Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Filterung einer Größe
gemäß den Oberbegriffen der jeweiligen unabhängigen Ansprüche.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verfahren ist bspw. aus der
DE 100 24 269 A1 bekannt. Dort wird in einem Kraftfahrzeug eine Fahrerwunschmenge mittels eines Führungsformers
gefiltert. Die Filterung ist derart ausgebildet, dass sich bspw. von einem Pedalgeber
erzeugte schnelle Fahrmengenwunschänderungen (Eingangsgröße) nicht ungedämpft auf
die Kraftstoffzumessung (Ausgangsgröße) auswirken und so die Anregung von Fahrzeuglängsschwingungen
(sog. "Ruckelschwingungen") vermieden wird. Denn der Führungsformer bzw. das darin
enthaltene Filter besitzt wenigstens eine verzögernde Wirkung.
[0003] Die genannte Filterung besitzt prinzipiell den Nachteil, dass bei einer Änderung
der Eingangsgröße ein sog. "Schleppfehler" erzeugt wird, d.h. die Ausgangsgröße folgt
der Eingangsgröße verzögert. Der Schleppfehler wirkt sich bspw. bei der Anwendung
des genannten Filters bei einer Brennkraftmaschine durch ein vermindertes Antriebsmoment
aus, d.h. ein an sich verfügbares Drehmoment kann nicht vollständig abgerufen werden.
[0004] Bei dem in der
DE 100 24 269 A1 beschriebenen Verfahren wird der Schleppfehler dadurch kompensiert, dass am Eingang
eines die verzögernde Wirkung aufweisenden ersten Filters ein Korrekturwert aufgeschaltet
wird, der ausgehend von der Eingangsgröße des ersten Filters, und zwar durch Filterung
mittels eines zweiten Filters, gebildet wird. Zu diesem Zweck wird die Eingangsgröße
nach der Zeit abgeleitet (differenziert) und anschließend mit einem vorgebbaren Wert
gewichtet. Der Wichtungsfaktor wird abhängig vom Übertragungsverhalten des zu korrigierenden
Filters vorgegeben. Die zeitliche Ableitung der Eingangsgröße kann begrenzt werden,
um die Filterwirkung bei sich schnell ändernder Eingangsgröße trotz der genannten
Maßnahmen gegen Schleppfehler beizubehalten.
[0005] Nun weisen die hierin bevorzugt umfassten Kraftstoffzumesseinrichtungen eine sich
zeitlich ändernde Begrenzung der zu einem Zeitpunkt maximal zulässigen Kraftstoffzumessung
auf, welche im Falle von selbstzündenden Brennkraftmaschinen insbesondere durch die
Rauch- bzw. Rußgrenze definiert ist und welche in Brennkraftmaschinen dieses Typs
vermeidet, dass Rußbildung im Abgas entsteht, wenn der Fahrer ein zu hohes (Dreh-)moment
wünscht, bspw. während der Start- bzw. Anfahrphase des Fahrzeugs oder bei einer Volllastbeschleunigung
des zugrunde liegenden Fahrzeugs. Die zeitliche Änderung dieser sog. "innermotorischen
Begrenzung" stellt in den meisten Fällen ein rampenförmiges Profil dar. In einem zeitdiskreten
System stellt sich dies als eine zeitabhängige Stufenfunktion dar. Eine solche Begrenzung
kann bspw. dazu führen, dass in Situationen, in denen eine Leerlaufregelung der Brennkraftmaschine
das gesamte zur Verfügung stehende Moment zugesprochen bekommt, der Fahrer kein Moment
mehr abfordern kann.
[0006] Die genannte Ableitung (Differenzierung) der Eingangsgröße nach der Zeit hat den
Nachteil, dass das im Falle der rampenförmigen Begrenzung der Eingangsgröße, oder
im Falle eines verrauschten Eingangssignals, sich aufgrund der Ableitung prinzipiell
ergebende Einschwingen der gefilterten Größe verhindert, dass der genannte Schleppfehler
völlig verschwindet, da das Ausgangssignal in diesem Fall immer dem Eingangssignal
nacheilt. D.h. es kommt in diesen Fällen zu einer unvollständigen Schleppfehlerkompensation.
[0007] Es ist daher wünschenswert, ein eingangs genanntes Verfahren und eine Vorrichtung
dahingehend zu verbessern, dass trotz der sich ändernden Begrenzung, welche im Falle
der genannten Kraftstoffzumessung bei einer bevorzugt selbstzündenden Brennkraftmaschine
die genannte und nachfolgend noch eingehender beschriebene innermotorische Begrenzung
darstellt, eine möglichst zu jedem Zeitpunkt maximale Ausgangsgröße, d.h. im Falle
einer vorbeschriebenen Kraftstoffzumesseinrichtung ein möglichst maximales Moment,
bereitgestellt wird.
Vorteile der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die jeweiligen Änderungswerte einer genannten
Begrenzung beim Filter unmittelbar mit einzurechnen. Änderungen, insbesondere Erhöhungen,
der Begrenzung werden unmittelbar "durchgereicht" und unterliegen nicht dem genannten
Einschwingverhalten des Filters. Vorzugsweise wird nur dann korrigiert, wenn die Fahrerwunschmenge
begrenzt wird.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorgehensweise bietet den Vorteil, dass genannte Schleppfehler
auch im Falle einer sich ändernden Begrenzung bestmöglich kompensiert werden können.
[0010] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Zeichnung
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend, unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung, anhand
von Ausführungsbeispielen eingehender beschrieben, aus denen sich weitere Merkmale
und Vorteile der Erfindung ergeben.
[0012] In der Zeichnung zeigen im Einzelnen
- Fig. 1
- den prinzipiellen Aufbau einer Kraftstoffzumesseinrichtung mit einem hier betroffenen
Filter gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- ein Blockdiagramm der erfindungsgemäßen Vorgehensweise; und
- Fig. 3
- eine typische Signalkurve zur Illustration der erfindungsgemäßen Vorgehensweise.
Beschreibung von Ausführungsbeispiele
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden am Beispiel eines Kraftstoffmengensignals bei einer
selbstzündenden Brennkraftmaschine beschrieben. Allerdings ist die Erfindung nicht
auf diese Anwendung beschränkt und kann auch bei anderen Signalen, insbesondere bei
Signalen, die bei der Steuerung von Brennkraftmaschinen verwendet werden, eingesetzt
werden. Insbesondere sind das Verfahren und die Vorrichtung geeignet für Signale,
die das abgegebene Moment beeinflussen oder charakterisieren. Solche Signale sind
bspw. Kraftstoffmengensignale, Signale zur Ansteuerung von leistungsbeeinflussenden
Stellern, Mengenwunschsignale, Ausgangssignale eines Fahrpedalgebers oder Drehzahlsignale.
[0014] In der Fig. 1 ist der prinzipielle Aufbau einer in der
DE 100 24 269 A1 offenbarten Kraftstoffzumesseinrichtung einer Brennkraftmaschine dargestellt. Mit
10 ist ein Fahrpedalstellungsgeber und mit 11 ein Drehzahlgeber bezeichnet. Eine Sollwertsteuerung
12 ist mit dem Fahrpedalstellungsgeber 10 und dem Drehzahlgeber 11 verbunden. Das
Ausgangssignal MEW der Sollwertsteuerung 12, welches der Fahrerwunschmenge entspricht,
gelangt über einen Begrenzer 16 zu einem vorliegend mittels der Strichelung funktionell
abgegrenzten Führungsformer 13. Das Drehzahlsignal N des Drehzahlgebers 11 gelangt
zu einem Störgrößenregler 14. Das Ausgangssignal MEF des Führungsformers 13 und das
Ausgangssignal MES des Störgrößenreglers 14 werden in einem Additionspunkt überlagert
und bilden ein Mengensignal MEA, das einer Stelleinrichtung 15 zugeleitet wird. Abhängig
von diesem Signal MEA wird der hier nicht dargestellten Brennkraftmaschine eine entsprechende
Kraftstoffmenge zugemessen.
[0015] Der Führungsformer 13 umfasst ein erstes Filter 100. Die Eingangsgröße MEW des Führungsformers
13 gelangt zum Einen mit positivem Vorzeichen zu einem ersten Verknüpfungspunkt 125
und zum Anderen zu einem zweiten Filter 110. Das Ausgangssignal des ersten Verknüpfungspunktes
125 gelangt zu dem ersten Filter 100. Das Ausgangssignal des zweiten Filters 110 gelangt
über einen Begrenzer 112 zu einem zweiten Verknüpfungspunkt 115, dessen Ausgangssignal
mit positivem Vorzeichen zu dem ersten Verknüpfungspunkt 125 gelangt. Der Begrenzer
16 dient dazu, den Fahrerwunsch innerhalb vorgebbarer Grenzen zu limitieren. An dem
zweiten Eingang des zweiten Verknüpfungspunktes 115 liegt das Ausgangssignal einer
Faktorvorgabe 120 an. Das Ausgangssignal des ersten Filters 100 bildet die Ausgangsgröße
MEF. Ferner sind Realisierungen möglich, bei denen der Führungsformer bzw. das Filter
im Signalfluss vor der Berücksichtigung der innermotorischen Begrenzung angeordnet
ist.
[0016] Das zweite Filter 110 ist als Differenzierer ausgebildet, bspw. als PD- oder DT-Glied.
Die Ausgangsgröße des zweiten Filters 110 wird durch den Begrenzer 112 auf betragsmäßig
höchstzulässige Werte begrenzt, um die Filterwirkung durch den ersten Filter 100 auch
bei schnellen Änderungen der Eingangsgröße MEW zu gewährleisten. Der Begrenzer 112
ist so dimensioniert, dass die Begrenzung bei sich langsam ändernder Eingangsgröße
unwirksam ist und das Filter 110 einen unbeeinflussten Beitrag zur Korrektur der Eingangsgröße
des ersten Filters 100 liefert. Bei langsamen Änderungen der Eingangsgröße besitzt
das zweite Filter 110 einen relativ großen Einfluss auf die gefilterte Größe, wodurch
der Schleppfehler vermieden wird.
[0017] Bei schnellen Änderungen der Eingangsgröße hingegen ist die Begrenzung wirksam, wodurch
der entsprechende Beitrag des zweiten Filters 110 zur Korrektur der Eingangsgröße
des ersten Filters 100 nur gering ist. Bei schnellen Änderungen der Eingangsgröße
besitzt das zweite Filter 110 einen relativ kleinen Einfluss auf die gefilterte Größe.
In diesem Fall besitzt das erste Filter 100 einen großen Einfluss auf die gefilterte
Größe. Im Verknüpfungspunkt 115 wird das Ausgangssignal des zweiten Filters 110 mit
einem vorgebbaren Wichtungsfaktor der Faktorvorgeber 120 gewichtet. Der Wichtungsfaktor
ist abhängig vom Übertragungsverhalten des ersten Filters 100 vorgebbar.
[0018] Anhand der Fig. 2 wird die erfindungsgemäße Vorgehensweise bei der Filterung einer
Eingangsgröße am Beispiel einer Anfahrunterstützung eines Kraftfahrzeugs mit einer
selbstzündenden Brennkraftmaschine beschrieben. Das in der Fig. 2 gezeigte Blockdiagramm
illustriert sowohl den Signalfluss als auch Funktionskomponenten einer entsprechenden
Vorrichtung. Von den von einem innermotorischen Begrenzer 200 vorgegebenen Stellgrenzen
wird an einem ersten Verknüpfungspunkt 207 zunächst der Eingriff eines Leerlaufreglers
205 abgezogen, und zwar nachdem mittels eines ersten Minimumbildners 210 das Minimum
zwischen dem Begrenzungswert des innermotorischen Begrenzers 200 und dem vom Leerlaufregler
205 bereitgestellten Signal gebildet wurde. Die "innermotorische Begrenzung" stellt
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die Rauch- bzw. Rußgrenze der Brennkraftmaschine
dar, welche in den meisten Fällen in einem Motorsteuergerät der Brennkraftmaschine
in Form einer MIN-Funktion realisiert ist. Es versteht sich allerdings, dass die innermotorische
Begrenzung auch jede andere Begrenzung einer Eingangsgröße darstellen kann.
[0019] Das im Signalfluss hinter der ersten Verknüpfung 207 vorliegende Signal steht als
Stellgröße für den Fahrer zur Verfügung, welcher Eingriffe (Fahrerwunsch) mittels
eines Fahrpedalstellers 215 vornimmt. Das hinter dem Verknüpfungspunkt 207 vorliegende
Signal wird zum Einen, gemeinsam mit der Fahrervorgabe 215, einem zweiten Minimumbildner
220 zugeführt. Das am Ausgang von 220 anliegende Signal wird einem Filter 225 zugeführt.
Parallel dazu wird das hinter dem ersten Verknüpfungspunkt 207 anliegende Signal einem
Schleppfehlerkompensationsglied 230 und einem nachgeordneten Wichtungsfaktorvorgeber
235 zugeführt. Die am Ausgang von 220 und 235 jeweils anliegenden Signale werden einem
zweiten Verknüpfungspunkt 237 zugeführt und entsprechend den dort gezeigten Vorzeichen
die Summe der beiden Signale gebildet.
[0020] Das Schleppfehlerkompensationsglied 230 berechnet einen Offset für den Eingang des
Filters 225, so dass sich Änderungen der von dem Begrenzer 200 vorgegebenen Begrenzungswerte
unmittelbar am Ausgang des Filters 225 abbilden. Dies kann z.B. durch eine inverse
Übertragungsfunktion des Filters 225 realisiert werden. Der Wichtungsfaktorvorgeber
235 wichtet den am Ausgang des Schleppfehlerkompensationsglieds 230 anliegenden Offset
vorzugsweise mittels eines applizierten Faktors zwischen 0 und 1. Damit kann eine
Teilkompensation oder vollständige Abschaltung der Schleppfehlerkompensation erreicht
werden. Als Wichtung kann eine Sprungfunktion, eine Rampenfunktion oder auch eine
Funktion höherer Ordnung Anwendung finden.
[0021] Erfindungsgemäß erfolgt eine gewichtete Aufschaltung der Schleppfehlerkompensation
für die von der innermotorischen Begrenzung gelieferten Begrenzungswerte, d.h. die
Schleppfehlerkompensation wirkt ausschließlich auf die Änderungen der von der innermotorischen
Begrenzung 200 gelieferten Stellbereichsgrenze. Die genannte Aufschaltung geschieht
in Abhängigkeit von der Relation der Fahrervorgabe 215 zur Stellbereichsgrenze.
[0022] Mittels der Elemente 230, 235 erfolgt eine "harte" Kompensation der sich ändernden
Stellbereichgrenze, d.h. es wird ein solches Signal an den Führungsformer 200 - 225
bereitgestellt, welches am Ausgang des Führungsformers 200 - 225 ein der jeweiligen
Änderung der Stellbereichgrenze unmittelbar entsprechender Änderungswert, bspw. +10
Nm (siehe hierzu Fig. 3), anliegt.
[0023] Der Filter 225 selbst führt die anhand der Fig. 1 beschriebene Signalverarbeitung
durch und wird daher hier nicht erneut beschrieben. Das am Ausgang des Filters 225
vorliegende Signal wird mit positivem Vorzeichen einem dritten Verknüpfungspunkt 239
zugeführt, dessen zweite Eingangsgröße der Wert des am Ausgang des ersten Minimumbildners
210 anliegenden Signals darstellt. Das hinter dem dritten Verknüpfungspunkt 239 vorliegende
Signal stellt die gefilterte und erfindungsgemäß schleppfehlerkompensierte Ausgangsgröße
dar, welche vorliegend letztlich der Brennkraftmaschine 240 zu Zwecken der eigentlichen
Kraftstoffzumessung zugeführt wird.
[0024] In dem in der Fig. 3 gezeigten Diagramm ist das (Dreh-)Moment M (in der Einheit Nm)
einer Brennkraftmaschine gegenüber der Zeit t (in der Einheit s) aufgetragen. Dargestellt
ist der fiktive Momentenverlauf 300, der sich aufgrund des von dem Fahrpedalsteller
215 bereitgestellten Fahrerwunschsignals unmittelbar (d.h. ohne die beschriebene innermotorische
Begrenzung) ergeben würde sowie der stufenförmige Verlauf des tatsächlich an die Brennkraftmaschine
240 gelieferten Ausgangssignals 305 aufgrund des beschriebenen von der innermotorischen
Begrenzung 200 gelieferten Begrenzungssignals. Das Fahrerwunschmoment 300 weist vorliegend
einen kurzzeitigen Sprung von 0 Nm auf 700 Nm auf. Die innermotorische Begrenzung
bewirkt in diesem Fall, dass das an die Brennkraftmaschine 240 gelieferte Ausgangssignal
bzw. das entsprechende Moment zunächst auf 300 Nm begrenzt wird und sich danach im
Normalfall so lange stufenförmig erhöht, bis das der Fahrerwunschmenge entsprechende
Moment von 700 Nm erreicht wird. Aus der in der Fig. 3 gezeigten Ausschnittvergrößerung
ist zu ersehen, dass die tatsächliche stufenförmige Erhöhung des Moments bspw. in
Schritten von 10 Nm und in Zeitintervallen von 10 ms erfolgt. Es ist jedoch hervorzuheben,
dass es bei der Erfindung auf die genauen Werte dieser Größen nicht ankommt und die
Erfindung somit grundsätzlich auch bei anderen zeitlichen Verläufen eines Begrenzers
anwendbar ist.
1. Verfahren zur Filterung einer Größe, mit wenigstens einem Filtermittel (225) zur Bildung
einer Ausgangsgröße abhängig von einer Eingangsgröße, wobei das wenigstens eine Filtermittel
wenigstens eine verzögernde Wirkung auf die Größe aufweist, sowie mit wenigstens einem
Begrenzermittel (200) zur sich zeitlich ändernden Begrenzung einer Stellbereichsgrenze
der Größe, dadurch gekennzeichnet, dass eine Änderung der sich zeitlich ändernden Begrenzung unmittelbar in die Ausgangsgröße
eingerechnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufschaltung einer Schleppfehlerkompensation (230) für die von dem Begrenzermittel
gelieferten Begrenzungswerte durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Aufschaltung gewichtet erfolgt, vorzugsweise mittels eines Faktors zwischen
0 und 1.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Aufschaltung in Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen einer Vorgabe der
Eingangsgröße zu der Stellbereichsgrenze durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Eingang eines das wenigstens eine Filtermittel aufweisenden Führungsformers (200
- 225) ein Signal bereitgestellt wird, so dass am Ausgang des Führungsformers ein
der jeweiligen Änderung der Stellbereichgrenze entsprechender Änderungswert der Ausgangsgröße
anliegt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Anwendung in einer Kraftstoffzumessung
einer Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Filterung nur dann durchgeführt wird, wenn eine Fahrerwunschmenge begrenzt
wird.
7. Vorrichtung zur Filterung einer Größe, mit wenigstens einem Filtermittel (225) zur
Bildung einer Ausgangsgröße abhängig von einer Eingangsgröße, wobei das wenigstens
eine Filtermittel wenigstens eine verzögernde Wirkung auf die Größe aufweist, sowie
mit wenigstens einem Begrenzermittel (200) zur Begrenzung des Maximalwertes der Größe,
gekennzeichnet durch Mittel (230) zur Schleppfehlerkompensation, mittels derer sich Änderungen der von
dem Begrenzermittel vorgegebenen Begrenzungswerte unmittelbar am Ausgang des Filtermittels
abbilden, und Mittel zur Wichtung eines am Ausgang des Mittels zur Schleppfehlerkompensation
anliegenden Offsets.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Schleppfehlerkompensation einen Offset für den Eingang des Filtermittels
berechnen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung des Offsets für den Eingang des Filtermittels mittels einer inversen
Übertragungsfunktion erfolgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der am Ausgang des Mittels zur Schleppfehlerkompensation anliegende Offset mit einem
Faktors zwischen 0 und 1 gewichtet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Wichtung durch eine Sprungfunktion oder eine Rampenfunktion oder eine
Funktion höherer Ordnung realisiert sind.