[0001] Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist die Verwendung mindestens eines polymeranalog
taurinmodifizierten Acrylsäurepolymers und/oder -Copolymers und/oder mindestens eines
polymeranalog taurinmodifizierten Acrylatpolymers und/oder Copolymers in Reinigungsmitteln
für harte Oberflächen zur Verbesserung der Entfernbarkeit von Fäkalschmutz.
[0002] Bei der Reinigung einer Spültoilette müssen vor allem Kalk und Urinstein sowie an
der Keramik haftende Fäkalreste entfernt werden. Übliche WC-Reinigungsmittel sind
häufig sauer formuliert, beispielsweise durch Zusatz organischer Säuren wie Citronensäure
oder Sulfaminsäure, so dass sie eine gute Wirksamkeit gegenüber Kalk und Urinstein
aufweisen. In der Regel ist auch die Reinigungsleistung gegenüber Fäkalschmutz gut,
wobei allerdings mechanisch, also unter Zuhilfenahme einer Toilettenbürste, auf die
WC-Oberfläche eingewirkt werden muß. Dieser mechanische Aufwand erhöht sich noch bei
älteren, bereits angetrockneten Anschmutzungen, wobei auch schon feuchter Fäkalschmutz
hartnäckig auf keramischen Materialien anhaften kann. Eine über die einmalige Benutzung
hinausgehende, längeranhaltende Sauberkeit der Toiletteninnenseite gegenüber neuer
Fäkalanschmutzung konnte mit herkömmlichen Reinigern bislang nicht erzielt werden.
[0003] Zur besseren Kalklösung werden Toilettenreinigungsmittel nicht selten nach dem Auftragen
längere Zeit, oftmals mehrere Stunden oder gar über Nacht, zum Einwirken auf der Keramik
belassen. Dabei sind die Formulierungen in der Regel zur Verbesserung der Haftung
an der Keramik verdickt. Beim längeren Einwirken bildet sich dann auf der Oberfläche
ein Film, der aufgrund der Produkteinfärbung meist farbig ist und nach dem Eintrocknen
nur schwer zu entfernen ist.
[0004] Überraschend wurde nun gefunden, dass sowohl eine leichtere und schnellere Entfernung
von Fäkalschmutz als auch ein verbessertes Abspülen des eingetrockneten (farbigen)
Reinigungsmittels selbst möglich ist, wenn der Reinigungsmittelformulierung ein polymeranalog
mit Taurin (2-Aminoethansulfonsäure) modifiziertes Acrylsäure- oder Acrylat -Polymer
oder -Copolymer zugesetzt wird. Reinigungsmittel, die ein solches Polymer enthalten,
bilden bei der Anwendung einen haltbaren, dünnen Film auf keramischen Oberflächen,
der durch Wasser beim Spülen anquellen kann. Trifft Fäkalschmutz auf den Film, so
lässt sich der Schmutz beim nächsten Spülgang ohne nennenswerte mechanische Kraft
entfernen. Bei längerer Anwendung der gefärbten Reinigungsformulierungen in Toiletten
und anschließendem Antrocknen wird der gebildete farbige Film leicht und vollständig
beim erneuten Spülen entfernt.
[0005] Der Einsatz solcher taurinmodifizierter Acrylpolymere in Wasch-und Reinigungsmitteln
wurde schon beschrieben. So beansprucht
WO 97/11144 A1 (BASF) die Verwendung von Polycarbonsäurehalbamiden als inkrustationsinhibierender
Zusatz zu Wasch- und Reinigungsmitteln. Unter Inkrustationen versteht man dabei die
Ablagerung von Metallsalzen auf Textiloberflächen sowie Rohrleitungen usw., die Polycarbonsäurehalbamide
sollen durch Umsetzung von Anhydridgruppen enthaltenden Polymerisaten mit Aminocarbonsäuren,
Aminophosphonsäuren und/oder Taurin bzw. Alkyltaurinen erhalten werden.
[0006] Auch in
WO 02/44268 A1,
WO 02/44224 A2,
WO 02/44230 A2 und
WO 02/44267 A2 (alle: Clariant) werden ähnliche Polymere und ihr Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln,
kosmetischen Mitteln usw. beschrieben. Die Polymere bestehen aus Acryloyldimethyltaurinsäure
(2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure, AMPS) und weiteren Comonomeren und sollen
als Verdickungsmittel dienen.
[0007] Im Stand der Technik wird die Verwendung polymeranalog taurinmodifizierter Acrylsäure-und/oder
Acrylatpolymere in Reinigungsmitteln für harte Oberflächen zur leichteren Entfernung
von Fäkalschmutz auf WC-Keramik und zur besseren Abspülbarkeit eingetrockneter Reinigungsmittel
nicht beschrieben.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend in der Verbesserung
der Entfernbarkeit von Fäkalschmutz und der Abspülbarkeit eingetrockneter Reinigungsmittel
von harten Oberflächen, insbesondere WC-Keramik.
[0009] Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung mindestens eines polymeranalog taurinmodifizierten
Acrylsäure- und/oder Acrylatpolymers und/oder -Copolymers in Reinigungsmitteln für
harte Oberflächen zur Verbesserung der Entfernbarkeit von Fäkalschmutz in Spültabletten.
[0010] Durch den Einsatz der taurinmodifizierten Acrylsäure-oder Acrylat(co)polymere weist
der durch das Reinigungsmittel auf der WC-Keramik gebildete Film eine schmutzabweisende
Wirkung gegenüber Fäkalschmutz auf, so dass dieser - auch ohne zusätzliche mechanische
Hilfe durch Einsatz der Toilettenbürste - bei Betätigung der Toilettenspülung leichter
entfernt werden kann. Zudem sind auch Reste der Reinigerformulierung nach dem Eintrocknen
besser abspülbar.
Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Verwendung sind die homogenere und vollständigere
Benetzung des Reinigers bei der Anwendung auf harten Oberflächen sowie die Modifizierung
harter Oberflächen während der Reinigungsanwendung durch die Bildung eines sehr dünnen,
glänzenden Films, so dass gereinigte Oberflächen vom Verbraucher länger als sauber
wahrgenommen werden.
[0011] Die erfindungsgemäße Verwendung kann in einem Verfahren zur Reinigung von WC-Oberflächen
erfolgen, bei dem insbesondere Fäkalschmutz leichter entfernt werden kann. Ein weiterer
Erfindungsgegenstand betrifft daher ein Verfahren zur Verbesserung der Entfernbarkeit
von Fäkalschmutz in Spültoiletten, bei dem ein Reinigungsmittel, das mindestens ein
polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylsäurepolymer und/oder mindestens ein polymeranalog
taurinmodifiziertes Acrylsäure-Copolymer und/oder mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes
Acrylatpolymer und/oder -copolymer enthält, auf der Oberfläche flächig verteilt wird
und entweder nach einer kurzen Einwirkzeit von 2 bis 10 Minuten abgespült oder aber
trocknen gelassen wird.
[0012] Neben den genannten Polymeren kann das erfindungsgemäß verwendete Reinigungsmittel
weitere übliche in Reinigungsmitteln für harte Oberflächen einsetzbare Inhaltsstoffe
aufweisen. Hierzu werden insbesondere Tenside, Filmbildner, Verdicker, Säuren, Lösungsmittel,
antimikrobielle Wirkstoffe sowie weitere Inhaltsstoffe wie Builderkomponenten, Alkalien,
Konservierungsmittel, Enzyme, Hilfsstoffe, Duftstoffe oder Farbstoffe gerechnet.
[0013] Stoffe, die auch als Inhaltsstoffe von kosmetischen Mitteln dienen, werden nachfolgend
ggf. gemäß der
International Nomenclature Cosmetic Ingredient (INCI)-Nomenklatur bezeichnet. Chemische Verbindungen tragen eine INCI-Bezeichnung
in englischer Sprache, pflanzliche Inhaltsstoffe werden ausschließlich nach Linné
in lateinischer Sprache aufgeführt, sogenannte Trivialnamen wie "Wasser", "Honig"
oder "Meersalz" werden ebenfalls in lateinischer Sprache angegeben. Die INCI-Bezeichnungen
sind dem
International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook - Seventh Edition (1997)
zu entnehmen, das von The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association (CTFA), 1101
17th Street, NW, Suite 300, Washington, DC 20036, USA, herausgegeben wird und mehr als 9.000 INCI-Bezeichnungen sowie Verweise auf mehr
als 37.000 Handelsnamen und technische Bezeichnungen einschließlich der zugehörigen
Distributoren aus über 31 Ländern enthält. Das
International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook ordnet den Inhaltsstoffen eine oder mehrere chemische Klassen (
Chemical Classes), beispielsweise
Polymeric Ethers, und eine oder mehrere Funktionen (
Functions), beispielsweise
Surfactants - Cleansing Agents, zu, die es wiederum näher erläutert und auf die nachfolgend ggf. ebenfalls Bezug
genommen wird.
Die Angabe
CAS bedeutet, daß es sich bei der nachfolgenden Zahlenfolge um eine Bezeichnung des
Chemical Abstracts Service handelt.
Polymere
[0014] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes
Acrylsäurepolymer und/ oder mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylsäure-Copolymer
und/oder mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylatpolymer und/oder
-copolymer. Dieses (Co)Polymer ist erhältlich durch Polymerisation von 2-Sulfoethylacrylamid,
ggf. auch Copolymerisation von 2-Sulfoethylacrylamid mit Acrylsäure oder Acrylaten
sowie weiteren Monomeren, durch übliche Verfahren; weiterhin ist auch eine nachträgliche
Umsetzung einer Polyacrylsäure oder eines Polyacrylats bzw. eines Copolymers derselben
mit Taurin möglich. Als Ausgangsstoffe eignen sich dabei beispielsweise die von der
Firma BASF angebotenen Sokalan
®-Typen, aber auch Polyacrylsäuren und Polyacrylate anderer Hersteller, beispielsweise
Carbopol
®-Typen von Noveon. Das Molekulargewicht des (Co)Polymers liegt dabei vorzugsweise
zwischen 2.000 und 20.000.000, insbesondere zwischen 20.000 und 1.000.000. Der Substitutionsgrad
des Acrylsäure- oder Acrylatpolymers oder -Copolymers mit Taurin liegt zwischen 0,01
und 1, vorzugsweise zwischen 0,2 und 0,8. Sofern es sich beim eingesetzten Polymer
um ein Copolymer handelt, entsteht dieses durch Copolymerisation von Acrylsäure und/oder
Acrylat bzw. von 2-Sulfoethylacrylamid mit einem oder mehreren weiteren Monomeren,
vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Methacrylsäure, Methylmethacrylat,
Alkylacrylate, Alkylmethacrylate, PEG-Acrylate, (poly)alkoxylierte Acrylate, ethylenisch
ungesättigte quaternäre Ammoniumverbindungen, insbesondere MAPTAC oder DADMAC, sowie
Gemische derselben. Dabei können die Monomere in dem Polymer alternierend, statistisch
oder auch blockweise angeordnet sein, jedoch sollte das Copolymer zu mindestens 50
Mol-% aus Acrylsäure- oder Acrylatmonomeren aufgebaut sein. Das taurinmodifizierte
Polyacrylsäure- und/oder Polyacrylat-Copolymer kann zudem quervernetzt sein.
[0015] Der Gehalt des erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittels an taurinmodifiziertem
Acrylsäure- und/oder Acrylatpolymer und/oder -Copolymer beträgt vorzugsweise 0,01
bis 50 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis 15 Gew.-%.
Tenside
[0016] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann weiterhin auch oberflächenaktive Substanzen
enthalten. Als oberflächenaktive Substanzen eignen sich für die erfindungsgemäß verwendeten
Mittel Tenside, insbesondere aus den Klassen der anionischen und nichtionischen Tenside.
[0017] Als anionische Tenside eignen sich vorzugsweise C
8-C
18-Alkylbenzolsulfonate, insbesondere mit etwa 12 C-Atomen im Alkylteil, C
8-C
20-Alkansulfonate, C
8-C
18-Mono-alkylsulfate, C
8-C
18-Alkylpolyglykolethersulfate mit 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten (EO) im Etherteil sowie
Sulfobernsteinsäuremono- und -di-C
8-C
18-Alkylester. Weiterhin können auch C
8-C
18-α-Olefinsulfonate, sulfonierte C
8-C
18-Fettsäuren, insbesondere Dodecylbenzolsulfonat, C
8-C
22-Carbonsäureamidethersulfate, C
8-C
18-Alkylpolyglykolethercarboxylate, C
8-C
18-N-Acyltauride, C
8-C
18-N-Sarkosinate und C
8-C
18-Alkylisethionate bzw. deren Mischungen verwendet werden.
Die anionischen Tenside werden vorzugsweise als Natriumsalze eingesetzt, können aber
auch als andere Alkali- oder Erdalkalimetallsalze, beispielsweise Magnesiumsalze,
sowie in Form von Ammonium- oder Mono-, Di-, Tri- bzw. Tetraalkylammoniumsalzen enthalten
sein, im Falle der Sulfonate auch in Form ihrer korrespondierenden Säure, z.B. Dodecylbenzolsulfonsäure.
Beispiele derartiger Tenside sind Natriumkokosalkylsulfat, Natrium-sec.-Alkansulfonat
mit ca. 15 C-Atomen sowie Natriumdioctylsulfosuccinat. Als besonders geeignet haben
sich Natrium-Fettalkylsulfate und -Fettalkyl+2EO-ethersulfate mit 12 bis 14 C-Atomen
erwiesen.
[0018] Als nichtionische Tenside sind vor allem C
8-C
18-Alkoholpolyglykolether, d.h. ethoxylierte und/oder propoxylierte Alkohole mit 8 bis
18 C-Atomen im Alkylteil und 2 bis 15 Ethylenoxid- (EO) und/oder Propylenoxideinheiten
(PO), C
8-C
18-Carbonsäurepolyglykolester mit 2 bis 15 EO, beispielsweise Talgfettsäure+6-EO-ester,
ethoxylierte Fettsäureamide mit 12 bis 18 C-Atomen im Fettsäureteil und 2 bis 8 EO,
langkettige Aminoxide mit 14 bis 20 C-Atomen und langkettige Alkylpolyglycoside mit
8 bis 14 C-Atomen im Alkylteil und 1 bis 3 Glycosideinheiten zu erwähnen. Beispiele
derartiger Tenside sind Oleyl-Cetyl-Alkohol mit 5 EO, Nonylphenol mit 10 EO, Laurinsäurediethanolamid,
Kokosalkyldimethylaminoxid und Kokosalkylpolyglucosid mit im Mittel 1,4 Glucoseeinheiten.
Besonders bevorzugt werden C
8-18-Fettalkoholpolyglykolether mit insbesondere 2 bis 8 EO, beispielsweise C
12-Fettalkohol+7-EO-ether, sowie C
8-10-Alkylpolyglucoside mit 1 bis 2 Glycosideinheiten eingesetzt.
[0019] Neben den bisher genannten Tensidtypen kann das erfindungsgemäße Mittel weiterhin
auch Kationtenside und/oder amphotere Tenside enthalten.
[0020] Geeignete Amphotenside sind beispielsweise Betaine der Formel (R
iii)(R
iv)(R
v)N
+CH
2COO
-, in der R
iii einen gegebenenfalls durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochenen Alkylrest
mit 8 bis 25, vorzugsweise 10 bis 21 Kohlenstoffatomen und R
iv sowie R
v gleichartige oder verschiedene Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeuten,
insbesondere C
10-C
18-Alkyl-dimethylcarboxymethylbetain und C
11-C
17-Alkylamidopropyl-dimethylcarboxymethylbetain.
[0021] Geeignete Kationtenside sind u.a. die quartären Ammoniumverbindungen der Formel (R
vi)(R
vii)(R
viii)(R
ix)N
+ X
-, in der R
vi bis R
ix für vier gleich- oder verschiedenartige, insbesondere zwei lang- und zwei kurzkettige,
Alkylreste und X
- für ein Anion, insbesondere ein Halogenidion, stehen, beispielsweise Didecyl-dimethylammoniumchlorid,
Alkyl-benzyl-didecyl-ammoniumchlorid und deren Mischungen.
[0022] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das Mittel als tensidische
Komponenten jedoch nur ein oder mehrere Aniontenside, vorzugsweise C
8-C
18-Alkylsulfate und/oder C
8-C
18-Alkylethersulfate, und/oder ein oder mehrere nichtionische Tenside, vorzugsweise
C
8-18-Fettalkoholpolyglykolether mit 2 bis 8 EO und/oder C
8-10-Alkylpolyglucoside mit 1 bis 2 Glycosideinheiten.
[0023] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält vorzugsweise Tenside in Mengen von
0,01 bis 30 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis 15 Gew.-%.
Filmbildner
[0024] Eine weitere bevorzugte Komponente des erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittels
ist ein Filmbildner, der zur besseren Benetzung und zur Oberflächenmodifizierung beiträgt.
Hierzu können alle im Stand der Technik in Wasch-und Reinigungsmitteln eingesetzten
filmbildenden Polymere eingesetzt werden, vorzugsweise wird der Filmbildner jedoch
ausgewählt aus der Gruppe umfassend Polyethylenglykol, Polyethylenglykol- Derivate
sowie Gemische derselben, vorzugsweise mit einem Molekulargewicht zwischen 200 und
20.000.000, besonders bevorzugt zwischen 5.000 und 200.000. Der Filmbildner wird vorteilhafterweise
in Mengen von 0,01 bis 30 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis 15 Gew.-% eingesetzt.
Verdicker
[0025] Um ein längeres Anhaften des Reinigungsmittels an der zu reinigenden Oberfläche zu
ermöglichen, kann es weiterhin von Vorteil sein, die Viskosität des Mittels durch
Einsatz eines Verdickungsmittels zu vergrößern. Hierzu eignen sich alle üblicherweise
in Wasch-und Reinigungsmitteln eingesetzten Viskositätsregulatoren, zu denen beispielsweise
organische natürliche Verdickungsmittel (Agar-Agar, Carrageen, Tragant, Gummi arabicum,
Alginate, Pektine, Polyosen, Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkernmehl, Stärke, Dextrine,
Gelatine, Casein), organische abgewandelte Naturstoffe (Carboxymethylcellulose und
andere Celluloseether, Hydroxyethyl- und -propylcellulose und dergleichen, Kernmehlether),
organische vollsynthetische Verdickungsmittel (Polyacryl- und Polymethacryl-Verbindungen,
Vinylpolymere, Polycarbonsäuren, Polyether, Polyimine, Polyamide) und anorganische
Verdickungsmittel (Polykieselsäuren, Tonmineralien wie Montmorillonite, Zeolithe,
Kieselsäuren) zählen.
Zu den Polyacryl- und Polymethacryl-Verbindungen zählen beispielsweise die hochmolekularen
mit einem Polyalkenylpolyether, insbesondere einem Allylether von Saccharose, Pentaerythrit
oder Propylen, vernetzten Homopolymere der Acrylsäure (INCI-Bezeichnung gemäß International
Dictionary of Cosmetic Ingredients der The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association
(CTFA): Carbomer), die auch als Carboxyvinylpolymere bezeichnet werden. Solche Polyacrylsäuren
sind u.a. von der Fa. 3V Sigma unter dem Handelsnamen Polygel
®, z.B. Polygel
® DA, und von der Fa. BFGoodrich unter dem Handelsnamen Carbopol
® erhältlich, z. B. Carbopol
® 940 (Molekulargewicht ca. 4.000.000), Carbopol
® 941 (Molekulargewicht ca. 1.250.000) oder Carbopol
® 934 (Molekulargewicht ca. 3.000.000). Weiterhin fallen darunter folgende Acrylsäure-Copolymere:
(i) Copolymere von zwei oder mehr Monomeren aus der Gruppe der Acrylsäure, Methacrylsäure
und ihrer einfachen, vorzugsweise mit C
1-4-Alkanolen gebildeten, Ester (INCI Acrylates Copolymer), zu denen etwa die Copolymere
von Methacrylsäure, Butylacrylat und Methylmethacrylat (CAS-Bezeichnung gemäß Chemical
Abstracts Service: 25035-69-2) oder von Butylacrylat und Methylmethacrylat (CAS 25852-37-3)
gehören und die beispielsweise von der Fa. Rohm & Haas unter den Handelsnamen Aculyn
® und Acusol
® sowie von der Firma Degussa (Goldschmidt) unter dem Handelsnamen Tego
® Polymer erhältlich sind, z.B. die anionischen nichtassoziativen Polymere Aculyn
® 22, Aculyn
® 28, Aculyn
® 33 (vernetzt), Acusol
® 810, Acusol
® 823 und Acusol
® 830 (CAS 25852-37-3); (ii) vernetzte hochmolekulare Acrylsäurecopolymere, zu denen
etwa die mit einem Allylether der Saccharose oder des Pentaerythrits vernetzten Copolymere
von C
10-30-Alkylacrylaten mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe der Acrylsäure, Methacrylsäure
und ihrer einfachen, vorzugsweise mit C
1-4-Alkanolen gebildeten, Ester (INCI Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer) gehören
und die beispielsweise von der Fa. BFGoodrich unter dem Handelsnamen Carbopol
® erhältlich sind, z.B. das hydrophobierte Carbopol
® ETD 2623 und Carbopol
® 1382 (INCI Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer) sowie Carbopol
® AQUA 30 (früher Carbopol
® EX 473).
Weitere Verdickungsmittel sind die Polysaccharide und Heteropolysaccharide, insbesondere
die Polysaccharidgummen, beispielsweise Gummi arabicum, Agar, Alginate, Carrageene
und ihre Salze, Guar, Guaran, Traganth, Gellan, Ramsan, Dextran oder Xanthan und ihre
Derivate, z.B. propoxyliertes Guar, sowie ihre Mischungen. Andere Polysaccharidverdicker,
wie Stärken oder Cellulosederivate, können alternativ, vorzugsweise aber zusätzlich
zu einem Polysaccharidgummi eingesetzt werden, beispielsweise Stärken verschiedensten
Ursprungs und Stärkederivate, z.B. Hydroxyethylstärke, Stärkephosphatester oder Stärkeacetate,
oder Carboxymethylcellulose bzw. ihr Natriumsalz, Methyl-, Ethyl-, Hydroxyethyl-,
Hydroxypropyl-, Hydroxypropyl-methyl- oder Hydroxyethyl-methyl-cellulose oder Celluloseacetat.
Ein besonders bevorzugter Polysaccharidverdicker ist das mikrobielle anionische Heteropolysaccharid
Xanthan Gum, das von Xanthomonas campestris und einigen anderen Spezies unter aeroben
Bedingungen mit einem Molekulargewicht von 2-15×10
6 produziert wird und beispielsweise von der Fa. Kelco unter den Handelsnamen Keltrol
® und Kelzan
® oder auch von der Firma Rhodia unter dem Handelsnamen Rhodopol
® erhältlich ist.
Als Verdickungsmittel können weiterhin Schichtsilikate eingesetzt werden. Hierzu zählen
beispielsweise die unter dem Handelsnamen Laponite
® erhältlichen Magnesium- oder Natrium-Magnesium- Schichtsilikate der Firma Solvay
Alkali, insbesondere das Laponite
® RD oder auch Laponite
® RDS, sowie die Magnesiumsilikate der Firma Süd-Chemie, vor allem das Optigel
® SH.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäß verwendete Reinigungsmittel
0,01 bis 30 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis 15 Gew.-% eines Verdickers, vorzugsweise
eines Polysaccharidverdickers, beispielsweise Xanthan Gum.
Säuren
[0026] Erfindungsgemäß verwendete Reinigungsmittel können weiterhin zur Verstärkung der
Reinigungsleistung gegenüber Kalk und Urinstein eine oder mehrere Säuren enthalten.
Als Säuren eignen sich insbesondere organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure,
Zitronensäure, Glycolsäure, Milchsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure
und Gluconsäure oder auch Amidosulfonsäure. Daneben können aber auch die anorganischen
Säuren Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure und Salpetersäure bzw. deren Mischungen
eingesetzt werden. Besonders bevorzugt sind Säuren, ausgewählt aus der Gruppe umfassend
Amidosulfonsäure, Zitronensäure, Milchsäure und Ameisensäure. Sie werden vorzugsweise
in Mengen von 0,01 bis 30 Gew.-% eingesetzt, besonders bevorzugt 0,2 bis 15 Gew.-%.
Lösungsmittel
[0027] Eine weitere bevorzugte Komponente erfindungsgemäß verwendeter Mittel sind Lösungsmittel,
insbesondere wasserlösliche organische Lösungsmittel. Hierzu zählen beispielsweise
niedere Alkohole und/oder Etheralkohole, wobei als niedere Alkohole im Sinne dieser
Erfindung geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkohole verstanden werden.
[0028] Als Alkohole werden insbesondere Ethanol, Isopropanol und n-Propanol eingesetzt.
Als Etheralkohole kommen hinreichend wasserlösliche Verbindungen mit bis zu 10 C-Atomen
im Molekül in Betracht. Beispiele derartiger Etheralkohole sind Ethylenglykolmonobutylether,
Propylenglykolmonobutylether, Diethylenglykolmonobutylether, Propylenglykolmonotertiärbutylether
und Propylenglykolmonoethylether, von denen wiederum Ethylenglykolmonobutylether und
Propylenglykolmonobutylether bevorzugt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird jedoch Ethanol als Lösungsmittel eingesetzt. Lösungsmittel können in dem Reinigungsmittel
in Mengen von 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-% enthalten sein.
Antimikrobielle Wirkstoffe
[0029] Eine besondere Form der Reinigung stellen die Desinfektion und die Sanitation dar.
In einer entsprechenden besonderen Ausführungsform der Erfindung enthält das Reinigungsmittel
daher einen oder mehrere antimikrobielle Wirkstoffe, vorzugsweise in einer Menge von
0,01 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 0,8 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 0,5 Gew.-%,
besonders bevorzugt 0,1 bis 0,3 Gew.-%, äußerst bevorzugt 0,2 Gew.-%.
[0030] Die Begriffe Desinfektion, Sanitation, antimikrobielle Wirkung und antimikrobieller
Wirkstoff haben im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre die fachübliche Bedeutung. Während
Desinfektion im engeren Sinne der medizinischen Praxis die Abtötung von - theoretisch
allen - Infektionskeimen bedeutet, ist unter Sanitation die möglichst weitgehende
Eliminierung aller - auch der für den Menschen normalerweise unschädlichen saprophytischen
- Keime zu verstehen. Hierbei ist das Ausmaß der Desinfektion bzw. Sanitation von
der antimikrobiellen Wirkung des angewendeten Mittels abhängig, die mit abnehmendem
Gehalt an antimikrobiellem Wirkstoff bzw. zunehmender Verdünnung des Mittels zur Anwendung
abnimmt.
[0031] Erfindungsgemäß geeignet sind beispielsweise antimikrobielle Wirkstoffe aus den Gruppen
der Alkohole, Aldehyde, antimikrobiellen Säuren bzw. deren Salze, Carbonsäureester,
Säureamide, Phenole, Phenolderivate, Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate,
Sauerstoff-, Stickstoff-Acetale sowie -Formale, Benzamidine, Isothiazole und deren
Derivate wie Isothiazoline und Isothiazolinone, Phthalimidderivate, Pyridinderivate,
antimikrobiellen oberflächenaktiven Verbindungen, Guanidine, antimikrobiellen amphoteren
Verbindungen, Chinoline, 1,2-Dibrom-2,4-dicyanobutan, lodo-2-propynyl-butyl-carbamat,
Iod, lodophore und Peroxide. Bevorzugte antimikrobielle Wirkstoffe werden vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe umfassend Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, 1,3-Butandiol,
Phenoxyethanol, 1,2-Propylenglykol, Glycerin, Undecylensäure, Zitronensäure, Milchsäure,
Benzoesäure, Salicylsäure, Thymol, 2-Benzyl-4-chlorphenol, 2,2'-Methylen-bis-(6-brom-4-chlorphenol),
2,4,4'-Trichlor-2'-hydroxydiphenylether, N-(4-Chlorphenyl)-N-(3,4-dichlorphenyl)-harnstoff,
N,N'-(1,10-decandiyldi-1-pyridinyl-4-yliden)-bis-(1-octanamin)-dihydrochlorid, N,N'-Bis-(4-Chlorphenyl)-3,12-diimino-2,4,11,13-tetraazatetradecandiimidamid,
antimikrobielle quaternäre oberflächenaktive Verbindungen, Guanidine. Bevorzugte antimikrobiell
wirkende oberflächenaktive quaternäre Verbindungen enthalten eine Ammonium-, Sulfonium-,
Phosphonium-, Jodonium- oder Arsoniumgruppe. Weiterhin können auch antimikrobiell
wirksame ätherische Öle eingesetzt werden, die gleichzeitig für eine Beduftung des
Reinigungsmittels sorgen. Besonders bevorzugte antimikrobielle Wirkstoffe sind jedoch
ausgewählt aus der Gruppe umfassend Salicylsäure, quaternäre Tenside, insbesondere
Benzalkoniumchlorid, Peroxo-Verbindungen, insbesondere Wasserstoffperoxid, Alkalimetallhypochlorit
sowie Gemische derselben.
Weitere Inhaltsstoffe
[0032] Neben den bisher genannten Komponenten kann das erfindungsgemäß verwendete Mittel
weitere Inhaltsstoffe enthalten, darunter Builderkomponenten, Korrosionsinhibitoren,
Komplexbildner, Alkalien, Konservierungsmittel, Bleichmittel, Enzyme, Duft- und Farbstoffe.
Insgesamt sollten nicht mehr als 30 Gew.-% weitere Inhaltsstoffe enthalten sein, vorzugsweise
0,01 bis 30 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis 15 Gew.-%.
[0033] In den erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmitteln können ggf. wasserlösliche und/oder
wasserunlösliche Builder eingesetzt werden. Dabei sind wasserlösliche Builder bevorzugt,
da sie in der Regel weniger dazu tendieren, auf harten Oberflächen unlösliche Rückstände
zu hinterlassen. Übliche Builder, die im Rahmen der Erfindung zugegen sein können,
sind die niedermolekularen Polycarbonsäuren und ihre Salze, die homopolymeren und
copolymeren Polycarbonsäuren und ihre Salze, die Citronensäure und ihre Salze, die
Carbonate, Phosphate und Silikate. Zu wasserunlöslichen Buildern zählen die Zeolithe,
die ebenfalls verwendet werden können, ebenso wie Mischungen der vorgenannten Buildersubstanzen.
[0034] Geeignete Korrosionsinhibitoren (
INCI Corrosion Inhibitors) sind beispielsweise folgende gemäß
INCI benannte Substanzen: Cyclohexylamine, Diammonium Phosphate, Dilithium Oxalate, Dimethylamino
Methylpropanol, Dipotassium Oxalate, Dipotassium Phosphate, Disodium Phosphate, Disodium
Pyrophosphate, Disodium Tetrapropenyl Succinate, Hexoxyethyl Diethylammonium, Phosphate,
Nitromethane, Potassium Silicate, Sodium Aluminate, Sodium Hexametaphosphate, Sodium
Metasilicate, Sodium Molybdate, Sodium Nitrite, Sodium Oxalate, Sodium Silicate, Stearamidopropyl
Dimethicone, Tetrapotassium Pyrophosphate, Tetrasodium Pyrophosphate, Triisopropanolamine.
[0035] Komplexbildner (
INCI Chelating Agents), auch Sequestriermittel genannt, sind Inhaltsstoffe, die Metallionen
zu komplexieren und inaktivieren vermögen, um ihre nachteiligen Wirkungen auf die
Stabilität oder das Aussehen der Mittel, beispielsweise Trübungen, zu verhindern.
Einerseits ist es dabei wichtig, die mit zahlreichen Inhaltsstoffen inkompatiblen
Calcium- und Magnesiumionen der Wasserhärte zu komplexieren. Die Komplexierung der
Ionen von Schwermetallen wie Eisen oder Kupfer verzögert andererseits die oxidative
Zersetzung der fertigen Mittel. Zudem unterstützen die Komplexbildner die Reinigungswirkung.
[0036] Geeignet sind beispielsweise die folgenden gemäß
INCI bezeichneten Komplexbildner: Aminotrimethylene, Phosphonsäure, Beta-Alanine Diacetic
Acid, Calcium Disodium EDTA, Citric Acid, Cyclodextrin, Cyclohexanediamine Tetraacetic
Acid, Diammonium Citrate, Diammonium EDTA, Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonic
Acid, Dipotassium EDTA, Disodium Azacycloheptane Diphosphonate, Disodium EDTA, Disodium
Pyrophosphate, EDTA, Etidronic Acid, Galactaric Acid, Gluconic Acid, Glucuronic Acid,
HEDTA, Hydroxypropyl Cyclodextrin, Methyl Cyclodextrin, Pentapotassium Triphosphate,
Pentasodium Aminotrimethylene Phosphonate, Pentasodium Ethylenediamine Tetramethylene
Phosphonate, Pentasodium Pentetate, Pentasodium Triphosphate, Pentetic Acid, Phytic
Acid, Potassium Citrate, Potassium EDTMP, Potassium Gluconate, Potassium Polyphosphate,
Potassium Trisphosphonomethylamine Oxide, Ribonic Acid, Sodium Chitosan Methylene
Phosphonate, Sodium Citrate, Sodium Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonate,
Sodium Dihydroxyethylglycinate, Sodium EDTMP, Sodium Gluceptate, Sodium Gluconate,
Sodium Glycereth-1 Polyphosphate, Sodium Hexametaphosphate, Sodium Metaphosphate,
Sodium Metasilicate, Sodium Phytate, Sodium Polydimethylglycinophenolsulfonate, Sodium
Trimetaphosphate, TEA-EDTA, TEA-Polyphosphate, Tetrahydroxyethyl Ethylenediamine,
Tetrahydroxypropyl Ethylenediamine, Tetrapotassium Etidronate, Tetrapotassium Pyrophosphate,
Tetrasodium EDTA, Tetrasodium Etidronate, Tetrasodium Pyrophosphate, Tripotassium
EDTA, Trisodium Dicarboxymethyl Alaninate, Trisodium EDTA, Trisodium HEDTA, Trisodium
NTA und Trisodium Phosphate.
[0037] In erfindungsgemäß verwendeten Mitteln können weiterhin Alkalien enthalten sein.
Als Basen werden in erfindungsgemäß verwendeten Mitteln vorzugsweise solche aus der
Gruppe der Alkali- und Erdalkalimetallhydroxide und -carbonate, insbesondere Natriumcarbonat
oder Natriumhydroxid, eingesetzt. Daneben können aber auch Ammoniak und/oder Alkanolamine
mit bis zu 9 C-Atomen im Molekül verwendet werden, vorzugsweise die Ethanolamine,
insbesondere Monoethanolamin.
[0038] Konservierungsmittel können gleichfalls in erfindungsgemäß verwendeten Mitteln enthalten
sein. Als solche können im wesentlichen die bei den antimikrobiellen Wirkstoffen genannten
Stoffe eingesetzt werden.
[0039] Erfindungsgemäß können Bleichmittel dem Reinigungsmittel zugesetzt werden. Geeignete
Bleichmittel umfassen Peroxide, Persäuren und/oder Perborate, besonders bevorzugt
ist Wasserstoffperoxid. Natriumhypochlorit ist dagegen bei sauer formulierten Reinigungsmitteln
aufgrund der Freisetzung giftiger Chlorgas-Dämpfe weniger geeignet, kann jedoch in
alkalisch eingestellten Reinigungsmitteln eingesetzt werden. Unter Umständen kann
neben dem Bleichmittel auch ein Bleichaktivator vonnöten sein.
[0040] Das Mittel kann auch Enzyme enthalten, vorzugsweise Proteasen, Lipasen, Amylasen,
Hydrolasen und/oder Cellulasen. Sie können dem erfindungsgemäß verwendeten Mittel
in jeder nach dem Stand der Technik etablierten Form zugesetzt werden. Hierzu gehören
bei flüssigen oder gelförmigen Mitteln insbesondere Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise
möglichst konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren versetzt. Alternativ
können die Enzyme verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion
der Enzymlösung zusammen mit einem, vorzugsweise natürlichen, Polymer oder in Form
von Kapseln, beispielsweise solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten
Gel eingeschlossen sind oder in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger
Kern mit einer Wasser-, Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen Schutzschicht überzogen
ist. In aufgelagerten Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise
Stabilisatoren, Emulgatoren, Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden.
Derartige Kapseln werden nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel-
oder Rollgranulation oder in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind
derartige Granulate, beispielsweise durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm
und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
Weiterhin können in enzymhaltigen Mitteln Enzymstabilisatoren vorhanden sein, um ein
in einem erfindungsgemäßen Mittel enthaltenes Enzym vor Schädigungen wie beispielsweise
Inaktivierung, Denaturierung oder Zerfall etwa durch physikalische Einflüsse, Oxidation
oder proteolytische Spaltung zu schützen. Als Enzymstabilisatoren sind, jeweils in
Abhängigkeit vom verwendeten Enzym, insbesondere geeignet: Benzamidin-Hydrochlorid,
Borax, Borsäuren, Boronsäuren oder deren Salze oder Ester, vor allem Derivate mit
aromatischen Gruppen, etwa substituierte Phenylboronsäuren beziehungsweise deren Salze
oder Ester; Peptidaldehyde (Oligopeptide mit reduziertem C-Terminus), Aminoalkohole
wie Mono-, Di-, Triethanol- und -Propanolamin und deren Mischungen, aliphatische Carbonsäuren
bis zu C
12, wie Bernsteinsäure, andere Dicarbonsäuren oder Salze der genannten Säuren; endgruppenverschlossene
Fettsäureamidalkoxylate; niedere aliphatische Alkohole und vor allem Polyole, beispielsweise
Glycerin, Ethylenglykol, Propylenglykol oder Sorbit; sowie Reduktionsmittel und Antioxidantien
wie Natrium-Sulfit und reduzierende Zucker. Weitere geeignete Stabilisatoren sind
aus dem Stand der Technik bekannt. Bevorzugt werden Kombinationen von Stabilisatoren
verwendet, beispielsweise die Kombination aus Polyolen, Borsäure und/oder Borax, die
Kombination von Borsäure oder Borat, reduzierenden Salzen und Bernsteinsäure oder
anderen Dicarbonsäuren oder die Kombination von Borsäure oder Borat mit Polyolen oder
Polyaminoverbindungen und mit reduzierenden Salzen.
[0041] Als weitere Inhaltsstoffe kann das erfindungsgemäß verwendete Mittel schließlich
einen oder mehrere Duftstoffe und/oder ein oder mehrere Farbstoffe (
INCI Colorants) enthalten. Als Farbstoffe können dabei sowohl wasserlösliche als auch
öllösliche Farbstoffe verwendet werden, wobei einerseits die Kompatibilität mit weiteren
Inhaltsstoffen, beispielsweise Bleichmitteln, zu beachten ist und andererseits der
eingesetzte Farbstoff gegenüber der WC-Keramik auch bei längerem Einwirken nicht substantiv
wirken sollte. Die Wahl des geeigneten Duftstoffs ist ebenfalls nur durch mögliche
Wechselwirkungen mit den übrigen Reinigungsmittelkomponenten beschränkt.
[0042] Das erfindungsgemäß verwendete Reinigungsmittel kann neben der Verbesserung der Entfernbarkeit
von Fäkalschmutz in Spültoiletten auch zur Modifizierung harter Oberflächen verwendet
werden, so dass sich ein dünner, glänzender Film bildet, der zum einen schmutzabweisend
wirkt und zum anderen bewirkt, dass die gereinigte Oberfläche vom Verbraucher länger
als sauber wahrgenommen wird. Auch kann eine Verbesserung der Abspülbarkeit eingetrockneter
Reinigungsmittelreste auf harten Oberflächen, insbesondere von Sanitärkeramik erzielt
werden.
[0043] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann schließlich auch in einem Verfahren zur
Verbesserung der Entfernbarkeit von Fäkalschmutz in Spültoiletten eingesetzt werden.
In diesem Verfahren wird ein Reinigungsmittel, das mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes
Acrylsäurepolymer und/oder mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylsäure-Copolymer
und/oder mindestens eine polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylatpolymer und/oder
-copolymer enthält, auf der Oberfläche flächig verteilt und entweder nach einer kurzen
Einwirkzeit von 2 bis 10 Minuten abgespült oder aber trocknen gelassen. Nach Behandlung
der Oberfläche auf diese Art und Weise ist Fäkalschmutz leichter, oft ohne Zuhilfenahme
mechanischer Hilfsmittel, etwa einer WC-Bürste, zu entfernen. Zudem lassen sich eventuell
eingetrocknete Reinigungsmittelreste leichter abspülen.
Ausführungsbeispiele
[0044] Es wurden drei saure WC-Reinigungsmittel
E1 bis
E3 mit unterschiedlichen Anteilen am erfindungsgemäßen taurinmodifizierten Polyacrylat
formuliert. Eine Vergleichsformulierung
V1 war dagegen frei von diesem Polymer.
| Zusammensetzung [Gew.-%] |
E1 |
E2 |
E3 |
V1 |
| Taurinmodifiziertes Polyacrylata |
1 |
3 |
10 |
0 |
| C12-Fettalkoholethoxylat+7 EO |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Octylsulfat |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Keltrol ASX-T (Xanthan Gum) |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Citronensäure |
5 |
5 |
5 |
5 |
| Blaufarbstoff |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Ethanol |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Parfüm |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
| Wasser |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| a: Sokalan PA 110 S, Carboxylgruppen zu 50 % polymeranalog modifiziert mit Taurin
(= 2-Aminoethansulfonsäure, CAS-Nr. 91105-79-2) |
[0045] Mit dieser Formulierungen wurden Versuche zur Reinigungsleistung gegenüber Fäkalschmutz
und zur Abspülbarkeit durchgeführt. Dabei wurde jeweils zunächst eine handelsübliche
Toilette Typ V&B gründlich mit Hilfe einer Toilettenbürste und Ata Scheuermilch gereinigt,
gespült und trocknen gelassen.
[0046] Zur Prüfung der Reinigungsleistung wurde anschließend eine der erfindungsgemäß zu
verwendenden Toilettenreinigerformulierungen
E1 -
E3 oder die Vergleichsformulierung
V1 aufgebracht, flächig verteilt, 5 min einwirken gelassen und abgespült. Danach wurde
ein artifizieller Fäkalschmutz (Gemisch aus bakterieller Biomasse, Ballaststoffen
aus pflanzlichem Zellwandmaterial, Glycerin und einer wässrigen Lösung, entsprechend
dem Patent
DE 103 57 232 B3) aufgebracht, 30 Minuten antrocknen gelassen und abgespült. Während bei Anwendung
der nicht erfindungsgemäß verwendbaren
Vergleichsformulierung
V1 noch 80 % des Fäkalschmutzes vorhanden waren, konnten auf mit dem erfindungsgemäß
zu verwendenden Mittel
E1 gereinigten Oberflächen mit einem Spülgang bereits 70% des Fäkalschmutzes entfernt
werden, nach dem zweiten Spülgang war der Schmutz zu 100% entfernt. Auf mit
E2 und
E3 gereinigten Oberflächen konnte bereits nach einem Spülgang kein Fäkalschmutz mehr
festgestellt werden.
[0047] Zur Prüfung der Abspülbarkeit wurde nach der oben beschriebenen Vorreinigung eine
der erfindungsgemäß verwendbaren Toilettenreinigerformulierungen
E1 -
E3 oder die Vergleichsformulierung
V1 aufgebracht, flächig verteilt und drei Stunden einwirken gelassen. Danach wurde für
alle Formulierungen ein flächiger blauer Film auf der Toiletteninnenwand beobachtet.
Nach dem Spülen der Toilette waren im Falle des nicht erfindungsgemäß verwendbaren
Reinigers
V1 noch 90 % der ursprünglichen Fläche mit einem sichtbaren blauen Film aus Reinigerformulierung
bedeckt, während bei Verwendung der erfindungsgemäß zu verwendenden Formulierungen
E1, E2 und
E3 kein sichtbarer Film mehr vorhanden war.
[0048] Weiterhin wurden drei Beschichtungslösungen E4 bis E6 hergestellt, die ebenfalls
das erfindungsgemäße taurinmodifizierte Polyacrylat enthielten, sowie eine Vergleichslösung
V2
| Zusammensetzung [Gew.-%] |
E4 |
E5 |
E6 |
V2 |
| Taurinmodifiziertes Polyacrylata |
2 |
5 |
5 |
0 |
| Laurylethersulfat+2EO |
3 |
3 |
|
3 |
| APG 220 UPW |
|
|
3 |
|
| PEG 40.000 MW |
1 |
|
|
|
| Citronensäure |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Ethanol |
8 |
8 |
8 |
8 |
| Parfüm |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
| Wasser |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| a: Sokalan PA 110 S, Carboxylgrupen zu 70 % polymeranalog modifiziert mit Taurin (=
2-Aminoethansulfonsäure, CAS-Nr. 91105-79-2) |
[0049] Auch mit diesen Beschichtungslösungen wurden Versuche zur Reinigungsleistung gegenüber
Fäkalschmutz und zur Abspülbarkeit durchgeführt. Dabei wurde wiederum zunächst eine
handelsübliche Toilette Typ V&B gründlich mit Hilfe einer Toilettenbürste und Ata
Scheuermilch gereinigt, gespült und trocknen gelassen. Anschließend wurde eine der
erfindungsgemäß zu verwendenden Toilettenreinigerformulierungen
E4 - E6 oder die Vergleichsformulierung
V2 aufgebracht, flächig verteilt und trocknen gelassen. Danach wurde ein artifizieller
Fäkalschmutz (Gemisch aus bakterieller Biomasse, Ballaststoffen aus pflanzlichem Zellwandmaterial,
Glycerin und einer wässrigen Lösung, entsprechend dem Patent
DE 103 57 232 B3 aufgebracht, 30 Minuten antrocknen gelassen und abgespült. Während bei Anwendung
der nicht erfindungsgemäß zu verwendenden Vergleichsformulierung
V2 noch 95 % des Fäkalschmutzes vorhanden waren, konnte auf den mit den erfindungsgemäß
verwendbaren Mitteln
E4, E5 und
E6 gereinigten Oberflächen kein Fäkalschmutz mehr nachgewiesen werden.
1. Verwendung mindestens eines polymeranalog taurinmodifizierten Acrylsäurepolymers und/oder
mindestens eines polymeranalog taurinmodifizierten Acrylsäure-Copolymers und/oder
mindestens eines polymeranalog taurinmodifizierten Acrylatpolymers und/oder Copolymers
in Reinigungsmitteln für harte Oberflächen zur Verbesserung der Entfernbarkeit von
Fäkalschmutz in Spültoiletten.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Molekulargewicht des Acrylsäure- oder Acrylatpolymers oder -Copolymers zwischen
2.000 und 20.000.000 liegt, vorzugsweise zwischen 20.000 und 1.000.000.
3. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Substitutionsgrad des Acrylsäure- oder Acrylatpolymers oder -Copolymers mit Taurin
zwischen 0,01 und 1 liegt, vorzugsweise zwischen 0,2 und 0,8.
4. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt des Reinigungsmittels an taurinmodifiziertem Acrylsäure- und/oder Acrylatpolymer
und/oder -copolymer 0,01 bis 50 Gew.-% beträgt, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%.
5. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein taurinmodifiziertes Acrylsäure-und/oder Acrylat-Copolymer mit einem oder mehreren
weiteren Monomeren, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Methacrylsäure,
Methylmethacrylat, Alkylacrylate, Alkylmethacrylate, PEG-Acrylate, (poly)alkoxylierte
Acrylate, ethylenisch ungesättigte quaternäre Ammoniumverbindungen, insbesondere MAPTAC
oder DADMAC, sowie Gemische derselben, eingesetzt wird, wobei das Copolymer zu mindestens
50 Mol-% aus Acrylsäuremonomeren aufgebaut ist.
6. Verwendung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das taurinmodifizierte Polyacrylsäure- und/oder Polyacrylat-Copolymer quervernetzt
sein kann.
7. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%, Tenside
enthält.
8. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%, Filmbildner
enthält.
9. Verwendung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Filmbildner ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Polyethylenglykol, Polyethylenglykol-Derivate
sowie Gemische derselben, vorzugsweise mit einem Molekulargewicht zwischen 200 und
20.000.000, besonders bevorzugt zwischen 5.000 und 200.000.
10. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%, Verdicker
enthält.
11. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%, Säuren enthält.
12. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%, Lösungsmittel
enthält.
13. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel einen oder mehrere antimikrobielle Wirkstoffe enthält, vorzugsweise
solche ausgewählt aus der Gruppe umfassend Salicylsäure, quaternäre Tenside, insbesondere
Benzalkoniumchlorid, Peroxo-Verbindungen, insbesondere Wasserstoffperoxid, Alkalimetallhypochlorit
sowie Gemische derselben.
14. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 15 Gew.-%, weitere
Inhaltsstoffe, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Builderkomponenten,
Korrosionsinhibitoren, Komplexbildner, Alkalien, Konservierungsmittel, Bleichmittel,
Enzyme, Duftstoffe sowie Farbstoffe, enthält.
15. Verfahren zur Verbesserung der Entfernbarkeit von Fäkalschmutz in Spültoiletten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reinigungsmittel, das mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylsäurepolymer
und/oder mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylsäure-Copolymer und/oder
mindestens ein polymeranalog taurinmodifiziertes Acrylatpolymer und/oder -copolymer
enthält, auf der Oberfläche flächig verteilt wird und entweder nach einer kurzen Einwirkzeit
von 2 bis 10 Minuten abgespült oder aber trocknen gelassen wird.
1. Use of at least one polymer-analogously taurine-modified acrylic acid polymer and/or
at least one polymer-analogously taurine-modified acrylic acid copolymer and/or at
least one polymer-analogously taurine-modified acrylate polymer and/or copolymer in
cleaning agents for hard surfaces for improving the removability of faecal soil in
flush toilets.
2. Use according to claim 1 characterized in that the molecular weight of the acrylic acid polymer or copolymer or acrylate polymer
or copolymer is between 2000 and 20 000 000, preferably between 20 000 and 1 000 000.
3. Use according to one of claims 1 or 2 characterized in that the degree of substitution of the acrylic acid polymer or copolymer or acrylate polymer
or copolymer with taurine is between 0.01 and 1, preferably between 0.2 and 0.8.
4. Use according to one of claims 1 to 3 characterized in that the content of the taurine-modified acrylic acid polymer or copolymer or acrylate
polymer or copolymer in the cleaning agent is 0.01 to 50 wt.%, preferably 0.2 to 15
wt.%.
5. Use according to one of the previous claims characterized in that a taurine-modified acrylic acid copolymer and/or acrylate copolymer containing one
or more additional monomers, preferably selected from the group comprising methacrylic
acid, methyl methacrylate, alkyl acrylates, alkyl methacrylates, PEG acrylates, (poly)alkoxylated
acrylates, ethylenically unsaturated quaternary ammonium compounds, especially MAPTAC
or DADMAC, as well as mixtures thereof, is employed, whereas the copolymer is constructed
from at least 50 mol.% of acrylic acid monomers.
6. Use according to claim 5 characterized in that the taurine-modified polyacrylic acid copolymer and/or polyacrylate copolymer can
be crosslinked.
7. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises 0.01 to 30 wt.%, preferably 0.2 to 15 wt.%, of surfactants.
8. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises 0.01 to 30 wt.%, preferably 0.2 to 15 wt.%, of film-forming
agent.
9. Use according to claim 8 characterized in that the film-forming agent is selected from the group comprising polyethylene glycol,
polyethylene glycol derivatives as well as mixtures thereof, preferably having a molecular
weight between 200 and 20 000 000, particularly preferably between 5000 and 200 000.
10. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises 0.01 to 30 wt.%, preferably 0.2 to 15 wt.%, of thickener.
11. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises 0.01 to 30 wt.%, preferably 0.2 to 15 wt.%, of acids.
12. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises 0.01 to 30 wt.%, preferably 0.2 to 15 wt.%, of solvent.
13. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises one or more antimicrobial active substances, preferably
those selected from the group comprising salicylic acid, quaternary surfactants, especially
benzalkonium chloride, peroxy compounds, especially hydrogen peroxide, alkali metal
hypochlorite as well as mixtures thereof.
14. Use according to one of the previous claims characterized in that the cleaning agent comprises 0.01 to 30 wt.%, preferably 0.2 to 15 wt.%, of additional
ingredients, preferably selected from the group comprising builder components, corrosion
inhibitors, complexants, alkalis, preservatives, bleaching agents, enzymes, fragrances
as well as colorants.
15. A process for improving the removability of faecal soil in flush toilets characterized in that a cleaning agent that comprises at least one polymer-analogously taurine-modified
acrylic acid polymer and/or at least one polymer-analogously taurine-modified acrylic
acid copolymer and/or at least one polymer-analogously taurine-modified acrylate polymer
and/or copolymer is spread out on the surface and either rinsed off after a short
contact time of 2 to 10 minutes or left to dry.
1. Utilisation d'au moins un polymère d'acide acrylique modifié par la taurine de façon
analogue à un polymère et/ou d'au moins un copolymère d'acide acrylique modifié par
la taurine de façon analogue à un polymère et/ou d'au moins un polymère et/ou copolymère
acrylate modifié par la taurine de façon analogue à un polymère dans des agents nettoyants
pour surfaces dures afin d'améliorer l'élimination de souillures fécales dans des
toilettes à chasse d'eau.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le poids moléculaire du polymère ou copolymère d'acide acrylique ou acrylate est
compris entre 2 000 et 20 000 000, de préférence entre 20 000 et 1 000 000.
3. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le degré de substitution du polymère ou copolymère d'acide acrylique ou d'acrylate
avec la taurine est comprise entre 0,01 et 1, de préférence entre 0,2 et 0,8.
4. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la teneur de l'agent nettoyant en polymère et/ou copolymère d'acide acrylique et/ou
d'acrylate modifié par la taurine est de 0,01 à 50% en poids, de préférence de 0,2
à 15% en poids.
5. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un copolymère d'acide acrylique et/ou d'acrylate modifié par la taurine ayant un ou
plusieurs monomères supplémentaires, de préférence choisis dans le groupe comprenant
l'acide méthacrylique, le méthacrylate de méthyle, les acrylates d'alkyle, les méthacrylates
d'alkyle, les acrylates de PEG, les acrylates (poly)alcoxylés, les composés d'ammonium
quaternaire à insaturation éthylénique, en particulier MAPTAC ou DADMAC, ainsi que
des mélanges de ceux-ci, est mis en oeuvre, le copolymère étant constitué à raison
d'au moins 50% en moles de monomères acide acrylique.
6. Utilisation selon la revendication 5, caractérisée en ce que le copolymère poly(acide acrylique) et/ou polyacrylate modifié par la taurine peut
être réticulé.
7. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient 0,01 à 30% en poids, de préférence 0,2 à 15% en poids
de tensioactifs.
8. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient 0,01 à 30% en poids, de préférence 0,2 à 15% en poids
d'agent filmogène.
9. Utilisation selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'agent filmogène est choisi dans le groupe comprenant le polyéthylèneglycol, les
dérivés de polyéthylèneglycol ainsi que des mélanges de ceux-ci, de préférence ayant
un poids moléculaire compris entre 200 et 20 000 000, de manière particulièrement
préférée entre 5 000 et 200 000.
10. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient 0,01 à 30% en poids, de préférence 0,2 à 15% en poids
d'épaississants.
11. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient 0,01 à 30% en poids, de préférence 0,2 à 15% en poids
d'acides.
12. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient 0,01 à 30% en poids, de préférence 0,2 à 15% en poids
de solvants.
13. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient une ou plusieurs substances actives anti-microbiennes,
celles-ci étant de préférence choisies dans le groupe comprenant l'acide salicylique,
les tensioactifs quaternaires, en particulier le chlorure de benzalkonium, les composés
peroxo, en particulier le peroxyde d'hydrogène, l'hypochlorite de métal alcalin ainsi
que des mélanges de ceux-ci.
14. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agent nettoyant contient 0,01 à 30% en poids, de préférence 0,2 à 15% en poids
d'ingrédients supplémentaires, de préférence choisis dans le groupe comprenant les
composants builder, les agents anti-corrosion, les complexants, les alcalis, les conservateurs,
les agents de blanchiment, les enzymes, les substances odorantes ainsi que les colorants.
15. Procédé pour améliorer l'élimination de souillures fécales dans les toilettes à chasse
d'eau, caractérisé en ce qu'un agent nettoyant, qui contient au moins un polymère d'acide acrylique modifié par
la taurine de façon analogue à un polymère et/ou au moins un copolymère d'acide acrylique
modifié par la taurine de façon analogue à un polymère et/ou au moins un polymère
et/ou copolymère d'acrylate modifié par la taurine de façon analogue à un polymère,
est réparti en nappe sur la surface, est rincé soit après une courte durée d'action
de 2 à 10 minutes soit laissé à sécher.