| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 768 461 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.09.2006 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Verfahren zum Erzeugen, Verarbeiten und Auswerten eines mit der Temperatur korrelierten
Signals und entsprechende Vorrichtung
Method to generate, process and evaluate a temperature-correlated signal and corresponding
device
Méthode pour générer, traiter et évaluer un signal en correlation avec la température,
et dispositif correspondant
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.09.2005 DE 102005045875
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.03.2007 Patentblatt 2007/13 |
| (73) |
Patentinhaber: E.G.O. ELEKTRO-GERÄTEBAU GmbH |
|
75038 Oberderdingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Thimm, Wolfgang, Dr.
76137 Karlsruhe (DE)
- Wittenhagen, Wolfgang
74831 Gundelsheim (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner |
|
Kronenstrasse 30 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 492 385 US-A- 4 629 852 US-A- 6 118 105
|
US-A- 4 523 084 US-A- 5 437 002
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen, Verarbeiten und Auswerten einer
Temperatur bzw. eines mit der Temperatur an einem Elektrokochgerät bzw. einem Kochfeld
korrelierten Signals im Betriebszustand des Gerätes, sowie eine entsprechende Vorrichtung
und ein Verfahren zum Betrieb eines Elektrokochgerätes bzw. eines Kochfeldes.
[0002] Es sind verschiedene Verfahren bekannt, Temperaturzustände an einem Kochfeld zu erfassen,
und zwar sowohl zum Schutz der Kochfeld-Platte an sich gegen Überhitzung als auch
zur Durchführung von sogenannten automatischen Kochprogrammen, siehe beispielsweise
US 6118105,
EP 858722 A,
DE 10329840 A,
DE 19906115 C oder
DE 10356432 A.
[0003] Die
US 5,437,002 beschreibt ein Verfahren zum Ausschalten einer Kaffeemaschine, wenn die Flüssigkeit
im Tank zu Ende gegangen ist. Dies kann durch einen Temperatursensor im Tank festgestellt
werden, der beispielsweise ein Thermistor sein kann. Das Temperatursignal des Sensors
wird überwacht, um abhängig davon eine Heizung für den Wassertank zu steuern. Dabei
wird überwacht, ob die Temperatur gemäß dem vom Temperatursensor gemessenen Temperatursignal
sich oberhalb oder unterhalb eines Grenzwertes befindet. Dabei kann eine gewisse Hysterese
im Schaltvorgang vorgesehen sein.
[0004] Die
US 4,629,852 beschreibt einen Regelschaltkreis zur Steuerung des Betriebs eines Heizelements mit
einem Temperatursensor. Dabei wird nicht nur der Absolutwert des Temperatursensors
ausgewertet, sondern auch Anstieg oder Abfall des Temperatursignals über der Zeit.
[0005] Die
US 4,523,084 beschreibt ein Steuerverfahren für ein Heizelement. Dabei wird die Veränderung einer
Spannung über dem Heizelement in Abhängigkeit von der Temperatur überwacht. Diese
Spannung über dem Heizelement kann entweder analog überwacht werden oder mit einer
Spannungsverstärkungsschaltung bei gleichzeitiger Messung des Stroms mittels einer
Stromverstärkungsschaltung an einem Strommesswiderstand. Dann werden Verstärkerleitungen
nachgeschaltet.
Aufgabe und Lösung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, alternative Verfahren der eingangs genannten
Art sowie eine entsprechende Vorrichtung bereitzustellen, mit denen insbesondere ein
über eine Temperatursensor-Vorrichtung erfasster Wert als Ausgangswert zur Verfügung
gestellt werden kann, der möglichst gut weiterverarbeitet bzw. verwendet werden kann.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1,
ein Verfahren zum Betrieb eines Elektrogerätes mit den Merkmalen des Anspruchs 13
sowie eine entsprechende Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Vorteilhafte
wie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche
und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht. Einige Merkmale gelten sowohl für
die Verfahren als auch für die Vorrichtung. Sie werden im folgenden teilweise nur
einmal erläutert, können jedoch unabhängig voneinander sowohl für Verfahren als auch
Vorrichtung gelten.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Temperatur des Elektrokochgerätes bzw. des
Kochfeldes, eines darauf stehenden bzw. im Betrieb erhitzten Kochgeschirrs und/oder
eines darin enthaltenen Kochgeschirrinhaltes wie eines Nahrungsmittels mit einer Temperatursensor-Vorrichtung
erfasst wird. Das von der Temperatursensor-Vorrichtung im zeitlichen Verlauf erfasste
Temperatursignal wird einmal nach der Zeit differenziert. Dieses Ergebnis wird dann
invertiert und das Ergebnis der Invertierung wiederum wird mit einem Potenzierungswert
potenziert, der zwischen 0,5 und 1 liegt, vorteilhaft zwischen 0,6 und 0,8. Dadurch
erhält man einen Ausgangswert, der dann wiederum einer weiteren Verarbeitung und Auswertung
zu Grunde gelegt wird. So können beispielsweise, wie zuvor genannt, zu hohe Temperaturen
vermieden oder bestimmte Kochprogramme oder automatische Abläufe gesteuert werden.
