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EP 1 762 691 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
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Anmeldetag: 06.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Abdichtung einer Tür- oder Fensterecke
Seal for a door or window corner
Dispositif d'étanchéité pour un coin de porte ou fenêtre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.2007 Patentblatt 2007/11 |
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Patentinhaber: SYLID Systemlogistik und Industriedienstleistung
GmbH |
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50169 Kerpen (DE) |
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Erfinder: |
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- Witte, Manuela
50226 Frechen (DE)
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Vertreter: Draudt, Axel Hermann Christian et al |
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Christophersen & Partner
Patentanwälte
Lönsstrasse 59 42289 Wuppertal 42289 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 212 231 DE-A1- 19 849 831 DE-U1-202005 007 998
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DE-A1- 19 524 612 DE-U1- 20 013 946
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdichtung für eine von zwei winkelig zueinander angeordneten
Rahmenholmen oder einem Rahmenholm und einer Schwelle festgelegten Tür- oder Fensterecke,
die im Zwickel der Tür- oder Fensterecke an einer vertikalen Tragfläche befestigbar
ist und eine Vielzahl horizontal vorstehende, an einem Flügelteil anlegbare, voneinander
beabstandete Dichtungsstege aufweist.
[0002] Eine Abdichtung mit den vorgenannten Merkmalen ist aus der
DE 203 10 946 U1 bekannt. Dabei ist von Bedeutung, daß eine Vielzahl beabstandeter Dichtungsstege
in parallelanordnung vorhanden ist. Die Dichtungsstege brauchen nicht in erster Linie
gesamthaft auf die Abdichtungsaufgabe abgestimmt zu werden. Es ist vielmehr möglich,
sie einzeln zu gestalten insbesondere auch im Hinblick auf ihre Beaufschlagung mit
dem Flügelteil, daß bei einer geschlossen Tür oder bei einem geschlossenen Fenster
auf die Dichtungsstege drückt. Dementsprechend kann auch ihr Rückstellverhalten an
die Erfordernisse angepaßt werden. Vorteilhaft ist insgesamt, daß die Beanspruchung
der Dichtungsstege infolge ihres Abstands voneinander gut beherrschbar ist und eine
gegenseitige Beeinflussung soweit wie möglich vermieden werden kann.
[0003] Damit diese Dichtungsstege diese guten Eigenschaften aufweisen können, ist es notwendig,
relativ kostspieligen Kunststoff zu verwenden. Sollte dabei die gesamte Abdichtung
aus diesem Kunststoff bestehen, so verteuert sich deren Herstellung dadurch erheblich.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtung der eingangs genannten
Art anzugeben, die trotz hervorragender Abdichtungseigenschaften kostengünstig herstellbar
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Abdichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Abdichtung aus einer Grundplatte und einer daran befestigten
die Dichtungsstege aufweisenden Dichtungsplatte besteht und, daß nach der Endmontage
die zum Rahmenholm weisende Fläche der Grundplatte eine dem Profilsystem entsprechende
Kontur bzw. Form aufweist, wobei die Grundplatte und die Dichtplatte durch Kleben,
Verschrauben oder Klipsen miteinander verbunden sind.
[0006] Der Kern der Erfindung besteht darin, für die unterschiedlichen Anwendungsfälle stets
eine einheitliche Dichtungsplatte zur Verfügung zu stellen, die dann bedarfsweise
mit einer Grundplatte zusammengeführt werden kann. Gemäß der Erfindung ist es des
weiteren vorgesehen, daß nach der Endmontage die zum Rahmenholm weisende Fläche der
Grundplatte eine dem Profilsystem entsprechende Kontur bzw. Form aufweist. Dadurch
können die Kosten für die Abdichtung nochmals deutlich gesenkt werden. Aufgrund des
doch retativ kostspieligen Materials für die Dichtungsstege und auch für entsprechende
Herstellungswerkzeuge ist es günstig, wenn für diese Abdichtung eine geringstmögliche
Anzahl von Herstellungswerkzeugen notwendig sind. Da es aber eine Vielzahl unterschiedlicher
Profilsysteme gibt, für die diese Abdichtung einsetzbar sein soll, ist es eine große
Kostenersparnis, lediglich die äußerst kostengünstige Grundplatte für die entsprechenden
Profilsysteme passend herzustellen und dann anschließend lediglich die Dichtungsplatte
daran anzubringen. Ferner ist es vorgesehen, daß die Grundplatte und die Dichtplatte
durch Kleben, Verschrauben oder Klipsen miteinander verbunden sind.
[0007] Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die Grundplatte aus einem einfachen Kunststoff
besteht, da dadurch die Materialkosten für die Abdichtung deutlich gesenkt werden.
[0008] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die Dichtungsplatte
aus einer Platte besteht, auf der die Dichtungsstege angeordnet sind.
[0009] Da insbesondere die Dichtungsstege bei oftmaligem Gebrauch durchaus einem Verschleiß
unterliegen können, ist es vorteilhaft vorgesehen, daß die Dichtungsstege und die
Platte separate Teile sind, die miteinader lösbar oder unlösbar verbunden sind.
[0010] Allerdings ist es aber auch möglich, daß die Dichtungsstege und die Platte als integrales
Teil herstellbar sind, wobei dann bei einem zu großen Verschleiß die gesamte Dichtungsplatte
auszuwechseln wäre.
[0011] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Dichtungsstege an der Platte angespritzt oder
daran angeklebt sind.
[0012] Dies trifft insbesondere dann zu, wenn die Dichtungsstege als Schlauchdichtungen
oder als Dichtlippen ausgebildet sind.
[0013] Damit die Möglichkeit des Eindringens von Wasser in den Falzraum noch weiter reduziert
wird, ist es vorteilhaft, wenn die Dichtungsplatte im Endmontagezustand an der zum
vertikalen Rahmenholm bzw. zur Schwelle weisenden Rand eine erste Dichtlippe aufweist,
die im endmontierten Zustand die Oberfläche des Rahmenholms der Schwelle abdichtend
ergreift.
[0014] Die Einsetzbarkeit der Abdichtung kann dabei dann noch erhöht werden, wenn an dem
gegenüberliegenden Rand eine zweite Dichtlippe angeordnet ist. Dadurch ist es möglich,
für beide abzudichtende Zwickel lediglich ein und dieselbe Abdichtungsart zu verwenden.
[0015] Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Abdichtung an den
Zwickel anzubringen. Besonders einfach und vorteilhaft ist aber, wenn zur Befestigung
an dem Rahmenholm mittels Schrauben mindestens eine entsprechende Öffnung vorhanden
ist.
[0016] Wenn im endmontierten Zustand die zum vertikalen Rahmenholm oder Schwelle weisende
Seite eine mit diesen einen formschlüssigen Anschluß ermöglichende Oberfläche aufweist,
ist neben der verbesserten Dichtwirkung auch noch das ästhetische Erscheinungsbild
angehoben.
[0017] Dabei ist es ebenfalls vorgesehen, daß auch die entgegensetzte Seite einen derartigen
formschlüssigen Anschluß ermöglicht, um auch bei einer derartigen Abdichtung dann
die einzige Ausführungsart für beide Zwickel verwenden zu können.
[0018] Es ist teilweise erwünscht, für Fensterecken, insbesondere aber für Türecken eine
absenkbare Dichtung zu verwenden, die beim Schließen des Flügels durch Eindrücken
seitlich aus dem Flügelrahmen herausstehender Betätigungselemente für die geschlossene
Tür bzw. das geschlossene Fenster aktivierbar ist.
[0019] Dies könnte zwar dadurch geschehen, daß die Betätigungsvorsprünge mit einer großen
Oberfläche versehen werden, die dann auf den Dichtungsstegen großflächig zur Anlage
kommen, um trotz deren Elastizität eine ausreichende Steifigkeit zur Betätigung der
absenkbaren Dichtung zu erzielen.
