[0001] Druckeinheiten einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine sowie Verfahren zu ihrer
Handhabung
[0002] Die Erfindung betrifft Druckeinheiten einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine
sowie Verfahren zu deren Handhabung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, 3, 7, 9
bzw. 10 oder 11.
[0003] Durch die
WO 95/24314 A1 ist eine derartige Druckeinheit bekannt, wobei vier Doppeldruckwerke vertikal übereinander
angeordnet sind und im Bereich ihrer Doppeldruckstelle horizontal relativ zueinander
bewegbar sind. Hierzu sind die Druckwerke einer selben Bahnseite jeweils in einem
gemeinsamen Rahmen gelagert, wobei zumindest einer der Rahmen horizontal bewegbar
ist.
[0004] Die
EP 12 64 686 A1 offenbart eine Druckeinheit mit vertikal übereinander angeordneten Doppeldruckwerken,
wobei die Druckwerkszylinder in einem mittleren, und die beiden Farbwerke jeweils
in äußeren Rahmenteilen gelagert sind. Diese äußeren Rahmenteile sind horizontal relativ
zum mittleren Rahmenteil bewegbar, um in den Zwischenraum bei Bedarf Plattenhandhabungsvorrichtungen
einzubringen.
[0005] In der
EP 11 49 694 A1 ist ein Druckeinheit mit einer Mehrzahl vertikal übereinander angeordneter brückenförmiger
Doppeldruckwerke aus jeweils zwei eine Doppeldruckstelle bildenden Druckwerken offenbart,
deren Druckwerkszylinder sämtlich in einem mittleren Gestellabschnitt und den Druckwerken
zugeordnete Farbwerke jeweils in äußeren Gestellabschnitten gelagert sind. Die benachbarten
Gestellabschnitte sind relativ zueinander im Abstand veränderbar sind ausgeführt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Druckeinheiten einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine
sowie Verfahren zu deren Handhabung zu schaffen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1, 3, 7, 9 bzw.
10 oder 11 gelöst.
[0008] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass in einem
ersten Aspekt trotz kompakter Bauweise eine hohe Druckqualität bei geringem Aufwand
gewährleistet wird. Dies wird zum einen dadurch erreicht, dass die Druckwerkszylinder
auch beim Öffnen der Druckeinheit zueinander in einer fixen, beispielsweise voreingestellten
Position verbleiben können (Reproduzierbarkeit). Zum zweiten wird die Qualität (Dublieren)
dadurch erhöht, dass eine Verbindungsebene der Rotationsachsen der zusammen wirkenden
Übertragungszylinder mit der Ebene der in das jeweilige Doppeldruckwerk einlaufenden
Bahn einen Winkel ungleich 90°, insbesondere zwischen 77 und 87° bildet. Weiterhin
kann durch die Verwendung von endlichen, als mehrteilige Drucktücher ausgebildete
Gummitücher eine steife Lagerung der Druckwerkszylinder in den Gestellwänden bewirkt
werden (Steifheit).
[0009] Unterstützt bzw. möglich ist diese Konfigurierung durch ein speziell an diese angepasstes
Antriebskonzept. Zur Vermeidung eines über die Trennstelle zwischen Druckwerkszylinder
und Farbwerk reichenden Antriebszuges wird jedes Doppeldruckwerk durch mindestens
einen eigenen Antriebsmotor rotatorisch unabhängig von den anderen Doppeldruckwerken
und von den zugeordneten Farbwerken angetrieben. Jedes Farbwerk erhält entsprechend
einen eigenen unabhängigen Antriebsmotor zu dessen rotatorischem Antrieb. Getriebespiel
im Bereich eines trennbaren Getriebes sowie eine Übertragung von Stößen zur Druckstelle
hin über den Antriebszug, resultierend aus Umkehrbewegungen im Farbwerk, werden vermieden.
Die Druckwerkszylinder können in einer vorteilhaften Ausführung sämtlich durch jeweils
unabhängige Antriebsmotoren einzeln angetrieben sein. Um jedoch bei hoher Qualität
und Variabilität den Aufwand zu minimieren, sind in der hier bevorzugten Ausführung
jeweils zusammenwirkende Form- und Übertragungszylinder paarweise durch einen von
den übrigen Paaren unabhängige Antriebsmotoren angetrieben. Somit ist noch immer ein
Druckformwechsel jeder einzelnen Druckstelle durch den - sowohl im Druckbetrieb als
auch bei der Wartung und ggf. beim Längsregistern - das Paar antreibenden Antriebsmotor
möglich. In diesem Zusammenhang ist auch der sämtliche Druckwerkszylinder aufnehmende
Gestellabschnitt in Bezug auf eine einfache Bauweise vorteilhaft, da hier für sämtliche
Antriebszüge der Druckwerke ein gemeinsamer Schmiermittelraum gebildet werden kann.
[0010] Von besonderem Vorteil im Hinblick auf die Qualität und kompakte Ausführung ist die
Ausbildung der Druck- bzw. Farbwerke als Druck- bzw. Farbwerke des "wasserlosen Offsetdruck",
d. h. es ist keine Feuchtmittelzufuhr (Feuchtwerk) vorgesehen, die Farben und die
Druckformen sind mit entsprechenden Eigenschaften gewählt.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Druckeinheit in Betriebsstellung B;
- Fig. 2
- eine Druckeinheit in Wartungsstellung A;
- Fig. 3
- eine Antriebskonfiguration in Vorderansicht;
- Fig. 4
- zwei Antriebskonfigurationen in Draufsicht;
- Fig. 5
- zwei Ausführungen des Farbwerkes.
[0013] Eine Druckmaschine, z. B. Rollenrotationsdruckmaschine, insbesondere eine Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine,
weist eine Druckeinheit 01 auf, in welcher eine Materialbahn 02, kurz Bahn 02 nacheinander
mehrfach, z. B. hier vierfach, oder aber mehrere Bahnen gleichzeitig ein- oder mehrfach
bedruckbar sind. Die Druckeinheit 01 weist mehrere (im vorliegenden Fall vier) vertikal
übereinander angeordnete Doppeldruckwerke 03 für den beidseitigen Druck im Gummi-gegen-Gummi-Betrieb
auf. Die Doppeldruckwerke 03 werden jeweils durch zwei Druckwerke 04 gebildet, welche
je einen als Übertragungszylinder 06 und einen als Formzylinder 07 ausgebildeten Zylinder
06; 07, z. B. Druckwerkszylinder 06; 07, sowie ein Farbwerk 08 aufweisen. Jeweils
zwischen den beiden Übertragungszylindern 06 wird in Anstelllage eine (Doppel-)Druckstelle
05 gebildet. Die genannten Bauteile sind lediglich am obersten Doppeldruckwerk 03
der Fig. 1 bezeichnet, wobei die übereinander angeordneten (Doppel-) Druckwerke 03;
04 jedoch im wesentlichen - insbesondere in der Ausgestaltung der für die Erfindung
relevanten Merkmale - identisch ausgeführt sind.
[0014] Form- und Übertragungszylinder 07; 06 sind vorzugsweise mit einer Ballenbreite von
mindestens vier nebeneinander angeordneter stehender Druckseiten in Zeitungsformat,
insbesondere im Broadsheetformat, ausgebildet. So kann eine doppelt breite Bahn 02
nebeneinander mit vier Seiten bedruckt, und der Formzylinder 07 entsprechend mit vier
Druckformen nebeneinander belegt werden. Vorteilhaft weisen die Zylinder 06; 07 einen
Umfang auf, welcher im wesentlichen zwei hintereinander angeordneten Druckseiten im
Zeitungsformat entspricht.
[0015] Die Druckwerkszylinder 06; 07 der mehreren (vier) übereinander angeordneten Doppeldruckwerke
03 sind rotierbar in einem mittleren Gestell- bzw. Wandabschnitt 11 gelagert, welcher
seinerseits vorzugsweise raumfest angeordnet ist, d. h. beispielsweise auf einem Boden
09 des Druckereiraumes, einem raumfesten Träger 09, einer Montageplatte 09 oder einem
Montagerahmen 09 für die Druckeinheit 01. Die Farbwerke 08 zu beiden Seiten der Doppeldruckwerke
03 sind jeweils in Gestell- bzw.
[0016] Wandabschnitten 12; 13 gelagert, welche ihrerseits vertikal gegenüber dem mittleren
Gestellabschnitt 11 bewegbar gegenüber dem Boden 09 bzw. Träger 09 bzw. Montageplatte
09 oder Montagerahmen 09 (im folgenden Träger 09) gelagert sind. Hierfür sind die
äußeren Gestellabschnitte 12; 13 in zueinander korrespondierenden Lagerelementen 14;
16 des Gestellabschnitts 12; 13 und des Trägers 09 gelagert. Diese können wie dargestellt
als in Schienen 16 laufende Rollen 14 sein oder aber auch als gleit- oder wälzkörpergelagerte
einander zugeordnete Linearführungselemente 14; 16 ausgeführt sein.
[0017] Vorzugsweise sind die Wandabschnitte 11; 12; 13 derart ausgebildet, dass sie in ihrer
Betriebsstellung B auf ihrer einander zugewandten Seite paarweise im wesentlichen
zueinander formkomplementär ausgebildet sind und zusammengefahren an ihren Trennlinien
bzw. Stoßlinien 17; 18 dennoch eine im wesentlichen geschlossene Seitenfront bilden
(Fig. 1 und 2). So kann sowohl auf der Zylinderseite als auch Farbwerksseite ein größtmöglicher
Bereich zur Aufnahme der Lager im entsprechenden Gestellabschnitt 11; 12; 13 erreicht
werden sowie Anforderungen an Lärm-, Personen- und/oder Schmutzschutz gerecht werden.
Damit eine möglichst stabile Lagerung mit entsprechend starken Zylinderzapfen erreicht
wird, weicht der mittlere Gestellabschnitt 11 im Bereich der in Fig. 1 und 2 nicht
dargestellten Zylinderlager aus einer vertikalen Flucht ab und weist entsprechende,
die Lager aufnehmende Ausbuchtungen 19 auf. Die äußeren Gestellabschnitte 12; 13 weisen
korrespondierend hierzu formkomplementäre Ausnehmungen 21 auf. Die Ausnehmungen 21
und Ausbuchtungen 19 sind auf die Lageranordnungen im Farbwerk 08 und Druckwerk 04
im Hinblick auf ausreichende oder gar größtmögliche Stärke der Umfassung, d. h. wenigstens
eine Mindeststärke durch das jeweilige Gestell hin gebildet.
[0018] Fig. 2 zeigt eine Wartungsstellung A zu beiden Seiten der Druckstellen 05, wobei
die Relativstellung der Farbwerke 08 zu den Druckwerkszylindern 06; 07 durch Bewegen
der die Farbwerke 08 aufnehmenden Gestellabschnitte 12; 13 bewirkt wird. Es kann auch
lediglich eine Seite abgestellt (Wartungsstellung A) sein, während sich die andere
in Betriebsstellung B befindet. Die Relativstellungen können grundsätzlich in anderer
Ausführung auch erreicht werden, indem ein äußerer Gestellabschnitt 12 (13) raumfest,
und der mittlere sowie der andere äußere Gestellabschnitt 11; 13 (12) oder aber gar
alle drei Gestellabschnitte 11; 12; 13 bewegbar gelagert sind.
[0019] Fig. 3 und 4 zeigen eine vorteilhafte Antriebskonfiguration für die Druckwerkszylinder
06; 07 der Druckeinheit 01 auf, wobei die Zapfen von Form- und Übertragungszylinder
07; 06 stirnseitig jeweils mit Zahnrädern 22; 23, insbesondere Stirnrädern 22; 23,
drehfest verbunden sind und paarweise eine Antriebsverbindung bilden. Der paarweise
Antrieb erfolgt vorteilhaft von einem Antriebsmotor 24 über ein Getriebe, insbesondere
ein Untersetzungsgetriebe, auf einen der beiden Zylinder 06; 07, insbesondere den
Formzylinder 07. Der Antrieb auf den Formzylinder 07 trägt aufgrund des geringeren
Stellweges zur einfachen und robusten Bauweise bei. Im Beispiel erfolgt der Antrieb
über ein Ritzel 26 auf das Stirnrad 22 (Fig. 4a). In anderer Ausführung (Fig. 4b)
kann neben dem Stirnrad 22 ein zweites Zahnrad 27 mit dem Formzylinderzapfen drehfest
verbunden sein, auf welches das Ritzel 26 treibt. In dieser Ausführung können die
die Antriebsverbindung bildenden Stirnräder 22; 23 zugunsten einer axialen Relativverschiebbarkeit
(Seitenregister) gerade verzahnt und das Zahnrad 27 und Ritzel 26 schrägverzahnt (Festigkeit)
ausgeführt sein. Grundsätzlich ist es auch möglich, mit den genannten Konfigurationen
zunächst auf den Übertragungszylinder 06 und von dort auf den Formzylinder 07 zu treiben
(Bezugszeichen 06 und 07 wären dann zu vertauschen). In nicht dargestellter Variante
kann zur verbesserten Dämpfung der Abtrieb vom Antriebsmotor 24 auf einen der Zylinder
06; 07 nicht über eine Zahnradverbindung (Ritzel) sondern ein Zugmittelgetriebe (z.
B. Riemen, insbesondere Zahnriemen mit entsprechenden Riemenscheiben) erfolgen. Ist
der Antriebsmotor 24 ausreichend stark dimensioniert und/oder weist ein Vorsatzgetriebe
(Untersetzung) auf, so kann vom Antriebsmotor 24 auch koaxial auf einen der Zylinder
06; 07 des Paares getrieben werden.
[0020] Wie in Fig. 4 zu erkennen, bildet vorzugsweise der Gestellabschnitt 11 zusammen mit
einer Abdeckung 28 einen die Stirn - und Zahnräder 22; 23; (27) bzw. Ritzel 26 beherbergenden
Schmiermittelraum 29. Dieser erstreckt sich vorzugsweise über die vier Stirnräder
22; 23 eines Doppeldruckwerkes 03 in der Breite und über sämtliche vier Doppeldruckwerke
03 in der Höhe. D. h. es existiert ein für die Druckwerkszylinder 06; 07 der Druckeinheit
01 gemeinsamer Schmiermittelraum 29.
[0021] Die Doppeldruckwerke 03 sind relativ zum vorgesehenen vertikalen Bahnlauf derart
ausgebildet, dass eine Verbindungsebene der Rotationsachsen der zusammen wirkenden
Übertragungszylinder 06 mit der Ebene der in das jeweilige Doppeldruckwerk 03 einlaufenden
Bahn 02 in Anstell-Lage einen Winkel α ungleich 90°, insbesondere zwischen 77° und
87° bildet (exemplarisch in Fig. 1). Vorzugsweise liegen die Rotationsachsen der Formzylinder
07 in Anstelllage nicht in der selben Ebene wie die der Übertragungszylinder 06, d.
h. die Doppeldruckwerke 03 sind nicht linear, sondern winkelig - vorzugsweise brückenförmig
- ausgeführt. Die Zylinder 06; 07 sind hierfür im Gestellabschnitt 11 entsprechend
gelagert. Wie in Fig. 4a schematisch durch Doppelstriche angedeutet, sind die Zapfen
der Übertragungszylinder 06 in Radiallagern 32 gelagert, welche zur Stellbarkeit der
Übertragungszylinder 06 ihrerseits in Exzenterbuchsen 33 gelagert sind. Diese Lagerung
kann insgesamt z. B. als Dreiring- oder Vierringlager 32, 33 ausgeführt sein. In einer
Variante ist lediglich einer der Übertragungszylinder 06 derart stellbar gelagert
und der andere fest. Die Lagerung der Formzylinder 07 kann ebenso ausgeführt sein,
es sind jedoch lediglich die Radiallager 31 angedeutet.
[0022] In einer bevorzugten Ausführung ist die Druckeinheit 01 als Druckeinheit 01 für den
Trockenoffset, d. h. für den wasser- bzw. feuchtmittellosen Offsetdruck ausgeführt.
Die Druckeinheit 01 weist in dieser Ausführung keine Feuchtwerke auf und ist daher
noch kompakter. In Fig. 1 sind die Farbwerke 08 symbolisch dargestellt und können
in verschiedener Art ausgeführt sein.
[0023] In einer im Hinblick auf die kompakte Bauweise besonders vorteilhaften ersten Ausführung
sind die Farbwerke 08 als Kurzfarbwerke 08 ausgeführt (Fig. 2, rechts oben), d. h.
sie weisen eine Rasterwalze 34 auf, welche in eine Farbwanne 36 eintaucht, dort Farbe
aufnimmt und durch eine Rakelvorrichtung 37, z. B. ein Rakelmesser oder ein Rakelblatt,
die überschüssige Farbe abgestreift wird. Farbwanne 36 und Rakelvorrichtung 37 können
vorzugsweise als Kammerrakel 36, 37 als Baueinheit ausgeführt sein, welches über eine
nicht dargestellte Pumpe ihre Farbe aus einem Farbvorrat erhält. Vorzugsweise weist
die Rasterwalze 34 einen von den Druckwerkszylindern 06; 07 mechanisch unabhängigen
Antriebsmotor 35 auf. Die Farbe wird durch mindestens eine Auftragswalze 38, vorteilhaft
zwei (Fig. 2) oder gar drei, von der Rasterwalze 34 abgenommen und dem Formzylinder
07 zugeführt. Da die Näpfchen der Rasterwalze 34 im wesentlichen die aufzunehmende
Farbmenge definieren, kann die Farbmenge entweder über eine Relativgeschwindigkeit
zwei Walzen oder vorteilhaft über die Temperatur der Farbe und/oder farbtransportierenden
Bauteile (z. B. zumindest der Rasterwalze 34) erfolgen. Die Rasterwalze 34 ist hierbei
durch einen von den Druckwerkszylindern 06; 07 mechanisch unabhängigen, insbesondere
auch von Auftragswalzen 38 unabhängigen eigenen, Antriebsmotor 35 rotatorisch angetrieben.
Bei erheblicher Änderung der Farbmenge muss ggf. die Rasterwalze 34 durch eine andere
ausgetauscht werden.
[0024] In einer hinsichtlich der Variabilität in der Farbmenge vorteilhaften Ausführung
sind die Farbwerke 08 gemäß Fig. 5a und 5b z. B. als Walzenfarbwerke 08 ausgeführt.
Wieder wird die Farbe durch mehrere (hier zwei) Auftragwalzen 38 auf die Druckform
des Formzylinders 07 aufgebracht. Die Auftragwalzen 38 erhalten jedoch die Farbe nicht
durch eine Rasterwalze 34, sondern über einen Walzenzug, welcher zumindest eine changierende
Walze 39 mit harter Oberfläche, einen sog. Reibzylinder 39 aufweist. vorteilhaft ist
ein Walzenzug, welcher zwei Reibzylinder 39 mit harter Oberfläche und eine dazwischenliegende
Zwischenwalze 41 weicher Oberfläche aufweist. Der formzylinderferne Reibzylinder 39
erhält die Farbe über eine weitere Zwischenwalze 41 von einer Filmwalze 42 mit harter
Oberfläche. Für das Konzept der teilbaren Druckeinheit 01 ist es vorgesehen, dass
die beiden Reibzylinder 39 über eine Getriebe (Räderzug oder Zugmittelgetriebe) mechanisch
miteinander gekoppelt und durch einen gemeinsamen, von den Druckwerkszylindern 06;
07 mechanisch unabhängigen Antriebsmotor 43 rotatorisch angetrieben sind (Antriebszug
strichliert dargestellt). Eine changierende Axialbewegung der beiden Reibzylinder
39 kann in einfacher Ausführung aus der rotativen Bewegung derselben über ein entsprechendes
Getriebe umgeformt werden. Vorteilhaft ist jedoch eine Ausführung, wobei die Axialbewegung
durch mindestens einen anderen, nicht dargestellten Antriebsmotor erfolgt. Die Zwischen-
und Auftragswalzen 41; 38 sind vorzugsweise lediglich über Friktion getrieben. Die
Filmwalze 42 erhält die Farbe von einer Duktorwalze 44, mit welcher sie einen Spalt
ausbildet. Die Duktorwalze 44 ist durch einen eigenen Antriebsmotor 46 rotatorisch
angetrieben. Die Dosierung der Farbe auf die Duktorwalze 44 kann auf verschiedene
Weise erfolgen.
[0025] In einer einfachen Ausführung (Fig. 5a) ist die Duktorwalze als Tauchwalze 44 ausgebildet,
welche in das Farbreservoir einer Farbwanne 47 eintaucht. Durch gezielte Steuerung
der Drehzahl des Antriebsmotors 46 (der Duktorwalze 44) wird die über den Spalt zur
Filmwalze 42 zu transportierende Farmenge eingestellt.
[0026] In einer vorteilhaften Variante (Fig. 5b) ist das Farbwerk 08 als Pumpfarbwerk 08
ausgebildet und erhält die erforderliche Farbmenge gesteuert über ein Pumpvorrichtung
48, welche es erlaubt, mittels ein oder mehrerer Pumpen gezielt die Farbmenge auf
die Duktorwalze 44 aufzubringen. Vorteilhaft ist die aufzubringende Farbmenge zonal
für Abschnitte der Duktorwalze 44 in axialer Richtung getrennt steuerbar, was durch
mehrere Pumpen oder mehrere einzeln steuerbare Ventile oder insbesondere eine Kombination
aus beidem erreicht wird. Hierdurch kann einem über eine zu druckende Bahn unterschiedlichen
Farbbedarf Rechnung getragen werden. Die Pumpe(n) kann (können) als Kolbenpumpe oder
aber als kontinuierlich laufende Zahnradpumpe ausgebildet sein.
[0027] Wie in Fig. 1, 2 und 5 angedeutet, weisen die Übertragungszylinder 06 an ihrem Umfang
vorzugsweise zumindest eine axial verlaufende Öffnung 49, insbesondere Kanalöffnung
49, auf, in welche die Enden eines stellvertretend in Fig. 5b dargestellten Aufzuges
51 einsteckbar und ggf. in einem innenliegenden Kanal befestigbar sind. Der Aufzug
51 ist vorteilhaft als ein eine dimensionsstabile Trägerplatte (z. B. Metall) und
eine elastische Schicht (z. B. Gummi) aufweisendes mehrteiliges Drucktuch 51, z. B.
sog. Metalldrucktuch 51, ausgeführt. Vorzugsweise sind auf den vier Druckseiten breiten
Übertragungszylinder 06 zwei Drucktücher 51 axial nebeneinander angeordnet, welche
in Vorteilhafter Weiterbildung in Umfangsrichtung versetzt (z. B. um 180°) angeordnet
sind. Hierdurch ist im Gegensatz zu Gummituchhülsen (sleeves) ein Wechsel der Aufzüge
51 möglich, ohne eine Öffnung und entsprechend lösbare Radiallager im Wandabschnitt
11 vorzusehen. Der Aufzug 51 kann in Betriebsstellung B bequem aus dem entstehenden
Zwischenraum zwischen Farbwerken 08 und Druckwerkszylindern 06; 07 gewechselt werden.
Das selbe gilt für den Zugriff auf eine Bahn 02 bei Problemen während des Einziehens
oder nach einem Bahnriss.
[0028] Vorteilhaft ist es, wenn die Wartungsstellung A zwar bei o. g. Vorfällen, nicht jedoch
beim routinemäßigen Druckformwechsel eingenommen werden muss. Wie stellvertretend
in Fig. 1, links unten für sämtliche Druckwerke 04 dargestellt, sind in vorteilhafter
Weiterbildung sämtlichen Druckwerken 04 Druckformwechselvorrichtungen 52 bzw. Druckformhandhabungsvorrichtungen
52 zugeordnet. Diese können vorteilhaft zwei Führungen aufweisen, auf deren einer
die Druckform, insbesondere Druckplatte, geführt zwischen den Farbwerken 08 hindurch,
dem Formzylinder 07 zuführbar und auf deren anderer die abzunehmende Druckform vom
Formzylinder 07 abführbar ist. Die Führungen können auch als geschlossene Schächte
ausgebildet sein. Die Druckformwechselvorrichtungen 52 bzw. deren Führungen/Schächte
sind mit den äußeren Gestellabschnitten 12; 13 verbunden und werden beim Bewegen der
Farbwerke 08 mit diesen zusammen verfahren. Für das Zu- bzw. Abführen der Druckplatten
ist zweckmäßiger Weise mindestens ein Transportmittel für die Druckform vorgesehen,
welches beispielsweise ein Antriebsmittel (z. B. Motor) und ein angetriebenes Haltemittel
(Reibfläche, Anschlag, Saugfuß) aufweist. Für den routinegemäßen Druckformwechsel
muss die Druckeinheit 01 somit nicht in ihre Wartungsstellung A verbracht werden,
was wiederum Zeit und ggf. ein Verstellen von Einstellungen und Neujustage zur Folge
hätte. Die Druckwerkszylinder 06; 07, insbesondere auch die die Druckstelle 05 bildenden
Übertragungszylinder 06 können in ihrer relativen Lage zueinander verbleiben.
[0029] Vorzugsweise ist die Druckformhandhabungsvorrichtung 52 dazu ausgebildet, dass in
axialer Richtung des Formzylinders 07 betrachtet auf vier Abschnitten nebeneinander
eine Druckform handhabbar ist. Dies kann durch entsprechend breite durchgehende Führungen
bzw. Schächte und mindestens vier Transportmittel für die Abschnitte, oder aber durch
vier nebeneinander angeordnete Führungen/Schächte mit jeweils zugeordneten Transportmitteln
erfolgen.
[0030] Das in der Beschreiung zu vier Druckseiten breiten Zylindern 06; 07 und/oder Druckformhandhabungsvorrichtungen
52 genannte ist entsprechend auf sechs Druckseiten nebeneinander anzuwenden.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 01
- Druckeinheit
- 02
- Materialbahn, Bahn
- 03
- Doppeldruckwerk
- 04
- Druckwerk
- 05
- Druckstelle, Doppeldruckstelle
- 06
- Übertragungszylinder, Druckwerkszylinder
- 07
- Zylinder, Formzylinder, Druckwerkszylinder
- 08
- Zylinder, Farbwerk, Kurzfarbwerk, Walzenfarbwerk, Pumpfarbwerk
- 09
- Boden, Träger, Montageplatte, Montagerahmen
- 10
- -
- 11
- Gestellabschnitt, Wandabschnitt, mittlerer
- 12
- Gestellabschnitt, Wandabschnitt, äußerer
- 13
- Gestellabschnitt, Wandabschnitt, äußerer
- 14
- Lagerelement, Rolle, Linearführungselement
- 15
- -
- 16
- Lagerelement, Schiene, Linearführungselement
- 17
- Trennlinie, Stoßlinie
- 18
- Trennlinie, Stoßlinie
- 19
- Ausbuchtung
- 20
- -
- 21
- Ausnehmung
- 22
- Zahnrad, Stirnrad
- 23
- Zahnrad, Stirnrad
- 24
- Antriebsmotor
- 25
- -
- 26
- Ritzel
- 27
- Zahnrad
- 28
- Abdeckung
- 29
- Schmiermittelraum
- 30
- -
- 31
- Radiallager
- 32
- Radiallager
- 33
- Exzenterbuchse
- 34
- Rasterwalze
- 35
- Antriebsmotor
- 36
- Farbwanne
- 37
- Rekelvorrichtung
- 38
- Auftragwalze
- 39
- Walze, Reibzylinder
- 40
- -
- 41
- Zwischenwalze
- 42
- Filmwalze
- 43
- Antriebsmotor
- 44
- Duktorwalze
- 45
- -
- 46
- Antriebsmotor
- 47
- Farbwanne
- 48
- Pumpvorrichtung
- 49
- Öffnung, Kanalöffnung
- 50
- -
- 51
- Aufzug, Drucktuch, Metalldrucktuch
- 52
- Druckformwechselvorrichtungen, Druckformhandhabungsvorrichtung
- A
- Wartungsstellung
- B
- Betriebsstellung
- α
- Winkel
1. Druckeinheit einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine mit einer Mehrzahl vertikal
übereinander angeordneter Doppeldruckwerke (03) aus jeweils zwei eine Doppeldruckstelle
(05) bildenden Druckwerken (04), deren Druckwerkszylinder (06; 07) sämtlich in einem
mittleren Gestellabschnitt (11), und den Druckwerken (04) zugeordnete Farbwerke (08)
jeweils in äußeren Gestellabschnitten (12; 13) gelagert sind, wobei die benachbarten
Gestellabschnitte (11; 12; 13) relativ zueinander im Abstand veränderbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwerkszylinder (06; 07) jedes Doppeldruckwerkes (03) durch mindestens einen
eigenen Antriebsmotor rotatorisch unabhängig von den anderen Doppeldruckwerken (03)
und von den Farbwerken (08) angetrieben ist, dass die Farbwerke (08) zu deren rotatorischem
Antrieb am zugeordneten äußeren Gestellabschnitt (12; 13) jeweils wenigstens einen
eigenen, von den Druckwerkszylindern (06; 07) unabhängigen Antriebsmotor (35; 43)
aufweisen, und dass die Farbwerke (08) als Pumpfarbwerk (08) ausgeführt ist, dass
das Pumpfarbwerk (08) eine Pumpvorrichtung (48) aufweist, durch welche es die erforderliche
Farbmenge gesteuert mittels einer oder mehrerer Pumpen erhält.
2. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwerkszylinder (06; 07) jeweils in Radiallagern (31; 32) gelagert sind und
dass eine Trenn- bzw. Stoßlinie (17; 18) zwischen dem mittleren und dem äußeren Gestellabschnitt
(11; 12; 13) von einer vertikalen Flucht in der Weise abweicht, dass sowohl für die
Lageranordnungen im Farbwerk (08) als auch der Druckwerkszylinder (06; 07) jeweils
im Hinblick auf eine Umfassung des Lagers eine Mindeststärke der Umfassung des Radiallagers
(31; 32) durch das jeweilige Gestellabschnitt (11; 12; 13) realisiert ist.
3. Druckeinheit einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine mit einer Mehrzahl vertikal
übereinander angeordneter Doppeldruckwerke (03) aus jeweils zwei eine Doppeldruckstelle
(05) bildenden Druckwerken (04), deren Druckwerkszylinder (06; 07) sämtlich in einem
mittleren Gestellabschnitt (11), und den Druckwerken (04) zugeordnete Farbwerke (08)
jeweils in äußeren Gestellabschnitten (12; 13) gelagert sind, wobei die benachbarten
Gestellabschnitte (11; 12; 13) relativ zueinander im Abstand veränderbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwerkszylinder (06; 07) jeweils in Radiallagern (31; 32) gelagert sind und
dass eine Trenn- bzw. Stoßlinie (17; 18) zwischen dem mittleren und dem äußeren Gestellabschnitt
(11; 12; 13) von einer vertikalen Flucht in der Weise abweicht, dass sowohl für die
Lageranordnungen im Farbwerk (08) als auch der Druckwerkszylinder (06; 07) jeweils
im Hinblick auf eine Umfassung des Lagers eine Mindeststärke der Umfassung des Radiallagers
(31; 32) durch das jeweilige Gestellabschnitt (11; 12; 13) realisiert ist.
4. Druckeinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Gestellabschnitt (11) stirnseitig auf Höhe der Formzylinder (07) jeweils
aus der vertikalen Flucht herausragende Ausbuchtungen (19) aufweist, welche die Umfassung
der Radiallager (31) der Formzylinder (07) bilden oder verstärken.
5. Druckeinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Gestellabschnitte (12; 13) korrespondierend zu den Ausbuchtungen (19)
formkomplementäre Ausnehmungen (21) aufweisen.
6. Druckeinheit nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppeldruckwerke (03) brückenförmig ausgeführt sind, und dass eine Verbindungsebene
der Rotationsachsen der zusammen wirkenden Übertragungszylinder (06) mit der Ebene
der in das jeweilige Doppeldruckwerk (03) einlaufenden Bahn (02) in Anstell-Lage einen
Winkel (α) zwischen 77° und 87° bildet.
7. Druckeinheit einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine mit einer Mehrzahl vertikal
übereinander angeordneter brückenförmiger Doppeldruckwerke (03) aus jeweils zwei eine
Doppeldruckstelle (05) bildenden Druckwerken (04), deren Druckwerkszylinder (06; 07)
sämtlich in einem mittleren Gestellabschnitt (11), und den Druckwerken (04) zugeordnete
Farbwerke (08) jeweils in äußeren Gestellabschnitten (12; 13) gelagert sind, und wobei
die benachbarten Gestellabschnitte (11; 12; 13) relativ zueinander im Abstand veränderbar
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppeldruckwerke (03) in der Weise brückenförmig ausgeführt sind, dass eine Verbindungsebene
der Rotationsachsen der zusammen wirkenden Übertragungszylinder (06) mit der Ebene
der in das jeweilige Doppeldruckwerk (03) einlaufenden Bahn (02) in Anstell-Lage einen
Winkel (α) zwischen 77° und 87° bildet.
8. Druckeinheit nach Anspruch 1, 3 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass je Druckwerk (04) eine Druckformhandhabungsvorrichtung (52) vorgesehen ist, welche
jeweils in den korrespondierenden äußeren Gestellabschnitten (12; 13) mit diesen verbunden
angeordnet sind.
9. Druckeinheit einer Mehrfarbenrollenrotationsdruckmaschine mit einer Mehrzahl vertikal
übereinander angeordneter Doppeldruckwerke (03) aus jeweils zwei eine Doppeldruckstelle
(05) bildenden Druckwerken (04), deren Druckwerkszylinder (06; 07) sämtlich in einem
mittleren Gestellabschnitt (11), und den Druckwerken (04) zugeordnete Farbwerke (08)
jeweils in äußeren Gestellabschnitten (12; 13) gelagert sind, wobei die benachbarten
Gestellabschnitte (11; 12; 13) relativ zueinander im Abstand veränderbar sind, und
wobei je Druckwerk (04) eine Druckformhandhabungsvorrichtung (52) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckformhandhabungsvorrichtungen (52) in den äußeren Gestellabschnitten (12;
13) mit diesen verbunden angeordnet sind.
