Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Entleerungsvorrichtung zum Entleeren von Schüttgut aus
einer Aufbewahrungsvorrichtung, wobei die Aufbewahrungsvorrichtung einen Schutzbehälter
und einen innerhalb des Schutzbehälters angeordneten Schüttgutbehälter zur Aufnahme
des Schüttgutes umfasst. Weiter betrifft die Erfindung eine entsprechende Aufbewahrungsvorrichtung,
einen Verschluss für eine solche Aufbewahrungsvorrichtung sowie ein Verfahren zum
Entleeren von Schüttgut aus einer solchen Aufbewahrungsvorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Schüttgut wie beispielsweise Pulver, Granulate, Pasten oder Flüssigkeiten wird typischerweise
in entsprechend ausgebildeten Aufbewahrungsbehältern gelagert und transportiert. Solche
Behälter für Schüttgut können ein- oder mehrlagige flexible Behälterwände aufweisen
und z. B. als Sack oder als Grossbehälter (auch als "big bag" oder "bulk bag" bezeichnet)
ausgebildet sein. Sie können aber auch feste und/oder kombinierte Behälterwände aufweisen
und z. B. als Fass oder Container ausgebildet sein. Es gibt auch Behälter für Schüttgut,
bei welchen mehrere derartige Behälter ineinander geschachtelt werden, wobei typischerweise
ein flexibler Behälter wie ein Sack oder ähnliches in einen festen äusseren Behälter
wie ein Fass oder ein Container eingebracht ist. Dies kann beispielsweise aus Sicherheitsgründen
erfolgen oder um das Handling der Behälter zu vereinfachen. So sind beispielsweise
flexibel ausgebildete Säcke, in welchen das Schüttgut gelagert wird, nur schlecht
stapelbar, wohingegen Fässer, in welche solche Säcke eingebracht werden, einfacher
aufeinander gestapelt werden können. Die Grösse solcher Aufbewahrungsbehälter kann
hierbei auf die Art und die typischerweise benötigte Menge des darin aufzubewahrenden
Schüttgutes angepasst werden und reicht z. B. von kleinen Dosen über Kanister und
Säcke bis hin zu Fässern, Big-Bag's und Containern. Bei Bedarf wird aus einem solchen
Behälter die benötigte Menge Schüttgut entnommen, wobei zum Entleeren bzw. Auslassen
von Schüttgütern aus den Aufbewahrungsbehältern die Schüttgüter durch in den Behälterwänden
ausgebildete Austrittsöffnungen hindurch ausgetragen werden.
[0003] Dazu werden die Behälter beispielsweise an eine Entleerungsvorrichtung (auch als
Auslass-oder Andockvorrichtung bzw. Auslass- oder Andockstation bezeichnet) angeschlossen,
die mit einer Eintrittsöffnung versehen ist, welche in einen Durchlasskanal mündet,
durch welchen hindurch das Schüttgut ausströmen (auch als ausfliessen bezeichnet)
kann. Das Entleeren des Schüttguts wird hierbei im Wesentlichen dadurch bewirkt, dass
Druckluft in den Schüttgutbehälter eingeblasen wird, welche dann das Schüttgut mitreisst
und zusammen mit dem Schüttgut durch die Austrittsöffnung aus dem Schüttgutbehälter
hinaus und durch die Eintrittsöffnung in die Entleerungsvorrichtung hinein strömt.
[0005] Bei einem anderen Typ von Entleerungsvorrichtungen ist eine Verschlussbetätigungsvorrichtung
vorgesehen, welche nach dem Anschliessen an den Schüttgutbehälter zunächst dessen
Verschluss öffnet und so die Auslassöffnung des Schüttgutbehälters freigibt, sodass
das Schüttgut ausströmen kann. Entleerungsvorrichtungen dieses Typs sind z. B. aus
den Druckschriften
EP 0 915 032 (AT Anlagetechnik AG),
WO 98/43902 (Matcon) und
FR 2 587 780 (Rhone Poulenc) bekannt. Die in den beiden letztgenannten Druckschriften beschriebenen Entleerungsvorrichtungen
sind weiter je mit einer Druckluftreinigungsvorrichtung versehen, welche es ermöglicht,
die Entleerungsvorrichtung und/oder den Schüttgutbehälter im Anschlussbereich mittels
Druckluft zu reinigen.
[0006] Aus der
WO 2005/087624 A2 (Visval AG) ist eine weitere Entleerungsvorrichtung bekannt, bei welcher für die Druckluftzuleitung
ein separater Druckluftkanal vorgesehen ist, durch weichen zur Auflockerung des Schüttgutes
Druckluft in den Schüttgutbehälter einblasbar ist.
[0007] Diese bekannten Entleerungsvorrichtungen ermöglichen zwar eine vergleichsweise gute
Entleerung des Schüttgutes aus einem vollständig oder zumindest mehrheitlich gefüllten
Behälter. Eine vollständige Entleerung ist jedoch kaum möglich. Ein Teil des Schüttgutes
setzt sich nämlich im Randbereich des Bodens des Behälters ab und kann deshalb nicht
durch die typischerweise in der Mitte des Behälterbodens angeordnete Auslassöffnung
ausfliessen. Auch ein beim Stand der Technik bekannter Druckluftstrom hilft hier nicht
weiter, denn dieser erreicht das seitlich auf dem Behälterboden liegende Schüttgut
in der Regel nicht.
[0008] Dieses Problem besteht namentlich auch bei Schüttgutbehältern mit einem äusseren
(nachfolgend als Schutzbehälter bezeichnet) und einem inneren Behälter (nachfolgend
als Schüttgutbehälter bezeichnet). Eine Möglichkeit zur Umgehung dieses Problems und
zur Erreichung einer vollständigen Entleerung besteht darin, Schutzbehälter wie beispielsweise
Fässer zu verwenden, die keinen flachen, sondern einen trichterförmigen Boden aufweisen,
sodass das Schüttgut nicht auf dem flachen Boden liegen bleibt, sondern im Schüttgutbehälter
den Trichterwänden des Schutzbehälters entlang zur Mitte des Fassbodens hin und aus
der Austrittsöffnung herausfliessen kann. Allerdings sind solche Fässer aufgrund ihrer
konischen Form an einem ihrer Enden nicht oder nur mit zusätzlichen Massnahmen stapelbar,
sodass deren Lagerung viel Platz beansprucht und den Umgang mit den Fässern verkompliziert.
Durch die trichterförmige Ausbildung des Fassbodens geht zudem viel Platz verloren,
der nicht für die Lagerung des Schüttgutes verwendet werden kann, was wiederum die
Lagerkosten unnötig in die Höhe treibt.
[0009] Eine weitere Lösung dieses Problems besteht darin, den Schutzbehälter während der
Entleerung zu öffnen und den typischerweise als flexiblen Sack ausgebildeten Schüttgutbehälter
manuell zu strecken, d. h. dessen oberes Ende nach oben zu ziehen, damit der Sack
im Bereich der Auslassöffnung eine trichterähnliche Form annimmt und das Schüttgut
entsprechend zur Auslassöffnung hinfliessen kann. Diese Art der manuellen, vollständigen
Entleerung des Schüttgutbehälters ist jedoch nicht nur äusserst aufwändig, sondern
birgt durch die Öffnung des Schutzbehälters auch gewisse Sicherheitsrisiken. So kann
es beispielsweise bei toxischen Schüttgütern durchaus problematisch sein, den Schutzbehälter
zu öffnen.
Darstellung der Erfindung
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende
Entleerungsvorrichtung bzw. Aufbewahrungsvorrichtung anzugeben, welche eine einfache
und vollständige Entleerung des Schüttgutes ermöglicht.
[0011] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 6
definiert. Die Entleerungsvorrichtung zum Entleeren von Schüttgut aus einer Aufbewahrungsvorrichtung
mit einem Schutzbehälter und einem innerhalb des Schutzbehälters angeordneten Schüttgutbehälter
zur Aufnahme des Schüttgutes umfasst eine Anschlusspartie mit einer Eintrittsöffnung.
Die Anschlusspartie ist derart ausgebildet, dass die Entleerungsvorrichtung zum Entleeren
des Schüttguts aus dem Schüttgutbehälter mit der Anschlusspartie dichtend an einen
Anschlussvorrichtung eines Verschlusses der Aufbewahrungsvorrichtung angeschlossen
werden kann. Gemäss der Erfindung umfasst nun die Entleerungsvorrichtung einen von
der Eintrittsöffnung getrennten, ersten Pneumatikgasauslass und ist derart ausgebildet,
dass bei einem an die Entleerungsvorrichtung angeschlossenen Schüttgutbehälter Pneumatikgas
via den ersten Pneumatikgasauslass und einen ersten Pneumatikgaseinlass der Aufbewahrungsvorrichtung
in einen Zwischenraum zwischen dem Schutzbehälter und dem Schüttgutbehälter leitbar
ist.
[0012] Die Aufbewahrungsvorrichtung zur Aufbewahrung von Schüttgut umfasst einen Schutzbehälter
und einen innerhalb des Schutzbehälters angeordneten Schüttgutbehälter zur Aufnahme
des Schüttgutes. Schutzbehälter und Schüttgutbehälter weisen je eine Öffnung auf und
sind derart ineinander angeordnet, dass die beiden Öffnungen quasi übereinander liegen.
Die Aufbewahrungsvorrichtung umfasst weiter einen Verschluss, welcher derart ausgebildet
ist, dass damit gleichzeitig sowohl die Öffnung des Schutzbehälters als auch die Öffnung
des Schüttgutbehälters verschliessbar ist. Zur Entleerung des Schüttgutes umfasst
der Verschluss eine Anschlussvorrichtung, welche wiederum eine Austrittsöffnung aufweist.
Ein Verschlussorgan dient zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung.
Zum Entleeren von Schüttgut ist die Aufbewahrungsvorrichtung mit der Anschlussvorrichtung
dichtend an eine Anschlusspartie einer Entleerungsvorrichtung anschliessbar. Gemäss
der Erfindung umfasst nun die Anschlussvorrichtung einen von der Austrittsöffnung
getrennten Pneumatikgaseinlass. Dieser ermöglicht es, Pneumatikgas von einer an die
Aufbewahrungsvorrichtung angeschlossenen Entleerungsvorrichtung via den ersten Pneumatikgasauslass
und den Pneumatikgaseinlass in den Zwischenraum zwischen dem Schutzbehälter und dem
Schüttgutbehälter zu leiten.
[0013] Indem beim Entleeren des Schüttgutbehälters Pneumatikgas in den Zwischenraum zwischen
dem Schüttgutbehälter und dem Schutzbehälter, insbesondere im Bereich des Verschlusses
der Aufbewahrungsvorrichtung, eingeleitet wird, wird die Wandung des typischerweise
flexiblen Schüttgutbehälters zumindest teilweise vom Boden des Schutzbehälters abgehoben.
Dadurch kann selbst bei einem flachen Boden des Schutzbehälters im Bereich der Austrittsöffnung
ein Gefälle der Schüttgutbehälterwandung erreicht werden, sodass das Schüttgut vom
Boden des Schüttgutbehälters abgleitet und via die Austrittsöffnung des Schüttgutbehälters,
die Eintrittsöffnung der Anschlusspartie sowie den Durchlasskanal der Entleerungsvorrichtung
abfliessen kann. Gleichzeitig wird der Schüttgutbehälter durch die eingeblasene Luft
zusammengepresst, wodurch sich dessen Volumen verkleinert und das Schüttgut gleichsam
aus dem Schüttgutbehälter herausgepresst wird. Als weiterer Effekt ist zu erwähnen,
dass die eingeblasene Luft die Wandung des Schüttgutbehälters in Bewegung versetzt.
Dadurch kann eine Flatterbewegung der Schüttgutbehälterwandung erreicht werden, welche
die vollständige Entleerung des Schüttgutes unterstützt, indem dieses regelrecht von
der Wandung weggeschüttelt wird und infolge der Schwerkraft zur Austrittsöffnung hin
fliesst.
[0014] Unter dem Begriff Schüttgut werden im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
nicht nur trockene Materialien wie Pulver oder Granulate verstanden, auch flüssige
Materialien wie Pasten oder Flüssigkeiten sind darunter zu verstehen.
[0015] Der Begriff "dichtend anschliessbar" bedeutet hierbei, dass die Anschlussvorrichtung
(nachfolgend auch Anschlussflansch genannt) und die Anschlusspartie derart ausgebildet
sind, dass sie aneinander anschliessbar bzw. miteinander verbindbar sind, sodass das
Schüttgut durch den Anschlussflansch und die Anschlusspartie hindurch aus dem Schüttgutbehälter
entleerbar ist und kein Schüttgut im Bereich der Verbindung zwischen Anschlussflansch
und Anschlusspartie entweicht. Entsprechend bedeutet die Anschliessbarkeit des Pneumatikgasauslass
der Entleerungsvorrichtung an den Pneumatikgaseinlass des Schüttgutbehälters, dass
der Pneumatikgaseinlass und der Pneumatikgasauslass aneinander anschliess- bzw. miteinander
verbindbar sind, sodass Pneumatikgas ohne Druckverlust durch den Pneumatikgasein-
und den Pneumatikgasauslass hindurchgeleitet werden kann.
[0016] Sowohl die Aufbewahrungsvorrichtung wie auch die Entleerungsvorrichtung können verfahr-
bzw. verschiebbar ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, entweder die Aufbewahrungsvorrichtung
oder die Entleerungsvorrichtung stationär auszubilden.
[0017] Entleert wird das Schüttgut aus der Aufbewahrungsvorrichtung via die Entleerungsvorrichtung
typischerweise in einen Auffangbehälter. Dieser kann beispielsweise dicht an die Entleerungsvorrichtung,
d. h. an eine Austrittsöffnung des Durchlasskanals angeschlossen werden, sodass das
Schüttgut direkt durch den Durchlasskanal in den Auffangbehälter fliesst und in keinerlei
Kontakt mit der Umgebungsluft kommt. Der Auffangbehälter kann aber auch einfach derart
unter die Entleerungsvorrichtung gestellt werden, dass das Schüttgut vom Ende des
Durchlasskanals durch die Luft in den Auffangbehälter fällt.
[0018] An die Austrittsöffnung des Durchlasskanals kann auch eine Saugleitung angeschlossen
werden, die mit einer Evakuiervorrichtung verbunden ist. Indem in der Saugleitung
ein Unterdruck bzw. ein Vakuum erzeugt wird, kann das Ausströmen von Schüttgut aus
dem Schüttgutbehälter heraus und durch den Durchlasskanal hindurch unterstützt werden.
[0019] Unter einem Pneumatikgas wird irgend ein für pneumatische Anwendungen geeignetes
gasförmiges Strömungsmittel (Gasmedium) verstanden. Pneumatikgas kann z. B. Luft sein,
insbesondere Luft, die einen gegenüber dem Luftdruck der Umgebungsluft erhöhten Druck
aufweist (üblicherweise als Druckluft bezeichnet). Pneumatikgas kann aber auch Stickstoff,
Edelgas oder irgend ein anderes für Pneumatikanwendungen geeignetes Gas oder Gasgemisch
sein.
[0020] Der Pneumatikgasauslass kann prinzipiell an einem beliebigen Ort der Entleerungsvorrichtung
vorgesehen sein. Er kann beispielsweise direkt an einem der Elemente der Entleerungsvorrichtung
oder am Ende eines Pneumatikschlauches angeordnet sein, welcher zu einer entsprechenden
Pneumatikgas-Quelle führt. Entsprechend kann auch der Pneumatikgaseinlass der Aufbewahrungsvorrichtung
prinzipiell an einem beliebigen Ort angeordnet sein. Es wäre beispielsweise möglich,
den Pneumatikgaseinlass in einem Abstand vom Verschluss der Aufbewahrungsvorrichtung
irgendwo im Boden oder in einer Seitenwand des Schutzbehälters anzuordnen. Allerdings
müssten die Aufbewahrungsvorrichtung hierfür speziell mit entsprechenden Pneumatikanschlüssen
versehen werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Pneumatikgasauslass
der Entleerungsvorrichtung jedoch als Teil der Anschlusspartie ausgebildet. Entsprechend
ist der Pneumatikgaseinlass bevorzugt als Teil der Anschlussvorrichtung ausgebildet.
In diesem Fall kann nämlich die Entleerungsvorrichtung in einem einzigen Kupplungsvorgang
an den Anschlussflansch angekuppelt bzw. angeschlossen werden. Mit einer einzigen
Kupplung kann damit sowohl der Entleerungsdurchgang für das Schüttgut als auch die
Pneumatikverbindung zum Einblasen des Pneumatikgases in den Zwischenraum bereitgestellt
werden. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass die bisher
verwendeten Aufbewahrungsvorrichtungen ohne wesentliche Änderung weiter verwendet
werden können.
[0021] Mit Vorteil sind dabei der Pneumatikgasauslass und die Eintrittsöffnung der Entleerungsvorrichtung
getrennt in einem Abstand voneinander (d. h. voneinander distanziert) angeordnet,
wobei entsprechend auch der Pneumatikgaseinlass und die Austrittsöffnung der Aufbewahrungsvorrichtung
in einem Abstand voneinander angeordnet sind. Die Konstruktion der Anschlusspartie
und des Anschlussflansches kann umso platzsparender erfolgen, je kleiner dieser Abstand
ist.
[0022] Zur Fluidisierung des Schüttgutes zwecks verbesserter Entleerung gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Neben einer manuellen Auflockerung des Schüttgutes, beispielsweise
durch Rütteln oder Klopfen an der Aufbewahrungsvorrichtung, kann die Entleerungsvorrichtung
oder die Aufbewahrungsvorrichtung beispielsweise eine Vibrationsvorrichtung aufweisen,
welche während dem Entleeren vibriert und das Schüttgut so in Bewegung bringt. Es
ist auch möglich, bei der Entleerungsvorrichtung eine Verschlussbetätigungsvorrichtung
vorzusehen, welche nicht nur den Verschluss der Aufbewahrungsvorrichtung öffnen, sondern
auch das Schüttgut durch Dreh- bzw. Auf- und Abbewegungen auflockern kann.
[0023] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Entleerungsvorrichtung
jedoch einen zweiten Pneumatikgasauslass und die Aufbewahrungsvorrichtung einen zweiten
Pneumatikgaseinlass auf. Diese sind derart als Teil der Anschlusspartie bzw. als Teil
des Anschlussflansches ausgebildet, dass sie bei einer Kupplung der Entleerungsvorrichtung
und der Aufbewahrungsvorrichtung miteinander verbunden werden und Pneumatikgas von
der Entleerungsvorrichtung via den zweiten Pneumatikgasauslass und den zweiten Pneumatikgaseinlass
in den Schüttgutbehälter der Aufbewahrungsvorrichtung geleitet werden kann und so
für eine Auflockerung des Schüttgutes sorgt. Vorteilhafterweise ist der zweite Pneumatikgasauslass
hierbei von der Eintrittsöffnung und dem ersten Pneumatikgasauslass beabstandet, wobei
der Abstand jedoch gering gehalten werden soll, damit die Anschlusspartie und damit
die Entleerungsvorrichtung weiterhin kompakt gehalten werden kann. Entsprechend ist
auch der zweite Pneumatikgaseinlass von der Austrittsöffnung und dem ersten Pneumatikgaseinlass
beabstandet angeordnet, wobei die Abstände entsprechend den Abständen bei der Anschlusspartie
gewählt werden.
[0024] Durch diese Integration des zweiten Pneumatikgasauslasses in die Anschlusspartie
bzw. des zweiten Pneumatikgaseinlasses in den Anschlussflansch ist es möglich, mit
einem einzigen Kupplungsvorgang sowohl die Pneumatikverbindung zur Fluidisierung des
Schüttgutes und den Entleerungsdurchgang für das Schüttgut, sowie gegebenenfalls auch
die Pneumatikverbindung zum Einblasen des Pneumatikgases in den Zwischenraum zwischen
Schutzbehälter und Schüttgutbehälter bereitgestellt werden.
[0025] Vorzugsweise umfasst die Entleerungsvorrichtung zusätzlich zur Anschlusspartie eine
Basisstruktur sowie eine Verschlussbetätigungsvorrichtung, welche an der Basisstruktur
oder an der Anschlusspartie gelagert ist. Die Basisstruktur ist beispielsweise als
Gestell oder als Gehäuse der Entleerungsvorrichtung und die Anschlusspartie und der
Durchlasskanal beispielsweise als integraler Teil der Basisstruktur ausgebildet. Die
Anschlusspartie und der Durchlasskanal können aber auch als eigenständige Bauteile
ausgebildet sein, welche an der Basisstruktur angeordnet sind. Der Verschluss der
Aufbewahrungsvorrichtung umfasst vorzugsweise ein Verschlussorgan, das beispielsweise
als fester Körper (nachfolgend als Verschlusskörper bezeichnet) ausgebildet ist.
[0026] Die Verschlussbetätigungsvorrichtung ist für ein dosierbares Auslassen von Schüttgut
aus dem Schüttgutbehälter zum wahlweisen Öffnen und wieder Verschliessen des Verschlusses
ausgebildet. Für diesen Zweck kann das Verschlussorgan z.B. mittels des Verschlussbetätigungselements,
welches hierfür als Mitnehmer fungiert, wahlweise von der Austrittsöffnung weg und
wieder zur Austrittsöffnung hin bewegt werden, wobei das Verschlussbetätigungselement
seinerseits von einer Verstellvorrichtung der Verschlussbetätigungsvorrichtung angetrieben
und verstellt wird. Der aus einem festen Material (z. B. Metall oder Kunststoff) gefertigte
Verschlusskörper ist insbesondere konusförmig ausgebildet, was sich als besonders
vorteilhaft für ein dosierbares Entleeren von Schüttgut erwiesen hat.
[0027] Das Verschlussorgan kann aber z. B. auch eine perforierbare Partie der Behälterwand,
eine perforierbare Folie oder ein anderes perforierbares Verschlusselement sein. Ein
mit einem solchen Verschlussorgan versehener Verschluss kann geöffnet werden, indem
das Verschlussorgan mittels des von der Verstellvorrichtung angetriebenen Verschlussbetätigungselements
perforiert wird. In diesem Falle ist der Verschluss bloss für ein einmaliges Öffnen
vorgesehen, d. h., es ist ein Einwegverschluss.
[0028] Der erste Pneumatikgasauslass der Entleerungsvorrichtung kann auf vielfältige Weise
realisiert werden. Beispielsweise als einzelne Pneumatikleitung oder als eine Mehrzahl
von Pneumatikleitungen (mit gemeinsamer oder separaten Pneumatikgas-Quellen). Bevorzugt
ist der Pneumatikgasauslass allerdings als wenigstens teilweise offener Kanal in einer
Aussenseite der Anschlusspartie realisiert, wobei die Aussenseite diejenige Seite
ist, mit welcher die Anschlusspartie an den Anschlussflansch der Aufbewahrungsvorrichtung
angeschlossen wird. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass Pneumatikgas an mehreren
Stellen gleichzeitig in den Zwischenraum zwischen dem Schüttgutbehälter und dem Schutzbehälter
eingebracht und dadurch eine mehr oder weniger ausgeglichene Pneumatikgasströmung
im Zwischenraum erreicht werden kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Kanal
ringförmig ausgebildet und rund um die Eintrittsöffnung der Anschlusspartie angeordnet
ist.
[0029] Die Entleerungsvorrichtung ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie zum Befüllen
der Aufbewahrungsvorrichtung mit Schüttgut verwendet werden kann. Hierfür wird sie
typischerweise oberhalb der Aufbewahrungsvorrichtung positioniert, und zwar umgedreht,
d.h. mit der Eintrittsöffnung nach unten. Ansonsten kann die Entleerungsvorrichtung
unverändert zum Befüllen verwendet werden. In dieser Position wird die Entleerungs-
bzw. in diesem Fall Befüllungsvorrichtung dichtend an die Anschlussvorrichtung des
Verschlusses der Aufbewahrungsvorrichtung angeschlossen. Nachdem der Verschluss der
Aufbewahrungsvorrichtung geöffnet worden ist, kann das Schüttgut von einem Vorratsbehälter
via die Befüllungsvorrichtung in die Aufbewahrungsvorrichtung fliessen. Dies geschieht
entweder alleine infolge der Schwerkraft oder kann durch weitere Massnahmen wie beispielsweise
einem Unterdruck in der Aufbewahrungsvorrichtung, einem Überdruck im Vorratsbehälter,
Einblasen von Pneumatikgas in den Vorratsbehälter etc. unterstützt werden.
[0030] Es ist denkbar, sowohl den Schutzbehälter als auch den Schüttgutbehälter aus demselben
Material zu fertigen, beispielsweise beide aus einem flexiblen oder beide aus einem
festen Material. Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsart der Erfindung zeichnet
sich die Aufbewahrungsvorrichtung allerdings dadurch aus, dass ein überwiegender Anteil
des Schutzbehälters aus einem festen Material wie beispielsweise Metall, Kunststoff
oder Karton gefertigt ist. Im Unterschied zum Schutzbehälter ist ein überwiegender
Anteil der Behälterwandung des Schüttgutbehälters aus einem flexiblen Material wie
beispielsweise Kunststoff gefertigt, sodass der Schüttgutbehälter im Wesentlichen
ein Sack ist. Der Anschlussflansch des Schüttgutbehälters wiederum ist aus einem festen
Material (z. B. Metall oder Kunststoff). Diese Konstruktion erlaubt einen einfachen
und dichten Anschluss der Aufbewahrungsvorrichtung an die Entleerungsvorrichtung selbst
im Falle eines als Sack ausgebildeten Schüttgutbehälters. Durch das feste Material
des Schutzbehälters ist weiter auch eine vereinfachte Handhabung (ergreifen, abstellen,
transportieren) der Aufbewahrungsvorrichtung mittels entsprechender Geräte möglich.
[0031] Die äussere Form der Aufbewahrungsvorrichtung, d. h. die Form des Schutzbehälters
ist im Prinzip unerheblich. Sie kann quasi als beliebiger Körper ausgebildet sein.
Ganz allgemein kann gesagt werden, dass eine gute Ausnutzung des Innenvolumens eines
Schutzbehälters erreicht wird, wenn diejenige Seite des Schutzbehälters, in welcher
der Verschluss angeordnet ist, flach ist. Diese Seite des Schutzbehälters wird nachfolgend
als "Boden" bezeichnet, da die Aufbewahrungsvorrichtung zum Entleeren typischerweise
mit dieser Wandung nach unten gelagert wird, damit das Schüttgut aus der Austrittsöffnung
durch die Entleerungsvorrichtung nach unten abfliessen kann. Der Begriff "flach" bedeutet
in diesem Zusammenhang, dass der Boden des Schutzbehälters im Wesentlichen eine ebene
Fläche bildet. Diese Fläche steht folglich mehr oder weniger senkrecht zur Vertikalen,
wenn Schüttgut aus dem Behälter entnommen werden soll.
[0032] Die Erfindung ist mithin am wirkungsvollsten bei Schutzbehältern mit flachem Boden,
weshalb zur Realisierung der Erfindung mit Vorteil solche Schutzbehälter verwendet
werden. Von praktischem Nutzen sind jedoch generell regelmässige Körper wie beispielsweise
im Wesentlichen quaderförmige Körper (z. B. entsprechend ausgebildete Kanister oder
Container). Solche Körper lassen sich sehr gut aufeinander stapeln, um bei deren Lagerung
eine gute Raumausnutzung zu erreichen. Eine weit verbreitete Form bei solchen Aufbewahrungsvorrichtungen
sind auch Fässer, weshalb der Schutzbehälter bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung als Fass und insbesondere als kreiszylinderförmiges Fass ausgebildet
ist.
[0033] Wie vorgängig beschrieben, kann das Pneumatikgas einfach in den Zwischenraum zwischen
dem Schutzbehälter und dem Schüttgutbehälter eingeblasen werden. Hierbei besteht unter
Umständen jedoch das Problem - insesondere bei Schüttgutbehältern aus flexiblem Material
wie etwa einem Sack, dass sich das eingeblasene Pneumatikgas nicht in der gewünschten
Art und Weise in dem Zwischenraum verteilt. Es kann beispielsweise passieren, dass
das eingeblasene Pneumatikgas der Innenwand des Schutzbehälters entlang nach oben
steigt und sich im oberen Bereich des Schutzbehälters sammelt, anstatt den Schüttgutbehälter
samt Schüttgut vom Behälterboden abzuheben.
[0034] Um diesem Problem abzuhelfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine bevorzugte
Möglichkeit besteht darin, dass der Zwischenraum zwischen dem Schutzbehälter und dem
Schüttgutbehälter einen Pneumatikgasbehälter umfasst. Dieser ist aufblasbar und derart
angeordnet, dass das Pneumatikgas via den ersten Pneumatikgaseinlass in diesen Pneumatikgasbehälter
geleitet werden kann. Dieser Pneumatikgasbehälter umfasst beispielsweise ein ringförmiges,
am Innenboden des Schutzbehälters angeordnetes Luftkissen, das im Bereich der Aussenwände
eine grössere Höhe aufweist als im Bereich des Verschlusses. Dadurch gleitet das Schüttgut,
das sich im Schüttgutbehälter im Bereich der Aussenwände des Schutzbehälters befindet,
beim Aufblasen des Pneumatikgasbehälter während dem Entleeren des Schüttgutes in die
Mitte in Richtung des Verschlusses.
[0035] Eine weitere bevorzugte Möglichkeit zur Lösung dieses Problems besteht darin, dass
der Schüttgutbehälter eine Stabilisierungsvorrichtung umfasst, welche vorzugsweise
einem inneren und/oder äusseren Umfang des Schüttgutbehälters entlangläuft und mit
diesem verbunden ist. Eine solche Stabilisierungsvorrichtung sorgt dafür, dass der
Schüttgutbehälter auch bei einem niedrigen Füllstand, d. h. bei zumindest teilweise
entleertem Schüttgutbehälter, wenigstens zum Teil die Form, die er in gefülltem Zustand
inne hat, beibehält. Dadurch kann verhindert werden, dass der Schüttgutbehälter in
sich zusammenfällt und so das Entleeren des Schüttgutes behindern oder gar verunmöglichen
kann, weil beispielsweise die Austrittsöffnung des Anschlussflanches von einem Teil
der Wandung des Schüttgutbehälters bedeckt wird.
[0036] Die Stabilisierungsvorrichtung ist hierbei bevorzugt als Stabilisierungsring ausgebildet.
Dieser verläuft im Wesentlichen parallel zum Boden des Schutzbehälters dem Umfang
des Schüttgutbehälters entlang und ist an mehreren Stellen oder rundherum an der Wandung
des Schüttgutbehälters befestigt. Seine Form entspricht in etwa dem entsprechenden
Querschnitt des Schutzbehälters. Wird nun Pneumatikgas in den Zwischenraum zwischen
dem Schüttgutbehälter und dem Schutzbehälter eingebracht, wird der Zwischenraum quasi
aufgeblasen und der Stabilisierungsring wird samt dem daran befestigten Schüttgutbehälter
abgehoben, bis der vormalige Boden und der untere Teil der seitlichen Wandung des
Schüttgutbehältes einen Trichter bildet, durch welchen das Schüttgut abfliessen kann.
[0037] Wie erwähnt, kann die Stabilisierungsvorrichtung lediglich am Schüttgutbehälter befestigt
sein, sodass sie bei niedrigem Füllstand samt der Wandung des Schüttgutbehälters auf
dem Boden des Schutzbehälters zu liegen kommt. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung ist die Stabiliserierungsvorrichtung jedoch an der Innenseite des Schutzbehälters
auf einer bestimmten Höhe befestigt. Dadurch ist quasi auch die Wandung des Schüttgutbehälters
an der Innenseite des Schutzbehältes fixiert und es kann auch bei einem niedrigen
Füllstand erreicht werden, dass der Schüttgutbehälter nicht in sich zusammensackt.
Wird kein Pneumatikgas in den Zwischenraum zwischen dem Schüttgutbehälter und dem
Schutzbehälter eingeblasen, hängt der Schüttgutbehälter quasi einfach an der Innenseite
des Schutzbehälters herunter und Schüttgut kann sich auf dem Boden absetzen. Wird
nun aber Pneumatikgas in den Zwischenraum eingeblasen, bläht sich dieser sozusagen
auf, sodass - ähnlich wie beim nicht fixierten Stabilisierungsring - der Boden und
ein Teil der Seitenwandung des Schüttgutbehälters einen Trichter bilden, durch welchen
das vormals auf dem Boden liegende Schüttgut ausfliessen kann.
[0038] Eine weitere Möglichkeit zum Verhindern, dass der Schüttgutbehälter in sich zusammenfällt
besteht darin, den Schüttgutbehälter durch Einbringen eines Pneumatikgases quasi aufzublasen.
Bei einigen Ausführungsformen ist die Verschlussbetätigungsvorrichtung derart ausgebildet,
dass ein Teil davon (beispielsweise das Verschlussbetätigungselement) in einer Offenstellung
in den Innenraum des Schüttgutbehälters hineinragt und so die Decke des Schüttgutbehälters
gestützt wird, damit sie nicht auf der Austrittsöffnung zu liegen kommt.
[0039] Weiter kann das Entleeren des Schüttgutes auch dadurch unterstützt werden, dass Pneumatikgas
abwechselnd in den Schüttgutbehälter und in den Zwischenraum zwischen dem Schüttgutbehälter
und dem Schutzbehälter geblasen und wieder herausgesogen und so die Wandung des Schüttgutbehälters
in eine Art Schwingung versetzt wird. Das Schüttgut wird quasi zum Verschluss hin
geschüttelt, wo es problemlos ausfliessen kann.
[0040] Die Anschlusspartie kann sowohl als integraler Teil der Basisstruktur als auch als
Bausatz ausgebildet sein, welcher an die Basisstruktur der Entleerungsvorrichtung
anbaubar bzw. angebaut ist. Dadurch kann eine bestehende Entleerungsvorrichtung auf
einfache und kostengünstige Art nachgerüstet werden, um eine erfindungsgemässe Entleerungsvorrichtung
zu erhalten. Dasselbe gilt auch für den Anschlussflansch bzw. den ganzen Verschluss
der Aufbewahrungsvorrichtung. Der Anschlussflansch bzw. der Verschluss können beispielsweise
integrale Bestandteile des Schüttgutbehälters und/oder des Schutzbehälters sein, wobei
sie je nach Ausführung der Aufbewahrungsvorrichtung bzw. des Schüttgut- oder des Schutzbehälters
ein oder mehrere Male verwendet werden können. Umfasst die Aufbewahrungsvorrichtung
beispielsweise ein Fass aus Metall als Schutzbehälter mit einem innenliegenden Sack
als Schüttgutbehälter, kann der Anschlussflansch beispielsweise derart realisiert
sein, dass ein metallischer Wandabschnitt des Fasses einen äusseren Ring des Anschlussflansches
bildet. Dadurch kann der Anschlussflansch selber einfacher und kostengünstiger gefertigt
werden.
[0041] Bei anderen Anwendungen ist es hingegen von Vorteil, wenn der Anschlussflansch bzw.
der ganze Verschluss als separates Bauteil bzw. als Bausatz ausgebildet ist. So kann
dieser beispielsweise zur Nachrüstung von bestehenden Aufbewahrungsvorrichtungen verwendet
werden. Diese Bauart ist z. B. bei Einweg-Aufbewahrungsvorrichtungen nützlich, da
der Anschlussflansch bzw. der Verschluss nach Gebrauch der Aufbewahrungsvorrichtung
von dieser entfernt, gereinigt und für eine andere Aufbewahrungsvorrichtung wieder
verwendet werden kann.
[0042] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auch die Aufbewahrungsvorrichtung,
insbesondere deren Verschluss bzw. Anschlussvorrichtung derart ausgebildet, dass die
Aufbewahrungsvorrichtung mit Schüttgut befüllt werden kann. Hierfür wird diese typischerweise
unterhalb der Entleerungsvorrichtung (bzw. in diesem Fall Befüllungsvorrichtung) positioniert,
und zwar derart, dass die Austrittsöffnung nach oben zu liegen kommt. Ansonsten kann
die Aufbewahrungsvorrichtung unverändert übernommen werden. In dieser Position wird
die Befüllungsvorrichtung dichtend an die Anschlussvorrichtung des Verschlusses der
Aufbewahrungsvorrichtung angeschlossen. Nachdem der Verschluss der Aufbewahrungsvorrichtung
geöffnet worden ist, kann das Schüttgut von einem Vorratsbehälter via den Durchlasskanal
der Entleerungsvorrichtung in die Aufbewahrungsvorrichtung fliessen, wobei das Befüllen
wie weiter oben beschrieben durch zusätzliche Massnahmen unterstützt werden kann.
[0043] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Aufbewahrungsvorrichtung mit einem
äusseren Schutzbehälter und einem inneren Schüttgutbehälter sind diese derart ausgebildet,
dass der Schüttgutbehälter durch den Verschluss der Aufbewahrungsvorrichtung in den
Schutzbehälter eingesetzt und auch wieder daraus entfernt werden kann. Dadurch kann
eine solche Aufbewahrungsvorrichtung auf einfache Art und Weise hergestellt werden.
Hierbei kann der Verschluss bzw. der Anschlussflansch oder ein Teil von diesen fest
mit dem Schüttgutbehälter verbunden sein. So könnte der Schüttgutbehälter beispielsweise
einen ringförmigen Flansch umfassen, der rund um die Austrittsöffnung des Schüttgutbehälters
angeordnet ist und der nach dem Einbringen des Schüttgutbehälters in den Schutzbehälter
einen Teil des Anschlussflansches bildet. Ein anderer Teil des Anschlussflansches
könnte bei einer solchen Aufbewahrungsvorrichtung von einem ringförmigen Flansch gebildet
werden, welcher rund um die Austrittsöffnung des Schüttgutbehälters angeordnet und
beispielsweise ein Teil des Schüttgutbehälters ist.
[0044] Das Entleeren von Schüttgut aus einer erfindungsgemässen Aufbewahrungsvorrichtung
mit Hilfe einer erfindungsgemässen Entleerungsvorrichtung gestaltet sich wie folgt:
Zunächst wird die Entleerungsvorrichtung mit der Anschlusspartie dichtend an die Anschlussvorrichtung
des Verschlusses der Aufbewahrungsvorrichtung und der erste Pneumatikgasauslass der
Entleerungsvorrichtung an den ersten Pneumatikgaseinlass der Aufbewahrungsvorrichtung
angekoppelt. Hiefür muss vorgängig gegebenenfalls die Aufbewahrungsvorrichtung zur
Entleerungsvorrichtung und/oder die Entleerungsvorrichtung zur Aufbewahrungsvorrichtung
gebracht werden. Die Aufbewahrungsvorrichtung wird hierbei typischerweise so an die
Entleerungsvorrichtung angeschlossen, dass ihre Austrittsöffnung nach unten zeigt,
damit das Schüttgut durch die Schwerkraft getrieben nach unten ausfliessen kann. Je
nach Anwendungsbereich kann selbstverständlich auch noch ein Auffangbehälter derart
an die Entleerungsvorrichtung angeschlossen oder darunter positioniert werden, dass
das austretende Schüttgut in den Auffangbehälter fliesst. Danach wird der Verschluss
der Aufbewahrungsvorrichtung geöffnet, wobei dies je nach Aufbewahrungsvorrichtung
verschieden erfolgen kann. Zum Entleeren des Schüttgutes aus dem Schüttgutbehälter
wird schliesslich Pneumatikgas von der Entleerungsvorrichtung via den ersten Pneumatikgasauslass
und den ersten Pneumatikgaseinlass in den Zwischenraum zwischen dem Schutzbehälter
und dem Schüttgutbehälter geleitet.
[0045] Hierbei herrscht im Inneren des Auffangbehälters typischerweise etwa derselbe Druck
wie in dessen Umgebung (Umgebungsdruck - typischerweise etwa Atmosphärendruck). Allerdings
kann die Aufbewahrungsvorrichtung auch in einen an die Entleerungsvorrichtung angeschlossenen
Auffangbehälter entleert werden, welcher gegenüber dem Umgebungsdruck einen höheren
oder niedrigeren Innendruck aufweist. Dies kann je nach Anwendung und Art des Schüttgutes
notwendig, hilfreich oder gar vorgeschrieben sein.
[0046] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0047] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Entleerungsvorrichtung mit
einer daran angeschlossenen, erfindungsgemässen Aufbewahrungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausfühgurngsform einer erfindungsgemässen
Entleerungs- und Aufbewahrungsvorrichtung;
- Fig. 3
- eine detaillierte Darstellung einer Anschlusspartie einer erfindungsgemässen Entleerungsvorrichtung;
- Fig. 4
- eine detaillierte Darstellung einer Anschlussvorrichtung einer erfindungsgemässen
Aufbewahrungsvorrichtung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Schüttgutbehälters mit Stabilisierungsring in
entspannter Position;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung des Schüttgutbehälters aus Fig. 5 mit aufgeblasenem
Zwischenraum;
- Fig.7
- eine schematische Darstellung eines Schüttgutbehälters mit einem am Schutzbehälter
befestigten Stabilisierungsring in entspannter Position und
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung des Schüttgutbehälters aus Fig. 7 mit aufgeblasenem
Zwischenraum.
[0048] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0049] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine erfindungsgemässen Aufbewahrungsvorrichtung
1, hier in der Ausführung als Fass 2 mit einem sogenannten Inliner 3, welcher als
Sack ausgebildet ist. Zwischen dem Inliner 3 und dem Fass 2 wird ein Zwischenraum
13 gebildet. Dargestellt ist ebenfalls eine erfindungsgemässe Entleerungsvorrichtung
4. Die Aufbewahrungsvorrichtung 1 umfasst einen Anschlussflansch 5 sowie einen als
Druckluftanschluss 6 ausgebildeten Pneumatikgaseinlass. Die Entleerungsvorrichtung
4 umfasst eine Anschlusspartie 7, eine Basisstruktur 12 sowie einen als Druckluftschlauch
8 mit Druckluftanschluss 9 ausgebildeten Pneumatikgasauslass. Die Entleerungsvorrichtung
4 ist an die Aufbewahrungsvorrichtung 1 angeschlossen, wobei die Anschlusspartie 7
an den Anschlussflansch 5 und der Druckluftanschluss 9 der Entleerungsvorrichtung
4 an den Druckluftanschluss 6 der Aufbewahrungsvorrichtung 1 angeschlossen ist.
[0050] Das Entleeren des (nicht dargestellten) Schüttgutes im Inneren des Inliners 3 erfolgt,
indem das Schüttgut durch die Austrittsöffnung 10 des Anschlussflansches 5 und die
Eintrittsöffnung 11 der Anschlusspartie 7 ausfliesst. Das Schüttgut fliesst dann beispielsweise
durch einen Durchlasskanal (nicht dargestellt) ab, welcher insbesondere als Teil der
Basisstruktur 12 ausgebildet ist und wird beispielsweise in einen (ebenfalls nicht
dargestellten) Auffangbehälter eingebracht. Damit auch das Schüttgut, das im inliner
3 in einem Randbereich 15 - quasi am Boden 16 des Fasses 2 - liegt, abfliessen kann,
wird von der Entleerungsvorrichtung 4 aus Druckluft durch den Druckluftschlauch 8,
und die Druckluftanschlüsse 9 und 6 in den Zwischenraum 13 eingeleitet. Dadurch hebt
sich der Inliner 3 vom Boden 16 des Fasses 2. Diese Position des Inliners 3 ist in
Fig. 1 schematisch durch eine gestrichelte Linie 3' angedeutet.
[0051] Für eine gute, vollständige Entleerung des Inliners 3 sollte der Winkel 17 zwischen
der Horizontalen und der Wandung des Inliners etwa 60° betragen, wobei grössere Winkel
bis 90° selbstversändlich kein Problem darstellen. Für eine vollständige Entleerung
sind jedoch auch Winkel unter 60°, z. B. bis etwa 30° ausreichend.
[0052] Sowohl die Aufbewahrungsvorrichtung 1 als auch die Entleerungsvorrichtung 4 umfassen
typischerweise eine Vielzahl weiterer Elemente, welche in dieser schematischen Darstellung
der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet sind. So umfasst die Aufbewahrungsvorrichtung
1 typischerweise einen Verschluss, der die Austrittsöffnung 10 verschliesst, wenn
die Entleerungsvorrichtung 4 nicht an die Aufbewahrungsvorrichtung 1 angeschlossen
ist. Die Entleerungsvorrichtung wiederum umfasst typischerweise ein Verschlussbetätigungselement,
welches zum Öffnen des Verschlusses ausgebildet ist, wenn die Entleerungsvorrichtung
an die Aufbewahrungsvorrichtung angeschlossen ist, beispielsweise indem mit dem Verschlussbetätigungselement
das Verschlussorgan des Verschlusses angehoben wird.
[0053] Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Aufbewahrungsvorrichtung
101 mit einer daran angeschlossenen, erfindungsgemässen Entleerungsvorrichtung 104.
Beide Ausführungsformen sind bis auf die Druckluftverbindung zwischen der Entleerungsvorrichtung
104 und dem Zwischenraum 13 gleich. Bei diesem Beispiel ist die Druckluftverbindung
nicht über eine Öffnung im Fass 102, sondern durch eine entsprechende Ausbildung der
Anschlusspartie 107 und des Anschlussflansches 105 realisiert. D. h. die Anschlusspartie
107 weist einen ersten Druckluftauslass 120 auf. Entleerungsvorrichtungsseitig ist
der Druckluftauslass 120 an eine Druckluft-Quelle (nicht dargestellt) angeschlossen.
Aufbewahrungsvorrichtungsseitig ist der Druckluftauslass 120 in diesem Beispiel als
teilweise ringförmiger Kanal um die Eintrittsöffnung 11 herum angeordnet. Weiter weist
die Anschlusspartie 107 in diesem Beispiel einen zweiten Druckluftauslass 121 auf,
welcher beispielsweise ebenfalls als teilweise ringförmiger Kanal um die Eintrittsöffnung
11 herum angeordnet ist. Auch dieser Druckluftauslass 121 ist an dieselbe oder eine
andere Druckluft-Quelle angeschlossen.
[0054] Dementsprechend weist auch der Anschlussflansch 105 einen ersten und einen zweiten
Drucklufteinlass 122 bzw. 123 auf, welche z. B. ebenfalls als teilweise ringförmige
Kanäle rund um die Austrittsöffnung 10 der Aufbewahrungsvorrichtung 101 angeordnet
sind. Der Kanal des Drucklufteinlasses 122 ist hierbei derart ausgebildet - in diesem
Fall seitlich abgewinkelt - dass er in den Zwischenraum 13 mündet. Der Kanal des Drucklufteinlasses
123 wiederum mündet in das Innere des Inliners 103.
[0055] Statt dass die Druckluftaus- und einlässe 120-123 nur teilweise ringförmig ausgebildet
werden, können sie auch als vollständig ringförmige Kanäle ausgebildet sein. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Druckluftaus- und/oder die Drucklufteinlässe 120-123 durch
eine oder mehrere Öffnungen, beispielsweise Bohrungen, in der Anschlusspartie 107
bzw. dem Anschlussflansch 105 zu realisieren.
[0056] Die Anschlusspartie 107 und der Anschlussflansch 105 sind derart ausgebildet und
aufeinander abgestimmt, dass der Druckluftauslass 120 mit dem Drucklufteinlass 122
eine durchgehende Druckluftverbindung zwischen der Entleerungsvorrichtung 4 und dem
Zwischenraum 13 und der Druckluftauslass 121 mit dem Drucklufteinlass 123 eine durchgehende
Druckluftverbindung zwischen der Entleerungsvorrichtung 4 und dem Innenraum des Inliners
3 bildet. Entsprechend kann Druckluft von der Entleerungsvorrichtung 4 sowohl in den
Zwischenraum 13 als auch unabhängig davon in den Innenraum des Inliners 3 geleitet
werden.
[0057] Fig. 3 zeigt eine detaillierte Ansicht des Querschnitts eines Ausschnitts eines Anschlussflansches
205. Der Anschlussflansch 205 umfasst eine Mehrzahl von insbesondere ringförmigen,
konzentrisch angeordneten Flanschteilen 240, 241, 242, 243, 244, 245, die um die Austrittsöffnung
10 herum angeordnet sind. Der Radius dieser Flanschteile 240-245 wächst von innen
nach aussen und einzelne der Flanschteile 240-245 besitzen Aussparungen 249 oder zumindest
teilweise umlaufende Nuten bzw. entsprechende Vorsprünge 250 oder Kämme, die ineinander
eingreifen. Das innerste Flanschteil 241 definiert quasi die Austrittsöffnung 10.
Diese wird jedoch von einem Verschlussorgan 246 verschlossen, welches auf diese Weise
in seiner Schliessstellung den Innenraum 247 des Inliners 203 nach aussen (hier unten)
abschliesst.
[0058] Das vierte und das fünfte Flanschteil 243 bzw. 244 sind in einem Abstand voneinander
angeordnet, sodass dazwischen ein erster Drucklufteinlass 222 entsteht. Der hier im
Querschnitt dargestellte Drucklufteinlass 222 kann beispielsweise als umlaufender,
ringförmiger, nach oben (in Richtung des Innenraumes 247 des Inliners) zumindest teilweise
offener Kanal ausgebildet sein. Er kann aber auch wie dargestellt als einzelne Bohrung
oder als eine Mehrzahl von Bohrungen ausgebildet sein. Entsprechend sind die Flanschteile
243 und 244 in Wirklichkeit zwei Schnittflächen eines einzigen Flanschteiles.
[0059] In ähnlicher Weise sind das erste und das zweite Flanschteil 240 bzw. 241 ebenfalls
in einem Abstand voneinander angeordnet, sodass dazwischen ein zweiter Drucklufteinlass
223 definiert wird. Dieser kann ebenfalls als umlaufender, ringförmiger, nach oben
(in Richtung des Innenraumes 247 des Inliners) zumindest teilweise offener Kanal oder
als einzelne Bohrung ausgebildet sein, wobei im letzteren Fall die Flanschteile 240
und 241 in Wirklichkeit wiederum zwei Schnittflächen eines einzigen Flanschteiles
wären. Am oberen Ende des ersten Flanschteils 240 ist ein Absperrkörper 248 derart
befestigt, dass dieser den zweiten Drucklufteinlass 223 quasi verschliesst. Der Absperrkörper
248 ist beispielsweise aus einem flexiblen, elastischen Kunststoffmaterial gefertigt,
und funktioniert als Rückschlagventil. D. h. Druckluft kann durch den zweiten Drucklufteinlass
223 nach oben in das Innere 247 des Inliners 203 strömen, umgekehrt ist der Weg für
die Druckluft durch den Drucklufteinlass 223 hingegen versperrt.
[0060] Die Verbindung zwischen dem Anschlussflansch 205 und dem Fass 202 bzw. dem Inliner
203 erfolgt, indem der unterste Bereich der Wandung 251 des Inliners 203 zwischen
der Aussparung 249 bzw. dem Vorsprung 250 des zweiten bzw. dritten Flanschteils 241
bzw. 242 eingeklemmt oder sonstwie befestigt wird. Um das Ausströmen von Luft oder
Schüttgut zu verhindern, ist diese Verbindung zusätzlich mit Dichtungen 252 versehen.
[0061] In ähnlicher Weise wird das Fass 202 mit dem Anschlussflansch 205 verbunden, indem
der unterste Bereich der Wandung 253 des Fasses 202 zwischen dem fünften und dem sechsten
Flanschteil 244 bzw. 245 eingeklemmt oder sonstwie befestigt wird.
[0062] Fig. 4 zeigt eine detaillierte Ansicht des Querschnitts eines Ausschnitts einer zum
Anschlussflansch 205 aus Fig. 3 passenden Anschlusspartie 207 einer Entleerungsvorrichtung
204. Diese umfasst ein als Flansch ausgebildetes ringförmiges Gehäuse 260, in dessen
Mitte sich ein Loch befindet, das die Eintrittsöffnung 11 der Entleerungsvorrichtung
204 bildet. In dem Gehäuse 260 ist eine Aussparung 261 vorhanden, in welche ein weiteres
Flanschteil 262 eingesetzt ist, Dieses Flanschteil 262 weist die beiden Druckluftauslässe
220 bzw. 221 auf, welche in dem dargestellten Beispiel als einzelne Durchgänge (z.
B. Bohrungen) ausgebildet sind. Beide Druckluftauslässe 220, 221 münden auf ihrer
Unterseite in die Aussparung 261, wobei diese durch den Flanschteil 262 in zwei separate
Kammern 265 bzw. 266 unterteilt wird. Die beiden Kammern 265, 266 sind durch entsprechende
Dichtungen 252 gegeneinander bzw. nach aussen (hier oben) abgedichtet.
[0063] Weiter ist in dem Gehäuse 260 ein Druckluftanschluss 263 ausgebildet, dessen Druckluftkanal
264 in die Kammer 266 und damit quasi in den Druckluftauslass 220 mündet. Die Entleerungsvorrichtung
204 umfasst typischerweise einen weiteren (nicht dargestellten) Druckluftanschluss,
dessen Druckluftkanal in ähnlicher Weise in den Druckluftauslass 221 mündet. Dadurch
kann die Druckluftzufuhr in die beiden Druckluftauslässe 220 bzw. 221 unabhängig voneinander
eingestellt bzw. gesteuert werden.
[0064] Mittels einer entsprechenden Befestigungsvorrichtung (nicht dargestellt) wird nun
die Entleerungsvorrichtung 204 mit der Anschlusspartie 207 an den Anschlussflansch
205 der Aufbewahrungsvorrichtung 201 angekoppelt. Mögliche Arten von derartigen Kopplungen
sind beispielsweise in der
WO 2005/087624 A2 im Detail beschrieben. Der Abstand der beiden Druckluftauslässe 220 und 221 ist nun
derart auf den Abstand der beiden Drucklufteinlässe 222 und 223 abgestimmt, dass diese
nach der Kopplung des Anschlussflansches 205 an die Anschlusspartie 207 derart übereinander
zu liegen kommen, dass jeweils ein durchgängiger Druckluftkanal entsteht. Selbstverständlich
können die beiden entstehenden Druckluftkanäle gegenseitig durch entsprechende Dichtungen
(nicht dargestellt) in den Oberflächen von Anschlussflansch 205 bzw. Anschlusspartie
207 abgedichtet werden.
[0065] Sowohl die Entleerungsvorrichtung 204 wie auch die Aufbewahrungsvorrichtung 201 können
weitere Elemente aufweisen, die in den Figuren nicht dargestellt sind. So könnte die
Entleerungsvorrichtung 204 beispielsweise einen Öffnungsmechanismus zum Öffnen des
Verschlussorgans 246 der Aufbewahrungsvorrichtung 201 umfassen. Dieser könnte (wie
ebenfalls in der
WO 2005/087624 A2 beschrieben) eine Verstellvorrichtung aufweisen, welche über eine Antriebswelle ein
Verschlussbetätigungselement betätigt, mit welchem sich das Verschlussorgan 246 von
der Austrittsöffnung 10 abheben lässt. Dieses Abheben des Verschlussorgans 246 nach
oben hat einen weiteren positiven Effekt beim Entleeren des Inliners 203. Bei einem
schon stark entleerten Inliner 203 würde die Wandung des Inliners 203 auf dem Verschluss
der Aufbewahrungsvorrichtung 201 zu liegen kommen. Dadurch könnte die Austrittsöffnung
10 bei geöffnetem Verschluss zumindest teilweise abgedeckt werden und das Entleeren
des Schüttgutes würde ver- oder zumindest behindert. Indem das Verschlussbetätigungselement
das Verschlussorgan 246 anhebt, wird auch die Wandung des Inliners 203 im Bereich
der Austrittsöffnung 10 angehoben, womit verhindert werden kann, dass die Austrittsöffnung
10 durch die Wandung des Inliners 203 abgedeckt wird.
[0066] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein weiteres bevorzugtes Beispiel zur Implementierung
der Erfindung. In diesem Beispiel umfasst der Inliner 403 einen Stabilisierungsring
425, der hier einen ovalen Querschnitt aufweist. Der Stabilisierungsring 425 ist quasi
in die Wand des Inliners 403 integriert und läuft parallel zu dessen Boden entlang
der Innenwand des Fasses 402 herum.
[0067] Fig. 5 zeigt den Inliner 403 in entspannter Position, d. h. der Inliner 403 weist
einen niedrigen Füllgrad des Schüttgutes auf, sodass der Stabilisierungsring 425 praktisch
auf dem Boden 416 des Fasses 402 aufliegt. Dasselbe gilt für die Wandung des Inliners
403, welche entsprechend Falten 427 wirft.
[0068] Um die Aufbewahrungsvorrichtung 401 nun vollständig entleeren zu können bzw. um die
Entleerung generell zu verbessern, wird nun via den Drucklufteinlass 422 Druckluft
in den Zwischenraum 13 eingeleitet. Dadurch füllt sich der Zwischenraum 13 mit Druckluft,
bis der Druck auf die Wandung des Inliners 403 so hoch wird, dass sich diese mitsamt
dem Stabilisierungsring 425 - welcher hierbei für eine Stabilisierung der Form des
Inliners 403 sorgt, der Wandung des Fasses 402 entlang in Richtung des Pfeiles 428
in die Höhe treibt. Dadurch wird die Wandung des inliners 403 immer mehr gestreckt,
sodass die Falten 427 verschwinden, bis die Wandung des Inliners 403 zwischen dem
Anschlussflansch 405 und dem Stabilisierungsring 425 mehr oder weniger vollständig
gestreckt ist. Diese Position des Stabilisierungsrings 425 ist in Fig. 6 dargestellt.
Beim Strecken der Wandung des Inliners 403 rutscht das Schüttgut, das sich im Bereich
der Falten 427 befindet, in Richtung des Pfeils 429 zur Mitte des Fassbodens 416 hin
und kann aus der Austrittsöffnung 10 ausfliessen.
[0069] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Druckluft nicht einfach
zwischen das Fass 402 und den Inliner 403 eingebracht. Wie in Fig. 6 gestrichelt dargestellt,
befindet sich im Zwischenraum 13 ein Luftkissen 254, welches einen mehr oder weniger
dreieckigen Querschnitt aufweist, welches zum Verschluss hin abfällt. Dieses Luftkissen
254 ist derart an den Drucklufteinlass 422 angeschlossen ist, dass die via den Drucklufteinlass
422 in den Zwischenraum 13 eingebrachte Druckluft in das Luftkissen geblasen wird.
Dieses bläht sich dadurch auf, wodurch die Wandung des Inliners 403 - ähnlich wie
ohne Luftkissen 254 - nach innen ausgebuchtet wird. Auch in diesem Fall gleitet das
Schüttgut in Richtung des Verschlusses. Diese Ausführungsform wird typischerweise
- nicht wie in Fig. 6 dargestellt - bei Inlinern ohne Stabilisierungsring verwendet.
Um die gewünschte, in Richtung Austrittsöffnung 10 abfallende Form des Inliners 403
bei aufgeblähtem Luftkissen zu erhalten, könnte das Luftkissen 254 zusätzlich an einem
oder mehreren Orten, beispielsweise im Bereich der oberen Ecke 255 des gebildeten
Dreiecks, mit dem Inliner 403 verbunden werden,
[0070] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine Abwandlung des Beispiels aus den Figuren 5 und 6.
Bei dieser Aufbewahrungsvorrichtung 501 ist der Stabilisierungsring 525 innerhalb
des Fasses 502 nicht beweglich, sondern er ist mittels einer Klemmsicke 530 auf einer
bestimmten Höhe über dem Boden 516 des Fasses 502 befestigt und klemmt damit auch
die Wandung des Inliners 503 auf dieser Höhe an der Wandung des Fasses 502 fest. Die
Höhe ist derart gewählt, dass die Wandung des Inliners 503 auf dem Boden 516 des Fasses
und den seitlichen Wänden des Fasses 502 entlang bis hin zur Klemmsicke 530 mehr oder
weniger straff anliegt, ohne Falten zu werfen. Dadurch wird eine optimale Raum- und
Materlalausnutzung erreicht. Diese Position des Inliners 503 ist in Fig. 7 dargestellt
und wird vom Inliner 503 typischerweise eingenommen, wenn er wenigstens teilweise
mit Schüttgut gefüllt ist und keine Druckluft in den Zwischenraum 13 eingeblasen ist
bzw. wird. Wenn Druckluft durch den Drucklufteinlass 522 des Anschlussflansches 505
in den Zwischenraum 13 eingeblasen wird, füllt sich der Zwischenraum 13 durch die
einströmende Druckluft immer mehr, wodurch die Wandung des Inliners 503 in Richtung
des Pfeils 531 ausgebuchtet wird. Dies ist in Fig. 8 dargestellt. Auch bei diesem
Beispiel rutscht das Schüttgut, das sich auf dem Boden des Inliners 503 befunden hat,
in Richtung des Pfeils 529 zur Mitte des Bodens 516 des Fasses hin und kann aus der
Austrittsöffnung 10 ausfliessen.
[0071] Es ist festzuhalten, dass die Pneumatikgasaus- und einlässe derart ausgebildet sein
können, dass damit Pneumatikgas nicht nur in eine Richtung, beispielsweise in einen
Behälter hinein geleitet, sondern auch in der anderen Richtung wieder abgesogen werden
kann. Dadurch ist es möglich, Pneumatikgas nicht nur in den Schüttgutbehälter bzw.
den Zwischenraum zwischen dem Schüttgutbehälter und dem Schutzbehälter hinein zu leiten,
sondern es gezielt auch wieder daraus heraus zu saugen.
[0072] Die Entleerungsvorrichtung kann weiter auch eine Steuerungseinheit zur Steuerung
der Pneumatikgaszufuhr zu dem bzw. den Pneumatikgasauslässen umfassen, so dass das
Pneumatikgas mittels dieser Steuerungseinheit gesteuert in den Schüttgutbehälter bzw.
den Zwischenraum eingeblasen werden kann. Die Steuerungseinheit kann zur Steuerung
der Pneumatikgaszufuhr in Abhängigkeit des Schüttgutmaterials, des Füllstands im Schüttgutbehälter
und/oder der Evakuierleistung einer an den Durchlasskanal angeschlossenen Evakuiervorrichtung
ausgebildet sein.
[0073] Der bzw. die Pneumatikgasauslässe der Entleerungsvorrichtung können beispielsweise
auch für eine zusätzliche Reinigung der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
und/oder des Verschlusses des Schüttgutbehälters verwendet werden, wobei hierfür auch
weitere Pneumatikgasauslässe vorgesehen sein können.
[0074] Zusammenfassend ist festzustellen, dass es die Erfindung erlaubt, auch Aufbewahrungsvorrichtungen
für Schüttgut, zwei ineinander angeordnete Behälter umfassen und einen flachen Boden
aufweisen, auf einfache Art und Weise vollständig zu entleeren.
