[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kalibrieren von Sensoren, insbesondere Trübungssensoren
in Haushaltgeräten und ein zugehöriges Haushaltgerät zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] In Haushaltgeräten, z. B. Geschirrspülmaschinen oder Waschmaschinen, werden Trübungssensoren
zur Ermittlung des Verschmutzungsgrades der Reinigungsflüssigkeit, z. B. Spülflotte
oder Spüllauge, eingesetzt. Mit Hilfe der durch den Trübungssensor ermittelten Werte
des Verschmutzungsgrades erfolgt die weitere Steuerung des Reinigungsprogramms des
Haushaltgerätes. In einer Geschirrspülmaschine besteht das Reinigungsprogramm beispielsweise
aus den Teilprogrammschritten "Vorspülen", "Reinigen", "Zwischenspülen", "Klarspülen"
und "Trocknen". Innerhalb des Teilprogrammschrittes "Zwischenspülen" werden häufig
mehrere Zwischenspülschritte ausgeführt. Durch die Verwendung der von dem Trübungssensor
ermittelten Werte des Verschmutzungsgrades kann von der Steuerung der Geschirrspülmaschine
bei Unterschreiten eines bestimmten Wertes des Verschmutzungsgrades die Ausführung
weiterer Zwischenspülschritte abgebrochen werden. Damit kann eine erhebliche Wasser-
und Energieeinsparung bei gleichen Reinigungsergebnissen erzielt werden. Außerdem
kann bei einem geringen Verschmutzungsgrad beim "Vorspülen" die Spülflotte aus dem
"Vorspülen" für den Teilprogrammschritt "Reinigen" verwendet werden.
[0003] Die Messung der Trübung erfolgt im Allgemeinen durch das Hindurchleiten von Licht
durch die Reinigungsflüssigkeit. Es sind jedoch auch andere physikalische Messverfahren,
z. B. mit Schall denkbar. Bei der Verwendung des physikalischen Prinzips des Hindurchleitens
von Licht durch die Reinigungsflüssigkeit, wobei Teilchen in der Reinigungsflüssigkeit
als Suspension einen Teil des Lichts zurückhalten, ist eine Sende- und Empfangsvorrichtung
für Licht notwendig. Bei der Sendevorrichtung handelt es sich beispielsweise um eine
Lampe oder eine Leuchtdiode sowie bei der Empfangsvorrichtung z. B. um einen Fototransistor.
Die Sende- und Empfangsvorrichtungen sind jedoch Abnutzungs- und Alterungsveränderungen
ausgesetzt. Außerdem können zum Teil erhebliche Ablagerungen an den optischen Einrichtungen
auftreten. Temporäre Verunreinigungen an den Sende- und Empfangsvorrichtungen können
zu erheblichen Fehlern bei den Messungen führen. Dies führt im Laufe der Zeit zu sukzessive
zunehmenden Fehlern bei den Messungen der Trübung der Reinigungsflüssigkeit. Dadurch
kommt es zu Fehlern bei der Steuerung des Haushaltgerätes.
[0004] Aus der
EP 0 862 892 B1 ist ein Haushaltgerät mit einer Messeinrichtung zum Ermitteln des Verschmutzungsgrades
einer Reinigungsflüssigkeit bekannt. Um Fehlmessungen zu verhindern wird eine Abgleichsmessung
mit der Messeinrichtung in einem Reinigungsprogramm, in welchem die Messeinrichtung
zum Ermitteln des Verschmutzungsgrades der Reinigungsflüssigkeit verwendet wird, vorhergehenden
Reinigungsprogramm durchgeführt, wobei dies vorzugsweise in einem Programmteil mit
unverschmutzter Spülflüssigkeit, z. B. dem Klarspülen, durchgeführt wird. Der Messwert
für die Abgleichung der Messeinrichtung im nachfolgenden Reinigungsprogramm ist in
einem nicht-flüchtigen Speicher speicherbar. Nachteilig ist hierbei, dass bei einem
geringen oder ausgeblendeten Zwischenspülen auch beim Klarspülen nicht unerhebliche
Verunreinigungen in der Spülflotte enthalten sein können, so dass die Messergebnisse
verfälscht sein können. Des Weiteren wird nur eine Abgleichsmessung ausgeführt, so
dass bei zufällig auftretenden starken Verschmutzungen, z. B. an der Sendevorrichtung
durch punktuelle Ablagerungen, Messwerte für die Abgleichung der Messeinrichtung mit
erheblichen Fehlern die Folge sind.
[0005] Aus der
DE 101 11 006 A1 ist ein Verfahren zum Abgleichen eines Trübungssensors bekannt. Innerhalb eines Spülprogramms
werden mehrere Kalibrierwertmessungen zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt und
in einer ersten Speichertabelle gespeichert, wobei Kalibrierwertmessungen in mehreren
Spülprogrammen durchgeführt werden. Aus diesen Kalibrierwertmessungen wird für jedes
Spülprogramm der Kalibriermesswert mit dem geringsten Verschmutzungsgrad durch Selektion
