[0001] Die Erfindung betrifft die Handhabung von Werkstücken beim Vornehmen von Bearbeitungsvorgängen,
insbesondere beim Bördeln.
[0002] Das Bördeln, auch Falzen genannt, fällt in den Verfahrensbereich der spanlosen Umformtechnik.
Darunter versteht man das Umlegen einer abgewinkelten Kante bzw. eines Bördelflansches
eines äußeren Bleches bzw. einer Haut über ein inneres Blech bzw. über ein Gerippe.
Sinn des Bördelns ist, ggf. unter Einsatz von Klebstoff mindestens zwei Blechteile
bzw. Haut und Gerippe fest miteinander zu verbinden. Im Automobilbau kommt das Verfahren
meist an Fahrzeugkomponenten wie Haube, Tür, Rückwandklappe, Heckraumdeckel und Dach
zum Einsatz.
[0003] Bei dem Bördeln wird die Kontur des Bauteiles bestimmt. Man unterscheidet Innen-
und Außenbördeln. Beim Außenbördeln wird die Außenkontur des Bauteils wie z. B. Haube,
Tür, Rückwandklappe, und Heckraumdecke festgelegt. Beim Innenbördeln die Kontur von
Fensterausschnitten wie Dach oder Tür festgelegt.
[0004] Das Bördeln beeinflusst entscheidend die Einbauqualität der Komponenten in die Karosserie
bezüglich Spaltmaß und Fallung. Gebördelt wird häufig in zwei bis drei Stufen bzw.
Schritten. Dabei spricht man von Ankippen, Vor- und Fertigbördeln.
[0005] Es gibt mehrere unterschiedliche Bördelsysteme. Bei einer Ausführungsform wird das
Fertigungsteil in einer besonderen Haltevorrichtung, dem sogenannten "Bördelbett",
gegen ein feststehendes Werkzeug gefahren. Bei einer anderen Ausführungsform liegt
das Fertigungsteil fest in einer Form und die Werkzeuge bewegen sich. Dabei ist es
auch bekannt, mit einer beweglichen und drehbaren Rolle zu bördeln, dies wird "Rollbördeln"
genannt.
[0006] Bördelvorrichtungen sind im weiteren Sinn getriebene Presswerkzeuge. Der Antrieb
der Anlagen erfolgt häufig hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch. Vorzugsweise
wird aus Gründen des notwendigen Pressdruckes der Stößel, der den Arbeitshub besorgt,
hydraulisch bewegt. Bördelbacken können hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch über
Stellmotoren bewegt werden.
[0007] Ein Bördelbett bildet häufig das Aufnahmewerkzeug für Außenhaut und Gerippe. Es ist
die genaue 3D-Formabbildung der Außenhaut und damit Grundvoraussetzung für die geforderte
Fallungsqualität. Das Bett wird als Basis bzw. Nullbezug angesehen und bedarf keiner
Nachbearbeitung oder Einarbeitung.
[0008] Die Bördelbacken bzw. Falzsteine ergeben in ihrer Arbeitsposition einen offenen oder
auch vollständig geschlossenen Ring. An den Bördelbacken bzw. Falzsteinen findet die
eigentliche Umformung statt, da darin die Flanschpositionen zum Vor- und Fertigbördeln
angearbeitet sind. Bei einer zweistufigen Bördelvorrichtung sind die Backenreihen
übereinander angeordnet, in einer einstufigen ist nur eine Reihe Backen entweder zum
Vor- oder zum Fertigbördeln montiert. Kriterium für die Ein- oder Zweistufigkeit ist
die Taktzeit der Fertigungszelle in Verbindung mit der Antriebsart der Vorrichtung.
Häufig werden zweistufige Bördelvorrichtungen eingesetzt.
[0009] Bei zweistufigen Anlagen kommen nacheinander Vor- und Fertigbördelbacken zum Einsatz.
Durch das hydraulische Heben des Stößels wird der Bördelflansch an den Falzsteinen
umgelegt.
[0010] Die beiden Bauteile Gerippe und Haut werden mit Zwangseinweisern und Aufnahmebolzen
nach den Grundausrichtungsbohrungen (ASKF) positioniert. Niederhalter können unmittelbar
vor dem Bördelvorgang das formgenaue Aufliegen von dem Gerippe auf der Außenhaut sichern.
