[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verstellen eines Operationstisches,
welcher eine Säule hat, auf der eine verstellbare Lagerfläche lösbar zu befestigen
ist, wobei die Einrichtung ein Bediengerät zum Eingeben von Verstellbefehlen zum Verstellen
des Operationstisches umfasst.
[0002] Bei bekannten Einrichtungen der eingangs genannten Art ist das Bediengerät typischerweise
eine tragbare Fernbedienung, die mit einer Steuereinheit kommuniziert, die in der
Säule des OP-Tisches angeordnet ist. Die Verstellbefehle werden beispielsweise über
ein Kabel, welches das Bediengerät und die Säule verbindet, oder über eine Vorrichtung
zur kabellosen Signalübertragung, beispielsweise unter Verwendung von IR-Signalen,
auf die Steuereinheit der Säule übertragen. Die Steuereinheit der Säule steuert dann
in Antwort auf die empfangenen Verstellsignale die Aktuatoren des Operationstisches
an, durch die dieser verstellt wird. Dabei steuert die elektronische Steuereinheit
einerseits Aktuatoren innerhalb der Säule an, wodurch die Lage der Lagerfläche als
Ganzes verstellt wird, andererseits über eine Signalkupplung zwischen der Säule und
der Lagerfläche Aktuatoren der Lagerfläche, wodurch die unterschiedlichen Segmente
der Lagerfläche relativ zueinander verstellt werden. Wenn die Lagerfläche auf der
Säule befestigt ist, lässt sich dadurch sowohl die Lage der Lagerfläche als Ganzes,
als auch die Form der Lagerfläche auf vielfältige Weise verstellen, so dass der Patient
unter der Operation optimal gelagert werden kann.
[0003] Die Lagerfläche wird jedoch nicht nur unter der Operation, sondern auch zum prä-
und postoperativen Transport in und aus dem Operationssaal verwendet. Für diesen prä-
und postoperativen Lagerflächentransfer wird die Lagerfläche in eine ebene Stellung
eingestellt, die zum Umbetten eines Patienten von der und auf die Lagerfläche am besten
geeignet ist.
[0004] In vielen Fällen ist jedoch die ebene Stellung der Lagerfläche aus medizinischen
und physiologischen Gründen nicht ideal. Insbesondere können manche Narkosen, die
bereits vor dem Transport in den Operationssaal eingeleitet werden, eine Lagerung
des Patienten mit angehobenem Oberkörper erforderlich machen, wie beispielsweise eine
Peridualanästhesie. Zu diesem Zweck sind bei manchen Lagerflächen Sonderlösungen vorgesehen,
mit denen die Lagerfläche auch während des Transportes, insbesondere von Hand verstellt
werden kann. Die dadurch erreichbare Verstellbarkeit ist jedoch oft nicht zufriedenstellend
und macht die Konstruktion der Lagerfläche aufwendiger.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten
Art anzugeben, die eine geeignete Verstellung der Lagerfläche auch während des prä-
und postoperativen Lagerflächentransfers gestattet.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Einrichtung Mittel zur
direkten Übertragung der Verstellbefehle von dem Bediengerät auf die verstellbare
Lagerfläche hat. Im Unterschied zu bekannten Einrichtungen können die Verstellbefehle
bei der erfindungsgemäßen Einrichtung somit direkt auf die Lagerfläche übertragen
werden und müssen nicht den Umweg über die Operationstisch-Säule nehmen. Dadurch kann
die Lagerfläche mit demselben Bediengerät, welches auch im Operationssaal unter der
Operation verwendet wird, auch dann verstellt werden, wenn die Lagerfläche nicht auf
der Säule befestigt ist, also insbesondere während des prä- und postoperativen Transports.
Somit stehen dieselben Funktionen zum Verstellen der Lagerfläche, die unter der Operation
verwendet werden und mit denen der Benutzer vertraut ist, auch während des Lagerflächentransfers
zur Verfügung. Da der Benutzer die Lagerfläche während des Transfers mit demselben
Bediengerät verstellen kann, das ihm aus der Verwendung unter der Operation vertraut
ist, ist die Bedienung für den Benutzer vereinfacht. Gleichzeitig entfällt der Bedarf
nach zusätzlichen Verstellmöglichkeiten, die extra für den Lagerflächentransfer vorgesehen
sind.
[0007] Vorzugsweise werden die Mittel zur direkten Übertragung der Verstellbefehle durch
ein Kabel gebildet, dessen eines Ende mit dem Bediengerät und dessen anderes Ende
mit der Lagerfläche verbunden oder verbindbar ist. Vorzugsweise ist dabei das Kabel
über eine Steckverbindung an der Lagerfläche einsteckbar.
[0008] Eine Kabelverbindung zwischen dem Bediengerät und der Lagerfläche ist besonders vorteilhaft,
da sie weniger anfällig für äußere Störungen ist, als eine kabellose Verbindung. Dies
ist insbesondere deshalb von Bedeutung, als außerhalb des Operationssaales eine Vielzahl
von Störquellen für eine kabellose Signalübertragung vorliegen kann, die nicht ohne
weiteres ausgeschaltet werden können.
[0009] Bei der kabelgebundenen Übertragung der Verstellbefehle vom Bediengerät auf den Operationstisch
ergibt sich ein weiterer Vorteil daraus, dass die Verstellbefehle direkt auf die Lagerfläche
übertragen werden, d.h. dass das Kabel an der Lagerfläche eingesteckt ist und nicht
wie bisher üblich, an der Säule. Denn in der Praxis wird das Bediengerät während der
Operation oft an der Lagerfläche angehängt. Wenn dann die Lagerfläche nach der Operation
von der Säule gelöst wird und die Lagerfläche mit dem darauf gelagerten Patienten
aus dem Operationssaal transportiert wird, passiert es leicht, dass das Bediengerät
versehentlich an der Lagerfläche hängengelassen wird, so dass das Kabel, dessen anderes
Ende in der Säule eingesteckt ist, beim Abtransport der Lagerfläche gespannt wird,
und, falls das Versehen nicht rechtzeitig bemerkt wird, beschädigt werden kann.
[0010] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist jedoch zusätzlich an der Säule ein Steckverbindungselement
angeordnet, an dem das Kabel des Bediengerätes über eine Steckverbindung einsteckbar
ist. In dieser Weiterbildung kann das Bediengerät also wahlweise an der Lagerfläche
oder an der Säule eingesteckt werden.
[0011] Dies hat unter anderem folgenden Vorteil: Wenn das Kabel des Bediengerätes in der
Lagerfläche eingesteckt ist, werden die Verstellbefehle zum Verstellen der Segmente
der Lagerfläche relativ zueinander an die Aktuatoren der Lagerfläche übertragen, und
die Verstellbefehle zum Verstellen der säulenseitigen Aktuatoren werden über eine
Signalkupplung auf die Säule übertragen. Jedoch sind nicht notwendigerweise alle Lagerflächen,
die in Verbindung mit der Operationstisch-Säule verwendet werden, mit sämtlichen Verstellfunktionen
ausgestattet. Insbesondere können auch Lagerflächen zur Anwendung kommen, die sich
in sich gar nicht verstellen lassen. Wenn das Bediengerät nicht zusätzlich auch an
der Säule einsteckbar wäre, müssten auch solche einfachen Lagerflächen einen Eingang
für das Kabel des Bediengeräts haben, um über die Lagerfläche und die Signalkupplung
die Verstellbefehle auf die Operationstisch-Säule zu übertragen. Dadurch würde die
Lagerfläche in ihrem Aufbau komplizierter, als sie es von ihrer Funktion her sein
müsste.
[0012] Stattdessen ist es vorteilhaft, an der Operationstisch-Säule ein weiteres Steckverbindungselement
anzuordnen, an dem das Kabel des Bediengerätes einsteckbar ist, so dass die Verstellbefehle,
die die Operationstisch-Säule betreffen, direkt in die Säule eingegeben werden können
und nicht zwangsläufig den Umweg über die Lagerfläche nehmen müssen. Außerdem lassen
sich dadurch bereits im Bestand vorhandene Lagerflächen, an denen das Kabel des Bediengeräts
nicht einsteckbar ist, im gleichen System weiter verwenden.