[0020] Dies ist allerdings aufgrund des zusätzlichen Materials und auch der zusätzlichen
Arbeit sehr kostspielig und außerdem auch noch ästhetisch unschön. Dabei ist es dann
vorteilhaft, wenn ein einem Falzraum des ersten Rahmenholms im endmontierten Zustand
entgegengesetzte Ende einen frei von Dichtungsstegen, aber auch deren Seite befindlichen
Anlagebereich aufweist, dessen Elastizität geringer ist als die der Dichtungsstege.
Dadurch wird dem Auslösevorsprung der absenkbaren Dichtung eine Fläche zur Verfügung
gestellt, die eine ausreichende Festigkeit aufweist und eine sichere Auslösung dieser
Dichtung gewährleistet.
[0021] Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Anlagebereich von einem entsprechenden Vorsprung
gebildet wird.
[0022] Es ist aber auch möglich, daß der Anlagebereich von zwischen den Dichtungsstegen
angeordnetem zusatzmaterial gebildet wird.
[0023] Damit die wirkung der Abdichtung noch weiter erhöht wird, ist es vorteilhaft, wenn
der Anlagebereich mindestens an zwei Seiten von Dichtungsstegen umgeben ist.
[0024] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele sowie aus den Figuren, auf die Bezug genommen wird.
[0025] Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels;
- Fig.2
- eine der Fig.1 ähnliche Darstellung mit unterschiedlichem Blickwinkel;
- Fig.3a bis b
- drei verschiedene Ansichten des in Fig.1 gezeigten Ausführungsbeispiels im montierten
Zustand;
- Fig.4
- eine der Fig.2 ähnliche Ansicht, allerdings im montierten zustand;
- Fig.5
- eine der Fig.4 ähnliche Ansicht mit anderem Blickwinkel;
- Fig.6
- eine perspektivische Darstellung des bisher gezeigten Ausführungsbeispiels im endmontierten
Zustand; und
- Fig.7
- eine Perspektivdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels im eingebauten Zustand.
[0026] Anhand der Fig.1 bis 6 werden nunmehr mehrere Ausführungsbeispiele einer Abdichtung
10 beschrieben werden. Dabei bedeuten gleiche Bezugszeichen gleiche Merkmale, soweit
nichts anderes ausgesagt ist.
[0027] Diese Abdichtung 10 ist vorgesehen für eine von zwei winklig zueinander angeordneten
Rahmenholmen 12 und 14 oder einem Rahmenholm 12' und einer Schwelle 14' festgelegten
Tür- oder Fensterecke 16. Dabei ist die Abdichtung 10 im Zwickel der Tür- oder Fensterecke
16 an einer vertikalen Tragfläche 18 befestigbar. Dazu können Schrauben 32' verwandt
werden, die durch in der Abdichtung 10 vorhandene Öffnungen 32 hindurch gesteckt und
an einer Tragfläche 18 des Rahmenholms 12 bzw. 12' eingeschraubt werden können.
[0028] Für die abdichtende Wirkung sind horizontal vorstehende und an einem Flügelteil anlegbare
sowie voneinander beabstandete Dichtungsstege 20 vorhanden.
[0029] Aus Gründen einer vereinfachung der Herstellung, vor allen Dingen aber aus Kostenreduzierungsgründen
besteht die dargestellte Abdichtung 10 aus einer Grundplatte 22 und einer daran befestigten
die Dichtungsstege 20 aufweisenden Dichtungsplatte 24.
[0030] Daher ist es möglich, für die Grundplatte 22 einen einfachen und somit kostengünstigen
Kunststoff für dessen Herstellung zu verwenden.
[0031] Die Dichtungsplatte 24 ist bei den gezeigten Ausführungsbeispielen als eine Platte
26 ausgebildet, auf der die Dichtungsstege 20 angeordnet sind. Diese Dichtungsstege
20 und die Platte 26 können als separate Teile ausgebildet sein, die dann miteinander
lösbar oder unlösbar verbunden sind.
[0032] Es ist aber auch möglich, die Dichtungsstege 20 und die Platte 26 als integrales
Teil herzustellen.
[0033] Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß die nach der Endmontage zum Rahmenholm 12
bzw. 12' weisende Fläche der Grundplatte 22 eine dem Profilsystem entsprechende Kontur
bzw. Form aufweist. Dadurch ist es möglich, die Herstellungskosten noch weiter zu
reduzieren, da für die unterschiedlichen Profilsysteme lediglich die kostengünstigen
Grundplatte 22 entsprechend ausgebildet werden müssen, wohingegen die Dichtungsplatte
24 so ausgebildet ist, daß sie nahezu auf alle Grundplattenarten paßt.
[0034] Bei den in den Fig.1 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Dichtungsstege
20 an der Platte 26 angespritzt oder daran angeklebt. Diese Dichtungsstege 20 können
als Schlauchdichtungen oder auch als Dichtlippen ausgebildet sein.
[0035] Ferner sind an der Dichtungsplatte 24 bzw. an der Platte 26 an der im Endmontagezustand
zum vertikalen Rahmenholm 14 bzw. zur Schwelle 14' weisenden Rand sowie an dem entgegengesetzten
Rand eine erste Dichtlippe 28 sowie eine zweite Dichtlippe 30 angeordnet.
[0036] Selbstverständlich würde es für eine Erhöhung der Abdichtwirkung völlig ausreichen,
lediglich die zum Rahmen 14 bzw. zur Schwelle 14' weisenden Rand mit der ersten Dichtlippe
28 zu versehen. Da allerdings die Abdichtung 10 in der gezeigten Ausbildung aber auch
für die entgegengesetzte Ecke verwandt werden kann, ist es für die Abdichtwirkung
notwendig, daß auch die zweite Dichtlippe 30 vorhanden ist. Es wird daher ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß aufgrund der gewählten Ausbildung für die abzudichtenden Tür-
oder Fensterecken 16 jeweils Abdichtungen verwandt werden können, die identisch zueinander
ausgebildet sind.
[0037] Die Grundplatte 22 und die Dichtplatte 24 können entweder durch Kleben, Verschrauben
oder durch Klipsen miteinander verbunden sein oder vor der Endmontage verbunden werden.
[0038] Bei den in den Fig.1 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispielen wurde die Verbindungsart
"Klipsen" gewählt. Dazu weist die den Dichtungsstegen 20 entgegengesetzte Oberfläche
der Platte 26 in diesem Fall vier Klipsnasen 40 auf, die in Fig.2 sehr gut zu erkennen
sind, und die Grundplatte 22 ist mit entsprechenden Klipsaufnahmen 42 ausgestattet,
was am besten in Fig.1 zu sehen ist.
[0039] Es wird Bezug auf die Fig.3b genommen, aus der entnehmbar ist, daß sowohl der im
Endmontagezustand zum Rahmenholm 14 weisende Rand als auch der entgegengesetzte Rand
der Grundplatte 22 jeweils einen leichten Knick aufweisen. Dies dient dazu, die Grundplatte
22 an einen Rahmenholm 14 bzw. eine Schwelle 14' anzupassen, die eine entsprechende
Oberflächenform aufweist. Damit auch dieses Ausführungsbeispiel für beide Tür- oder
Fensterecken 16 verwendet werden kann, ist auch die entgegengesetzte Kante bzw. der
entgegengesetzte Rand entsprechend ausgebildet. Diese Ränder ermöglichen daher einen
mit dem Rahmenholm 14 oder der Schwelle 14' formschlüssigen Anschluß.
[0040] Nun kann es aber etwünscht sein, für Tür- oder Fensterecken 16 eine absenkbare Dichtung
zu verwenden, die beim Schließen eines Flügels durch Eindrücken von seitlich aus dem
Flügelrahmen herausragender Betätigungselemente aktivierbar ist.
[0041] Dies könnte zwar dadurch geschehen, daß die Betätigungselemente mit einer großen
Oberflächen versehen werden, die dann auf den Dichtungsstegen großflächig zur Anlage
kommen können, wodurch trotz der Elastizität der Dichtungsstege eine ausreichende
Steifigkeit zur Betätigung der absenkbaren Dichtung erzielt werden kann.
[0042] Dies ist allerdings aufgrund des zusätzlichen Materials und auch der zusätzlichen
Arbeit sehr kostspielig.
[0043] Daher ist bei den in den Fig.1 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispielen vorgesehen,
daß bei ein ein im Falzraum 34 des ersten Rahmenholms 12 im endmontierten Zustand
entgegengesetztes Ende einen frei von Dichtungsstegen 20, aber auf deren Seite befindliche
Anlagebereich 36 angeordnet ist.
[0044] Dieser Anlagenbereich 36 weist eine geringere Elastizität auf als diejenige der Dichtungsstege
20. Es wird daher dem Betätigungselement für die absenkbare Dichtung eine Fläche zur
Verfügung gestellt, die eine ausreichende Festigkeit aufweist, damit diese absenkbare
Dichtung stets sicher ausgelöst werden kann.
[0045] Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen ist der Anlagebereich 36 auf einem Vorsprung
38 vorhanden und mit der Platte 26 verbunden. Dieser Vorsprung 38 ist bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel einstückig mit der Platte 26 ausgebildet.
[0046] Bei dem mit Fig.7 gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel, das keinen Anlagebereich
36 aufweist, ist eine andere Profilkonstruktion gezeigt, so daß die Grundplatte 22
auch eine andere Form aufweist.
[0047] Das gleiche gilt auch für die Anpassung an die Schwelle 14'. Bei diesem in Fig.7
gezeigten Ausführungsbeispiel ist es allerdings nicht möglich, für beide Tür- oder
Fensterecken 16 ein und dieselbe Form der Abdichtung 10 zu verwenden.
Bezugszeichenliste:
[0048]
- 10
- Abdichtung
- 12
- Rahmenholm
- 14
- Rahmenholm / 14' Schwelle
- 16
- Tür- oder Fensterecke
- 18
- Tragfläche, Blendrahmenfalz
- 20
- Dichtungssteg
- 22
- Grundplatte
- 24
- Dichtungsplatte
- 26
- Platte
- 28
- Dichtlippe, erste
- 30
- Dichtlippe, zweite
- 32
- Öffnung
- 32'
- Schraube
- 34
- Falzraum
- 36
- Anlagebereich
- 38
- Vorsprung
- 40
- Klipsnase
- 42
- Klipsaufnahme
1. Abdichtung (10) für eine von zwei winkelig zueinander angeordneten Rahmenholmen (12,14)
oder einem Rahmenholm (12') und einer Schwelle (14') festgelegten Tür- oder Fensterecke
(16), die im Zwickel der Tür- oder Fensterecke (16) an einer vertikalen Tragfläche
(18) befestigbar ist und eine Vielzahl horizontal vorstehende, an einem Flügelteil
anlegbare, voneinander beabstandete Dichtungsstege (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtung (10) aus einer Grundplatte (22) und einer daran befestigten die Dichtungsstege
(20) aufweisenden Dichtungsplatte (24) besteht und, daß nach der Endmontage die zum
Rahmenholm (12) weisende Fläche der Grundplatte (22) eine dem Profilsystem entsprechende
Kontur bzw. Form aufweist, wobei die Grundplatte (22) und die Dichtplatte (24) durch
Kleben, Verschrauben oder Klipsen miteinander verbunden sind.
2. Abdichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (22) aus einfachem Kunststoff besteht.
3. Abdichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsplatte (24) aus einer Platte (26) besteht, auf der die Dichtungsstege
(20) angeordnet sind.
4. Abdichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (20) und die Platte (26) separate Teile sind, die miteinader lösbar
oder unlösbar verbunden sind.
5. Abdichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (20) und die Platte (26) als integrales Teil herstellbar sind.
6. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (20) an der Platte (26) angespritzt oder daran angeklebt sind.
7. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (20) als Schlauchdichtungen oder als Dichtlippen ausgebildet sind.
8. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsplatte (24) im Endmontagezustand an der zum vertikalen Rahmenholm (14)
bzw. zur schwelle (14') weisenden Rand eine erste Dichtlippe (28) aufweist, die im
endmontierten Zustand die Oberfläche des Rahmenholms (14) der Schwelle (14') abdichtend
ergreift.
9. Abdichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem gegenüberliegenden Rand eine eine zweite Dichtlippe (30) angeordnet ist.
10. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befestigung an dem Rahmenholm (12) mittels Schrauben mindestens eine entsprechende
Öffnung (32) vorhanden ist.
11. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im endmontierten Zustand die zum vertikalen Rahmenholm (14) oder Schwelle (14) weisende
Seite eine mit diesen einen formschlüssigen Anschluß ermöglichende Oberfläche aufweist.
12. Abdichtung (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auch die entgegensetzte Seite einen derartigen formschlüssigen Anschluß ermöglicht.
13. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein einem Falzraum (34) des ersten Rahmenholms (12) im endmontierten Zustand entgegengesetzte
Ende einen frei von Dichtungsstegen (20), aber auf deren Seite befindlichen Anlagebereich
(36) aufweist, dessen Plastizität geringer ist als die der Dichtungsstege (20).
14. Abdichtung (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlagebereich (36) von einem entsprechenden Vorsprung (38) gebildet wird.
15. Abdichtung (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlagebereich (36) von zwischen den Dichtungsstegen (20) angeordnetem Zusatzmaterial
gebildet wird.
16. Abdichtung (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlagebereich (36) mindestens an zwei Seiten von Dichtungsstegen (20) umgeben
ist.
1. Seal (10) for a door or window corner (16) defined by two frame spars (12, 14) disposed
at an angle to each other or by a frame spar (12') and a sill (14'), which in the
meeting point of the door or window corner (16) can be attached to a vertical support
surface (18) and has a plurality of horizontally protruding, mutually spaced sealing
webs (20) which can be placed on a leaf part, characterised in that the seal (10) consists of a base plate (22) and a sealing plate (24) which is attached
thereto and comprises the sealing webs (20), and that after final assembly the surface
of the base plate (22) facing the frame spar (12) has a contour or shape corresponding
to the profile system, wherein the base plate (22) and the sealing plate (24) are
connected to each other by gluing, screwing or being clipped together.
2. Seal (10) as claimed in claim 1, characterised in that the base plate (22) consists of a single synthetic material.
3. Seal (10) as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the sealing plate (24) consists of a plate (26) on which the sealing webs (20) are
disposed.
4. Seal (10) as claimed in claim 3, characterised in that the sealing webs (20) and the plate (26) are separate parts which are releasably
or non-releasably connected to each other.
5. Seal (10) as claimed in claim 3, characterised in that the sealing webs (20) and the plate (26) can be produced as an integral part.
6. Seal (10) as claimed in any one of claims 1 to 5, characterised in that the sealing webs (20) are injection moulded onto, or stuck onto, the plate (26).
7. Seal (10) as claimed in any one of claims 1 to 6, characterised in that the sealing webs (20) are formed as tubular seals or as sealing lips.
8. Seal (10) as claimed in any one of claims 1 to 7, characterised in that the sealing plate (24) has a first sealing lip (28) on the edge facing towards the
vertical frame spar (14) or the sill (14') in the final mounting condition, which
sealing lip engages the surface of the frame spar (14) of the sill (14') in a sealing
manner in the final mounted condition.
9. Seal (10) as claimed in claim 8, characterised in that a second sealing lip (30) is disposed on the opposite edge.
10. Seal (10) as claimed in any one of claims 1 to 9, characterised in that for attachment to the frame spar (12) by means of screws at least one corresponding
opening (32) is provided.
11. Seal (10) as claimed in any one of claims 1 to 10, characterised in that the side facing the vertical frame spar (14) or the sill (14') has a surface permitting
a positive connection to be made therewith in the final mounted condition.
12. Seal (10) as claimed in claim 11, characterised in that the opposite side also permits a positive connection of this type.
