| (19) |
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(11) |
EP 1 763 406 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.04.2014 Patentblatt 2014/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.07.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2005/000391 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/005213 (19.01.2006 Gazette 2006/03) |
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| (54) |
AUSTRAGVORRICHTUNG FÜR EINE EINMAL-ANWENDUNG
DISPOSABLE DISCHARGE DEVICE
DISPOSITIF DE DECHARGE A USAGE UNIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
08.07.2004 CH 117004 26.11.2004 CH 195404
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.03.2007 Patentblatt 2007/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Sulzer Mixpac AG |
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9469 Haag (Rheintal) (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KELLER, Wilhelm, A.
6402 Merlischachen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Manitz, Finsterwald & Partner GbR |
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Martin-Greif-Strasse 1 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 319 135 DE-A- 10 132 417 US-A- 5 301 842
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DE-A- 3 420 323 US-A- 4 690 306
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Austragvorrichtung für eine Einmal-Anwendung,
mit einer Mehrkomponenten-Kartusche mit Verschluss und einem Mischer und eine dazwischen
sich befindliche Ventilanordnung, gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Eine solche Austragvorrichtung ist aus der
US-A-4 690 306 bekannt, wobei die recht aufwendig für den Mehrfachgebrauch konzipierte Ventilanordnung
an der Kartusche befestigt ist.
[0003] In der Regel werden solche Austragvorrichtungen mehrfach verwendet, d.h. dass der
Inhalt der Doppelkartusche oder Doppelspritze für mehrere Anwendungen reicht, wobei
der statische Mischer nur jeweilen für eine Anwendung verwendet werden kann und dann
ausgewechselt wird. Bei der Anwendung von Mehrkomponentenkartuschen oder -spritzen
in der Medizin jedoch, geht die Tendenz in Richtung Einmalanwendung. Dies hat den
Vorteil, dass eine mögliche Kontamination des Patienten verhindert wird, denn es ermöglicht
die Sicherstellung von einer Anwendung, bzw. einer Behandlung für nur einen Patienten.
[0004] Die oben beschriebenen Austragvorrichtungen haben eine Kartusche mit einem Verschluss,
der für die Anwendung entfernt werden muss, um den Mischer aufsetzen zu können. Dies
gilt insbesondere auch für die
US-A-4 690 306;
US-A-5 301 842;
DE-A-34 20 323;
EP-A2-0 319 135; und
DE-A-101 32 417, die ausserdem allesamt mehr oder weniger komplizierte, an der Kartusche befestigte
Ventilanordnungen zeigen, um bei Mehrfachgebrauch das Ausfliessen von Materialien
zu unterbinden.
[0005] Solche Austragvorrichtungen sind für den Einmalgebrauch im Medizinalbereich sowohl
wirtschaftlich als auch zeitlich zu aufwändig und es ist daraus folgend Aufgabe der
vorliegenden Erfindung eine Austragvorrichtung anzugeben, die sowohl wirtschaftlich
hergestellt werden kann als auch einfach und schnell, jedoch vor allem sicher zu handhaben
ist. Eine Vorrichtung, die diese Aufgabe löst, ist im unabhängigen Patentanspruch
1 definiert. Weitere Vorteile und Lösungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von schematischen Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt im Schnitt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Vorrichtung
im geschlossenen Zustand,
- Fig. 1a
- ist ein Schnitt gemäss der Schnittlinie in Fig. 1,
- Fig. 2 und 2a
- zeigen die Vorrichtung gemäss Fig. 1 im geöffneten Zustand,
- Fig. 3 und 3a sowie Fig. 4 und 4a
- zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel im geschlossenen und geöffneten Zustand,
- Fig. 5 und 5a sowie Fig. 6 und 6a
- zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel im geschlossenen und geöffneten Zustand,
- Fig. 7 bis 10
- zeigen im Schnitt und im Seitenriss ein weiteres Ausführungsbeispiel im geschlossenen
und geöffneten Zustand,
- Fig. 11 und 12
- zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel im geschlossenen und geöffneten Zustand,
- Fig. 13 bis 16
- zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel im geschlossenen und geöffneten Zustand,
- Fig. 17 bis 23
- zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel im geschlossenen und geöffneten Zustand,
- Fig. 24 bis 30
- zeigen eine Ausführungsvariante zum Beispiel gemäss den Fig. 17 bis 23.
[0007] In Fig. 1 ist die Doppelkartusche oder -spritze 1, im Folgenden Kartusche, und der
Mischer 2 mit den Mischelementen 3 dargestellt. Die beiden Vorratsbehälter 4 und 5
weisen je einen Auslass 6 und 7 auf, die in eine kegelförmige Dichtfläche 8 des Auslassendes
9 der Kartusche münden. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist das Auslassende 9 einen
umlaufenden Kragen 10 auf.
[0008] Der Mischer 2 weist ein Gehäuse 11 auf, das im unteren Teil als glockenförmiges Eingangsteil
12 ausgebildet ist, das an seinem kartuschenseitigen Ende einen umlaufenden Absatz
13 oder mehrere Absätze 13 aufweist, um den umlaufenden Kragen 10 am Auslassende zu
hintergreifen und den Mischer an der Kartusche derart zu befestigen, dass ohne Beschädigung
von Teilen der Mischer nicht mehr von der Kartusche lösbar ist.
[0009] Das Eingangsteil 12 des Mischers weist an seinem kartuschenseitigen Ende einen Konus
14 auf, der der kegelförmigen Innenfläche 8 am Auslassende entspricht, um einen dichten
Verschluss zu ermöglichen. Wie insbesondere aus einem Vergleich der Fig. 1a und 2a
hervorgeht, weist der Konus 14 am Mischer eine Querbohrung 15 auf, die im zusammengefügten
Zustand in der Höhe der Auslässe 6 und 7 angebracht ist. Aus dem Vergleich der Fig.