[0013] Anstelle des Kabels können die Mittel zur direkten Übertragung der Verstellbefehle
auch durch Mittel zur kabellosen Signalübertragung, insbesondere zur Übertragung von
IR-Signalen gebildet sein. Vorteilhafterweise ist dann zusätzlich zu einem IR-Empfänger
in der Lagerfläche aus den oben genannten Gründen auch ein IR-Empfänger an der Säule
angeordnet.
[0014] Das Verstellen des Operationstisches umfasst vorzugsweise eine Verstellung von Segmenten
der Lagerfläche relativ zueinander und zusätzlich eine oder mehrere der folgenden
Verstellungen der Lagerfläche als ganzes: eine Höhenverstellung der Lagerfläche, eine
Drehung der Lagerfläche um eine vertikale Achse, eine Kippung der Lagerfläche um ihre
Querachse, eine Kippung der Lagerfläche um ihre Längsachse und eine Translation der
Lagerfläche in ihrer Längsrichtung.
[0015] Vorzugsweise umfasst die Lagerfläche eine erste elektronische Steuereinheit, die
einen Eingang für Verstellbefehle hat und die so programmiert ist, dass sie aus den
über den Eingang empfangenen Verstellbefehlen Steuersignale für die Aktuatoren zum
Verstellen des Operationstisches erzeugt.
[0016] Vorzugsweise ist in der Operationstisch-Säule eine zweite elektronische Steuereinheit
vorgesehen, die einen Eingang für Verstellbefehle hat und die so programmiert ist,
dass sie aus den über ihren Eingang empfangenen Verstellbefehlen Steuersignale für
Aktuatoren zum Verstellen des Operationstisches erzeugt.
[0017] Vorzugsweise hat die Lagerfläche elektrisch angetriebene Aktuatoren zum Verstellen
ihrer Segmente relativ zueinander und einen elektrischen Anschluss für eine mobile
Spannungsquelle. Die mobile Spannungsquelle kann dann während des prä- und postoperativen
Lagerflächentransfers die elektrische Spannung zum Betätigen der Aktuatoren bereitstellen.
[0018] Die Erfindung betrifft ferner ein OP-System, umfassend einen verstellbaren Operationstisch,
welcher eine Säule hat, auf der eine verstellbare Lagerfläche lösbar zu befestigen
ist, eine Einrichtung zum Verstellen des Operationstisches nach einer der oben beschriebenen
Weiterbildungen und einen Transportwagen, der zum Transportieren der Lagerfläche mit
einem darauf gelagerten Patienten geeignet ist, wobei der Transportwagen eine Spannungsquelle
umfasst, die geeignet ist, die Aktuatoren der Lagerfläche mit Spannung zu versorgen.
[0019] Vorzugsweise sind bei dem OP-System ferner die Lagerfläche und die Säule über eine
Säulenkupplung gleichzeitig sowohl mechanisch als auch elektrisch verbindbar und ist
an dem Transportwagen ein Kupplungsteil vorgesehen, welches mit einem lagerflächenseitigen
Kupplungsteil der Säulenkupplung mechanisch und elektrisch kuppelbar ist. Dadurch
kann die Lagerfläche zum prä- und postoperativen Transfer auf die gleiche Weise am
Transportwagen befestigt werden, wie sie für die Operation an der Operationstisch-Säule
befestigt wird, wobei insbesondere die elektrische Stromversorgung für die Aktuatoren
der Lagerfläche automatisch mitangeschlossen wird.
[0020] Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden auf das in
den Zeichnungen dargestellte bevorzugte Ausführungsbeispiel Bezug genommen, welches
anhand spezifischer Terminologie beschrieben ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen,
dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige
Veränderungen und weitere Modifizierungen an der gezeigten Einrichtung sowie derartige
weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches derzeitiges
und künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmanns angesehen werden. Die Figuren
zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, nämlich
Fig.1 eine Seitenansicht eines Operationstisches und
Fig.2 ein Blockdiagramm, in dem der Operationstisch und ein Bediengerät schematisch
dargestellt sind.
