[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Prägefolie sowie eine zugehörige Trägerfolle
für die Prägung von Oberflächenstrukturen in Gegenständen, Insbesondere Platten zum
Beispiel Holzfaserplatten. Die Erfindung betrifft ferner eine Pressvorrichtung und
eine Verwendung der Prägefolie. Durch die Struktur wird beispielsweise bei Paneelen
der Eindruck erweckt, dass sie aus natürlichem Holz bestehe, und es wird so die Wertigkeit
von Echtholzparkett vermittelt. Ferner kann die Struktur dazu dienen, die Spiegeleigenschaften
herabzusetzen und die Robustheit der Fläche zu erhöhen, da diese im Gegensatz zu Hochglanzoberflächen
kratzunempfindlicher sind.
[0002] Mit Hilfe einer Prägefolle werden Strukturen bspw. In Kunstleder oder in die Oberfläche
eines Laminatpaneels für den Bodenbelag eingebracht. Die aus dem Stand der Technik
bekannten Prägefolien werden auch Strukturgeberpapiere genannt und werden u.a. zur
Herstellung von Arbeitsplatten, Fensterbänken sowie auf dem Gebiet der Möbelindustrie
verwendet. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Strukturgeberpapier nach dem Stand der
Technik nicht hinreichend hitzebeständig bzw. nicht ausreichend wärmeleitfähig ist.
Die Strukturgeberpapiere nach dem Stand der Technik weisen ein Flächengewicht von
60 bis 250 g/m
2 Papier auf und weisen nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf. Aufgrund dieses Mankos
muss langsam gepresst werden, was letztlich die Produktionskosten erhöht.
[0003] So ist bisher relativ erfolglos versucht worden, die Strukturen mittels der herkömmlichen
Strukturgeberpapieren in einer kontinuierlichen Herstellung mit einer Doppelbandlaminieranlage
oder in einer Kurztaktpresse auf ein Laminatpaneel aufzubringen. Dies gilt umso mehr
für in Direktbeschichtungsverfahren hergestellte Laminatpaneele. Bei der Direktbeschichtung
wird das Dekorpapier zusammen mit der abriebfesten Schicht und dem Overlay und der
Platte unmittelbar verpresst. Im anderen Fall wird zunächst die oberste Schicht hergestellt
und diese mit der Platte verleimt.
[0004] Die bekannten kontinuierlichen Verfahren zur Laminatherstellung setzen umlaufende,
metallene Pressbänder mit strukturierter Oberfläche, beispielsweise mit Perl- oder
Rasterstruktur, ein, die beim Verpressen mit dem Laminatpaneele prägend auf dessen
obere Schicht, beispielsweise den Overlay, einwirken. Diese Vorgehensweise weist jedoch
zahlreiche Nachteile auf. U.a. müssen die Bänder öfters aus Verschleißgründen gewechselt
werden, was den Verpressvorgang nachteilig unterbricht. Darüber hinaus ist die Struktur
nicht ausreichend gleichmäßig, weist Fehlstellen cuf und die Oberfläche des so bearbeiteten
Laminatpaneels verliert nach einer solchen Behandlung oft Glanz.
[0005] Das Dokument
DE 32 49 394 A1 beschreibt ein Prägeband mit Prägestruktur für die Herstellung von Schichtpressstoffen.
Das Prägeband besteht dabei aus zwei Bahnen einer metallischen Folie zwischen die
eine sogenannte Beiläuferbahn eingesetzt ist, die aus einer Gewebeschicht aus Jute,
Textilfasern, Pergament, Büttenpapier, Glasfaservlies, Metallgewebe oder ähnlichen
Materialien sein kann. Die Zwischenschicht drückt sich bei einem Pressvorgang in die
Metallfolie ein, von der sie von beiden Seiten umschlossen ist. Alternativ kann das
metallische Prägeband auch über Strukturwalzen, thermisches Spritzen einer Metalllegierung
oder mittels einer Ätzgravur mit einer gewünschten Dekorstruktur versehen werden.
