Stand der Technik
[0001] Zur Einbringung von Kraftstoff in direkteinspritzende Dieselmotoren werden zurzeit
vermehrt hubgesteuerte Common-Rail-Systeme eingesetzt. Dies bedeutet, dass das die
Einspritzung steuernde Ventilglied dauernd vom Einspritzdruck beaufschlagt ist und
die Einspritzung dadurch geschieht, dass die Gegenkraft auf das Ventilglied abgesenkt
wird. Dadurch bewegt sich das Ventilglied, hier die Ventilnadel, und gibt Einspritzöffnungen
frei, durch die der Kraftstoff in einen Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird. Der Vorteil ist dabei, dass der Einspritzdruck an die Last und die Drehzahl
der Brennkraftmaschine angepasst werden kann.
[0002] Es sind eine Reihe von Common-Rail-Einspritzventilen bekannt, die jeweils nach unterschiedlichen
Prinzipien arbeiten. Ein Konzept ist hierbei, dass das Kraftstoffeinspritzventil einen
Piezo-Aktor beinhaltet, der direkt den Druck auf eine Düsennadel steuert. Der Piezo-Aktor
ist hierbei vom Kraftstoff umgeben, der in einem so genannten Rail zur Verfügung gestellt
wird und unter Einspritzdruck steht. Zwischen der Düsennadel und dem Piezo-Aktor ist
ein hydraulischer Kopplungsraum vorgesehen, um Längentoleranzen und thermische Drift
auszugleichen. Da der gesamte Piezo-Aktor vom Kraftstoff umgeben ist, der unter dem
hohen Kraftstoffdruck des Rails steht, müssen elektrische Zuleitungen aus dem Piezo-Aktor
nach außen geführt werden, um die Steuerspannung an die Piezo-Aktor anlegen zu können.
Bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventilen, wie sie beispielsweise aus der
DE 10 2004 002299 A1 bekannt sind, ist am Piezo-Aktor ein Aktorfuß ausgebildet, in dem die Leitungen nach
außen geführt werden. Im Aktorfuß sind die Leitungen in einer Glaseinschmelzung geführt,
die kraftstoffdicht abgeschlossen sind.
[0003] Der Aktorfuß übernimmt dabei zwei Aufgaben. Zum einen muss er die Kraft aufnehmen,
die durch den Kraftstoffdruck auf den Piezo-Aktor ausgeübt wird und darüber hinaus
die Kraft einer Feder, die den Piezo-Aktor gegen den Aktorfuß vorspannt. Diese Kraft,
die bei modernen Kraftstoffeinspritzventilen einige 1000 N betragen kann, muss dabei
so am Aktorfuß abgestützt werden, dass sie möglichst gut zur Längsachse des Piezo-Aktors
fluchtet. Andernfalls könnte es zu einem erhöhten Verschleiß, zu Querkräften oder
zu einem Klemmen der beweglichen Teile im Kraftstoffeinspritzventil kommen.
[0004] Die Abstützung des Aktorfußes am Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils erfolgt beispielsweise
über einen Kugel-Kegel-Kontakt, wobei am Aktorfuß eine Kugelfläche und am Gehäuse
des Kraftstoffeinspritzventils eine Kegelfläche ausgebildet ist. Zwischen der Kugelfläche
und der Kegelfläche bildet sich eine kreisförmige Dichtlinie, die neben der kardanischen
Auflage des Aktors auch die Funktion der Hochdruckdichtung übernimmt. Die Anpress-
und damit die Dichtkraft auf die Dichtlinie ist abhängig vom Raildruck und von der
verwendeten Feder, die den Piezo-Aktor vorspannt. Bei hohen Raildrücken ist üblicherweise
eine genügend große Kraft vorhanden, um an dieser Stelle eine Leckage zu verhindern.
Nachteil bei dieser Konstruktion, wie sie beispielsweise aus der
DE 103 36 327 A1 bekannt ist, ist jedoch, dass bei kleinen Raildrücken die Dichtkraft abnimmt und
die geforderte Dichtfunktion nicht mehr sichergestellt ist.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 weist dem gegenüber den Vorteil auf, dass bei jedem Raildruck
eine ausreichende Dichtheit an der Anlagestelle zwischen Piezo-Aktor und dem Gehäuse
des Kraftstoffeinspritzventils gegeben ist. Hierzu ist im Gehäuse eines Kraftstoffeinspritzventils
ein Hohlraum ausgebildet, in dem ein Piezo-Aktor angeordnet ist. Der Piezo-Aktor umfasst
ein Piezo-Element, das bei Anlegen einer geeigneten elektrischen Spannung einen Hub
ausführt. Zwischen der Wand des Hohlraums und dem Piezo-Aktor verbleibt ein Kraftstoffraum,
der mit Kraftstoff befüllbar ist. An der Außenseite des Gehäuses sind elektrische
Kontakte ausgebildet, an die eine geeignete elektrische Spannung anlegbar ist und
die über im Gehäuse verlaufende Leitungen mit dem Piezo-Element verbunden sind. Der
Piezo-Aktor ist mit dem Gehäuse durch eine Schweiß- oder Klebeverbindung so verbunden,
dass der Kraftstoffraum nach außen kraftstoffdicht verschlossen ist und so bei jedem
Raildruck eine ausreichende Dichtheit gegeben ist.
[0006] Durch die abhängigen Ansprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes
der Erfindung möglich. In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der Piezo-Aktor
einen Aktorfuß, der fest mit dem Piezo-Element verbunden ist. Der Aktorfuß wird über
eine Schweiß- oder Klebeverbindung mit dem Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils
verbunden, wobei die Leitungen, die die Kontakte mit dem Piezo-Element verbinden,
durch den Aktorfuß verlaufen. Da der Aktorfuß nicht selbst piezoaktiv ist, kann ein
Material verwendet werden, das mit dem Material des Gehäuses leicht verbindbar ist,
also beispielsweise verschweißt oder durch eine geeignete Klebeverbindung sicher verbunden
werden kann. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Piezo-Aktor keinen Aktorfuß
aufweist und dass das Piezo-Element direkt mit dem Gehäuse verklebt ist. In diesem
Fall verlaufen die elektrischen Leitungen ausschließlich im Gehäuse und sind an ihrem
Ende mit dem Piezo-Element verbunden.
[0007] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist am Aktorfuß und am Haltekörper,
der einen Teil des Gehäuses bildet, jeweils eine plane Fläche ausgebildet, mit der
der Aktorfuß und der Haltekörper aneinander anliegen. Durch eine solche plane Fläche
kann durch zwischen den Flächen aufgetragenen Klebstoff eine sichere Klebeverbindung
zwischen dem Haltekörper und dem Aktorfuß hergestellt werden. Es ist hier auch gut
möglich, eine Schweißnaht an der Außenseite der planen Flächen anzubringen und so
den Aktorfuß mit dem Haltekörper sicher zu verbinden. In vorteilhafter Weise erstreckt
sich die Schweißverbindung hierbei über den gesamten Umfang des Aktorfußes.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die planen Flächen am Ende eines
zylindrischen Abschnitts ausgebildet, wobei jeweils ein zylindrischer Abschnitt am
Aktorfuß und am Haltekörper ausgebildet ist. Beide zylindrischen Abschnitte umgibt
eine Hülse, wobei die Hülse mit beiden zylindrischen Abschnitten verschweißt oder
verklebt ist. Die Hülse ist vorzugsweise aus einem Material gefertigt, das sowohl
mit dem Material des Aktorfußes als auch mit dem Material des Haltekörpers entweder
gut verschweißt oder verklebt werden kann, sodass eine sichere Verbindung auch dann
gegeben ist, wenn sich eine solche Verbindung direkt zwischen Aktorfuß und Haltekörper
nur schwer ausbilden lässt. In vorteilhafter Weise weisen hierbei beide zylindrischen
Abschnitte zumindest im wesentlichen den gleichen Durchmesser auf.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist der Aktorfuß einen zylindrischen
Abschnitt auf, während am Haltekörper eine zylindrische Aufnahme ausgebildet ist,
in der der zylindrische Abschnitt des Aktorfußes in Einbaulage des Kraftstoffeinspritzventils
angeordnet ist. Die Verbindung wird durch eine Schweiß- oder Klebeverbindung zwischen
der zylindrischen Aufnahme und dem zylindrischen Abschnitt des Aktorfußes ausgebildet,
sodass eine ähnlich gute Verbindung wie durch die Hülse erreicht wird, jedoch mit
weniger Bauteilen.
[0010] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0011] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils
dargestellt. Es zeigt
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung des mit II bezeichneten Ausschnitts von Figur 1
- Figur 3
- eine alternative Ausgestaltung in einer ähnlichen Darstellung wie Figur 2, wobei hier
nur der Haltekörper und der Piezo-Aktor gezeichnet sind,
- Figur 4 und Figur 5
- in der gleichen Darstellung wie Figur 3 weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil im Längsschnitt dargestellt.
Das Kraftstoffeinspritzventil umfasst ein Gehäuse 1, das einen Haltekörper 3, eine
Druckhülse 5 und eine Drosselscheibe 11 umfasst, wobei der Haltekörper 3 mit der Druckhülse
5 über eine Spannhülse 6 verschraubt ist. An die Drosselscheibe 11 schließt sich eine
Düse 8 an, die über eine Spannmutter 12 mit der Druckhülse 5 verschraubt ist, sodass
die Düse 8 unter Zwischenlage der Drosselscheibe 11 gegen das Gehäuse 1 verspannt
ist.
[0013] Die Düse 8 umfasst einen Düsenkörper 10, in dem eine Bohrung ausgebildet ist, in
der eine kolbenförmige Düsennadel 13 längsverschiebbar angeordnet ist. Die Düsennadel
13 steuert in der bekannten Weise die Öffnung wenigstens einer Einspritzöffnung 14,
über die der Kraftstoff direkt in einen Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird. Zwischen der Drosselscheibe 11 und der brennraumabgewandten Stirnfläche der
Düsennadel 13 einerseits und zwischen der Drosselscheibe 11 und einem in der Druckhülse
5 angeordneten Steuerbolzen 25 ist ein Steuerraum 28 ausgebildet, wobei die beiden
Teile des Steuerraums 28 über eine Drossel 29 miteinander verbunden sind, die in der
Drosselscheibe 11 ausgebildet ist. Der Steuerbolzen 25 ist hierbei in einem in der
Druckhülse 5 ausgebildeten Hohlraum 7 angeordnet, in dem auch ein Piezo-Aktor 15 vorhanden
ist. Der Piezo-Aktor 15 umfasst ein Piezo-Element 17, das aus einem piezoaktiven Material
besteht und eine Vielzahl von Schichten aufweist, zwischen denen Elektroden ausgebildet
sind. Das Piezo-Element 17 liegt mit seiner Stirnfläche, die der Düse 8 zugewandt
ist, am Steuerbolzen 25 an, und mit der entgegen gesetzten Stirnfläche an einem Aktorfuß
19, der Teil des Piezo-Aktors 15 ist. Das Piezo-Element 17 ist hierbei von einer Hülse
umgeben, die das Piezo-Element 17 nach außen flüssigkeitsdicht isoliert, so dass ein
zwischen dem Piezo-Aktor 15 bzw. Piezo-Element 17 verbleibender Kraftstoffraum 24
mit Kraftstoff befüllt werden kann, ohne die Funktionsfähigkeit des Piezo-Aktors 15
zu beeinträchtigen.
[0014] Der Steuerbolzen 25 wird von einer Spannfeder 27 umgeben, die sich einerseits am
Steuerbolzen 25 und andererseits über eine Hülse 26 an der Drosselscheibe 11 abstützt.
Da die Spannfeder 27 unter Druckvorspannung angeordnet ist, drückt sie den Steuerbolzen
25 entgegen den Piezo-Aktor 15 und diesen dadurch mit dem Aktorfuß 19 gegen den Haltekörper
3. Damit ist das gesamte Piezo-Element 17 unter Druckvorspannung gesetzt, was sicherstellt,
dass das Piezo-Element 17 während des Betrieb nie unter Zugspannung gerät. Im Haltekörper
3 sind elektrische Kontakte 22 ausgebildet, die über elektrische Leitungen 21, die
im Haltekörper 3 verlaufen, mit dem Piezo-Element 17 verbunden sind. Im Haltekörper
3 befindet sich daneben ein Kraftstoffanschluss 32, über den das Kraftstoffeinspritzventil
mit einer Kraftstoffhochdruckquelle, vorzugsweise einem Rail eines Common-Rail-Systems,
verbunden ist. Über den Kraftstoffanschluss 32 lässt sich Kraftstoff unter hohem Druck
in den zwischen dem Piezo-Aktor 15 und der Wand des Hohlraums 7 verbleibenden Kraftstoffraum
24 leiten. Von dort kann der Kraftstoff weiter am Druckbolzen 25 vorbei durch in der
Zeichnung nicht dargestellte Öffnungen in der Drosselscheibe 11 in die Düse 8 fließen,
wo er die Düsennadel 13 umspült und bis in den Bereich der Einspritzöffnungen 14 gelangt.
[0015] Die Funktionsweise des Kraftstoffeinspritzventils ist wie folgt: Wenn keine Einspritzung
von Kraftstoff erfolgen soll, ist das Piezo-Element 17 bestromt und hat seine maximale
Länge erreicht, sodass der Steuerbolzen 25 das Volumen des Steuerraums 28 minimiert.
Da ein hoher Kraftstoffdruck im Steuerraum 28 herrscht, wird die Ventilnadel 13 in
ihre Schließstellung gedrückt und verschließt die Einspritzöffnungen 14. Soll eine
Einspritzung erfolgen, so wird die Bestromung des Piezo-Elements 17 zurückgefahren,
sodass sich das Piezo-Element 14 verkürzt. Dadurch bewegt sich der Ventilbolzen 25
von der Düse 8 weg und vergrößert das Volumen des Steuerraums 28, sodass die hydraulische
Kraft auf die Stirnfläche der Ventilnadel 13 abnimmt. Durch den hydraulischen Druck
auf die Ventilnadel 13 wird diese nach Wegfall der Schließkraft von den Einspritzöffnungen
14 wegbewegt und gibt diese dadurch frei, sodass eine Einspritzung von Kraftstoff
in den Brennraum der Brennkraftmaschine erfolgt.
[0016] In
Figur 2 ist eine Vergrößerung des mit II bezeichneten Ausschnitts von Figur 1 dargestellt.
Die Leitungen 21, die im Gehäuse 3 verlaufen, finden ihre Fortsetzung im Aktorfuß
19, wo die beiden Leitungen 21 in die beiden Außenelektroden 18, 18' des Piezo-Elements
17 verzweigen. Beide Leitung 21, 21' sind hierbei im Aktorfuß 19 in einer Glaseinschmelzung
23, 23' geführt, die eine flüssigkeitsdichte Durchleitung der Leitungen 21, 21' gewährleisten.
Am Aktorfuß 19 ist eine ballige oder kugelschalenförmige Anlagefläche 34 ausgebildet,
die an eine konische Anlagefläche 33, die am Haltekörper 3 ausgebildet ist, anliegt.
Durch die ballige Ausgestaltung der Anlagefläche 34 wird ein leichter axialer Versatz
des Aktorfußes 19 und damit des gesamten Piezo-Aktors 15 ausgeglichen, sodass auch
bei leichter Schrägstellung eine Dichtlinie zwischen den beiden Anlageflächen 33,
34 entsteht, die den Aktorfuß 19 auf seinem gesamten Umfang umgibt.
[0017] Am Aktorfuß 19 ist ein zylindrischer Abschnitt 35 ausgebildet, der in einer zylindrischen
Aufnahme 37 angeordnet ist, die am Haltekörper 3 ausgebildet ist. Die Aufnahme 37
und der zylindrische Abschnitt 35 sind hierbei in ihrem Innendurchmesser bzw. Außendurchmesser
so aufeinander abgestimmt, dass der zylindrische Abschnitt 35 mit nur geringem Spiel
in der zylindrischen Aufnahme 37 geführt ist. Zwischen der zylindrischen Aufnahme
37 und dem zylindrischen Abschnitt 35 ist eine Schweißverbindung 40 ausgebildet, die
den zylindrischen Abschnitt 35 auf seinem gesamten Umfang umgibt. Hierdurch ist eine
dichte Verbindung zwischen dem Haltekörper 3 und dem Aktorfuß 19 gegeben, die unabhängig
vom Druck im Kraftstoffraum 24 das Gehäuse 1 flüssigkeitsdicht nach außen abschließt.
Es ist hierbei auch möglich, dass zwischen der zylindrischen Aufnahme 37 und dem zylindrischen
Abschnitt 35 eine Klebeverbindung besteht, wobei in diesem Fall ein geeigneter, kraftstoffresistenter
Kleber zwischen dem zylindrischen Abschnitt 35 und der zylindrischen Aufnahme 37 eingebracht
wird.
[0018] Durch die Glaseinschmelzung 23, 23' einerseits und die Schweißverbindung 40 andererseits
wird der Kraftstoffraum 24 flüssigkeitsdicht nach außen abgedichtet, wobei nach wie
vor eine leichte Montierbarkeit gegeben ist. Da der Haltekörper 3 mit der Druckhülse
5 über eine Spannhülse 6 verschraubt ist, lässt sich der Aktorfuß 19 mit dem Haltekörper
3 zuerst verbinden und beide Teile dann gemeinsam durch die Spannhülse 6 mit der Druckhülse
5 verbinden.
[0019] In
Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Piezo-Aktors mit dem zugehörigen
Haltekörper 3 gezeigt. Am Haltekörper 3 ist hier ein zylindrischer Abschnitt 36 und
daran eine plane Stirnfläche 41 ausgebildet und am Aktorfuß 19 eine eben solche plane
Stirnfläche 42, wobei Aktorfuß 19 und Haltekörper 3 an den Stirnflächen 41, 42 aneinander
anliegen. Die beiden Stirnflächen 41, 42 sind ringscheibenförmig ausgebildet und weisen
zumindest im wesentlichen denselben Außendurchmesser auf. Zur Verbindung des Haltekörpers
3 mit dem Aktorfuß 19 ist eine Schweißnaht 40' ausgebildet, die den Aktorfuß 19 bzw.
den Haltekörper 3 auf ihrem gesamten Umfang umgibt. Statt der Schweißverbindung 40'
kann auch eine Klebeverbindung vorgesehen sein, wobei ein geeigneter kraftstoffresistenter
Kleber zwischen die beiden Stirnflächen 41, 42 eingebracht wird. Die Leitungen 21,
21' sind, ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2, im Haltekörper 3 und
im Aktorfuß 19 geführt und werden von der Schweißverbindung 40' vollständig umgeben.
Zur Abdichtung der Leitungen 21, 21' dienen auch hier Glaseinschmelzungen 23, 23'.
[0020] Das Ausführungsbeispiel nach
Figur 4 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach Figur 3 dadurch, dass hier eine Hülse
44 vorgesehen ist, die sowohl den Haltekörper 3 als auch den Aktorfuß 19 im Bereich
der planen Stirnflächen 41, 42 umgibt. Durch den gleichen oder annähernd gleichen
Außendurchmesser im Bereich der Stirnflächen 41, 42 kann die Hülse 44 so ausgebildet
sein, dass sie nur ein geringes Spiel aufweist, sowohl gegenüber dem Haltekörper 3
als auch dem Aktorfuß 19. Die Abdichtung erfolgt durch zwei Schweißverbindungen 46,
46', wobei die Hülse 44 sowohl mit dem Haltekörper 3 als auch mit dem Aktorfuß 19
verschweißt wird. Beide Schweißnähte 46, 46' umgeben hierbei die Hülse 44 auf ihrem
gesamten Umfang. Durch die Verwendung einer separaten Hülse 44 kann ein Material verwendet
werden, das sowohl in seiner Paarung mit dem Material des Haltekörpers 3 als auch
mit dem Material des Aktorfußes 19 gut schweißbar ist, sodass eine dichte Verbindung
über die gesamte Lebensdauer des Kraftstoffeinspritzventils erreicht wird.
[0021] Neben einer Schweißverbindung 46, 46' kann es auch hier vorgesehen sein, dass die
Hülse 44 über eine Klebeverbindung mit dem Haltekörper 3 bzw. mit dem Aktorfuß 19
verbunden wird. Der kraftstoffresistente Klebstoff wird hierbei auf die Innenseite
der Hülse 44 aufgebracht und dichtet so die Durchführung der Leitungen 21 zur Außenseite
des Gehäuses 1 ab.
[0022] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Piezo-Aktors 15 mit
dazu gehörigem Gehäuse 3 in derselben Darstellung wie Figur 3 und 4. Im Gegensatz
zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen fehlt hier der Aktorfuß 19, sodass das
Piezo-Element 17 direkt mit dem Gehäuse 3 verklebt ist. Hierbei liegt das Piezo-Element
17 mit seiner Stirnfläche 117 an einer zumindest in etwa ebenso großen Stirnfläche
103 des Gehäuses 3 an. Ist auch hier die Klebeverbindung zwischen den Stirnflächen
117 und 103 kraftstoffresistent ausgebildet, kann verhindert werden, dass der Kraftstoff
über die Lebensdauer des Kraftstoffeinspritzventils zwischen das Piezo-Element 17
und den Haltekörper 3 dringt. Die Abdichtung der Leitungen 21, 21' erfolgt hier, wie
schon bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen, über Glaseinschmelzungen 23,
23'.
[0023] Für alle gezeigten Ausführungsbeispiele kann bei einem Piezo-Element 17 mit innenliegenden
Kontakten bzw. mit stirnseitig angebrachten Kontakten die elektrischen Leitungen innerhalb
der durch die Schweißverbindung gegebenen Dichtlinie erfolgen. Dies führt dazu, dass
gegebenenfalls die Durchführung der elektrischen Leitungen über Glaseinschmelzungen
entfallen kann, da die Leitungen nicht mehr vom Kraftstoffdruck im Kraftstoffraum
24 beaufschlagt wären.
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Gehäuse (1) und einem
darin ausgebildeten Hohlraum (7), in dem ein Piezo-Aktor (15) angeordnet ist, wobei
der Piezo-Aktor (15) ein Piezo-Element (17) aufweist, das bei Anlegen einer geeigneten
elektrischen Spannung einen Hub ausführt, und mit einem zwischen der Wand des Hohlraums
(7) und dem Piezo-Element (15) verbleibenden Kraftstoffraum (24), der mit Kraftstoff
befüllt werden kann, und mit elektrischen Kontakten (22), die an der Außenseite des
Gehäuses (1) angeordnet sind und an die eine elektrische Spannung anlegbar ist, wobei
die Kontakte (22) über im Gehäuse (1) verlaufende Leitungen (21; 21') mit dem Piezo-Element
(15) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Piezo-Element (15) mit dem Gehäuse (1) durch eine Schweiß- oder Klebeverbindung
(40; 40'; 46; 46') so verbunden ist, dass der Kraftstoffraum (24) nach außen kraftstoffdicht
verschlossen ist.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Piezo-Aktor (15) einen Aktorfuß (19) umfasst, wobei der Piezo-Aktor (15) mit
dem Aktorfuß (19) fest verbunden ist und das Gehäuse (1) mit dem Aktorfuß (19) über
die Schweiß- oder Klebeverbindung (40; 40'; 46; 46') verbunden ist, wobei die Leitungen
(21; 21') durch den Aktorfuß (19) verlaufen.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Piezo-Element (17) direkt mit dem Gehäuse (1) verklebt ist.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Aktorfuß verlaufenden Leitungen (21; 21') von der Schweiß- oder Klebeverbindung
(40; 40'; 46; 46') umgeben sind.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) einen Haltekörper (3) umfasst, in dem die Leitungen (21; 21') verlaufen,
wobei am Aktorfuß (19) und am Haltekörper (3) jeweils eine plane Stirnfläche (41;
42) ausgebildet ist, mit der der Aktorfuß (19) und der Haltekörper (3) aneinander
anliegen.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Aktorfuß (19) und Haltekörper (3) eine Klebeverbindung besteht, die zwischen
den planen Stirnflächen (41; 42) ausgebildet ist.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Aktorfuß (19) und Haltekörper (3) eine Schweißverbindung (40; 40') besteht,
wobei die Schweißverbindung (40; 40') über den gesamten Umfang des Aktorfußes (19)
erstreckt.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Aktorfuß (19) und am Haltekörper (3) jeweils ein zylindrischer Abschnitt (35;
36) ausgebildet ist, an dem die planen Stirnflächen (41; 42) ausgebildet sind, und
mit einer Hülse (26), die beide zylindrischen Abschnitte (35; 36) umgibt und die mit
beiden zylindrischen Abschnitten (35; 36) verschweißt ist und dadurch die Schweißverbindung (46; 46') bildet.
9. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zylindrischen Abschnitte (35; 36) zumindest im wesentlichen den gleichen
Durchmesser aufweisen.
10. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Aktorfuß (19) ein zylindrischer Abschnitt (35) ausgebildet ist und an einem Haltekörper
(3), der Teil des Gehäuses (1) ist, eine zylindrische Aufnahme (37), in der der zylindrische
Abschnitt (35) in Einbaulage im Kraftstoffeinspritzventil angeordnet ist, wobei die
Schweiß- oder Klebeverbindung (40) zwischen der zylindrischen Aufnahme (37) und dem
zylindrischen Abschnitt (35) ausgebildet ist.