Hintergrund der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Brennstoff-Einspritzventil für Brennstoff-Einspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen
Brennraum einer Brennkraftmaschine. Grundsätzlich ist es möglich, die Erfindung sowohl
bei direkt einspritzenden als auch bei konventionellen, in das Saugrohr einspritzenden
Motoren zu verwenden.
[0002] Das erfindungsgemäße Brennstoff-Einspritzventil hat einen Brennstoff-Einlaß, der
dazu eingerichtet ist, Brennstoff in das Brennstoff-Einspritzventil einströmen zu
lassen, und eine elektrisch ansteuerbare Betätigungseinrichtung die mit einer Ventilanordnung
zusammenwirkt, um Brennstoff in direkt oder indirekt gesteuerter Weise durch einen
Brennstoff-Auslaß in den Brennraum ausströmen zu lassen. Dabei weist die elektromagnetische
Betätigungseinrichtung eine zu bestromende Elektromagnet-Spulenanordnung, eine mit
dieser zusammenwirkende im Wesentlichen weichmagnetische Magnet-Jochanordnung, sowie
eine mit dieser zusammenwirkende im Wesentlichen weichmagnetische Magnet-Ankeranordnung
auf.
[0003] Die KFZ-Verbrennungsmotoren-Industrie steht durch die stetig steigenden Anforderungen
der Abgasgesetzgebung mit weiter sinkenden Grenzwerten vor der Herausforderung, durch
eine Optimierung des Einspritzvorgangs von Kraftstoff in die Brennkammer die Entstehung
von Schadstoffen am Ort ihrer Entstehung zu optimieren. Kritisch sind insbesondere
NO
x- und Ruß-Emissionen. Durch die Entwicklung von Einspritzsystemen mit immer höheren
Einspritzdrücken und hochdynamischen Injektoren, sowie durch gekühlte Abgasrückführung
und Oxidationskatalysatoren ist es zwar möglich gegenwärtige Grenzwerte einzuhalten.
Allerdings scheint das Potenzial der bisherigen Maßnahmen zur Emissionsreduzierung
erreicht zu sein. Damit rücken variable Einspritzverlaufformungen in den Vordergrund.
Hierbei wird die Kraftstoff-Einspritzrate wahlweise durch Mehrfacheinspritzung oder
durch gezieltes Modulieren des Hubes der Düsennadel variiert.
Stand der Technik
[0004] Ein Brennstoff-Einspritzventil der oben genannten Art ist in den unterschiedlichsten
Ausgestaltungen von mehreren Herstellern (Robert Bosch, Siemens VDO Automotive) bekannt.
Allerdings haftet diesen bekannten Anordnungen der Nachteil an, dass die Anzahl der
Hübe pro Arbeitstakt der Brennkraftmaschine sehr eingeschränkt ist. Insbesondere ist
es damit nicht möglich, bei hochtourigen Brennkraftmaschinen die für ein effizientes
Motormanagement erforderlichen Mehrfacheinspritzungen pro Arbeitstakt in der erforderlichen
Anzahl bereit zu stellen. Auch das präzise Variieren des Hubes der Ventilnadel ist
bei diesen Anordnungen nur sehr eingeschränkt möglich. In beiderlei Hinsicht haben
sich die konventionellen elektromagnetischen Betätigungseinrichtungen als ein begrenzender
Faktor für die Weiterentwicklung effizienter Brennstoff-Einspritzventile herausgestellt.
[0005] Ein bekannter Ansatz zur Überwindung dieser Einschränkung besteht darin, anstelle
der elektromagnetischen Betätigungseinrichtung einen Piezo-Linear-Aktor vorzusehen.
Abgesehen von den hohen Kosten und dem relativ großen erforderlichen Bauraum des Piezo-Linear-Aktors
ist auch deren temperaturabhängiges Verhalten in unmittelbarer Nähe zum Brennraum
einer Brennkraftmaschine nachteilig. Auch erlauben Piezoantriebe heutiger Bauart nur
etwa 3 bis 5 Einspritzvorgänge je Arbeitstakt des Verbrennungsmotors, wobei Öffnungs-/Schließ-Zyklen
von etwa 100 µsec realisierbar sind. Insgesamt war bisher dieser Art von Brennstoff-Einspritzventilen
im Einsatz von Serien-Fahrzeugen in größerem Stil versagt. Außerdem ist der Hub-Weg
eines Piezo-Linear-Aktors bei vorgegebener Baulänge sehr beschränkt und wird derzeit
mittels aufwendiger Hebelanordnungen auf ca. 100 bis 200 µm vergrößert. Schließlich
gestaltet sich nach wie vor die präzise Modulation des. Hubes der Düsennadel mittels
des Piezo-Linear-Aktors bei der hohen Dynamik und den zunehmend hohen Drücken in der
Brennkammer, insbesondere bei der Diesel-Direkteinspritzung, als schwierig.
[0006] Aus der
DE 100 05 182 A1 ist ein elektromagnetisches Einspritzventil zur Steuerung einer in eine Verbrennungskraftmaschine
einzuspeisenden Kraftstoffmenge mit einem durch ein Elektromagnetspulensystem betätigbaren
Ventilkörper bekannt, wobei der Ventilkörper mit einem Magnetanker des Elektromagnetspulensystems
zusammenwirkt. Das wesentliche Merkmal dieser Anordnung besteht darin, dass das Elektromagnetspulensystem
wenigstens zwei zur Mittellängsachse symmetrische und konzentrisch angeordnete Spulen
mit identischen Kenngrößen aufweist, die derart in einen Magnetkreis integriert sind,
dass zwischen zwei benachbarten Spulen jeweils ein erster Polkörper angeordnet ist,
und die innere und äußere Spule jeweils einem zweiten Polkörper benachbart ist. Diese
Polkörper sind auf der gleichen Seite des Magnetankers angeordnet. Weiterhin ist es
wesentlich, dass die Polkörper derart dimensioniert sind, dass eine radiale Schnittfläche
eines mittleren ersten Polkörpers der Summe der Schnittflächen der benachbarten zweiten
Polkörper entspricht. Insgesamt hängt bei dieser Anordnung die Funktion erheblich
von der Symmetrie der räumlichen Gestaltung des Elektromagnetspulensystems ab. Die
Zeitverzögerung des elektrischen und des magnetischen Feldaufbaus hängt dabei vornehmlich
von der Geometrie des Magnetkreises und insbesondere von der Felddiffusion und den
auftretenden Wirbelströmen ab.
[0007] Allerdings stellt die bei dieser Anordnung notwendige konstruktive und elektrische/
magnetische Symmetrie des Elektromagnetspulensystems wie zum Beispiel die Dimensionierung
bzw. das Verhältnis der radialen Schnittflächen der Polkörper zueinander eine erhebliche
Einschränkung dar. Außerdem sind auch bei dieser bekannten Anordnung die erzielbaren
Ventilschaltzeiten, Ventilwege und Ventilschließkräfte angesichts der eingangs erläuterten
Anforderungen allenfalls als unzureichend zu bezeichnen.
[0008] Aus der
DE 102 60 825 A1 ist ein magnetbetätigtes Kraftstoffeinspritzventil bekannt, bei dem ein Öffnungsquerschnitt
eines Kraftstoffkanals, der als Raum zwischen einer Innenfläche eines Behälters, in
den Kraftstoff eingeführt wird, und einer Außenfläche eines in dem Behälter angeordneten
Nadelelements begrenzt ist, geändert wird. Dazu wird das Nadelelement durch von einer
elektromagnetischen Einrichtung erzeugte Anzugs- bzw. Magnetkräfte in Längsrichtung
verschoben. Die elektromagnetische Einrichtung ist mit einem ersten und einem zweiten
Magnetkreis versehen, durch welche die Anzugs- bzw. Magnetkräfte unabhängig voneinander
steuerbar sind.
[0009] Weiterer Stand der Technik ist aus den Dokumenten,
US 5,035,360,
US 4,156,506 US 5,207,410, ,
DE 2237 746.4, und
US 2001/0019085 bekannt.
[0010] Patent Abstracts of Japan Bd. 199 Nr. 3, 31 März 1999 sowie
JP 10 335139 A (Denso Corp) bezieht sich auf ein Brennstoff-Einspritzventil mit einem Brennstoff-Einlass,
ein mit einer Ventilanordnung zusammenwirkenden elektrisch ansteuerbaren Betätigungseinrichtung,
die eine zu bestromende Magnet-Spulenanordnung, eine mit dieser zusammenwirkende weichmagnetische
Magnet-Jochanordnung, sowie eine mit dieser zusammenwirkende weichmagnetische Magnet-Ankeranordnung
aufweist. Die Magnet-Jochanordnung ist aus drei Jochscheiben gebildet. Jede Jochscheibe
hat an wenigstens einer ihrer Stirnseiten einen Polsteg, der mit der Elektromagnet-Spulenanordnung
zusammen auf die Magnet-Ankeranordnung wirkt.
[0011] US 2004/118952 A1 (Nussio Randy) bezieht sich auf auf eine Jochscheibe mit einem Polsteg in einer Betätigungseinrichtung
eines Brennstoff-Einspritzventils. Die Jochscheibe hat mehrere Teiljoche.
