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(11) |
EP 1 785 120 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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13.01.2016 Patentblatt 2016/02 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2012 Patentblatt 2012/11 |
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Anmeldetag: 18.10.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Patientenlagerungsplatte sowie Operationstisch mit einer Patientenlagerungsplatte
Patient support surface and operating table comprising a patient support surface
Support de surface pour patient et table chirurgicale avec une support de surface
pour patient
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
14.11.2005 DE 102005056275
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.05.2007 Patentblatt 2007/20 |
| (73) |
Patentinhaber: TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG |
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07318 Saalfeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Georgi, Falk
07422 Unterwirbach (DE)
- Stolze, Dirk
07318 Saalfeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hoeger, Stellrecht & Partner
Patentanwälte mbB |
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Uhlandstrasse 14c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 691 118 CH-A- 423 093 US-A- 5 275 175
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EP-B1- 1 032 350 FR-A1- 2 472 932 US-B2- 6 681 423
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- Prospekt der Firma Stierlen Maquet AG èber das Operationstischsystem 1122
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Operationstisch mit den Merkmalen des Oberbegriffes
von Patentanspruch 1.
[0002] Mittels einer Patientenlagerungsplatte, die ein Lagerteil zur Lagerung eines Patienten
und ein Verbindungsglied zum Verbinden der Patientenlagerungsplatte mit einer Operationstischsäule
aufweist, kann ein Patient auf der von der Patientenlagerungsplatte ausgebildeten
Lagerfläche zuverlässig gelagert werden für therapeutische Behandlungen und chirurgische
Eingriffe und auch für diagnostische Verfahren. In vielen Fällen ist es wünschenswert,
wenn der Patient während einer Operation eine geneigte oder gekippte Stellung einnimmt
derart, dass die Patientenlagerungsplatte um eine quer zur Längsrichtung der Platte
ausgerichtete Schwenkachse (sogenannte Trendelenburg-Stellung) oder um eine parallel
zur Längsrichtung der Platte ausgerichtete Schwenkachse (sogenannte Kantung) geneigt
ist. Hierzu sind Operationstischsäulen bekannt, deren Säulenkopf um mindestens eine
horizontale Schwenkachse verschwenkt werden kann. Die Patientenlagerungsplatte kann
auf den Säulenkopf aufgesetzt und mittels des Säulenkopfes in die gewünschte Trendelenburg-Stellung
oder Kantung überführt werden. Der hierbei erzielbare Schwenkbereich ist allerdings
beschränkt.
[0003] Aus der
FR-A1-2 472 932 ist ein Operationstisch bekannt, bei dem die Patientenlagerungsplatte auf einem mehrteiligen
Gestell gehalten ist, dessen Oberteil nach Art eines Säulenkopfes einer üblichen Operationstischsäule
verschwenkt werden kann.
[0004] Aus der
EP 0 366 878 A1 ist ein Operationstisch bekannt, bei dem eine Patientenlagerungsplatte an einem schräg
zur Horizontalen geneigten Achsbolzen eines Säulenkopfes verschwenkbar gelagert ist.
Der Säulenkopf kann seinerseits um eine horizontal ausgerichtete Schwenkachse relativ
zu einer Säulenbasis verschwenkt werden. Der Achsbolzen definiert eine Rollachse,
die zur Längsachse der Patientenlagerungsplatte geneigt ist, und mittels des Säulenkopfes
kann die gesamte Patientenlagerungsplatte um eine quer zu deren Längsachse geneigte
Schwenkachse verschwenkt werden. Patientenlagerungsplatte und Operatlonstlschsäule
sind unlösbar miteinander verbunden.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Operationstisch der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass er einen pattentenschonenderen Transport ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Operationstisch mit den Merkmalen von Patentanspruch
1 gelöst.
