[0001] Die Erfindung betrifft eine Dampfturbine mit einem Gehäuse, wobei eine einen Schubausgleichskolben
aufweisende Turbinenwelle drehgelagert innerhalb des Gehäuses angeordnet und entlang
einer Rotationsachse gerichtet ist, wobei ein Strömungskanal zwischen dem Gehäuse
und der Turbinenwelle ausgebildet ist, wobei die Turbinenwelle in ihrem Inneren eine
Kühlleitung zur Führung von Kühldampf in Richtung der Rotationsachse aufweist und
die Kühlleitung mit zumindest einer Zuströmleitung zur Zuströmung von Kühldampf aus
dem Strömungskanal in die Kühlleitung verbunden ist.
[0002] Zur Steigerung des Wirkungsgrades einer Dampfturbine trägt die Verwendung von Dampf
mit höheren Drücken und Temperaturen bei. Die Verwendung von Dampf mit einem solchen
Dampfzustand stellt erhöhte Anforderungen an die entsprechende Dampfturbine.
[0003] Unter einer Dampfturbine im Sinne der vorliegenden Anmeldung wird jede Turbine oder
Teilturbine verstanden, die von einem Arbeitsmedium in Form von Dampf durchströmt
wird. Im Unterschied dazu werden Gasturbinen mit Gas und/oder Luft als Arbeitsmedium
durchströmt, das jedoch völlig anderen Temperatur- und Druckbedingungen unterliegt
als der Dampf bei einer Dampfturbine. Im Gegensatz zu Gasturbinen weist bei Dampfturbinen
z. B. das einer Teilturbine zuströmende Arbeitsmedium mit der höchsten Temperatur
gleichzeitig den höchsten Druck auf. Ein offenes Kühlsystem, wie bei Gasturbinen,
ist also nicht ohne externe Zuführung realisierbar.
[0004] Eine Dampfturbine umfasst üblicherweise einen mit Schaufeln besetzten drehbar gelagerten
Rotor, der innerhalb eines Gehäusemantels angeordnet ist. Bei Durchströmung des vom
Gehäusemantel gebildeten Strömungsraumes mit erhitztem und unter Druck stehendem Dampf
wird der Rotor über die Schaufeln durch den Dampf in Rotation versetzt. Die am Rotor
angebrachten Schaufeln werden auch als Laufschaufeln bezeichnet. Am Gehäusemantel
sind darüber hinaus üblicherweise stationäre Leitschaufeln angebracht, welche in die
Zwischenräume der Laufschaufeln greifen. Eine Leitschaufel ist üblicherweise an einer
ersten Stelle entlang einer Innenseite des Dampfturbinengehäuses gehalten. Dabei ist
sie üblicherweise Teil eines Leitschaufelkranzes, welcher eine Anzahl von Leitschaufeln
umfasst, die entlang eines Innenumfangs an der Innenseite des Dampfturbinengehäuses
angeordnet sind. Dabei weist jede Leitschaufel mit ihrem Schaufelblatt radial nach
innen. Ein Leitschaufelkranz an einer Stelle entlang der axialen Ausdehnung wird auch
als Leitschaufelreihe bezeichnet. Üblicherweise ist eine Anzahl von Leitschaufelreihen
hintereinander angeordnet.
[0005] Eine wesentliche Rolle bei der Steigerung des Wirkungsgrades spielt die Kühlung.
Bei den bisher bekannten Kühlmittelmethoden zur Kühlung eines Dampfturbinengehäuses,
ist zwischen einer aktiven Kühlung und einer passiven Kühlung zu unterscheiden. Bei
einer aktiven Kühlung wird eine Kühlung durch ein dem Dampfturbinengehäuse separat,
d. h. zusätzlich zum Arbeitsmedium zugeführtes Kühlmedium bewirkt. Dagegen erfolgt
eine passive Kühlung lediglich durch eine geeignete Führung oder Verwendung des Arbeitsmediums.
Eine übliche Kühlung eines Dampfturbinengehäuses beschränkt sich auf eine passive
Kühlung. So ist beispielsweise bekannt, ein Innengehäuse einer Dampfturbine mit kühlem,
bereits expandiertem Dampf zu umströmen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass eine Temperaturdifferenz
über die Innengehäusewandung beschränkt bleiben muss, da sich sonst bei einer zu großen
Temperaturdifferenz das Innengehäuse thermisch zu stark verformen würde. Bei einer
Umströmung des Innengehäuses findet zwar eine Wärmeabfuhr statt, jedoch erfolgt die
Wärmeabfuhr relativ weit entfernt von der Stelle der Wärmezufuhr. Eine Wärmeabfuhr
in unmittelbarer Nähe der Wärmezufuhr ist bisher nicht in ausreichendem Maße verwirklicht
worden. Eine weitere passive Kühlung kann mittels einer geeigneten Gestaltung der
Expansion des Arbeitsmediums in einer so genannten Diagonalstufe erreicht werden.
Hierüber lässt sich allerdings nur eine sehr begrenzte Kühlwirkung auf das Gehäuse
erzielen.
[0006] Die in den Dampfturbinen drehbar gelagerten Dampfturbinenwellen werden im Betrieb
thermisch sehr beansprucht. Die Entwicklung und Herstellung einer Dampfturbinenwelle
ist zugleich teuer und zeitaufwändig. Die Dampfturbinenwellen gelten als die am höchsten
beanspruchten und teuersten Komponenten einer Dampfturbine. Dies gilt zunehmend für
hohe Dampftemperaturen.
[0007] Mitunter aufgrund der hohen Massen der Dampfturbinenwellen sind diese thermisch träge,
was sich negativ bei einem thermischen Lastwechseln eines Turbosatzes auswirkt. Das
bedeutet, dass die Reaktion der gesamten Dampfturbine auf einen Lastwechsel im starken
Maße von der Schnelligkeit der Dampfturbinenwelle auf thermisch veränderte Bedingungen
reagieren zu können, abhängt. Zur Überwachung der Dampfturbinenwelle wird standardmäßig
die Temperatur überwacht, was aufwändig und kostspielig ist.
[0008] Eine Eigenschaft der Dampfturbinenwellen ist, dass diese über keine wesentliche Wärmesenke
verfügen. Daher gestaltet sich die Kühlung der an der Dampfturbinenwelle angeordneten
Laufschaufeln als schwierig.
[0009] Zur Verbesserung der Anpassung einer Dampfturbinenwelle auf eine thermische Beanspruchung
ist es bekannt, diese im Einströmbereich auszuhöhlen oder als Hohlwelle auszubilden.
Diese Hohlräume sind in der Regel abgeschlossen und mit Luft gefüllt.
[0010] Allerdings wirken sich die im Betrieb auftretenden hohen Spannungen, die zum großen
Teil aus Tangentialspannungen aus der Fliehkraft bestehen, nachteilig auf die vorgenannten
Dampfturbinen-Hohlwellen aus. Diese Spannungen sind in etwa doppelt so hoch wie die
Spannungen, die bei entsprechenden Vollwellen auftreten würden. Dies hat einen starken
Einfluss auf die Werkstoffauswahl der Hohlwellen, was dazu führen kann, dass die Hohlwellen
für hohe Dampfzustände nicht geeignet bzw. nicht realisierbar sind.
[0011] Im Gasturbinenbau ist es bekannt, luftgekühlte Hohlwellen als dünnwandige Schweißkonstruktionen
auszuführen. Es ist unter anderem bekannt, die Gasturbinenwellen über eine so genannte
Hirth-Verzahnung mit Scheiben auszubilden. Diese Gasturbinenwellen weisen dafür einen
zentralen Zuganker auf.
[0012] Allerdings ist eine direkte Übertragung der Kühlprinzipien bei Gasturbinen auf den
Dampfturbinenbau in der Regel nicht möglich, da eine Dampfturbine im Gegensatz zur
Gasturbine als geschlossenes System betrieben wird. Darunter ist zu verstehen, dass
das Arbeitsmedium in einem Kreislauf sich befindet und nicht in die Umgebung abgeführt
wird. Das bei einer Gasturbine eingesetzte Arbeitsmedium, das im Grunde genommen aus
Luft und Abgas besteht, wird nach dem Durchtritt durch die Turbineneinheit der Gasturbine
in die Umgebung abgegeben.
[0013] Dampfturbinen weisen darüber hinaus im Gegensatz zur Gasturbine keine Verdichtereinheit
auf und des Weiteren sind die Wellen der Dampfturbine im Allgemeinen nur radial zugänglich.
[0014] Dampfturbinen mit einer Dampfeintrittstemperatur von ungefähr 600°C wurden in den
1950er Jahren entwickelt und gebaut. Diese Dampfturbinen wiesen eine radiale Beschaufelung
auf. Der heutige Stand der Technik im Dampfturbinenbau umfasst Wellenkühlungen mit
radialer Anordnung der ersten Leitschaufelreihe in Form von Diagonal- oder Regelstufen
auf. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist jedoch die geringe Kühlwirkung dieser
Diagonal- oder Regelstufen.
[0015] Besonders thermisch belastet werden bei den Dampfturbinenwellen die Kolben- und Einströmbereiche.
Mit Kolbenbereich ist der Bereich eines Schubausgleichskolbens zu verstehen. Der Schubausgleichskolben
wirkt in einer Dampfturbine derart, dass eine durch das Arbeitsmedium hervorgerufene
Kraft auf die Welle in einer Richtung eine Gegenkraft in Gegenrichtung ausgebildet
wird.
[0016] Eine Kühlung einer Dampfturbinenwelle ist unter anderem in der
EP 0 991 850 B1 beschrieben. Dabei wird eine Kompakt- bzw. Hochdruck- und Mitteldruck-Teilturbine
durch eine Verbindung in der Welle, durch die ein Kühlmedium strömen kann, ausgeführt.
Als nachteilig wird hierbei empfunden, dass zwischen zwei verschiedenen Expansionsabschnitten
kein regelbarer Bypass ausgebildet werden kann. Darüber hinaus sind Probleme im instationären
Betrieb möglich.
[0017] Wünschenswert wäre es, eine Dampfturbine auszubilden, die für hohe Temperaturen geeignet
ist.
[0018] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Dampfturbine anzugeben, die bei hohen Dampftemperaturen
betrieben werden kann.
[0019] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Dampfturbine mit einem Gehäuse, wobei eine einen
Schubausgleichskolben aufweisende Turbinenwelle drehgelagert innerhalb des Gehäuses
angeordnet und entlang einer Rotationsachse gerichtet ist, wobei ein Strömungskanal
zwischen dem Gehäuse und der Turbinenwelle ausgebildet ist, wobei die Turbinenwelle
in ihrem Inneren eine Kühlleitung zur Führung von Kühldampf in Richtung der Rotationsachse
aufweist und die Kühlleitung einerseits mit zumindest einer Zuströmleitung zur Zuströmung
von Kühldampf aus dem Strömungskanal in die Kühlleitung verbunden ist, wobei die Kühlleitung
andererseits mit zumindest einer Abströmleitung zur Führung von Kühldampf auf eine
Schubausgleichskolbenmanteloberfläche verbunden ist.
[0020] Es wird somit eine Dampfturbine mit einer Dampfturbinenwelle vorgeschlagen, die in
den während des Betriebes heißen Bereichen jeweils hohl ist und mit einer internen
Kühlung versehen ist. Die Erfindung geht von dem Aspekt aus, dass während des Betriebes
expandierter Dampf durch das Welleninnere zum Ausgleichskolben geführt wird und dort
den thermisch sehr beanspruchten Ausgleichskolben kühlt. Mit der vorgeschlagenen Kühlmöglichkeit
können vor allem diejenigen Dampfturbinenwellen gekühlt werden, die einen Ausgleichskolben
aufweisen. Dies wären z. B. Hochdruck-, Mitteldruck- sowie K-Teilturbinen. Wobei unter
einer K-Teilturbine eine Kompakt-Teilturbine zu verstehen ist, die einen auf einer
Dampfturbinenwelle befindlichen Hochdruck- und Mitteldruckbereich aufweist. Der Vorteil
der Erfindung ist unter anderem darin zu sehen, dass die Dampfturbinenwelle zum einen
kriechstabil ausgebildet werden kann und zum anderen flexibel auf thermische Belastungen
reagiert. Bei einem Lastwechsel beispielsweise, bei dem eine höhere thermische Belastung
auftreten kann, führt die Kühlung dazu, dass die thermische Belastung der Welle schließlich
abnimmt. Dies gilt insbesondere für die Bereiche, die besonders thermisch belastet
sind, wie z. B. der Einströmbereich oder der Ausgleichskolben.
[0021] Dadurch ist ein schnelles Anfahren der Dampfturbine möglich, was für die heutige
Zeit einen besonderen Aspekt darstellt, bei dem es darum geht, Energie schnell zur
Verfügung zu stellen. Des Weiteren entsteht ein Vorteil durch die erfindungsgemäße
Dampfturbine dadurch, dass die Kosten für eine Wellenüberwachung geringer ausfallen
können. Eine hohle Dampfturbinenwelle weist eine geringere Masse gegenüber einer Vollwelle
auf und dadurch auch eine geringere Wärmekapazität gegenüber einer Vollwelle sowie
eine größere beströmte Oberfläche. Dadurch ist ein schnelles Aufwärmen der Dampfturbinenwelle
möglich.
[0022] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist, dass die Zeitstandsfestigkeit des für die
Dampfturbinenwelle eingesetzten Materials durch die verbesserte Kühlung erhöht wird.
Die Zeitstandsfestigkeit kann hierbei um einen Faktor größer als 2 gegenüber einer
Vollwelle erhöht werden, sodass die oben beschriebene Spannungserhöhung überkompensiert
wird. Dies führt zu einer Erweiterung des Einsatzbereiches der Dampfturbinenwelle.
[0023] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, dass die Radialspiele verkleinert werden
können, indem der Durchmesser der Hohlwelle durch radiale Fliehkräfte vergrößert wird.
Die radiale Fliehkraft ist proportional zum Quadrat der Drehzahl. Eine Vergrößerung
der Drehzahl bewirkt demnach eine Verkleinerung von Radialspielen, was zu einer Steigerung
des Gesamtwirkungsgrades der Dampfturbine führt.
[0024] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, dass Hohlwellen kostengünstig hergestellt
werden können.
[0025] In einer vorteilhaften Weiterbildung umfasst das Gehäuse ein Innengehäuse und ein
Außengehäuse. Hochdruck-Teilturbinen als auch Mitteldruck- und Kompakt-Teilturbinen
gehören zu den am thermisch belastbarsten Dampfturbinen. In der Regel werden Hochdruck-,
Mitteldruck- sowie Kompakt-Teilturbinen mit einem Innengehäuse, an dem Leitschaufeln
angeordnet sind und einem um das Innengehäuse angeordneten Außengehäuse ausgebildet.
[0026] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Turbinenwelle in axialer Richtung
zumindest zwei Bereiche aus verschiedenen Materialien auf.
[0027] Dadurch können Kosten eingespart werden. In den thermisch belasteten Bereichen wird
in der Regel hochwertiges Material eingesetzt. Beispielsweise kann in den thermisch
belasteten Bereichen 10%iger Chromstahl verwendet werden. Wohingegen in den Bereichen
niedriger thermischer Belastung 1%iger Chromstahl verwendet werden kann.
[0028] Zweckdienlicherweise weist die Turbinenwelle in axialer Richtung drei Bereiche aus
verschiedenen Materialien auf. Insbesondere bestehen die beiden äußeren Bereiche aus
dem gleichen Material. Dadurch kann zielgerichtet geeignetes Material für den jeweiligen
Bereich der Dampfturbinenwelle unterschiedlicher thermischer Belastung ausgewählt
werden.
[0029] Vorteilhafterweise werden die aus verschiedenen Materialien umfassenden Bereiche
miteinander verscheißt. Durch die Schweißung wird eine stabile Turbinenwelle ausgebildet.
[0030] In einer weiteren vorteilhaften alternativen Ausführungsform sind die aus verschiedenen
Materialien bestehenden Bereiche mittels einer Hirth-Verzahnung miteinander verbunden.
Der wesentliche Vorteil der Hirth-Verzahnung ist die besonders hohe thermische Flexibilität
der Turbinenwelle. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass diese in der Regel dazu
führt, dass die Turbinenwelle schnell gefertigt werden kann. Darüber hinaus kann die
Turbinenwelle kostengünstig ausgebildet werden.
[0031] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind die beiden äußeren Bereiche als
Vollwelle und der dazwischen liegende mittlere Bereich als Hohlwelle ausgebildet.
Ebenso vorteilhaft ist es, wenn die aus verschiedenen Materialien bestehenden Bereiche
mittels einer Flanschverbindung miteinander verbunden sind. Dies kann bei Revisionsarbeiten
hilfreich sein, da die verschiedenen Bereiche voneinander leicht getrennt werden können.
[0032] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Zuströmleitung und die Abströmleitung in der
Flanschverbindung integriert sind.
[0033] Zweckdienlicherweise werden die aus verschiedenen Materialien umfassenden Bereiche
durch mindestens eine Schweißnaht miteinander verschweißt.
[0034] Sehr vorteilhaft ist es, wenn die Zuströmleitung und die Abströmleitung in der Hirth-Verzahnung
integriert sind. Dabei kann die Hirth-Verzahnung, die eine Trapez-, rechteckige oder
dreieckige Verzahnung aufweisen kann, mit einer als Zuström- und/oder Abströmleitung
ausgebildeten Ausnehmung gefertigt sein. Dadurch hat man eine sehr einfache Möglichkeit,
eine Zuström- und/oder Abströmleitung auszubilden. Beispielsweise kann die Ausnehmung
in der Trapez-, rechteckigen oder dreieckigen Verzahnung je nach berechnetem Durchtrittsvolumen
des Kühldampfes angepasst ausgebildet sein. Die Fertigung solcher Ausnehmungen auf
einer Hirth-Verzahnung ist vergleichsweise einfach und kann darüber hinaus schnell
durchgeführt werden. Dadurch entstehen Kostenvorteile.
[0035] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Dampfturbine mit einer Rückführungsleitung
zur Rückführung eines Mischdampfes, gebildet aus dem Kühldampf und einem Ausgleichskolbenleckdampf,
ausgebildet, wobei die Rückführung in den Strömungskanal mündet.
[0036] Dabei geht die Erfindung von dem Aspekt aus, dass der Kühldampf mit einem Ausgleichskolbenleckdampf
vermischt wird und dieser gebildete Mischdampf wieder dem Strömungskanal zugeführt
wird um dort weiter Arbeit zu leisten. Der Wirkungsgrad der Dampfturbine erhöht sich
dadurch.
[0037] Vorteilhafterweise wird die Rückführungsleitung innerhalb des Außengehäuses angeordnet.
Die Rückführungsleitung kann auch als Bohrung im Innengehäuse ausgebildet sein.
[0038] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher
erläutert. Dabei haben Komponenten mit den gleichen Bezugszeichen die gleiche Funktionsweise.
[0039] Es zeigen
- Figur 1
- eine Querschnittsansicht einer Hochdruck-Teilturbine gemäß dem Stand der Technik,
- Figur 2
- einen Schnitt durch einen Teil einer Teilturbine,
- Figur 3
- einen Schnitt durch eine Turbinenwelle,
- Figur 4
- einen Schnitt durch eine Turbinenwelle in alternativer Ausführungsform,
- Figur 5
- einen Schnitt durch eine Turbinewelle in alternativer Ausführungsform,
- Figur 6
- einen Schnitt durch eine Turbinenwelle in alternativer Ausführungsform,
- Figur 7
- einen Schnitt durch eine Turbinenwelle in alternativer Ausführungsform,
- Figur 8
- eine vergrößerte Darstellung einer Flanschverbindung,
- Figur 9
- eine perspektivische Darstellung eines Teiles der Flanschverbindung,
- Figur 10
- eine perspektivische Darstellung des Prinzips einer Hirth-Verzahnung,
- Figur 11
- eine Schnittdarstellung einer Hirth-Verzahnung mit Durchlasskanälen in Dreieck-Form,
- Figur 12
- einen Schnitt durch eine Hirth-Verzahnung in Trapezform mit Durchgangsbohrungen,
- Figur 13
- Kurve mit Darstellung der relativen Zeitstandsfestigkeit in Abhängigkeit der Temperatur.
[0040] In der Figur 1 ist ein Schnitt durch eine Hochdruck-Teilturbine 1 gemäß dem Stand
der Technik dargestellt. Die Hochdruck-Teilturbine 1 als Ausführungsform einer Dampfturbine
umfasst ein Außengehäuse 2 und ein darin angeordnetes Innengehäuse 3. Innerhalb des
Innengehäuses 3 ist eine Turbinenwelle 5 um eine Rotationsachse 6 drehbar gelagert.
Die Turbinenwelle 5 umfasst in Nuten auf einer Oberfläche der Turbinenwelle 5 angeordnete
Laufschaufeln 7. Das Innengehäuse 3 weist an seiner Innenfläche in Nuten angeordnete
Leitschaufeln 8 auf. Die Leit- 8 und Laufschaufeln 7 sind derart angeordnet, dass
in einer Strömungsrichtung 13 ein Strömungskanal 9 ausgebildet ist. Die Hochdruck-Teilturbine
1 weist einen Einströmbereich 10 auf, durch den im Betrieb Frischdampf in die Hochdruck-Teilturbine
1 einströmt. Der Frischdampf kann Dampfparameter von über 300 bar und über 620°C aufweisen.
Der in die Strömungsrichtung 13 sich entspannende Frischdampf strömt abwechselnd an
den Leit- 8 und Laufschaufeln 7 vorbei, entspannt sich und kühlt sich ab. Der Dampf
verliert hierbei an innerer Energie, der in Rotationsenergie der Turbinenwelle 5 umgewandelt
wird. Die Rotation der Turbinenwelle 5 treibt schließlich einen nicht dargestellten
Generator zur Energieversorgung an. Die Hochdruck-Teilturbine 1 kann selbstverständlich
andere Anlagenkomponenten außer einem Generator antreiben, beispielsweise einen Verdichter,
eine Schiffsschraube oder ähnliches. Der Dampf durchströmt den Strömungskanal 9 und
strömt aus der Hochdruck-Teilturbine 1 aus dem Auslass 33 aus. Der Dampf übt hierbei
eine Aktionskraft 11 in Strömungsrichtung 13 aus. Die Folge ist, dass die Turbinenwelle
4 eine Bewegung in Strömungsrichtung 13 vollziehen würde. Eine tatsächliche Bewegung
der Turbinenwelle 5 wird durch die Ausbildung eines Ausgleichskolbens 4 verhindert.
Dies geschieht, indem in einem Ausgleichskolbenvorraum 12 Dampf mit entsprechendem
Druck eingeströmt wird, der dazu führt, dass infolge des sich aufbauenden Druckes
im Ausgleichskolbenvorraum 12 eine Kraft entgegen der Strömungsrichtung 13 entsteht,
die idealerweise genauso groß sein sollte wie die Aktionskraft 11. Der in dem Ausgleichskolbenvorraum
12 eingeströmte Dampf ist in der Regel abgezweigter Frischdampf, der sehr hohe Temperaturparameter
aufweist. Demzufolge werden der Einströmbereich 10 und der Ausgleichskolben 4 der
Turbinenwelle thermisch stark beansprucht.
[0041] In der Figur 2 ist ein Ausschnitt einer Dampfturbine 1 dargestellt. Die Dampfturbine
weist ein Außengehäuse 2, ein Innengehäuse 3 und eine Turbinenwelle 5 auf. Die Dampfturbine
1 weist Laufschaufeln 7 und Leitschaufeln 8 auf. Frischdampf gelangt über den Einströmbereich
10 über eine Diagonalstufe 15 in den Strömungskanal 9. Der Dampf entspannt und kühlt
sich dabei ab. Die innere Energie des Dampfes wird in Rotationsenergie der Turbinenwelle
5 umgewandelt.
[0042] Der Dampf wird nach einer bestimmten Anzahl von Turbinenstufen, die aus Leit- 8 und
Laufschaufeln 7 gebildet werden, über eine Zuströmleitung 16 mit einer Kühlleitung
17 strömungstechnisch verbunden. Die Kühlleitung 17 ist hierbei als Hohlraum innerhalb
der Turbinenwelle 5 ausgebildet. Andere Ausführungsformen sind denkbar. So ist z.
B. möglich, statt eines Hohlraums 17 eine nicht dargestellte Leitung innerhalb der
Turbinenwelle 5 auszubilden.
[0043] Die Turbinenwelle 5 ist drehgelagert innerhalb des Gehäuses 2, 3 angeordnet und entlang
einer Rotationsachse 6 gerichtet. Zwischen dem Gehäuse 2, 3 und der Turbinenwelle
5 wird ein Strömungskanal 9 ausgebildet. Die Kühlleitung 17 ist hierbei zur Führung
von Kühldampf in Richtung der Rotationsachse 6 ausgebildet. Die Kühlleitung 17 ist
einerseits mit zumindest einer Zuströmungsleitung 16 strömungstechnisch verbunden.
Die Zuströmleitung 16 ist zur Zuströmung von Kühldampf aus dem Strömungskanal 9 in
die Kühlleitung 17 ausgebildet.
[0044] Die Zuströmleitung 16 kann hierbei radial zur Rotationsachse 6 ausgerichtet sein.
Andere Ausführungsformen der Zuströmleitung 16 sind denkbar. So kann beispielsweise
die Zuströmleitung 16 senkrecht zur Rotationsachse 6 geneigt ausgebildet sein. Die
Kühlleitung 16 könnte spiralförmig von dem Strömungskanal 9 zur Kühlleitung 17 verlaufen.
Der Querschnitt der Kühlleitung 16 kann von dem Strömungskanal 9 zur Kühlleitung 17
variieren.
[0045] Die Kühlleitung 17 ist andererseits mit zumindest einer Abströmleitung 18 zur Führung
des Kühldampfes auf eine Schubausgleichskolbenmanteloberfläche 19 verbunden.
[0046] Der aus der Abströmleitung 18 ausströmende Kühldampf verteilt sich auf der Schubausgleichskolbenmanteloberfläche
19 und kühlt hierbei diese ab.
[0047] Das Gehäuse 2, 3 umfasst ein Innengehäuse 3 und ein Außengehäuse 2. Der aus der Abströmleitung
18 ausströmende Kühldampf strömt in zwei Richtungen. Zum einen in Richtung der Hauptströmungsrichtung
13 und zum anderen in einer der Hauptströmung 13 entgegen gesetzten Richtung. Über
den Einströmbereich 10 strömt ein Teil des Frischdampfes zwischen dem Innengehäuse
3 und der Turbinenwelle 5 in Richtung des Schubausgleichskolbens 4. Dieser so genannte
Kolbenleckdampf 20 vermischt sich mit dem aus der Abströmleitung ausströmenden Kühldampf
und wird mittels einer Rückführungsleitung 21 in den Strömungskanal 9 zurückgeführt.
Sinnvollerweise beginnt diese Rückführungsleitung 21 zwischen Einströmung 10 und dem
Austritt der Abströmleitung 18. Somit kann ein Teilstrom des Kühldampfes in Richtung
der Hauptströmung 13 geleitet werden und den Kolbenleckdampf 20 sperren. Auf diese
Weise wird die oben beschriebene Kühlung der Kolbenoberfläche 18 sichergestellt. Dieser
aus dem Kühldampf und einem Ausgleichskolbenleckdampf gebildete Mischdampf wird an
geeigneter Stelle im Strömungskanal 9 eingeströmt um dort Arbeit zu leisten.
[0048] Die Rückführungsleitung 21 kann als externe Leitung innerhalb des Außengehäuses 2
ausgebildet sein. Die Rückführungsleitung 21 kann auch als Bohrung innerhalb des Innengehäuses
3 ausgebildet sein.
[0049] In der Figur 3 ist eine Turbinenwelle 5 dargestellt. Die Turbinenwelle 5 ist aus
einem Material gefertigt, das den thermischen Beanspruchungen Rechnung trägt. Nachteilig
ist hierbei allerdings, dass die thermische Beanspruchung nicht gleichmäßig auf der
Turbinenwelle 5 verteilt ist, sondern wie weiter vorne dargestellt, im Bereich der
Einströmung 10 und des Ausgleichskolbens 4 besonders stark ist. Der Übersichtlichkeit
wegen sind die Laufschaufeln 7 nicht dargestellt.
[0050] Durch die Schraffur in der Figur 3 ist deutlich gemacht, dass die Turbinenwelle 5
aus einem Material ausgebildet ist.
[0051] In der Figur 4 ist eine weitere Turbinenwelle 5 dargestellt, wobei diese Turbinenwelle
5 in Strömungsrichtung 13 zumindest zwei Bereiche aus verschiedenen Materialien aufweist.
In alternativen Ausführungsformen kann die Turbinenwelle 5 in axialer Strömungsrichtung
13 drei Bereiche 24, 23, 22 aus verschiedenen Materialien aufweisen. Der mittlere
Bereich 22 kann beispielsweise aus einem temperaturfesten 10%igen Chromstahl sein
und die beiden äußeren Bereiche 23 und 24 aus dem gleichen Material wie z. B. 1%igem
Chromstahl bestehen. In der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform wird die Turbinenwelle
5 mittels Schweißverbindungen 25 und 26 miteinander verbunden.
[0052] Die Turbinenwelle 5 kann in ihrem mittleren Bereich 22 als Hohlwelle und in ihren
äußeren Bereichen 23, 24 als Vollwelle ausgeführt werden.
[0053] Sofern die Bereiche 22, 23, 24 miteinander verschweißt werden, wird mindestens eine
Schweißnaht verwendet.
[0054] Die Turbinenwelle 5 kann aus verschiedenen Materialien bestehenden Bereiche 22, 23,
24 mittels einer Flanschverbindung 40 miteinander verbunden werden, wobei die Zuströmleitung
16 und die Abströmleitung 18 in der Flanschverbindung integriert ist.
[0055] In der Figur 5 ist eine alternative Ausführungsform der Turbinenwelle 5 dargestellt.
Der Unterschied zu der in Figur 4 dargestellten Turbinenwelle ist der, dass die in
Figur 5 dargestellte Turbinenwelle 5 mittels einer Hirth-Verzahnung 27, 28 zusammengesetzt
ist. Dabei muss ein Zuganker 29 ausgebildet werden, der derart angeordnet wird, dass
die beiden äußeren Bereiche 23 und 24 gegen den mittleren Bereich 22 gedrückt werden.
Der mittlere Bereich 22 einen oder mehrere Abschnitte umfassen, die rohr- oder scheibenförmig
ausgebildet sind und jeweils eine oder mehrere Laufschaufelstufen enthalten können.
[0056] In einer weiteren alternativen Ausführungsform wird, wie in Figur 6 dargestellt,
die Turbinenwelle 5 mittels einer Hirth-Verzahnung 30, 31 miteinander verbunden, wobei
die Zuströmleitung 16 und die Abströmleitung 18 in der Hirth-Verzahnung 30, 31 integriert
ist.
[0057] In der Figur 7 ist eine weitere alternative Ausführungsform der Turbinenwelle 5 dargestellt.
Die Turbinenwelle 5 umfasst zumindest zwei aus unterschiedlichen Materialien ausgebildete
Bereiche 22' und 23'. Der Bereich 23' wird an den Bereich 22' angeflanscht. Die Verschraubung
erfolgt durch geeignete Dehnschaft-Schrauben 39. Die Flanschverbindung 40 ist dem
Stand der Technik gemäß zentriert. Zweckdienlicherweise ist im Bereich 22' ein Gewinde
41 zum Fassen der Schraube 39 ausgebildet. Des Weiteren erfolgt die Verschraubung
des Bereichs 23' mit dem Bereich 22' bevorzugt von der kühleren Seite.
[0058] In der Figur 8 ist eine Schnittdarstellung der angeschraubten Verbindung aus der
Figur 7 zu sehen. Auch in dieser Darstellung ist zu sehen, dass sich die Abströmleitung
18 durch Ausnehmungen in die Verbindung integrieren. Dies ist in einer perspektivischen
Darstellung eines Teils der Turbinenwelle 5 in der Figur 5 dargestellt. Durch eine
Verbindung der Abströmleitung 18 mit der Schraubenbohrung 43 mittels eines Ringraumes
42 lässt sich die Kühlung der Schrauben realisieren sowie eine Angleichung der Temperaturen
des Flansches (Ausgleichskolben) mit den Schrauben.
[0059] In der Figur 10 ist eine perspektivische Darstellung einer Hirth-Verzahnung 30, 31
zu sehen. Der mittlere Bereich 2 weist hierbei eine gemäß Figur 10 dargestellte Hirth-Verzahnung
30, 31 auf. Genauso weisen die beiden äußeren aus verschiedenen Materialien bestehenden
Bereiche 24 und 23 genauso eine Hirth-Verzahnung 30, 31 auf.
[0060] In der Figur 11 ist eine Querschnittsansicht der Hirth-Verzahnung 30, 31 zu sehen.
Der linke Teil ist beispielsweise der linke Bereich 24 und der rechte Teil der mittlere
Bereich 22 der über die Hirth-Verzahnung 30 miteinander verbunden ist. Die Zuströmleitung
16 ist in der Hirth-Verzahnung integriert. Die in Figur 11 dargestellte Querschnittsabbildung
kann ebenso die Abströmleitung 18 darstellen. In diesem Fall wäre der linke Bereich
der mittlere Bereich 22 und der rechte über die Hirth-Verzahnung 31 verbundene Bereich
23. Die Abströmleitung 18 ist in der Hirth-Verzahnung 30, 31 integriert. Die in Figur
11 dargestellte Ausführungsform weist eine dreieckige Verzahnung auf.
[0061] Die Zuströmleitung 16 bzw. die Abströmleitung 18 ist über Ausnehmungen 32 der Hirth-Verzahnung
30, 31 ausgebildet.
[0062] In der Figur 12 dargestellten Ausführungsform der Hirth-Verzahnung 30, 31 weist diese
eine trapezförmige Verzahnung auf. Mögliche Ausführungsformen der Hirth-Verzahnung
sind eine Trapez-, rechteckige oder dreieckige Verzahnung. Andere Ausführungsformen
sind möglich.
[0063] In der Figur 13 sind die relevanten Festigkeitswerte für 1%igen und 10%ige Chromstähle
für Dampfturbinenwellen gezeigt.
[0064] Auf der x-Achse 35 ist die Temperatur in einer linearen Skala von 400 bis 600°C aufgetragen.
Auf der y-Achse 36 ist die Zeitstandsfestigkeit R
m,200000h in einer linearen Skala von 30 bis 530

aufgetragen. Die obere Kurve 37 zeigt das Temperaturverhalten für den Werkstoff 30
CrMoNiV5-11 und die untere Kurve 38 zeigt das Temperaturverhalten für den Werkstoff
X12CrMoWVNbN10-1-1.
[0065] Es hat sich gezeigt, dass zusätzlich zur erfindungsgemäßen Führung des Kühldampfes
eine Auftragung einer Wärmedämmschicht auf die Oberflächen der thermisch beanspruchten
Bauteile den Effekt der wirksamen Kühlung erhöht.
[0066] Durch den Einsatz des Zugankers 29 wird ein Teil der Axialkräfte übernommen. Dadurch
kann die Turbinenwelle 5 dünnwandiger ausgebildet werden, was sich auf die thermische
Flexibilität und die Ausbildung der Radialspiele positiv auswirkt.
[0067] Die Erfindung ist nicht auf die Ausbildung einer Hochdruck-Teilturbine als Ausführungsform
einer Dampfturbine 1 einzuschränken, die erfindungsgemäße Turbinenwelle 5 kann auch
in einer Mitteldruck- oder einer Kompakt-Teilturbine (Hochdruck- und Mitteldruck innerhalb
eines Gehäuses) eingesetzt werden. Ebenso kann die Turbinenwelle 5 in anderen Dampfturbinentypen
eingesetzt werden.
1. Dampfturbine (1) mit einem Gehäuse (2, 3),
wobei eine einen Schubausgleichskolben (4) aufweisende Turbinenwelle (5) drehgelagert
innerhalb des Gehäuses (2, 3) angeordnet und entlang einer Rotationsachse (6) gerichtet
ist,
wobei ein Strömungskanal (9) zwischen dem Gehäuse (2, 3) und der Turbinenwelle (5)
ausgebildet ist,
wobei die Turbinenwelle (5) in ihrem Inneren eine Kühlleitung (17) zur Führung von
Kühldampf in Richtung der Rotationsachse (6) aufweist und die Kühlleitung (17) einerseits
mit zumindest einer Zuströmleitung (16) zur Zuströmung von Kühldampf aus dem Strömungskanal
(9) in die Kühlleitung (17) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kühlleitung (17) andererseits mit zumindest einer Abströmleitung (18) zur Führung
von Kühldampf auf eine Schubausgleichskolbenmanteloberfläche (19) verbunden ist.
2. Dampfturbine (1) nach Anspruch 1,
wobei das Gehäuse (2, 3) ein Innengehäuse (3) und ein Außengehäuse (2) umfasst.
3. Dampfturbine (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Turbinenwelle (5) in axialer Richtung (34) zumindest zwei Bereiche aus verschiedenen
Materialien aufweist.
4. Dampfturbine (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
wobei die Turbinenwelle (5) in axialer Richtung (34) drei Bereiche (22, 23, 24) aus
verschiedenen Materialien aufweist.
5. Dampfturbine (1) nach Anspruch 4
wobei die beiden äußeren Bereiche (23, 24) aus dem gleichen Material bestehen.
6. Dampfturbine (1) nach Anspruch 3, 4 oder 5,
wobei die aus verschiedenen Materialien (22, 23, 24) umfassenden Bereiche miteinander
verschweißt sind.
7. Dampfturbine (1) nach Anspruch 3, 4, 5 oder 6,
wobei die Bereiche (23, 24) als Vollwelle und der Bereich (22) als Hohlwelle ausgebildet
sind.
8. Dampfturbine (1) nach Anspruch 3, 4, 5 oder 7,
wobei die aus verschiedenen Materialien (22, 23, 24) bestehenden Bereiche mittels
einer Hirth-Verzahnung (30, 31) miteinander verbunden sind.
9. Dampfturbine (1) nach Anspruch 3, 4, 5 oder 7,
wobei die aus verschiedenen Materialien (22, 23, 24) bestehenden Bereiche mittels
einer Flanschverbindung (40) miteinander verbunden sind.
10. Dampfturbine (1) nach Anspruch 8,
wobei die Zuströmleitung (16) und die Abströmleitung (18) in der Hirth-Verzahnung
(30, 31) integriert ist.
11. Dampfturbine nach Anspruch 9,
wobei die Zuströmleitung (16) und die Abströmleitung (18) in der Flanschverbindung
(40) integriert sind.
12. Dampfturbine (1) nach Anspruch 8,
wobei die Hirth-Verzahnung (30, 31) eine Trapez-, rechteckige oder dreieckige Verzahnung
mit einer als Zuström-(16) und /oder Abströmleitung (18) ausgebildeten Ausnehmung
(32) aufweist.
13. Dampfturbine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit einer Rückführungsleitung (21) zur Rückführung eines Mischdampfes, gebildet aus
dem Kühldampf und einem Ausgleichskolbenleckdampf, wobei die Rückführungsleitung (21)
in den Strömungskanal (9) mündet.
14. Dampfturbine (1) nach Anspruch 13,
wobei die Rückführungsleitung (21) innerhalb des Außengehäuses (2) angeordnet ist.
15. Dampfturbine (1) nach Anspruch 13,
wobei die Rückführungsleitung (21) als Bohrung im Innengehäuse (2) ausgebildet ist.