[0001] Die Erfindung betrifft ein Tiefziehvefahren zum
ein Tiefziehverfahren zum Herstellen einer ersten Schale sowie ein Formwerkzeug zum
Durchführen des Verfahrens.
[0002] Aus einer Kombination einer ersten Schale, beispielsweise einer Deckelschale, mit
einer zweiten Schale, beispielsweise einer Bodenschale, entsteht ein Behältnis, bei
dem in zusammengefügten Zustand die erste Schale von außen an die zweite Schale angreift,
wobei die zweite Schale mit einem kreisrunden Öffnungsrand ausgebildet ist, und bei
dem die erste Schale mit einem Halterand die zweite Schale überragt. Solche Behältnisse
dienen zum Aufbewahren und zum Transport von Kleinteilen jeder Art, insbesondere auch
von Lebensmitteln, wie beispielsweise Frischkäse, Joghurt und dergleichen, und bei
letzterem auch von Salatkompositionen, die mit Dressing versehen sind oder zu denen
noch das Dressing zugegeben werden muss. Ein gattungsfremdes, da im Spritzgussverfahren
hergestelltes Behältnis, offenbart die
US 5,638,976. Das Spritzgussverfahren bietet den Vorteil, dass die Behältnisse mit einer hinsichtlich
ihrer Geometrie großen Variantenvielfalt hergestellt werden können. Der Nachteil dieses
Fertigungsverfahrens liegt in den vergleichsweise hohen Stückkosten bei der Herstellung.
[0003] Da die Behältnisse üblicherweise nach dem Aufbrauchen des Inhalts entsorgt werden,
kommen nur besonders preisgünstig zu fertigende Behältnisse für diesen Einsatzzweck
in Frage, die sich aus einem thermoplastischen Material im Tiefziehverfahren herstellen
lassen.
[0004] Ein aus einem tiefgezogenen Kunststoffmaterial gefertigtes Behältnis mit zwei gegeneinander
verschraubbaren Hälften ist in der
US 3,322,262 und US 5,542,532 beschrieben. Zum Verschrauben ist die erste Hälfte mit einem Außengewinde und die
zweite Hälfte mit einem Innengewinde versehen. Diese konstruktive Ausgestaltung mit
zwei komplementär aufeinander abgestimmten Gewinden ist fertigungstechnisch jedoch
aufwendig herzustellen. Darüber hinaus wird die Dichtigkeit des zusammen geschraubten
Behältnisses allein über die Gewindeverbindung realisiert, was bei den unvermeidbaren
Fertigungstoleranzen beim Tiefziehen zu erheblichen Undichtigkeiten führt. Dieses
ist insbesondere beim Verpacken von Lebensmitteln nicht hinnehmbar.
[0005] Ein Tiefziehverfahren zum Herstellen einer Schale mit einem Gewinde und ein einteiliges
Formwerkzeug dafür sind bekannt aus
DE 10230001.
[0006] Herkömmliche widerverschließbare Behältnisse, beispielsweise für Joghurt, mit möglichst
einfachen und preiswerten Verschluss- oder Verriegelungsmitteln verfügen über eine
Bodenschale mit zugehöriger Deckelschale, wobei die Deckelschale im Bereich des Öffnungsrandes
über eine so genannte Deckelschürze mit Rastelementen verfügt, die unter den Schalenrand
greifen. Beim Öffnen des Behältnisses wird die Deckelschürze über den Öffnungsrand
gezogen. Hierzu muss unter die Deckelschürze gegriffen und die Schnappverriegelung
gelöst werden, um den Deckel abnehmen zu können. Dieses ist nicht nur unhandlich,
sondern es besteht auch die Gefahr, dass die Finger mit dem Behälterinhalt in Kontakt
kommen.
[0007] Demzufolge lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Tiefziehverfahren weiterzubilden,
mit dem auf fertigungstechnisch einfache Weise eine Gewindestruktur in eine erste
Schale eingebracht werden kann.
[0008] Eine weitere Teilaufgabe bestehent in dem Entwickeln einer Vorrichtung zum Herstellen
der ersten Schalen.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Tiefziehverfahren gemäß Anspruch 1 gelöst,
wobei unter Verwendung eines Formwerkzeuges mit einer drehfest angeordneten Haltehülse
und einer zu der Haltehülse in Umfangsrichtung verschwenkbaren Gewindehülse, bei dem
zunächst in einer Ausgangsstellung von Haltehülse und Gewindehülse eine Folie über
das Formwerkzeug gefahren, die Folie zum Ausbilden einer ersten Schale in das Formwerkzeug
eingebracht, geklemmt und ausgeformt wird, die Gewindehülse durch Ausspindeln in eine
Endstellung gebracht und die Schale von der Haltehülse abgestriffen wird.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren handelt es sich ausschließlich um den Formgebungsprozess
zum Erstellen einer Schale mit einem daran befindlichen Gewinde, beispielsweise einer
Deckelschale. Nach dem Positionieren der Folie über dem Formwerkzeug wird die Folie
vorzugsweise von ihrer Oberseite mit Druckluft beaufschlagt und schmiegt sich an das
Formwerkzeug an. In diesem Arbeitsgang wird die Schale mit den Gewindegängen geformt.
Um die Schale von dem Formwerkzeug, insbesondere von den Konturen der Gewindegänge,
zu lösen, wird die Gewindehülse ausgespindelt. Hierunter wird ein Vorgang vergleichbar
mit einer Mutter und einer Schraube verstanden, wobei die Mutter die erste Schale
und die Schraube die Gewindehülse darstellt. Durch Herausschrauben der Schraube aus
der Mutter beziehungsweise der Gewindehülse aus der ersten Schale verliert die Gewindehülse
den Kontakt zu der ersten Schale und gibt diese dadurch frei, so dass die erste Schale
nach oben von dem Formwerkzeug abgehoben werden kann.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens wird die Schale während des Ausspindelns
von der Haltehülse und/oder von der Folie gehalten. Grundsätzlich ist es möglich,
die erste Schale während des Ausspindelns ausschließlich über die Folie zu fixieren,
um dadurch zu verhindern, dass die Schale mit der Gewindehülle mitdreht. Dieses ist
jedoch insbesondere bei Weichen oder dünnen Materialen problematisch, da die Folie
die beim Ausspindeln auftretenden Kräfte nicht aufnehmen kann und es zu Deformationen
an der ersten Schale kommt. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, die erste Schale
zumindest zusätzlich auch mit der Haltehülse gegenzuhalten.
[0012] Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren kann die Schale zusammen mit der Folie
von der Haltehülse abgestreift werden. In einem weiteren Schritt wird die mit den
ersten Schalen eingeprägte Folie einer weiteren üblichen Stanzmaschine zugeführt und
die Schalen aus der Folie herausgetrennt.
[0013] Durch den Transport der Folie zu einer räumlich entfernt liegenden Stanzmaschine
kommt es jedoch zu einer weiteren Abkühlung der Folie und der darin bereits ausgeformten
ersten Schalen, so dass ein Heraustrennen nicht konzentrisch um die vorgesehene Form
der ersten Schale sondern versetzt dazu erfolgt. Dieser Nachteil tritt besonders bei
Materialien mit hohem materialbedingten Schrumpfen in den Vordergrund, beispielsweise
bei Polypropylen (PP). Das Material PP weist bei Abkühlung eine unregelmäßig auftretende
Schrumpfung von ca. 2 % auf. Weniger kritisch ist ein zeitverzögertes Heraustrennen
bei Polysterol (PS), welches kalkulierbar um maximal 0,5 % schrumpft.
[0014] Für stark schrumpfende Materialien ist es daher vorteilhaft, wenn die erste Schale
unmittelbar auf dem Formwerkzeug nach dem Ausspindein der Gewindehülse aus der Folie
gestanzt wird. Dieses reduziert in erheblichem Maße die Ausschüsse, da nunmehr eine
exakte Ausrichtung der Schale zu dem Stanzwerkzeug möglich ist und ein Zwischentransport
von dem Formgebungswerkzeug zu dem Stanzwerkzeug entfällt.
[0015] Einen qualitativ noch präzisere konzentrische Formgebung lässt sich erreichen, wenn
die Schale auf dem Formwerkzeug bereits vor dem Ausspindeln der Gewindehülse aus der
Folie gestanzt wird. Hierbei kann die erste Schale, da sie vor dem Ausspindeln bereits
aus dem Folienverbund gelöst ist, ausschließlich über die Haltehülse gegen Mitdrehen
mit der Gewindehülse fixiert werden. Hierzu ist die Haltehülse mit einer geometrischen
Struktur versehen, die nach dem Formgebungsprozess komplementär in der ersten Schale
ausgebildet ist und eine formschlüssige Kraftübertragung ermöglicht.
[0016] Sofern die erste Schale vollständig aus der Folie herausgelöst wird, handelt es sich
um ein Formschneideverfahren.
[0017] Es hat sich alternativ hierzu jedoch auch als günstig erwiesen, die erste Schale
nur teilweise aus der Folie zu stanzen und Reststege zwischen der Folie und der Schale
stehen zu lassen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um das Bandstahlschneiden.
Hierbei werden zumindest teilweise noch Kräfte von der Folie während des Ausspindelns
aufgenommen und dennoch sehr präzise konzentrische Teile gefertigt. Die Reststege
werden in nachfolgenden Stapelverfahren durchbrochen. Ein wesentlicher Vorteil sind
die geringeren Herstellungskosten gegenüber dem Formschneiden. Ein Nachteil gegenüber
dem Formschneiden liegt in den möglicherweise verbleibenden, nicht vollständig ausgebrochenen
Reststegen mit gefahrenträchtigen Schnittkanten.
[0018] Die Teilaufgabe wird durch ein Formwerkzeug zum Herstellen einer ersten Schale mit
einer feststehenden Haltehülse und einer zu der Haltehülse in Umfangsrichtung aus
einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verschwenkbaren Gewindehülse gelöst, wobei
in der Gewindehülse Konturen zum Ausformen von mindestens zwei Gewindegängen ausgebildet
sind.
[0019] Vorteilhafterweise ist zentrisch innerhalb der Haltehülse ein Innenstempel angeordnet
Der Innenstempel dient der Formgebung des inneren topfartigen Mittelteils und kann
in einer besonderen Ausführungsform alleine oder zusammen mit der Haltehülse in axialer.
Richtung verschiebbar sein. Aufgrund der Verschiebbarkeit ist es möglich, nach dem
Ausspindeln der Gewindehülse die erste Schale gegenüber dem Formwerkzeug anzuheben
und abzutransportieren.
[0020] Vorzugsweise ist die Gewindehülse konzentrisch um die Haltehülse angeordnet, so dass
sich beim Ausspindeln die Gewindehülse symmetrisch um die Haltehülse dreht. Dabei
sollte die Haltehülse innen liegen und die Gewindehülse außen.
[0021] In einer günstigen Ausführungsform weist die Haltehülse einen schrä-, gen Wandabschnitt
auf, in welchem Halterippen angeordnet sind. Dabei können je nach Winkel des schrägen
Wandabschnitts die Halterippen in axialer oder radialer Richtung der Haltehülse ausgerichtet
sein. In jedem Fall sollten die Halterippen möglichst rechtwinklig zu der Drehrichtung
der Gewindehülse stehen, so dass ein aus der Schwenkbewegung der Gewindehülse auf
die Schale wirkendes Drehmoment durch die Halterippen aufgefangen wird.
[0022] Für den reinen Formgebungsprozess reicht es aus, wenn um die Gewindehülse eine Haltevorrichtung
angeordnet ist, mit welcher die Folie außerhalb des Formwerkzeugs geklemmt und dadurch
fixiert werden kann. Die Haltevorrichtung kann beispielsweise eine feststehende Stanzgegenlage
und eine absenkbare Halteplatte umfassen.
[0023] Für den Fall, dass mit dem Formwerkzeug das Formschneiden oder Bandstahlschneiden
durchgeführt werden soll, kann anstelle der Haltevorrichtung eine Halte- und Stanzvorrichtung
umfänglich um die Gewindehülse angeordnet sein.
[0024] Das Formschneiden kann besonders vorteilhaft mit einer Halte- und Stanzvorrichtung
durchgeführt werden, die eine Abstreifplatte, eine absenkbare Messerplatte und eine
die Gewindehülse konzentrisch umgebende feststehende Messerhülse umfasst, wobei die
Abstreifplatte und die Messerplatte vertikal verfahrbar sind. Vorzugsweise ist die
Messerhülse zwischen der Gewindehülse und der Abstreifplatte angeordnet.
[0025] Mit Hilfe der absenkbaren Messerplatte wird die Folie, nachdem sie über das Formwerkzeug
gefahren ist, zwischen der Messerplatte geklemmt. Im Anschluss an den Formgebungsprozess
und nach dem Ausspindeln der Gewindehülse wird diese nach oben verfahren und schert
dabei die Folie mit der Messerplatte ab.
[0026] Besonders günstig ist es, wenn die Messerhülse gegenüber der Abstreifplatte während
des Verfahrens der Folie geringfügig vorsteht, so dass sich in der Folie eine Stufe
im Übergang der Abstreifplatte zu der Messerhülse ausbildet, die der Abdichtung während
des Formgebungsprozesses dient.
[0027] Sofern der Formgebungsprozess mit dem Bandstahlschneiden ergänzt werden soll, kann
die Halte- und Stanzvorrichtung eine feststehende Stanzgegenlage, eine absenkbare
Halteplatte und ein auf die Stanzgegenlage absenkbares Bandstahlmesser umfassen. Bei
dem Bandstahlmesser handelt es sich um einen einseitig oder beidseitig geschärften
Bandstahl, der in Umfangsrichtung ringförmig geschlossen und auf seiner geschärften
Unterseite mit Ausnehmungen zum Verbleib von Reststegen ausgebildet ist. Die Halteplatte
zum Halten der Folie und das Bandstahlmesser sind dabei zwei voneinander getrennte
Bauteile, so dass ein verschlissenes Bandstahlmesser auf einfache Art und Weise einzeln
ausgetauscht werden kann. Hierdurch werden besonders günstige Produktionskosten möglich.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn in der Haltehülse Entlüftungsbohrungen angeordnet
sind. Während des Tiefziehens wird üblicherweise das Formwerkzeug von oben mit Druckluft
beaufschlagt, so dass sich die Folie an das formgebende Werkzeug anschmiegt und eine
Schalenform annimmt. Dieses Anschmiegen wird durch die Entlüftungsbohrungen unterstützt.
Es auch möglich an die Entlüftungsbohrungen eine Unterdruckleitung anzuschließen und
die Folie an das formgebende Werkzeug anzusaugen.
[0029] In einer besonders günstigen Ausführungsform legt die Gewindehülse zwischen Ausgangs-
und Endstellung bei der Entformung einen Verfahrweg von 10 % bis 25 % ihres Umfanges
zurück.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von 14 Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es
zeigen dabei die
- Fig. 1:
- eine perspektivische Außenansicht auf eine erste Schale als Deckelschale mit umlaufendem
Dichtkegel;
- Fig. 2:
- eine Seitenansicht der ersten Schale gemäß Fig. 1;
- Fig. 3:
- einen Querschnitt der ersten Schale gemäß Fig. 1;
- Fig. 4:
- einen ausschnittsweise vergrößerten Querschnitt von Halterand, Reduzierbund, Dichtkegel
und topfförmigem Mittelteil der ersten Schale als Deckelschale;
- Fig. 5:
- eine perspektivische Außenansicht auf eine erste Schale als Deckelschale ohne Dichtkegel;
- Fig. 6:
- eine perspektivische Außenansicht auf eine erste Schale als Deckelschale mit ausschließlich
innenliegender Riffelstruktur;
- Fig. 7:
- eine perspektivische Außenansicht auf eine zweite Schale als Bodenschale mit symmetrisch
geformten Halteflügeln;
- Fig. 8:
- eine Draufsicht auf die zweite Schale gemäß Fig. 7;
- Fig. 9:
- eine Seitenansicht auf die zweite Schale gemäß Fig. 7;
- Fig. 10:
- eine Draufsicht auf eine zweite Schale als Bodenschale mit asymmetrisch geformten
Halteflügeln;
- Fig. 11a-c:
- einen teilweisen Querschnitt durch ein Formgebungswerkzeug in verschiedenen Funktionsstellungen;
- Fig. 12a-c:
- einen teilweisen Querschnitt durch ein Formgebungswerkzeug in verschiedenen Funktionsstellungen
zum Formschneiden;
- Fig. 13:
- eine teilweise Draufsicht auf das Formgebungswerkzeug gemäß Fig. 12a-c;
- Fig. 14a-d:
- einen teilweisen Querschnitt durch ein Formgebungswerkzeug in verschiedenen Funktionsstellungen
zum Bandstahlschneiden.
[0031] Die Figur 1 zeigt eine erste Schale in Form einer Deckelschale 1. Die Deckelschale
1 weist einen konvex nach außen gewölbtes, topfartiges Mittelteil 3 auf, dessen Umfangswand
29 in einen Halterand 4 übergeht. Zwischen dem topfartigen Mittelteil 3 und dem Halterand
4 befindet sich stufenartig der Reduzierbund 5. Die Umfangswand 29 ist mit einer Riffelstruktur
30 versehen, die auch auf der Innenseite 29a (siehe Figur 4) hervortritt.
[0032] Der Halterand 4 ist mit einem Befestigungsmittel 47 in Form von insgesamt vier Gewindegängen
7a, 7b, 7c, 7d versehen, deren Konturen sowohl auf der Innenseite 6a (siehe Figur
3) als auch auf der Außenseite 6b des Halterandes 4 ausgebildet sind. Mit den Gewindegängen
7a, 7b, 7c, 7d kann beispielsweise eine als Bodenschale 2 ausgestaltete zweite Schale
(siehe Figur 7) an der Deckelschale 1 befestigt werden.
[0033] Der Halterand 4 ist außerdem nach außen mit einem umlaufenden Stanzrand 49 umgeben.
Dieser weist einen größeren Durchmesser auf als die Deckelschale 1, da dieser bei
der Herstellung beispielsweise mit einer in Figur 12 näher beschriebenen Halte- und
Stanzvorrichtung 43 aus einer Folie 23 herausgelöst wird, wobei die Halte- und Stanzvorrichtung
43 die Deckelschale 1 hülsenartig umgibt.
[0034] In der Seitenansicht der Figur 2 ist insbesondere der Verlauf der Gewindegänge 7a,
7b, 7d zu erkennen. Der Gewindegang 7c ist in dieser Ansicht nicht sichtbar, da er
sich auf der Rückseite der Deckelschale 1 befindet. Die vier Gewindegänge 7a, 7b,
7c, 7d stehen nach außen vor und werden durch Gewindezähne 17a, 17b, 17c, 17d gegeneinander
abgegrenzt. Die Gewindezähne 17a, 17b, 17c, 17d ragen auf der Innenseite 6a (siehe
Figur 3) des Halterandes 4 nach innen und bilden eine Lauffläche für komplementär
ausgebildete Elemente der Bodenschale 2. Die Elemente können beispielsweise als Halteflügel
11a, 11 b, 11 c, 11 d gemäß Figur 5 ausgeformt sein.
[0035] Auf der Einlaufseite 31 eines jeden Gewindeganges 7a, 7b, 7c, 7d befindet sich jeweils
ein Gewindeeinlauf 48, der sich in Richtung der Einlaufseite 31 trichterartig aufweitet,
um eine leichtere Aufnahme beispielsweise eines Halteflügels 11 a, 11 b, 11 c, 11
d zu ermöglichen. Darüber hinaus sind die in Drehrichtung liegenden Gewindezähne 17a,
17b, 17c, 17d auf der Einlaufseite 31 entsprechend abgerundet.
[0036] Alle Gewindegänge 7a, 7b, 7c, 7d laufen unter einem spitzen Winkel von unter 45°
gegen den Reduzierbund 5 aus. Dieser Bereich stellt einen Klemmbereich 32 dar, in
welchem beispielsweise Halteflügel 11a, 11 b, 11 c, 11 d mit ihrer Vorderkante 12
(s. Figuren 7 bis 10) in zusammengefügtem Zustand von Deckel- und Bodenschale 1, 2
fixiert werden.
[0037] Die Figur 3 zeigt in einem durch den Mittelpunkt der runden Deckelschale 1 verlaufenden
Querschnitt den Verlauf und die Dimensionierung der Gewindegänge 7a, 7b, 7d sowie
die Anordnung der als Dichtkegel 8a ausgeformten Dichtung 8.
[0038] Der Innendurchmesser 18 des Halterandes 4 ist definiert durch den lichten Abstand
zweier gegenüberliegender Gewindezähne 17a, 17b, 17c, 17d. In der Figur 3 ist der
Innendurchmesser 18 durch den Abstand zwischen den Gewindezähnen 17b, 17d bestimmt.
Der lichte Durchmesser innerhalb von zwei gegenüberliegenden Gewindegängen 7a, 7b,
7c, 7d, wird als Nenndurchmesser 15 des Halterandes 4 bezeichnet. In der Figur 3 ist
der Nenndurchmesser 15 beispielsweise zwischen den Gewindegängen 7b, 7d zu erkennen.
Der Nenndurchmesser 15 ist stets größer als der Innendurchmesser 18.
[0039] Zwischen dem Reduzierbund 5 und der Umfangswand 29 des topfartigen Mittelteils 3
ist der in Richtung der Unterseite 9 vorstehende Dichtkegel 8a sichtbar, der geschlossen
um das topfartige Mittelteil 3 verläuft. In zusammengefügtem Zustand von Deckelschale
1 und einer Bodenschale 2 stößt der Dichtkegel 8a von innen gegen einen Öffnungsrand
10 (Figur 7, 9) beziehungsweise den oberen Abschnitt 34a (Figur 9) der Becherwand
33 der Bodenschale 2 und führt dadurch eine Abdichtung herbei.
[0040] Die Figur 4 zeigt in einer vergrößerten Ansicht den Bereich um den Halterand 4 entsprechend
der Schnittebene in Figur 3. Der in dieser Ansicht dargestellte Gewindegang 7a weist
ein zur Innenseite 6a offenes und ansonsten weitgehend rechteckiges Profil auf.
[0041] Der Reduzierbund 5 verläuft waagerecht und steht damit im Wesentlichen senkrecht
zu dem oberen Abschnitt 34a der Becherwand 33 (s. Figur 9). Zwischen dem Reduzierbund
5 und der Umfangswand 29 befindet sich der Dichtkegel 8a, der in der gezeigten Ausführungsform
den Klemmbereich 32 nach unten überragt.
[0042] In der Figur 5 ist eine Deckelschale 1 ohne umlaufenden Dichtkegel 8a dargestellt.
Diese Ausführungsform ist für Bodenschalen 2 vorgesehen, deren Öffnungsrand 10 mit
einer Siegelfolie verschlossen werden soll. Ein Dichtkegel 8a, der in zusammengesetztem
Zustand von Deckelschale 1 und Bodenschale 2 unter den Öffnungsrand 10 der Bodenschale
2 (siehe Figur 7) greift, würde in die über den Öffnungsrand 10 gespannte Siegelfolie
einstoßen und ist daher für eine derartige Ausführungsform ungeeignet.
[0043] Darüber hinaus weist die in Figur 5 gezeigte Ausführung der Deckelschale 1 insgesamt
sechs Gewindegänge 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf, die gleichmäßig verteilt auf der Innenseite
6a (siehe Figur 3) angeordnet sind. Eine derartige Deckelschale 1 kann auch auf eine
nicht dargestellte Bodenschale 2 mit sechs Halteflügeln 11 a, 11 b, 11 c, 11 d geschraubt
werden.
[0044] Die Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Deckelschale 1 mit einer senkrecht
auf dem Reduzierbund 5 stehenden zylindrischen Umfangswand 29. Aus Gründen einer besseren
Darstellung wurde der topfartige Mittelteil 3 ohne mittige Abdeckung dargestellt.
Auf der Innenseite 29a der Umfangswand 29 ist eine Verzahnung als Riffelstruktur 30
angeordnet. Die Riffelstruktur 30 reicht nicht durch die Umfangswand 29 hindurch.
Die Außenseite 29b der Umfangswand 29 weist vielmehr eine glatte Oberfläche auf. Aufgrund
der in axialer Richtung der Deckelschale 1 ausgerichteten Riffelstruktur 30 ist es
möglich, während des Herstellungsprozesses auf die Deckelschale 1 in Umfangsrichtung
wirkende Drehmomente über die Riffelstruktur 30 und ein komplementär ausgebildetes
Formwerkzeug 20 aufzunehmen.
[0045] In der Figur 7 ist als zweite Schale eine Bodenschale 2 gezeigt, mit einer leicht
konisch geöffneten aber im Wesentlichen zylindrischen Becherwand 33, die in ihrem
oberen Abschnitt 34a in einen Öffnungsrand 10 übergeht. Der untere Abschnitt 34b der
Becherwand 33 geht in einen stärker konisch zulaufenden Sockelbereich 35 über. Auf
der Unterseite ist die Bodenschale 2 mit einer Bodenplatte 36 einseitig verschlossen.
[0046] Der Öffnungsrand 10 der zweiten Schale weist ein Befestigungsmittel 47 in Form von
insgesamt vier gleichmäßig nach außen ragenden Halteflügeln 11 a, 11 b, 11 c, 11 d
auf. Diese Halteflügel 11a, 11 b, 11 c, 11 d können in entsprechend ausgebildete Gewindegänge
7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f, wie in den Figuren 1 bis 6 dargestellt, eingreifen und durch
eine Drehbewegung zwischen Deckelschale 1 und Bodenschale 2 in den Gewindegängen 7a,
7b, 7c, 7d, 7e, 7f fixiert werden. Die Fixierung erfolgt seitens des Halteflügels
11 a, 11 b, 11 c, 11 d bei den üblicherweise verwendeten Rechtsgewinden an dessen
Vorderkante 12.
[0047] Die Halteflügel 11a, 11 b, 11 c, 11 d befinden sich zueinander in einer Ebene und
schließen nach oben plan mit dem Öffnungsrand 10 ab.
[0048] Der Abstand von der Außenkante 14 eines Halteflügels 11 b zu der Au-βenkante 14 des
gegenüberliegenden Halteflügels 11 d wird als Vollkreisdurchmesser 16 bezeichnet.
Der Vollkreisdurchmesser 16 ist geringfügig kleiner gewählt als der Nenndurchmesser
15 der Deckelschale 1. Der Außendurchmesser 19 des Öffnungsrandes 10 wird außerhalb
der Halteflügel 11a, 11 b, 11 c, 11d gemessen. Damit die Deckelschale 1 über die Bodenschale
2 greifen kann, ist der Außendurchmesser 19 geringfügig kleiner gewählt als der Innendurchmesser
18 des Halterandes 4 (vergleiche Figur 3).
[0049] Die symmetrische Verteilung der Halteflügel 11 a, 11b, 11 c, 11d ist auch der Draufsicht
gemäß Figur 8 zu erkennen. In dieser Ansicht wird auch die symmetrische Ausgestaltung
eines jeden Halteflügels 11a, 11b, 11c, 11d deutlich. Ausgehend von einer an die Krümmung
des Öffnungsrandes 10 angepasste, gerundete Außenkante 14 verlaufen die Vorderkante
12 und die Hinterkante 13 jedes Halteflügels 11 a, 11 b, 11 c, 11 d unter gleichem
Winkel in Richtung des Öffnungsrandes 10.
[0050] Die Figur 9 stellt in einer Seitenansicht die Bodenschale 2 dar. An der Bodenplatte
36 greift zunächst ein sich konisch öffnender Sockelbereich 35 an, der in die im Wesentlichen
zylindrische, sich nur geringfügig konisch öffnende, Becherwand 33 übergeht. In dem
oberen Abschnitt 34a der Becherwand 33 geht diese in eine gegenkonische Wandung über,
die wiederum mit dem Öffnungsrand 10 beziehungsweise den daran angeordneten Halteflügeln
11 a, 11 b, 11 c, 11 d abschließt. Die Halteflügel 11a, 11 b, 11 c, 11 d weisen die
gleiche Materialstärke auf, wie der Öffnungsrand 10. Darüber hinaus ist erkennbar,
dass die Halteflügel 11 a, 11 b, 11 c, 11 d auch in einer waagerechten Ebene mit dem
Öffnungsrand 10 liegen. Es ist jedoch auch möglich, die Halteflügel 11 a, 11 b, 11
c, 11 d mit einer gegenüber dem Öffnungsrand 10 grö-βeren Materialstärke auszuformen.
Die Halteflügel 11a, 11b, 11 c, 11 d können dann auch auf ihrer Unterseite eine rampenartige
Abschrägung, angenähert an die Gewindesteigung, aufweisen.
[0051] Die Figur 10 zeigt in einer Draufsicht eine Bodenschale 2 mit vier radial vom Öffnungsrand
10 abstehenden Halteflügeln 11a, 11 b, 11 c, 11 d. Die Halteflügel 11a, 11b, 11 c,
11 d weisen jedoch eine gegenüber der in den Figuren 8 und 9 gezeigten Ausführungsform
eine asymmetrische Formgebung auf. Dabei steigt die Vorderkante 12 in radialer Richtung
steil an. Der Winkel beträgt ca. 45 bis 60 Grad. Der Vorderkante 12 schließt sich
eine gleichmäßig konvex gekrümmte gemeinsame Außen- und Hinterkante 13, 14 an, die
unmittelbar in die nächstliegende Vorderkante 12 übergeht.
[0052] In den nachfolgenden Figuren 11 bis 14 werden die Herstellung einer ersten Schale
im Tiefziehverfahren mit einem Gewinde sowie unterschiedliche Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Formwerkzeuge 20 beschrieben. Die Schale ist im vorliegenden Fall
eine Deckelschale 1.
[0053] Ein Formwerkzeug 20 in drei unterschiedlichen Funktionsstellungen mit einer bereits
zu einer Deckelschale 1 ausgeformten Folie 23 zeigt ausschnittsweise in einem Querschnitt
die Figur 11 a bis 11 c.
[0054] In der Figur 11 a befinden sich ein Innenstempel 39, eine Haltehülse 21 und eine
Gewindehülse 22 in einer Ausgangsstellung zueinander. Dabei umgibt die Gewindehülse
22 von außen die Haltehülse 21 und den Innenstempel 39, die beide drehfest in dem
Formwerkzeug 20 angeordnet sind. Die Gewindehülse 22 ist verschwenkbar um die Haltehülse
21 gelagert. In der Gewindehülse 22 ist eine Kontur 25 zum Erstellen eines Gewindeganges
7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f ausgeformt, so dass sich eine erwärmte Folie 23 entsprechend
der Formgebung des Formwerkzeuges 20 und insbesondere auch Konturen 25 der Gewindehülse
22 angepasst hat.
[0055] Mit Hilfe des mehrteiligen Formwerkzeuges 20, umfassend die Haltehülse 21 und die
Gewindehülse 22, ist es möglich, in einem ersten Verfahrensschritt gemäß der Figur
11a zunächst die mindestens zwei Gewindegänge 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f zu formen und
anschließend die Deckelschale 1 von dem Formwerkzeug 20 zu befreien. Dieses geschieht
entsprechend Figur 11 b durch ein Ausspindeln der Gewindehülse 22 gegenüber der feststehenden
Haltehülse 21 in Bewegungsrichtung 37. Nach dem Ausspindeln ist die Gewindehülse 22
unter das Niveau der Stanzgegenlage 41 abgetaucht und befindet sich nicht mehr im
Eingriff mit dem Gewindegang 7a.
[0056] Während der in Figur 11a gezeigten Formgebung und während des Ausspindelns gemäß
Figur 11b wird die Folie 23 über eine konzentrisch um das Formwerkzeug 20 angeordnete
Haltevorrichtung 40 fixiert. Die Haltevorrichtung 40 umfasst dazu eine ortsfeste Stanzgegenlage
41 und eine in Richtung der Stanzgegenlage 41 absenkbare Halteplatte 42. Zum Fixieren
der Folie 23 wird diese zwischen der Stanzgegenlage 41 und der Halteplatte 42 geklemmt.
[0057] Ein Verdrehen der in der Folie 23 ausgeformten Deckelschale 1 wird zusätzlich zu
der Haltevorrichtung 40 durch die Haltehülse 21 verhindert. Hierfür ist die Haltehülse
21 in ihrem Wandabschnitt 28 mit Halterippen 26 versehen, die besonders gut in Figur
13 sichtbar sind. Die Halterippen 26 sind in der Umfangswand 29 der Deckelschale 1
als Riffelstruktur 30 ausgeformt und erlauben eine formschlüssige Kraftübertragung.
[0058] In einem letzten, in Figur 11c gezeigten Verfahrensschritt wird die Haltehülse 21
zusammen mit dem Innenstempel 39 in axialer Richtung zurückgefahren und die absenkbare
Halteplatte 42 hochgefahren, so dass die Folie 23 mit der darin ausgeprägten Deckelschale
1 von dem Formwerkzeug 20 freikommt und abtransportiert werden kann. In weiteren,
dem Fachmann bekannten Arbeitsschritten kann dann die Deckelschale 1 aus der Folie
23 herausgelöst werden.
[0059] Verschiedene Funktionsstellungen eines Formwerkzeugs 20 zum Formschneiden werden
in der Figur 12 ebenfalls in einem teilweisen Querschnitt dargestellt. Dabei ist die
Baugruppe umfassend den mittig angeordneten Innenstempel 39, die Haltehülse 21 und
die darum schwenkbare Gewindehülse weitgehend mit dem in der Figur 11 gezeigten Formwerkzeug
20 identisch.
[0060] Das Formwerkzeug 20 ist jedoch mit einer Halte- und Stanzvorrichtung 43 konzentrisch
umgeben, mit welcher die Deckelschale 1 unmittelbar auf dem Formwerkzeug 20 aus der
Folie 23 gestanzt werden kann.
[0061] Die Halte- und Stanzvorrichtung 43 umfasst die unmittelbar an die Gewindehülse 22
angrenzende Messerhülse 24, die um die Messerhülse 24 angeordnete Abstreifplatte 44
und die oberhalb der Abstreifplatte 44 befindliche Messerplatte 45. Sowohl die Abstreifplatte
44 als auch die Messerplatte 45 sind vertikal verfahrbar.
[0062] Die Formgebung der Deckelschale 1 in der Folie 23 erfolgt gemäß der Stellung des
Formwerkzeugs 20 in Figur 12a. Hierbei ist die Folie durch die in Richtung der Abstreifplatte
44 abgesenkte Messerplatte 45 durch eine Klemmwirkung fixiert. Nach dem Fixieren wurden
Abstreif- und Messerplatte 44, 45 gemeinsam abgesenkt, so dass sich im Übergang Abstreifplatte
44 zu der Messerhülse 24 eine Stufe in der Folie 23 ausbildet.
[0063] In der Figur 12b ist die Gewindehülse entsprechend der Bewegungsrichtung 37 herausgespindelt
und ein Gewindegang 7a in der Deckelschale 1 sichtbar. Vor dem Ausspindeln wurde die
Messerhülse 24 nach oben verfahren, wodurch die Folie 23 an ihrem gesamten äußeren
Umfang an der Messerplatte 45 abgeschert ist. Das beim Ausspindeln auf die lose auf
dem Formwerkzeug 20 aufliegende Folie übertragende Drehmoment wird bei dieser Ausführungsform
allein von der in der Umfangswand 29 ausgeformten Riffelstruktur 30 und den in der
Haltehülse 21 komplementär geformten Halterippen 26 aufgenommen und dadurch ein Mitdrehen
der inzwischen aus der Folie 23 gelösten Deckelschale 1 beim Ausspindeln vermieden.
[0064] Abschließend wird, wie in Figur 12c gezeigt, der Innenstempel 39 gegenüber der feststehenden
Haltehülse 21 axial vorgeschoben und die Halte- und Stanzvorrichtung 43 geöffnet.
Durch das Vorschieben des Innenstempels 39 kann die Deckelschale 1 sehr einfach dem
Formwerkzeug 20 entnommen werden. Die Messerhülse 24 ist in eine abgesenkte Position
zurückgefahren.
[0065] In der teilweisen Draufsicht der Figur 13 auf das Formwerkzeug 20 sind die in der
Haltehülse 21 angeordneten Halterippen 26 zu erkennen, die ein Festhalten der bereits
vollständig aus der Folie 23 gelösten Deckelschale 1 ermöglichen oder ein Festhalten
der noch mit der Folie 23 in Verbindung stehenden Deckelschale 1 unterstützen. Hierfür
stehen die Halterippen 26 in ihrer axialen Ausrichtung senkrecht zur Bewegungsrichtung
37 der Gewindehülse 22. Die Halterippen 26 befinden sich in dem schrägen Wandabschnitt
28 der Haltehülse 21. Die Halterippen 26 finden sich nach dem Fertigungsprozess als
Riffelstruktur 30 an der fertig ausgeformten Deckelschale 1 wieder.
[0066] Die Haltehülse 21 ist mit mehreren Entlüftungsbohrungen 27 versehen, durch welche
zwischen Folie 23 und Formwerkzeug 20 befindliche Luft entweichen oder abgezogen werden
kann.
[0067] Die Figur 14 zeigt eine weitere Alternative betreffend die um das Formwerkzeug 20
angeordnete Halte- und Stützvorrichtung 43 in einer ausschnittsweisen Querschnittsansicht
zum Durchführen des Bandstahlschneidens.
[0068] Die zentrale Baugruppe des Formwerkzeugs 20 stellt auch hier der Innenstempel 39,
die Halehülse 21 und die Gewindehülse 22 dar. Umgeben ist das Formwerkzeug 20 von
der Halte- und Stützvorrichtung 43, die eine feststehende Stanzgegenlage 41, eine
absenkbare Halteplatte 42 und ein an der Halteplatte 42 geführtes Bandstahlmesser
46 umfasst.
[0069] In einem ersten Verfahrensschritt wird entsprechend Figur 14a die Folie 23 über das
Formwerkzeug 20 gefahren und rings um das Formwerkzeug 20 fixiert, in dem die Halteplatte
42 abgesenkt und dadurch die auf der Stanzgegenlage 41 liegende Folie 23 beklemmt
wird.
[0070] Anschließend wird, wie in Figur 14b zu erkennen ist, die Gewindehülse 22 in Bewegungsrichtung
37 ausgespindelt. Bei dieser Vorgehensweise wird die Folie 23 sowohl von der Haltehülse
21 als auch dem Folienverbund gehalten.
[0071] Ein weiterer in Figur 14c dargestellter Verfahrensschritt umfasst das Absenken des
Bandstahlmessers 46 auf die Folie 23, wodurch die Deckelschale 1 umfänglich aus der
Folie 23 herausgelöst wird. Das Bandstahlmesser 46 ist jedoch auf seiner Unterseite
in diskreten Abständen mit Ausnehmungen ausgebildet, so dass die Deckelschale 1 über
Reststege 38 mit der Folie 23 verbunden bleibt. Diese Reststege 38 brechen kontrolliert
in nachfolgenden Stapelverfahren heraus.
[0072] Nach dem Ausstanzen der Deckelschale 1 aus der Folie 23 wird die Halteplatte 42 angehoben
und der Innenstempel 39 zusammen mit der Haltehülse 21 nach unter bis auf ein einheitliches
Niveau von Stanzgegenlage 41 und abgesenkter Gewindehülse 22 verfahren (Figur 14d).
In dieser Stellung kann die Folie 23 zusammen mit der Deckelschale 1 auf einfache
Art und Weise horizontal aus dem Formwerkzeug 20 und der Halte- und Stanzvorrichtung
43 entfernt werden.
Bezugszeichenliste
[0073]
| 1 |
Deckelschale |
| 2 |
Bodenschale |
| 3 |
topfartiges Mittelteil |
| 4 |
Halterand |
| 5 |
Reduzierbund |
| 6a |
Innenseite Halterand |
| 6b |
Außenseite Halterand |
| 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f |
Gewindegänge |
| 8 |
Dichtung |
| 8a |
Dichtkegel |
| 9 |
Unterseite erste Schale |
| 10 |
Öffnungsrand zweite Schale |
| 11a, 11 b, 11c, 11d |
Halteflügel zweite Schale |
| 12 |
Vorderkante Halteflügel |
| 13 |
Hinterkante Halteflügel |
| 14 |
Außenkante Halteflügel |
| 15 |
Nenndurchmesser Halterand |
| 16 |
Vollkreisdurchmesser Halteflügel |
| 17a, 17b, 17c, 17d |
Gewindezahn |
| 18 |
Innendurchmesser Halterand |
| 19 |
Außendurchmesser Öffnungsrand |
| 20 |
Formwerkzeug |
| 21 |
Haltehülse |
| 22 |
Verschwenkbare Gewindehülse |
| 23 |
Folie |
| 24 |
Messerhülse |
| 25 |
Kontur Gewindegang |
| 26 |
Halterippen |
| 27 |
Entlüftungsbohrungen |
| 28 |
Wandabschnitt Haltehülse |
| 29 |
Umfangswand topfartiges Mittelteil |
| 29a |
Innenseite Umfangswand |
| 29b |
Außenseite Umfangswand |
| 30 |
Riffelstruktur Umfangswand |
| 31 |
Einlaufseite Gewindegang |
| 32 |
Klemmbereich Gewindegang |
| 33 |
Becherwand Bodenschale |
| 34a |
oberer Abschnitt Becherwand |
| 34b |
unterer Abschnitt Becherwand |
| 35 |
Sockelbereich Becherwand |
| 36 |
Bodenplatte |
| 37 |
Bewegungsrichtung Gewindehülse |
| 38 |
Reststege |
| 39 |
Innenstempel |
| 40 |
Haltevorrichtung |
| 41 |
Stanzgegenlage |
| 42 |
Absenkbare Halteplatte |
| 43 |
Halte- und Stanzvorrichtung |
| 44 |
Abstreifplatte |
| 45 |
Messerplatte |
| 46 |
Bandstahlmesser |
| 47 |
Befestigungsmittel |
| 48 |
Offener Gewindeeinlauf |
| 49 |
Stanzrand |
1. Tiefziehverfahren zum Herstellen einer ersten Schale (1, 2), beispielsweise einer
Deckelschale (1), unter Verwendung eines Formwerkzeuges (20) mit einer drehfest angeordneten
Haltehülse (21) und einer zu der Haltehülse (21) in Umfangsrichtung verschwenkbaren
Gewindehülse (22), wobei in der Gewindehülse (22) Konturen (25) zum Ausformen von
mindestens zwei Gewindegängen (7a-7f) ausgebildet sind, bei dem
- in einer Ausgangsstellung von Haltehülse (21) und Gewindehülse (22) eine Folie (23)
über das Formwerkzeug (20) gefahren wird,
- die Folie (23) zum Ausbilden der Schale (1, 2) in das Formwerkzeug (20) eingebracht,
geklemmt und ausgeformt wird,
- die Gewindehülse (22) durch Ausspindeln in eine Endstellung gebracht wird und
- die Schale (1, 2) von der Haltehülse abgestreift wird.
2. Tiefziehverfahren nach Anspruch 1, bei dem die Schale (1, 2) während des Ausspindelns
von der Haltehülse (21) und/oder von der Folie (23) gehalten wird.
3. Tiefziehverfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Schale (1, 2) zusammen mit der
Folie (23) von der Haltehülse (21) abgestreift wird.
4. Tiefziehverfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Schale (1, 2) auf dem Formwerkzeug
(20) nach dem Ausspindeln der Gewindehülse (22) aus der Folie (23) gestanzt wird.
5. Tiefziehverfahren nach Anspruch 1, bei dem die Schale (1, 2) auf dem Formwerkzeug
(20) vor dem Ausspindeln der Gewindehülse (22) aus der Folie (23) gestanzt wird.
6. Tiefziehverfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei dem die Schale (1, 2) vollständig aus
der Folie (23) gestanzt wird.
7. Tiefziehverfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei dem die Schale (1, 2) teilweise aus
der Folie (23) gestanzt wird und Reststege (38) zwischen der Folie (23) und der Schale
(1, 2) stehen bleiben.
8. Formwerkzeug (20) zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7
mit einer drehfest angeordneten Haltehülse (21) und einer zu der Haltehülse (21) in
Umfangsrichtung aus einer Ausgangsstellung in eine Endstellung spindelbaren Gewindehülse
(22), wobei in der Gewindehülse (22) Konturen (25) zum Ausformen von mindestens zwei
Gewindegängen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) ausgebildet sind.
9. Formwerkzeug nach Anspruch 8, bei dem zentrisch innerhalb der Haltehülse (21) ein
Innenstempel (39) angeordnet ist.
10. Formwerkzeug nach Anspruch 9, bei dem der Innenstempel (39) und/oder die Haltehülse
(21) in axialer Richtung verschiebbar sind.
11. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem die Gewindehülse (22) konzentrisch
um die Haltehülse (21) angeordnet ist.
12. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem die Haltehülse (21) einen
schrägen Wandabschnitt (28) aufweist, in welchem Halterippen (26) angeordnet sind.
13. Formwerkzeug nach Anspruch 12, bei dem die Halterippen (26) in axialer oder radialer
Richtung der Haltehülse (21) ausgerichtet sind.
14. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei dem um die Gewindehülse (22) eine
Haltevorrichtung (40) angeordnet ist.
15. Formwerkzeug nach Anspruch 14, bei dem die Haltevorrichtung (40) eine feststehende
Stanzgegenlage (41) und eine absenkbare Halteplatte (42) umfasst.
16. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei dem umfänglich um die Gewindehülse
(22) eine Halte- und Stanzvorrichtung (43) angeordnet ist.
17. Formwerkzeug nach Anspruch 16, bei dem die Halte- und Stanzvorrichtung (43) eine Abstreifplatte
(44), eine absenkbare Messerplatte (45) und eine die Gewindehülse (22) konzentrisch
umgebende feststehende Messerhülse (24) umfasst, wobei die Abstreifplatte (44) und
die Messerplatte (45) vertikal verfahrbar sind.
18. Formwerkzeug nach Anspruch 17, bei dem die Messerhülse (24) zwischen der Gewindehülse
(22) und der Abstreifplatte (44) angeordnet ist.
19. Formwerkzeug nach Anspruch 16, bei dem die Halte- und Stanzvorrichtung (43) eine feststehende
Stanzgegenlage (41), eine absenkbare Halteplatte (42) und ein auf die Stanzgegenlage
(41) absenkbares Bandstahlmesser (46) umfasst.
20. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 19, bei dem in der Haltehülse (21) Entlüftungsbohrungen
(27) angeordnet sind.
21. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 20, bei dem die Gewindehülse (22) zwischen
Ausgangs- und Endstellung einen Verfahrweg zurücklegt, der 10 % bis 25 % ihres Umfanges
entspricht.
1. Thermoforming process for producing a first shell (1, 2), for example a cover shell
(1), using a moulding tool (20) having a holding sleeve (21), which is arranged in
a rotationally fixed manner, and a threaded sleeve (22) which is pivotable in the
circumferential direction with respect to the holding sleeve (21), wherein contours
(25) for forming at least two threads (7a-7f) are formed in the threaded sleeve (22),
wherein
- in a starting position of the holding sleeve (21) and the threaded sleeve, (22),
a film (23) is moved over the moulding tool (20),
- in order to form the shell (1, 2), the film (23) is introduced into the moulding
tool (20), clamped and formed,
- the threaded sleeve (22) is moved into an end position by screwing out, and
- the shell (1, 2) is stripped from the holding sleeve.
2. Thermoforming process according to Claim 1, wherein the shell (1, 2) is held by the
holding sleeve (21) and/or by the film (23) during the screwing out process.
3. Thermoforming process according to Claim 1 or 2, wherein the shell (1, 2) is stripped
from the holding sleeve (21) together with the film (23).
4. Thermoforming process according to Claim 1 or 2, wherein the shell (1, 2) is punched
from the film (23) on the moulding tool (20) after the threaded sleeve (22) has been
screwed out.
5. Thermoforming process according to Claim 1, wherein the shell (1, 2) is punched from
the film (23) on the moulding tool (20) before the threaded sleeve (22) has been screwed
out.
6. Thermoforming process according to Claim 4 or 5, wherein the shell (1, 2) is punched
entirely from the film (23).
7. Thermoforming process according to Claim 4 or 5, wherein the shell (1, 2) is punched
partially from the film (23) and residual webs (38) remain between the film (23) and
the shell (1, 2).
8. Moulding tool (20) for carrying out the process according to one of Claims 1 to 7,
having a holding sleeve (21), which is arranged in a rotationally fixed manner, and
a threaded sleeve (22) which is screwable from a starting position into an end position
in the circumferential direction with respect to the holding sleeve (21), wherein
contours (25) for forming at least two threads (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) are formed
in the threaded sleeve (22).
9. Moulding tool according to Claim 8, wherein an inner punch (39) is arranged centrally
within the holding sleeve (21).
10. Moulding tool according to Claim 9, wherein the inner punch (39) and/or the holding
sleeve (21) are movable in the axial direction.
11. Moulding tool according to one of Claims 8 to 10, wherein the threaded sleeve (22)
is arranged concentrically around the holding sleeve (21).
12. Moulding tool according to one of Claims 8 to 11, wherein the holding sleeve (21)
has an inclined wall section (28) in which holding ribs (26) are arranged.
13. Moulding tool according to Claim 12, wherein the holding ribs (26) are oriented in
the axial or radial direction of the holding sleeve (21).
14. Moulding tool according to one of Claims 8 to 13, wherein a holding device (40) is
arranged around the threaded sleeve (22).
15. Moulding tool according to Claim 14, wherein the holding device (40) comprises a fixed
stamping abutment (41) and a lowerable holding plate (42).
16. Moulding tool according to one of Claims 8 to 13, wherein a holding and stamping device
(43) is arranged circumferentially around the threaded sleeve (22).
17. Moulding tool according to Claim 16, wherein the holding and stamping device (43)
comprises a stripping plate (44), a lowerable cutter plate (45) and a fixed cutter
sleeve (24) concentrically surrounding the threaded sleeve (22), wherein the stripping
plate (44) and the cutter plate (45) are vertically displaceable.
18. Moulding tool according to Claim 17, wherein the cutter sleeve (24) is arranged between
the threaded sleeve (22) and the stripping plate (44).
19. Moulding tool according to Claim 16, wherein the holding and stamping device (43)
comprises a fixed stamping abutment (41), a lowerable holding plate (42) and a steel
strip cutter (46) that is lowerable onto the stamping abutment (41).
20. Moulding tool according to one of Claims 8 to 19, wherein ventilation holes (27) are
arranged in the holding sleeve (21).
21. Moulding tool according to one of Claims 8 to 20, wherein the threaded sleeve (22)
covers a displacement travel, which corresponds to 10% to 25% of its circumference,
between the starting and end positions.
1. Procédé d'emboutissage pour la production d'une première coquille (1, 2), par exemple
d'un couvercle (1), en utilisant un outil de formage (20) avec une douille de maintien
(21) disposée de façon fixe en rotation et une douille filetée (22) pouvant pivoter
en direction périphérique par rapport à la douille de maintien (21), dans lequel des
contours (25) sont formés dans la douille filetée (22) pour créer au moins deux pas
de vis (7a - 7f), dans lequel
- on déplace une feuille (23) au-dessus de l'outil de formage (20) dans une position
initiale de la douille de maintien (21) et de la douille filetée (22),
- on introduit, on serre et on déforme la feuille (23) dans l'outil de formage (20)
pour façonner la coquille (1, 2),
- on amène la douille filetée (22) dans une position finale par alésage au tour, et
- on enlève la coquille (1, 2) de la douille de maintien.
2. Procédé d'emboutissage selon la revendication 1, dans lequel on maintien la coquille
(1, 2) au moyen de la douille de maintien (21) et/ou de la feuille (23) pendant l'alésage
au tour.
3. Procédé d'emboutissage selon la revendication 1 ou 2, dans lequel on enlève la coquille
(1, 2) de la douille de maintien (21) en même temps que la feuille (23).
4. Procédé d'emboutissage selon la revendication 1 ou 2, dans lequel on découpe la coquille
(1, 2) sur l'outil de formage (20) après l'alésage au tour de la douille filetée (22)
à partir de la feuille (23).
5. Procédé d'emboutissage selon la revendication 1, dans lequel on découpe la coquille
(1, 2) sur l'outil de formage (20) avant l'alésage au tour de la douille filetée (22)
à partir de la feuille (23).
6. Procédé d'emboutissage selon la revendication 4 ou 5, dans lequel on découpe entièrement
la coquille (1, 2) à partir de la feuille (23).
7. Procédé d'emboutissage selon la revendication 4 ou 5, dans lequel on découpe partiellement
la coquille (1, 2) à partir de la feuille (23) et des nervures résiduelles (38) subsistent
entre la feuille (23) et la coquille (1, 2).
8. Outil de formage (20) pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des
revendications 1 à 7 avec une douille de maintien (21) disposée de façon fixe en rotation
et une douille filetée (22) pouvant tourner en direction périphérique par rapport
à la douille de maintien (21) d'une position initiale à une position finale, dans
lequel des contours (25) sont formés dans la douille filetée (22) pour créer au moins
deux pas de vis (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f).
9. Outil de formage selon la revendication 8, dans lequel un poinçon intérieur (39) est
disposé au centre à l'intérieur de la douille de maintien (21).
10. Outil de formage selon la revendication 9, dans lequel le poinçon intérieur (39) et/ou
la douille de maintien (21) sont mobiles en direction axiale.
11. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, dans lequel la
douille filetée (22) est disposée de façon concentrique autour de la douille de maintien
(21).
12. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, dans lequel la
douille de maintien (21) présente une partie de paroi oblique (28), dans laquelle
sont disposées des nervures de maintien (26).
13. Outil de formage selon la revendication 12, dans lequel les nervures de maintien (26)
sont orientées en direction axiale ou radiale de la douille de maintien (21).
14. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, dans lequel un
dispositif de maintien (40) est disposé autour de la douille filetée (22).
15. Outil de formage selon la revendication 14, dans lequel le dispositif de maintien
(40) comprend un contre-appui de découpage fixe (41) et une plaque de maintien abaissable
(42).
16. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, dans lequel un
dispositif de maintien et de découpage (43) est disposé en périphérie autour de la
douille filetée (22).
17. Outil de formage selon la revendication 16, dans lequel le dispositif de maintien
et de découpage (43) comprend une plaque d'enlèvement (44), une plaque de coupe abaissable
(45) et une douille de coupe immobile (24) entourant de façon concentrique la douille
filetée (22), dans lequel la plaque d'enlèvement (44) et la plaque de coupe (45) sont
mobiles verticalement.
18. Outil de formage selon la revendication 17, dans lequel la douille de coupe (24) est
disposée entre la douille filetée (22) et la plaque d'enlèvement (44).
19. Outil de formage selon la revendication 16, dans lequel le dispositif de maintien
et de découpage (43) comprend un contre-appui de découpage immobile (41), une plaque
de maintien abaissable (42) et un couteau en bande d'acier (46) abaissable sur le
contre-appui de découpage (41).
20. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 8 à 19, dans lequel des
perçages d'aération (27) sont disposés dans la douille de maintien (21).
21. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 8 à 20, dans lequel la
douille filetée (22) parcourt, entre la position initiale et la position finale, une
course qui correspond à 10 % à 25 % de son pourtour.