10. Verfahren zur Handhabung einer Druckeinheit (01) gemäß einem der Ansprüche 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Druckwerke (04) mittels der Druckformhandhabungsvorrichtung (52) ein
Druckformwechsel durchgeführt wird, während sich der diese Druckformhandhabungsvorrichtung
(52) aufweisende äußere Gestellabschnitt (12; 13) und der mittlere Gestellabschnitt
(11) zueinander in Betriebsstellung (B) befinden.
11. Verfahren zur Handhabung einer Druckeinheit (01) gemäß einem der Ansprüche 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Übertragungszylinders (06) eines der Druckwerke (04) ein als endliches Drucktuch
(51) ausgeführter Aufzug (51) gewechselt wird, während sich der diesem Druckwerk (04)
zugeordnete äußere Gestellabschnitt (12; 13) und der mittlere Gestellabschnitt (11)
zueinander in Wartungsstellung (A) befinden, d. h. auseinander bewegt sind.
12. Druckeinheit nach Anspruch 1, 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass Form- und Übertragungszylinder (07; 06) jeden Druckwerkes (04) über eine Zahnradverbindung
(22; 23) paarweise gekoppelt und durch einen eigenen Antriebsmotor (24) paarweise
angetrieben sind.
13. Druckeinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnradverbindungen (22, 23) sämtlicher Druckwerkszylinder (06; 07) der Druckeinheit
(01) in einem gemeinsamen, durch den mittleren Gestellabschnitt (11) und eine Abdeckung
(28) gebildeten Schmiermittelraum (29) angeordnet sind.
14. Druckeinheit nach Anspruch 1, 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Gestellabschnitte (12; 13) in zueinander korrespondierenden Lagerelementen
(14; 16) gelagert sind.
15. Druckeinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerelemente (14; 16) als in Schienen (16) laufende Rollen (14) ausgebildet
sind.
16. Druckeinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerelemente (14; 16) als gleit- oder wälzkörpergelagerte, einander zugeordnete
Linearführungselemente (14; 16) ausgeführt sind.
17. Druckeinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der paarweise Antrieb vom Antriebsmotor (24) über ein Untersetzungsgetriebe, auf
einen der beiden Zylinder (06; 07), insbesondere auf den Formzylinder (07) erfolgt.
18. Druckeinheit nach Anspruch 1, 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungszylinder (06) des Doppeldruckwerkes (03) in Radiallagern (32) gelagert
sind, welche ihrerseits in Exzenterbuchsen (33) gelagert sind.
19. Druckeinheit nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass Radiallager (32) und Exzenterbuchse (33) insgesamt als Dreiringlager (32, 33) ausgeführt
sind.
20. Druckeinheit nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass Radiallager (32) und Exzenterbuchse (33) insgesamt als Vierringlager (32, 33) ausgeführt
sind.
21. Druckeinheit nach Anspruch 1, 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit (01) als Druckeinheit (01) für den Trockenoffset, d. h. für den
wasser- bzw. feuchtmittellosen Offsetdruck ausgeführt ist.
22. Druckeinheit nach Anspruch 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbwerke (08) als Kurzfarbwerke (08) ausgeführt sind.
23. Druckeinheit nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Kurzfarbwerk (08) eine Rasterwalze (34) aufweist, welche in eine Farbwanne (36)
eintaucht, dort Farbe aufnimmt und durch eine Rakelvorrichtung (37) abgestreift wird.
24. Druckeinheit nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass Farbwanne (36) und Rakelvorrichtung (37) als Kammerrakel (36, 37) ausgebildet sind.
25. Druckeinheit nach Anspruch 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbwerke (08) als Walzenfarbwerk (08) ausgeführt sind.
26. Druckeinheit nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzenfarbwerk (08) mehrere Auftragwalzen (38) und zumindest eine changierende
Walze (39) aufweist.
27. Druckeinheit nach Anspruch 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbwerke (08) als Pumpfarbwerk (08) ausgeführt sind.
28. Druckeinheit nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpfarbwerk (08) eine Pumpvorrichtung (48) aufweist, durch welche es die erforderliche
Farbmenge gesteuert mittels ein oder mehrerer Pumpen erhält.
29. Druckeinheit nach Anspruch 1 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass die aufzubringende Farbmenge zonal für Abschnitte der Duktorwalze (44) in axialer
Richtung getrennt steuerbar ist.
30. Druckeinheit nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass für das zonale Steuern mehrere Pumpen oder mehrere einzeln steuerbare Ventile oder
insbesondere eine Kombination aus beidem vorgesehen sind.
31. Druckeinheit nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe als Kolbenpumpe ausgebildet ist.
32. Druckeinheit nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe als kontinuierlich laufende Zahnradpumpe ausgebildet ist.
33. Druckeinheit nach Anspruch 1, 3, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aufzug (51) auf dem Übertragungszylinder (06) als ein eine dimensionsstabile
Trägerplatte und eine elastische Schicht aufweisendes mehrteiliges Drucktuch (51),
z. B. Metalldrucktuch (51), ausgeführt ist.