[0006] Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 35 42 044 A1 betrifft ein Verfahren zum Massivprägen kleiner metallischer Werkstücke, beispielsweise
Münzen. Das Verfahren beruht auf der Erkenntnis, dass zum Prägen von Metall selbst
weiche Materialien wie beispielsweise Papier oder Pappe, gut geeignet sind. Die
DE 35 42 044 schlägt daher vor, als Prägematerial entsprechend zurechtgeschnittene Papiere zu
verwenden, die mittels eines glatten Pressstempels auf das metallische zu prägende
Werkstück aufgebracht und eingedrückt werden. Durch den hohen Pressdruck wird das
Papier bis zur Volumenbeständigkeit verdichtet, so dass es in den metallischen Werkstoff
eindringen muss und darin eine gewünschte Struktur hinterlässt.
[0007] Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Nachteile ist es daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung eine Prägefolie sowie eine zugehörige trägerfolie zu schaffen, die eine
im Vergleich verbesserte Strukturprägung auf Laminatpaneele ermöglicht. Diese Aufgabe
wird durch die gattungsgemäße trägerfolie mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine
zugehörige Prägefolie gemäß Anspruch 6, eine Pressvorrichtung gemäß Anspruch 8 sowie
der Verwendung der Prägefolie gemäß Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Trägerfolie dient als Trägerfolie für eine Prägefolie. Eine
Prägefolie ist zur prägenden Aufbringung von Strukturen auf eine Oberfläche eines
Gegenstandes geeignet. Erfindungsgemäß handelt es sich bei den Gegenständen um Laminatpaneele.
Die erfindungsgemäße Trägerfolie weist Papier auf. Dadurch kann die Folie einerseits
besonders einfach und preiswert hergestellt werden, u.a. weil die Vorrichtungen zur
Bearbeitung von Papier in der Holzfaserplattenindustrie bereits vorhanden sind. Ferner
weist das verwendete Papier den Vorteil auf, keine Beschädigungen an den Präge- bzw,
Pressvorrichtungen, wie Pressbänder zu hinterlassen. Ferner schützt das Papier die
Oberfläche des Gegenstandes vor unerwünschten Einwirkungen der Prägevorrichtung auf
die Oberfläche des Gegenstandes. Beispielsweise bleibt bei einem Laminatpaneel der
Oberflächenglanz erhalten, da die metallenen Bandpressen nicht unmittelbar auf die
oberste Schicht, meist das sogenannte Overlay, einwirken.
[0009] Erfindungsgemäß weist die trägerfolie einen oder mehrere metallische Zusätze in Form
von Partikeln auf. Dadurch wird erreicht, dass einerseits die Festigkeit der Folie
insbesondere beim Prägevorgang verbessert wird. Andererseits verbessern die metallischen
Zusätze die Wärmeleitfähigkeit der Trägerfolie. Die beim Prägen auftretende Wärme
kann so besser abgeleitet werden. Ferner wird die Trägerfolie im Vergleich hitzebeständiger.
Mit der erfindungsgemäßen Trägerfolle können Strukturen in einer kontinuierlichen
Herstellung mit einer Doppelbandlaminieranlage oder In einer Kurztaktpresse auf ein
Laminatpaneel aufgebracht werden. Ferner können im Direktbeschichtungsverfahren hergestellte
Laminatpaneele unmittelbar mit einer Struktur versehen werden. Bei der Direktbeschichtung
wird das Dekorpapier zusammen mit der abriebfesten Schicht und dem Overlay und der
Platte unmittelbar verpresst. Die zum Aushärten der verwendeten Harze notwendige Hitze
ist unschädlich für die Trägerfolie. Punktuell auftretende Überhitzung und damit verbundene
Rissbildung können sogar vorteilhaft aufgrund der vergleichsweise guten Wärmeleitfähigkeit
abgeleitet werden. Die metallischen Zusätze können in Form einer Dispersion auf der
Prägefolie bzw. dem Papier aufgebracht werden und in einem Walzenpressvorgang in die
Folie bzw. das Papier hineingepresst werden.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Prägefolie weist diese Zusätze
aus Aluminium auf. Beispielsweise wird In die Folie Aluminium in Form von feinsten
Teilen mit einer Korngröße von durchschnittlich 500 nm bis 500 µm eingebracht. Die
Verwendung von Aluminium hat sich im Hinblick auf die verbesserte Wärmeleitfähigkeit
als besonders geeignet erwiesen. Die Wärmeleitfähigkeit wird geeignet verbessert.
