[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schaltgerät mit einer Schaltvorrichtung, die
ein Kontaktelement umfasst, auf das ein Schaltmechanismus einwirkt, sowie mit wenigstens
einem elektronischen Bauelement, das mit der Schaltvorrichtung verbunden ist, wobei
hierzu eine Verbindungsanordnung vorgesehen ist, die mit der Schaltvorrichtung und
dem elektronischen Bauelement verbunden ist. Die Schaltvorrichtung ist insbesondere
in Form eines Relais ausgebildet. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine
elektrische Zusatzschaltung, insbesondere eine Anzeigeschaltung und eine elektrische
Schutzschaltung für ein derartiges Schaltgerät.
[0002] Bei Schaltgeräten, insbesondere bei elektromechanischen Schaltgeräten wie beispielsweise
einem Relais ist es bekannt, dass diese oftmals in einer möglichst kleinen Bauform
ausgeführt werden sollen, um etwaigen beengten Einbauverhältnissen bei bestimmungsgemäßem
Einsatz des Schaltgeräts Rechnung zu tragen. Ein typisches Schaltgerät in Form eines
Relais weist eine Schaltvorrichtung auf, die ein Kontaktelement umfasst, auf das ein
Schaltmechanismus einwirkt. Der Schaltmechanismus dient insbesondere dazu, das Kontaktelement
mit einem Gegenkontaktelement in Kontakt zu bringen bzw. den verbindenden Kontakt
zwischen Kontaktelement und Gegenkontaktelement zu trennen, so dass ein Schaltvorgang
herbeigeführt werden kann. Ein Relais umfasst insbesondere ein Magnetgestell mit einem
eine Spule durchsetzenden Kern und einem Joch, wobei das Magnetgestell eine Polfläche
bildet, mit welcher ein Anker zusammenwirkt. Dieser ist beispielsweise über ein Koppelglied
mit dem Kontaktelement verbunden, so dass der Anker auf das Kontaktelement einwirkt.
[0003] Desweiteren sind Anwendungen für Schaltgeräte bekannt, bei denen neben einer solchen
Schaltvorrichtung beispielsweise eine elektrische Anzeigeschaltung oder elektrische
Schutzschaltung mit elektronischen Bauelementen vorgesehen ist. Eine elektrische Anzeigeschaltung
für ein Schaltgerät dient beispielsweise dazu, dem Benutzer den bestimmungsgemäßen
Betrieb des Schaltgeräts anzuzeigen, beispielsweise wenn das Schaltgerät ordnungsgemäß
angeschlossen und mit Spannung versorgt wird. Als elektronisches Bauelement ist hierzu
beispielsweise eine lichtemittierende Diode (LED) vorgesehen, die bei ordnungsgemäßem
Betrieb des Schaltgeräts aufleuchtet. Desweiteren kann eine elektrische Schutzschaltung
für das Schaltgerät vorgesehen werden, etwa um bei einem Schaltgerät für Wechselspannung
etwaige Spannungsspitzen der Versorgungsspannung herauszufiltern. Beispielsweise wird
zu diesem Zweck ein RC-Glied als Schutzschaltung vorgesehen, das hochfrequente Spannungsspitzen
einer Versorgungsspannung glätten kann.
[0004] Sollen derartige zusätzliche elektrische Schaltungen in einem Schaltgerät wie einem
oben beschriebenen Relais vorgesehen werden, so ist es notwendig, die jeweilige zusätzliche
elektrische Schaltung mit Betriebsspannung des Schaltgeräts zu versorgen. Die Zuführung
der Betriebsspannung geschieht beispielsweise über einen isolierten Draht, der beispielsweise
an dem Magnetgestell des Relais vorbeigeführt werden muss. Dies hat insbesondere den
Nachteil, dass an den Stellen, an denen ein solcher Draht an dem Magnetgestell des
Relais vorbeigeführt werden muss, ein erhöhter Platzbedarf entsteht, der die Außenabmessungen
eines solchen Relais vergrößert. Sollten hingegen die Einbauverhältnisse des Relais
bei dessen bestimmungsgemäßem Einsatz, beispielsweise in einem Schaltschrank, eine
Vergrößerung der Außenabmessungen des Relais nicht zulassen, so ist es in einem solchen
Fall nicht möglich, eine Anzeigeschaltung oder Schutzschaltung in dem Schaltgerät
selbst vorzusehen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schaltgerät anzugeben,
in welchem eine elektrische Anzeigeschaltung und/oder elektrische Schutzschaltung
vorgesehen werden kann und das dennoch in einer vergleichsweisen kleinen Bauform realisiert
werden kann. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine entsprechende elektrische
Zusatzschaltung anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Schaltgerät gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine elektrische Zusatzschaltung für
ein derartiges Schaltgerät, insbesondere in Form einer elektrischen Anzeigeschaltung
und/oder elektrischen Schutzschaltung, gemäß Patentanspruch 17.
[0007] Das erfindungsgemäße Schaltgerät umfasst eine Schaltvorrichtung, die ein Kontaktelement
aufweist, auf das ein Schaltmechanismus einwirkt, sowie ein elektronisches Bauelement,
das mit der Schaltvorrichtung verbunden ist. Weiterhin ist eine Verbindungsanordnung
vorgesehen, die mit der Schaltvorrichtung und dem elektronischen Bauelement verbunden
ist und die dem Verbinden des elektronischen Bauelements mit der Schaltvorrichtung
dient, mit einer Leiterplatte, auf der das elektronische Bauelement angeordnet ist.
Hierbei ist die Leiterplatte der Verbindungsanordnung im Schaltgerät fest eingebaut
und derart ausgestaltet und angeordnet, dass an wenigstens einer Stelle der Leiterplatte
eine Biegung der Leiterplatte gebildet ist.
[0008] Durch Vorsehen einer derartigen Leiterplatte in dem erfindungsgemäßen Schaltgerät
erhält man den Vorteil, dass das elektronische Bauelement, beispielsweise einer Zusatzschaltung
für das Schaltgerät, in Position gehalten wird und mit Betriebsspannung versorgt werden
kann. Gleichzeitig kann aufgrund der geringen Stärke und geringen Isolierungsschichtdicke
einer solchen Leiterplatte erreicht werden, dass für die Zuführung der Betriebsspannung
an das elektronische Bauelement weitgehend kein erhöhter Platzbedarf entsteht. Somit
ist es ermöglicht, ein Schaltgerät mit einer elektrischen Zusatzschaltung etwa in
Form einer Anzeigeschaltung und/oder Schutzschaltung in einer vergleichsweise kleinen
Bauform zu realisieren.
[0009] Die Leiterplatte ist in einer Ausführungsform flexibel ausgestaltet, damit sie relativ
einfach und in genau angepasster Form in das Schaltgerät eingebracht werden kann,
da durch die Flexibilität eine nachträgliche und genaue, situationsgerechte Formung,
insbesondere Biegung der Leiterplatte ermöglicht wird. Es ist jedoch auch möglich,
die Leiterplatte in der gewünschten Form vorzufertigen und in dieser Form in das Schaltgerät
einzubauen. Ebenfalls kann auch eine an sich flexible Leiterplatte für den nachfolgenden
Einbau bereits vorgeformt sein.
[0010] Insbesondere kann die Leiterplatte bei einem Schaltgerät, das ein Gehäuse umfasst,
innerhalb dessen die Schaltvorrichtung und die Verbindungsanordnung angeordnet sind,
in wenigstens einem Teilbereich zwischen der Schaltvorrichtung und dem Gehäuse verlaufen.
Aufgrund der geringen Dicke der erfindungsgemäß eingesetzten Leiterplatte, beispielsweise
mit einer Dicke von 0,15 mm, ist es möglich, ein Gehäuse zu verwenden, welches die
Schaltvorrichtung vergleichsweise dicht umgibt. Es kann sogar soweit gegangen werden,
dass die Leiterplatte zumindest teilweise an dem Gehäuse des Schaltgeräts anliegt,
so dass selbst engste Einbauverhältnisse im Schaltgerät für die Zuführung einer Betriebsspannung
überbrückt werden können.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Leiterplatte die Schaltvorrichtung
zumindest teilweise, insbesondere rahmenartig umgeben. Ist das Schaltgerät beispielsweise
in Form eines Relais ausgeführt mit einem Magnetgestell, das mit einem Anker zusammenwirkt,
der auf das Kontaktelement der Schaltvorrichtung einwirkt, so kann die Leiterplatte
beispielsweise rahmenartig um das Magnetgestell des Relais herum angeordnet werden,
wodurch eine gute Platzausnutzung für die vorzusehende Zusatzschaltung erreicht werden
kann.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Leiterplatte derart ausgestaltet
und angeordnet sein, dass die Leiterplatte mehrere Biegestellen umfasst, beispielsweise
um den erwähnten rahmenartigen Verlauf der Leiterplatte zu realisieren. Desweiteren
kann die Leiterplatte zumindest eine Biegestelle umfassen, an der die Leiterplatte
in einem Biegewinkel von mindestens näherungsweise 90° gebogen ist.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Schaltgerät als elektromechanisches
Schaltgerät ausgebildet, wobei die Schaltvorrichtung insbesondere ein Relais umfasst.
[0014] In einer Weiterbildung umfasst das Relais eine Spule, die Teil des Schaltmechanismus
ist, sowie ein Magnetgestell mit einem die Spule durchsetzenden Kern und einem Joch,
wobei die Leiterplatte zumindest teilweise zwischen einem Gehäuse des Schaltgeräts
und dem Magnetgestell verläuft. Mit dieser Anordnung ist es beispielsweise ermöglicht,
die an der Gehäuseunterseite zugeführte Betriebsspannung der Spule zwischen dem Gehäuse
des Schaltgeräts und dem Magnetgestell an dem Magnetgestell vorbeizuführen, so dass
das elektronische Bauelement beispielsweise oberhalb des Magnetgestells angeordnet
werden kann. Damit kann das elektronische Bauelement an einem Ort innerhalb des Gehäuses
des Schaltgeräts vorgesehen werden, an dem genügend Platz für das elektronische Bauelement
zur Verfügung steht, wobei die Zuführung der Betriebsspannung mit Hilfe der Leiterplatte
auch an beengten Stellen innerhalb des Gehäuse vorbeigeführt werden kann.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung weist das Relais ein Magnetgestell und einen Anker auf,
der mit einer Polfläche des Magnetgestells zusammenwirkt und der auf das Kontaktelement
einwirkt, wobei das Relais weiterhin ein Koppelglied aufweist, über welches der Anker
auf das Kontaktelement einwirkt. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Leiterplatte
das Koppelglied zumindest teilweise, insbesondere rahmenartig umgibt. Damit kann das
Bauelement oberhalb des Koppelglieds vorgesehen werden, wobei die Zuführung der Betriebsspannung
mit Hilfe der Leiterplatte beidseitig an dem Magnetgestell vorbeigeführt werden kann
und unterhalb des Magnetgestells mit Betriebsspannung verbunden werden kann.
[0016] Weitere vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Figuren,
die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung darstellen, näher erläutert. Es
zeigen:
- Figur 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines Schaltgeräts gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
- Figur 2
- eine weitere schematische, perspektivische Darstellung des Schaltgeräts gemäß der
Ausführungsform der Figur 1,
- Figur 3
- eine perspektivische Detailansicht eines Teils des Schaltgeräts gemäß der Ausführungsform
der Figuren 1 und 2,
- Figur 4
- eine Explosionsansicht von Teilen des Schaltgeräts gemäß der Ausführungsform der Figuren
1 und 2,
- Figur 5
- eine Detailansicht einer Ausführungsform einer Verbindungsanordnung mit einer Leiterplatte
für das Vorsehen in einem erfindungsgemäßen Schaltgerät,
- Figur 6
- eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer flexiblen Leiterplatte gemäß der Erfindung.
[0018] Im Folgenden wird anhand der Figuren 1-4 der Aufbau und die Funktionsweise des dargestellten
Schaltgeräts mit einem Relais näher beschrieben. Dieses Relais ist eine beispielhafte
Ausführungsform für ein erfindungsgemäßes Schaltgerät mit einer Verbindungsanordnung
zur Implementierung einer Zusatzschaltung in dem Schaltgerät. Die Erfindung ist jedoch
prinzipiell auch auf andere Ausführungsformen von Schaltgeräten anwendbar.
[0019] Neben den Figuren 1 und 2 zeigen hierbei die Figuren 3 und 4 einen größeren Detaillierungsgrad
betreffend den Schaltmechanismus des Relais, wohingegen die Figuren 1 und 2 aus unterschiedlichen
Perspektiven die Gesamtanordnung des Schaltgeräts veranschaulichen.
[0020] Das Schaltgerät 1 umfasst eine Schaltvorrichtung 2, die vorliegend als Relais ausgebildet
ist. Das Relais 2 ist in einen Grundkörper 4 eingesetzt, wobei die gezeigten Anschlussstifte
21 und 22 der Spule 11 (Figur 4) den Grundkörper 4 durchsetzen. Das Magnetgestell
des Relais umfasst einen Spulenkörper 12 mit der Spule 11, wobei der Spulenkörper
12 von einem Kern 14 durchsetzt wird, der vorzugsweise einstückig mit einem Joch 13
verbunden ist, wobei sich das Joch 13 entlang der Außenseite des Spulenkörpers erstreckt.
Längs des Jochs 13 ist ein Koppelglied 61 geführt, das die Bewegung des Ankers 15
auf eine Kontaktfeder 52 überträgt, die das schaltende Kontaktelement des Relais repräsentiert.
Das Joch 13 weist im Bereich seines freien Endes eine Verbreiterung 17 mit einer Verdickung
auf, die sich vom Kern 14 weg erstreckt. Dadurch ergibt sich eine vergrößerte Polfläche
16, die mit dem Anker 15 den Arbeitsluftspalt bildet, an dem der Anker 15 mit seinem
verbreiterten Kopfteil die Polfläche 16 überdeckt. An dem aus dem Spulenkörper 12
herausragenden Ende des Kerns 14 ist der Anker 15 gelagert. Hierzu ist desweiteren
eine Ankerfeder 18 vorgesehen, die dazu dient, den Anker 15 im unteren Bereich in
Richtung des Kerns 14 an das Magnetgestell anzudrücken. Die Ankerfeder 18 ist dabei
seitlich am Spulenkörper 12 an jeweils hervorstehenden Laschen befestigt, so dass
die Feder am Spulenkörper 12 fixiert ist.
[0021] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, greift das Koppelglied 61 mit einem
rahmenartigen Durchbruch 63 an dem Kopfteil des Ankers 15 an. Weiterhin ist eine rahmenartige
Ausnehmung 64 in dem Koppelglied 61 gebildet, zusätzlich sind seitliche Führungen
62 beidseits des Koppelglieds 61 vorgesehen, um dieses in axialer Richtung entlang
dem Grundkörper 4 zu führen. Weiter sind in axialer Richtung des Koppelglieds 61 Fortsätze
65 vorgesehen, die an der Kontaktfeder 52 zur Betätigung derselben angreifen. Der
Anker 15 ist mit einer Stirnseite an einem Ansatz des Spulenkörpers 12 abgestützt
und greift mit der anderen Stirnseite in den Durchbruch 63 des Koppelglieds 61 ein,
so dass mit Bewegung des Ankers 15 zur Polfläche 16 hin die Kontaktfeder 52 über das
Koppelglied 61 betätigt wird.
[0022] Bei dem dargestellten Relais der Figuren 1 bis 4 handelt es sich um ein Umschalt-Relais
mit einem Umschaltkontakt in Form der Kontaktfeder 52, mit einem Ruhekontakt 53 und
einem Arbeitskontakt 51, die jeweils als Gegenkontaktelemente für die Kontaktfeder
52 fungieren. Der Arbeitskontakt 51 wird von der Kontaktfeder 52 kontaktiert, wenn
der Anker 15 an der Polfläche 16 anliegt. Es sind jeweils zwei miteinander verbundene
Anschlussstifte für die jeweiligen Kontakte vorgesehen, ein Paar von Anschlussstiften
25 für den Ruhekontakt 53, ein Paar von Anschlussstiften 26 für den Umschaltkontakt
52 und ein Paar von Anschlussstiften 27 für den Arbeitskontakt 51. Hierbei sind die
Anschlussstifte eines jeweiligen Paars miteinander verbunden.
[0023] Ein Gehäuse in Form eines Gehäusedeckels 7 überdeckt die Schaltvorrichtung 2 samt
dem Grundkörper 4, innerhalb dessen der beschriebene Schaltmechanismus untergebracht
ist.
[0024] Neben den beschriebenen elektrischen Bauteilen zur Realisierung des Schaltmechanismus
des Relais ist im Schaltgerät 1 eine Zusatzschaltung 5 auf einer Verbindungsanordnung
3 vorgesehen. Als Zusatzschaltung wird hierbei eine elektrische Schaltung für die
Schaltvorrichtung bezeichnet, welche als Zusatz zur eigentlichen Schaltvorrichtung,
die zur Einrichtung des Schaltmechanismus dient, in das Schaltgerät eingesetzt werden
kann und über die Anschlüsse des Schaltgeräts versorgt wird. In einer Ausführungsform
übernimmt eine solche Zusatzschaltung im Hinblick auf eine Ansteuerung des Schaltmechanismus
und des Laststromkreises keine Hauptfunktion in Bezug auf das Schalten, sondern übernimmt
eine Nebenfunktion wie beispielsweise eine Anzeige- oder Schutzfunktion.
[0025] Im Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 1 und 2 ist die Zusatzschaltung 5 als elektrische
Anzeigeschaltung ausgeführt. Diese umfasst lichtemittierende Dioden (LEDs) 33 und
34, die mit einem Vorwiderstand 32 verschaltet sind. Die Verbindungsanordnung 3 umfasst
eine Leiterplatte 31, auf der die Bauelemente in Form der LEDs 33, 34 und der Vorwiderstand
32 angeordnet sind. Die Leiterplatte 31 dient hierbei dem Verbinden der LEDs 33, 34
mit dem Vorwiderstand 32 und außerdem zur Zuführung einer Betriebsspannung für diese
Bauelemente von der Unterseite des Spulenkörpers 12. Die Leiterplatte 31 ist in dieser
Ausführungsform in Form einer flexiblen Leiterplatte realisiert, die an mehreren Stellen
innerhalb des Schaltgeräts 1 gebogen ist.
[0026] Figur 6 zeigt hierzu eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer Leiterplatte
31, wie sie für den Einbau gemäß Figuren 1 bis 4 verwendet werden kann. Die Leiterplatte
31 umfasst eine Schichtenanordnung mit zwei Kunststoffschichten 81 und 85, welche
beispielsweise in Form von Kunststofffolien ausgeführt sind und die Außenseiten der
Leiterplatte 31 bilden. Zwischen den äußeren Kunststoffschichten 81 und 85 ist eine
metallische Schicht 83, insbesondere in Form einer Kupferschicht, angeordnet. Diese
dient zum Verbinden der elektronischen Bauelemente, die auf der Leiterplatte angeordnet
sind, und zur Zuführung der Betriebsspannung. In der Leiterplatte 31 sind jeweilige,
in Figur 6 nicht dargestellte Durchbrüche zur metallischen Schicht 83, etwa in Form
von Lötpads, vorgesehen, um die elektronischen Bauelemente auf der Oberfläche der
Leiterplatte 31 mit der metallischen Schicht 83 zu verbinden. Die Leiterplatte 31
gemäß der Ausführungsform nach Figur 6 weist desweiteren zwei Kleberschichten 82 und
84 auf, über welche die Kunststoffschichten 81 und 85 mit der metallischen Schicht
83 verbunden sind. Die Schichtenanordnung der Leiterplatte 31 gemäß Figur 6 weist
beispielsweise eine Dicke im Bereich von 0,15 mm auf. Sie ist insbesondere derart
flexibel gestaltet, dass sie in einem Winkel von 180° in Längsrichtung 86 gebogen
werden kann, wobei beispielsweise ein Biegeradius von mindestens 1 mm eingehalten
werden sollte.
[0027] Wie insbesondere anhand von Figuren 3 und 4 ersichtlich, sind zum Anschluss der Spule
11 Anschlussstifte 21 und 22 vorgesehen, um eine externe Betriebsspannung an die Wicklungen
der Spule 11 zuzuführen. Weiterhin sind an der Schaltvorrichtung zweite Anschlussstifte
23 jeweils außenseitig zum Anschlussstift 21 bzw. 22 vorgesehen, wobei die Anschlussstifte
23 zum Anschluss der Leiterplatte 31 dienen, wie in Figur 3 dargestellt. In Figuren
3 und 4 ist hierbei nur ein Anschlussstift 23 gezeigt, der mit dem Anschlussstift
21 verbunden ist. Entsprechend ist auf der Rückseite der Anordnung ein weiterer Anschlussstift
23 vorgesehen, der mit dem Anschlussstift 22 verbunden ist, der jedoch in Figuren
3 und 4 nicht sichtbar ist. Die Anschlussstifte 23 werden beispielsweise bei der Herstellung
des Schaltgeräts nach hinten in die in Figuren 3 und 4 gezeigte Position gebogen,
so dass sie in Längsrichtung des Magnetgestells zeigen. Die Leiterplatte 31 wird an
der Verbindungsstelle mit dem Anschlussstift 23 derart freigelegt, dass die metallische
Schicht 83 mit dem Anschlussstift 23 verbunden, insbesondere verlötet werden kann.
Hierbei ist die Leiterplatte 31 an der inneren Seite des Anschlussstifts 23 angeordnet.
Auf diese Art wird die Leiterplatte 31 mit den Betriebsspannungszuführungen der Spule
11 verbunden, wobei die Anschlussstifte 21 und 23 in der vorliegenden Ausführungsform
als ein gemeinsames Bauteil ausgebildet sind. Zur Verbindung mit den beidseitigen
Anschlussstiften 23 dienen die Leiterplattenenden 39 der Leiterplatte 31, die in geeigneter
Weise, wie oben beschrieben, ausgestaltet sind.
[0028] Für den Fall, dass die Anschlussstifte 21 und 22 mit Betriebsspannung beaufschlagt
werden, leuchtet je nach Polarität eine der unipolaren Leuchtdioden 33 oder 34 auf,
um dem Betreiber anzuzeigen, dass Betriebsspannung an der Schaltvorrichtung anliegt.
Der Vorwiderstand 32 dient hierbei zur Strombegrenzung für die LEDs.
[0029] In Figur 5 ist eine Detailansicht von weiteren Ausführungsformen einer Verbindungsanordnung
mit einer Zusatzschaltung für das Vorsehen in einem erfindungsgemäßen Schaltgerät
gezeigt. In einer ersten Variante, gemäß welcher die Zusatzschaltung 6 als Schutzschaltung
ausgebildet ist, ist für ein Gleichstrom-Schaltgerät (DC-Anwendung) eine Freilaufdiode
43 vorgesehen, die in einer DC-Schutzschaltung dazu dient, dass keine unzulässig hohen
Spannungen an der Spule des Schaltgeräts auftreten. Zusätzlich kann eine LED 44 zum
Anzeigen der Betriebsspannung vorgesehen werden, die beispielsweise mit dem Vorwiderstand
41 verbunden ist. In einer zweiten Variante ist die Zusatzschaltung 6 als Schutzschaltung
oder Anzeigeschaltung für ein Wechselstrom-Schaltgerät (AC-Anwendung) ausgebildet,
wobei hierzu eine Gleichrichterdiode 42 vorgesehen ist, die auf der Leiterplatte 31
angeordnet ist. Diese dient zur Gleichrichtung des Wechselstroms und kann beispielsweise
über den Vorwiderstand 41 eine LED 44 zur Anzeige der Betriebsspannung speisen. Als
Schutzschaltung kann ferner beispielsweise ein RC-Glied vorgesehen werden, das in
Figur 5 nicht dargestellt ist. Ein solches RC-Glied dient insbesondere dazu, dass
keine unzulässig hohen Spannungen an der Spule auftreten.
[0030] Wie insbesondere anhand von Figuren 1 und 2 dargestellt, wird die Leiterplatte 31
zwischen dem Gehäusedeckel 7 des Schaltgeräts 1 und dem Magnetgestell der Schaltvorrichtung
2 geführt, wobei die Leiterplatte 31 das Koppelglied 61 in den drei Teilbereichen
71, 72, 73 insbesondere rahmenartig umschließt. In der Längsrichtung 75 des Magnetgestells
der Schaltvorrichtung 2 gesehen (Figur 3) ist die Leiterplatte 31 zwischen dem Anker
15 und dem Kontaktelement 52 angeordnet. Sie verläuft hierbei in einer Richtung quer
zu der Längsrichtung 75 des Magnetgestells von der unteren Seite des Spulenkörpers
12 zur oberen Seite des Magnetgestells, und kann hierbei zumindest teilweise an dem
Gehäusedeckel 7 in den seitlichen Teilbereichen 71 und 72 anliegen. Hierbei ist die
isolierende Kunststoffschicht 81 bzw. 85 derart bemessen und ausgelegt, dass die erforderliche
Spannungsfestigkeit zur Innenseite des Gehäuses hin gegeben ist.
[0031] In den seitlichen Teilbereichen 71 und 72 verläuft die Leiterplatte 31 zwischen der
Schaltvorrichtung 2 und dem Gehäusedeckel 7 quer zu der Längsrichtung 75 des Magnetgestells,
im Teilbereich 73 verläuft die Leiterplatte 31 parallel zur Oberseite der Schaltvorrichtung
2 bzw. parallel zur Breitseite des Koppelglieds 61 ebenfalls quer zu der Längsrichtung
75. Somit ist die Leiterplatte 31 zwischen der Schaltvorrichtung 2 und dem Gehäusedeckel
7 angeordnet und umgibt die Schaltvorrichtung 2 in einer rahmenartigen Anordnung.
[0032] An der Gehäuseinnenwand, das heißt im vorliegenden Fall an der Innenwand des Gehäusedeckels
7, sind vorteilhaft Führungen angebracht, in die die Leiterplatte 31 beim Montieren
des Deckels eingeführt werden kann und die zu deren lagesicheren Positionierung dienen.
Diese Führungen sind in den Figuren der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0033] Wie insbesondere anhand von Figur 4 dargestellt, umfasst die Leiterplatte 31 mehrere
Biegestellen 35 bis 38, wobei die Leiterplatte 31 zwei Biegestellen 35 und 36 aufweist,
an der sie in einem Biegewinkel von näherungsweise 90° gebogen ist. An den Unterseiten
39 ist die Leiterplatte 31 mit den Anschlussstiften 23 verbunden, die sich innerhalb
des Grundkörpers 4 befinden (Figuren 1 und 2), der seinerseits von dem Gehäusedeckel
7 des Schaltgeräts umgeben ist. Die Leiterplatte 31 ist somit innerhalb des Grundkörpers
4 mit den Anschlussstiften 23 verbunden und weist außerhalb des Grundkörpers 4 beidseitig
Biegestellen 37 und 38 auf, an denen sich die Leiterplatte 31 jeweils dem Gehäusedeckel
7 annähert. Auf diese Weise ist es ermöglicht, eine Betriebsspannungszuführung für
die Bauelemente zu schaffen, die auf der flexiblen Leiterplatte 31 angeordnet sind,
wobei seitlich des Magnetgestells in den seitlichen Teilbereichen 71, 72 der Schaltvorrichtung
2 vergleichsweise wenig Platz in Anspruch genommen wird, so dass eine sehr kompakte
Bauform des Schaltgeräts 1 ermöglicht wird. Die Bauelemente 32-34 (Fig. 3) und 41-44
(Fig. 5) der Zusatzschaltungen 5 bzw. 6 werden durch die Leiterplatte 31 in Position
gehalten und über dieselbe direkt mit Betriebsspannung versorgt, wobei für die Zuführung
der Betriebsspannung keine zusätzlichen Drähte notwendig sind. Dadurch wird insgesamt
der Platzbedarf für das elektromechanische Schaltgerät verringert.
[0034] Die Zusatzschaltungen 5 bzw. 6 können bevorzugt als Modulbaugruppe ausgeführt sein,
beispielsweise als LED-Modul im Fall einer Anzeigeschaltung. Eine solche Modulbaugruppe
kann vorgefertigt und in einfacher Weise als Modul in ein Schaltgerät eingebaut werden.
1. Schaltgerät
- mit einer Schaltvorrichtung (2), die ein Kontaktelement (52) umfasst, auf das ein
Schaltmechanismus einwirkt,
- mit wenigstens einem elektronischen Bauelement (32 - 34, 41 - 44), das mit der Schaltvorrichtung
(2) verbunden ist,
- mit einer Verbindungsanordnung (3), die mit der Schaltvorrichtung (2) und mit dem
elektronischen Bauelement (32 - 34, 41 - 44) verbunden ist und dem Verbinden des elektronischen
Bauelements mit der Schaltvorrichtung dient, mit einer Leiterplatte (31), auf der
das elektronische Bauelement angeordnet ist,
- bei dem die Leiterplatte (31) der Verbindungsanordnung im Schaltgerät (1) fest eingebaut
und derart ausgestaltet und angeordnet ist, dass an wenigstens einer Stelle (35 -
38) der Leiterplatte eine Biegung der Leiterplatte gebildet ist.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, bei dem die Leiterplatte flexibel ausgestaltet ist.
3. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem
- das Schaltgerät (1) ein Gehäuse (7) umfasst, innerhalb dessen die Schaltvorrichtung
(2) und die Verbindungsanordnung (3) angeordnet sind,
- die Leiterplatte (31) in wenigstens einem Teilbereich (71, 72, 73) zwischen der
Schaltvorrichtung (2) und dem Gehäuse (7) verläuft.
4. Schaltgerät nach Anspruch 3, bei dem die Leiterplatte (31) zumindest teilweise an
dem Gehäuse (7) anliegt.
5. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Leiterplatte (31) die Schaltvorrichtung
(2) zumindest teilweise umgibt, insbesondere rahmenartig umgibt.
6. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Leiterplatte derart ausgestaltet
und angeordnet ist, dass die Leiterplatte (31) mehrere Biegestellen (35 - 38) umfasst.
7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Leiterplatte derart ausgestaltet
und angeordnet ist, dass die Leiterplatte (31) zumindest eine Biegestelle (35, 36)
umfasst, an der die Leiterplatte in einem Biegewinkel von mindestens näherungsweise
90° gebogen ist.
8. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Schaltvorrichtung (2) in
einem Grundkörper (4) angeordnet ist, der von einem Gehäuse (7) des Schaltgeräts umgeben
ist, wobei die Leiterplatte (31) an dem Grundkörper (4) mit der Schaltvorrichtung
(2) verbunden ist und an dem Grundkörper (4) vorbei verläuft, insbesondere außerhalb
des Grundkörpers eine Biegestelle (37, 38) aufweist, an der sich die Leiterplatte
(31) dem Gehäuse (7) annähert.
9. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Leiterplatte (31) eine Schichtenanordnung
mit zwei Kunststoffschichten (81, 85) und einer dazwischenliegenden metallischen Schicht
(83), insbesondere einer Kupferschicht, umfasst.
10. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem das elektronische Bauelement
(32 - 34, 41 - 44) Teil einer Zusatzschaltung (5, 6) des Schaltgeräts, insbesondere
Teil einer Schutzschaltung (6) oder einer Anzeigeschaltung (5) des Schaltgeräts ist.
11. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem die Schaltvorrichtung (2) ein
Relais umfasst.
12. Schaltgerät nach Anspruch 11, bei dem das Relais eine Spule (11) umfasst, die Teil
des Schaltmechanismus ist, wobei die Leiterplatte (31) mit der Spule (11) verbunden
ist.
13. Schaltgerät nach Anspruch 12, bei dem
- an der Schaltvorrichtung (2) ein erster Anschlussstift (21) zum externen Anschluss
der Spule (11) vorgesehen ist,
- an der Schaltvorrichtung (2) ein zweiter Anschlussstift (23) zum Anschluss der Leiterplatte
(31) vorgesehen ist,
- wobei der erste und der zweite Anschlussstift (21, 23) miteinander verbunden sind,
insbesondere als ein gemeinsames Bauteil ausgebildet sind.
14. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei dem
- das Relais eine Spule (11) umfasst, die Teil des Schaltmechanismus ist,
- die Leiterplatte (31) mit beiden Versorgungsanschlüssen (21, 22) der Spule (11)
verbunden ist,
- wobei das elektronische Bauelement (32 - 34, 41 - 44) parallel zur Spule (11) geschaltet
ist.
15. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 14, bei dem
- das Relais eine Spule (11) umfasst, die Teil des Schaltmechanismus ist,
- das Relais ein Magnetgestell mit einem die Spule durchsetzenden Kern (14) und einem
Joch (13) umfasst, wobei die Leiterplatte (31) zumindest teilweise zwischen einem
Gehäuse (7) des Schaltgeräts und dem Magnetgestell (13, 14) verläuft.
16. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 15, bei dem
- das Relais ein Magnetgestell (13, 14) und einen Anker (15) aufweist, der mit einer
Polfläche (16) des Magnetgestells zusammenwirkt und der auf das Kontaktelement (52)
einwirkt,
- das Relais weiterhin ein Koppelglied (61) aufweist, über welches der Anker (15)
auf das Kontaktelement (52) einwirkt,
- wobei die Leiterplatte (31) das Koppelglied (61) zumindest teilweise umgibt, insbesondere
rahmenartig umgibt.
17. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 16, bei dem das Relais ein Magnetgestell
(13, 14) aufweist und die Leiterplatte (31) in einer Richtung quer zu einer Längsrichtung
(75) des Magnetgestells verlaufend angeordnet ist.
18. Elektrische Zusatzschaltung für ein Schaltgerät, das eine Schaltvorrichtung (2) mit
einem Kontaktelement (52) umfasst, auf das ein Schaltmechanismus einwirkt,
- mit wenigstens einem elektronischen Bauelement (32 - 34, 41 - 44),
- mit einer Verbindungsanordnung (3), die mit dem elektronischen Bauelement (32 -
34, 41 - 44) verbunden ist und dem Verbinden des elektronischen Bauelements mit der
Schaltvorrichtung (2) dient, mit einer Leiterplatte (31), auf der das elektronische
Bauelement angeordnet ist,
- bei dem die Leiterplatte (31) der Verbindungsanordnung im Schaltgerät (1) fest einbaubar
und derart ausgestaltet und anordenbar ist, dass im eingebauten Zustand an wenigstens
einer Stelle (35 - 38) der Leiterplatte eine Biegung der Leiterplatte gebildet ist.
19. Elektrische Zusatzschaltung nach Anspruch 18, wobei die Leiterplatte (31) flexibel
ausgestaltet ist.
20. Elektrische Zusatzschaltung nach einem der Ansprüche 18 oder 19, wobei die Zusatzschaltung
als elektrische Anzeigeschaltung (5) und/oder als elektrische Schutzschaltung (6)
für das Schaltgerät ausgebildet ist.
21. Elektrische Zusatzschaltung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, wobei die Zusatzschaltung
(5, 6) als Modulbaugruppe ausgebildet ist.