[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung für eine Satelliten-Empfangsanlage
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus dem Stand der Technik allgemein bekannt. So beschreibt
etwa die
DE 202 11 276 der Anmelderin eine als sog. "Multischalter" bekannte Schaltvorrichtung, welche bei
Ein- oder Mehrteilnehmer-Satellitenanlagen als Verbindungsknoten zwischen den eingangsseitigen
Satellitenkonvertern (LNB) und ausgangsseitig anzuschließenden (speziell für den Satellitenempfang
konfigurierten) Receivern vorgesehen ist.
[0003] Zur Optimierung der Kabelnutzung liegen Satelliten-Empfangssignale üblicherweise
in zwei Polarisationsebenen sowie in zwei separat anzusteuernden Frequenzbändern vor,
so dass, mit jeder möglichen Kombination dieser zwei Parameter, jeder Satellit typischerweise
mit vier dieser sog. ZF-Ebenen empfangbar ist. Entsprechend weisen die gängigen, aus
dem Stand der Technik bekannten Multischalter eine Anzahl von Eingangsanschlüssen
auf, die ein Vielfaches von Vier ist.
[0004] Die im Stand der Technik bekannten Verbindungsmittel zum selektiven hochfrequenzmäßigen
Verbinden eines Anschlusses aus der Mehrzahl von Eingangsanschlüssen mit einem Anschluss
aus der Mehrzahl von Ausgangsanschlüssen erkennen dann aus dem am Ausgangsanschluss
anliegenden Receiversignal, welcher der Eingangsanschlüsse, entsprechend einer ZF-Ebenen-Belegung,
anzuschließen ist. Typischerweise ist dieses Verbindungsschema genormt und wird durch
sog. Schaltkriterien (nämlich Steuerinformationen des Receivers) ausgewählt. Dabei
sind traditionell analoge Schaltkriterien möglich, wobei die Auswahl der benötigten
ZF-Ebene durch einen 14/18-Volt-Gleichspannungspegel ausgewählt wird, zusätzlich oder
alternativ wird ein Niederfreuenz-Tonsignal (üblicherweise 22 KHz) verwendet. Alternativ
oder ergänzend verwenden digitale Schaltkriterien nach dem sog. DISEqC-Standard ein
moduliertes 22 KHz-Signal.
[0005] Bei einer solchen, als gattungsbildend vorausgesetzten Schaltvorrichtung besteht
das Problem, dass bei typischerweise unmittelbar einem Eingangsanschluss nachgeschalteter
Verstärkung (noch vor dem eigentlichen Umschalten) das Eingangssignal dann durch die
Verstärkung beeinträchtigt (also etwa verrauscht) an nachgeschaltete Kaskaden der
gattungsbildenden Vorrichtungen bereitgestellt werden kann, was insbesondere bei größeren
Anlagen zu Qualitäts- und Leistungseinbußen führt. Darüber hinaus sorgt die bekannte
Verstärkung dafür, dass eine individuelle Anpassung an jeweilige Teilnehmeranschlüsse
(Ausgangsanschlüsse im Sinne der Erfindung) problematisch ist, da teilnehmerseitig
üblicherweise verschiedene Dämpfungsverhältnisse (bereits bedingt durch verschiedene
Leistungslängen) vorliegen, mithin also ungleiche Signalpegel an den jeweiligen Endgeräten
anliegen. Dieses Problem entsteht gerade im Zusammenhang mit Mehrfamilienhäusern od.dgl.
Objekten, bei welchen mehrere Parteien eine Schaltvorrichtung teilen, die dann mehr
oder weniger zentral (oftmals aber auch im Keller) angeordnet ist, was dann teils
drastisch unterschiedliche Leitungslängen bedingt. Da jedoch insbesondere die vorliegende
Satelliten-Zwischenfrequenzen derart hochfrequent sind, dass sich die Leitungslängen
der üblicherweise verwendeten Koaxialkabel in signifikanten Unterschieden im Dämpfungsverhalten
niederschlagen, führt eine wie aus dem Stand der Technik bekannte eingangsseitige,
einheitliche Verstärkung zu uneinheitlicher Signalqualität des im Objekt verteilten
Satelliten-ZF-Signals.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es entsprechend, eine verbesserte Kaskadierbarkeit
gattungsgemäßer Schaltvorrichtungen zu ermöglichen, darüber hinaus für individuelle
Teilnehmeranschlüsse jeweils vergleichbare Signalpegel sicherzustellen, so dass damit
Installations- und Konfigurationsaufwand eine Anlage vor Ort drastisch verhindert
werden können.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Vorrichtung mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst;
vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0008] In erfindungsgemäß vorteilhafter Weise ist zunächst vorgesehen, dass ausgangsanschluss-individuelle
Verstärkungs- bzw. Dämpfungseinheiten zwischen den hochfrequenzmäßigen Verbindungsmitteln
und dem betreffenden Ausgangsanschluss vorgesehen sind, so dass, zur Überwindung des
eingangs beschriebenen Problems, individuell für einen so geschalteten Ausgangsanschluss
eine Verstärkung bzw. Dämpfung einstellbar ist, insoweit für die jeweiligen der Ausgangsanschlüsse
vergleichbare Pegel durch das Einstellen des Verstärkungs- bzw. Dämpfungsverhaltens
bestimmt werden können.
[0009] Dabei ist es einerseits von der Erfindung umfasst, die Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit
als den hochfrequenzmäßigen Verbindungsmitteln nachgeschaltete, geeignet einstellbare
Verstärkungseinheit oder als Verstärkungseinheit mit konstantem, fest eingestelltem
Verstärkungsverhalten und zugeordnetem, bevorzugt nachgeschaltetem und einstellbaren
Dämpfungsglied zu realisieren, andererseits ist es von der Erfindung umfasst, eine
(bevorzugt konstante) Verstärkung zwischen Eingangsanschluss und den hochfrequenzmäßigen
Verbindungsmitteln vorzusehen, während diesen nachgeschaltet, in Richtung auf den
betreffenden Ausgangsanschluss, dann ein einstellbares Dämpfungsglied vorgesehen ist.
[0010] Im Hinblick auf eine vereinfachte Fertigbarkeit und einfache Einstellbarkeit des
Verstärkungs- bzw. Dämpfungsverhaltens ist es zudem von Vorteil, eine Verstärkung
mit konstantem Verstärkungsfaktor vorzusehen und die Dämpfung einstellbar zu gestalten,
wobei weiter vorteilhaft ein solches Dämpfungsglied stufenweise und mit geeigneten
(geeichten) Dämpfungswerten einstellbar ist (jeweils für einen der betreffenden Ausgangsanschlüsse).
[0011] In praktisch besonders bedeutsamer Weise, insbesondere zur Unterstützung einer Einrichtung
und Installation einer erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, eine solche, weiterbildungsgemäß vorgesehene stufenweise Einstellung des
Dämpfungsverhaltens mittels eines gehäuseextern betätigbaren Einstellelements zu realisieren,
welches, etwa in der Art eines vom Gehäuse extern zugänglichen Mehrstufenschalters,
mit einer auf eine Gehäuseaußenfläche vorgesehenen, geeignet zugeordneten Dämpfungswertskala
zusammenwirkt.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass, neben der
erfindungsgemäßen selektiven Verbindung von Eingangsanschlüssen mit Ausgangsanschlüssen,
die Eingangsanschlüsse -- bevorzugt parallel -- ohne zwischengeschaltete Verstärkung
und/oder Dämpfung zu jeweils zugeordneten Durchleitungsanschlüssen durchgeleitet werden,
welche weiter bevorzugt zudem an einer Gehäusestirnseite des (ideal flach realisierten)
Gehäuses vorgesehen sind, gegenüberliegend den ebenfalls an einer Gehäusestirnseite
vorgesehenen Eingangsanschlüssen. Auf diese Weise ist in weiterbildungsgemäß günstiger
und in praktisch eleganter Weise eine Kaskadierung einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen
Schaltvorrichtungen möglich, etwa dergestalt, dass eine Mehrzahl aufeinanderfolgender
Schaltvorrichtungen in einer Reihe installiert werden kann und den Durchleitungsanschlüssen
einer ersten Schaltvorrichtung die Eingangsanschlüsse einer nachfolgenden zweiten
Schaltvorrichtung zur jeweiligen Verbindung gegenüberstehen; auf diese Weise lässt
sich dann ein Gesamtsystem mit einer Gesamtzahl von jeweils geeignet mit den (gemeinsamen)
Eingangsanschlüssen hochfrequenzmäßig verbindbaren Ausgangsanschlüssen realisieren,
welches nur durch die Anzahl der Schalteinheiten und die Anzahl der davon jeweils
angebotenen Ausgangsanschlüsse begrenzt ist, wobei spätestens mit einer solchen Kaskade
der Vorteil der erfindungsgemäßen, individuell-ausgangsanschluss-spezifischen Verstärkung
bzw. Dämpfung, unbeeinflusst von einer zentralen Verstärkung und den damit verbundenen
Nachteilen der Signalqualität, deutlich werden sollte.
[0013] Zur weiteren Erhöhung der Flexibilität der vorliegenden Erfindung ist es weiterbildungsgemäß
vorgesehen, dass den Eingangsanschlüssen mindestens ein zusätzlicher Eingangsanschluss
zum Empfangen eines terrestrischen Fernsehsignals zugeordnet ist. Dieses terrestrische
Signal wird weiterbildungsgemäß ebenfalls an einen zugeordneten Durchleitungsanschluss
durchgeschleift, gleichzeitig liegt dieses terrestrische Fernsehsignal des zusätzlichen
Eingangsanschlusses an mindestens einem, bevorzugt an allen der Ausgangsanschlüsse
an, jedoch unbeeinflusst von der erfindungsgemäßen Verstärkungs- und/oder Dämfpungseinheit
(da terrestrische Fernsehsignale im Frequenzbereich niedriger als Satelliten-ZF-Signale
liegen, wirken sich die nachteiligen Dämpfungsverluste, etwa durch Koaxial-Leitungslängen,
nicht so sehr aus).
[0014] Zusätzlich weiterbildungsgemäß ist die erfindungsgemäße Schaltvorrichtung so realisiert,
dass die verwendeten aktiven Elektronik-Bauelemente, nämlich insbesondere die für
die Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit verwendeten (und dort insbesondere die
Verstärkung betreffenden) keine gesonderte Betriebsspannungsversorgung aufweisen,
etwa mittels eines im Gehäuse vorgesehenen oder gehäuseextern zugeordneten Netzteils.
Vielmehr wird weiterbildungsgemäß diese Betriebsspannung unmittelbar aus dem (üblicherweise
über den angeschlossenen Receiver) an den Ausgangsanschlüssen anliegenden Gleichspannungs-
bzw. Niederfrequenzsignal generiert. Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme erhöht
sich die Flexibilität und Einsetzbarkeit der vorliegenden Erfindung deutlich, nicht
zuletzt als, etwa bei kaskadiertem (s.o.) Vorsehen einer Mehrzahl von Schaltvorrichtungen,
nicht länger und mit zusätzlichem Aufwand eine Netzspannungsversorgung angeschlossen
bzw. verkabelt werden muss.