[0007] Der Operationstisch weist eine Patientenlagerungsplatte auf mit einem Schwenkmechanismus,
mit dessen Hilfe die gesamte Patientenlagerungsplatte verschwenkt werden kann. Die
Patientenlagerungsplatte kann somit unabhängig von der Operationstlschsäule um eine
Quer- und/oder Längsachse verstellt werden zur Erzielung einer Trendelenburg-Stellung
und/oder Kantung. Die Patientenlagerungsplatte kommt in Kombination mit einer Operationstischsäule
mit verschwenkbarem Säulenkopf zum Einsatz. Durch den verschwenkbaren Säulenkopf ist
ein erster Verschwenkberelch für die Patientenlagerungsplatte sichergestellt, und
durch den Einsatz des Schwenkmechantsmusses wird der Patientenlagerungsplatte ein
weiterer Schwenkbereich bereitgestellt, wobei sich die beiden Schwenkbereiche gegenseitig
addieren. Dies hat zum einen den Vorteil, dass damit insgesamt größere Schwenkbereiche
erzielt werden können, ohne dass der Schwenkbereich der Operationstischsäule vergrößert
werden muss. Zum anderen kann mittels der Patientenlagerungsplatte in Kombination
mit der einen verschwenkbaren Säulenkopf aufweisenden Operationstischsäule uneingeschränkt
eine Trendelenburg-Stellung und gleichzeitig auch eine Kantung erzielt werden, indem
beispielsweise mittels des Schwenkmechanismusses eine Trendelenburg-Stellung und mittels
des verschwenkbaren Säulenkopfes die gewünschte Kantung herbeigeführt wird.
[0008] Der erfindungsgemäße Operationstisch hat außerdem den Vorteil, dass die Patientenlagerungsplatte
unabhängig von der Operationstischsäule eine Schwenkstellung, insbesondere eine Trendelenburg-Stellung,
einnehmen kann. Diese Stellung kann während der Übergabe/Übernahme der Patientenlagerungsplatte
auf bzw. von der Operationstischsäule beibehalten werden. Dies ermöglicht eine verbesserte
Vorbereitung des Patienten für eine Operation. Die voreingestellte Schwenkstellung
ermöglicht einen patientenschonenden Transport und verringert den Lagerungsaufwand.
[0009] Da die Trendelenburgfunktion und die Kantungsfunktion räumlich voneinander getrennt
werden können, sind die sonst üblichen gegenseitigen mechanischen Einschränkungen
der Schwenkbereiche bei auf der Operationstischsäule aufsitzender Patientenlagerungsplatte
nicht mehr gegeben.
[0010] Mittels des Schwenkmechanismus kann das Lagerteil der Patientenlagerungsplatte relativ
zum Verbindungsglied verschwenkt werden, so dass das Verbindungsglied horizontal ausgerichtet
auf den Säulenkopf der Operationstischsäule aufgesetzt werden kann, während das Lagerteil
eine zur Horizontalen geneigte Stellung einnimmt.
[0011] Die Patientenlagerungsplatte kann nicht nur in Kombination mit einer Operationstischsäule
zum Einsatz kommen, als Trägereinheit kann vielmehr auch ein Transportwagen vorgesehen
sein, mit dem die Patientenlagerungsplatte lösbar verbindbar ist. Patientenlagerungsplatte,
Operationstischsäule und Transportwagen können somit ein Patientenlagerungssystem
ausbilden, wobei der Patient schonend transportiert und in für eine Operation optimaler
Lage vom Transportwagen auf die Operationstischsäule übergeben werden kann.
[0012] Der Schwenkmechanismus ist zwischen dem Lagerteil und dem Verbindungsglied der Patientenlagerungsplatte
angeordnet.
[0013] Günstig ist es, wenn der Schwenkmechanismus manuell betätigbar ist. So kann beispielsweise
ein Schwenkhebel vorgesehen sein, mit dessen Hilfe die Patientenlagerungsplatte verschwenkt
werden kann.
[0014] Der Schwenkmechanismus kann ein Arretierungsglied aufweisen zum Arretieren der Patientenlagerungsplatte
in einer gewünschten Schwenkstellung.
[0015] Alternativ oder ergänzend zu einer manuellen Betätigung kann vorgesehen sein, dass
der Schwenkmechanismus motorisch betätigbar ist. Hierzu kann beispielsweise ein elektromotorischer
oder hydraulischer Antrieb zum Einsatz kommen.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Patientenlagerungsplatte
einen Antriebsmotor zum Verschwenken der Patientenlagerungsplatte auf. Als Antriebsmotor
kommt vorzugsweise ein elektrischer Stellmotor zum Einsatz.
[0017] Die Patientenlagerungsplatte kann zusätzlich zum Lagerteil weitere Plattenteile,
beispielsweise eine Rückenplatte oder eine Beinplatte, aufweisen. Hierbei ist es von
Vorteil, wenn am Lagerteil zumindest ein weiteres Plattenteil motorisch verstellbar
gehalten ist. Bei einer derartigen Ausführungsform kann also nicht nur das Lagerteil
relativ zum Verbindungsglied verschwenkt werden, sondern zusätzlich kann mindestens
ein weiteres Plattenteil relativ zum Lagerteil verschwenkt werden. Dies gibt die Möglichkeit,
einen Patienten beispielsweise für einen chirurgischen Eingriff in einer für den Eingriff
möglichst schonenden Haltung zu lagern.
[0018] Günstig ist es, wenn die Patientenlagerungsplatte einen Antriebsmotor zum Verstellen
des mindestens einen weiteren Plattenteils aufweist. Konstruktiv aufwändige Getriebeelemente
zwischen der Operationstischsäule und der Patientenlagerungsplatte zum Verstellen
des weiteren Plattenteiles können dadurch entfallen. Als Antriebsmotor kommt bevorzugt
ein elektrische Stellmotor zum Einsatz.
[0019] Ein besonders großer Schwenkbereich wird bei einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung dadurch erzielt, dass die Schwenkmechanik eine erste und eine zweite
Schwenkachse definiert, die in Längs- oder Querrichtung der Patientenlagerungsplatte
versetzt zueinander angeordnet sind und um die die Patientenlagerungsplatte teilweise
verschwenkbar ist. Hierbei ist es von besonderem Vorteil, wenn zumindest eine der
beiden Schwenkachsen bezogen auf die Längs- oder Querrichtung der Patientenlagerungsplatte
in Höhe eines Endbereichs des Verbindungsgliedes angeordnet ist. Durch den Einsatz
von zwei Schwenkachsen kann die Patientenlagerungsplatte um eine bezogen auf die Längs-
oder Querachse der Patientenlagerungsplatte außermittig zum Lagerteil angeordnete
Schwenkachse verschwenkt werden. Dies ermöglicht einen besonders großen Schwenkbereich,
da die Patientenlagerungsplatte zum Absenken von einem ihrer Endbereiche um die in
geringerem Abstand zu diesem Endbereich angeordnete Schwenkachse verschwenkt werden
kann. Soll also die Patientenlagerungsplatte derart verschwenkt werden, dass deren
Kopfteil eine besonders tiefe Stellung einnimmt, so kann sie um die in geringerem
Abstand zu diesem Kopfteil angeordnete Schwenkachse verschwenkt werden, wohingegen
bei einem Anheben des Kopfteiles eine Verschwenkbewegung um die in geringerem Abstand
zu einer Beinplatte angeordnete Schwenkachse vorgenommen werden kann.
[0020] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Operationstisches mit einer Patientenlagerungs- platte, die in geneigter Stellung
auf einer vertikal ausgerichteten Operationstischsäule aufsitzt;
- Figur 2:
- eine schematische Seitenansicht nach Art einer Explosionszeichnung des zentralen Teils
der Patientenlagerungsplatte aus Figur 1 und der Operationstischsäule;
- Figur 3:
- eine schematische Seitenansicht der Patientenlagerungsplatte aus Figur 1, die auf
einer aus der vertikalen ausgeschwenkten Opera- tionstischsäule aufsitzt;
- Figur 4:
- eine schematische Seitenansicht der Patientenlagerungsplatte aus Figur 1, die auf
einem Transportwagen aufsitzt;
Figur 5: eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform ei- nes Operationstisches
mit einer Patientenlagerungsplatte, die in ge- neigter Stellung auf einer vertikal
ausgerichteten Operationstisch- säule aufsitzt;
Figur 6: eine schematische Seitenansicht der Patientenlagerungsplatte aus Figur 5,
die auf einer aus der vertikalen ausgeschwenkten Opera- tionstischsäule aufsitzt und
Figur 7: eine schematische Seitenansicht der Patientenlagerungsplatte aus Figur 5,
die auf einem Transportwagen aufsitzt.