ermittelt und in einer zweiten Speichertabelle eingeschrieben. Aus den gespeicherten,
selektierten Kalibriermesswerten der zweiten Speichertabelle wird der Mittelwert berechnet,
welcher den Referenzwert bildet für die Messung mit dem Trübungssensor.
[0006] Nachteiligerweise bildet nur eine relativ geringe Anzahl von Kalibriermessungen die
Grundlage für die Ermittlung des Referenzwertes, welcher nur der Mittelwert aus mehreren
Einzelmessungen innerhalb eines Spülprogramms ist. Damit können Fehlerquellen, die
bei mehreren Spülprogrammen oder nur innerhalb eines gesamten Spülprogramms auftreten,
z. B. eine Verunreinigung auf der Optik der Sendevorrichtung, nicht erkannt werden.
Aufgrund der Ermittlung des Referenzwertes durch eine bloße Mittelwertbildung aus
sämtlichen Kalibriermesswerten zu je einem Spülprogramm fließen diese mit häufig erheblichen
Fehlern belasteten Kalibriermesswerte bei der Mittelwertbildung nachteiligerweise
mit ein. Liegt eine Verunreinigung beispielsweise bei den drei vorhergehenden Spülprogrammen
vor und wird diese Verunreinigung in einem nachfolgenden Spülprogramm wieder beseitigt,
erfolgt trotzdem die Messung mit dem Referenzwert aus dem Mittelwert der häufig fehlerbehafteten
Einzelmessungen, wobei sich dieser Fehler fortsetzt, bis sämtliche Kalibriermessungen,
die Basis für den Referenzwert bilden, nicht mehr durch temporäre Verunreinigungen
fehlerbehaftet sind.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Verfahren und ein zugehöriges Haushaltgerät
zur Durchführung des Verfahrens bereitzustellen, welches es erlaubt, auf einfache
Weise unter sämtlichen Betriebsbedingungen eines Haushaltgerätes, insbesondere bei
temporären Verunreinigungen, ein zuverlässiges Kalibrieren von Sensoren, z. B. von
Trübungssensoren, zu ermöglichen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Kalibrierung von Sensoren
gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch Unteransprüche
gekennzeichnet.
[0009] Im erfindungsgemäßen Verfahren zur Kalibrierung eines Sensors, insbesondere eines
Trübungssensors in einem Haushaltgerät, z. B. eine Geschirrspülmaschine oder eine
Waschmaschine, mit Hilfe von Referenzwerten werden die folgenden Schritten ausgeführt:
- Ermitteln von wenigstens zwei Messwerten in wenigstens einem Reinigungsprogrammablauf,
- Selektion wenigstens eines Messwertes durch Methoden der Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung,
der im folgenden Schritt nicht mehr berücksichtigt wird,
- Ermittlung wenigstens eines möglichen Referenzwertes für die Kalibrierung des Sensors
aus den nicht selektierten Messwerten und
- Selektion eines optimalen Referenzwertes aus wenigstens einem möglichen Referenzwert,
sofern mehr als zwei mögliche Referenzwertes ermittelt wurden.
[0010] Zweckmäßigerweise wird die Selektion des wenigstens einen Messwertes durch Methoden
der Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung, der im folgenden Schritt nicht mehr
berücksichtigt wird, jeweils aus einer Reihe von Messwerten ausgeführt wird, die zu
gleichen Zeitpunkten innerhalb eines Spülprogrammablaufes gemessen wurden. Damit werden
Messwerte selektiert, die zu gleichen Zeitpunkten innerhalb eines Spülprogrammablaufes
gemessen wurden, so dass diese untereinander ähnlich und für weitere Auswahlverfahren
oder Berechnungen geeignet sind.
[0012] In einer weiteren Variante wird, falls kein Messwert außerhalb der wahrscheinlichen
Grenzen des möglichen Referenzwertes liegt, das Intervall der wahrscheinlichen Grenzen
des möglichen Referenzwertes kleiner angesetzt wird, so dass wenigstens ein Messwert
außerhalb liegt und dieser wenigstens eine Messwert selektiert. Dadurch wird immer
wenigstens ein Messwert selektiert. Das Verfahren kann dadurch an sich ändernde Verhältnisse
angepasst werden.
[0013] In einer weiteren Variante werden zur Ermittlung der wahrscheinlichen Grenzen des
möglichen Referenzwertes vorzugsweise ab Werk vorgegebene empirische Werte ergänzend
herangezogen, welche im Verfahrensablauf an sich ändernde Verhältnisse automatisch
angepasst werden. Dadurch kann das Verfahren auch bei einem neuen Haushaltgerät optimal
angewendet werden und es erfolgt eine automatische Anpassung an sich ändernde Verhältnisse,
z. B. Verunreinigungen, so dass das erfindungsgemäße Verfahren "lernfähig" ist.