[0012] Die
US 6 065 684 A (Varble et al) bezieht sich auf eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung mit einem Gehäuse, das einen
Kraftstoff-Strömungskanal mit einem Einlass (20) und einem Auslass definiert, einem
Mittel zur Verbindung des Einlasses mit einer Kraftstoffversorgungsquelle bei einem
gesteuerten erhöhten Kraftstoffdruck. Ein Einspritzventil dient dazu, den Auslass
zum Einspritzen des Kraftstoffes durch den Auslass in eine Verbrennungskammer eines
Motors selektiv zu schließen und zu öffnen, wobei der Kraftstoffdruck bewirkt, dass
das Ventil in eine Öffnungsrichtung gedrängt wird. Ein Rückholmittel drängt das Ventil
mit einer Kraft in eine Schließrichtung, die die Kraft, die durch den Kraftstoffdruck
auf das Ventil ausgeübt wird, geringfügig übersteigt. Ein Anker ist an das Ventil
angeschlossen und mit diesem beweglich. Erste und zweite Elektromagnete sind eng in
einem Abstand an entgegengesetzten Seiten des Ankers angeordnet, und wenn sie erregt
sind, ziehen sie den Anker magnetisch in Richtung zu dem jeweiligen Elektromagneten.
Wenn der erste Elektromagnet erregt ist, erzeugt er eine Kraft, die ausreicht, um
den Anker anzuziehen und das Ventil gegen die überschüssige Schließkraft des Rückholmittels
zu öffnen. Wenn der zweite Elektromagnet erregt ist, erzeugt er eine Kraft, die ausreicht,
um das Ventil rasch mit der Unterstützung des Rückholmittels gegen die Kraft des Kraftstoffdruckes
zu schließen, wenn der erste Elektromagnet entregt ist.
Der Erfindung zugrunde liegendes Problem
[0013] Damit besteht bei bekannten Brennstoff-Einspritzventilen das Problem, eine kompakt
bauende und kostengünstige Anordnung eines Brennstoff-Einspritzventils bereitzustellen,
die langzeitstabil und tauglich für den Einsatz in Groß-Serien ist und eine ausreichend
hohe Hubzahl pro Arbeitstakt der Brennkraftmaschine mit den erforderlichen Öffnungs-/Schließ-Kräften
auszuführen in der Lage ist. Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, Brennstoff-Einspritzventile
bereitzustellen, die dazu beitragen können, den Kraftstoffverbrauch von Verbrennungsmotoren
zu senken um so den thermodynamischen Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors zu steigern.
Erfindungsgemäße Lösung
[0014] Die Erfindung löst dieses Problem bei einer Ventilanordnung der oben genannten Art
durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale.
[0015] Überraschenderweise hat sich nämlich gezeigt, dass es nicht erforderlich ist, von
einer elektromagnetischen Betätigungseinrichtung als Ventilantrieb auf einen Piezo-Linear-Aktor
mit allen seinen ihm eigenen Nachteilen und Problemen umzustellen.
[0016] Vielmehr kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Komponenten der elektromagnetischen
Betätigungseinrichtung erreicht werden, dass das Brennstoff-Einspritzventil nicht
nur die für Otto-Motoren erforderlichen Öffnungs-/Schließ-Kräfte, sondern sogar die
für eine Diesel-Direkt-Einspritzung erforderlichen Öffnungs-/Schließ-Kräfte bei erheblich
mehr Hüben pro Arbeitstakt (etwa doppelt so viele wie ein Piezo-Linear-Aktor heutiger
Bauart) mit einer elektromagnetischen Betätigungseinrichtung bereitstellen kann. Weiterhin
baut die Gesamtanordnung bei schnell bereitstellbaren hohen ÖfFnungs-/Schließkräften
bei einem geringem Durchmesser Außendurchmesser sehr kompakt. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung erlaubt außerdem eine sehr effiziente Massenfertigung mit engen Toleranzen
und geringer Ausschussrate.
[0017] Die erfindungsgemäße Ventilanordnung erlaubt die Realisierung von Öffnungs-/Schließ-Zyklen
mit etwa 40 - 50 µsec und weniger. Damit sind Mehrfach-Einspritzvorgänge für ein effizientes
Motormanagement sowohl für Otto-Motoren, als auch für Dieselmotoren möglich. Außerdem
ist es auch möglich, den Brennstoffdurchsatz durch das Brennstoff-Einspritzventil
dadurch zu erhöhen, dass mit der erfindungsgemäßen Ventilanordnung der Hubweg des
Ventilgliedes bei vergleichbarer Hubzeit etwa 3 bis 6 mal größer sein kann als bei
einem Piezo-Linear-Aktor heutiger Bauart. Darüber hinaus erlaubt die erfindungsgemäße
Anordnung eine sehr präzise Steuerung des Verlaufs des Hubweges über der Zeit.
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wirkt jedes Teiljoch mit wenigstens
einem Abstandshalter zusammen, der eine Abmessung eines Hohlraumes zwischen zwei Jochscheiben
zumindest mitbestimmt. Der oder die Abstandshalter können entweder im Bereich der
äußeren Mantelfläche der Jochscheibe angeordnet sein oder sich zwischen den Stirnflächen
zweier Jochscheiben abstützen. Die Abstandshalter sind entweder mit den Teiljochen
bzw. den Jochscheiben (laser-)verschweißt oder verklebt. Alternativ dazu können die
Abstandshalter auch zumindest an einem Ende mit den Teiljochen bzw. den Jochscheiben
einstückig hergestellt sein.
[0019] Weiterhin können im Bereich der äußeren Mantelfläche der Jochscheibe elektrische
Verbindungsstücke für die Elektromagnet-Spulenanordnung angeordnet sein bzw. verlaufen.
Damit können die einzelnen Wicklungen der Elektromagnet-Spulenanordnung auf einfache
Weise bestromt werden.
[0020] Vorzugsweise sind jeweils derselben Seite der Magnet-Ankeranordnungen zugewandte
Elektromagnet-Spulenanordnungen für eine gleichphasige elektrische Ansteuerung in
Reihen- oder Parallelschaltung verbunden. Damit ist es möglich, die Ventilanordnung
elektrisch betätigt zu öffnen, zu schließen und zu halten, ohne dass eine Haltefeder
erforderlich ist. Unter Haltefeder wird hierbei eine Feder mit einer hohen Federkonstante
verstanden, die in der Lage ist die Ventilanordnung gegen die Betriebsdrücke (des
zugeführten Brennstoffes bzw. in der Brennkammer) in einer Stellung zu halten. Davon
zu unterscheiden ist eine Feder, die bei unbestromter Ventilanordnung und fehlenden
Betriebsdrücken in der Lage ist, dafür zu sorgen, dass das Ventilglied in einer Schließstellung
verharrt, so dass kein Brennstoff durch die Ventilanordnung in die Brennkammer strömt.
[0021] Die Erfindung erlaubt es, die Ventilanordnung sowohl elektrisch betätigt zu öffnen,
als auch elektrisch betätigt zu schließen und in beiden Stellungen - aber auch in
Zwischenstellungen - zu halten, in dem die entsprechende der zu beiden Stirnseiten
der Ankeranordnung angeordnete Spulenanordnung bestromt wird. Damit kann auch ein
Abbremsen oder Beschleunigen des Ventilglieds auf dem Weg zwischen den beiden Endstellungen
erreicht werden. Dies hat zur Folge, dass das Ventilglied erheblich "weicher" in den
Ventilsitz bzw. die entgegengesetzte Endstellung befördert werden kann. Dies führt
zu geringerer mechanischer Belastung des Ventilgliedes bzw. des Ventilsitzes, so dass
diese Komponenten nicht so schnell verschleißen. Das erlaubt eine weniger robuste
Dimensionierung und einen geringeren Durchmesser der Düsennadel und damit eine Verringerung
der notwendigen Schließ-/Haltekräfte. Dies hat zur Folge, dass eine präzisere Dosierung
des Brennstoffes und wegen der geringeren bewegten Massen eine höhere Bewegungsrate
mit mehr Öffnungs/Schließzyklen pro Arbeitstakt als bei Piezo-Aktoren möglich ist.
Außerdem ist das Kraft-Weg-Verhalten eines Piezo-Aktors erheblich ungünstiger und
weniger beeinflussbar als bei einer erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung.
[0022] Bei einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennstoff-Einspritzventils
haben die Polstege ein Rastermaß, das etwa 2 bis etwa 30 mal, vorzugsweise etwa 5
bis etwa 20 mal, und besonders vorzugsweise etwa 10 mal größer ist als ein zwischen
der Magnet-Jochanordnung und der Magnet-Ankeranordnung gebildeter Luftspalt in einer
Ruhestellung der Betätigungseinrichtung. Das Verhältnis zwischen dem Rastermaß der
Polstege, also einer Abmessung, die die magnetisch wirksame Fläche der Polstege mitbestimmt,
und dem Luftspalt ist eine die Funktionalität des Ventils erheblich beeinflussende
Größe. Die Erfindung geht davon aus, dass das Verhältnis im Bereich zwischen etwa
2 und etwa 30 liegen sollte, wobei jede Verhältniszahl zwischen diesen Grenzen im
Bereich der Erfindung liegt und in erster Linie von den konstruktiven Gegebenheiten
oder Anforderungen (verfügbarer Einbaudurchmesser, Länge, erforderlicher Ventilhub,
Ventilglied-Dynamik, etc.) abhängt.
[0023] Indem die Polstege eine zur Mittellängsachse des Brennstoff-Einspritzventils im Wesentlichen
asymmetrische Gestalt aufweisen wird vermieden, dass Fertigungsungenauigkeiten oder
Schwankungen bei der Magnetfelderzeugung, oder Temperaturschwankungen zu unerwünschten
Betriebszuständen führen. Vielmehr stellt sich die zur Mittellängsachse nicht rotations-symmetrische
Gestaltung des Magnetjochs bzw. der Magnetspule insofern wesentlich unempfindlicher
dar.
[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung haben dazu die Polstege eine zur Mittellängsachse
des Brennstoff-Einspritzventils spiralförmige Gestalt. In einer anderen Ausführungsform
der Erfindung haben die Polstege eine im Wesentlichen mehreckige, vorzugsweise viereckige
bzw. mehrkantige Gestalt und sind nebeneinander unter Bildung von Zwischenräumen zur
Aufnahme der Elektromagnet-Spulenanordnungen angeordnet, wobei die Polstege vorzugsweise
parallel zueinander angeordnet sind.
[0025] Im letzteren Fall können wenigstens zwei benachbarte Polstege von wenigstens einer
Elektromagnet-Spulenanordnung zumindest teilweise mäanderförmig umgeben sein. Alternativ
dazu kann auch jeweils jedes Teiljoch aus Kobalt-Eisen-haltigem Material gebildet
sein und jeweils wenigstens einen Polsteg aufweisen, der von wenigstens einer Elektromagnet-Spulenanordnung
zumindest teilweise umgeben ist.
[0026] Eine Eigenschaft der Erfindung besteht darin, dass zumindest eine Elektromagnet-Spulenanordnung
nicht-kreisringförmig gestaltete Polstege zumindest teilweise einschließen kann. Diese,
in der Herstellung sehr effiziente Bauart erlaubt eine Ausführungsform; bei der zwischen
zwei Lagen aus Weicheisen enthaltendem Blech ein Strom leitendes Band zur Bildung
der Magnet-Spulenanordnung und ein Weicheisen enthaltendes Blechband zur Bildung eines
Stator-Jochrückens anzuordnen. Dabei grenzen das Strom leitende Band und das Weicheisen
enthaltende Blechband an jeweils einer Längskante - elektrisch isoliert - aneinander
an.
[0027] Um besonders schlanke oder langgezogene Bauformen mit großen Halte- oder Schließkräften
zu realisieren ist eine Kaskadierung von mehreren Ventilantrieben entlang der Bewegungsachse
der Ventilanordnung vorgesehen, bei der die Betätigungseinrichtung mehr als eine Baugruppe,
gebildet durch die Magnet-Spulenanordnung, die Magnet-Jochanordnung, und die Magnet-Ankeranordnung
aufweist. Diese Baugruppen wirken dabei gemeinsam auf die Ventilanordnung - entweder
gleichsinnig oder gegensinnig - um das Ventilglied aus dem Ventilsitz zu heben oder
ggf. auch abgebremst, hineinzubefördern.
[0028] Erfindungsgemäß wirkt die Betätigungseinrichtung auf ein bewegliches Ventilglied
ein, um dieses gegenüber einem mit dem Ventilglied zusammenwirkenden und stromabwärts
zu dem Brennstoff-Einlaß angeordneten ortsfesten Ventilsitz zwischen einer Offen-Stellung
und einer Geschlossen-Stellung zu bewegen. Damit kann eine direkt schaltende Ventilanordnung
realisiert werden.
[0029] Bei einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennstoff-Einspritzventils
wirkt die Betätigungseinrichtung auf ein bewegliches Ventilglied ein, um dieses gegenüber
einem mit dem Ventilglied zusammenwirkenden ortsfesten Ventilsitz zwischen einer Offen-Stellung
und einer Geschlossen-Stellung zu bewegen. Damit ist ein gesteuertes Ablassen von
Brennstoff in eine Rückführleitung ermöglicht, wenn ein zweites, federbelastetes Ventilglied
zusammen mit einem zweiten Ventilsitz durch den im Brennraum herrschenden Druck nicht
geöffnet wird, und ein gesteuertes Ablassen von Brennstoff in den Brennraum ermöglicht,
wenn das zweite, federbelastete Ventilglied zusammen mit dem zweiten Ventilsitz durch
den im Brennraum herrschenden Druck geöffnet wird. Damit kann eine indirekt schaltende
Ventilanordnung realisiert werden.
[0030] Erfindungsgemäß können die Magnet-Jochanordnung und/oder die Magnet-Ankeranordnung
exzentrisch oder asymmetrisch zu einer Mittelachse des Brennstoff-Einspritzventils
angeordnet sein.
[0031] Die einzelnen Ring-Spulen können eine Dicke von etwa 20 bis etwa 80 % des Magnetjoch-Eisens
haben. Außerdem können die einzelnen Spulen auf einer Seite der weichmagnetischen
Magnet-Ankeranordnung dazu eingerichtet sein, gegensinnig bestromt zu werden.
[0032] Weiterhin kann zwischen den einzelnen Spulen wenigstens auf einer Seite der weichmagnetischen
Magnet-Ankeranordnung das Joch-Eisen durch gegeneinander isolierte Eisenbleche gebildet
sein.
[0033] Der Erfindung liegt das Prinzip zugrunde, die Elektromagnet-Spulenanordnung und die
Magnet-Ankeranordnung im Wesentlichen rechtwinkelig zueinander zu orientieren.
[0034] Erfindungsgemäß können die die Magnet-Spulenanordnung und die Magnet-Ankeranordnung
sich in radialer Richtung zur Mittellängsachse zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig
überlappen. Damit wird ein besonders effizienter Magnetkreis realisiert, der sehr
geringe Ventil-Öffnungs-/Schließ-Zeiten erlaubt.
[0035] Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brennstoff-Einspritzventils kann
die Magnet-Jochanordnung als ein im Wesentlichen zylindrischer weichmagnetischer Scheibenkörper
mit radial oder tangential zur Mittellängsachse orientierten Unterbrechungen gestaltet
sein. Diese Unterbrechungen können einfache Schlitze sein oder zur Erhöhung der Stabilität
der Magnet-Jochanordnung durch Material gebildet sein, das einen höheren magnetischen
Widerstand als das Material des weichmagnetischen Scheibenkörpers hat.
[0036] Bei einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brennstoff-Einspritzventils
kann die Magnet-Ankeranordnung durch zwei oder mehr von einander räumlich getrennte
streifenförmige weichmagnetische Abschnitte gebildet sein. Auch hier können die räumlichen
Trennungen einfache Schlitze sein oder zur Erhöhung der Stabilität durch Material
gebildet sein, das einen höheren magnetischen Widerstand als das Material der streifenförmigen
weichmagnetischen Abschnitte hat.
[0037] Die Magnet-Ankeranordnung kann eine weichmagnetische Scheibe mit Ausnehmungen, vorzugsweise
radial orientierten, zum Rand der Scheibe reichenden Schlitzen, oder Langlöchern gestaltet
sein. Auch hier können die zum Rand der Scheibe reichenden Schlitzen oder Langlöcher
einfache Ausnehmungen sein oder zur Erhöhung der Stabilität durch Material gebildet
sein, das einen höheren magnetischen Widerstand als das Material der weichmagnetischen
Scheibe hat.
[0038] Die Magnet-Ankeranordnung kann auch mehrlagig aufgebaut sein, wobei zwischen zwei
Weicheisenlagen eine Keramiklage angeordnet ist. Dieser Schichtaufbau ist an der Ventilstange
befestigt. Zur weiteren Verbesserung der Stabilität können die beiden Eisenlagen auch
entlang des Außenumfangs noch miteinander verbunden sein.
[0039] Weiterhin können die weichmagnetische Ankeranordnung und das Ventilglied miteinander
verbunden und durch eine Federanordnung in die Offen-Stellung oder die Geschlossen-Stellung
vorgespannt und durch Bestromen der Magnet-Spulenanordnung in die Geschlossen-Stellung
oder die Offen-Stellung zu bringen sein.
[0040] Gemäß einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brennstoff-Einspritzventils
können auch zwei der oben beschriebenen Betätigungseinrichtungen vorgesehen sein,
die auf das Ventilglied gegensinnig wirken und dieses bei jeweiliger Bestromung in
die Geschlossen-Stellung bzw. die Offen-Stellung bringen.
[0041] Erfindungsgemäß bildet die Betätigungsstange zusammen daran angeordneten, in der
Regel (laser-)geschweißten Magnet-Ankeranordnungen eine Unterbaugruppe, die mit wenigstens
einer aus gestapelten und auf Abstand gehaltenen Teiljochen gebildeten weiteren Unterbaugruppe
zusammenzusetzen ist.
[0042] Weiterhin umgibt erfindungsgemäß ein druckfestes Gehäuse die Betätigungseinrichtung
und die Ventilanordnung, aus dem elektrische Anschlüsse für die Elektromagnet-Spulenanordnungen
mittels Glasdurchführungen nach außen herausgeführt sind. Die Glasdurchführungen stellen
eine sichere und für die Groß-Serie geeignete, brennkraftstoffdichte und hinsichtlich
der Betriebsdrücke (bis zu etwa 2000 bar) druckfeste Anordnung für die elektrischen
Anschlüsse an dem Brennstoff-Einspritzventil sicher.
[0043] Weiterhin sind erfindungsgemäß die Elektromagnet-Spulenanordnungen als Kupfer enthaltende
Formteile gebildet, die mittels Keramikbeschichtung, Aluminiumoxidbeschichtung, Elektrophoreselackbeschichtung
oder dergl. elektrisch isoliert sind, um die Polstege herum montiert sind und nach
dem Zusammenfügen der aus einzelnen gestapelten und auf Abstand gehaltenen Teiljochen
gebildeten Unterbaugruppe mit den elektrischen Anschlüsse verbunden werden.
[0044] Weiterhin sind erfindungsgemäß die Elektromagnet-Spulenanordnungen mit den Teiljochen
vergossen oder verklebt sind. Dies erhöht die Dauerbetriebsfestigkeit der Brennstoff-Einspritzventilanordnung.
[0045] Das erfindungsgemäße Brennstoff-Einspritzventil kann dazu eingerichtet und dimensioniert
sein, in den Brennraum einer fremd gezündeten Brennkraftmaschine, oder in den Brennraum
einer selbstzündenden Brennkraftmaschine zu ragen.
[0046] Schließlich betrifft die Erfindung eine Montagevorrichtung mit einem Montageblock,
der eine der Anzahl der Jochscheiben des Brennstoff-Einspritzventils entsprechende
Anzahl von axial beabstandeten Aufnahmen aufweist, die so dimensioniert sind, dass
die Jochteile der Jochscheiben im Wesentlichen spielfrei einzubringen und zu entnehmen
sind, wobei die axialen Abstände der Ausnehmungen im Wesentlichen der axialen Erstreckung
des Hohlraums zwischen zwei benachbarten Jochscheiben entsprechen, und der ein Verschweißen,
Verlöten oder Verkleben von Abstandshaltern mit den Jochteilen erlaubt.
[0047] Weitere Vorteile, Ausgestaltungen oder Variationsmöglichkeiten ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der Figuren in denen die Erfindung im Detail erläutert
ist.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0048]
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung im Längsschnitt durch ein Brennstoff-Einspritzventil
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Querschnitt einer Weichmagnet-Ankeranordnung
aus Fig. 1, geschnitten entlang der Linie II - II.
Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Querschnitt einer Weichmagnet-Jochanordnung
aus Fig. 1, geschnitten entlang der Linie III - III.
Fig. 4 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Weichmagnet-Jochanordnung mit einer
Magnetspulenanordnung.
Fig. 5 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Weichmagnet-Jochanordnung und eine
Magnetspulenanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 6 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Weichmagnet-Jochanordnung und eine
Magnetspulenanordnung gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 7 zeigt eine seitliche perspektivische Darstellung der Weichmagnet-Jochanordnung
und der Magnetspulenanordnung gemäß Fig. 6.
Fig. 8 zeigt eine seitliche teilweise längsgeschnittene Darstellung der Ventilstange
mit einer Ankeranordnung, die ein Kastenprofil aufweist.
Fig. 9 zeigt eine perspektivische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung.
Fig. 10 zeigt ein Teiljoch einer Jochscheibe für eine erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung
nach Fig. 9 in einer vergrößerten perspektivischen Seitenansicht.
Detaillierte Beschreibung derzeitig bevorzugter Ausführungsformen
[0049] In Fig. 1 ist Brennstoff-Einspritzventil mit einem zu einer Mittellängsachse M im
wesentlichen rotationssymmetrischen Ventilgehäuse 10 im schematischen Längsschnitt
in einer halb geöffneten Stellung gezeigt. Ein derartiges Brennstoff-Einspritzventil
dient zum direkten Einspritzen von Brennstoff in den nicht weiter veranschaulichten
Brennraum einer Brennkraftmaschine. Das Brennstoff-Einspritzventil 10 hat einen radial
orientierten, seitlichen Brennstoff-Einlaß 12, durch den mittels einer nicht weiter
veranschaulichten Pumpe oder sonstigen Druckgeber unter Druck gesetzter Brennstoff
in das Brennstoff-Einspritzventil einströmen kann. Es ist jedoch auch möglich, den
Brennstoff Einlaß etwa im mit 14 angedeuteten zentralen in Fig. 1 oberen Bereich des
Brennstoff-Einspritzventils vorzusehen. Von dem Brennstoff-Einlaß 12 reicht ein zentraler
Brennstoff-Kanal 16 durch ein Rohr 17 zu einem Brennstoff-Auslaß 18. An Ende des zentralen
Brennstoff-Kanals 16 ist eine Ventilanordnung 20 vorgesehen, um den Brennstoff in
gesteuerter Weise durch den Brennstoff Auslaß 18 in den Brennraum der Brennkraftmaschine
ausströmen zu lassen.
[0050] Die Ventilanordnung 20 ist durch ein sich in dem zentralen Brennstoff-Kanal 16 befindliches
und zum Brennstoff-Auslaß 18 hin konisch verjüngendes Ventilglied 20a und einen mit
dem Ventilglied 20a zusammenwirkenden Ventilsitz 20b gebildet, der entsprechend der
Form des Ventilgliedes 20a gestaltet ist.
[0051] Das Ventilglied 20a ist über eine Betätigungsstange 22 mit einer elektrisch ansteuerbaren
Betätigungseinrichtung 24 verbunden, um das Ventilglied 20a zwischen einer Offen-Stellung
und einer Geschlossen-Stellung (in Fig. 1 auf und ab) zu bewegen. Damit wird von dem
Brennstoff-Einlaß 12 kommender und durch den zentralen Brennstoff-Kanal 16 strömender,
unter Druck stehender Brennstoff in gesteuerter Weise durch den Brennstoff-Auslaß
18 in den Brennraum ausgestoßen.
[0052] Die Betätigungseinrichtung 24 ist gebildet durch eine Elektromagnet-Spulenanordnung
24a, eine mit dieser zusammenwirkende weichmagnetische Magnet-Jochanordnung 24b, sowie
eine mit dieser zusammenwirkende weichmagnetische Magnet-Ankeranordnung 24c. Dabei
ist die weichmagnetische Magnet-Jochanordnung 24b aus zwei etwa auf Höhe der Schnittlinie
II - II zusammengefügten Schalen-Hälften 24b' und 24b" mit Ausnehmungen 26a, 26b gebildet.
Die Ausnehmungen 26a, 26b haben bei der Ausführungsform nach Fig. 1 in der Draufsicht
die in den Fig. 4 und 5 gezeigte Längserstreckung und sind durch ebenfalls etwa trapez-
oder parallelogrammförmige Polstege 25a, 25b begrenzt. In den Ausnehmungen 26a, 26b
ist jeweils eine Elektromagnet-Spulenanordnung 24a' und 24 a" aufgenommen, die bündig
mit den jeweiligen Stirnflächen 27a, 27b der Schalen-Hälften 24b' und 24b" abschließen.
[0053] Die Stirnflächen 27a, 27b der Schalen-Hälften 24b' und 24b" begrenzen einen Hohlraum
28, in dem die Magnet-Ankeranordnung 24c längs der Mittelachse M beweglich aufgenommen
ist.
[0054] In der in Fig. 1 gezeigten Anordnung haben die Elektromagnet-Spulenanordnungen bzw.
die Magnetjochanordnung die in Fig. 4 gezeigte Konfiguration, bei der die Polstege
25a, 25b eine im Wesentlichen viereckige Gestalt haben und nebeneinander unter Bildung
von Zwischenräumen zur Aufnahme der Elektromagnet-Spulenanordnungen 24a', 24 a" angeordnet
sind. Dabei sind die Polstege 25a, 25b vorzugsweise parallel zueinander angeordnet.
Die Magnetjochanordnung kann hier aus einstückigem Weicheisen gebildet sein, aus dem
die Polstege bzw. die Zwischenräume ausgeformt sind. In ein derartiges einstückiges
Weicheisen-Formteil können Unterbrechungen in Form von Schlitzen oder Langlöchern
eingearbeitet sein, die mit elektrisch isolierendem Material gefüllt sind. Es ist
aber auch möglich, die Magnetjochanordnung als Formteil aus gesintertem Eisenpulver
herzustellen oder aus mehreren, ggf. gegeneinander isolierten Teilstücken zu montieren
und zum Beispiel zu verkleben.
[0055] Fig. 2 zeigt die weichmagnetische Magnet-Ankeranordnung 24c. Sie hat eine weichmagnetische
Ankerscheibe 24c, die um die Mittelachse M herum angeordnet ist. Um die in der Ankerscheibe
24c induzierten Wirbelströme beim Betrieb des Brennstoff-Einspritzventils möglichst
gering zu halten, ist die Ankerscheibe 24c mit radial orientierten Unterbrechungen
36 versehen. Diese Unterbrechungen haben die Gestalt von zum Rand 30 der Ankerscheibe
24c reichenden Schlitzen 36. Dadurch entstehen radial orientierte Streifen 25, die
im Zentrum der Scheibe 24c miteinander verbunden sind.
[0056] Fig. 3 zeigt die weichmagnetische Magnet-Jochanordnung 24b im Querschnitt. Um die
in der Magnet-Jochanordnung 24b induzierten Wirbelströme beim Betrieb des Brennstoff-Einspritzventils
möglichst gering zu halten, ist die Magnet-Jochanordnung 24b mit einer Vielzahl von
radial orientierten senkrechten Unterbrechungen 36 in Form von Schlitzen versehen.
Um das Brennstoff-Einspritzventil fluiddicht zu gestalten, ist zwischen den Schlitzen
36 an der Außenwand ein Materialsteg 38 vorgesehen, der für eine geschlossene Mantelfläche
sorgt. Alternativ dazu kann die geschlossene Mantelfläche auch an den radial inneren
Enden der Schlitze 36 angeordnet sein. Dies hat außerdem den Vorteil einer ggf. verbesserten
Wärmeableitung aus dem Magnetjoch. Dabei sind beide Schalen-Hälften 24b' und 24b"
der Magnet-Jochanordnung 24b mit den Schlitzen 36 versehen.
[0057] Aus dem Vorstehenden wird deutlich, dass die Elektromagnet-Spulenanordnung 24a und
die radial orientierten Streifen 25 der weichmagnetischen Ankerscheibe 24c im Wesentlichen
rechtwinkelig zueinander orientiert sein können. Es versteht sich, dass dies entweder
in der vorstehend beschriebenen Form mit radial orientierten Streifen 25 der Anker-Anordnung
24b und einer spiralförmigen Elektromagnet-Spulenanordnung 24a bzw. Magnet-Jochanordnung
24b realisiert werden kann, oder umgekehrt. Es ist aber auch möglich, mit konzentrischen
Ankerteilen und einer sternförmig gestalteten Elektromagnet-Spulenanordnung die Betätigungseinrichtung
24 zu realisieren.
[0058] Die Magnet-Ankeranordnung 24c ist eine kreisrunde eisenhaltige Scheibe mit einer
weiter unten im Detail beschriebenen Gestalt. Die Elektromagnet-Spulenanordnung 24a
und die Magnet-Ankeranordnung 24c überlappen sich in radialer Richtung bezogen auf
die Mittelachse (M). Wie in der Fig. 1 gezeigt ist, hat die Elektromagnet-Spulenanordnung
24a einen geringeren Außendurchmesser als die Ankerscheibe 24c, so dass der aus der
Elektromagnet-Spulenanordnung 24a hervorgerufene magnetische Fluss praktisch ohne
nennenswerte Streu-Verluste in die Ankerscheibe 24c eindringt. Damit wird ein besonders
effizienter Magnetkreis realisiert, der sehr geringe Ventil-Öffnungs-/Schließ-Zeiten
sowie hohe Haltekräfte erlaubt.
[0059] Die Ankerscheibe 24c kann - unabhängig von der Gestaltung des Magnetjoches bzw. der
Magnet-Spulenanordnung - auch eine geschlossene Kreisscheibe aus Weicheisen sein,
sofern die oben beschriebene Ausgestaltung des Magnetjoches bzw. der Magnet-Spulenanordnung
sicherstellt, dass die Streuverluste bzw. Wirbelstromverluste gering genug für den
jeweiligen Einsatzzweck sind.
[0060] Wie in Fig. 1 veranschaulicht, ist die Ankerscheibe 24c mit der Betätigungsstange
22 starr verbunden und in einem durch die Schalen-Hälften 24b' und 24b" der Magnet-Jochanordnung
24b begrenzten Ankerraum 34 längs der Mittelachse M in dem Rohr 17 geführt längsbeweglich
aufgenommen. Dabei ist die Ankerscheibe 24c mit der Betätigungsstange 22 durch eine
zur Mittelachse M koaxial angeordnete Schraubenfeder 40 belastet, so dass das am Ende
der Betätigungsstange 22 befindliche Ventilglied 20a in dem Ventilsitz 20b fluiddicht
sitzt, also in seine Geschlossen-Stellung gedrängt ist. Beim Bestromen einer der Spulen
(zum Beispiel 24a') der Elektromagnet-Spulenanordnung 24a wird in der Magnet-Jochanordnung
24b ein wirbelstromarmes Magnetfeld induziert, das die Ankerscheibe 24c mit der Betätigungsstange
22 in Richtung der jeweiligen Schalen-Hälfte 24b' zieht in der sich die bestromte
Spule befindet. Damit bewegt sich das Ventilglied 20a von dem Ventilsitz 20b weg in
seine Offen-Stellung. Beim Bestromen der anderen Spule (zum Beispiel 24a") der Elektromagnet-Spulenanordnung
24a bewegt sich das Ventilglied 20a in die jeweils andere Stellung zu dem Ventilsitz
20b hin in seine Geschlossen-Stellung. Eine am von dem Ventilglied 20a abliegenden
Ende der Betätigungsstange 22 auf diese wirkende Schraubenfeder 40 hält das Ventilglied
20a bei unbestromter Elektromagnet-Spulenanordnung 24a in seiner Geschlossen-Stellung.
[0061] Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, über die Betätigungsstange 22 mit
dem Ventilglied 20a mehrere (zwei oder mehr) Ankerscheiben 24c zu koppeln, auf die
jeweils von einer oder von beiden Seiten eine Spulen-Jochanordnung wirkt. Außerdem
kann die Spulenanordnung 24a zu beiden Seiten der weichmagnetischen Magnet-Ankeranordnung
24c jeweils mehrteilig ausgestaltet sein. Dabei sind jeweils zwei oder mehr Elektromagnet-Spulenanordnungen
24a', 24a" vorgesehen, die im Wesentlichen bündig mit den jeweiligen Stirnflächen
27a, 27b der Schalen-Hälften 24b' und 24b" abschließen. Diese Ausführungsform kann
bei gleichem Bauvolumen eine erhöhte Magnetfeld-Dichte und damit auch eine gesteigert
Ventilglied-Haltekraft und Ventilglied-Betätigungsgeschwindigkeit haben. Durch die
einzelnen Spulen einer auf Seite (oberhalb bzw. unterhalb) der jeweiligen Magnet-Ankeranordnung
24c fließt dabei abwechselnd gegensinnig gerichteter Strom. Das Joch-Eisen zwischen
den einzelnen Spulen 24a einer Seite kann hier durch gegeneinander isolierte Eisenbleche
gebildet sein.
[0062] Die beiden Ausführungsformen sind mit elektrisch ansteuerbaren Betätigungseinrichtungen
24 gezeigt, bei denen eine zentrale Betätigungsstange 22 von einer scheibenförmigen
Magnet-Ankeranordnung 24c bewegt wird. Es ist auch möglich, anstelle der zentralen
Betätigungsstange 22 ein Rohr vorzusehen, an dessen Stirnfläche der Magnet-Anker angeordnet
ist.
[0063] Bei der Ausführungsform des Magnet-Joches bzw. der Magnetspulen gemäß Fig. 4 ist
jeder einzelne Polsteg von einer separaten Wicklung umgeben. Der besseren Übersicht
wegen sind in Fig. 4 nicht alle Polstege mit Elektromagnet-Spulenanordnungen versehen
dargestellt. Dabei sind alle Elektromagnet-Spulenanordnungen 24a' und 24 a" entweder
gegensinnig gewickelt und gleichsinnig bestromt oder bei gleichsinniger Wicklung gegensinnig
bestromt um an gegenüberliegenden Flanken 25a', 25a" der Polstege 25a, 25b jeweils
gegensinnig gerichteten elektrischen Strom vorbeiführen.
[0064] Alternativ dazu ist es auch möglich, die Elektromagnet-Spulenanordnung in der in
Fig. 5 gezeigten Konfiguration auszuführen, bei der eine (oder mehrere) Wicklungen
mäanderförmig in die Ausnehmungen 26a, 26b zwischen die Polstege 25a, 25b der Magnet-Jochanordnung
eingelegt ist (sind). Auch hier wird an gegenüberliegenden Flanken 25a', 25a" jedes
der Polstege 25a, 25b jeweils gegensinnig gerichteter elektrischer Strom vorbeigeführt.
Ersichtlich haben bei allen Ausführungsformen die Polstege 25a, 25b (und auch die
Ausnehmungen 26a, 26) eine zur Mittellängsachse M des Brennstoff-Einspritzventils
im Wesentlichen asymmetrische Gestalt, wobei zumindest eine Elektromagnet-Spulenanordnung
24a', 24 a" nicht-kreisringförmig gestaltete Polstege zumindest teilweise so einschließt,
dass an deren Flanken gegensinnig gerichteter elektrischer Strom vorbeigeführt wird.
[0065] Die in den Fig. 6 und 7 gezeigte Ausführungsform einer Elektromagnet-Spulenanordnung
24a wird mit der mit ihr zusammenwirkenden weichmagnetischen Magnet-Jochanordnung
24b integriert hergestellt. Dazu wird ein Weicheisen enthaltendes, lang gestrecktes
Jochblech 50 beidseitig mit einem Leiterstreifen 52 umgeben, indem dieser um eine
- im späteren, fertigen Zustand innen liegende - Längskante 50' des Jochblechs 50
umgeknickt wird. Neben dem Leiterstreifen 52 wird ein Weicheisen enthaltendes Blechband
54 angeordnet, das genauso dick ist wie der Leiterstreifen 52 und ebenfalls um die
- im fertigen Zustand innen liegende - Längskante 50' des Jochblechs 50 umgeknickt
wird. Das neben dem Leiterstreifen 52 liegende Blechband 54 dient dazu, zusammen mit
dem Abschnitt des Jochbleches 50, an dem es flächig anliegt, - im fertigen Zustand
- den Rücken des Magnetjoches zu bilden. Der Leiterstreifen 52 überragt die - im fertigen
Zustand außen liegende - seitliche Längskante 50" des Jochblechs 50 an beiden Enden
zur elektrischen Kontaktierung. Anschließend wird eine zweite Lage eines ein Weicheisen
enthaltenden, lang gezogenen Jochbleches 56 dagegen gelegt, so dass ein Schichtaufbau
bestehend aus dem erstem Jochblech 50, den Leiterstreifen 52 und dem Blechband 54,
sowie dem zweiten Jochblech 56 entsteht. Dieser Schichtaufbau wird anschließend in
der in Fig. 6 gezeigten Weise spiralförmig zusammengerollt, um das aus einer Spule
und einem Joch bestehende Gesamtgebilde zu erhalten. Nach dem spiralförmigen Zusammenrollen
liegen die ersten und zweiten Jochbleche 50, 56 dicht aneinander an und das Gesamtgebilde
ist ein zylindrischer Wickelkörper. Es versteht sich, dass der Leiterstreifen 52 gegen
die Weicheisen-Teile 50, 54, 56 elektrisch isoliert ist.
[0066] Der in Fig. 1 gezeigte, zur Mittellängsachse M koaxiale Luftspalt zwischen der Magnet-Jochanordnung
24b und der Magnet-Ankeranordnung 24c in der Ruhestellung der Betätigungseinrichtung
24 gebildete Luftspalt ist etwa 10 mal größer als das Rastermaß der Polstege. Dabei
ist das Rastermaß bei dieser Ausführungsform die Querabmessung der Polstege. Bei der
Ausführungsform der Magnet-Jochanordnung 24b nach den Fig. 6, 7 ist das Rastermaß
die Dicke des Jochbleches 40. Es sind auch andere Geometrien der Polstege möglich.
Bestimmend für das Rastermaß sind die kleinsten Strukturen der Polstege, also deren
Längsabmessungen, Querabmessungen, Dicke, etc. welche zu einer feinteiligen Gestalt
der auf den Magnet-Anker wirkenden Pole des Magnetjoches führen. Dieses kleine Rastermaß
führt zu hoher magnetischer Flussdichte und damit zu hohen Anzugs- bzw. Haltekräften
der Ventilanordnung bzw. auch zu einer niedrigen Schaltzeit, da die elektrischen und
magnetischen Verluste bzw. die induzierten Gegenkräfte sehr gering sind.
[0067] In Fig. 8 ist eine weitere Alternative für eine Ausgestaltung der Ankeranordnung
gezeigt. Dabei ist die Ankerscheibe 24c mehrlagig aufgebaut. Zwischen zwei relativ
dünnen - und damit wirbelstromarmen - Weicheisenlagen 24c' ist zur Erhöhung der mechanischen
Stabilität eine Keramiklage 24c" angeordnet und a der Ventilstange 22 befestigt. Es
versteht sich, dass die beiden Weicheisenlagen 24c' entweder vollständige Ankerscheiben
oder in der oben beschriebenen Art ausgenommene Scheiben sein können. Auch können
mehrere derartige Ankeranordnungen entlang der Ventilstange 22 verteilt angeordnet
sein.
[0068] Fig. 9 zeigt Teilansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Magnet-Jochanordnung
24b, bei der jeweils zwei im Wesentlichen halbkreis-scheibenförmige Teiljoche 125a
zu einer Jochscheibe 125 der Magnet-Jochanordnung 24b zusammengefügt sind. Im Zentrum
jeder aus zwei halbkreis-scheibenförmige Teiljochen 125a zusammengesetzten Jochscheibe
125 ist ein halbkreiszylindrische Aussparung 125' (siehe Fig. 10), die eine Lagerbuchse
126 für die Ventilstange 22 aufnimmt. Damit ist jede Jochscheibe aus wenigstens zwei
Weicheisen enthaltenden Teiljochen zusammengesetzt, die eine die Magnet-Ankeranordnung
tragende Betätigungsstange umgeben. Die jeweiligen Teiljoche einer Jochscheibe werden
miteinander verklebt.
[0069] Jede Jochscheibe 125 der Magnet-Jochanordnung - außer den Jochscheiben an den beiden
Enden des Jochscheibenstapels in Fig. 9 - hat an ihren beiden Stirnseiten 128, 130
jeweils einen Polsteg 25a, 25b, der mit der Elektromagnet-Spulenanordnung 24a', 24
a" zusammen auf die Magnet-Ankeranordnung 24c wirkt. Die Magnet-Ankeranordnung 24c
ist dabei durch eine entsprechende Anzahl von an der Ventil-Betätigungsstange 22 angeschweißte
Weicheisenscheiben gebildet, die mit einer Vielzahl von Bohrungen versehen sind, durch
die Brennkraftstoff strömen kann, wenn sich die Magnet-Ankeranordnung 24c zwischen
ihren End-stellungen bewegt.
[0070] Jedes Teiljoch 125a hat an im Bereich seiner äußeren Mantelfläche einen Abstandshalter
130 angeformt, der die Abmessung X des Hohlraumes 28 zwischen den beiden zwei Jochscheiben
125 mitbestimmt. Weiterhin sind im Bereich der äußeren Mantelfläche der Jochscheibe
125 elektrische Verbindungsstücke 132 für die Elektromagnet-Spulenanordnung 24a',
24 a" angeordnet. Damit sind jeweils derselben Seite der Magnet-Ankeranordnungen 24c
zugewandte Elektromagnet-Spulenanordnungen 24a', 24 a" für eine gleichphasige elektrische
Ansteuerung in Reihen- oder Parallelschaltung verbunden.
[0071] Die an der Betätigungsstange 22 angeordneten Magnet-Ankeranordnungen 24c bilden somit
eine Unterbaugruppe, die mit den beiden aus gestapelten und auf Abstand gehaltenen
Teiljochen gebildeten weiteren Unterbaugruppen zusammenzusetzen ist.
[0072] Ein druckfestes Gehäuse umgibt die Betätigungseinrichtung 24und die Ventilanordnung
20, aus dem elektrische Anschlüsse von den elektrischen Verbindungsstücken 132 für
die Elektromagnet-Spulenanordnungen 24a', 24 a" mittels Glasdurchführungen nach außen
herausgeführt sind.
[0073] Die Elektromagnet-Spulenanordnungen 24a', 24 a" sind als Kupfer enthaltende Formteile
gebildet, die mittels Aluminiumoxidbeschichtung oder dergl. elektrisch isoliert sind.
Diese Formteile werden um die Polstege 25a, 25b herum montiert und nach dem Zusammenfügen
der aus einzelnen gestapelten und auf Abstand gehaltenen Teiljochen gebildeten Unterbaugruppe
mit den elektrischen Anschlüssen verbunden. Schließlich werden die Elektromagnet-Spulenanordnungen
24a', 24 a" in den Ausnehmungen der Teiljoche vergossen.
1. Brennstoff-Einspritzventil für Brennstoff-Einspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine
mit
- einem Brennstoff-Einlaß (12) , der dazu eingerichtet ist, Brennstoff in das Brennstoff-Einspritzventil
einströmen zu lassen,
- einer elektrisch ansteuerbaren Betätigungseinrichtung (24) die mit einer Ventilanordnung
(20) zusammenwirkt, um Brennstoff in direkt oder indirekt gesteuerter Weise durch
einen Brennstoff-Auslaß (18) in den Brennraum ausströmen zu lassen, wobei
-- die Betätigungseinrichtung (24) eine zu bestromende Magnet-Spulenanordnung (24a),
eine mit dieser zusammenwirkende im Wesentlichen weichmagnetische Magnet-Jochanordnung
(24b), sowie eine mit dieser zusammenwirkende im Wesentlichen weichmagnetische Magnet-Ankeranordnung
(24c) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Magnet-Jochanordnung (24b) aus wenigstens zwei Jochscheiben (125) gebildet ist,
-- jede Jochscheibe (125) an wenigstens einer ihrer Stirnseiten (127, 129) wenigstens
einen Polsteg (25a, 25b) aufweist, der mit der Elektromagnet-Spulenanordnung (24a',
24 a") zusammen auf die Magnet-Ankeranordnung (24c) wirkt, und
- jede Jochscheibe (125) aus wenigstens zwei Weicheisen enthaltenden Teiljochen (125a)
zusammengesetzt ist, die eine die Magnet-Ankeranordnung (24c) tragende Betätigungsstange
(22) zumindest teilweise umgeben,- die weichmagnetische Magnet-Jochanordnung (24b)
wenigstens zwei zusammengefügte Schalen-Teile (24b', 24b") mit Ausnehmungen (26a,
26b) aufweist, in denen die Elektromagnet-Spulenanordnung (24a', 24 a") aufgenommen
ist, die im Wesentlichen bündig mit der jeweiligen Stirnfläche (27a, 27b) eines der
Schalen-Teile (24b', 24b") abschließt, wobei die Stirnflächen (27a, 27b) den Hohlraum
(28) begrenzen, in dem die Magnet-Ankeranordnung (24c) längs der Mittellängsachse
(M) beweglich aufgenommen ist, und
- dass die Elektromagnet-Spulenanordnung (24a', 24 a") auf wenigstens einer Seite
der weichmagnetischen Magnet-Ankeranordnung (24c) durch mehrere Elektromagnet-SpulenAnordnungen
gebildet ist.
2. Brennstoff-Einspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet dass
- jedes Teiljoch (125a) mit wenigstens einem Abstandshalter (130) zusammenwirkt, der
eine Abmessung eines Hohlraumes (28) zwischen zwei Jochscheiben (125) zumindest mitbestimmt.
3. Brennstoff-Einspritzventil nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet dass
- der oder jeder Abstandshalter (130) im Bereich der äußeren Mantelfläche der Jochscheibe
(125) angeordnet ist.
4. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet dass
- im Bereich der äußeren Mantelfläche der Jochscheibe (125) elektrische Verbindungsstücke
(132) für die Elektromagnet-Spulenanordnung (24a', 24 a") angeordnet sind.
5. Brennstoff-Einspritzventil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet dass
- jeweils derselben Seite der Magnet-Ankeranordnungen (24c) zugewandte Elektromagnet-Spulenanordnungen
(24a', 24 a") für eine gleichphasige elektrische Ansteuerung in Reihen-oder Parallelschaltung
verbunden sind.
6. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Polstege (25a, 25b) eine zur Mittellängsachse (M) des Brennstoff-Einspritzventils
im Wesentlichen asymmetrische Gestalt aufweisen.
7. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Polstege (25a, 25b) eine im Wesentlichen mehreckige, vorzugsweise viereckige
Gestalt haben und nebeneinander unter Bildung von Zwischenräumen zur Aufnahme der
Elektromagnet-Spulenanordnungen (24a', 24 a") angeordnet sind, wobei die Polstege
(25a, 25b) vorzugsweise parallel zueinander angeordnet sind.
8. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet dass
- jedes Teiljoch () aus Kobalt-Eisen-haltigem Material gebildet ist und jeweils wenigstens
einen Polsteg (25a, 25b) aufweist, der von wenigstens einer Elektromagnet-Spulenanordnung
(24a', 24 a") zumindest teilweise umgeben ist.
9. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet dass
- zumindest eine Elektromagnet-Spulenanordnung (24a', 24 a") nicht-kreisringförmig
gestaltete Polstege (25a, 25b) zumindest teilweise einschließt.
10. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Betätigungseinrichtung (24) mehr als eine Baugruppe, gebildet durch die Magnet-Spulenanordnung
(24a), die Magnet-Jochanordnung (24b), und die Magnet-Ankeranordnung (24c) aufweist,
wobei diese Baugruppen gemeinsam gleichsinnig oder gegensinnig auf die Ventilanordnung
(20) wirken.
11. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Betätigungseinrichtung (24) auf ein bewegliches Ventilglied (20a) der Ventilanordnung
(20) einwirkt, um dieses gegenüber einem mit dem Ventilglied (20a) zusammenwirkenden
und stromabwärts zu dem Brennstoff-Einlaß (12) angeordneten ortsfesten Ventilsitz
(20b) zwischen einer Offen-Stellung und einer Geschlossen-Stellung zu bewegen.
12. Brennstoff-Einspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet dass
- die einzelnen Spulen eine Dicke von etwa 20 bis etwa 80 % des zwischen zwei Spulen
vorhandenen Magnetjoch-Eisens haben.
13. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die einzelnen Spulen auf einer Seite der weichmagnetischen Magnet-Ankeranordnung
(24c) dazu eingerichtet sind, gegensinnig bestromt zu werden.
14. Brennstoff Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Magnet-Ankeranordnung (24c) eine weichmagnetische Scheibe mit Ausnehmungen (38),
vorzugsweise radial orientierten, zum Rand (30) der Scheibe reichenden Schlitzen,
Rund- oder Langlöchern gestaltet ist.
15. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Magnet-Ankeranordnung (24c) mehrlagig aufgebaut ist, wobei zwischen zwei Weicheisenlagen
(24c') eine Keramiklage (24c") angeordnet und an der Betätigungsstange (22) befestigt
ist.
16. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Magnet-Ankeranordnung (24c) und das Ventilglied (20a) über die Betätigungsstange
(22) miteinander verbunden sind und durch eine Federanordnung (40) in die Offen-Stellung
oder die Geschlossen-Stellung vorgespannt sind und durch Bestromen der Magnet-Spulenanordnung
(24a) in die Geschlossen-Stellung oder die Offen-Stellung zu bringen sind.
17. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Magnet-Ankeranordnungen (24c) an der Betätigungsstange (22) angeschweißt sind.
18. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die an der Betätigungsstange (22) angeordneten Magnet-Ankeranordnungen (24c) eine
Unterbaugruppe bilden, die mit wenigstens einer aus gestapelten und auf Abstand gehaltenen
Teiljochen (125a) gebildeten weiteren Unterbaugruppe zusammenzusetzen ist.
19. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- ein druckfestes Gehäuse die Betätigungseinrichtung (24) und die Ventilanordnung
(20) umgibt, aus dem elektrische Anschlüsse für die Elektromagnet-Spulenanordnungen
(24a', 24 a") mittels Glasdurchführungen nach außen herausgeführt sind.
20. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Elektromagnet-Spulenanordnungen (24a', 24 a") als Kupfer enthaltende Formteile
gebildet sind, die mittels Keramikbeschichtung, Aluminiumoxidbeschichtung, Elektrophoreselackbeschichtung
oder dergl. elektrisch isoliert sind, um die Polstege (25a, 25b) herum montiert sind
und nach dem Zusammenfügen der aus einzelnen gestapelten und auf Abstand gehaltenen
Teiljochen gebildeten Unterbaugruppe mit den elektrischen Anschlüssen verbunden werden.
21. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- die Elektromagnet-Spulenanordnungen (24a', 24 a") mit den Teiljochen (125a) vergossen
oder verklebt sind.
22. Brennstoff-Einspritzventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
- das Brennstoff-Einspritzventil dazu eingerichtet und dimensioniert ist, in den Brennraum
einer fremdgezündeten Brennkraftmaschine zu ragen.
23. Brennstoff-Einspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Brennstoff-Einspritzventil dazu eingerichtet und dimensioniert ist, in den Brennraum
einer selbstzündenden Brennkraftmaschine zu ragen.
24. Montagevorrichtung zur Fertigung eines Brennstoff-Einspritzventils nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, mit einem Montageblock, der eine der Anzahl der Jochscheiben
(125) des Brennstoff-Einspritzventils entsprechende Anzahl von axial beabstandeten
Aufnahmen aufweist, die so dimensioniert sind, dass die Jochteile (125a) der Jochscheiben
(125) im Wesentlichen spielfrei einzubringen und zu entnehmen sind, wobei die axialen
Abstände (X) der Ausnehmungen im Wesentlichen der axialen Erstreckung des Hohlraums
(28) zwischen zwei benachbarten Jochscheiben (125) entsprechen, und der ein Verschweißen,
Verlöten oder Verkleben von Abstandshaltern (130) mit den Jochteilen erlaubt.
1. Fuel injection valve for fuel injection systems of internal combustion engines, in
particular for injecting fuel directly into a combustion chamber of an internal combustion
engine, said fuel injection valve comprising
- a fuel inlet (12) which is designed to allow fuel to flow into the fuel injection
valve,
- an actuating device (24) which can be electrically activated and cooperates with
a valve arrangement in order to discharge fuel into the combustion chamber in a directly
or indirectly controlled manner via a fuel outlet (18),
- the actuating device (24) having a solenoid arrangement (24a) which is to be energized,
a substantially magnetically soft magnet yoke arrangement (24b) which cooperates therewith,
and a substantially magnetically soft magnet armature arrangement (24c) which cooperates
therewith,
characterized in that the magnet yoke arrangement (24b) is constituted by at least two yoke discs (125),
- at least one of the faces (127, 129) of each yoke disc (125) has at least one pole
web (25a, 25b) which together with the solenoid arrangement (24a', 24a") acts upon
the magnet armature arrangement (24c), and
- each yoke disc (125) is composed of at least two partial yokes (125a) which contain
soft iron and at least partly surround an actuating rod (22) which supports the magnet
armature arrangement (24c),
- the magnetically soft magnet yoke arrangement (24b) has at least two conjoined shell
parts (24b', 24b") with recesses (26a, 26b) in which there is accommodated a respective
solenoid arrangement (24a', 24") which ends substantially flush with the respective
end face (27a, 27b) of one of the shell parts (24b', 24b"), the end faces (27a, 27b)
together delimiting the cavity (28) in which the magnet armature arrangement (24c)
is accommodated so as to be movable along the central longitudinal axis (M) and,
- the solenoid arrangement (24a', 24a") is constituted, on at least one side of the
magnetically soft magnet armature arrangement (24c), by a plurality of solenoid arrangements.
2. Fuel injection valve according to claim 1,
characterized in that
- each partial yoke (125a) cooperates with at least one spacer (130) which at least
concomitantly determines a dimension of a cavity (28) between two yoke discs (125).
3. Fuel injection valve according to claim 2,
characterized in that
- the spacer (130) or each spacer (130) is disposed in the region of the outer circumferential
surface of the yoke disc (125).
4. Fuel injection valve according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
- electrical connecting pieces (132) for the solenoid arrangement (24a', 24a") are
disposed in the region of the outer circumferential surface of the yoke disc (125).
5. Fuel injection valve according to claim 4,
characterized in that
- solenoid arrangements (24a', 24a") facing respectively the same side of the magnet
armature arrangements (24c) are connected for co-phasal electrical activation in series
or parallel connection.
6. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the pole webs (25a, 25b) are of a shape which is substantially asymmetrical in relation
to the central longitudinal axis (M) of the fuel injection valve.
7. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the pole webs (25a, 25b) are of a substantially polygonal, preferably quadrangular
shape, and are disposed next to one another so as to form intermediate spaces for
accommodating the solenoid arrangements (24a', 24a"), the pole webs (25a, 25b) preferably
being disposed in parallel to one another.
8. Fuel injection valve according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that
- each partial yoke (125a) is made of a cobalt-iron-containing material and has at
least one respective pole web (25a, 25b), which is at least partly surrounded by at
least one solenoid arrangement (24a', 24a").
9. Fuel injection valve according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that
- at least one solenoid arrangement (24a', 24a") at least partly encloses pole webs
(25a, 25b) of non-circular shape.
10. Fuel injection valve according to any one of claims 1 to 9,
characterized in that
- the actuating device (24) has more than one assembly, constituted by the solenoid
arrangement (24a), the magnet yoke arrangement (24b), and the magnet armature arrangement
(24c), these assemblies acting jointly upon the valve arrangement (20) in the same
or opposite directions.
11. Fuel injection valve according to any one of claims 1 to 10,
characterized in that
- the actuating device (24) acts upon a movable valve element (20a) of the valve arrangement
(20), in order to move said valve element, in relation to a stationary valve seat
(20b) which cooperates with the valve element (20a) and is disposed downstream from
the fuel inlet (12), between an open position and a closed position.
12. Fuel injection valve according to claim 1,
characterized in that
- the individual coils are of a thickness of approximately 20 to approximately 80
% of the magnet-yoke iron present between two coils.
13. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the individual coils are arranged on one side of the magnetically soft magnet armature
arrangement (24c) to be energized in opposite directions.
14. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the magnet armature arrangement (24c) is designed as a magnetically soft disc with
recesses (38), preferably radially oriented slots or round or oblong holes extending
to the edge (30) of the disc.
15. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the magnet armature arrangement (24c) is of a multilayer structure, a ceramic layer
(24c") being disposed between two soft-iron layers (24c') and being attached to the
actuating rod (22).
16. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the magnet armature arrangement (24c) and the valve element (20a) are connected
to each other via the actuating rod (22), are biased to the open position or the closed
position by a spring arrangement (40), and can be brought into the closed position
or the open position as a result of the solenoid arrangement (24a) being energized.
17. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the magnet armature arrangements (24c) are welded onto the actuating rod (22).
18. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the magnet armature arrangements (24c) disposed on the actuating rod (22) constitute
a sub-assembly which is to be assembled with at least one further sub-assembly constituted
by stacked partial yokes (125a) that are held apart.
19. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- a pressure-proof housing surrounds the actuating device (24) and the valve arrangement
(20), electrical connections for the solenoid arrangements (24a', 24a") being routed
outwards from said housing by means of glass bushings.
20. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the solenoid arrangements (24a', 24a") are realized as copper-containing preforms
which are electrically insulated by means of ceramic coating, aluminium oxide coating,
electrophoretic paint coating or the like; said preforms are mounted around the pole
webs (25a, 25b) and, following joining together of the sub-assembly constituted by
individual stacked partial yokes that are held apart, are connected to the electrical
connections.
21. Fuel injection valve according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the solenoid arrangements (24a', 24a") are embedded in or bonded to the partial
yokes (125a).
22. Fuel injection valve arrangement according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the fuel injection valve is designed and dimensioned to project into the combustion
chamber of an externally ignited internal combustion engine.
23. Fuel injection valve according to any one of claims 1 to 14,
characterized in that
- the fuel injection valve is designed and dimensioned to project into the combustion
chamber of a self-igniting internal combustion engine.
24. Assembly apparatus for producing a fuel injection valve according to any one of the
preceding claims, said apparatus comprising an assembly block which has a number of
receptacles which corresponds to the number of yoke discs (125) of the fuel injection
valve, said receptacles being axially spaced apart and so dimensioned that the yoke
parts (125a) of the yoke discs (125) can be inserted and removed in a substantially
play-free manner, the axial spacings (X) of the recesses corresponding substantially
to the axial extent of the cavity (28) between two adjacent yoke discs (125), and
said assembly block allowing spacers (130) to be welded, soldered or bonded to the
yoke parts.
1. Soupape d'injection de carburant pour systèmes d'injection de carburant pour moteurs
à combustion interne, servant en particulier à injecter directement du carburant dans
une chambre de combustion d'un moteur à combustion interne, comprenant
- une admission de carburant (12) conçue pour faire affluer le carburant dans la soupape
d'injection de carburant,
- un dispositif d'actionnement (24) à commande électrique qui coopère avec un système
de soupape (20) pour faire sortir, par commande directe ou indirecte, le carburant
par une sortie de carburant (18) et l'injecter dans la chambre de combustion,
-- le dispositif d'actionnement (24) présentant un dispositif à enroulement magnétique
(24a) à alimenter en courant électrique, un dispositif de culasse (24b) à magnétisme
pour l'essentiel doux qui coopère avec ledit dispositif à enroulement magnétique,
et un dispositif à induit magnétique (24c) à magnétisme pour l'essentiel doux qui
coopère avec ledit dispositif à enroulement magnétique,
caractérisée en ce que le dispositif à culasse magnétique (24b) est constitué d'au moins deux disques de
culasse (125),
-- chaque disque de culasse (125) présente à au moins une de ses faces frontales (127,
129) au moins un segment polaire (25a, 25b) qui agit conjointement avec le dispositif
à enroulement électromagnétique (24a', 24a") sur le dispositif à induit magnétique
(24c), et
- chaque disque de culasse (125) est constitué d'au moins deux culasses partielles
(125a) contenant du fer doux qui entourent au moins partiellement une tige d'actionnement
(22) portant le dispositif à induit magnétique (24c), - le dispositif à culasse magnétique
(24b) à magnétisme doux présente au moins deux parties de coque (24b', 24b") assemblées
et comportant des évidements (26a, 26b) dans lesquels est logé le dispositif à enroulement
électromagnétique (24a', 24a") qui se termine pour l'essentiel en affleurement avec
la face frontale (27a, 27b) correspondante d'une des parties de la coque (24b', 24b"),
les faces frontales (27a, 27b) délimitant la cavité (28) dans laquelle le dispositif
à induit magnétique (24c) est logé de manière mobile le long de l'axe longitudinal
médian (M), et
- en ce que le dispositif à enroulement électromagnétique (24a', 24a") est formé sur au moins
un côté du dispositif à induit magnétique à magnétisme doux (24c) par plusieurs dispositifs
à enroulement électromagnétique.
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
- chaque culasse partielle (125a) coopère avec au moins un support d'espacement (130)
qui détermine pour le moins une dimension d'une cavité (28) comprise entre deux disques
de culasse (125).
3. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
- le ou chaque support d'espacement (130) est disposé dans la zone de la surface circonférentielle
extérieure du disque de culasse (125).
4. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
- des éléments de connexion électrique (132) pour le dispositif à enroulement électromagnétique
(24a', 24a") sont disposés dans la zone de la surface circonférentielle extérieure
du disque de culasse (125).
5. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
- des dispositifs à enroulement électromagnétique (24a', 24a") tournés respectivement
vers le même côté des dispositifs à induit magnétique (24c) sont reliés en série ou
en parallèle pour une commande électrique en phase.
6. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les segments polaires (25a, 25b) présentent une forme pour l'essentiel asymétrique
vers l'axe longitudinal médian (M) de la soupape d'injection de carburant.
7. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les segments polaires (25a, 25b) présentent une forme pour l'essentiel polygonale,
de préférence rectangulaire, et sont disposés les uns à côté des autres de manière
à former des espaces intermédiaires destinés à recevoir les dispositifs à enroulement
électromagnétique (24a', 24a"), les segments polaires (25a, 25b) étant disposés préférentiellement
parallèlement les uns par rapport aux autres.
8. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
- chaque culasse partielle (125a) est constituée d'une matière contenant du fer et
du cobalt et présente respectivement au moins un segment polaire (25a, 25b), lequel
est entouré pour le moins partiellement par au moins un dispositif à enroulement électromagnétique
(24a', 24a").
9. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
- au moins un dispositif à enroulement électromagnétique (24a', 24a") entoure pour
le moins partiellement des segments polaires (25a, 25b) non conçus en forme d'anneau
de cercle.
10. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
- le dispositif d'actionnement (24) présente plus d'un ensemble constitué par le dispositif
à enroulement électromagnétique (24a), le dispositif à culasse magnétique (24b) et
le dispositif à induit magnétique (24), les ensembles agissant conjointement dans
le même sens ou en sens contraire sur le système de soupape (20).
11. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que
- le dispositif d'actionnement (24) agit sur un obturateur mobile (20a) du système
de soupape (20) pour faire se déplacer ledit obturateur entre une position ouverte
et une position fermée par rapport à un siège de soupape (20b) fixe coopérant avec
l'obturateur de soupape (20a) et disposé en aval de l'admission de carburant (12).
12. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
- les enroulements ont chacun une épaisseur comprise entre environ 20 et environ 80%
du fer de la culasse magnétique logé entre deux enroulements.
13. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
-- les différents enroulements disposés sur un côté du dispositif à induit magnétique
à magnétisme doux (24c) sont conçus pour être alimentés en courant de sens contraire.
14. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- le dispositif à induit magnétique (24c) se présente sous la forme d'un disque à
magnétisme doux comportant des évidements (38), préférentiellement des fentes, des
trous ronds ou des trous oblongs orientés radialement et allant jusqu'au bord (30)
du disque.
15. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- le dispositif à induit magnétique (24c) est réalisé à partir de couches multiples,
une couche céramique (24c") étant disposée entre deux couches de fer doux (24c') et
fixée à la tige d'actionnement (22).
16. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- le dispositif à induit magnétique (24c) et l'obturateur (20a) sont reliés entre
eux par la tige d'actionnement (22) et précontraints par un ensemble ressort (40)
en position ouverte ou en position fermée, et sont amenés en position fermée ou en
position ouverte par alimentation en courant du dispositif à enroulement magnétique
(24a).
17. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les dispositifs à induit magnétique (24c) sont soudés sur la tige d'actionnement
(22).
18. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les dispositifs à induit magnétique (24c) disposés sur la tige d'actionnement (22)
forment un sous-ensemble qui doit être assemblé à au moins un autre sous-ensemble
formé à partir de culasses partielles (125a) empilées et maintenues à distance.
19. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- un carter résistant à la pression, d'où sortent par des traversées de verre des
connexions électriques pour les dispositifs à enroulement magnétique (24a', 24a"),
entoure le dispositif d'actionnement (24) et le système de soupape (20).
20. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les dispositifs à enroulement électromagnétique (24a', 24a") sont réalisés sous
forme de pièces moulées contenant du cuivre qui, montées autour des segments polaires
(25a, 25b), sont électriquement isolées au moyen d'un revêtement céramique, d'un revêtement
d'oxyde d'aluminium, d'une couche de peinture déposée par électrophorèse ou autre
et seront reliés aux connexions électriques après qu'a été monté le sous-ensemble
formé à partir des différentes culasses partielles empilées et maintenues à distance.
21. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les dispositifs à enroulement électromagnétique (24a', 24a") sont coulés ou collés
aux culasses partielles (125a).
22. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- la soupape d'injection de carburant est conçue et dimensionnée pour faire saillie
dans la chambre à combustion d'un moteur à combustion interne à allumage commandé.
23. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- la soupape d'injection de carburant est conçue et dimensionnée pour faire saillie
dans la chambre à combustion d'un moteur à combustion interne à allumage automatique.
24. Dispositif de montage pour la fabrication d'une soupape d'injection de carburant selon
l'une des revendications précédentes, comprenant un bloc de montage qui présente un
nombre de logements axialement espacés identique au nombre de disques de culasse (125)
de la soupape d'injection de carburant, lesquels logements sont dimensionnés de telle
sorte que les parties (125a) des disques de culasse (125) peuvent y être logées et
délogées pour l'essentiel sans jeu, les écarts axiaux (X) des évidements correspondant
pour l'essentiel à l'étendue axiale de la cavité (28) entre deux disques de culasse
(125) voisins, et qui autorise un soudage, un brasage ou un collage des supports d'espacement
(130) aux parties de la culasse.