[0021] In den Figuren 1 bis 4 ist schematisch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Operationstisches dargestellt mit einer Patientenlagerungsplatte 10. Diese weist ein
zentrales Lagerteil 12 auf, an dem einerseits eine Rückenplatte 13 und andererseits
eine Beinplatte 14 angelenkt sind, die mittels in der Zeichnung nicht dargestellter,
in die Patientenlagerungsplatte 10 integrierter Elektromotoren jeweils um eine quer
zur Längsachse der Patientenlagerungsplatte 10 ausgerichtete Schwenkachse relativ
zum Lagerteil 12 verschwenkbar sind. An der Rückenplatte 13 ist auf seiner dem Lagerteil
12 abgewandten Seite ein Kopfteil 15 verstellbar gehalten.
[0022] Die Patientenlagerungsplatte 10 weist darüber hinaus ein Verbindungsglied 17 auf,
mit dessen Hilfe sie mit dem Säulenkopf 19 einer Operationstischsäule 20 lösbar verbindbar
ist. Der Säulenkopf 19 weist hierzu oberseitig eine ebene Stützfläche 22 auf, von
der seitlich einander gegenüberliegend zwei Kopplungselemente in Form zweier Keilstücke
nach oben abstehen, wobei in der Zeichnung nur ein Keilstück 23 dargestellt ist. Das
Verbindungsglied 17 bildet unterseitg eine ebene Lagerfläche 25 aus, von der seitlich
einander gegenüberliegend zwei nach unten gerichtete Stützwangen abstehen, wobei in
der Zeichnung nur eine Stützwange 26 dargestellt ist. Die Stützwangen 26 weisen jeweils
eine Aufnahme auf (nicht dargestellt), die beim Aufsetzen der Patientenlagerungsplatte
10 auf die Operationstischsäule 20 ein Keilstück 23 aufnehmen, wobei das Keilstück
in der jeweiligen Aufnahme verriegelt werden kann.
[0023] Die Patientenlagerungsplatte 10 weist außerdem einen Schwenkmechanismus 28 auf, der
zwischen dem Lagerteil 12 und dem Verbindungsglied 17 angeordnet ist. Der Schwenkmechanismus
28 umfasst einen Lagerbock 29, der auf dem Verbindungsglied 17 aufsitzt und an dessen
Oberseite das Lagerteil 12 angelenkt ist. Der Lagerbock 29 definiert eine quer zur
Längsrichtung der Patientenlagerungsplatte 10 ausgerichtete Schwenkachse 30, um die
das Lagerteil 12 zusammen mit der Rückenplatte 13, der Beinplatte 14 und dem Kopfteil
15 verschwenkt werden kann. Zum Verschwenken der Patientenlagerungsplatte 10 nimmt
der Lagerbock 29 einen hydraulischen Antrieb in Form eines Kolben-Zylinderaggregates
32 auf, das einerseits am Lagerbock 29 und andererseits am Lagerteil 12 angelenkt
ist.
[0024] Der Säulenkopf 19 der Operationstischsäule 20 ist in üblicher Weise um eine parallel
zur Schwenkachse 30 ausgerichtete Schwenkachse 34 verschwenkbar. Hierzu ist der Säulenkopf
19 verstellbar an einer Säulenbasis 35 gehalten und kann mittels in der Zeichnung
nicht dargestellter, an sich bekannter Antriebselemente, die in die Operationstischsäule
20 integriert sind, verschwenkt werden.
[0025] Wie jedoch aus Figur 1 deutlich wird, kann die Patientenlagerungsplatte 10 unabhängig
von einer Verschwenkbewegung des Säulenkopfes 19 um die Schwenkachse 30 verschwenkt
werden zur Erzielung einer Trendelenburg-Stellung. Der mittels des Schwenkmechanismus
28 erzielbare Schwenkbereich der Patientenlagerungsplatte 10 kann um den mittels des
Säulenkopfes 19 erzielbaren Schwenkbereich ergänzt werden. Dies wird aus Figur 3 deutlich,
die die Patientenlagerungsplatte 10 in einer Stellung zeigt, in der sie zum einen
um die Schwenkachse 30 und zum anderen auch um die Schwenkachse 34 verschwenkt ist,
so dass die Beinplatte 14 eine stark angehobene Position und das Kopfteil 15 eine
stark abgesenkte Position einnimmt.
[0026] Die Patientenlagerungsplatte 10 kann von der Operationstischsäule 20 abgenommen und
auf einen in Figur 4 dargestellten Transportwagen 38 aufgesetzt werden. Bei der Übergabe
kann die gesamte Patientenlagerungsplatte 10 eine geneigte Stellung einnehmen, da
sie mittels des Schwenkmechanismus 28 relativ zur horizontal ausrichtbaren Lagerfläche
25 um die Schwenkachse 30 verschwenkt werden kann. Die Patientenlagerungsplatte 10
ermöglicht es somit insbesondere, eine Trendelenburg-Stellung, wie sie in Figur 4
dargestellt ist, einzustellen und einen auf der Patientenlagerungsplatte 10 ruhenden
Patienten in dieser Stellung vom Transportwagen 38 an die Operationstischsäule 20
zu übergeben und in dieser Stellung von der Operationstischsäule 20 zu übernehmen.
Dies stellt einen besonders schonenden Transport des Patienten und dessen verbesserte
Vorbereitung für eine Operation sicher.
[0027] In den Figuren 5, 6 und 7 ist eine zweite Ausführungsform eines Operationstisches
dargestellt mit einer Patientenlagerungsplatte 40, die weitgehend identisch ausgestaltet
ist wie die voranstehend erläuterte Patientenlagerungsplatte 10. Für identische Bauteile
werden daher in den Figuren 5, 6 und 7 dieselben Bezugszeichen verwendet wie in den
Figuren 1 bis 4. Bezüglich dieser Bauteile wird zur Vermeidung von Wiederholungen
auf die voranstehenden Erläuterungen Bezug genommen.
[0028] Die Patientenlagerungsplatte 40 unterscheidet sich von der Patientenlagerungsplatte
10 durch den Einsatz eines Schwenkmechanismus 42, der zwei in Längsrichtung der Patientenlagerungsplatte
40 versetzt zueinander angeordnete Schwenkachsen 44 und 45 definiert. Die Patientenlagerungsplatte
40 kann mit Hilfe des Schwenkmechanismus 42 wahlweise um die erste Schwenkachse 44
oder um die zweite Schwenkachse 45 verschwenkt werden. Die beiden Schwenkachsen 44,
45 sind bezogen auf die Längsrichtung der Patientenlagerungsplatte 40 jeweils in Höhe
eines Endbereiches des Verbindungsgliedes 17 angeordnet. In Figur 5 ist die Patientenlagerungsplatte
40 in einer um die erste Schwenkachse 44 verschwenkten Stellung dargestellt, wobei
die Operationstischsäule 20 vertikal ausgerichtet ist. Figur 6 zeigt die Patientenlagerungsplatte
40, wobei sie einerseits um die erste Schwenkachse 44 und andererseits um die Schwenkachse
34 der Operationstischsäule 20 verschwenkt ist, um insgesamt das Kopfteil 15 sehr
stark abzusenken.
[0029] Auch die Patientenlagerungsplatte 40 kann wahlweise mit der Operationstischsäule
20 oder mit dem Transportwagen 38 lösbar verbunden werden. In Figur 6 ist die Patientenlagerungsplatte
40 in einer um die zweite Schwenkachse 45 verschwenkten Stellung dargestellt, wobei
sie auf dem Transportwagen 38 aufsitzt.
[0030] Zum Verschwenken der Patientenlagerungsplatte 40 umfasst der Schwenkmechanismus 42
zumindest einen in der Zeichnung nicht dargestellten elektrischen Stellmotor. Alternativ
kann ebenfalls ein hydraulischer Antrieb zum Einsatz kommen mit mindestens einem Kolben-Zylinderaggregat.
1. Operationstisch mit einer Patientenlagerungsplatte (10; 40) und einer Operationstischsäule
(20), wobei die Patientenlagerungsplatte ein Lagerteil (12) zur Lagerung eines Patienten
und ein Verbindungsglied (17) zum Verbinden der Patientenlagerungsplatte (10; 40)
mit der Operationstischsäule (20) umfasst und die Operationstischsäule (20) einen
um mindestens eine Schwenkachse (34) verschwenkbaren Säulenkopf (19) aufweist, mit
dem die Patientenlagerungsplatte (10; 40) verbunden ist, wobei die Patientenlagerungsplatte
(10; 40) einen Schwenkmechanismus (28; 42) umfasst zum Verschwenken der Patientenlagerungsplatte
(10; 40) um mindestens eine parallel oder senkrecht zur Längsrichtung der Patientenlagerungsplatte
(10; 40) ausgerichtete Schwenkachse (30; 44, 45), dadurch gekennzeichnet, dass die Pätientenlagerungsplatte (10; 40) mit der Operationstischsäule (20) lösbar verbindbar
ist und dass der Schwenkmechanismus (28; 42) zwischen dem Lagerteil (12) und dem Verbindungsglied
(17) angeordnet ist, wobei das Lagerteil (12) relativ zum Verbindungsglied (17) verschwenkbar
ist, und wobei das Verbindungsglied (17) horizontal ausgerichtet auf den Säulenkopf
(19) aufsetzbar ist, während das Lagerteil (12) eine zur Horizontalen geneigte Stellung
einnimmt, und wobei durch den verschwenkbaren Säulenkopf (19) ein erster Schwenkbereich für
die Patientenlagerungsplatte (10; 40) sichergestellt ist und durch den Einsatz des
Schwenkmechanismus (28; 42) der Patientenlagerungsplatte (10; 40) ein weiterer Schwenkbereich
bereitgestellt ist, wobei sich die beiden Schwenkbereiche gegenseitig addieren.
2. Operationstisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (38; 42) manuell betätigbar ist.
3. Operationstisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (28; 42) motorisch betätigbar ist.
4. Operationstisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Patientenlagerungsplatte (10; 40) einen Antriebsmotor (32) zum Verschwenken der
Patientenlagerungsplatte (10; 40) aufweist.
5. Operationstisch nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Lagerteil (12) zumindest ein weiteres Plattenteil (13, 14) motorisch verstellbar
gehalten ist.
6. Operationstisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Patientenlagerungsplatte (10; 40) zumindest einen Antriebsmotor zum Verstellen
des weiteren Plattenteils (13, 14) umfasst.
7. Operationstisch nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (42) eine erste und eine zweite Schwenkachse (44, 45) definiert,
die in Längs- oder in Querrichtung der Patientenlagerungsplatte (40) versetzt zueinander
angeordnet sind und um die die Patientenlagerungsplatte (40) wahlweise verschwenkbar
ist.
8. Operationstisch nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der beiden Schwenkachsen (44, 45) bezogen auf die Längs- oder Querrichtung
der Patientenlagerungsplatte (40) in Höhe eines Endbereiches des Verbindungsgliedes
(17) angeordnet ist.
1. Operating table having a patient-supporting panel (10; 40) and an operating-table
column (20), the patient-supporting panel having a support part (12) for supporting
a patient and having a connecting member (17) for connecting the patient-supporting
panel (10; 40) to the operating-table column (20), and the operating-table column
(20) having a column head (19) which can be pivoted about at least one pivot axis
(34) and to which the patient-supporting panel (10; 40) is connected, the patient-supporting
panel (10; 40) having a pivoting mechanism (28; 42) for pivoting the patient-supporting
panel (10; 40) about at least one pivot axis (30; 44, 45) oriented parallel or perpendicularly
to the longitudinal direction of the patient-supporting panel (10; 40), characterized in that the patient-supporting panel (10; 40) can be releasably connected to the operating-table
column (20), and in that the pivoting mechanism (28; 42) is disposed between the support part (12) and the
connecting member (17), the support part (12) being pivotable relative to the connecting
member (17), and the connecting member (17) being positionable in a horizontally oriented
manner on the column head (19) while the support part (12) assumes a position in which
it is inclined in relation to the horizontal, and a first pivoting range being ensured
for the patient-supporting panel (10; 40) by the pivotable column head (19), and a
further pivoting range being provided for the patient-supporting panel (10; 40) by
use of the pivoting mechanism (28; 42), and the two pivoting ranges adding up mutually.
2. Operating table according to claim 1, characterized in that the pivoting mechanism (38; 42) can be actuated manually.
3. Operating table according to claim 1 or 2, characterized in that the pivoting mechanism (28; 42) can be motor-actuated.
4. Operating table according to claim 3, characterized in that the patient-supporting panel (10; 40) has a drive motor (32) for pivoting the patient-supporting
panel (10; 40).
5. Operating table according to one of the preceding claims, characterized in that at least one further panel part (13, 14) is mounted in a motor-adjustable manner
on the support part (12).
6. Operating table according to claim 5, characterized in that the patient-supporting panel (10; 40) has at least one drive motor for adjusting
the further panel part (13, 14).
7. Operating table according to one of the preceding claims, characterized in that the pivoting mechanism (42) defines a first and a second pivot axis (44, 45) which
are arranged offset in relation to one another in the longitudinal direction or in
the transverse direction of the patient-supporting panel (40) and about which the
patient-supporting panel (40) can be pivoted selectively.
8. Operating table according to claim 7, characterized in that at least one of the two pivot axes (44, 45) is disposed, in relation to the longitudinal
or transverse direction of the patient-supporting panel (40), level with an end region
of the connecting member (17).
1. Table d'opération avec un plateau de positionnement du patient (10 ; 40) et une colonne
de table d'opération (20), le plateau de positionnement du patient comprenant une
pièce de palier (12) pour le positionnement d'un patient et un élément de connexion
(17) pour le raccordement du plateau de positionnement du patient (10 ; 40) avec la
colonne de table d'opération (20), et la colonne de table d'opération (20) comportant
une tête de colonne (19) pivotant autour d'au moins un axe de pivotement (34) auquel
le plateau de positionnement du patient (10 ; 40) est raccordé, le plateau de positionnement
du patient (10 ; 40) comprenant un mécanisme de pivotement (28 ; 42) pour le pivotement
du plateau de positionnement du patient (10 ; 40) autour d'au moins un axe de pivotement
(30 ; 44, 45) orienté parallèlement ou perpendiculairement à la direction longitudinale
du plateau de positionnement du patient (10 ; 40), caractérisée en ce que le plateau de positionnement du patient (10 ; 40) peut être raccordé de manière amovible
à la colonne de table d'opération (20), et en ce que le mécanisme de pivotement (28 ; 42) est disposé entre la pièce de palier (12) et
l'élément de connexion (17), la pièce de palier (12) pouvant pivoter par rapport à
l'élément de connexion (17), et l'élément de connexion (17) pouvant être mis en place
horizontalement sur la tête de colonne (19), la pièce de palier (12) se mettant alors
dans une position inclinée par rapport à l'horizontale, et une première plage de pivotement
pour le plateau de positionnement du patient (10 ; 40) étant assurée par la tête de
colonne (19) pivotante et une autre plage de pivotement étant assurée par mise en
oeuvre du mécanisme de pivotement (28 ; 42) du plateau de positionnement du patient
(10 ; 40), les deux plages de pivotement s'ajoutant l'une à l'autre.
2. Table d'opération selon la revendication 1, caractérisée en ce que le mécanisme de pivotement (38 ; 42) peut être actionné manuellement.
3. Table d'opération selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que le mécanisme de pivotement (28 ; 42) peut être actionné par moteur.
4. Table d'opération selon la revendication 3, caractérisée en ce que le plateau de positionnement du patient (10 ; 40) comporte un moteur d'entraînement
(32) pour le pivotement du plateau de positionnement du patient (10 ; 40).
5. Table d'opération selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une autre pièce de plateau (13, 14) réglable par moteur est montée sur la
pièce de palier (12).
6. Table d'opération selon la revendication 5, caractérisée en ce que le plateau de positionnement du patient (10 ; 40) comprend au moins un moteur d'entraînement
pour le réglage de l'autre pièce de plateau (13, 14).
7. Table d'opération selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le mécanisme de pivotement (42) définit un premier et un deuxième axes de pivotement
(44, 45) décalés l'un par rapport à l'autre dans la direction longitudinale ou la
direction transversale du plateau de positionnement du patient (40), et autour de
chacun desquels le plateau de positionnement du patient (40) peut être pivoté au choix.
8. Table d'opération selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'au moins un des deux axes de pivotement (44, 45) est disposé au niveau d'une zone
d'extrémité de l'élément de connexion (17) par rapport à la direction longitudinale
ou la direction transversale du plateau de positionnement du patient (40).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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