[0014] Vorzugsweise wird die Ermittlung des wenigstens einen möglichen Referenzwertes für
die Kalibrierung des Sensors aus den verbleibenden, nicht selektierten Messwerten
durch Mittelwertbildung durchgeführt. Dadurch können die möglichen Referenzwerte für
die Reihen von Messwerten für die Messwerte zu je einem Zeitpunkt auf einfache Weise
ermittelt werden und unter Umständen noch vorhandene Fehlmessungen haben aufgrund
der Mittelwertbildung nur einen geringen Einfluss.
[0015] Zweckmäßigerweise wird die Ermittlung des wenigstens einen möglichen Referenzwertes
für die Kalibrierung des Sensors aus den verbleibenden, nicht selektierten Messwerten
durch Selektion eines Messwertes mittels Methoden der Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung
ausgeführt wird. Dadurch können Fehler, die aus einzelnen unter Umständen noch vorhandenen
Fehlmessungen resultieren, ausgeschlossen werden, weil nur ein einzelner Messwert
ausgewählt wird.
[0016] In einer weiteren Variante wird der Messwert mit der höchsten Wahrscheinlichkeitsdichte
innerhalb der nicht selektierten Messwerte ausgewählt. Damit können mögliche Fehler
gegenüber einer Mittelwertbildung, dem Messwerte zu Grunde liegen, die unter Umständen
fehlerbehaftet sind, ausgeschlossen werden.
[0017] Vorzugsweise wird derjenige Messwert als Referenzwert ausgewählt, der dem arithmetischen
Mittelwert der nicht selektierten Messwerte am nächsten liegt, durch folgende Schritte:
- Ermittlung der arithmetischen Mittelwerte der nicht selektierten Messwerte,
- Ermittlung des Betrages der Differenz aus dem arithmetischen Mittelwert und dem jeweiligen
Messwert, wobei derjenige Messwerten ausgewählt wird, bei welchem der Betrag der Differenz
am kleinsten ist.
[0018] In einer ergänzenden Variante wird aus den möglichen Referenzwerten der optimalste,
d. h. im Allgemeinen der Referenzwert mit dem kleinsten Verschmutzungsgrad, als Referenzwert
für die Kalibrierung des Sensors ausgewählt.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Zuhilfenahme
der nachfolgenden Zeichnungen beispielhaft erläutert: Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Trübungssensors,
- Fig. 2
- ein schematisches Ablaufdiagramm für ein Spülprogramm in einer Geschirrspülmaschine,
- Fig. 3
- ein erfindungsgemäßes Ablaufschema für die Ermittlung eines Referenzwertes für die
Kalibrierung des Trübungssensors und
- Fig. 4
- ein weiteres erfindungsgemäßes Ablaufschema für die Ermittlung des Referenzwertes
für die Kalibrierung des Trübungssensors.
[0020] In Fig. 1 ist schematisiert ein Trübungssensor 6 dargestellt. Er verfügt über eine
Sendevorrichtung 1 als Lampe, welche vorzugsweise sichtbares Licht emittiert. Die
Sendevorrichtung 1 kann auch elektromagnetische Wellen aus anderen beliebigen Frequenzbereichen,
z. B. Infrarotlicht, emittieren. In einer Empfangsvorrichtung 2 als Photozelle wird
das auf ihr auftreffende Licht in Strom umgewandelt. Zwischen der Sendevorrichtung
1 und der Empfangsvorrichtung 2 befindet sich die Spülflotte 3 mit Verunreinigungen.
Eine Steuerungs- und Auswerteeinheit 4 versorgt die Sendevorrichtung 1 mit Strom und
wertet den von der Empfangsvorrichtung 2 gelieferten Strom aus. Die Sendevorrichtung
1 und die Empfangsvorrichtung 2 sind über elektrische Leitungen 5 mit der Steuerungs-
und Auswerteeinheit 4 verbunden. Die Steuerungs- und Auswerteeinheit 4 kann auch Teil
der Steuerung einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine sein, d. h. es ist keine
separate Steuerungs- und Auswerteeinheit 4 für den Trübungssensor 6 notwendig. Aufgrund
der Änderung des auf der Empfangseinheit 2 auftreffenden Lichts bei vorzugsweise konstanter
Stromversorgung für die Sendevorrichtung 1 wird der Verschmutzungsgrad der Spülflotte
3 ermittelt. Je geringer der von der Empfangsvorrichtung 2 gelieferte Strom, desto
größer ist der Verschmutzungsgrad. Der Trübungssensor 6 kann in der erfindungsgemäßen
Geschirrspülmaschine z. B. im Spülbehälter oder in einer Leitung für Spülflotte eingebaut
sein. Mit Hilfe dieses Wertes des Verschmutzungsgrades wird von der Steuerung der
erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine der weitere Programmablauf gesteuert. Beispielsweise
wird bei Unterschreiten eines bestimmten Verschmutzungsgrades die Durchführung weiterer