[0015] Insbesondere das Realisieren der Erfindung in einem flachen Gehäuse ermöglicht zudem
neben dem weiterbildungsgemäßen, reihenartigen Kaskadieren einer Mehrzahl von Schaltvorrichtungen
über jeweils einander zugeordnete Eingangs- bzw. Durchleitungsanschlüsse benachbarter
Vorrichtungen auch das Aufeinanderstapeln einer Mehrzahl von Schaltvorrichtungen in
der Installation bzw. Montage. Zu diesem Zweck sind weiterbildungsgemäß geeignete
Rahmenelemente (separat oder am Gehäuse ansitzend) vorgesehen. Insbesondere wenn eine
solche Anordnung dann noch zusätzliche Mittel zur gesteuerten Auswahl eines aus einer
Mehrzahl von Ausgangsanschlüssen aufeinanderliegender Schaltvorrichtungen (ermöglicht
nach dem DISEqC-Standard) vorsieht, besteht größtmögliche Flexibilität und Adaptierbarkeit
an verschiedenste Einsatz- und Verteilbedingungen für das Satelliten-ZF-Signal.
[0016] Im Ergebnis liegt mit der vorliegenden Erfindung eine ausgesprochen elegante und
flexible Lösung vor, mit welcher die Flexibilität der bekannten Multischalter-Technologie
im Hinblick auf die ausgangsseitigen Signalbedingungen, auch in Einsatzumgebungen
mit stark unterschiedlichem Dämpfungsverhalten auf Teilnehmerseite, optimiert und
vereinheitlicht werden kann.
[0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen; diese
zeigen in:
- Fig. 1:
- ein schematisches Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2:
- eine Draufsicht auf das die Funktionselemente der Fig. 1 aufnehmende Gehäuse und
- Fig. 3:
- ein Detailschaltbild zur Illustrierung einer jedem Ausgangsanschluss individuell zugeordneten
Abfolge aus (konstantem) Verstärker, einstellbarem Dämpfungsglied und Filtereinheit.
[0018] Das in der Fig. 2 in der Draufsicht gezeigte, von oben auf seine Flachseite gezeigte
Gehäuse 10 mit randseitig ansitzenden Gehäuse-Rahmenelementen 12 (zur Befestigung
etwa an einer Wand od.dgl.) weist die in Fig. 1 von der Umrandung (entsprechend dem
Gehäuse 10) gezeigten Funktionseinheiten und Anschlüsse auf: Zum Anschluss an eine
Satelliten-Konvertereinheit (LNB) 14 weist das Gehäuse zunächst vier Koaxial-Eingangsanschlüsse
E1 bis E4 auf (siehe auch obere Gehäuse-Flachseite der Fig. 2), zusätzlich ist diesen
ein terrestrischer Eingangsanschluss T1 zum Anlegen eines terrestrischen Hochfrequenz-Fernsehsignals
zugeordnet. Die Anschlüsse E1 bis E4 sowie T1 sind auf jeweils zugehörige, an einer
gegenüberliegenden Gehäusestirnseite des Gehäuses 10 vorgesehene Durchleitungsanschlüsse
D1 bis D4 (zusätzlich durch Leitungsanschluss DT für das terrestrische Signal) durchgeschleift,
ohne dass zwischen den Eingangsanschlüssen und den Durchgangsanschlüssen eine Signalmanipulation,
etwa durch Verstärkung und/oder Dämpfung, stattfindet. (Das Blockschaltbild der Fig.
1 zeigt als Verbindung zur Außenseite lediglich die Satelliten-Eingangsanschlüsse
E1 bis E4 sowie Durchleitungsanschlüsse D1 bis D4. In der symbolischen Darstellung
der Fig. 1 sind stattdessen zur Verdeutlichung der Funktionalität die terrestrischen
Signale des Anschlusses T1 jeweils bereits unmittelbar an allen Ausgangsanschlüssen
A1 bis A4 anliegend gezeigt).
[0019] In ansonsten bekannter Weise, vgl. zur Offenbarung etwa die zum Stand der Technik
zitierte
DE 202 11 276, erfolgt mittels einer Umschaltmatrix 16 als Reaktion auf an den jeweiligen Ausgangsanschlüssen
A1 bis A4 anliegende Steuersignale (etwa gleichspannungs- bzw. niederfrequente Steuersignale
der analogen Schaltkriterien und/oder DISEqC-Steuersignale nach digitalen Schaltkriterien,
s.o.) eine jeweilige, teilnehmerspezifische Zuordnung zwischen Eingangsanschluss E
i (i= 1...4) und Ausgangsanschluss A
i (im gezeigten Ausführungsbeispiel mit vier Eingangsanschlüssen wäre es beispielsweise
möglich, die vier Kombinationen aus Frequenzband-Polisationsebene eines Satelliten,
z.B. Astra, auswählbar zu verteilen).
[0020] Im Gegensatz zum Stand der Technik erfolgt beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
jedoch keine Verstärkung des Eingangssignals zwischen Eingangsanschlüssen und Umschaltmatrix
16, vielmehr weist jeder zwischen der Umschaltmatrix 16 und den Ausgangsanschlüssen
A1 bis A4 liegender Zweig eine Reihenschaltung von Verstärkereinheit 18, schaltbarem
Dämpfungsglied 20 (zur besseren Verdeutlichung in der Fig. 1 im Zweig zu A4 vergrößert
gezeigt) sowie Kopplungs- bzw. Filtereinheit 21 (Details sind hierzu dann in Fig.
3 gezeigt) auf. Wie zudem durch die Leitungen 22 verdeutlicht, liegt das Gleichspannungs-
bzw. Niederfrequenz-Eingangssignal an A1 bis A4 zur Spannungsversorgung des LNB 14,
hochfrequenzmäßig getrennt durch entsprechende Drosselelemente, an.
[0021] Die Schaltbilddarstellung der Fig. 3 verdeutlicht den hochfrequenzmäßigen Signalpfad
zwischen Umschaltmatrix 16 und einem jeweiligen der Ausgangsanschlüsse A
i: Das gemäß Ansteuerung der Umschaltmatrix geeignet ausgewählte Satelliten-Eingangssignal
an den Anschlüssen E1 bis E4 wird zunächst mittels einer (typischerweise durch einen
integrierten Schaltungsbaustein realisierte) Verstärkungseinheit 18 mit konstantem
Verstärkungsfaktor verstärkt, bis dieses Signal dann in der einstellbaren Dämpfungseinheit
20 durch Betätigung eines Drehschalters 24 (dieser ist gehäuseextern von der flachen
Oberseite des Gehäuses 10 zugänglich, vgl. Fig. 2, und wird dort mit einer nicht näher
gezeigten Skalierung zusammen) betätigbar ist, und zwar dergestalt, dass durch Einstellen
des Drehschalters 24 auf eine von vier abgestuft vorgesehenen Widerstandswerten der
Widerstandsanordnung 26 eine Arbeitspunkteinstellung für PIN-Dioden 28 erfolgt (also
der Strom durch die Dioden eingestellt wird); die LED 30 dient als Spannungsreferenz
und zeigt den Betriebszustand an; die den PIN-Dioden zugeordneten Kapazitäten verhindern
schädliche Resonanz.
[0022] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist, der Dämpfungseinheit 20 nachgeschaltet, noch
eine Koppel- und Filtereinheit 21 vorgesehen; das Satelliten-ZF-Signal, geeignet eingestellt
gedämpft durch die Einheit 20, gelangt über eine mehrstufige Filteranordnung zu einem
jeweiligen der Ausgangsanschlüsse A1 bis A4; gezeigt ist ferner, wie das terrestrische
Signal des zusätzlichen Eingangsanschlusses T1 in seinem Frequenzbereich unmittelbar
angekoppelt an dem jeweiligen Ausgangsanschluss anliegt, nicht verstärkt und nicht
gedämpft. Der in der Fig. 3 gezeigte Ausschnitt aus der Anordnung der Fig. 1 zeigt
nicht den (ansonsten bekannten) Signalpfad für das Gleichspannungs- bzw. NF-Auswahlsteuersignal
zwischen Ausgangsanschluss und Umschaltmatrix 16.