Dies ermöglicht kürzere Presszelten, also höhere Geschwindigkeiten bei Doppeibandpressen.
[0011] In einer Ausführungsform wurde Material der Handelsbezeichnung Aluminiumslurry 8009/191
verwendet. Dies weist einen Aluminiumgehalt von 16,2 Gew.-%, eine Teilchengröße von
einigen µm, einen Feststoffgehalt von 32,8 Gew.-%, eine Viskosität (Ford, 4 mm) von
144 s, eine Dichte von 1,12 g/cm
3 und einen pH-Wert von 8,5 auf.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung weist die Trägerfolle ein Acrylat auf. Durch das
Acrylat wird die mechanische Stabilität der Trägerfolie erhöht. Das Acrylat kann in
Form einer Dispersion auf der Trägerfolie bzw. dem Papier aufgebracht werden und in
einem Walzenpressvorgang in die Folie bzw. das Papier hineingepresst werden. Durch
die hohe mechanische Stabilität kann die Trägerfolie den Prägevorgang mehrfach durchlaufen.
Es hat sich gezeigt, dass im Direktbeschichtungsverfahren für Laminatpaneele die Trägerfolie
den Pressvorgang bis zu 30mal ohne feststellbare Verschlechterung durchlaufen kann.
Theoretisch sollte ein bis zu 60maliger Durchlauf mit der Trägerfolle erreichbar sein,
wodurch die Produktionskosten gesenkt werden können. Darüber hinaus kann die Stärke
der Folie reduziert werden, ohne deren ausreichende Stabilität zu gefährden. Dadurch
wird zusätzlich vorteilhaft deren Wärmeleitfähigkeit gesteigert, sowie die Produktionskosten
gesenkt. So kann das Flächengewicht des als Trägerfolle verwendeten Papiers deutlich
reduziert werden.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird ein temperaturbeständiges Acrylat
verwendet. Temperaturbeständig ist ein Acrylat im Sinne der Erfindung, wenn dieses
In einer Presse, die bei 185 °C betrieben wird, eingesetzt werden kann. Als geeignet
hat sich die Acrylatmischung "Induprint PAC 907" der Indulor Chemie GmbH / Ankum in
Deutschland erwiesen. Dabei handelt es sich nach den Angaben des Herstellers um eine
Dispersion auf Basis von Methacrylsäureestern, welche carboxyllert wurden. Es weist
nach DIN ISO 1625 einen Feststoffgehalt von 39-41%, eine Viskosität bei 20°C (DIN53019-1
Contraves-Rheometer STV, MS: A3) von weniger als 100 mPa·s, einen ph-Wert (DIN ISO
976) von 4,0 bis 5,0 sowie eine Säurezahl (DIN ISO 2114) bezogen auf die Dispersion
von 50 - 60 mg KOH/g auf.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Folie bzw. das Papier ein Flächengewicht
von weniger als 60 g/m
2, Insbesondere von etwa 30 g/m
2, aufweist. Dadurch können die Produktionskosten deutlich gesenkt werden.
[0015] Die Erfindung betrifft ferner eine Prägefolie. Die erfindungsgemäße Prägefolie weist
eine Trägerfolie gemäß den zuvor beschriebenen Ausführungsformen also auch mit den
ebenfalls zuvor beschriebenen vorteilhaften Wirkungen auf. Ferner ist eine auf der
Trägerfolle aufgebrachte Oberflächenstruktur vorgesehen, welche geeignet ist, beim
Verpressen mit einer Oberfläche eines Gegenstandes einen Negativabdruck der Struktur
in die Oberfläche des Gegenstandes zu prägen. Der Gegenstand ist erfindungsgemäß ein
Laminatpaneel, d.h. eine Platte, die in ihrem Kern phenolharzhaltigen Zellstoffbahnen
und Melaminharz getränkte Papiere an den Oberseiten aufweist. Die Oberflächenstruktur
kann so ausgestaltet sein, dass deren Negativabdruck geeignet ist, die Oberflächenunebenheiten
oder Rissbildung einer Holzmaserung zu imitieren. Ferner kann die Oberflächenstruktur
ein unregelmäßiges Muster strichförmiger, perlförmiger oder rasterförmiger Unebenheiten
aufweisen. Es obliegt dem Fachmann, die Ausgestaltung der Struktur entsprechend der
visuellen und physikalischen Anforderungen an die Platte anzupassen. Die Prägefolie
ist geeignet, beim Verpressen mit einer Oberfläche der Platte einen Negativabdruck
seiner Struktur in die Oberfläche der Platte, insbesondere sein Overlay, zu prägen.
[0016] Die Prägefolie weist den Vorteil auf, dass deren Verwendung beim Prägen besonders
wartungsarm ist. Ferner kann Ihre Verwendung die Verpressung mit einer Bandpresse
wesentlich vereinfachen. Gegenüber den mit metallenen, strukturierten Bändern einer
Bandpresse bearbeiteten Oberflächen sind die Strukturen, die durch die erfindungsgemäße
Prägefolie hergestellt werden, besonders gleichmäßig und Fehlstellen treten nicht
auf. Ferner sorgt die gegenüber kontinuierlich umlaufenden, strukturierten Bändern
einer Bandpresse geringere Anzahl von Verwendungen der Prägefolie für gleich bleibende
Resultate im Negativabdruck. Ferner weist das verwendete Papier den Vorteil auf, keine
Beschädigungen an den Prägevorrichtungen, wie Pressbänder zu hinterlassen. Ferner
schützt das Papier die Oberfläche des Gegenstandes vor unerwünschten Einwirkungen
der Prägeeinrichtung auf die Oberfläche des Gegenstandes. Beispielsweise bleibt bei
einem Laminatpaneel der Oberflächenglanz erhalten, da die metallenen Bandpressen nicht
unmittelbar auf die oberste Schicht, meist das sogenannte Overlay, einwirken.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Oberflächenstruktur von einer weiteren
auf der Trägerfolie aufgebrachten Schicht umfasst. Beispielsweise Ist auf der Trägerfolie
ein Lack aufgebracht, in den die gewünschten Strukturen hineingeprägt wurden, um dann
später selber prägend wirken zu können. Hierbei kommen üblich aus dem Stand der Technik
bekannte Verfahren zur Anwendung.
[0018] Handelsübliche, Elektronenstrahl härtende Lacke werden bevorzugt verwendet, da diese
sich als geeignet herausgestellt haben.
[0019] Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung einer Trägerfolie beschrieben, wobei eine
Dispersion aus Acrylat und metallischen Partikeln In die Trägerfolie eingepresst wird.
Die metallischen Partikel und das Acrylat werden In Form einer Dispersion auf der
Prägefolie bzw. dem Papier aufgebracht und beispielsweise In einem Walzenpressvorgang
In die Folie bzw. das Papier hineingepresst werden. Durch die metallischen Partikel
wird erreicht, dass einerseits die Festigkeit der Folie Insbesondere beim Prägevorgang
verbessert wird. Andererseits verbessern die metallischen Zusätze die Wärmeleitfähigkeit
der Trägerfolie, Beispielsweise wird in die Folie Aluminium mit einer Korngröße von
1 bis 160 µm eingebracht.
[0020] In einer Ausführungsform wurde Material der Handelsbezeichnung Aluminiumslurry 8009/191
verwendet. Dies weist einen Aluminiumgehalt von 16,2 %, eine Teilchengröße von einigen
µm, einen Feststoffgehalt von 32,8 %, eine Viskosität (Ford, 4 mm) von 144 s, eine
Dichte von 1,12 g/cm
3 und einen pH-Wert von 8,5 auf. Durch das Acrylat wird die mechanische Stabilität
der Trägerfolie erhöht. Das Acrylat wird In Form einer Dispersion auf der Trägerfolie
bzw. dem Papier aufgebracht und in einem Walzenpressvorgang In die Folie bzw. das
Papier hineingepresst. Durch die hohe mechanische Stabilität kann die Trägerfolie
den Prägevorgang mehrfach durchlaufen. Es kann In einer Ausführungsform eine gemeinsame
Dispersion aus Acrylat und metallischen Partikeln, Insbesondere aus Aluminium, hergestellt
werden.
[0021] Bei einem Rohpapier von 30 g/m
2 beträgt der Anteil an aufgetragener Dispersion typischerweise 5 bis 60 g/m
2, so zum Beispiel 15 g/m
2, Die Endmasse liegt dann beispielsweise bei 45 g/m
2. Mit einem Nipdruck von einigen bar, so zum Beispiel 5 × 10
4 N/m
2 bis 5 × 10
5 N/m
2 (0,5 bis 5 bar), typischerweise 1,5 × 10
5 N/m
2 (1,5 bar) wird die Dispersion In das Papier gepresst.
[0022] Die Erfindung betrifft ferner eine Pressvorrichtung zur prägenden Aufbringung einer
Oberflächenstruktur auf einen Gegenstand. Es sind erfindungsgemäß Mittel zur Ausübung
von Pressdruck auf eine In der Pressvorrichtung angeordneten Gegenstand vorgesehen.
Ferner ist wenigstens teilweise zwischen den Mitteln und dem Gegenstand eine Prägefolie
In einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen angeordnet. Die Pressvorrichtung
mit einer Prägefolie gemäß den oben beschriebenen Ausgestaltungen weist den Vorteil
auf, dass durch deren Verwendung der Verpressvorgang besonders wartungsarm durchzuführen
ist. Ferner kann ihre Verwendung das Prägeergebnis dahingehend wesentlich verbessern,
dass die Oberflächenstruktur besonders gleichmäßig ist. Ferner sind metallische Zusätze
bzw. Partikel, insbesondere Aluminiumpartikel, in der zur Prägefolie gehörenden Trägerfolie
vorgesehen. Diese verbessern die Wärmeleitfähigkeit der Prägefolie. Die beim Verpressen
auftretende bzw. erzeugte Wärme zum Aushärten der verwendeten Harze kann so besser
aus der Platte abgeleitet werden. Durch Acrylat in der Trägerfolie ist diese von vergleichsweise
hoher mechanischer Stabilität und Temperaturbeständigkeit. Die Trägerfolie kann mehrfach
verwendet werden, wodurch die Produktionskosten gesenkt werden können. Darüber hinaus
kann die Stärke der Folie reduziert werden, ohne deren ausreichende Stabilität zu
gefährden. Dadurch wird zusätzlich vorteilhaft deren Wärmeleitfähigkeit gesteigert,
sowie die Produktionskosten gesenkt.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die Mittel zur Ausübung von
Pressdruck eine Bandpresse, beispielsweise eine Doppelbandpresse. Beim Gegenstand
handelt es sich um eine Holzfaserplatte. Die Prägefolie bedeckt in einer Ausgestaltung
wenigstens teilweise eine Oberfläche der Platte, die an einem der umlaufenden Bänder
anliegt. Ein umlaufendes Band der Bandpresse wirkt unmittelbar oder über ein Presskissen
auf die Prägefolie ein und presst diese zur Erzeugung der Oberflächenstruktur auf
die Oberfläche der Holzfaserplatte. Die oben beschriebene Folie weist in Kombination
mit der Bandpresse die Vorteile auf, dass die Folie synchron mit der Platte durch
die Bandpresse verarbeitet wird. Der Musterverlauf auf der Platte wird vorteilhaft
nur durch die mitlaufende Prägefolie bestimmt. Bei einem mit Prägestruktur versehenen
Band bestimmt u.a. die Länge des umlaufenden Bandes nachteilig die resultierende Struktur
auf den durchlaufenden Platten, Darüber hinaus können durch die Verwendung der erfindungsgemäßen
Prägefolie die Produktionskosten deutlich gesenkt werden, u.a. well diese auch mehrfach
verwendet werden kann.
[0024] Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung einer wenigstens teilweisen harzhaltigen
Platte mit Oberflächenstruktur, insbesondere eines Laminatpaneels beschrieben, wobei
die Platte mit einer Prägefolie in einer der oben beschriebenen Ausgestaltungen zur
Erzeugung eines Negativabdrucks in der Plattenoberfläche verpresst wird und nach dem
Verpressen die Prägefolie von der Platte gelöst wird. Die Verwendung einer Prägefolie,
gemäß den oben beschriebenen Ausgestaltungen, weist den Vorteil auf, dass durch deren
Verwendung der Verpressvorgang besonders wartungsarm durchzuführen ist. Sind ferner
metallische Zusätze, insbesondere Aluminiumpartikel, In der Prägefolie vorgesehen,
verbessern diese die Wärmeleitfähigkeit der Prägefolie. Die beim Verpressen auftretende
bzw. erzeugte Wärme zum Aushärten der verwendeten Harze kann so besser aus der Platte
abgeleitet werden.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform erfolgt die Verpressung durch eine Bandpresse.
Die oben beschriebene Folie weist In Kombination mit der Bandpresse die Vorteile auf,
dass die Folie synchron mit der Platte durch die Bandpresse verarbeitet wird. Der
Musterverlauf auf der Platte wird vorteilhaft nur durch die mitlaufende Folie bestimmt.
Bei einem mit Prägestruktur versehenen Band bestimmt u.a. die Länge des umlaufenden
Bandes nachteilig die resultierende Struktur auf den durchlaufenden Platten. Die erfindungsgemäße
Prägefolie kann besonders vorteilhaft In einer kontinuierlichen Herstellung mit einer
Doppelbandlaminieranlage eingesetzt werden. Dies gilt Insbesondere für Direktbeschichtungsverfahren,
mit denen Laminatpaneele hergestellt werden. Bei der Direktbeschichtung wird das Dekorpapier
zusammen mit der abriebfesten Schicht und dem Overlay und der Platte unmittelbar verpresst.
Bei der Herstellung mit einer Doppelbandlaminleraniage wird die Prägefolie beispielsweise
von der einen Walze abgerollt und von einer anderen Walze wieder aufgerollt. Dazwischen
befindet sich die Doppelbandiaminieranlage. Die Prägefolie wird der Doppelwandiaminleranlage
zugeführt wie die übrigen Komponenten also das Dekorpapier, das Gegenzugpapier sowie
die Platten, Wird die Prägefolie im Zusammenhang mit den Pressmitteln In einer Doppeibandiaminieranlage
eingesetzt, so schützt diese die Pressbänder vor Beschädigungen, beispielsweise durch
die abriebfeste Schicht, die üblicherweise auf dem Laminat aufgebracht ist. Die Aufarbeltung
der metallischen Bänder ist entsprechend weniger oft nötig. Auch hierdurch werden
Kosten reduziert.
1. Trägerfolie für eine Prägefolie zur Prägung von Laminatpaneelen, um in die Oberfläche
der Paneele Strukturen aufzubringen, wobei die Trägerfolie Papier aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier metallische Partikel aufweist, die in das Papier hineingepresst sind,
um die Wärmeleitfähigkeit der Trägerfolie zu verbessern.
2. Trägerfolie nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Metall Aluminium ist.
3. Trägerfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche ein Acrylat aufweist.
4. Trägerfolie nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Acrylat temperaturbeständig
ist.
5. Trägerfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Folie ein Flächengewicht
von weniger als 60 g/m2, insbesondere von etwa 30 g/m2, aufweist.
6. Prägefolie mit einer Trägerfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer
auf der Trägerfolie aufgebrachten Oberflächenstruktur, welche geeignet ist, beim Verpressen
mit einer Oberfläche eines Gegenstandes einen Negativabdruckt ihrer Struktur in die
Oberfläche des Gegenstandes zu prägen.
7. Prägefolie nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Oberflächenstruktur von einer
weiteren auf der Trägerfolie aufgebrachten Schicht umfasst ist.
8. Pressvorrichtung zur prägenden Aufbringung einer Oberflächenstruktur auf einen Gegenstand
mit Mitteln zur Ausübung von Pressdruck auf einen in der Pressvorrichtung angeordneten
Gegenstand, wobei wenigstens teilweise zwischen den Mitteln und dem Gegenstand eine
Prägefolie gemäß der Ansprüche 6 oder 7 angeordnet ist.
9. Pressvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Mittel zur Ausübung von
Pressdruck eine Bandpresse umfassen.
10. Verwendung der Prägefolie nach einem der Ansprüche 6 oder 7 zur Herstellung eines
Laminatpaneels.
11. Verwendung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verpressung durch eine Bandpresse
erfolgt.
1. Carrier foil for an embossing foil for embossing laminate panels, to apply structures
into the surface of the panels, wherein the carrier foil comprises paper, characterized in that the paper comprises metallic particles, which are pressed into the paper to improve
the heat conductivity of the carrier foil.
2. Carrier foil according to the preceding claim, wherein the metal is aluminium.
3. Carrier foil according to one of the preceding claims, which comprises an acrylate.
4. Carrier foil according to the preceding claim, wherein the acrylate is thermally stable.
5. Carrier foil according to one of the preceding claims, wherein the foil comprises
a mass per unit area of less then 60 g/m2, in particular of approximately 30 g/m2.
6. Embossing foil with a carrier foil according to one of the preceding claims, with
a surface structure applied onto the carrier foil, which, during pressing with a surface
of an object, is suitable for embossing a negative imprint of its structure into the
surface of the object.
7. Embossing foil according to the preceding claim, wherein the surface structure is
comprised by a further layer being applied to the carrier foil.
8. Pressing device for an embossed application of a surface structure onto an object
including means for exerting a pressure to an object being arranged in the pressing
device, wherein an embossing foil according to claims 6 or 7 is arranged at least
partially between the means and the object.
9. Pressing device according to the preceding claim, wherein the means for exerting a
pressure comprises a belt press.
10. Use of the embossing foil according to one of the claims 6 or 7 for producing a laminate
panel.
11. Use according to the preceding claim, wherein the pressing is achieved by means of
a belt press.
1. Feuille support pour une feuille d'estampage permettant d'estamper des panneaux stratifiés
afin d'appliquer des structures sur la surface supérieure des panneaux, la feuille
support comportant du papier, caractérisé en ce que le papier comporte des particules métalliques qui sont introduites dans le papier
par pression afin d'améliorer la conductibilité thermique de la feuille support.
2. Feuille support selon la revendication précédente, le métal étant de l'aluminium.
3. Feuille support selon une des revendications précédentes, lequel comporte un acrylate.
4. Feuille support selon la revendication précédente, l'acrylate étant thermostable.
5. Feuille support selon une des revendications précédentes, la feuille possédant un
poids surfacique inférieur à 60 g/m2, en particulier d'environ 30 g/m2.
6. Feuille d'estampage avec une feuille support selon une des revendications précédentes,
avec une structure de surface appliquée sur la feuille support, laquelle feuille d'estampage
étant apte, lorsqu'elle est appliquée sous pression contre une surface d'un objet,
à laisser une empreinte négative de sa structure dans la surface de l'objet.
7. Feuille d'estampage selon la revendication précédente, la structure de surface étant
entourée d'une autre couche appliquée sur la feuille support.
8. Dispositif de pressage pour appliquer par estampage une structure de surface sur un
objet, comprenant des moyens pour exercer une pression de pressage sur un objet disposé
dans le dispositif de pressage, une feuille d'estampage selon les revendications 6
ou 7 étant disposée au moins partiellement entre les moyens et l'objet.
9. Dispositif de pressage selon la revendication précédente, les moyens comprenant une
presse à bande pour exercer une pression de pressage.
10. Utilisation de la feuille d'estampage selon une des revendications précédentes 6 ou
7 pour fabriquer un panneau stratifié.
11. Utilisation selon la revendication précédente, l'application sous pression s'effectuant
par l'intermédiaire d'une presse à bande.