Mit einem Niederhalter wird das Gerippe vor und während des Bördelvorganges auf die
Haut und somit in Form des Bördelbettes gedrückt. Dadurch werden Fallungsfehler minimiert
und die gewünschte Überlappung des Bördelflansches über das Gerippe sichergestellt.
[0011] Die
EP 0 820 822 A1 und die
WO 97/43165 zeigen solche Werkzeugmaschinen, die zum Falzen bzw. Bördeln von Blechen verwendet
werden.
[0012] Bei diesen Werkzeugmaschinen ist es von Nachteil, dass diese teuer und kompliziert
aufgebaut sind. Weiterhin kann ein Bördeln nur nach einem genauen Einstellen der unterschiedlichen
Teile der Werkzeugmaschine erfolgen, damit optimale Ergebnisse erzielt werden.
[0013] Die
US 6 487 888 B1 zeigt eine Bördelpresse, die eine Basis und ein bewegliches Nest aufweist, auf dem
ein zu bördelndes Werkstück aufgenommen ist. Ein Nestträger trägt das Nest, wobei
sowohl das Nest als auch der Nestträger beweglich auf der Basis montiert sind. Ein
seitlich verschiebbarer Bördelbacken ist an der Basis montiert und zwischen einer
ausgefahrenen Position und einer zurückgezogenen Position hin- und herfahrbar. Dazu
ähnliche Vorrichtungen sind in der
EP 1 402 968 A1, welche der Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet, und in der
US 6 182 492 B1 gezeigt.
[0014] Die
JP 59 110 427 zeigt eine Vorbördeleinrichtung, bei der ein Vorbördeln durch vertikales Verfahren
eines Bördelbetts gegen eine feststehende Blechhaut eingeleitet wird.
[0015] Mit der Erfindung soll die Handhabung von Werkstücken beim Vornehmen von Bearbeitungsvorgängen
vereinfacht und das Arbeitsergebnis verbessert werden.
[0016] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0017] Die Erfindung sieht nicht etwa eine kompliziert aufgebaute Bördelvorrichtung oder
geänderte Niederhalter vor, wie es an sich denkbar wäre, um ein besseres Arbeitsergebnis
zu erzielen. Vielmehr wird eine Vereinfachung der bisher eingesetzten Ankippvorrichtungen
vorgesehen. Dazu werden mindestens ein Standard-Antriebselement und ein Schieber,
der unmittelbar an seiner Vorderseite einen Ankippformbacken aufweist, eingesetzt.
Damit wird der Bördelflansch einer Blechhaut bearbeitet. Als Antriebselemente können
beispielsweise Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder, ein Anker einer Spule oder auch
eine Spindel eines Elektroantriebs eingesetzt werden. Diese Antriebselemente können
ohne zusätzliche Getriebe oder ohne dass etwa eine groß ausfallende Kniehebelmechanik
zwischengeschaltet ist, betrieben werden.
[0018] Es hat sich herausgestellt, dass die Erfindung das Ankippen erleichtert und verbessert,
bei dem nur "kritische Bereiche" auf einer separaten Ankippvorrichtung (erste Stufe)
bearbeitet werden. Das Vor- und Fertigbördeln erfolgt erst danach auf der eigentlichen
Bördelpresse (zweite und dritte Stufe) und bearbeitet den kompletten Bördelflansch
der Außenkontur.
[0019] "Kritische Bereiche" können in Teilabschnitten mit sehr kleinen Radien, großen Öffnungswinkeln
(größer als ca. 116°) vorliegen und auch bei Teilen, bei denen abweichend zu einer
vorgegebenen Bördellage der Bördelflansch gebördelt werden muss. Ein unerwünschter
Materialschub in der Bördelpresse wird mit der Erfindung vermieden.
[0020] Zudem besteht bei Radien oder Bördelflanschwinkelstellungen von weniger als ca. 116°
sowie bei ungünstigem Formverlauf am Umriss, auch abhängig von der Lage des Bauteils
im Bördelbett, die Möglichkeit, dass ein Fügen des Gerippes in die Haut mittels "Overhead"
oder Roboter nicht gegeben ist. Auch in solchen Bereichen hat es sich bewährt, erfindungsgemäß
anzukippen.
[0021] Die Erfindung vermeidet kompliziert aufgebaute Ankippeinheiten, die aufwendige und
in drei Achsen gedrehte Schweißkonstruktionen beinhalten. Diese Konstruktionen erfordern
sehr aufwendige Konstruktionen und CAD-Untersuchungen und haben sich nicht bewährt.
[0022] Erfindungsgemäß sind Konsolen zur Halterung der Ankippeinheit vorgesehen, die Bestandteil
des Bördelbetts sind. Besonders haben sich dabei angegossene Konsolen bewährt. Führungen
für die Schieber können dabei in einer Aufspannung bereits bei der Formbearbeitung
des Bördelbetts hergestellt werden. Mit der Erfindung lassen sich somit besonders
einfach herzustellende Ankippvorrichtungen bereitstellen, die wesentlich kostengünstiger
sind, als diejenigen des Standes der Technik. Es ist mit einer Kostenersparnis von
bis zu 40% pro Ankippvorrichtung zu rechnen.
[0023] Dies macht sich besonders deshalb bemerkbar, weil an vielen Ankippvorrichtungen zahlreiche
Ankippeinheiten vorzusehen sind, häufig zwischen sechs und zehn Stück. Bei den ausladenden
Ankippvorrichtungen des Standes der Technik konnte diese Zahl häufig aus Platzmangel
nicht bereitgestellt werden, so dass man ein schlechteres Ergebnis mit weniger Ankippvorrichtungen
in Kauf nehmen musste.
[0024] Die Erfindung ist in einer als Bearbeitungsvorrichtung ausgebildeten Werkzeugmaschine
verwirklicht, die die Ankippeinheit aufweist. Mit der Ankippeinheit wird ein Bördelrand
einer Blechhaut lokal umgebogen, beispielsweise an einer Stelle, die beim anschließenden
Bördeln in eine nicht gewollte Richtung kippen würde. Außerdem wird eine Ankippeinheit
an einer Stelle vorgesehen, bei der besonders kleine Biegeradien erzeugt werden sollen.
[0025] Die Erfindung ermöglicht eine günstige und wenig aufwendige Gesamtkonstruktion. Mit
der Erfindung ist eine Standardisierung der Ankippeinheiten innerhalb eines Ankippsystems
möglich. Diese Systeme sind nicht mehr bauteilabhängig und von Modell zu Modell gleich.
[0026] Mit dem Ankippsystem wird die Haut auf einfache Weise im Bereich des Bördelflansches
angekippt und so eine gewünschte Überlappung des Bördelflansches z.B. über das Gerippe
sichergestellt.
[0027] Die Ankippsysteme werden an mechanisch wenig aufwendigen Konstruktionen angebracht.
Die mechanischen Konstruktionsvorgaben erlauben eine geringe Aufbauhöhe und -breite.
Die Montage ist durch die geringe Größe des Systems sehr einfach. Ankippantriebe,
die an einem über die Bördelvorrichtung weit auskragendem Halterahmen montiert sind,
brauchen nicht mehr vorgesehen werden.
[0028] Mit dem Ankippsystem wird die Haut auf einfache Weise im Bereich des Bördelflansches
angekippt und so eine gewünschte Überlappung des Bördelflansches z.B. über das Gerippe
sichergestellt.
[0029] Nachfolgend wird ein denkbarer Bördelvorgang mit einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
beschrieben.
[0030] Alle Ankippeinheiten der Ankippvorrichtung sind in Grundstellung, d.h. in der hinteren
Endlage.
[0031] Die beiden Bauteile, Gerippe und Haut, werden eingelegt und mit Zwangseinweisern,
Aufnahme- und Absteckbolzen nach den Grundausrichtungsbohrungen (ASKF) positioniert.
Das Gerippe wird mittels Spanner in die Haut und somit auch in das Bett der Ankippvorrichtung
gedrückt. In den kritischen Bereichen schwenken Niederhalter formgenau in die Wurzel
der Bördelkante der Außenhaut ein und halten diese im Sinne eines Abkantungsbackens
fest. Durch den Pneumatikzylinder wird der Schieber mit dem aufgesetzten Formbacken
anschließend gegen den Bördelflansch bis auf Endlage gefahren. Die notwendige Maßeinstellung
erfolgt über eine Gewindespindel an der Kolbenstange. Der Pneumatikzylinder, die Niederhalter
und Zentrierungen fahren in die Grundstellung zurück. Damit ist der Ankippvorgang
abgeschlossen und das Teil wird aus der Vorrichtung genommen und in die Bördelpresse
zur weiteren Bearbeitung eingelegt.
[0032] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht.
- Figur 1
- zeigt einen Teilbereich einer erfindungs-gemäßen Werkzeugmaschine in der Seitenansicht,
- Figur 2
- zeigt einen Teilbereich eines zu bördelnden Stahlblechs und
- Figur 3
- zeigt einen weiteren Teilbereich der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine aus Figur
1.
[0033] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Verkzeugmaschine mit eines Ankippvorrichtung
1 in einer Ansicht von der Seite. Die Ankippvorrichtung 1 gliedert sich in ein Bördelbett
2 mit einer angegossenen Konsole 17 für einen Schieber 7, in eine Schweißkonstruktion
3 zur Aufnahme eines Pneumatikzylinders 5, in ein Formstück 9, in eine Führung 4 und
in eine Kolbenstange mit einer Verstelleinheit 6.
[0034] Auf das Bördelbett 2 ist eine Stahlblechhaut 14 aufgelegt. Die Schweißkonstruktion
3 stellt eine Halterung für den Pneumatikzylinder 5 dar und ist an der als Anguss
ausgestalteten Konsole 17 befestigt.
[0035] Eine bearbeitete Oberseite 13 der Konsole 17 dient dabei als Auflage für die Führung
4 des Schiebers 7, der mit der Kolbenstange 6 des Pneumatikzylinders 5 verbunden ist.
An der Vorderseite des Schiebers 7 ist ein Formbacken 9 vorgesehen.
[0036] Figur 2 und Figur 3 veranschaulichen das Umformen eines Bördelflansches 10 der Stahlblechhaut
14.
[0037] Wie man in Figur 2 sieht, ist der Bördelflansch 10 der Stahlblechhaut 14 vor der
Betätigung der Ankippeinheit 1 auf einen Winkel von mehr als 116° abgekantet. Nach
dem Ankippvorgang ist der Bördelflansch 10 weiter zugebogen, und zwar zu einem spitzen
Winkel von ca. 70°. Dieser Zustand ist mit gestrichelter Linie dargestellt.
[0038] Figur 3 veranschaulicht dabei die Wirkung des Formbackens 9 bei einer Verschiebung
entlang der Verschieberichtung 8. Wie man in Figur 3 besonders gut sieht, ist die
Vorderseite des Formbackens 9 so bearbeitet, dass die gewünschte Winkelstellung des
Bördelflansches 10 nach einem Hub des Formbackens 9 erreicht wird. Dabei trägt der
in Figur 1 nicht gezeigte Niederhalter 11 zu einem optimalen Bördelergebnis bei.
[0039] Mit der Erfindung entfallen schiebekraftverstärkeride Kniehebel an etwaigen Aktuatoren,
wodurch die erfindungsgemäße Ankippeinheit 1 bei besonders kleinem Bauraum und mit
direkter Krafteinwirkung ausgeführt werden kann.
[0040] Die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine lässt sich besonders einfach herstellen.
[0041] Am aus Stahl gegossenen Bördelbett 2 werden im Bereich der vorzusehenden Ankippvorrichtungen
bzw. Ankippeinheiten entsprechend der Anzahl der "kritischen Bereiche" der Stahlblechhaut
14 Montageflächen zur Führung der Schieber 9 angegossen. Die Anzahl der Ankippeinheiten
ist bauteilabhängig jeweils zu bestimmen. Diese Montageflächen werden gleich bei der
Formbearbeitung des Bördelbetts 2 mitbearbeitet, was im Verhältnis zur der bisherigen
Herstellung nur noch einen geringen Zusatzaufwand mit sich bringt. Auf diesen Montageflächen
werden Führungsleisten mit Notlaufeigenschaften montiert. Auch Anschraubflächen für
die Schweißkonstruktion zur Aufnahme des Pneumatikzylinders werden gleich an dem Anguss
bzw. an der Konsole 17 mitbearbeitet. Der Schieber 9 und der Niederhalter 11 werden
nach CAD/CAM-Daten gefertigt.
[0042] Mit dem in Figur 1 gezeigten Pneumatikzylinder 5 lassen sich auf einfache Weise Ankippkräfte
von mehr als 4500 N erzeugen. Die notwendige Schubkraft wird bauteilabhängig ermittelt.
Dabei wird der kleinstmögliche Anstellwinkel des Bördelflansches 10 angestrebt. Bei
der erfindungsgemäßen Bördelvorrichtung wird ein exaktes Anstellen bzw. Ankippen gewährleistet,
wodurch sich ein genauer Bördelkantenverlauf ergibt. Hierzu wird in die sogenannte
"Wurzel" 12 ein Formstück in Form eines Niederhalters 11 gedrückt.
[0043] In der Wurzel 12 verhindert dieser Niederhalter 11 beim Ankippvorgang das ungewollte
Einrollen oder das Einziehen der Stahlblechhaut, wodurch dem Entstehen von Wölbungen
entgegengewirkt wird. Der Niederhalter 11 kann mit einem hier nicht gezeigten Schwenkspannzylinder,
mit einem Hydraulikzylinder, mit einem Pneumatikzylinder, elektrisch oder jeglicher
Art von mechanischer Betätigung betrieben werden. Die entsprechende Anpresskraft wird
nach den jeweiligen Anforderungen ermittelt. Der Einbau der Niederhalter kann sowohl
innerhalb als auch außerhalb des Bördelbetts 2 liegen. Außerdem ist es denkbar, den
Drehpunkt oder die Befestigungsstelle des Niederhalters 11 gleich in die Gussform
des Bördelbetts 2 mit einzuarbeiten. Schließlich ist auch eine Schweißkonstruktion
als tragendes Bauteil des Niederhalterantriebs denkbar.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Ankippeinheit
- 2
- Bördelbett
- 3
- Schweißkonstruktion, Halter Pneumatikzylinder
- 4
- Führung des Schiebers
- 5
- Pneumatikzylinder
- 6
- Kolbenstange des Pneumatikzylinder mit Verstelleinheit
- 7
- Schieber
- 8
- Verschieberichtung
- 9
- Formbacken
- 10
- Bördelflansch
- 11
- Niederhalter
- 12
- Wurzelbereich vom Bördelflansch
- 13
- Führungsfläche des Schiebers auf der angegossenen Konsole
- 14
- Blechteil
- 17
- Konsole
1. Werkzeugmaschine mit einem zur Aufnahme einer Blechhaut (14) bestimmten Bördelbett
(2) und wenigstens einer Ankippeinheit (1),
wobei die Ankippeinheit (1) die folgenden Merkmale aufweist:
- einen Aktuator (5) mit einem in einer Verschieberichtung (8) hin- und her bewegbaren
Schieber (7),
- an der Vorderseite des Schiebers (7) ist ein Ankippformbacken (9) für das Umformen
eines Bördelflansches (10) der Blechhaut (14) angebracht,
- die Vorderseite des Ankippformbackens (9) ist so ausgebildet, dass der Bördelflansch
(10) durch eine Verschiebung des Ankippformbackens (9) biegbar ist
dadurch gekennzeichnet, daß die Ankippeinheit (1) an direkt an das Bördelbett (2) angegossenen Konsolen (17)
gehaltert ist.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aktuator (5) einen Pneumatikzylinder aufweist.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aktuator (5) einen Hydraulikzylinder aufweist.
4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aktuator (5) einen Anker einer Spule aufweist.
5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aktuator (5) eine Spindel eines Elektroantriebs aufweist.
6. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zusätzliches Getriebe, eine Kraftumlenkung oder eine Kraftverstärkung vorgesehen
ist.
7. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
für den Aktuator (5) ein als Schweißkonstruktion (3) ausgebildeter Halter vorgesehen
ist.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
für den Aktuator (5) die Schweißkonstruktion (3) ein Gussteil aufweist.
9. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei im Bereich der Ankippeinheit (1) ein Niederhalter (11) für die Blechhaut (14)
vorgesehen ist.
10. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Montageflächen für Führungsleisten für den Schieber (9) im Bördelbett (2) angegossen
sind.
11. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Niederhalter (11) für die Blechhaut (14) im Bördelbett (2) vorgesehen
ist.
12. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Niederhalter (11) für die Blechhaut (14) außen am Bördelbett (2) vorgesehen ist.
13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 11 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsstelle des Niederhalters (11) am Bördelbett (2) angegossen ist.
1. Machine tool comprising a flanging bed (2), which is intended to receive a sheet metal
skin (14), and at least one tilting unit (1),
wherein the tilting unit (1) has the following features:
- an actuator (5) having a slide (7) that is reciprocable in a direction of displacement
(8),
- fitted on the front of the slide (7) is a tilting forming die (9) for forming a
border flange (10) of the sheet metal skin (14),
- the front of the tilting forming die (9) is designed such that the border flange
(10) is bendable by means of a displacement of the tilting forming die (9),
characterized in that the tilting unit (1) is supported on brackets (17) that are integrally cast directly
onto the bordering bed (2).
2. Machine tool according to claim 1,
characterized in that
the actuator (5) comprises a pneumatic cylinder.
3. Machine tool according to claim 1,
characterized in that
the actuator (5) comprises a hydraulic cylinder.
4. Machine tool according to claim 1,
characterized in that
the actuator (5) comprises an armature of a coil.
5. Machine tool according to claim 1,
characterized in that
the actuator (5) comprises a spindle of an electric drive.
6. Machine tool according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
an additional gear drive, a power transmission device or a power assistance device
is provided.
7. Machine tool according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
for the actuator (5) a holder in the form of a welded structure (3) is provided.
8. Machine tool according to claim 7,
characterized in that
for the actuator (5) the welded structure (3) comprises a casting.
9. Machine tool according to one of the preceding claims,
wherein in the region of the tilting unit (1) a holding-down device (11) for the sheet
metal skin (14) is provided.
10. Machine tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
mounting surfaces for guide strips for the slide (9) are integrally cast in the bordering
bed (2).
11. Machine tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
at least one holding-down device (11) for the sheet metal skin (14) is provided in
the bordering bed (2).
12. Machine tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
a holding-down device (11) for the sheet metal skin (14) is provided externally on
the bordering bed (2).
13. Machine tool according to claim 11 or claim 12,
characterized in that
the fastening point of the holding-down device (11) is integrally cast on the bordering
bed (2).
1. Machine-outil avec un banc à rebord (2), destiné à recevoir un recouvrement en tôle
(14), et au moins une unité de basculement (1),
l'unité de basculement (1) présentant les caractéristiques suivantes :
- un actionneur (5) avec un coulisseau (7) pouvant être déplacé alternativement dans
un sens de déplacement (8),
- sur le côté avant du coulisseau (7) est montée une mâchoire façonnée de basculement
(9) pour la mise en forme d'un collet (10) du recouvrement en tôle (14),
- le côté avant de la mâchoire façonnée de basculement (9) est réalisé de telle sorte
que le collet (10) puisse être plié par un déplacement de la mâchoire façonnée de
basculement (9),
caractérisée en ce que
l'unité de basculement (1) est maintenue sur des consoles (17) moulées sur le banc
à rebord (2).
2. Machine-outil selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'actionneur (5) présente un vérin pneumatique.
3. Machine-outil selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'actionneur (5) présente un vérin hydraulique.
4. Machine-outil selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'actionneur (5) présente un induit d'une bobine.
5. Machine-outil selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'actionneur (5) présente une broche d'un entraînement électrique.
6. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce
qu'un engrenage supplémentaire, un renvoi de force ou un amplificateur de force est prévu.
7. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce
qu'un support réalisé comme une construction soudée (3) est prévu pour l'actionneur (5).
8. Machine-outil selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
la construction soudée (3) présente une pièce moulée pour l'actionneur (5).
9. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans laquelle un serre-flan (11) pour le recouvrement en tôle (14) est prévu dans la zone de l'unité de basculement (1).
10. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
des surfaces de montage pour des baguettes de guidage pour le coulisseau (9) sont
moulées dans le banc à rebord (2).
11. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'au moins un serre-flan (11) pour le recouvrement en tôle (14) est prévu dans le banc
à rebord (2).
12. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'un serre-flan (11) pour le recouvrement en tôle (14) est prévu à l'extérieur sur le
banc à rebord (2).
13. Machine-outil selon la revendication 11 ou 12,
caractérisée en ce que
le point de fixation du serre-flan (11) est moulé sur le banc à rebord (2).