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EP 1 785 331 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.09.2009 Patentblatt 2009/37 |
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Anmeldetag: 19.07.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gleisbremse für Schienenfahrzeuge
Track brake for rail vehicles
Frein de voie pour véhicules ferroviaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
15.11.2005 DE 102005054832
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.05.2007 Patentblatt 2007/20 |
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Patentinhaber: SONA BLW Präzisionsschmiede GmbH |
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42859 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Meuters, Günter
47803, Krefeld (DE)
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Vertreter: Grättinger Möhring von Poschinger
Patentanwälte Partnerschaft |
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Postfach 16 55 82306 Starnberg 82306 Starnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 921 649 US-A- 1 906 359
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GB-A- 1 482 999 US-A- 3 209 865
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gleisbremse für Schienenfahrzeuge mit mindestens einem
mit über die Länge verteilt angeordneten Bremssegmenten bestückten Bremsbalken, der
mit den Bremsflächen seiner Bremssegmente seitlich an eine Flanke des Schienenrades
gedrückt werden kann.
[0002] Gleisbremsen dieser Art sind bekannt siehe z.B.
GB-A-1 482 999. Sie können auf einer oder beiden Seiten des Fahrgleises angeordnet sein. Die auf
die Bremsbalken einwirkende Andrückkraft kann mechanisch durch Gummifederpakete oder
durch Hydraulik- oder Pneumatikzylinder erfolgen. Beim Betrieb solcher Gleisbremsen
ist es eine allgemein bekannte Erscheinung, dass durch mechanische Reibung zwischen
dem Bremsbalken und der Flanke des Schienenrades Kreischgeräusche entstehen, die von
in der Nähe befindlichen Personen als störend empfunden werden. Um den Kreischgeräuschen
entgegen zu wirken, sind bei der bekannten Gleisbremse mit geringem Abstand voneinander
angeordnete Bremssegmente mit einer Länge zwischen 0,4 und 1,2 m vorgesehen, die mit
dämpfenden Zwischenlagen auf dem Bremsbalken befestigt sind. Ausserdem bestehen die
Bremssegmente nicht mehr aus Stahl, sondern sind als Gusssegment aus Kugelgraphit
hergestellt. Die mit einer solchen Gleisbremse erzielte Verminderung der Kreischgeräusche
wird allerdings als noch nicht ausreichend empfunden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gleisbremse für Schienenfahrzeuge
mit verbesserter Dämpfung der beim Bremsen entstehenden Kreischgeräusche zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Gleisbremse der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass die Bremsflächen der in Fahrtrichtung hintereinander liegenden Bremssegmente
in unterschiedlicher Höhe angeordnet sind.
[0005] Bei einer solchen Gleisbremse wird zwar nach wie vor das Schienenrad zu die Kreischgeräusche
verursachenden Schwingungen angeregt, doch im Unterschied zum Stand der Technik findet
die Anregung im Wechsel an unterschiedlichen Höhen der Radflanke statt. Die jeweilige
Anregezeit an unterschiedlich hohen Orten des Rades ist jedoch zu kurz, dass das Rad
sich einschwingen kann. Die jeweils angeregte Schwingung wird nämlich nach kurzer
Anregezeit durch veränderte Anregebedingungen (Bremsfläche in veränderter Höhenlage)
gestört.
[0006] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Bremssegmente, wie an sich bekannt,
auswechselbar auf dem Bremsbalken befestigt. So können sie nach Verschleiß ausgetauscht
werden.
[0007] Untersuchungen haben gezeigt, dass gute Ergebnisse bei der Geräuschdämpfung vor allem
dann erzielt werden, wenn die auf gleicher Höhe angeordneten Bremssegmente jeweils
eine Länge von 0,5 bis 1,5 m haben. Bei der im Ausführungsbeispiel gewählten Anordnung
wechselt die Höhenversetzung nach jeweils 2 Bremsegmenten. Auch trägt zur guten Geräuschdämpfung
bei, wenn die Höhenversetzung der in unterschiedlicher Höhe angeordneten Bremssegmente
40 bis 60 mm beträgt.
[0008] Aus konstruktiven Gründen, aber auch aus Gründen der Nachrüstung von Gleisbremsen
nach dem Stand der Technik ist von Vorteil, wenn die Bremssegmente von gleichen Sockeln
und damit verbundenen und in unterschiedlicher Höhe angeordneten Trägern gebildet
sind, auf denen die Bremsflächen ausgebildet sind. So lassen sich verschiedenartige
Bremssegmente durch Schraubenbolzen leicht befestigen, da eine Anordnung von Bohrungen
in unterschiedlicher Höhe nicht erforderlich ist. Dies ist auch für die Um- und Nachrüstung
von Vorteil.
[0009] Wie an sich bekannt, kann zwischen den Bremssegmenten und dem Bremsbalken eine Dämpfungseinlage
vorgesehen sein.
[0010] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen
- Figur 1
- eine Gleisbremse mit einem Bremsbalken an einem auf einer Schiene laufenden Schienenrad
in schematischer Darstellung im Vertikalschnitt,
- Figur 2
- einen Bremsbalken in Aufsicht,
- Figur 3
- den Bremsbalken gemäß Figur 2 in Seitenansicht,
- Figur 4
- den Bremsbalken gemäß Figur 2 und 3 im Halbschnitt nach Linie A-A der Figur 3 in vergrößerter
Darstellung und
- Figur 5
- den Bremsbalken gemäß Figur 2 und 3 im Halbschnitt nach Linie B-B der Figur 3 in vergrößerter
Darstellung.
[0011] Gemäß Figur 1 ist auf einer Schwelle 1 eines Gleisbettes 2 eine Schiene 3 befestigt.
Auf der Schiene 3 läuft ein Schienenrad 4, gegen dessen eine Flanke 4 a ein Bremsbalken
5 einer Gleisbremse gedrückt wird. Die an sich bekannten Andrückmittel sind hier nicht
dargestellt.
[0012] Wie die Figuren 2 bis 5 zeigen, ist der aus einem gegossenem oder gewalztem U-Profil
aus Stahl hergestellte Bremsbalken 6 mit einer Vielzahl von über seine Länge verteilt
angeordneten Bremssegmenten 7, 8, 9, 10, 11, 12 bestückt. Die Bremssegmente 7 bis
12 sind unter Verwendung einer Zwischenlage 13 aus dämpfendem Material mittels Schraubenbolzen
14, 15 am Bremsbalken 6 angeschraubt. Jedes Bremssegment 7 - 12 ist ein geschmiedeter
oder gegossener Formkörper aus Stahl bzw. vorzugsweise ein Gusskörper aus Kugelgraphit.
Er wird von einem gleichformatigen Sockel 7 a, 9 a und einem damit integral verbundenen
erhabenen Träger 7 b, 9 b gebildet, auf dem eine Bremsfläche 7 c, 9 c ausgebildet
ist. Während die Träger 7 b der Bremssegmente 7, 8, 11, 12 beim ersten Typ hoch gesetzt
sind, sind die Träger 9 b beim zweiten Typ der Bremssegmente 9, 10 tiefer gesetzt.
Die Länge der jeweils hintereinander auf gleicher Höhe angeordneten Segmente beträgt
0,5 bis 1,5 m. Die Höhenversetzung der Elemente ist etwa gleich ihrer Breite und beträgt
40 bis 60 mm.
1. Gleisbremse für Schienenfahrzeuge mit mindestens einem mit über die Länge verteilt
angeordneten Bremssegmenten (7 - 12) bestückten Bremsbalken (6), der mit den Bremsflächen
(7 c, 9 c) seiner Bremssegmente (7 - 12) seitlich an eine Flanke (4 a) des Schienenrades
(4) gedrückt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsflächen (7 c, 9 c) der Bremssegmente (7 - 12) in unterschiedlicher Höhe
angeordnet sind.
2. Gleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremssegmente (7 - 12) auswechselbar auf dem Bremsbalken (6) befestigt sind.
3. Gleisbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils auf gleicher Höhe angeordneten Bremssegmente (7, 8, 9, 10, 11, 12) eine
Länge von 0,5 bis 1,5 m haben.
4. Gleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenversetzung der in unterschiedlicher Höhe angeordneten Bremssegmente (7 -
12) 40 bis 60 mm beträgt.
5. Gleisbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremssegmente (7 - 12) von gleichformatigen Sockeln (7 a, 9a) und damit verbundenen
und in unterschiedlicher Höhe angeordneten Trägern (7 b, 9 b) gebildet werden, auf
denen die Bremsflächen (7 c, 9 c) ausgebildet sind.
1. A rail brake for rail vehicles with at least one brake beam (6) that is equipped with
longitudinally distributed brake segments (7-12) and can be laterally pressed against
a flank (4 a) of the rail wheel (4) with the braking surfaces (7 c, 9 c) of its brake
segments (7-12), characterized in that the braking surfaces (7 c, 9 c) of the brake segments (7-12) are arranged at a different
height.
2. The rail brake according to Claim 1, characterized in that the brake segments (7-12) are fixed on the brake beam (6) in an exchangeable fashion.
3. The rail brake according to Claim 1 or 2, characterized in that the brake segments (7, 8, 9, 10, 11, 12) that are respectively arranged at the same
height have a length between 0.5 and 1.5 m.
4. The rail brake according to Claim 1, characterized in that the height offset of the brake segments (7-12) that are arranged at a different height
lies between 40 and 60 mm.
5. The rail brake according to Claim 1, characterized in that the brake segments (7-12) are composed of bases (7 a, 9 a) of identical format and
carriers (7 b, 9 b) that are connected thereto and arranged at a different height,
wherein the braking surfaces (7 c, 9 c) are realized on said carriers.
1. Frein de voie pour véhicules ferroviaires, comportant au moins une poutre-frein (6)
équipée de segments de frein (7 - 12) répartis sur sa longueur et qui peut être poussée
par les surfaces de freinage (7c, 9c) de ses segments de frein (7 - 12) latéralement
vers un flanc (4a) de la roue ferroviaire (4), caractérisé en ce que les surfaces de freinage (7c, 9c) des segments de frein (7 - 12) sont disposées à
une hauteur différente.
2. Frein de voie selon la revendication 1, caractérisé en ce que les segments de frein (7 - 12) sont fixés de manière interchangeable sur la poutre-frein
(6).
3. Frein de voie selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les segments de frein (7, 8, 9, 10, 11, 12) disposés respectivement à la même hauteur
ont une longueur de 0,5 à 1,5 m.
4. Frein de voie selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décalage en hauteur des segments de frein (7 - 12) disposés à une hauteur différente
est compris entre 40 et 60 mm.
5. Frein de voie selon la revendication 1, caractérisé en ce que les segments de frein (7 - 12) sont composés de socles de formats identiques (7a,
9a) et que sont formés des supports (7b, 9b) qui leur sont reliés, sont disposés à
une hauteur différente et sur lesquels les surfaces de freinage (7c, 9c) sont formées.
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