| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 765 587 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
14.04.2010 Patentblatt 2010/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.06.2005 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2005/001136 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2006/000201 (05.01.2006 Gazette 2006/01) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER BEREICHSWEISEN METALLISIERUNG SOWIE TRANSFERFOLIE
UND DEREN VERWENDUNG
METHOD FOR PRODUCING A METALLIC COATING IN CERTAIN AREAS OF A SUBSTRATE, TRANSFER
FILM AND USE THEREOF
MÉTHODE POUR PRODUIRE UNE METALLISATION DE CERTAIRES ZONES D'UN SUBSTRAT, FILM DE
TRANSFERT ET SON UTILISATION
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.06.2004 DE 102004031099
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.03.2007 Patentblatt 2007/13 |
| (73) |
Patentinhaber: Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG |
|
90763 Fürth (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BREHM, Ludwig
91325 Adelsdorf (DE)
- WILD, Heinrich
91074 Herzogenaurach (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Zinsinger, Norbert et al |
|
Louis Pöhlau Lohrentz,
P.O. Box 30 55 90014 Nürnberg 90014 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 3 430 111 US-A- 4 687 680
|
US-A- 4 242 378
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer bereichsweisen Metallisierung
auf einem Trägersubstrat, wobei das Trägersubstrat zumindest bereichsweise mit einer
löslichen, farbigen ersten Schicht versehen wird, die auf ihrer dem Trägersubstrat
abgewandten Seite vollflächig mit einer Metallschicht versehen wird. Die Erfindung
betrifft weiterhin eine Transferfolie, die ein Trägersubstrat und eine Übertragungslage
mit einer bereichsweisen Metallisierung umfasst, wobei das Trägersubstrat als eine
Trägerfolie ausgebildet ist und die Übertragungslage zumindest eine bereichsweise
angeordnete farbige, erste Schicht und eine deckungsgleich zur ersten Schicht angeordnete
Metallschicht aufweist, sowie deren Verwendung.
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Transferfolie sind aus der
WO 98/50241 bekannt. Hier ist eine Verbundfolienstruktur offenbart, die bereichsweise eine reflektierende
Metallschicht aufweist, die deckungsgleich beziehungsweise passergenau auf Bereichen
einer Lackschicht gebildet ist. Eine Trägerfolie wird dabei mit einer löslichen, gegebenenfalls
farbigen ersten Lackschicht beschichtet und die der Trägerfolie abgewandte Seite der
ersten Lackschicht mit einer reflektierenden Metallschicht bedeckt. Nun sollen Bereiche
der Metallschicht entfernt werden, indem entweder eine Base in einem gewünschten Muster
auf die Metallschicht aufgebracht wird, oder eine in Base unlösliche Schicht in einem
Muster auf die Metallschicht aufgebracht wird und anschließend eine Base auf die unlösliche
Schicht und die frei gebliebenen Bereiche der Metallschicht aufgetragen wird. Die
Base soll nun durch die Metallschicht hindurch die lösliche erste Lackschicht lösen.
Es hat sich jedoch als äußerst schwierig erwiesen, die erste Lackschicht auf diesem
Wege zuverlässig und in den gewünschten Bereichen vollständig zu lösen. Der Grund
hierfür scheint in der aufgebrachten Metallschicht begründet zu sein, welche üblicherweise
über ein PVD-Verfahren (
Physical
Vapour
Deposition), meist mittels Aufdampfen oder Kathodenzerstäubung auf der ersten Lackschicht
gebildet wird. Dabei kommt es zumindest im Bereich der Oberfläche der ersten Lackschicht,
die in Kontakt zu der gebildeten Metallschicht steht, zu einer Änderung der chemischen
Struktur der ersten Lackschicht, die dazu führt, dass die vormals Base-lösliche erste
Lackschicht zumindest bereichsweise für die Base unlöslich wird und eine Strukturierung
der Metallschicht somit erschwert oder verhindert.
[0003] Aus der
DE 102 56 491 A1 ist es bekannt, eine Metallschicht partiell mit einem Ätzresistlack zu beschichten
und die freiliegenden Bereiche der Metallschicht durch Ätzen zu entfernen, um eine
bereichsweise Metallisierung zu erzeugen. Weiterhin ist es offenbart, auf ein Trägersubstrat
bereichsweise eine lösliche Lackschicht aufzubringen, eine Metallschicht über der
Lackschicht und den davon freien Bereichen des Trägersubstrats anzuordnen und die
Lackschicht anschließend zu lösen, um eine bereichsweise Metallisierung des Trägersubstrats
zu erzeugen.
[0004] Außerdem ist hier ein Verfahren beschrieben, bei dem ein löslicher Lack bereichsweise
mit einem Härtungsmittel bedruckt wird, das Härtungsmittel und davon freie Bereiche
des Lacks mit einer Metallschicht beschichtet werden und anschließend der Lack in
den Bereichen, in denen kein Härtungsmittel vorhanden war inklusive der darauf angeordneten
Metallschicht zu lösen, um eine bereichsweise Metallisierung des Trägersubstrats passergenau
zu den gehärteten Bereichen des Lacks zu erzeugen. Wie bereits oben beschrieben führen
diese beiden zuletzt beschriebenen Verfahren bei einer Vielzahl von Lacken dazu, dass
die Löslichkeit der Lackschicht nach der Metallisierung deutlich verschlechtert ist,
so dass ein definiertes Ablösen der Lackschichtbereiche, die direkt mit der Metallschicht
versehen wurden, erschwert oder gar unmöglich ist.
[0005] Weiterhin ist beschrieben, dass eine lösliche erste Farb- oder Lackschicht vollflächig
auf ein Trägersubstrat aufgetragen wird und partiell mit einer zweiten Farb- oder
Lackschicht bedeckt wird, die einen Härter für die erste Schicht enthält. Die Bereiche
der ersten Schicht, in denen die zweite Schicht nicht vorhanden war, werden durch
ein Lösemittel gelöst, so dass Bereiche mit zwei passergenauen Farbschichten gebildet
werden.
[0006] DE 34 30 111 C1 offenbart eine Folie mit einer dekorativen Metallschicht und ein Verfahren zu deren
Herstellung. Dabei wird ein löslicher Lack auf einer Trägerfolie bereichsweise mit
einem Härtungsmittel oder einem Aushärtlack, der einen Härter im Überschuss enthält,
bedruckt. Der Härter diffundiert in den darunter liegenden, löslichen Lack und härtet
diesen. Dabei bildet sich ein Konzentrationsgefälle des Härters im löslichen Lack
aus, wobei in Richtung der Trägerfolie die Härter-Konzentration abnimmt und dadurch
eine örtlich unterschiedlich starke Härtung der löslichen Schicht bewirkt wird. Dadurch
können im Bereich der Trägerfolie ungehärtete Bereiche des löslichen Lacks vorliegen,
die beim Abwaschen der Bereiche, die nicht mit Härtungsmittel bedruckt wurden, ebenfalls
ganz oder teilweise mit abgelöst werden. Aber auch wenn die Härtung des löslichen
Lacks im Bereich der Trägerfolie soweit ausreicht, dass eine Löslichkeit nicht mehr
gegeben ist, wirkt sich die aufgrund des Konzentrationsgefälles auftretende ungleichmäßige
Härtung des löslichen Lacks auf seine mechanischen Eigenschaften ungünstig aus. Weiterhin
bleibt immer ein Rest des reinen Härtungsmittels (oder aber der Aushärtlack) an der
Oberfläche des vormals löslichen Lacks zurück und befindet sich somit zwischen der
Metallschicht und dem vormals löslichen Lack. Dies kann zu einer unzureichenden Haftung
der Metallisierung führen.
[0007] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine verbessertes Verfahren zur Bildung einer bereichsweisen,
passergenauen Metallisierung auf einem Trägersubstrat sowie eine Transferfolie mit
scharf abgegrenzten, passergenauen Metallisierungsbereichen bereitzustellen.
[0008] Die Aufgabe wird für das Verfahren, bei welchem das Trägersubstrat zumindest bereichsweise
mit einer löslichen, farbigen ersten Schicht versehen wird, die auf ihrer dem Trägersubstrat
abgewandten Seite vollflächig mit einer Metallschicht versehen wird, dadurch gelöst,
dass entweder
- a) zwischen der ersten Schicht und der Metallschicht partiell zumindest eine lösliche
zweite Schicht angeordnet wird, oder dass
- b) auf der, der Metallschicht zugewandten Seite der ersten Schicht bereichsweise mindestens
eine unlösliche dritte Schicht angeordnet wird und dass eine lösliche zweite Schicht
zumindest partiell auf die der Metallschicht zugewandte Seite der dritten Schicht
sowie partiell auf die von der dritten Schicht freien Bereiche der ersten Schicht
aufgetragen wird,
wobei in den Fällen a) und b)
- der ersten Schicht ein Härter zugesetzt ist und der zweiten Schicht ein Zusatzstoff
zugesetzt ist, der dazu geeignet ist, den Härter der ersten Schicht zu inaktivieren,
wobei die gegebenenfalls angeordnete, mindestens eine dritte Schicht für den den Zusatzstoff
undurchdringlich ist,
- der Zusatzstoff der zweiten Schicht den Härter der ersten Schicht in den Bereichen
der ersten Schicht, die in direktem Kontakt zur zweiten Schicht angeordnet sind, inaktiviert,
bevor die erste Schicht durch den Härter gehärtet wird, und dass
- die zweite Schicht und die Bereiche der ersten Schicht, in denen der Härter inaktiviert
wurde, mittels einer Flüssigkeit gelöst und entfernt werden, wobei die Metallschicht
in den Bereichen entfernt wird, die unmittelbar auf der zweiten Schicht angeordnet
wurden.
[0009] Erfindungsgemäß werden demnach die Bereiche der ersten Schicht, die wieder gelöst
werden sollen, an keiner Stelle unmittelbar mit der Metallschicht beschichtet, so
dass eine Veränderung der Löslichkeit der ersten Schicht durch die Beschichtung mit
der Metallschicht unterbleibt. Die Bereiche der ersten Schicht, die wieder gelöst
werden sollen, werden gemäß der Erfindung in direkten Kontakt mit der zweiten Schicht
gebracht, die einen Zusatzstoff aufweist, der auf einen in der ersten Schicht enthaltenen
Härter abgestimmt ist. Der Zusatzstoff in der zweiten Schicht inaktiviert den Härter
in der ersten Schicht, bevor der Härter aktiv wird und die erste Schicht härtet. Die
zweite Schicht und davon frei gelassene Bereiche der ersten Schicht werden mit einer
Metallschicht, die vorzugsweise in einem PVD-Verfahren wie dem Aufdampfen oder der
Kathodenzerstäubung gebildet wird, beschichtet. Nach einer lediglich bereichsweisen
Härtung der ersten Schicht in den Bereichen der ersten Schicht, die nicht mit der
zweiten Schicht beschichtet wurden und in denen daher eine Inaktivierung des Härters
in der ersten Schicht nicht erfolgt ist, wird die zweite Schicht und die Bereiche
der ersten Schicht, in denen der Härter inaktiviert wurde, mittels der Flüssigkeit
gelöst und entfernt. Dabei wird auch der Teil der Metallschicht entfernt, der unmittelbar
auf der zweiten Schicht angeordnet ist und es wird somit eine bereichsweise Metallisierung
auf dem Trägersubstrat gebildet. Die bereichsweise Metallisierung befindet sich an
den Stellen, an denen die erste Schicht direkt mit der Metallschicht beschichtet und
gehärtet wurde. Die in Fall b) vorhandene, mindestens eine dritte Schicht ist unlöslich
und ermöglicht zusätzliche dekorative Effekte. Dabei können sich die optischen Eindrücke
der ersten und der dritten Schicht überlagern und auch die dritte Schicht zumindest
bereichsweise mit der Metallschicht versehen werden. Das erfindungsgemäße Verfahren
ermöglicht eine zuverlässige Ablösung der ungehärteten Bereiche der ersten Schicht
und der darauf angeordneten Bereiche der Metallschicht, wobei reproduzierbar Metallschichtbereiche
mit definierten Abmessungen und scharfen Rändern erzeugt werden können. Einerseits
wird die erste Lackschicht in gehärtete und ungehärtete Bereiche aufgeteilt und andererseits
werden die zu härtenden Bereiche der ersten Lackschicht zudem direkt mit der Metallschicht
beschichtet, was zu der oben beschriebenen Verminderung der Löslichkeit der ersten
Lackschicht führt. Diese doppelte Einflussnahme auf die erste Lackschicht ist als
Ursache für die hohe Randschärfe der gebildeten Metallisierungsbereiche und für die
extrem hohe Passergenauigkeit der gehärteten Bereiche der ersten Lackschicht und der
darauf angeordneten Bereiche der Metallschicht zu sehen.
[0010] Besonders vorteilhaft ist dabei im Vergleich zur
DE 34 30 111 C1, dass die erfindungsgemäß unter den Bereichen der Metallschicht verbleibenden, gehärteten
Bereiche der ersten Schicht aufgrund ihrer Herstellungsgeschichte einen gleichmäßigen
Härtungsgrad über ihre Fläche als auch - im Querschnitt gesehen - über ihre Schichtdicke
aufweisen, da der Härter bereits bei der Bildung der ersten Schicht gleichmäßig im
Material zur Bildung der ersten Schicht verteilt ist. Die gleichmäßige Härtung der
ersten Schicht kann beispielsweise dadurch festgestellt werden, dass der Abrieb, die
Löslichkeit, der Brechungsindex, die Molmasse oder ein Molekulargewicht der ersten
Schicht - im Querschnitt gesehen - für unterschiedliche Schichttiefen ermittelt und
miteinander verglichen wird. Weiterhin ist es möglich, den Härtungsgrad der ersten
Schicht beispielsweise über den Dampfdruck von Polymeren in der ersten Schicht oder
durch eine Ermittlung der Verformbarkeit der ersten Schicht - ebenfalls im Querschnitt
gesehen - für unterschiedliche Schichttiefen zu ermitteln und miteinander zu vergleichen.
Bei dem erfindungsgemäßen verfahren sind in der resultierenden, gehärteten ersten
Schicht keine unterschiedlichen Messwerte festzustellen.
[0011] Insbesondere hat es sich für das Verfahren bewährt, wenn ein Härter in der ersten
Schicht auf Aziridin-Basis oder auf Polyimin-Basis gewählt wird und die zweite Schicht
aus einer wasserlöslichen, stark alkalischen Druckfarbe mit einem pH-Wert im Bereich
von 11 bis 14 gebildet wird.
[0012] Insbesondere hat es sich dabei bewährt, wenn die Druckfarbe mittels Natriumhydroxid
oder Kaliumhydroxid alkalisch ausgebildet wird, wobei das Natriumhydroxid beziehungsweise
das Kaliumhydroxid den Zusatzstoff bildet. Es hat sich erwiesen, dass diese Zusatzstoffe
aus der zweiten Schicht einen Härter auf Aziridin-Basis oder Polyimin-Basis in der
ersten Schicht zuverlässig inaktivieren und somit die Härtung der ersten Schicht reproduzierbar
bereichsweise verhindern. Derartige Härter härten die erste Schicht erst bei Temperaturen
oberhalb ca. 80°C beschleunigt aus. Bei Raumtemperatur verläuft die Härtung nur sehr
langsam, so dass eine Inaktivierung des Härters durch den Zusatzstoff in der Druckfarbe
erfolgen kann, insbesondere, wenn diese "inline" in einem nachfolgenden Druckwerk
auf der ersten Schicht aufgebracht wird.
[0013] Die Druckfarbe zur Bildung der zweiten Schicht wird dabei vorzugsweise mit einem
färbenden Füllstoff oder Pigment versetzt wird, um die Anordnung und Ausbildung der
gebildeten zweiten Schicht in einfacher Weise einer optischen Kontrolle unterziehen
zu können. Dabei hat es sich bewährt, der Druckfarbe Bariumsulfat, Titanoxid oder
Zinksulfid zuzusetzen, um diese gut sichtbar zu machen.
[0014] Die Aufgabe wird für die Transferfolie, insbesondere eine Heißprägefolie, dadurch
gelöst, dass die erste Schicht mittels eines Härters auf Aziridin-Basis oder auf Polyimin-Basis
gehärtet ist, wobei die erste Schicht über deren Schichtdicke gesehen gleichmäßig
ausgehärtet ist.
[0015] Es resultieren optimale mechanische Eigenschaften der ersten Schicht verbunden mit
einer guten Haftung der Metallschicht auf der gehärteten ersten Schicht.
[0016] Aufgrund der örtlich scharf begrenzten Einflusswirkung einer Base auf einen solchen
Härter im direkten Kontaktbereich sind scharf abgegrenzte Bereiche der ersten Schicht
erzeugbar und somit passergenau auch scharf abgegrenzte Metallisierungsbereiche vorhanden.
[0017] Die erste Schicht wird vorzugsweise durch einen alkalilöslichen Lack, vorzugsweise
auf Basis von Polyacrylsäure oder Styrol-Maleinsäureanhydrid, gebildet.
[0018] Für die erste Schicht wird bevorzugt eine Schichtdicke im Bereich von 0,7 bis 2 µm
gewählt. In diesem Bereich kann der Zusatzstoff der zweiten Schicht den Härter in
der ersten Schicht über die gesamte Schichtdicke der ersten Schicht hinweg zuverlässig
inaktivieren. Es hat sich bewährt, die zweite Schicht mit einer Dicke im Bereich von
0,8 bis 3 µm auszubilden.
[0019] Es hat sich bewährt, wenn die erste Schicht transparent ist, um den Metallspiegel
durch die erste Schicht hindurch sichtbar zu machen und voll zur Geltung zu bringen.
Die erste Schicht kann sich dabei aus mehreren transparenten Schichten zusammensetzen,
deren optische Wirkung sich gegenseitig beeinflusst.
[0020] Es hat sich bewährt, wenn die Trägerfolie und/oder die Übertragungslage der Transferfolie
zumindest teilweise transparent sind. Beispielsweise ermöglichen bereichsweise transparente
Übertragungslagen, die auf einem Wertdokument aufgebracht werden, die Oberfläche des
Wertdokumentes noch zu erkennen und eine zusätzliche Fälschungssicherheit zu erreichen.
[0021] Es hat sich bewährt, wenn die Übertragungslage eine Kleberschicht aufweist, wobei
die Kleberschicht an der, der Trägerfolie abgewandten Seite der Übertragungslage angeordnet
ist. Bei Verwendung eines transparenten Klebers für die Kleberschicht zum Aufkaschieren
der Übertragungslage auf ein transparentes Substrat bleiben durch das Substrat und
die Kleberschicht hindurch farbige Schichten und Metallschichten der Übertragungslage
erkennbar.
[0022] Mit der mindestens einen dritten Schicht, die in der Übertragungslage vorgesehen
sein kann, lassen sich besondere dekorative Effekte erzielen, wenn diese farbig opak
und/oder farbig transparent ausgebildet wird.
[0023] Um eine Übertragung der Übertragungslage der Transferfolie auf beispielsweise ein
Wertdokument zu erleichtern, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zwischen der
Trägerfolie und der Übertragungslage eine wachsartige Trennschicht angeordnet ist.
Derartige Trennschichten weisen üblicherweise eine Dicke im Bereich von 0,001 bis
0,1 µm auf. Die Trägerfolie, die vorzugsweise aus Kunststoffen wie beispielsweise
PI, PP, PE, PET, PPS, LCP, PEN, PA, PVC, aus Papier, Geweben oder Metallfolie gebildet
ist, löst sich dadurch unter Druck und Temperatur beim Heißprägen leicht von der Übertragungslage
und ermöglicht eine genaue und vollständige Applikation auf ein zu beprägendes Material.
[0024] Besonders bevorzugt ist es, als Trägersubstrat ein flexibles Folienmaterial mit einer
Dicke im Bereich von 5 bis 700 µm, vorzugsweise im Bereich von 12 bis 50 µm, einzusetzen,
so das dieses auf einer Vorratsrolle bereitgestellt und endlos verarbeitet werden
kann.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das Trägersubstrat zur Ausbildung der bereichsweisen
Metallisierung von Rolle zu Rolle transportiert wird. Das bedeutet, dass das Trägersubstrat
von einer ersten Vorratsrolle abgezogen, dem erfindungsgemäßen Verfahren, gegebenenfalls
auch weiteren Verfahrensschritten unterzogen, und schließlich auf eine zweite Vorratsrolle
aufgewickelt werden kann, die weiterverarbeitet wird. Als weitere Verfahrensschritte
kommen beispielsweise Prägevorgänge, Temperaturbehandlungen oder auch eine Bestrahlung
in Betracht.
[0025] Weiterhin ist es besonders bevorzugt, wenn die Metallschicht reflektierend, vorzugsweise
spiegelnd reflektierend ausgebildet wird. Dadurch wird der dekorative Effekt der bereichsweisen
Metallisierung noch erhöht.
[0026] Es hat sich bewährt, wenn die Metallschicht aus einem der Metalle Aluminium, Chrom,
Kupfer, Nickel, Eisen, Titan, Silber, Gold oder einer Legierung aus zwei oder mehreren
dieser Metalle gebildet wird. Diese Metalle können eine spiegelnd reflektierende Metallschichten
erzeugen.
[0027] Die Metallschicht wird bevorzugt durch Aufdampfen oder Kathodenzerstäubung gebildet,
da diese Verfahren in einem kontinuierlichen und damit besonders wirtschaftlichen
Prozess erfolgen können.
[0028] Es ist bevorzugt, die Metallschicht(en) in einer Dicke im Bereich von 10 bis 100
nm auszubilden.
[0029] Die Verwendung der erfindungsgemäßen Transferfolie zur Bildung von Sicherheitselementen
auf Datenträgern, insbesondere Wertdokumenten wie Ausweisen, Karten oder Banknoten,
von Bauelementen oder dekorativen Elementen, insbesondere in der Architektur oder
anderen technischen Bereichen, von Verpackungsmaterialien, insbesondere in der pharmazeutischen
oder Lebensmittelindustrie oder von Bauteilen in der Elektro- oder Elektronikindustrie
ist ideal.
[0030] Die Figuren 1a bis 3 sollen das erfindungsgemäße Verfahren und den Aufbau einer erfindungsgemäßen
Transferfolie beispielhaft erläutern. So zeigt:
- Figur 1a
- ein Trägersubstrat mit einer ersten Schicht, einer zweiten Schicht und einer Metallschicht
im Querschnitt,
- Figur 1b
- das Trägersubstrat aus Figur 1a nach dem Lösen der zweiten Schicht und nicht gehärteter
Bereiche der ersten Schicht,
- Figur 2a
- ein weiteres Trägersubstrat mit einer ersten Schicht, einer zweiten Schicht, einer
dritten Schicht und einer Metallschicht im Querschnitt,
- Figur 2b
- das Trägersubstrat aus Figur 2a nach dem Lösen der zweiten Schicht und nicht gehärteter
Bereiche der ersten Schicht, und
- Figur 3
- den Querschnitt durch eine als Heißprägefolie ausgebildete Transferfolie mit bereichsweiser
Metallisierung.
[0031] Figur 1a zeigt im Querschnitt ein als Trägerfolie ausgebildetes Trägersubstrat 1,
das mit einem alkalilöslichen, farbigen Lack auf Basis von Styrol-Maleinsäureanhydrid
(SMA) als erste Schicht 2 beschichtet ist.
[0032] Der Lack zur Bildung der ersten Schicht wies folgende Zusammensetzung auf:
| Ethanol |
3200g |
| Ethylacetat |
3100g |
| n-Butanol |
100g |
| SMA-Harz (MW ca. 200000, Säurezahl ca. 250) |
1000g |
| Alkohollösliches Cellulosenitrat (Norm 30 A) |
100g |
| Komplexfarbstoff Orange |
85g |
| Komplexfarbstoff Gelb |
38g |
| Aziridin-Härter |
25g |
[0033] Das Trägersubstrat 1 aus PET weist dabei eine Dicke von 25µm auf und die erste Schicht
2 weist eine Dicke von 1µm auf. Die erste Schicht 2 kann dabei vollflächig oder nur
partiell auf dem Trägersubstrat 1 aufgetragen sein. Die erste Schicht 2 enthält im
vorliegenden Fall einen Härter auf Aziridin-Basis. Zwischen dem Trägersubstrat 1 und
der ersten Schicht 2 können weitere Lackschichten, reflektierende Schichten oder sonstige
Schichten angeordnet sein, die beispielsweise magnetische Eigenschaften aufweisen
können. Auf der ersten Schicht 2 ist partiell eine wasserlösliche, stark alkalische
Druckfarbe als zweite Schicht 3 aufgebracht, die als Zusatzstoff Natriumhydroxid enthält
und eine Dicke von 1,5 µm aufweist. Der Druckfarbe wurde Titanoxid zugesetzt, um ein
gut sichtbares und kontrollierbares Druckergebnis zu erhalten.
[0034] Die Druckfarbe zur Bildung der zweiten Schicht wies folgende Zusammensetzung auf:
| Wasser |
9200g |
| Methylcellulose (niedermolekular) |
750g |
| Silika hochdispers |
150g |
| Titandioxid (Rutiltype) |
2000g |
| Ethanol |
1000g |
| n-Butanol |
600g |
| Natronlauge (50 proz.) |
2000g |
[0035] Eine spiegelnd reflektierende Metallschicht 4 aus Aluminium, welche eine Dicke von
40nm aufweist, bedeckt die zweite Schicht 3 sowie die davon unbedeckten Bereiche der
ersten Schicht 2. Das Natriumhydroxid der zweiten Schicht 3 inaktiviert den Härter
in der ersten Schicht 2 in den Bereichen, in denen ein direkter Kontakt zwischen der
ersten Schicht 2 und der zweiten Schicht 3 erzeugt wurde.
[0036] Figur 1b zeigt das Trägersubstrat 1 aus Figur 1a nach dem Lösen der zweiten Schicht
3 und nicht gehärteter Bereiche der ersten Schicht 2 in Wasser. Lediglich in den Bereichen
der ersten Schicht 2, die nicht von der zweiten Schicht 3 bedeckt waren, wurde der
Härter aktiv und führte zu einer Härtung der ersten Schicht 2. Diese Bereiche verbleiben
demnach auf den Trägersubstrat 1 inklusive der sich direkt darauf befindenden, passergenauen
Bereiche der Metallschicht 4, während die ungehärteten Bereiche der ersten Schicht
2 und die auf der zweiten Schicht 3 angeordneten Bereiche der Metallschicht 4 entfernt
wurden.
Figur 2a zeigt ein weiteres Trägersubstrat 1 mit einer darauf vollflächig aufgebrachten,
wasserlöslichen ersten Schicht 2 auf Basis von Styrol-Maleinsäureanhydrid gemäß Figur
1a, die einen Härter auf Aziridin-Basis enthält. Die erste Schicht 2 ist farbig und
transparent. Auf der ersten Schicht 2 ist partiell eine wasserunlösliche, farbig transparente
dritte Schicht 7 aufgebracht.
[0037] Der wasserunlösliche Lack zur Bildung der dritten Schicht wies folgende
| Zusammensetzung auf: |
| Methylethylketon |
2600g |
| PMMA (hochmolekular, Tg 120°C) |
500g |
| Toluol |
2000g |
| Esterlösliches Cellulosenitrat (Norm 34 E) |
1000g |
| Cyclohexanon |
300g |
| Komplexfarbstoff Rot |
45g |
[0038] Dabei ist partiell auf der dritten Schicht 7 und partiell auf den von der dritten
Schicht 7 unbedeckten Bereichen der ersten Schicht 2 eine wasserlösliche, zweite Schicht
3 angeordnet, die aus einer stark alkalischen Druckfarbe gemäß Figur 1a gebildet.
Die zweite Schicht 3 enthält als Zusatzstoff Natriumhydroxid, das den Härter in der
ersten Schicht 2 in den Bereichen inaktiviert, die damit in direktem Kontakt stehen.
Auf die dritte Schicht 7 wirkt sich die zweite Schicht 3 jedoch nicht aus, so dass
die dritte Schicht 7 für das Natriumhydroxid der zweiten Schicht 3 eine Sperrschicht
bildet. Eine geschlossene Metallschicht 4 aus Chrom bedeckt die zweite Schicht 3,
Teile der ersten Schicht 2 sowie Teile der dritten Schicht 7.
[0039] Figur 2b zeigt das Trägersubstrat 1 aus Figur 2a nach dem Lösen der zweiten Schicht
3 und nicht gehärteter Bereiche der ersten Schicht 2 in Wasser. Auf dem Trägersubstrat
1 verbleiben Bereiche der ersten Schicht 2 passergenau zu Bereichen der Metallschicht
4, unbeschichtete Bereiche der dritten Schicht 7 sowie mit Bereichen der Metallschicht
4 belegte Bereiche der dritten Schicht 7. Durch Variation der Anordnung der einzelnen
Schichten lassen sich hier unterschiedlichste Effekte erzielen.
[0040] Figur 3 zeigt den Querschnitt durch eine Heißprägefolie 10 mit bereichsweiser Metallisierung.
Auf einem als Trägerfolie ausgebildeten Trägersubstrat 1 ist eine wachsartige Trennschicht
5 angeordnet, die das Ablösen einer Übertragungslage 9 vom Trägersubstrat 1 auf ein
zu beprägendes Material erleichtert. Auf der Trennschicht 5 ist eine farblos transparente,
unlösliche Lackschicht 8 angeordnet, auf der Bereiche der ersten Schicht 2 und der
Metallschicht 4 wie gemäß Figur 1 b gebildet, angeordnet sind. Eine Kleberschicht
6 befindet sich auf der dem Trägersubstrat 1 abgewandten Seite der Übertragungslage
9. Als Kleber wird vorzugsweise ein heißsiegelfähiger Kleber verwendet. Beim Heißprägen
wird die Heißprägefolie 10 unter Temperatureinwirkung mit der Kleberschicht 6 gegen
das zu beprägende Material gedrückt und die Übertragungslage 9 ganz oder bereichsweise,
beispielsweise in Form von Mustern, alphanumerischen Zeichen oder Bildern, übertragen.
Das Trägersubstrat 1 wird von den auf das beprägte Material übertragenen Bereichen
der Übertragungslage 9 getrennt. Die farblos transparente Lackschicht 8 bildet nun
die Oberfläche der übertragenen Bereiche der Übertragungslage 9 und schützt die darunter
angeordneten Schichtlagen, beispielsweise vor Beschädigung oder manipulativer Veränderung.
[0041] Die in den Figuren dargestellten Schichtsysteme sind durch weitere transparente oder
opake Schichten ergänzbar, wobei diverse Effekte erzeugt werden können. Auch ein mehrmaliges
Anwenden des erfindungsgemäßen Verfahrens in Folge auf einer Trägerfolie, wobei gezielt
Sperrschichten zur Verhinderung eines Wirksamwerdens eines Zusatzstoffe in bestimmten
Bereichen oder Schichtebenen eingesetzt werden können, ist möglich. Weiterhin kann
die erste Schicht 2 aus zwei oder mehr farbigen, transparenten löslichen Lackschichten
gebildet sein. Auch können opake Farbschichten zur Strukturierung oder eine Metallschicht
eingesetzt werden, die bereichsweise aus Metallen mit unterschiedlicher Farbe gebildet
ist.
1. Verfahren zur Herstellung einer bereichsweisen Metallisierung auf einem Trägersubstrat
(1), wobei das Trägersubstrat (1) zumindest bereichsweise mit einer löslichen, farbigen
ersten Schicht (2) versehen wird, die auf ihrer dem Trägersubstrat (1) abgewandten
Seite vollflächig mit einer Metallschicht (4) versehen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) zwischen der ersten Schicht (2) und der Metallschicht (4) partiell zumindest eine
lösliche zweite Schicht (3) angeordnet wird, oder dass
b) auf der der Metallschicht (4) zugewandten Seite der ersten Schicht (2) bereichsweise
mindestens eine unlösliche dritte Schicht (7) angeordnet wird und dass eine lösliche
zweite Schicht (3) zumindest partiell auf die der Metallschicht (4) zugewandte Seite
der dritten Schicht (7) sowie partiell auf die von der dritten Schicht (7) freien
Bereiche der ersten Schicht (2) aufgetragen wird,
wobei in den Fällen a) und b)
- der ersten Schicht (2) ein Härter zugesetzt ist, wobei der Härter bereits bei der
Bildung der ersten Schicht gleichmäßig im Material zur Bildung der ersten Schicht
verteilt ist, und der zweiten Schicht (3) ein Zusatzstoff zugesetzt ist, der dazu
geeignet ist, den Härter der ersten Schicht (2) zu inaktivieren, wobei die in Fall
b) angeordnete, mindestens eine dritte Schicht (7) für den Zusatzstoff undurchdringlich
ist,
- der Zusatzstoff der zweiten Schicht (3) den Härter der ersten Schicht (2) in den
Bereichen der ersten Schicht (2), die in direktem Kontakt zur zweiten Schicht (3)
angeordnet sind, inaktiviert, bevor die erste Schicht (2) durch den Härter gehärtet
wird, und dass
- die zweite Schicht (3) und die Bereiche der ersten Schicht (2), in denen der Härter
inaktiviert wurde, mittels mindestens einer Flüssigkeit gelöst und entfernt werden,
wobei die Metallschicht (4) in den Bereichen entfernt wird, die unmittelbar auf der
zweiten Schicht (3) angeordnet wurden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schicht (2) durch einen alkalilöslichen Lack, vorzugsweise auf Basis von
Polyacrylsäure oder Styrol-Maleinsäureanhydrid, gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem alkalilöslichen Lack ein wasserlöslicher Farbstoff zugesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Härter auf Aziridin-Basis oder Polyimin-Basis gewählt wird und dass die zweite
Schicht (3) aus einer wasserlöslichen, alkalischen Druckfarbe mit einem pH-Wert im
Bereich von 11 bis 14 gebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckfarbe mittels Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid als Zusatzstoff alkalisch
ausgebildet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckfarbe mit einem färbenden Füllstoff oder Pigment versetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Druckfarbe Bariumsulfat, Titanoxid oder Zinksulfid zugesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine dritte Schicht (7) farbig opak und/oder farbig transparent ausgebildet
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Flüssigkeit Wasser enthält oder aus Wasser besteht.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Trägersubstrat (1) ein flexibles Folienmaterial eingesetzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägersubstrat (1) zur Ausbildung der bereichsweisen Metallisierung von Rolle
zu Rolle transportiert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Metallschicht (4) reflektierend, vorzugsweise spiegelnd reflektierend ausgebildet
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Metallschicht (4) aus einem der Metalle Aluminium, Chrom, Kupfer, Nickel, Eisen,
Titan, Silber, Gold oder einer Legierung aus zwei oder mehreren dieser Metalle gebildet
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Metallschicht (4) durch Aufdampfen oder Kathodenzerstäubung gebildet wird.
15. Transferfolie, insbesondere Heißprägefolie, die ein Trägersubstrat (1) und eine Übertragungslage
(11) mit einer bereichsweisen Metallisierung, erhältlich durch ein Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 14, umfasst, wobei das Trägersubstrat (1) als eine Trägerfolie
ausgebildet ist und die Übertragungslage (11) zumindest eine bereichsweise angeordnete
farbige, erste Schicht (2) und eine deckungsgleich zur ersten Schicht (2) angeordnete
Metallschicht (4) als bereichsweise Metallisierung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schicht (2) mittels eines Härters auf Aziridin-Basis oder Polyimin-Basis
gehärtet ist, der der ersten Schïcht zugesetzt ist, wobei die erste Schicht (2) über
deren Schichtdicke gesehen gleichmäßig ausgehärtet ist, wobei die unter dem Bereichen
der Metallschicht Verbliebenen, gehärtzten Bereiche der exsten Schïht einen gleichmäßiger
Härtungsgrad über ihre Fläche als auch über ihre Schichtdicke ausfweisen.
16. Transferfolie nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schicht (2) durch einen alkalilöslichen Lack, vorzugsweise auf Basis von
Polyacrylsäure oder Styrol-Maleinsäureanhydrid, gebildet ist.
17. Transferfolie nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
der alkalilösliche Lack einen wasserlöslichen Farbstoff enthält.
18. Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Metallschicht (4) aus einem der Metalle Aluminium, Chrom, Kupfer, Nickel, Eisen,
Titan, Silber, Gold oder einer Legierung aus zwei oder mehreren dieser Metalle gebildet
ist.
19. Transferfolie nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Metallschicht (4) reflektierend, vorzugsweise spiegelnd reflektierend ausgebildet
ist.
20. Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schicht (2) aus einer oder mehreren transparenten Schichten gebildet ist.
21. Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerfolie und/oder die Übertragungslage (11) zumindest teilweise transparent
sind.
22. Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übertragungslage (11) mindestens eine farbig opake oder farbig transparente dritte
Schicht (7) umfasst.
23. Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der Trägerfolie und der Übertragungslage (11) eine wachsartige Trennschicht
(5) angeordnet ist.
24. Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übertragungslage (11) eine Kleberschicht (6) aufweist, wobei die Kleberschicht
(6) an der der Trägerfolie abgewandten Seite der Übertragungslage (11) angeordnet
ist.
25. Verwendung einer Transferfolie nach einem der Ansprüche 15 bis 24 zur Bildung von
Sicherheitselementen auf Datenträgern, insbesondere Wertdokumenten wie Ausweisen,
Karten oder Banknoten, von Bauelementen oder dekorativen Elementen, insbesondere in
der Architektur oder anderen technischen Bereichen, von Verpackungsmaterialien, insbesondere
in der pharmazeutischen oder Lebensmittelindustrie oder von Bauteilen in der Elektro-
oder Elektronikindustrie.
1. Process for producing a regional metallization on a carrier substrate (1) wherein
the carrier substrate (1) is at least regionally provided with a soluble coloured
first layer (2) which on its side remote from the carrier substrate (1) is entirely
provided with a metal layer (4),
characterized in that
a) at least one soluble second layer (3) is partially arranged between the first layer
(2) and the metal layer (4), or in that
b) regionally at least one insoluble third layer (7) is arranged on that side of the
first layer (2) which faces the metal layer (4), and in that a soluble second layer (3) is applied at least partially on to that side of the third
layer (7) which faces the metal layer (4) and also partially on to the regions of
the first layer (2) which are free of the third layer (7),
wherein in the cases a) and b)
- the first layer (2) incorporates a curative, the curative being uniformly distributed
in the material for forming the first layer even in the course of the formation of
the first layer, and the second layer (3) incorporates an additive capable of inactivating
the curative of the first layer (2), wherein the at least one third layer (7) arranged
in case b) is impenetrable to the additive,
- the additive of the second layer (3) inactivates the curative of the first layer
(2) in the regions of the first layer (2) which are arranged in direct contact with
the second layer (3) before the first layer (2) is cured by the curative, and in that
- the second layer (3) and the regions of the first layer (2) in which the curative
was inactivated are by means of at least one liquid dissolved and removed, wherein
the metal layer (4) is removed in the regions which were directly arranged on the
second layer (3).
2. Process according to Claim 1, characterized in that the first layer (2) is formed by an alkali-soluble lacquer, preferably based on polyacrylic
acid or styrene-maleic anhydride.
3. Process according to Claim 2, characterized in that the alkali-soluble lacquer has a water-soluble dye added to it.
4. Process according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the curative selected is aziridine based or polyimine based and in that the second layer (3) is formed from a water-soluble alkaline printing ink having
a pH in the range from 11 to 14.
5. Process according to Claim 4, characterized in that the printing ink is made alkaline by means of sodium hydroxide or potassium hydroxide
as additive.
6. Process according to either of Claims 4 and 5, characterized in that the printing ink is admixed with a colouring filler or pigment.
7. Process according to Claim 6, characterized in that the printing ink has barium sulphate, titanium oxide or zinc sulphide added to it.
8. Process according to any one of Claims 1 to 7, characterized in that the at least one third layer (7) is rendered coloured and opaque and/or coloured
and transparent.
9. Process according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that the at least one liquid contains water or consists of water.
10. Process according to any one of Claims 1 to 9, characterized in that a flexible foil material is used as carrier substrate (1).
11. Process according to Claim 10, characterized in that the carrier substrate (1) is transported from roll to roll to form the regional metallization.
12. Process according to any one of Claims 1 to 11, characterized in that the metal layer (4) is reflective, preferably specularly reflective.
13. Process according to any one of Claims 1 to 12, characterized in that the metal layer (4) is formed from one of the metals aluminium, chromium, copper,
nickel, iron, titanium, silver, gold or from an alloy of two or more of these metals.
14. Process according to any one of Claims 1 to 13, characterized in that the metal layer (4) is formed by vacuum deposition or cathode sputtering.
15. Transfer foil, more particularly hot-stamping foil, comprising a carrier substrate
(1) and a transfer lamina (11) with a regional metallization, obtainable by a process
according to any one of Claims 1 to 14, wherein the carrier substrate (1) is formed
as a carrier foil and the transfer lamina (11) includes at least one regionally arranged
coloured first layer (2) and a metal layer (4), arranged congruently to the first
layer (2), as regional metallization,
characterized in that
the first layer (2) is cured by means of an aziridine-based or polyimine-based curative
incorporated in the first layer, wherein the first layer (2) is uniformly cured throughout
its layer thickness, wherein the cured regions of the first layer which remain underneath
the regions of the metal layer have a uniform degree of curing throughout their area
as well as throughout their layer thickness.
16. Transfer foil according to Claim 15, characterized in that the first layer (2) is formed by an alkali-soluble lacquer, preferably based on polyacrylic
acid or styrene-maleic anhydride.
17. Transfer foil according to Claim 16, characterized in that the alkali-soluble lacquer contains a water-soluble dye.
18. Transfer foil according to any one of Claims 15 to 17, characterized in that the metal layer (4) is formed from one of the metals aluminium, chromium, copper,
nickel, iron, titanium, silver, gold or from an alloy of two or more of these metals.
19. Transfer foil according to any one of Claims 16 to 18, characterized in that the metal layer (4) is reflective, preferably specularly reflective.
20. Transfer foil according to any one of Claims 15 to 19, characterized in that the first layer (2) is formed from one or more transparent layers.
21. Transfer foil according to any one of Claims 15 to 20, characterized in that the carrier foil and/or the transfer lamellar (11) are at least partly transparent.
22. Transfer foil according to any one of Claims 15 to 21, characterized in that the transfer lamellar (11) comprises at least one coloured opaque or coloured transparent
third layer (7).
23. Transfer foil according to any one of Claims 15 to 22, characterized in that a wax-like release layer (5) is arranged between the carrier foil and the transfer
lamina (11).
24. Transfer foil according to any one of Claims 15 to 23, characterized in that the transfer lamina (11) includes an adhesive layer (6), the adhesive layer (6) being
arranged on that side of the transfer lamina (11) which is remote from the carrier
foil.
25. Use of a transfer foil according to any one of Claims 15 to 24 for forming security
elements on data carriers, more particularly value-bearing documents such as identity
cards, tickets or banknotes, structural elements or decorative elements, more particularly
in architecture or other technical fields, packaging materials, more particularly
in the pharmaceutical or food industry and components in the electrical or electronics
industry.
1. Procédé de production d'une métallisation sur certaines zones d'un substrat (1), le
substrat (1) étant doté au moins sur certaines zones, d'une première couche (2) soluble
colorée qui est dotée sur son côté détourné du substrat (1) d'une couche métallique
(4) sur toute la surface,
caractérisé en ce que
a) entre la première couche (2) et la couche métallique (4) est disposée au moins
partiellement une deuxième couche soluble (3), ou en ce que
b) sur le côté tournée vers la couche métallique (4) de la première couche (2) est
disposée sur certaines zones au moins une troisième couche insoluble (7) et en ce que la deuxième couche soluble (3) est appliquée au moins partiellement sur le côté tourné
vers la couche métallique (4) de la troisième couche (7) et partiellement sur les
zones libres de la troisième couche (7) de la première couche (2),
dans les cas a) et b)
- un durcisseur étant ajouté à la première couche (2), le durcisseur étant réparti
uniformément dans le matériau dès la formation de la première couche pour former la
première couche, et un additif étant ajouté à la deuxième couche (3), qui est approprié
pour inactiver le durcisseur de la première couche (2), au moins une troisième couche
disposée dans le cas b) étant imperméable à l'additif,
- l'additif de la deuxième couche (3) inactivant le durcisseur de la première couche
(2) dans les zones de la première couche (2) qui sont disposées en contact direct
avec la deuxième couche (3) avant que la première couche (2) ne soit durcie par le
durcisseur, et en ce que
- la deuxième couche (3) et les zones de la première couche (2) dans lesquelles le
durcisseur a été inactivé, étant dissoute à l'aide d'au moins un liquide et retirée,
la couche métallique (4) étant retirée dans les zones qui étaient disposées directement
sur la deuxième couche (3).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la première couche (2) est formée par une peinture soluble aux alcalins, de préférence
à base d'acide polyacrylique ou d'anhydride d'acide styrène-maléique.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
l'on ajoute à la peinture soluble aux alcalins, un colorant hydrosoluble.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le durcisseur est choisi à base d'aziridine ou de polyimine et que la deuxième couche
(3) est formée d'une encre d'impression alcaline, hydrosoluble présentant un pH dans
une plage de 11 à 14.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'encre d'impression est constituée d'hydroxyde de sodium ou d'hydroxyde de potassium
comme additif alcalin.
6. Procédé selon l'une des revendications 4 ou 5,
caractérisé en ce que
l'on ajoute à l'encre d'impression, un agent de remplissage colorant ou un pigment.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'on ajoute à l'encre d'impression, du sulfate de baryum, de l'oxyde de titane ou
du sulfure de zinc.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
qu'au moins une troisième couche (7) présente une couleur opaque et/ou une couleur transparente.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
qu'au moins un liquide contient de l'eau ou est constitué d'eau.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
l'on utilise comme substrat (1), un matériau en film flexible.
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
le substrat (1) est transporté de rouleau en rouleau pour former la métallisation
sur certaines zones.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
la couche métallique (4) est réfléchissante, de préférence réfléchissant en miroir.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
la couche métallique (4) est formée des métaux aluminium, chrome, cuivre, nickel,
fer, titane, argent, or ou d'un alliage de deux de ces métaux ou plus.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que
la couche métallique (4) est formée par dépôt en phase vapeur ou par pulvérisation
cathodique.
15. Feuille de transfert, en particulier, feuille de marquage à chaud qui comprend un
substrat (1) et une couche de transfert (11) présentant une métallisation dans certaines
zones, pouvant être obtenue par un procédé selon l'une des revendications 1 à 14,
le substrat (1) étant constitué comme une feuille de support et la couche de transfert
(11) présentant au moins une première couche colorée (2) disposée sur certaines zones
et une couche métallique (4) disposée uniformément sur la première couche (2) en tant
que métallisation sur certaines zones,
caractérisée en ce que
la première couche (2) est durcie à l'aide d'un durcisseur à base d'aziridine ou à
base de polyimine, qui est tourné du côté de la première couche, la première couche
(2) étant durcie uniformément sur l'épaisseur de la couche, les zones durcies de la
première couche restant dans les zones de la couche métallique présentant un degré
de durcissement uniforme sur leur surface et également sur leur épaisseur de couche.
16. Feuille de transfert selon la revendication 15,
caractérisée en ce que
la première couche (2) est constituée d'une peinture soluble aux alcalins, de préférence
à base d'acide polyacrylique ou d'anhydride d'acide styrène-maléique.
17. Feuille de transfert selon la revendication 16,
caractérisée en ce que
la peinture soluble aux alcalins est un colorant hydrosoluble.
18. Feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 17,
caractérisée en ce que
la couche métallique (4) est constituée de l'un des métaux aluminium, chrome, cuivre,
nickel, fer, titane, argent, or ou d'un alliage de deux de ces métaux ou plus.
19. Feuille de transfert selon l'une des revendications 16 à 18,
caractérisée en ce que
la couche métallique (4) est réfléchissante, de préférence, réfléchissant en miroir.
20. Feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 19,
caractérisée en ce que
la première couche (2) est constituée d'une ou plusieurs couches transparentes.
21. Feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 20,
caractérisée en ce que
la feuille de support et/ou la feuille de transfert (11) sont partiellement transparentes.
22. Feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 21,
caractérisée en ce que
la couche de transfert (11) comprend au moins une troisième couche (7) de couleur
opaque ou de couleur transparente.
23. Feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 22,
caractérisée en ce
qu'une couche de séparation (5) de type cire est disposée entre la feuille de support
et la couche de transfert (11).
24. Feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 23,
caractérisée en ce que
la couche de transfert (11) présente une couche adhésive (6), la couche adhésive (6)
étant disposée du côté détourné de la feuille de support de la couche de transfert
(11).
25. Utilisation d'une feuille de transfert selon l'une des revendications 15 à 24, pour
la formation d'éléments de sécurité sur des supports de données, en particulier, des
documents de valeur tels que des cartes d'identité, des cartes ou des billets de banque,
des éléments de construction ou des éléments décoratifs, en particulier en architecture
ou d'autres domaines techniques, des matériaux d'emballage, en particulier dans l'industrie
pharmaceutique ou l'industrie agro-alimentaire ou des composants de l'industrie électrique
ou électronique.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente