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(11) |
EP 1 763 420 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2009 Patentblatt 2009/42 |
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Anmeldetag: 12.05.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/005193 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/113199 (01.12.2005 Gazette 2005/48) |
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SPANN- UND/ODER SPREIZWERKZEUG MIT EINER SCHUB- ODER ZUGSTANGE
CLAMPING AND/OR BRACING TOOL COMPRISING A CONNECTING OR TIE ROD
OUTIL DE SERRAGE ET/OU D'ECARTEMENT COMPRENANT UN BARRE DE POUSSEE OU DE TRACTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
19.05.2004 DE 102004024862 08.12.2004 WO PCT/EP2004/013979
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.03.2007 Patentblatt 2007/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Irwin Industrial Tools GmbH |
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85399 Hallbergmoos (DE) |
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Erfinder: |
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- GEIER, Manfred
82178 Puchheim (DE)
- STRAUSS, Ralf
82237 Wörthsee (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmid, Nils T.F. |
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Forrester & Boehmert
Anwaltssozietät
Pettenkoferstrasse 20-22 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Spann- und/oder Spreizwerkzeug mit einer Schub- oder Zugstange,
an der eine bewegliche Backe befestigt ist, einer ortsfesten Backe, einem Getriebemechanismus,
mit dem die bewegliche Backe durch Verlagerung der Schub- oder Zugstange in einer
Spann- oder Spreizrichtung auf die ortsfeste Backe zu oder von letzterer weg bewegbar
ist und Spann- und/oder Spreizkräfte zwischen den Backen aufbringbar sind, und einer
Sperre, die eine Verlagerung der Schub- oder Zugstange in zur Spann- oder Spreizrichtung
entgegengesetzt der Öffnungsrichtung blockiert, um zwischen den Backen erzeugte Spann-
und/oder Spreizkräfte aufrechtzuerhalten. Ein derartiges Spann-oder Spreizwerkzeug
ist aus der
WO 03/013793 bekannt.
[0002] Ein derartiges Spann- oder Spreizwerkzeug ist auch aus der
DE 103 35 365 A1 (Zwischen literatur nach Art. 5 4(3) EPÜ) bekannt, mit dem sehr große Spannkräfte
zwischen der ortsfesten und beweglichen Backe hervorgerufen werden können. Dafür ist
der Schwenkarm auf einer Spannseite der Schub- oder Zugstange an einem die ortsfeste
Backe haltenden Träger schwenkbar angelenkt, wobei die Kontaktstelle, an welcher der
Betätigungsarm Betätigungskräfte in einen Mitnahmeschieber des Getriebemechanismus
einleiten kann, ebenfalls auf der Spannseite der Schub- oder Zugstange zwischen dem
Schwenkgelenk und der Schub- oder Zugstange vorgesehen ist. Mit den damit erzielten
Hebelverhältnissen können bei einhändiger Bedienung des Spannwerkzeugs Spann-oder
Spreizkräfte bis zu 3000 Newton zwischen den Spannbacken erzeugt werden.
[0003] Nach dem Erzeugen großer Spannkräfte kann es dazu kommen, daß bei lösender Betätigung
der die großen Spannkräfte haltenden Rückdrücksperre die bewegliche Backe explosionsartig
von der festen Backe weggetrieben wird. Analysen machten deutlich, daß sich das Spannwerkzeug,
insbesondere das Spannbackenmaterial, im gespannten Zustand wie ein elastisches System
verhält, das sich entsprechend der erzeugten Spannkräfte elastisch verformt. Durch
Lösen des Spannwerkzeugs entlädt sich diese gespeicherte Spannung entsprechend dem
systemeigenen Elastizitätsmodul in einer stoßartigen Bewegung der Schub- oder Zugstange
in Öffnungsrichtung. Dabei wird die gespeicherte potentielle Spannungsenergie in kinetische
Energie der Schub- oder Zugstange umgewandelt. Unter Umständen kann sich die Schub-oder
Zugstange durch den Träger der ortsfesten Backe hindurch katapultieren.
[0004] Da es bevorzugt ist, die Reibung der Schubstangenlagerung innerhalb des Trägers für
ein leichtes Verlagern und Einstellen der Schub- oder Zugstange klein zu halten, kann
die Schub-oder Zugstange samt beweglicher Backe durch das Lösen sehr großer Spannkräfte
ungebremst durch den Träger gleiten, was nicht nur das zu bearbeitende Werkstück beschädigen
sondern auch eine Bedienperson verletzen kann.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Spann- oder Spreizwerkzeug zu schaffen, mit dem
bei Gewährleistung einer einfachen und verletzungsunanfälligen Bedienbarkeit die in
dem gespannten Spann- oder Spreizwerkzeug gespeicherte Energie insbesondere explosionsfrei
entladbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Patentanspruch 1 gelöst.
[0007] Danach ist ein Spann- und/oder Spreizwerkzeug mit einer Schub- oder Zugstange, an
der eine bewegliche Backe befestigt ist, einer ortsfesten Backe, einem Getriebemechanismus,
mit dem die bewegliche Backe durch Verlagerung der Schub- oder Zugstange in einer
Spann- oder Spreizrichtung auf die ortsfeste Backe zu oder von letzterer weg bewegbar
ist und Spann-und/oder Spreizkräfte zwischen den Backen aufbringbar sind, und einer
Sperre versehen, die eine Verlagerung der Schub- oder Zugstange in zur Spann- oder
Spreizrichtung entgegengesetzten Öffnungsrichtung blockiert, um zwischen den Backen
erzeugte Spann-und/oder Spreizkräfte aufrechtzuerhalten. Erfindungsgemäß kann als
Sperre eine herkömmliche Rückdrücksperre, wie sie in der
DE 39 17 473 A1 beschrieben ist, oder ein durch ein Zwangsmittel, wie eine Druckfeder, gegenüber
der Schub- oder Zugstange entsprechend verkanteter Mitnahmeschieber angesehen werden,
der als Klemmplatte ausgeführt aufgrund seiner Verkantung eine Verlagerung der Schub-
oder Zugstange sperren kann.
[0008] Gemäß der Erfindung umfaßt das Spann- und/oder Spreizwerkzeug einen Mechanismus zum
Abbauen der gespeicherten Spann- und/oder Spreizkräfte, der eine insbesondere kontrollierte
Absorptionsverlagerung der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung längs eines vorbestimmten,
begrenzten Absorptionsweges zuläßt. Die Begrenzung der Absorptionsverlagerung wird
durch eine Sperrwirkung des Mechanismus realisiert, die erst bei Verlagerung der Schub-
oder Zugstange über den vorbestimmten Absorptionsweg hinaus einsetzt und eine weitere
Absorptionsverlagerung der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung relativ zur ortsfesten
Backe sperrt. Dabei kann die Absorptionsverlagerungsbegrenzung lösbar sein, um eine
sperrungsfreie Verschiebbarkeit der Schub- oder Zugstange zur Schnelleinstellung der
Backen zu gewährleisten.
[0009] Mit der Erfindung wird erreicht, daß die gespeicherten Spann- und/oder Spreizkräfte
bei deren Aufhebung keine raumgreifende katapultartige Verlagerung der Schub- oder
Zugstange verursachen. Vielmehr werden beim Lösen des Spann- und/oder Spreizwerkzeugs
die Backen vorzugsweise nur geringfügig, insbesondere wenige Millimeter, ohne daß
vorzugsweise der Kontakt mit dem Werkstück verloren geht, in Öffnungsrichtung bewegt.
Während dieser Absorptionsverlagerung wird zumindest ein Teil, vorzugsweise die Gesamtheit,
der Spann-und/oder Spreizkräfte insbesondere durch Reibung oder Dämpfung abgebaut.
Der nicht abgebaute Teil der Spann- und/oder Spreizkräfte wird durch die nach der
Absorptionserlagerung einsetzende Sperrwirkung des Mechanismus wieder gehalten. Auf
diese Weise kann der Abbau der gespeicherten Spann- und/oder Spreizkräfte kontrolliert
werden, und die Absorptionsverlagerung der Schub- oder Zugstange beim Lösen der Spannkräfte
ist auf ein gewünschtes Maß beschränkt.
[0010] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist der Mechanismus insbesondere durch dessen
Betätigung von einer Bedienperson derart aktivierbar, daß nach der Aktivierung die
Absorptionsverlagerung der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung längs des Absorptionsweges
selbstständig zugelassen und betrieben wird und nach der Absorptionsverlagerung eine
Absorptionsverlagerungsbegrenzung selbsttätig greift.
[0011] Vorzugsweise ist der Mechanismus nur nach dem Freigeben der Blockierwirkung einer
Sperre, insbesondere Rückdrücksperre, aktivierbar.
[0012] Dabei soll gemäß einer Weiterbildung der Mechanismus nur durch Lösen des gespannten
Spann- und/oder Spreizwerkzeugs, insbesondere der durch Spann- und/oder Spreizkräfte
gespannten Sperre, aktivierbar sein. Beim ungespannten Spann- und/oder Spreizwerkzeug,
insbesondere bei ungespannter Sperre, soll der Mechanismus vorzugsweise inaktiv sein
oder bleiben.
[0013] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist zur Bereitstellung der Absorptionsverlagerung
die Sperre bei Aufrechterhaltung der Sperrwirkung im wesentlichen in Öffnungsrichtung
relativ zur ortsfesten Backe verrückbar. Unter Sperrwirkung der Sperre sei verstanden,
daß ein Verschiebebewegung der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung relativ zur
Sperre selbst blockiert ist. Bei einer Verrückung der Sperre als solche, wird eine
Bewegung der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung zugelassen, welche Bewegung
die vordefinierte Absorptionsverlagerung darstellt. Dabei ist die Sperre in einem
die ortsfeste Backe tragenden, die Schub- oder Zugstange verschiebbar lagernden Träger
in Öffnungsrichtung derart verrückbar angeordnet, daß deren Sperrwirkung beim Verrücken
erhalten bleibt.
[0014] Ein bekanntes Spann- und/oder Spreizwerkzeug, wie es in der oben genannten
DE 103 35 365 A1 beschrieben ist, könnte mit einem erfindungsgemäßen Mechanismus dadurch weitergebildet
werden, daß die Lagerung des federvorgespannten Lösehebels der Rückdrücksperre relativ
zum die ortsfeste Backe tragenden Träger insbesondere in Öffnungsrichtung beispielsweise
durch ein von der Bedienperson zu betätigendes Exzenterdrehteil verrückbar ausgeführt
ist. Durch die Verrückung des Lösehebels samt damit verkanteter Schub- oder Zugstange
wird der Federweg des elastisch gespannten Systems, das sich durch elastisch verformbare
Spannbackenteile des Spann- und/oder Spreizwerkzeugs definiert, zumindest teilweise
verkürzt, gegebenenfalls vollständig aufgehoben, und die elastischen Spannkräfte werden
abgebaut.
[0015] Vorzugsweise ist die Sperre aus einer Ruheposition, in der sie bei Aktivierung des
Mechanismus insbesondere zwangsgestellt ist, in eine Absorptionsendposition verrückbar
ist, in der ihre Blockierwirkung einsetzt. Während des Verrückens verhindert die Sperrwirkung
der Sperre eine Verlagerung der Schub- oder Zugstange relativ zur Sperre, aber die
Schub- oder Zugstange samt Sperre kann sich relativ zur ortsfesten Backe in Öffnungsrichtung
bewegen. Die Verrückbarkeit der Sperre kann insbesondere durch einen am Träger ausgebildeten
Anschlag begrenzt sein.
[0016] Vorzugsweise ist ein Verrückweg, den die Sperre bei der Absorptionsverlagerung zurücklegt,
etwa gleich oder zumindest proportional dem vorbestimmten Absorptionsweg.
[0017] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfaßt der Mechanismus einen Antrieb
zum Verrücken der Sperre mit der daran gesperrten Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung.
Ein durch die Bedienperson zu realisierender Antrieb kann vorgesehen sein, der ein
Exzenterlager für die Sperre aufweist. Zur Realisierung eines automatisierten Antriebs
kann zumindest ein Teil der gespeicherten Spann- und/oder Spreizkräfte in die zu verrückende
Sperre eingeleitet werden.
[0018] Die Sperrwirkung der Sperre kann durch eine Zwangsverkantung einer Plattensperre
mit der Schub- oder Zugstange zum Sperren einer Verlagerung der Schub- oder Zugstange
in Öffnungsrichtung realisiert sein.
[0019] Vorzugsweise umfaßt der Mechanismus zwei die Verlagerung der Schub- oder Zugstange
in Öffnungsrichtung blockierbare Plattensperren, von denen eine - bei Aufrechterhaltung
deren Zwangsverkantung - zur Bereitstellung der Absorptionsverlagerung relativ zur
ortsfesten Backe im wesentlichen in Öffnungsrichtung insbesondere parallel zur Schub-
oder Zugstange verrückbar oder beweglich ist und die andere - bei Aufrechterhaltung
deren Zwangsverkantung - ortsfest zur ortsfesten Backe angeordnet ist.
[0020] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Zwangsverkantung der ortsfesten Plattensperre
vor der Zwangsverkantung der verrückbaren Sperrplatte aufhebbar, insbesondere zeit-und/oder
wegversetzt.
[0021] Vorzugsweise sind beim Aufheben der Zwangsverkantung der ortsfesten Plattensperre
die freiwerdenden Spann- und/oder Spreizkräfte in die verrückbare oder translatorisch
bewegbar gelagerte Plattensperre einleitbar, welche die Verrückung oder das Verschieben
der verrückbaren Plattensperre von einer Ausgangsstellung in eine Endstellung veranlassen,
in der eine weitere Verrückung unterbunden ist.
[0022] Bei einer besonderen Ausführung der Erfindung umfaßt die verrückbare Plattensperre
eine Klemmplatte, die gegen die Schub- oder Zugstange zwangsverkantet ist, so daß
eine Verlagerung der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung relativ zur Klemmplatte
gesperrt ist, und die an einer beweglichen Anlagestelle anliegt.
[0023] Dabei kann die Klemmplatte ein Mitnahmeschieber des als Schrittgetriebe gebildeten
Getriebemechanismus sein, und die bewegliche Anlagestelle ist durch eine Stelle am
beweglichen Betätigungsarm des Schrittgetriebes zur Übertragung der Betäligungskraft
in den Mitnahmeschieber realisiert.
[0024] Der Betätigungsarm kann eine Mittelstellung, in die sich der Betätigungsarm von der
Bedienperson unbelastet stellt, eine Hubendstellung, in die der Betätigungsarm bei
dessen Betätigung zum Verlagern der Schub- oder Zugstange in Spann- oder Spreizrichtung
durch eine Bedienperson verbringbar ist, und eine zur Hubendstellung entgegengesetzte
Absorptionsendstellung aufweisen, in welche der Betätigungsarm zum Verrücken des Mitnahmeschiebers
bei Aufrechterhaltung dessen Sperrwirkung verbringbar und in welcher der Betätigungsarm
zur Bereitstellung der Absorptionsverlagerungsbegrenzung gegen einen Anschlag stößt.
[0025] Bei einer Weiterbildung der Erfindung umfaßt der Mechanismus einen Dämpfer, der die
Absorptionsverlagerung der Schub- oder Zugstange längs des Absorptionsweges dämpft.
Vorzugsweise ist der Dämpfer nur dann aktiviert, wenn der Mechanismus für eine Absorptionsverlagerung
der Schub- oder Zugstange in Öffnungsrichtung aktiviert ist. Der Dämpfer kann durch
eine Ausgleichsfeder, insbesondere eine Druckfeder, gebildet sein, die durch Verrükkung
der Sperre in Öffnungsrichtung spannbar ist. Dabei kann die Ausgleichsfeder zwischen
einem die ortsfeste Backe haltenden Träger und dem Betätigungsarm angeordnet sein.
Alternativ kann der Dämpfer durch eine Schnappeinrichtung gebildet sein, bei der die
frei werdende Spann- oder Spreizkräfte durch Reibung beim Ein- und Ausschnappen gedämpft
werden.
[0026] Vorzugsweise sind die Ausgleichsfeder und eine Getriebefeder zum Verkanten des Mitnahmeschieber
derart aufeinander abgestimmt, daß der Betätigungsarm in einer Mittelstellung zwangsgestellt
ist, von der aus eine Hubbewegung für den Getriebemechanismus entgegen der Getriebefeder
und eine Absorptionsbewegung für den Mechanismus entgegen der Ausgleichsfeder erlaubt
ist.
[0027] Dabei kann die in der Absorptionsendposition des Betätigungsarms gespannte Ausgleichsfeder
dadurch entspannbar sein, daß die Zwangsverkantung des Mitnahmeschiebers aufgehoben
wird, wobei insbesondere die sich entspannende Ausgleichsfeder den Betätigungsarm
in dessen Mittelstellung drängt.
[0028] Weitere Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der Erfindung werden durch die folgende
Beschreibung einer bevorzugten Ausführung anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben,
in denen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen ungespannten Spann- und/oder Spreizwerkzeugs
mit einem zur freien Ansicht geöffneten Gehäuse und Freischnitten zur besseren Erkennbarkeit
des Innenlebens des Schrittgetriebes und des erfindungsgemäßen Mechanismus;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Spann- und/oder Spreizwerkzeugs gemäß Fig. 1 in einem gespannten
Zustand, wobei ein Lösehebel bereits teilweise betätigt ist, allerdings noch keine
Spannkräfte aufhebt;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Spann- und/oder Spreizwerkzeugs gemäß den Fig. 1 und 2, wobei
sich der erfindungsgemäße Mechanismus in einer Zwischenphase befindet, in der die
Spannkräfte nur teilweise aufgehoben sind;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Spann- und/oder Spreizwerkzeugs gemäß den Fig. 1 bis 3, wobei
sich der erfindungsgemäße Mechanismus in einer Endphase befindet, in der die Spannkräfte
vollständig aufgehoben sind; und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Spann- und/oder Spreizwerkzeugs gemäß den Fig. 1 bis 4, wobei
der Lösehebel des erfindungsgemäßen Mechanismus unbetätigt ist.
[0029] Das in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Spannwerkzeug 1 umfaßt einen Tragkörper 3, an
dem eine ortsfeste Backe 5 angebracht ist und der eine Schubstange 7 in deren Längsrichtung
verschiebbar lagert. Zur Lagerung der Schubstange 7 sind am Tragkörper 3 im Bereich
der Endseiten Gleitlagerabschnitte 9 und 11 geringer Gleitreibung vorgesehen.
[0030] An einem Ende der Schubstange 7 ist eine bewegliche Backe 13 lösbar befestigt und,
wie in den Fig. 1 bis 4 dargestellt ist, zur ortsfesten Backe 5 für eine Spannwerkzeugkonfiguration
ausgerichtet. Sollte die bewegliche Backe 13 an dem anderen Ende der Schubstange 7
angeordnet sein, bildet diese Konfiguration ein Spreizwerkzeug, was in den Figuren
nicht dargestellt ist.
[0031] Einstückig mit dem Tragkörper 3 ist auf einer Betätigungsseite 15 der Schubstange
7 ein Griffteil 17 angeformt. Ein Betätigungsarm 19 ist derart am Tragkörper 3 angelenkt,
daß ein Schwenken des Betätigungsarms 19 auf das Griffteil 17 zu möglich ist. Der
Betätigungsarm 19 ist am Tragkörper 3 über ein Schwenkgelenk 21 gelagert, das auf
einer Spannseite 23 der Schub- oder Zugstange 7 liegt. Der Betätigungsarm 19 hat unterhalb
des Schwenkgelenks 21 einen zylindrischen Anlagevorsprung 25, der mit Mitnehmerplatten
eines Mitnahmeschiebers 27 im Eingriff steht.
[0032] Der Mitnahmeschieber 27 ist Teil eines über den Betätigungsarm 19 zu betätigenden
Schrittgetriebes zum Verlagern der Schubstange 7 in einer Spreiz- und/oder Spannrichtung
S. Das Schrittgetriebe umfaßt eine spannseitig angeordnete Spiraldruckfeder 29, welche
vorgespannt in einem Sackloch 31 im Tragkörper 3 parallel zur Schubstange 7 ausgerichtet
gelagert ist. Die Spiraldruckfeder 29 wirkt unterhalb des zylindrischen Anlagevorsprungs
25 auf den Mitnahmeschieber 27. Die Spiraldruckfeder 29 ist derart vorgespannt montiert,
daß sie den Mitnahmeschieber 27 um den Anlagevorsprung 25 im Uhrzeigersinn verschwenkt,
so daß der Mitnahmeschieber 27 mit der Schubstange 7 zwangsverkantend in Eingriff
kommt. Die Verkantung des Mitnahmeschiebers 27 bewirkt, daß eine Bewegung der Schubstange
7 relativ zu dem Mitnahmeschieber 27 in einer zur Spann- und/oder Spreizrichtung S
entgegengesetzten Öffnungsrichtung O gesperrt ist. Auf diese Weise besitzt der Mitnahmeschieber
27 eine Sperrwirkung, welche die Verlagerung in Öffnungsrichtung O sperrt und damit
zwischen den Backen 5 und 13 erzeugte Spannkräfte halten kann, wenn der Anlagevorsprung
25 in Öffnungsrichtung relativ zum Träger 3 ortsfest gebracht ist.
[0033] Das Schrittgetriebe umfaßt außerdem eine Rückdrücksperre 35, welche durch eine Klemmplatte
37 gebildet ist, welche, wie der Mitnahmeschieber 27, über eine spannseitig angeordnete
Druckfeder 39 und eine betätigungsseitig angeordnete Sekundärfeder 43 um einen ortsfesten
Anlagepunkt 41 des Tragkörpers 3 herum in einen verkanteten sperrenden Eingriff mit
der Schubstange 7 gebracht ist. Die Paaranordnung von Druckfeder 39 und Sekundärdruckfeder
43 bewirkt auch, daß beim Verlagern der Schubstange 7 in Spannrichtung S die Klemmplatte
37 aufgrund von Reibung nicht mit der Schubstange 7 in Spannrichtung S mitverlagert
wird.
[0034] Die Rückdrücksperre 35 umfaßt außerdem einen Lösehebel 45, der von einer Bedienperson
insbesondere mit dem Zeigefinger bedienbar ist und mit dem unteren Ende (vom Bauteil
61 verdeckt) der Klemmplatte 37 zur Aufhebung deren Verkantung in Eingriff kommen
kann.
[0035] Der Lösehebel 45 steht mit einem federbeaufschlagten (47) Stößel 49 in ständigem
Kontakt, der parallel zur Schubstange 7 in einer in dem Tragkörper 3 eingebrachten
Längsführung 51 gelagert ist. Zwischen einem im wesentlichen mittig am Stößel 49 angeordneten
Vorsprung 53 und einer Anschlagfläche 50 des Tragkörpers 3 ist eine Rückstellfeder
47 angeordnet, die unter Vorspannung den Stößel 49 hin zum Auslösehebel 45 drückt.
[0036] Zwischen einem Federanschlag 57 des Tragkörpers 3 und einem Randabschnitt 59 des
Betätigungsarms 19, der auf Höhe des Tragkörpers 3 zur besseren Erkennbarkeit des
erfindungsgemäßen Mechanismus nur punktstrichliert angedeutet ist, liegt eine Ausgleichsfeder
61, welche den Betätigungsarm 19 in Richtung des Griffteils 17 zu drängen sucht.
[0037] Bei Betätigung des Betätigungsarms 19, also beim Heranziehen des Betätigungsarms
19 auf das Griffteil 17 zu, wird die Schubstange 7 aufgrund des Eingriffs des Anlagevorsprungs
25 mit dem Mitnahmeschieber 27 in Spannrichtung S verlagert, wodurch das zwischen
den Spannbacken 5 und 13 angeordnete Werkstück 63 eingespannt wird und dem Werkstück
63 Spannkräfte mitgeteilt werden. Ein stark belastet eingespanntes Werkstück 63 ist
in Figur 2 dargestellt.
[0038] Im folgenden wird nun der erfindungsgemäße Mechanismus zum Abbauen der gespeicherten
Spann- und/oder Spreizkräfte an dem Werkstück 63 beschrieben.
[0039] Das Grundkonzept des erfindungsgemäßen Mechanismus zum Abbauen der gespeicherten
Spann- und/oder Spreizkräfte besteht darin, eine vorbestimmte Absorptionsverlagerung
der Schubstange 7 in Öffnungsrichtung O längs eines vorbestimmten Absorptionsweges
zuzulassen, wobei nach Überwindung des Absorptionsweges eine weitere Verlagerung über
den Absorptionsweg hinaus gesperrt wird.
[0040] Die Absorptionsverlagerung kann erfindungsgemäß durch Verrücken der eine Verlagerung
der Schubstange 7 in Öffnungsrichtung blockierenden Sperre realisiert sein, die in
dem in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Beispiel durch den zwangsverkanteten Mitnahmeschieber
27 gebildet ist. Die Sperre ist verrückbar, weil der Mitnahmeschieber 27 samt der
damit verkanteten Schubstange 7 aufgrund des translatorisch in Längsrichtung der Schubstange
7 schwenkbeweglichen Anlagevorsprungs 25 des Betätigungsarms 19 in Öffnungsrichtung
O bewegbar ist.
[0041] Die Beweglichkeit des Betätigungsarms 19 wird durch einen Freiraum 67 geschaffen,
der ein Verschwenken des Betätigungsarms 19 im Uhrzeigersinn aus der in Figuren 1
und 2 dargestellten Mittelstellung in eine Absorptionsendstellung (Figur 3) zuläßt,
in der der Betätigungsarm 19 an einem am Tragkörper 3 ausgebildeten Anschlag 69 anstößt.
[0042] Damit der Betätigungsarm 19 nicht im Normalbetrieb, also vor dem Lösen von zwischen
den Spannbacken 5 und 13 gespeicherten Spannkräften, in die Absorptionsendstellung
(Figur 3) gelangt, ist die Ausgleichsfeder 61 unter Berücksichtigung des Hebelverhältnisses
zum Schwenkgelenk 21 und des Hebelverhältnisses der Spiraldruckfeder 29 zum Anlagevorsprung
25 abgestimmt. In der Mittelstellung wird ein großer Hubschwenkweg des Betätigungsarms
19 auf das Griffteil 17 zu und ein dazu verhältnismäßig kleiner Absorptionsschwenkweg
x (Figur 2) zur Absorptionsendstellung bereitgestellt.
[0043] Es sei angemerkt, daß der Absorptionsschwenkweg x - also der Weg von der Mittelstellung
des Betätigungsarms 19 in dessen Absorptionsendstellung - im wesentlichen dem Absorptionsweg
der Schubstange 7 entspricht, während dessen die freigegebenen Spannkräfte gedämpft
und abgebaut werden.
[0044] Im folgenden werden die einzelnen Arbeitsschritte des Mechanismus beschrieben, um
die gewünschte kontrollierte Absorptionsverlagerung sowie die Begrenzung der Absorptionsverlagerung
der Schubstange 7 bereitzustellen.
[0045] In Fig. 2 ist das erfindungsgemäße Spannwerkzeug 1 im voll gespannten Zustand dargestellt,
d.h. das Werkstück 63 liegt unter einer Spannbelastung zwischen den Spannbacken 5
und 13. Dabei bilden die Spannbacken 5, 13 sowie das eingespannte Werkstück 63 ein
elastisches System, dessen E-Modul durch die verwendeten Materialien bestimmt ist.
Die Elastizität des Systems soll durch die übertrieben dargestellte elastische, hantelförmige
Verformung des Werkstücks 63 angedeutet sein.
[0046] Die zwischen den Spannbacken 5 und 13 wirkenden Spannkräfte wurden durch das Schrittgetriebe
über die Betätigung des Betätigungsarms 19 erzeugt. Wird der Betätigungsarm 19 von
der nicht dargestellten Bedienperson losgelassen, so verbringt die Spiraldruckfeder
29 den Betätigungsarm 19 in dessen Mittelstellung, die in Fig. 2 sowie auch in Fig.
1 dargestellt ist. Die Ausgleichsfeder 61 hält den Betätigungsarm 19 von dem Anschlag
69 fern.
[0047] In dem gespannten Zustand des Spannwerkzeugs 1 gemäß Fig. 2 werden die Spannkräfte
nur von der Rückdrücksperre 35 gehalten. Die Blockierwirkung des Mitnahmeschiebers
27 ist inaktiv, weil der verkantete Mitnahmeschieber 27 wegen der Verrückbarkeit des
Anlagevorsprungs 25 in Öffnungsrichtung O noch keine Kräfte aufnehmen kann.
[0048] Zum Lösen der gespeicherten Spannkräfte, also zum Befreien des Werkstücks 63 von
der Spannbelastung, wird der Lösehebel 45 von der Bedienperson betätigt. In einer
ersten Löseetappe, die in Figur 3 angedeutet ist, wird der Lösehebel 45 über die in
Fig. 2 dargestellte Zwischenstellung hinaus weiter zurückgezogen, bis die Klemmplatte
37 aus der Verkantung mit der Schubstange 7 genommen wird, indem der Lösehebel 45
gegen das untere Ende (nicht sichtbar) der Klemmplatte 37 drückt und letztere gegen
den Uhrzeigersinn in eine im wesentlichen vertikale Lage verlagert. Auf diese Weise
wird die Sperrwirkung der Rückdrücksperre 35 aufgehoben. Durch das Lösen der Rückdrücksperre
35 entspannt sich erwartungsgemäß das elastische System aus verformten Spannbacken
und Werkstück und verlagert die Schubstange 7 in Öffnungsrichtung O relativ zum Tragkörper
3. Der an der Schubstange 7 verkantete Mitnahmeschieber 27 wird dabei entsprechend
des Absorptionsschwenkweges x entgegen der Ausgleichsfeder 61 verschoben, bis der
Betätigungsarm 19 an den Anschlag 69 anstößt.
[0049] In der Lösungszwischenetappe gemäß Fig. 3 ist ersichtlicht, daß die Klemmplatte 37
entkantet ist und sich der Betätigungsarm 19 in seiner Absorptionsendstellung befindet.
Dabei ist die Ausgleichsfeder 61 komprimiert. Ein Teil der Spannkräfte ist abgebaut,
was durch das weniger stark verformte Werkstück 63 angedeutet ist.
[0050] Dadurch daß der Betätigungsarm 19 in der Mittelstellung nicht im Uhrzeigersinn festliegt,
sondern ein Absorptionsweg x wegen des Freiraums 67 besteht, kann beim Lösen der Rückdrücksperre
35 die Sperrwirkung des Mitnahmeschiebers 27 nicht unmittelbar greifen, sondern erst
nachdem der Betätigungsarm 19 an dem Anschlag 69 anliegt und der Anlagevorsprung 25
in Öffnungsrichtung O festliegt. Diese verzögerte Einnahme der Blockierwirkung durch
den verkanteten Mitnahmeschieber 27 stoppt die Absorptionsbewegung der Schubstange
7 in Öffnungsrichtung.
[0051] Durch das Überwinden der Ausgleichsfeder 61 wird die Absorptionsverlagerung des Betätigungsarms
19 sowie der Schubstange 7 zudem gedämpft. Auf diese Weise werden die freiwerdenden
Spannkräfte, die eine Verlagerung der Schubstange 7 in Öffnungsrichtung O bewirken,
zum einen durch die Reibungsverluste der Bewegung des Betätigungsarms 19 sowie der
Schubstange 7 in Öffnungsrichtung O, zum anderen durch Spannungsaufbau der Ausgleichsfeder
61 teilweise abgebaut. Die restlichen Spannkräfte werden durch die Verkantung des
Mitnahmeschiebers 27 gehalten.
[0052] Erst mit weiterem Durchdrücken des Auslösehebels 45 gemäß Figur 4 nimmt der Mitnahmevorsprung
53 den Mitnahmeschieber 27 mit und läßt ihn gegen den Uhrzeigersinn um den Anschlagvorsprung
25 herum schwenken, womit der verkantende Eingriff des Mitnahmeschiebers 27 mit der
Schubstang 7 und damit die Sperr- oder Blockierwirkung des Mitnahmeschiebers 27 aufgehoben
ist. In Fig. 4 ist diese letzte Löseetappe mit durchgezogenem Auslösehebel 45 dargestellt.
[0053] Mit dem vollständigen Lösen beider Sperren - Rückdrücksperre 35 und sperrender Mitnahmeschieber
27 des Getriebemechanismus - ist es möglich, die gewünschte freie Verlagerbarkeit
der Schubstange 7 bei voll betätigtem Lösehebel 45 zu gewährleisten. In diesem Zustand
kann die Bedienperson unter dem Einfluß der Gewichtskraft die Schubstange 7 durch
den Tragkörper 3 hindurch gleiten lassen.
[0054] Beim Freigeben des Auslösehebels 45 drückt die Rückstellfeder 47 den Auslösehebel
45 über den Stößel 49 zurück in die in Fig. 5 dargestellte Ausgangsposition des Schrittgetriebes
und des Mechanismus , wobei der die Verkantung des Mitnahmeschiebers 27 lösende Eingriff
des Mitnahmevorsprungs 53 befreit wird und anschließend durch Freigabe des unteren
Endes der Klemmplatten 37 die durch Verkantung bewirkte Sperrwirkung der Rückdrücksperre
35 zurückgegeben wird.
[0055] Beim Lösen der Sperrwirkung des Mitnahmeschiebers 27 wird aufgrund des fehlenden
Widerstands und der in dieser Stellung des Betätigungsarms 19 stärkeren Ausgleichsfeder
61 der Betätigungsarm 19 zurück in die in Figur 5 dargestellte Mittelstellung gebracht.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Spannwerkzeug
- 3
- Tragkörper
- 5, 13
- Spannbacke
- 7
- Schubstange
- 9, 11
- Gleitlagerabschnitte
- 15
- Betätigungsseite
- 17
- Griffteil
- 19
- Betätigungsarm
- 21
- Schwenkgelenk
- 23
- Spannseite
- 25
- Anlagevorsprung
- 27
- Mitnahmeschieber
- 29
- Spiraldruckfeder
- 31
- Sacldoch
- 35
- Rückdrücksperre
- 37
- Klemmplatte
- 39
- Druckfeder
- 411
- Anlagepunkt
- 43
- Sekundärdruckfeder
- 45
- Auslösehebel
- 47
- Rückstellfeder
- 49
- Stößel
- 51
- Längsführung
- 53
- Mitnahmevorsprung
- 57
- Federanschlag
- 59
- Randabschnitt
- 61
- Ausgleichsfeder
- 63
- Werkstück
- 67
- Freiraum
- 69
- Anschlag
- O
- Öffnungsrichtung
- S
- Spannrichtung
- x
- Absorptionsschwenkweg
1. Spann- und/oder Spreizwerkzeug mit einer Schub- oder Zugstange (7), an der eine bewegliche
Backe (13) befestigt ist, einer ortsfesten Backe (5), einem Getriebemechanismus, mit
dem die bewegliche Backe (13) durch Verlagerung der Schub- oder Zugstange (7) in einer
Spann- oder Spreizrichtung (S) auf die ortsfeste Backe (5) zu oder von letzterer weg
bewegbar ist und Spann- und/oder Spreizkräfte zwischen den Backen (5, 13) aufbringbar
sind, und einer Sperre, die eine Verlagerung der Schub- oder Zugstange (7) in zur
Spann- oder Spreizrichtung (S) entgegengesetzter Öffnungsrichtung (O) blockiert, um
zwischen den Backen (5, 13) erzeugte Spann- und/oder Spreizkräfte aufrechtzuerhalten,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Mechanismus zum Abbauen der gespeicherten Spann- und/oder Spreizkräfte eine Absorptionsverlagerung
der Schub- oder Zugstange (7) in Öffnungsrichtung (O) längs eines vorbestimmten Absorptionsweges
zuläßt und eine über den vorbestimmten Absorptionsweg hinausgehende Absorptionsverlagerung
der Schub- oder Zugstange (7) in Öffnungsrichtung (O) sperrt.
2. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus insbesondere durch eine Bedienperson derart aktivierbar ist, daß
nach dessen Aktivierung die Absorptionsverlagerung der Schub- oder Zugstange (7) in
Öffnungsrichtung (O) längs des Absorptionsweges selbstständig zugelassen wird und
nach der Absorptionsverlagerung eine Absorptionsverlagerungsbegrenzung selbsttätig
greift.
3. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus nur nach dem Freigeben der Sperrwirkung der Sperre aktivierbar ist.
4. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus nur aktivierbar ist, wenn an der Sperre Spann- und/oder Spreizkräfte
gehalten werden.
5. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich-net, daß bei dem ungespannten Spann- und/oder Spreizwerkzeug (1) der Mechanismus deaktiviert
ist oder bleibt.
6. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bereitstellung der Absorptionsverlagerung die Sperre bei Aufrechterhaltung deren
Sperrwirkung im wesentlichen in Öffnungsrichtung (O) relativ zur ortsfesten Backe
(5) verrückbar ist.
7. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre in einem die ortsfeste Backe (5) tragenden, die Schub- oder Zugstange
verschiebbar lagernden Träger derart in Öffnungsrichtung (O) verrückbar angeordnet
ist, daß deren Sperrwirkung erhalten bleibt.
8. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre aus einer Ruheposition, in der sie bei Aktivierung des Mechanismus insbesondere
zwangsgestellt ist, in eine Absorptionsendposition verrückbare ist.
9. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verrückbarkeit der Sperre begrenzt ist, insbesondere durch einen am Träger ausgebildeten
Anschlag (69).
10. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verrückweg, den die Sperre bei der Absorptionsverlagerung zurücklegt, im wesentlichen
gleich dem vorbestimmten Absorptionsweg ist.
11. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus einen Antrieb zum Verrücken der Sperre mit der daran gesperrten Schub-
oder Zugstange (7) im wesentlichen in Öffnungsrichtung aufweist.
12. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Bedienperson zu realisierender Antrieb vorgesehen ist, der vorzugsweise
ein Exzenterlager für die Sperre aufweist, oder zur Realisierung des Antriebs zumindest
ein Teil der gespeicherten Spann- und/oder Spreizkräfte in die zu verrückende Sperre
einleitbar ist.
13. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre durch eine Plattensperre gebildet ist, die mit der Schub- oder Zugstange
(7) zum Sperren einer Verlagerung der Schub- oder Zugstange (7) in Öffnungsrichtung
(O) zwangsverkantet ist.
14. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus zwei Plattensperren aufweist, von denen eine zur Bereitstellung der
Absorptionsverlagerung bei Aufrechterhaltung der Zwangsverkantung mit der Schub- oder
Zugstange (7) relativ zur ortsfesten Backe (5) im wesentlichen in Öffnungsrichtung
(O) verrückbar ist und die andere bei Aufrechterhaltung der Zwangsverkantung mit der
Schub- oder Zugstange (7) ortsfest zur ortsfesten Backe (5) angeordnet ist.
15. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwangsverkantung der ortsfesten Plattensperre vor der Zwangsverkantung der verrückbaren
Plattensperre aufhebbar ist.
16. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufheben der Zwangsverkantung der ortsfesten Plattensperre die freiwerdenden
Spann- und/oder Spreizkräfte in die verrückbare Plattensperre derart einleitbar sind,
daß die verrückbare Plattensperre samt daran verkanteter Schub- oder Zugstange (7)
von einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verrückt wird, in der eine weitere
Verrückung verhindert ist.
17. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die verrückbar Plattensperre eine Klemmplatte umfaßt, die gegen die Schub- oder Zugstange
(7) zwangsverkantet ist, so daß eine Verlagerung der Schub- oder Zugstange (7) in
Öffnungsrichtung (O) relativ zur Klemmplatte gesperrt ist, und an einer relativ zur
ortsfesten Backe (5) beweglichen Anlagestelle anliegt.
18. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte einen Mitnahmeschieber (27) des als Schrittgetriebe gebildeten Getriebemechanismus
bildet und die bewegliche Anlagestelle durch den Ort der Kraftübertragung von dem
Mitnahmeschieber (27) in einen beweglichen, insbesondere schwenkbaren. Betätigungsarm
(19) des Schrittgetriebes realisiert ist.
19. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsarm (19) eine Mittelstellung, in die sich der Betätigungsarm (19)
unbelastet stellt, eine Hubendstellung, in die der Betätigungsarm (19) bei dessen
Betätigung zum Verlagern der Schub- oder Zugstange (7) in Spann- oder Spreizrichtung
(S) durch eine Bedienperson verbringbar ist, und eine zur Hubendstellung entgegengesetzte
Absorptionsendstellung aufweist, in welche der Betätigungsann (19) zum Verrücken des
Mitnahmeschiebers (27) bei Aufrechterhaltung dessen Zwangsverkantung verbringbar und
in welcher der Betätigungsarm (19) zur Bereitstellung der Absorptionsverlagerungsbegrenzung
gegen einen Anschlag (69) am Träger stößt.
20. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus einen Dämpfer umfaßt, der die Absorptionsverlagerung der Schub- oder
Zugstange (7) längs des Absorptionsweges dämpft.
21. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfer nur dann aktiviert ist, wenn der Mechanismus für eine Absorptionsverlagerung
der Schub- oder Zugstange (7) in Öffnungsrichtung (O) aktiviert ist.
22. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfer durch eine Ausgleichsfeder (61), insbesondere eine Druckfeder, gebildet
ist, die durch Verrückung der Sperre im wesentlichen in Öffnungsrichtung (O) spannbar
ist.
23. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsfeder (61) zwischen einem die ortsfeste Backe (5) haltenden Träger
und dem Betätigungsarm (19) angeordnet ist.
24. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsfeder (61) und eine Getriebefeder zum Verkanten des Mitnahmeschieber
(27) derart aufeinander abgestimmt sind, daß der Betätigungsarm (19) in einer Mittelstellung
zwangsgestellt ist, von der aus eine Hubbewegung für den Getriebemechanismus entgegen
der Getriebefeder und eine Absorptionsbewegung für den Mechanismus entgegen der Ausgleichsfeder
(61) erlaubt ist.
25. Spann- und/oder Spreizwerkzeug nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Absorptionsendposition des Betätigungsarms (19) gespannte Ausgleichsfeder
(61) dadurch entspannbar ist, daß die Zwangsverkantung des Mitnahmeschiebers (27) aufgehoben wird,
wobei insbesondere die sich entspannende Ausgleichsfeder (61) den Betätigungsarm (19)
in dessen Mittelstellung drängt.
1. Clamping tool and/or bracing tool with a push or pull rod (7) at which a movable jaw
(13) is fixed, a stationary jaw (5), a gear mechanism through which the movable jaw
(13) is movable in a clamping direction or bracing direction (S) towards the stationary
jaw (5) or away from the latter by means of displacement of the pull or push rod (7)
and clamping or bracing forces can be generated between the jaws (5, 13), and a latch
blocking the displacement of the push or pull rod (7) in opening direction (O) opposite
to the clamping or bracing direction (S) in order to maintain the clamping and/or
bracing forces between the jaws (5, 13) characterised in that a mechanism for reducing the stored clamping and/or bracing forces allows an absorption
displacement of the push or pull rod (7) in opening direction (O) along a predetermined
absorption path and blocks an absorption displacement of the pull or push rod (7)
in opening direction (O) beyond the predetermined absorption path.
2. Clamping and/or bracing tool according to claim 1, characterised in that the mechanism can be activated in particular through an operating person in such
a way that after the activation, the absorption displacement of the push or pull rod
(7) in opening direction (O) along the absorption path is enabled independently, and
after the absorption displacement an absorption displacement limitation takes hold
automatically.
3. Clamping and/or bracing tool according to claim 1 or 2, characterised in that the mechanism can be activated only after releasing the blocking action of the lock.
4. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the mechanism can be activated only if clamping or bracing forces are held at the
lock.
5. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 1 to 4, characterised in that when the clamping and/or bracing tool 1 is not under tension, the mechanism is or
remains deactivated.
6. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 1 to 5, characterised in that for providing the absorption displacement, the lock is shiftable essentially in opening
direction (O) relative to the stationary jaw (5) while maintaining its blocking action.
7. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 1 to 6, characterised in that the lock is disposed shiftably in opening direction (O) in a support holding the
stationary jaw (5) and slidably supporting the push or pull rod in such a way that
the blocking function of the lock remains.
8. Clamping and/or bracing tool according to claims 6 or 7, characterised in that the lock can be shifted into an absorption end position from a rest position into
which it is in particular forcefully put on activating the mechanism.
9. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 6 to 8, characterised in that the shiftability of the lock is limited, especially by means of a bedstop (96) formed
at the support.
10. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 6 to 9, characterised in that a shifting path, travelled by the lock during the absorption displacement is essentially
equal to the predetermined absorption path.
11. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 1 to 10, characterised in that the mechanism has a drive for displacement of the lock with the push or pull rod
(7) blocked at it, essentially in opening direction.
12. Clamping and/or bracing tool according to claim 11, characterised in that a drive to be implemented by the operating person is provided, preferably featuring
an excentre bearing for the lock, or that for implementing the drive at least a portion
of the stored clamping and/or bracing energy can be transferred into the lock to be
shifted.
13. Clamping and/or bracing tool according to one of the claim 1 to 12, characterised in that the lock is formed by a plate-type lock wedged with the push or pull rod (7) in order
to block displacement of the push or pull rod (7) in opening direction (O).
14. Clamping and/or bracing tool according to claim 13, characterised in that the mechanism has two plate-type locks one of which is essentially shiftable in opening
direction (O) while maintaining the wedging with the push or pull rod (7), and the
other plate-type lock is stationary disposed at the stationary jaw (5) while maintaining
the wedging with the push or pull rod (7).
15. Clamping and/or bracing tool according to claim 14, characterised in that the wedging of the stationary plate-type lock can be lifted before the wedging of
the shiftable plate-type lock.
16. Clamping and/or bracing tool according claims 14 or 15, characterised in that on lifting the wedging of the stationary plate-type lock, the released clamping and/or
bracing forces can be transmitted into the shiftable plate-type lock in such a way
that the shiftable plate-type lock including the push or pull rod (7) wedged to its
shifted from a start point to an end point in which further shifting is prevented.
17. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 14 to 16, characterised in that the shiftable plate-type lock comprises a clamping plate which is an abutting position
movable with respect to the stationary jaw (5), and which is wedge with a push or
pull rod (7), so that a displacement of the push or pull rod (7) in opening direction
(O) relative to the clamping plate is blocked.
18. Clamping and/or bracing tool according to claim 17, characterised in that the clamping plate forms an entraining entraining slide element (27) of the gear
mechanism formed as a stepping gear, and the movable abutting position is realised
by the location of the force transmission from the entraining slide element (27) into
a movable especially pivotable actuating arm (19) of the stepping gear.
19. Clamping and/or bracing tool according to claim 18, characterised in that the actuating arm (19) features a mid position into which the actuating arm (19)
positions itself in the unloaded state, a stroke end position into which the actuating
arm (19) is movable upon actuation by an operating person for displacing the push
or pull rod (7) in clamping or bracing direction (S), and an absorption end position
opposite the stroke end position into which the actuating arm can be moved for shifting
the entraining slide element (27) while maintaining its wedged state and in which
the actuating arm abuts against a bedstop at the support for providing the absorption
displacement limitation.
20. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 1 to 19, characterised in that the mechanism comprises a damper dampening the absorption displacement of the push
or pull rod (7) along the absorption path.
21. Clamping and/or bracing tool according to claim 20, characterised in that the damper is active only when the mechanism for an absorption displacement of the
push or pull rod (7) in opening direction (O) is active.
22. Clamping and/or bracing tool according to claims 20 or 21, characterised in that the damper is formed by a compensation spring (61), especially a compression spring,
which can be put into tension by shifting the lock essentially in opening direction
(O).
23. Clamping and/or bracing tool according to claim 22, characterised in that the compensation spring (61) is disposed between a support holding the stationary
jaw (5) and the actuating arm (19).
24. Clamping and/or bracing tool according to claims 22 or 23, characterised in that the compensation spring (61) and a gear spring for wedging the entraining slide element
(27) are adjusted to each other in such a way that the actuating arm (19) is forcibly
positioned in a mid position from where a stroke movement for the gear mechanism against
the gear spring and an absorption movement for the mechanism against the compensation
spring is permitted.
25. Clamping and/or bracing tool according to one of the claims 22 to 24, characterised in that the compensation spring (61) tensioned in the absorption end position of the actuating
arm (19) can be relaxed by lifting the wedging of the entraining slide element (27)
wherein especially the relaxing compensation spring (61) biases the actuating arm
(19) into its mid position.
1. Dispositif de serrage et/ou d'écartement comprenant une barre de poussée ou de traction
(7), sur laquelle est fixée une mâchoire (13) mobile, une mâchoire (5) fixe, un mécanisme
de transmission, avec lequel la mâchoire (13) mobile peut être déplacée par transfert
de la barre de poussée ou de traction (7) dans une direction de serrage ou d'écartement
(S) vers la mâchoire (5) fixe ou à partir de celle-ci et des forces de serrage et/ou
des forces d'écartement peuvent être appliquées entre les mâchoires (5, 13), et un
dispositif de blocage bloque un transfert de la barre de poussée ou de traction (7)
dans la direction d'ouverture (O) opposée au sens de serrage ou d'écartement (S),
afin de conserver des forces de serrage et/ou d'écartement générées entre les mâchoires
(5, 13), caractérisé en ce qu'un mécanisme destiné à la suppression des forces de serrage et/ou d'écartement accumulées
permet un déplacement d'absorption de la barre de poussée ou de traction (7) dans
le sens d'ouverture (O) le long d'une course d'absorption prédéfinie et bloque un
transfert d'absorption, dépassant de la course d'absorption prédéfinie, de la barre
de poussée ou de traction (7) dans le sens d'ouverture (O).
2. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme est activé en particulier par un opérateur de telle sorte que, après
son activation, le transfert d'absorption de la barre de poussée ou de traction (7)
dans le sens d'ouverture (O) le long de la course d'absorption est autorisé spontanément
et une limitation du transfert d'absorption intervient automatiquement après le transfert
d'absorption.
3. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le mécanisme ne peut être activé qu'après la libération de l'effet de blocage du
dispositif de blocage.
4. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisé en ce que le mécanisme ne peut être activé que lorsque des forces de serrage et/ou d'écartement
sont maintenues sur le dispositif de blocage.
5. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisé en ce que le mécanisme est ou reste désactivé lorsque l'outil de serrage et/ou d'écartement
(1) n'est pas tendu.
6. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, caractérisé en ce que, pour préparer le transfert d'absorption, le dispositif de blocage peut être déplacé
sensiblement dans le sens d'ouverture (O) par rapport à la mâchoire (5) fixe lorsque
son effet de blocage est maintenu.
7. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 1 à
6, caractérisé en ce que le dispositif de blocage est disposé dans un support portant la mâchoire (5) fixe
et longeant de façon coulissante la barre de poussée ou de traction, de façon déplaçable
dans le sens d'ouverture (O) de telle sorte que son effet de blocage est conservé.
8. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le dispositif de blocage peut être déplacé à partir d'une position de repos, dans
laquelle il reste en particulier placé de force en cas d'activation du mécanisme,
dans une position finale d'absorption.
9. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 6 à
8, caractérisé en ce que la possibilité de déplacement du dispositif de blocage est limitée, en particulier
par une butée (69) formée sur le support.
10. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 6 à
9, caractérisé en ce qu'une course de déplacement, que le dispositif de blocage parcourt lors du déplacement
d'absorption, est sensiblement identique à la course d'absorption prédéfinie.
11. Dispositif de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que le mécanisme présente un entraînement pour le déplacement du dispositif de blocage
avec la barre de poussée ou de traction (7) alors bloquée essentiellement dans le
sens d'ouverture.
12. Dispositif de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il est prévu un entraînement à réaliser par l'opérateur qui présente de préférence
un palier d'excentrique pour le dispositif de blocage, ou au moins une partie des
forces de serrage et/ou d'écartement accumulées peut être introduite dans le dispositif
de blocage à déplacer pour réaliser l'entraînement.
13. Dispositif de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que le dispositif de blocage est formé par un dispositif de blocage à plaque qui est
bloqué de force avec la barre de poussée ou de traction (7) pour empêcher un déplacement
de la barre de poussée ou de traction (7) dans le sens d'ouverture (O).
14. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 13, caractérisé en ce que le mécanisme présente deux dispositifs de blocage à plaque, dont l'un peut être déplacé
par rapport à la mâchoire (5) fixe essentiellement dans le sens d'ouverture (O) pour
préparer le transfert d'absorption en cas de maintien du blocage de force avec la
barre de poussée ou de traction (7) et l'autre est disposé de façon fixe par rapport
à la mâchoire (5) fixe si l'on maintient le blocage forcé avec la barre de poussée
ou de traction (7).
15. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 14, caractérisé en ce que le blocage forcé du dispositif de blocage à plaque fixe peut être supprimé avant
le blocage forcé du dispositif de blocage à plaque déplaçable.
16. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que, lors de la suppression du blocage forcé du dispositif de blocage à plaque fixe,
les forces de serrage et/ou d'écartement qui se libèrent peuvent être introduites
dans le dispositif de blocage à plaque déplaçable de telle sorte que le dispositif
de blocage à plaque déplaçable avec la barre de poussée ou de traction (7) bloqué
dessus est déplacé d'une position de départ à une position finale dans laquelle un
nouveau déplacement est empêché.
17. Outil de serrage et/ou d'écartement selon 14 à 16, caractérisé en ce que le dispositif de blocage à plaque déplaçable comprend une plaque de serrage qui est
bloquée de force contre la barre de poussée ou de traction (7), de sorte qu'un déplacement
de la barre de poussée ou de traction (7) dans le sens d'ouverture (O) par rapport
à la plaque de serrage est bloqué, et vient s'appliquer sur un point d'appui mobile
par rapport à la mâchoire (5) fixe.
18. Dispositif de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 17, caractérisé en ce que la plaque de serrage forme un coulisseau d'entraînement (27) du mécanisme de transmission
formé comme mécanisme pas à pas et le point d'appui mobile est réalisé par l'emplacement
de la transmission de force du coulisseau d'entraînement (27) dans un bras d'actionnement
(19) mobile, en particulier pivotant, du mécanisme pas à pas.
19. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 18, caractérisé en ce que le bras d'actionnement (19) présente une position centrale, dans laquelle le bras
d'actionnement (19) se place de façon non chargée, une position de levage, dans laquelle
le bras d'actionnement (19) peut être amené lors de son actionnement pour le déplacement
de la barre de poussée ou de traction (7) dans le sens de serrage ou d'écartement
(S) par un opérateur, et une position finale d'absorption opposée à la position finale
de levage, dans laquelle le bras d'actionnement (19) peut être transféré pour le déplacement
du coulisseau d'entraînement (27) si l'on maintient son blocage de force et dans laquelle
le bras d'actionnement (19) heurte une butée (69) sur le support pour fournir la limitation
du transfert d'absorption.
20. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 1 à
19, caractérisé en ce que le mécanisme comporte un amortisseur qui amortit le déplacement d'absorption de la
barre de poussée ou de traction (7) le long de la course d'absorption.
21. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 20, caractérisé en ce que l'amortisseur n'est activé que dans le cas où le mécanisme est activé pour un déplacement
d'absorption de la barre de poussée ou de traction (7) dans le sens d'ouverture (O).
22. Outil de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que l'amortisseur est formé par un ressort d'équilibrage (61), en particulier un ressort
de pression, qui peut être tendu par le déplacement du dispositif de blocage essentiellement
dans le sens d'ouverture (O).
23. Dispositif de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 22, caractérisé en ce que le ressort d'équilibrage (61) est disposé entre un support maintenant la mâchoire
(5) fixe et le bras d'actionnement (19).
24. Dispositif de serrage et/ou d'écartement selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que le ressort d'équilibrage (61) et un ressort de transmission pour le blocage du coulisseau
d'entraînement (27) sont adaptés l'un à l'autre de telle sorte que le bras d'actionnement
(19) est placé de force dans une position centrale, à partir de laquelle un mouvement
de levage pour le mécanisme de transmission dans le sens contraire au ressort de transmission
et un mouvement d'absorption pour le mécanisme dans le sens contraire au ressort d'équilibrage
(61) sont autorisés.
25. Outil de serrage et/ou d'écartement selon l'une quelconque des revendications 22 à
24, caractérisé en ce que le ressort d'équilibrage (61) tendu dans la position finale d'absorption du bras
d'actionnement (19) est détendu du fait que le blocage forcé du coulisseau d'entraînement
(27) est supprimé, en particulier le ressort d'équilibrage (61) se détendant refoulant
le bras d'actionnement (19) dans sa position centrale.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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