[0009] In Formeln ausgedrückt bedeutet dieses Verfahren, dass der Ausgangswert A(t) gebildet
wird als

mit c positiv, konstant und aus dem Intervall 0,5 bis 1 gewählt. Die zeitlichen Intervalle
Δx(t')=x(t1)-x(t2) sind groß genug zu wählen, um mit dem Rauschen der Messwerte nicht
in Konflikt zu kommen. Dieses würde ansonsten unter ungünstigen Umständen den Ausgangswert
so stark verrauschen, dass eine Steuerung sehr stark störungsabhängig wäre. T(t')
entspricht hierbei dem Signal des Temperatursensors und t(t') entspricht der Zeit,
welche während der Messung gemessen wird.
[0010] Unter gewissen Umständen, beispielsweise bei einem Abkühlen nach Ausschalten oder
während des Taktens, ist es möglich, dass die Steigung, welche dem Ausgangswert zu
Grunde liegt, negativ wird. Um zu vermeiden, dass dann beim Potenzieren mathematische
Probleme auftreten, kann in solchen Fällen der Betrag der Klammer verwendet werden
und zusätzlich kann das Vorzeichen des Wertes innerhalb der Klammer separat in die
Betrachtung einbezogen werden. In diesem Sinne kann das Vorzeichen des Ausgangswertes
als Vorzeichen verstanden werden, welches sich für den Fall c=1 ergäbe.
[0011] Im Rahmen der Erfindung hat sich nämlich gezeigt, dass man durch die erfindungsgemäße
Verarbeitung des im zeitlichen Verlauf erfassten Temperatursignals auf vorgenannte
Art und Weise einen sehr gut auswertbaren Verlauf erhält. Dieser weist in seinem Verlauf
relativ charakteristische Eigenschaften auf und eignet auch sich für eine weitere
Auswertung gut. Insbesondere können, wie im nachfolgenden im Einzelnen noch erläutert
wird, bestimmte charakteristische Ereignisse daran gut erkannt werden.
[0012] Es wird darauf hingewiesen, dass sich für den Ausgangswert dadurch, dass die Temperaturänderung
im Nenner des Ausgangswertes steht, solche kleinen Änderungen sehr stark bemerkbar
machen. Dies gilt insbesondere in Fällen, in denen sich die Temperatur nur noch gering
ändert.
[0013] Vorteilhaft beträgt der Potenzierungs-Wert etwa 2/3, besonders vorteilhaft genau
2/3. Im Rahmen der Erfindung hat sich gezeigt, dass sich mit diesem Potenzierungs-Wert
ein besonders gut verarbeitbarer Ausgangswert ergibt, insbesondere mit einem ziemlich
linearen Verlauf, was eben für die Auswertung von Vorteil ist.
[0014] Formal ergibt sich der Wert von 2/3 für den Potenzierungswert aus einer Betrachtung
des dynamischen Verlaufs von Temperatursignalen. Es findet also eine Berücksichtigung
des Effekts statt, dass sich eine Änderung der Temperatur an einem Punkt, beispielsweise
am Heizleiter, nicht direkt am Sensor wiederspiegelt. Das Temperatursignal braucht
nämlich eine gewisse Zeit, um von diesem Punkt bis zum Sensor zu gelangen und diesen
zu erwärmen.
[0015] Der im zeitlichen Verlauf erfasste Wert kann an der Temperatursensor-Vorrichtung
elektronisch abgefragt werden. Hierfür eignen sich viele verschiedene Temperatursensoren
sowie Messaufbauten mit solchen Temperatursensoren, die dem Fachmann bekannt sind.
[0016] Der erhaltene Ausgangswert kann beispielsweise dazu verwendet werden, ein Kochprogramm
an dem Kochfeld als Elektrokochgerät durchzuführen, welches zumindest teilweise automatisch
abläuft. Ein solches Kochprogramm kann ein Kochgeschirr samt Inhalt auf eine gewünschte
Temperatur erhitzen, beispielsweise Wasser zum Kochen bringen. Dazu kann die Heizleistung
zu Beginn möglichst hoch gewählt werden, um das Wasser möglichst schnell zum Kochen
zu bringen. Nach Erreichen des Kochpunktes bei knapp 100°C kann die Heizleistung zur
Energieeinsparung soweit reduziert werden, dass stets gerade dieser Kochpunkt gehalten
wird.
[0017] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei Erkennen eines Abfalls des Ausgangswertes
unter einen bestimmten ersten Grenzwert, der beispielsweise bei nahezu Null liegen
kann, die Leistung an dem Kochfeld bzw. an einer bestimmten ausgewählten Kochstelle
des Kochfeldes, an der der erfasste Kochvorgang stattfindet, reduziert wird. Dies
bedeutet, dass bei diesem zeitlichen Verhalten des Ausgangswertes ein Zustand erkannt
worden ist, welcher sinnigerweise eine Reduzierung der Heizleistung nach sich zieht.
Beispielsweise kann dies bedeuten, dass die Temperatur nicht weiter ansteigt, was
insbesondere das Erreichen beispielsweise eines Kochpunktes von Wasser bedeutet. Bei
anderen E-lektrokochgeräten wie beispielsweise einem Backofen kann die Temperatur
an einer eingebrachten Backform odgl. gemessen werden.
[0018] Als weitere Möglichkeit kann vorgesehen sein, dass beim Erkennen eines Überschreitens
oder eines Unterschreitens eines zweiten Grenzwertes durch den Ausgangswert die Leistung
reduziert wird. Unter Umständen kann sie sogar für eine bestimmte Zeit abgeschaltet
werden, weil ein solches Temperaturverhalten beispielsweise dadurch hervorgerufen
wird, dass nach dem Verweilen der Temperatur in einem konstanten Bereich, insbesondere
an dem vorgenannten Kochpunkt, die Temperatur wieder ansteigt. Dies ist ein Zeichen
dafür, dass ein Kochgeschirrinhalt bzw. beispielsweise Wasser in einem Kochtopf vollständig
verdampft ist, wodurch ein weiterer Temperaturanstieg möglich ist und erfolgt. Da
dieser jedoch zu einer ungewünschten und sogar gefährlichen Überhitzung von Kochstelle
und Kochgeschirr führen würde, was unbedingt vermieden werden sollte, wird nach dem
Erkennen dieses Zustandes die Leistung reduziert oder sogar abgeschaltet.
[0019] Als weitere Möglichkeit kann vorgesehen sein, dass bei einem Vorzeichenwechsel des
Ausgangswertes ein Warnsignal ausgesendet wird bzw. die Leistung an der Kochstelle
mit dem überwachten Kochvorgang abgeschaltet wird. Insbesondere wird hierzu auch der
zeitliche Verlauf der erzeugten Heizleistung überwacht. So kann beispielsweise erkannt
werden, ob ein festgestelltes Ansteigen oder Abfallen der Temperatur mit dem zeitlichen
Verlauf der Heizleistung übereinstimmt oder ob unter Umständen ein Fehler in der Temperaturerfassung
vorliegt. So ist beispielsweise ein festgestelltes Ansteigen der Temperatur zu einem
Zeitpunkt, zu dem keine Heizleistung eingebracht wird, als Fehler in der Temperaturerfassung
zu werten. Dies sollte einer Bedienperson angezeigt werden bzw. zumindest diese Kochstelle
des Kochfeldes abgeschaltet werden. Insbesondere bei Verwendung von Strahlungsheizeinrichtungen
mit taktendem Betrieb und somit relativ leichter Feststellung des Erzeugens von Heizleistung
ist dies möglich und vorteilhaft.
[0020] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Wärmekapazität einer leeren Kochstelle
bzw. einer Kochstelle ohne aufgesetztes Kochgeschirr bekannt und in einem Speicher
einer entsprechenden Steuerung abgespeichert sein, ebenso bei mehreren Kochstellen
oder Heizeinrichtungen. Von dem eingangs genannten Ausgangswert ausgehend kann nach
einer gewissen Betriebszeit, insbesondere einigen Minuten, die Wärmekapazität einer
Heizeinrichtung des Elektrokochgerätes, beispielsweise als Kochfeld, berechnet werden.
Dazu wird die eingebrachte Leistung mit dem Ausgangswert multipliziert und dieser
Wert wird mit dem vorgenannten abgespeicherten Wert für die Wärmekapazität verglichen.
Bei einer Abweichung von mehr als 10% oder 15% nach oben oder unten wird ein unzulässiger,
ggf. kritischer Zustand entdeckt und als solcher definiert. Infolgedessen kann ein
Warnsignal ausgesendet und/oder die Leistung zumindest an dieser Kochstelle reduziert
werden, insbesondere kann sie abgeschaltet werden. Eine derartige Änderung der Wärmekapazität
bedeutet, dass sich am Kochgeschirr etwas signifikant geändert hat oder dass es von
der Kochstelle genommen worden ist. Eine vorgenannte Berechnung der Wärmekapazität
kann während eines Kochvorganges auch mehrfach durchgeführt werden. Vorzugsweise erfolgt
dies in regelmäßigen zeitlichen Intervallen. Ebenso kann eine Kochstelle mit verringerter
Wärmeabgabe durch beispielsweise einen darauf aufliegenden Topfdeckel oder eine Kochstelle
mit gut oder schlecht anliegendem Topf oder Pfanne betrieben werden.
[0021] Formal ist die Wärmekapazität C
p gegeben als

wobei die zugeführte Energie E aus der Leistung P, der Zeit t und dem Wirkungsgrad
η berechnet werden kann. Die zeitliche Wärmekapazität erhält man durch Umstellen als

[0022] Dabei ist zu beachten, dass sich die Wärmekapazität auf das gesamte System in der
Nähe des Temperatursensors bezieht. Die in diesem Sinne ermittelte Wärmekapazität
hängt also von der Sensoranordnung ab.
[0023] Für den Idealfall, dass sich der Temperatursensor direkt im Wasserbad eines zu erwärmenden
Kochgeschirrs samt Wasser als Inhalt befände, würde man bis zum Erreichen des Kochpunkts
ungefähr konstante Werte finden. In diesem Idealfall wäre eine Berücksichtigung der
oben genannten dynamischen Eigenschaften nicht nötig. Wie anhand der Formeln zu sehen
ist, wäre in diesem Fall der konstante Exponent für die Bildung des Ausgangswertes
"1". Da dies aber nicht der Fall ist, wird der Ausgangswert geringer gewählt, eben
im Bereich um 2/3 herum.
[0024] In weiterer Ausgestaltung kann ausschließlich die Abkühlung des Temperatursensors,
während der keine Leistung zugeführt wird, ausgewertet werden. So ist ein besseres
Auswerteverhalten erreichbar.
[0025] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass ein Abkühlen während eines Taktbetriebes
einer taktend betriebenen Heizeinrichtung einerseits und ein Abkühlen in Folge einer
Reduktion der Leistung auf den Wert "Null" andererseits in separaten Berechnungsverfahren
behandelt werden. Durch die Unterscheidung ist jeweils eine genau angepasste Berechnung
möglich.
[0026] Auch der absolute Wert des Temperatursensors kann in die Auswertung mit einbezogen
werden. Dies gilt insbesondere beim Vergleich mit vorgegebenen Standardwerten.
[0027] Als weiterer unabhängiger Erfindungsaspekt kann bei einem Elektrokochgerät bzw. einem
Kochfeld vorgesehen sein, dass das gesamte Elektrokochgerät oder zumindest eine Kochstelle
des Kochfeldes davon in zwei Betriebsarten betrieben werden kann. In einer ersten
sogenannten Normal-Betriebsart kann jede mögliche Leistungsänderung vorgenommen werden.
In einer zweiten sogenannten Sicherheits-Betriebsart erfolgt ein Automatik-Betrieb
der Kochstelle bzw. ein automatisch gesteuerter, dem ein vorgeschriebenes Kochprogramm
mit vorgegebenen zeitlichen Abläufen für die Leistung zu Grunde liegt. Im Rahmen dieser
Sicherheits-Betriebsart bzw. des Kochprogramms kann die Leistung lediglich gehalten
oder reduziert werden, jedenfalls findet keine Erhöhung statt. Dies kann nur dann
erfolgen, wenn eine Bedienperson manuell bewusst und gewollt eingreift, wobei dann
vorteilhaft die Sicherheits-Betriebsart beendet wird und in den Normal-Betrieb gewechselt
wird. Bei diesem Verfahren kann mit Vorteil das Ergebnis einer vorgenannten Temperaturauswertung
verwendet werden. So kann für einen Automatik-Betrieb vorgesehen sein, dass das Auftreten
kritischer Zustände zumindest dadurch vermieden oder reduziert wird, dass eine Leistungserhöhung
nicht automatisch erfolgen kann.
[0028] Grundsätzlich ist das in dieser Anmeldung beschriebene Verfahren unabhängig von der
Beheizungsart auf beliebige Heizungsarten übertragbar, beispielsweise Induktionsbeheizung,
Beheizung mit Dünn- oder Dickschicht-Heizelementen oder Rohrheizkörper. Ebenso kann
das Verfahren auf verschiedene Elektrogeräte, beispielsweise alternativ zu einem Kochfeld
auf einen Backofen oder Dampfgarer, übertragen werden.
[0029] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und der Zeichnung hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in Zwischen-Überschriften und einzelne Abschnitte beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0030] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der einzigen Zeichnungsfigur 1 dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert, wobei Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung
durch ein Kochfeld mit einem Strahlungsheizkörper und einem Temperatursensor darstellt.
Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0031] In Fig. 1 ist ein Kochfeld 11 als Elektrokochgerät dargestellt. Es weist eine Kochfeldplatte
12 auf, unterhalb derer eine übliche Strahlungsheizeinrichtung als Strahlungsheizkörper
14 angeordnet ist. Auf die Kochfeldplatte 12 ist oberhalb der Strahlungsheizeinrichtung
14 ein Kochgeschirr 13 bzw. ein Kochtopf aufgestellt, um dessen Inhalt zum Kochen
zu bringen bzw. zu erhitzen. An der Unterseite der Kochfeldplatte 12 ist im Bereich
oberhalb des Strahlungsheizkörpers 14 ein Temperatursensor S angebracht, beispielsweise
an die Kochfeldplatte 12 angeklebt. Derartige Temperatursensoren sind auch für den
zu erwartenden Temperaturbereich von bis zu etwa 630°C für den Fachmann bekannt und
es braucht nicht näher darauf eingegangen zu werden. Der Temperatursensor S liefert
die Temperatur T bzw. ein entsprechendes Temperatursignal an eine Steuerung 16.
[0032] Der Temperatursensor S ist elektronisch abfragbar, und zwar über die Steuerung 16.
Dies bedeutet also, dass das Temperatursignal T in der Steuerung 16 anliegt und weiter
verarbeitet werden kann. Diese Weiterverarbeitung erfolgt auf vorgeschriebene Art
und Weise dadurch, dass das Temperatursignal T nach der Zeit differenziert wird. Dieses
Ergebnis wird invertiert und das Ergebnis der Invertierung wird mit 2/3 potenziert.
Dadurch ergibt sich ein Ausgangswert A, der für weitere Auswertetätigkeiten und/oder
das Durchführen eines Kochprogramms odgl. verwendet wird. Er ist auch dadurch vorteilhaft,
weil er einen einigermaßen linearen Verlauf aufweist. Daran können Veränderungen besonders
gut erkannt werden.
[0033] Bestimmte Ereignisse, die an einem Kochfeld 11 auftreten können, wie Halten einer
maximalen Temperatur beim Erreichen des Kochpunktes von Wasser oder Leerkochen eines
Kochgeschirrs und ein damit verbundener Wiederanstieg der Temperatur, sind grundsätzlich
bekannt, die dadurch erhaltenen Temperaturverläufe ebenso. Nimmt man nun bei dem Kochfeld
11 diese charakteristischen Temperaturkurven auf und speichert die dadurch erhaltenen
Verläufe des vorstehend ermittelten Ausgangswertes in der Steuerung 16 oder einem
zugehörigen, nicht dargestellten Speicher, ab, so kann der in einem Betrieb ermittelte
Ausgangswert A damit verglichen werden. Kann man aufgrund des derzeitigen Verlaufs
des Ausgangswertes bei einem bestimmten Kochvorgang auf dem Kochfeld ein bekanntes
Muster aus dem Speicher erkennen bzw. entspricht es einem bekannten Muster, beispielsweise
für das Erreichen des Kochpunktes von Wasser in dem Kochgeschirr 13, so kann die Steuerung
16 das Ergebnis auswerten, dass eben Wasser in einem auf das Kochfeld 11 aufgestellten
Kochgeschirr 13 kocht. Davon ausgehend kann beispielsweise im Rahmen eines entsprechenden
Kochprogramms die Leistung etwas reduziert werden. Die Leistungsreduktion kann dabei
so erfolgen, dass zwar weniger Leistung durch den Strahlungsheizkörper 14 erzeugt
wird, dennoch aber die Temperatur nicht oder nur unwesentlich unter die 100°C abfällt.
Dies kann ebenfalls über die Auswertung mittels des Temperatursensors S bzw. des Temperatursignals
T und seines zugehörigen Ausgangswertes nach der erfindungsgemäßen Umrechnung erfolgen.
[0034] Die weiteren vorstehend beschriebenen Möglichkeiten, mit der Steuerung 16 ein Kochprogramm
ablaufen zu lassen bzw. Warnsignale odgl. abzugeben sowie sonstige Signale, sind für
den Fachmann bekannt, insbesondere auch aus den vorgenannten Dokumenten des Standes
der Technik. Insofern braucht hier nicht weiter darauf eingegangen zu werden.
[0035] Vorteilhaft überwacht die Steuerung 16 auch die Leistungszufuhr zu dem Strahlungsheizkörper
14. So kann über Erfassen des zeitlichen Verlaufs der zugeführten elektrischen Energie
eine Plausibilitätsprüfung hinsichtlich des erzeugten Temperaturverlaufs oder der
erfassten Temperaturhöhe am Temperatursensor S erfolgen. Wird beispielsweise zu einem
bestimmten Zeitpunkt keine oder nur eine sehr geringe Heizleistung von dem Strahlungsheizkörper
14 erzeugt, die Temperatur an dem Temperatursensor S steigt jedoch an, so muss ein
Fehlerzustand vorliegen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Temperatur an dem Temperatursensor
S so hoch ist, dass sie nur durch Betrieb des Strahlungsheizkörpers 14 erzeugt werden
kann und nicht durch beispielsweise ein Aufstellen eines noch sehr heißen Kochgeschirrs
auf der Kochfeldplatte 12 oberhalb des Temperatursensors S. Hier kann dann ein Warnsignal
ausgegeben werden oder unter Umständen der Strahlungsheizkörper 14 bzw. auch das gesamte
Kochfeld 11 abgeschaltet werden. In diesem Fall liegt nämlich entweder ein Fehler
in dem Strahlungsheizkörper 14, der Steuerung 16 oder aber an dem Temperatursensor
S vor. Jede dieser Fehlerquellen ist relativ gravierend, weswegen eine Abschaltung
erfolgen sollte.
[0036] Das in Fig. 1 dargestellte System stellt zusammen mit dem aufgestellten Kochgeschirr
13 das System dar, dessen Wärmekapazität auf vorgenannte Art und Weise berechnet werden
kann. Dieses wird dann verglichen mit demselben System ohne aufgestelltes Kochgeschirr
13, also quasi als leere Kochstelle.
[0037] In der Steuerung 16 kann auch die vorgenannte Sicherheits-Betriebsart realisiert
sein. Wird hier ein vorbeschriebener Automatik-Betrieb durchgeführt, beispielsweise
indem ein vorgeschriebenes Kochprogramm durchgeführt wird, so kann von der Steuerung
16 die elektrische Leistung für den Strahlungsheizkörper 14 zwar gehalten oder reduziert
werden. Sie kann jedoch in keinem Fall erhöht werden, so dass ein Überhitzen bei einer
Fehlfunktion der Temperaturerfassung über den Temperatursensor S vermieden wird. Durch
ein Verhindern des Erhöhens der Leistung im Automatik-Betrieb kann eine hohe Sicherheit
gewährleistet werden.
1. Verfahren zum Erzeugen, Verarbeiten und Auswerten eines mit der Temperatur an einem
Elektrokochgerät korrelierten Signals im Betriebszustand des Elektrokochgerätes, wobei
die Temperatur des Elektrokochgerätes, eines darauf stehenden Kochgeschirrs (13) und/oder
eines darin enthaltenen Kochgeschirrinhaltes mit einer Temperatursensor-Vorrichtung
(S) erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Temperatursensor-Vorrichtung im zeitlichen Verlauf erfasste Temperatursignal
(T) einmal nach der Zeit differenziert wird, das Ergebnis invertiert wird und dann
das Ergebnis der Invertierung mit einem Potenzierungs-Wert zwischen 0,5 und 1,0 potenziert
wird um einen Ausgangswert zu erhalten, wobei dieser Ausgangswert einem weiteren Verarbeiten
und Auswerten zu Grunde gelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Potenzierungs-Wert zwischen 0,6 und 0,8 liegt, wobei er insbesondere etwa 2/3
beträgt, vorzugsweise genau 2/3.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatursensor-Vorrichtung (S) elektronisch abgefragt wird, vorzugsweise mit
einer Steuerung (16).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zumindest teilweise automatisch ablaufendes Kochprogramm an dem Elektrokochgerät
(11) durchgeführt wird und dieses den Ausgangswert verwendet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erkennen eines Abfallens des Ausgangswertes unter einen bestimmten ersten Grenzwert
oder eines Ansteigens über den bestimmten ersten Grenzwert die Leistung an dem Elektrokochgerät
(11) bzw. an einer bestimmten Kochstelle oder Heizeinrichtung (15) des Elektrokochgerätes,
an der die Temperatursensor-Vorrichtung (S) vorgesehen ist, reduziert wird, wobei
insbesondere der bestimmte erste Grenzwert nahezu Null ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erkennen eines Überschreitens oder Unterschreitens des Ausgangswertes über oder
unter einen zweiten Grenzwert die Leistung reduziert wird, vorzugsweise für eine bestimmte
Zeit abgeschaltet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung der Temperatur nach der Zeit ein
Warnsignal ausgesendet wird und/oder die Leistung an der Kochstelle mit der Temperatursensor-Vorrichtung
(S) abgeschaltet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmekapazität bzw. Wärmekapazitäten der Kochstelle bzw. Kochstellen oder Heizeinrichtungen
(14), vorzugsweise einer leeren Kochstelle, einer Kochstelle mit verringerter Wärmeabgabe
und/oder einer Kochstelle mit gut und/oder schlecht anliegendem Topf (13) oder Pfanne,
der Temperatursensor-Vorrichtung (S) bekannt und darin abgespeichert sind, wobei ausgehend
von dem Ausgangswert nach einer gewissen Betriebszeit einer Kochstelle bzw. Heizeinrichtung
(14) des Elektrokochgerätes (11) mit einer Temperatursensor-Vorrichtung (S) die Wärmekapazität
berechnet wird durch Multiplizieren der eingebrachten Leistung mit dem Ausgangswert,
wobei dieser Wert mit dem abgespeicherten Wert für die Wärmekapazität der Kochstelle
verglichen wird, wobei bei einer Abweichung größer als 10% nach oben oder unten ein
Warnsignal ausgesendet wird und/oder die Leistung abgeschaltet wird, wobei vorzugsweise
die Berechnung der Wärmekapazität während eines Kochvorganges mehrfach durchgeführt
wird, vorzugsweise in regelmäßigen zeitlichen Intervallen.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ansteigen oder Absinken der Temperatur überwacht wird und mit einer Leistungszufuhr
zu der Kochstelle bzw. Heizeinrichtung (14) verglichen wird, wobei ein Abschalten
der Kochstelle bzw. des gesamten Elektrokochgerätes (11) und/oder das Aussenden eines
Warnsignals erfolgt bei einem signifikanten Abweichen der erfassten Temperatur von
der Leistungszufuhr.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich die Abkühlung des Temperatursensors (S) ausgewertet wird, wobei in
dieser Zeit keine Leistung zugeführt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Abkühlen während eines Taktbetriebes einer taktend betriebenen Heizeinrichtung
(14) und ein Abkühlen in Folge einer Reduktion der Leistung auf den Wert "Null" in
separaten Berechnungsverfahren behandelt werden.
12. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass auch der absolute Wert des Temperatursensors (S), insbesondere beim Vergleich mit
vorgegebenen Standardwerten, in die Auswertung mit einbezogen wird.
13. Verfahren zum Betrieb eines Elektrokochgerätes bzw. eines Kochfeldes (11), dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrokochgerät (11) oder eine Heizeinrichtung (14) bzw. Kochstelle davon in
zwei verschiedenen Betriebsarten betrieben wird, wobei in einer ersten Normal-Betriebsart
jede mögliche Leistungsänderung vorgenommen werden kann und in einer zweiten Sicherheits-Betriebsart
ein Automatik-Betrieb der Heizeinrichtung mit einem Kochprogramm erfolgt, wobei durch
das Kochprogramm lediglich die Leistung gehalten oder reduziert werden kann ohne Erhöhung.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass unter Verwendung des Ergebnisses einer Temperaturauswertung mit einem Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 12 durchgeführt wird.
15. Vorrichtung zum Verarbeiten und Auswerten eines mit der Temperatur an einem Elektrokochgerät
bzw. Kochfeld (11) korrelierten Signals im Betriebszustand des Elektrokochgerätes
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer
Temperatursensor-Vorrichtung (S) zur Erfassung der Temperatur des Elektrokochgerätes
bzw. seiner Heizeinrichtung (14), eines darauf stehenden Kochgeschirrs (13) und/oder
eines darin enthaltenen Kochgeschirrinhaltes, gekennzeichnet durch eine Sensorsignalverarbeitung bzw. Steuerung (16) zur Erfassung des zeitlichen Verlaufs
des Temperatursignals (T) der Temperatursensor-Vorrichtung (S), zur einmaligen Differenzierung
des Temperatursignals nach der Zeit, zur Invertierung des Ergebnisses und anschließenden
Potenzierung des Ergebnisses der Invertierung mit einem Potenzierungs-Wert zwischen
0,5 und 1,0 für einen Ausgangswert zur weiteren Verarbeitung und Auswertung dieses
Ausgangswerts.
1. A method of generating, processing and evaluating a signal correlated with the temperature
at an electric cooking appliance when the electric cooking appliance is in the operating
state, the temperature of the electric cooking appliance, of a cooking vessel (13)
standing thereon and/or of the contents contained in the cooking vessel being detected
by a temperature sensor device (S), characterised in that the temperature signal (T) detected by the temperature sensor device over time is
differentiated once as a function of time, the result is inverted and then the result
of the inversion is raised to an exponent of between 0.5 and 1.0 in order to obtain
an initial value, this initial value being taken as the basis for further processing
and evaluation.
2. A method according to claim 1, characterised in that the exponent is between 0.6 and 0.8, with it amounting in particular to approx. 2/3,
preferably precisely 2/3.
3. A method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the temperature sensor device (S) is interrogated electronically, preferably with
a control means (16).
4. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that a cooking program proceeding at least in part automatically is performed on the electric
cooking appliance (11), this making use of the initial value.
5. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that, if the initial value is identified as having fallen below a predetermined first limit
value or having risen above the predetermined first limit value, the power is reduced
at the electric cooking appliance (11) or at a given cooking zone or heating device
(15) of the electric cooking appliance at which the temperature sensor device (S)
is provided, the predetermined first limit value in particular being virtually zero.
6. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that, if the initial value is identified as having exceeded or fallen below a second limit
value, the power is reduced, preferably is switched off for a given time.
7. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that, in the event of a change in the sign of the first derivative of the temperature as
a function of time, a warning signal is emitted and/or the power is switched off at
the cooking zone having the temperature sensor device (S).
8. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the thermal capacity or thermal capacities of the cooking zone or cooking zones or
heating devices (14), preferably an empty cooking zone, a cooking zone with reduced
heat emission and/or a cooking zone with a saucepan (13) or frying pan resting well
and/or poorly thereon, are known to the temperature sensor device (S) and stored therein,
the thermal capacity being calculated, on the basis of the initial value after a given
operating time of a cooking zone or heating device (14) of the electric cooking appliance
(11) having a temperature sensor device (S), by multiplying the power introduced by
the initial value, said value being compared with the stored value for the thermal
capacity of the cooking zone, a warning signal being emitted and/or the power being
switched off in the event of an upwards or downwards deviation greater than 10%, calculation
of the thermal capacity preferably being performed repeatedly during a cooking procedure,
preferably at regular time intervals.
9. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that a temperature increase or decrease is monitored and compared with the power supplied
to the cooking zone or heating device (14), the cooking zone or the entire electric
cooking appliance (11) being switched off and/or a warning signal being emitted if
the detected temperature deviates significantly from the power supplied.
10. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that only cooling of the temperature sensor (S) is evaluated, no power being supplied
during this time.
11. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that cooling during cyclic operation of a cyclically operated heating device (14) and
cooling as a consequence of a reduction in power to the value "zero" are processed
in separate calculation procedures.
12. A method according to either one of the two preceding claims, characterised in that the absolute value of the temperature sensor (S), in particular on comparison with
predetermined standard values, is also included in the evaluation.
13. A method of operating an electric cooking appliance or a hob (11), characterised in that the electric cooking appliance (11) or a heating device (14) or cooking zone thereof
is operated according to two different modes of operation, wherein in a first, normal
mode any possible power modification may be made and in a second, safety mode the
heating device is operated automatically with a cooking program, the cooking program
allowing merely for the power to be maintained or reduced, without any increase.
14. A method according to claim 13, characterised in that it is performed using the result of a temperature evaluation by a method according
to any one of claims 1 to 12.
15. A device for processing and evaluating a signal correlated with the temperature at
an electric cooking appliance or hob (11) when the electric cooking appliance is in
the operating state, for carrying out the method according to any one of the preceding
claims, having a temperature sensor device (S) for detecting the temperature of the
electric cooking appliance or the heating device (14) thereof, of a cooking vessel
(13) standing thereon and/or of the contents contained in the cooking vessel, characterised by a sensor signal processing means or a control means (16) for detecting the profile
over time of the temperature signal (T) of the temperature sensor device (S), for
differentiating the temperature signal once as a function of time, for inverting the
result and subsequently raising the result of the inversion to an exponent of between
0.5 and 1.0 for an initial value, for further processing and evaluation of said initial
value.
1. Procédé destiné à la génération, au traitement et à l'évaluation d'un signal corrélé
à la température d'un appareil de cuisson électrique lorsque cet appareil de cuisson
électrique est en fonctionnement, et dans lequel la température de l'appareil de cuisson
électrique, d'un récipient de cuisson posé dessus (13) et/ou d'un contenu se trouvant
dans le récipient de cuisson est saisie par un dispositif à capteur de température
(S), caractérisé en ce que le signal de température (T) saisi dans le temps par le dispositif à capteur de température
est dérivé en fonction du temps en une première étape, puis ce résultat est inversé,
et ensuite ce résultat de l'inversion est élevé à une puissance d'une valeur située
entre 0,5 et 1,0 afin d'obtenir une valeur de départ, ladite valeur de départ servant
de base à un traitement et à une évaluation ultérieure.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur d'élévation à la puissance est située entre 0,6 et 0,8, et en ce qu'elle s'élève en particulier à environ 2/3, de préférence à exactement 2/3.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en que le dispositif à capteur de température (S) est interrogé par voie électronique, de
préférence au moyen d'une commande (16).
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un programme de cuisson se déroulant au moins partiellement de façon automatique est
effectué sur l'appareil de cuisson électrique (11), et que ledit programme utilise
ladite valeur de départ.
5. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dès qu'une baisse de la valeur de départ en dessous d'une première valeur seuil définie,
ou une montée au-delà d'une première valeur seuil définie est détectée, la puissance
fournie à l'appareil de cuisson électrique (11) ou à une zone de cuisson déterminée
ou à un dispositif de chauffe (15) de l'appareil de cuisson électrique équipé du dispositif
à capteur de température (S), est réduite, et dans lequel cette première valeur seuil
définie est en particulier proche de zéro.
6. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la puissance est réduite ou de préférence coupée pour une période donnée dès qu'un
dépassement ou une non atteinte de la valeur de départ au-dessus ou en dessous d'une
deuxième valeur seuil est détectée.
7. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que un signal d'avertissement est émis et/ou que la puissance fournie à la zone de cuisson
équipée du dispositif à capteur de température (S) est coupée, dès qu'un changement
de signe de la première dérivée de la température en fonction du temps se produit.
8. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la ou les capacités thermiques de la ou des zones de cuisson ou des dispositifs de
chauffe (14), de préférence d'une zone de cuisson vide, d'une zone de cuisson avec
faible émission de chaleur et/ou d'une zone de cuisson avec casserole (13) ou poêle
reposant bien et/ou mal sur le support, sont connues et mémorisées dans le dispositif
à capteur de température (S), dans lequel après un certain temps de fonctionnement
d'une zone de cuisson ou d'un dispositif de chauffe (14) de l'appareil de cuisson
électrique (11) équipé du dispositif à capteur de température (S), la capacité thermique
est calculée à partir de la valeur de départ en multipliant la puissance fournie avec
cette valeur de départ, ladite valeur étant comparée à la valeur mémorisée pour la
capacité thermique de la zone de cuisson, et où en présence d'un écart supérieur à
10% vers le haut ou vers le bas un signal d'avertissement est émis et/ou la puissance
est coupée, et où le calcul de la capacité thermique pendant un processus de cuisson
est de préférence effectué à plusieurs reprises, de préférence à intervalles de temps
réguliers.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une hausse ou une baisse de la température est surveillée et comparée à la puissance
fournie à la zone de cuisson ou au dispositif de chauffe (14), et dans lequel la zone
de cuisson ou la totalité de l'appareil de cuisson électrique (11) est coupé de l'alimentation
et/ou un signal d'avertissement est émis dès qu'un écart significatif de la température
saisie par rapport à la puissance fournie est détecté.
10. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que seul le refroidissement du capteur de température (S) est évalué, aucune puissance
n'étant fournie pendant ce temps.
11. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un refroidissement pendant le fonctionnement intermittent d'un dispositif de chauffe
(14) à fonctionnement cyclé et un refroidissement dû à une réduction de la puissance
à la valeur « zéro » sont traités par des procédures de calcul distinctes.
12. Procédé selon une des deux revendications précédentes, caractérisé en ce que la valeur absolue du capteur de température (S), en particulier lors de la comparaison
avec des valeurs standards prédéfinies, est également prise en compte dans l'évaluation.
13. Procédé destiné au fonctionnement d'un appareil de cuisson électrique ou d'une zone
de cuisson (11), caractérisé en ce que l'appareil de cuisson électrique (11), ou le dispositif de chauffe (14), ou la zone
de cuisson en faisant partie, fonctionnent selon deux modes de fonctionnement différents,
et dans lequel toute modification de puissance possible peut être effectuée dans un
premier mode de fonctionnement normal et dans lequel un fonctionnement automatique
du dispositif de chauffe se déroulant avec un programme de cuisson a lieu dans un
deuxième mode de fonctionnement de sécurité, et où ledit programme de cuisson permet
uniquement de maintenir ou de réduire la puissance sans augmentation.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il est effectué en utilisant le résultat d'une évaluation de la température obtenu
par l'un des procédés selon une des revendications 1 à 12.
15. Dispositif destiné au traitement et à l'évaluation d'un signal corrélé à la température
d'un appareil de cuisson électrique ou d'une zone de cuisson (11) lorsque cet appareil
de cuisson électrique est en fonctionnement, afin d'exécuter le procédé selon l'une
des revendications précédentes, équipé d'un dispositif à capteur de température (S)
pour la saisie de la température de l'appareil de cuisson électrique ou de son dispositif
de chauffe (14), d'un récipient de cuisson posé dessus (13) et/ou d'un contenu se
trouvant dans le récipient de cuisson, caractérisé par le traitement du signal du capteur ou par une commande (16), destinés à saisir le
déroulement chronologique du signal de température (T) du dispositif à capteur de
température (S), à obtenir une première dérivée du signal de température en fonction
du temps, à inverser le résultat, à élever le résultat de cette inversion à une puissance
située entre 0,5 et 1,0 afin d'obtenir une valeur de départ, dans le but de traiter
et d'évaluer ultérieurement cette dite valeur de départ.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente