung des Durchlaufs der Mitnehmerfinger jeweils ein Sensor
vorgesehen, mit denen der Verzug der Förderkette durch verspätetes Eintreffen der
Mitnehmerfinger an jedem Anleger erfasst wird, so dass der richtige Zeitpunkt zwischen
Entnahme und Mitnehmerfinger korrigiert werden kann.
[0011] Die vorpublizierte
EP - A - 1 357 069 befasst sich mit einem Bankautomat, der ein erstes Transportband aufweist, das einen
Stapel von Bogen entlang eines Förderweges transportiert, und der einen zweiten Förderabschnitt
aufweist, der an einer Zuführstelle in den ersten Förderweg mündet, an der eine die
Bogen ausrichtende Vorrichtung vorgesehen ist.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das zuletzt zugeführte Druckprodukt in
Förderrichtung präzise ausgerichtet auf das oberste Druckprodukt der sich darunter
befindenden Materialzusammenstellung zu fördern.
[0013] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0014] Die Erfindung wird anschliessend unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand
von Ausführungsbeispielen erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig.1
- eine vereinfachte räumliche Darstellung einer erfindungsgemässen Sammeleinrichtung,
- Fig.2
- einen Ausschnitt aus der Fig. 1,
- Fig.3
- eine Zuführvorrichtung für Beilagen in vereinfachter Darstellung,
- Fig.4
- eine vereinfachte räumliche Darstellung einer alternativen erfindungsgemässen Sammeleinrichtung.
[0015] Die in den Fig. 1 und Fig. 4 dargestellten Sammeleinrichtungen 1 bestehen im Wesentlichen
aus einer Förderstrecke 27 und Zuführvorrichtungen 26, die entlang der Förderstrecke
27 angeordnet sind. Die Förderstrecke 27 verfügt über Auflagemittel 39 (in Fig. 1
nicht dargestellt) auf denen Materialzusammenstellungen 23 aus Druckprodukten 3 und
Beilagen 33 entstehen und in Förderrichtung F verschoben werden, und ein Arbeitstrum
37 einer Fördervorrichtung 6 umlaufender Zugmittel 4, an welchen in regelmässigen
Abständen Mitnehmer 5 befestigt sind, die Aufnahmestellen 25 für die Materialzusammenstellungen
23 bilden. An Förderabschnitte 35 der Förderstrecke 27 werden durch Zuführvorrichtungen
26 Druckprodukte 3 oder Beilagen 33 geliefert, wobei jedem Förderabschnitt 35 mindestens
eine Zuführvorrichtung 26 zugeordnet ist. Die Sammeleinrichtung 1 nach der Fig. 1
könnte beispielsweise für das Sammeln von Materialzusammenstellungen 23 für einen
Klebebinder und die Sammeleinrichtung 1 nach der Fig. 4 für einen Sammelhefter eingesetzt
werden. Beim Sammelprozess für die Klebebindung werden die verschiedenen Druckprodukte
3 durch die entlang der Förderstrecke 27 angeordneten Zuführvorrichtungen 26 in einem
Kanal aufeinander geschichtet, sodass am Ende der Förderstrecke 27 komplette Materialzusammenstellungen
23 verfügbar sind. Beim Sammelprozess für die Sammelheftung nach Fig. 4 werden die
Druckprodukte 3 in geöffnetem Zustand auf einer durch Auflagemittel 39 gebildeten
dachförmigen Auflage rittlings gesammelt. Das Zugmittel 4 wird mittels einer Antriebsvorrichtung
7, beispielsweise eines Motors, angetrieben.
[0016] Die Zuführvorrichtungen 26 werden durch Anleger 2 gebildet, die die Druckprodukte
3 aus Stapeln vereinzeln und an Zuführförderer 28 abgeben, mittels derer die Druckprodukte
3 positionsgenau auf die sich bildenden Materialzusammenstellungen 23 abgelegt werden.
Anleger 2 sind dem Fachmann in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. In den Figuren
sind die Anleger 2 als Trommelanleger dargestellt. Das unterste Druckprodukt 3 resp.
die unterste Beilage 33 eines Stapels werden dabei mittels Saugmitteln partiell vom
Stapel abgetrennt und anschliessend durch an den Trommeln 32 angeordneten Greifern
erfasst, vom Stapel wegtransportiert und an eine als Zuführförderer 28 ausgebildete
Zuführstrecke 43 abgegeben. Als Zuführförderer 28 eignen sich beispielsweise ein umlaufendes
Oberband 30 und ein mit diesem zusammenwirkenden Unterband 31, zwischen denen die
Druckprodukte 3 kraftschlüssig eingespannt gefördert werden. Ebenfalls denkbar wäre
eine umlaufende Kette, mit einer Mehrzahl von an dieser befestigten Greifern, die
die Druckprodukte 3 vom Anleger 2 bis zu der Zusammenführungsstelle 36 fördern und
auf das oberste Druckprodukt 3 der darunter liegenden Materialzusammenstellung 23
ablegen würden. Üblicherweise liegen die Druckprodukte 3 am die Materialzusammenstellung
23 schiebenden Mitnehmer 5 an und sind somit auf dieser Seite exakt ausgerichtet und
referenziert. Formatkleinere Druckprodukte 3, wie auch beispielsweise formatkleinere
Beilagen 33, müssen jedoch meistens mit einem Positions-Sollwert a - gleich oder grösser
0 - zum obersten Druckprodukt 3 einer Materialzusammenstellung 23 an der Förderstrecke
zugeführt werden. Die gegeneinander zu positionierenden Beilagen 33 und
[0017] Druckprodukte 3 können mit unterschiedlicher Polarität elektrostatisch aufgeladen
werden, wodurch sich eine wenigstens temporäre Verbindung zwischen ihnen ergibt. Jede
Zuführvorrichtung 26 verfügt über einen eigenen Regelantrieb 29, der mindestens den
Zuführförderer 28 und in einer bevorzugten Ausführung auch den Anleger 2 antreibt.
Der Regelantrieb 29 wird durch einen Motor 8 mit Lagesensor 10 und einer Servosteuerung
9 gebildet, die miteinander über eine Rückführung 11 und eine Energiezuführung 12
verbunden sind. Alternativ könnte der Regelantrieb 29 auch durch einen Schrittmotor
und eine Schrittmotorsteuerung gebildet sein, wobei in diesem Fall auf den Lagesensor
10 und die Rückführung 11 verzichtet werden könnte. Bekannt sind weiterhin Antriebssysteme,
bei denen durch die Servosteuerung 9 direkt die Position des Rotors ermittelt werden
kann, womit der Lagesensor 10 ebenfalls entfallen kann. Eine weitere denkbare Lösung
ist, als Motor 8 einen Linearmotor einzusetzen. Die Servosteuerung 9 ist mit einer
Steuervorrichtung 13 verbunden, von der sie laufend mindestens die Sollwerte 14 der
Lage des Antriebs erhält und die Istwerte 15 an die Steuervorrichtung 13 zurückgibt.
Zur Ermittlung der Lage der Antriebsvorrichtung 7 für die Mitnehmer 5 ist die Steuervorrichtung
13 über die Signalleitung Feintakt 19 mindestens mit einem Feintakt Sensor 17 eines
Wegmesssystems 16 verbunden. Bekanntlich können die Funktionen der Steuervorrichtung
13 und der Servosteuerung 9 in einem einzigen Gerät zusammengefasst sein. Dies ändert
jedoch nichts an den vorgängig beschriebenen Abläufen und Funktionen.
[0018] Im Bereich vor der Zusammenführungsstelle 36 eines Druckprodukts 3 oder einer Beilage
33 mit dem darunter liegenden Druckprodukt 3 sind Positionssensoren 22 für die Messung
der Position, mindestens des obersten Druckprodukts 3 einer Materialzusammenstellung
23 und Positionssensoren 24 für die Messung der Position des zuzuführenden Druckprodukts
3 oder der Beilage 33 vorgesehen. Aufgrund der beiden Messwerte der Sensoren 22,24
berechnet die Steuervorrichtung 13 die zu erwartende relative Position (Positions-Istwert
a) von zuzuführendem Druckprodukt 3 oder Beilage 33 zum obersten Druckprodukt 3 der
Materialzusammenstellung 23. Alternativ zur Messung der Position des obersten Druckprodukts
3 einer Materialzusammenstellung 23 kann mit einem Positionssensor 21 die Position
des Mitnehmers 5 gemessen werden, an dem das oberste Druckprodukt 3 einer Materialzusammenstellung
23 anliegt. Die Regelantriebe 29 laufen somit als Slave lagegeregelt nach der Antriebsvorrichtung
7 der Fördervorrichtung 6, die den Master bildet. Solche Systeme sind unter dem Begriff
"elektrische Welle" bekannt. Durch Messung der effektiv zu erwartenden Position a
eines zuzuführenden Druckprodukts 3 oder einer Beilage 33 zum obersten Druckprodukt
3 der Materialzusammenstellung 23 und
[0019] Vergleich mit dem Positions-Sollwert a ist es möglich, den Sollwert 15 des Regelantriebs
29 entsprechend zu korrigieren und damit die zuvor ermittelte Abweichung von Positions-Istwert
a zu Positions-Sollwert a zu kompensieren. Geometrische Fehler der Fördervorrichtung
6 infolge Deformationen, Herstellungstoleranzen und Verschleiss werden somit laufend
erfasst und kompensiert, sodass die zuzuführenden Beilagen 33 und Druckprodukte 3
in Förderrichtung F exakt auf das oberste Druckprodukt 3 einer Materialzusammenstellung
23 abgelegt werden. Die Positionssensoren 21,22,24 sind möglichst nahe vor der Zusammenführungsstelle
36 positioniert, aber mindestens soweit, dass auch bei maximaler Produktionsgeschwindigkeit
der Regelantrieb 29 einen neu errechneten Sollwert erreichen kann. Wird die Maschine
ausgeschaltet, wird zwangsläufig auch die ganze Steuerung inaktiv. Werden jetzt Veränderungen
durch manuelle Eingriffe an der Maschine vorgenommen, wird dies die Steuervorrichtung
13 nicht erkennen können. Auf diese Weise können die Regelantriebe 29 ihre Referenz
verlieren, die erst wieder durch die Förderung von Druckprodukten 3 und Beilagen 33
sowie Erfassung derer Lage mit Hilfe der vorgängig beschriebenen Sensorik und Steuervorrichtungen
13 wieder gewonnen werden kann. Um dies zu vermeiden, können Referenztakte an den
Zuführvorrichtungen 26 und der Fördervorrichtung 6 generiert und mittels der Signalleitung
20 der Referenztakt der Fördervorrichtung 6 und mit der Signalleitung 42 der Referenztakt
der Zuführvorrichtung 26 an die Steuervorrichtung 13 übertragen werden. Die Referenztakte
werden je einmal pro Maschinentakt durch den Referenztaktsensor 40 der Fördervorrichtung
6 und Referenztaktsensoren 41 der Zuführvorrichtungen 26 erzeugt. Die zeitliche Lage
innerhalb eines Maschinentaktes ist durch mechanische Einstellungen definiert. Somit
ist es möglich, Regelantriebe 29 ohne Förderung von Druckprodukten 3 oder Beilagen
33 auf die Fördervorrichtung 6 annähernd zu synchronisieren. Die dabei erreichbare
Genauigkeit entspricht derjenigen von Vorrichtungen nach dem Stand der Technik. Weiterhin
ist denkbar, die Position a mit Hilfe des Positionssensors 22 der Materialzusammenstellungen
und dem Referenztaktsensor 41 der Zuführvorrichtung zu bestimmen. In dieser Betriebsart
wird die mögliche Genauigkeit nicht ganz erreicht, jedoch gegenüber Vorrichtungen
nach dem Stand der Technik wesentlich übertroffen.
[0020] Während dem Zusammenführen der Beilagen 33 oder der Druckprodukte 3 mit dem darunter
liegenden Druckprodukt 3 muss dieses nicht zwingend auf der Materialzusammenstellung
23 aufliegen, sondern kann vorerst auf einer Auflage 34 gleiten, die oberhalb des
Auflagemittels 39 angeordnet ist. Die Förderung kann trotzdem durch die Mitnehmer
5 erfolgen, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
[0021] Weiterhin ist denkbar, mit Hilfe von nach der Zusammenführungsstelle 36 stromabwärts
angeordneten Bilderkennungssystemen die Lage einer Beilage 33 oder eines Druckprodukts
3 relativ zu dem darunter liegenden Druckprodukt 3 zu erkennen. Damit ist es möglich,
in Förderrichtung F und/oder quer dazu versetzt oder schief zugeführte Beilagen 33
zu erkennen und beim Überschreiten eines zulässigen Grenzwertes auszuschleusen.
[0022] In der Fig. 4 ist eine alternative Sammeleinrichtung 1 dargestellt, wie sie beispielsweise
für die Beschickung einer Heftmaschine 38 eines Sammelhefters eingesetzt wird. Die
Funktionsweise der Antriebe ist dabei identisch mit derjenigen in einer Zusammentragmaschine
für einen Klebebinder. Wesentlicher Unterschied ist, dass die Druckprodukte 3 bei
der Sammelheftung in geöffnetem Zustand auf einer dachförmigen Förderstrecke 27 rittlings
aufeinander gelegt und in dieser Art gesammelt werden.
1. Einrichtung für das Zusammentragen bzw. Sammeln von Druckprodukten (3) und/oder Beilagen
(33), mit einem eine Förderstrecke (27) bildenden Arbeitstrum (37) eines umlaufenden,
mit daran in regelmäßigen Abständen befestigten Mitnehmern (5) ausgebildeten Zugmittels
(4) einer Fördervorrichtung (6) und entlang der Förderstrecke (27) angeordneten, taktsynchron
angetriebenen Zuführvorrichtungen (26), die sich zumindest durch das Zuführen unterschiedlicher
Druckprodukte (3) unterscheiden und durch jeweils eine Antriebsvorrichtung (7) mit
der Fördervorrichtung (6) verbunden sind, wobei die Fördervorrichtung (6) und mindestens
eine Zuführvorrichtung (26) separat angetrieben sind, und daß zur Lageerfassung eines
auf einem Förderabschnitt (35) der Förderstrecke (27) transportierten Druckproduktes
(3) eine erste Meßvorrichtung (21, 22) und zur Lagebestimmung eines sich auf dem Zuführförderer
(28) befindenden weiteren Druckproduktes (3) oder einer Beilage (33) eine zweite Meßvorrichtung
(24) für die Messung der Position des zuzuführenden Druckproduktes (3) oder der Beilage
(33) vorgesehen sind, die mit einer rechenfähigen Steuervorrichtung (13) verbunden
sind, welche aufgrund der beiden Meßwerte der ersten (21, 22) und der zweiten (24)
Meßvorrichtung die zu erwartende relative Position von zuzuführendem Druckprodukt
(3) oder Beilage (33) zum auf dem Förderabschnitt (35) transportierten Druckprodukt
(3) berechnet und mit einem Positionssollwert vergleicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung (21, 22) in Förderrichtung (F) der Druckprodukte (3) betrachtet
jeweils vor einer Zusammenführungsstelle (36) an der Förderstrecke (27) angeordnet
und die Zuführvorrichtung (26) durch einen drehwinkelsteuerbaren Regelantrieb (29)
mit der Steuervorrichtung (13) verbunden sind und eine Zuführstrecke (43) zwischen
der Zuführvorrichtung (26) und der Zusammenführungsstelle (36) durch einen Zuführförderer
(28) ausgebildet ist, der mit dem drehwinkelsteuerbaren Regelantrieb (29) verbunden
ist, dessen Sollwert entsprechend einer durch den Vergleich ermittelten Abweichung
korrigiert wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der drehwinkelsteuerbare Regelantrieb (29) als Servoantrieb ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführstrecke (43) zwischen einer Zuführvorrichtung (26) und der Zusammenführungsstelle
(36) durch einen Zuführförderer (28) ausgebildet ist, der über einen separaten Regelantrieb
(29) mit der Steuervorrichtung (13) verbunden ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (13) einen Rechner aufweist, der den Positions-Istwert (a)
nach Erfassung der Position der auf dem Förderabschnitt (35) und/oder der Zuführstrecke
(43) sich befindenden Druckprodukte (3) errechnet und mit einem Positions-Sollwert
(a) der Druckprodukte (3) vergleicht und den Zuführförderer (28) nach dem Differenzwert
steuert.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionsmessung eines Druckproduktes (3) an der Förderstrecke (27) und/oder
Zuführstrecke (43) ein auf die Vorder- oder Hinterkante des Druckproduktes (3) gerichteter
Sensor (21,22,24) vorgesehen ist.
6. Anwendung der Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 bei einer Zusammentragmaschine
oder einer Sammelvorrichtung eines Sammelhefters.
1. A device for gathering or collecting printed products (3) and/or inserts (33) for
loose material stacks (23), comprising a working section (37), forming a conveying
track (27), of a circulating traction mechanism (4) of a conveyor (6) with pushers
(5) fastened to the latter spaced apart uniformly, and feeding apparatuses (26) driven
with synchronized timing arranged along the conveying track (27) and which differ
at least by the feeding of different printed products (3) and which are connected
to the conveyor (6) by means of a respective drive (7), the conveyor (6) and at least
one feeding apparatus (26) being driven separately, and that in order to detect a
position of an uppermost printed product (3) of a material stack (23) conveyed on
a conveying section (35) of the conveying track (27), a first measuring apparatus
in the form of a position sensor (21, 22), and for determining the position of a further
printed product (3) located on the feed conveyor (28), a second measuring apparatus
in the form of a position sensor (24) for measuring the position of the printed product
(3) to be fed are provided which are connected to a control apparatus (13) having
computing capacity and which on the basis of the two measurements taken by the first
(21, 22) and the second (24) measuring apparatus calculates the anticipated relative
position of a printed product (3) or insert (33) to be fed for the uppermost printed
product (3) of the material stack (23) conveyed on the conveying section (35) and
compares this with a target position value, characterised in that the measuring apparatus (21, 22), as considered in the direction of conveying (F)
the printed products (3), is positioned respectively upstream of a combining location
(36) on the conveying track (27), and the feeding apparatus (26) is connected to the
control apparatus (13) by a variable speed drive (29) with rotation angle control,
and a feed track (43) is formed between the feeding apparatus (26) and the combining
location (36) by a feed conveyor (28) which is connected to the variable speed drive
(29) with rotation angle control, the target value of which is corrected according
to a deviation determined by the comparison.
2. Device according to claim 1, characterised in that the torque-controllable variable-speed drive (29) is designed as a servo drive.
3. Device according to claim 1 or claim 2, characterised in that the feeding section (43) between a feeding device (26) and the assembly point (36)
is formed by a feed conveyor (28) connected to the control device (13) via a separate
variable-speed drive (29).
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the control device (13) has a computer which calculates the actual position value
(a) after detecting the position of the printed products (3) situated on the conveying
section (35) and/or the feeding section (43), compares it with a setpoint position
(a) for the printed products (3) and controls the feed conveyor (28) on the basis
of the differential value.
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterised by a sensor (21, 22, 24) directed towards the front or rear edge of a printed product
(3) for measuring the position of the printed product (3) on the conveying track (27)
and/or feeding section (43).
6. Use of the device according to one of claims 1 to 5 in a gathering machine or a collecting
device of a gang-stitcher.
1. Dispositif pour collationner ou assembler des produits d'impression (3) et/ou des
encarts (33), à des assemblages de matériau (23) volants, comprenant un brin opérant
(37) matérialisant une piste de convoyage (27) d'un moyen de traction (4) en révolution,
faisant partie d'un dispositif convoyeur (6) et auquel des organes d'entraînement
(5) sont fixés à intervalles réguliers ; et des dispositifs d'amenée (26) entraînés
en synchronisme, qui sont implantés le long de ladite piste de convoyage (27), se
différencient au moins par la délivrance de produits d'impression (3) de natures différentes,
et sont reliés audit dispositif convoyeur (6) par un dispositif respectif d'entraînement
(7), sachant que ledit dispositif convoyeur (6) et au moins un dispositif d'amenée
(26) sont entraînés distinctement ; et qu'un premier dispositif mesureur (21, 22)
est prévu pour détecter la position d'un produit d'impression (3) supérieur d'un assemblage
de matériau (23) transporté sur un tronçon de convoyage (35) de la piste de convoyage
(27), un second dispositif mesureur (24) sous la forme d'un capteur de position (24)
destiné à la mesure de la position du produit d'impression à amener étant prévu pour
déterminer la position d'un autre produit d'impression (3) situé sur le convoyeur
d'amenée (28), lesdits dispositifs étant raccordés à un dispositif de commande (13)
à capacité de calcul qui calcule, en se fondant sur les deux valeurs de mesure des
premier (21, 22) et second (24) dispositifs mesureurs, la position relative escomptée
du produit d'impression (3) à amener ou des encarts (33) par rapport au produit d'impression
(3) supérieur de l'assemblage de matériau transporté sur le tronçon de convoyage,
et qui la compare à une valeur de consigne de position, caractérisé par le fait que le dispositif mesureur (21, 22) est respectivement implanté, considéré dans la direction
de convoyage (F) des produits d'impression (3), avant une zone de regroupement (36)
située sur la piste de convoyage (27), le dispositif d'amenée (26) est relié au dispositif
de commande (13) par un entraînement régulateur (29) dont les angles de rotation peuvent
être commandés ; et un trajet d'amenée (43), entre ledit dispositif d'amenée (26)
et ladite zone de regroupement (36), revêt la forme d'un convoyeur d'amenée (28) relié
audit entraînement régulateur (29) dont les angles de rotation peuvent être commandés
et dont la valeur de consigne peut être corrigée en correspondance à une déviation
déterminée d'après la comparaison.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'entraînement régulateur (29), dont les angles de rotation peuvent être commandés,
est réalisé sous la forme d'une servocommande.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le trajet d'amenée (43), entre un dispositif d'amenée (26) et la zone de regroupement
(36), revêt la forme d'un convoyeur d'amenée (28) relié au dispositif de commande
(13) par l'intermédiaire d'un entraînement régulateur (29) distinct.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le dispositif de commande (13) comporte un calculateur qui calcule la valeur réelle
de position (a), après détection de la position des produits d'impression (3) situés
sur le tronçon de convoyage (35) et/ou sur le trajet d'amenée (43) ; la compare à
une valeur de consigne de position (a) desdits produits d'impression (3) ; puis pilote
le convoyeur d'amenée (28) sur la base de la valeur différentielle.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'un capteur (21, 22, 24), prévu pour mesurer la position occupée par un produit d'impression
(3) sur la piste de convoyage (27) et/ou sur le trajet d'amenée (43), est orienté
vers l'arête antérieure ou postérieure dudit produit d'impression (3).
6. Utilisation du dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, dans une machine de
collationnement ou dans un dispositif d'assemblage d'une encarteuse-piqueuse.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente