[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein brennkraftbetriebenes Setzgerät der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 genannten Art.
[0002] Derartige Setzgeräte weisen eine Brennkammer auf, in der eine Portion Flüssiggas
oder ein anderer verdampfbarer Brennstoff mit einem Oxidationsmittel, wie z. B. Umgebungsluft,
verbrennbar ist.
[0003] Mittels der Verbrennungsenergie wird ein, in einer Kolbenführung versetzbar geführter
Setzkolben angetrieben um ein Befestigungselement in einen Gegenstand einzutreiben.
Nach erfolgtem Eintreibvorgang wird der Setzkolben wieder in seine Ausgangsstellung
an der Brennkammer zurückgefahren. Bei brennkraftbetriebenen Setzgeräten der oben
genannten Art mit thermischer Rückführung des Setzkolbens muss die Brennkammer verriegelt
werden, bis der Setzkolben in seine Ausgangsstellung zurückgefahren ist. Diese Verriegelung
ist mechanisch aufgebaut und an den Abzug des Setzgerätes gekoppelt.
[0004] Aus der
US 5 909 836 ist ein derartiges gattungsgemässes brennkraftbetriebenes Setzgerät bekannt, das
eine Brennkammer und eine sich an diese anschliessende Kolbenführung mit einem darin
versetzbar geführten Setzkolben aufweist. Die Brennkammer wird in axialer Richtung
einerseits vom Setzkolben begrenzt und andererseits von einem Zylinderkopf. Eine axial
verschiebliche Hülse bildet die Seitenwände der Brennkammer und fungiert gleichzeitig
als Ventilmittel, das mit dem Zylinderkopf zusammenwirkt und über das Belüftungsöffnungen
der Brennkammer geöffnet und geschlossen werden können. Die Hülse ist dazu mit einem
Anpressfühler verbunden und wird bei einem Anpressen des Setzgerätes an einen Gegenstand
mit diesem in axialer Richtung versetzt. Durch eine Betätigung eines an dem Setzgerät
vorhandenen Abzugs oder Triggers wird ein Schalter geschlossen und ein elektrischer
Funke erzeugt, der ein in der Brennkammer befindliches Gasgemisch, wie z. B. ein Luft-Brenngasgemisch,
zündet und somit den Verbrennungsprozess startet. Der Setzkolben wird dann beschleunigt
und treibt ein Befestigungselement in den Gegenstand ein. Die Rückführung des Setzkolbens
in seine Ausgangsstellung erfolgt über einen in der Brennkammer nach Beendigung des
Verbrennungsvorgangs vorherrschenden Unterdruck. Die Brennkammer muss dabei solange
geschlossen bleiben, bis der Setzkolben vollständig zurückgeführt ist, wozu die Hülse
bzw. das Ventilmittel, das die Brennkammer verschliesst, bei gezogenem Abzug bzw.
Trigger verriegelt wird noch bevor der Schalter die Zündung auslöst. Damit die Brennkammer
nach dem Loslassen des Triggers nicht zu schnell geöffnet wird, sieht die
US 5 909 836 eine Verzögerung der Triggerbewegung vor, welche für das Entriegeln der Hülse bzw.
des Ventilmittels verantwortlich ist.
[0005] Hierbei ist es von Nachteil, dass es theoretisch möglich ist, das Setzgerät an einen
Untergrund anzupressen, das Ventilmittel über den Trigger zu verriegeln, ohne das
Setzgerät auszulösen und das Setzgerät dann wieder vom Untergrund abzuheben und durch
weiteres Ziehen des Triggers auszulösen.
[0006] Aus der
EP 1 512 495 A2 ist ein pneumatisches Eintreibgerät für Befestigungselemente bekannt, das einen in
einem Gehäuse angeordneten Zylinder mit einem darin geführten Eintreibkolben, ein
Auslöseventil zum Einbringen von unter Hochdruck stehender Luft in den Zylinder, einen
Triggerschalter, einen Sicherheitsschalter und ein elektronisches Kontrollsystem aufweist.
Das elektronische Kontrollsystem beinhaltet ein Solenoidventil, um das Auslöseventil
zu betätigen, und einen Mikroprozessor, der dateneingangsseitig den Triggerschalter
und den Sicherheitsschalter überwacht und der datenausgangsseitig das Solenoidventil
ansteuert. Der Mikroprozessor kann einen Timer enthalten der ein Zeitlimit für den
Triggerschalter oder den Sicherheitsschalter oder beide setzen kann.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Setzgerät der vorgenannten
Art zu entwickeln, bei dem ein Auslösen des Setzgerätes in abgehobenem Zustand bei
geschlossener bzw. abgedichteter Brennkammer nicht möglich ist.
[0008] Die erfindungsgemässe Aufgabe wird durch ein Setzgerät mit den Merkmalen von Anspruch
1 gelöst. Demnach ist eine elektronische Steuereinheit und wenigstens ein mit dieser
verbundener Initialisierungsschalter vorgesehen, wobei die Steuereinheit die elektronischen
Gerätefunktionen, wie z. B. die Zündung, steuert. Der Initialisierungsschalter ist
dabei noch vor der Verriegelung betätigbar. Die Steuereinheit gibt eine Zündung in
der Brennkammer nur dann frei, wenn ein Zeitraum zwischen einem Schalten des Initialisierungsschalters
und einem Schalten des mit der Steuereinheit verbundenen Auslöseschalters nicht länger
als eine vorgegebene Sollzeit ist. Hierdurch wird verhindert, dass das Setzgerät noch
ausgelöst werden kann, wenn es an einen Untergrund angepresst und durch teilweise
Betätigung des Abzugs verriegelt wurde. Das durch die Sollzeit definierte Zeitfenster
für ein Auslösen der Zündung ist dabei so kurz gewählt, dass ein normales Durchziehen
des Abzugs zum Verriegeln der Einlass- / Auslasseinrichtung und zum Auslösen der Zündung
durch den direkt oder indirekt über den Abzug angesprochenen Auslöseschalter möglich
ist, ein zeitverzögertes Auslösen nach einem erneuten Abheben vom Untergrund bei teilweise
betätigtem Abzug jedoch nicht.
[0009] Günstig ist es ferner, wenn die Steuereinheit ein Zeitcomparatormittel zum Vergleichen
des Zeitraums zwischen dem Schalten des Initialisierungsschalters und des Auslöseschalters
mit der Sollzeit beinhaltet. Eine Überwachung des Zeitraums zwischen dem Schalten
des Initialisierungsschalters und des Auslöseschalters ist so leicht möglich. Das
Zeitcomparatormittel kann dabei z. B. als Kondensatorschaltung ausgebildet sein, wobei
die Sollzeit über die Entladedauer von Kondensatoren vorgegeben sein kann. Das Zeitcomparatormittel
könnte aber auch als ein in einem Mikroprozessor ablaufendes Programm ausgebildet
sein, wobei die Sollzeit in einem Speicher hinterlegt und dort zum Vergleich mit den
gemessenen Zeiten abrufbar ist.
[0010] Von Vorteil ist es dabei, wenn der Initialisierungsschalter als Abzugsschalter ausgebildet
ist, der in Abhängigkeit von der Lage des Abzugs schaltbar ist. Der Abzugsschalter
muss dazu nicht direkt vom Abzug betätigt werden, sondern kann auch mittelbar von
diesem angesprochen werden, z. B. unter Zwischenschaltung weiterer mechanischer oder
elektronischer Elemente. Durch diese Massnahme kann direkt die Zeitdauer mit der Sollzeit
verglichen werden, die der Anwender benötigt, um den Abzug vollständig durchzuziehen,
wodurch eine sehr hohe Sicherheit erreicht wird. Die Sollzeit liegt hierbei vorzugsweise
im Bereich von ca. 300 ms bis ca. 1000 ms.
[0011] Alternativ könnte der Initialisierungsschalter auch als Anpressschalter ausgebildet
sein, der über einen im Bereich einer Bolzenführung versetzbar geführten Anpressfühler
schaltbar ist. Hier ist die Sollzeit etwas länger zu bemessen sein, da die Zeit für
das Anpressen des Setzgerätes an den Untergrund bzw. das Werkstück noch mit eingerechnet
sein muss.
[0012] In einer technisch einfach auszuführenden Ausgestaltung der Erfindung weist der Abzug
ein Schaltelement auf, das einen ersten Schaltarm für den Abzugsschalter, einen zweiten
Schaltarm für den Auslöseschalter und ein Sperrelement der Verriegelungseinrichtung
beinhaltet.
[0013] Weitere Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes Setzgerät in der Ausgangsstellung im Längsschnitt,
- Fig. 2
- das Setzgerät aus Fig. 1 in angepresster Stellung,
- Fig. 3
- das Setzgerät aus Fig. 1 in angepresster Stellung mit dem Abzug in einer ersten betätigten
Stellung,
- Fig. 4
- das Setzgerät aus Fig. 1 in angepresster Stellung mit dem Abzug in einer zweiten betätigten
Stellung,
- Fig. 5
- das Setzgerät aus Fig. 1 in angepresster Stellung mit dem Abzug in vollständig betätigter
Stellung.
[0015] In den Figuren 1 bis 5 ist ein erfindungsgemässes handgeführtes, brennkraftbetriebenes
Setzgerät 10 wiedergegeben, das mit einem verdampfbaren flüssigen oder gasförmigen
Brennstoff betreibbar ist, der z. B. in einem nicht zeichnerisch dargestellten Brennstoffreservoir
bevorratet ist.
[0016] Das Setzgerät 10 weist ein Gehäuse 11 auf, in dem ein Setzwerk angeordnet ist, mittels
dessen ein Befestigungselement, wie ein Nagel, Bolzen oder dgl., in einen Untergrund
U eintreibbar ist, wenn das Setzgerät 10 an den Untergrund U bzw. einen Gegenstand
angepresst und über einen am Handgriff 36 des Setzgerätes 10 befindlichen Abzug 30
ausgelöst wird. Über den Abzug 30 ist dabei eine hier nicht zeichnerisch dargestellte
Zündeinrichtung auslösbar, über die ein in der Brennkammer 13 enthaltenes Luft-Brennstoffgemisch
zündbar ist. Der Abzug 30 wirkt dazu über ein Schaltelement 31, wie z. B. einer Schaltwippe,
mit einem als Abzugsschalter 21 ausgebildeten Initialschalter und einem Auslöseschalter
22 zusammen, die ihrerseits mit einer Steuereinheit 20 über in den Figuren nicht wiedergegebene
Leitungen verbunden sind. Das Schaltelement 31 ist dabei z. b. an einer Lagerstelle
35 schwenkbar gehalten. Eine Quelle für elektrische Energie, wie z. B. eine oder mehrere
Batterien, ist ebenfalls vorgesehen, in den Figuren aber nicht dargestellt.
[0017] Zum Setzwerk gehören u. a. eine in einer Brennkammerhülse 12 aufspannbare Brennkammer
13, eine Kolbenführung 17, in der ein Setzkolben 16 verschieblich geführt ist und
eine Bolzenführung 18 zur Führung eines Befestigungselementes, welches bei einem Setzvorgang
über das sich nach vorne bewegende setzrichtungsseitige Ende des Setzkolbens 16 in
einen Untergrund eingetrieben wird. Die Brennkammerhülse 12, die Kolbenführung 17
und die Bolzenführung 18 sind dabei vorzugsweise koaxial zueinander angeordnet. An
dem der Bolzenführung 18 zugewandten Ende der Kolbenführung 17 liegen Auspufföffnungen
26, über die ein Teil der Abgase aus der Kolbenführung 17 ausströmen kann, wenn der
Setzkolben 16 sich in seiner der Brennkammer 13 abgewandten Endstellung befindet.
[0018] in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Brennkammerhülse 12 gegenüber der
Kolbenführung 17 verschieblich gelagert und wird über wenigstens ein, in den Zeichnungen
nicht sichtbares, Federelement in Richtung auf die Bolzenführung 18 bzw. auf die kollabierte
Stellung der Brennkammer 13 elastisch beaufschlagt. Ein Anpressstrang 25 greift an
einem Ende an der Brennkammerhülse 12 an, während sein gegenüberliegendes Ende an
einem Anpressfühler 28 festgelegt ist, der verschieblich auf der Bolzenführung 18
angeordnet ist, und der die Bolzenführung 18 in der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung
des Setzgerätes 10 überragt. Über den Anpressfühler 28 ist ein als Anpressschalter
23 ausgebildeter weiterer Initialschalter betätigbar, der im Bereich der Bolzenführung
18 am Setzgerät 10 angeordnet ist, und der über in den Zeichnungen nicht dargestellte
Leitungen mit der Steuereinheit 20 verbunden ist. Die Brennkammerhülse 12 weist an
ihrem der Kolbenführung 17 abgewandten Ende eine Brennkammerrückwand 14 auf. Die Brennkammerhülse
12 ist vorliegend einteilig mit der Brennkammerwand 14 ausgeführt. Die Brennkammerhülse
12 kann aber auch gegenüber der Brennkammerrückwand 14 versetzbar sein, wobei die
Brennkammerrückwand 14 dann vorzugsweise gehäusefest angeordnet ist.
[0019] Das Einbringen von Luft in die Brennkammer 13 erfolgt über wenigstens eine erste
Öffnung 15 einer Einlass- / Auslassanordnung 40 in der Brennkammerrückwand 14. Das
Ausbringen von Abgasen aus der Brennkammer 13 erfolgt durch wenigstens eine zweite
Öffnung 19 Einlass- / Auslassanordnung 40 die zwischen der Brennkammerhülse 12 und
dem brennkammerseitigen Ende der Kolbenführung 17 ausgebildet ist. Um eine Luftströmung
von der ersten Öffnung 15 zur zweiten Öffnung 19 zum Spülen der Brennkammer 13 zu
erzeugen, können an dem Setzgerät 10 weitere Mittel, wie etwa ein in den Figuren nicht
dargestellter Ventilator, vorgesehen sein. Zu der Einlass- / Auslassanordnung 40 gehört
in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel auch die als Ventilmittel fungierende
Brennkammerhülse 12, über die das Öffnen und Schliessen der Öffnungen 15, 19 gesteuert
wird, wie nachfolgend noch erläutert werden wird.
[0020] In Fig. 1 ist das Setzgerät in seiner Ruhe- oder Ausgangsstellung dargestellt, in
der die Brennkammer 13 auf minimale Grösse reduziert ist und in der sich der Setzkolben
16 mit seinem Kolbenkopf an dem der Brennkammer 13 zugewandten Ende der Kolbenführung
17 befindet. Der Anpressschalter 23, der Abzugsschalter 21 und der Auslöseschalter
22 am Abzug 30 sind unbetätigt. Die Einlass- / Auslassanordnung 40 befindet sich in
ihrer ersten Stellung, in der die Öffnungen 15, 19 offen sind.
[0021] Beim Anpressen des Setzgerätes 10 an einen Untergrund U (vgl. Fig. 2) wird der Anpressfühler
in Richtung des Pfeils 50 versetzt. Diese Bewegung wird über den Anpressstrang 25
auf die Brennkammerhülse 12 mit der Brennkammerrückwand 14 übertragen, so dass diese
von der Kolbenführung 17 wegbewegt werden, wobei die Brennkammer 13 aufgespannt wird,
wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Durch die Öffnungen 15 der Einlass- / Auslassanordnung
40 strömt Luft in die Brennkammer 13 ein bis die ersten Öffnungen 15 über Dichtungselemente
29 an dem Gehäuse 11 in der aufgespannten Stellung der Brennkammer 13 verschlossen
werden. Die zweite Öffnung 19 zwischen der Brennkammerhülse 12 und der Kolbenführung
17 wird in dieser aufgespannten Stellung der Brennkammer 13 über einen, z. B. als
O-Ring ausgebildeten, Dichtungskörper 27 an der Brennkammerhülse 12 verschlossen.
Der Anpressschalter 23 wird von der Anpresshülse 28 überfahren und wird von dieser
betätigt. Dabei gibt er zu einem Zeitpunkt t0 ein Schaltsignal an die Steuereinheit
20 ab. Das Schaltsignal kann dabei z. B. durch das Schliessen eines Stromkreises erzeugt
sein. Die Steuereinheit 20 wird daraufhin eingeschaltet. Während des Aufspannvorganges
der Brennkammer 13 strömt ferner Brennstoff über eine in den Figuren nicht wiedergegebene
Brennstoffzuleitung aus einem Brennstoffreservoir in die Brennkammer 13 ein, wobei
dieses elektronisch oder mechanisch gesteuert erfolgen kann.
[0022] In der aus Fig. 3 ersichtlichen Stellung wurde der Abzug 30 ein Stück weit in Richtung
des Pfeils 51 gedrückt. Der erste Abzugsschalter 21 wurde dabei über den zweiten Arm
33 des Schaltelements 31 betätigt und gibt zu einem Zeitpunkt t1 ein Schaltsignal
an die Steuereinheit 20 ab, wodurch die Zündelektronik der Steuereinheit 20 in Bereitschaft
versetzt wird.
[0023] Nach einer weiteren aus Fig. 4 ersichtlichen Bewegung des Abzugs in Richtung des
Pfeils 52, wird ein zu einer insgesamt mit 37 bezeichneten Verriegelungseinrichtung
gehöriges Sperrelement 34 am Schaltelement 31 zu einem Zeitpunkt t2 in eine Sperrstellung
54 an der Brennkammerhülse 13 bewegt. Die Einlass- / Auslasseinrichtung 40 wird hierdurch
in ihrer zweiten Stellung, in der die Brennkammer 13 abgedichtet ist, verriegelt.
[0024] In der aus Fig. 5 ersichtlichen Stellung wurde der Abzug 30 weiter in Richtung des
Pfeils 53 gedrückt und vollständig betätigt. Der Auslöseschalter 22 wurde nun über
den ersten Arm 32 des Schaltelements 31 betätigt. Das Sperrelement 34 des Schaltelements
31 bleibt dabei weiterhin in der Sperrstellung 54 gegenüber der Brennkammerhülse 12.
Die Steuereinheit 20 erhält nun zu einem Zeitpunkt t3 ein Schaltsignal zum Auslösen
einer Zündung 24 durch die Zündeinrichtung.
[0025] Die Zündung 24 wird von der Steuereinheit 20 aber nur freigegeben und ein Setzvorgang
ausgelöst, wenn eine der folgende Bedingungen durch die eingegangenen Schaltsignale
des Anpressschalters 23 und des Auslöseschalters 22 oder des Abzugsschalters 21 und
des Auslöseschalters 22 erfüllt werden:
t3 - t0 ≤ tmax1 oder t3 - t1 ≤ tmax2.
Hierbei sind tmax1 und tmax2 in der Steuereinheit 20 hinterlegte bzw. gespeicherte
Werte für Sollzeiten, die zwischen den Zeitpunkten t3 und t0 bzw. t3 und t1 vergangen
sein dürfen, damit die Steuereinheit 20 noch eine Zündung 24 auslöst. Für die Überprüfung
der ersten Sollzeit tmax1 und der zweiten Sollzeit tmax2 mit den zwischen t3 und t0
bzw. t3 und t1 liegenden Zeitspannen beinhaltet die Steuereinheit 20 ein Zeitcomparatormittel
120. Stellt das Zeitcomparatormittel 120 also fest, dass die Bedingungen t3 - t0 ≤
tmax1 oder t3 - t1 ≤ tmax2 nicht erfüllt sind, dann wird von der Steuereinheit 20
keine Zündung 24 ausgelöst. Hierdurch kann verhindert werden, dass ein Anwender nach
dem Verriegeln der als Ventilmittel ausgebildeten Brennkammerhülse 12 das Setzgerät
10 abhebt und noch auslösen kann.
[0026] Es könnte an dem Setzgerät auch nur ein Initialisierungsschalter vorgesehen sein
und dabei im Setzgerät nur die Überprüfung einer Sollzeit vorgenommen werden.
[0027] Das Zeitcomparatormittel 120 kann z. B. durch eine Kondensatorschaltung gebildet
sein, bei der die Sollzeit über die Entlade- oder Aufladezeit von Kondensatoren der
Schaltung festgelegt bzw. hinterlegt sind.
[0028] Das Zeitcomparatormittel 120 könnte aber auch als ein in einem Mikroprozessor ablaufendes
Programm ausgebildet sein, wobei die Sollzeit in einem Speicher hinterlegt und dort
zum Vergleich mit den gemessenen Zeiten abrufbar ist.
1. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, zum Eintreiben von Befestigungselementen, wie Nägeln,
Bolzen oder Stiften, in einen Untergrund,
mit einer Brennkammer (13) zur Verbrennung eines Gasgemisches,
mit einer Einlass- / Auslassanordnung (40) zum Öffnen der Brennkammer (13) in einer
ersten Stellung und zum Schliessen der Brennkammer (13) in einer zweiten Stellung
wobei die Einlass- / Auslassanordnung (40) ein Ventilmittel zum reversiblen Überführen
der Einlass- / Auslassanordnung (40) von der ersten in die zweite Stellung aufweist,
mit einer über einen Abzug (30) aktivierbaren Verriegelungseinrichtung (37) zum Verriegeln
des Ventilmittels in der zweiten Stellung der Ein- / Auslassanordnung (40),
und mit einem in Abhängigkeit von der Lage des Abzugs (30) schaltbaren Auslöseschalter
(22) zum Auslösen einer Zündung in der Brennkammer (13),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine elektronische Steuereinheit (20) und wenigstens ein mit dieser verbundener Initialisierungsschalter
vorgesehen sind,
und dass die Steuereinheit (20) eine Zündung in der Brennkammer (13) nur dann freigibt, wenn
ein Zeitraum zwischen einem Schalten des Initialisierungsschalters und einem Schalten
des mit der Steuereinheit (20) verbundenen Auslöseschalters (22) nicht länger als
eine vorgegebene Sollzeit ist.
2. Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit ein Zeitcomparatormittel (120) zum Vergleichen des Zeitraums zwischen
dem Schalten des Initialisierungsschalters und des Auslöseschalters (22) mit der Sollzeit
beinhaltet.
3. Setzgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Initialisierungsschalter als Abzugsschalter (21) ausgebildet ist, der in Abhängigkeit
von der Lage des Abzugs (30) schaltbar ist.
4. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Initialisierungsschalter als Anpressschalter (23) ausgebildet ist, der über einen
im Bereich einer Bolzenführung (18) versetzbar geführten Anpressfühler (28) schaltbar
ist.
5. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzug (30) ein Schaltelement (31) aufweist, das einen ersten Arm (32) für den
Auslöseschalter (22), einen zweiten Arm (33) für den Abzugsschalter (21) und ein Sperrelement
(34) der Verriegelungseinrichtung (37) beinhaltet.
1. Combustion-powered fastener setting tool for driving in fastening elements such as
nails, bolts or pins into a substrate, comprising a combustion chamber (13) for combustion
of a gas mixture, having an inlet/outlet arrangement (40) for opening the combustion
chamber (13) in a first position and for closing the combustion chamber (13) in a
second position, wherein the inlet/outlet arrangement (40) comprises a valve means
for reversible transfer of the inlet/outlet arrangement (40) from the first position
into the second position, and comprising a locking device (37) for locking the valve
means in the second position of the inlet/outlet arrangement (40), said locking device
(37) being actuatable via a trigger (30), and comprising a release switch (22) for
releasirg an ignition in the combustion chamber (13), characterised in that an electronic control unit (20) and at least one initialising switch connected thereto
are provided, and that the control unit (20) only permits an ignition in the combustion
chamber (13) when a time period between switching the initialising switch and switching
the release switch (22) connected to the control unit (20) is not longer than a pre-determined
target time.
2. Fastener setting tool according to claim 1, characterised in that the control unit comprises a time comparator means (120) for comparing the time peiiod
between the switching of the initialising switch and the release switch (22) with
the target time.
3. Fastener setting tool according to claim 1 or 2, characterised in that the initialising switch is configured as a trigger switch (21) which is switchable
depending on the position of the trigger (30).
4. Fastener setting tool according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the initialising switch is configured as a pressing-on switch (23) which is switchable
via a pressing-on feeler (28) which is displaceably guided in the region of a bolt
guide (18).
5. Fastener setting tool according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the trigger (30) comprises a switch element (31) which comprises a first arm (32)
for the release switch (22), a second arm (33) for the trigger switch (21), and a
blocking element (34) of the locking device (37).
1. Appareil de scellement actionné par combustion interne pour enfoncer des éléments
de fixation, tels que clous, goujons ou chevilles, dans un support, comprenant une
chambre de combustion (13) pour la combustion d'un mélange gazeux, comprenant un agencement
d'entrée/sortie (40) pour ouvrir la chambre de combustion (13) dans une première position
et pour fermer la chambre de combustion (13) dans une seconde position, l'agencement
d'entrée/sortie (40) comportant un moyen de valve pour le passage réversible de l'agencement
d'entrée/sortie (40) de la première à la seconde position, comprenant un dispositif
de verrouillage (37) actionnable par l'intermédiaire d'une détente (30) pour verrouiller
le moyen de valve dans la seconde position de l'agencement d'entrée/sortie (40), et
comprenant un commutateur de déclenchement (22) commutable en fonction de la position
de la détente (30) pour déclencher un allumage dans la chambre de combustion (13),
caractérisé en ce qu'il est prévu un module de commande électronique (20) et au moins un contacteur d'initialisation
connecté à celui-ci, et en ce que le module de commande (20) n'autorise un allumage dans la chambre de combustion (13)
que si un laps de temps entre un actionnement du contacteur d'initialisation et un
actionnement du commutateur de déclenchement (22) connecté au module de commande (20)
n'est pas supérieur à un temps de consigne prédéfini.
2. Appareil de scellement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module de commande contient un moyen de comparateur de temps (120) pour comparer
le laps de temps écoulé entre l'actionnement du contacteur d'initialisation et l'actionnement
du commutateur de déclenchement (22) avec le temps de consigne.
3. Appareil de scellement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le contacteur d'initialisation est conformé en commutateur de détente (21), lequel
est actionnable en fonction de la position de la détente (30).
4. Appareil de scellement selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le contacteur d'initialisation est conformé en commutateur de mise en contact (23),
lequel est actionnable par l'intermédiaire d'un palpeur de mise en contact (28) guidé
en translation dans la zone du guide-goujon (18).
5. Appareil de scellement selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la détente (30) comporte un élément de commutation (31) qui comporte in premier bras
(32) pour le commutateur de déclenchement (22), un second bras (33) pour le commutateur
de détente (21) et un élément de verrouillage (34) du dispositif de verrouillage (37).