13. Seal (10) as claimed in any one of claims 1 to 12, characterised in that an end opposite a rebate space (34) of the first frame spar (12) in the final mounted
condition has a contact region (36) which has no sealing webs (20) but is located
on the side thereof, the elasticity of which contact region is lower than that of
the sealing webs (20).
14. Seal (10) as claimed in claim 13, characterised in that the contact region (36) is formed by a corresponding projection (38).
15. Seal (10) as claimed in claim 13, characterised in that the contact region (36) is formed by additional material disposed between the sealing
webs (20).
16. Seal (10) as claimed in any one of claims 13 to 15, characterised in that the contact region (36) is surrounded by sealing webs (20) at least on two sides.
1. Dispositif d'étanchéité (10) pour un angle de porte ou de fenêtre (16) qui est défini
par deux éléments de châssis (12, 14) disposés en formant un angle ou par un élément
de châssis (12') et un seuil (14'), qui est apte à être fixé dans le coin de l'angle
de porte ou de fenêtre (16) à une surface porteuse verticale (18) et qui présente
plusieurs nervures d'étanchéité (20) saillant horizontalement, aptes à être appliquées
contre une partie de battant et espacées les unes des autres, caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (10) se compose d'une plaque de base (22) et d'une plaque
d'étanchéité (24) fixée à celle-ci et présentant les nervures d'étanchéité (20), et
en ce qu'après le montage définitif, la surface de la plaque de base (22) qui est dirigée vers
l'élément de châssis (12) présente un contour ou une forme correspondant au système
profilé, la plaque de base (22) et la plaque d'étanchéité (24) étant reliées par collage,
vissage ou enclenchement.
2. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque de base (22) se compose d'une matière plastique simple.
3. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la plaque d'étanchéité (24) se compose d'une plaque (26) sur laquelle sont disposées
les nervures d'étanchéité (20).
4. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les nervures d'étanchéité (20) et la plaque (26) sont des pièces séparées qui sont
reliées entre elles de manière amovible ou non amovible.
5. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les nervures d'étanchéité (20) et la plaque (26) sont aptes à être fabriquées d'une
seule pièce.
6. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les nervures d'étanchéité (20) sont rapportées par injection ou par collage sur la
plaque (26).
7. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les nervures d'étanchéité (20) sont conçues comme des joints d'étanchéité tubulaires
ou comme des lèvres d'étanchéité.
8. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la plaque d'étanchéité (24), en position de montage définitif, présente sur le bord
dirigé vers l'élément de châssis vertical (14) ou vers le seuil (14') une première
lèvre d'étanchéité (28) qui, une fois le montage terminé, couvre de manière étanche
la surface de l'élément de châssis (14) ou du seuil (14').
9. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une seconde lèvre d'étanchéité (30) est disposée sur le bord opposé.
10. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que pour la fixation à l'élément de châssis (12) à l'aide de vis, il est prévu au moins
une ouverture correspondante (32).
11. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, une fois le montage terminé, le côté dirigé vers l'élément de châssis vertical (14)
ou vers le seuil (14') présente une surface qui permet une liaison par complémentarité
de forme avec celui-ci.
12. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le côté opposé permet lui aussi une liaison par complémentarité de forme de ce type.
13. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'une extrémité opposée, une fois le montage terminé, à un espace de feuillure (34)
du premier élément de châssis (12) présente une zone d'application (36) qui ne présente
pas de nervures d'étanchéité (20) mais qui se trouve du côté de celles-ci et dont
l'élasticité est inférieure à celle des nervures d'étanchéité (20).
14. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 13, caractérisé en ce que la zone d'application (36) est formée par une saillie correspondante (38).
15. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 13, caractérisé en ce que la zone d'étanchéité (36) est formée par un matériau supplémentaire disposé entre
les nervures d'étanchéité (20).
16. Dispositif d'étanchéité (10) selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé en ce que la zone d'application (36) est entourée au moins sur deux côtés par des nervures
d'étanchéité (20).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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