[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Überwachung der Temperatur der
Radsatzlager von vorbeifahrenden Schienenfahrzeugen, bestehend aus mindestens einer
unterhalb des Schienenstranges in einem Gehäuse befindlichen und an eine Auswerteinheit
angeschlossene IR-Empfangseinheit, wobei das Gehäuse sich über mindestens zwei Dämpfungsglieder
abstützend in eine Schwelle eingesetzt ist.
[0002] Es ist bekannt, wie z.B. aus der
US 2004/0075570 A1, die Temperatur von Radsatzlagern an Schienenfahrzeugen, insbesondere an Eisenbahnfahrzeugen,
zu überwachen, um sogenannte Heißläufer-Entgleisungen zu vermeiden. Dazu werden von
den Bahnverwaltungen IR-Messsysteme mit mindestens einer IR-Empfangseinheit eingesetzt,
die sich unterhalb des Schienenstranges befindet und meist in einer besonders ausgebildeten
Messschwelle oder einer Hohlschwelle untergebracht ist. Meistens sind jedoch in einer
solchen Schwelle vier IR-Empfangseinheiten vorgesehen, über die die Temperaturen aller
Radsatzlager eines Radsatzes erfasst werden können. Die dabei ermittelten Werte werden
normalerweise mit den Werten bzw. Infrarotsignalmustern verglichen, die in einer Auswerteinheit,
beispielsweise einem Rechner, abgespeichert sind. Bei unzulässigen Abweichungen wird
ein Alarmsignal abgegeben. Um diese IR-Empfangseinheiten gegen äußere Einflüsse zu
schützen, sind dieselben jeweils in verschließbaren Gehäusen untergebracht, die in
die Mess- bzw. Hohlschwelle eingesetzt sind.
[0003] Diese Gehäuse werden allerdings nicht direkt, sondern über jeweils mindestens zwei
Dämpfungsglieder mit der Mess- bzw. Hohlschwelle verbunden, die aus Gummi, Kunststoff
bestehen können oder durch Stahlfedern gebildet sind und einen Hub von etwa 2 bis
4 mm aufweisen. Dadurch wird vermieden, dass die Schwingungen, die immer beim Überfahren
eines Radsatzes über die Mess- bzw. Hohlschwelle entstehen, nicht bzw. nur in geringem
Maße auf die IR-Empfangseinheiten übertragen werden, die empfindliche Bauteile sind
und die durch diese Schwingungen beschädigt oder zerstört werden können.
[0004] Derzeit werden die IR-Empfangseinheiten etwa alle 6 Monate auf ihre richtige Funktionsweise
überprüft. Im Hinblick auf defekte Schwingungsdämpfer kann dieser Zeitraum eindeutig
zu lang sein. Defekte an den Schwingungsdämpfern können bereits vor dem Einbau vorhanden
sein oder aber auch schon beim Einbau oder zu einem späteren Zeitpunkt auftreten.
Ein fehlerhafter Schwingungsdämpfer bringt jedoch die Gefahr mit sich, dass die zugeordnete
IR-Empfangseinheit gelegentlich über einen kürzeren oder längeren Zeitraum ausfällt,
ohne dass die eigentliche Ursache erkannt werden kann. Dies kann dann zu einer Beschädigung
oder Zerstörung der IR-Empfangseinheit und/oder zu fehlerhaften Messergebnissen führen.
[0005] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Überwachung
der Temperatur der Radsatzlager von vorbeifahrenden Schienenfahrzeugen so auszugestalten,
dass ein defekter bzw. nicht einwandfrei arbeitender Schwingungsdämpfer sofort erkannt
werden kann und somit eine Beschädigung oder Zerstörung der IR-Empfangseinheit ausgeschlossen
und daraus resultierende fehlerhafte Messergebnisse vermieden werden.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung zur Überwachung
der Temperatur der Radsatzlager von vorbeifahrenden Schienenfahrzeugen der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, dass dem Gehäuse ein ebenfalls an die Auswerteinheit
angeschlossener Beschleunigungssensor zugeordnet ist.
[0007] Durch den zusätzlichen, dem Gehäuse zugeordneten Beschleunigungssensors ist es möglich,
fehlerhafte Schwingungsdämpfer sofort zu erkennen, indem die gemessenen Beschleunigungswerte
mit den in der Auswerteinheit gespeicherten Werten verglichen und unzulässige Abweichungen
sofort als Alarmsignal einer Überwachungszentrale mitgeteilt werden.
[0008] Der Beschleunigungssensor kann dabei entweder im Gehäuse oder am Gehäuse angeordnet
sein.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0010] In dieser Zeichnung ist von einem Schienenfahrzeug, beispielsweise einem Waggon,
von einem Radsatz desselben nur ein Rad 1 mit einer Achse 2 und einem Radsatzlager
3 dargestellt. Das Rad 1 läuft in Drehrichtung des Pfeiles 4 auf einer Schiene 5,
die ihrerseits von einer Vielzahl von Schwellen 6 getragen wird. Jedem Radsatzlager
3 ist eine IR-Empfangseinheit 7 zugeordnet, die sich in einem verschließbaren Gehäuse
8 befindet. Das Gehäuse 8 ist seinerseits zumindest teilweise in eine Ausnehmung 9
einer als Mess- oder Hohlschwelle ausgebildeten Schwelle 6a eingesetzt. Dabei stützt
sich das Gehäuse 8 beispielsweise über vier Dämpfungsglieder 10, von denen in der
Zeichnung nur zwei Dämpfungsglieder 10 zu sehen sind, auf der Oberseite der Schwelle
6a ab.
[0011] Diese Dämpfungsglieder 10 bestehen aus elastisch eingestelltem Gummi oder Kunststoff
oder sind durch Stahlfedern gebildet und haben einen Hub von etwa 2 bis 4 mm. Diese
Dämpfungsglieder 10 haben dabei die Aufgabe, auszuschließen, dass die bei der Überfahrt
eines Waggons über die Schwelle 6a zwangsläufig auftretenden Schwingungen in störender
Weise über das Gehäuse 8 an die darin befindlichen und für Schwingungen empfindlichen
Bauteile, insbesondere an die im Gehäuse 8 befindliche IR-Empfangseinheit 7 gelangen
und hier nachteilige Folgen mit sich bringen. Diese Folgen können darin, bestehen,
dass die IR-Empfangseinheit 7 gelegentlich über einen kürzeren oder längeren Zeitraum
ausfällt, beschädigt oder zerstört wird und/oder falsche bzw. fehlerhafte Messergebnisse
an eine nicht dargestellte Auswerteinheit liefert. Es kann nun in der Praxis vorkommen,
dass ein oder mehrere Dämpfungsglieder 10 defekt ist bzw. defekt sind. Ein solcher
Defekt kann bereits vor dem Einbau vorhanden sein, beim Einbau entstehen oder zu einem
späteren Zeitpunkt auftreten. Um einen solchen Defekt feststellen zu können, ist im
gezeichneten Ausführungsbeispiel im Gehäuse 8 ein an sich bekannter Beschleunigungssensor
11 angeordnet, der ebenfalls an die bereits erwähnte Auswerteinheit angeschlossen
ist. Mittels dieses Beschleunigungssensors 11 kann die Dämpfung des Gehäuses 8 und
damit auch die auf die IR-Empfangseinheit 7 auftreffende Schwingung gemessen und mit
einem zuvor festgelegten und gespeicherten Grenzwert verglichen werden. Bei einer
Überschreitung der gespeicherten Grenzwerte wird ein Signal als Wartungsalarm ein
eine Überwachungszentrale gesandt.
[0012] Es wird darauf hingewiesen, dass die IR-Empfangseinheit 7 und der Beschleunigungssensor
11 nicht ständig angeschaltet und damit aktiv sind. Die IR-Empfangseinheit 7 und der
Beschleunigungssensor 11 werden durch Schienenkontakte 12, 13 aktiviert bzw. deaktiviert,
die, in Fahrtrichtung eines Zuges gesehen, mit Abstand vor und hinter der Schwelle
6a auf einer anderen Schwelle 6 angeordnet sind.
[0013] In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles kann der Beschleunigungssensor
11 auch außen am Gehäuse 8 angeordnet sein.
1. Vorrichtung zur Überwachung der Temperatur der Radsatzlager von vorbeifahrenden Schienenfahrzeugen,
bestehend aus mindestens einer unterhalb des Schienenstranges in einem Gehäuse befindlichen
und an eine Auswerteinheit angeschlossene IR-Empfangseinheit, wobei das Gehäuse sich
über mindestens zwei Dämpfungsglieder abstützend in eine Schwelle eingesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Gehäuse (8) ein ebenfalls an die Auswerteinheit angeschlossener Beschleunigungssensor
(11) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschleunigungssensor (11) im Gehäuse (8) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschleunigungssensor (11) außen am Gehäuse (8) angeordnet ist.
1. Device for monitoring the temperature of the wheel set bearings of passing rail vehicles
consisting of at least one IR receiving unit located in a housing below the rail track
and connected to an evaluating unit, wherein the housing supported by at least two
damping members is inserted into a sleeper, characterised in that an acceleration sensor (11) likewise connected to the evaluating unit is associated
with the housing (8).
2. Device according to claim 1, characterised in that the acceleration sensor (11) is arranged in the housing (8).
3. Device according to claim 1, characterised in that the acceleration sensor (11) is arranged outside on the housing (8).
1. Dispositif de surveillance de la température des boîtes d'essieux de véhicules ferroviaires
passant devant celui-ci, composé d'au moins une unité de réception IR située sous
la file de rails dans un boîtier et raccordée à une unité d'évaluation, le boîtier
étant implanté dans une traverse en s'appuyant sur au moins deux organes d'amortissement,
caractérisé en ce qu'un capteur d'accélération (11) également raccordé à l'unité d'évaluation est associé
au boîtier (8).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur d'accélération (11) est agencé dans le boîtier (8).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur (11) est agencé à l'extérieur au niveau du boîtier (8).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente