[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schneegleitbrett, insbesondere Ski gemäß Oberbegriff
Patentanspruch 1 und dabei speziell auf ein Schneegleitbrett mit einer tragenden Schale,
die sich an der Oberseite des Schneegleitbretts sowie zumindest teilweise auch an
Längsseiten des Schneegleitbretts erstreckt und eine 3D-Form aufweist.
[0002] Unter "3D-Form" ist im Sinne der Erfindung ganz allgemein eine Formgebung des Gleitbrettkörpers
bzw. der Schale zu verstehen, die (Formgebung) zusätzlich zu der eigentlichen Schalenform
(mit zwei Schenkeln an jeweils einer Längsseite des Gleitbrettkörpers und mit einem
diese Schenkel verbindenden Jochabschnitt) an der Oberseite des Gleitbrettkörpers
weitere Konturen aufweist, beispielsweise Konturen oder Vorsprünge an der Oberseite
des Gleitbrettkörpers, die sich zumindest über eine Teillänge des Gleitbrettkörpers
erstrecken, beispielsweise auch im mittleren Bereich oder Bindungsbereich eines Skis.
Diese Vorsprünge oder Konturen sind z.B. gestalterische Elemente und/oder dienen zur
Aufnahme von skiseitigen Verbindungs- oder Anschlusselementen für eine Skibindung
oder für Elemente einer Skibindung.
[0003] Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zum Herstellen eines Skis
gemäß Oberbegriff Patentanspruch 8 oder 10.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schneegleitbrett, insbesondere Ski aufzuzeigen,
dessen tragende Schale bei der Möglichkeit einer vereinfachten Fertigung in allen
Abschnitten ihrer 3D-Form eine hohe Festigkeit aufweist. Zur Lösung dieser Aufgabe
ist ein Schneegleitbrett entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Ein Verfahren
zum Herstellen eines Schneegleitbretts ist Gegenstand des Patentanspruchs 8 oder 10.
[0005] Bei der Erfindung ist die tragende Schale in 3D-Form wenigstens zweilagig ausgeführt,
und zwar bestehend aus einer äußeren Oberflächenschicht, für die das bei Schneegleitbrettern
übliche, relativ weiche und leicht verformbare Flach- oder Oberflächenmaterial bestehend
aus einem thermoplastischen Kunststoff, wie z.B. ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol
Copolimerisat), Polyamid oder Polyester verwendet ist, sowie aus der Trägerschicht
aus einem Flach- oder Trägermaterial auf Kunststoffbasis, vorzugsweise aus einem faserverstärkten
(z.B. durch Glas- oder Kohlefasern verstärkten) Kunststoff-Flachmaterial, beispielsweise
aus duroplastischem Kunststoff. Als Trägermaterial wird beispielsweise ein unter der
Bezeichnung IPT oder IPTS erhältliches Flachmaterial verwendet.
[0006] Dieses Trägermaterial ist für eine stärkere Verformung, d.h. für eine Ausbildung
von Kanten bzw. Ecken oder allgemein von Übergängen oder Strukturen mit sehr kleinem
Krümmungsradius durch Verformen nicht geeignet, weist aber eine hohe Festigkeit auf
und kann als Flachmaterial einfach und sauber verarbeitet werden, so dass die Erfindung
insgesamt eine sehr vereinfachte und saubere Fertigung von Schneegleitbrettern mit
einer Schale in 3D-Form und mit hoher Festigkeit ermöglicht.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung bestehen verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich der
weiteren Ausgestaltung, die jeweils einzeln und in beliebigen Kombinationen zur Anwendung
kommen können. So ist es z.B. möglich,
dass die tragende Schale von einem Laminat bestehend aus dem die Oberflächenschicht
bildenden Flach- oder Oberflächenmaterial sowie aus dem die wenigstens eine Trägerschicht
bildenden Flach- oder Trägermaterial gebildet ist,
und/oder
dass das Oberflächenmaterial ein Flachmaterial aus einem thermoplastischen Kunststoff,
beispielsweise aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol Copolimerisat), Polyamid oder
Polyester ist
und/oder
dass das die wenigstens eine Trägerschicht bildende Flach- oder Trägermaterial an
solchen Bereichen oder Übergängen der 3D-Form geschlitzt ist, an denen die 3D-Form
an der Außenfläche des Schneegleitkörpers einen konkaven Verlauf aufweist,
und/oder
dass das die Oberflächenschicht bildende Flach- oder Oberflächenmaterial ein transparenter
Kunststoff ist, und dass die Oberflächenschicht an ihrer innenliegenden Seite farblich
und/oder graphisch gestaltet ist,
und/oder
dass das die wenigstens eine Trägerschicht bildende Flach- oder Trägermaterial ein
faserverstärktes Kunststoff-Flachmaterial, beispielsweise doroplastisches oder thermoplastisches
Kunststoff-Flachmaterial ist, wobei das die wenigstens eine Trägerschicht bildende
Flach- oder Trägermaterial beispielsweise ein unter der Bezeichnung IPT oder IPTS
erhältliches Flachmaterial ist,
und/oder
der Gleitbrettkörper und die Schale an der Gleitbrettoberseite wenigstens zwei, sich
über eine Teillänge des Gleitbrettkörpers erstreckende Vorsprünge aufweist, die zwischen
sich eine muldenartige Vertiefung bildenden,
und/oder
dass das die wenigstens eine Trägerschicht bildende Flach- oder Trägermaterial zumindest
im Bereich des Übergangs zwischen einer Seite des jeweiligen Vorsprungs und dem Boden
der muldenartigen Vertiefung geschlitzt ist,
und/oder
dass sich die Schale auf wenigstens einer Teillänge des Gleitbrettkörpers mit wenigstens
einem Randbereich unmittelbar auf einer Stahlkante des Gleitbrettkörpers abstützt,
und/oder
dass sich die Schale auf wenigstens einer Teillänge des Gleitbrettkörpers mit wenigstens
einem Randbereich auf einer Seitenwange abstützt, die zwischen diesem Randbereich
und einer Stahlkante vorgesehen ist,
und/oder
Adass zumindest ein sich in Gleitbrettlängsrichtung erstreckender und von einem Gurtmaterial,
beispielsweise von einem faserverstärktem Kunststoff und/oder von einem Metall gebildeter
Obergurt vorgesehen ist, wobei vorzugsweise das die Schale bildende Laminat bereits
auch dem Obergurt (9) aufweist,
und/oder
dass die Schlitze in dem die wenigstens eine Trägerschicht bildenden Flach- oder Trägermaterial
jeweils seitlich von dem Obergurt vorgesehen sind,
und/oder
dass der Obergurt im Bereich des Bodens der muldenartigen Vertiefung vorgesehen ist
und eine Breite aufweist, die gleich oder kleiner ist als die Breite dieser Vertiefung
oder des Abstandes der Schlitze in dem die wenigstens eine Trägerschicht bildenden
Flach- oder Trägermaterial an den beiden Seiten der Vertiefung.
[0008] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird
im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel in Form eines Skis näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Darstellung einen Schnitt durch einen sogenannten 3D-Ski gemäß
der Erfindung;
- Fig. 2
- in vergrößerter Detaildarstellung einen Schnitt durch die Schale des Skis der Figur
1 in einem Schalenbereich starker konkaver Krümmung;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine Teillänge des Skis der Figur 1.
[0009] In den Figuren ist 1 Skikörper eines Schalenskis, der als sogenannter 3D-Ski ausgebildet
ist, und zwar mit zwei sich in Skilängsrichtung L über eine Teillänge des Skis erstreckenden
parallelen oder annähernd parallelen Wülsten oder Vorsprüngen 2, die jeweils einer
Längsseite des Skikörpers 1 benachbart zwischen sich eine muldenartige Vertiefung
3 bilden.
[0010] Die tragende Schale 4 des Skis 1 folgt dieser Formgebung des Skikörpers, d.h. sie
weist ebenfalls die 3D-Form auf, und besteht aus einer inneren Trag- oder Trägerschicht
5 sowie aus einer äußeren Oberflächenschicht 6.
[0011] Für die Oberflächenschicht 6 ist das für derartige Schichten übliche Flachmaterial
(Dekor- oder Oberflächenfolie) verwendet, und zwar aus einem thermoplastischen Kunststoff,
wie z.B. ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol Copolimerisat), Polyamid oder Polyester.
Dieses Flachmaterial ist ausreichend flexibel und unter Druck oder durch Pressen bei
der Herstellung des Skis oder der Schale 4 leicht verformbar.
[0012] Für die Trägerschicht 5, die die mechanische Festigkeit der Schale 4 hauptsächlich
bestimmt, ist ein Kunststoff-Flach- oder Trägermaterial verwendet, welches zwar hochbelastbar,
allerdings nur begrenzt verformbar ist, beispielsweise ein faserverstärktes Kunststoff-Flachmaterial,
z.B. aus einem duroplastischen Kunststoff, beispielsweise ein Flachmaterial, welches
unter der Bezeichnung IPT oder IPTS bekannt ist.
[0013] Die Schale 4 reicht bei der dargestellten Ausführungsform mit ihren unteren Rändern
4.1 bis an Stahlkanten 7, die in üblicher Weise an den beiden Längsseiten des Skikörpers
1 vorgesehen sind und zusammen mit dem zwischen den Stahlkanten aufgenommenen Laufflächenbelag
8 die Unterseite oder Lauffläche des Skis bilden.
[0014] Innerhalb des von der Schale 4 begrenzten Raumes sind u.a. die aus einem geeigneten
Material, beispielsweise aus faserverstärktem Kunststoff und/oder aus Metall (z.B.
Titanal) bestehenden Ober- und Untergurte 9 bzw. 10 sowie ein Kern 11 des Skikörpers1
aufgenommen, der bei der dargestellten Ausführungsform von einem geeigneten Kunststoffschaum,
beispielsweise PU-Schaum mit Einlagen 12 aus Holz oder einem anderen geeigneten Material
gebildet ist. Die Oberflächenschicht 6, die Trägerschicht 5 und der Obergurt 9 sind
durch nicht dargestellte Zwischen- oder Klebeschichten mit einander verbunden.
[0015] Für die Fertigung des Skis 1 erfolgt in einem Formwerkzeug oder in einer Formpresse
zunächst die Herstellung der Schale 4 in ihrer 3D-Form. Hierfür werden in den Formraum
dieser Formpresse die die Schale 4 bildenden Komponenten, nämlich die Oberflächenschicht
6 und der Trägerschicht 5 als Flachmaterial eingelegt, und zwar bevorzugt als flaches
Laminat, welches u.a. die Oberflächenschicht 6, die Trägerschicht 5 und vorzugsweise
als weitere Schicht auch bereits den Obergurt 9 aufweist. Nach dem Schließen der Formpresse
erfolgt durch Erhitzen das Formen der Schale 4 in ihrer 3D-Form. Zur Verbindung der
einzelnen Komponenten der Schale 4 und zur Stabilisierung der 3D-Form bis zur weiteren
Verwendung dienen von einem thermoplastischen Kunststoff gebildete Klebeschichten
oder Schichten aus Schmelzkleber, die auf die Komponenten (Trägerschicht 5, Oberflächenschicht
6 und Obergurt 9) aufgebracht oder zwischen diesen vorgesehen sind. Es ist auch möglich,
den Werkstoff für die Trägerschicht 5 so zu wählen, dass beim Formpressen über diesen
Werkstoff (thermoplastischer Kunststoff) die Verbindung zwischen den Komponenten der
Schale 4 und die Formstabilität der Schale4 erreicht werden.
[0016] In einem weiteren Press- oder Formwerkzeug erfolgt dann nach dem Einlegen der vorgefertigten
Schale 4 und der übrigen Komponenten des Skikörpers 1 und nach dem Schließen dieses
Werkzeugs das Ausformen des 3D-Skikörpers unter Verwendung des den Kern 11 bildenden
Kunststoffs durch Verpressen oder Spritzgießen bzw. -formen.
[0017] Um das Formen der Schale 4 trotz der geringen Verformbarkeit des Trägermaterials
5 ohne ein Brechen dieses Materials zu ermöglichen, ist das Trägermaterial 5 dort,
wo beim Formen der 3D-Form der Schale 4 Bereiche oder Übergänge mit sehr kleinem Krümmungsradius
entstehen, geschlitzt. Derartige Bereiche, die in der Figur 1 mit 13 angegeben sind,
sind beispielsweise die Übergänge zwischen den der Vertiefung 3 zugewandten innen
liegenden Seiten der Vorsprünge 2 und dem Boden der Vertiefung 3. Der dort vorgesehene
Schlitz in dem Trägermaterial 5 ist in den Figuren 2 und 3 mit 14 bezeichnet.
[0018] Auch in anderen Bereichen, in denen beim Formen der 3D-Schale 4 scharfe Kanten oder
Übergänge mit kleinem Krümmungsradius erzeugt werden, sind entsprechende Schlitze
vorgesehen, wie dies in der Figur 3 mit 14a angedeutet ist, wobei das Layout für den
flachen Zuschnitt des Trägermaterials 5 aber bevorzugt so ausgeführt ist, dass trotz
der Schlitze 14 und 14a ein zusammenhängender und damit leicht zu verarbeitender Zuschnitt
erhalten ist.
[0019] Unter Berücksichtigung des sich leicht verformenden Oberflächenmaterials 6 wird durch
die Schlitze 14 und 14a auch erreicht, dass sich das aus dem Trägermaterial und dem
Oberflächenmaterial sowie gfs. auch aus dem Obergurt 9 bestehenden Laminat beim Einlegen
in das Formwerkzeug für das Vorformen der Schale 4 an die Formgebung des Innenraumes
dieses Werkzeugs zumindest in Teilbereichen anlegt und sich dadurch im Formwerkzeug
zentriert, so dass durch die Schlitzung des Trägermaterials 5 auch eine wesentliche
Vereinfachung im Herstellungsprozess erreicht ist.
[0020] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch
der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird. So wurde vorstehend
davon ausgegangen, dass sich die Schale 4 unmittelbar an den Stahlkanten 7 abstützt.
Zwischen diesen und dem Rändern 4.1 der Schale 4 können auch Seitenwangen vorgesehen
sein, wie dies in der Figur 1 mit unterbrochenen Linien bei 15 angedeutet ist.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Skikörper
- 2
- Vorsprung
- 3
- Mulde oder muldenartige Vertiefung
- 4
- 3D-Schale
- 5
- Trägermaterial
- 6
- Oberflächenmaterial
- 7
- Stahlkante
- 8
- Laufflächenbelag
- 9
- Obergurt
- 10
- Untergurt
- 11
- Kern
- 12
- Einlage
- 13
- Bereich
- 14, 14a
- Schnitt
- 15
- Seitenwange
- L
- Längserstreckung
1. Schneegleitbrett, insbesondere Ski, mit einem Gleitbrettkörper (1), der an einer Unterseite
eine Lauf- oder Gleitfläche (7, 8) bildet sowie eine tragende Schale (4) aufweist,
die sich an der der Gleitfläche (7, 8) gegenüberliegenden Oberseite des Gleitbrettkörpers
(1) sowie auch zumindest teilweise an Längsseiten des Gleitbrettkörpers (1) erstreckt
und als 3D-Schale mit wenigstens einer Kontur, z.B. Erhebung oder einem Vorsprung
(2) an der Gleitbrettoberseite ausgebildet ist, wobei die Schale (4) aus einer Oberflächenschicht
(6) sowie aus wenigstens einer unter dieser Oberflächenschicht angeordneten Trägerschicht
(5) aus einem Flach- oder Trägermaterial besteht, dadurch gekennzeichnet,
dass das die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildende Flachmaterial zusammen mit der
Oberflächenschicht (6) durch Formpressen in die 3D-Form der Schale (4) verformt ist,
und dass das die Trägerschicht (5) bildende Flach- oder Trägermaterial in stark gekrümmten
Bereichen (13) der 3D-Form geschlitzt ist.
2. Schneegleitbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die tragende Schale (4) von einem Laminat bestehend aus dem die Oberflächenschicht
(6) bildenden Flach- oder Oberflächenmaterial sowie aus dem die wenigstens eine Trägerschicht
(5) bildenden Flach- oder Trägermaterial gebildet ist.
3. Schneegleitbrett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberflächenmaterial ein Flachmaterial aus einem thermoplastischen Kunststoff,
beispielsweise aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol Copolimerisat), Polyamid oder
Polyester ist.
4. Schneegleitbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildende Flach- oder Trägermaterial an
solchen Bereichen oder Übergängen (13) der 3D-Form geschlitzt ist, an denen die 3D-Form
an der Außenfläche des Schneegleitkörpers (1) einen konkaven Verlauf aufweist,
und/oder
dass das die Oberflächenschicht (6) bildende Flach- oder Oberflächenmaterial ein transparenter
Kunststoff ist, und dass die Oberflächenschicht an ihrer innenliegenden Seite farblich
und/oder graphisch gestaltet ist,
und/oder
dass das die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildende Flach- oder Trägermaterial
ein faserverstärktes Kunststoff-Flachmaterial, beispielsweise doroplastisches oder
thermoplastisches Kunststoff-Flachmaterial ist, wobei das die wenigstens eine Trägerschicht
(5) bildende Flach- oder Trägermaterial beispielsweise ein unter der Bezeichnung IPT
oder IPTS erhältliches Flachmaterial ist.
5. Schneegleitbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitbrettkörper (1) und die Schale (4) an der Gleitbrettoberseite wenigstens
zwei, sich über eine Teillänge des Gleitbrettkörpers erstreckende Vorsprünge (2) aufweist,
die zwischen sich eine muldenartige Vertiefung (3) bildenden, und dass das die wenigstens
eine Trägerschicht (5) bildende Flach- oder Trägermaterial zumindest im Bereich des
Übergangs (13) zwischen einer Seite des jeweiligen Vorsprungs (2) und dem Boden der
muldenartigen Vertiefung (3) geschlitzt ist.
6. Schneegleitbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Schale (4) auf wenigstens einer Teillänge des Gleitbrettkörpers (1) mit
wenigstens einem Randbereich (4.1) unmittelbar auf einer Stahlkante (7) des Gleitbrettkörpers
(1) abstützt,
und/oder
dass sich die Schale (4) auf wenigstens einer Teillänge des Gleitbrettkörpers (1) mit
wenigstens einem Randbereich (4.1) auf einer Seitenwange abstützt, die zwischen diesem
Randbereich und einer Stahlkante (7) vorgesehen ist.
7. Schneegleitbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein sich in Gleitbrettlängsrichtung erstreckender und von einem Gurtmaterial,
beispielsweise von einem faserverstärktem Kunststoff und/oder von einem Metall gebildeter
Obergurt (9) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise das die Schale (4) bildende Laminat
bereits auch dem Obergurt (9) aufweist,
und/oder
dass die Schlitze (14, 14a) in dem die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildenden
Flach- oder Trägermaterial jeweils seitlich von dem Obergurt (9) vorgesehen sind,
und/oder
dass der Obergurt (9) im Bereich des Bodens der muldenartigen Vertiefung (3) vorgesehen
ist und eine Breite aufweist, die gleich oder kleiner ist als die Breite dieser Vertiefung
(3) oder des Abstandes der Schlitze (14, 14a) in dem die wenigstens eine Trägerschicht
(5) bildenden Flach- oder Trägermaterial an den beiden Seiten der Vertiefung (3).
8. Verfahren zum Herstellen eines Schneegleitbretts nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem (Verfahren) unter Verwendung wenigstens eines Formwerkzeugs die Schale (4)
mit ihrer 3D-Form geformt und die den Gleitbrettkörper (1) bildenden Komponenten durch
Verpressen und/oder Spritzgießen mit einem Kunststoff zu diesem Gleitbrettkörper (1)
miteinander verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass das die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildende geschlitzten Flach- oder Trägermaterials
mit wenigstens einem Schlitz (14, 14a) an die 3D-Form der Schale (4) formenden Konturen
einer Innenfläche des Formwerkzeugs zentriert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (4) mit ihrer 3D-Form in einem Formwerkzeug vorgefertigt wird.
10. Verfahren zum Herstellen eines Schneegleitbretts nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem (Verfahren) unter Verwendung wenigstens eines Formwerkzeugs die Schale (4)
mit ihrer 3D-Form gebildet und die den Gleitbrettkörper (1) bildenden Komponenten
durch Verpressen und/oder Spritzgießen mit einem Kunststoff zu diesem Gleitbrettkörper
(1) miteinander verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schale (4) mit ihrer 3D-Form in einem Formwerkzeug vorgefertigt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildende geschlitzten Flach- oder Trägermaterials
mit wenigstens einem Schlitz (14, 14a) an die 3D-Form der Schale (4) formenden Konturen
einer Innenfläche des Formwerkzeugs zentriert wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die Oberflächenschicht (6) bildende Flachmaterial und das die wenigstens eine
Trägerschicht (5) bildende Flachmaterial als Laminat in das Formwerkzeug eingebracht
werden,
wobei beispielsweise das Laminat zugleich auch wenigstens eine einen Obergurt (9)
des Schneegleitbrettkörpers (1) bildende Schicht aus wenigstens einem Gurtmaterial
aufweist, und zwar bevorzugt an einer der Oberflächenschicht (6) abgewandten Seite
der wenigstens einen Trägerschicht (5).
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (14, 14a) in dem die wenigstens eine Trägerschicht (5) bildenden Flach-
oder Trägermaterial seitlich von der wenigstens einen den Obergurt (9) bildenden Schicht
vorgesehen sind.