[0021] In Fig.1 ist ein Operationstisch 10 in einer Seitenansicht dargestellt, der mit einer
Einrichtung nach einer Weiterbildung der Erfindung verstellbar ist. Der Operationstisch
10 umfasst eine Säule 12 mit einem Säulenkopf 14, an dem eine Lagerfläche 16 lösbar
befestigt ist. Die Lagerfläche 16 umfasst sechs Segmente 18a bis 18f, die relativ
zueinander verstellbar sind. An der Lagerfläche 16 ist eine Buchse 20 vorgesehen,
in die ein Kabel eines Bediengerätes (in Fig.1 nicht gezeigt) mit einem zugehörigen
Stecker einsteckbar ist. Eine identische Buchse 22 ist auch am Säulenkopf 14 angeordnet.
[0022] Bei dem Operationstisch 10 von Fig.1 ist eine Einrichtung 24 zum Verstellen desselben
nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, die in Fig.2 in einem Blockdiagramm
dargestellt ist.
[0023] Im Blockdiagramm von Fig.2 sind die Säule 12 und die Lagerfläche 16 schematisch dargestellt.
Die Einrichtung 24 umfasst ferner ein Bediengerät 26, an dem ein Kabel 28 befestigt
ist, welches in Fig.2 in die Buchse 20 der Lagerfläche 16 eingesteckt ist. Alternativ
kann das Kabel 28 bei der Weiterbildung der Einrichtung 24 von Fig.2 auch in die Buchse
22 der Säule 12 eingesteckt werden, was durch die gestrichelte Darstellung des Kabels
28 in Fig.2 angedeutet ist. Der Fall, bei dem das Kabel 28 in die Buchse 22 der Säule
12 eingesteckt ist, wird unten separat beschrieben.
[0024] Das Bediengerät 26 hat eine Bedienfläche 30, auf der eine Mehrzahl von Knöpfen oder
Tasten vorgesehen ist. Über diese Knöpfe oder Tasten können Verstellbefehle zum Verstellen
des Operationstisches 10 eingegeben werden.
[0025] Die in das Bediengerät 26 eingegebenen Verstellbefehle werden über das Kabel 28 und
die Buchse 20 in eine erste elektronische Steuereinheit 32 eingegeben, die in der
Lagerfläche 16 enthalten ist. Die elektronische Steuereinheit 32 steuert in Antwort
auf die Verstellbefehle aus dem Bediengerät 26 Aktuatoren 34a bis 34f an, durch welche
die Segmente 18a bis 18f (siehe Fig.1) relativ zueinander verstellbar sind. Ferner
sendet die erste elektronische Steuereinheit 32 Steuersignale über eine Signalkupplung
36, die zwischen der Säule 12 und der Lagerfläche 16 vorgesehen ist, zu einer zweiten
elektronischen Steuereinheit 38, die in der Säule 12 vorgesehen ist. Diese Steuersignale
repräsentieren u.a. die Verstellbefehle, die eine Verstellung der Säule 12 des Säulenkopfes
14 betreffen. Dies sind insbesondere Befehle durch die die Lagerfläche 16 als ganzes
verstellt wird, und sie betreffen im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Höhenverstellung
der Lagerfläche 16, eine Drehung der Lagerfläche 16 um eine vertikale Achse, eine
Kippung der Lagerfläche 16 um ihre Quer- oder Längsachse und eine Translation der
Lagerfläche 16 in ihrer Längsrichtung. Um diese Verstellung durchzuführen steuert
die zweite elektronische Steuereinheit 38 geeignete Aktuatoren 40a bis 40c der Säule
12 an.
[0026] In der Säule 12 ist ferner eine Spannungsquelle 42 vorgesehen, über die die Aktuatoren
40a bis 40c der Säule 12 mit Spannung versorgt werden. Wenn die Lagerfläche 16 auf
dem Säulenkopf 14 der Säule 12 über eine hier nicht näher beschriebene Säulenkupplung
befestigt ist, wird neben einer mechanischen Verbindung und dem Schließen der Signalkupplung
36 eine elektrische Steckverbindung 44 geschlossen, über die die Lagerfläche 16 mit
der Spannungsquelle 42 der Säule 12 verbunden wird. Dadurch wird die elektrische Spannung
zum Betreiben der Aktuatoren 34a bis 34f der Lagerfläche 16 bereitgestellt.
[0027] Wenn die Lagerfläche 16 nach der Operation von der Säule 12 getrennt wird, um einen
darauf gelagerten Patienten aus dem Operationssaal zu transportieren, kann das Bediengerät
26 mit seinem Kabel 28 in der Buchse 20 eingesteckt gelassen werden. Die Lagerfläche
16 wird auf einem Transportwagen (nicht gezeigt) befestigt, der eine mobile Spannungsquelle
umfasst. Beim Befestigen der Lagerfläche 16 auf dem Transportwagen geht der lagerflächenseitige
Teil der elektrischen Steckverbindung 44 eine Steckverbindung mit einem Verbinder
des Transportwagens ein, über die die Lagerfläche 16 auf dem Transportwagen von dessen
mobiler Spannungsquelle mit Spannung versorgt wird. Dadurch können die Aktuatoren
34a bis 34f auch dann betätigt werden, wenn die Lagerfläche 16 auf dem Transportwagen
befestigt ist. Somit kann die Lagerfläche 16 auf dem Transportwagen mit demselben
Bediengerät 26 verstellt werden, wie unter der Operation. Dadurch sind sämtliche Verstellfunktionen
der Lagerfläche 16 prinzipiell auch während des prä- und postoperativen Transfers
der Lagerfläche 16 verfügbar, wodurch der Patient optimal gelagert werden kann.
[0028] Bei herkömmlichen Operationstischen ist das Bediengerät nicht in der Lagerfläche,
sondern nur in der Säule einsteckbar, z.B. über eine Buchse ähnlich der Buchse 22
der Säule 12 von Fig.2. Während der Operation wird das Bediengerät 26 oft an der Lagerfläche
16 angehängt. Wenn bei herkömmlichen Systemen versehentlich das Bediengerät an der
Lagerfläche eingehängt und an der Säule eingesteckt gelassen wird, kann das Verbindungskabel
beim Versuch, die Lagerfläche aus dem Operationssaal zu transportieren, beschädigt
werden. Diese Gefahr ist bei der Einrichtung 24 von Fig.2 dadurch ausgeräumt, dass
das Kabel 28 regelmäßig in der Buchse 20 der Lagerfläche 16 eingesteckt ist.
[0029] Trotzdem ist bei der Einrichtung 24 von Fig.2 zusätzlich eine Buchse 22 an der Säule
vorgesehen, in der das Kabel 28 des Bediengerätes 26 einsteckbar ist. Die zusätzliche
Buchse 22 an der Säule 12 ist dann von Vorteil, wenn einfachere Lagerflächen als die
in Fig.1 und 2 gezeigte Lagerfläche 16 verwendet werden, die in sich nur wenig oder
gar nicht verstellbar sind. Bei derartigen einfachen Lagerflächen wäre es sehr aufwendig,
extra einen Eingang für die Verstellbefehle vorzusehen, nur um sie dann über die Lagerfläche
in die Säule 12 zu übertragen, um die Aktuatoren 40a bis 40c der Säule 12 anzusteuern.
In solchen Fällen ist es einfacher, das Kabel 28 des Bediengerätes 26 direkt über
die Buchse 22 der 12 einzustecken.
[0030] Obwohl in Fig.2 ein Kabel 28 zum Übertragen der Verstellbefehle vom Bediengerät 26
auf die Lagerfläche 16 oder die Säule 12 gezeigt ist, kann die Übertragung auch kabellos,
beispielsweise über IR-Signale geschehen.
[0031] Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Beschreibung ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel aufgezeigt und detailliert beschrieben ist, sollte dies als rein
beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf
hingewiesen, dass nur das bevorzugte Ausführungsbeispiel dargestellt und beschrieben
ist und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang
der Erfindung liegen, geschützt werden sollen.
1. Einrichtung (24) zum Verstellen eines Operationstisches (10), welcher eine Säule (12)
hat, auf der eine verstellbare Lagerfläche (16) lösbar zu befestigen ist, wobei die
Einrichtung (24) ein Bediengerät (26) zum Eingeben von Verstellbefehlen zum Verstellen
des Operationstisches (10) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung Mittel (20, 28) zur direkten Übertragung der Verstellbefehle von
dem Bediengerät (26) auf die verstellbare Lagerfläche (16) hat.
2. Einrichtung (24) nach Anspruch 1, bei der die Mittel zur direkten Übertragung der
Verstellbefehle durch ein Kabel (28) gebildet werden, dessen eines Ende mit dem Bediengerät
(26) und dessen anderes Ende mit der Lagerfläche (16) verbunden oder verbindbar ist.
3. Einrichtung (24) nach Anspruch 2, bei der das Kabel (28) über eine Steckverbindung
(20) an der Lagerfläche (16) einsteckbar ist.
4. Einrichtung (24) nach Anspruch 3, bei der das Kabel (28) über eine Steckverbindung
(22) an der Säule (12) einsteckbar ist.
5. Einrichtung (24) nach Anspruch 1, bei der die Mittel zur direkten Übertragung der
Verstellbefehle durch Mittel zur kabellosen Signalübertragung, insbesondere zur Übertragung
von IR-Signalen gebildet sind.
6. Einrichtung (24) nach Anspruch 5, bei der an der Säule (12) ein Empfänger zum Empfangen
kabellos übertragener Verstellbefehle, insbesondere ein IR-Signal-Empfänger angeordnet
ist.
7. Einrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verstellen des
Operationstisches (10) eine Verstellung von Segmenten (18a bis 18f) der Lagerfläche
(16) relativ zueinander und zusätzlich eine oder mehrere der folgenden Verstellungen
der Lagerfläche (16) als ganzes umfasst: eine Höhenverstellung der Lagerfläche (16),
eine Drehung der Lagerfläche (16) um eine vertikale Achse, eine Kippung der Lagerfläche
(16) um ihre Querachse, eine Kippung der Lagerfläche (16) um ihre Längsachse und eine
Translation der Lagerfläche (16) in ihrer Längsrichtung.
8. Einrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Lagerfläche
(16) eine erste elektronische Steuereinheit (32) umfasst, die einen Eingang für Verstellbefehle
hat und die so programmiert ist, dass sie aus den über den Eingang empfangenen Verstellbefehlen
Steuersignale für Aktuatoren (34a bis 34f, 40a bis 40c) zum Verstellen des Operationstisches
(10) erzeugt.
9. Einrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der in der Säule (12)
eine zweite elektronische Steuereinheit (38) vorgesehen ist, die einen Eingang für
Verstellbefehle hat und die so programmiert ist, dass sie aus den über den Eingang
empfangenen Verstellbefehlen Steuersignale für Aktuatoren (34a bis 34f, 40a bis 40c)
zum Verstellen des Operationstisches (10) erzeugt.
10. Einrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Lagerfläche
(16) elektrisch angetriebene Aktuatoren (34a bis 34f) zum Verstellen ihrer Segmente
(18a bis 18f) relativ zueinander und einen elektrischen Anschluss (44) für eine mobile
Spannungsquelle hat.
11. OP-System, welches folgendes umfasst:
einen verstellbaren Operationstisch (10) mit einer Säule (12), auf der eine verstellbare
Lagerfläche (16) lösbar zu befestigen ist,
eine Einrichtung (24) zum Verstellen des Operationstisches (10) nach Anspruch 10
und einen Transportwagen, der zum Transportieren der Lagerfläche (16) mit einem darauf
gelagerten Patienten geeignet ist,
wobei der Transportwagen eine Spannungsquelle umfasst, die geeignet ist, die Aktuatoren
(34a bis 34f) der Lagerfläche (16) mit Spannung zu versorgen.
12. OP-System nach Anspruch 11, bei dem die Lagerfläche (16) und die Säule (12) über eine
Säulenkupplung gleichzeitig sowohl mechanisch als auch elektrisch verbindbar sind,
und bei dem an dem Transportwagen ein Kupplungsteil vorgesehen ist, welches mit dem
lagerflächenseitigen Kupplungsteil der Säulenkupplung mechanisch und elektrisch kuppelbar
ist.