Zwischenspülschritte abgebrochen oder es erfolgt zwischen Vorspülen und Reinigen kein
Wechsel der Spülflotte.
[0021] In Fig. 2 ist ein üblicher Spülprogrammablauf s einer Geschirrspülmaschine dargestellt.
Auf der Abszissenachse ist die Zeit angetragen und auf der Ordinatenachse die Menge
der Spülflotte in der Geschirrspülmaschine. Der Spülprogrammablauf besteht aus den
Teilprogrammschritten "Vorspülen", "Reinigen", "Zwischenspülen", "Klarspülen" und
"Trocknen". Der oder die Messwerte m
11, m
21 , m
31 und m
41 (m
as mit a als Zeitpunkt t
a der Messungen innerhalb eines Spülprogrammablaufes und s als Zahl der Messungen eines
Messwertes m
as zum jeweils gleichen Zeitpunkt t
a in den Spülprogrammabläufen s=1, 2, 3 bis s). Für die Kalibrierung des Trübungssensors
6 werden die Messwerte m
11, m
21, m
31 und m
41 jeweils zu den Zeitpunkten t
a = t
1, t
2, t
3 und t
4 bestimmt. Es kann innerhalb eines Spülprogrammablaufes s nur ein Messwert, vorzugsweise
im Teilprogrammschritt "Klarspülen", gemessen werden oder auch mehrere Referenzwerte
innerhalb des Spülprogramms, wobei auch innerhalb eines Teilprogrammschrittes, z.
B. "Klarspülen", mehrere Messwerte, z. B. m
31, m
41, für die Kalibrierung des Trübungssensors 6 gemessen werden können. Die Messwerte
m
as zu einem Zeitpunkt t
a sind als Messreihe in Spalten in Fig. 2 untereinander angeordnet. Innerhalb eines
Spülprogrammablaufes erfolgt die Messung der Messwerte jeweils zum gleichen Zeitpunkt.
Es wurden gemäß Fig. 2 vier Messungen zu unterschiedlichen Zeiten t
a = t
1, t
2, t
3 und t
4 je Spülprogrammablauf s durchgeführt, so dass vier Spalten von Messreihen in Fig.
2 vorhanden sind. Für unterschiedliche Spülprogramme, z. B. Sanft 50°, Intensiv 70°
oder Automatic 55°-65°, mit unterschiedlicher Dauer der einzelnen Teilprogrammschritte
erfolgt die Messung jeweils zum gleichen Zeitpunkt nach dem Beginn oder vor dem Ende
eines Teilprogrammschrittes. Außerdem kann das Verfahren auch dahingehend verfeinert
werden, dass für jedes unterschiedliche Spülprogramm mit wenigstens einer Messung
eine gesonderte Messreihe gespeichert wird. Bei dieser Vorgehensweise entspricht die
Zahl der Messreihen nicht der Zahl der Messzeitpunkte t
a, sondern der Summe der einzelnen Messzeitpunkte t
a aufsummiert für jedes einzelne Spülprogramm.
[0022] In Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßes Ablaufschema für die Ermittlung des Referenzwertes
m
as dargestellt. Im obersten Abschnitt sind die Messwerte m
as dargestellt. In einer Spalte sind jeweils die Messwerte m
as aus den Spülprogrammabläufen s=1 bis s zum jeweils gleichen Zeitpunkt t
a dargestellt. Die Messerte m
as werden vorzugsweise gleitend an den jeweils zum aktuellen Spülprogrammablauf s+1
vorhergehenden Spülprogrammabläufen s= 1 bis s ermittelt. Hierbei ist auch eine andere
Vorgehensweise möglich, z. B. werden die Messwerte m
as nur aus Spülprogrammabläufen s ermittelt, die eine geringe Beladung haben, sofern
z. B entsprechende Beladungssensoren vorhanden sind. Die Zahl der Messzeitpunkte t
a entspricht damit der Zahl der Spalten. In der ersten Spalte sind z. B zum Zeitpunkt
t
1 die Messwerte m
a=1 s=1 bis s der Spülprogrammabläufe s= 1 bis s aufgeführt, wobei hierin auch Messwerte m
as aus unterschiedlichen Spülprogrammen enthalten sind.
[0023] Unterhalb dieser Spalten ist eine Operationseinheit dargestellt. In dieser obersten
Operationseinheit erfolgt durch vorzugsweise statistische Methoden eine Selektion
wenigstens eines Messwertes m
as, der bei den weiteren Schritten nicht mehr berücksichtigt wird. Ein Beispiel für
eine derartige statistische Methode wird weiter unten beschrieben. Es kommen neben
statistischen Methoden auch andere Methoden in Betracht, z. B. mit Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Unterhalb der Operationseinheit sind die Messwerte m
as wieder in Spalten aus den Spülabläufen s angeordnet, wobei jeweils ein Messwert m
as selektiert wurde. Beispielsweise in der 2. Spalte von links wurde der Messwert m
22 aus dem Spülablauf s = 2 aussortiert. Unterhalb dieser Spalten ist in Fig. 3 eine
Operationseinheit dargestellt. In der Operationseinheit wird der Mittelwert der verbleibenden
Messwerte m
as einer Spalte gebildet, d, h.

als möglicher Referenzmesswert ermittelt. Aus diesen Mittelmesswerten

wird im darauffolgenden Operator der optimale Mittelmesswert

ausgewählt, welcher im Allgemeinen der Mittelmesswert

mit dem kleinsten Verschmutzungsgrad, d. h. der größte Mittelmesswert

ist. Dieser optimale Mittelmesswert

ist der Referenzwert für die Trübungsmessung im vorzugsweise darauffolgenden Spülprogramm.
Neben dem Kriterium des kleinsten Verschmutzungsgrades können auch andere Kriterien,
z. B. nur mögliche Referenzwerte aus einer bestimmten Spalte, wobei diese Kriterien
auch ab Werk vorgegeben und/oder automatisch angepasst werden können.
[0024] Alternativ zu dieser Vorgehensweise kann entsprechend Fig. 4 in dieser Operationseinheit
auch aus den selektierten Messwerten m
as durch Auswahlverfahren, z. B. mit Methoden der Statistik, der Fehlertheorie oder
der Wahrscheinlichkeitsrechnung, ein einziger Messwert m*
as aus je einer Spalte von Messwerten m
as für je ein t
a, d. h. Spalte, ausgewählt werden. Aus diesen Messwerten m*
as als mögliche Referenzwerte wird im darauffolgenden Operator der optimale Messwert
m*
as ausgewählt, welcher im Allgemeinen der Messwert m*
as mit dem kleinsten Verschmutzungsgrad, d. h. der größte Messwert m*
as ist. Dieser optimale Messwert m*
as ist der Referenzwert für die Trübungsmessung im vorzugsweise darauffolgenden Spülprogramm.
[0025] Nachfolgend wird eine statistische Methode zur Selektion wenigstens eines Messwertes
m
as entsprechend der obersten Operationseinheit in Fig. 3 und Fig. 4 beschrieben:
[0026] Die Messwerte m
as stellen eine Zahlenreihe m
11, m
12 , m
13 , m
14 , m
15,..., m
1s für Spülprogrammabläufe s für Messwerte zu einem Zeitpunkt t
a dar. Aus diesen Messwerten m
as wird der arithmetische Durchschnitt d
1 bis d
a für Messwerte m
as zu den Zeitpunkten t
1 bis t
a ermittelt mit s als Zahl der Messwerte m
as zu einem Zeitpunkt t
a 
[0027] Daran anschließend wird das mittlere Fehlerquadrat σ
a2 je für a = 1, 2 bis a bestimmt.

[0028] Die wahrscheinlichen Grenzen des Referenzwertes m*
as oder

sind nach den Gesetzen der Fehlertheorie

[0029] Anschließend wird in einem Algorithmus geprüft, ob Messwerte m
as außerhalb dieser wahrscheinlichen Grenze liegen. Liegen Messwerte m
as außerhalb, so werden diese selektiert. Falls eine im Verhältnis zur Zahl der Messwerte
m
as zu große Zahl von Messwerten m
as außerhalb liegt, können nur diejenigen Messwerte m
as ausgeschlossen werden, welche um einen bestimmten Wert außerhalb der wahrscheinlichen
Grenze liegen. Liegen keine Messwerte m
as außerhalb der wahrscheinlichen Grenze, sind Messwerte m
as auszuschließen, die um einen bestimmten Wert innerhalb der wahrscheinlichen Grenzen
liegen. Hierfür können ab Werk auch empirisch ermittelte Werte vorgegeben werden,
welche im Verfahrensablauf vorzugsweise an sich ändernde Verhältnisse arithmetisch
angepasst werden.
[0030] Dieses Verfahren wird für alle Reihen der Messwerte m
as zu den jeweiligen Zeitpunkten t
a durchgeführt.
[0031] Es ist auch möglich anstatt der Mittelwerte d
a nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Messwerte
m
as zu bestimmen und denjenigen oder diejenigen Messwerte m
as mit der geringsten oder der geringsten Wahrscheinlichkeit zu selektieren, siehe Fig.
4.
[0032] Im Nachfolgenden wird eine Methode der Wahrscheinlichkeitsrechnung zur Auswahl eines
Messwertes m
as entsprechend der von oben zweiten Operationseinheit nach Fig. 4 zur Verwendung als
Referenzwert für die Kalibrierung eines Trübungssensors aus einer Reihe von Messwerten
m
as, z. B. m
11 m
12, m
13, m
14, m
15, ..., m
1s für Spülprogrammabläufe s erläutert.
[0033] Nach der Gaußschen Hypothese vom arithmetischen Mittel ist die Wahrscheinlichkeitsdichte
für den arithmetischen Mittelwert der Messwert m
as am größten, unabhängig davon wie das Gaußsche Fehlergesetz beschaffen ist.
[0034] Aus der nach der Selektion wenigstens eines Messwertes m
as verbleibenden Messwerte m
as wird das arithmetische Mittel d' bestimmt. Anschließend ist der Abstand der einzelnen
Messwerte m
as von diesem arithmetischen Mittel d'
a mit d'
1, d'
2, ...d'
a zu bestimmen, d. h. der Betrag | d'
a- m
as |. Aus diesen Zahlenreihen wird der kleinste Wert mit einem Algorithmus ausgewählt.
Der zu diesen kleinsten Wert gehörende Messwert m
as wird als möglicher Referenzwert für die Kalibrierung des Trübungssensors verwendet.
[0035] Als Ausgangsbasis für diese Auswahl eines Messwertes m
as zur Verwendung als Referenzwert können in einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens auch die Messwerte m
as vor der Selektion in der obersten Operationseinheit des wenigstens einen Messwertes
m
as ausgewählt werden. Die in Fig. 4 vorhandene oberste Operationseinheit wird somit
nicht genutzt.
[0036] Aus diesen möglichen Referenzwerten m*
as, deren Anzahl a der Zahl a der Zeitpunkte t
a für Messung der Messwerte m
as innerhalb der Spülprogrammabläufe s entspricht, wird der optimalste Referenzwert
ausgewählt, welcher im Allgemeinen der Referenzwert mit des kleinsten Verschmutzungsgrades
ist. Dies erfolgt mit Hilfe eines entsprechenden Algorithmus zur Bestimmung des größten
Wertes.
[0037] Abweichend von dieser Vorgehensweise kann nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
für jeden Messwert m
as die Wahrscheinlichkeitsdichte ermittelt werden und derjenige Messwert als Referenzwert
ausgewählt werden, der die größte Wahrscheinlichkeitsdichte aufweist. Die in diesem
Verfahren ermittelten Zwischen- oder Endwerte werden vorzugsweise in nicht-flüchtigen
Speichern zwischengespeichert. Die Steuerung wird mit einem entsprechenden Computersystem
durchgeführt.
[0038] Das vorliegende erfindungsgemäße Verfahren zum Kalibrieren von Sensoren in Haushaltgeräten
ermöglicht durch die Selektion einzelner Messwerte durch statistische Methoden Fehler
zu minimieren, die aus der Verwendung von Messwerten mit großen Abweichungen, z. B.
durch temporäre Verunreinigungen, innerhalb einer Messreihe zur Ermittlung des Referenzwertes
resultieren. Einzelne Messwerte mit großen Abweichungen werden insbesondere mit statistischen
Methoden selektiert.
[0039] Die Auswahl eines einzelnen Messwertes als Referenzwert, insbesondere mit Methoden
der Wahrscheinlichkeitsrechnung, erlaubt gegenüber einer Mittelwertbildung den Fehler,
der durch Messwerte mit insbesondere starken Abweichungen, bedingt durch Fehlmessungen,
z. B. bei kurzfristig vorhandenen Ablagerungen auf den Empfangs- oder Sendevorrichtungen,
entsteht, zu verhindern.
1. Verfahren zur Kalibrierung eines Sensors, insbesondere eines Trübungssensors (6) in
einem Haushaltgerät, z. B. eine Geschirrspülmaschine oder eine Waschmaschine, mit
Hilfe von Referenzwerten (

m*
as) mit folgenden Schritten:
- Ermitteln von wenigstens zwei Messwerten (mas) in wenigstens einem Reinigungsprogrammablauf (s),
- Selektion wenigstens eines Messwertes (mas) durch Methoden der Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung, der im folgenden
Schritt nicht mehr berücksichtigt wird und
- Ermittlung wenigstens eines möglichen Referenzwertes (

m*as) für die Kalibrierung des Sensors aus den nicht selektierten Messwerten (mas) und
- Selektion eines optimalen Referenzwertes (

m*as) aus dem wenigstens einem möglichen Referenzwert (

m*as), sofern mehr als zwei mögliche Referenzwerte (

m*as) ermittelt wurden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Selektion des wenigstens einen Messwertes (mas) durch Methoden der Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung, der im folgenden
Schritt nicht mehr berücksichtigt wird, jeweils aus einer Reihe von Messwerten (mas) ausgeführt wird, die zu gleichen Zeitpunkten (ta) innerhalb eines Spülprogrammablaufes (s) gemessen wurden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Selektion von wenigstens einem Messwert (m
as) die folgenden Schritte ausgeführt werden:
- Ermitteln des arithmetischen Durchschnittes (d1 bis da) für die Messwerte (mas für a= 1, 2, ..., a) gemäß der Formel

- Bestimmung des mittleren Fehlerquadrates (σa2 für σ12 bis σa2) mit da aus dem ersten Schritt nach der Formel

- Ermittlung der wahrscheinlichen Grenzen des möglichen Referenzwertes (m*as,

für m*1s,

bis m*as,

), wobei diese innerhalb

liegen und
- Selektion der Messwerte (mas), die außerhalb dieser Grenzen liegen.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass falls kein Messwert (m
as) außerhalb der wahrscheinlichen Grenzen des möglichen Referenzwertes (m*
as,

) liegt, das Intervall der wahrscheinlichen Grenzen des möglichen Referenzwertes (m
*as,

) kleiner angesetzt wird, so dass wenigstens ein Messwert (m
as) außerhalb liegt und dieser wenigstens eine Messwert (m
as) selektiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der wahrscheinlichen Grenzen des möglichen Referenzwertes (m*
as,

) vorzugsweise ab Werk vorgegebene empirische Werte ergänzend herangezogen werden,
welche im Verfahrensablauf an sich ändernde Verhältnisse automatisch angepasst werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung des wenigstens einen möglichen Referenzwertes

für die Kalibrierung des Sensors aus den verbleibenden, nicht selektierten Messwerten
(m
as) durch Mittelwertbildung durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung des wenigstens einen möglichen Referenzwertes (m*as) für die Kalibrierung des Sensors aus den verbleibenden, nicht selektierten Messwerten
(mas) durch Selektion eines Messwertes (mas) mittels Methoden der Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung ausgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Messwert (mas) mit der höchsten Wahrscheinlichkeitsdichte innerhalb der nicht selektierten Messwerte
(mas) ausgewählt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Messwert (m
as) als möglicher Referenzwert (m*
as) ausgewählt wird, der dem arithmetischen Mittelwert der nicht selektierten Messwert
m
as am nächsten liegt durch folgende Schritte:
- Ermittlung der arithmetischen Mittelwerte (d'a für a= 1, 2, a) der nicht selektierten Messwerte (mas)
- Ermittlung des Betrages von | d'a- mas |, wobei derjenige Messwert (mas) ausgewählt wird, bei welchem der Betrag von | d'a-mas |am kleinsten ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass aus den möglichen Referenzwerten (

m*
as) der optimalste, d. h. im Allgemeinen der Referenzwert (

m*
as) mit dem kleinsten Verschmutzungsgrad, als Referenzwert (

m*
as) für die Kalibrierung des Sensors ausgewählt wird.
1. Method for calibrating a sensor, in particular a turbidity sensor (6) in a domestic
appliance, e.g. a dishwasher or a washing machine, with the aid of reference values
(

m*
as) with the following steps:
- establishing at least two measured values (mas) in at least one cleaning program sequence (s),
- selection of at least one measured value (mas) by methods of statistics or probability calculation, which are not taken into further
consideration in the following step and
- establishing at least one possible reference value (

m*as) for the calibration of the sensor from the measured value (mas) not selected and
- selection of an optimal reference value (

m*as) from the at least one possible reference value (

m*as), provided more than two possible reference values (

m*as) have been established.
2. Method according to claim 1, characterised in that the selection of the at least one measured value (mas) by methods of statistics or probability calculation, which are not taken into further
consideration in the following step, is embodied from a series of measured values
(mas) which were measured at the same points in time (ta) within a rinse program sequence (s).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that the following steps are carried out in order to select at least one measured value
(m
as):
- establishing the arithmetic average (d1 to da) for the measured values (mas for a= 1, 2, ..., a) according to the formula

- determining the mean squared error (σa2 for (σ12 to (σa2) with da from the first step according to the formula

- establishing the probable limits of the possible reference value (m*as,

for m*1s,

to m*as,

), wherein these lie between

and
- selection of the measured values (mas), which lie outside said limits.
4. Method according to claim 3,
characterised in that should no measured value (m
as) lie outside the probable limits of the possible reference value (m*
as,

), the interval of the probable limits of the possible reference value (m*
as,

) is set smaller, so that at least one measured value (m
as) lies outside and said at least one measured value (m
as) is selected.
5. Method according to claim 4 or 5,
characterised in that in order to establish the probable limits of the possible reference value (m*
as,

