[0001] Die Erfindung betrifft Paneele für die Bildung eines Belags und zwar insbesondere
eines Fußbodenbelags,
[0002] Ein Paneel der erfindungsgemäßen Art ist aus den Druckschriften
WO 00/74911 A1 oder
DE 1 98 41 433 bekannt. Das aus der
WO 00/7491 1 A1 bekannte Paneel wird auch Parkettelement genannt. In Aufsicht weist das Paneelelement
bzw. Parkettelement eine Mehrzahl Lamellen mit rechteckigen Oberflächen auf. Wie aus
der Figur 2 der
WO 00/74911 A1 ersichtlich ist, bilden die Lamellen auf der Oberfläche rechteckige Muster, die zueinander
versetzt angeordnet sind. Die Lameelen grenzen aneinander an und bilden drei parallel
verlaufende Reihen. Die Breite der drei Reihen entspricht der Breite der Oberfläche
des Parkettelements, wie die Figuren 2 und 3 verdeutlichen.
[0003] Figur 3 der
WO 00/74911 A1 zeigt den Aufbau des Parkettelements im Schnitt. Es ist dreischichtig aufgebaut mit
einem sogenannten Rückzug, einer Mittel- oder Tragschicht und einer Deckschicht, die
aus den Lameelen gebildet wird. In der Tragschicht ist an einer Langseite eine Nut
und in der gegenüberliegenden Langseite eine hierzu korrespondierende Feder ausgebildet.
Die einzelnen Schichten sind miteinander verbunden so zum Beispiel miteinander verleimt.
Miteinander werden Paneele über die Nuten und Federn verleimt und so verbunden. Eine
Mehrzahl von Paneelen ergibt dann einen Belag, der Teil einer Wand, Decke oder Fußboden
sein kann.
[0004] Die Lameelen - auch Riemchen genannt - bilden die spätere Sichtfläche des Belags,
Diese können durchgehend massiv aus Holz sein oder aus einer Furnierschicht aus Holz
oder Kunststoff bestehen.
[0005] Die Tragschicht eines solchen Parkettelements besteht üblicherweise ebenfalls aus
Holz oder einem Holzmaterial, so zum Beispiel aus einer Span- oder Holzfaserplatte
wie HDF oder MDF. Der Gegenzug besteht im Fall eines Parkettelements in der Regel
aus einer dünnen Holzschicht,
[0006] Paneele im Sinne vorliegenden Erfindung können in gleicher Weise wie bisher geschildert
aufgebaut sein.
[0007] Wird ein Belag aus den aus der
WO 00/74911 A1 bekannten Parkettelementen gebildet, so sind die Fugen zwischen zwei Paneelen besonders
auffällig, die an den schmalen Seiten auftreten. Hier entfällt nämlich der Versatz
zwischen den Lamellen, Diese Abweichung vom übrigen Design der Oberfläche betont unerwünscht
optisch das Vorhandensein der Fuge zwischen zwei miteinander verbundenen Paneelen.
[0008] Aus der
DE 198 41 433 A1 sind Parkettelemente - hier auch Parkettbretter genannt - die eine Tragschicht umfassen,
die aus einer Vielzahl von parallel angeordneten Massivholzstäben bestehen, wie insbesondere
die Figur 1 verdeutlicht. Nuten und Federn sind seitlich in dieser Tragschicht eingearbeitet
worden.
[0009] Neben den bisher beschriebenen Parkettelementen gibt es vor allem auch Paneele, bei
denen das Dekor der Oberfläche durch einen Druck, so zum Beispiel durch bedrucktes
Papier gebildet wird. Solche Paneele werden Laminatpaneele genannt, Vielfach werden
durch den Druck die oben beschriebene Anordnung von Lameelen nachgeahmt. Bei diesen
Paneelen tritt dann ebenfalls das Problem auf, dass an den schmalen Seiten ein Versatz
von rechteckigen Mustern entfällt, was optisch eine Fuge zwischen zwei miteinander
verbundenen Paneelen unerwünscht betont,
[0010] Um das Verlegen zu vereinfachen, weisen Nuten und Federn regelmäßig zusätzliche Verriegelungselemente
auf, die ein leimloses Verbinden der Paneele ermöglichen. Solche zusätzlichen Verriegelungselemente
sind aus den Druckschriften
DE-OS 1 534 802,
WO 94/01628,
WO 01/48332 oder
WO01/88306 bekannt. Die
DE-OS 1 534 802 offenbart zwei Paneele, die seitlich Nuten und Federn aufweisen, Die Paneele können
durch Verschieben in einer Ebene miteinander verbunden, Zusätzlich zur Nut und Feder
sind weitere Verriegelungselemente an Nut bzw, Feder angebracht, die ein leimloses
Verbinden ermöglichen, Die
EP 1 024 234 B1 stellt Paneele unter Schutz, die ein leimloses Verbinden durch Verschieben in einer
Ebene ermöglichen.
[0011] Neben der Möglichkeit, Paneele leimlos durch Verschieben in einer Ebene zu verbinden,
sind Techniken bekannt, bei denen Paneelen durch Absenken oder aber durch Verschwenken
bzw. durch eine Drehbewegung miteinander verbunden werden. So beschreibt die
WO 01/48332 solche Paneele mit rechteckiger Oberfläche, die an den langen Seiten untereinander
ausschließlich durch Verschwenken miteinander verbunden und auch wieder durch Verschwenken
zerstörungsfrei voneinander gelöst werden können. Der Schutzbereich der
EP 1 282 752 B1 ist auf solche Paneele gerichtet, die an zwei gegenüberliegenden Seiten durch Verschwenken
bzw. durch eine Drehbewegung miteinander leimlos verbunden werden können und an den
verbleibenden zwei anderen Seiten durch Absenken, Entsprechend andersherum gelingt
das zerstörungsfrei Lösen von miteinander verbundenen Paneelen.
[0012] Mit der Erfindung sollen Paneele bereitgestellt werden, aus denen ein hochwertiger
Belag gebildet werden kann,
[0013] Die Aufgabe der Erfindung wird durch Paneele gelöst, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweisen. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
[0014] Ein Paneel, welches einen hochwertigen Belag bereitzustellen vermag, weist eine Oberfläche
auf, die an zwei gegenüberliegenden Seiten stufenförmig begrenzt ist. Wird ein solches
Paneel mit einem weiteren Paneel verbunden, welches dazu korrespondierend stufenförmig
ausgebildet ist, so verläuft dann eine Fuge zwischen den beiden Paneelen stufenförmig.
Es hat sich gezeigt, dass so die Fuge für den Betrachter im Vergleich zum eingangs
genannten Stand der Technik optisch verbessert in den Hintergrund tritt, da ein stufenförmiger
Verlauf schwieriger nachzuvollziehen ist im Vergleich zu einem geradlinigen Verlauf.
[0015] Der stufenförmige Verlauf kann ein oder mehrere Stufen umfassen. Im Fall von mehreren
Stufen kann der Verlauf treppenförmig sein. Im Fall von mehreren Stufen können die
Stufen gleich hoch oder unterschiedlich hoch und/ oder gleich breit oder unterschiedlich
breit sein. Im Fall von mehreren Stufen kann der Verlauf zunächst ansteigend und dann
abfallend sein oder umgekehrt.
[0016] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Oberfläche des anspruchsgemäßen Paneels
mehrere, aneinander angrenzende, zueinander versetzt angeordnete, rechteckige oder
quadratische Muster auf. Die stufenförmige Begrenzung der Oberfläche folgt diesem
versetzten Verlauf von Mustern. Im Unterschied zum Stand der Technik, wie er aus der
WO 00/7491 1 A1 bekannt ist, wird dann dieser Versatz nicht mehr aufgrund von Fugen zwischen zwei
Paneelen unterbrochen. Optisch treten dann die entsprechenden Fugen weiter verbessert
in den Hintergrund. Der Belag erscheint so höherwertig.
[0017] Vorzugsweise wird ein jedes rechteckige oder quadratische Muster der Oberfläche durch
eine Holzlamelle gebildet, da ein solcher Belag besonders hochwertig erscheint und
ist. Eine Nachbildung der Holzlamellen kann jedoch auch ein erfindungsgemäßes Paneel
umfassen.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung ragen stufenförmige Begrenzungen der Oberfläche
gegenüber darunter liegenden stufenförmigen Begrenzungen der Unterseite hervor. An
der Unterseite verbleibt so zwischen zwei Paneelen ein stufenförmig verlaufender Spalt.
Es wird so sichergestellt, dass an der Oberseite im ordnungsgemäß verlegten Zustand
kein Spalt verbleibt, der andernfalls die Fuge unerwünscht sichtbar machen würde.
[0019] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Paneel seitlich Kupplungselemente
wie Nuten und Federn, die zumindest teilweise aus Holzlamellen herausgearbeitet sind,
die die Oberfläche des Paneels bilden. Die Kupplungselemente sind also im Unterschied
zum Stand der Technik nicht alleine aus der Tragschicht herausgearbeitet, Im Laufe
der Zeit entstehen bei einem Fußbodenbelag aufgrund von Dehnungs- und Schrumpfungserscheinungen
regelmäßig Spalte zwischen zwei Paneelen, Besonders davon betroffen sind die schmalen
Seiten von Paneelen mit rechteckiger Oberfläche. Entsteht ein solcher Spalt und sind
Kupplungselemente zumindest teilweise aus den Lameelen herausgearbeitet, so erblickt
der Verbraucher im Inneren des Spalts nach wie vor die Oberfläche einer Lamelle und
nicht die Oberfläche der Tragschicht. Der optische Eindruck wird daher durch diese
Ausgestaltung der Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik bei auftretenden Spalten
verbessert und zwar auch dann, wenn der Spalt nicht stufenförmig sondern geradlinig
verläuft,
[0020] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Paneel eine längliche Oberfläche auf.
Die stufenförmigen Begrenzungen sind an den schmalen Enden der Oberfläche vorgesehen.
An den schmalen Seiten können besonders leicht Spalte aufgrund von Dehnungs- und Schrumpfungserscheinungen
auftreten. Daher ist es von Vorteil, vor allem an den schmalen Seiten Vorkehrungen
zu treffen, die der optischen Sichtbarkeit entgegenwirken. Die langen Seiten dieser
Paneele verlaufen dann in der Regel geradlinig. Vorteilhaft sind dann die langen Seiten
mit solchen Kupplungs- und Verriegelungselementen versehen, die ein Verbinden und
zerstörungsfreies Lösen von Paneelen ausschließlich durch Verschwenken oder Absenken
ermöglichen, nicht aber durch Verschieben in einer Ebene. Die schmalen Seiten weisen
dann insbesondere solche Kupplungs- und/ oder Verriegelungselemente auf, die ein Verbinden
durch Verschieben in einer Ebene ermöglichen. An den langen Seiten kann so sichergestellt
werden, dass längerfristig keine Spalte auftreten, zumal die langen Seiten im verlegten
Zustand mechanisch vergleichsweise wenig belastet werden. Selbst wenn nun an den kurzen
Seiten ein Spalt im Laufe der Zeit entstehen sollte, so wird durch die Stufenform
erreicht, dass sein Verlauf und damit der Spalt schwieriger erfasst werden kann. Insgesamt
bleibt damit eine höherwertige Optik erhalten. Dies gilt vor allem dann, wenn der
Spalt so klein bleibt, dass er ohnehin kaum wahrgenommen werden kann.
[0021] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Paneel seitlich bei den stufenförmigen
Begrenzungen Kupplungs- und / oder Verriegelungsmittel auf, die ganz oder teilweise
aus Kunststoff oder einem Holzfasermaterial wie HDF oder MDF bestehen, Kunststoffe
sowie HDF und MDF können besonders präzise bearbeitet und eine gewünschte Form herausgearbeitet
werden. Dies ist für ein exaktes Verbinden von zwei Paneelen von Interesse, da andernfalls
die Oberfläche von einem Paneel nicht glatt verläuft, Im übrigen besteht dann eine
tragende Schicht eines solchen Paneels vorzugsweise aus Holz oder aus Massivholzstäben
in der aus dem Stand der Technik geschilderten Weise, um ein Parkettelement aus den
gewohnten hochwertigen Materialien bereitzustellen. Die Tragschicht wird dann vor
allem aus Massivholzstäben gebildet, die einen kleinen Abstand zueinander aufweisen,
um so einem Verzug des Paneels insgesamt vorzubeugen.
[0022] Mit mehreren erfindungsgemäßen Paneelen kann dann ein Belag gebildet werden, bei
dem die Paneele so miteinander verbunden sind, dass die Oberfläche des Belags frei
von Spalten ist. Insbesondere handelt es sich um einen Fußbodenbelag, da dieser mechanisch
stärker als Wand und Deckenbeläge belastet wird, und es daher hier von besonderem
Interesse ist, sich möglicherweise bildende Spalte optisch praktisch nicht sichtbar
werden zu lassen.
[0023] Erfindungsgemäße Paneele weisen in der Regel eine Gegenzugschicht auf, die vorzugsweise
aus Holz oder einem Holzfunier besteht. Diese Schicht wirkt einem Verzug entgegen,
[0024] Beispielsweise unterhalb der Gegenzugschicht können noch ein oder mehrere zusätzliche
Schichten angebracht sein, die der Minderung oder Dämmung von Schall dienen, der beispielsweise
dann auftritt, wenn der Belag betreten wird,
[0025] Es zeigen:
- Figur 1:
- Aufsicht auf zwei Paneele im nicht verbundenen Zustand;
- Figur 2:
- Aufsicht auf zwei Paneele im verbundenen Zustand;
- Figuren 3 bis 5:
- Schnittdarstellungen der in Fig. 1 gezeigten Paneele;
- Figuren 6 bis 11:
- Alternative Ausführungsform
[0026] Figur 1 zeigt zwei Paneele 1 a, 2a ausschnittsweise und zwar in Aufsicht. Die Bezugszeichen
1 b, 1 c und 2b aus den Figuren 3 bis 5 verweisen auf zugehörige seitliche Darstellungen
im Schnitt,
[0027] Die sichtbare Oberfläche des einen Paneels 1a, 1b, 1c wird durch aus Holz bestehende
Lamellen 3a bis 3e gebildet. Die sichtbare Oberfläche des anderen Paneels 2a, 2b wird
durch aus Holz bestehende Lamellen 4a bis 4d gebildet, Die Lameelen bilden auf der
Oberfläche der beiden Paneele rechteckige Muster, die untereinander versetzt angeordnet
sind. Die beiden Paneele weisen eine längliche Oberfläche mit schmalen Seiten 5 und
6 sowie mit langen Seiten auf. Die schmalen Seiten 5 und 6 verlaufen stufenförmig
und unterbrechen so nicht die versetzte Anordnung der Lamellen, Die Lamellen 3b, 3d
und 3e bilden diese stufenförmige Begrenzung der Oberfläche des Paneels 1a an der
schmalen Seite 5 wieder, Seitlich weisen die beiden Paneele Kupplungsmittel entweder
in Form von Nuten 7a bis 7e, 8, 9 oder aber dazu korrespondierende Nuten 10, 11 auf,
Die Nuten und / oder Federn werden für das Verlegen mit Leim versehen. Die Paneele
werden unmittelbar anschließend durch Verschieben in einer Ebene miteinander verbunden.
Figur 2 zeigt die zwei Paneele, die an den schmalen Seiten verbunden sind. Die gemeinsame
Fuge 12 unterscheidet sich vom Verlauf her nicht von dem übrigen Versatz der Lamellen.
Die Fuge wird daher nicht oder allenfalls kaum als Fuge wahrgenommen
[0028] Die Paneele umfassen eine vergleichsweise dicke tragende Mittelschicht 13, 14 sowie
eine als Gegenzug wirkende untere Schicht 15, 16, die wie die aus Lamellen bestehende
Schicht vergleichsweise dünn ist. Sowohl die tragende Schicht als auch die als Gegenzug
dienende Schicht bestehen ebenfalls aus Holz, welches jedoch in der Regel preiswerte
als das Holz ist, aus dem die Lamellen bestehen. Nuten und Federn sind aus der tragenden
Mittelschicht 13 und 14 herausgearbeitet. Anstelle einer herausgearbeiteten Feder
kann beispielsweise eine Fremdfeder vorgesehen sein, die in eine weitere Nut eingeschlagen
oder anders in die weitere Nut eingebracht wird. Insbesondere die Mittelschicht kann
aber auch aus einem Holzwerkstoff wie HDF oder MDF bestehen, um besonders genau Kupplungselemente
herstellen zu können,
[0029] Figur 1 zeigt treppenförmig verlaufende Stufen. Ein treppenförmiger Verlauf erleichtert
das Verbinden im Vergleich zu einem anders gearteten Verlauf der Stufen,
[0030] Die Figuren 7 bis 11 verdeutlichen eine weitere Ausführungsform von zwei Paneelen
im Sinne der Erfindung. Eine schmale Seite eines Paneels ist mit Federn 1 9b versehen,
die sich über Kanten 21 von Stufen hinweg erstrecken. Wie durch gestrichelte Linien
in der Figur 6 angedeutet, ist eine gegenüber liegende schmale Seite mit dazu korrespondierenden
Nuten 20b versehen, Im Vergleich zu der Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 5 wird
so verbessert sichergestellt, dass Federn 1 9b beim Verbinden in Nuten 20b gelangen,
ohne dabei zu verkanten.
[0031] Die langen Seiten dieser Paneele weisen neben Nut und Feder zusätzliche Verriegelungselemente
22 und 17 auf, die ein leimloses Verbinden ermöglichen. Das vorstehende Verriegelungselement
22 ist unterhalb der Feder angebracht. Das dazu korrespondierende Verriegelungselement
17 ist innerhalb der Nut auf der gegenüberliegenden Seite vorgesehen.
[0032] Durch Verschieben in einer Ebene werden die in den Figuren 6 bis 9 gezeigten Paneele
sowohl an den schmalen als auch an den langen Seiten miteinander verbunden. Das Verbinden
von schmalen Seiten erfolgt dabei in etwa zeitgleich mit dem Verbinden der langen
Seiten. Schmale Seiten von zwei in einer gemeinsamen Ebene liegenden Paneelen sind
dabei zunächst versetzt zueinander ausgerichtet, Die schmale Seite des einen Paneels
wird dann auf direktem Weg zur schmalen Seite des anderen Paneels verschoben, so dass
Federn 19a, 19b in Nuten 20a, 20b gelangen. Dabei verbindet sich die lange Seite des
einen Paneels ggfs, mit der langen Seite eines bereits verlegten dritten Paneels.
[0033] Wie die Figuren 8 und 9 verdeutlichen, sind die Deckschichten aus stabförmigen Elementen
13a bis 13f bzw. 14a bis 14c aufgebaut, Die stabförmigen Elemente können durch schmale
Spalte voneinander getrennt sein. Insbesondere die an schmale Seiten grenzenden stabförmigen
Elemente 13a bzw. 14a bestehen aus einem Material, aus dem besonders gut auch kompliziertere
Geometrien gefertigt werden können. Geeignet ist vor allem HDF, MDF oder Kunststoff,
Stabförmige Elemente 13f bzw, 14c, die einen Abstand zu den schmalen Seiten aufweisen,
sind bevorzugt aus Vollholz gefertigt, Insgesamt können Paneele so weiter verbessert
zuverlässig miteinander verbunden werden, da die besonders kritischen schmalen Seiten
gezielt ein Material umfassen, welches sich besonders gut für die Fertigung von Kupplungselementen
eignet, Darüber hinaus kann das weitere Material der tragenden Schichten 13 und 14
nach anderen technischen oder optischen Gesichtspunkten ausgesucht werden,
[0034] Figur 9 zeigt im Schnitt eine Feder 19a und eine Nut 20b im verbundenen Zustand.
Die Feder 19a wird teilweise aus der aus Holz bestehenden Lamelle 4a gebildet. Entsteht
ein Spalt bei der Fuge 18, so wird so verhindert, dass die unter der Deckschicht liegende
tragende Schicht sichtbar wird, Entsprechend sind die Federn 19b ebenfalls nicht alleine
aus der tragenden Schicht, sondern zum Teil auch aus der aus Lameelen bestehenden
Schicht gebildet,
[0035] Die Figuren 10 und 11 zeigen eine Seitenansicht der schmalen Seiten,
[0036] Die Beispiele zeigen den Fall von drei parallel verlaufenden Reihen, die durch Lamellen
gebildet werden. Es können aber auch mehr oder weniger parallel verlaufende Reihen
sein. Entsprechend größer oder kleiner kann die Zahl der Stufen sein,
[0037] Zusammengefügte Paneele sind bevorzugt vollständig oder zumindest doch weitest gehend
frei von Spalten und zwar insbesondere von optisch nicht sichtbaren Spalten.
1. Paneel (1a, 1b, 1c, 2a, 2b) mit einer Oberfläche, die an zwei gegenüberliegenden Seiten
stufenförmig, vorzugsweise treppenförmig begrenzt ist.
2. Paneel nach Anspruch 1, bei dem die Oberfläche mehrere, aneinander angrenzende, zueinander
versetzt angeordnete, rechteckige oder quadratische Muster (4a bis 4d, 3a bis 3e)
aufweist, die die stufenförmige Begrenzung der Oberfläche bilden.
3. Paneel nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei ein jedes rechteckige oder quadratische
Muster (4a bis 4d, 3a bis 3e) der Oberfläche durch eine Holzlamelle oder eine Nachbildung
einer Holzlamelle gebildet wird.
4. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die stufenförmigen Begrenzungen
der Oberfläche gegenüber darunter liegenden stufenförmigen Begrenzungen der Unterseite
hervorragen,
5. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem seitlich angebrachte Kupplungselemente
(19a, 20a) und / oder Verriegelungselemente zumindest teilweise aus Holzlamellen herausgearbeitet
sind, die die Oberfläche des Paneels bilden,
6. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Paneel eine längliche
Oberfläche aufweist und die stufenförmigen Begrenzungen an den schmalen Seiten bzw,
Enden der Oberfläche vorgesehen sind, wobei die langen Seiten der Oberfläche vorzugsweise
geradlinig verlaufen.
7. Paneel nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Paneel seitlich bei den stufenförmigen
Begrenzungen Kupplungsmittel aufweist, die ganz oder teilweise aus Kunststoff oder
einem Holzfasermaterial wie HDF oder MDF bestehen,
8. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Paneel eine Tragschicht
aufweist, die aus Holz oder einer Vielzahl von Massivholzstäben (13f, 14c) gebildet
ist.
9. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit langen Seiten, die mit Kupplungs-
und Verriegelungselementen so versehen sind, dass zwei solcher Paneele an den langen
Seiten durch Absenken oder Verschwenken, nicht aber durch Verschieben der Paneele
in einer Ebene miteinander leimlos verbunden werden können.
10. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zwei solcher gleicher Paneele
schmale Seiten aufweisen, die so mit Kupplungs- und/ oder Verriegelungselementen versehen
sind, dass ein Verbinden der Paneele durch Verschieben in einer Ebene möglich ist,
11. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens eine Feder (19b)
vorgesehen ist, die sich über eine Kante (21) einer Stufe hinaus erstreckt,
12. Belag gebildet aus Paneelen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Paneele
so miteinander verbunden sind, dass die Oberfläche des Belags frei von Spalten ist.