[0001] Die Erfindung betrifft ein System zum Bearbeiten eines Kabels mit mindestens zwei
Werkzeugen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei der Kabelverarbeitung ist es üblich, für bestimmte Bearbeitungsschritte Maschinen
zu verwenden, die mit jeweils mindestens zwei Werkzeugen auf ein zu bearbeitendes
Kabel einwirken. Je nach Anwendung werden jeweils verschiedene Arten von Werkzeugen
oder Werkzeuge mit unterschiedlicher Form benötigt. Beim Schneiden oder Abisolieren
eines elektrisch leitenden Kabels werden beispielsweise in der Regel zwei an die Form
und gegebenenfalls an die Struktur des Kabels angepasste Messer in entgegengesetzter
Richtung von gegenüberliegenden Seiten an das zu bearbeitende Kabel gepresst und relativ
zueinander geeignet bewegt, um sowohl den Isolationsmantel und den Leiter des Kabels
oder nur den Isolationsmantel zu durchtrennen. Um ein elektrisch leitendes Kabel mit
einem elektrisch leitenden, mit dem Leiter des Kabels möglichst fest verbundenen Kontakt
zu versehen, wird beispielsweise meist zunächst an einem Ende des Kabels ein Teil
des Isolationsmantels des Kabels entfernt und auf diese Weise ein Abschnitt des Leiters
des Kabels freigelegt. Anschliessend wird das derart abisolierte Ende des Kabels mit
einem vorgeformten Blechteil in Kontakt gebracht und mit geeignet geformten Presswerkzeugen
derart bearbeitet, dass durch eine (unter der Bezeichnung "Crimpen" bekannte) Verformung
des Blechteils eine mechanische Verbindung ("Crimp-verbindung") zwischen dem Blechteil
("Crimp-Kontakt") und dem Kabelende eine mechanische Verbindung ("Crimp-verbindung")
und entsprechend zwischen dem Blechteil und dem freigelegten Teil des Leiters eine
elektrische Verbindung hergestellt wird. Zum Herstellen derartiger Crimpverbindungen
werden in der Regel sogenannte Crimp-Vorrichtungen mit jeweils zwei Werkzeugen verwendet:
einem Amboss-Werkzeug (Unterteil der Crimp-vorrichtung), das wie ein Amboss verwendet
wird und dazu dient, den Crimp-Kontakt und das mit dem Crimp-Kontakt zu verbindende
Kabelende von einer Seite her zu stützen, und einem Stempel-Werkzeug (Oberteil der
Crimp-Vorrichtung), welches dazu dient, den Crimp-Kontakt zusammen mit dem zu verbindenden
Kabelende gegen das Amboss-Werkzeug zu pressen und geeignet zu verformen.
[0003] Zur maschinellen Kabelverarbeitung müssen in der Regel eine Vielzahl verschiedener
Werkzeuge bereitgestellt werden. Um beispielsweise verschieden geformte Crimp-Kontakte
zu verarbeiten, müssen verschiedene Crimp-Werkzeuge mit verschieden geformten Stempel-Werkzeugen
und/oder unterschiedlich geformten Amboss-Werkzeugen zur verfügung stehen. Weiterhin
werden zur Ausführung verschiedener Bearbeitungsschritte wie beispielsweise Schneiden,
Abisolieren oder Crimpen und zur Bearbeitung verschiedener Kabel mit unterschiedlicher
Form oder mit unterschiedlichem Aufbau jeweils verschieden geformte Werkzeuge benötigt.
[0004] Bearbeitungsvorrichtungen zur Bearbeitung von Kabeln werden in der Regel so konzipiert,
dass sie in der Lage sind, Kabel mit unterschiedlicher Form und unterschiedlichem
Aufbau in jeweils mehreren verschiedenen Bearbeitungsschritten zu bearbeiten, wobei
die Werkzeuge der Bearbeitungsvorrichtung austauschbar und durch andere Werkzeuge
ersetzbar sind. Derartige Bearbeitungsvorrichtungen können vor der Ausführung eines
bestimmten Bearbeitungsschritts mit den jeweils für diesen Bearbeitungsschritt geeigneten
Werkzeugen ausgerüstet werden und sind bei Bedarf umrüstbar, falls die Bearbeitungsvorrichtung
nach der Ausführung eines bestimmten Bearbeitungsschritts zur Ausführung eines anderen
Bearbeitungsschritts veranlasst werden soll.
[0005] Zum Stand der Technik gehört beispielsweise eine Bearbeitungsvorrichtung zur Bearbeitung
eines Kabels mit jeweils zwei Werkzeugen, die Bestandteile einer einzigen austauschbaren
Einheit sind. Dies hat den Nachteil, dass die verschiedenen zum Austausch bereitgestellten
Einheiten jeweils relativ gross und schwer sind und ausserdem teilweise Komponenten
umfassen, die bei mehreren mit der Bearbeitungsvorrichtung realisierbaren Bearbeitungsschritten
benötigt werden. Mehrere dieser Einheiten umfassen deshalb dieselben Komponenten.
Die Bereitstellung einer Vielzahl derartiger Einheiten ist deshalb kostspielig.
[0006] Aus
EP 1381124 A1 ist eine Crimp-Presse mit zwei Werkzeugen bekannt, wobei jedes der Werkzeuge jeweils
als ein Wechselteil ausgebildet ist und jedes der Werkzeuge unabhängig von dem anderen
Werkzeug austauschbar ist, Da die Werkzeuge einzeln austauschbar sind und manche Werkzeuge
wegen ihrer Ähnlichkeit leicht verwechselbar sind, ist die Gefahr erhöht, daas bei
einer Umrüstung der Crimp-Presse ein Werkzeug eingebaut wird, das für einen vorgesehenen
Bearbeitungsschritt nicht geeignet ist. Dies bringt mehrere Nachteile mit sich: mehr
Ausschuss bei der Verwendung ungeeigneter Werkzeuge; eine erhöhte Gefahr, Werkzeuge
bei der Ausführung von Bearbeitungsschritten zu beschädigen, für die sie nicht geeignet
sind; längere Ausfallzeiten; mehr Aufwand bei der Verwaltung der verschiedenen bereitzustellenden
Werkzeuge.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu
vermeiden und ein System zum Bearbeiten von Kabeln mit mindestens zwei Werkzeugen
zu realisieren, welches den Austausch der Werkzeuge vereinfacht und eine zuverlässige
Handhabung einer Vielzahl verschiedener Werkzeuge ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Das erfindungsgemässe System zum Bearbeiten eines Kabels umfasst eine erste Menge
von Werkzeugen, eine zweite Menge von Werkzeugen und eine Bearbeitungsvorrichtung
zur Ausführung verschiedener Bearbeitungsschritte zum Bearbeiten eines Kabels mit
mindestens zwei Werkzeugen.
[0010] Es ist dabei vorausgesetzt, dass die Bearbeitungsvorrichtung zur Ausführung eines
bestimmten Bearbeitungsschritts mit einem Werkzeug der ersten Menge und einem Werkzeug
der zweiten Menge bestückt wird, um ein Kabel durch Zusammenwirken der beiden Werkzeuge
bearbeiten zu können. Weiterhin wird angenommen, dass zwei Bearbeitungsschritte dann
als "verschieden" angesehen werden, wenn zu ihrer Ausführung nicht jeweils dieselbe
Kombination aus einem Werkzeug der ersten Menge und einem Werkzeug der zweiten Menge
verwendet wird.
[0011] Die Bearbeitungsvorrichtung umfasst: (a) eine erste Haltevorrichtung, die dazu bestimmt
ist, ein erstes Werkzeug, welches aus der ersten Menge von Werkzeugen ausgewählt ist,
lösbar zu halten, und (b) eine zweite Haltevorrichtung, die dazu bestimmt ist, ein
zweites Werkzeug, welches aus der zweiten Menge von Werkzeugen ausgewählt ist, lösbar
zu halten, wobei das jeweilige erste Werkzeug und das jeweilige zweite Werkzeug mittels
der Haltevorrichtungen derart haltbar sind, dass das erste Werkzeug und das zweite
Werkzeug bei der Ausführung mindestens eines der Hearbeitungsechritte gemeinsam auf
das Kabel einwirken.
[0012] Weiterhin wird vorausgesetzt, dass die Bearbeitungsschritte so konzipiert sind, dass
nicht beliebige Kombinationen von Werkzeugen aus jeweils einem Werkzeug der ersten
Menge und einem Werkzeug der zweiten Menge zum Bearbeiten von Kabeln geeignet sind.
Demgemäss wird angenommen, dass sich die Werkzeuge derart unterscheiden, dass mindestens
ein Werkzeug der ersten Menge ausschliesslich in Kombination mit einem der Werkzeuge
einer vorbestimmten Teilmenge der zweiten Menge zum Bearbeiten von Kabeln geeignet
ist.
[0013] Gemäss der Erfindung ist eine Prüfeinrichtung vorgesehen, welche umfasst: Identifizierungsmittel
zur Identifizierung des ersten Werkzeugs und des zweiten Werkzeugs und eine Überprüfungsvorrichtung
zur Überprüfung, ob die identifizierten Werkzeuge jeweils Werkzeuge sind, die in Kombination
miteinander zum Bearbeiten geeignet sind, wobei der Überprüfungsvorrichtung eine Eignungsinformation,
bestehend zumindest aus Daten zur Spezifikation derjenigen Werkzeuge der zweiten Menge,
welche in Kombination mit dem identifizierten ersten Werkzeug zum Bearbeiten geeignet
sind, zur Verfügung steht und die Überprüfungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, eine
Auswertung der Eignungsinformation für die jeweils identifizierten Werkzeuge durchzuführen
und als Ergebnis der Auswertung eine Information darüber zu ermitteln, ob das identifizierte
zweite Werkzeug in Kombination mit dem identifizierten ersten Werkzeug zum Bearbeiten
geeignet ist.
[0014] Diese Prüfeinrichtung ermöglicht eine automatische Erkennung des aus der ersten Menge
ausgewählten Werkzeugs und des aus der zweiten Menge ausgewählten Werkzeugs und eine
automatische Überprüfung, ob diese beiden Werkzeuge derart aufeinander abgestimmt
sind, dass sie für die Ausführung eines der vorgesehenen Bearbeitungsschritte geeignet
sind. Die Prüfeinrichtung hilft somit zu verhindern, dass die Bearbeitungsvorrichtung
mit Werkzeugen bestückt wird, die nicht zueinander passen.
[0015] Das erfindungsgemässe System hat somit den Vorteil, dass die Werkzeuge einzeln und
unabhängig voneinander ausgetauscht werden können und dass trotzdem durch eine automatische
Kontrolle sichergestellt ist, dass die Bearbeitungsvorrichtung nur mit einer für die
jeweiligen Bearbeitungsschritte geeigneten Kombination von Werkzeugen bestückt wird.
Ein unsachgemässer Einsatz von Werkzeugen kann so vermieden werden.
[0016] Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung sind denkbar.
[0017] In einer Realisierung der Erfindung ist vorgesehen, dass jedes Werkzeug der ersten
Menge und jedes Werkzeug der zweiten Menge jeweils einen Informationsträger umfasst,
welcher Identitäts-Daten zum Identifizieren des jeweiligen Werkzeugs bereitstellt,
und dass die Identifizierungsmittel eine Erfassungsvorrichtung zum Erfassen der jeweiligen
Identitäts-Daten umfasst. Verschiedene Werkzeuge können durch unterschiedliche Identitäts-Daten
gekennzeichnet und somit mittels der Identifizierungsmittel unterschieden werden.
[0018] In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Informationsträger
mindestens eines der Werkzeuge der ersten Menge zusätzlich eine Eignungsinformation
bereitstellt, bestehend aus Daten zur Spezifikation derjenigen Werkzeuge der zweiten
Menge, welche in Kombination mit dem jeweiligen Werkzeug der ersten Menge zum Bearbeiten
geeignet sind. Entsprechend kann der Informationsträger mindestens eines der Werkzeuge
der zweiten Menge zusätzlich eine Eignungainformation enthalten, bestehend aus Daten
zur Spezifikation derjenigen Werkzeuge der ersten Menge, welche in Kombination mit
dem jeweiligen Werkzeug der zweiten Menge zum Bearbeiten geeignet sind. Die Eignuzrgeinformativn
eines Werkzeugs kann beispielsweise jeweils aus den Identitäts-Daten derjenigen anderen
Werkzeuge bestehen, die in Kombination mit diesem Werkzeug zum Bearbeiten geeignet
sind. Von der Überprüfungsvorrichtung müssen lediglich die erfassten Identitäts-Daten
und jeweiligen Eignungsinformationen ausgewertet werden. Dies ist mit wenig Aufwand
möglich, zumal von der Überprüfungsvorrichtung jeweils Informationen, die mittels
der Informationsträger der identifizierten Werkzeuge bereitgestellt werden, lediglich
verglichen werden müssen. Diese Ausführungsform hat deshalb den Vorteil, dass die
Überprüfungsvorrichtung mit besonders einfachen Mitteln realisiert werden kann.
[0019] Ein alternativer Ansatz führt zu einer anderen Ausführungsform, bei welcher die Prüfeinrichtung
einen Datenspeicher umfasst, dem die Identitäts-Daten der Werkzeuge der ersten und
der zweiten Menge entnehmbar sind und der für jedes Werkzeug der ersten Menge eine
Eignungsinformation bereitstellt, bestehend aus Daten zur Spezifikation derjenigen
Werkzeuge der zweiten Menge, welche in Kombination mit dem jeweiligen Werkzeug der
ersten Menge zum Bearbeiten geeignet sind. Diese Variante hat den Vorteil, dass alle
wesentlichen Daten, insbesondere die Eignungsinformationen, an einer einzigen zentralen
Stelle zusammengefasst und ständig verfügbar sind. Dies hat u. a. den Vorteil, dass
diese Daten mit wenig Aufwand geändert werden können, beispielsweise dann, wenn der
Bestand an Werkzeugen erweitert werden soll, um eine Realisierung weiterer Bearbeitungsschritte
zu ermöglichen (z. B. bei einer Modernisierung der Bearbeitungsvorrichtung).
[0020] Die Prüfeinrichtung kann dazu verwendet werden, die Bearbeitungavorrichtung zu überwachen
oder zu steuern. Die Überprüfungsvorrichtung kann beispielsweise einen Prozessor umfassen,
mit welchem die bereitgestellte Eignungsinformation für die jeweils identifizierten
Werkzeuge auswertbar ist und mit welchem ein oder mehrere Steuersignale erzeugbar
sind, abhängig davon, ob die identifizierten Werkzeuge gemäss der bereitgestellten
Eignungsinformation in Kombination miteinander zum Bearbeiten geeignet bzw. nicht
geeignet sind. Derartige Steuersignale können beispielsweise genutzt werden, um den
Betrieb der Bearbeitungsvorrichtung freizugeben oder zu blockieren, abhängig davon,
ob für einen bestimmten Bearbeitungsschritt geeignete Werkzeuge ausgewählt und identifiziert
wurden oder nicht. Weiterhin kann eine Übermittlung von Resultaten, die der Prozessor
bei einer Auswertung der Eignungsinformation ermittelt, veranlasst werden, z. B. an
ein Anzeigegerät oder an eine Überwachungszentrale.
[0021] Für den Ort, an dem die Prüfeinrichtung installiert werden kann, bestehen keine Einschränkungen.
Die Prüfeinrichtung kann beispielsweise an der Bearbeitungsvorrichtung angeordnet
oder in die Bearbeitungsvorrichtung integriert sein, beispielsweise derart, dass die
Überprüfung des ersten und des zweiten Werkzeugs durchführbar ist, wenn das erste
Werkzeug von der ersten Haltevorrichtung gehalten ist und das zweite Werkzeug von
der zweiten Haltevorrichtung gehalten ist oder bereits während des Einbaus der Werkzeuge
in die Bearbeitungsvorrichtung. Alternativ kann die Prüfeinrichtung auch separat von
der Bearbeitungsvorrichtung angeordnet sein und betrieben werden. Die Prüfeinrichtung
kann beispielsweise an einem von der Bearbeitungsvorrichtung entfernten Ort, an dem
die für den Einsatz in der Bearbeitungsvorrichtung bestimmten werkzeuge gelagert sind,
angeordnet sein. Dies ermöglicht es, die Überprüfung der Werkzeuge in der Nähe ihres
Lagerplatzes vorzunehmen, bevor ein Transport der Werkzeuge zur Bearbeitungsvorrichtung
bzw. ein Einbau der Werkzeuge in die Bearbeitungsvorrichtung stattgefunden hat.
[0022] Im Folgenden werden weitere Einzelheiten und insbesondere vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung erläutert anhand schematischer Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine Bearbeitungsvorrichtung zum Bearbeiten eines Kabels, mit zwei Werkzeugen, welche
jeweils in eine Haltevorrichtung eingesetzt sind;
- Fig. 2:
- ein Teil der Bearbeitungsvorrichtung gemäss Fig. 1, aus einer anderen Perspektive
und vergrössert dargestellt;
- Fig. 3:
- die Bearbeitungsvorrichtung gemäss Fig. 2, wobei die beiden Werkzeuge von der jeweiligen
Haltevorrichtung separiert sind;
- Fig. 4:
- die Bearbeitungsvorrichtung gemäss Fig. 3, jedoch aus einer anderen Perspektive dargestellt;
- Fig. 5:
- eine schematische Darstellung einer Prüfeinrichtung gemäss der Erfindung.
[0023] Die Fig. 1-5 stellen einen Teil eines Systems 1 zum Bearbeiten von Kabeln dar, welches
System umfasst: (i) eine Bearbeitungsvorrichtung 10 zur Ausführung verschiedener Bearbeitungsschritte
zum Bearbeiten von Kabeln mit jeweils zwei Werkzeugen, (ii) eine erste Menge von Werkzeugen
und (iii) eine zweite Menge von Werkzeugen. Die Werkzeuge sind jeweils Wechselteile,
wobei vorausgesetzt ist, dass zur Ausführung eines bestimmten Bearbeitungsschritts
jeweils ein geeignetes erstes Werkzeug aus der ersten Menge ausgewählt und in eine
erste Haltevorrichtung 15 eingesetzt werden muss und ein geeignetes zweites Werkzeug
aus der zweiten Menge ausgewählt und in eine zweite Haltevorrichtung 16 eingesetzt
werden muss. Die beiden Werkzeuge werden nach dem Einsetzen in die jeweiligen Haltevorrichtungen
15 oder 16 jeweils lösbar gehalten, derart, dass das erste Werkzeug und das zweite
Werkzeug bei der Ausführung mindestens eines der Bearbeitungsschritte gemeinsam auf
das zu bearbeitende Kabel einwirken.
[0024] Um die Grundzüge der Erfindung zu erläutern, wird in Fig. 1-5 beispielhaft das Crimpen
von Crimp-Kontakten 26 an Enden von Abschnitten eines Kabels 5 gezeigt. Im vorliegenden
Fall wird als das erste Werkzeug ein Amboss-Werkzeug 30(i) entsprechend der Form des
Kabels und/oder der Form der Crimp-Kontakte 26 aus der ersten Menge ausgewählt, in
eine Nut 15.1 in der ersten Haltevorrichtung 15 eingesetzt und mittels eines Rastmechanismus
15.2 lösbar gehalten (wie in Fig. 1-4 dargestellt). Entsprechend der Form des Kabels
5 und/oder der Form der Crimp-Kontakte 26 wird als das zweite Werkzeug ein Stempel-Werkzeug
35(j) aus der zweiten Menge ausgewählt, in eine Nut 16.1 in der zweiten Haltevorrichtung
16 eingesetzt und lösbar gehalten (wie in Fig. 1-4 dargestellt). Die obigen Indizes
i und j symbolisieren hier eine spezifische Auswahl eines ersten Werkzeugs aus der
ersten Menge und eines zweiten Werkzeugs aus der zweiten Menge.
[0025] Die Bearbeitungsvorrichtung 10 hat eine tragende Struktur, die aus einer Grundplatte
11 und Seitenplatten 12 gebildet ist. Die erste Haltevorrichtung 15 ist starr mit
der Grundplatte 11 verbunden. Das Amboss-Werkzeug 30(i) ist demnach nicht beweglich,
wenn es in die erste Haltevorrichtung 15 eingesetzt ist. Die zweite Haltevorrichtung
16 hingegen ist an einem Schlitten 17 befestigt, welcher in vertikaler Richtung längs
Führungen 18 mittels eines Elektromotors 19 bewegbar ist. Um den Schlitten 17 bewegen
zu können, ist der Elektromotor 19 über ein Getriebe 20 und einen von einem Gehäuse
21 umgebenen Exzenter (nicht dargestellt) an den Schlitten 17 gekoppelt und über ein
Kabel 19.1 mit einer Energieversorgungseinheit (nicht dargestellt) und ein Kabel 19.2
mit einer Steuerung (nicht dargestellt) verbunden. Das Stempel-Werkzeug 35(j) ist
demnach in der vertikalen Richtung gesteuert bewegbar.
[0026] Um einen Crimp-Kontakt 26 mit einem (abisoliertem) Ende des Kabels 5 zu verbinden,
wird zunächst ein Gurt 25, der einen Vorrat von Crimp-Kontakten 26 trägt, in Richtung
des Pfeils 25.1 transportiert, bis ein Crimp-Kontakt 26 eine Auflagefläche auf der
Oberseite des Amboss-Werkzeugs 30(i) erreicht und mittels eines Messers vom Gurt 25
getrennt wird. Ein (abisoliertes) Ende des Kabels 5 wird über diesem Crimp-Kontakt
26 in Position gebracht. Um schliesslich eine Crimp-Verbindung zwischen diesem Crimp-Kontakt
26 und dem Ende des Kabels 5 herzustellen, wird das Stempel-Werkzeug 35(j) durch Ansteuern
des Elektromotors 19 gesenkt und der Crimp-Kontakt 26 mit Hilfe des Stempels 35.1
des Stempelwerkzeugs 35(j) plastisch deformiert.
[0027] Die Form des Stempels 35.1 ist präzise an die Form des Crimp-Kontakts 26 angepasst.
Soll anstelle des dargestellten Crimp-Kontakts 26 ein eine andere Form aufweisender
Crimp-Kontakt an ein Ende des Kabels 5 gecrimpt werden, dann kann es beispielsweise
möglich sein, dass das Amboss-Werkzeug 30(i) weiterhin verwendet werden könnte, in
der Regel wird es aber nötig sein, das hier dargestellte Stempel-Werkzeug 35(j) durch
ein anderes Werkzeug zu ersetzten.
[0028] Um sicherzustellen, dass die erste Haltevorrichtung 15 bzw. die zweite Haltevorrichtung
16 nur mit solchen Werkzeugen der ersten Menge bzw. der zweiten Menge bestückt werden,
die in Kombination miteinander zur Ausführung eines bestimmen Bearbeitungsschritts
geeignet sind, weisen alle Werkzeuge der ersten Menge und der zweiten Menge jeweils
einen Informationsträger auf, welcher zumindest Identitäts-Daten bereitstellt, d.h.
Daten, die das jeweilige Werkzeug identifizieren.
[0029] Das erste Werkzeug 30(i) weist beispielsweise den Informationsträger 30.2 auf (siehe
Fig. 4) und das zweite Werkzeug 35(j) ist mit dem Informationsträger 35.2 ausgestattet.
[0030] Durch Erfassen der von den Informationsträgern bereitgestellten Daten können die
jeweiligen Werkzeuge identifiziert werden. Die Figur 4 zeigt beispielsweise eine Erfassungsvorrichtung
46.1, welche in der ersten Haltevorrichtung 15 angeordnet ist und dazu dient, die
vom Informationsträger 30.2 bereitgestellten Daten mit messtechnischen Mitteln zu
erfassen und in Empfang zu nehmen. Die Figuren 3 und 4 zeigen weiterhin eine Erfassungsvorrichtung
46.2, welche an der zweiten Haltevorrichtung 16 angeordnet ist und dazu dient, die
vom Informationsträger 35.2 bereitgestellten Daten zu erfassen und in Empfang zu nehmen
(siehe insbesondere Fig. 4).
[0031] Fig. 5 stellt schematisch eine Variante einer erfindungsgemässen Prüfeinrichtung
40 dar. Diese umfasst Identifizierungsmittel 45 für das erste Werkzeug (im vorliegenden
Beispiel 30(i)) und das zweite Werkzeug (im vorliegenden Beispiel 35(j)) und eine
Überprüfungsvorrichtung 50, welche einerseits direkt mit den Identifizierungsmitteln
45 und über eine Kommunikationsschnittstelle 51 mit einem Datenspeicher 55 kommuniziert.
Die Identifizierungsmittel 45 umfassen die Erfassungsvorrichtungen 46.1 und 46.2,
eine Lesevorrichtung 47.1 zum Lesen der von der Erfassungsvorrichtung 46.1 in Empfang
genommenen Daten und eine Lesevorrichtung 47.2 zum Lesen der von der Erfassungsvorrichtung
46.2 in Empfang genommenen Daten. Die Lesevorrichtungen 47.1 bzw. 47.2 entnehmen den
von den Erfassungsvorrichtungen 46.1 bzw. 46.2 in Empfang genommenen Daten die jeweiligen
Identitäts-Daten des ersten Werkzeugs 30(i) bzw. 35(j) und führen somit eine Identifikation
dieser Werkzeuge herbei. Im Datenspeicher 55 sind für jedes Werkzeug der ersten Menge
eine Eignungsinformation bereitstellt, bestehend aus Daten zur Spezifikation derjenigen
Werkzeuge der zweiten Menge, welche in Kombination mit dem jeweiligen Werkzeug der
ersten Menge zum Bearbeiten geeignet sind.
[0032] Die Überprüfungsvorrichtung 50 umfasst einen Prozessor, der die im Datenspeicher
55 bereitgestellte Eignungsinformation für die jeweils identifizierten Werkzeuge auswertet.
Auf diese Weise ermittelt die Überprüfungsvorrichtung 50, ob die identifizierten Werkzeuge
jeweils Werkzeuge sind, die in Kombination miteinander zum Bearbeiten geeignet sind.
[0033] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Überprüfungsvorrichtung jeweils geeignete Steuersignale
erzeugt, abhängig davon, ob die identifizierten Werkzeuge gemäss der bereitgestellten
Eignungsinformation in Kombination miteinander zum Bearbeiten geeignet sind oder zum
Bearbeiten nicht geeignet sind.
[0034] In den Beispielen gemäss Fig. 1-5 ist jeder Informationsträger (beispielsweise die
Informationsträger 30.2 und 35.2) als RFID-Transponder mit einem Datenspeicher für
die jeweiligen Daten ausgebildet. Entsprechend ist vorgesehen, die Identifizierungsmittel
45 auf der Basis von RFID-Receiver zu konzipieren, welche zu einer Kommunikation mit
den jeweiligen RFID-Transpondern und/oder zum Erfassen der jeweiligen Daten ausgebildet
ist. Demgemäss kann jede der Erfassungsvorrichtungen 46.1 und 46.2 als Antenne eines
RFID-Receiver realisiert werden.
[0035] Allerdings kann eine erfindungsgemässe Prüfeinrichtung auch auf der Grundlage anderer
Technologien, die für Datenerfassung und/oder Datenübermittlung geeignet sind, realisiert
werden. Die Funktionen der Informationsträger 30.2 bzw. 35.2 können beispielsweise
auch mit entsprechenden Informationsträgern verwirklicht werden, die die jeweiligen
Daten in einer mit optischen oder magnetischen oder mechanischen Mitteln lesbaren
Form bereitstellen. Die Identifizierungsmittel müssen dann lediglich entsprechende,
zum Lesen der jeweiligen Daten geeignete Mittel umfasst.
[0036] Die Prüfeinrichtung 40 gemäss Fig. 5 kann vereinfacht werden, wenn der Informationsträger
mindestens eines der Werkzeuge der ersten Menge zusätzlich eine Eignungsinformation
bereitstellt, bestehend aus Daten zur Spezifikation derjenigen Werkzeuge der zweiten
Menge, welche in Kombination mit dem jeweiligen Werkzeug der ersten Menge zum Bearbeiten
geeignet sind. In diesem Fall kann auf den Datenspeicher 55 und die Kommunikationsschnittstelle
verzichtet werden, zumal alle relevanten Daten auf den Informationsträgern der Werkzeuge
abgelegt sind.
[0037] Generell ist es von Vorteil, die Informationsträger der Werkzeuge mit Datenspeichern
auszurüsten, deren Datenbestand beliebig geändert werden kann. In diesem Fall können
die Inhalte der Informationsträger angepasst werden, falls Änderungen an der Bearbeitungsvorrichtung
vorgenommen werden oder der Bestand an Werkzeugen, die für den Betrieb der Bearbeitungsvorrichtung
zur Verfügung stehen, erweitert bzw. verändert werden soll. Weiterhin können auch
Betriebsparameter der Bearbeitungsvorrichtung auf den Informationsträgern abgespeichert
werden, beispielsweise die Benutzungsdauer der jeweiligen Werkzeuge.
1. System (1) zum Bearbeiten eines Kabels (5), umfassend; eine erste Menge von Werkzeugen
(30(i)), eine zweite Menge von Werkzeugen (35(j)) und
eine Bearbeitungsvorrichtung (10) zur Ausführung verschiedener Bearbeitungsschritte
zum Bearbeiten eines Kabels (5) mit mindestens zwei Werkzeugen (30(i), 35(j)), wobei
die Bearbeitungsvorrichtung (10) umfasst:
eine erste Haltevorrichtung (15), die dazu bestimmt ist, ein erstes Werkzeug (30(i)),
welches aus der ersten Menge von Werkzeugen ausgewählt ist, lösbar zu halten,
eine zweite Haltevorrichtung (16), die dazu bestimmt ist, ein zweites Werkzeug (35(j)),
welches aus der zweiten Menge von Werkzeugen ausgewählt ist, lösbar zu halten,
wobei das jeweilige erste Werkzeug (30(i)) und das jeweilige zweite Werkzeug (35(j))
derart haltbar sind, dass das erste Werkzeug und das zweite Werkzeug bei der Ausführung
mindestens eines der Bearbeitungsschritte gemeinsam auf das Kabel (5) einwirken,
und wobei mindestens ein Werkzeug der ersten Menge ausschliesslich in Kombination
mit einem der Werkzeuge einer vorbestimmten Teilmenge der zweiten Menge zum Bearbeiten
des Kabels geeignet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Prüfeinrichtung (40) vorgesehen ist, welche umfasst:
Identifizierungsmittel (45) zum Identifizieren des ersten Werkzeugs (30(i)) und des
zweiten Werkzeugs (35(j)) und
eine Überprüfungsvorrichtung (50) zur Überprüfung, ob die identifizierten Werkzeuge
(30(i), 35(j)) jeweils Werkzeuge sind, die in Kombination miteinander zum Bearbeiten
geeignet sind,
wobei der Überprüfungsvorrichtung (50) eine Eignungsinformation, bestehend zumindest
aus Daten zur Spezifikation derjenigen Werkzeuge (35(j)) der zweiten Menge, welche
in Kombination mit dem identifizierten ersten Werkzeug (30(i)) zum Bearbeiten geeignet
sind, zur Verfügung steht
und die Öberprüfungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, eine Auswertung der Eignungsinformation
für die jeweils identifizierten Werkzeuge (30(i), 35(j)) durchzuführen und als Ergebnis
der Auswertung eine Information darüber zu ermitteln, ob das identifizierte zweite
Werkzeug (35(j)) in Kombination mit dem identifizierten ersten Werkzeug (30(i)) zum
Bearbeiten geeignet ist.
2. System gemäss Anspruch 1, wobei
das jeweilige erste und das jeweilige zweite Werkzeug (30(i), 35(j))
dazu ausgebildet sind, das Kabel zu schneiden oder einen Mantel des Kabels ganz oder
teilweise zu entfernen oder eine Crimpverbindung zwischen einem Crimpkontakt (26)
und einem Ende eines elektrischen Leiters und/oder einem Mantel des zu bearbeitenden
Kabels (5) herzustellen.
3. System gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei
jedes Werkzeug (30(i)) der ersten Menge und jedes Werkzeug (35(j)) der zweiten Menge
jeweils einen Informationsträger (30.2, 35.2) umfasst, welcher Identitäts-Daten zur
Kennzeichnung des jeweiligen Werkzeugs (30(i), 35(j)) bereitstellt,
und wobei die Identifizierungsmittel (45) eine Erfassungsvorrichtung (46.1, 46.2)
zum Erfassen der jeweiligen Identitäts-Daten umfasst.
4. System gemäss Anspruch 3, wobei
der Informationsträger (30.2, 35.2) mindestens eines der Werkzeuge (30(i)) der ersten
Menge zusätzlich die Eignungsinformation bereitstellt, bestehend aus Daten zur Spezifikation
derjenigen Werkzeuge (35(j)) der zweiten Menge, welche in Kombination mit dem jeweiligen
Werkzeug der ersten Menge zum Bearbeiten geeignet sind.
5. System gemäss Anspruch 3, wobei die Prüfeinrichtung (40) einen Datenspeicher (55)
umfasst, welchem die Identitäts-Daten der Werkzeuge (30(i), 35(j)) der ersten und
der zweiten Menge entnehmbar sind und der für jedes Werkzeug der ersten Menge die
Eignungsinformation bereitstellt, bestehend aus Daten zur Spezifikation derjenigen
Werkzeuge der zweiten Menge, welche in Kombination mit dem jeweiligen Werkzeug der
ersten Menge zum Bearbeiten geeignet sind.
6. System gemäss Anspruch 4 oder 5, wobei die Überprüfungsvorrichtung (50) einen Prozessor
umfasst, mit welchem die Eignungsinformation für die jeweils identifizierten Werkzeuge
auswertbar ist und mit welchem ein Steuersignal erzeugbar ist, falls die identifizierten
Werkzeuge (30(i), 35(j)) gemäss der bereitgestellten Eignungsinformation in Kombination
miteinander nicht zum Bearbeiten geeignet sind.
7. System nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei jeder Informationäträger (30.2, 35.2)
als RFID-Transponder mit einem Datenspeicher für die jeweiligen Daten ausgebildet
ist und die Identifizierungemittel (45) einen RFID-Receiver (46.1, 47.1; 46.2, 47.2)
umfassen, welcher zu einer Kommunikation mit den jeweiligen RFID-Transpondern und/oder
zum Erfassen der jeweiligen Daten ausgebildet ist.
8. System nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei jeder Informationsträger (30.2, 35.2)
die jeweiligen Daten in einer mit optischen oder magnetischen oder mechanischen Mitteln
lesbaren Form bereitstellt und die Identifizierungsmittel (45) entsprechende, zum
Lesen der jeweiligen Daten geeignete Mittel umfasst.
9. System nach einem der Ansprüche 1-8, wobei die Prüfeinrichtung (40) an der Bearbeitungsvorrichtung
(10) angeordnet oder in die Bearbeitungsvorrichtung (10) integriert ist, wobei die
Überprüfungsvorrichtung (50) derart angeordnet ist, dass die Überprüfung des ersten
und des zweiten Werkzeugs durchführbar ist, wenn das erste Werkzeug (30(i)) von der
ersten Haltevorrichtung (15) gehalten ist und das zweite Werkzeug (35(j)) von der
zweiten Haltevorrichtung (16) gehalten ist.
1. A system (1) for processing a cable (5), comprising:
a first set of tools (30(i)), a second set of tools (35(j)) and
a processing device (10) for carrying out different processing steps in order to process
a cable (5) with at least two tools (30(i), 35(j)),
wherein the processing device (10) comprises:
a first holding device (15) that is designed for detachably holding a first tool (30(i))
selected from the first set of tools,
a second holding device (16) that is designed for detachably holding a second tool
(35(j)) selected from the second set of tools,
wherein the respective first tool (30(i)) and the respective second tool (35(j)) can
be held in such a way that the first tool and the second tool jointly act upon the
cable (5) while at least one of the processing steps is carried out,
and wherein at least one tool of the first set is only suitable for processing the
cable in combination with one of the tools of a predetermined subset of the second
set,
characterized in that
a test device (40) is provided that comprises:
identification means (45) for identifying the first tool (30(i)) and the second tool
(35(j)) and
a verification device (50) for verifying that the identified tools (30(i), 35(j))
respectively consist of tools that are suitable for carrying out the processing in
combination with one another,
wherein the verification device (50) has access to suitability information that consists
at least of data for specifying the tools (35(j)) of the second set that are suitable
for carrying out the processing in combination with the identified first tool (30(i)),
and
wherein the verification device is designed for carrying out an evaluation of the
suitability information for the respectively identified tools (30(i), 35(j)) and for
determining information on whether the identified second tool (35(j)) is suitable
for carrying out the processing in combination with the identified first tool (30(i))
as the result of the evaluation.
2. The system according to Claim 1, wherein
the respective first and the respective second tool (30(i), 35(j)) are designed for
cutting the cable or for entirely or partially removing a sheath of the cable or for
producing a crimp connection between a crimp-type contact (26) and one end of an electric
conductor and/or a sheath of the cable (5) to be processed.
3. The system according to Claim 1 or 2, wherein
each tool (30(i)) of the first set and each tool (35(j)) of the second set respectively
comprises an information carrier (30.2, 35.2) that makes available identity data for
identifying the respective tool (30(i), 35(j)), and wherein the identification means
(45) comprise an acquisition device (46.1, 46.2) for acquiring the respective identity
data.
4. The system according to Claim 3, wherein
the information carrier (30.2, 35.2) of at least one of the tools (30(i)) of the first
set additionally makes available suitability information consisting of data for specifying
the tools (35(j)) of the second set that are suitable for carrying out the processing
in combination with the respective tool of the first set.
5. The system according to Claim 3, wherein the test device (40) comprises a data memory
(55), from which the identity data of the tools (30(i), 35(j)) of the first and the
second set can be retrieved, and wherein said data memory makes available a first
set of suitability information for each tool that consists of data for specifying
the tools of the second set that are suitable for carrying out the processing in combination
with the respective tool of the first set.
6. The system according to Claim 4 or 5, wherein the verification device (50) comprises
a processor that makes it possible to evaluate the suitability information for the
respectively identified tools and is able to generate a control signal if the identified
tools (30(i), 35(j)) are not suitable for carrying out the processing in combination
with one another according to the available suitability information.
7. The system according to Claim 3 or 4, wherein each information carrier (30.2, 35.2)
is realized in the form of an RFID transponder with a data memory for the respective
data, and wherein the identification means (45) comprise an RFID receiver (46.1, 47.1;
46.2, 47.2) that is designed for communicating with the respective RFID transponders
and/or for acquiring the respective data.
8. The system according to Claim 3 or 4, wherein each information carrier (30.2, 35.2)
makes available the respective data in a form that can be read with optical or magnetic
or mechanical means, and wherein the identification means (45) comprise corresponding
means suitable for reading the respective data.
9. The system according to one of Claims 1-8, wherein the test device (40) is arranged
on the processing device (10) or integrated into the processing device (10), and wherein
the verification device (50) is arranged in such a way that the verification of the
first and the second tool can be carried out when the first tool (30(i)) is held by
the first holding device (15) and the second tool (35(j)) is held by the second holding
device (16).
1. Système (1) pour le traitement d'un câble (5), comprenant :
une première quantité d'outils (30(i)), une deuxième quantité d'outils (35(j)), et
un dispositif de traitement (10) pour l'exécution de différentes étapes de traitement,
pour le traitement d'un câble (5) avec ou moins deux outils (30(i), 35(j)), dans lequel
le dispositif de traitement (10) comprend :
un premier dispositif de maintien (15), destiné à maintenir de façon détachable un
premier outil (30(i)) sélectionné parmi la première quantité d'outils,
un deuxième dispositif de maintien (16), destiné à maintenir de façon détachable un
deuxième outil (35(j)) sélectionné parmi la deuxième quantité d'outils,
dans lequel chaque premier outil (30(i)) et chaque deuxième outil (35(j)) peuvent
être maintenus de telle manière, que le premier outil et le deuxième outil agissent
conjointement sur le câble (5) lors de l'exécution d'au moins une des étapes de traitement,
et dans lequel au moins un outil parmi la première quantité d'outils est adapté pour
le traitement du câble exclusivement en combinaison avec l'un des outils d'une quantité
partielle prédéterminée de la deuxième quantité,
caractérisé en ce que
il est prévu un dispositif de contrôle (40), comprenant :
un moyen d'identification (45) pour l'identification du premier outil (30(i)) et du
deuxième outil (35(j)), et
un dispositif de vérification (50) pour vérifier si les outils identifiés (30(i),
35(j)) sont chacun des outils adaptés pour travailler ensemble de façon combinée,
dans lequel une information d'aptitude, consistant au moins en des données pour la
spécification des outils (35(j)) de la deuxième quantité, qui sont adaptés pour travailler
en combinaison avec le premier outil identifié (30(i)), est mise à la disposition
du dispositif de vérification (50),
et le dispositif de vérification est conçu pour réaliser une évaluation de l'information
d'aptitude pour chacun des outils identifiés (30(i), 35(j)), et pour transmettre,
en tant que résultat de l'évaluation, une information permettant de savoir si le deuxième
outil identifié (35(j)) est adapté pour travailler en combinaison avec le premier
outil identifié (30(i)).
2. Système selon la revendication 1, dans lequel
chaque premier et chaque deuxième outil (30(i), 35(j))
sont conçus pour couper le câble ou pour retirer entièrement ou partiellement une
gaine du câble, ou pour réaliser un sertissage entre un contact de sertissage (26)
et une extrémité d'un conducteur électrique et/ou d'une gaine du câble (5) à traiter.
3. Système selon l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel
chaque outil (30(i)) de la première quantité et chaque outil (35(j)) de la deuxième
quantité comprennent respectivement un support d'information (30.2, 35.2) mettant
à disposition des données d'identité pour la désignation de chacun des outils (30(i),
35(j)),
et dans lequel le moyen d'identification (45) comprend un dispositif d'enregistrement
(46.1, 46.2) pour l'enregistrement de chacune des données d'identité.
4. Système selon la revendication 3, dans lequel
le support d'information (30.2, 35.2) d'au moins l'un des outils (30(i)) de la première
quantité met en outre à disposition l'information d'aptitude, consistant en des données
pour la spécification des outils (35(j)) de la deuxième quantité qui sont adaptés
pour travailler en combinaison avec chacun des outils de la première quantité.
5. Système selon la revendication 3, dans lequel le dispositif de contrôle (40) comprend
une mémoire de données (55), à partir de laquelle peuvent être extraites les données
d'identité des outils (30(i), 35(j)) de la première et de la deuxième quantités, et
qui met à disposition l'information d'aptitude pour chaque outil de la première quantité,
consistant en des données pour la spécification des outils de la deuxième quantité
qui sont adaptés pour travailler en combinaison avec chacun des outils de la première
quantité.
6. Système selon l'une des revendications 4 ou 5, dans lequel le dispositif de vérification
(50) comprend un processeur, avec lequel l'information d'aptitude pour chacun des
outils identifiés peut être évaluée et un signal de commande peut être produit, dans
le cas où d'après l'information d'aptitude mise à disposition, les outils identifiés
(30(i), 35(j)) ne sont pas adaptés pour travailler de façon combinée entre eux.
7. Système selon l'une des revendications 3 ou 4, dans lequel chaque support d'information
(30.2, 35.2) est conçu comme un transpondeur RFID avec une mémoire de données pour
les différentes données, et les moyens d'identification (45) comprennent un récepteur
RFID (46.1, 47.1 ; 46.2, 47.2), qui est conçu pour une communication avec les différents
transpondeurs RFID et/ou pour l'enregistrement des différentes données.
8. Système selon l'une des revendications 3 ou 4, dans lequel chaque support d'information
(30.2, 35.2) met à disposition les différentes données sous une forme lisible par
des moyens optiques ou magnétiques ou mécaniques, et les moyens d'identification (45)
comprennent des moyens correspondants, adaptés pour la lecture des différentes données.
9. système selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel le dispositif de contrôle
(40) est disposé sur le dispositif de traitement (10) ou intégré dans le dispositif
de traitement (10), et dans lequel le dispositif de vérification (50) est disposé
de telle manière, que la vérification du premier et du deuxième outil peut être effectuée
lorsque le premier outil (30(i)) est maintenu par le premier dispositif de maintien
(15) et que le deuxième outil (35(j)) est maintenu par le deuxième dispositif de maintien
(16).