1. Schaltvorrichtung für eine Satelliten-Empfangsanlage mit
einer Mehrzahl von zum Verbinden mit Satelliten-Zwischenfrequenzkonvertern (14) ausgebildeten
Eingangsanschlüssen (Ei) und
einer Mehrzahl von zum Verbinden mit jeweils einem nutzerseitigen Empfangsgerät ausgebildeten
Ausgangsanschlüssen (Ai),
wobei Mittel (16) zum selektiven hochfrequenzmäßigen Verbinden eines Anschlusses aus
der Mehrzahl von Eingangsanschlüssen mit einem Anschluss aus der Mehrzahl von Ausgangsanschlüssen
als Reaktion auf ein Auswahlsteuersignal vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zweien der Ausgangsanschlüsse jeweils eine individuell für einen betreffenden
Ausgangsanschluss einstellbare Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit (18, 20) vorgeschaltet
ist, die mit den Eingangsanschlüssen, den Ausgangsanschlüssen und den Verbindungsmitteln
in einem gemeinsamen Gehäuse (10) aufgenommen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit stufenweise einstellbar ist und bevorzugt
vorbestimmte und/oder geeichte Dämpfungswerte für einen an dem betreffenden Ausgangsanschluss
anliegenden Signalpegel anbietet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit mittels eines breitbandigen Hochfrequenzverstärkers
(18) konstanten Verstärkungsverhaltens, insbesondere für alle Ausgangsanschlüsse konstanten
Verstärkungsverhaltens, sowie einem diesem nachgeschalteten, gestuft schaltbaren Dämpfungsglied
(20) realisiert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einstellbare Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit von einer Außenseite des
Gehäuses durch manuell betätigbare Einstellmittel (24) einstellbar ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass den einen einer Mehrzahl von vorbestimmten Dämpfungsschritten auswählenden Einstellmitteln
eine auf einer Gehäuseaußenseite vorgesehene Dämpfungsskala zugeordnet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen, zum Anlegen eines terrestrischen Fernsehsignals ausgebildeten
Eingangsanschluss (T1), wobei das Signal des zusätzlichen Eingangsanschlusses an mindestens
zweien der Ausgangsanschlüsse, bevorzugt an allen Ausgangsanschlüssen, ohne zwischengeschaltete
Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit anliegt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Gehäuse (10) eine Mehrzahl von Durchleitungsanschlüssen (Di) aufweist,
welche so mit der Mehrzahl von Eingangsanschlüssen zusammenwirken, dass ein oder parallel
mehrere dort eingespeiste Signale unbeeinflusst durch die Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheiten
zur vorrichtungsexternen Weiterleitung, insbesondere Kaskadierung einer Mehrzahl von
Schaltvorrichtungen, nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bereitstehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse die Eingangs- sowie die Durchleitungsanschlüsse an einander gegenüberliegenden
Gehäusestirnflächen aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das flach ausgebildete Gehäuse (10) Rahmenmittel (12) zum stapelweisen Montieren
einer Mehrzahl von Gehäuses aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Ausgangsanschlüsse, bevorzugt alle der Ausgangsanschlüsse, zum
Empfangen eines extern anliegenden, insbesondere niederfrequenten und/oder Gleichspannungs-Steuersignals
ausgebildet sind und die Mittel zum selektiven hochfrequenzmäßigen Verbinden das anliegende
Steuersignal als das Auswahlsteuersignal verarbeiten.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebsspannung für die Verstärkungs- und/oder Dämpfungseinheit der Schaltvorrichtung
aus einem extern an mindestens einem der Ausgangsanschlüsse anliegenden niederfrequenten
und/oder Gleichspannungs-Signal erzeugt wird, wobei der Schaltvorrichtung keine darüber
hinausgehende Betriebsspannungsversorgungseinheit zugeordnet ist.