), empirical values predefined ex works are preferably also employed, which are automatically
adjusted to changing conditions in the method sequence.
6. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that the establishing of the at least one possible reference value

for the calibration of the sensor from the remaining measured values (m
as) not selected is carried out by averaging.
7. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the establishing of the at least one possible reference value (m*as) for the calibration of the sensor from the remaining measured values (mas) not selected is performed by selection of a measured value (mas) by means of methods of statistics or probability calculation.
8. Method according to claim 7, characterised in that the measured value (mas) with the highest probability density within the measured values (mas) not selected is chosen.
9. Method according to claim 7 or 8,
characterised in that that measured value (m
as), which is closest to the arithmetic average value of the measured value m
as not selected, is chosen as a possible reference value (m*
as) by the following steps:
- establishing the arithmetic average values (d'a for a= 1, 2, a) of the measured values (mas) not selected
- establishing the value of |d'a - mas |, wherein that measured value (mas) is chosen, for which the value of | d'a - mas | is smallest.
10. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that from the possible reference values (

m*
as), the most optimal, i.e. generally the reference value (

m*
as) with the smallest degree of contamination, is chosen as reference value (

m*
as) for the calibration of the sensor.
1. Procédé d'étalonnage d'un capteur, en particulier d'un capteur de turbidité (6) dans
un appareil ménager, p. ex. un lave-vaisselle ou un lave-linge, à l'aide de valeurs
de référence (

m*
as), comprenant les étapes suivantes :
- détermination d'au moins deux valeurs de mesure (mas) pendant le déroulement (s) d'au moins un programme de nettoyage,
- sélection d'au moins une valeur de mesure (mas) par des méthodes de la statistique ou du calcul des probabilités, valeur qui n'est
plus prise en compte dans l'étape suivante et
- détermination d'au moins une valeur de référence possible (

m*as) pour l'étalonnage du capteur, à partir des valeurs de mesure (mas) non sélectionnées, et
- sélection d'une valeur de référence optimale (

m*as) à partir de la au moins une valeur de référence possible (

m*as), si plus de deux valeurs de référence possibles (

m*as) ont été déterminées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sélection de la au moins une valeur de mesure (mas) qui n'est plus prise en compte dans l'étape suivante, par des méthodes de la statistique
ou du calcul des probabilités, est effectuée à chaque fois à partir d'une série de
valeurs de mesure (mas) ayant été mesurées aux mêmes moments (ta) pendant le déroulement (s) d'un programme de lavage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que, afin de sélectionner au moins une valeur de mesure (m
as), les étapes suivantes sont effectuées :
- détermination de la moyenne arithmétique (d1 à da) pour les valeurs de mesure (mas pour a=1, 2, ..., a), selon la formule

- détermination de l'erreur quadratique moyenne (σa2 pour σ12 à σa2) avec da de la première étape, selon la formule

- détermination des limites probables de la valeur de référence possible (m*as,

pour m*1s,

à m*as,

) celles-ci étant situées au sein de

et
- sélection des valeurs de mesure (mas) situées en dehors de ces limites.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que, si aucune valeur de mesure (m
as) n'est située en dehors des limites probables de la valeur de référence possible
(m*
as,

), l'intervalle des limites probables de la valeur de référence possible (m*
as,

) est choisi plus petit, de sorte qu'au moins une valeur de mesure (m
as) est située en dehors de ces limites et que cette au moins une valeur de mesure (m
as) est sélectionnée.
5. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que, afin de déterminer les limites probables de la valeur de référence possible (m*
as,

), on utilise à titre complémentaire des valeurs empiriques de préférence prédéfinies
en usine, lesquelles sont automatiquement adaptées au cours du procédé en fonction
de l'évolution des conditions.
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la détermination de la au moins une valeur de référence possible

pour l'étalonnage du capteur, à partir des valeurs de mesure (m
as) non sélectionnées restantes, est effectuée par formation d'une valeur moyenne.
7. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la détermination de la au moins une valeur de référence possible (m*as) pour l'étalonnage du capteur, à partir des valeurs de mesure (mas) non sélectionnées restantes, est effectuée par sélection d'une valeur de mesure
(mas) au moyen de méthodes de la statistique ou du calcul des probabilités.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on sélectionne la valeur de mesure (mas) ayant la densité de probabilité la plus élevée au sein des valeurs de mesure (mas) non sélectionnées.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que l'on sélectionne comme valeur de référence possible (m*
as) la valeur de mesure (m
as) la plus proche de la moyenne arithmétique des valeurs de mesure (m
as) non sélectionnées, par les étapes suivantes :
- détermination des moyennes arithmétiques (d'a pour a= 1, 2, a) des valeurs de mesure (mas) non sélectionnées,
- détermination du montant de | d'a - mas |, sachant que l'on sélectionne la valeur de mesure (mas) où le montant de | d'a - mas | est le plus petit.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on sélectionne parmi les valeurs de référence possibles (

m*
as) la valeur optimale, soit en général la valeur de référence (

m*
as) présentant le degré de salissure le plus faible, comme valeur de référence (

m*
as) pour l'étalonnage du capteur.