1. Entleerungsvorrichtung (4, 104, 204) zum Entleeren von Schüttgut aus einer Aufbewahrungsvorrichtung
(1, 101, 201, 401, 501), wobei die Aufbewahrungsvorrichtung einen Schutzbehälter (2,
102, 202, 402, 502) und einen innerhalb des Schutzbehälters angeordneten Schüttgutbehälter
(3, 103, 203, 403, 503) zur Aufnahme des Schüttgutes umfasst und die Entleerungsvorrichtung
eine Anschlusspartie (7, 107, 207) umfasst, welche eine Eintrittsöffnung (11) aufweist
und derart ausgebildet ist, dass sie zum Entleeren des Schüttguts aus dem Schüttgutbehälter
dichtend an eine Anschlussvorrichtung (5, 105, 205, 405, 505) eines Verschlusses der
Aufbewahrungsvorrichtung anschliessbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleerungsvorrichtung einen ersten Pneumatikgasauslass (8/9, 120, 220) derart
umfasst, dass bei einem an die Entleerungsvorrichtung angeschlossenen Schüttgutbehälter
Pneumatikgas via den ersten Pneumatikgasauslass und einen ersten Pneumatikgaseinlass
(6, 122, 222, 422, 522) der Aufbewahrungsvorrichtung in einen Zwischenraum (13) zwischen
dem Schutzbehälter und dem Schüttgutbehälter leitbar ist.
2. Entleerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der erste Pneumatikgasauslass 120, 220)
als Teil der Anschlusspartie (107, 207) ausgebildet ist.
3. Entleerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein zweiter Pneumatikgasauslass
(121, 221) getrennt von der Eintrittsöffnung (11) und getrennt vom ersten Pneumatikgasauslass
(120, 220) als Teil der Anschlusspartie derart ausgebildet ist, dass bei einem an
die Entleerungsvorrichtung (104, 204) angeschlossenen Schüttgutbehälter (103, 203)
Pneumatikgas via den zweiten Pneumatikgasauslass und einen zweiten Pneumatikgaseinlass
der Aufbewahrungsvorrichtung in den Schüttgutbehälter leitbar ist.
4. Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei sie eine Basisstruktur
(12, 112) und eine an der Basisstruktur oder an der Anschlusspartie gelagerte Verschlussbetätigungsvorrichtung
zur Betätigung des Verschlusses der Aufbewahrungsvorrichtung (1, 101, 201, 401, 501)
aufweist und die Verschlussbetätigungsvorrichtung mit einem Verschlussbetätigungselement
sowie einer Verstellvorrichtung derart versehen ist, dass mittels der Verstellvorrichtung
das Verschlussbetätigungselement wahlweise zwischen einer Schliessstellung und wenigstens
einer Offenstellung verschiebbar ist.
5. Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der erste Pneumatikgasauslass
in einer Aussenseite der Anschlusspartie als nach aussen wenigstens teilweise offener
Kanal ausgebildet ist.
6. Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei diese zum Befüllen
der Aufbewahrungsvorrichtung (1, 101, 201, 401, 501) mit Schüttgut dichtend an die
Anschlussvorrichtung des Verschlusses der Aufbewahrungsvorrichtung anschliessbar ist,
7. Aufbewahrungsvorrichtung (1, 101, 201, 401, 501) zur Aufbewahrung von Schüttgut, umfassend
einen Verschluss, einen Schutzbehälter (2, 102, 402, 502) und einen innerhalb des
Schutzbehälters angeordneten Schüttgutbehälter (3, 103, 403, 503) zur Aufnahme des
Schüttgutes, wobei der Schutzbehälter und der Schüttgutbehälter eine gemeinsame Öffnung
aufweisen und der Verschluss derart ausgebildet ist, dass damit die gemeinsame Öffnung
des Schutzbehälters und des Schüttgutbehälters verschliessbar ist, und der Verschluss
eine Anschlussvorrichtung (5, 105, 205, 405, 505) mit einer Austrittsöffnung (10)
sowie ein Verschlussorgan zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung
umfasst, wobei die Aufbewahrungsvorrichtung zum Entleeren von Schüttgut mit der Anschlussvorrichtung
dichtend an eine Anschlusspartie (7, 107, 207) einer Entleerungsvorrichtung (4, 104,
204) zum Entleeren von Schüttgut aus dem Schüttgutbehälter, insbesondere eine Entleerungsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 6, anschliessbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbewahrungsvorrichtung einen von der Austrittsöffnung getrennten, ersten Pneumatikgaseinlass
(6, 122, 222, 422, 522), derart umfasst, dass Pneumatikgas von einer an die Aufbewahrungsvorrichtung
angeschlossenen Entleerungsvorrichtung via einen ersten Pneumatikgasauslass (8/9,
120, 220) der Entleerungsvorrichtung und den ersten Pneumatikgaseinlass in einen Zwischenraum
(13) zwischen dem Schutzbehälter und dem Schüttgutbehälter leitbar ist.
8. Aufbewahrungsvorrichtung nach Anspruch 7, wobei der erste Pneumatikgaseinlass (122,
222, 422, 522) als Teil der Anschlussvorrichtung (105, 205, 405, 505) ausgebildet
ist.
9. Aufbewahrungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, wobei ein zweiter Pneumatikgaseinlass
(123, 223, 423, 523) getrennt von der Austrittsöffnung (10) und getrennt vom ersten
Pneumatikgaseinlass (122, 222, 422, 522) als Teil der Anschlussvorrichtung (105, 205,
405, 505) derart ausgebildet ist, dass Pneumatikgas von einer an die Aufbewahrungsvorrichtung
angeschlossenen Entleerungsvorrichtung via den zweiten Pneumatikgaseinlass in den
Schüttgutbehälter leitbar ist.
10. Aufbewahrungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei ein überwiegender
Anteil einer Wandung des Schutzbehälters (2, 102, 202, 402, 502) aus einem festen
Material, insbesondere Metall, Kunststoff oder Karton, ein überwiegender Anteil einer
Wandung des Schüttgutbehälters (3, 103, 203, 403, 503) aus einem flexiblen Material,
insbesondere Kunststoff, und die Anschlussvorrichtung aus einem festen Material, insbesondere
Kunststoff, gefertigt ist.
11. Aufbewahrungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei der Schutzbehälter
als Fass (2, 102, 202, 402, 502), insbesondere als kreiszylinderförmiges Fass, ausgebildet
ist und einen flachen Boden (16, 116, 416, 516) aufweist, in welchem der Verschluss
angeordnet ist.
12. Aufbewahrungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, welche in dem Zwischenraum
(13) zwischen dem Schutzbehälter und dem Schüttgutbehälter einen aufblasbaren Pneumatikgasbehälter
umfasst, in welchen das Pneumatikgas via den ersten Pneumatikgaseinlass leitbar ist.
13. Aufbewahrungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, wobei der Schüttgutbehälter
eine Stabilisierungsvorrichtung, insbesondere einen Stabilisierungsring (425, 525),
umfasst, welche einem inneren und/oder äusseren Umfang des Schüttgutbehälters entlangläuft,
mit diesem verbunden ist und mit welcher eine Form des Schüttgutbehälters bei zumindest
teilweise entleertem Schüttgutbehälter stabilisiert und damit eine Entleerung des
Schüttgutes verbessert werden kann.
14. Aufbewahrungsvorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Stabilisierungsvorrichtung (425,
525) an einer Innenseite des Schutzbehälters befestigt (530) ist.
15. Aufbewahrungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, wobei diese zum Befüllen
mit Schüttgut mit der Anschlussvorrichtung dichtend an die Entleerungsvorrichtung
anschliessbar ist,
16. Verschluss für eine Aufbewahrungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15.
17. Verfahren zum Entleeren von Schüttgut aus einer Aufbewahrungsvorrichtung (1, 101,
201, 401, 501) nach einem der Ansprüche 7 bis 15 mit einer Entleerungsvorrichtung
(4, 104, 204) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleerungsvorrichtung mit der Anschlusspartie (7, 107, 207) dichtend an die
Anschlussvorrichung (5, 105, 205, 405, 505) des Verschlusses der Aufbewahrungsvorrichtung
und der erste Pneumatikgasauslass (8/9, 120, 220) der Entleerungsvorrichtung an den
ersten Pneumatikgaseinlass (6, 122, 222, 422, 522) der Aufbewahrungsvorrichtung angekoppelt
wird, der Verschluss der Aufbewahrungsvorrichtung geöffnet wird und zum Entleeren
des Schüttgutes aus dem Schüttgutbehälter Pneumatikgas via den ersten Pneumatikgasauslass
und den ersten Pneumatikgaseinlass in den Zwischenraum (13) zwischen dem Schutzbehälter
(2, 102, 202, 402, 502) und dem Schüttgutbehälter (3, 103, 203, 403, 503) geleitet
wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei das Schüttgut in einen an die Entleerungsvorrichtung
angeschlossenen Auffangbehälter mit einem gegenüber einem Umgebungsdruck höheren oder
niedrigeren Innendruck entleert wird.