1, 1a und 2, 2a geht ferner hervor, dass in Fig. 1 der Durchgang der Kartuschenauslässe
zum Mischereinlass geschlossen ist, während nach einer Drehung um 90° die beiden Auslässe
miteinander verbunden sind, so dass die Komponenten zu den Mischelementen gelangen
können. Aus den Fig. 1 und 2 geht ferner hervor, dass der durch das Innere des Mischergehäuses
11 gebildete Hohlraum am kartuschenseitigen Ende mit einem Abschluss 16 versehen ist,
so dass sich der Hohlraum bis zur Querbohrung 15 erstreckt.
[0010] Die Kartusche oder Spritze wird im gefüllten und geschlossenen Zustand geliefert.
Für die Anwendung genügt es, den Mischer um 90° gegenüber der Kartusche zu verdrehen,
so dass die beiden Komponenten gemischt und ausgetragen werden können.
[0011] In der Ausführungvariante gemäss den Fig. 3 und 4 wird anstatt einer konischen Dichtung
zwischen Mischer und Kartusche eine zylindrische Anordnung verwendet, während das
Prinzip des Drehverschlusses das gleiche bleibt. Die Kartusche 17 weist die gleichen
Vorratsbehälter 4 und 5 sowie die Auslässe 6 und 7 mit den quer verlaufenden Auslasskanälen
6a, 7a, während das Auslassende 9 mit dem gleichen umlaufenden Kragen 10 versehen
ist, um den umlaufenden Absatz 13 am Mischer 18 aufzunehmen. Der Mischer 18 weist
ein Gehäuse 19 mit Eingangsteil 20 auf, an dem der umlaufende Absatz 13 angebracht
ist. Es ist aber auch möglich, am Mischereingangsende und dementsprechend am Kartuschenauslass
konische und zylindrische Flächen zu kombinieren.
[0012] Sowohl das Auslassende als auch das Eingangsteil des Mischers weisen zueinander komplementäre,
zylindrische Innenflächen 21, 22 auf, wobei der Zylinder 22 von Mischer 18 eine Querbohrung
23 aufweist, um eine Verbindung zwischen den beiden Auslässen 6 und 7 der Kartusche
herzustellen, damit die Komponenten zu den Mischelementen gelangen können. Die beiden
Auslässe 6 und 7 sind in einem ringförmigen Teil 24 angeordnet und die Auslasskanäle
6a, 7a sind auf der Mischerseite mit einem Dichtring 25 abgeschlossen, der im Mischereingangsteil
angeordnet ist.
[0013] Ein Vergleich der Fig. 3, 3a und 4, 4a zeigt, dass durch Verdrehen des Mischers gegenüber
der Kartusche um 90° die Verbindung zwischen den Auslasskanälen 6a, 7a und den Mischelementen
3 hergestellt wird.
[0014] In den folgenden Ausführungsbeispielen wird der Mischer gegenüber der Kartusche nicht
mehr verdreht sondern axial geführt Richtung Kartusche verschoben. Die Kartusche 26
von Fig. 5 weist dieselben Vorratskammern 4 und 5 sowie die Auslässe 6 und 7 auf,
die je in die quer angeordneten Auslasskanälen 6a und 7a münden. Das Auslassende 27
weist zwei umlaufende, sägezahnähnlich ausgebildete Rückhaltekragen 28 und 29 auf,
die den umlaufenden Absatz 13 am Eingangsteil 31 von Mischer 30 hintergreifen. Die
kartuschenseitige Verlängerung vom Mischereingangsteil weist einen durchgehenden Einlass
32 auf, der in einem solchen Abstand vom Ende angeordnet ist, dass er im geöffneten
Zustand gemäss Fig. 6 mit den Auslasskanälen 6a und 7a der Kartusche kommuniziert.
Dabei greift der umlaufende Absatz 13 am Mischereingangsteil hinter den zweiten, kartuschenseitigen
Kragen 29 von Auslassende 27 der Kartusche. Somit ist auch im geöffneten Zustand der
Mischer fest an der Kartusche befestigt derart, dass er ohne Zerstörung der Teile
nicht abgenommen werden kann. Im Eingangsteil des Mischers ist ein Dichtring 33 angeordnet,
der die Auslasskanäle 6a und 7a nach oben abschliesst, um sowohl im geschlossenen
als auch im geöffneten Zustand eine korrekte Dichtung zu gewährleisten.
[0015] Es ist bei dieser Ausführungsvariante aber auch möglich, den Mischereinlass und dementsprechend
die Auslasskanäle der Kartusche derart anzuordnen, dass der Mischereinlass sich kartuschenseitig
befindet und die Verbindung zwischen Kartusche und Mischer durch Ziehen des Mischers
in Auslassrichtung herzustellen.
[0016] In den Fig. 7 bis 10 ist eine weitere Ausführungsvariante dargestellt, bei welcher
der Mischer gegenüber der Kartusche axial verschoben wird. Die Kartusche 34 weist
dieselben Vorratsbehälter 4 und 5 sowie die Auslässe 6 und 7 auf, während das Auslassende
9 einen umlaufenden Kragen 35 aufweist, hinter den der umlaufende Absatz 13 des Mischereingangsteils
greift. Im Eingangsteil von Mischer 36 ist ein Verschlussteil 37 mit zwei Verschlussstopfen
38 und 39 angeordnet, die im geschlossenen Zustand gemäss Fig. 7 in die Auslässe 6
und 7 passen, um diese zu verschliessen. Am Verschlussteil 37 sind zwei zylinderförmige
Führungen 40 angeordnet, die um die Mischerauslässe 6 und 7 greifen. Das Mischereingangsteil
weist an seinem kartuschenseitigen Ende den umlaufenden Absatz 13 auf, der verhindert,
dass der Mischer von der Kartusche abgezogen werden kann. Das Verschlussteil 37 mit
den Verschlussstopfen 38 und den Führungszylindern 40 kann einteilig hergestellt sein.
