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EP 1 776 497 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.2009 Patentblatt 2009/36 |
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Anmeldetag: 09.08.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2005/000462 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/015508 (16.02.2006 Gazette 2006/07) |
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VORRICHTUNG ZUM LOCKERN EINER TEXTILEN MATERIALBAHN
DEVICE FOR LOOSENING A WEB OF TEXTILE MATERIAL
DISPOSITIF CONFERANT DU LACHE A UNE BANDE CONTINUE DE MATERIAU TEXTILE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
10.08.2004 CH 132304
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.2007 Patentblatt 2007/17 |
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Patentinhaber: Strahm Textile Systems AG |
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8574 Lengwil (CH) |
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Erfinder: |
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- NIKLAUS, Michael
CH-8472 Seuzach (CH)
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Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf |
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Gachnang AG
Badstrasse 5
Postfach 323 8501 Frauenfeld 8501 Frauenfeld (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/08679 FR-A- 2 439 959 US-A- 4 409 709
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DE-A1- 2 951 295 US-A- 4 219 942 US-A- 4 965 918
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Lockern einer textilen Materialbahn
gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Textile Materialbahnen wie Vliese, Gewebe, Gewirke etc. müssen nach deren Herstellung
weiteren Behandlungen unterworfen werden, bevor sie weiter verarbeitet werden können.
Solche Behandlungen können Wärmebehandlungen, z.B. Schrumpfen oder Färben sein, es
können aber auch Appreturen aufgebracht werden, um die physikalischen oder optischen
Eigenschaften der Materialbahn zu verändern. Gewebe, die beispielsweise zu Frottee
oder Samt verarbeitet werden, werden in einem Lockerungsprozess behandelt, um die
von der Gewebeunterlage abstehenden Fasern oder Faserschlaufen aufzustellen.
[0003] Es ist bekannt, in einer Behandlungsanlage mittels Rüttelwalzen die Materialbahn
in Schwingung zu setzen und dadurch die Fasern der Materialbahn aufzustellen und das
Material schrumpfen zu lassen. Solche mechanischen Rüttelvorrichtungen sind aufwändig
und müssen, da sie rein mechanisch betrieben werden, entsprechend mit Schmiermitteln
versorgt werden.
Aus der
US-A-4,965,918 Oberbegriff des Anspruches 1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln
von textilen Warenbahnen bekannt. Die Warenbahn wird zwischen den einander gegenüberliegenden
Trumen zweier Transportbänder durch die Anlage geführt. Abwechslungsweise wird durch
Luftdüsen mit pilzförmigen Köpfen Luft von oben in die Warenbahn eingeblasen und unten
gegenüberliegend der Einblasstelle durch eine pilzförmige Düse abgesaugt. In Transportrichtung
gesehen daneben wird die Luft von unten nach oben geführt, so dass die Warenbahn einen
sinusförmigen Verlauf einnimmt. Mit einer solchen Vorrichtung können Warenbahnen getrocknet
werden; ein Lockern ist jedoch als Nebeneffekt nur in ganz beschränktem Umfange möglich,
da die Frequenz, mit der die Warenbahn auf- und niedergeblasen ist, zu klein ist,
um einen Lockerungseffekt zu erhalten.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zum Lockern
von textilen Materialbahnen, mit welcher die Amplitude und Frequenz der Rüttelbewegungen
auf einfache Weise ein- und verstellbar ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, während des Lockerungsprozesses
die Materialbahn thermisch zu bearbeiten, d.h. zu kühlen oder zu beheizen und/oder
eine Befeuchtung oder Trocknung durchführen zu können.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäss dem Patentanspruchs
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen näher
umschrieben.
Es gelingt durch gleichzeitiges Zuführen von Luft durch Düsen an sich gegenüberliegenden
Stellen der Materialbahn und durch Absaugen oder Entweichenlassen der zugeführten
Luft in einem benachbarten Bereich zur Luftzuführung die Materialbahn zwischen den
Trumen eines Transportbandpaares in Schwingung zu versetzen. Dabei wird die Materialbahn
zwischen den beiden Trumen hin und her geschleudert. Die für die Bewegung der Materialbahn
notwendige Luft kann als heisse Luft gleichzeitig zur Erhöhung der Schrumpfung verwendet
werden oder als kalte Luft zur Kühlung und/oder Trocknung der Materialbahn fungieren.
[0004] Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1
- einen Vertikalschnitt durch eine schematisch dargestellte Behandlungsvorrichtung,
- Figur 2
- einen Vertikalschnitt längs Linie II-II in Figur 1 und
- Figur 3
- einen Horizontalschnitt längs Linie III-III in Figur 2 durch die Vorrichtung.
[0005] In Figur 1 ist schematisch eine Behandlungsanlage 1 mit einem Gehäuse 3 sichtbar.
Im Innern des Gehäuses 3 ist im unteren Teil ein erstes Transportband 5 und im oberen
Teil ein zweites Transportband 7 sichtbar. Die Transportbänder 5,7 sind antreibbar
und laufen synchron beispielsweise je um vier Umlenkrollen 9 um. Die beiden einander
gegenüberliegenden Trume 5a und 7a verlaufen im wesentlichen parallel zueinander und
tragen eine Materialbahn 11 aus einem textilen Flächengebilde. Der Abstand der Trume
5,7 ist grösser als die Dicke d der Materialbahn 11. Die Materialbahn 11 wird durch
das untenliegende Transportband 5 in Richtung des Pfeils T durch die Behandlungsanlage
1 hindurchgefördert. Die Transportbänder 5,7 sind luftdurchlässig und können aus Gaze
oder gitterartigem Material bestehen.
[0006] An der Rückseite der beiden Trume 5a,7a befinden sich schlitzförmige Öffnungen 13
und 15 (vergleiche Figur 3), durch die Luft im wesentlichen senkrecht auf das Trum
5a,7a geblasen oder von diesem weggesaugt wird. Die Schlitze 13,15 bilden Blas- bzw.
Saugdüsen. Die schlitzförmigen Öffnungen 13,15 sind rückwärtig mit Druckleitungen
17 bzw. Saugleitungen 19 verbunden. Seitlich der Schlitze 13 sind im wesentlichen
parallel zur Oberfläche der Trume 5a,7a verlaufende Leitbleche 21 ausgebildet. Diese
liegen in geringem Abstand zur Oberfläche der Trume 5a,7a und bewirken, dass die durch
die schlitzförmigen Öffnungen 13 eingeblasene Luft an den Trumen 5a,7a umgelenkt wird
und von dort mit erhöhter Geschwindigkeit parallel zu den Trumen 5a,7a zu den absaugenden
Öffnungen 15 geführt und abgesaugt wird. Die mit hoher Geschwindigkeit von den Luft
zuführenden öffnungen 13 zu den Luft abführenden Öffnungen 15 geförderte Luft erzeugt
einen Unterdruck zwischen der Oberfläche der Trume 5a,7a und zieht die Materialbahn
11 satt an eines der beiden Trume 5a,7a an (Coanda-Effekt). Im Bereich der mit einer
Absaugung verbundenen Öffnungen 13 wird die anziehende Wirkung kurzzeitig aufgehoben
und die Materialbahn 11 löst sich vom jeweiligen Trum 5a,7a und nimmt wieder einen
grösseren Abstand zu den Leitblechen 21 ein. Anschliessend erfolgt wieder eine Anziehung,
so dass die Materialbahn 1.1 zwischen den Trumen 5a,7a eine Wellenbewegung ausführt,
also in eine zur Transportrichtung T senkrecht verlaufende Schwingung versetzt wird.
Diese Schwingungen werden von beiden Seiten in die Materialbahn 11 eingetragen und
lockern diese. Die Wechselwirkung der Anziehung der Materialbahn 11 erfolgt rein zufällig.
Es wird je nach der Distanz der Oberflächen der Materialbahn 11 entweder die oben
oder die unten angeordnete Düse wirksam. Die Zufuhr und die Abfuhr von Luft durch
die schlitzförmigen Öffnungen 13,15 erfolgt kontinuierlich, so dass keine mechanischen
Mittel zur Umsteuerung oder zur Erzeugung einer Pulsation notwendig sind. Da die Transportbänder
5,7 luftdurchlässig ausgebildet sind, kann die zugeführte, die Vibration erzeugende
Luft auch zur Befeuchtung oder zur Trocknung bzw. zur Erwärmung oder Kühlung der Materialbahn
11 eingesetzt werden. Je nach Abstand der Trume 5a,7a von den schlitzförmigen Öffnungen
13,15 und/oder mit der pro Zeiteinheit eingedüsten Luft kann die Amplitude und/oder
Frequenz der Schwingungen ein- und verstellt werden. Anstelle von schlitzförmigen
Düsen können auch in Reihen angeordnete runde Düsen eingesetzt werden.
In der Praxis können durch entsprechende Modifikation der Luftaustrittsöffnungen bekannte
Düsenkästen verwenden werden.
[0007] Der Transport der Materialbahn erfolgt ausschliesslich durch die Bewegung der Transportbänder
5,7 in Richtung des Pfeiles T.
1. Vorrichtung zum Lockern einer textilen Warenbahn (11) in einer Behandlungsanlage (1),
umfassend mindestens ein antreibbares Transportband (5, 7) zum Hindurchführen der
Materialbahn (11) durch die Behandlungsanlage (1) und ein Mittel zum Rütteln der Materialbahn
(11), wobei auf der Rückseite des die Materialbahn (11) tragenden Trums (5a, 7a) abwechslungsweise
Blas- (17) und Saugdüsen (19) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass stets einer Blasdüse (13) eine Blasdüse (13) und jeder Saugdüse (15) eine Saugdüse
(15) gegenüber liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass parallel und beabstandet zum ersten Transportband (5) ein zweites Transportband (7)
mit einem dem Trum (5a) des ersten Transportbandes (5) gegenüber liegenden zweiten
Trum (7a) umläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungen der Blasdüsen (17) seitlich von einem parallel zum Trum (5a) liegenden
Leitblech (21) umschlossen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Trume (5a, 7a) der Transportbänder (5, 7) grösser ist als die Dicke
(d) der Materialbahn (11).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugdüsen als Schlitzförmige Öffnungen (13) oder in Reihen angeordnete runde
Öffnungen ausgebildet sind.
1. Device for loosening a web of textile material (11) in a processing plant (1), comprising
at least one conveyor belt (5, 7) which can be driven in order to feed the material
web (11) through the processing plant (1) and a means for shaking the material web
(11), and blower nozzles (17) and suction nozzles (19) are disposed in an alternating
arrangement on the rear face of the strand (5a, 7a) supporting the material web (11),
characterised in that a blower nozzle (13) always lies opposite a blower nozzle (13) and a suction nozzle
(15) lies opposite every suction nozzle (15).
2. Device as claimed in claim 1, characterised in that a second conveyor belt (7) with a second strand (7a) lying opposite the strand (5a)
of the first conveyor belt (5) circulates parallel with and at a distance apart from
the first conveyor belt (5).
3. Device as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the openings of the blower nozzles (17) are laterally surrounded by a baffle plate
(21) lying parallel with the strand (5a).
4. Device as claimed in one of claims 2 to 3, characterised in that the distance between the strands (5a, 7a) of the conveyor belts (5, 7) is bigger
than the thickness (d) of the material web (11).
5. Device as claimed in one of claims 1 to 4, characterised in that the suction nozzles are provided in the form of slot-shaped openings (13) or in rows
of circular openings.
1. Dispositif conférant du lâche à une bande de matériau textile (11) dans une installation
de traitement (1), comprenant au moins une bande de transport (5, 7) pouvant être
entraînée pour faire passer la bande de matériau (11) à travers l'installation de
traitement (1) et un moyen pour secouer la bande de matériau (11), où sont disposés
sur le côté arrière du brin (5a, 7a) portant la bande de matériau (11) alternativement
des buses de soufflage (17) et d'aspiration (19), caractérisé en ce qu'est opposé toujours à une buse de soufflage (13) une buse de soufflage (13) et à chaque
buse d'aspiration (15) une buse d'aspiration (15).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que parallèlement et à une distance de la première bande de transport (5) tourne une
deuxième bande de transport (7) avec un deuxième brin (7a) opposé au brin (5a) de
la première bande de transport (5).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les embouchures des buses de soufflage (17) sont renfermées sur le côté par une tôle
de guidage (21) située parallèlement au brin (5a).
4. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 3, caractérisé en ce que l'écart des brins (5a, 7a) des bandes de transport (5, 7) est plus grand que l'épaisseur
(d) de la bande de matériau (11).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les buses d'aspiration sont réalisées comme ouvertures en forme de fente (13) ou
comme ouvertures rondes disposées en rangées.

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