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(11) |
EP 1 769 914 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Anmeldetag: 06.09.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Folienübertragungsvorrichtung
Film transfer device
Dispositif de transfert de film
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
29.09.2005 DE 102005046687
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.04.2007 Patentblatt 2007/14 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen AG |
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69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Krispin, Andreas
63165 Mühlheim (DE)
- Weber, Alexander
69469 Weinheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2005/100028 US-B1- 6 302 016
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US-A- 3 120 177
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- "Prindor: Neue Technologie der Folienprägung - heiss oder kalt?" In: "PRINDOR: NEUE
TECHNOLOGIE DER FOLIENPRAEGUNG - HEISS ODER KALT?", 18. April 1996 (1996-04-18), DEUTSCHER
DRUCKER, DEUTSCHER DRUCKER VERLAGSGESELLSCHAFT, OSTFILDERN, DE, PAGE(S) G15, XP000584416,
ISSN: 0012-1096 Bd. 14-15, Seite g15, * das ganze Dokument *
- EMERIAU L: "LA DORURE EST << VERNIE >>. ÖGRACE AU DISPOSITIF SPEEDOR D'ECAMO, LA DORURE
A FROID SUR PRESSE OFFSET", CARACTERE, CEP INFORMATION PROFESSIONS. PARIS, FR, Bd.
45, Nr. 387/388, 4. Oktober 1994 (1994-10-04), Seite 146/147, XP000476375, ISSN: 0247-039X
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Folienübertragungsvorrichtung zum Übertragen
einer vermittels einer Trennschicht an einer Trägerfolie haftenden Übertragungsschicht
unter Druckeinwirkung auf zumindest gebietsweise mit einem Klebstoff beschichtetes
flächiges Material gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Gattungsgemäße Folienübertragungsvorrichtungen werden in der Veredelung von Druckprodukten
verwendet, beispielsweise um Glanzeffekte zu erzeugen. Die Maschinen lassen sich in
Heißprägetolienmaschinen und Kaltfolienübertragungsvorrichtungen unterteilen. Bei
letzterem wird die Übertragungsschicht auf das flächige Material lediglich unter Druck,
nicht aber zusätzlich unter der Einwirkung von Wärme übertragen. In der Regel wird
bei Kaltfolienübertragungsvorrichtungen mit einem Druckwerk, das der Übertragungsvorrichtung
vorgelagert ist, Klebstoff verdruckt, so dass auf dem flächigen Material ein "Druckbild"
aus Klebstoff verbleibt, woran im Folienübertragungswerk die Übertragungsschicht haftet.
Durch die hohe Genauigkeit des Klebstoffauftrags im Druckwerk lassen sich so beispielsweise
extrem detaillierte Metallisierungsschichten auf das flächige Material übertragen,
etwa in Form von Texten. Andere Anwendungen sind Folien in beliebiger Farbe, vorgeprägte
Folien usw.
[0003] In der
US 6,302,016 B1 ist eine entsprechende Vorrichtung gezeigt, bei welcher eine Übertragungsfolienvorratsrolle
und eine Übertragungsfolienabfallrolle zumindest dem Übertragungszylinder in einem
Werk zugeordnet sind.
[0004] Problematisch an der Folienübertragungstechnik ist der relativ hohe Platzbedarf der
Folienübertragungswerke.
[0005] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Druckveredelungseinheit zu
schaffen die einen geringeren Platzbedarf als der Stand der Technik aufweist. Diese
Aufgabe wird mit einer Folienübertragungsvorrichtung zum Übertragen einer vermittels
einer Trennschicht an einer Trägerfolie haftenden Übertragungsschicht unter Druckeinwirkung
auf zumindest gebietsweise mit einem Klebstoff beschichtetes flächiges Material mit
den kennzeichnenden Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. Weitere Merkmale und vorteilhafte
Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der folgenden Beschreibung.
[0006] Die erfindungsgemäße Folienübertragungsvorrichtung wird dadurch gekennzeichnet, dass
sowohl die Übertragungsfolienvorratsrolle und die Übertragungsfolienabfallrolle beide
oberhalb des gleichen Werkes, in diesem Fall des Übertragungssytems oder des Auftragssystems
angeordnet sind. Hierbei sollen sie so zueinander platziert sein, dass der maximale
Umfang der Übertragungsfolienvorratsrolle und der Übertragungsfolienabfallrolle überlappen.
Auf diese Weise kann der Platzbedarf für die entsprechenden Vorratsrollen und Abfallrollen
minimiert werden. Unter Übertragungssystem ist hier ein Werk der Folienübertragungsvorrichtung
zu verstehen, in dem eine zu übertragende Übertragungsschicht von einer Trägerfolie
auf ein flächiges Material, d. h. en Substrat, übertragen wird. Ein Auftragssystem
ist hier ein System, indem ein Kleber auf das Substrat, d.h. auf das flächige Material,
übertragen wird. Dieser Kleber kann besonders bevorzugt mittels einer Druckform bereichsweise
auf das flächige Material übertragen werden.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Übertragungsfolienvorratsrolle
und die Übertragungsfolienabfallrolle übereinander angeordnet sind. Hierdurch wird
insbesondere die laterale Ausdehnung des Systems von Übertragungsfolienvorratsrolle
und Übertragungsfolienabfallrolle verringert. Auch kann hierdurch das Auftreten von
Kräften verringert werden, die seitlich auf das System einwirken würden, d.h. es können
Torsionskräfte, die auf das Übertragungssystem oder das Auftragssystem einwirken würden,
reduziert werden.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Übertragungsfolienvorratsrolle und die Übertragungsfolienabfallrolle
drehbar in einem Gehäuse gelagert sind. Hierdurch kann die Notwendigkeit zur Installation
von festen Verbindungen zwischen einem Extramodul und dem Gehäuse des Übertragungssystems
oder des Auftragssystems vermieden werden.
[0009] Um eine Nachrüstung einer Druckmaschine zu einer Folienübertragungsvorrichtung zu
erleichtern, ist es vorgesehen, dass die Trägerfolie auf der Außenseite des Gehäuses
verläuft. Somit muss keine Rücksicht auf die Anordnung von Elementen im Inneren des
Gehäuses eines Übertragungssystems oder eines Auftragssystems genommen werden. Insbesondere
ist es einfach möglich, als Übertragungssystem oder Auftragssystem jeweils ein Druckwerk
einer Druckmaschine zu verwenden.
[0010] Um ein sicheres Arbeiten an und mit der Folienübertragungsvorrichtung zu gewährleisten,
ist es günstigerweise vorgesehen, dass die Trägerfolie durch einen verschwenkbaren
oberen und unteren Folienschutz abgedeckt wird. Durch die Ermöglichung des Verschwenkens
kann bei Beibehaltung einer gewissen Sicherheit auch ein Arbeiten an der Trägerfolie
erreicht werden.
[0011] Das Aufbringen von unterschiedlichen Übertragungsschichten, insbesondere von farblich
verschiedenen Übertragungsschichten auf ein und denselben Bedruckstoff, d. h. auf
das gleiche flächige Material, kann in einer erfinderischen Weiterentwicklung dadurch
erreicht werden, dass eine Mehrzahl schmalspuriger Vorratsrollen und / oder Folienabfallrollen
jeweils nebeneinander oberhalb des Übertragungssystems und / oder des Auftragssystems
angeordnet sind.
[0012] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass zur
Einsparung von verbrauchter Folie ein Folienpuffersystem bzw. eine Folienspareinrichtung
zwischen der der Übertragungsfolienvorratsrolle und der Übertragungsfolienabfallrolle
vorgesehen ist. Hierdurch kann auf einfache Weise eine Taktung der Folienzuführung
zum Übertragungsspalt ermöglicht werden.
[0013] Damit können vorteilhafterweise Beschleunigungsvorgänge der Übertragungsfolienvorratsrolle
und Übertragungsfolienabfallsrolle abgefangen werden, so dass ein gleichmäßiger Betrieb
der Druckveredelungseinheit möglich ist.
[0014] Die Folienspareinrichtung ist deswegen vorteilhaft, da typischerweise nur ein Teil
des flächigen Materials bedruckt wird und dazwischen die sich mit gleicher Geschwindigkeit
bewegende Folienbahn mitlaufen muss, so dass das ungenützte Folienmaterial verschwendet
wäre. Mit einer entsprechenden Folienspareinrichtung kann dies verhindert werden.
[0015] Die erfindungsgemäße Druckveredelungseinheit ist in einer günstigen Weiterentwicklung
dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragssystem mit dem selben Druckzylinder zum gebietsweisen
Auftrag von Klebstoff auf das flächige Material einen Druckspalt aufweist. Damit ist
eine sehr kompakte Bauweise der Druckveredelungseinheit möglich, schon allein durch
den fehlenden zweiten Druckzylinder, der sonst der dem Auftragssystem für den Klebstoff
oder dem Übertragungszylinder zugeordnet wäre. Dadurch können auch die Kosten einer
solchen Druckveredelungseinheit verringert werden. Vorteilhafterweise handelt es sich
bei dem Auftragssystem für den Klebstoff um ein Druckwerk, ein Lackwerk oder ein modulares
Beschichtungssystem. Derartige Auftragssysteme sind in Druckmaschinen entweder im
Fall eines Druckwerks ohnehin vorhanden oder zumindest im Fall von Lackwerk oder modularem
Beschichtungssystem (auch als "modular coating system" oder MCS bekannt) üblich, so
dass ein entsprechendes Auftragssystem ohne großen Aufwand zu einem Auftragssystem
für Klebstoff umfunktioniert werden kann.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
der Übertragungszylinder und / oder Auftragszylinder von dem Druckzylinder abstellbar
ausgestaltet. Dadurch kann die Druckveredelungseinheit die Teil einer Druckmaschine
ist bei Bedarf angeschaltet oder ausgeschaltet werden. Bei Bedarf kann bei abgestelltem
Übertragungszylinder und abgeschalteter Druckveredelungseinheit trotzdem das Auftragssystem
für andere Zwecke verwendet werden, etwa zum Auftragen von normaler Druckfarbe, Lack,
Sonderfarben oder anderen Veredelungsvorgängen.
[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird im Folgenden
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Einzelnen näher beschrieben. Es zeigen in
schematischer Darstellung:
- Fig. 1:
- Schnittansichten durch verschiedene Ausführungsform der erfindungemäßen Druckveredelungseinheit,
- Fig. 1a:
- wobei die Vorratsrolle und die Abfallrolle nebeneinander oberhalb des Übertragungssystems
angeordnet sind,
- Fig. 1b:
- wobei die Folienvorratsrolle und die Folienabfallsrolle übereinander angeordnet sind,
- Fig. 1c:
- wobei die Folienvorratsrolle und die Folienabfallsrolle übereinander oberhalb des
Auftragssystems angeordnet sind,
- Fig. 1d:
- wobei die Folienvorratsrolle und die Folienabfallrolle übereinander oberhalb einer
gemeinsamen Einheit aus Übertragungssystem und Auftragssystem angeordnet sind;
- Fig. 2:
- eine maßstabsungetreue Detailansicht der Folienübertragung gemäß Fig. 1d.
[0018] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte erfindungsgemäße Druckveredelungseinheit 100
ist hier nur schematisch dargestellt. Weitere zum Betrieb erforderliche Elemente wie
Lagerung, Antriebe, Steuerung usw., die nicht erfindungsrelevant sind, sind nur schematisch
oder gar nicht gezeigt, da sie sich dem Fachmann von alleine ergeben und das Verständnis
der Erfindung lediglich behindern würden.
[0019] Wie in Fig. 2 maßstabsungetreu im Detail gezeigt, wird im Auftragssystem 50 Klebstoff
2 mittels eines Auftragszylinders 51, der sich in der mit dem Pfeil gekennzeichneten
Drehrichtung dreht, bildmäßig auf ein flächiges Material 1 gedruckt. Im Vergleich
zur Dicke des Bedruckstoffs 1 sowie dem Durchmesser des Zylinders 15 ist das flächige
Material 1, die Klebstoffschicht 2 und die Übertragungsschicht 3 auf dem flächigen
Material 1 nur sehr dünn. An dieser bildmäßig aufgetragenen Klebstoffschicht 2 haftet
nun die Übertragungsschicht 3, die zuvor auf der Trägerfolie 5 über eine Trennschicht
6 verbunden war. Der Schichtaufbau von Trägerfolie 5, Trennschicht 6 und Übertragungsschicht
3 ist beispielhaft maßstabsungetreu vor und hinter dem Übertragungszylinder gezeigt.
Die Trägerfolie 5 ist ganzflächig über ihre gesamte Länge mit einer entsprechenden
Trennschicht 6 und Übertragungsschicht 3 beschichtet. Je nach Übertragung fehlt in
den übertragenen Bereichen die Übertragungsschicht.
[0020] Der Auftragszylinder 51 gehört zu einem Auftragssystem 50, etwa einem normalen Druckwerk
einer Druckmaschine, z.B. einer bogenverarbeitenden Offset-Druckmaschine. Es ist aber
klar, das die Erfindung auch für bahnverarbeitende Druckmaschinen Anwendung findet.
Alternativ zu einem Gewöhnlichen Druckwerk 50 könnte es sich auch um ein Lackwerk
50 oder um ein modulares Beschichtungssystem 50 (MCS) handeln. Das Auftragssystem
50 erstellt auf dem Auftragszylinder 51 ein inverses Klebstoffbild ähnlich wie beim
gewöhnlichen Offset-Druck. Dazu wird das Auftragssystem 50 von einer Steuerung 40
angesteuert, die ebenfalls mit dem Übertragungssystem 10 in Verbindung steht und dieses
steuert sowie vorteilhafterweise mit einer übergeordneten Steuerung der Druckmaschine.
[0021] Über dem Auftragssystem 50 ist die Folienvorratsrolle 21 sowie die Folienabfallrolle
27 übereinander angeordnet und drehbar im Gehäuse gelagert. Im Übrigen können auch
eine Mehrzahl schmalspuriger Folienvorratsrollen 21 und Folienabfallrollen 27 nebeneinander
über dem Auftragssystem 50 angeordnet sein. Um Platz zu sparen sollen wie in den Fig.
1 gezeigt die Folienvorratsrolle 21 und die Folienabfallrolle 27 so zueinander platziert
sein das der maximale Umfang 21', 27' der Folienvorratsrolle 21 und der Folienabfallrolle
27 überlappen. Dies ist insoweit möglich, da ja nur jeweils eine der Rollen 21, 27
voll sein kann. Folienvorratsrolle 21 und Folienabfallrolle 27 werden von nicht gezeigten
Antrieben angetrieben, die von der Steuerung 40 angesteuert werden.
[0022] Die Folienführung der Übertragungsfolie 5 verläuft auf der Außenseite des Gehäuses,
wird aber durch einen verschwenkbaren oberen und unteren Folienschutz 11, 12 abgedeckt.
Zudem ist ein Folienkasten 13 zwischen Folienvorratsrolle 21 und Folienabfallrolle
27 angeordnet. In diesem Folienkasten 13 sind nicht gezeigte Tänzer angeordnet, die
die Bahnspannung regulieren. Zudem können in dem Folienkasten 13 zusätzliche Antriebe
für die Folie 5 angeordnet sein, sowie ein Folienspeicher, mit dem die Folie 5 auch
unabhängig von der Bewegung der Folienvorratsrolle 21 und der Folienabfallrolle 27
bewegt werden kann, sowie eine Spareinrichtung für Folie 5, sowie Sensoren zur Überwachung
der Folienoberfläche, der Folienübertragung usw. und eine Hubeinrichtung für den Übertragungszylinder,
damit die Folie 5 von dem Druckzylinder 15 abgestellt werden kann.
[0023] Während durch die Fig. 2 insbesondere das Verfahren gemäß der Fig. 1d beschrieben
wird, sind entsprechende alternative Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in den Fig. 1a - 1c dargestellt. Für diese Figuren gilt prinzipiell das oben Erwähnte
wie für Fig. 2; im Unterschied zu den Fig. 2 und Fig. 1d sind hier allerdings das
Übertragungssystem 10 und das Auftragssystem 50 jeweils räumlich voneinander getrennt
und stehen an unterschiedlichen Druckzylindern 15 an. So kann es sich bei dem Auftragssystem
50 um ein erstes Druckwerk einer Druckmaschine handeln und bei dem Übertragungssystem
10 um ein zweites nachfolgendes Druckwerk einer Druckmaschine. Die Fig. 1a und 1b
zeigen dabei Ausführungsformen, bei denen sowohl die Übertragungsfolienvorratsrolle
21 und die Übertragungsfolienabfalle 27 jeweils oberhalb des Übertragungssystems 10
angeordnet sind. In der Fig. 1a sind die beiden Folienrollen 21 und 27 nebeneinander
angeordnet und in der Fig. 1b sind die beiden Rollen 21, 27 übereinander oder halb
des Übertragungssystems 10 angeordnet. Die Führung der Trägerfolie 5 über entsprechende
Führungsrollen ist dabei so ausgebildet, dass die Trägerfolie 5 zur Übertragung einer
Übertragungsschicht 3 durch einen Übertragungsspalt 16 hindurchgeführt wird. Dieser
Übertragungsspalt 16 wird dabei von einem Übertragungszylinder 30 und einem Druckzylinder
15 gebildet.
[0024] Eine weitere alternative Ausführungsform ist in der Fig. 1c dargestellt, wobei hier
auch das gleiche wie oben Gesagte gilt. Die beiden Folienrollen 21, 27 sind übereinander
angeordnet und in dem hier dargestellten Fall oberhalb des Auftragssystems 50 bereitgestellt.
Alternativ wäre hier natürlich noch eine Anordnung der Rollen nebeneinander möglich.
Die Trägerfolie 5 wird durch entsprechende Führungsrollen von der Übertragungsfolienvorratsrolle
21 zum Übertragungsspalt 16 geführt und dann durch weitere Führungsrollen zur Übertragungsfolienabfallrolle
27. Zur besseren Sicherheit ist die Übertragungsfolie 5 durch einen entsprechenden
oberen und unteren Folienschutz 11, 12 nicht offen geführt. Zur Erhöhung der Sicherheit
ist hier außerdem vorgesehen, dass die Trägerfolie 5 wenigstens streckenweise unterhalb
eines Trittbereichs der Druckmaschine verläuft. Eine nicht kontrollierte Berührung
der Trägerfolie 5 im laufenden Betrieb kann somit vermieden werden.
[0025] Durch die hier geschilderten Ausführungsformen kann jeweils ein großer Platzbedarf
für die Übertragungsfolienvorratsrolle 21 und die Übertragungsfolienabfallrolle 27
vermieden werden. Dies ist zum einen durch die Überlappung der maximalen Umfänge der
Übertragungsfolienvorratsrolle 21 und der Übertragungsfolienabfallrolle 27 gewährleistet,
und im besonderen Maße gilt dieses für die Anordnungen, wie sie in Fig. 1b, 1c und
1d dargestellt sind, wobei die Fig. 1d einen bevorzugten Fall darstellt, in dem kein
extra Auftragssystem 50 räumlich getrennt von dem Werk, in dem die Übertragung der
Übertragungsschicht 3 erfolgen soll, notwendig ist.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- flächiges Material
- 2
- Klebstoff
- 3
- Übertragungsschicht
- 5
- Trägerfolie
- 6
- Trennschicht
- 10
- Übertragungssystem
- 11
- oberer Folienschutz
- 12
- unterer Folienschutz
- 13
- Folienkasten
- 15
- Druckzylinder
- 16
- Übertragungsspalt
- 21
- Folienvorratsrolle
- 21'
- maximaler Umfang der Folienvorratsrolle
- 27
- Folienabfallrolle
- 27'
- maximaler Umfang der Folienabfallsrolle
- 30
- Übertragungszylinder
- 40
- Steuerung
- 50
- Auftragssystem
- 51
- Auftragzylinder
- 52
- Druckspalt
- 100
- Druckveredelungseinheit
1. Folienübertragungsvorrichtung (100) mit einem Auftragssystem (50) zum gebietsweisen
Auftrag von Klebstoff (2) auf blattförmige oder bahnförmige Bedruckstoffe (1) sowie
einem Übertragungssystem (10) zum Übertragen einer vermittels einer Trennschicht (6)
an einer Trägerfolie (5) haftenden Übertragungsschicht (3) unter Druckeinwirkung auf
das Bedruckstoff (1), derart, dass die Übertragungsschicht (3) nur an den mit Klebstoff
(2) beschichteten Gebieten auf dem Bedruckstoff (1) anhaftet,
wobei die Folienübertragungsvorrichtung (100) einen Druckzylinder (15) und einen Übertragungszylinder
(30) aufweist, die einen gemeinsamen Übertragungsspalt (16) bilden, und wobei
vor dem Übertragungsspalt (16) eine Übertragungsfolienvorratsrolle (21) zur Bevorratung
der Trägerfolie (5) und nach dem Übertragungsspalt (16) eine Übertragungsfolienabfallrolle
(27) zum Aufwickeln der Trägerfolie (5) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsfolienvorratsrolle (21) und Übertragungsfolienabfallrolle (27) drehbar
in einem Gehäuse der Follenübertragungsvorrichtung gelagert sind und dass
die Übertragungsfolienvorratsrolle (21) und die Übertragungsfolienabfallrolle (27)
beide oberhalb des Übertragungssystems (10) oder des Auftragssystems (50) angeordnet
und so zueinander platziert sind, dass der maximale Umfang (21', 27') der Übertragungsfolienvorratsrolle
(21) und der Übertragungsfolienabfallrolle (27) überlappen, und dass die Trägerfolie
(5) auf der Außenseite des Gehäuses verläuft.
2. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übertragungsfolienvorratsrolle (21) und die Übertragungsfolienabfallrolle (27)
über einander angeordnet sind.
3. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerfolie (5) durch einen verschwenkbaren oberen und unterer Folienschutz (11,
12) abgedeckt wird.
4. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Mehrzahl schmalspuriger Folienvorratsrollen (21) und/oder Folienabfallrollen
(27) jeweils nebeneinander oberhalb des Übertragungssystems (10) und/oder des Auftragssystems
(50) angeordnet sind.
5. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der Übertragungsfolienvorratsrolle (21) und der Übertragungsfolienabfallrolle
(27) ein Folienpuffersystem (13) angeordnet ist.
6. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Folienübertragungsvorrichtung (100) eine Folienspareinrichtung (13) aufweist.
7. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 1 und einem
der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das der Übertragungszylinder (30) des Übertragungssystem (10) mit demselben Druckzylinder
(15) einen Übertragungsspalt bildet wie der Auftragszylinder (51) des Auftragssystem
(50) einen Druckspalt (52) zum gebietsweisen Auftrag von Klebstoff (2).
8. Folienübertragungsvorrichtung (100) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Übertragungszylinder (30) und / oder Auftragszylinder (51) von dem Druckzylinder
(15) abstellbar ausgestaltet ist.
9. Folienübertragungsvorrichtung (100) einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein wenigstens ein Druckwerk, ein Lackwerk oder ein Modulares Beschichtungssystem
als Auftragssystem (50) und / oder als Übertragungssystem (10) eingerichtet ist.
1. Foil transfer device (100) including an application system (50) for the regional application
of glue (2) to sheet-shaped or web-shaped printing material (1) and a transfer system
(10) for transferring a transfer layer (3), which adheres to a carrier foil (5) due
to a separation layer (6), under pressure to the printing material (1) in such a way
that the transfer layer (3) only adheres to those areas on the printing material (1)
that are coated with glue (2),
wherein the foil transfer device (100) includes a counterpressure cylinder (15) and
a transfer cylinder (30), which together form a transfer nip (16), and wherein
a transfer foil supply reel (21) for storing the transfer foil (5) is arranged upstream
of the transfer nip (16) and a waste transfer foil reel (27) for winding up the carrier
foil (5) is provided downstream of the transfer nip (16),
characterized in
that the transfer foil supply reel (21) and the waste transfer foil reel (27) are rotatably
supported in a housing of the foil transfer device,
and that the transfer foil supply reel (21) and the waste transfer foil reel (27) are both
arranged above the transfer system (10) or above the application system (50) and are
positioned relative to each other in such a way that the maximum circumference (21',
27') of the transfer foil supply reel (21) and the waste transfer foil reel (27) overlap,
and that the carrier foil (5) runs on the exterior side of the housing.
2. Foil transfer device (100) according to Claim 1,
characterized in
that the transfer foil supply reel (21) and the waste transfer foil reel (27) are arranged
above each other.
3. Foil transfer device (100) according to Claim 1,
characterized in
that the carrier foil (5) is covered by an upper and a lower foil guard (11, 12) that
can be swiveled.
4. Foil transfer device (100) according to one of Claims 1 to 3,
characterized in
that a plurality of narrow-web foil supply reels (21) and/or waste foil reels (27) are
respectively arranged adjacent to each other above the transfer system (10) and/or
above the application system (50).
5. Foil transfer device (100) according to one of Claims 1 to 4,
characterized in
that a foil buffering system (13) is arranged between the transfer foil supply reel (21)
and the waste transfer foil reel (27).
6. Foil transfer device (100) according to one of Claims 1 to 5,
characterized in
that the foil transfer device (100) includes a foil-saving device (13).
7. Foil transfer device (100) according to Claim 1 or according to Claim 1 and one of
Claims 2 to 6,
characterized in
that the transfer cylinder (30) of the transfer system (10) forms a transfer nip with
the same counterpressure cylinder (15) as the application cylinder (51) of the application
system (50) forms a nip (52) for regionally applying glue (2).
8. Foil transfer device (100) according to Claim 7,
characterized in
that the transfer cylinder (30) and/or the application cylinder (51) are designed to be
disengageable from the counterpressure cylinder (15).
9. Foil transfer device (100) according to one of the preceding claims,
characterized in
that at least one printing unit, varnishing unit, or modular coating system is equipped
as an application system (50) and/or as a transfer system (10).
1. Dispositif de transfert de film (100) avec un système d'application (50) pour l'application
par zone de colle (2) sur des substrats imprimés (1) en forme de feuille ou de bande
ainsi qu'un système de transfert (10) pour le transfert d'une couche de transfert
(3) adhérant sur une feuille substrat (5) au moyen d'une couche de séparation (6)
sous l'action de la pression sur le substrat imprimé (1) de sorte que la couche de
transfert (3) n'adhère sur le substrat imprimé (1) qu'à des zones recouvertes de colle
(2),
le dispositif de transfert de feuille (100) présentant un cylindre de pression (15)
et un cylindre de transfert (30) qui forment une fente commune de transfert (16),
et
avant la fente de transfert (16), une bobine de réserve de film de transfert (21)
étant prévue pour la réserve de la feuille de substrat (5) et après la fente de transfert
(16) une bobine de déchet de feuille de transfert (27) étant prévue pour l'enroulement
de la feuille de transfert (5), caractérisé en ce que la bobine de réserve de feuille de transfert (21) et la bobine de déchet de feuille
de transfert (27) sont logées rotativement dans un carter du dispositif de transfert
de feuille et en ce que la bobine de réserve de feuille de transfert (21) et la bobine de déchet de feuille
de transfert (27) sont disposées en amont du système de transfert (10) ou du système
d'application (50) et sont placées l'une par rapport à l'autre de sorte que la périphérie
maximale (21', 27') de la bobine de réserve de feuille de transfert (21) et la bobine
de déchet de feuille de transfert (27) se chevauchent et en ce que le film de transfert (5) s'étend sur la face externe du carter.
2. Dispositif de transfert de feuille (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bobine de réserve de feuille de transfert (21) et la bobine de déchet de feuille
de transfert (27) sont superposées.
3. Dispositif de transfert de feuille (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le film de transfert (5) est recouvert par une protection de film (11, 12) pivotante
supérieure et inférieure.
4. Dispositif de transfert de feuille (100) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
une pluralité d'étroites bobines de réserve de feuille de transfert (21) et de bobines
de déchet de feuille de transfert (27) sont disposées respectivement les une à côté
des autres au-dessus du système de transfert (10) et/ou du système d'application (50).
5. Dispositif de transfert de feuille (100) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'un système de tampon de feuille (13) est disposé entre la bobine de réserve de feuille
de transfert (21) et la bobine de déchet de feuille de transfert (27).
6. Dispositif de transfert de feuille (100) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le dispositif de transfert de feuille (100) présente un dispositif d'économie de
feuille (13).
7. Dispositif de transfert de feuille (100) selon la revendication 1 ou la revendication
1 et l'une des revendications 2 à 6,
caractérisé en ce que
le cylindre de transfert (30) du système de transfert (10) forme avec le cylindre
de pression (15) une fente de transfert comme le cylindre d'application (50) du système
d'application (50) forme une fente de pression (52) pour l'application par zone de
colle (2).
8. Dispositif de transfert de feuille (100) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le cylindre de transfert (30) et/ou le cylindre de pression (51) peuvent être déconnectés
du cylindre de pression (15).
9. Dispositif de transfert de feuille (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un groupe d'impression, un groupe d'encrage ou un système de revêtement modulaire
est agencé comme système d'application (50) et/ou système de transfert (10).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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