[0017] Ein Vergleich der Fig. 7 und 9 zeigt, dass nach axialer Verschiebung des Mischers
die beiden Verschlussstopfen 38 und 39 aus den Mischerauslässen herausgezogen worden
sind, so dass die Komponenten durch Einlässe 69, die um die Verschlussstopfen angeordnet
sind, zu den Mischelementen 3 gelangen können. Aus den Seitenansichten 8 und 10 geht
hervor, dass das Verschlussteil 37 an seinem Ende Haltenocken 41 aufweist, die im
verschlossenen Zustand in entsprechende Öffnungen 42 im Auslassende 9 der Kartusche
greifen. Aus der geöffneten Stellung von Fig. 10 geht ferner hervor, dass der umlaufende
Absatz 13 am Mischerende den Kragen 35 hintergreift.
[0018] In der Ausführungsvariante gemäss den Fig. 11 und 12 wird der Mischer mit Hilfe eines
Schraubgewindes axial von der Kartusche wegbewegt, um die Auslässe frei zu geben.
Die Kartusche 44 mit den Vorratsbehältern 4 und 5 sowie den Auslässen 6 und 7 ist
an ihrem Auslassende 9 mit einer Halterung 45 mit Wulst 52 für einen Gewindering mit
Innengewinde 46, versehen, dessen Ende 47 um die Halterung 45 greift und aussen mit
Einrastnocken 48 versehen ist.
[0019] Die Aussenfläche des Verschlussteils 49 vom Eingangsteil von Mischer 50 ist dementsprechend
mit einem Aussengewinde 51 versehen, das mit dem Innengewinde des Gewinderinges zusammenarbeitet.
Das Verschlussteil 49 ist im Mischergehäuse eingerastet und weist zwei Verschlussstopfen
53 und 54 auf, die in die Auslässe 4 und 5 passen. Teilweise um die Verschlussstopfen
sind Eingangskanäle 70 für die Komponenten angeordnet, durch die die Komponenten zu
den Mischelementen gelangen.
[0020] Aus dem Vergleich der Fig. 11 und 12 geht hervor, dass durch Drehen des Gewinderings
46 der Verschlussteil 49 mitsamt dem Mischergehäuse von der Kartusche abgehoben wird
und die Verschlussstopfen die beiden Auslässe der Kartusche freigeben.
[0021] Die Fig. 13 bis 16 zeigen eine weitere Ausführungsvariante, mit einer Kartusche 55
mit den beiden Vorratsbehältern 4 und 5 sowie den Auslässen 6 und 7. Die beiden Halterungen
56 am Auslassende der Kartusche weisen je Haltenocken 57 auf, die den umlaufenden
Absatz 13 des kartuschenseitigen Mischereinlassendes hintergreifen, um den Mischer
58 untrennbar festzuhalten. Wie aus den Fig. 14 oder 16 hervorgeht, sind die Halterungen
am Auslassende 9 an zwei sich gegenüberliegenden Stellen angeordnet.
[0022] Das Mischereingangsteil 62 weist zwei sich gegegenüberliegende Niederhalterippen
59 und 60 auf, die einen Verschluss niederhalten, der aus einem Verschlussteller (66)
besteht, an dem zwei aus weichem Material bestehende Verschlussstopfen 64 und 65 angeordnet
sind, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist. Der Verschlussteller weist ferner zwei
Schlitze 67 und 68 auf, deren Breite der Dicke der Niederhalterippen entspricht.
[0023] Nach dem Drehen um 90° bis zu einem Anschlag sind die Niederhalterippen 59 und 60
in der Freistellung gemäss Fig. 16 und befinden sich über den Schlitzen 67 und 68
am Verschlussteller, wodurch der Verschluss zum Öffnen freigegeben wird. Beim Austragen
der Komponenten werden die Verschlussstopfen am Verschluss aus den Auslasskanälen
gedrückt und die Kartusche ist somit geöffnet, d.h. in der Stellung von Fig. 15.
[0024] In den Fig. 17 bis 23 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, das zwischen
der Doppelkartusche und dem Mischer eine Dichtung aus einem elastomeren Material aufweist.
Fig. 17 zeigt in einer Seitenansicht das neue Ausführungsbeispiel mit der Doppelkartusche
71 und dem Mischer 72, wobei die Doppelkartusche einen Flansch 73 aufweist, der entweder
als Befestigungsflansch dient, falls die Doppelkartusche in ein Austraggerät eingeschoben
wird oder als Rückhalteflansch dient, falls die Stössel direkt von Hand betätigt werden.
Vom Mischer 72 erkennt man das Gehäuse 74 mit dem rohrförmigen Teil 75 und dem Befestigungsteil
76 mit zwei Flügeln 77. Die Doppelkartusche 71 weist ferner zwei Vorratsbehälter 78
und 79 auf.
[0025] Der Schnitt von Fig. 18 zeigt den Mischer, wie er auf die Kartusche aufgesteckt worden
ist, während die Darstellung von Fig. 22 den Mischer nach Verdrehen im Uhrzeigersinn
um 45° darstellt, wodurch der Mischer mit der Kartusche verriegelt ist sowie in Fig.
23 nach dem Rückwärtsdrehen, im Gegenuhrzeigersinn, um 90°, wodurch der Mischer verriegelt
und drehsicher gehalten ist.
[0026] Der Schnitt von Fig. 18 zeigt, dass die Mischelemente 80 im Mischergehäuserohr 75
sowie der Mischereingangsteil 81 einstückig geformt sind. Zwischen dem Mischereingangsteil
81 und dem Kartuschenauslassteil 82 befindet sich eine Dichtscheibe 83, die in Fig.
21 dargestellt ist und aus einem geeigneten elastischen, rückstellfähigen Material
besteht.
[0027] Wie bereits erwähnt zeigt Fig. 18 den mittels Aufschnappen auf die Kartusche gesteckten
Mischer, wobei die Bajonettklauen 84A und 84B am Mischer, siehe auch Fig. 22 die als
Schnappzungen ausgebildeten Ausnehmungen 107A, 107B am Bajonettkranz 85 an der Kartusche
hintergreifen, siehe auch Fig. 21.
[0028] In der Sicht von oben gemäss Fig. 18a ist der Flansch 73 sowie die beiden Vorratsbehälter
78 und 79 der Kartusche ersichtlich sowie vom Mischer 72 das Mischerrohr 75 mit dem
Befestigungsteil 76 mit den beiden Flügeln 77 und die beiden Bajonettklauen 84A und
84B, die durch eine Ausformöffnung sichtbar sind.
[0029] In Fig. 19 ist die Dichtscheibe 83, die als Drehschieber dient, dargestellt, und
die aus einer Scheibe 87 besteht, in welcher zwei gegenüberliegende Durchlässe 88A
und 88B sowie zwei Mitnehmerzapfen 89A und 89B angeordnet sind.
[0030] Die Drehschieber-Dichtung 83 wird auf dem Mischereingangsteil 81 aufgelegt, der entsprechende
Durchlässe 90A und 90B sowie Vertiefungen 91A und 91B für die Mitnehmernoppen 89A
und 89B aufweist. Das Befestigungsteil des Mischergehäuses weist ferner zwei Anschlagnocken
92 und 93 auf, die der Positionierung eines entsprechend geformten Eingangsflansches
94 des Mischereingangsteils 81 dienen.
[0031] Aus Fig. 21 ist der Kartuschenauslass mit dem Verriegelungsflansch 85 sowie den beiden
Bajonett-Verriegelungselementen 86A und 86B ersichtlich. Das Bajonett-Verriegelungsteil
weist an seiner der Kartusche zugewandten Seite eine gegen die Kartusche gerichtete
Anzugsfläche 95 auf, die in eine Ausnehmung 96 mündet, gefolgt von zwei Anschlagrippen
97 und 98, wobei sich der Anschlagrippe 98 eine zweite Ausnehmung 99 anschliesst,
die zur Anzugsfläche 100 gehört. Während die Kante 96A von Ausnehmung 96 zur Anzugsfläche
95 hin scharfkantig ist, ist die Kante 99A zwischen Ausnehmung 99 und Anzugsfläche
100 abgeschrägt.
[0032] Die den Ausnehmungen 96 und 99 entsprechenden Teile an den Bajonettklauen 84A oder
84B sind zwei Stufen 101 und 102, die in Fig. 20 an der den Mischelementen zugewandten
Seite der Bajonettklaue angeordnet sind. Aus der unterschiedlichen Gestaltung der
Kanten 96A und 99A ergibt sich, dass der Mischer nach dem Verdrehen im Uhrzeigersinn
um 45° die Stufe 101 wieder aus der Ausnehmung 99 herausgedreht werden kann, d. h.
dass der Mischer im Gegenuhrzeigersinn verdreht werden kann, bis die Stufe 101 in
der Ausnehmung 96A einrastet und somit der Mischer nicht mehr zurückgedreht werden
kann. Am Kartuschenauslassflansch 103 ist eine Kerbe 104 angebracht, die der visuellen
Codierung der Kartusche dient, um diese in einer bestimmten Position in ein Austraggerät
einzusetzen.
[0033] In den Fig. 18, bzw. 18a wurde, wie bereits erwähnt, der Mischer auf die Kartusche
gesetzt, eingeschnappt und in der Darstellung von Fig. 22 wurde der Mischer um 45°
im Uhrzeigersinn verdreht, wie dies in Fig. 22 durch den Pfeil C angedeutet wurde.
In dieser Stellung greift die Stufe 101 an der Bajonettklaue 84A in die Ausnehmung
99A in Verriegelungsteil 86A um den Mischer an der Kartusche zu verriegeln und zu
sichern. Aus Fig. 22 ist zu entnehmen, dass in dieser Stellung die Auslässe 105 und
106 der Kartusche durch die Dichtscheibe 83 verschlossen sind. Somit ist die gefüllte
Kartusche oder die Spritze mit Mischer versandfähig.
[0034] In der Stellung von Fig. 23 wurde der Mischer in Bezug auf die Stellung von Fig.
22 um 90° im Gegenuhrzeigersinn gedreht, wie dies durch den Pfeil O verdeutlicht worden
ist. In dieser Stellung rasten die Stufen 102 an den Bajonettklauen des Mischers in
die scharfkantige Ausnehmung 96 ein derart, dass der Mischer nicht mehr ohne zerstörende
Gewalt zurückgedreht werden kann. Dadurch wird gewährleistet, dass die Doppelkartusche,
bzw. Spritze nach dem Gebrauch nicht mehr verschlossen, bzw. verwendet werden kann.
Aus Fig. 23 ist ersichtlich, dass die Durchlässe 90A und 90B an der Dichtscheibe mit
den Auslässen 105 und 106 der Kartusche übereinstimmen, wodurch das Material via dem
Mischer ausgetragen werden kann.
[0035] In den Figuren 24 bis 30 ist eine Variante zum vorhergehenden Ausführungsbeispiel
dargestellt. Fig. 24 zeigt in einer Seitenansicht die Doppelkartusche 108 und den
Mischer 109, wobei die Doppelkartusche einen Flansch 110 aufweist, der entweder als
Befestigungsflansch dient, falls die Doppelkartusche in ein Austraggerät eingeschoben
wird oder als Rückhalteflansch dient, falls die Stössel direkt von Hand betätigt werden.
Vom Mischer 109 erkennt man das Gehäuse 111 mit dem rohrförmigen Teil 112 und dem
Befestigungsteil 113 mit zwei Flügeln 114. Die Doppelkartusche 108 weist ferner zwei
Vorratsbehälter 115 und 116 auf.
[0036] Der Schnitt von Fig. 25 zeigt den Mischer, wie er auf die Kartusche aufgesteckt worden
ist, während die Darstellung von Fig. 29 den Befestigungsteil des Mischers nach Verdrehen
im Uhrzeigersinn um 45° darstellt, wodurch der Mischer mit der Kartusche fest verrastet
ist, und die Auslässe verschlossen sind, sowie in Fig. 30 nach dem Rückwärtsdrehen
im Gegenuhrzeigersinn um 90°, wodurch die Auslässs geöffnet, der Mischer jedoch drehsicher
gehalten ist.
[0037] Der Schnitt von Fig. 25 zeigt, dass sich die Mischelemente 117 im Mischergehäuserohr
112 nach dem Mischereingangsteil 118 befinden. Zwischen dem Mischereingangsteil 118
und dem Kartuschen-Verriegelungsflansch 119 befindet sich eine Dichtscheibe 120, die
in Fig. 26 dargestellt ist und aus einem geeigneten elastischen, rückstellfähigen
Material wie Silikon oder Polyurethan besteht.
[0038] Wie bereits erwähnt zeigt Fig. 25 den mittels Aufschnappen auf die Kartusche gesteckten
Mischer, wobei die Bajonettklauen 121 am Mischer, siehe auch Fig. 29, die als Schnappzungen
ausgebildeten Ausnehmungen 122 am Bajonettkranz 123 an der Kartusche hintergreifen,
siehe auch Fig. 28.
[0039] In der Sicht von oben gemäss Fig. 25A ist der Flansch 110, die beiden Vorratsbehälter
115 und 116 der Kartusche sowie vom Mischer 109 das Mischerrohr 112 mit dem Befestigungsteil
113 mit den beiden Flügeln 114 sowie eine Positioniernase 129 ersichtlich.
[0040] In Fig. 26 ist die Dichtscheibe 120 dargestellt, die aus einer Scheibe 124 besteht,
in welcher zwei gegenüberliegende Durchlässe 125 und 125A sowie zwei Mitnehmeröffnungen
126 und 126A in Form von Nuten mit einer Bohrung angeordnet sind.
[0041] Die Dichtscheibe 120 wird auf den Mischereingangsteil 118 aufgelegt, welcher entsprechende
Durchlässe 127 und 127A sowie zwei entsprechend den Mitriehmeröffnungen geformte n
Mitnehmerstege mit Anpresszapfen 128 und 128A sowie die Bajonettklauen 121 aufweist.
Die etwas länger als die Bohrung ausgeführten mittig im Mitnehmersteg angeordneten
Anpresszapfen drücken in verschlossenem Zustand die Dichtung gegen die Kartuschenauslässe.
[0042] Aus Fig. 28 ist das Kartuschenauslassende mit dem Verriegelungsflansch 119 sowie
den Bajonettnasen 130 und den Vorsprüngen 131 an Bajonettkranz 123 ersichtlich. Die
Bajonettnasen weisen die an sich üblichen, der Kartusche zugewandten und dagegen gerichtete
Anzugsflächen auf. Die Begrenzung der Bajonettverriegelung beim Verriegeln und Öffnen
werden durch zwei Anschläge 132 auf zwei gegenüberliegende Bajonettnasen gebildet,
die mit entsprechenden Anschlagflächen 133 im Mischereingangsteil kooperieren.
[0043] Ferner weist der Bajonetkranz 123 neben den Vorsprüngen 131, die nicht scharfkantig
sondern abgeschrägt sind, zwei Anschlagnocken 137 auf, die eine gerade Kante aufweisen.
Die Vorsprünge 131 und die Anschlagnocken 137 kooperieren mit Einschnitten 121A, die
an den Bajonettklauen 121 am Mischer geformt sind. Die Einschnitte weisen auf einer
Seite eine Abschrägung 138 und auf der anderen Seite eine scharfe Kante 139 auf.
[0044] Diese Verrastungsmittel gestatten, dass der Mischer nach dem Verdrehen im Uhrzeigersinn
um 45° wieder aus den Vorsprüngen 131 zurückgedreht werden kann, d. h. dass der Mischer
im Gegenuhrzeigersinn um 90°verdreht werden kann, jedoch nicht mehr zurück, da dann
die scharfen Kanten 139 am Anschlagnocken 137 anliegen.
[0045] In den Figuren 25, bzw. 25a wurde, wie bereits erwähnt, der Mischer auf die Kartusche
gesetzt, eingeschnappt und in der Darstellung von Fig. 29 wurde der Mischer um 45°
im Uhrzeigersinn verdreht, Aus Fig. 29 ist zu entnehmen, dass in dieser Stellung die
Auslässe 135 und 136 der Kartusche durch die Dichtscheibe 120 verschlossen sind. Somit
ist die gefüllte Kartusche oder Spritze mit Mischer versandfähig.
[0046] In der Stellung von Fig. 30 wurde der Mischer in Bezug auf die Stellung von Fig.
29 um 90° im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Wie bereits beschrieben, rastet in dieser
Stellung der Mischer derart ein, dass er nicht mehr ohne zerstörende Gewalt zurückgedreht
werden kann. Dadurch wird sicher gestellt, dass die Doppelkartusche, bzw. Spritze
nach dem Gebrauch nicht mehr verschlossen, bzw. verwendet werden kann. Aus Figur 30
ist ferner ersichtlich, dass die Durchlässe 125 und 125A an der Dichtscheibe mit den
Auslässen 135 und 136 der Kartusche übereinstimmen, wodurch das Material via dem Mischer
ausgetragen werden kann.
1. Austragvorrichtung für eine Einmal-Anwendung, mit einer Mehrkomponenten-Kartusche
oder -Spritze mit Verschluss und einem Mischer, wobei die Kartusche oder Spritze (1,
17, 26, 34, 44, 55, 71, 108) und der Mischer (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) eine
miteinander verbundene Einheit bilden und der zwischen den Auslässen der Kartusche
und den Einlässen des Mischers angeordnete Verschluss als Ventilanordnung (15, 23,
32; 38, 39; 53, 54; 59, 60, 83, 120) derart ausgebildet ist,
dass nach dem Ausführen einer Relativbewegung zwischen Mischer und Kartusche oder
Spritze eine Verbindung zwischen den Kartuschenauslässen (6, 7, 6a, 7a; 105, 106;
135, 136;) und den Mischelementen (3, 80, 117) des Mischers hergestellt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mischer (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) ein Gehäuse (11, 19, 74, 111) aufweist,
das im unteren Teil als glockenförmiges Eingangsteil (12, 20, 31, 62, 81, 118) ausgebildet
ist, das an seinem kartuschenseitigen Ende einen umlaufenden Absatz (13, 48, 84, 121)
oder mehrere Absätze (13, 48, 84, 121) aufweist, um einen umlaufenden Kragen (19,
28, 29, 35, 52, 57, 107, 122) am Auslassende zu hintergreifen und den Mischer an der
Kartusche oder Spritze (1, 17, 26, 34, 44, 55, 71, 108) derart zu befestigen, dass
ohne Beschädigung von Teilen der Mischer (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) nicht mehr
von der Kartusche oder Spritze (1, 17, 26, 34, 44, 55, 71, 108) lösbar ist.
2. Austragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung (15, 23, 83, 120) ausgebildet ist, durch Verdrehen des Mischers
(2, 18, 72, 109) gegenüber der Kartusche oder Spritze (1, 17, 71, 108) geöffnet zu
werden.
3. Austragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung des Mischers (2, 18) eine Querbohrung (13, 23) aufweist, die
nach dem Verdrehen des Mischers eine Verbindung zwischen den Kartuschenauslässen (6a,
7a) und den Mischelementen (3) herstellt.
4. Austragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das kartuschenseitige Ende des Mischers als Konus (14) und/oder Zylinder (22) ausgebildet
ist, der in eine entsprechende Innenfläche (8), bzw. (21) am Kartuschen-Auslassende
(9) greift.
5. Austragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung (32; 38, 39; 53, 54; 59, 60) ausgebildet ist, durch axiales Verschieben
des Mischers (30, 36, 50, 58) gegenüber der Kartusche oder Spritze (26, 34, 44, 55)
geöffnet zu werden.
6. Austragvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung Mittel (32) aufweist, die nach dem axialen Verschieben des Mischers
(30) eine Verbindung zwischen den Kartuschenauslässen (6a, 7a) und den Mischelementen
(3) herstellt.
7. Austragvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung des Mischers (36, 50, 58) zwei Verschlussstopfen (38, 39; 53,
54; 64, 65) aufweist, die nach dem axialen Verschieben des Mischers in Richtung Auslass
aus den Auslässen (6, 7) der Kartusche (34, 44, 55) entfernt sind.
8. Austragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslassende (9) der Kartusche von der Kartusche (34) beabstandete Anschlagnocken
(35) aufweist, an denen nach dem axialen Verschieben des Mischers (36) zum Auslass
hin ein umlaufender Absatz (13) am kartuschenseitigen Mischerende eingreift.
9. Austragvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischereingangsteil ein Verschlussteil (37) mit zwei zylinderförmigen Führungen
(40) aufweist mit Haltenocken (41), die im geschlossenen Zustand in Öffnungen (42)
im Auslassende (9) eingreifen.
10. Austragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischer (50) von einem Gewindering (46) mit Innengewinde an der Kartusche oder
Spritze (44) gehalten ist und das Verschlussteil (49) des MischerEingangsteils ein
Aussengewinde (51) aufweist derart, dass beim Drehen des Gewinderinges der Mischer
in Auslassrichtung hin bewegt wird und die Verschlusstopfen (53, 54) aus den Auslässen
(6, 7) entfernt werden.
11. Austragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Mischereingangsteil (62) Niederhalterippen (59, 60) angeordnet sind, die im geschlossenen
Zustand auf einen Verschluss mit Verschlussteller (6), an dem zwei Verschlussstopfen
(64, 65) angeordnet sind, wirken, wobei der Verschlussteller zwei Schlitze (67, 68)
aufweist derart, dass nach Verdrehen des Mischers die Niederhalterippen (59, 60) über
den Schlitzen angeordnet sind, um den Verschluss beim Austragen freizugeben.
12. Austragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung eine als Drehschieber ausgebildete Dichtscheibe (83, 120) mit
zwei Durchlässen (88A, 88B, 125, 125A) enthält, wobei die Dichtscheibe im Mischereingangsteil
(81, 118) eingelegt ist derart, dass beim Verdrehen des Mischers (72, 109) gegenüber
der Kartusche (71, 108) oder Spritze die stets mit den Mischer-Einlässen kommunizierenden
Durchlässe der Dichtscheibe mit den Kartuschen-Auslässen (105, 106, 135, 136) kommunizieren
oder diese verschliessen.
13. Austragvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischer über eine BajonettVerriegelung mit der Kartusche oder Spritze befestigt
ist, wobei die Verriegelungselemente (84A, 84B; 86A, 86B; 121; 130) an einem Mischer-Befestigungsteil
(76, 113) und an einem Verriegelungsflansch (85, 119) der Kartusche oder Spritze ausgebildet
sind und Mittel (101, 102; 96, 99; 121A, 138, 139; 137) enthalten, die ein Verdrehen
des Mischers zum Verschliessen und Öffnen gestatten, jedoch den Mischer in der geöffneten
Stellung rückdrehsicher halten.
14. Austragvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsflansch (5,119) der Kartusche oder Spritze als Schnappzungen ausgebildete
Ausnehmungen (107A, 107B, 122) und die daneben angeordneten Bajonett-Verriegelungsteile
(6A, 86B, 130) zur Kartusche hin gerichtete Anzugflächen (95, 100) aufweisen.
1. A dispensing device for disposable use, comprising a multicomponent cartridge or syringe
with a closure and a mixer, wherein the cartridge or syringe (1, 17, 26, 34, 44, 55,
71, 108) and the mixer (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) form an interconnected unit
and the closure that is arranged between the outlets of the cartridge and the inlets
of the mixer is configured as a valve arrangement (15, 23, 32; 38, 39; 53, 54; 59,
60, 83, 120) such that a connection is established between the cartridge outlets (6,
7, 6a, 7a; 105, 106; 135, 136) and the mixing elements (3, 80, 117) of the mixer after
performing a relative movement between the mixer and the cartridge or syringe,
characterized in that
the mixer (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) has a housing (11, 19, 74, 111) that is
configured in the lower part as a bell-shaped inlet portion (12, 20, 31, 62, 81, 118)
that has a circumferential step (13, 48, 84, 121) or a plurality of steps (13, 48,
84, 121) at its cartridgeside end to engage behind a circumferential collar (19, 28,
29, 35, 52, 57, 107, 122) at the outlet end and to fasten the mixer to the cartridge
or syringe (1, 17, 26, 34, 44, 55, 71, 108) such that the mixer (2, 18, 30, 36, 50,
58, 72, 109) can no longer be released from the cartridge or syringe (1, 17, 26, 34,
44, 55, 71, 108) without damage to parts.
2. A dispensing device according to claim 1, characterized in that the valve arrangement (15, 23, 83, 120) is configured to be opened by a rotation
of the mixer (2, 18, 72, 109) with respect to the cartridge or syringe (1, 17, 71,
108).
3. A dispensing device according to claim 1 or claim 2, characterized in that the valve arrangement of the mixer (2, 18) has a transverse bore (13, 23) that establishes
a connection between the cartridge outlets (6a, 7a) and the mixing elements (3) after
a rotation of the mixer.
4. A dispensing device according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the cartridge side end of the mixer is shaped as a cone (14) and/or as a cylinder
(22) that engages into a corresponding internal surface or (21) at the cartridge outlet
end (9).
5. A dispensing device according to claim 1, characterized in that the valve arrangement (32, 38; 39; 53, 54; 59, 50) is configured to be opened by
an axial displacement of the mixer (30, 36, 50, 58) with respect to the cartridge
or syringe (26, 34, 44, 55).
6. A dispensing device according to claim 5, characterized in that the valve arrangement has means (32) that establishes a connection between the cartridge
outlets (6a, 7a) and the mixing elements (3) after the axial displacement of the mixer
(30).
7. A dispensing device according to claim 5, characterized in that the valve arrangement of the mixer (36, 50, 58) includes two closure plugs (38, 39;
53, 54; 64, 65) that are removed from the outlets (6, 7) of the cartridge (34, 44,
55) after the axial displacement of the mixer toward the outlet.
8. A dispensing device according to claim 7, characterized in that the outlet end (9) of the cartridge has stop noses (35) which are spaced apart from
the cartridge (34) and at which, after the axial displacement of the mixer (36) toward
the outlet, engages a circumferential step (13) at the cartridge side mixer end.
9. A dispensing device according to claim 8, characterized in that the mixer inlet section includes a closure member (37) having two cylindrical guide
members (40) with retaining noses (41) which in the closed position engage in openings
(42) in the outlet end (9).
10. A dispensing device according to claim 7, characterized in that the mixer (50) is retained at the cartridge or syringe (44) by a threaded ring (46)
having an internal thread and the closure member (49) of the mixer inlet section has
an external thread (51) such that on rotation of the threaded ring, the mixer is moved
in the outlet direction and the closure plugs (53, 54) are removed from the outlets
(6, 7).
11. A dispensing device according to claim 7, characterized in that downholding ribs (59, 60), which in the closed condition act on a closure having
a closure disk (6) at which two closure plugs (64, 65) are arranged, are disposed
at the mixer inlet section (62), the closure disk having two slots (67, 68) such that,
after rotating the mixer, the downholding ribs (59, 60) are arranged above the slots
in order to release the closure on dispensing.
12. A dispensing device according to claim 1 or claim 2, characterized in that the valve arrangement comprises a sealing disk (83, 120) configured as a rotary slide
valve and having two passages (88A, 88B, 125, 125A), the sealing disk being inserted
in the mixer inlet section (81, 118) such that, when the mixer (72, 109) is rotated
with respect to the cartridge (71, 109) or syringe, the passages of the sealing disk,
which always communicate with the mixer inlets, communicate with or seal the cartridge
outlets (105, 106, 135, 136).
13. A dispensing device according to claim 12, characterized in that the mixer is fastened to the cartridge or syringe by means of a bayonet lock, the
locking members (84A, 84B; 86A, 86B; 121; 130) being formed at a mixer fastening portion
(76, 113) and at a locking flange (5, 119) of the cartridge or syringe and comprising
means (101, 102; 96, 99; 121A, 138, 139; 137) that allow a rotation of the mixer for
closing and opening but retain the mixer non-reversibly in the open position.
14. A dispensing device according to claim 12 or claim 13, characterized in that the locking flange (5, 11) of the cartridge or syringe comprises recesses (107A,
107B, 122) in the form of snap-in tongues and the adjacently arranged bayonet locking
members (6A, 86B, 130) comprise tightening surfaces (95, 100) directed toward the
cartridge.
1. Dispositif distributeur pour une utilisation unique, comprenant une cartouche ou une
seringue à multiples composants avec une fermeture et un mélangeur, dans lequel la
cartouche ou la seringue (1, 17, 26, 34, 44, 55, 71, 108) et le mélangeur (2, 18,
30, 36, 50, 58, 72, 109) forment une unité reliée l'un à l'autre et la fermeture agencée
entre les sorties de la cartouche et les entrées du mélangeur est réalisée sous la
forme d'un agencement de valve (15, 23, 32 ; 38, 39 ; 52, 54 ; 59, 60, 83, 120) de
telle façon qu'après exécution d'un mouvement relatif entre le mélangeur et la cartouche
ou la seringue une liaison est établie entre les sorties de cartouche (6, 7, 6a, 7a
; 105, 106 ; 135, 136) et les éléments mélangeurs (3, 80, 117) du mélangeur, caractérisé en ce que le mélangeur (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) comprend un boîtier (11, 19, 74, 111),
qui est réalisé dans la partie inférieure comme une partie d'entrée en forme de cloche
(12, 20, 31, 62, 80, 118) qui comporte à son extrémité côté cartouche un talon périphérique
(13, 48, 84, 121) ou plusieurs talons (13, 48, 84, 121) afin d'engager par l'arrière
une collerette périphérique (19, 28, 29, 35, 52, 57, 107, 122) à l'extrémité de sortie
et de fixer le mélangeur sur la cartouche ou sur la seringue (1, 17, 26, 34, 44, 55,
71, 108) de telle façon que le mélangeur (2, 18, 30, 36, 50, 58, 72, 109) ne peut
plus être détaché de la cartouche ou de la seringue (1, 17, 26, 34, 44, 55, 71, 108)
sans endommager des parties.
2. Dispositif distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agencement de valve (15, 23, 83, 120) est réalisé pour être ouvert par rotation
du mélangeur (2, 18, 72, 109) par rapport à la cartouche ou à la seringue (1, 17,
71, 108).
3. Dispositif distributeur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'agencement de valve du mélangeur (2, 18) comporte un perçage transversal (13, 23)
qui, après la rotation du mélangeur, établit une liaison entre les sorties de la cartouche
(6a, 7a) et les éléments mélangeurs (3).
4. Dispositif distributeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'extrémité côté cartouche du mélangeur est réalisée sous forme de cône (14) et/ou
de cylindre (22), qui s'engage dans une surface intérieure correspondante (8) ou respectivement
(21) à l'extrémité de sortie (9) de la cartouche.
5. Dispositif distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agencement de valve (32 ; 38, 39 ; 53, 54 ; 59, 60) est réalisé pour être ouvert
par un déplacement axial du mélangeur (30, 36, 50, 58) par rapport à la cartouche
ou à la seringue (26, 34, 44, 55).
6. Dispositif distributeur selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'agencement de valve comprend des moyens (32) qui, après déplacement axial du mélangeur
(30), établissent une liaison entre les sorties de cartouche (6a, 7a) et les éléments
mélangeurs (3).
7. Dispositif distributeur selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'agencement de valve du mélangeur (36, 50, 58) comprend deux bouchons de fermeture
(38, 39 ; 53, 54 ; 64, 65), qui sont éloignés après le déplacement axial du mélangeur
dans la direction sortante hors des sorties (6, 7) de la cartouche (34, 44, 55).
8. Dispositif distributeur selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'extrémité de sortie (9) de la cartouche comprend des cames de butée (35) à distance
de la cartouche (34), sur lesquelles s'engage, après le déplacement axial du mélangeur
(36) jusqu'à la sortie, un talon périphérique (13) à l'extrémité du mélangeur du côté
cartouche.
9. Dispositif distributeur selon la revendication 8, caractérisé en ce que la partie d'entrée du mélangeur comprend une pièce de fermeture (37) avec deux guidages
de forme cylindrique (40), avec des cames de maintien (41) qui s'engagent, dans la
situation fermée, dans des ouvertures (42) à l'extrémité de sortie (9).
10. Dispositif distributeur selon la revendication 7, caractérisé en ce que le mélangeur (50) est tenu par une bague filetée (46) avec un filetage intérieur
au niveau de la cartouche ou de la seringue (44), et la partie de fermeture (49) de
la partie d'entrée du mélangeur comprend un pas de vis extérieur (51) de telle façon
qu'en faisant tourner la bague filetée, le mélangeur est déplacé dans la direction
vers la sortie et les bouchons obturateurs (53, 54) sont éloignés hors des sorties
(6, 7).
11. Dispositif distributeur selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'à la partie d'entrée (62) du mélangeur sont agencées des nervures de maintien vers
le bas (59, 60) qui, dans la situation fermée, agissent sur une fermeture avec un
opercule de fermeture (6) sur lequel sont agencés de bouchons de fermeture (64, 65),
dans lequel l'opercule de fermeture comporte deux fentes (67, 68) de telle façon qu'après
rotation du mélangeur les nervures de maintien vers le bas (59, 60) sont agencées
au-dessus des fentes afin de libérer la fermeture lors de la distribution.
12. Dispositif distributeur selon la revendication 1 2, caractérisé en ce que l'agencement de valve contient un disque d'étanchéité (83, 120), réalisé comme un
tiroir rotatif, avec deux traversées (88A, 88B, 125, 125A), dans lequel le disque
d'étanchéité est mis en place dans la partie d'entrée (81, 118) du mélangeur de telle
façon que par une rotation du mélangeur (72, 109) par rapport à la cartouche (71,
108) ou la seringue, les traversées du disque d'étanchéité qui communiquent toujours
avec les entrées du mélangeur communiquent avec les sorties (105, 106, 135, 136) de
la cartouche ou obturent celles-ci.
13. Dispositif distributeur selon la revendication 12, caractérisé en ce que le mélangeur est fixé avec la cartouche ou la seringue au moyen d'un verrouillage
à baïonnette, dans lequel les éléments de verrouillage (84A, 84B ; 86A, 86B ; 121
; 130) sont réalisés sur une partie de fixation (76, 113) du mélangeur et sur une
bride de verrouillage (85, 119) de la cartouche ou de la seringue et contiennent des
moyens (101, 102 ; 96, 99 ; 121A, 138, 139 ; 137) qui permettent une rotation du mélangeur
pour la fermeture et l'ouverture, mais qui maintiennent le mélangeur dans la position
ouverte en empêchant une rotation en retour.
14. Dispositif distributeur selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que la bride de verrouillage (5, 119) de la cartouche ou de la seringue comporte des
évidements (107A, 107B, 122) à titre de languettes à encliquetage, et les parties
de verrouillage à baïonnette (6A, 86B, 130) agencées à côté comportent des surfaces
de serrage (95, 100) orientées vers la cartouche.
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